Güntner Management GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christa Häußler seit 8.5.2026 | Geschäftsführer |
Elisabeth Jäger seit 6.8.2020 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
J**** D******* j*** | 3.67% |
S******** Z****** | 3.21% |
J***** G**** S***** | 2.79% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
A-HEAT Allied Heat Exchange Technology AGFürstenfeldbruckKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.12.2021 bis zum 30.11.2022Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021/2022I. Allgemeine Angaben zum Konzernjahresabschluss Das Mutterunternehmen des Konzerns ist die A-HEAT Allied Heat Exchange Technology AG. Die A-HEAT Allied Heat Exchange Technology AG hat ihren Sitz in Fürstenfeldbruck und ist im Handelsregister beim Amtsgericht München unter HRB 140545 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde nach den §§ 290 ff. HGB geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes erstellt. Sie ist verpflichtet, nach § 290 HGB, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Konzernabschluss zum 30. November 2022 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Soweit Angaben wahlweise in der Konzernbilanz oder im Konzernanhang erfolgen können, erfolgen diese Angaben im Anhang des Konzerns. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Abschlussstichtag der Güntner Group S.A. de C.V. inklusive ihrer Tochterunternehmen, der Thermengesellschaften, der KAI Services Club S.r.l, sowie der SPARK Gesellschaften ist der 31. Dezember 2022. Sie wurden nach § 299 Abs. 2 HGB aufgrund eines auf den Stichtag und den Zeitraum des Konzernabschlusses aufgestellten Zwischenabschlusses in den Konzernabschluss einbezogen. Abschlussstichtag ist für alle anderen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften der Bilanzstichtag 30. November 2022 des Mutterunternehmens. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze 1. Konsolidierungskreis In den Konsolidierungskreis der A-HEAT Allied Heat Exchange Technology AG wurden zum 30. November 2022 folgende Tochterunternehmen einbezogen:
1) Im Rahmen der Erstkonsolidierung einbezogen.
Mit Vertrag vom 11. April 2022 wurden 25 % der Anteile an der SPARK RADIANCE S.R.L. verkauft, die A-Heat hält somit 75 % der Anteile. Die Coolbridge de Mexico, S.A. de C.V. wurde Ende des Geschäftsjahres 2021 gegründet, und im Geschäftsjahr 2022 erstkonsolidiert. Die Güntner Group S.A. de C.V. hält 99 %, die Güntner de Mexico S.A. de C.V. hält 1 %. Die Therme Art GmbH wurde per 30. November 2022 entkonsolidiert. Nachfolgende Tochterunternehmen sind aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nach § 296 Abs. 1 und 2 HGB nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen worden:
Mit Beschluss vom 25. August 2022 wurde die FABPUB PROJECTS S.R.L. gegründet, die THERME ARC S.R.L. hält 100 % der Anteile. Mit Beschluss vom 13. Oktober 2022 wurde die Guentner Kazhakstan LLP gegründet, die Güntner Group Asia Pte. Ltd. hält 99 %, die Güntner Asia Pacific Pte. Ltd. hält 1 % der Anteile. 2. Konsolidierungsgrundsätze Folgende Konsolidierungsmethoden wurden angewandt: Die Kapitalkonsolidierungen bis zum 30. November 2010, die vor Geltung des BilMoG durchgeführt wurden, wurden unter Anwendung der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) vorgenommen. Nach dieser Methode wurde der Wertansatz der dem Mutterunternehmen direkt oder indirekt gehörenden Anteile zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bzw. zum Zeitpunkt des Erwerbes der Anteile an einem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Die sich hierbei ergebenden Unterschiedsbeträge wurden entsprechend ihrer Verursachung den Wertansätzen der in der Konzernbilanz anzusetzenden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zugeschrieben (Grundstücke, Gebäude). Der jeweils verbleibende Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ab dem 01. Dezember 2010 erfolgen die Kapitalkonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode. Bei der Kapitalkonsolidierung entstehende passivische Unterschiedsbeträge werden unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die Erhöhung von Beteiligungen an bereits vollkonsolidierten Unternehmen wird erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals abgebildet. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden grundsätzlich eliminiert, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen wurden an die deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften angepasst (Handelsbilanz II). Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgt nach § 308a HGB. Aktiv- und Passivposten der Bilanz werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnung mit dem jährlichen Durchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen hieraus werden als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Umrechnungsdifferenzen aus der historischen Umrechnung des Postens Eigenkapital werden ebenfalls im Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung erfolgsneutral dargestellt. Die Euro-Wechselkurse wichtiger Währungen sind in der folgenden Tabelle angeführt:
Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen wird eine Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren zugrunde gelegt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit ihren Herstellungskosten bewertet. Kosten der Entwicklungsphase werden aktiviert, wenn sie verlässlich von den Forschungskosten abgegrenzt werden können (§ 255 Abs. 2a HGB). Forschungsaufwendungen werden sofort im Aufwand erfasst. Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt mit ihren aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis ab dem Monat, in dem der Vermögensgegenstand zur Verfügung steht. Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag angesetzt. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Material- und Fertigungseinzelkosten, Sonderkosten der Fertigung, angemessene produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten, produktionsbezogene Teile der Verwaltungskosten, des Werteverzehrs des Anlagevermögens sowie grundsätzlich angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, der Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen, der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs und die betriebliche Altersvorsorge. Erforderliche Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden zum Bilanzstichtag vorgenommen. Die erhaltenen Anzahlungen für Produktionsaufträge werden von den Vorräten offen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und - soweit unverzinslich - bei Restlaufzeiten von über einem Jahr auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für das allgemeine Kreditrisiko wird grundsätzlich eine Pauschalwertberichtigung von 1% auf den Bestand von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht einzelwertberichtigt wurden, abgesetzt. Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem niedrigeren Kurs des Entstehungszeitpunkts bzw. des Stichtags bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Börsenkursen angesetzt. Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert bewertet. Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände, die in fremder Währung lauten, werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum 30. November 2022 angesetzt. Die als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Beträge stellen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag dar, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag sind. Die latente Steuerabgrenzung wurde hinsichtlich temporärer Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Latente Steuern wurden auf das Anlagevermögen, Vorräte und Rückstellungen gebildet. Steuerliche Verlustvorträge werden insoweit bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern berücksichtigt, als sie voraussichtlich innerhalb der nächsten 5 Jahre verrechnet werden können. Der Ermittlung liegen in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt erwartete Steuersätze (9 bis 34 Prozent) zugrunde, die grundsätzlich auf den am Bilanzstichtag gültigen gesetzlichen Regelungen basieren. Auf Konsolidierungsvorgänge wie Zwischengewinneliminierung und Schuldenkonsolidierungsdifferenzen wurden latente Steuern berechnet. Sich ergebende aktive und passive latente Steuern, inklusive Berücksichtigung der sich ergebenden latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen, werden gem. § 274 Abs. 1 HGB saldiert. Eine sich insgesamt, inklusive Berücksichtigung der sich ergebenden latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen, ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer sich insgesamt, ohne Berücksichtigung der sich ergebenden latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen, ergebenden Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht kein Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Für Pensions- und Jubiläumsverpflichtungen sind Rückstellungen gebildet. Die Pensionsrückstellungen wurden nach der Projected Unit Credit Method unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck, eines Rechnungszinsfußes von 1,79 % sowie einer Gehaltsdynamik von 0,00 %, einer Rentendynamik von 2,00 % und einer durchschnittlichen Fluktuation von 0,00 % passiviert. Ebenfalls nach der Projected Unit Credit Methode wurden die Jubiläumsrückstellungen unter Verwendung eines Rechnungszinsfußes von 1,43 %, einer Gehaltsdynamik von 0,63 % sowie einer durchschnittlichen Fluktuation von 4,00 % passiviert. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen unter Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 30. November 2022 TEUR 33. Die Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt. Die Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen werden, soweit Reklamationen bereits bekannt sind, als Einzelrückstellung gebildet. Für die Abdeckung der allgemeinen Garantie- und Gewährleistungsrisiken wird die Rückstellung aus Erfahrungswerten in Höhe von 0,39 % bis 1,47 % (Vj. 0,39 % bis 1,46 %) aus den Umsätzen des Geschäftsjahres bzw. des Vorjahres für den Gewährleistungszeitraum von zwei Jahren gebildet. Sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende kurzfristige Verbindlichkeiten (mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr) werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Buchungstag oder dem jeweils höheren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderungen nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. IV. Angaben zum Konzernjahresabschluss 1. Konzernbilanz zum 30. November 2022 Die sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge stellen sich wie folgt dar:
Der Geschäfts- oder Firmenwert betrifft die ARETAIC INERGY SRL, die Frost Frio Refrigeracao Industrial S.A. und die WATERplus GmbH. Es liegen zum Bilanzstichtag die folgenden Angaben zugrunde:
Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Für die Schätzung der individuellen betrieblichen Nutzungsdauer wird vereinfachend von einer Nutzungsdauer von drei Jahren ausgegangen, die längere Nutzungsdauer der ARETAIC INERGY SRL, der Frost Frio Refrigeracao Industrial S.A. und der WATERplus GmbH wurde aufgrund des Geschäftszwecks der Gesellschaft gewählt. Der sich im Rahmen der Kapitalkonsolidierung ergebende passivische Unterschiedsbetrag stellt sich wie folgt dar:
Der passive Unterschiedsbetrag betrifft die Aufdeckung stiller Reserven, die sich wie folgt darstellen:
Der passive Unterschiedsbetrag wird gem. § 309 Abs. 2 Nr. 2 HGB erfolgswirksam aufgelöst, wenn feststeht, dass er einem realisierten Gewinn entspricht. Die Finanzanlagen beinhalten Anteile an der Güntner-ISH ooo, der FABPUB PROJECTS S.R.L., der THERME ASIA HOLDING PTE. LTD. und der THERME CHINA (SINGAPORE) HOLDING PTE. LTD. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in der Höhe von EUR 105.303,59 (VJ: TEUR 58) entfallen mit EUR 105.303,59 (VJ: TEUR 57) auf die Güntner-Ish ooo. In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren in Höhe von EUR 60.794.809,12 (VJ: TEUR 59.215) enthalten. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Guthaben bei Kreditinstituten und aus Kassenbeständen zusammen. Unter dem Posten der aktiven Rechnungsabgrenzung werden Auszahlungen des Geschäftsjahres 2021/2022 ausgewiesen, die Aufwendungen des Folgejahres (Versicherungsbeiträge, Wartung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld etc.) darstellen. Das Grundkapital des Mutterunternehmens beträgt zum Bilanzstichtag EUR 2.557.494,00 (VJ: TEUR 2.557) und ist eingeteilt in 92.586 (VJ: 94.722) Stückaktien. Im Geschäftsjahr 2016/17 und im Geschäftsjahr 2017/2018 wurden im Zuge des Aktienrückkaufprogramms insgesamt 681 Aktien erworben, der Nominalbetrag beträgt EUR 18.387,00 (0,72 %). Im Zuge des Aktienrückkaufprogramms 2019 wurden im Geschäftsjahr 2019/2020 weitere 235 Aktien erworben. Ihr Nominalbetrag beträgt EUR 6.345,00 (0,25 %). Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden im Zuge des Aktienrückkaufprogramms 2021 zusätzlich 1.220 Aktien mit einem Nominalwert von EUR 32.940,00 (1,29 %) erworben. Insgesamt wurden somit 2.136 eigene Aktien mit einem Nominalbetrag von EUR 57.672,00 (2,26 %) rückgekauft. Die erworbenen Stückaktien wurden im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung gem. § 8 Abs. 3 AktG eingezogen. Durch die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28. Juli 2022 wird der Vorstand gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum Ablauf von fünf Jahren ab Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Des Weiteren wird der Vorstand ermächtigt, diese Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates einzuziehen, ohne dass es eines weiteren Beschlusses der Hauptversammlung bedarf. Das bedingte Kapital beträgt zum 30. November 2022 EUR 1.034.417,57. Der Konzernbilanzgewinn von EUR 196.515.956,96 setzt sich zusammen aus dem Konzernjahresüberschuss von EUR 34.083.206,45, dem Ergebnisanteil Dritter von EUR -4.380.556,38, dem Konzerngewinnvortrag von EUR 163.842.929,52 sowie der Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen von EUR 4.364.935,39. Der Gewinnvortrag wurde aufgrund der Einziehung eigener Aktien sowie des Verkaufs von Anteilen an der SPARK RADIANCE S.R.L. angepasst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von EUR 1.113.480,99 (VJ: TEUR 1.156) berücksichtigen Pensionsverpflichtungen gegenüber (ehemaligen) Geschäftsführern. Die Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 5.043.048,85 (VJ: TEUR 10.969) betreffen voraussichtliche Steuerzahlungen im In- und Ausland. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 48.162.302,17 (VJ: TEUR 36.689) beinhalten insbesondere ausstehende Verpflichtungen aus dem Lohn- und Gehaltsbereich, aus Gewährleistungs- und Kulanzverpflichtungen, für Kundenboni sowie sonstige noch ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten weisen zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten auf: 30.11.2022 in EUR
30.11.2021 in EUR
Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit Grundschulden wurde mit Beschluss vom 18. Februar 2022 aus dem Grundbuch gelöscht. Der beizulegende Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente gem. § 285 Sätze 3 bis 6 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
Die Bewertung der Währungsderivate erfolgte nach der Barwertmethode und wurde vom jeweiligen Bankinstitut auf der Basis von zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten ermittelt. 2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2021/2022 Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt. Die Verteilung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen gestaltet sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse der Konzerngesellschaften nach Regionen verteilen sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 56.400.596,74 (VJ: TEUR 40.967) stehen sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von EUR 41.412.717,38 (VJ: TEUR 26.517) gegenüber. Die Erträge betreffen insbesondere Kursgewinne aus Währungsdifferenzen in Höhe von EUR 16.402.175,12 (VJ: TEUR 4.984) gegenüber Kursverlusten aus Währungsdifferenzen in Höhe von EUR 9.765.467,93 (VJ: TEUR 7.037), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von EUR 1.617.546,77 (VJ: TEUR 12.071) neben Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von EUR 7.997.365,43 (VJ: TEUR 6.417), Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von EUR 20.419.825,45 (VJ: TEUR 10.823) gegenüber Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von EUR 18.840.178,32 (VJ: TEUR 3.903) sowie Erträge aus Wertpapieren in Höhe von EUR 11.359.853,70 (VJ: TEUR 6.731) gegenüber Aufwendungen aus Wertpapieren in Höhe von EUR 1.702.121,66 (VJ: TEUR 5.164). Der Personalaufwand 2021/2022 enthält nach § 275 Abs. 2 HGB folgende Posten:
Durch die Aufzinsung von Rückstellungen entstanden Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 63.254,36 (VJ: TEUR 61). Der Posten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhaltet einen latenten Steuerertrag in Höhe von EUR 9,90 (VJ: TEUR 157). Die Ergebnisanteile Dritter, EUR -4.380.556,38 (VJ: TEUR -2.104), betreffen Ergeb-nisanteile, die Dritten gemäß ihres Anteils am Gewinn bzw. Verlust von Tochterunternehmen zustehen. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von EUR 39.996.676,23 (VJ: TEUR 33.332) resultieren aus Miet- und Leasingverträgen EUR 38.575.923,23 (VJ: TEUR 32.286) und Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben EUR 1.420.753,00 (VJ: TEUR 1.046). Zum Stichtag 30. November 2022 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen (einschl. Leasingverträgen) mit folgender Fristigkeit:
Des Weiteren bestehen Verpflichtungen aus langfristigen Einkaufsverträgen. 2. Haftungsverhältnisse Die Eventualverbindlichkeiten betragen am Bilanzstichtag EUR 7.609.943,03, (VJ: TEUR 8.091). Auf Basis der Umsatz-, Ertrags- und Cashflowplanungen (Unternehmensplanung) der A-Heat Gruppe ist eine Inanspruchnahme aus den gesamten Gewährleistungsverpflichtungen und Haftungsverhältnissen nicht als wahrscheinlich anzusehen. 3. Angaben gemäß § 264 Abs. 3 Nr. 4 und § 264 b Nr. 3 HGB Für folgende Gesellschaften wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf die Offenlegung nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften zu verzichten: Güntner Management GmbH, Fürstenfeldbruck Thermowave Gesellschaft für Wärmetechnik mbH, Berga basetec products & solutions GmbH, Fürstenfeldbruck Spark Radiance GmbH, Fürstenfeldbruck Güntner Group Europe GmbH, Fürstenfeldbruck Güntner GmbH & Co. KG, Fürstenfeldbruck WATERplus GmbH, Rosenheim 4. Mitarbeiter Maßgeblich für die Berechnung der Mitarbeiteranzahl war der Jahresdurchschnitt der beschäftigten Mitarbeiter der letzten 12 Monate. In diesen Angaben sind auf Teilzeitbasis beschäftigte Mitarbeiter jeweils entsprechend ihrem Beschäftigungsgrad berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2021/2022 waren im Konzern durchschnittlich 5.043 (VJ: 4.641) Arbeitnehmer, davon 1.828 (VJ: 1.670) Angestellte und 3.195 (VJ: 2.945) Gewerbliche tätig, sowie 20 (VJ: 26) Auszubildende beschäftigt. 5. Honorar des Konzernabschlussprüfers Für das Geschäftsjahr 2021/2022 wurden Honorare des Konzernabschlussprüfers in Höhe von EUR 274.693,08 (VJ: TEUR 257) wie folgt ergebniswirksam verbucht:
6. Ergebnisverwendung Mutterunternehmen Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den zum 30. November 2022 ausgewiesenen Bilanzgewinn der A-HEAT Allied Heat Exchange Technology AG in Höhe von EUR 88.207.485,94 auf neue Rechnung vorzutragen. 7. Organe der Gesellschaft
Die Gesamtbezüge der aktiven Vorstandsmitglieder betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 EUR 855.857,69 (VJ: TEUR 839), die der früheren Vorstandsmitglieder EUR 12.276,00 (VJ: TEUR 12). Die Pensionsrückstellung für frühere Vorstandsmitglieder betrug im abgelaufenen Jahr EUR 272.854,00 (VJ: TEUR 252). Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2021/2022 EUR 110.500,00 (VJ: TEUR 105). 8. Nachtragsbericht Der andauernde Krieg zwischen der Ukraine und Russland sowie die damit verbundenen Sanktionen belasten die Weltwirtschaft weiterhin stark. Zusammen mit den Nachwirkungen der COVID Pandemie sind die Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte und Lieferketten deutlich bemerkbar. Die allgemeine Teuerung dämpft zusätzlich den globalen wirtschaftlichen Ausblick. Aussagen zur zeitlichen Erstreckung der Krise, die sich durch weitere Aktionen Russlands noch verschärfen kann, sind gegenwärtig kaum möglich.
Fürstenfeldbruck, den 28. Februar 2023 A-HEAT Allied Heat Exchange Technology AG Christian Weiser, Vorstand Hubert Spegel, Vorstand Robert Gerle, Vorstand Der Konzernabschluss wurde am 28. April 2023 gebilligt.
Die Förderungen werden direkt von den Anschaffungskosten abgesetzt und über die Vorträge angepasst. Konzernbilanz zum 30. November 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021/2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel 30.11.2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel 30.11.2021
Kapitalflussrechnung
