FGK Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ridvan Kesgin seit 12.10.2023 | Geschäftsführer |
Arek Johannes Akilli seit 12.8.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
velia.net Internetdienste GmbHHanauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Zum 30.06.2023 wurde die velia.net Internetdienste GmbH von der Alleingesellschafterin GoDaddy Deutschland GmbH, Köln, an die Velia MidCo GmbH, Köln, veräußert. Die velia.net Internetdienste GmbH, Hanau, (im Folgenden kurz: "Velia.net") ist im Hosting-Markt tätig und vermarktet zuverlässige und innovative Internet-Services. Die Velia.net ist im Wesentlichen im Geschäftskundenmarkt aktiv und bietet ihren weltweiten Kunden Services im Dedicated-Server Bereich an. Die Velia.net war bis zum 30.06.2023 über einen Ergebnisabführungsvertrag mit ihrer Alleingesellschafterin, der GoDaddy Deutschland GmbH, Köln, (im Folgenden kurz: "GDD") verbunden. Während der Vertragsdauer war die Gesellschaft verpflichtet, ihren ganzen Gewinn an die GDD abzuführen, und Letztere ist verpflichtet, jedweden Verlust auszugleichen. Über die GDD war die Gesellschaft zudem Teil der GoDaddy Inc. Gruppe, Tempe/Arizona, USA. Die Velia.net greift für ihre Geschäftstätigkeit unter anderem auf das Rechenzentrum von der DataDock SARL in Straßburg/Frankreich zurück. Die DataDock SARL war bis zum 30.06.2023 eine Schwestergesellschaft der Velia.net und ist nach dem 30.06.2023 durch einen Vertrag ein externer Colocation-Dienstleister für Velia.net geworden. Die Velia.net hat am 31.10.2023 einen Gewinnabführungsvertrag mit ihrer neuen Alleingesellschafterin, der Velia MidCo GmbH, Köln, (im Folgenden kurz: "MidCo") geschlossen und ist damit mit der MidCo verbunden. 1.2 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die Weltwirtschaft konnte sich im Jahr 2023 insgesamt erholen. Das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts lag im Geschäftsjahr 2023 bei 2,7 %. Die wirtschaftliche Lage im Euro-Raum wurde im Vergleich zu den Vorjahren nicht vom Pandemieverlauf beeinflusst. Jedoch hat der Ukraine Krieg dazu geführt, dass das BIP-Wachstum für das Geschäftsjahr 2023 insgesamt nur bei 0,6 % lag. Das BIP-Wachstum der deutschen Volkswirtschaft lag im Jahr 2023 preisbereinigt bei -0,2%. Die Arbeitslosenquote in Deutschland lag im Jahr 2023 bei 5,7%. Die Inflationsrate war mit 5,9% im Vergleich zu dem vergangenen Jahrzehnt wesentlich über dem Durchschnitt.1 1 Quelle: https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/fg2024/FG2024_Kapitel_1.pdf Werte basieren auf saison- und kalenderbereinigten Quartalswerten. Preisbereinigt. BIP Waschstum Deutschland nur Preisbereinigt. 1.3 Branchenentwicklung Der deutsche Markt für Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK-Markt) hat sich im Jahr 2023 etwas erholt. Vor allem aufgrund des stärkeren Geschäfts mit IT-Dienstleistungen und Software sind die Branchenumsätze 2023 um 3,7 % auf Mrd. EUR 203,4 gestiegen.2 Das Branchensegment Telekommunikation zeigte einen Umsatzanstieg von 1,7 % und lag im Geschäftsjahr bei Mrd. EUR 72,13. Die Zahl der Beschäftigten in der ITK-Branche stieg 2023 um 3 % auf Mio. EUR 1,337 an.4 2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.1 Ertragslage Der Jahresumsatz ist im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr um -2,05 % auf TEUR 15.893 (Vorjahr: TEUR 16.227) leicht gesunken. Die gesunkene Kaufkraft der Kunden, sowie der geringere Geschäftsfokus bis zum 30.06.2023 waren im Wesentlichen für den Rückgang verantwortlich. Der Materialaufwand ist auf TEUR 7.481 gestiegen (Vorjahr: TEUR 5.653). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand in Prozent der Umsatzerlöse) liegt bei 47 % (Vorjahr: 35 %). Darin enthalten sind Mietaufwendungen für Rechenzentren. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Energiekosten durch die Energiekrise zurückzuführen. Der Personalaufwand ist im Berichtsjahr infolge der Geschäftsübernahme und Umstrukturierung von TEUR 3.426 auf TEUR 3.094 gesunken. Das aktienbasierte Vergütungsmodel von GDD fiel nach dem 30.06.2023 weg und wurde nur teilweise ersetzt. Einige Mitarbeiter wurden im Zuge des Eigentümerwechsels von GDD nicht übernommen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr von TEUR 3.435 auf TEUR 2.814 gesunken. Die Ausgaben für Werbung sind aufgrund des Erwerbs zum 30. Juni und der dadurch neuen Fokussierung von TEUR 644 um TEUR 251 gestiegen. Weiterhin gab es geringere Aufwendungen aus Währungseffekten in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 183), sowie geringere Aufwendungen für Lizenzen in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 334) aufgrund des Eigentümerwechsels. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei TEUR 491 (Vorjahr: TEUR 464) und beinhalten im Wesentlichen TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 399) Erträge aus der Währungsumrechnung und Erlöse in Höhe TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 0) aus dem Sachanlagenverkauf. Das EBITDA beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 2.994 (Vorjahr: TEUR 4.177). Die EBITDA Marge beläuft sich auf 18,8 % (Vorjahr: 25,7 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Energiekosten im Zusammenhang mit der Energiekrise gestiegen sind und gleichzeitig der Umsatz aufgrund des Konsumverhaltes einen leichten Rückgang verzeichnet hat. 2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/4342/umfrage/marktvolumen-volumen-des-deutschen-itk-markts/ 3 (Download) https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland 4 (Download) https://www.bitkom.org/Themen/Marktdaten/ITK-Konjunktur/Anzahl-ITK-Unternehmen Die für die Steuerung der Gesellschaft maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatzerlöse und EBITDA. Der Leistungsindikator EBITDA leitet sich wie folgt her:
Die Geschäftsführung schätzt die Ertragslage als angemessen ein. Die Prognose des Umsatzes von TEUR 16.400 wurde mit TEUR 15.893 leicht verfehlt. Dies ist vor allem auf die gesunkene Kaufkraft der Kunden zurückzuführen. Das EBITDA wurde mit TEUR 4.200 prognostiziert und aufgrund des Eigentümerwechsels und der gestiegenen Energiekosten um rund TEUR 1.200 verfehlt. 2.2 Finanzlage Die Velia.net finanziert sich über den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Der Bestand an Barmitteln betrug zum Bilanzstichtag TEUR 868 (Vorjahr: TEUR 1.514). Der Rückgang von Barmitteln resultiert aus der Auschüttung vor dem Eigentümerwechsel und der Vergabe von Darlehen an die Muttergesellschaft Velia MidCo GmbH. Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Berichtsjahr um TEUR 331 auf TEUR 187 reduziert. Diese bestehen im Wesentlichen aus Bonusrückstellungen und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 1.194 auf insgesamt TEUR 1.230 erhöht. Dies ist im Wesentlichen durch die Kosten in Höhe von TEUR 893 für das Rechenzentrum, TEUR 87 für Google Marketingausgaben, sowie Verbindlichkeiten für Lizenzen und Hardware in Höhe von TEUR 200 begründet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 3.033). Der Rückgang der Verbindlichkeitsposition gegenüber verbundenen Unternehmen ist auf den Eigentümerwechsel zurückzuführen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten ist im Geschäftsjahr leicht um TEUR 16 auf TEUR 1.044 gestiegen. Maßgeblich hierfür sind mehr Kundenverträge, deren Laufzeiten sich über das Ende des Geschäftsjahres erstrecken. Die Geschäftsführung ist zuversichtlich, dass die Gesellschaft in der Lage ist, Verbindlichkeiten gegenüber Dritten fristgerecht zu begleichen, und betrachtet die Finanzlage als gut. 2.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Velia hat sich im Berichtsjahr von TEUR 13.522 auf TEUR 6.541 reduziert. Auf der Aktivseite der Bilanz wurde das Anlagevermögen um TEUR 6.242 auf TEUR 2.799 reduziert (Vorjahr: TEUR 9.042). Im Wesentlichen begründet durch den Rückgang bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 5.842 und in Höhe von TEUR 418 aus dem Rückgang von Anlagen und Ausstattungen. Anteile an verbundenen Unternehmen wurden im Zuge des Eigentümerwechsels nicht übernommen. Das Umlaufvermögen hat sich um 1.049 EUR auf TEUR 3.367 reduziert. Die Forderungen reduzierten sich insgesamt leicht von TEUR 1.242 auf TEUR 1.189. Aufgrund des Eigentümerwechsels bestehen dieses Jahr erstmalig Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 174. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzieren sich ebenso aufgrund des Eigentümerwechsels um TEUR 378 auf TEUR 513, wovon TEUR 513 gegenüber dem Gesellschafter bestehen. Der Kassenbestand lag zum Stichtag 31.12.2023 bei TEUR 868 (Vorjahr: TEUR 1.514). Die sonstigen Vermögensgegenstände gingen auf TEUR 1.310 zurück (Vorjahr: TEUR 1.664). Das Vorjahr beinhaltete TEUR 1.606 Umsatzsteuerforderungen (2023: TEUR 61). Die Aktive Rechnungsabgrenzung stieg auf TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 60). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Vorauszahlungen an Lieferanten aus dem Software und Maintenance Bereich. Ursächlich für den Rückgang von TEUR 6.981 auf der Passivseite ist das Eigenkapital, welches aufgrund eines Beschlusses zur Ausschüttung am 29. Juni um TEUR 4.880 gesunken ist. Weiterhin ist die Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 3.033 ursächlich. Die großen Veränderungen sind auf den Eigentümerwechsel zurückzuführen. Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Velia 40 Mitarbeiter (Vorjahr: 37 Mitarbeiter). Die Geschäftsführung beurteilt die Vermögenslage als angemessen. 3. Risikobericht 3.1 Risikomanagement Die deutschen Gesellschaften der GDD-Gruppe waren im ersten Halbjahr 2023 in das konzernweite Beteiligungscontrolling und Risikomanagementsystem der Gruppe eingebunden. Grundlage des Risikomanagementsystems der Gesellschaft ist die Einbeziehung des Risikomanagementprozesses in die bestehenden Planungs-, Steuerungs-, Kontroll- und Berichtserstattungsabläufe. Letztere sorgen mit standardisierten Auswertungen dafür, den Geschäfts- verlauf transparent darzulegen. So werden beispielsweise alle relevanten Parameter zur Darstellung der aktuellen Liquiditäts- und Ertragslage erfasst und ausgewertet. Gleichzeitig basiert die Unternehmenssteuerung neben den wertorientierten Kennzahlen Umsatzerlöse und EBITDA auf unternehmensrelevanten Kennzahlen (z.B. Kennzahlen zu den Vertragsabschlüssen, Durchschnittsumsätze je Vertrag und Kunde, Kündigungsquoten, Kosten- verhältnisprüfungen etc.). Die Zielsetzung des Risikomanagements des Unternehmens ist somit die Früherkennung von Chancen und Risiken, die verbesserte Abschätzung ihrer Auswirkungen sowie die Einleitung geeigneter Vorsorge- und Sicherungsmaßnahmen. Auf diesem Wege wird die Basis für verantwortliches unternehmerisches Handeln im Sinne einer Balance zwischen Sicherheitsinteressen und Wertschöpfungszielen geschaffen. Nach dem Eigentümerwechsel wurde damit begonnen, eigene Reports zur Unternehmenssteuerung zu implementieren. Branchenerfahrene Mitarbeiter und Dienstleister haben bei der Erstellung von Topline KPI's, sowie der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung unterstützt. Ein funktionierendes Planungsmodell sowie regelmäßige Reports über die Geschäftslage ermöglichen die Früherkennung von Chancen und Risiken. 3.2 Risiken der Geschäftsentwicklung Die Gesellschaft ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Die zentralen Risikofelder im Jahr 2024 und 2025 betreffen: Markt Die Gesellschaft bewegt sich in wettbewerbsintensiven Wachstumsmärkten mit einer Vielzahl von nationalen und internationalen Wettbewerbern. Einige dieser Wettbewerber können aus einer größeren Marktstellung heraus agieren und könnten ihre Angebote weiter in Richtung Dedicated- Server diversifizieren, was zu Marktanteilsverlusten führen könnte. Gleichzeitig würden dadurch die Wachstumschancen entsprechend beschnitten. Aufgrund des Geschäftsmodells ist Energie einer der wesentlichen Inputfaktoren im Leistungserstellungsprozess. Energiekostensteigerungen können in dem äußerst wettbewerbsintensiven Umfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, zu rückläufigen Margen und Ergebnissen führen. Die Velia greift unter anderem auf das Rechenzentrum der ehemaligen Schwestergesellschaft DataDock SARL in Straßburg/Frankreich zurück. Die kostengünstigen Rahmenbedingungen zum Betrieb dieses Rechenzentrums im Dauerbetrieb (365 Tage/24 Stunden), liegen insbesondere in der innovativen Grundwasserkühlung sowie den Kostenvorteilen für Energie, die auch aus regenerativen Quellen bezogen und von französischen Versorgungsunternehmen bereitgestellt werden. Im Zuge des Eigentümerwechsels wurden zwischen der Datadock SARL und der Velia.net Verträge für die Rechenzentrumsleistungen geschlossen. Dies sichert der Velia.net auch für die kommenden Jahre den Vorteil des Rechenzentrums in Straßburg. Durch technologischen Wandel in den Märkten für Hosting- und Zugangsdienste besteht die Möglichkeit, dass Neuentwicklungen zu spät auf den Markt kommen oder nicht den gewünschten Markterfolg erzielen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Neu- entwicklungen, trotz umfangreicher Tests, Fehler oder Sicherheitslücken enthalten, die den Markterfolg dieser und anderer Dienstleistungen der Gesellschaft schädigen können. Es sind auch Entwicklungsarbeiten denkbar, die gar nicht erst in marktreife Produkte oder Dienstleistungen münden. Diesen Risiken versucht die Gesellschaft durch aktives Produkt- management sowie durch sorgfältige Entwicklung von neuen, innovativen Produkten und Dienstleistungen entgegenzuwirken. Finanzierung Die Gesellschaft war bis zum 30.06.2023 in die Konzernfinanzierung der GoDaddy Gruppe eingebunden und konnte sich bei Bedarf kurzfristig über konzerninterne Darlehen finanzieren. Aufgrund des positiven Cashflows im Geschäftsjahr 2023 und des prognostizierten positiven Cashflows im Geschäftsjahr 2024 hat das Unternehmen ausreichend Liquidität und ist auch nach dem Eigentümerwechsel am 30. Juni 2023 in der Lage, seine Verbindlichkeiten fristgerecht zu begleichen. Seit dem 1. Juli 2023 ist die Gesellschaft in der Lage sich selbst zu finanzieren. Im Übrigen wird auf die Ausführungen zur Finanzlage verwiesen. Infrastruktur Der Leistungserstellungs- und Bereitstellungsprozess der Gesellschaft erfolgt im oder mithilfe des Internets sowie durch Informations- und Telekommunikationstechnologien, die sich des Internets bedienen. Durch allgegenwärtige Bedrohungen aus dem Internet könnten die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität der Systeme oder der darin gespeicherten oder verarbeiteten Daten gefährdet sein. Die Komplexität der technischen Infrastruktur sowie entsprechender Softwaresysteme, die im Leistungserstellungsprozess eingesetzt werden, nimmt aufgrund interner und externer Erfordernisse stetig zu. Zusätzlich ist die Infrastruktur dem Risiko gezielter Angriffe ausgesetzt. Auch hier besteht das Risiko, dass Störungen oder Systemausfälle die Leistungserstellung ganz oder vorübergehend beeinträchtigen könnten. Naturkatastrophen und Feuer können den Geschäftsbetrieb jederzeit gefährden. Die Gesellschaft setzt auf eine Kombination aus organisatorischen, manuellen sowie diversen technischen Kontrollmechanismen, um diesen Risiken bestmöglich zu begegnen. Personal Hochqualifiziertes Personal mit spezialisiertem Fach- und Technologiewissen, insbesondere in den Bereichen Entwicklung, Betrieb und Kundenbetreuung, ist für den nachhaltigen Erfolg der Gesellschaft unabdingbar. Die wachsende Nachfrage nach Spezialisten im IT-Bereich macht den Fachkräftemangel spürbar und den Wettbewerb um Mitarbeiter intensiv. Es besteht das Risiko, dass es der Gesellschaft nicht gelingt, hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte zu gewinnen und/oder zu halten. Zusammenfassend liegen nach Einschätzung der Geschäftsführung die wesentlichen Risiken in den Bereichen Markt und Infrastruktur. Durch die fortlaufende Optimierung mit konkreten Maßnahmen werden diese Risiken, soweit möglich, auf ein Minimum reduziert. Bestandsgefährdende Risiken waren im Geschäftsjahr 2023 sowie im Prognosezeitraum weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikoposition zu erkennen. 4. Chancen- und Prognosebericht Der Ukraine-Krieg sowie die daraus hervorgehende Energiekrise scheinen überwunden zu sein. Der Gaza Krieg dauert weiterhin an und die Auswirkungen sind nicht abschätzbar. Ein allgemeiner Konsumrückgang ist zu verspüren. Die gesunkenen Energiepreise stellen im Jahr 2024 im Vergleich zu 2023 eine Chance für das Unternehmensergebnis dar. Die voraussichtliche Senkung des Leitzinses im Jahr 2024 durch die EZB könnte es wieder erleichtern, preiswertes Kapital für Investitionen zu beschaffen. Die Stabilisierung der Inflation im Jahr 2024 könnte weiterhin positive zukünfige Effekte auf das Konsumverhalten haben. Für das BIP im Euroraum im Jahr 2024 wird ein Wachstum von 0,8 % durch den Sachverständigenrat prognostiziert, wobei das nationale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im gleichen Zeitraum um 0,2 % steigen wird.5 5 https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/fg2024/FG2024_Kurzfassung.pdf Die Gesellschaft rechnet auf Basis des Geschäftsmodells und der angebotenen Produkte nur mit mäßigen zukünftigen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und Gaza auf die Umsatzerlöse und das EBITDA der Gesellschaft. Aufgrund der erwarteten wirtschaftlichen Erholung im Kernmarkt Deutschland sowie im europäischen- und weltweiten Markt und der gesunkenen Energiekosten wird im Jahr 2024 ein EBITDA-Anstieg vs. 2023 um 2-3 Mio. EUR erwartet. Auf Basis der derzeitigen Geschäftsentwicklung plant die Geschäftsführung für das Jahr 2024 mit einem Umsatz von 16-17 Mio. EUR und einem EBITDA von 4-5 Mio. EUR. Das EBITDA wird im folgenden Jahr weiterhin positiv sein, da die Gesellschaft mit einem stabilen Umsatz und verbesserter Kostenstruktur vor allem im Energiekostenbereich rechnet.
Hanau, den 30. Juni 2024 Die Geschäftsführung gez. Arek Akilli gez. Ridvan Kesgin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das GeschäftsjahrAllgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss der velia.net Internetdienste GmbH (im Folgenden kurz: "Velia"), Hanau, wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH aufgestellt. Für das Geschäftsjahr 2023 gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB wurden angewandt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. d. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke größtenteils im Anhang gemacht. Aufgrund einer Umgliederung zwischen den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und dem Materialaufwand ist die Vergleichbarkeit zum Vorjahr eingeschränkt. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma velia.net Internetdienste GmbH mit Sitz in Hanau im Handelsregister des Amtsgerichts Hanau unter der Nr. HRB 7588 eingetragen. Am 26. April 2023 ist ein Vertrag durch die Alleingesellschafterin GoDaddy Deutschland GmbH über den Verkauf der Anteile der Velia unterzeichnet worden. Die Übertragung der Anteile an die velia MidCo GmbH hat zum 30.06.2023 stattgefunden. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, zum Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Lizenzen werden über drei Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Server sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über drei Jahre abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Liquide Mittel, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde für das allgemeine Kreditrisiko zusätzlich eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kostenund Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Rechnungszinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden im Voraus geleistete Kundenzahlungen ausgewiesen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach Bilanzstichtag darstellen. Latente Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen sind nicht zu ermitteln. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Erfassung der Umsatzerlöse erfolgt grundsätzlich dann, wenn die Leistung abschließend erbracht wurde. Bei Verträgen mit einer längeren Laufzeit werden die Umsatzerlöse über die Laufzeit des Vertrags passiv abgegrenzt und leistungsgerecht ertragswirksam erfasst. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (siehe letzte Seite des Anhangs). Finanzanlagen Angaben zum Anteilsbesitz Unmittelbarer Anteilsbesitz
Alle Beteiligungen an Finanzanlagen wurden im Rahmen des Verkaufes zum 30. Juni 2023 am 26. Juni 2023 durch die Alt Gesellschafter aus dem Unternehmen herausgekauft. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Leistungsbeziehungen (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 892) und wurden zum 30. Juni 2023 zurückgezahlt. Die übrigen betragen TEUR 513 und sind gegenüber dem Gesellschafter. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen erstmalig und resultieren aus Leistungsbeziehungen in Höhe von TEUR 173 (Vorjahr TEUR 0). Aufgrund bestehender Aufrechnungsvereinbarungen wurden einander gegenüberstehende Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen bis zum 30. Juni 2023 bilanziell aufgerechnet. Daher sind negative Salden für einzelne Positionen im Vorjahr möglich. Diese Vereinbarung besteht seit dem Kauf zum 30. Juni 2023 der velia.net durch die velia MidCo nicht mehr. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.310 (Vorjahr: TEUR 1.664) sind im Jahresvergleich leicht gesunken. Die wesentliche Position sind Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 1.599). Weiterhin enthalten sind Forderungen gegenüber Zahlungsabwicklungsdienstleistern in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 53). Des Weiteren bestehen Forderungen aus Steuererstattungsansprüchen in anderen Ländern in Höhe von TEUR 320 (Vorjahr: TEUR 0), zu viel gezahlte und im Folgejahr erstattete Beträge von TEUR 672 (Vorjahr: TEUR 53) sowie Kautionen, Forderungen gegenüber Lieferanten und Krankenkassen von TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 5). Es sind keine Beträge größeren Umfangs enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert zum Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Eigenkapital und Kapitalrücklage Das Stammkapital von TEUR 500 ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Kapitalrücklage und der Gewinnvortrag entwickeln sich wie folgt:
Zum 29. Juni 2023 wurde eine Ausschüttung der Kapitalrücklage an die Alt Gesellschafter in Höhe von EUR 4,9 Mio. beschlossen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 518) wurden wie im Vorjahr im Wesentlichen für personalbezogene Rückstellungen wie Boni (TEUR 40) und Urlaub (TEUR 42) sowie Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 104) gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten aus Leistungsbeziehungen (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 2.723), sowie aus kurzfristigen Darlehen inklusive aufgelaufener Zinsen (TEUR 0, Vorjahr: TEUR 310). Die Verbindlichkeiten wurden im Rahmen des Anteilsverkaufs beglichen. Die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 0) bestehen gegenüber der Gesellschafterin. Einander gegenüberstehende Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen verbundenen Unternehmen wurden bis zum 30.06.2023 bilanziell aufgerechnet. Zum 31.12.2023 wurden keine Verrechnungen vorgenommen. Beim passiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 1.044, Vorjahr: TEUR 1.028) handelt es sich um erhaltene Vorauszahlungen von Kunden für Dienstleistungen, die erst nach dem Stichtag bereitgestellt werden. Davon sind TEUR 635 im Januar 2024 zu erbringen. Der restliche Betrag verteilt sich auf die Monate bis Dezember 2025. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse von insgesamt TEUR 15.893 (Vorjahr: TEUR 16.227) wurden im Wesentlichen durch das Kerngeschäft des Internet-Hostings erwirtschaftet. Langfristige Beziehungen zu Bestandskunden konnten ausgebaut und neue Kunden erfolgreich akquiriert werden. Von den Umsatzerlösen wurde der überwiegende Teil in Drittländern, unter anderem dem vereinigten Königreich sowie den vereinigten Staaten erzielt. Der Umsatz im Inland sowie im europäischen Ausland ist in etwa gleich hoch, zusammen machen sie ungefähr ein Viertel des Gesamtumsatzes aus. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge von insgesamt TEUR 491 (Vorjahr: TEUR 463) bestehen im Wesentlichen aus Erlösen aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 216 (Vorjahr TEUR 0). Die Position Erträge aus der Währungsumrechnung TEUR 185 (Vorjahr: TEUR 399) enthält sowohl unterjährig bereits realisierte Erträge als auch Erträge aus der Währungsumrechnung nach § 256a S. 2 HGB. Des Weiteren wurden hier Erträge aus der Erstattung des AufwendungsausgleichG und Versicherungsentschädigungen von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 0) sowie aus der Wertberichtigung auf Forderungen von TEUR 75 (Vorjahr: TEUR 0) erzielt. Materialaufwand Der Materialaufwand besteht im Wesentlichen aus Mietaufwendungen für Rechenzentren (TEUR 3.109, Vorjahr: TEUR 2.255) und Weiterbelastungen der Altgesellschafter bis zum 30. Juni in Höhe von TEUR 3.911 (Vorjahr TEUR 2.900). Personalaufwand Der Personalaufwand betrug insgesamt TEUR 3.094 (Vorjahr: TEUR 3.421). Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Gehälter (TEUR 2.561, Vorjahr: TEUR 2.999) sowie Steuern und Sozialabgaben in Höhe von TEUR 534 (Vorjahr: TEUR 422). Abschreibungen Aufgrund der Übernahme von Vermögensgegenständen im Rahmen des Gesellschafterwechsels an den Standorten Singapur, Niederlanden, USA und Frankreich haben sich die Abschreibungen auf Sachanlagen TEUR 3.694 (Vorjahr: TEUR 2.545) erhöht. Es wurde einige ältere Hardware erworben deren voraussichtliche Restnutzungsdauer mit einem Jahr angenommen wurde, wodurch sich eine erhöhte Abschreibung ergibt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 2.814 (Vorjahr: TEUR 3.435) beinhalten im Wesentlichen Werbekosten in Höhe von TEUR 894 (Vorjahr: TEUR 644). Weiterhin wurden TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 334) Lizenzgebühren erfasst. Im laufenden Geschäftsjahr sind Lizenzen zum Betrieb der Server und weiterbelastete Lizenzgebühren unter Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesen. Des Weiteren sind TEUR 99 aus Währungsumrechnung (Vorjahr: TEUR 183) enthalten. Diese enthalten sowohl unterjährig bereits realisierte Aufwendungen als auch unrealisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung nach § 256a S. 2 HGB. Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass TEUR 648 (Vorjahr: TEUR 1.221) Management Kosten angefallen sind, die nach dem Gesellschafterwechsel weggefallen sind. Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinsen und ähnlichen Erträge betragen im Geschäftsjahr 23 TEUR (Vorjahr TEUR 0). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten solche an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 78). Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind: Die velia.net Interdienste GmbH haftet zusammen mit der velia MidCo GmbH gegenüber der Sparkasse Köln-Bonn für das bestehende Kreditverhältnis (Kreditvertrag vom 28.09.2023 über TEUR 7.200). Zum 31. Dezember 2023 bestehen keine Verpflichtungen aus Leasingverträgen. Sonstige Angaben Geschäftsführung Arek Akilli, Geschäftsführer, Hanau Nicholas Daddario, Geschäftsführer, Scottsdale/Arizona, Vereinigte Staaten (bis 05.10.2023) Michele Lau, Geschäftsführerin, Seattle/Washington, Vereinigte Staaten (bis 05.10.2023) Ridvan Kesgin, Geschäftsführer, Hanau (seit 12.10.2023) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Durch die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und aufgrund der Struktur der Geschäftsführeranstellungen wäre es möglich, Rückschlüsse auf ein einziges Gehalt zu ziehen. Daher verzichtet die Gesellschaft nach § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Geschäftsführergehälter. Mitarbeiter Velia beschäftigte während des Geschäftsjahres durchschnittlich 36 Mitarbeiter (Vorjahr: 38). Ergebnisabführung und steuerliche Behandlung Der Ergebnisabführungsvertrag vom 12. Dezember 2017 mit der GoDaddy Deutschland GmbH wurde am 30. Juni 2023 mit Wirkung zum 30.06.2023 außerordentlich gekündigt. Die ertragsteuerliche Organschaft mit der GoDaddy Deutschland GmbH endete somit zum 31.12.2022. Mit der neuen Anteilseignerin der velia MidCo GmbH wurde am 31. Juni 2023 ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Aufgrund des unterjährigen Vertragsabschlusses besteht im Veranlagungsjahr 2023 keine ertragsteuerliche Organschaft. Ab dem Veranlagungszeitraum 2024 bestehen eine körperschaft- und gewerbesteuerrechtliche Organschaft zwischen der velia MidCo GmbH (Organträger) und der Velia (Organgesellschaft). Durch das in Kraft treten des Mindeststeuergesetzes i.S. § 285 Nr. 30a HGB sind keine Auswirkungen zu erwarten, da nicht mehr als 750 Mio. Euro Umsatz erzielt werden und somit die Regelungen nicht anzuwenden sind. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der velia.net GmbH wird nicht in einen Konzernabschluss einbezogen. Im Vorjahr wurde unter Berücksichtigung der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB auf die Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses und Lageberichts verzichtet, da Velia in den befreienden Konzernabschluss der GoDaddy Inc. zum 31. Dezember 2022 einbezogen wurde. Prüfung- und Beratungsgebühren Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 35). Nachtragsbericht Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung i.S. § 285 Nr. 33 HGB eingetreten.
Hanau, den 30. Juni 2024 Die Geschäftsführung gez. Arek Akilli gez. Ridvan Kesgin sonstige Berichtsbestandteile
Hanau, den 30. Juni 20024 gez. Arek Akilli, CEO gez. Ridvan Kesgin, CFO Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 20.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die velia.net Internetdienste GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der velia.net Internetdienste GmbH, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der velia.net Internetdienste GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 30. Juni 2024 EY
GmbH & Co. KG
gez. Marc Ueberschär, Wirtschaftsprüfer gez. Michael Ormanns, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
25 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Befristete Überlassung von Arbeitskräften
Ambulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Praxen von Steuerberaterinnen und -beratern, Steuerbevollmächtigten sowie steuerberatende Berufsausübungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Allgemeine Gebäudereinigung
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Architekturbüros für Orts-, Regional- und Landesplanung
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Einzelhandel mit sonstigen Nahrungs- und Genussmitteln
Sonstige Caterer und Erbringung sonstiger Verpflegungsdienstleistungen
Spezialisierte Bautätigkeiten im Tiefbau
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Verlegen von Zeitschriften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen