VERBIO Schwedt GmbH
Selbe AdresseHerstellung von flüssigen Biokraftstoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Hartung seit 5.6.2025 | Prokura |
Ralf Erik Schairer seit 6.5.2022 | Geschäftsführer |
Harry Gnorski seit 10.9.2021 | Geschäftsführer |
Axel Zenerino seit 3.12.2020 | Prokura |
Jens Haselow seit 10.10.2011 | Prokura |
Jana Rähse seit 10.10.2011 | Prokura |
Hartmut Dr. Schütter seit 26.9.2005 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 37.50% | |
Shell Petroleum B.V. | 37.50% |
AET-Raffineriebeteiligungsgesellschaft mbH | 25.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PCK Raffinerie GmbHSchwedt/OderJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die PCK Raffinerie GmbH (PCK) gehört zur mineralölverarbeitenden Industrie. In der PCK Raffinerie GmbH wird Rohöl zu Benzin, Diesel, Heizöl und anderen Mineralölprodukten verarbeitet. Unsere maximale Rohölverarbeitungskapazität liegt auf Basis aktuell verfügbarer Branchendaten (Basis 2022) bei ca. 11 % der deutschen Verarbeitungskapazität. Unser Produktportfolio stellte sich im Berichtsjahr wie folgt dar: Verarbeitung und Erzeugnisse
Im Jahr 2023 zeigt sich im Vergleich zum Jahr 2022 eine geringere Auslastung der Raffinerie. Die PCK konnte aufgrund der Umstellung der Rohölversorgung von nahezu ausschließlicher Belieferung über die Freundschaft/Druschba-Pipeline bis 2022 auf eine Belieferung über die Häfen Rostock und Gdansk sowie aus Kasachstan in 2023 die Raffinerieauslastung entsprechend ihrer Kapazitäten nicht erreichen. Daneben gab es im Geschäftsjahr 2023 den geplanten Verbundstillstand. Im Durchschnitt werden jährlich ca. 60 % unserer Produkte über die Schiene abgefahren. Die Versorgung Berlins (ca. 1,8 Mio. t pro Jahr) mit Benzin, Diesel und leichtem Heizöl wird über die Produktenpipeline Schwedt-Seefeld zum Tanklager Seefeld und von dort aus über Tankfahrzeuge abgewickelt. Die Versorgung des Berliner Flughafens mit Kerosin erfolgte ausschließlich mit Bahnkesselwagen. Organisation und rechtliche Struktur Die PCK Raffinerie GmbH ist eine Konsortialraffinerie mit folgenden Gesellschaftern:
Zur Abwicklung des als Lohnverarbeitung organisierten Geschäftsbetriebes haben die Gesellschafter einen Konsortialvertrag und einer Verlängerungsklausel abgeschlossen. Die Laufzeit hat sich aufgrund des in 2023 nicht wahrgenommenen Kündigungsrechts um fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2030 verlängert. Mit Veröffentlichungen im Bundesanzeiger am 16. September 2022, 15. März 2023, 8. September 2023 bzw. 7. März 2024 wurden die Rosneft Deutschland GmbH und die Rosneft Refining & Marketing GmbH auf Grundlage des Energiesicherungsgesetzes von der Bundesregierung unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur gestellt. Diese Treuhandschaft ist vorerst befristet bis zum 10. September 2024 angeordnet, kann allerdings verlängert werden. Die Shell Deutschland GmbH hat mit Mitteilung vom 15. Dezember 2023 bekannt gegeben, mit der Prax-Gruppe eine Vereinbarung über den Verkauf ihre Anteile an der PCK Raffinerie GmbH getroffen zu haben. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigung und der Rechte der Mitgesellschafter wird der Abschluss der Transaktion in der ersten Hälfte des Jahres 2024 erwartet. Die Gesellschafter nehmen über ihre Gremien Einfluss auf die Geschäftstätigkeit der PCK Raffinerie GmbH. Sie geben u. a. die Rohölverarbeitung und Produktpalette hinsichtlich Mengen und Qualitäten vor und vermarkten die in der Raffinerie erzeugten Produkte in Eigenregie. Außerdem legen sie die Höhe des Verarbeitungsbudgets und das Investitionsprogramm fest. Die Geschäftstätigkeit der PCK Raffinerie GmbH steht unter gemeinschaftlicher Führung der Gesellschafter. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie Aus den Unternehmenszielen, die auf
ausgerichtet sind, leitet die PCK auch die Kernelemente ihrer aktuellen Strategie ab. Das strategische Konzept "Unsere PCK 2030+" wurde in 2023 strukturiert fortgeführt und weiterentwickelt. Alle dort identifizierten Maßnahmen dienen dazu, PCK langfristig zukunftsfähig zu gestalten, um einerseits am Mineralölverarbeitungsmarkt weiterhin in hohem Maße konkurrenzfähig zu bleiben und andererseits die Energietransformation aktiv zu gestalten. Zur Umsetzung unserer Ziele stützen wir uns auf unsere Stärken mit unseren gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, der Teamleistungsfähigkeit sowie einem hohen Stand der Anlagen- und Sicherheitsperformance. Zudem haben wir die verschiedensten Maßnahmen und Instrumente installiert, um die aktuelle Entwicklung zu analysieren, gezielt zu steuern bzw. negativen Entwicklungen entgegenzuwirken. Darüber hinaus sind messbare und beeinflussbare Ziele Bestandteil des Erfolgsbeteiligungssystems für die Belegschaft. Für die wertschöpfungsorientierte Unternehmenssteuerung nutzt die Geschäftsführung Informationen zu Margenentwicklungen. Außerdem werden auch nichtfinanzielle Zielgrößen und Steuerungsinstrumente im Rahmen der Planung erarbeitet und die Plan-Ist- Abweichungen im Monatsergebnisbericht für Geschäftsführung und Gesellschafter in einer Scorecard bereitgestellt und kommentiert. Die Erkenntnisse aus der Analyse bilden die Grundlage für das Controlling und ermöglichen der Geschäftsführung entsprechende Maßnahmen zur Steuerung der Raffinerie zu ergreifen. Die wichtigsten Zielgrößen (Leistungsindikatoren) in der Scorecard der PCK sind TRI 1 (Total Recordable Incidents), LOPC 2 (Loss of Primary Containment), die Lohnverarbeitungskosten (Budget) 3 , und Margenverluste 4 (verursacht durch PCK). In 2023 hinzugekommen sind die Verfügbarkeiten der Rohöldestillationsanlage 3 und des Rostock-Systems sowie ein Turnaround-Erfolgsfaktor (TAR-Erfolgsfaktor). Dieser beinhaltet mit dem Verbundstillstand zusammenhängende Ziele wie ungeplante Anlagenstillstände, abweichende Inbetriebnahmezeiten kritischer Anlagen und die Einhaltung des Turnaround-Budgets. Ergänzt werden unsere Unternehmensziele durch Führungsgrundsätze, unsere Grundsatzerklärung zu HSEQ (Health, Safety & Security, Environment & Energy and Quality) sowie zur Energieeffizienz. Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit, Pfeiler in unserer Risikomanagement-Strategie und unabdingbar, um die gesellschaftliche Akzeptanz unserer Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten. Das integrierte Managementsystem der PCK umfasst unser Managementhandbuch sowie alle Verfahrensanweisungen, Arbeitsvorschriften, Formulare, Protokolle und weitere Informationen. Es entspricht den Anforderungen von DIN EN ISO 14001 (Umweltschutz) und 9001 (Qualität), DIN EN ISO 45001 (Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement) und DIN EN ISO 50001 (Energiemanagement). In 2023 hat PCK erfolgreich ein periodisches Audit in allen Managementsystemen absolviert. PCK unterliegt den Vorschriften zur Installierung eines ISMS (Information Security Management System, engl. für "Managementsystem für Informationssicherheit") für kritische Infrastruktur nach den Regelungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). PCK hat 2023 erfolgreich das periodische Audit nach DIN EN ISO 27001 (Informationssicherheit) absolviert.
1 TRI (Total Recordable Incidents) beinhaltet
die Ereignishäufigkeit (Unfälle).
Überblick über den Geschäftsverlauf
Insgesamt war 2023 ein durch die Umstellung in der Rohölversorgung und einem Verbundstillstand sehr herausforderndes Jahr. Trotz der widrigen Umstände konnte PCK mit großer Anstrengung die angestrebten beeinflussbaren Kennzahlen bis auf die Unfälle (TRI) und den Turnaround-Erfolgsfaktor (TAR-Erfolgsfaktor) erfüllen. Rohölversorgung PCK konnte in 2023 in enger Zusammenarbeit mit den Gesellschaftern die Rohölversorgung über die Häfen in Rostock und Gdansk sowie aus Kasachstan etablieren. Insgesamt wurden 25 verschiedene Rohöle im Jahr 2023 eingeliefert und verarbeitet. Die Arbeiten im Rahmen des Projektes "Rostock only" wurden in Bezug auf die Tankraumerweiterung in Rostock, der Pipelineertüchtigung und Anpassungen in den Raffinerieanlagen strukturiert fortgeführt. Verbundstillstand 2023 Der Verbundstillstand im Frühjahr 2023 war der erste Turnaround im neuen Zyklus mit einem Abstand von vier bzw. für einige Anlagen sogar acht Jahren. Den Schwerpunkt bildete das Revisionsprogramm. Audits PCK wird regelmäßig sowohl extern als auch intern auditiert. Der Auditplan bezieht regelmäßig alle Geschäftsbereiche ein. Im zurückliegenden Jahr fand ein periodisches Audit des HSEQ-Managementsystems und Energiemanagementsystems statt, das durch DetNorskeVeritas durchgeführt wurde. Dieses und weitere interne Audits wurden ebenfalls erfolgreich abgeschlossen. Mitarbeiter Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Anzahl der zum Jahresende beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Auszubildende mit insgesamt 1.139 (VJ 1.155) vermindert. Davon waren 6 (VJ 11) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befristet beschäftigt. Im Rahmen der Umsetzung des Manteltarifvertrages "Potsdamer Modell" mit Wirkung vom 2. Januar 2018 ist bei PCK seit 2023 eine Arbeitszeitreduzierung auf 38,5 Stunden pro Woche umgesetzt worden. In 2023 wurde die Reorganisation der PCK umgesetzt, um den zukünftigen Herausforderungen zur strategischen Weiterentwicklung des Raffineriestandortes gerecht zu werden. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Abs. 4 i. V. m. Abs. 2 HGB Neben der internen Unternehmensstrategie hat der Gesetzgeber festgelegt, dass in börsennotierten Unternehmen und mitbestimmungspflichtigen Unternehmen ab 30. September 2015 Frauenquoten d. h. Ziele für den Anteil Frauen in Aufsichtsräten, in Vorständen/Geschäftsführungen sowie in 2./3. Leitungsebene festzulegen sind. PCK ist ein mitbestimmungspflichtiges Unternehmen. PCK fördert Diversität jeglicher Art und hat sich vorgenommen, den im März 2015 erreichten Anteil der Frauen (Ziel) in den Organen und im Management nicht zu unterschreiten:
Der Frauenanteil bei den zum Jahresende beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ohne Auszubildende liegt bei 20 %. Die Zielquote beim Aufsichtsrat bezieht sich auf eine Besetzung mit sechs Mitgliedern. Mit der nächsten Aufsichtsratswahl wird die Erreichung des Zieles angestrebt. Die Zielquote für die Geschäftsführung liegt aufgrund derzeitiger dienstvertraglicher Bindungen der Geschäftsführer bei 0 %. Wirtschaftsbericht (Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage) Ertragslage GuV der PCK Raffinerie GmbH
Auf der Grundlage des Konsortialvertrages werden PCK alle Aufwendungen abzüglich der Erträge im Zusammenhang mit der Lohnverarbeitung von den Gesellschaftern erstattet. Hierbei werden Ertragsteuern nicht berücksichtigt. Der Anstieg des die Umsatzerlöse bestimmenden Lohnverarbeitungsentgelts inkl. Gewinnmarge um EUR 79,1 Mio. auf EUR 339,0 Mio. resultiert im Wesentlichen aus höheren weiterberechneten Kosten im Zusammenhang mit dem durchgeführten Verbundstillstand und geringeren Erlösen aus Stromverkäufen. Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt. Umsatzerlöse ohne weiterberechnete Energiesteuer
Der Rückgang der sonstigen mit der Lohnverarbeitung verbundenen Umsatzerlöse liegt im Wesentlichen begründet in geringeren weiterberechneten Kosten für den Kauf von Emissionsrechten aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) (TEUR 184.382; 2022 TEUR 232.196), preisbedingt geringeren Energieerlösen (TEUR 91.056; 2022 TEUR 128.090), aufgrund neu geschlossener Verträge mit den Gesellschaftern geringeren weiterberechneten Kosten für die Zertifikate der Treibhausgasquote (THG) (TEUR 0; 2022 TEUR 36.845) sowie in der Weiterberechnung der Kosten für die Abgabe von Emissionsrechten (TEUR 117.058; 2022 TEUR 134.838). Die sonstigen Weiterberechnungen an die Anteileigner (TEUR 39.016; 2022 TEUR 31.184) sowie die Weiterberechnung der höheren Kosten für den Erdgasbezug (TEUR 14.045; 2022 TEUR 11.463) erhöhten die Umsatzerlöse. Der Rückgang der weiterberechneten Energiesteuer resultiert im Wesentlichen aus der geringeren Absatzmenge an Produkten aus dem Tanklager Seefeld. Die Aufwendungen für die Zertifikate nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) und zur Erfüllung der Treibhausgasquote (THG) reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang ist mengenbedingt. Die höheren Materialaufwendungen sind im Wesentlichen bedingt durch den Verbundstillstand und in diesem Zusammenhang höheren Aufwendungen für Instandhaltung und sonstige Fremdleistungen. Weiterhin resultierten aus gestiegenem Erdgasbezug höhere Aufwendungen. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der Aufwendungen für CO 2 -Emissionsrechte der Raffinerie, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Katalysatoren aus. Der Rückgang des Personalaufwandes ist insbesondere auf den im Vorjahr einmalig gezahlten Inflationsbonus zurückzuführen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen für die Durchleitung von Rohöl durch Polen, aus geringen Zuführungen zu Rückstellungen für technische Maßnahmen sowie dem Wegfall der Übergewinnabschöpfung aus Stromverkäufen. Gegenläufig wirkten sich höhere Aufwendungen für Reinigungsdienstleistungen im Rahmen des Verbundstillstandes, Versicherungen, Rohöleinlagerung sowie sonstige Personalkosten aus. Die geringeren Zinsaufwendungen sind insbesondere in den gesunkenen Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Bewertung von Rückstellungen für die betriebliche Altersversorgung begründet. Im Jahr 2023 ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1,6 Mio. (2022: EUR 2,0 Mio.). Der Jahresüberschuss resultiert aus der Gewinnmarge auf die Lohnverarbeitung abzüglich der aus dem zu versteuernden Gewinn zu entrichtenden Ertragsteuern sowie der Veränderung der aktiven latenten Steuern. Der Rückgang des Jahresüberschusses resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Gewinnmarge. Prognose-Ist Vergleich Die Umsatzerlöse setzten sich wie folgt zusammen. Umsatzerlöse ohne weiterberechnete Energiesteuer
Die Umsatzerlöse aus dem Lohnverarbeitungsentgelt fielen gegenüber den prognostizierten Umsatzerlösen von TEUR 456.759 um TEUR 119.759 im Wesentlichen aufgrund von höheren Erlösen aus Energieverkäufen, geringeren Aufwendungen für Hilfs- und Betriebsstoffe, geringeren Zinsen und Abschreibungen sowie geringeren Instandhaltungsaufwendungen deutlich niedriger aus. Gegenläufig wirkten sich höhere Stromkosten und Kosten für technische Maßnahmen aus. Die sonstigen Umsatzerlöse stiegen gegenüber der Prognose im Wesentlichen durch höhere Energieerlöse, die weiterberechneten Kosten für den Kauf von CO 2 -Emissionsrechten der Raffinerie sowie die Weiterberechnung der Kosten für Erdgasbezug. Der Anstieg ist jeweils auf höhere Mengen zurückzuführen. Zusätzlich stiegen gegenüber der Prognose die weiterberechneten Kosten für die Durchleitung von Rohöl durch Polen an. Weiterhin wirkten die geringeren weiterberechneten Kosten für die Zertifikate der Treibhausgasquote und für den Kauf von Emissionsrechten aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) sowie geringere sonstige Weiterberechnungen an die Anteilseigner umsatzmindernd. Das prognostizierte Ergebnis vor Ertragsteuern mit EUR 2 Mio. bis 2,5 Mio. wurde erreicht. Finanzlage Die PCK finanziert sich über die Leistungsverrechnung mit ihren Gesellschaftern. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Termingeschäfte wurden nicht durchgeführt. Der Finanzmittelfonds besteht aus Guthaben bei Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds reduzierte sich im Geschäftsjahr von TEUR 22.966 auf TEUR 22.275. Nach Maßgabe des tatsächlichen Liquiditätsbedarfs von PCK können jederzeit auch Forderungen gegen die Gesellschafter abgerufen werden. Diese reduzierten sich im Geschäftsjahr von TEUR 264.878 auf TEUR 202.469. Die Forderungen gegen die Gesellschafter beinhalten im Wesentlichen die Lohnverarbeitungsentgelte sowie weiterberechnete Steuern. Die Forderungen aus Lohnverarbeitungsentgelt betragen zum Stichtag TEUR 120.710. Diese Forderungen gegen die Gesellschafter können jederzeit fällig gestellt werden. Die Eigenkapitalquote liegt bei 35 % in 2023. Das kurzfristige Fremdkapital reduzierte sich um TEUR 97.870 auf TEUR 423.415. 2023 wurden Investitionen in Höhe von EUR 39,6 Mio. getätigt. Im Wesentlichen waren das der vollständige Erwerb des Tanklagers in Seefeld, das Investitionsprojekt "Kesselwagenentladung VGO in der Entladung Mitte" und weitere Ersatzinvestitionen mit technischen Verbesserungen, effizienzsteigernde Projekte sowie Sicherheitsmaßnahmen. Vermögenslage Bilanz der PCK Raffinerie GmbH
Das Anlagevermögen reduzierte sich gegenüber 2022, da den Zugängen an Investitionen (EUR 39,6 Mio.) höhere Abschreibungen (EUR 47,1 Mio.) gegenüberstanden. Der Rückgang des Umlaufvermögens gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die seitens der Gesellschafter zur Verfügung gestellten CO 2 -Emissionsrechte für die Raffinerie und die Emissionsrechte im Zusammenhang mit dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) mit dem daraus resultierenden Rückgang der bilanzierten Emissionsrechte zurückzuführen. Reduzierend wirkte sich auch der Rückgang der Forderungen gegen die Gesellschafter aus. Der Rückgang des Umlaufvermögens aus CO 2 -Emissionsrechten für die Raffinerie und BEHG-Zertifikaten ist im Wesentlichen mengenbedingt / produktionsbedingt. Die Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Lohnverarbeitungsentgelt und weiterberechneter Energiesteuer. Gegenläufig wirkte der Anstieg des Magazinmaterials. Der Rückgang des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens resultiert im Wesentlichen aus geringeren abzugrenzenden Aufwendungen für Softwarelizenzen und -wartung 2024 gegenüber Vorjahr. Der Rückgang der aktiven latenten Steuern ist im Wesentlichen auf die aktuelle Zinsentwicklung und der damit einhergehenden geringeren Bewertung der handelsrechtlichen Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 23,5 Mio. reduziert. Die Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus der Ausschüttung von EUR 25,1 Mio.. Erhöhend wirkt der Jahresüberschuss von EUR 1,6 Mio., resultierend aus der Gewinnmarge (EUR 2,0 Mio.) abzüglich der zu entrichtenden Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von EUR 0,1 Mio. sowie der Veränderung der aktiven latenten Steuern von EUR 0,3 Mio. Die Sonderposten werden entsprechend dem Abschreibungsverlauf der betreffenden Vermögensgegenstände aufgelöst. Die Veränderung der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus der geringeren Zuführung für die Abgabe von CO 2 -Emissionsrechten der Raffinerie (TEUR 103.668; 2022: TEUR 135.551), aus der Zuführung für die Abgabe von Emissionsrechten nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) (TEUR 26.055; 2022: TEUR 29.421), aus der Inanspruchnahme der Rückstellungen für technische Maßnahmen (TEUR 19.903; 2022: 29.458) sowie aus geringeren Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen (TEUR 199.083; 2022: TEUR 203.734). Der Rückgang der Verbindlichkeiten resultiert vor allem aus dem Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus weiterberechneten Emissionsrechten für das Brennstoffemissionshandelsgesetz und weiterberechneter Energiesteuer (TEUR 211.040; 2022: TEUR 265.139), der Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer (TEUR 0; 2022: TEUR 15.179) und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 36.606; 2022: TEUR 38.080). Gegenläufig wirkte sich der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Zuwendungsgebern insbesondere aus der Strompreiskompensation (TEUR 17.388; 2022: TEUR 5.322) aus. Gegenüber dem Finanzamt bestehen in 2023 Forderungen aus Umsatzsteuer (TEUR 3.247). Des Weiteren besteht eine Verbindlichkeit aus Darlehen der IKB im Rahmen des KfW-Förderprogramms zur Abhitzenutzung (TEUR 1.117; 2022: TEUR 2.142) mit dem daraus resultierenden über einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten bilanzierten Tilgungszuschuss (TEUR 338; 2022: TEUR 673). Risiko-, Chancen- und Prognosebericht Risikobericht Das Risikomanagementsystem (RMS) beinhaltet alle Risiken, die den Fortbestand der Raffinerie und die Wertschöpfung wesentlich beeinflussen können. Es wird regelmäßig an geänderte Bedingungen angepasst. Für alle Risiken sind Beschreibungen dokumentiert sowie Risikobegrenzungsmaßnahmen installiert. In der Risikomatrix wurden alle Risiken eingestuft nach Schwere/Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit und es wurden Verantwortlichkeiten festgelegt. Die im Risikomanagementsystem erfassten Kosten-, Compliance- und Marktrisiken steuern wir mit einer Vielzahl von Risikobegrenzungsmaßnahmen wie Frühwarnindikatoren, Diagnosesysteme, Audits, Performanceanalysen, Prozessoptimierung, Strategieprojekte, Notfallpläne und einem sehr ausgeprägten Unterweisungssystem für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz. Geopolitische Risiken Geopolitische Risiken können sich bei PCK zum einen auf die Kostenerstattung und zum anderen auf die Versorgung mit Rohöl auswirken. Die PCK finanziert sich über die Leistungsverrechnung mit ihren Gesellschaftern. Unter den Gesellschaftern wurde ein Konsortialvertrag mit einer Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030 abgeschlossen. PCK werden die ihr entstehenden Kosten von den Gesellschaftern erstattet. Im Laufe des Jahres haben sich die geopolitischen Risiken aufgrund der weiterhin bestehenden Treuhandverwaltung der Rosneft Deutschland GmbH und der Rosneft Refining & Marketing GmbH durch die Bundesnetzagentur nicht verändert. Die Treuhandverwaltung der Rosneft Deutschland GmbH und der Rosneft Refining & Marketing GmbH durch die Bundesnetzagentur ist vorerst befristet bis zum 10. September 2024 angeordnet und kann durch Beschluss der Bundesregierung mehrfach verlängert werden. Auswirkungen durch den Wegfall der Treuhandverwaltung aufgrund der geopolitischen Sanktionspolitik sowie sonstiger Ereignisse im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt sind möglich und können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend abgeschätzt werden. Wenn - wovon wir nicht ausgehen - die Treuhandverwaltung der Rosneft Deutschland GmbH und der Rosneft Refining & Marketing GmbH durch die Bundesnetzagentur nicht verlängert beziehungsweise die Treuhandverwaltung aus anderen rechtlichen Gründen beendet wird und aufgrund der geopolitischen Sanktionspolitik sowie sonstiger Ereignisse im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt die Kosten der Gesellschaft durch die Gesellschafter aufgrund rechtlicher bzw. sonstiger Beschränkungen nicht mehr erstattet werden können bzw. dürfen sowie die Gesellschaft einen dann erforderlichen Liquiditätsbedarf nicht anderweitig decken kann, ist der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Jeder Gesellschafter kann mehr oder weniger von den geopolitischen Risiken direkt betroffen sein. PCK ist im intensiven Austausch mit den Gesellschaftern und der Politik. PCK ist der kritischen Infrastruktur zugeordnet und aus unserer Sicht für die Bundesrepublik Deutschland systemrelevant. Daher sehen und erwarten wir aktuell keine gravierenden Änderungen bei der Finanzierung des Lohnverarbeitungsentgeltes sowie der zu erstattenden Kosten. Aufgrund dessen haben wir den Jahresabschluss unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die PCK wird über die Häfen in Rostock sowie Gdansk und durch die Druschba-Pipeline mit Rohöl versorgt. Geopolitische Risiken in Bezug auf die Versorgung mit Rohöl bestehen nach wie vor für Rohölmengen, die nicht über den Hafen in Rostock geliefert werden. Insbesondere für die aus Gdansk und Kasachstan gelieferten Rohölmengen bestehen aufgrund der Durchleitung durch andere Staatsterritorien diese geopolitischen Risken. Im Laufe des Jahres haben sich die Risiken bezüglich der Rohölversorgung nicht verändert. Prozess- und Unfallrisiken (Health-Safety-Environment-Risiken) Prozessrisiken ergeben sich aus dem in einem Raffineriebetrieb üblichen Umgang mit gefährlichen und brennbaren Stoffen, hohen Temperaturen und hohen Drücken. Die Sicherheit für das eingesetzte Personal und alle anderen Anwesenden am Standort und dementsprechend unfallfreies Arbeiten haben absolute Priorität. Daneben bestehen branchenübliche Risiken im Bereich der Verlängerung von beispielsweise wasserrechtlichen Genehmigungen und Emissionsgenehmigungen. Zudem bestehen Risiken aus der Nichtdeckung des Personalbedarfs. Den Risiken wird insbesondere mit arbeitssicherheits- und prozesssicherheitstechnischen Präventionsmaßnahmen in Form von laufenden Inspektions- und Abstellprogrammen sowie durch unabhängige Audits Rechnung getragen. Zur Risikominimierung wurde das in 2022 gestartete Sicherheitsprogramm auch in 2023 fortgeführt. Das beinhaltet neben bewährten Elementen wie dem Risiko- und Notfallmanagement auch das Thema Führung, das Öffnen von Systemen und die Verifizierung von Standards. Diese Risiken können sich auf die dargestellten Leistungsindikatoren negativ auswirken. Finanzrisiken In leistungswirtschaftlicher, aber auch finanzieller Hinsicht kommt den Konsortialpartnern große Bedeutung zu (zu weiteren Erläuterungen siehe Finanzlage im Wirtschaftsbericht). Durch die im Rahmen des Konsortialvertrages definierte Leistungsverrechnung (Erstattung sämtlicher Aufwendungen abzüglich erzielter Erträge) werden sich die Risiken und Chancen der Gesellschaft aus jetziger Sicht nicht wesentlich auf das Jahresergebnis auswirken, solange die Gesellschafter ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen. Weitere finanzielle Einzelrisiken für den langfristigen Erfolg der PCK sind u.a. Verfügbarkeit und Qualität von Dienstleistern sowie Budgetüberschreitungen aufgrund unvorhersehbarer Inflationsentwicklungen. Die für PCK bestehende Altlastenfreistellung in Höhe von 90 % der Kosten wurde gemäß Änderungsbescheid vom 10. November 2011 und Widerspruchsbescheid vom 20. März 2014 bis zum Jahr 2026 verlängert. PCK hat am 02. Februar 2023 einen Antrag auf unbefristete Verlängerung der Altlastenfreistellung gestellt. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die ungenutzten möglichen Verdachtsflächen identifiziert und zum Teil bereits saniert bzw. zur Sanierung vorgesehen. Zur Sanierung der Bodenverunreinigungen unter den betriebenen Anlagen sind zu gegebener Zeit Abstimmungen mit der öffentlichen Hand bezüglich der Verlängerung der Altlastenfreistellung zu führen. Die derzeit bilanzierten Rückstellungen, welche aufgrund der Altlastenfreistellung derzeit 10 % der erwarteten Kosten beinhalten, betragen EUR 9,0 Mio. Dahingehend ist ein etwaiges finanzielles Risiko aus jetziger Sicht nicht abschätzbar bzw. quantifizierbar. Gesamtbeurteilung der Risikolage Zusammenfassend bestehen zum gegenwärtigen Zeitpunkt verschiedene Risiken. Hauptsächlich beziehen sich diese auf dem Geschäftsmodell inhärente Risiken, denen entsprechend begegnet wird. Wenn - wovon wir nicht ausgehen - die Treuhandverwaltung der Rosneft Deutschland GmbH und der Rosneft Refining & Marketing GmbH durch die Bundesnetzagentur nicht verlängert beziehungsweise die Treuhandverwaltung aus anderen rechtlichen Gründen beendet wird und dadurch die Kosten der Gesellschaft durch die Gesellschafter aufgrund rechtlicher bzw. sonstiger Beschränkungen nicht mehr erstattet werden können bzw. dürfen sowie die Gesellschaft einen dann erforderlichen Liquiditätsbedarf nicht anderweitig decken kann, ist der Bestand der Gesellschaft gefährdet. Chancenbericht Die Geschäftsführung steuert auf der Grundlage der strategischen Planung, Budgetierung und des regelmäßigen Controllings die Geschäftsaktivitäten der PCK. PCK arbeitet weiter intensiv an der nachhaltigen Steigerung der Wirtschaftlichkeit auch im Rahmen der Strategie "Unsere PCK 2030+". Die Bündelung unseres Know-how in der Gesamtorganisation mit diesem systematischen Ansatz sowie die Früherkennung zukünftiger Anforderungen auf der Grundlage der Beobachtung des Marktes und unserer Wettbewerber ermöglichen die zielgerichtete Verfolgung unserer Chancen. Dem Zukunftspaket des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 16. September 2022 kommt dabei besondere Bedeutung zu. Darin hat die Bundesregierung angekündigt, die ostdeutschen Raffineriestandorte und Häfen bei der Verbesserung der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transformation zu unterstützen. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die wesentlichen Chancen nicht verändert. Prognose zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung Auch das Jahr 2024 hält große Aufgaben für alle PCK-Beschäftigten bereit. Bereits im zweiten Halbjahr 2023 begann der Auftakt für unseren nächsten Verbundstillstand 2027. Einen Schwerpunkt bildet das Revisionsprogramm. Insgesamt sind alle Anstrengungen darauf gerichtet, den hohen Wirtschaftlichkeitsansprüchen nachhaltig gerecht zu werden. Auch Maßnahmen zur Erhöhung der Betriebs- und Arbeitssicherheit, der Verfügbarkeit, der Flexibilisierung der Logistiksysteme, der Energieeffizienz der Anlagen und der Energietransformation sowie zur Anpassung an gesetzliche Rahmenbedingungen werden weitergeführt bzw. in Angriff genommen. Wir planen im Jahr 2024 insgesamt EUR 228,1 Mio. in unsere Anlagen und Infrastruktur zu investieren. Hauptsächlich planen wir Investitionen in die Rohöllogistik im Rahmen von "Rostock only" sowie Investitionen für die strategische Ausrichtung, bei denen es sich insbesondere um Ausgaben für die Wasserstoffelektrolyse handelt. Außerdem sind Ersatzinvestitionen in vorhandene Anlagen geplant, die mit technischen Verbesserungen einhergehen. Das als Gemeinschaftsunternehmen der PCK Raffinerie GmbH und TotalEnergies Marketing Deutschland GmbH als PCK & elf Tanklagerbetrieb Seefeld GbR (PETS) betriebene Tanklager in Seefeld ging mit Nutzen-Lasten-Übergang zum 01.01.2024 in das Eigentum der PCK über. Ab 2024 wird das Tanklager als unselbständige Betriebsstätte der PCK Raffinerie GmbH fortgeführt. Umsatzerlöse ohne weiterberechnete Energiesteuer
2024 planen wir Umsatzerlöse aus dem Lohnverarbeitungsentgelt in Höhe von EUR 301,8 Mio. Bei den sonstigen Umsatzerlösen wird im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 ein Anstieg aufgrund höherer Kosten für CO 2 -Emissionsrechte, BEHG-Zertifikate und Erdgasbezug erwartet. Demzufolge plant die Geschäftsführung Umsatzerlöse in Höhe von EUR 936 Mio. Dabei wird ein Ergebnis vor Ertragsteuern mit EUR 2 Mio. bis EUR 2,5 Mio. erwartet. Unsere wesentlichsten Aufgaben werden es sein, unter Einhaltung des Kostenrahmens eine stabile und sichere Rohölversorgung zu gewährleisten. PCK geht basierend auf den mit den Gesellschaftern abgestimmten Rohölliefermengen bei der Planung für 2024 davon aus, dass die Raffinerie entsprechend ihrer Maximalkapazität geringer ausgelastet sein wird. Das Erfolgsbeteiligungsmodell für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll dazu beitragen, beeinflussbare Performance-KPIs zielgerichtet zu steuern. In den nachfolgend dargestellten wesentlichen Zielgrößen der PCK in 2024 spiegelt sich der Fokus auf Sicherheit, Anlagenverfügbarkeit und Kosten wider. Neu hinzugekommen ist die Kennzahl zu ungeplanten Stillständen. Weggefallen sind die Kennzahlen TAR-Erfolgsfaktor sowie Verfügbarkeit Rohöldestillationsanlage 3.
Die Zielgrößen für 2024 sind ambitioniert. Dennoch sind wir optimistisch, dass wir die Herausforderungen meistern und die gute Performance der Vorjahre mit einem hohen Maß an Professionalität und Achtsamkeit auf einem guten Niveau halten können.
Schwedt/Oder, den 22. März 2024 PCK Raffinerie GmbH Ralf Schairer, Geschäftsführer Harry Gnorski, Geschäftsführer BilanzAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Aufstellung des Anteilsbesitzes
* PCK ist unbeschränkt haftender
Gesellschafter.
Die Angaben für die Mineralölverbundleitung GmbH Schwedt beziehen sich auf den vorliegenden Abschluss zum 31.12.2022. Alle anderen Angaben beziehen sich auf den vorliegenden Abschluss zum 31.12.2023. Die PETS GbR ist zum 31.12.2023 ohne Liquidation erloschen. Amtsgericht Neuruppin - Register-Nr. HRB 10018Anhang für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis Aufsichtsrat Geschäftsführer Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Nachtragsbericht Anlage 1 zum Anhang: Entwicklung des Anlagevermögens Anlage 2 zum Anhang: Aufstellung des Anteilsbesitzes Aufsichtsrat
Geschäftsführer Ralf Schairer, Sprecher der Geschäftsführung, Deidesheim Harry Gnorski, Angermünde Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer entspricht ihrer Organstellung. Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Der Jahresabschluss 2023 der PCK wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet. Unter Anwendung des § 265 Abs. 5 HGB werden im Jahresabschluss die Posten "Emissionsrechte", "Aufwendungen für CO 2 Emissionen" sowie "Aufwendungen nach BEHG und THG" dargestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Ertragslage werden die nicht produktionsbedingten Emissionsaufwendungen in dem Posten "Aufwendungen nach BEHG und THG" ausgewiesen. Die im Vorjahr angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich beibehalten. Die PCK finanziert sich über die Leistungsverrechnung mit ihren Gesellschaftern. Mit den Gesellschaftern wurde ein Konsortialvertrag mit unbegrenzter Laufzeit abgeschlossen, welcher sich jeweils um fünf Jahre verlängert, wenn er nicht mit Zweijahresfrist vor Ablauf gekündigt wird. Der aktuelle 5-Jahres-Zyklus läuft demnach bis 31. Dezember 2030. PCK werden die ihr entstehenden Kosten von den Gesellschaftern erstattet. Geopolitische Risiken bestehen weiterhin, auch wenn diese aufgrund der bestehenden Treuhandverwaltung der Rosneft Deutschland GmbH und der Rosneft Refining & Marketing GmbH durch die Bundesnetzagentur abgemildert werden. Die Treuhandverwaltung der Rosneft Deutschland GmbH und der Rosneft Refining & Marketing GmbH durch die Bundesnetzagentur ist vorerst befristet bis zum 10. September 2024 angeordnet und kann durch Beschluss der Bundesregierung mehrfach verlängert werden. Auswirkungen durch den Wegfall der Treuhandverwaltung aufgrund der geopolitischen Sanktionspolitik sowie sonstiger Ereignisse im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt sind möglich und können zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend abgeschätzt werden. Bezüglich der bestandsgefährdenden Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Risiko-, Chancen- und Prognosebericht", Unterabschnitt "Geopolitische Risiken" sowie Unterabschnitt "Gesamtbeurteilung der Risikolage". Da wir vom Eintritt der dort beschriebenen Risiken nicht ausgehen, haben wir den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken Rechnung. Erläuterungen zur Bilanz Aktiva Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Jahr ihres Zugangs zeitanteilig, abgeschrieben. Die Sachanlagen werden auf der Grundlage der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 255 HGB bewertet. Der Werteverzehr wird grundsätzlich durch planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode und unter Anwendung betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauern erfasst. Auf Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens werden die Jahresabschreibungen anteilig ab dem Monat der Anschaffung oder Herstellung verrechnet. Die Nutzungsdauer bei nachträglichen Anschaffungskosten für bereits bestehende Sachanlagen (Großwirtschaftsgüter) wird aus dem Verhältnis der Investitionen sowie des Restbuchwertes zu der ursprünglichen Nutzungsdauer unter Berücksichtigung von Wiederbeschaffungswerten ermittelt. Teilabgänge von Gesamtanlagen werden entsprechend den prozentualen Teilzugängen der Investitionen im Verhältnis zu den Wiederbeschaffungswerten der Gesamtanlage erfasst. Angewendete Nutzungsdauern sind:
Für Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von EUR 250 bis zu EUR 1.000 wird ein Sammelposten gebildet, der jährlich ab dem Geschäftsjahr der Bildung zu einem Fünftel abgeschrieben wird. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage 1 zu diesem Anhang dargestellt. Steuerliche Sonderabschreibungen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz wurden letztmalig 1998 vorgenommen. In Ausübung des Beibehaltungswahlrechts nach Art. 67 Abs. 3 Satz 1 EGHGB wird der bestehende Sonderposten auch nach Inkrafttreten des BilMoG fortgeführt. Er wird wie in den Vorjahren abschreibungskonform sowie infolge von Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens aufgelöst. Der Sonderposten mit Rücklageanteil hat sich von TEUR 3.581 in 2022 auf TEUR 3.312 in 2023 reduziert. Die Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens (TEUR 269, 2022: TEUR 440) werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen würden nur bei einer dauerhaften Wertminderung vorgenommen werden. Die Beteiligungen und die Anteile an verbundenen Unternehmen sind in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 2 zum Anhang) aufgeführt. Mit dem verbundenen Unternehmen PCK & elf Tanklagerbetrieb Seefeld GbR (PETS) bestand bis zum 31.12.2023 ein Betriebsführungsvertrag, in dessen Ergebnis die Kosten der Betriebsführung abzüglich der eigenen Erträge dieses Unternehmens von PCK erstattet werden. Die Erstattungen der Betriebsführungskosten ohne Aufwendungen für Energiesteuer und Emissionszertifikate an die PETS betrugen im Berichtsjahr TEUR 6.093 (2022: TEUR 6.261). Die GbR ist zum 31.12.2023 erloschen. Der Betrieb des Tanklagers in Seefeld wurde in die PCK integriert. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Dem Lagerhaltungsrisiko, insbesondere dem der Lagerdauer, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. In den Vorräten sind Emissionszertifikate für den europäischen Emissionshandel zur Regulierung des Ausstoßes von Kohlendioxid (CO 2 ) im Raffinerieprozess lt. TEHG und für den nationalen Emissionshandel zur Regulierung des CO 2 -Ausstoßes der in Verkehr gebrachten Brennstoffe lt. BEHG vorhanden. Die nationalen Emissionszertifikate (nEZ) unterliegen in der Einführungsphase bis 2025 einem Festpreis. Die europäischen Emissionszertifikate (EUA) werden mittlerweile in der 4. Handelsperiode über einen Zeitraum von 2021 bis 2030 reguliert. PCK erhielt für 2023 Emissionszertifikate von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) wie im Vorjahr 1.736.265 EUA kostenlos zugeteilt. Die Emissionszertifikate werden gemäß der IDW Stellungnahme (IDW RS HFA 15) bewertet, die kostenlos zugeteilten Emissionszertifikate demnach mit "Null". Der Zeitwert der unentgeltlichen Emissionsrechte beträgt TEUR 146.347. Wertberichtigungen auf entgeltlich erworbene Zertifikate wurden in Höhe von TEUR 11.987 vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird mit einer Pauschalwertberichtigung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen. Die Pauschalwertberichtigung wurde zum 31. Dezember 2023 unverändert mit 1 % angesetzt. Aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter und verbundene Unternehmen wurden saldiert. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1 (2022: TEUR 36) und aus sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 63 (2022: TEUR 71). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, bestehen analog dem Vorjahr aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 6.406 (2022: TEUR 11.283) noch nicht abzugsfähige Vorsteuer enthalten. Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bilanziert. Bei PCK bestehen zum 31. Dezember 2023 im Saldo aktive latente Steuern, die insbesondere aus den Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen resultieren.
Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte wie im Vorjahr unter Berücksichtigung der Körperschaftsteuer einschließlich des Solidaritätszuschlags sowie der Gewerbesteuer zum Steuersatz von 28,1 %. Der Überhang an aktiven latenten Steuern wurde in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 HGB aktiviert. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Das Sonderverlustkonto aus Rückstellungsbildung gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG wurde in der DM-Eröffnungsbilanz in Korrespondenz mit den Rückstellungen u. a. für Altlastensanierung gebildet und wird seitdem, entsprechend der Inanspruchnahme bzw. Auflösung der entsprechenden Rückstellungen, abgeschrieben. Passiva Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 173.840 (2022: TEUR 173.840) und ist voll eingezahlt. Die drei Geschäftsanteile werden wie im Vorjahr von den Gesellschaftern - Shell Deutschland GmbH mit 37,5 %, Rosneft Deutschland GmbH mit 37,5 % und AET-Raffineriebeteiligungsgesellschaft mbH mit 25 % - gehalten. Die mit TEUR 107.517 gegenüber dem Vorjahr unveränderte Kapitalrücklage beruht auf anderen Zuzahlungen der Gesellschafter in das Eigenkapital. Die anderen Gewinnrücklagen betreffen:
Die nach § 27 Abs. 2 DMBilG gebildete Sonderrücklage kann aufgelöst oder in freie Kapitalrücklagen umgegliedert werden, soweit diese Rücklage nicht zur Deckung des in der Bilanz, in der die Auflösung erfolgen soll, ausgewiesenen Anlagevermögens benötigt wird. Gemäß Gewinnverwendungsbeschluss wurde die Sonderrücklage gemäß § 27 Abs. 2 DMBilG in Höhe von TEUR 25.097 aufgelöst und im September 2023 an die Gesellschafter ausgeschüttet. Die Sonderrücklage gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG unterliegt der Ausschüttungssperre. Der Gewinnvortrag beträgt TEUR 25.351 (2022: TEUR 23.322). Für die Lohnverarbeitung erhält PCK von den Gesellschaftern ein kostendeckendes Lohnverarbeitungsentgelt zuzüglich einer Gewinnmarge abzüglich Ertragsteuern sowie ggf. steuerfreie Erträge aus Investitionszulagen. Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss von TEUR 1.604 resultiert mit TEUR 2.000 aus der Gewinnmarge, abzüglich TEUR 112 aus zu entrichtender Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer und TEUR 284 aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.604 auf neue Rechnung vorzutragen. Zum 31. Dezember 2023 bestehen nachfolgende ausschüttungsgesperrte Beträge:
Die erhaltenen Investitionszuschüsse sind als Sonderposten ausgewiesen. Dieser Sonderposten wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der betreffenden Vermögensgegenstände aufgelöst. Die Rückstellungen werden zu ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, soweit hinreichende objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Soweit Rückstellungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben, werden sie entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Pensionsrückstellungen wurden in einem versicherungsmathematischen Gutachten der Höchster Pensions Benefits Services GmbH, Frankfurt am Main, nach der Projected-Unit- Credit-Methode unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" in der Fassung vom Oktober 2018 von Klaus Heubeck mit einem Rechnungszins von 1,83 % p.a. (2022: 1,79 % p.a.) sowie unter Berücksichtigung zukünftiger Rententrends (2 % bzw. 1 % p.a.) und alters- und geschlechtsabhängiger Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt. Der Rechnungszins entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Die Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen.
Die seit 1. Januar 2016 erworbenen Ansprüche werden über eine Kapitalanlage im CTA-Modell über eine Treuhandvereinbarung mit Metzler Trust e.V. finanziert und abgewickelt. Die Verpflichtungen aus der BAV ab 2016 werden mit dem zum Zeitwert bewerteten Deckungsvermögen (Vermögenswert) verrechnet. Die bis zum 31. Dezember 2015 erworbenen Rentenbausteine werden weiterhin innenfinanziert (Besitzstand). Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen TEUR 41.289 (2022: TEUR 36.055). In diesem Zusammenhang wurden die Erträge und Aufwendungen saldiert. Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen enthalten neben Personalaufwendungen Zinsaufwendungen aus Aufzinsung und Zinssatzänderung, die im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz von 1,74 % p.a. (2022: 1,45 % p.a.) würde zum Bilanzstichtag zu einer um TEUR 4.771 (2022: TEUR 18.823) höheren Rückstellung führen. Dieser Betrag unterliegt ebenso einer Ausschüttungssperre. Bei PCK werden Langzeitkonten für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gemäß der Betriebsvereinbarung vom 2. November 2011 geführt, um längerfristige Freistellungen während des Beschäftigungsverhältnisses zu ermöglichen. Bei den Langzeitkonten handelt es sich um Altersversorgungsverpflichtungen bzw. vergleichbare Verpflichtungen, deren Hauptzweck in der Ermöglichung eines vorzeitigen Ruhestandes liegt. Dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten, zugehörigen Deckungsvermögen von TEUR 15.674 (2022: TEUR 12.923) steht ein Erfüllungsbetrag in der gleichen Höhe gegenüber (wertpapiergebundene Zusage). Das Deckungsvermögen wurde mit der Verpflichtung saldiert. Die Anschaffungskosten des Vermögenswertes betrugen TEUR 14.688 (2022: TEUR 12.192). Die verrechneten Aufwendungen und Erträge des Personalaufwands betragen jeweils TEUR 2.496. Der die Anschaffungskosten übersteigende Betrag in Höhe von TEUR 986 unterliegt ebenso einer Ausschüttungssperre. Die Steuerrückstellungen und die Wertansätze der sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Die sonstigen Rückstellungen betreffen die in der Tabelle aufgeführten Verpflichtungen.
Die Abgabeverpflichtung über Emissionsrechte ermittelt sich wie folgt:
Die Verpflichtung zur Erfüllung technischer Maßnahmen beinhaltet vor allem die für die Altlastensanierung erforderlichen vorbereitenden Maßnahmen zur Tiefenenttrümmerung mit TEUR 15.045 (2022: TEUR 23.428) und die Rekultivierung und den Abschluss der Deponie mit TEUR 3.459 (2022: TEUR 3.594). Bei der Bewertung der vorbereitenden Maßnahmen wurden jährliche Preissteigerungen, Laufzeiten von 1 bis 3 Jahren und die entsprechende Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB berücksichtigt. Die Ermittlung der Deponie-Rückstellung erfolgte mit einer jährlichen Preissteigerung, einer Restlaufzeit von 17 Jahren und entsprechender Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 HGB. Die Bewertung der Rückstellung für Altlastensanierung erfolgte anhand des Sanierungsrahmenkonzeptes von 1998. Die Rückstellung umfasst den von PCK entsprechend der Altlastenfreistellung zu tragendem Anteil von 10 % der Aufwendungen der Altlastenbeseitigung. Die Altlastenfreistellung wurde mit Änderungsbescheid vom 10. November 2011 und Widerspruchsbescheid vom 20. März 2014 bis zum Jahr 2026 verlängert. Maßnahmen, die bis 2026 geplant wurden, werden entsprechend ihres erwarteten Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden hierbei berücksichtigt. Bei allen anderen Maßnahmen handelt es sich im Wesentlichen um Bodenverunreinigungen unter den betriebenen Anlagen, die erst nach der Stilllegung der Anlagen saniert werden können. Für diese Maßnahmen erfolgte die Bewertung der Rückstellung unter der Annahme, dass der im Sanierungsrahmenkonzept ermittelte Kostenrahmen insgesamt, sowie der von PCK zu tragende Anteil weiterhin Gültigkeit hat und dass die Effekte aus der Abzinsung im Wesentlichen durch künftige Kostensteigerungen kompensiert werden. Die Rückstellungen für den LEPHA-Fonds beinhaltet die durch PCK kurzfristig zu verwendenden Mittel für lebensphasengerechtes Arbeiten gemäß Tarifvertrag. Der Fonds wird jährlich eingestellt und beträgt 2,5 % des Monatstarifentgeltes zu Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 1.117, 2022: TEUR 2.142) resultieren aus einem Darlehen aus dem KfW-Energieeffizienzprogramm Abwärme und sind mit TEUR 1.025 (2022: TEUR 1.025) innerhalb eines Jahres fällig. Alle weiteren Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen bilanziert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind noch nicht verwendete Beihilfen für indirekte CO 2 -Kosten (TEUR 17.388, 2022: TEUR 5.322) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 211.040 (2022: TEUR 265.139) entfallen analog dem Vorjahr auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, davon TEUR 163.306 (2022: TEUR 212.956) auf die Weiterberechnung der Kosten für den nationalen Emissionshandel gemäß BEHG. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft einen Baukostenzuschuss und wird entsprechend der Verbleibensdauer der betreffenden Vermögensgegenstände aufgelöst. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des korrespondierenden Geschäftsvorfalls berücksichtigt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden, soweit sie eine Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger aufweisen, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. § 253 Abs. 1 Satz 1 und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB wurden dabei nicht angewendet. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse (UE) wurden ausschließlich im Inland erzielt und betreffen:
In dem Posten "Aufwendungen nach BEHG und THG" werden die in Form von nationalen Emissionszertifikaten zu entrichtende CO 2 -Abgabe gemäß Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) auf in Verkehr gebrachte Brennstoffe und Abgaben zur Erfüllung von THG-Quoten ausgewiesen. In dem Posten "Aufwendungen für CO 2 Emissionen" werden die produktionsbedingt entstanden Aufwendungen im Zusammenhang mit den entgeltlich erworbenen EUA-Rechten ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge betragen TEUR 10.270 (2022: TEUR 6.350) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 4.823) und in den Umsatzerlösen erfasste Erträge aus vermiedener Netznutzung (TEUR 3.707). Daneben wurden periodenfremde Erträge aus sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 265 (2022: TEUR 96) und aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 0 (2022: TEUR 945) erfasst. Die periodenfremden Aufwendungen im sonstigen betrieblichen Aufwand betragen TEUR 1.145 (2022: TEUR 968) und betreffen mit TEUR 867 Stromkosten. Zudem wurden periodenfremde Aufwendungen aus sonstigen Steuern in Höhe von TEUR 164 (2022: TEUR 513) sowie aus der Veränderung der latenten Steuern innerhalb der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 114 (2022: TEUR 889) erfasst. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Währungsgewinne in Höhe von TEUR 6 (2022: TEUR 7). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungsverluste in Höhe von TEUR 8 (2022: TEUR 1). Die Zinsaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen TEUR 4.300 (2022: TEUR 4.375) sowie im Vorjahr aus der Änderung des Zinssatzes (2022: TEUR 5.992). Innerhalb der Zinserträge werden Erträge aus der Änderung des Zinssatzes in Höhe von TEUR 4.178 (2022: TEUR 12) sowie aus der Abzinsung von Rückstellungen TEUR 2 (2022: TEUR 0) ausgewiesen. Das Ergebnis nach Steuern wird mit Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 396 (2022: TEUR 346) belastet. Darin sind die Aufwendungen aus den im Ergebnis aktiven latenten Steuern von TEUR 284 (2022: Erträge TEUR 975) enthalten. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt rund TEUR 90.000. Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2023 beläuft sich auf TEUR 9.184 (2022: TEUR 12.449) und betrifft erteilte Investitionsaufträge. Im kommenden Jahr sind für Anlagenstillstände TEUR 18.096 (2022: TEUR 106.821) geplant. Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen ca. TEUR 70 (2022: TEUR 135) und betreffen hauptsächlich das Geschäftsjahr 2024. Mit dem Beteiligungsunternehmen Mineralölverbundleitung GmbH Schwedt (MVL) besteht ein Vertrag zur Übernahme der Aufwendungen. Die Aufwendungen betrugen in 2023 TEUR 4.892. Gegenüber der MVL besteht zudem ein vereinbartes Gewinnelement (PCK-Anteil TEUR 920 p.a.). Der Vertrag mit der MVL kann mit einer Frist von drei Jahren gekündigt werden. Hier ist davon auszugehen, dass dieses jährliche Gewinnelement auch mittelfristig anfällt. Für den Transport von Rohöl über die Pipeline Freundschaft/Druschba durch polnisches Gebiet besteht ein Vertrag, der mit einer Frist von drei Jahren gekündigt werden kann. Die Aufwendungen, bestehend aus mengenunabhängigen und mengenabhängigen Entgeltteilen, betragen mind. TEUR 15.000 im Jahr. Arbeitnehmer Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2023 1.138 Mitarbeiter/-innen (2022: 1.176), davon 237 Frauen (2022: 250), beschäftigt. Sämtliche Mitarbeiter/-innen sind der Gruppe Angestellte zugerechnet. Angaben nach § 285 Nr. 6 HGB a.F. Die Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil neutralisiert die handelsrechtlich fortzuführende, planmäßige Abschreibung. Da diese Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens das Lohnverarbeitungsentgelt mindern, führen diese derzeit zu keiner künftigen Ertragsteuerbelastung bei PCK. Konzernverhältnisse Die PCK ist an den in der Anlage 2 zum Anhang aufgeführten Unternehmen beteiligt. PCK ist gemäß § 290 Abs. 1 HGB als Mutterunternehmen der aufgeführten Tochterunternehmen (PCK & elf Tanklagerbetrieb Seefeld GbR, IP Industriepark Schwedt GmbH & Co. KG, IP Industriepark Schwedt Verwaltungsgesellschaft mbH) grundsätzlich verpflichtet einen Konzernabschluss aufzustellen. Da die Tochterunternehmen, auch zusammen, von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind, verzichtet die PCK gemäß § 290 Abs. 5 HGB i. V. m. § 296 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung ihrer Tochterunternehmen in einen möglichen Konzernabschluss. Bezüge der Organmitglieder Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind in Anlage I Seite 4 im Anhang aufgeführt. Sie erhielten Vergütungen in Höhe von TEUR 16 (2022: TEUR 13). Für ausgeschiedene Mitglieder der Geschäftsführung bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 6.596 (2022: TEUR 6.013). Die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 328 (2022: TEUR 298). Die Gesellschaft macht von der Befreiung hinsichtlich der Angabe der Bezüge des Geschäftsführungsorgans gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 90, davon TEUR 14 für das Geschäftsjahr 2022. Nachtragsbericht Mit Veröffentlichung des Bundesanzeigers am 7. März 2024 wurden die Treuhandverwaltung der Rosneft Deutschland GmbH und der Rosneft Refining & Marketing GmbH auf Grundlage des Energiesicherungsgesetzes von der Bundesregierung bis zum 10. September 2024 verlängert. Auswirkungen aus geopolitischer Sanktionspolitik sowie sonstiger Ereignisse im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt sind möglich. Bezüglich dahingehend bestehender Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt "Risiko-, Chancen- und Prognosebericht", Unterabschnitt "Geopolitische Risiken" sowie Unterabschnitt "Gesamtbeurteilung der Risikolage". Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die eine nennenswerte Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der PCK Raffinerie GmbH haben, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Schwedt/Oder, den 22. März 2024 PCK Raffinerie GmbH Ralf Schairer, Geschäftsführer Harry Gnorski, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die PCK Raffinerie GmbH, Schwedt/Oder PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der PCK Raffinerie GmbH, Schwedt/Oder - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der PCK Raffinerie GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. WESENTLICHE UNSICHERHEIT IM ZUSAMMENHANG MIT DER FORTFÜHRUNG DER UNTERNEHMENSTÄTIGKEIT Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "Risiko-, Chancen- und Prognosebericht", Unterabschnitt "Geopolitische Risiken" sowie Unterabschnitt "Gesamtbeurteilung der Risikolage", des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Bestand der PCK Raffinerie GmbH gefährdet ist, wenn - wovon die gesetzlichen Vertreter nicht ausgehen - die Treuhandverwaltung der Rosneft Deutschland GmbH und der Rosneft Refining & Marketing GmbH durch die Bundesnetzagentur nicht verlängert beziehungsweise die Treuhandverwaltung aus anderen rechtlichen Gründen beendet wird und aufgrund der geopolitischen Sanktionspolitik sowie sonstiger Ereignisse im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt die Kosten der Gesellschaft durch die Gesellschafter aufgrund rechtlicher bzw. sonstiger Beschränkungen nicht mehr erstattet werden können bzw. dürfen sowie die Gesellschaft einen dann erforderlichen Liquiditätsbedarf nicht anderweitig decken kann. Wie in diesen Abschnitten dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt "Erklärung gemäß § 289f Abs. 4 i. V. m. Abs. 2 HGB" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 27. März 2024 BDO
AG
gez. Pfeiffer, Wirtschaftsprüferin gez. Leichsenring, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat sich von der Geschäftsführung der PCK Raffinerie GmbH durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig über den Gang der Geschäfte sowie über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und über grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik berichten lassen und mit der Geschäftsführung darüber in mehreren Sitzungen beraten. Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für das am 31. Dezember 2023 endende Geschäftsjahr sind von der zum Abschlussprüfer gewählten BDO AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Bericht des Abschlussprüfers ist dem Aufsichtsrat ausgehändigt worden. Er wurde in die Aussprache und Prüfung des Jahresabschlusses einbezogen. Der Abschlussprüfer hat an der Sitzung des Aufsichtsrates über den Jahresabschluss teilgenommen, über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und für Erläuterungen zur Verfügung gestanden. Der Aufsichtsrat hat den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Weiter hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig über das Risikomanagementsystem der PCK Raffinerie GmbH informiert. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind Einwendungen nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 gebilligt. Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PCK Raffinerie GmbH Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus.
Schwedt/Oder, den 17. Mai 2024 Der Aufsichtsrat Dr. Johannes Bremer, Vorsitzender ErgebnisverwendungsbeschlussFeststellung des Jahresabschlusses und Ergebnisverwendung Mit Beschluss vom 23.07.2024 wurde der Jahresabschluss von der Gesellschafterversammlung festgestellt. Es wurde beschlossen: Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 1.603.835,66 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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