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/20221. Grundlagen des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021/2022 Die A-HEAT Unternehmensgruppe (im Folgenden A-HEAT genannt) ist ein international agierender Technologiekonzern, spezialisiert auf Kälte-, Klima- und Verfahrenstechnik. Mit den wesentlichen Produktmarken Güntner, JAEGGI Hybridtechnologie, thermowave und basetec zählt die A-HEAT zu den weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Wärmeübertragungstechnologien. 1.1. Geschäftsmodell Die Produktmarken der A-HEAT wie Güntner, JAEGGI Hybridtechnologie, thermowave und basetec stehen für hochwertige und serviceorientierte Produkt- und Applikationslösungen. Die Wertschöpfungsaktivitäten sind Forschung und Entwicklung, Beschaffung, Produktmanagement, Produktion, Logistik, Vertrieb und Service. Zur Steuerung dieser Aktivitäten legt die Gruppe großen Wert auf die interne und externe Vernetzung sowie eine starke Integration der Disziplinen. Durch entsprechende Planungs- und Kontrollsysteme erfolgt eine zielgerichtete Zuordnung der Ressourcen. Die Unternehmensgruppe blickt auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurück. Sie unterhält Produktionsstandorte in Europa, Asien und Amerika und verfügt über ein weltweites Vertriebs- und Servicenetz. Die A-HEAT Gruppe achtet darauf, die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu stärken. Der Erfolg der Unternehmensgruppe steht in einem direkten Zusammenhang mit ihren zuverlässigen und erfahrenen Mitarbeiter/innen. Eine hinsichtlich Qualität, Preisgestaltung und Verfügbarkeit ausgeprägte Materialwirtschaft stellt vor allem für die Hauptwerkstoffe (Kupfer, Aluminium, Edelstahl, Stahl) eine Kernkompetenz dar. Ergänzend hierzu unterstützen Treasury-Maßnahmen einerseits den wirtschaftlichen Beschaffungserfolg und andererseits die Absicherungsbedürfnisse im Bereich Metalle, Währungen und Zinsen. Organisatorisch betrachtet ist die A-HEAT Gruppe eine nach Segmenten und Regionen aufgebaute Unternehmensgruppe, unterteilt in die Segmente Lamellen-, Platten- und hybride Wärmeübertrager-Technologien und in die Regionen Europa, Nord- und Lateinamerika und Asien. Die Aufbau- und Ablaufstrukturen werden durch Führungs- und Managementsysteme unterstützt. Die wesentlichen Nachfragetreiber für die Produkt- und Applikationslösungen sind konjunkturelle Trends in den jeweiligen Regionen, welche sich vor allem im privaten Konsum, der Gesetzgebung sowie den privaten und staatlichen Investitionen widerspiegeln. 1.2. Produktion Die A-HEAT Unternehmensgruppe produziert an Standorten in Europa, Asien und Amerika. Zum Werkverbund gehören u.a. Standorte in Deutschland, Ungarn, Rumänien, Indonesien, Brasilien und Mexiko. Die Produktionsstandorte sind operativ autark organisiert, in ihrer Ablauforganisation jedoch untereinander abgestimmt. Dies ermöglicht der Unternehmensgruppe, Synergien zu nutzen, während gleichzeitig flexibel auf die einzelnen Marktanforderungen reagiert werden kann. Dank der strategischen Ausrichtung der A-HEAT Unternehmensgruppe mit dem Projekt 600+ (Kapazitätserweiterung auf Umsatzgröße 600 Mio. Euro plus), welche vor einigen Jahren verabschiedet wurde, konnten die erheblichen Herausforderungen an die Produktionen weltweit erfolgreich bewältigt werden. Trotz des höheren Auftragsvolumens, der enormen Schwierigkeiten in den Lieferketten und einer andauernden COVID Pandemie, konnte eine fast 100%ige Liefertreue erhalten werden. Die Zusammenarbeit zwischen den globalen Werkseinheiten wurde noch enger gestaltet, was marktgerechte Lieferzeiten und Liefertreue ermöglichte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr standen neben den aktuellen Herausforderungen die Automatisierung und Digitalisierung der Herstellungsprozesse weiterhin im Fokus. Mit Inbetriebnahme von Maschinen mit Lasertechnologie zur Bearbeitung von Edelstahlrohren und in der Blechverarbeitung, konnte die Effizienz und Kapazität erheblich gesteigert werden. Eine erhöhte Qualität der Einzelprodukte und die Reduzierung von Schrott wurde mit dieser Technologie ebenfalls realisiert. Die Digitalisierung der Qualitätsmanagement Prozesse mit der Einführung der BabtecQ-Software wurde umgesetzt. Dies ermöglicht einen hohen Detailgrad in der Ausführung von Produktionsaufträgen. Auch die Überprüfung der Produktionen im Hinblick auf Nachhaltigkeit ist kontinuierlich. Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurden zahlreiche Produktionsprozesse optimiert, um eine umweltbewusstere Produktion zu etablieren. Mit Hilfe des Energie-Monitoring Systems konnten schon im aktuellen Geschäftsjahr Maßnahmen für Energieeinsparungen definiert werden. So konnte der Stromverbrauch beispielsweise am Standort Tata mit über 10% und das Erdgas um rund 20% reduziert werden. 1.3. Forschung und Entwicklung Der Betrieb im Bereich Forschung und Entwicklung konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz anhaltender Corona-Pandemie nachhaltig und wie geplant aufrechterhalten werden. Ein entsprechend eingeführtes Hygienekonzept ermöglichte den kontinuierlichen Betrieb aller Labor- und Prüfanlagen, ohne Ausfälle, über das gesamte Geschäftsjahr. Im Laborbetrieb lag auch in diesem Jahr der Fokus auf der Vermessung von Geräten mit natürlichen, besonders nachhaltigen und damit zukunftsfähigen, Kältemitteln wie beispielsweise CO 2 und Ammoniak. Insbesondere die empirische Ermittlung thermodynamischer Grundlagen für die Anwendung von Ammoniak mit Direktexpansion standen im Mittelpunkt der diesjährigen Messkampagne. Ein Großteil, der für die Luftkühleranwendung zur Verfügung stehenden Wärmeübertrager-Geometrien, wurde dabei bereits vollständig untersucht. Die Vermessung einer erst kürzlich entwickelten Lamellengeometrie ist derzeit in Arbeit und die diesbezüglichen Aktivitäten werden im nächsten Geschäftsjahr abgeschlossen werden. Darüber hinaus unterstützten die Labore die Gesamtorganisation mit allen zur Verfügung stehenden Prüfständen, um den Entwicklungserfolg in vielfältigen Entwicklungsprojekten sicherzustellen. Im Bereich "Zukunftslösungen" lag der Schwerpunkt in extensiven Untersuchungen zum Abtauverhalten von Luftkühlern. Hierzu wurden Messungen unter Realbedingungen, in der hierfür eigens errichteten Klimakammer, am Standort FFB durchgeführt. In ersten Ergebnissen zeigte sich ein erhebliches Energieeinsparpotential während des Abtauprozesses der untersuchten Geräte, welches durch weiterführende Entwicklungen gehoben werden soll. Diese Erkenntnisse und daraus resultierende Entwicklungen haben nicht nur einen direkten positiven Einfluss auf die Energieeffizienz der Geräte, sondern unterstützen in besonderem Maße die derzeitigen Bestrebungen in Richtung Energieeinsparung und Nachhaltigkeit zur Erreichung der gesetzten Klimaziele. Weiterhin konnte in diesem Jahr abermals ein Innovationsprogramm auf Europaebene erfolgreich umgesetzt werden. Einige vielversprechende Ideen aus verschiedenen Teilen der Belegschaft werden derzeit im Bereich Future Solutions tiefer untersucht und bei entsprechenden Resultaten ggf. zur Serienreife geführt. Besonderes Augenmerk bei der Entwicklungstätigkeit auf Produktebene lag in der Entwicklung eines besonders leistungsfähigen Gerätes in V-Bauweise für alle gängigen Anwendungen, in erster Linie jedoch als Rückkühler mit adiabatem Vorkühlsystem. Diese neue Produktserie rundet das bereits bestehende V-Kühler Produktportfolio nach oben hin ab, indem es die vom Markt geforderten Anwendungen mit einer abermals gesteigerten Leistungsdichte abdeckt. In weiteren Projekten wurde die bereits bestehende Produktfamilie "Cubic Vario" um weitere Zubehöre ergänzt, die dringend vom Markt nachgefragt wurden. Im Bereich Normung konnte die Re-Zertifizierung der Güntner-Luftkühler-Baureihen mit dem HACCP-Hygienezertifikat abermals erfolgreich erreicht werden. Die Zertifizierung aller Produkte nach "UK Conformity Assessed", um für das Geschäft in UK auch zukünftig gerüstet zu sein, bildete, neben allen weiteren Tätigkeiten, den Kern der diesjährigen Aufwände in diesem Bereich. Ein weiterer Schwerpunkt der F&E-Tätigkeiten war ganzjährig abermals die Absicherung der Lieferketten. Um einer Unterversorgung mit Zulieferteilen entgegenzuwirken, wurden permanent technische Alternativen am Markt identifiziert, qualifiziert und entsprechend in der Serie den Kunden verfügbar gemacht. Weitere Aktivitäten gab es in Bezug auf eine effizientere Nutzung von Materialien. Dies half nicht nur die Situation am Beschaffungsmarkt zu entzerren, sondern entspricht in besonderem Maß auch unserem Selbstverständnis von nachhaltigem Handeln. So wurden Produkte mit den höchsten Stückzahlen untersucht und entsprechend modifiziert. Zusätzlich dazu wurden auch grundsätzliche Untersuchungen zur Eignung alternativer Metalllegierungen mit großem Erfolg umgesetzt. Im Bereich Controls wurden für den Umsatzträger in dieser Produktkategorie zahlreiche neue Funktionen und Verbesserungen implementiert, um den technologischen Vorsprung weiter auszubauen. Besonders herauszustellen ist dabei eine Funktion, die es unseren Kunden ermöglicht, ungenutzte Wärme zurückzugewinnen und somit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. Darüber hinaus konnte mit der Entwicklung einer IoT-Lösung (Internet of Things), welche bereits bei ersten ausgewählten Kunden im Feldtest arbeitet, erfolgreich demonstriert werden, welchen Weg die Kälte- Klimabranche künftig im Bereich Digitalisierung gehen kann. Neben ohnehin bekannten Leistungsmerkmalen einer IoT-Lösung wie bspw. einem Monitoring der Komponenten und Anlagenparametern konzentrierte sich die Güntner-Lösung auf die Themenbereiche Analyse und Problemlösung, weshalb hier erstmals Methoden und Algorithmen der künstlichen Intelligenz zur Anwendung kommen. Die Ausgaben für F&E im Berichtsjahr lagen bei EUR 8,0 Mio. (Vorjahr EUR 6,4 Mio.). Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl in diesem Bereich betrug 99 Mitarbeiter (Vorjahr 87). 1.4. Digitalisierung Die Reise in die digitale Zukunft entwickelt sich ständig weiter. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihren digitalen Wandel beschleunigen. Neue Geschäftsmodelle, das Schaffen einzigartiger Kundenerlebnisse und der Einsatz präziser Datenanalysen helfen dabei. Um diese Trends besser zu verstehen und Lösungen schneller umzusetzen, wurde vor einigen Jahren die IT-Abteilung der A-HEAT Gruppe ausgegliedert und unsere neuen Töchterunternehmen Spark Radiance Deutschland und Spark Radiance Rumänien gegründet. Spark Radiance ist die digitale Innovationsschmiede der A-HEAT Gruppe und hat in dieser Funktion in den vergangenen Jahren hervorragende Leistungen erbracht. Dieser Digital-Hub entwickelt unter anderem Lösungen, um die steigenden Anforderungen unsere Kunden hinsichtlich Services und deren schnelle Verfügbarkeit zu gewährleisten. Die Spark Radiance entwickelt die notwendige Architektur und ist der Treiber für die digitalen Geschäftsmodelle, basierend auf den Säulen digitale Kommunikation und Prozesse, sowie Produkte und Dienstleistungen. Lieferengpässe, wachsende Materialkosten, steigende Energie- und Gaspreise sowie der Rückgang von Investitionen, in Kombination mit einer hohen Inflationsrate, haben auch unsere Industrie vor große Herausforderungen gestellt. Das Jahr 2022 hat gezeigt, dass ein Umdenken notwendig und die Digitalisierung einen hohen Stellenwert in der A-HEAT Gruppe haben muss. Im Geschäftsjahr 2021 / 2022 wurde der Fokus vermehrt auf die Erweiterung der globalen IT-Infrastruktur, Upgrades von Netzwerk- und Firewall Strukturen und Einführung neuer IT-Security-Maßnahmen gelegt. Den Geschäftsbetrieb weltweit jederzeit sicher gewährleisten zu können hatte dabei stets höchste Priorität. Parallel dazu wurden strategische Projekte wie das Data-Lake Projekt, die Einführung eines DMS-Systems und die Funktionserweiterung unserer Kundenplattform MyGuentner gestartet. Die Automatisierung von Arbeitsschritten durch Robotic Process Automatization (RPA) wurde ebenso erreicht wie die Implementierung des neuen Qualitätsmanagement Tools "Babtec" in EMEA. Insgesamt konnte durch die im Geschäftsjahr umgesetzten Digitalisierungsprojekte die Effizienz der internen Prozesse deutlich erhöht und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden. 1.5. Beschaffung Die unterjährige Preisentwicklung der strategischen Hauptmaterialien, wie zum Beispiel Kupfer und Aluminium, verlief im Berichtszeitraum äußerst volatil. Nach Allzeithochs schwächten sich die Metallpreise im Jahresverlauf deutlich ab. Im Durchschnitt erhöhten sich, die für die A-HEAT Gruppe, relevanten Metallpreise erneut deutlich. Ende 2021 war die Zulieferindustrie gekennzeichnet von langfristig ausgebuchten Produktionskapazitäten, kombiniert mit Versorgungsengpässen bei vielen Materialien. Die Lieferzeiten bei nahezu allen Einkaufsteilen eilten von Rekordhoch zu Rekordhoch, welche so seit Jahrzehnten nicht vorherrschten. Die Zero-Covid Strategie von China führte zudem zu Lieferunterbrechungen bei einigen Vorlieferanten, insbesondere von Gütern mit elektronischen Bauelementen, wie z.B. EC-Ventilatoren. Der Ausbruch des Russland / Ukraine Konflikts im Februar 2022 hat die Lieferketten zusätzlich belastet. Durch die dezentrale Beschaffungsstruktur der A-HEAT Gruppe, verbunden mit einer zentralen Koordination, konnten größere Versorgungslücken vermieden werden. Die sehr guten und langjährigen Geschäftsbeziehungen zu unseren weltweiten Lieferanten und unser multiple Sourcing Ansatz haben ebenso dazu beigetragen, dass Materialengpässe vermieden werden konnten. Durch Rahmenverträge und andere Maßnahmen konnten Preisspitzen vermieden werden. Dennoch sind die durchschnittlichen Einkaufspreise aufgrund der erheblich gestiegenen Rohstoffpreise und dem engen Beschaffungsmarkt signifikant gestiegen. Aufgrund der stark angestiegenen Dieselpreise sind die Fracht- und Logistikpreise im zweiten Halbjahr 2022 ebenfalls massiv angestiegen. Auch die Verpackungsmaterialpreise sind überdurchschnittlich angestiegen. Grund hierfür waren stark gestiegene Rohstoffpreise wie z.B. für Holz. Positiv entwickelten sich die Seetransportpreise, die von einem sehr hohen Niveau am Jahresanfang ab dem zweiten Quartal wieder gesunken sind. 1.6. Personal Die Personalstrategie der A-HEAT Gruppe leistet einen entscheidenden Beitrag zur erfolgreichen Erreichung der Wachstums- und Profitabilitätsziele. Wesentliches Ziel ist dabei, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu befähigen, ihre Aufgaben mit Leidenschaft und Motivation auszuüben und sie in die Lage zu versetzen, auch herausfordernde Arbeitsaufgaben zu übernehmen. Erhaltene Auszeichnungen wie das TOP JOB-Siegel 2021 für die Arbeitgeberattraktivität der Güntner GmbH & Co. KG in Deutschland und das TOP JOB-Siegel 2022 der JAEGGI Hybrid Technology AG, sowie der HRKOMM Award (Silver Placement) 2022 in Ungarn für Kampagnen mit großer Wirkung auf die Mitarbeiter und ihr direktes und indirektes Umfeld, zeigen, dass die A-HEAT Gruppe ihre Personalstrategie weiterhin erfolgreich umsetzt. Die im Rahmen des neuen Güntner Branding entwickelten Werte und Führungsgrundsätze wurden auch in diesem Geschäftsjahr weiterhin global geschult und in viele Prozesse des Employee Life Cycle (wie z.B. Recruiting, Onboarding, Competency Model) integriert, um Unternehmenswerte der A-HEAT Gruppe mit Leben zu füllen und fest im Arbeitsalltag zu verankern. Weitere globale Aktivitäten sind auch im nächsten Geschäftsjahr geplant, um unser Führungsleitbild und unsere Werte im täglichen Leben umzusetzen, und die Unternehmenskultur zukunftsorientiert auszurichten, damit die Motivation, das Engagement der Mitarbeiter/innen und die Bindung an das Unternehmen gesteigert werden können. Ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg ist die in diesem Geschäftsjahr eingeführte Kommunikationsplattform "Global Sharepoint", mit der eine effektive und firmenübergreifende Kommunikation (z.B. globale Stellenausschreibungen, Werte, Informationen, Events, etc.) ermöglicht und die globale Zusammenarbeit erheblich gefördert wird. Mit neuen, globalen Initiativen wie "DISCOVERY" und "Explore Possibilities THINKIT", wurden unsere Mitarbeiter/innen weltweit dazu eingeladen, aktiv an der Gestaltung des künftigen Erfolgs unserer Gruppe mitzuwirken und die Kraft des Fortschritts und der Innovation zu nutzen, in dem sie ihre eigenen Ideen einbringen können. Die A-HEAT Gruppe beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr im Durchschnitt 5.043 festangestellte Mitarbeiter/innen (2020/2021: 4.641 Mitarbeiter/innen). 2. Wirtschaftsbericht Der Wirtschaftsbericht erläutert einerseits die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andererseits den Geschäftsverlauf, unterteilt in die einzelnen Segmente. Diese Darstellung wird durch die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns ergänzt. 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltkonjunktur 1 erholte sich zu Beginn des Jahres 2022 weiterhin von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, bevor sie sich im weiteren Jahresverlauf unter dem Eindruck hoher Energiepreise und Unsicherheiten im Zuge des Russland / Ukraine-Konfliktes deutlich abschwächte. Für das Gesamtjahr 2022 wird gleichwohl eine Steigerung des weltweiten Wirtschaftswachstums von ca. 3,4% gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Der Krieg in der Ukraine hatte nahezu weltweit einen drastischen Anstieg der Energiepreise zur Folge. Die stark gestiegenen Preise für Erdgas führten aufgrund der Abhängigkeit der Stromerzeugung vom Erdgas gleichzeitig zu höheren Strompreisen. Unter dem Einfluss gestiegener Energiepreise erhöhte sich die Inflation weltweit auf rund 9,4%, im Laufe des Jahres 2022. Der Rückgang der Reallöhne dämpfte den privaten Konsum und veranlasste die großen Noten- und Zentralbanken der fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit geldpolitischen Maßnahmen gegenzusteuern. Nach mehreren Jahren der Niedrigzinspolitik wurden die Leitzinsen in mehreren großen Schritten angehoben, um das Preisstabilitätsziel der Notenbanken wieder zu erreichen. Der internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2022 mit einer globalen Inflation von 8,8%, da die geldpolitische Straffung erst im Folgejahr ihre volle Wirkung entfalten wird. Für das Jahr 2023 senkte der IWF die Prognosen für das globale Wirtschaftswachstums auf 2,9%. Im Euroraum 2 wuchs die Wirtschaft trotz geopolitischer Anspannungen und stark steigender Energiepreise um 3,5%. Die Verbraucherpreise lagen im Dezember 2022 jedoch mit 8,3% deutlich über dem Vorjahresmonat. Im verarbeitenden Gewerbe wirkten anhaltende Lieferkettenprobleme sowie steigende Rohstoffpreise belastend. Das produzierende Gewerbe war wesentlich stärker von den gestiegenen Energiepreisen betroffen als der Dienstleistungssektor, wodurch sich auch innerhalb der europäischen Länder größere Unterschiede ergeben. Die höchste Teuerungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat in der EU verzeichnet Ungarn mit einer Inflationsrate von rund 24,6% (Dezember 2022). Die Arbeitslosenquote im Euroraum sank hingegen von 7,8% im Vorjahr auf 6,7% im Dezember 2022. Aufgrund der hohen Inflation, steigender Zinsen und einem angespannten weltwirtschaftlichen Umfeld wird für das Jahr 2023 nur ein Wachstum von ca. 0,7% erwartet. Die deutsche Wirtschaft 3 ist im Jahr 2022 um ca. 1,9% gewachsen. Die positiven Effekte aus dem Ende der Corona Einschränkungen wurden durch den Russland / Ukraine-Konflikt und der sich daraus entwickelnden Energiekrise überlagert, was je nach Branche zu unterschiedlichen Entwicklungen führte. Treiber der konjunkturellen Erholung war vor allem der Dienstleistungsbereich, der von vielen Corona-Lockerungen profitierte. Deutschland litt im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern vergleichsweise stark unter den Sanktionen gegen Russland, da die deutsche Wirtschaft einen hohen Anteil an energieintensiver Industrie aufweist. Die Reduktion der russischen Gaslieferungen führte laut Schätzungen des Ifo-Instituts im Jahr 2022 zu Mehraufwendungen von rund 64 Milliarden Euro. Dies entspricht 1,8% der gesamten Wirtschaftsleistung. In Folge fiel die Wertschöpfung im Industriesektor 2022 um 0,2%. Dagegen profitierte der deutsche Außenhandel von einer gestiegenen Auslandsnachfrage und konnte seine Exporte um 3,2% steigern. Ausgelöst durch steigende Baustoffpreise, einer mangelnde Verfügbarkeit vieler Rohstoffe und einem zunehmenden Fachkräftemangel sank die Wertschöpfung in der Baubranche um 2,3%. Die Erwerbslosenquote fiel gegenüber dem Vorjahr hingegen von 5,7% auf 5,3% im Dezember 2022 und ist nunmehr seit 2020 rückläufig. Das Wirtschaftswachstum Großbritanniens 4 reduzierte sich von 7,6% im Jahr 2021 auf 4,1% im Jahr 2022. Grund für die negative Entwicklung war neben einem rückläufigen Bausektor das schwache Abschneiden der Industrieproduktion. Die Bank of England reagierte ebenfalls mit mehreren Zinserhöhungen auf die steigende Inflationsrate. Trotzdem erreichte die Inflationsrate im Dezember 2022 9,2% gegenüber dem Vorjahresmonat. Laut Schätzungen des IWF wird die russische 5 Wirtschaftsleistung bis Ende 2022 um 2,2% sinken. Als Grund für den Rückgang werden die Sanktionspakete der westlichen Staatengemeinschaft genannt, die als Reaktion auf den Ukraine-Krieg verhängt wurden. Die restriktiven Maßnahmen zielen auf den Import sowie Export bestimmter Güter ab. Wirtschaftszweige, die von der Versorgung mit Mikrochips abhängen, Flugzeugbauer und die Automobilindustrie sind besonders betroffen. Prognosen des IWF zufolge wurden 2022 in Russland 19% weniger Güter importiert und 16% weniger Güter exportiert. Die Inflationsrate betrug im Dezember 2022 12%. Die USA 6 verzeichneten im Jahr 2022 ein Wirtschaftswachstum von 2,0% vor allem aufgrund hoher privater Konsumausgaben und einem Aufbau der Lagerbestände im verarbeitenden und produzierenden Gewerbe. Die US-Notenbank FED erhöhte den Leitzins in mehreren Zinsschritten auf insgesamt 4,5%, um die hohe Inflation von 6,5% (Dezember 2022) zu bekämpfen. Für das Jahr 2023 wird mit weiteren Zinsanhebungen gerechnet. Die Arbeitslosenquote fiel im Dezember 2022 auf 3,5% und erreichte damit erstmals das Vor-Corona-Niveau. Chinas Wirtschaft 7 konnte im Jahr 2022 offiziellen Staatsmeldungen zufolge ein Wachstum von rund 3% aufweisen. Aufgrund wiederkehrender strikter Lockdowns in Folge der Null-Covid-Politik und Problemen im Immobiliensektor verfehlte China das ausgegebene Ziel von 5,5% Wirtschaftswachstum deutlich. Nach Aufhebung aller Covid-Restriktionen litt vor allem der Handel, die Dienstleistungsbranche und der Exportsektor unter den hohen Infektionszahlen. Die Industrieproduktion hingegen konnte ihre Umsätze leicht steigern. Der Immobiliensektor, der zusammen mit der Baubranche über ein Viertel zur Wirtschaftskraft beiträgt, kämpfte auch weiterhin mit Problemen. Entgegen dem globalen Trend lag die Inflationsrate im Dezember 2022 bei nur 1,8% gegenüber dem Vorjahresmonat. Zudem konnte die Arbeitslosenquote auf 5,5% gesenkt werden. Die Ostasiatischen Schwellenländer 8 (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand) wiesen 2022 ein Wirtschaftswachstum von ca. 4,3% auf. Die indonesische Wirtschaft lag dabei mit rund 5,3% über dem Durchschnitt und konnte die Exporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 30% steigern. Für das Jahr 2022 wird das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Mexiko 9 mit rund 3,1% gegenüber dem Vorjahr prognostiziert. Die Inflation bleibt im Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahr mit 7,9% hoch. Die mexikanische Wirtschaft ist weiterhin stark von der Nachfrage aus den USA abhängig. Insbesondere die Automobilindustrie, die mit 3% zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt, liefert 80% aller hergestellten Fahrzeuge in die USA. Die brasilianische Wirtschaft 10 verzeichnete im Jahr 2022 ein Wachstum von 3,1%. Innenpolitische Probleme verstärken die weiterhin anhaltenden Lieferkettenprobleme. Die Inflation konnte durch Leitzinserhöhungen von 12,1% (April 2022) auf 5,8% (Dezember 2022) gesenkt werden. 2.2. Geschäftsverlauf im Konzern Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die Unternehmensgruppe erneut einen erhöhten Auftragseingang von EUR 562,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr (EUR 529,9 Mio.) verzeichnen. Der Auftragsbestand im Berichtsjahr erhöhte sich auf EUR 212,5 Mio. (Vorjahr EUR 197,2 Mio.). Die Auftragsreichweite liegt somit bei rund 3,8 Monaten. Die Umsätze in Höhe von EUR 569,8 Mio. liegen deutlich über dem prognostizierten Bereich des Vorjahres (Prognose zwischen EUR 452 Mio. und EUR 474 Mio.). Das Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von EUR 48,8 Mio. lag ebenfalls über der Prognose des Vorjahres (zwischen EUR 38,1 Mio. und EUR 43,6 Mio.). 2.2.1. Lamellenwärmeübertrager Das Konzernsegment der lamellierten Wärmeübertrager umfasst im Wesentlichen die Geschäftsfelder der Industriekälte, der Gewerbekälte, der Energie- und Prozesskühlung sowie der Klimatisierung. Dieses Segment stellt mit EUR 501,1 Mio. (Vorjahr EUR 394,8 Mio.) den größten Umsatzanteil der Unternehmensgruppe dar und konnte trotz schwieriger makroökonomischer Entwicklung gute Zuwächse generieren. Durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine, sowie den strikten COVID-19 Lockdowns in China und den damit verbunden Unterbrechungen der Lieferketten und den Einschränkungen des Schiff- und Bahnverkehrs, kam es zu weltweiten Lieferengpässen und stark angestiegenen Energie- und Materialpreisen. Diese Faktoren wirkten sich erheblich auf die Kosten von Zukauf-teilen aus und führte zu einer schlechten Verfügbarkeit und langen Lieferzeiten bei vielen Lieferanten. Im strategischen Fokus standen die Länder Dänemark mit Industriewärmepumpen, sowie Frank-reich, Großbritannien und Italien im Segment der Industriekälte. Grundsätzlich konnten die Regionen West Europa und DACH ein starkes Wachstum vorweisen. Durch die Auswirkungen des Russland / Ukraine-Konflikts war der Auftragseingang in der Region Südosteuropa rückläufig. Aufgrund der makroökonomischen Situation verschärfte sich der Preiskampf im Bereich der Gewerbekälte. Insgesamt verlief die Geschäftsentwicklung im Segment Lamellenwärmeübertrager mit Blick auf das vorherrschende Umfeld zufriedenstellend. 2.2.2. Hybride Wärmeübertrager Hybride Wärmeübertrager stellen in der Unternehmensgruppe eine wichtige Produktgruppe dar, welche hauptsächlich in der Klimatisierung und der Industrie Anwendung findet. Mit EUR 33,6 Mio. (Vorjahr: EUR 34,4 Mio.) im Segment Hybrid-Wärmeübertrager liegt der Umsatz auf Vorjahrsniveau. Ebenfalls auf Vorjahresniveau liegt der Auftragseingang mit EUR 36,9 Mio. (Vorjahr: EUR 37,2 Mio.). Der Ausbau der Rechenzentren setzte sich fort und erzeugte einen erneut hohen Bedarf an Kühlinfrastruktur. Die Herausforderungen für die Betreiber sind u.a. der Wasser-/Stromverbrauch und deren lokale Beschränkungen, die den Einsatz von hoch effizienten Geräten, wie die der JAEGGI Hybridtechnologie AG, erforderlich machen. Im Bereich der effizienten Nutzung der vorhandenen Energie werden immer anspruchsvollere Energiemanagementsysteme eingesetzt. Deshalb wurden die Entwicklungsaktivitäten intensiviert, um die Anforderungen an unsere Regelsysteme zu erfüllen und die Energiebilanz der Systemlösungen zu verbessern. Weiterhin war die Verfügbarkeit und Preisentwicklung von Materialien und Zukaufteilen sehr herausfordernd, besonders im Bereich der Elektro-/Steuerungskomponenten. Die fehlende Verfügbarkeit und Liefertreue machen hier eine Planung sehr schwierig und erforderten einen zunehmenden Aufwand in der Anwendungstechnik und Projektbearbeitung. Dieser Trend ist auch im nächsten Geschäftsjahr zu erwarten. Die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage führte dazu, dass der Unterhalt und Service der Anlagen bei Kunden einen höheren Stellenwert bekommen haben. Auch die Modernisierung von Anlagen wird somit interessant und unterstützt den Nachhaltigkeitstrend. Diese Entwicklungen wirkten sich auf den Servicebereich bei JAEGGI erfreulich aus und führten zu einem Umsatzwachstum von 36 % auf EUR 5,3 Mio. (Vorjahr: EUR 3,9 Mio.) Für die Unternehmensgruppe ist die Geschäftsentwicklung des Hybrid-Segments weiterhin positiv einzustufen. 2.2.3. Plattenwärmeübertrager Im Segment Plattenwärmeübertrager entwickelt, produziert und vertreibt die Unternehmensgruppe unter dem Markennamen, thermowave Gesellschaft für Wärmetechnik mbH, Plattenwärmeübertrager für die Kältetechnik, die Chemie- und Prozessindustrie, den Lebensmittelsektor und den HVAC-Markt. Das Unternehmen ist global aktiv. Geprägt durch die seit Februar 2022 bestehende Ukraine / Russland Krise und den daraus resultierenden Sanktionen und Einschränkungen in den jeweiligen Regionen, entstanden zu den vertrieblichen Herausforderungen zusätzlich in vielen Bereichen der Zulieferer Rohmaterialengpässe. Des Weiteren standen der Logistik Branche reduzierte Transportkapazitäten zur Verfügung. Trotz dieses schwierigen Marktumfelds konnte das Geschäftsjahr 2021/2022 im Segment Plattenwärmeübertrager mit einem Umsatz von EUR 16,4 Mio. (Vorjahr: EUR 15,1 Mio.) abgeschlossen werden. Der Auftragseingang lag mit EUR 14,2 Mio. um 0,9 Mio. über dem Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung des Einflusses der Ukraine/Russland Krise und der Verknappung von Rohstoffen, entwickelte sich das Segment Plattenwärmeübertrager trotzdem zufriedenstellend. 2.2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Abschließend wird festgehalten, dass Umsatz und Ertrag für das Geschäftsjahr 2021/2022 über dem prognostizierten Bereich lagen und von der Geschäftsführung als zufriedenstellend beurteilt wurden. 2.3. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Die nachfolgenden Erläuterungen zeigen die Auswirkungen des Geschäftsverlaufes der Segmente auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des A-HEAT Konzerns. 2.3.1. Ertragslage Die nachfolgende Darstellung zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung:
Die Konzernumsatzerlöse liegen um 24,2 % über dem Vorjahr und verteilen sich auf die Regionen und Segmente wie folgt: Umsätze nach Sparten
Umsätze nach Regionen
Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug EUR 179,1 Mio. Die Bruttoergebnismarge liegt mit 31,4 % um 0,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahr. Der Anstieg der Vertriebs- und Verwaltungskosten in Höhe von EUR 18,4 Mio. resultiert zum größten Teil aus gestiegenen Personalkosten, gestiegenen Frachtkosten und gestiegenen externen Dienstleistungen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Vertriebs- und Verwaltungskostenquote um 1,8 Prozentpunkte gesunken. Sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von EUR 56,4 Mio. (VJ: EUR 41,0 Mio.) stehen sonstige betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 41,4 Mio. (VJ: TEUR 26,5 Mio.) gegenüber. Die Erträge betreffen insbesondere Kursgewinne aus Währungsdifferenzen in Höhe von EUR 16,4 Mio. (VJ: 5,0 Mio.), dem gegenüber stehen Kursverluste aus Währungsdifferenzen in Höhe von EUR 9,8 Mio. (VJ: EUR 7,0 Mio.). Das sonstige Ergebnis enthält weiters periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von EUR 1,6 Mio. (VJ: EUR 12,1 Mio.) sowie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in Höhe von EUR 8,0 Mio. (VJ: EUR 6,4 Mio.). Erträgen aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von EUR 20,4 Mio. (VJ: EUR 10,8 Mio.) stehen Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten in Höhe von EUR 18,8 Mio. (VJ: EUR 3,9 Mio.) gegenüber. Erträgen aus Wertpapieren in Höhe von EUR 11,4 Mio. (VJ: EUR 6,7 Mio.) stehen Aufwendungen aus Wertpapieren in Höhe von EUR 1,7 Mio. (VJ: EUR 5,2 Mio.) gegenüber. Insgesamt erzielte die A-HEAT Gruppe eine EBIT-Marge von 10,0 % bzw. ein EBIT von EUR 57,2 Mio. (GJ 2020/2021: 9,0% bzw. EUR 41,5 Mio.). Der Anstieg der EBIT-Marge um 1,0 Prozentpunkt resultiert im Wesentlichen aus einer Verbesserung der Vertriebs- und Verwaltungskostenquote. Das Finanzergebnis sinkt im Jahresvergleich auf EUR -8,4 Mio. (GJ 2020/2021: EUR 0,0 Mio.). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Abschreibungen von Wertpapieren des Umlaufvermögens zurückzuführen. Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus einer Darlehensvergabe an Dritte in Höhe von EUR 4,2 Mio. (Vorjahr EUR 2,9 Mio.) enthalten. Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 EUR 48,8 Mio. (GJ 2020/2021: EUR 41,5 Mio.) und lag damit um EUR 7,3 Mio. über dem Vorjahr und mit EUR 5,2 Mio. über der Prognose des Vorjahres. Die Ertragsteuern betrugen EUR 13,2 Mio. (GJ 2020/2021: EUR 14,1 Mio.) und beinhalten im Wesentlichen Steuerrückstellungen für Jahresergebnisse 2021/2022. Nach Abzug der Ertragsteuern ergab sich ein Konzernjahresüberschuss von EUR 34,1 Mio. (GJ 2020/2021: EUR 26,4 Mio.), gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 29,3 %. Abschließend lässt sich ein mehrheitlich positives Resümee aus dem vergangenen Geschäftsjahr ziehen, was sich in der guten Ertragssituation spiegelt. 2.3.2. Vermögenslage
Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert aus der Erhöhung des Anlagevermögens um EUR 42,0 Mio., der Vorräte um EUR 3,9 Mio., der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um EUR 1,9 Mio. und der liquiden Mittel um EUR 0,8 Mio. Gegenläufig dazu gingen die sonstigen Wertpapiere um EUR 2,0 Mio. und die Rechnungsabgrenzungsposten um EUR 0,5 Mio. zurück. Der Vorratsbestand lag zum Bilanzstichtag mit EUR 143,8 Mio. um EUR 8,5 Mio. über dem Vorjahr (GJ 2020/2021: EUR 135,3 Mio.). Die Zunahme resultiert aus der Erhöhung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse. Die von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen stiegen auf EUR 33,5 Mio. (GJ 2020/2021: EUR 28,8 Mio.). Die sonstigen Vermögensgegenstände nahmen um EUR 7,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr ab. Dieser Rückgang resultiert vorwiegend aus gesunkenen Steuerforderungen in der Höhe von EUR 1,5 Mio. und dem Rückgang der sonstigen übrigen Forderungen um EUR 6,5 Mio. Gegenläufig dazu stiegen die Vorleistungen für anlaufende Projekte um EUR 1,4 Mio. Die Erhöhung des Konzerneigenkapitals um EUR 40,2 Mio. resultierte im Wesentlichen aus dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von EUR 34,1 Mio. sowie einer Erhöhung der Gewinnrücklagen um EUR 5,0 Mio. Die Eigenkapitalquote ist mit 45,7 % (GJ 2020/2021: 42,3 %) um 3,4 Prozentpunkte gestiegen. Das bedingte Kapital von EUR 1,03 Mio. blieb gegenüber dem Vorjahr gleich. Die in den Vorjahren erworbenen eigenen Anteile im Umfang von 2.136 Stück wurden im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung gem. § 8 Abs. 3 AktG eingezogen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten um EUR 0,5 Mio. resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in der Höhe von EUR 13,4 Mio. und den gestiegenen sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1,6 Mio. Dem gegenüber stand ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 14,6 Mio. Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,5 Mio. gestiegen und setzten sich vorwiegend aus Rückstellungen für Personal, Steuern, Gewährleistungen, ausstehende Eingangsrechnungen und Kundenboni zusammen. 2.3.3. Finanzlage 2.3.3.1. Investitionen Die jährlich ausgearbeitete und durchgängige Investitionsstrategie des A-HEAT Konzerns gilt als einer der zentralen Bausteine für den Erfolg der Unternehmensgruppe. Um den Herausforderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entgegenzutreten und auch die Chancen dieser zu nutzen, hat die A-HEAT auch im abgelaufenen Geschäftsjahr in Bereiche investiert, welche die Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns in Zukunft weiter erhöhen werden. Die Unternehmensgruppe hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre Investitionsstrategie unter den Pandemieeinflüssen liquiditätsbedacht umgesetzt. Das gegenüber dem Vorjahr gestiegene Investitionsvolumen beinhaltete im Wesentlichen Gebäude- sowie Maschineninvestitionen und Produktionseinrichtungen. Wie auch im Vorjahr lag die Investitionsstrategie ebenfalls im weiteren Ausbau neuer Produktionstechnologien und der digitalen Vernetzung der Unternehmensprozesse. Die Investitionen in IT-Equipment und Softwarelizenzen beliefen sich auf rund EUR 2,4 Mio. weltweit. Die A-HEAT Gruppe investierte weiterhin in die Finanzierung der Planungs- und Vorlaufaufwendungen für Thermen-Projekte unter der Federführung der Therme Group RHTG AG. Die Großprojekte Frankfurt, Manchester und Toronto, jeweils mit einem Investitionsvolumen von 330-400 Millionen Euro, befinden sich in fortgeschrittenen und gesonderten Finanzierungsverhandlungen. Für das Projekt Therme Manchester wurde eine erste Baugenehmigung im März 2020 erteilt. Diese wird derzeit um das Nachbargrundstück erweitert, welches für einen Carpark verwendet werden wird. Baubeginn ist nach erfolgter Finanzierung für Anfang 2024 vorgesehen. Das Projekt Therme Frankfurt ist unterschriftsreif und kann nach derzeitigen Finanzierungsverhandlungen - mit zeitlichen Abstand zu Manchester - ab Herbst 2024 in Bau gehen. Der Ertragswert des Projekts für die Therme Group RHTG AG wurde im augenblicklichen Stadium auf über 106 Millionen Euro begutachtet. Das Projekt Therme Toronto hat das Ausschreibungsverfahren des Bundesstaats Ontario für das Inselgrundstück "Ontario Place" gewonnen. Ein Vertrag mit der Infrastructure Ontario (IO), einer Verwaltungsgesellschaft der Provinz Ontario, ist unterschrieben. IO garantiert dabei eine Ausfallentschädigung von 30 Millionen Kanadischen-Dollar, falls nach den vorherigen Abräumarbeiten keine Baugenehmigung erteilt wird. Der Baubeginn wird derzeit mit 2025 veranschlagt. Darüber hinaus verzeichneten noch Projekte in Singapur und USA größere Fortschritte. Parallel verhandelt die Therme Group RHTG AG derzeit mit internationalen Investoren über eine Kapitalerhöhung, welche zu einer weiteren prozentualen Reduzierung der Kapitalbeteiligung der A-HEAT Gruppe sowie zur Tilgung von Ausleihungen führen wird. Das gesamte Investitionsvolumen inkl. Finanzanlagen lag im Berichtsjahr bei EUR 61,2 Mio. Gemessen am Konzernumsatz entspricht dies einer Investitionsquote von 10,7 % (Vorjahr 8,7 %). 2.3.3.2. Liquidität Der Finanzmittelfonds (liquide Mittel) lag zum Bilanzstichtag mit EUR 23,7 Mio. um EUR 0,9 Mio. über dem Vorjahr (GJ 2020/2021: EUR 22,8 Mio.) und entwickelte sich wie folgt:
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt EUR 43,3 Mio. (GJ 2020/2021 EUR -19,4 Mio.) und ist um EUR 62,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Verantwortlich hierfür waren die Zunahme der Rückstellungen sowie die Veränderungen im Working Capital, insbesondere durch die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der sonstigen Vermögensgegenstände und der sonstigen Wertpapiere sowie einer Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR -46,3 Mio. (GJ 2020/2021: EUR -39,2 Mio.) beinhaltet Investitionen in das Sachanlagevermögen in Rumänien, Ungarn, Mexico, Brasilien und in das Finanzanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR 7,0 Mio. (GJ 2020/2021: EUR 23,7 Mio.) betraf fast zur Gänze die Erhöhung der Bankkredite zur Finanzierung der getätigten Investitionen inklusive der gezahlten Zinsen. Der Nettofinanzbedarf, nach Abzug der liquiden Mittel, betrug EUR 195,8 Mio. (GJ 2020/2021: EUR 183,3 Mio.). Der Gesamtrahmen stand in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Die vertraglich vereinbarte Verzinsung der Kreditverträge erfolgte teils fix und teils variabel auf Basis des EURIBOR. Sämtliche Zahlungsverpflichtungen konnten im Geschäftsjahr 2021/2022 fristgerecht erfüllt werden. Die Liquiditätslage des Konzerns gestaltet sich mehr als gut. Es sind keinerlei Engpässe zu erwarten. 2.3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren / Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die zentralen finanziellen Leistungsindikatoren der A-HEAT Gruppe sind der Umsatz und das Ergebnis vor Ertragsteuern. Darüber hinaus kommen die unten angeführten Leistungsindikatoren zum Einsatz:
Ergänzend zum Anhang die Definition folgender Kennziffern: Kapitalumschlag (mal) = Umsatzerlöse/Gesamtkapital Beginn GJ Free Cash Flow = Cashflow laufender Geschäftstätigkeit + Cashflow Investitionstätigkeit Investitionsquote = Investitionen Sachanlagen + immaterielle Vermögensgegenstände / Buchwert (Sachanlagen + immaterielle Vermögensgegenstände) Beginn GJ x 100 Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren betreffen die Kunden-, Umwelt- und Arbeitnehmerbelange. Die Zunahme der Gesamtkapitalrendite um 0,5 Prozentpunkte ist im Wesentlichen auf das gestiegene Konzernergebnis zurückzuführen. Aufgrund der guten Ertragslage und einem Anstieg der Bilanzsumme um 8,2 Prozentpunkte ist die Eigenkapitalquote von 45,7 % um 3,4 Prozentpunkt gestiegen (Vorjahr: 42,3 %). 3. Chancen- und Risikobericht 3.1. Risikobericht Der A-HEAT Konzern ist als international tätige Unternehmensgruppe mit dem Ziel der Technologie- und Marktführerschaft Risiken ausgesetzt. Diese werden bewusst eingegangen, um für eine Vielzahl von Branchen Wärme- und Kältelösungen zu entwickeln und neue Märkte zu erschließen. Branchenrisiken ergeben sich vor allem aus dem steigenden Wettbewerbsdruck, den veränderten End-Kunden-Bedürfnissen und der Einführung neuer Regelungen und Verordnungen in den verschiedenen Geschäftsfeldern. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie der A-HEAT Gruppe und hat zum Ziel, strategische und operative Risiken frühzeitig zu erkennen, zu kategorisieren und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten und umzusetzen. Als Risiko werden wesentliche Abweichungen gegenüber der Unternehmensplanung definiert. Soweit dies wirtschaftlich sinnvoll ist, werden Versicherungen und Finanzgeschäfte abgeschlossen, um Risiken zu verringern oder zu vermeiden. Die Identifikation, Beurteilung und Steuerung der Chancen und Risiken erfolgt durch jede Konzerngesellschaft. Dabei erfolgt ein regelmäßiger Austausch mit der Konzernleitung und bei bestandsgefährdenden Risiken eine unverzügliche Information. Das Qualitätsmanagement verantwortet Schnittstellen zur und von der Produktion und deren Abfrage zu möglichen Risikofaktoren sowie die Kommunikation firmenintern. Alle wesentlichen Einzelrisiken der A-HEAT Gruppe werden stetig einem Monitoring unterzogen. 3.1.1. Absatzmarktrisiken Geopolitische und wirtschaftliche Krisen können Auswirkungen auf die verschiedenen regionalen Märkte haben, in denen der A-HEAT Konzern aktiv ist und sich negativ auf das Geschäft auswirken. So hat der Einmarsch Russlands in die Ukraine weltweit dramatische Folgen auf den Absatz in Osteuropa. Die steigenden Energiepreise und die strikte Zinspolitik belasten die wirtschaftliche Entwicklung, so dass der IWF mit einer Abschwächung des globalen Wachstums in 2023 auf 2,9% rechnet. Dies könnte das Geschäft der A-HEAT Unternehmensgruppe negativ beeinflussen. Grundsätzlich begegnet der Konzern Absatzmarktrisiken durch seine internationale Ausrichtung und einem umfangreichen Produktportfolio für nahezu alle Branchen und Anwendungen. Dennoch ist der Konzern abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der wesentlichen Abnehmerbranchen, die durch die Geschäftsfelder Gewerbekälte, Industriekälte, HVAC (Heating, Ventilation, Air-Conditioning) und EPC (Energy & Process Cooling) beliefert werden. Insbesondere im Geschäftsfeld Gewerbekälte ist ein steigender Wettbewerbsdruck festzustellen. In allen vier Geschäftsfeldern sind neben den Risiken aber auch Chancen zu erkennen, die die Risiken ausgleichen können. 3.1.2. Beschaffungsrisiken Der A-HEAT Konzern stellt bei zugekauften Materialien und Bauteilen höchste Ansprüche an deren Qualität. Verändert ein Lieferant Materialien oder Einzelteile, könnte dies zu Qualitätsverlusten beim Endprodukt führen. Um eventuelle Veränderungen erkennen und angemessen reagieren zu können, hat die A-HEAT Gruppe ein umfassendes Lieferantenmanagementsystem aufgebaut und pflegt ständigen Kontakt mit Lieferanten. Als Produzent ist der A-HEAT Konzern außerdem abhängig von Beschaffungsmärkten für Rohstoffe und Bauteile. Risiken in diesem Bereich liegen in der Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie der Ausnutzung von Oligopol-Stellungen der Lieferanten. Der A-HEAT Konzern setzt daher auf eine permanente weltweite Beobachtung der Rohstoffmärkte, intensive Verhandlungen mit Lieferanten und einem Second-Source Ansatz, um Preise und Lieferungen abzusichern. Im Bereich der Beschaffungsstruktur setzt der A-HEAT Konzern darüber hinaus auf eine dezentrale Beschaffungsstruktur mit einer zentralen Koordination. So hat die Unternehmensgruppe die Chance schnelle Entscheidungen zu treffen, welche durch lokale Verantwortliche zeitnah umgesetzt werden. Bei möglichen auftretenden Lieferproblemen kann schnell auf andere Bezugsquellen weltweit ausgewichen werden, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. Materialien waren im Berichtszeitraum verfügbar, auch wenn erhebliche Preissteigerungen zu verzeichnen waren. Für das neue Geschäftsjahr geht der Konzern von moderaten Preissteigerungen und einer weiterhin guten Verfügbarkeit aus. 3.1.3. Risiken aus der Organisation Unter Risiken aus der Organisation sind u.a. Produktionsrisiken, Informationstechnologierisiken, IT-Infrastrukturrisiken und Personalrisiken zusammengefasst. Diese können sich einzeln aber auch kumuliert negativ auf den Unternehmenserfolg des A-HEAT Konzerns auswirken. Negative Abweichungen bei der Herstellung von Produkten können durch Qualitätsrisiken, Terminrisiken und Logistikrisiken entstehen. Diesen Risiken begegnet der Konzern durch ein zentral gesteuertes Qualitätsmanagement, Freigabeprozessen im Vertrieb und eines weltweit koordinierten Einkaufs, aber auch laufender Schulungen der Mitarbeiter in der Produktion und einer strukturierten Produktionsplanung. Der A-HEAT Konzern steht für Qualität und Zuverlässigkeit. Qualitätsprobleme jeder Ausprägung können zu Nachbesserungskosten, Regress-Inanspruchnahme etc. führen und sich negativ auf das Image auswirken. Um dem entgegenzuwirken, wurden konzernweit in den Produktionsstätten die Qualitätssicherungsmaßnahmen und -prozesse weiter optimiert. Risiken aus der Informationstechnologie werden vermieden, indem der Konzern die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Informationen sicherstellt. Um diese Risiken zu minimieren und die Mitarbeitenden zu sensibilisieren, werden regelmäßig Schulungen abgehalten. Dennoch kann das Eintreten von Sicherheitsrisiken aufgrund der laufend zunehmenden allgemeinen Bedrohungslage nicht vollkommen ausgeschlossen werden. IT-Infrastrukturrisiken können durch Systemausfälle oder Störungen, Cyberangriffe, Datenverluste oder fehlerhafte Daten entstehen und zu Problemen in verschiedenen Bereichen des A-HEAT Konzerns führen. Um dies zu vermeiden, werden die IT-Systeme unterbrechungsfrei aktualisiert und Backup-, Recovery- und Desaster-Konzepte aufgesetzt. Personalrisiken können durch den demografischen Wandel, den Fachkräftemangel, Fluktuation von Know-how-Trägern und die Fluktuation von qualifizierten Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen entstehen. Der A-HEAT Konzern wirkt mit verschiedenen personalpolitischen Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterbindung, sowie der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften entgegen. 3.1.4. Technologische Risiken Die Märkte und Produkte, in denen der A-HEAT Konzern agiert, sind einem ständigen Wandel unterworfen. Technologische Entwicklungen wie die Digitalisierung, neue rechtliche Vorgaben (zum Beispiel Öko-Design-Richtlinie, F-Gase-Verordnung) oder sich ändernde technische Anforderungen der Kunden können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Die Unternehmensgruppe begegnet technologischen Risiken durch die Überwachung staatlicher Vorgaben, Beobachtung und Auseinandersetzung mit Innovationen und durch erhebliche Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Auch der laufende Austausch mit Kunden und die aktive Teilnahme in Interessenverbänden dienen dazu Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen und einen technologischen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb zu erreichen. 3.1.5. Finanzwirtschaftliche Risiken Die finanzwirtschaftlichen Risiken unterteilen sich in das Ausfallrisiko von Forderungen (Delkredere-Risiko), das Kursrisiko aus Wertpapieren, das Währungs-, Rohstoff- und Zinsrisiko sowie das Liquiditäts- und Kreditrisiko. Das Delkredere-Risiko wird dezentral durch die Vertriebs- und Finanzorganisationen gesteuert. Vor Geschäftsabschluss wird in Zusammenarbeit mit Kreditversicherern ein Kreditlimit definiert. Diese werden laufend überwacht und ggfls. bei Überschreiten Vorkasse verlangt und die Kreditwürdigkeit intensiv geprüft. Zahlungsausfälle von Kunden sind nach Abzug eines pauschalen Selbstbehaltes durch Kreditversicherer gedeckt. Generell verfügt der Konzern über einen solventen Kundenstamm. Die A-HEAT AG hält zum Bilanzstichtag - nach strengem Niederstwertprinzip - börsennotierte Wertpapiere im Gesamtwert von EUR 17,4 Mio. im Depot. Hieraus könnten sich marktübliche Kursdifferenzen ergeben. Die Risikoanalyse dieser Position im Rahmen einer Sensitivitätsbetrachtung würde bei einer angenommenen Wertpapiervolatilität von 25 % mit einem theoretischen Marktrisiko von EUR 4,4 Mio. zu Buche schlagen. Die Kursschwankungen der Wertpapiere unterliegen einem Monitoring der Treasury-Abteilung. Das Währungsrisiko wird zentral durch die A-HEAT AG überwacht und gesteuert. Der Fremdwährungsbedarf wird bis auf wenige Ausnahmen (CNY, IDR, BRL) allen Konzerngesellschaften direkt von der A-HEAT AG zur Verfügung gestellt. Der resultierende Nettobedarf bzw. Nettoüberschuss wird entweder durch Devisentermingeschäfte abgesichert oder durch Devisenkassageschäfte getauscht. Zum Bilanzstichtag wurden offene Fremdwährungsgeschäfte mit einem Nominalwert von umgerechnet EUR 58,5 Mio. eingegangen. Das Risiko beträgt hier per Sensitivitätsanalyse mit einer Währungsvolatilität von 8,6 % zurzeit EUR 5,0 Mio. Es wird damit ein operatives Währungsrisiko bei den weltweiten Tochtergesellschaften berücksichtigt. Das Rohstoffrisiko basiert auf der Prognose der notwendigen Rohstoffeinkäufe sowie der Definition eines Risikohorizonts. Auf dieser Basis kann mit Hilfe der historischen Volatilität das Risiko abgeschätzt werden. Sollte dieses Risiko zu hoch sein, wird das Rohstoffpreisrisiko mit Hilfe von Rohstoffswaps abgesichert. Zum Bilanzstichtag sind keine offenen Rohstoffswaps vorhanden. Das Zins- und Kreditrisiko wird ausschließlich zentral gesteuert. Sämtliche externen Darlehen werden über die A-HEAT AG aufgenommen und betragen zum Bilanzstichtag EUR 219,5 Mio. Davon sind EUR 151,9 Mio. durch Darlehensverträge mit einem fixen Zinssatz versehen. Weitere EUR 6,0 Mio. sind mittels Zinsswaps fixiert. Das Zinsrisiko der verbleibenden variablen Darlehen in Höhe von EUR 61,6 Mio. kann mit Hilfe einer Sensitivitätsanalyse und einer angenommenen Zinserhöhung um 2 % mit EUR 1,2 Mio. quantifiziert werden. Die Covenants der Kreditverträge wurden eingehalten. Das Liquiditätsrisiko wird ebenfalls maßgeblich zentral von der A-HEAT AG u.a. durch ein wöchentliches Finanzstatus-Reporting und eine Liquiditätsplanung gesteuert. Diese Daten werden laufend mit den bestehenden Kreditlinien verglichen und im Falle der Unterschreitung der Mindestliquiditätsreserve entsprechende Maßnahmen abgeleitet. Beschränkungen, welche die Verfügbarkeit von Kapital beeinträchtigen können, sind nicht vorhanden. 3.1.6. Rechtliche Risiken Die A-Heat Gruppe kann national und international aufgrund der weltweiten Geschäftstätigkeit rechtlichen Risiken, möglichen Rechtsstreitigkeiten und behördlichen Verfahren ausgesetzt sein. Insbesondere die zunehmende Komplexität und Anzahl gesetzlicher Verordnungen und unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen können sich negativ auf das herstellende Gewerbe und dadurch auf die Unternehmensgruppe insgesamt auswirken. Compliance Risiken wie beispielsweise Korruptionsverfahren könnten der Reputation des Geschäftes insgesamt schaden. Die Unternehmensgruppe verfügt folglich über eine Anti-Korruptionsrichtlinie, die Führungskräften, Mitarbeiter/innen und Geschäftspartnern gleichfalls als Basis für die Zusammenarbeit dient. Durch standardisierte Rahmenverträge werden rechtliche Risiken aus bestehenden Verträgen, Gewährleistungsverpflichtungen und Garantien sowie spezifische Länderrisiken begrenzt. Vorbeugende Maßnahmen wie Beachtung der Produkthaftungsrisiken, rechtskonforme Dokumentation und ständiges Monitoring durch die Verantwortlichen gewährleisten das Risiko niedrig zu halten. Sollten Schutzrechte der A-HEAT Unternehmensgruppe nicht beachtet, angefochten oder verletzt werden, könnte hiervon der Wettbewerbsvorteil (Marken) und/oder die Entwicklungsinvestitionen (Patente/Design/Know-how) gefährdet sein. Außerdem besteht das Risiko, Schutzrechte von Dritten zu verletzen, womit hohe Schadensersatzzahlungen, Unterlassungshandlungen und eine vollständige oder teilweise Neuentwicklung von Erzeugnissen drohen könnten. Um dem vorzubeugen und das bestehende Schutzrechtsportfolio zu entwickeln, hat die A-HEAT Gruppe weiter in das interne IP Management und die Schutzrechtsüberwachung investiert und arbeitet eng mit externen Beratern zusammen. Alle bekannten und relevanten rechtlichen Risiken sind per Pauschal- und Einzelwertberichtigungen bzw. Rückstellungen im Jahresabschluss entsprechend berücksichtigt. 3.1.7. Zusammenfassung und Gesamtbeurteilung der wesentlichen Risiken In der Gesamtbeurteilung der konzernweiten Risiken und Risikokombinationen sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Die Risiken für den A-HEAT Konzern sind mit denen des Geschäftsjahres 2020/2021 vergleichbar. Die Bewertung der Risiken erfolgt anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und der finanziellen Auswirkung, aus der sich das Risikopotential berechnet. Risiken mit einem Potential von 1 - 5 gelten als geringe Risiken und werden weiter beobachtet. Risiken mit einem Risikopotential von 5 - 9 gelten als erhöhte Risiken, bei denen Maßnahmen eingeleitet werden. Bei Risiken mit einem Risikopotential von über 9 werden die eingeleiteten Maßnahmen laufend überwacht und überprüft.
Eintrittswahrscheinlichkeit: 1-gering, 2- mittel, 3-hoch Finanzielle Auswirkung: 1-unbedeutend, 2-gering, 3-mittel, 4-schwerwiegend, 5-bestandsgefährdend Risikopotential: 1-5-gering (keine Maßnahmen, Beobachtung), 5-9-erhöht (Einleiten von Maßnahmen), >9-hoch (laufende Überwachung und Überprüfung der Maßnahmen) Im Risikobereich Absatz und Finanzwirtschaft gibt es jeweils ein Risiko mit einem Risikopotential von 6, bei dem Maßnahmen eingeleitet wurden. Die beiden operativen Risiken mit einem Potential von 6 betreffen weiterhin den Bereich Beschaffung, der bereits seit der Pandemie unter besonderer Beobachtung und laufenden Maßnahmen steht. Die erhöhten Risiken zeigen derzeit keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Unternehmensgruppe. Alle Einzelrisiken zusammengefasst ergeben im Durchschnitt eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit und geringe finanzielle Auswirkungen. Die Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten und der finanziellen Auswirkungen erfolgt durch das Management soweit keine externen Informationen verfügbar sind und unter Berücksichtigung der organisatorischen Risikoreduktionsmaßnahmen und Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die im Folgenden dargestellte Grafik stellt die Anzahl der in den einzelnen Risikokategorien zusammenfassbaren Risiken sowie deren Unterteilung gemäß dem Risikopotential dar. Risikopotential
3.2. Chancenbericht Neben den aufgeführten Risiken existieren vielfache Entwicklungen, die die Geschäftsentwicklung des A-HEAT Konzerns positiv beeinflussen können. 3.2.1. Gesellschaftliche Trends Megatrends können sämtliche Geschäftsbereiche positiv beeinflussen. Dazu gehört eine wachsende Mittelschicht mit einer Personalisierung ihrer Bedürfnisse, die fortschreitende Urbanisierung und die steigende Sensibilisierung für Umweltthemen, sodass Firmen nach Lösungen suchen, um die Energie- und Betriebskosten zu reduzieren. 3.2.2. Internationalisierung Der A-HEAT Konzern ist in den Wachstumsregionen Amerika und Asien sehr gut positioniert und rechnet damit an dieser positiven Entwicklung weiter verstärkt zu partizipieren. Insbesondere der Bedarf für Wärme- und Kältelösungen steigt aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der wachsenden Bevölkerung, aber auch wegen der zunehmenden klimatischen Herausforderungen. 3.2.3. Digitalisierung Die Digitalisierung und die exponentielle Entwicklung von Daten führt zu einer überproportionalen Nachfrage nach Rechenleistung und zu einem Ausbau von Rechenzentren. Der A-HEAT Konzern stellt für Rechenzentren Klimalösungen bereit und kann von dieser Entwicklung profitieren. 3.2.4. Technologische Chancen Die A-HEAT Gruppe ist sehr aktiv im Bereich der Forschung und Entwicklung, um für Kunden die bestmöglichen Lösungen zu finden und die Produkte laufend zu verbessern. Hierdurch können gegenüber dem Wettbewerb Chancen entstehen und Marktanteile gewonnen und ausgebaut werden. 3.2.5. Zusammenfassung der wesentlichen Chancen Die Konzernleitung rechnet damit, dass die Unternehmensgruppe gut positioniert ist und die Chancen weiterhin nutzen kann. Dennoch besteht eine Abhängigkeit von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Da der makroökonomische Ausblick für die Weltwirtschaft weiterhin positiv ist und es dem A-HEAT Konzern in den letzten Jahren gelungen ist, die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten zu übertreffen, wird davon ausgegangen, dass die Chancen die Risiken überwiegen. 4. Prognosebericht Der Konzernlagebericht beinhaltet zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des Vorstands der künftigen Geschäftsentwicklung beruhen. Der zukünftige Geschäftsverlauf wie auch die vom A-HEAT Konzern konkret erreichten Lösungen werden von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten beeinflusst und können aufgrund dessen von den zukunftsbezogenen Äußerungen wesentlich abweichen. Die A-HEAT Unternehmensgruppe ist bestrebt, ihren hohen Marktanteil in etablierten Märkten zu erhalten und durch eine Anpassung an die Marktanforderungen auszubauen und neue Märkte zu erschließen. Sollten diese Bereiche positiver ausfallen als angenommen, ergeben sich entsprechende Folgen auf die Umsatz- und Ertragslage des A-HEAT Konzerns. Aufgrund des anhaltenden Russland-Ukraine Konflikts und der hohen globalen Inflation steht die Weltwirtschaft weiterhin vor Herausforderungen. Der IWF hat daher das globale Wachstum nach unten korrigiert und prognostiziert für 2023 2,9 Prozent. Risiken aus Konflikten zu Handelsbeziehungen, der politischen Lage zahlreicher Entwicklungsstaaten und protektionistische Bestrebungen in vielen Ländern werden auch im Geschäftsjahr 2023 Bestand haben. Auf Basis der Prognosen zur derzeitigen Konjunktur-, Währungs- und Rohstoffentwicklung wie auch dem Chancenbericht und der gegenwärtigen Auftragslage erwartet der Vorstand des A-HEAT Konzerns für das Geschäftsjahr 2022/2023 einen Umsatz zwischen EUR 534 Mio. und 547 Mio. Mit Hilfe einer selektiven Preisanpassung, sowie einer verstärkt margenorientierten Produktentwicklung soll beim Umsatz und beim Bruttoergebnis Verbesserungspotential generiert werden. Die Risiken auf der Beschaffungsseite bezüglich der Verfügbarkeit werden sich im Laufe des Jahres 2023 deutlich reduzieren, wenngleich in einigen Materialgruppen noch ein größeres Risiko besteht. Die Einkaufspreise für Materialen werden voraussichtlich ansteigen, jedoch nicht mehr in dem Ausmaß wie in den Jahren 2021 und 2022. Bei den LKW-Transporten erwartet die Unternehmensgruppe Preise auf dem Niveau des Jahres 2022 bzw. leicht steigende Preise. Die Seetransportpreise waren im Jahr 2022 stark rückläufig und werden voraussichtlich weiter sinken. Für Forschung und Entwicklung werden im Geschäftsjahr 2022/2023 ca. EUR 8,2 Mio. aufgewendet werden. Für das Geschäftsjahr 2022/2023 erwartet die A-HEAT Unternehmensgruppe ein Ergebnis vor Ertragsteuern zwischen EUR 49,1 und 53,6 Mio. Dieses Ergebnis setzt sich aus den unterschiedlichen in diesem Bericht beschriebenen Chancen und Risiken zusammen. Die Unternehmensgruppe geht davon aus, dass sie die hohen Marktanteile in Europa weiter sichern kann und gut positioniert ist, um Umsatz in neuen Regionen und Märkten zu generieren. Eine stabile internationale Produktion und gute Lieferzeiten werden, ebenfalls wie 2021/2022, zu einer positiven Entwicklung der Unternehmensgruppe beitragen. Dadurch bleibt die Erwartungshaltung der Gruppe an die eigene wirtschaftliche Weiterentwicklung nachhaltig positiv.
Fürstenfeldbruck, den 28.02.2023 A-HEAT Allied Heat Exchange Technology AG Christian Weiser, Vorstand Hubert Spegel, Vorstand Robert Gerle, Vorstand Quellenverzeichnis
2 IfW - Kieler Konjunkturberichte Nr. 94,
Euroraum Q3 2022
3 IfW - Kieler Konjunkturberichte Nr. 98,
Deutschland Q4 2022
4 IfW - Kieler Konjunkturberichte Nr. 97, Welt
Q4 2022
5 IfW - Kieler Konjunkturberichte Nr. 97, Welt
Q4 2022
6 IfW - Kieler Konjunkturberichte Nr. 97, Welt
Q4 2022
9 IfW - Kieler Konjunkturberichte Nr. 97, Welt
Q4 2022
10 IfW - Kieler Konjunkturberichte Nr. 97, Welt
Q4 2022
Bericht des Aufsichtsrats (AG München, HRB 140545) zum Geschäftsjahr vom 01.12.2021 bis 30.11.2022Sehr geehrte Aktionäre, während des Berichtszeitraums waren zu Mitgliedern des Aufsichtsrats Herr Dr. Oliver Wulff (Vorsitzender), Herr Günther Gaillinger (Stellvertretender Vorsitzender), sowie Herr Alexander Stähler-May bestellt. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die wesentlichen geschäftlichen Ereignisse und Vorhaben, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche, sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert. Dies betraf insbesondere wichtige Einzelvorgänge und -vorhaben der Gesellschaft und der wesentlichen Gesellschaften der Unternehmensgruppe, vor allem aus den Bereichen Entwicklungs- und Vertriebsstrategie, der Liefertreue, der Kapital- und Liquiditätsentwicklung, von Finanzierungsfragen (einschließlich der Finanzierung von Beteiligungsunternehmen, sowie notwendiger Absicherungsgeschäfte für Währungen und Rohstoffe), der Personalentwicklung, sowie der Beschleunigung angemessener Digitalisierungsschritte. Dominierende Themen waren dabei die Überwindung der Folgen der Corona-Pandemie sowie der aktuellen und zu erwartenden Auswirkungen der Ukraine Krise insbesondere im Bereich der Umsatz-, Finanz- und Produktionsplanung. Darüber hinaus legte der Vorstand dem Aufsichtsrat ausführliche Quartalsberichte vor und berichtete zusätzlich fernmündlich über Vorgänge von besonderer Bedeutung. Im Berichtszeitraum trat der Aufsichtsrat zu insgesamt 4 Sitzungen (am 07.03.2022, 07.06.2022, 28.07.2022 und am 24.11.2022) zusammen. Beschlüsse durch den Aufsichtsrat wurden dabei sowohl in den Sitzungen wie auch schriftlich im Umlaufverfahren gefasst. Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 wurden durch die von der Hauptversammlung vom 28.07.2022 zum Abschlussprüfer gewählte Grant Thornton AG, geprüft. Beanstandungen haben sich dabei nicht ergeben; ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Gesellschaft nebst Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022, einschließlich des mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Prüfungsberichts des Abschlussprüfers, sowie den Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Bilanzgewinnes - Der Bilanzgewinn in Höhe von € 80.207.485,94 wird auf neue Rechnung vorgetragen - ebenfalls geprüft und diesen, auch mit dem Abschlussprüfer, ausführlich erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung seitens des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 28.04.2023 den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2021/2022 festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat weiter den Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022, einschließlich des mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Prüfungsbericht des Abschlussprüfers geprüft und auch diesen mit dem Abschlussprüfer ausführlich erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat dementsprechend in seiner Sitzung am 28.04.2023 den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 gebilligt. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft für ihren Einsatz und ihre Leistung im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Wien, den 28.04.2023 Dr. Oliver Wulff, Vorsitzender des Aufsichtsrates Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die A-HEAT Allied Heat Exchange Technology AG, Fürstenfeldbruck Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der A-HEAT Allied Heat Exchange Technology AG, Fürstenfeldbruck, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. November 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2021 bis zum 30. November 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der A-HEAT Allied Heat Exchange Technology AG, Fürstenfeldbruck, für das Geschäftsjahr vom 1. Dezember 2021 bis zum 30. November 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. Februar 2023 Grant
Thornton AG
Florian Wenger, Wirtschaftsprüfer Stephan Mauermeier, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
6 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Großhandel mit Tabakwaren
Beteiligungsgesellschaften
Wärme- und Kältehandel
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen