ATON Lichttechnik GmbHLiquidiert

33100 Paderborn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Paderborn HRB 12424
Eingetragen
1.2.2012
Branche
Herstellung von Lampen und LeuchtenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Leuchtsystemen und Leuchtmitteln für öffentliche und private Beleuchtungsanwendungen von Straßen, Wegen, Plätzen und Gebäuden einschließlich Erbringung von zugehörigen Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Rolf Bormet
seit 9.5.2016
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

IFINA Beteiligungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Porta Westfalica

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Konsolidierte Bilanz per 31. Dezember 2016

Aktiven

    2016 2015
  Erläuterungen Nr. 1000
EUR
1000
EUR
Langfristige Vermögenswerte      
Geschäfts- und Firmenwerte 3 277 277
Sonstige immaterielle Anlagen 4 17.551 6.763
Renditeliegenschaften 5 0 0
Sonstige Sachanlagen 5 45.554 41.585
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 6 1.171 0
Finanzanlagen 7 14 14
Derivative Finanzinstrumente      
Latente Steueraktiven 18 218 247
Summe Langfristige Vermögenswerte   64.785 48.886
Kurzfristige Vermögenswerte      
Vorräte 8 54.458 52.673
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 37.356 34.861
Derivative Finanzinstrumente 15    
Ertragsteuerforderungen   735 4.783
Finanzielle Vermögenswerte 10 95 4.939
Sonstige Forderungen 10 1.801 1.597
Wertpapiere des Umlaufvermögens 11 0 127
Flüssige Mittel 12 3.008 2.053
Aktive Rechnungsabrenzungen   637 682
Zur Veräusserung gehaltene Vermögenswerte 11    
Summe Kurzfristige Vermögenswerte   98.090 101.715
Summe Aktiven   162.875 150.601
Passiven      
    2016 2015
  Erläuterungen Nr.  1000
EUR
1000
EUR
Eigenkapital 13    
Gezeichnetes Kapital   4.000 4.000
Bilanzgewinn   1.092 4.834
Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital   41.092 44.834
Minderheitsanteile   0 0
Summe Eigenkapital   41.092 44.834
Fremdkapital      
Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 14 66 98
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 15 39.005 38.913
Langfristige Rückstellungen 16 3.801 2.812
Langfristige Vorsorgeverpflichtungen 17 6.206 5.216
Latente Steuerschulden 18 4.621 1.203
Langfristiges Fremdkapital   53.699 48.242
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19 15.033 13.185
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 20 41.060 30.465
Kurzfristige Rückstellungen 16 4.715 6.362
Kurzfristige Vorsorgeverpflichtungen 17 224 205
Ertragsteuerverbindlichkeiten   814 141
Sonstige Verbindlichkeiten 21 6.195 7.161
Passive Rechnungsabgrenzungen   43 6
Kurzfristiges Fremdkapital   68.084 57.525
Summe Fremdkapital   121.783 105.767
Summe Passiven   162.875 150.601
Aktiven 162.875 150.601
Differenz 0,0 0,0

Konsolidierte Erfolgsrechnung 2016

    2016 2015
  Erläuterungen Nr. 1000
EUR
1000
EUR
Umsatzerlöse 28 364.310 363.056
Bestandsänderungen   -519 598
Aktivierte Eigenleistungen   1.046 1.163
Sonstige betriebliche Erträge 29 12.314 9.715
Materialaufwand 30 -222.100 -221.897
Personalaufwand 31 -94.879 -93.024
Amortisation immaterielle Anlagen 32 -2.707 -2.483
Abschreibungen Sachanlagen 33 -8.027 -7.993
Impairment immaterielle Anlagen und Sachanlagen 34 -212 -2.973
Sonstige betriebliche Aufwendungen 35 -38.279 -38.456
Betriebsergebnis   10.947 7.706
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 6 -329 0
Finanzerträge 36 1.372 625
Finanzaufwendungen 37 -2.390 -2.489
Finanzergebnis   -1.347 -1.864
Ergebnis vor Steuern   9.600 5.842
Ertragsteuern 38 -3.036 -2.248
Periodenergebnis   6.564 3.594
davon entfallen auf      
Aktionäre der Muttergesellschaft   6.564 3.640
Minderheitsgesellschafter   0 -46

Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung 2016

    2016   2015
    1000
EUR
  1000
EUR
Periodenergebnis   6.564   3.594
Sonstiges Ergebnis mit zukünftiger ergebniswirksamer Umgliederung        
Umrechnungsdifferenzen der Muttergesellschaft zuordenbar   20 -11 74
Latente Steuern 18 0   0
Sonstiges Ergebnis ohne zukünftige ergebniswirksame Umgliederung        
Neubewertung von Vorsorgeverpflichtungen 17 -513   707
Latente Steuern 18 187   -214
Sonstiges Ergebnis (nach Steuern)   -306   567
Gesamtergebnis   6.258   4.161
vom Gesamtergebnis entfallen auf        
Aktionäre der Muttergesellschaft   6.258   4.207
Minderheitsgesellschafter   0   -46

Konsolidierte Geldflussrechnung 2016

    2016 2015
  Erläuterungen Nr. 1000
EUR
1000
EUR
Periodenergebnis   6.564 3.594
Ertragssteuern   3.036 2.248
Ergebnis vor Steuern   9.600 5.842
Amortisation immaterielle Anlagen   2.707 2.483
Abschreibungen Sachanlagen   8.027 7.993
Verluste/(Gewinne) Abgang immaterielle Anlagen und Sachanlagen 29, 35 -2.073 -23
Abwertungsverluste/(Wertaufholungen) immaterielle Anlagen und Sachanlagen 4, 5 212 2.973
Verluste und Wertberichtigungen auf Vorräte 8 1.838 2.800
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 6 329 0
Sonstige nicht liquiditätswirksame Aufwendungen/(Erträge)   -686 107
(Ab-)/Zunahme langfristige Rückstellungen und Vorsorgeverpflichtungen   925 591
Bezahlte Zinsen   -319 -130
Bezahlte Ertragsteuern   854 -6.639
Geldfluss vor Veränderung des Nettoumlaufvermögens   21.414 15.997
(Zu-)/Abnahme Vorräte   635 -894
(Zu-)/Abnahme Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   -1.049 2.031
(Zu-)/Abnahme sonstige Forderungen und aktive Rechnungsabgrenzung   386 1.126
(Ab-)/Zunahme Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen   1.387 -2.109
(Ab-)/Zunahme kurzfristige Rückstellungen und Vorsorgeverpflichtungen   -3.182 856
(Ab-)/Zunahme sonstige Verbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzung   38 542
Geldfluss aus Geschäftstätigkeit   19.629 17.549
Investitionen      
Immaterielle Anlagen   -1.538 -1.810
Sachanlagen   -6.302 -6.737
Finanzanlagen 6 -1.500 0
Zugang von Gruppengesellschaften 39 -16.809 0
Desinvestitionen      
Immaterielle Anlagen   4 11
Sachanlagen   3.968 1.325
Finanzanlagen   0 36
Wertpapiere des Umlaufvermögens   127 0
Erhaltene Zinsen   470 9
Geldfluss aus Investitionstätigkeit   -21.580 -7.166
Ausschüttung Gewinn und Kapitalrücklagen   -10.000 -7.000
Veränderung Minderheitsanteile 13 0 -20
Aufnahme Finanzverbindlichkeiten   42.634 6.716
Rückzahlung Finanzverbindlichkeiten   -29.741 -10.037
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit   2.893 -10.341
Umrechnungsdifferenzen flüssige Mittel   13 21
Veränderung flüssige Mittel   955 63
Stand flüssige Mittel per 1. Januar 12 2.053 1.990
Stand flüssige Mittel per 31. Dezember 12 3.008 2.053
Veränderung flüssige Mittel   955 63

Konsolidierter Eigenkapitalnachweis 2016

  Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn Aktionären der Muttergesellschaft zuordenbares Eigenkapital Minderheitsanteile Summe Eigenkapital
  1000
EUR
1000 EUR 1000
EUR
1000
EUR
1000
EUR
1000
EUR
Eigenkapital 31. Dezember 2014 4.000 36.000 7.751 47.751 -58 47.693
Sonstiges Ergebnis mit zukünftiger ergebniswirksamer Umgliederung            
Umrechnungsdifferenzen     74 74   74
Erfolgsneutrale latente Steuern       0   0
Sonstiges Ergebnis ohne zukünftige ergebniswirksame Umgliederung            
Neubewertung von Vorsorgeverpflichtungen     707 707   707
Latente Steuern     -214 -214   -214
Summe Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) 0 0 567 567 0 567
Periodenergebnis     3.640 3.640 -46 3.594
Summe Gesamtergebnis 0 0 4.207 4.207 -46 4.161
Veränderung von Minderheitsanteilen     -124 -124 104 -20
Gewinnausschüttung     -7.000 -7.000 0 -7.000
Summe Eigenkapital-Transaktionen mit Eigentümern 0 0 -7.124 -7.124 104 -7.020
Eigenkapital 31. Dezember 2015 4.000 36.000 4.834 44.834 0 44.834
Sonstiges Ergebnis mit zukünftiger ergebniswirksamer Umgliederung            
Umrechnungsdifferenzen     20 20   20
Erfolgsneutrale latente Steuern       0   0
Sonstiges Ergebnis ohne zukünftige ergebniswirksame Umgliederung            
Neubewertung von Vorsorgeverpflichtungen     -513 -513   -513
Latente Steuern     187 187   187
Summe Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) 0 0 -306 -306 0 -306
Periodenergebnis     6.564 6.564   6.564
Summe Gesamtergebnis 0 0 6.258 6.258 0 6.258
Veränderung von Minderheitsanteilen       0   0
Gewinnausschüttung     -10.000 -10.000   -10.000
Summe Eigenkapital-Transaktionen mit Eigentümern 0 0 -10.000 -10.000 0 -10.000
Eigenkapital 31. Dezember 2016 4.000 36.000 1.092 41.092 0 41.092

Erläuterungen zu den Eigenkapitalposten vgl. unter Erläuterung 12 des Konzernanhanges

Konzernanhang (IFRS) für das Geschäftsjahr 2016

der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH, Porta Westfalica,

Grundlagen der Konzernrechnung

Die IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH mit ihren Tochtergesellschaften (die IFINA-Gruppe) ist tätig im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Komponenten für industrielle Kunden der Elektronik, Elektrotechnik und des Maschinenbaus sowie von elektrischen Antrieben und Steuerungselementen für verstellbare Komfort- und Pflegemöbel sowie Krankenhausbetten und ist in vielen ihrer Märkte führend. Die IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH hat ihren Sitz in Porta Westfalica, Deutschland (Handelsregister Bad Oeynhausen, HRB 10885). Die Adresse der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH lautet Erbeweg 13-15, 32457 Porta Westfalica.

Unmittelbarer 100%iger Gesellschafter der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH ist die PM International B.V., Doetinchem/Niederlande, die wiederum eine 100%ige Tochtergesellschaft der obersten Muttergesellschaft Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein/Schweiz, ist.

Die Konzernrechnung der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr 2016 wurde in Übereinstimmung mit den am Abschluss-Stichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standard Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wurde von der Geschäftsführung am 6. April 2017 zur Veröffentlichung freigegeben.

Der von der obersten Muttergesellschaft Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, jährlich erstellte IFRS-Abschluss hat für die IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH eine befreiende Wirkung hinsichtlich der Konzernrechnungslegungspflicht. Gemäß § 315a Abs. 3 Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt die IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH per 31. Dezember 2016 freiwillig einen Konzernabschluss nach IFRS.

Soweit Tochtergesellschaften ein vom Konsolidierungszeitraum her abweichendes Wirtschaftsjahr aufweisen, werden Zwischenabschlüsse aufgestellt und geprüft. Der Konzernrechnung lagen somit geprüfte Jahres- oder Zwischenabschlüsse per 31. Dezember 2016 zugrunde, die auf gruppeneinheitlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Gliederungskriterien basieren.

Die Konzernwährung ist EURO. Alle Beträge werden zur Verbesserung der Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses in Tausend Euro (TEUR) angegeben, soweit nichts Anderes vermerkt ist.

Die Konzernrechnung wurde nach dem Prinzip der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. In Abweichung hiervon sind zur Veräusserung gehaltene Finanzaktiven, Forderungen/Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert (fair value) bewertet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards

Die folgenden Änderungen von IFRS-/IAS-Standards mit grundsätzlicher Relevanz für die IFINA-Gruppe wurden per 1. Januar 2016 erstmalig angewandt:

Änderungen von IFRS 11

Änderungen von IAS 16 und IAS 38

Änderungen von IAS 1

Jährliche Änderungen von IFRS 2012-2014

Die Umsetzung der überarbeiteten IFRS-/IAS-Standards hatten keine Auswirkungen auf die Bilanzierung, Bewertung und die Darstellungsform und den Umfang der Anhangsangaben.

Die folgenden neuen und revidierten Standards und Interpretationen mit grundsätzlicher Relevanz für die IFINA-Gruppe wurden verabschiedet, treten aber erst später in Kraft und wurden in der vorliegenden Konzernrechnung nicht frühzeitig angewendet. Ihre Auswirkungen auf die Konzernrechnung der IFINA-Gruppe wurden noch nicht systematisch analysiert, so dass die erwarteten Effekte, wie sie am Fusse der Tabelle offengelegt werden, lediglich eine erste Einschätzung darstellen.

      Inkraftsetzung Geplante Anwendung durch IFINA
Neue Standards oder Interpretationen (EU Endorsement erfolgt)        
IFRS 15 Umsätze aus Verträgen mit Kunden: IFRS 15 legt fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". 2 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2018
IFRS 9 IFRS 9 - Finanzinstrumente ersetzt die bisherigen Bestimmungen des IAS 39 und enthält überarbeitete Leitlinien zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) und enthält ein neues Modell zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten. Durch den neuen Standard verringert sich die Zahl der Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte. Die neuen Regelungen zu Sicherungsbeziehungen sollen dazu führen, dass Risikomanagementaktivitäten besser im Konzernabschluss abgebildet werden können. Dazu erweitert IFRS 9 u.a. die für Hedge Accounting qualifizierenden Grundgeschäfte und erleichtert die Effektivitätstests. Wertminderungen werden neu nicht mehr auf Basis von bereits eingetretenen, sondern von erwarteten Verlusten gebildet. 2 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2018
Neue Standards oder Interpretationen (EU Endorsement ausstehend)
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 2 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2018
IFRS 16 IFRS 16 Leasingverhältnisse regelt die Bilanzierungs- und Offenlegungspflichten für Leasingnehmer und Leasinggeber. Neu muss der Leasingnehmer für jedes Leasingverhältnis einen Vermögenswert für das Nutzungsrecht sowie eine Verbindlichkeit für die zu bezahlenden Leasingraten erfassen, sofern es sich nicht um kurzfristige Verträge unter zwölf Monaten oder um ein Leasinggut mit geringem Wert handelt. Somit werden die bis anhin als operatives Leasing behandelten Leasingverträge neu in der Bilanz erfasst und führt zu einer Erhöhung der Aktiven und der Verbindlichkeiten. 2 1. Januar 2019 Geschäftsjahr 2019
Überarbeitungen und Änderungen von Standards und Interpretationen (EU Endorsment noch ausstehend)        
Jährliche Änderungen von IFRS 2014-2016 Zyklus - Änderungen von IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen - Änderungen von IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1 1. Januar 2017 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2017 Geschäftsjahr 2018
Änderungen von IAS 12 Ansatz von aktiven latenten Steuern bei nicht realisierten Verlusten 1 1. Januar 2017 Geschäftsjahr 2017
Änderungen von IAS 7 Offenlegungsinitiative 1 1. Januar 2017 Geschäftsjahr 2017
Änderungen von IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen 1 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2018
Änderungen von IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 2 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2018
Änderung von IFRS 4 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 4 2 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2018
Änderung von IFRS 15 Klarstellungen zum IFRS 15 2 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2018
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 2 1. Januar 2018 Geschäftsjahr 2018

1 Es werden keine oder keine nennenswerten Auswirkungen auf die Konzernrechnung von IFINA erwartet.

2 Die Auswirkungen auf die Konzernrechnung von IFINA sind noch nicht mit ausreichender Sicherheit bestimmbar.

Konsolidierungskreis

In die Konzernrechnung werden alle Gesellschaften einbezogen, bei welchen die IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH direkt oder indirekt die Kontrolle ausübt. Kontrolle über eine Gesellschaft liegt dann vor, wenn die IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei der Gesellschaft ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über die Gesellschaft zu beeinflussen.

Die konsolidierten Gruppengesellschaften werden nach der Methode der Vollkonsolidierung zusammengefasst. Die Aktiven und Passiven wie auch die Erträge und Aufwendungen werden mit Ausnahme der Posten, die im Rahmen der Konsolidierung eliminiert werden, zu 100 % in die Konzernrechnung aufgenommen. Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am Eigenkapital wird als Unterposition des Eigenkapitals separat dargestellt, der Anteil am Erfolg wird in der konsolidierten Erfolgsrechnung als Teil des Periodenergebnisses gesondert gezeigt. Neu erworbene Beteiligungen werden ab dem Datum der Übernahme der Kontrolle in die Konzernrechnung einbezogen, im Berichtsjahr veräusserte Gruppengesellschaften werden ab dem Datum der Abgabe der Kontrolle ausgeschlossen.

Die Transaktionen innerhalb der Gruppengesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung im Erwerbszeitpunkt erfolgt nach der Erwerbsmethode. Der Kaufpreis für einen Unternehmenserwerb ist zu bestimmen aus der Summe des beizulegenden Zeitwertes der abgegebenen Vermögenswerte, der eingegangenen oder übernommenen Schulden und der von der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente. Im Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb anfallende Transaktionskosten werden erfolgswirksam erfasst. Der Goodwill, der aus einem Unternehmenserwerb entsteht, ist als Vermögenswert zu erfassen. Er entspricht dem Überschuss der Summe von Kaufpreis, dem Beitrag der Minderheitsanteile am übernommenen Unternehmen und dem Marktwert des zuvor bereits gehaltenen Eigenkapitalanteil über den Saldo der zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten. Für die Bewertung der Minderheitsanteile besteht pro Transaktion ein Wahlrecht. Sie können entweder zum Marktwert oder zum Anteil der Minderheiten am beizulegenden Zeitwert des übernommenen Nettovermögens bewertet werden.

Im Falle eines passiven Unterschiedsbetrages wird der verbleibende Überschuss nach nochmaliger Beurteilung des beizulegenden Zeitwerts des übernommenen Nettovermögens sofort erfolgswirksam erfasst. Nachträgliche Anpassungen der Rechnungslegung von Unternehmenserwerben werden in dem Umfang als Korrektur des Goodwills erfasst, als sie auf bessere Informationen über den beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt zurückzuführen sind und soweit sie innerhalb der Bewertungsperiode, d.h. einer Periode von zwölf Monaten eintreffen.

Falls die IFINA-Gruppe einem Verkäufer im Erwerbszeitpunkt eine Verkaufsoption (Put-Option) auf verbleibenden Minderheitsanteilen gewährt, welche in einer faktischen Kaufverpflichtung resultiert, wird diese Option als Restkaufpreisverbindlichkeit ausgewiesen und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Entsprechend werden in der Konzernrechnung keine Minderheitsanteile ausgewiesen. Eine bedingte Kaufpreiszahlung wird zum beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt bewertet und als Restkaufpreisverbindlichkeit bilanziert. Nachfolgende Anpassungen solcher Restkaufpreisverbindlichkeiten werden erfolgswirksam erfasst.

Währungsumrechnung

Die im Abschluss einer Gruppengesellschaft enthaltenen Posten werden auf der Basis der Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes, in dem das Unternehmen operiert, bewertet (funktionale Währung). Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. In der Erfolgsrechnung erfasst werden Gewinne und Verluste, die einerseits aus der Erfüllung solcher Transaktionen und anderseits aus der Umrechnung von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden zum jeweiligen Stichtagskurs resultieren.

Die Ergebnisse und Bilanzposten aller Gruppengesellschaften, die eine von der Berichtswährung Euro abweichende funktionale Währung haben, werden in die Berichtswährung Euro umgerechnet. Die Vermögenswerte und Schulden werden für jeden Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs umgerechnet, die Erträge und Aufwendungen für jede Erfolgsrechnung zum Durchschnittskurs. Alle sich daraus ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im Eigenkapital erfasst. Die Geldflussrechnung wird zum Durchschnittskurs umgerechnet.

Zwischengewinne

Zwischengewinne auf Vorratsbestände und Anlagevermögen aus gruppeninternen Lieferungen werden erfolgswirksam eliminiert. Unrealisierte Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswertes hin.

Geschäfts- und Firmenwerte

Geschäfts- und Firmenwerte (siehe vorstehend unter Kapitalkonsolidierung) werden jährlich einem Impairmenttest unterzogen, bei Anzeichen einer Wertminderung auch unterjährig. Daraus resultierende Abwertungsverluste werden erfolgswirksam erfasst. Wertaufholungen werden nicht vorgenommen.

Sonstige immaterielle Anlagen

Aktivierte Entwicklungskosten

Entwicklungsleistungen für Neuprodukte, welche die von IAS 38 geforderten Voraussetzungen für eine Aktivierung erfüllen (u.a. muss die Aussicht auf einen Nettoertrag bestehen), werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (Finanzierungskosten waren nicht zu berücksichtigen) aktiviert und linear über die Nutzungsdauer, längstens aber 5 Jahre, abgeschrieben. Ansonsten werden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen direkt der Erfolgsrechnung belastet.

Konzessionen, Lizenzen, ähnliche Rechte und Werte

Die Bewertung dieser sonstigen immateriellen Anlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und gegebenenfalls vermindert durch zusätzliche Abwertungsverluste infolge Wertminderung (Impairment). Die Abschreibung erfolgt nach gruppeneinheitlichen Richtlinien linear über die geschätzte Nutzungsdauer, längstens über 10 Jahre. Die Finanzierungskosten auf qualifizierte Vermögensgegenstände werden aktiviert.

Die IFINA-Gruppe hält keine sonstigen immateriellen Anlagen mit nicht bestimmter Nutzungsdauer.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert, abzüglich kumulierter Abschreibungen und gegebenenfalls vermindert durch zusätzliche Abwertungsverluste infolge Wertminderung (Impairment). Die Abschreibungen erfolgen linear über die in gruppeneinheitlichen Nutzungsdauerkatalogen festgelegten Abschreibungsdauern. Sofern Komponenten grösserer Anlagen unterschiedliche Nutzungsdauern aufweisen, werden diese als separate Objekte abgeschrieben. Die Finanzierungskosten auf qualifizierten Vermögensgegenständen werden aktiviert.

Folgeinvestitionen werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus der Gruppe zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufliessen wird und solche Kosten zuverlässig ermittelt werden können.

Die geschätzte Nutzungsdauer der Anlagen beträgt:

Land (inkl. Nutzungsrechten) unbegrenzte Nutzungsdauer resp. Dauer Nutzungsrechte
Gebäude 35 Jahre
Aussenanlagen und Gebäudeinstallationen 10 bis 15 Jahre
Maschinen und Einrichtungen 4 bis 12 Jahre

Finanzierungskosten waren bei den Herstellungskosten von selbsterstellten Anlagen nicht zu berücksichtigen.

Leasinggegenstände

Leasingverträge werden grundsätzlich dann als Finance-Lease-Verträge bilanziert, wenn die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen bei Vertragsabschluss im Wesentlichen an die Gruppengesellschaft übergehen. Die Bewertung erfolgt zum Barwert der Mindestleasingraten oder zum tieferen Verkehrswert. Auf der Passivseite sind die entsprechenden Finanzleasingverpflichtungen als Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Leasingraten werden gemäss Annuitätenmethode in Zins- und Tilgungsbeträge aufgeteilt. Die Abschreibung der Leasinggegenstände erfolgt über die geschätzte Nutzungs- oder kürzere Leasingdauer. Zahlungen für operatives Leasing werden linear über die Leasingdauer direkt der Erfolgsrechnung belastet.

Abwertungsverluste (Impairment)

Geschäfts- und Firmenwerte werden jährlich und darüber hinaus auch bei Anhaltspunkten für ein Impairment auf Wertminderung überprüft. Sonstige immaterielle Anlagen und Sachanlagen werden immer dann auf Wertminderung hin geprüft, wenn Anhaltspunkte hierfür erkennbar sind. Es wird der realisierbare Wert (höherer Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert) des Anlagegutes oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit geschätzt und eine erfolgswirksame Anpassung des bisherigen Buchwerts vorgenommen, sofern dieser über dem realisierbaren Wert liegt. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten zukünftigen Cashflows der entsprechenden Anlage. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Verkaufskosten ist der Betrag, der durch den Verkauf der entsprechenden Anlage oder zahlungsmittelgenerierdenen Einheit in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen Parteien nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte.

Wertminderungen werden rückgängig gemacht (ausser auf Geschäfts- und Firmenwerten), wenn sich die Schätzungen, die in die Berechnung des erzielbaren Wertes eingeflossen sind, verändert haben und sich die Wertminderung dadurch verringert hat oder nicht mehr besteht. Die Erhöhung des Buchwerts ist auf den Wert beschränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.

Für die Bestimmung des Diskontsatzes wird der gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) vor Steuern der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH zugrunde gelegt. Eine Differenzierung der einzelnen Cash Generating Units der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH erfolgt anhand der kleinsten identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten, die unabhängige Mittelzuflüsse erzeugen.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Ein Joint-Venture ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden zu haben. Joint Ventures (50-%- Beteiligungen, die IFINA gemeinschaftlich mit Partnern kontrolliert) werden nach der Equity-Methode in der Konzernrechnung berücksichtigt. Bei der Equity-Methode wird per Erwerbszeitpunkt der beizulegende Zeitwert der anteiligen Nettoaktiven ermittelt und gemeinsam mit einem allfälligen Goodwill in der Position Beteiligungen an assoziierten Unternehmen bilanziert. In den nachfolgenden Berichtsperioden wird dieser Wert um den Anteil der IFINA-Gruppe am zusätzlichen Eigenkapital und erwirtschafteten Ergebnis sowie um allfällige Dividenden angepasst bis zu dem Zeitpunkt, an dem die gemeinschaftliche Führung endet.

Sonstige Finanzanlagen

Die unter den sonstigen Finanzanlagen enthaltenen Beteiligungen unter 20 % werden als zur Veräußerung verfügbare Finanzaktiven gemäss IAS 39 klassifiziert und aufgrund fehlender Börsennotierung und damit fehlender Bestimmbarkeit der beizulegenden Zeitwerte mit ihren Anschaffungskosten bilanziert. Allfällige Wertminderungen (Impairment) werden durch entsprechende erfolgswirksame Abwertungen auf den voraussichtlich noch zu erzielenden Betrag berücksichtigt. Solche Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.

Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag angesetzt. Massgeblich für die Entscheidung über die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes ist der Übergang der mit diesen verbundenen Risiken und Chancen (Risk and Rewards Approach).

Vorräte

Die Warenvorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, höchstens jedoch zum realisierbaren Nettowert (Niederstwertprinzip). Die wertmässige Bestimmung der Kosten erfolgt gruppeneinheitlich mittels gewogener Durchschnittsmethode. Die Herstellungskosten umfassen alle Materialkosten, die Fertigungslöhne sowie anteilige Fertigungsgemeinkosten; Finanzierungskosten waren nicht zu berücksichtigen. Notwendige Wertberichtigungen für die in den Vorratsbeständen liegenden Risiken werden in angemessenem Umfange vorgenommen. Die Basis hierfür bilden entsprechende Lagerumschlags- und Lagerreichweitenanalysen.

Forderungen

Die Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, welche in der Regel ihrem Nominalwert entsprechen, bilanziert, abzüglich Wertberichtigungen für nicht einbringbare Forderungen. Die Wertberichtigung setzt sich zusammen aus individuellen Wertberichtigungen für spezifisch identifizierte Positionen, bei denen objektive Hinweise dafür bestehen, dass der ausstehende Betrag nicht vollumfänglich eingehen wird, sowie pauschalen Wertberichtigungen für Gruppen von Forderungen mit ähnlichem Risikoprofil. Die pauschalen Wertberichtigungen decken aufgrund des Ausfallrisikos geschätzte Verluste ab. Basis für die pauschalen Wertberichtigungen bilden die Altersstruktur und historische Zahlungsstatistiken der Forderungen. Sobald ausreichende Hinweise dafür bestehen, dass eine Forderung definitiv nicht mehr eingehen wird, wird die Forderung direkt ausgebucht. Nachträgliche Zahlungseingänge auf vormals ausgebuchten Beträgen werden erfolgswirksam erfasst. Gruppeninterne Forderungen und Verbindlichkeiten werden verrechnet, soweit es sich um konsolidierte Gesellschaften handelt.

Maßgeblich für die Entscheidung über die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswertes ist der Übergang der mit diesen verbundenen Risiken und Chancen (Risk and Rewards Approach).

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Kassen- und Bankbeständen zusammen. Sie umfassen ferner Festgeldanlagen mit einer vereinbarten Laufzeit ab Erwerbszeitpunkt von maximal drei Monaten.

Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert, nach Abzug von Transaktionskosten, angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die in der Regel einen angemessenen Näherungswert für die beizulegenden Zeitwerte darstellen; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode amortisiert und in der Erfolgsrechnung erfasst.

Als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr bezeichnet.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn sie zurückgezahlt wird oder durch den Gläubiger oder durch Gesetz erlassen wird.

Rückstellungen

Rückstellungen werden vorgenommen, soweit ein vergangenes Ereignis zu einer gegenwärtigen rechtlichen oder faktischen Verpflichtung geführt hat, ein Mittelabfluss wahrscheinlich ist und dieser zuverlässig bemessen werden kann.

Restrukturierungsrückstellungen werden erfasst, wenn zum Bilanzstichtag eine entsprechende Verpflichtung zu einer Restrukturierungsmassnahme besteht.

Leistungen an Arbeitnehmer

Vorsorgeverpflichtungen Eigene Vorsorgeeinrichtungen bestehen nicht. Die Altersvorsorge erfolgt unter anderem beitragsorientiert über externe, von der Gruppe unabhängige Einrichtungen. Bei einzelnen Gruppengesellschaften in Deutschland bestehende Pensionszusagen werden als leistungsorientierte Vorsorgepläne behandelt. Die leistungsorientierten Pläne schreiben grundsätzlich einen Betrag als Pensionsleistung fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit oder Gehalt) abhängig ist. Hierfür werden entsprechende Pensionsrückstellungen in der Bilanz gebildet.

Die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden jährlich für jeden Plan ermittelt, indem der Barwert der erwarteten Ansprüche nach der Projected Unit Credit-Methode berechnet und davon der Marktwert der Planvermögen abgezogen wird. Resultiert aus der Berechnung ein potenzieller Vermögenswert für den Konzern, ist der erfasste Vermögenswert auf den Barwert eines wirtschaftlichen Nutzens in Form etwaiger künftiger Rückerstattungen aus dem Plan oder Minderungen künftiger Beitragszahlungen an den Plan begrenzt.

Der Diskontzinssatz basiert auf dem Zinssatz erstklassiger Industrieanleihen mit annähernd gleichen Laufzeiten wie die Verpflichtungen. Die Verpflichtung wird jährlich durch unabhängige Versicherungsexperten ermittelt.

Die Vorsorgekosten setzen sich aus folgenden drei Teilen zusammen:

Dienstzeitaufwand, welcher in der Erfolgsrechnung im Personalaufwand erfasst wird;

Nettozinsaufwand, welcher in der Erfolgsrechnung in den Finanzaufwendungen erfasst wird;

Neubewertungs-Komponenten, welche in der Gesamtergebnisrechnung erfasst werden.

Der Dienstzeitaufwand umfasst den laufenden Dienstzeitaufwand, den nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand und Gewinne und Verluste aus Planabgeltungen. Gewinne und Verluste aus Plankürzungen sind im nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand enthalten.

Der Zinsaufwand entspricht dem Betrag, welcher sich ergibt, wenn man den Diskontsatz mit der Nettovorsorgeverpflichtung zu Beginn des Geschäftsjahres multipliziert unter Berücksichtigung der sich im Geschäftsjahr durch Beiträge und Rentenzahlungen ergebenden Änderungen. Dabei werden unterjährige Kapitalflüsse und Veränderungen anteilsmässig berücksichtigt.

Neubewertungskomponenten umfassen versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Entwicklung des Barwertes der Vorsorgeverpflichtungen, welche sich aufgrund von Annahmeänderungen und Erfahrungsabweichungen ergeben, den Ertrag aus Planvermögen (ohne Zinsen) und die Auswirkung der etwaigen Vermögensobergrenze (ohne Zinsen). Neubewertungskomponenten werden im sonstigen Ergebnis erfasst und danach nie in die Erfolgsrechnung umgegliedert.

Der in der konsolidierten Bilanz erfasste Betrag entspricht der Unterdeckung der leistungsorientierten Vorsorgepläne (Nettovorsorgeverpflichtung bzw. -vermögenswert). Der erfasste Vermögenswert aus einer allfälligen Überdeckung wird jedoch auf den Barwert des wirtschaftlichen Nutzens aus künftigen Beitragsreduktionen beschränkt.

Bei beitragsorientierten Vorsorgeplänen entsprechen die in der Erfolgsrechnung ausgewiesenen Aufwendungen den geleisteten Beitragszahlungen des Arbeitgebers.

Sonstige langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Für bestehende Verpflichtungen aufgrund von Altersteilzeitregelungen in Deutschland sowie Dienstjubiläen werden entsprechende Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit IAS 19 gemäss der Projected Unit Credit-Method ermittelt. Versicherungstechnische Gewinne und Verluste werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der sie auftreten.

Mitarbeiterbeteiligungspläne

Es bestehen keine Mitarbeiterbeteiligungspläne.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, welche in der Regel ihrem beizulegenden Zeitwert entsprechen, bilanziert.

Eigenkapital

Gewinnausschüttungen werden in der Konzernrechnung in derjenigen Periode ausgewiesen, in der sie durch die Gesellschafterversammlung der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH beschlossen wurden.

Ertragsrealisierung

Die Umsatzrealisierung bei Verkauf von Gütern erfolgt mit Leistungserbringung und Übertragung der massgeblichen Risiken und Chancen an den Kunden. Der Zeitpunkt richtet sich jeweils nach den massgeblichen Lieferbedingungen.

Der Umsatz ist ohne Umsatz- und Mehrwertsteuer und nach Abzug von Gutschriften und Rabatten ausgewiesen. Für erwartete Gewährleistungsansprüche aus der Leistungserbringung werden angemessene Rückstellungen gebildet.

Zinserträge werden periodengerecht abgegrenzt.

Es bestehen keine langfristigen Fertigungsaufträge, welche entsprechend dem Leistungsfortschritt erfasst werden.

Staatliche Zuschüsse

Investitionsförderungen werden passiv abgegrenzt und planmässig nach der linearen Methode über die Nutzungsdauer der geförderten Anlagen erfolgswirksam erfasst. Zuschüsse für Forschung und Entwicklung oder Personal reduzieren die angefallenen Kosten in diesem Bereich entsprechend.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern beinhalten sowohl laufende als auch latente Ertragsteuern. Sie werden erfolgswirksam behandelt, mit Ausnahme von Ertragsteuern auf direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Transaktionen. In diesen Fällen werden die entsprechenden Ertragsteuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis in der Gesamtergebnisrechnung verbucht.

Die laufenden Ertragsteuern umfassen die erwarteten geschuldeten Steuern aus dem steuerlich massgeblichen Ergebnis, berechnet mit den am Bilanzstichtag geltenden Steuersätzen sowie Anpassungen der Steuerschulden oder -guthaben früherer Jahre.

Latente Steuern werden gemäss der Balance-Sheet-Liability-Methode auf temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und der Konzernbilanz abgegrenzt. Keine latenten Steuern werden auf Bewertungsdifferenzen bei der Ersterfassung eines Geschäfts- und Firmenwertes sowie auf Beteiligungen an Tochtergesellschaften und Restkaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen berücksichtigt, falls es wahrscheinlich ist, dass sich diese Differenzen in absehbarer Zukunft nicht aufheben. Die Bemessung der latenten Steuern berücksichtigt den erwarteten Zeitpunkt und die erwartete Art und Weise der Realisation bzw. Tilgung der betroffenen Aktiven und Passiven. Dabei werden die Steuersätze herangezogen, die zum Bilanzstichtag gelten bzw. angekündigt sind.

Zukünftige Steuerersparnisse aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen und abzugsfähigen temporären Differenzen werden nur aktiviert, wenn deren Realisierung sicher erscheint. Hierzu müssen nachhaltig positive Ergebnisse erzielt worden sein und es wird mit solchen in der absehbaren Zukunft gerechnet. Stehen verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträgen bei der gleichen Gesellschaft zu versteuernde temporäre Differenzen gegenüber, erfolgt eine Saldierung.

Nicht rückforderbare Quellensteuern auf Ausschüttungen aus den von ausländischen Tochtergesellschaften erzielten Gewinnen werden nur als Verbindlichkeit erfasst, sofern solche Ausschüttungen geplant sind.

Geldflussrechnung

Der Geldfluss aus Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode berechnet. Der Fonds besteht aus den flüssigen Mitteln.

Alternative Erfolgskennzahlen

Das Betriebsergebnis entspricht dem Gewinn vor Steuern, Finanzergebnis und Anteil an Gewinn/Verlust von assoziierten Gesellschaften.

Annahmen und Schätzungen

Die Rechnungslegung erfordert Annahmen und Schätzungen, welche die Höhe der ausgewiesenen Aktiven und Passiven sowie von Eventualverbindlichkeiten und Eventualansprüchen per Bilanzstichtag, aber auch Aufwendungen und Erträge der Berichtsperioden beeinflussen. Die Annahmen und Schätzungen beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen der Vergangenheit und den zum Zeitpunkt der Bilanzierung vorliegenden Informationen. Sie werden unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt derartige Einschätzungen und Annahmen, welche vom Management zum Zeitpunkt der Bilanzierung nach bestem Wissen getroffen wurden, von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen, werden die ursprünglichen Einschätzungen und Annahmen in jenem Berichtsjahr entsprechend angepasst, in dem sich die Gegebenheiten geändert haben.

Die wichtigsten Annahmen und Schätzungen sind nachfolgend dargestellt:

Immaterielle Anlagen (inkl. Firmen- und Geschäftswert) und Sachanlagen

Diese werden jährlich auf Wertminderung überprüft. Zur Beurteilung, ob eine Wertminderung vorliegt, werden Schätzungen der zu erwartenden zukünftigen Geldflüsse aus der Nutzung bzw. der eventuellen Veräusserung dieser Vermögenswerte vorgenommen. Letztere ist gerade bei betrieblichen Liegenschaften an ungünstiger Lage oder produktspezifischen Fertigungsanlagen mit vielfältigen Unsicherheiten verbunden. Schätzungen sind zudem notwendig bei der Bestimmung des anzuwendenden Diskontsatzes. Die Buchwerte der immateriellen Anlagen und Sachanlagen gehen aus den Erläuterungen 3, 4 und 5 hervor.

Vorräte

Eine komplexe Supply Chain und eine hohe Priorisierung von kurzen Lieferzeiten für Kunden erfordern eine ausreichende Vorratshaltung und führen zu vergleichsweise tiefen Lagerumschlagszahlen. Einzelne elektrotechnische Komponenten verfügen zudem über eine zeitlich begrenzte Lagerfähigkeit, weil ansonsten bei diesen Produkten die Lötfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Verschiedene Vorratsgegenstände sind kundenspezifisch. Daraus resultieren erhöhte Lagerrisiken. Auf Basis entsprechender Lagerumschlags- und Reichweitenanalysen werden Schätzungen und Beurteilungen betreffend Werthaltigkeit und Abwertungsbedarf vorgenommen. Die Buchwerte der Vorräte gehen aus der Erläuterung 8 hervor.

Rückstellungen

Die Ermittlung der Garantierückstellungen basiert auf Schätzungen über mögliche zukünftige Garantiefälle. Ein erhöhtes Garantierisiko besteht bei Linearantrieben, welche im Pflege- und Hospitalbereich eingesetzt werden. Einzelne Gruppengesellschaften sind Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt. Aufgrund des aktuellen Erkenntnisstandes wurde eine Beurteilung der möglichen Folgen dieser Rechtsfälle vorgenommen und gegebenenfalls Rückstellungen gebildet. Die Buchwerte der Rückstellungen gehen aus der Erläuterung 16 hervor.

Finanzverbindlichkeiten

Für die Bestimmung der Restkaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen müssen Einschätzungen zur mittelfristigen Geschäftsentwicklung der entsprechenden Gesellschaften vorgenommen werden, welche mit entsprechenden Unsicherheiten behaftet sind.

Vorsorgeverpflichtungen

Die Bestimmung der Vorsorgeverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen basiert auf statistischen und versicherungsmathematischen Berechnungen externer Gutachter, welchen vielfältige Annahmen (über die Gehaltsentwicklung, Rentenentwicklung, Lebenserwartung usw.) zugrunde liegen. Die Buchwerte der bilanzierten Vorsorgeverpflichtungen gehen aus der Erläuterung 17 hervor.

Bruttoumsatz

Die Abgrenzung der Umsatzerlöse erfordert eine Beurteilung, zu welchem Zeitpunkt die wesentlichen Risiken und Nutzen auf den Kunden übergegangen sind.

Ertragssteuern

Für die Bestimmung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus laufenden und latenten Ertragsteuern müssen weit reichende Einschätzungen vorgenommen werden, welche auf der Auslegung der bestehenden Steuergesetze und Verordnungen beruhen.

Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Fremdwährungskurse

    Bilanz   Erfolgsrechnung und Geldflussrechnung
Euro für 2016 2015 2016 2015
1 CZK 0.037 n/a 0.037 n/a
1 AED 0.259 0.260 0.246 0.245

2. Konsolidierungskreis

In 2016 und 2015 hat sich der Konsolidierungskreis wie folgt verändert (vgl. auch Erläuterung zu 39):

Datum Gesellschaft Veränderung Sparte
2016      
01.07.2016 I-GEB spol. s.r.o. Akquisition ELCOMEMS
01.07.2016 ismet transformatory s.r.o. Akquisition ELCOMEMS
01.07.2016 ismet GmbH Akquisition ELCOMEMS
01.07.2016 ismet Holding GmbH Akquisition ELCOMEMS
01.07.2016 PTR Messtechnik Verwaltungs-GmbH Fusion mit PTR Messtechnik GmbH (ehemals PTR Messtechnik GmbH • CO. KG ELCOMEMS
2015      
25.03.2015 Sekure Ident GmbH Gründung Gehäusetechnik
01.012015 Redur Messwandler GmbH Fusion mit Phoenix Mecano Power Quality GmbH & Co. KG ELCOMEMS

Weitere Veränderungen im Eigenkapital einzelner Tochterunternehmen sind in Erläuterung 13 dargestellt.

Die nachfolgend aufgeführten Gesellschaften wurden per 31. Dezember 2016 vollkonsolidiert:

Gesellschaft Sitz Tätigkeit Währung Grundkapital Beteiligung 2016 Beteiligung 2015
in 1'000 in % in %
IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH Porta Westfalica, Deutschland Finanz EIA 4'000 n/a n/a
Rose Systemtechnik GmbH Porta Westfalica, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 1'053 100 100
Bopla Gehäuse Systeme GmbH Bünde. Deutschland Produktion/Verkauf EUR 750 100 100
Kundisch GmbH • Co. KG Villingen-Schwenningen, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 300 100 100
Sekure Ident GmbH Wessling, Deutschland Verkauf EUR 75 100 100
Hartmann Codier GmbH Baiersdorf, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 300 100 100
PTR Messtechnik GmbH (ehemals PTR Messtechnik GmbH • Co. KG1 Werne. Deutschland Produktion/Verkauf EUR 100 100 100
Phoenix Mecano Power Quality GmbH • Co. KG Grävenwiesbach, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 300 100 100
Platthaus GmbH Elektrotechnische Fabrik Alsdorf, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 900 100 100
ismet GmbH Villingen-Schwenningen, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 512 100 n/a
RK Rose • Krieger GmbH Minden, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 496 100 100
RK System- und Lineartechnik GmbH Salem-Neufrach, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 250 100 100
RK Schmidt Systemtechnik GmbH St. Wendel, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 500 100 100
DewerOkin GmbH Kirchlengern, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 1'000 100 100
Hartmann Electronic GmbH Stuttgart, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 222 100 100
W-IE-NE-R Power Electronics GmbH (ehemals Plein & Baus GmbH) Burscheid, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 51 100 100
Phoenix Mecano Digital Elektronik GmbH Wutha-Farnroda, Deutschland Produktion/Verkauf EUR 350 100 100
ATON Lichttechnik GmbH Wutha-Farnroda. Deutschland Produktion/Verkauf EUR 100 100 100
ismet Holding GmbH Villingen-Schwenningen, Deutschland Finanz EUR 120 100 n/a
Götz Udo Hartmann GmbH Grävenwiesbach, Deutschland Finanz EUR 26 100 100
Kundisch Beteiligungs-GmbH Villingen-Schwenningen, Deutschland Finanz EUR 26 100 100
OMP Officina Meccanica di Precisione S.r.l. in Liquidation Milano, Italien   EUR 5'000 100 100
ismet transformatory s.r.o. Beherovice, Tschechien Produktion CZK 6'823 100 n/a
I-GEB spol. s.r.o. Beherovice, Tschechien Produktion CZK 13'303 100 n/a
Rose Systemtechnik Middle East FZE Sharjah, VAE Verkauf AED 150 100 100

3. Geschäfts- und Firmenwerte

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Anschaffungskosten 1. Januar 9'050 9'050
Anschaffungskosten 31. Dezember 9'050 9'050
Kumulierte Wertbeeinträchtigung 1. Januar 8'773 6'930
Abwertungsverluste 0 1'843
Kumulierte Wertbeeinträchtigung 31. Dezember 8'773 8'773
Nettowerte 1. Januar 277 2'120
Nettowerte 31. Dezember 277 277

Die Geschäfts- und Firmenwerte von 0,3 Mio. EUR (i.V. 0,3 Mio. EUR) betreffen die Bopla Gehäuse System GmbH als zahlungsmittelgenerierende Einheit mit 0,3 Mio. EUR (i.V. 0,3 Mio. EUR). Die Werthaltigkeit dieses Geschäfts- und Firmenwertes wurde basierend auf einer verabschiedeten Fünfjahresplanung für die entsprechende zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU) überprüft. Hierbei hat das Management die budgetierten Umsätze, Bruttomargen sowie sonstige Betriebsaufwendungen auf Entwicklungen in der Vergangenheit und Erwartungen bezüglich der zukünftigen Marktentwicklung bestimmt. Für die Ermittlung des Barwertes (Nutzungswertes) wurde ein Diskontsatz (WACC) vor Steuern von 8,5 % (i.V. 7,5 %) angewandt. Nach dem Projektionszeitraum wurde mit einem Wachstum von 0.5 % gerechnet. Die Werthaltigkeit wurde zusätzlich durch Sensitivitätsanalysen überprüft.

Die Veränderung der Geschäfts- und Firmenwerte in 2015 basierte auf dem nachfolgenden Impairment-Test:

Platthaus GmbH Elektrotechnische Fabrik

Aufgrund der schwachen Verfassung des Marktes für kundenspezifische Transformatoren, Filter und Drosseln zur Netzeinspeisung im Bereich der erneuerbaren Energien bestanden Anzeichen für eine Wertbeeinträchtigung der Vermögenswerte der Platthaus GmbH in Deutschland. Die Überprüfung der Werthaltigkeit hatte einen Abwertungsbedarf auf den beizulegenden Zeitwert für diese zahlungsmittelgenerierende Einheit, der auf Basis des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Kosten der Veräußerung ermittelt worden ist. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert wurde, basierend auf den Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik, als ein beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet. Der beizulegende Zeitwert wurde mittels einer Jahresplanung für 2016, abgezinst mit einem Diskontsatz (WACC) vor Steuern von 7,5 %, multipliziert mit einem branchenüblichen EBITDA-Multiple und abzüglich von marktüblichen Verkaufskosten auf den ermittelten Unternehmenswert ermittelt.

Der daraus resultierende Abwertungsverlust setzte sich wie folgt zusammen:

  2015
1000 EUR
Geschäfts- und Firmenwert 1'842
Immaterielle Anlagen 452
Sachanlagen 166
Total 2'460

Er umfasste somit den gesamten Geschäfts- und Firmenwert der Platthaus GmbH. Der Restbetrag des Abwertungsverlustes wurde anteilig - unter Berücksichtigung geschätzter Veräusserungswerte einzelner Anlagen - auf Kundenstamm, Know-how und Sachanlagen in Deutschland verteilt.

4. Sonstige immaterielle Anlagen

  Erläuterungen Nr. Entwicklungskosten Konzessionen. Lizenzen. ähnliche Rechte und Werte Entwicklungsobjekte in Arbeit Summe
    1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR
Anschaffungskosten 31. Dezember 2014   10'064 25'977 1'301 37'342
Veränderung Konsolidierungskreis 39       0
Umrechnungsdifferenzen         0
Zugänge   272 1'010 528 1'810
Abgänge   -676 4'371   -5'047
Umbuchungen   1'230 0 -1'230 0
Anschaffungskosten 31. Dezember 2015   10'890 22'616 599 34'105
Kumulierte Amortisation 31. Dezember 2014 9'136 20'137 0 29'273
Veränderung Konsolidierungskreis         0
Umrechnungsdifferenzen         0
Planmassige Amortisation 32 481 2'002   2'483
Abwertungsverluste 34   632   632
Wertaufholungen         0
Abgänge   -692 -4'354   -5'046
Umbuchungen   32 -32   0
Kumulierte Amortisation 31. Dezember 2015   8'957 18'385 0 27'342
Nettowerte 1. Januar 2015   928 5'840 1'301 8'069
Nettowerte 31. Dezember 2015   1'933 4'231 599 6'763
Anschaffungskosten 31. Dezember 2015   10'890 22'616 599 34'105
Veränderung Konsolidierungskreis 39   11'961   11'961
Umrechnungsdifferenzen         0
Zugänge   226 783 529 1'538
Abgänge   -91 ·583   -674
Umbuchungen   429 47 -476 0
Anschaffungskosten 31. Dezember 2016   11'454 34'824 652 46'930
Kumulierte Amortisation 31. Dezember 2015   8'957 18'385 0 27'342
Veränderung Konsolidierungskreis         0
Umrechnungsdifferenzen         0
Planmässige Amortisation 32 675 2'032   2'707
Abwertungsverluste 34       0
Wertaufholungen         0
Abgänge   -91 -579   -670
Umbuchungen         0
Kumulierte Amortisation 31. Dezember 2016   9'541 19'838 0 29'379
Nettowerte 31. Dezember 2016   1'913 14'986 652 17'551

Die Position Konzessionen, Lizenzen, ähnliche Rechte und Werte beinhaltet vor allem den Kundenstamm, Patente und andere Schutzrechte sowie ungeschützte Erfindungen (Know-how) aus Akquisitionen sowie entgeltlich erworbene Softwarelizenzen und Vertriebsrechte und andere immaterielle Rechte und Werte.

Sonstige immaterielle Anlagen in Höhe von 0,0 Mio. EUR (i.V. 0,0 Mio. EUR) stehen per Bilanzstichtag unter Eigentumsvorbehalt.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit wurden im Vorjahr auf Stufe zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU) resp. Anlagegut Abwertungen auf einzelnen Anlagegegenständen des immateriellen Anlagevermögens, in erster Linie auf Kundenstamm, Know-how und Entwicklungsprojekten, vorgenommen, da sich diese Kundenbeziehungen und Projekte nicht entsprechend der ursprünglichen Planung entwickelt hatten. Der überwiegende Teil der Abwertungsverluste 2015 entfiel auf Platthaus GmbH (siehe Erläuterung 3). Basis für die übrigen Abwertungsverluste waren Fünfjahresplanungen der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Für die Ermittlung des Barwertes (Nutzungswert) wurde ein Diskontsatz (WACC) von 7,5% vor Steuern angewandt. Nach dem Projektionszeitraum wurde mit einem Wachstum von 0,5 % gerechnet.

In der Erfolgsrechnung sind die Abwertungsverluste auf immateriellen Anlagen im Vorjahr mit 0,6 Mio. EUR unter Impairment immaterielle Anlagen und Sachanlagen (siehe Erläuterung 34) enthalten.

5. Sachanlagen

  Erläuterungen Nr. Renditeliegenschaften Grundstücke und Gebäude Maschinen und Einrichtungen Anlagen im Bau Summe
    1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR
Anschaffungskosten 31. Dezember 2014   1'245 57'299 123'301 824 182'669
Veränderung Konsolidierungskreis 39         0
Umrechnungsdifferenzen       10   10
Zugange     188 4'552 1'997 6'737
Abgange   -1'245 -169 -21'668 -124 -23'206
Umbuchungen       832 -832 0
Anschaffungskosten 31. Dezember 2015   0 57'318 107'027 11'365 166'210
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 2014   674 35'624 101'723 0 138'021
Veränderung Konsolidierungskreis           0
Umrechnungsdifferenzen       7   7
Planmassige Abschreibungen 33 10 1'537 6'446   7'993
Abwertungsverluste 34   20 478   498
Wertaufholungen 34         0
Abgange   -684 -162 -21'048   -21'894
Umbuchungen           0
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 2015   0 37'019 87'606 0 124'625
Nettowerte 1. Januar 2015   571 21'675 21'578 824 44'648
Nettowerte 31. Dezember 2015   0 20'299 19'421 1'865 41'585
Anschaffungskosten 31. Dezember 2015   0 57'318 107'027 1'865 166'210
Veränderung Konsolidierungskreis 39   6'765 1'105   7'870
Umrechnungsdifferenzen     -69     -69
Zugange     724 4'557 1'021 6'302
Abgänge     -6'738 -10'181 -202 -17'121
Umbuchungen     15 1'115 -1'130 0
Anschaffungskosten 31. Dezember 2016   0 58'015 103'623 1'554 163'192
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 2015   0 37'019 87'606 0 124'625
Veränderung Konsolidierungskreis           0
Umrechnungsdifferenzen           0
Planmassige Abschreibungen 33   1'722 6305   8'027
Abwertungsverluste 34     212   212
Wertaufholungen 34         0
Abgänge     -6'571 -9'655   -15'226
Umbuchungen           0
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 2016   0 33'170 84'468 0 117'638
Nettowerte 31. Dezember 2016   0 24'845 19'155 1'554 45'554

Die Position Grundstücke und Gebäude teilt sich auf in bebaute und unbebaute Grundstücke im Buchwert von 4,0 Mio. EUR (i. V. 3,6 Mio. EUR) und Fabrik- und Verwaltungsgebäude mit einem Bilanzwert von 20,8 Mio. EUR (i. V. 16,7 Mio. EUR).

Der Bilanzwert der aktivierten Leasinggegenstände aus Finanzleasing (Maschinen) beträgt 0,1 Mio. EUR gegenüber 0,1 Mio. EUR im Vorjahr. Diese resultieren aus Akquisitionen.

Der Brandversicherungswert der Sachanlagen beträgt zum Bilanzstichtag 157,4 Mio. EUR gegenüber 147,1 Mio. EUR im Vorjahr.

Zur Deckung von Hypothekarschulden sind Grundstücke und Gebäude mit einem Buchwert von 8,4 Mio. EUR (i. V. 4,9 Mio. EUR) verpfändet worden. Die Höhe der entsprechenden Kreditbeanspruchung beträgt 2,4 Mio. EUR (i. V. 1,6 Mio. EUR). Zum Bilanzstichtag stehen Sachanlagen mit einem Bilanzwert von 0,0 Mio. EUR (i. V. 0,1 Mio. EUR) unter Eigentumsvorbehalt.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit zum Abschlussstichtag auf Stufe zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU) resp. Anlagegut wurden im Berichtsjahr Abwertungen auf Maschinen vorgenommen. Für diese Maschinen wurde der beizulegende Zeitwert als Bewertungsgrundlage herangezogen.

Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit im Vorjahr auf Stufe zahlungsmittelgenerierende Einheit (CGU) resp. Anlagegut wurden Abwertungen auf einzelnen Anlagegegenständen oder Gruppen von Anlagegegenständen, in erster Linie auf Maschinen und Werkzeuge, vorgenommen. Basis hierfür sind Fünfjahresplanungen für die entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Für die Ermittlung des Barwertes (Nutzungswertes) wurde ein Diskontsatz (WACC) von 7,5 % vor Steuern angewandt. Nach dem Projektionszeitraum wurde mit einem Wachstum von 0,5 % gerechnet.

Der überwiegende Teil der Abwertungsverluste 2015 entfiel auf Platthaus GmbH (siehe Erläuterung 3). Basis für die übrigen Abwertungsverluste in 2015 waren Fünfjahresplanungen für die entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Für die Ermittlung des Barwertes (Nutzungswertes) wurde ein Diskontsatz (WACC) von 7,5 % vor Steuern angewandt. Nach dem Projektionszeitraum wurde mit einem Wachstum von 0,5 % gerechnet.

In der Erfolgsrechnung sind die Abwertungsverluste auf Sachanlagen mit 0,2 Mio. EUR (i. V. 0,5 Mio. EUR) unter Impairment immaterielle Anlagen und Sachanlagen (siehe Erläuterung 34) enthalten.

6. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

  Beteiligung 2016 2015
  in % 1000 EUR 1000 EUR
Fortschreibung der Beteiligung an assoziierten Unternehmen      
Tefelen Preissinger GmbH 50    
Stand 1. Januar   0 0
Käufe   1'500 0
Ergebnis   -329 0
Dividendenausschüttung   0 0
Umrechnungsdifferenzen   0 0
Stand 31. Dezember   1'171 0

Am 4. August 2016 beteiligte sich die Phoenix Mecano-Gruppe in Höhe von 50 % (entspricht Stimmrechtsanteil) an der Firma Tefelen GmbH (D), welche anschliessend in Tefelen Preissinger GmbH umfirmiert worden ist. Die Tefelen Preissinger GmbH ist ein Joint Venture, das der Konzern gemeinschaftlich führt. Der Kaufpreis, der in Bar erbracht wurde, betrug 1,5 Mio. EUR. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt am Standort Breitengüssbach europaweit Stromschienen. Zu der Gesellschaft bestanden vor Beteiligungserwerb seitens des Konzerns keine geschäftlichen Beziehungen.

Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen Finanzinformationen der Tefelen Preissinger GmbH für das gesamte Geschäftsjahr 2016 zusammen:

  2016
  1000 EUR
Langfristige Vermögenswerte 1.258
Kurzfristige Vermögenswerte 1.449
Kurzfristige Schulden 365
Nettovermögen (100 %) 2.342
Anteil Konzern am Nettovermögen (50 %) = Buchwert des Anteils am assoziierten Unternehmen 1.171
Umsatzerlöse 665
Sonstiges Ergebnis -1.323
Periodenergebnis (100%) -658
Anteil Konzern am Periodenergebnis (50%) -329

Das Periodenergebnis und das Gesamtergebnis betragen - 0,7 Mio. EUR.

7. Sonstige Finanzanlagen

Die sonstigen Finanzanlagen betreffen eine Beteiligung unter 20 %, welche zu Anschaffungskosten bilanziert ist.

8. Vorräte

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Roh- und Hilfsstoffe 37'763 33'315
Erzeugnisse in Arbeit 2'168 2'047
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 23'687 24'890
Wertberichtigungen -9'160 -7'579
Bilanzwert 54'458 52'673

Die Wertberichtigungen wurden aufgrund von Gängigkeit und Reichweite der Vorratsbestände ermittelt. Wertberichtigungen und Verluste auf Vorräte sind in der Erfolgsrechnung mit 1,8 Mio. EUR (i. V. 2,8 Mio. EUR) unter sonstige betriebliche Aufwendungen (siehe Erläuterung 35) enthalten. Die Erhöhung resultiert aus der gesunkenen Umschlagshäufigkeit der Vorräte.

Per 31. Dezember 2016 und 2015 sind ausser üblichen Eigentumsvorbehalten im ordentlichen Geschäftsverkehr keine Vorratsbestände mit Pfandrechten belastet.

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Kundenforderungen 16'916 15'352
Forderungen Nahestehende 20'943 20'146
Wertberichtigungen -503 -637
Bilanzwert 37'356 34'861
Nach Währungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen    
EUR 34'305 32'112
USD 2'495 7485
Andere Wahrungen 566 264
Bilanzwert 37'356 34'861
Regionale Aufteilung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen    
Europa 33'151 30'573
Übrige Welt 4'205 4'288
Bilanzwert 37'356 34'861
Fortschreibung der Wertberichtigung der Forderungen aus Lieferung und Leistung    
Einzelwertberichtigungen    
Stand 1. Januar 349 279
Veränderung -61 70
Stand 31. Dezember 288 349
Pauschalwertberichtigungen    
Stand 1. Januar 288 293
Veränderung -73 -5
Stand 31. Dezember 215 288
Summe 503 637

Altersanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche nicht einzelwertberichtigt sind.

  2016   2015
  1000 EUR   1000 EUR
  Brutto Wertberichtigung Brutto Wertberichtigung
Bruttowerte 37'859   35'498  
Bruttowert der einzelwertberichtigten Forderungen -316   -469  
Summe 37'543   35'029  
davon        
Nicht fällig 34'129   31'836  
überfällig seit 1 bis 30 Tagen 2'779   2'488  
Überfällig seit 31 bis 60 Tagen 311   279  
Überfällig seit 61 bis 90 Tagen 73 24 99 15
Überfällig seit 91 bis 180 Tagen 85 44 73 44
Überfällig seit mehr als 180 Tagen 166 147 254 229
Summe 37'543 215 35'029 288

Die einzelwertberichtigten Forderungen betreffen hauptsächlich Schuldner, welche im Konkursverfahren sind oder einem Inkassobüro übergeben worden sind. Die aufgrund der Überfälligkeit bilanzierten Pauschalwertberichtigungen wurden aufgrund von Erfahrungswerten gebildet. Es bestehen keine Klumpenrisiken.

Bei den nicht fälligen und den nicht einzelwertberichtigten Forderungen handelt es sich vor allem um Forderungen aus seit langem bestehenden Kundenbeziehungen. Aufgrund von Erfahrungswerten erachtet die IFINA-Gruppe die gebildeten Wertberichtigungen als angemessen.

10. Finanzielle Vermögenswerte und Sonstige Forderungen

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Finanzielle Vermögenswerte    
Finanzforderungen 91 426
Poolverrechnungskonto Gesellschafter 0 4'496
Finanzforderungen Nahestehende 4 17
Bilanzwert. 95 4'939
Sonstige Forderungen:    
Geleistete Anzahlungen 221 212
Forderungen aus Umsatz- und sonstigen Steuern 1'045 887
Sonstige 535 498
Bilanzwert 1'801 1'597
Bilanzwert 1'896 6'536

Die Finanzforderungen betreffen vor allem verzinste Kautionsforderungen aus Altersteilzeitregelungen in EUR in Deutschland und sind mit Pfandrechten zugunsten der betroffenen Arbeitnehmer belastet.

Der Saldo des Poolverrechnungskontos wird zuerst mit Cash-Pool-verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter verrechnet und bei einer Netto-Forderung im Vorjahr war diese als Finanzieller Vermögenswert ausgewiesen.

11. Wertpapiere des Umlaufvermögens

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Zur Veräusserung verfügbare Wertpapiere    
Obligationen und Obligationenfonds 0 127
Bilanzwert 0 127
Nach Währungen    
EUR 0 127
Bilanzwert 0 127
Nach Fälligkeiten    
im 1. Jahr 0 127
Bilanzwert 0 127
  2016 2015
  in % in %
Effektivverzinsung Obligationen    
EUR n/a 1,0

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens im Vorjahr waren kurzfristig in flüssige Mittel umwandelbar. Sie wurden als Liquiditätsreserve gehalten.

12. Flüssige Mittel

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Zahlungsmittel    
Bank- und Postcheckguthaben 2.401 1.059
Kassenbestände und Checks 403 240
Summe 2.804 1.299
Andere Flüssige Mittel    
Festgeldanlagen (bis 3 Monate) 204 754
Bilanzwert 3.008 2.053
Nach Währungen    
EUR 2.431 1.601
USD 12 6
Andere Währungen 565 446
Bilanzwert 3.008 2.053
  2016 2015
  in % in %
Durchschnittliche Verzinsung    
EUR 0,0 0,1

13. Eigenkapital

Das gezeichnete und voll einbezahlte Kapital beträgt 4 Mio. EUR und ist zu 100 % im Eigentum von PM International B.V, Doetinchem, Niederlande.

Die Kapitalrücklage resultiert aus Einzahlungen der PM International B.V, Doetinchem, Niederlande, und blieb im Geschäftsjahr 2015 und 2016 unverändert.

Der Bilanzgewinn enthält die aus der Erstumstellung auf IFRS resultierenden Abweichungen zwischen den Wertansätzen gemäß HGB und IFRS, die im Vorjahr erfolgten ergebniswirksamen Anpassungen nach IAS 8, die aus der konzerneinheitlichen Bilanzierung und Bewertung resultierenden Ergebniseffekte, Währungsumrechnungseffekte sowie die auf die Muttergesellschaft entfallenden Anteile an den Konzernjahresergebnissen.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. März 2016 wurde eine Gewinnausschüttung in Höhe von 10 Mio. EUR aus dem Bilanzgewinn 2015 beschlossen, die zum 30. Mai 2016 fällig wurde. In 2015 wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 26. Mai 2015 im Rahmen der Feststellung des Jahresabschlusses 2014 der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH eine Gewinnausschüttung in Höhe von 7 Mio. EUR aus dem Bilanzgewinn 2014 beschlossen, die zum 1. Juni 2015 fällig wurde.

Die im Vorjahr im Eigenkapitalspiegel dargestellte Veränderung von Minderheitenanteile betraf den Erwerb der restlichen 10 % Anteile der RK System- und Lineartechnik GmbH per 14. Dezember 2015. Der Kaufpreis hatte 0,02 Mio. EUR betragen.

14. Verbindlichkeiten aus Finanzleasing

  Erläuterungen Nr. 2016 2015
    1000 EUR 1000 EUR
Mindestleasingverpflichtung      
Mindestleasingverpflichtungen bis 1 Jahr   36 39
Mindestleasingverpflichtungen über 1 bis 5 Jahre   76 108
Summe   112 147
abzüglich zukünftige Zinsbelastung   -14 -17
Barwert der Leasingverpflichtungen   98 130
abzüglich kurzfristiger Anteil 20 -32 -32
Bilanzwert (langfristiger Anteil)   66 98

Die durchschnittliche Verzinsung der Verbindlichkeiten aus Finanzleasing beträgt 4,1 % (i.V. 4,1 %). Diese resultieren aus Akquisitionen.

15. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten

    Erläuterungen Nr.   2016 2015
1000 EUR 1000 EUR
Finanzverbindlichkeiten gesamt.      
Verbindlichkeiten Finanzinstitute   2'427 1'656
Verbindlichkeiten Nahestehende   63'950 59'194
abzüglich kurzfristiger Anteil an langfristigen Finanzverbindlichkeiten 20 -27'372 -21'937
Bilanzwert sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten   39'005 38'913
Nach Währungen      
EUR   39'005 38'913
Bilanzwert   39'005 38'913
nach Fälligkeiten      
im 2. Jahr   22'602 17'797
im 3. Jahr   14'001 16'596
im 4. Jahr   808 1'797
im 5. Jahr   681 746
nach 5 Jahren   913 1'977
Bilanzwert   39'005 38'913
  2016 2015
  in % in %
Zinssätze    
EUR 2.1 2.3

Zur hypothekarischen Besicherung von Bankverbindlichkeiten siehe Erläuterung 5.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten keine Financial Covenants.

16. Rückstellungen

  Rückstellungen für langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Garantie-
rückstellungen
Restrukturierungs-
rückstellungen
Sonstige Rückstellungen Summe 2016 Summe 2016
  1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR
Rückstellungen 1. Januar 2'243 1'823 1'546 3'562 9'174 7'662
Veränderung des Konsolidierungskreises   99   340 439 0
Umrechnungsdifferenzen         0 0
Inanspruchnahme -290 -450 -1'067 -2'935 -4'742 -3'818
Auflösung -62 -524 -412 -636 -1'634 -437
Umbuchungen     -40 40 0 0
Zuführung 768 436 866 3'209 5'279 5'767
Ruckstellungen 31. Dezember 2'659 1'384 893 3'580 8'516 9'174
Fälligkeit bis 1 Jahr 356 1'303 217 2'839 4'715 6'362
Fälligkeit Über 1 Jahr 2'303 81 676 741 3'801 2'812

Die Rückstellungen für langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer betreffen Altersteilzeitregelungen in Deutschland sowie Rückstellungen für Dienstjubiläen.

Die Restrukturierungskosten beinhalten im Geschäftsjahr im Wesentlichen die Kosten der Schliessung des Standortes Alsdorf/Deutschland, welche mit dem Ziel erfolgt ist, die Prozesse für die Produktion von Transformatoren und Drosseln zu verschlanken und die Kapazitäten am Produktionsstandort in Süddeutschland optimal auszulasten. Im Vorjahr beinhalteten die Restrukturierungskosten im Wesentlichen die Kosten der Schließung des Standortes Obergünzburg/Deutschland, welche mit dem Ziel erfolgt war, die Prozesse für die Produktion von Folientastaturen zu verschlanken und die Kapazitäten am Produktionsstandort in Ungarn optimal auszulasten. Im Weiteren waren die Kosten für den Personalabbau durch die Zusammenführung von Funktionen im Produktbereich Power Quality enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für kurzfristige Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (z.B. Abfindungen und Gehaltsboni) in Höhe von 1,7 Mio. EUR (i.V. 2,0 Mio. EUR), ferner Rückstellungen für Prozessrisiken und sonstige erkennbare Risiken bzw. ungewisse Verpflichtungen.

17. Vorsorgeverpflichtungen

Es gibt für einzelne Pensionäre, ausgeschiedene und noch aktive (vor allem leitende) Angestellte individuelle leistungsorientierte Versorgungspläne. Es werden keine neuen Zusagen mehr erteilt (Ausnahme: durch Akquisitionen zu übernehmende Vorsorgepläne). Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Vorsorgeleistungen bei Eintritt des Versorgungsfalles Alter, Invalidität oder Tod. In Abhängigkeit von der massgebenden Versorgungsregelung sind lebenslang zu zahlende Rentenleistungen oder gegebenenfalls Kapitalleistungen vorgesehen. Für Hinterbliebene ist ein prozentualer Anteil der Rente im Zeitpunkt des Ablebens des Anspruchsberechtigten vorgesehen. Die Versorgungspläne sind bezüglich der Höhe der Rentenzahlung grundsätzlich fest vereinbart beziehungsweise abhängig von der gesetzlichen Beitragsbemessungsgrenze im Zeitpunkt des Eintritts des Versorgungsfalls. In einem Einzelfall sind die Bezüge abhängig von der Entwicklung der Besoldungsvergütung für Beamte. Einzelne Pläne verfügen über ein separiertes Deckungsvermögen (in Form von Rückdeckungsversicherung). Die Vorsorgeleistungen werden vom Arbeitgeber finanziert. Bei Ausscheiden aus der Firma vor Fälligkeit einer Versorgungsleistung bleiben die Anwartschaften auf die Versorgungsleistungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen erhalten. Von den 13 Versorgungsberechtigten sind zum Bilanzstichtag 11 Zusagen unverfallbar.

Aufgrund der Planausgestaltung und den gesetzlichen Bestimmungen ist der Arbeitgeber versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt. Die wesentlichen Risiken betreffen dabei das Risiko der Langlebigkeit, das Zinsrisiko, Verheiratungswahrscheinlichkeit und das Risiko des Inflationsausgleiches einzelner Renten beziehungsweise der Entwicklung der Beamtenbesoldung oder der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland.

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Finanzlage der leistungsorientierten Pensionspläne per 31. Dezember 2016 und 2015    
a) Barwert Vorsorgeverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen    
Stand 1. Januar 5.421 6.193
Veränderung Konsolidierungskreis 2.318 0
Laufender Dienstzeitaufwand 54 55
Zinskosten 112 116
Ausbezahlte Leistungen -203 -236
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 492 -707
Stand 31. Dezember 8.194 5.421
b) Beizulegender Zeitwert des Planvermögens    
Stand 1. Januar 0  
Veränderung Konsolidierungskreis 1.519  
Umklassifizierung 266  
Ertrag aus Planvermögen exklusive Zinsertrag -20  
Stand 31. Dezember 1.765  
c) Nettobilanzwert Vorsorgeverpflichtungen    
Barwert der Vorsorgeverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen (langfristig) 6.206 5.216
Barwert der Vorsorgeverpflichtungen aus leistungsorientierten Plänen (kurzfristig) 224 205
Bilanzwert 6.430 5.421
d) Die Nettovorsorgeverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt    
Stand 1. Januar 5.421 6.193
Total Aufwand in der Erfolgsrechnung erfasst 166 171
Total Aufwand im Sonstigen Ergebnis erfassst 513 -707
Ausbezahlte Leistungen -203 -236
Übertragungen 533 0
Stand 31. Dezember 6.430 5.421
e) Vorsorgeaufwand    
Laufender Dienstzeitaufwand 54 55
Nettozinsaufwand 112 116
Vorsorgeaufwand leistungsorientierte Pläne 166 171
f) Der im Sonstigen Ergebnis erfasste Aufwand setzte sich wie folgt zusammen:    
(Gewinne)/Verluste aufgrund veränderter finanzieller Annahmen 603 -282
Erfahrungsbezogene (Gewinne)/Verluste -110 -425
Ertrag aus Planvermögen exklusive im Zinsertrag enthaltene Beträge 20 0
(Ertrag)/Aufwand im sonstigen Ergebnis 513 -707
g) Versicherungsmathematische Annahmen    
Diskontierungssatz Deutschland 1,5% 2,1%
Gehaltsentwicklung Deutschland 2,5% 2,5%
Rentenentwicklung Deutschland 1,5% 1,5%
Entwicklung Inflationsrate Deutschland 1,5% 1,5%

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Vorsorgeverpflichtungen beträgt per 31. Dezember 2016 16.0 Jahre und per 31. Dezember 2015 13.4 Jahre.

Sensitivitäten

Der Diskontsatz und die künftige Entwicklung der Inflationsrate stellen die wesentlichen Faktoren für die Berechnung des Barwerts der Vorsorgeverpflichtung dar. Eine Veränderung der Annahmen um +0.25% resp. -0.25% hat folgende Auswirkungen auf den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen:

  +0.25 % Effekt auf DBO - 0.25 % Effekt auf DBO
Diskontierungssatz Deutschland -3.9% +4.2%
Inflationsrate Deutschland + 3.3% -3.1%

Die obenstehenden Sensitivitätsberechnungen basieren darauf, dass sich jeweils eine Annahme verändert und die anderen Annahmen unverändert bleiben. In der Praxis bestehen jedoch gewisse Korrelationen zwischen den einzelnen Annahmen. Für die Berechnung der Sensitivitäten wurde die gleiche Methode angewendet, mit der auch die per Bilanzstichtag erfassten Vorsorgeverpflichtungen berechnet wurden.

18. Latente Steuern

2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Latente Steueraktiven    
auf    
Anlagevermögen 400 403
Vorräte 105 83
Forderungen 0 7
Rückstellungen/Vorsorgeverpflichtungen 1'598 1'234
Sonstige 210 100
Aktive latente Steuern 2'313 1'827
Latente Steuern auf Verlustvortragen 0 94
Summe aktive latente Steuern 2'313 1'921
Verrechnungen mit passiven latenten Steuern -2'096 -1'674
Bilanzwert 218 247
Latente Steuerpassiven    
auf    
Anlagevermögen -6'446 -2'381
Vorräte -76 -376
Forderungen -72 -49
Rückstellungen 1 Vorsorgeverpflichtungen 0 0
Sonstige -122 -71
Summe passive latente Steuern -6'716 -2'877
Verrechnungen mit aktiven latenten Steuern 2'095 1'674
Bilanzwert -4'621 -1'203
Nettoposition latente Steuern -4'403 -956
Entwicklung latente Steuern    
Stand 1. Januar -956 -2'584
Veränderung Konsolidierungskreis -4'239 0
Reduktion 1 (Erhöhung) erfolgsneutrale Bewertungskorrekturen auf Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus IAS 19 187 -214
Erfolgswirksam erfasste Veränderung temporärer Differenzen 605 1'842
Stand 31. Dezember 4'403 -956
Steuerliche Verlustvorträge, auf denen keine latenten Steuern aktiviert wurden    
Über 5 Jahre 30'810 23'927
Summe 30'810 23'927
Bewertungsdifferenzen, auf denen keine latenten Steuern aktiviert wurden    
Anlagevermögen 0 891
Summe 0 891

Aufgrund von Unsicherheiten bezüglich der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen im Umfang von 30,8 Mio. EUR (i.V. 23,9 Mio. EUR) wurde per Bilanzstichtag eine Wertberichtigung der daraus resultierenden Steuerersparnisse in Höhe von 5,5 Mio. EUR (i.V. 4,7 Mio. EUR) vorgenommen.

Latente Steuern auf erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Neubewertungen von Vorsorgeverpflichtungen und Währungsumrechnungsdifferenzen betragen 0,2 Mio. EUR (i.V. - 0,2 Mio. EUR).

Die Bewertungsdifferenzen auf Beteiligungen an vollkonsolidierten Unternehmen, auf welchen keine latente Steuern berechnet worden sind, betragen 38,4 Mio. EUR (i.V. 50,7 Mio. EUR).

Weil keine entsprechenden Gewinnausschüttungen geplant sind, wurde auf die Abgrenzung von latenten Steuern auf nicht ausgeschütteten Gewinnen von Tochtergesellschaften verzichtet.

19. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Lieferantenverbindlichkeiten 5'785 4'533
Lieferantenverbindlichkeiten Nahestehende 9'248 8'652
Bilanzwert 15'033 13'185
Nach Währungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen    
CHF 14 15
EUR 13'976 12'693
USD 891 420
Andere Währungen 152 57
Bilanzwert 15'033 13'185

20. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

    Erläuterungen Nr.   2016 2015
1000 EUR 1000 EUR
Verbindlichkeiten Finanzinstitute   7'000 7'003
Verbindlichkeiten Gesellschafter   13'069 21
Verbindlichkeiten Nahestehende   95 1'399
Poolverrechnungskonto/Finanzforderung Gesellschafter   -6'552 -21
Sonstige   44 94
Kurzfristiger Anteil an      
Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 14 32 32
sonstigen Finanzverbindlichkeiten 15 27'372 27'937
(davon Gesellschafter 0,0 Mio. Euro i V 0,0 Mio. Euro)      
Bilanzwert   41'060 30'465
Nach Währung      
EUR   41'060 30'465
Bilanzwert   41'060 30'465

Der Saldo des Poolverrechnungskontos wird zuerst mit Cash-Pool-verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter verrechnet und bei einer Netto-Forderung wird diese als Finanzieller Vermögenswert ausgewiesen.

21. Sonstige Verbindlichkeiten

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern 118 82
Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern 2'783 2'504
Verbindlichkeiten aus Umsatz- und sonstigen Steuern 2'019 1'836
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 404 1'858
Sonstige 871 881
Bilanzwert 6'195 7'161

22. Kategorien von Finanzinstrumenten

Die nachstehenden Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (inklusive festverzinsliche langfristige Finanzverbindlichkeiten) entsprechen per 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 annähernd dem beizulegenden Zeitwert gemäss IFRS.

  Erläuterungen Nr. 2016 2015
    1000 EUR 1000 EUR
Sonstige Finanzanlagen 7 14 14
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 37'356 34'861
Sonstige Forderungen (ohne Forderungen aus Umsatz- und sonstigen Steuern resp. Anzahlungen für Vorräte) 10 630 5'437
Flüssige Mittel (ohne Kassenbestände) 12 2'605 1'813
Darlehen und Forderungen   40'605 42'125
Wertpapiere des Umlaufvermögens 11 0 127
Zur Veräusserung gehaltene Finanzaktiven   0 127
Verbindlichkeiten aus Finanzleasing 14 -66 -98
Finanzverbindlichkeiten (ohne Restkaufpreisverbindlichkeiten) 15, 20 -80'065 -69'378
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19 -15'033 -13'185
Sonstige Verbindlichkeiten (ohne Sozialversicherung. Arbeitnehmer Umsatz- und sonstige Steuern) resp. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen) 21 -871 -881
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten   -96'035 -83'542

Die Stufen der Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte und ihre Anwendung auf die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten;

Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt oder indirekt beobachtbar sind,

Stufe 3: Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die folgende Tabelle zeigt die Fortschreibung der finanziellen Verbindlichkeiten der Stufe 3:

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Bestand 1. Januar 0 0
Zugänge Konsolidierungskreis 595 0
Auflösung (Sonstiger Finanzertrag) -595 0
Bestand 31. Dezember 0 0

Die Überprüfung des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Kaufpreiszahlung der in 2016 akquirierten Ismet Gruppe, welche vom Betriebsergebnis 2016 und 2017 abhängig ist, hat ergeben, dass aufgrund des unter Plan liegenden Betriebsergebnisses 2016 per Stichtag 31. Dezember 2016 mit keiner Kaufpreiszahlung zu rechnen ist. Entsprechend ist der beizulegende Zeitwert in Höhe von 0,6 Mio. EUR über den sonstigen Finanzertrag aufgelöst worden (siehe Erläuterung 36).

23. Finanzielles Risikomanagement

Allgemeines

Die Geschäftsführung hat die oberste Verantwortung über das Risikomanagement. Die Geschäftsführung hat dazu die interne Revision eingesetzt, welche für die Entwicklung und Überwachung der Grundsätze für das Risikomanagement zuständig ist.

Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, die Risiken, welchen die Gruppe ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren, Kontrollen zu etablieren sowie die Risiken zu überwachen. Die Grundsätze des Risikomanagements sowie die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft, um Veränderungen in den Marktbedingungen sowie den Tätigkeiten der Gruppe zu berücksichtigen.

Die IFINA-Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Diese betreffen das Kreditrisiko, das Marktrisiko (Zinsrisiko) und das Liquiditätsrisiko. Zinsrisiken werden zentral auf Ebene der Phoenix Mecano bewirtschaftet. Ebenso wird der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zentral gesteuert.

Die Bewirtschaftung nicht betriebsnotwendiger flüssiger Mittel und der Gruppenfinanzierung wird ebenfalls zentral durch die Phoenix Mecano gesteuert.

Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über das Ausmass der einzelnen finanziellen Risiken sowie die Ziele, Grundsätze und Prozesse für die Messung, Überwachung und Absicherung dieser Risiken sowie über das Kapitalmanagement der Gruppe.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko, finanzielle Verluste zu erleiden, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstrumentes ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Kreditrisiken können im Wesentlichen auf langfristigen Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und flüssigen Mitteln bestehen. Das Kreditrisiko auf flüssigen Mitteln wird minimiert, indem nur mit erstklassigen Finanzinstituten eine Beziehung gepflegt wird und zudem nicht nur ein einzelnes Finanzinstitut, sondern verschiedene Finanzinstitute berücksichtigt werden.

Um das Risiko auf den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu reduzieren, werden bei den Kunden interne Kreditlimiten verwendet. Aufgrund der unterschiedlichen Kundenstruktur in den Geschäftsbereichen gelten keine allgemein gültigen Kreditlimiten über die IFINA-Gruppe hinweg. Die Überprüfung der Bonität erfolgt regelmässig aufgrund von internen Richtlinien. Für die Festlegung der Kreditlimite werden die finanzielle Situation, die bisherige Erfahrung sowie andere Faktoren berücksichtigt. Aufgrund des breiten Kundenstammes, der sich über verschiedene Regionen und Branchen erstreckt, ist das Kreditrisiko auf den Forderungen begrenzt. Es bestehen keine Klumpenrisiken.

Das maximale Kreditrisiko auf Finanzinstrumenten entspricht den Buchwerten der einzelnen finanziellen Aktiven. Es bestehen keine Garantien und ähnliche Verpflichtungen, die zu einer Erhöhung des Risikos über die Buchwerte hinausführen könnten. Das maximale Kreditrisiko per Bilanzstichtag beträgt:

  Erläuterungen Nr. 2016 2016
    1000 EUR 1000 EUR
Sonstige Finanzanlagen 7 14 14
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 37'356 34'861
Sonstige Forderungen (ohne Forderungen aus Umsatz- und sonstigen Steuern resp. Anzahlungen für Vorrate) 10 630 5'437
Wertpapiere des Umlaufvermögens 11 0 127
Flüssige Mittel (ohne Kassenbestände) 12 2'605 1'813
Total   40'605 42'252

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die IFINA-Gruppe ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann.

Die IFINA-Gruppe überwacht das Liquiditätsrisiko durch ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement. Die Gruppe verfolgt dabei den Grundsatz, eine Liquiditätsreserve zur Verfügung zu stellen, die über dem täglichen und monatlichen Bedarf an betrieblichen Mitteln liegt. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfeldes, in dem die Gruppe operiert, ist es das Ziel der Gruppe, die notwendige Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend ungenutzte Kreditlinien bei Finanzinstituten sowie dem Gesellschafter zur Verfügung stehen. Die Kreditlinien verteilen sich auf mehrere Finanzinstitute. Im Geschäftsjahr wie im Vorjahr besteht keine Risikokonzentration bzgl. des Liquiditätsrisikos.

Fälligkeitsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2016:

  Buchwert Mittelabfluss n < 3 Monate in 3 - 6 Monaten in 6 - 12 Monaten in > 1 - 5 Jahren in >5 Jahren
  1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR
Nicht derivative Finanzinstrumente              
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15'033 -15'033 -15'033        
Sonstige Verbindlichkeiten 871 -871 -871        
Finanzverbindlichkeiten {ohne Finanzleasing) 80'033 -82'617 -14'827 8'850 8'850 -39'323 -983
Total 95'937 -98'521 -30'731 8'850 -18'634 -39'323 -983

Fälligkeitsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2015:

  Buchwert Mittelabfluss in < 3 Monate in 3 - 6 Monaten in 6 - 12 Monaten in 1 - 5 Jahren in > 5 Jahren
  1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR 1000 EUR
Nicht derivative Finanzinstrumente              
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13'185 -13'185 -13'112 -70 -3    
Sonstige Verbindlichkeiten 1 881 -881 -881        
Finanzverbindlichkeiten (ohne Finanzleasing) 69'346 -71'713 -11'687 -9'004 -10'671 -38'322 -2'029
Total 83'412 -85'779 -25'680 -9'074 -10'674 -38'322 -2'029

1 (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungen, Arbeitnehmern, ohne Umsatz- und sonstige Steuern resp. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen)

Die Eventualverbindlichkeiten (siehe Erläuterung 25) stellen einen möglichen Mittelabfluss dar.

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass Veränderungen in Marktpreisen wie Wechselkurse, Zinssätze und Börsenkurse eine Auswirkung auf den Gewinn und den beizulegenden Zeitwert der durch die IFINA-Gruppe gehaltenen Finanzinstrumente haben können. Das Ziel des Managements von Marktrisiken ist die Überwachung und Kontrolle von solchen Risiken, um sicherzustellen, dass diese Risiken einen bestimmten Umfang nicht überschreiten. Im Geschäftsjahr wie im Vorjahr besteht keine Risikokonzentration bezogen auf das Marktrisiko.

Währungsrisiko

Die Aktiven und Passiven der IFINA-Gruppe bestehen fast nur aus Euro-Werten, weshalb die Gruppe praktisch kein Währungsrisiko aufweist und entsprechend ist auf die erforderlichen Währungsrisiko-Angaben aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet worden.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko teilt sich auf in ein zinsbedingtes Cashflow-Risiko, d.h. das Risiko, dass sich die zukünftigen Zinszahlungen auf Grund von Schwankungen des Marktzinssatzes ändern, sowie ein zinsbedingtes Risiko einer Änderung des Marktwertes, d.h. das Risiko, dass sich der Marktwert eines Finanzinstrumentes auf Grund von Schwankungen des Marktzinssatzes verändert. Die von der Gruppe gehaltenen verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und -verbindlichkeiten betreffen vor allem flüssige Mittel sowie Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten und dem Gesellschafter.

Sensitivitätsanalyse 2016 und 2015:

Die IFINA-Gruppe ist bei den variabel verzinslichen liquiden Mitteln und den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten und dem Gesellschafter dem zinsbedingten Cashflow-Risiko ausgesetzt. Wären die Zinssätze der variabel verzinslichen Verbindlichkeiten abzüglich den Festgeldanlagen um 50 Basispunkte höher bzw. niedriger gewesen, wäre das Periodenergebnis 2016 und 2015 jeweils um weniger als 0.1 Mio. EUR niedriger resp. höher ausgefallen, falls alle anderen Variablen konstant gewesen wären.

Preisrisiko

Die IFINA-Gruppe tätigt keine Anlagen in Aktien und Aktienfonds und ist deshalb keinem Preisrisiko ausgesetzt.

24. Kapitalmanagement

Die Ziele der IFINA-Gruppe im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um dem Gesellschafter weiterhin Erträge und den anderen Interessenten die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen. Ferner will sich die Gruppe durch eine konservative Finanzierung den Spielraum für künftiges Wachstum und Akquisitionen erhalten. Ein weiterer Schwerpunkt des Kapitalmanagements ist in diesem Zusammenhang die Aufrechterhaltung einer adäquaten Eigenkapitalquote. Die Eigenkapitalquote beschreibt die Beziehung zwischen Eigen- und Fremdkapital. Je mehr Eigenkapital zur Verfügung steht, desto höher ist die finanzielle Stabilität des Unternehmensverbundes und desto unabhängiger ist die IFINA-Gruppe von Fremdkapitalgebern.

25. Eventualverpflichtungen

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Bürgschaften und Garantien 1'223 1'043
Wechselobligo 0 43
Summe 1'223 1'086

26. Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen

Die eingegangenen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen belaufen sich per 31. Dezember 2016 auf 1,7 Mio. EUR (i.V. 0,4 Mio. EUR).

27. Operatives Leasing, Mieten und Pachten

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Mindestverpflichtungen bis 1 Jahr 1'671 1'745
Mindestverpflichtungen über 1 bis 5 Jahre 3'833 2'956
Mindestverpflichtungen über 5 Jahre 5'708 4'841
Mindestverpflichtungen aus operativem Leasing, Mieten und Pachten 11'212 9'542
Mindestansprüche bis 1 Jahr 50 80
Mindestanspruche aus Vermietung und Verpachtung 50 80

Die Verpflichtungen aus operativem Leasing, Mieten und Pachten bestehen fast ausschliesslich aus Verpflichtungen für angemietete Räumlichkeiten bzw. Grundfläche (Erbpacht).

28. Umsatzerlöse

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Bruttoumsatz Dritte 260'340 256'966
Bruttoumsatz Nahestehende 108'495 110'632
Erlösminderungen -4'525 -4'542
Umsatzerlöse (Nettoumsatz) 364'310 363'056

Der ausgewiesene Bruttoumsatz umfasst die fakturierten Lieferungen der Gruppe an Dritte und Nahestehende. Mehrwertsteuern, direkt gewährte Rabatte und Gutschriften für Rücksendungen sind in Abzug gebracht.

Der Bruttoumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,3 % erhöht (i.V. 2,2 % erhöht). Die Auswirkungen aus Veränderungen im Konsolidierungskreis auf den Bruttoumsatz betragen 1,5 % (i.V 0,4 %).

29. Sonstige betriebliche Erträge

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Erträge aus Konzernumlage Nahestehende 2'947 2'683
Erträge aus Lizenzeinnahmen Nahestehende 4'353 3'812
Versicherungsentschädigungen 89 119
Gewinne Abgang immaterielle Anlagen und Sachanlagen 2'100 154
Staatliche Zuschüsse 11 13
Sonstige 2'814 2'934
Summe 12'314 9'715

Der Anstieg des Gewinnes aus Abgang immaterielle Anlagen und Sachanlagen ist vor allem durch den Buchgewinn aus dem Verkauf einer Liegenschaft in Italien in Höhe von 1,8 Mio. EUR zurückzuführen.

30. Materialaufwand

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Aufwendungen für Roh- und Hilfsstoffe. Handelswaren und bezogene Leistungen 221'284 220'606
Anschaffungsnebenkosten 816 1'391
Summe 222'100 221'897

Wertberichtigungen und Verluste auf Vorräten sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten (siehe Erläuterung 35).

31. Personalaufwand

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Lohne und Gehälter 77'274 75'796
Sozialaufwand 14'326 14'044
Personalnebenkosten 3'279 3'185
Summe 94'879 93'024

32. Amortisation immaterielle Anlagen

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Entwicklungsleistungen 675 481
Konzessionen. Lizenzen. ähnliche Rechte und Werte 2'032 2'002
Summe 2707 2'483

33. Abschreibungen Sachanlagen

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Renditeliegenschaften 0 10
Grundstücke und Gebäude 1'722 1'537
Maschinen und Einrichtungen 6'305 6'146
Summe 8'027 7'993

34. Impairment immaterielle Anlagen und Sachanlagen

    2016 2015
    1000 EUR 1000 EUR
Abwertungsverluste auf immaterielle Anlagen 4 0 2'475
Abwertungsverluste auf Sachanlagen 5 212 498
Summe   212 2'973

35. Sonstige betriebliche Aufwendungen

    Erläuterungen Nr.   2016 2015
1000 EUR 1000 EUR
Externe Entwicklungskosten   1'294 1'211
Aufwand Fremdleistungen   10'076 10'142
Mieten. Pachten. Leasing   2'697 2'243
Verwaltungsaufwand   2'950 3'506
Werbeaufwand   2'191 2'326
Vertriebsaufwand   9'757 9'150
Verluste Abgang immaterielle Anlagen und Sachanlagen   27 131
Verluste und Wertberichtigungen auf Vorrate 8 1'838 2'800
Kapital- und sonstige Steuern   376 409
Sonstige   7'074 6'538
Summe   38'279 38'456

Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten, einschliesslich interner Kosten, belaufen sich auf 7,6 Mio. EUR (i.V. auf 7,4 Mio. EUR).

36. Finanzerträge

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Zinsertrag von Dritten 464 8
Zinsertrag von Gesellschafter und Nahestehenden 6 1
Gewinn aus Finanzinstrumenten erfolgswirksam zum Verkehrswert bewertet (Trading Derivate) 0 10
Währungskursgewinne 286 605
Sonstiger Finanzertrag 616 1
Summe 1'372 625

Der Sonstige Finanzertrag enthält in 2016 die erfolgswirksame Anpassung von Restkaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen in Höhe von 0,6 Mio. EUR (siehe Erläuterung 22).

37. Finanzaufwendungen

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Zinsaufwand von Dritten 319 130
Zinsaufwand von Gesellschafter und Nahestehenden 1'645 1'814
Währungskursverluste 218 296
Sonstiger Finanzaufwand 208 249
Summe 2'390 2'489

38. Ertragsteuern

    Erläuterungen Nr.   2016 2015
1000 EUR 1000 EUR
Laufende Ertragsteuern - Gewerbesteuern   1'978 2'294
Laufende Ertragsteuern - Körperschaftssteuern   1'663 1'796
Latente Steuern 18 -605 -1'842
Ertragsteuern   3'036 2'248
Ueberleitung theoretische zu effektiven Ertragsteuern      
Ergebnis vor Steuern   9'600 5'842
Theoretische Ertragsteuern   3'041 1'814
Gewichteter Ertragsteuersatz in %   31.7 31.1
Steuersatzänderungen latente Steuern   0 0
Steuerfreie Erträge   -80 -185
Nicht abzugsfähige Aufwendungen   467 663
Nichtaktivierung steuerlicher Verlustvorträge Berichtsjahr   694 894
Nutzung nichtaktivierte steuerliche Verlustvorträge Vorjahre   -273 -469
Periodenfremde Ertragsteuern   -698 -199
Sonstige   -115 -270
Effektive Ertragsteuern   3'036 2'248
Effektiver Ertragssteuersatz in %   31.6 % 38.5%

Der gewichtete Ertragssteuersatz ergibt sich im Wesentlichen aus dem deutschen Körperschaftsteuersatz von 15%, Solidaritätszuschlag von 5,5 % und dem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in den jeweiligen Gemeinden, in denen die IFINA-Gruppe tätig ist, der sich in 2016 aufgrund geänderter Hebesätze der Gemeinden leicht erhöht hat.

39. Zugang von Gruppengesellschaften

Die erworbenen Vermögenswerte und das übernommene Fremdkapital setzen sich wie folgt zusammen:

    Erläuterungen Nr.   beizulegender Zeitwert 2016 beizulegender Zeitwert 2015
1000 EUR 1000 EUR
Sonstige immaterielle Anlagen 4 11'961 0
Sachanlagen 5 7'870 0
Vorräte   4'255 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen   1'425 0
Sonstiges Umlaufvermögen   463 0
Flüssige Mittel   782 0
Latente Steuern 18 -4'239 0
Sonstiges Fremdkapital   -4'331 0
Identifizierbare Nettoaktiven   18'186 0
Goodwill aus Akquisition   0 0
Barkaufpreis (gezahlt)   -18'186 0
Restkaufpreisverbindlichkeit   595 0
Erworbene flüssige Mittel   782 0
Mittelveränderung   -16'809 0

Per 1. Juli 2016 hat Phoenix Mecano-Gruppe sämtliche Anteile der ismet Holding GmbH, Villingen­Schwenningen (D), die wiederum zu 100 % an Gesellschaften in Deutschland und in der Tschechischen Republik beteiligt ist, erworben. Die ismet Gruppe ist im europäischen Markt für Transformatoren und Drosseln gut positioniert und pflegt eine breite Kundenbasis in der DACH-Region. Das Unternehmen erzielte 2015 einen konsolidierten Umsatz von rund 14 Mio. EUR und beschäftigt 140 Mitarbeitende an zwei Standorten in Deutschland und in der Tschechischen Republik. Die mehrheitlich kundenspezifischen Produkte und Systeme werden zur Spannungstransformation und zur Stabilisierung der Stromnetzwerke eingesetzt. Industrielle Anwendungen mit einem breiten Leistungsbereich finden sich in den Bereichen Maschinen und Anlagenbau, Transportindustrie (Bahntechnik und Schiffsausrüstung), Gebäudetechnologie sowie bei erneuerbaren Energiequellen. Durch diese Akquisition erhofft sich der Konzern eine Stärkung der Marktposition in Europa im Bereich für Transformatoren und Drosseln.

Die erworbenen Forderungen in Höhe von 1,4 Mio. EUR sind entsprechend den Erwartungen im Erwerbszeitpunkt vollständig bezahlt worden. Die Anschaffungskosten der Beteiligung von 18,2 Mio. EUR ergeben sich aus dem per 1. Juli mit flüssigen Mitteln bezahlten fixen Kaufpreis von 17,6 Mio. EUR und aus der erwarteten bedingten Kaufpreiszahlung in Höhe von 0,6 Mio. EUR, welche vom Betriebsergebnis 2016 und 2017 abhängig ist und in 2018 fällig ist.

Die im Halbjahresabschluss der Phoenix Mecano AG unter Ereignisse nach dem Bilanzstichtag aufgeführten Beträge inkl. die erwartete bedingte Kaufpreiszahlung in Höhe von 1,8 Mio. EUR waren zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Halbjahresabschlusses aufgrund der Komplexität der Transaktion und des kurzen Zeitfensters zwischen Abschluss der Transaktion und Veröffentlichung des Halbjahresabschlusses noch nicht final. Im Rahmen der Finalisierung der Berechnungen war eine Anpassung verschiedener Annahmen notwendig (wie eine tiefere Rohmarge und eine etwas höhere Kostenbasis). Diese Effekte sind in der finalen Rechnungslegung angepasst worden, mit entsprechenden Auswirkungen auf die bedingte Kaufpreiszahlung und den Wert der identifizierbaren Nettoaktiven.

Die akquirierten Gesellschaften erzielten in 2016 nach dem Erwerb einen Umsatzerlös mit Dritten von 5,7 Mio. EUR. Der Beitrag zum Periodenergebnis der Phoenix Mecano Gruppe betrug -1,5 Mio. EUR. Wären die Unternehmen seit dem 1. Januar 2016 im Konsolidierungskreis gewesen, hätten sich die Umsatzerlöse 2016 auf 371,0 Mio. EUR und das konsolidierte Periodenergebnis auf 6,6 Mio. EUR belaufen.

40. Transaktionen mit Nahestehenden

  2016 2015
  1000 EUR 1000 EUR
Entschädigung Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen 2'831 2'813
Sozialversicherungsbeiträge 190 160
Vorsorgeleistungen 33 20
Gesamtvergütung Management in Schlüsselpositionen 3'054 2'993

Die Schlüsselpersonen umfassen auch die oberste Führungsebene bei einzelnen Tochtergesellschaften bei denen die Zuständigkeiten von Geschäftsführerorgan des Mutterunternehmens weitgehend auf das Geschäftsführerorgan des Tochterunternehmens delegiert worden ist. Zum Bilanzstichtag werden Pensionsrückstellungen für Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (i.V. 0,7 Mio. EUR) und Rückstellungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR (i.V. 0,4 Mio. EUR) ausgewiesen.

Für ehemalige Mitarbeiter in Schlüsselpositionen wurden andere langfristige Leistungen im Umfang von TEUR 33 (i.V. TEUR 23) erbracht.

Die weiteren Transaktionen mit Nahestehenden (verbundene Unternehmen der Phoenix Mecano-Gruppe) und dem Gesellschafter (PM International B.V, Doetinchem, Niederlande) sind in Erläuterung 10,15,19,20,28,29,36 und 37 dargestellt.

Folgende Gesellschaften werden als Nahestehend bezeichnet, da sie Tochtergesellschaften der obersten Muttergesellschaft Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, sind und nicht dem Konsolidierungskreis der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH angehören:

Gesellschaft Sitz
Phoenix Mecano AG Stein am Rhein, Schweiz
Phoenix Mecano Management AG Kloten, Schweiz
Phoenix Mecano Technologies AG Stein am Rhein, Schweiz
Phoenix Mecano Trading AG Stein am Rhein, Schweiz
Phoenix Mecano Komponenten AG Stein am Rhein, Schweiz
Phoenix Mecano S.à.r.l. Fontenay-sous-Bois, Frankreich
Phoenix Mecano Ltd. Aylesbury, England
Phoenix Mecano Finance Ltd. St. Helier, Kanalinseln GB
Integrated Furniture Technologies Ltd. Cheltenharn, GB
OKIN Scandinavia AB lngelstad, Schweden
Phoenix Mecano ApS Odense, Dänemark
Phoenix Mecano S.r.l. Milano, Italien
Sistemas Phoenix Mecano Espana S.A. Zaragoza, Spanien
PM Komponenten B.V. Doetinchem, Niederlande
PM Special Measuring Systems B.V. Enschede, Niederlande
Wijdeven Power Holding B.v. Ter Arpel, Niederlande
Wijdeven Inductive Solutions B.V. Ter Arpel, Niederlande
PM Komponenten N.V. Deinze, Belgien
Phoenix Mecano Keoskemet KFT Keoskemet, Ungarn
Phoenix Mecano Keoskemet Research and Development KFT Keoskemet, Ungarn
Phoenix Mecano Plastic S.r.l. Sibiu, Rumänien
Phoenix Mecano COD Moskau, Flussland
Phoenix Mecano Inc. Frederick, USA
W-IE-NE-R Plein & Baus Corp. Springfield. USA
OKIN America Inc. Shannon, USA
Phoenix Mecano Comercial e Tecnica Ltda. Barueri, Brasilien
Phoenix Mecano Holding Ltda. Barueri, Brasilien
Phoenix Mecano America Latina S.A. Montevideo, Uruguay
Phoenix Mecano S.E. Asia Pte. Ltd. Singapur
Phoenix Mecano Korea Co.. Ltd Busan, Südkorea
Phoenix Mecano (India) Ltd. Pune, Indien
Mecano Components (Shanghai) Co. Ltd. Shanghai, China
Shenzhen ELCOM Trading Co. Ltd. Shenzhen, China
OKIN Refined Electric Technologg Co. Ltd. Jiaxing, China
I2 Mechanical and Electrical Co. Ltd. Jiaxing, China
Phoenix Mecano Components (Taicang) Co. Ltd. Taicang, China
Phoenix Mecano Hong Kong Limited Hong Kong. China
Bond Tact Hardware (Dongguan) Company Limited Hong Kong. China
Bond Tact Industrial Limited Dongguan, China
Phoenix Mecano Mazaka A.S. Ankara. Türkei
Phoenix Mecano Australia Pty Ltd. Tullamarine Victoria, Australien
Phoenix Mecano Har tu S.à.r.l. Ben Arous. Tunesien
Phoenix Mecano ELCOM S.à.r.l. Djebel El Ouest, Tunesien
Phoenix Mecano Digital Tunisie S.à.r.l. Borj-Cedria, Tunesien
Phoenix Mecano Maroc Sarl Tétouan, Marokko

Es bestehen Dienstleistungs- und Lieferbeziehungen mit den vorgenannten Gesellschaften. Darüber hinaus erfolgen Darlehensgewährungen an die IFINA-Gruppe. Bei den Dienstleistungsbeziehungen handelt es sich im Wesentlichen um Kostenumlagen für erbrachte Dienstleistungen. Die Lieferbeziehungen beinhalten sowohl die Lieferungen nahestehender Gesellschaften an die IFINA-Gruppe mit Halb- und Fertigerzeugnissen als auch die Lieferung von Fertigerzeugnissen von der IFINA-Gruppe an nahestehende Gesellschaften. Diese Transaktionen innerhalb der Gruppengesellschaften werden zu marktüblichen Bedingungen abgewickelt. Die Darlehensgewährungen umfassen sowohl kurzfristige als auch langfristige Darlehen. Die Verzinsung wird zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.

Die gegenüber der Muttergesellschaft PM International B.V. bestehenden kurzfristigen sowie langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich aus den Erläuterungen 15 und 20.

41. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer der Gesellschaft sind:

Herr Benedikt A. Goldkamp, Dipl.-Finanzwirt, MBA und Delegierter des Verwaltungsrates der Phoenix Mecano AG, Lufingen/Schweiz,

Herr Maximilian Kleinle, Gesamtleiter der Sparte Mechanische Komponenten, Baar/Schweiz

Frau Marianne Sochor, Justiziarin, Köln.

Für die gemäss § 314 Absatz 1 Nr. 6a HGB erforderten Angaben für die Bezüge der Geschäftsführer hat der Konzern die Erleichterungsvorschriften nach § 286 Absatz 4 HGB in Anspruch genommen, da nur Frau Marianne Sochor ihre Bezüge von der IFINA-Gruppe erhält.

42. Personalbestand

Die Daten basieren auf der durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

  2016 2015
Verwaltung 95 99
Einkauf 67 74
Entwicklung/Konstruktion 196 182
Fertigung/Qualitätssicherung 744 694
Vertrieb 251 257
Logistik 127 120
Diverse 39 40
Total Personalbestand 1'519 1'466

43. Gesamtvergütung für die Tätigkeit des Abschlussprüfers

Die für das Geschäftsjahr 2016 erfassten Honorare für die Tätigkeiten des Abschlussprüfers KPMG betrugen für Abschlussprüferleistungen TEUR 246 (i.V. TEUR 236) und für Steuerberatungsleistungen TEUR 307 (i.V. TEUR 581).

44. Befreiende Wirkung

Der Konzernabschluss hat gemäss § 264 Absatz 3 HGB für alle deutschen Kapitalgesellschaften und gemäss § 264 b HGB für alle deutschen Personengesellschaften (siehe Erläuterung 2) mit Ausnahme der Götz Udo Hartmann GmbH, der Kundisch Beteiligungs-GmbH sowie der RK Schmidt Systemtechnik GmbH befreiende Wirkung unter anderem für die Offenlegung und Prüfung und wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

45. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die IFINA-Gruppe hat am 6. März 2017 ein Schuldscheindarlehen über 35 Mio. EUR mit fixer Verzinsung und einer Laufzeit von 5 Jahren zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten und Bereitstellung von Mitteln für Investitionen und die Akquisitionstätigkeit der Gruppe, aufgenommen.

Zwischen dem 31. Dezember 2016 und dem 6. April 2017 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die eine Anpassung der Buchwerte von Aktiven und Passiven zur Folge hätten oder an dieser Stelle offengelegt werden müssten.

 

Porta Westfalica, 6. April 2017

IFlNA Beteiligungsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Benedikt Goldkamp

Maximilian Kleinle

Marianne Sochor

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016

1. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Die IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH mit ihren Tochtergesellschaften (IFINA-Gruppe) ist eine hundertprozentige Tochter der PM International BV, Doetinchem, Niederlande, welche wiederum zu 100 % von der an der Schweizer Börse SIX notierten Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz, gehalten wird. Die Ifina-Gruppe ist insoweit vernetzt mit dem weltweiten Vertriebs- und Produktionsaktivitäten der Phoenix Mecano Gruppe. Der Ifina Teilkonzern umfasst neben der Muttergesellschaft weitere 20 Tochtergesellschaften in Deutschland sowie 4 ausländische Tochtergesellschaften.

Die IFINA-Gruppe ist tätig im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Komponenten für industrielle Kunden der Elektronik, Elektrotechnik und des Maschinen- und Anlagebaus sowie von elektrischen Antrieben und Steuerungselementen für verstellbare Komfort- und Pflegemöbel sowie Krankenhausbetten und ist in vielen ihrer Märkte führend. Hauptabsatzmärkte der Gesellschaften der IFINA-Gruppe sind Deutschland und das europäische Ausland, aber auch Nord- und Südamerika sowie Nah- und Fernost sind wichtige Absatzmärkte.

Hauptstandorte der IFINA-Gruppe sind dabei Minden, Porta Westfalica (Sitz der Muttergesellschaft), Bünde, Kirchlengern, Werne, Baiersdorf, Grävenwiesbach und Wutha-Farnroda.

Forschung und Entwicklung

Das bestehende Produktportfolio der IFINA-Gruppe wird laufend verbessert und sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. In 2016 wurden wesentliche Produktinnovationen abgeschlossen: Profilerweiterungen für unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten für eines der modularsten Systeme am Markt, Redesign des Geräteträgersystems da die aktuelle Generation ihre maximale Ausbringungsmenge erreicht hat und Einführung eines Produktes, welches die Integration von handelsüblichen Touchscreens und Displays in ein Gehäusesystem ermöglicht.

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgen an den einzelnen Standorten aufgrund der Eigenheiten des jeweiligen Produktportfolios. In 2016 wurden rd. 2,7 % höhere Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr in diesem Bereich getätigt. Die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten, einschließlich interner Kosten, beliefen sich somit im Geschäftsjahr 2016 auf 7,6 Mio. EUR (im Vorjahr 7,4 Mio. EUR), von denen im Berichtsjahr rd. 10% aktiviert wurden. Die externen Entwicklungskosten beliefen sich auf 1,2, Mio. EUR.

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,8 % höher als im Vorjahr. Im vorangegangenen Jahr war das BIP in ähnlicher Größenordnung gewachsen (+ 1,7 %), 2014 um 1,6 %. Eine längerfristigere Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,1 % lag. Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts war der Konsum im Jahr 2016 wiederum wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2,0 %, die Konsumausgaben des Staates sogar um 4,0 % höher als im Jahr zuvor.

Geschäftsverlauf

Trotz anspruchsvoller konjunktureller Rahmenbedingungen sowohl in den reifen Industriemärkten als auch in den Schwellenländern sehen wir ausgezeichnete Chancen für Phoenix Mecano, die begleitet durch ein gezieltes Investitionsprogramm aktiv genutzt werden.

Das gruppenweite Programm zur Steigerung der Operational Excellence (J2OX) entwickelt sich erfolgreich zu einem selbsttragenden Prozess, der integraler Bestandteil unserer Entwicklungs- und Planungsaktivitäten geworden ist. So gelingt es uns immer besser, trotz steigender Anforderungen und erhöhter Komplexität im globalen Industriekomponentengeschäft Kundenanforderungen schneller, zuverlässiger und kostengünstiger zu bedienen.

Per 1. Juli 2016 hat Phoenix Mecano-Gruppe sämtliche Anteile der ismet GmbH, Villingen-Schwenningen (D), sowie ihrer Tochtergesellschaft in der Tschechischen Republik, erworben. Die ismet Gruppe ist im europäischen Markt für Transformatoren und Drosseln gut positioniert und pflegt eine breite Kundenbasis in der DACH-Region. Das Unternehmen erzielte 2015 einen konsolidierten Umsatz von rund 14 Mio. EUR und beschäftigt 140 Mitarbeitende an zwei Standorten in Deutschland und in der Tschechischen Republik. Die mehrheitlich kundenspezifischen Produkte und Systeme werden zur Spannungstransformation und zur Stabilisierung der Stromnetzwerke eingesetzt. Industrielle Anwendungen mit einem breiten Leistungsbereich finden sich in den Bereichen Maschinen und Anlagenbau, Transportindustrie (Bahntechnik und Schiffsausrüstung), Gebäudetechnologie sowie bei erneuerbaren Energiequellen.

Die Steuerung der Gruppe orientiert sich im Wesentlichen an den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzentwicklung sowie Betriebsergebnis. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden ein Umsatzwachstum und ein Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau erwartet.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde gegenüber dem Vorjahr ein um rd. 1,3 Mio. EUR höherer Umsatz von rd. 364,3 Mio. EUR erzielt. Das Betriebsergebnis hat sich dabei hauptsächlich auf Grund verminderter Impairmentaufwendungen um rd. 3,2 Mio. EUR auf rd. 10,9 Mio. EUR erhöht. Auch unter Berücksichtigung der vorhandenen Marktbedingungen ist das ein zufriedenstellendes Resultat.

Ertragslage

Der Bruttoumsatz der IFINA-Gruppe stieg gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 % (i.V. 2,2 %) auf rund 369 Mio. EUR. Die Entwicklung setzt sich vor allem zusammen aus organischen Umsatzzunahmen sowie aquisitionsbedingtem Wachstum durch die Übernahme der Ismet-Gruppe per 1. Juli 2016. Die hauptsächlich in EUR fakturierten Umsätze betreffen nahezu ausschließlich europäische Kunden. Der Auftragseingang erhöhte sich um 1,2 % auf 385,2 Mio. EUR.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Wesentlichen aufgrund des Gewinnes aus Abgang immaterielle Anlagen und Sachanlagen durch den Buchgewinn aus dem Verkauf einer Liegenschaft in Italien in Höhe von 1,8 Mio. EUR erhöht. Somit ergab sich für 2016 eine Gesamtsumme in Höhe von rund 12,3 Mio. EUR (im Vorjahr 9,7 Mio. EUR).

Unverändert nutzt die IFINA-Gruppe Synergieeffekte auch durch den Bezug von anderen Konzerngesellschaften aus dem Konzernverbund der Phoenix Mecano AG. Durch diesen Effekt sowie aufgrund von Produktmixänderungen erhöhte sich der Materialaufwand unterproportional zum Umsatzwachstum um 0,1 %. In der Folge verminderte sich der Materialeinsatz (Materialeinsatz/Nettoumsatzerlöse) im Geschäftsjahr 2016 auf 61,0 % gegenüber 61,1 % im Vorjahr.

Der Personalaufwand erhöhte sich durch Lohn- und Gehaltssteigerungen aber auch bedingt durch eine Neuaquisition um rd. 2,0 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Abschreibungen entwickelten sich im Wirtschaftsjahr nahezu unverändert gegenüber den Vorjahren. Bei den Sachanlagen ergab sich ein leichter Anstieg in 2016 um rund 0,4 %, während es bei den immateriellen Anlagen gegenüber dem Vorjahr eine leichte Erhöhung von 0,2 Mio. EUR ergab. Bei den Abwertungsverlusten kam es gegenüber dem Vorjahr allerdings zu einer deutlichen Reduktion auf 0,2 Mio. EUR (im Vorjahr 3,0 Mio. EUR). Grundlage für die Abwertungsverluste sind die im Vorjahr und im laufenden Geschäftsjahr durchgeführten Impairmenttests, die sich in erster Linie auf die Prüfung von Geschäfts- und Firmenwerten, Kundenstämmen, sowie Know-how und Entwicklungsprojekten beziehen, bei denen sich die ursprünglichen Planungen nicht so entwickelt haben wie erhofft.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um 0,5 %. Die Wertberichtigungen und Verluste auf Vorräte reduzierten sich gegenüber 2015 um rd. 1,0 Mio. EUR, was hauptsächlich aus der erhöhten Umschlagshäufigkeit und reduzierten Risiken bei den Vorräten resultiert. Eine leichte Kostensteigerung um rd. 400 TEUR wurde auch bei den Mieten und Pachten verbucht, was sich im Wesentlichen durch die Kosten der Schliessung des Standortes Alsdorf/Deutschland, welche mit dem Ziel erfolgt ist, die Prozesse für die Produktion von Transformatoren und Drosseln zu verschlanken und die Kapazitäten am Produktionsstandort in Süddeutschland optimal auszulasten.

Im Bereich "Verwaltung" und "Werbung" gab es in 2016 jeweils eine Reduktion um rd. 600 resp. 100 TEUR.

Im Wesentlichen bedingt durch die beschriebenen Entwicklungen bei den Umsatzerlösen und der Aufwendungen hat sich das Betriebsergebnis von TEUR 7.706 auf TEUR 10.947 erhöht.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Finanzergebnis deutlich verbessert (TEUR -1.347 versus TEUR - 1.864 im Vorjahr) Der sonstige Finanzertrag hat sich von TEUR 1 auf TEUR 616 erhöht aufgrund der erfolgswirksamen Anpassung von Restkaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Die Zinsaufwendungen gegenüber Gesellschaftern und Nahestehenden haben sich von 1,8 Mio. EUR auf 1,6 Mio. EUR reduziert, dies unter anderem aufgrund weiterhin gesunkener Leitzinsen, die sich bei Anschlussfinanzierungen und sonstigen Kreditaufnahmen positiv auswirkten. Die sonstigen Finanzaufwendungen sind leicht von TEUR 249 auf TEUR 208 gesunken.

Die Steuerquote in 2016 liegt mit effektiv 31,6 % tiefer als im Vorjahr (38,5 %). Die Reduktion der Aufwendungen ist in erster Linie auf die Abwertung der Geschäfts-und Firmenwerte in 2015 zurückzuführen, welche nicht steuerwirksam war.

Insgesamt resultierte somit ein gegenüber dem Vorjahr um rund 3,0 Mio. EUR verbessertes Periodenergebnis von 6,6 Mio. EUR nach einem Periodenergebnis von 3,6 Mio. EUR im Vorjahr, das im Wesentlichen mit dem Wegfall der Sondereffekten in 2015 zu begründen ist.

Finanzlage

Die Gesellschaften der IFINA-Gruppe nehmen am Cash-Pooling der unmittelbaren Muttergesellschaft PM International BV teil.

Der operative Cash-Flow des Geschäftsjahres 2016 hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Mio. EUR auf 19,6 Mio. EUR erhöht. Ursächlich dafür sind, einerseits ein gestiegenes Periodenergebnis sowie andererseits eine Zunahme (i. Vj. Verminderung) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Weiterhin wurden rd. 3,2 Mio. EUR als Abnahme bei Rückstellungen verbucht (im Vj. Zunahme von 0,9 Mio. EUR).

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 21,6 Mio. EUR liegt um 14,4 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Ursächlich dafür ist im Wesentlichen der Zugang der neuen Gruppengesellschaft i.H.v. 16,8 Mio. EUR sowie leicht tiefere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Anlagen. Die Investitionen verteilen sich im Weiteren vor allem auf Sachanlagen (6,3 Mio. EUR), immaterielle Anlagen (1,5 Mio. EUR).

Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich im Geschäftsjahr ein Mittelzufluss von 2,9 Mio. EUR. Neben einer Gewinnausschüttung über 10,0 Mio. EUR wurden im Wesentlichen zusätzlich kumulativ Kredite von rd. 12,9 Mio. EUR aufgenommen. Der Finanzmittelbestand, der sich sowohl im Vorjahr als auch im abgelaufenen Geschäftsjahr aus laufenden Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 2.401; i.Vj. TEUR 1.059), Kassenbeständen und Checks (TEUR 403 i.Vj. TEUR 240) und Festgeldanlagen (TEUR 204; i.Vj. TEUR 754) zusammensetzte, hat sich demnach um rd. 1,0 Mio. EUR auf 3,0 Mio. EUR erhöht. Weitere Details zur Entwicklung des Cash Flow sind aus der konsolidierten Geldflussrechnung zu entnehmen.

Die Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gesichert.

Die Finanzierung der Investitionen und der Ausschüttung erfolgte überwiegend aus dem generierten Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Für die kurzfristige Mittelbeschaffung stand der zum Konzernkreis der obersten Muttergesellschaft gehörende Cash Pool der PM International BV zur Verfügung. Darüber hinaus bestanden weitere Finanzierungsoptionen im Konzernverbund der Phoenix Mecano AG, sowie bei Finanzinstituten. Im ersten Quartal 2017 haben sich keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der IFINA-Gruppe gegenüber dem 31. Dezember 2016 und dem vergleichbaren Zeitraum des Geschäftsjahres 2016 ergeben.

Vermögenslage

Resultierend aus dem erzielten Jahresergebnisses des Geschäftsjahres 2016 sowie einer Gewinnausschüttung an die Muttergesellschaft reduzierte sich das Eigenkapital der IFINA-Gruppe zum Bilanzstichtag auf 41,1 Mio. EUR (im Vorjahr 44,8 Mio. EUR). Die IFINA-Gruppe weist zum Bilanzstichtag bei einer gestiegenen Bilanzsumme von 150,6 Mio. EUR auf 162,9 Mio. EUR eine Eigenkapitalquote von 25,2 % nach 29,8 % im Vorjahr aus.

Die Investitionen des Berichtsjahres betrugen bei den immateriellen Anlagen 1,5 Mio. EUR (im Vorjahr 1,8 Mio. EUR); bei den Sachanlagen wurden 6,3 Mio. EUR (im Vorjahr 6,7 Mio. EUR) - vor allem Maschinen und Einrichtungen - als Neuzugänge verbucht. Die langfristigen Vermögenswerte sind u.a. aufgrund der erwähnten Akquisition mit 64,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr um rd. 15,9 Mio. EUR gestiegen. Die eingegangenen Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf rd. 1,7 Mio. EUR (i.Vj. 0,4 Mio. EUR). Die Finanzierung erfolgt planmäßig aus eigenen Mitteln.

Bedingt durch die Akquisition und der Erhöhung der Wertberichtigungen von Lagerbeständen sind die Vorräte gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % auf 54,5 Mio. EUR gestiegen. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 7,2 % auf 37,4 Mio. EUR. Der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch das installierte Forderungsmanagement der IFINA-Gruppe ständig überwacht.

Die Verminderung der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus verminderten Forderungen gegen den Gesellschafter der Muttergesellschaft des Konzerns.

Die sonstigen Forderungen haben sich um 0,2 Mio. EUR erhöht auf 1,8 Mio. EUR.

Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % auf 39,0 Mio. EUR. Diese Veränderung erklärt sich hauptsächlich durch die Erhöhung von Finanzverbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden und Finanzinstituten sowie der Erhöhung des kurzfristigen Anteils. Die durchschnittliche Verzinsung erfolgt zu marktüblichen Konditionen mit 2, % p.a.

Durch die Veränderung des Konsolidierungskreises haben sich die latenten Steuerschulden gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht.

Bei den kurz- und langfristigen Rückstellungen wurde eine Reduktion von kumuliert rd. 0,7 Mio. EUR verbucht. Die gesamten Rückstellungen der IFINA-Gruppe betragen zum 31.12.2016 damit rund 8,5 Mio. EUR. Die Veränderung zum Vorjahr begründet sich im Wesentlichen durch die Reduktion der Restrukturierungsrückstellung in Höhe von rd. 0,7 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR. Die Restrukturierungskosten beinhalten im Wesentlichen die Kosten der Schliessung des Standortes Alsdorf/Deutschland, welche mit dem Ziel erfolgt ist, die Prozesse für die Produktion von Transformatoren und Drosseln zu verschlanken und die Kapazitäten am Produktionsstandort in Süddeutschland optimal auszulasten. Weitere Rückstellungspositionen verhielten sich gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant.

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen der Phoenix Mecano Gruppe aus kurzfristigen Finanzierungen (27,1 Mio. EUR), gegenüber dem Gesellschafter (6,5 Mio. EUR) und gegenüber Finanzinstituten (7,0 Mio. EUR).

Die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr leicht auf 15,0 Mio. EUR.

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme der IFINA-Gruppe gegenüber dem Vorjahr um rd. 12,3 Mio. EUR erhöht, was auf der Aktivseite zum einen durch Änderungen im Anlagevermögen zu erklären ist. Bedingt durch die Akquisition der Ismet-Gruppe resultierte daraus eine Erhöhung bei den immateriellen Wirtschaftsgütern in Höhe von rund 10,8 Mio. EUR. Weiterhin führte eine Erhöhung an Vorratsbeständen zu einer zusätzlichen Erhöhung der Bilanzsumme um rd. 1,8 Mio. EUR. Ebenfalls wurden auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit rd. 2,5 Mio. EUR höher bilanziert als in 2015. Die Ertragssteuerforderungen sowie die finanziellen Vermögenswerte sind um 4,0 Mio. EUR resp. 4,8 Mio. EUR tiefer bilanziert als im Vorjahr. Auf der Passivseite wurde das Eigenkapital aufgrund einer höheren Gewinnausschüttung an das Mutterunternehmen, um rd. 3,7 Mio. EUR tiefer bilanziert als in 2015. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um rd. 1,9 Mio. EUR höher bilanziert als im Vorjahr. Bei den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten kam es zu einem Anstieg von rd. 10,7 Mio. EUR.

Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Ifina-Gruppe ist weiterhin solide und geordnet. Unter Berücksichtigung des Marktumfelds und der konjunkturellen Bedingungen wurde ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht.

3. Nachtragsbericht

Es ergaben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind mit Ausnahme, dass die IFINA-Gruppe am 6. März 2017 ein Schuldscheindarlehen über 35 Mio. EUR aufgenommen hat mit fixer Verzinsung und einer Laufzeit von 5 Jahren zur Refinanzierung bestehender Finanzverbindlichkeiten und Bereitstellung von Mitteln für Investitionen und die Akquisitionstätigkeit der Gruppe.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Trotz der gestiegenen Unsicherheit aufgrund verschiedener konjunktureller und weltpolitischer Krisenherde (Brexit, Unsicherheiten US-Politik, Protektismus) zeigt sich die weltweite Industriekonjunktur aus Sicht der IFINA-Gruppe 2017 recht robust.

Die Entwicklungs- und Vertriebsteams der IFINA - Gruppe bearbeiten mit innovativen Produkten neue Marktnischen, die in den nächsten Jahren das Wachstum der Gruppe sicherstellen sollen. Die konjunkturelle Entwicklung wird genau beobachtet um auch künftig auf neue Entwicklungen schnell zu reagieren.

Die internen Programme zur Effizienzsteigerung und Prozessverbesserung werden mit hoher Intensität auch in 2017 weiterverfolgt.

Für das Jahr 2017 wird grundsätzlich von einem ähnlich stabilen Wirtschaftswachstum wie im Vorjahr ausgegangen. Das Risiko von Belastungen aus einer nur verhaltenen oder rezessiven Entwicklung der Weltwirtschaft oder in wichtigen Kernregionen ist aber weiterhin latent vorhanden.

Der IWF (World Economic Outlook, Januar 2017) prognostiziert ein Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 %, das damit leicht über dem Wert des Vorjahres von 3,1 % liegt. Die regionalen Wachstumserwartungen sollten sich allerdings weiter verschieben. Zwar wird auch 2017 die höchste regionale Dynamik für die aufstrebenden asiatischen Volkswirtschaften prognostiziert. Auch für China wird eine leichte Erhöhung des Wachstums auf 6,5 % erwartet. Für die US-amerikanische Wirtschaft wird grundsätzlich ein leicht erhöhtes Wachstumstempo prognostiziert (+2,3 %) und auch in dem für die Ifina-Gruppe wichtigen Absatzmarkt Europa sollte sich eine leichte Belebung der Wirtschaft fortsetzen. Für den Euroraum prognostiziert der IWF eine Erhöhung der Wirtschaftsleistung um 1,6 %. Es wird davon ausgegangen, dass sich die allgemeine regionale Nachfrage grundsätzlich entsprechend dem volkswirtschaftlichen Wachstum entwickelt.

Unter der Annahme, dass sich die verschiedenen konjunkturellen und weltpolitischen Krisenherde weiterhin nicht negativ auf das Marktgeschehen auswirken, geht die Ifina-Gruppe davon aus, dass die gesamte Nachfrage auf den Absatzmärkten und damit auch die Umsatzleistung in etwa auf dem Niveau von 2016 liegen wird. Unter Ausklammerung möglicher belastender Sondereffekte dürfte das Betriebsergebnis ebenfalls in etwa auf Vorjahresniveau liegen. Hinsichtlich der Bilanzstruktur werden sich für 2017 voraussichtlich keine wesentlichen Verschiebungen einstellen.

Für Planungszwecke besteht für die einzelnen Gesellschaften der IFINA-Gruppe ein formalisierter jährlicher "Bottom-up" - Budgetierungsprozess auf Gesellschaftsebene, der auf Gruppenebene zusammengeführt wird.

Für die Planung wurden auf Basis der Erfahrungen aus der Vergangenheit und der prognostizierten wirtschaftlichen Entwicklung die realistisch zu erwartenden Umsätze geplant unter Berücksichtigung von bereits bekannten Sondereinflüssen. Auch hinsichtlich der sonstigen geplanten Kosten, wie z.B. Personalaufwand und sonstigem betrieblichen Aufwand wurde auf Kennzahlen aus der Vergangenheit zurückgegriffen.

Mittel- und langfristig erwartet die IFINA-Gruppe durch ihre strategische Ausrichtung eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Insbesondere durch die Strategie der kundenspezifischen Anpassung von Standardkomponenten, erstklassige Produktqualität und die Identifikation neuer Nischen sind die Grundlagen für die Weiterführung der Wachstumsstrategie geschaffen.

Chancenbericht

Wettbewerbschancen werden durch die Integration in das globale Netzwerk von Vertriebs- und Produktionsgesellschaften der Phoenix Mecano AG gesehen, insbesondere die fernöstlichen Wachstumsmärkte bieten die Chancen für den weiteren Ausbau unserer Marktanteile und stützen auch den europäischen Maschinenbau.

Die Globalisierung verändert das Geschäftsumfeld der IFINA-Gruppe immer stärker. Als fokussierter Komponentenlieferant und Technologiepartner wachstumsstarker Unternehmen in Zukunftsbranchen können wir die Risiken unseres Geschäfts erfolgreich managen und diversifizieren. Die IFINA-Gruppe bedient Kunden, die ihre Produkte auf der ganzen Welt verkaufen. In zunehmendem Maße fertigen die europäischen Kunden ihre Endprodukte, beispielsweise Maschinen oder Messinstrumente, vor Ort in den wachsenden Märkten Asiens. Die IFINA-Gruppe kann dank der Integration in die weltweit tätige Phoenix Mecano-Gruppe in allen Kontinenten heute auf ein leistungsfähiges, globales Netzwerk von Vertriebs- und Produktionsgesellschaften zurückgreifen. Für einen Komponentenhersteller, der sich in einem mittelständisch geprägten Konkurrenzumfeld bewegt, ist dies ein echter Wettbewerbsvorteil hinsichtlich kostengünstiger Produktion und Vertriebsrepräsentanz vor Ort. Diese Wettbewerbsvorteile und Chancen gilt es auch in den kommenden Jahren weiter auszubauen.

Risikobericht

Risikomanagementsystem:

Auf Basis von konzerneinheitlichen Standards bezieht die IFINA-Gruppe systematisch Risiken und Chancen in ihre Planungs- und Entscheidungsprozesse mit ein.

Unser Risikomanagementsystem ist Bestandteil sämtlicher Planungs-, Controlling- und Reportingstrukturen. Als unternehmensintern eingesetztes Steuerungsinstrument dient ein monatliches Reporting, dessen Kennzahlen eine zentrale Rolle für die Unternehmenssteuerung darstellen und es der Geschäftsführung jederzeit erlaubt, sich ein verlässliches Bild über die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage des Konzerns zu machen. Darüber hinaus wurde eine interne Konzernrevision installiert, die auch die Gesellschaften der IFINA-Gruppe in regelmäßigen Abständen prüft und für die Entwicklung und Überwachung der Grundsätze für das Risikomanagement zuständig ist. Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, alle wesentlichen Risiken, welchen die Gesellschaften der Ifina-Gruppe ausgesetzt sind, zu identifizieren und zu bewerten, Kontrollen zu etablieren sowie die Risiken zu überwachen. Des Weiteren wurden die spezifischen Risiken der IFINA-Gruppe identifiziert. Die Grundsätze des Risikomanagements sowie die angewandten Prozesse werden regelmässig überprüft, um Veränderungen in den Marktbedingungen sowie den Tätigkeiten der Gruppe zu berücksichtigen.

Die IFINA-Gruppe ist in das Risikomanagementsystem der Phoenix Mecano AG integriert. Insoweit existieren für kritische Bereiche regelmäßige Risikoanalysen über Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeiten der Risiken und Berichtspflichten an die Geschäftsführungen und die Konzernmuttergesellschaft. Jede Gesellschaft der IFINA-Gruppe hat in diesem Zusammenhang einen verantwortlichen Risikomanager für das Risikomanagement benannt.

Grundsätzliches Ziel der Risikopolitik ist Risiken zu minimieren, respektive zu vermeiden.

Die regelmäßige Berichterstattung über bestehende, aufgetretene und zukünftig potenzielle Risiken sowie über die laufende Geschäftstätigkeit erfolgt über festgelegte Berichtswege nach dem Bottom-Up-Prinzip. Zusätzlich erfolgen regelmäßig Abstimmungsgespräche mit den operativen Einheiten, so dass die Managementebene die Möglichkeit hat, bei Planabweichungen Gegenmaßnahmen zu ergreifen und die Entwicklung der Risiken fortlaufend zu überwachen. Die IFINA-Gruppe hat sich darüber hinaus gegen Risiken ihres Geschäfts im angemessenen Umfang versichert.

Risiken:

Wesentliche Risiken (vor Risikobegrenzungsmaßnahmen) im Bereich der IFINA-Gruppe sind:

Die IFINA Gruppe ist international tätig und in Folge dessen einem Währungsrisiko ausgesetzt. Zur Absicherung solcher Risiken aus erwarteten zukünftigen Transaktionen schließt die IFINA-Gruppe bei Bedarf Devisenterminkontrakte ab oder setzt Fremdwährungsoptionen ein.

Eine mögliche Ergebnisbelastung durch Nichtweitergabe von erwarteten und bereits eingetretenen Rohstoffpreisschwankungen an die Kunden. Die IFINA - Gruppe versucht durch strategische Maßnahmen im Bereich des Rohstoffeinkaufs mögliche kurz- und mittelfristige negative Ergebnisauswirkungen zu minimieren und damit die Abhängigkeit von Rohstoffpreisschwankungen zu reduzieren.

Erhöhte Bestandsrisiken bei Kundensonderartikeln durch eine weitere Ausweitung des Projekt- und Systemgeschäfts sowie bei einzelnen elektrotechnischen Komponenten auf Grund der zeitlich begrenzten Lagerfähigkeit. Die IFINA-Gruppe versucht, diesem Risiko der möglichen kurz- und mittelfristigen Nichtveräußerbarkeit und in der Folge notwendiger ergebnisbelastenden Wertberichtigungen durch laufende intensive IT-gestützte Bestandsanalysen und Optimierungen sowie entsprechend ausgestaltete vertragliche Vereinbarungen mit Kunden (Rahmen- und Abnahmeverpflichtungen) zu begegnen.

Bei Linearantrieben, welche im Pflege- und Hospitalbereich eingesetzt werden, besteht kurz- und mittelfristig ein erhöhtes Garantierisiko, welchen aber über ein ausgebautes Qualitätssicherungssystem, sowie bilanziell durch entsprechende ergebnismindernde Garantierückstellungen, Rechnung getragen wird.

Einzelne Gruppengesellschaften sind Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt, die im Regelfall von externen Rechtsberatern begleitet werden. Aufgrund des aktuellen Erkenntnisstandes wurde eine Beurteilung der möglichen Folgen dieser Rechtsfälle vorgenommen und gegebenenfalls Rückstellungen gebildet.

Finanzielles Risikomanagement

Allgemeines

Die Geschäftsführung hat die oberste Verantwortung über das Risikomanagement. Die Geschäftsführung hat dazu die interne Revision eingesetzt, welche für die Entwicklung und Überwachung der Grundsätze für das Risikomanagement zuständig ist.

Die etablierten Grundsätze für das Risikomanagement sind darauf ausgerichtet, die Risiken, welchen die Gruppe ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren, Kontrollen zu etablieren sowie die Risiken zu überwachen. Die Grundsätze des Risikomanagements sowie die angewandten Prozesse werden regelmäßig überprüft, um Veränderungen in den Marktbedingungen sowie den Tätigkeiten der Gruppe zu berücksichtigen.

Die IFINA-Gruppe ist aufgrund ihrer Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Diese betreffen das Kreditrisiko, das Marktrisiko (Zinsrisiko) und das Liquiditätsrisiko. Zinsrisiken werden zentral auf Gruppenstufe bewirtschaftet. Ebenso wird der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zentral gesteuert.

Die Bewirtschaftung nicht betriebsnotwendiger flüssiger Mittel und der Gruppenfinanzierung wird ebenfalls zentral gesteuert.

Die nachfolgenden Abschnitte geben einen Überblick über das Ausmaß der einzelnen finanziellen Risiken sowie die Ziele, Grundsätze und Prozesse für die Messung, Überwachung und Absicherung dieser Risiken sowie über das Kapitalmanagement der Gruppe.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko, finanzielle Verluste zu erleiden, wenn ein Kunde oder eine Gegenpartei eines Finanzinstrumentes ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Kreditrisiken können im Wesentlichen auf langfristigen Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und flüssigen Mitteln bestehen. Das Kreditrisiko auf flüssigen Mitteln wird minimiert, indem nur mit erstklassigen Finanzinstituten eine Beziehung gepflegt wird und zudem nicht nur ein einzelnes Finanzinstitut, sondern verschiedene Finanzinstitute berücksichtigt werden.

Um das Risiko auf den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu reduzieren, werden bei den Kunden interne Kreditlimiten verwendet. Aufgrund der unterschiedlichen Kundenstruktur in den Geschäftsbereichen gelten keine allgemein gültigen Kreditlimiten über die IFINA-Gruppe hinweg. Die Überprüfung der Bonität erfolgt regelmäßig aufgrund von internen Richtlinien. Für die Festlegung der Kreditlimite werden die finanzielle Situation, die bisherige Erfahrung sowie andere Faktoren berücksichtigt. Aufgrund des breiten Kundenstammes, der sich über verschiedene Regionen und Branchen erstreckt, ist das Kreditrisiko auf den Forderungen begrenzt. Es bestehen keine Klumpenrisiken.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die IFINA-Gruppe ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann.

Die IFINA-Gruppe überwacht das Liquiditätsrisiko durch ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement. Die Gruppe verfolgt dabei den Grundsatz, eine Liquiditätsreserve zur Verfügung zu stellen, die über dem täglichen und monatlichen Bedarf an betrieblichen Mitteln liegt. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfeldes, in dem die Gruppe operiert, ist es das Ziel der Gruppe, die notwendige Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend ungenutzte Kreditlinien bei Finanzinstituten, nahestehenden Gesellschaften sowie dem Gesellschafter zur Verfügung stehen und die Fähigkeit, Mittel am Kapitalmarkt zu beschaffen, erhalten wird. Die Kreditlinien verteilen sich im Moment auf mehrere Finanzinstitute, einem verbundenen Unternehmen, sowie dem Gesellschafter.

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass Veränderungen in Marktpreisen wie Wechselkurse, Zinssätze und Börsenkurse eine Auswirkung auf den Gewinn und den beizulegenden Zeitwert der durch IFINA gehaltenen Finanzinstrumente haben können. Das Ziel des Managements von Marktrisiken ist die Überwachung und Kontrolle von solchen Risiken, um sicherzustellen, dass diese Risiken einen bestimmten Umfang nicht überschreiten.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko teilt sich auf in ein zinsbedingtes Cashflow-Risiko, d.h. das Risiko, dass sich die zukünftigen Zinszahlungen auf Grund von Schwankungen des Marktzinssatzes ändern, sowie ein zinsbedingtes Risiko einer Änderung des Marktwertes, d.h. das Risiko, dass sich der Marktwert eines Finanzinstrumentes auf Grund von Schwankungen des Marktzinssatzes verändert. Die von der Gruppe gehaltenen verzinslichen finanziellen Vermögenswerte und -verbindlichkeiten betreffen vor allem flüssige Mittel sowie Verbindlichkeiten gegenüber Nahestehenden und Finanzinstituten.

Die Gesamtbeurteilung der Risiken und Chancen hat ergeben, dass die Risiken insgesamt beherrschbar sind und die identifizierten Risiken einzeln und in ihrer Gesamtheit keinen den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährdende Risiken darstellen. Grundlegende Änderungen der Risiko- und Chancenlage erwartet die Geschäftsleitung derzeit nicht.

5. Weitere Angaben

Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen zur Geschäftsentwicklung (z.B. Umsatz- und Absatzprognosen), die auf nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des Managements der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH basieren, sowie Informationen, die der Gruppe gegenwärtig zur Verfügung stehen. Einzelne Faktoren wie z.B. Preisentwicklung, konjunkturelle Entwicklung und Kundenverhalten sowie unvorhersehbare geopolitische Ereignisse und Naturkatastrophen, die die IFINA-Gruppe nicht mit Sicherheit vorhersehen kann unterliegen einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten, die dazu führen können, dass die zukunftsgerichtete Einschätzung von den tatsächlichen Ergebnissen wesentlich abweichen kann, die in diesen Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden.

 

Porta Westfalica, 6. April 2017

IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH

Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH, Porta Westfalica

Wir haben den von der IFINA Beteiligungsgesellschaft mbH, Porta Westfalica, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus konsolidierter Bilanz, konsolidierter Erfolgsrechnung, konsolidierter Gesamtergebnisrechnung, konsolidierter Geldflussrechnung, konsolidiertem Eigenkapitalnachweis und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Köln, den 17. Juli 2017

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Krawczyk, Wirtschaftsprüfer

Boxberg, Wirtschaftsprüferin

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