Stammdaten

Register
Amtsgericht Bayreuth HRB 4900
Vorher
E.ON Energie 41. Beteiligungs-GmbHE.ON Hochspannungsnetz GmbH
Eingetragen
21.12.2007
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernSpeichern von Gas zu Versorgungszwecken
Gegenstand
sind die Errichtung, der Erwerb, die Veräußerung und der Betrieb von eigenen und fremden Energieversorgungsanlagen, namentlich durch Bereitstellung und Betrieb von Energieversorgungsnetzen sowie von Daten- und Telekommunikationsnetzen und die Erbringung aller hiermit zusammenhängenden Dienstleistungen.

Historie

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Management

NameRolle
Herbert Freitag
seit 3.12.2013
Prokura
Roger Bansbach
seit 3.12.2013
Prokura
Tobias Nadler
seit 3.12.2013
Prokura
Wolfgang Schätzlein
seit 3.12.2013
Prokura
Geschäftsführer
Andreas Fricke
seit 5.11.2012
Geschäftsführer
Egon Leo Dr. Westphal
seit 5.11.2012
Geschäftsführer
Joachim Dr. Kabs
seit 1.12.2011
Prokura
Wolfgang Hildebrand
seit 18.6.2009
Prokura
Petra Maria Möhrle
seit 18.6.2009
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
E.ON Energie AG
Germany
76.415.781 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

E.ON Netz GmbH

Bayreuth

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012

und Lagebericht

Lagebericht

I. Das Unternehmen

E.ON Netz betreibt das größte überregionale Hochspannungsnetz Deutschlands und des E.ON Konzerns. Es ist die Brücke zwischen dem europäischen Stromtransportnetz und den Netzen der regionalen Energieversorger. Das 110.000-Volt-Hochspannungsnetz reicht von der Nordsee bis zu den Alpen und deckt mit einem Netzgebiet von 140.000 Quadratkilometern rund ein Drittel der Fläche Deutschlands ab. Die engmaschigen Strom-Bundesstraßen versorgen Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hessen, Bayern und Teile Nordrhein-Westfalens. Mehr als 20 Millionen Menschen sowie viele große und kleinere Industrieunternehmen in Deutschland können sich darauf verlassen, jederzeit - unmittelbar oder mittelbar aus dem Netz von Weiterverteilern - über das E.ON-Netz mit Strom beliefert zu werden.

II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Rezession der Vorjahre weitgehend überwunden

Die globale Konjunkturschwäche der Vorjahre wurde im ersten Quartal des Jahres 2012 nur durch eine kurzfristige Aufhellung der Situation unterbrochen, setzte sich im zweiten und dritten Quartal jedoch fort. Für das vierte Quartal 2012 sowie die ersten Monate des Jahres 2013 ist mit einer nur schwachen konjunkturellen Belebung der Weltwirtschaft zu rechnen, gestützt vor allem durch eine weitere Lockerung der Geldpolitik auch in den Schwellenländern. Insgesamt ist allerdings festzustellen, dass sich zumindest das Tempo des Rückgangs der Wirtschaftsleistung in den südlichen Krisenländern Europas verlangsamt hat. In einigen nördlichen Mitgliedsstaaten ist mittlerweile eine moderate Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen. Wie bereits in den letzten beiden Jahren konnte sich Deutschland von der negativen wirtschaftlichen Entwicklung in anderen europäischen Staaten zumindest teilweise abkoppeln. Stabilisierend wirken sich hierzulande der private Konsum, getragen von einer hohen aber mittlerweile nicht mehr ansteigenden Beschäftigungsquote, sowie die Baukonjunktur aus.

Starker Zuwachs des Stromangebots durch erneuerbare Energien

Weiterhin ungebrochen ist der rasante Zuwachs des Stromangebots durch erneuerbare Energien. In den ersten neun Monaten des Berichtsjahres konnte die Windkraft deutschlandweit um über 7 % und die Photovoltaik um über 50 % zulegen. Insgesamt stieg der Anteil der erneuerbaren Energien in diesem Zeitraum um 17 % gegenüber dem Vorjahr. Es wird erwartet, dass der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung von rund 20 % in 2011 auf rund 22 % im Jahr 2012 angestiegen sein wird. Das politische Ziel, den Anteil der Erneuerbaren an der Stromproduktion bis zum Jahr 2020 auf 35 % zu steigern, wird nach jetzigen Erkenntnissen voraussichtlich deutlich früher erreicht werden. Diese politisch gewollte und von weiten Teilen der Bevölkerung bisher positiv begleitete Entwicklung bleibt dabei nicht ohne Auswirkungen auf die Kosten, zu denen elektrische Energie den Endverbrauchern zur Verfügung gestellt werden kann.

Energiekonzept - Ausbau der deutschen Stromnetze

Die Bundesregierung hat am 28. September 2010 ein ambitioniertes Energiekonzept beschlossen, das europa- und weltweit seinesgleichen sucht. Es legt die wichtigsten strategischen Ziele der deutschen Energie- und Klimapolitik langfristig fest. Sie haben Bestand und sind Dreh- und Angelpunkt der Energiepolitik der Bundesregierung. Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes hat der Gesetzgeber erstmals eine verpflichtende und koordinierte Netzausbauplanung für die großen Stromübertragungsnetze geschaffen. Netzentwicklungspläne sollen den Netzausbau im notwendigen Umfang ermöglichen und durch umfassende Konsultationen mit Betroffenen die öffentliche Akzeptanz für den Leitungsbau erhöhen. Auf dieser Grundlage soll der Gesetzgeber durch ein Bedarfsplangesetz den Netzausbaubedarf verbindlich feststellen.

Das Ergebnis des Netzentwicklungsplans und die daraus resultierenden Maßnahmen des Übertragungsnetzbetreibers beeinflussen die konkrete Ausbauplanung der E.ON Netz entscheidend. So sind unter anderem die konkreten Standorte der neuen Höchstspannungsausspeisepunkte maßgeblich für die Planung von deren Anbindung an das bestehende 110 kV-Netz sowie für die Optimierung, Verstärkung und den Ausbau des 110 kV-Netzes bis zu diesen Standorten.

III. Geschäftsverlauf und Lage

Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

in Mio. € 01.01.-
31.12.2012
01.01.-
31.12.2011
Abweichung
Umsatzerlöse 1.399,9 1.303,1 +96,8
Sonstige Erträge 69,3 80,9 -11,6
Materialaufwand 1.111,4 1.120,8 -9,4
Personalaufwand 74,5 72,7 +1,8
Abschreibungen 40,2 39,4 +0,8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 62,2 51,3 +10,9
Finanzergebnis -4,0 -8,0 +4,0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 176,9 91,6 +85,3

Die Umsatzerlöse stiegen um 96,8 Mio. € auf 1.399,9 Mio. €. Dieser Anstieg resultierte hauptsächlich aus der um 58,7 Mio. € höheren Weiterberechnung an den Übertragungsnetzbetreiber aus zu leistenden EEG-Vergütungen. Darüber hinaus trugen die seit dem 1. Januar 2012 geltenden Netzentgelte, die aus der Anpassung der dauerhaft nicht beeinflussbaren Kosten in der Erlösobergrenze resultieren, zu dem Erlösanstieg bei. Die sonstigen Umsatzerlöse lagen mit einem Anstieg von 9,7 Mio. € ebenfalls deutlich über denen des Vorjahres.

Der Materialaufwand weist einen Rückgang um 9,4 Mio. € auf 1.111,4 Mio. € auf, der im Wesentlichen durch niedrigere Rückstellungszuführungen von 43,5 Mio. € sowie geringere Kosten für vermiedene Netznutzung und Instandhaltungskosten von 22,1 Mio. € bedingt ist. Dem gegenüber standen höhere Strombezugskosten, verursacht durch die zunehmende EEG-Einspeisung von 58,7 Mio. €.

Die Sonstigen Aufwendungen stiegen um 10,9 Mio. € auf 62,2 Mio. € an. Dies war in erster Linie auf die gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegenen Forderungsabschreibungen zurückzuführen.

Insgesamt wurde ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 176,9 Mio. € erzielt. Nach Abzug der Steuerumlage in Höhe von 46,0 Mio. € belief sich die Gewinnabführung auf 131,0 Mio. €.

Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:

in Mio. € 2012 2011 Abw.
Anlagevermögen 538,2 492,5 +45,7
Umlaufvermögen 371,6 378,2 -6,6
Übrige Aktiva 9,6 9,9 -0,3
Aktiva 919,4 880,6 +38,8
in Mio. € 2012 2011 Abw.
Eigenkapital 275,0 275,0 0,0
Zuschüsse 101,6 88,2 +13,4
Rückstellungen 481,8 469,8 +12,0
Verbindlichkeiten 59,1 43,7 +15,4
Übrige Passiva 1,9 3,9 -2,0
Passiva 919,4 880,6 +38,8


Die Aktiva zeigten einen hohen Anteil des Sachanlagevermögens von 58,5 % (Vorjahr 55,9 %), der für kapitalintensive Netzbetreiber branchenspezifisch ist.

Das Umlaufvermögen besteht im Wesentlichen aus dem von der E.ON SE verwalteten Cash-Konto der E.ON Netz. In 2012 beträgt das Cash-Konto rd. 205,1 Mio. € und liegt damit mit rd. 55,2 % des Umlaufvermögens auf stabilem Niveau (Vorjahr 51,7 %). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegenüber den verbundenen Konzernunternehmen stellen mit insgesamt 156,8 Mio. € den zweitgrößten Posten des Umlaufvermögens (Vorjahr 170,3 Mio. €) dar. Ihre Veränderungen unterliegen einer stabilen Schwankungsbreite und hängen im Wesentlichen von der Entwicklung der netzwirtschaftlichen Erlöse sowie von den Zahlungszielen bei offenen Rechnungen ab. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Vorjahr sich um rd. 22,5 Mio. € im Wesentlichen aufgrund niedrigerer offener Forderungen aus der Weiterberechnung von vergüteten EEG-Einspeisungen verringerten, stiegen die offenen Forderungen gegenüber verbundenen Konzernunternehmen v. a. für die Netznutzung um rd. 9,1 Mio. € an.

Das Eigenkapital bleibt auf einem konstanten Niveau von 275,0 Mio. € und setzt sich aus dem gezeichneten Kapital von 76,4 Mio. € und der Kapitalrücklage von 198,6 Mio. € zusammen.

Bei den Zuschüssen handelt es sich um Baukostenzuschüsse von Kunden, die über die Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen ertragswirksam durch Auflösung vereinnahmt werden. Der Anstieg gegenüber Vorjahr um 13,4 Mio. € hängt mit zunehmender Investitionstätigkeit ausgelöst durch die Energiewende zusammen, die auch Kundenanschlüsse betrifft.

Die Rückstellungen bei E.ON Netz werden im Wesentlichen im Zusammenhang mit technischen und regulatorischen Risiken sowie für noch nicht abgerechnete Sachverhalte gebildet.

Mit rd. 406,7 Mio. € (Vorjahr rd. 403,4 Mio. €) stellten sie die größten Positionen im Rückstellungsspiegel dar. Die verbleibenden Rückstellungen betreffen den Personalbereich sowie Pensionen und übrige Rückstellungen. Die Rückstellungen steigen um rd. 12,0 Mio. € auf 481,8 Mio. € an. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die Zunahme der Rückstellungen für nicht abgerechnete Sachverhalte um 33,6 Mio. €. Gegenläufig wirken Verbräuche und Auflösungen bei technischen Rückstellungen und Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Leitungsbereich.

Die Verbindlichkeiten in 2012 verzeichnen einen Anstieg gegenüber 2011 um rd. 15,4 Mio. €, bedingt durch mehr offene Rechnungen aus Lieferungen und Leistungen (5,7 Mio. €). Weiterer Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Konzernunternehmen (6,4 Mio. €) sowie Steuerverbindlichkeiten (3,0 Mio. €).

Finanzlage

Die finanzielle Entwicklung zeigt die nachfolgende Tabelle:

in Mio. € 2012
Operativer Cashflow 216,0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -77,8
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -128,9
Zahlungswirksame Veränderung 9,3

Im Geschäftsjahr wurde ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 216,0 Mio. € (Vorjahr 118,1 Mio. €) erreicht. Wesentliche Ursache für den Anstieg war die Zunahme der kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie Rückstellungen für nicht abgerechnete Sachverhalte. Die hohen Investitionen im Zusammenhang mit der Energiewende spiegeln sich im negativen investiven Cashflow wider. Insgesamt liegen die Investitionen in Anlagen der Stromverteilung auf hohem Niveau. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres gewährleistet, ohne dass zusätzliche langfristige Verbindlichkeiten aufgenommen werden mussten. Im Finanzierungscashflow werden die gem. des Gewinnabführungsvertrages im laufenden Jahr ausgezahlten Beträge an E.ON Energie AG abgebildet.

Den Finanzbedarf konnten wir vollständig aus eigenen Mitteln decken. Die Liquidität war während des gesamten Geschäftsjahres gewährleistet. Darüber hinaus besteht eine Cash-Pooling-Vereinbarung, die eine jederzeitige Liquiditätsversorgung der Gesellschaft sicherstellt.

Investitionstätigkeit

Die E.ON Netz hat im Geschäftsjahr 2012 88,2 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. Dies entspricht ungefähr dem Wert des Vorjahres.

Mit ca. 33,7 Mio. € entfiel ein großer Teil der Investitionen auf Maßnahmen, die aufgrund der Einspeisung aus Anlagen nach dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (EEG) erforderlich waren. Ursächlich für den Ausbaubedarf sind sowohl direkt an das 110 kV-Netz angeschlossene Anlagen, als auch die Rückspeisung durch Anlagen aus unterlagerten Netzebenen. Beispielsweise entfielen in 2012 ca. 8,4 Mio. € auf die Kabelneubauten von Dieksanderkoog nach Marne-West, von Abro nach Jardelund, sowie zum Anschluss des neuen Umspannwerks Neuenbeken. Insgesamt ca. 7,4 Mio. € wurden für die in 2012 kostenintensivsten Projekte in Niedersachsen, den Neubau der Leitung von Hemmoor nach Cuxhaven inklusive des Abzweigs Otterndorf und die Ertüchtigung der Schaltanlage Emden/Borssum, investiert.

Mit ca. 12,8 Mio. € waren Kundenanschlüsse und kundengetriebene Netzerweiterungen ein weiterer großer Posten bei den Investitionen 2012. Für Maßnahmen zur Eislastertüchtigung von Masten der E.ON Netz nach § 23 Abs. 1 S. 2 Ziff. 7 ARegV wurden in 2012 ca. 15,4 Mio. € investiert. Zähler, Maßnahmen zur informationstechnischen Anbindung von Anlagen, sowie die technische Betriebsausstattung (bspw. Baueinsatzkabel, Fahrzeuge, Werkzeuge etc.) verursachten zusammen Investitionen in Höhe von ca. 6,0 Mio. €.

Auch in 2013 wird ein wesentlicher Teil der Investitionen für die Aufnahme des Stroms aus EEG-Anlagen anfallen.

IV. Chancen- und Risikoberichterstattung

Gemäß dem von E.ON Netz eingerichteten Risikofrüherkennungssystem werden bestehende oder sich anbahnende Chancen und Risiken systematisch und zeitnah erfasst und dokumentiert. Die Funktionsfähigkeit und Effizienz dieses Systems wird regelmäßig im Rahmen der Jahresabschlussprüfung kontrolliert. Den Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) wird damit Rechnung getragen.

Die betrieblichen Chancen und Risiken werden von den operativen Unternehmenseinheiten identifiziert und dokumentiert. Sie werden hinsichtlich ihrer Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Die Berichterstattung über die aktuelle Risikosituation erfolgt in regelmäßigen Abständen gegenüber der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat.

Aus der aktuellen Risikoberichterstattung sind keine bestandsgefährdenden Risiken für das Unternehmen erkennbar. Die wesentlichen Risiken wie auch Chancen werden nachfolgend kurz benannt:

Zu den wesentlichen externen Risiken gehört das regulatorische Umfeld. Im Rahmen der Regulierung der Netzentgelte durch die BNetzA führen mögliche Kürzungen der Ausgangsbasis für die nächste Anreizregulierungsperiode bzw. eine unzureichende Berücksichtigung von Kostensteigerungen zu wesentlichen Risiken.

Als wesentliche technische Risiken wurden die Haftung im Fall einer Großstörung oder die Zerstörung von netztechnischen Einrichtungen identifiziert. Soweit möglich wurden zur Risikovermeidung Sicherungsmaßnahmen geplant.

Im energiewirtschaftlichen Bereich bestehen wesentliche Risiken in der künftigen Beschaffung von Netzverlusten oder bei Aufwendungen für Einspeisemanagement.

Liquiditätsrisiken und Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sind bedingt durch die Einbindung in das Cash-Pooling des E.ON-Konzerns nicht erkennbar. Darüber hinaus ist das Forderungsausfallrisiko aufgrund der Kundenstruktur sehr gering.

Mit den oben genannten Risiken gehen auch Chancen einher. Diese sehen wir unter anderem in weiteren Effizienzsteigerungen sowie im regulatorischem Umfeld, wo Entscheidungen der BNetzA die Ergebnislage auch positiv beeinflussen können.

Im Berichtszeitraum bestanden insgesamt weder bestandsgefährdende Risiken noch solche mit erheblichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage unseres Unternehmens. Für das folgende Geschäftsjahr sind bestandsgefährdende Risiken ebenfalls nicht erkennbar.

V. Forschung und Entwicklung

Die E.ON Netz ist selbst oder über die E.ON Energie AG in verschiedenen Organisationen vertreten, die sich mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben befassen. Darüber hinaus werden in Zusammenarbeit mit der E.ON Energie AG andere Unternehmen mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten beauftragt.

Vor dem Hintergrund der rasant wachsenden Einspeiseleistungen der dezentralen Erzeugungsanlagen, insbesondere der Windenergie, und der zeitlichen Verzögerungen beim Netzausbau soll die Übertragungskapazität der bestehenden Netze durch die Entwicklung und Einführung neuer Technologien für die Übergangsphase gesteigert werden.

Hierzu wurde ein Auslastungsmonitoring entwickelt und im Pilotbetrieb installiert (System-automatik, emergency control automatics (ECA)). Zur Erhöhung der Netzauslastung werden die derzeit für den Fehlerfall reservierten - und damit im Regelbetrieb heute noch ungenutzten - freien Übertragungskapazitäten im Netz für den zusätzlichen Leistungstransport übergangsweise erschlossen. Damit soll die Aufnahmekapazität der Netze für regenerative Energien durch Verringerung der Zahl der ansonsten erforderlichen Einspeisemanagement-Einsätze weiter erhöht werden. Wesentliche Voraussetzung für eine derartige Betriebsweise der Netze ist die Stabilisierung hochbelasteter Netze im Fehlerfall. Mithilfe der ECA-Systemautomatik soll im Fehlerfall der Leistungstransport auf den verbleibenden Stromkreisen soweit reduziert werden, dass Ausfälle weiterer Stromkreise (d. h. Kaskadeneffekte) vermieden werden und somit die Netzstabilität auch im Fehlerfall weiterhin sichergestellt ist. Dabei sollen ausgewählte EEG-Anlagen in dem betroffenen Netzgebiet im Fehlerfall schnell und gezielt vom Netz genommen werden.

Weitere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erfolgen im Einsatz und Betrieb von Hochtemperaturleiterseilen.

Hierzu engagiert sich die E.ON Netz im "Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN)" und im "International council on large electric systems (Cigré Cigree)" um die Weiterentwicklung aktiv gestalten zu können. Derzeit sind im Netzgebiet der E.ON Netz bereits 400 km Hochtemperaturleiter und zwei km Höchsttemperaturleiter im Einsatz. Hierbei werden Hochtemperaturleiter als dauerhafte Verstärkungen verwendet, während Höchsttemperaturleiter auf Grund der hohen Verluste nur für besondere Hot-Spots im Netz eingesetzt werden.

VI. Mitarbeiter

Die E.ON Netz GmbH beschäftigte am 31. Dezember 2012 insgesamt 810 Personen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Mitarbeiterzahl um 45 verringert. Der Grund sind im Wesentlichen konzern-interne oder externe Wechsel, deren Wiederbesetzung intensiv geprüft und nur in Einzelfällen vollzogen wurde.

Im vergangenen Jahr 2012 konnten 14 Auszubildende ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, 15 neue Auszubildende und ENE-Studierende mit Praxisphasen haben ihre Ausbildung bei E.ON Netz begonnen. Die Ausbildungsquote liegt somit bei 7,6 %. E.ON Netz konnte neun der ausgelernten Auszubildenden in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernehmen.

Im Frühjahr 2012 schloss der letzte Jahrgang des ENE-Qualifikanten-Programms erfolgreich ab. Für das neugestaltete "Programm Für Individuelle Facharbeiter Förderung" PFIFF wurden drei Facharbeiter für den Jahrgang 2012 ausgewählt.

Die Vergütung der tariflichen Arbeitnehmer erhöhte sich gemäß des zweistufigen Abschlusses der Vergütungstabellen des Vergütungstarifvertrags zum 1. Juni 2012 um 1,7 % für eine Laufzeit von sieben Monaten.

Aufgrund vorgesehener Maßnahmen im Rahmen des Projektes E.ON 2.0 wird der Personalbestand im Folgejahr voraussichtlich sinken.

Stichtagszahlen zum 31. Dezember: 2012 2011
Gewerbliche Mitarbeiter 150 159
Meister 29 30
Angestellte 544 577
Befristete Arbeitsverhältnisse 26 27
Auszubildende 61 60
Summe 810 855

VII. Natur- und Umweltschutz

Zum verantwortungsbewussten Wirken der E.ON Netz gehört auch das nachhaltige Engagement für den Umwelt- und Naturschutz. Der sorgsame Umgang mit den natürlichen Ressourcen und die damit verbundene Schonung der Umwelt sind fester Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Die Basis hierfür bildet die Einbettung der Umweltschutzaktivitäten in das integrierte und zertifizierte Managementsystem für Arbeits-, Umwelt- und Gesundheitsschutz. Hieraus erwächst auch die Maßgabe, Umweltbelastungen zu minimieren und so eine positive Umweltschutzkultur zu fördern.

Ein besonderer Stellenwert im Hinblick auf den Naturschutz kommt bei einem überregionalen Verteilnetzbetreiber der Trassenpflege zu. Diese ist unter Stromleitungen notwendig, um den Aufwuchs von Bäumen bis in Leitungsnähe zu verhindern und somit den sicheren Betrieb der Leitungen zu gewährleisten.

E.ON Netz unterhält hierzu eine Reihe von Maßnahmen, von denen zwei besonders umweltschonende sowie nachhaltige Trassenpflegeprojekte mit Tieren herausgestellt werden sollen. So halten im Frankenwald (Oberfranken) schottische Hochlandrinder die Trasse von Bewuchs frei. Bei Schwandorf (Oberpfalz) weiden Heidschnucken unterhalb der Stromtrasse. Hierdurch kann eine heideähnliche Fläche mit einem Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere entstehen. Seit dem Jahr 2000 hat E.ON Netz so in rund 20 ähnlichen Projekten bundesweit positive Erfahrungen mit Beweidungsaktionen gesammelt. Je nach Standort und Vegetation bieten sich unterschiedliche Tierarten an.

Neben der Beweidung der Trassen, erfolgt die Trassenpflege in Naturschutzgebieten auf besonders schonende Art und Weise. Bei der Sanierung einer Leitung in Oberbayern wurden beispielsweise speziell umgebaute Kettenfahrzeuge eingesetzt. Die breiten Ketten verhindern einen zu starken Bodendruck und gleichzeitig ein zu tiefes Einsinken. So konnten Fauna und Flora bestmöglich geschützt werden.

Darüber hinaus engagieren wir uns auch beim Thema "Vernetzung von Lebensräumen" indem wir beispielsweise für Falken und Störche Nistmöglichkeiten auf unseren Masten schaffen.

Neben dem Engagement im Naturschutz steht für die E.ON Netz auch der bestmögliche Schutz von Luft, Boden und Gewässer im Vordergrund. So wird für die Korrosionsschutzbeschichtung der Stahlgittermasten lösemittelfreie Farbe eingesetzt, die aus Umweltgesichtspunkten keine negativen Auswirkungen erwarten lässt. Bei der Instandhaltung unserer bestehenden Leitungsmasten ist es oft erforderlich, die alte Beschichtung abzutragen. Hierfür wurde ein Verfahren entwickelt, das den Eintrag von Altbeschichtungen in die Umwelt auf ein messtechnisch kaum mehr nachweisbares Niveau reduziert. Hierbei werden neben den Belangen des Umweltschutzes auch die Anforderungen des Arbeitsschutzes bestmöglich berücksichtigt.

Nicht mehr benötigte Freileitungen und Kabel werden regelmäßig rückgebaut, um die Umwelt nicht mit unnötiger Infrastruktur zu belasten.

VIII. Anteilseigner

Mutterunternehmen der E.ON Netz ist die E.ON Energie AG mit Sitz in München. Sie hält 100 % der Anteile an der E.ON Netz.

IX. Ausblick

Transformation E.ON Deutschland

In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen in dem von E.ON Netz verantworteten Geschäft kontinuierlich verändert. Die Energiewende mit einer Vielzahl an Erzeugungsanlagen erfordert hohe Investitionen in den Ausbau der Netze. Darüber hinaus formulieren Gesetzgeber und Bundesnetzagentur immer strengere regulatorische Vorgaben. Vor diesem Hintergrund verfolgt E.ON SE im Rahmen des Programms E.ON 2.0 das Ziel, die beeinflussbaren Kosten des E.ON-Konzerns bis 2015 wesentlich zu reduzieren, E.ON Deutschland hat in der zweiten Jahreshälfte 2012 Vorüberlegungen für eine zukunftsfähige effiziente Struktur des Deutschland-Geschäfts angestellt. Die neue Struktur schafft Voraussetzungen zur Erreichung der E.ON 2.0-Einsparziele. Angestrebt wird insbesondere eine Effizienzsteigerung in den wesentlichen Verwaltungsfunktionen, um dadurch eine noch bessere Ausrichtung auf das operative Geschäft sicherzustellen. Die dafür erforderlichen Maßnahmen werden nicht ohne Arbeitsplatzabbau und Standortveränderungen umsetzbar sein. E.ON SE nahm frühzeitig den konstruktiven Dialog mit den Arbeitnehmervertretern auf, um diesen Prozess so sozialverträglich wie möglich zu gestalten. Vor dem Hintergrund künftiger Strukturmaßnahmen plant die Gesellschaft, in 2013 ausgewählte Prozesse in Zusammenhang mit der den Netzbetrieb unterstützenden Nachrichtentechnik sowie der Abrechnung auf ausgewählte Konzernunternehmen zu übertragen. Seitens E.ON SE werden derzeit auch weitergehende Strukturmaßnahmen geprüft.

Absatzentwicklung

Im Industriekundenbereich ist der Energieabsatz tendenziell rückläufig, jedoch bleiben die Jahreshöchstleistungen annähernd auf dem Stand der Vorjahre. Aufgrund dessen, dass die E.ON Netz ca. 73 % ihrer Netzerlöse über den Leistungspreis erzielt fällt der Rückgang der Arbeitsmengen im Ergebnis nicht so stark ins Gewicht. Für die kommenden Jahre wird mit einer konstanten Bezugsleistung unserer Kunden gerechnet. Die Arbeitsmengen werden aufgrund der nachlassenden Konjunktur und dem verstärkten Zubau von Erneuerbaren-Energien-Anlagen in den unterlagerten Verteilnetzen tendenziell weiter rückläufig sein. Beide Aspekte wurden bei der Netzentgeltkalkulation 2013 berücksichtigt, sodass die zum 1. Januar 2013 nach den regulatorischen Vorgaben zugestandene Erlösobergrenze in 2013 erwirtschaftet wird.

Stabile Entwicklung erwartet

Die Ergebnisentwicklung in den kommenden Jahren wird insbesondere durch die vorgenannte Absatzentwicklung beeinflusst. Insbesondere für das Jahr 2013 wird derzeit auch aufgrund des Überschusses auf dem Regulierungskonto ein stabiles bis leicht ansteigendes Ergebnis erwartet.

X. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Bayreuth, 31. Januar 2013

Die Geschäftsführer

Andreas Fricke

Branko Rakidzija

Dr. Egon Westphal

Bilanz

AKTIVA

Anhang 31.12.2012 31.12.2011
    T€ T€
Anlagevermögen (1)    
Immaterielle Vermögensgegenstände   119 132
Sachanlagen   537.448 492.148
Finanzanlagen   618 189
    538.185 492.469
Umlaufvermögen      
Vorräte (2) 6.155 6.285
Forderungen und sonstige      
Vermögensgegenstände (3) 365.451 371.899
    371.606 378.184
Rechnungsabgrenzungsposten (4) 3.604 4.025
Aktiver Unterschiedsbetrag      
aus der Vermögensverrechnung (5) 6.042 5.878
    919.437 880.556

PASSIVA

Anhang 31.12.2012 31.12.2011
    T€ T€
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital (6) 76.416 76.416
Kapitalrücklage (7) 198.565 198.565
    274.981 274.981
Sonderposten mit Rücklageanteil (8) 516 2.730
Ertragszuschüsse (9) 101.661 88.226
Rückstellungen (10) 481.824 469.782
Verbindlichkeiten (11) 59.082 43.652
Rechnungsabgrenzungsposten (12) 1.373 1.185
    919.437 880.556

Gewinn- und Verlustrechnung

  Anhang 2012 2011
    T€ T€
Umsatzerlöse (14) 1.399.877 1.303.083
Bestandsveränderung   -35 881
Andere aktivierte Eigenleistungen   12.422 11.839
Sonstige betriebliche Erträge (15) 56.998 68.086
Materialaufwand (16) -1.111.353 -1.120.840
Personalaufwand (17) -74.485 -72.744
Abschreibungen (18) -40.280 -39.431
Sonstige betriebliche Aufwendungen (19) -62.206 -51.256
Finanzergebnis (20) -3.955 -7.976
Ergebnis der gewöhnlichen      
Geschäftstätigkeit   176.983 91.642
Außerordentliches Ergebnis (21) 0 -1.050
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (22) -46.000 -34.704
Jahresüberschuss vor Gewinnabführung   130.983 55.888
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages      
abgeführter Gewinn   -130.983 -55.888
Jahresüberschuss   0 0

Anhang

1. Vorbemerkungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Soweit einzelne Posten in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst werden, erfolgt eine Aufgliederung im Anhang.

In 2009 wurde zwischen der E.ON Netz GmbH (ENE) und der E.ON Energie AG (EEA) ein Ergebnisabführungsvertrag mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen.

Konzernzugehörigkeit

Die ENE wird in den befreienden Konzernabschluss der E.ON SE, Düsseldorf, (HRB 69043) einbezogen. Die E.ON SE ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Diese Unterlagen sind im Internet unter www.bundes-anzeiger.de oder unter www.eon.com zugänglich. Die E.ON SE stellt den Konzernabschluss nach den Internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

AKTIVA

Anlagevermögen:

Immaterielle Vermögensgegenstände:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Den Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände liegen Nutzungsdauern von drei bzw. vier Jahren zugrunde.

Sachanlagen:

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Neben der linearen findet auch die degressive Abschreibungsmethode Anwendung. Für Sachanlagen, die bereits zum 1. Januar 2010 vorhanden waren und degressiv abgeschrieben wurden, wird die degressive Abschreibung fortgeführt. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 werden ausschließlich linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.

Den Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 15 bis 50 Jahre
Technische Anlagen 8 bis 35 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 20 Jahre

In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Fertigungs- und Materialkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens enthalten.

Aufgrund untergeordneter Bedeutung werden abnutzbare Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 150 € und 1.000 € in einen Sammelposten gebucht und linear über fünf Jahre abgeschrieben. Abnutzbare Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten 150 € nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr voll aufwandswirksam berücksichtigt.

Die Wertberichtigungen zum Sachanlagevermögen aufgrund der Übertragung steuerlicher Sonderposten aus Vorjahren werden aktivisch vom Anlagevermögen abgesetzt.

Finanzanlagen:

Verzinsliche Ausleihungen werden mit ihrem Nennwert, unverzinsliche und niedrig verzinsliche sonstige Ausleihungen mit dem Barwert angesetzt.

Umlaufvermögen:

Vorräte:

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Verwendung gleitender Durchschnittspreise und Beachtung des Niederstwertprinzips ausgewiesen. Bestandsrisiken, die sich aus geminderter Verwendbarkeit ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgte bei Kundenaufträgen zu Selbstkosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für alle erkennbaren Risiken wurden angemessene Wertkorrekturen vorgenommen.

Aktive Rechnungsabgrenzung:

Die in der aktiven Rechnungsabgrenzung enthaltenen Baukostenzuschüsse sind zu Nennbeträgen bewertet und werden entsprechend der jeweils vorgesehenen Nutzungsdauer aufgelöst.

Vermögensgeg enstände des Deckungsvermögens:

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung sowie aus Altersteilzeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Fondsanteilen sowie in Festgeldern angelegt; ferner bestehen Ansprüche aus rückgedeckten Pensionsverpflichtungen gegen die Versorgungskasse Energie VVaG (VKE), Hannover. Die Fondsanteile werden vom E.ON Pension Trust e.V. sowie vom Pensionsabwicklungstrust e.V., beide Düsseldorf, und die Festgelder bezüglich Altersteilzeitguthaben von der Energie-Sicherungstreuhand e.V., Hannover, treuhänderisch für die E.ON Netz GmbH verwaltet. Die betreffenden Vermögensgegenstände sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen.

Die Bewertung dieses Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Dieser wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Der sich ergebende Verpflichtungsüberhang wird unter den Rückstellungen erfasst. Der die Verpflichtungen übersteigende beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wird als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen.

PASSIVA

Eigenkapital:

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nominalwert des Stammkapitals angesetzt.

Sonderposten mit Rücklageanteil :

Die Neubildung von Sonderposten mit Rücklageanteil ist ab dem 1. Januar 2010 nicht mehr zulässig. Für die vor diesem Zeitpunkt ausgewiesenen Sonderposten wurde das Beibehaltungswahlrecht nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB in Anspruch genommen.

Ertragsz uschüsse:

Der Posten beinhaltet die von Netzkunden vereinnahmten Baukostenzuschüsse. Bei der Auflösung der Baukostenzuschüsse wurde grundsätzlich eine Gesamtdauer von 20 Jahren unterstellt. Die Auflösung wird linear über die Gesamtdauer bzw. über die verbleibende Restdauer zugunsten der Umsatzerlöse vorgenommen.

Rückstellungen:

Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Weiterhin sind ein Gehaltstrend und eine Rentendynamik berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20. April 2007 herangezogen. Für Mitarbeiter mit abgeschlossenen Vorruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen wird das vertraglich vereinbarte Endalter berücksichtigt. Des Weiteren werden Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen im Rahmen des Mitarbeiterwechsels im E.ON-Konzern bestehen Freistellungsansprüche gegenüber der MEON Pensions GmbH & Co. KG (MEON), Grünwald. Die Bewertung der Freistellungsforderung erfolgt analog der Bewertung der zugrundeliegenden Versorgungsverpflichtung.

Die Freistellungsforderung wird unter den Finanzanlagen ausgewiesen.

Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Analog zu den Pensionsverpflichtungen wird für Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungen sowie für Sterbegeld- und Deputatsverpflichtungen der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Rechnungszins bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren herangezogen. Ferner wird ein Gehaltstrend bzw. bei Deputatsverpflichtungen ein Trend für die Strompreisentwicklung berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde.

Für Altersteilzeit- und Vorruhestandspotentialverpflichtungen wird von einer Duration von 1,8 Jahren bzw. 4,0 Jahren ausgegangen. Der für diese Durationen maßgebliche Zins wurde mittels linearer Interpolation aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätzen abgeleitet. Ferner wird ein Gehaltstrend berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde.

Die anderen sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Langfristige Rückstellungen werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Abzinsung wird auch für ursprünglich langfristige Rückstellungen vorgenommen, deren Restlaufzeit am Bilanzstichtag ein Jahr nicht überschreitet.

Erträge und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sowie aus Änderungen der Zinssätze werden gesondert unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" bzw. "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten:

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag zum Bilanzstichtag ausgewiesen.

Passive Rechnungsabgrenzung:

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind mit den Rechnungsbeträgen angesetzt und werden entsprechend der jeweiligen Laufzeit aufgelöst.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstige Steuern:

Die sonstigen Steuern werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

3. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens in 2012 ist aus dem Anlagespiegel ersichtlich, der Bestandteil des Anhangs ist (siehe Anlage zum Anhang).

Aus der Übernahme von Versorgungsverpflichtungen im Rahmen des Mitarbeiterwechsels im E.ON-Konzern besteht ein Freistellungsanspruch gegenüber der MEON in Höhe von 571 T€, der unter den Ausleihungen an verbundene Unternehmen ausgewiesen ist.

(2) Vorräte

31.12.2012

T€

31.12.2011

T€

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe  3.936  4.031
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen  2.219  2.254
  Summe Vorräte   6.155   6.285

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2012

T€

31.12.2011

T€

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen  76.773  99.286

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

 davon gegenüber dem Gesellschafter

 285.199

  (1)

 266.737

 (71)

Sonstige Vermögensgegenstände  3.479  5.876
S umme Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
  365.451   371.899

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus kurzfristigen Geldanlagen in Höhe von 205.084 T€ (Vorjahr 195.738 T€) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 80.115 T€ (Vorjahr 70.999 T€) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in 2012 im Wesentlichen einen Erstattungsanspruch gegenüber der Agentur für Arbeit aufgrund der Nachbesetzungen von Altersteilzeitstellen in Höhe von 1.545 T€ (Vorjahr debitorische Kreditoren 4.358 T€).

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(4) Aktive Rechnungsabgrenzung

In der aktiven Rechnungsabgrenzung in Höhe von 3.604 T€ (Vorjahr 4.025 T€) werden im Wesentlichen geleistete Baukostenzuschüsse für die Mitbenutzung von Betriebsanlagen fremder Energieversorgungsunternehmen ausgewiesen. Davon betreffen 511 T€ (Vorjahr 520 T€) verbundene Unternehmen und 1.527 T€ (Vorjahr 1.688 T€) übrige Unternehmen.

(5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aus der Verrechnung der Deckungsvermögen im Zusammenhang mit rückgedeckten Pensionsverpflichtungen sowie dem Erfüllungsrückstand aus Altersteilzeitverträgen ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, der sich wie folgt zusammensetzt:



31.12.2012

T€

31.12.2011

T€

  Bei VKE rückgedeckte Versorgungsver -
   pflich tungen
 Erfüllungsbetrag  11.013  9.958
 Beizulegende Zeitwerte des Deckungsvermögens
  Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen
 16.206  15.022
  Nettowert   5.193   5.064
  Erfüllungsrückstand aus Altersteilzeit -
   verträgen
 Erfüllungsbetrag  8.050  9.233
 Beizulegende Zeitwerte des Deckungsvermögens
  Festgeldanlage
 8.899  10.047
  Nettowert   849   814
  Summe Akt iver Unterschiedsbetrag aus der
   Vermögensverrechnung
  6.042   5.878

Die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungsansprüche entsprechen dem vom Versicherer nachgewiesenen Deckungskapital und damit den Anschaffungskosten. Die Zeitwerte der Festgeldanlagen stimmen mit den Anschaffungskosten überein.

(6) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der ENE zum 31. Dezember 2012 beträgt unverändert 76.416 T€. Sämtliche Geschäftsanteile werden von EEA gehalten.

(7) Kapitalrücklage

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sind entsprechende Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt in Fondsanteilen, die vom E.ON Pension Trust e.V. sowie vom Pensionsabwicklungstrust e.V., beide Düsseldorf, treuhänderisch verwaltet werden, angelegt. Sie sind in Anwendung des § 253 Abs. 1 HGB zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 73.831 T€ und liegt somit um 6.655 T€ über den Anschaffungskosten von 67.176 T€. Der Unterschiedsbetrag ergibt sich aus den Werterhöhungen der verschiedenen Fondsanteile. Dem Mehrbetrag von 6.655 T€ stehen frei verfügbare Rücklagen von 198.565 T€ gegenüber.

Eine Sperre in Bezug auf die Gewinnabführung 2012 in Höhe von 130.983 T€ besteht daher nicht.

(8) Sonderposten mit Rücklageanteil

Der Sonderposten in Höhe von 516 T€ beinhaltet die unversteuerte Rücklage gemäß § 6b EStG.

(9) Ertragsz uschüsse

Die erfolgswirksame Auflösung der Ertragszuschüsse beläuft sich im Geschäftsjahr auf 6.663 T€ (Vorjahr 6.458 T€) und wird unter den sonstigen Umsatzerlösen ausgewiesen.

(10) Rückstellungen

31.12.2012

T€

31.12.2011

T€

 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
 Verpflichtungen

 18.997

 19.220
 Steuerrückstellungen  754  1.163
 Sonstige Rückstellungen  462.073  449.399
  Summe Rückstellungen   481.824   469.782

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teils durch Fondsanteile, die vom E.ON Pension Trust e.V. sowie vom Pensionsabwicklungstrust e.V., beide Düsseldorf, treuhänderisch verwaltet werden, besichert. Teils erfolgt die Besicherung durch Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen gegenüber der VKE. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff der übrigen Gläubiger entzogen. Sie sind gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen zu verrechnen. Der in der nachstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, durch die beauftragten Verwaltungsgesellschaften unter Zuhilfenahme von Börsenkursen beziehungsweise allgemein anerkannter Bewertungsmethoden zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungsansprüche entsprechen dem vom Versicherer nachgewiesenen Deckungskapital und damit den Anschaffungskosten.

Der Posten Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:



31.12.2012

T€

31.12.2011

T€

  Nicht bei VKE rückgedeckte Versorgungsver -
   pflichtungen
 Erfüllungsbetrag  92.597  84.184
 Beizulegende Zeitwerte des Deckungsvermögens
  Fondsanteile
 73.831  65.195
  Nettowert  18.766   18.989
  Stromdeputate
 Erfüllungsbetrag  231  231
  Summe Rückstellungen für Pensionen und
   ähnliche Verpflichtungen
  18.997   19.220
 Anschaffungskosten des Deckungsvermögens
  Fondsanteile
 67.176  62.242

Der Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2012 beläuft sich auf 5,07 % p. a. (im Vorjahr: 5,13 % p. a.). Weiterhin wurde bei der Berechnung der Pensionsverpflichtung ein Gehaltstrend von 2,5 % p. a. (im Vorjahr: 2,5 % p. a.) und eine Rentendynamik von 2,0 % p. a. (im Vorjahr: 2,0 % p. a.) zugrunde gelegt. Der Rechnungszins für die Abzinsung der Stromdeputate zum 31. Dezember 2012 beläuft sich auf 5,07 % p. a. (im Vorjahr: 5,13 % p. a.). Des Weiteren wurde bei der Berechnung der Stromdeputate ein Trend für die Strompreisentwicklung von 2,0 % p. a. (im Vorjahr: 2,0 % p. a.) berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen enthalten ausschließlich Grunderwerbsteuer aufgrund der Ausgliederung eines Teilbetriebs.



Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:

31.12.2012

T€

31.12.2011

T€

 Rückstellungen für Verpflichtungen im
 Leitungsbereich und Entfernungsverpflichtungen
 249.596  279.898
 Rückstellungen für noch nicht berechnete
 Lieferungen und Leistungen
 (inkl. EEG, KWK-G)
 157.089  123.473
 Rückstellungen für Verpflichtungen
 im Personalbereich (u.a. Jubiläen, Altersteilzeit,
 Vorruhestand)
 41.561  34.344
 Übrige Rückstellungen  13.827  11.684
  Summe sonstige Rückstellungen   462.073   449.399

Analog zu den Pensionsverpflichtungen wird für Jubiläums- und Treueurlaubsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen ein Rechnungszinssatz von 5,07 % p. a. (im Vorjahr: 5,13 % p. a.) herangezogen. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,5 % p. a. (im Vorjahr: 2,5 % p. a.) zugrunde gelegt.

Für Altersteilzeitverpflichtungen ergibt sich bei einer Duration von 1,8 Jahren (im Vorjahr: 2,2 Jahren) ein Rechnungszins von 3,83 % p. a. (im Vorjahr: 3,96 % p. a.). Für die Vorruhestandspotentialverpflichtungen ergibt sich bei einer Duration von 4,0 Jahren (im Vorjahr: 4,5 Jahren) ein Rechnungszins von 4,14 % p. a. (im Vorjahr: 4,3 % p. a.). Für die Verpflichtung Sozialversicherungsausgleich für das Vorruhestandspotential wird ein Rechnungszinssatz von 5,07 % p. a. (im Vorjahr: 5,13 % p. a.) herangezogen. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,5 % p. a. (im Vorjahr: 2,5 % p. a.) zugrunde gelegt.

Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG hat sich bei der Bewertung der Sonstigen Rückstellungen zum 1. Januar 2010 eine Auflösung ergeben . Gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde von dem Wahlrecht zur Beibehaltung Gebrauch gemacht und der höhere Wertansatz beibehalten. Zum 31.12.2012 beträgt die Überdeckung noch 6.154 T€.

(11) Verbindlichkeiten

31.12.2012

T€

31.12.2011

T€

 Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen  2.063  2.121
 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen  16.509  10.755

 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
 Unternehmen

  davon gegenüber dem Gesellschafter

 34.277

 (14.986)

 27.867

 (10.955)

 Sonstige Verbindlichkeiten
  davon aus Steuern
  davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
 6.233
 (3.746)
 (259)
 2.909
 (771)
 (438)
  Summe Verbindlichkeiten   59.082   43.652

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wird ein Darlehen gegenüber E.ON SE in Höhe von 10.000 T€ ausgewiesen. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit von 23 Jahren.

Die Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter resultiert im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Im Übrigen werden unter der Position im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten wird die Verbindlichkeit aus dem Pensions-Sicherungs-Verein VVaG in Höhe von 258 T€ ausgewiesen. Davon hat ein Anteil von 121 T€ eine Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren und ein Anteil von 105 T€ eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Sofern eine Aufrechnungslage gegeben ist, werden Forderungen und Verbindlichkeiten saldiert.

(12) Passive Rechnungsabgrenzung

In der passiven Rechnungsabgrenzung in Höhe von 1.373 T€ (Vorjahr 1.185 T€) werden im Wesentlichen vorschüssig abgerechnete Entgelte für die Nutzung von Nachrichtenkabeln in Höhe von 1.336 T€ (Vorjahr 1.124 T€) ausgewiesen.

(13) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2009 erfolgten Ausgliederung des Teilbetriebs Hochspannungsnetz auf die ENE besteht ein Haftungsverhältnis nach den Vorschriften des Umwandlungsgesetzes. Zusätzlich bestehen Haftungsverhältnisse aus Nachschusspflichten gegenüber dem verbundenen Unternehmen Versorgungskasse Energie VVaG sowie aus gesamtschuldnerischer Haftung gem. § 12 EEG. Das Risiko der Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Diese Einschätzung beruht auf Erfahrungen aus der Vergangenheit sowie auf der Bonitätsbeurteilung der Primärverpflichteten.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 143.776 T€. Es handelt sich hierbei im Wesentlichen um Verpflichtungen aus der Beschaffung der benötigten Energie zur Deckung der Netzverluste, offenen Bestellungen, Miet- und Leasingverträgen sowie der Verpflichtung aus dem Übertragungsvertrag mit der E.ON Facility Management GmbH. Die Angaben betreffen in Höhe von 10.613 T€ verbundene Unternehmen.

Des Weiteren bestehen vertragliche Verpflichtungen für die Inanspruchnahme von Dienstleistungsbestellungen, EDV- und Facilitydienstleistungen.


4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(14) Umsatzerlöse

2012

T€

2011

T€

 Netzwirtschaftliche Erlöse  893.157  862.603
Erneuerbare Energien  431.713  372.981
 Erlöse aus der Weiterbelastung gemäß
 KWK-G
 18.762  23.765
 Erlöse aus der § 19 StromNEV-Umlage  2.825  0
 Sonstige Umsatzerlöse  53.420  43.734
  Summe Umsatzerlöse   1.399.877   1.303.083

Die periodenfremden Umsätze in Höhe von 35.494 T€ (Vorjahr 24.348 T€) enthalten im Wesentlichen Erlöse aus EEG in Höhe von 37.930 T€ sowie netzwirtschaftliche Erlösminderungen in Höhe von 2.684 T€.

Die Umsätze der E.ON Netz GmbH entfallen auf das Inland.

(15) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (23.647 T€), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (13.869 T€) sowie Erträge aus Mieten und Pachten (8.051 T€). Die Auflösung aus dem Sonderposten mit Rücklageanteil beträgt 2.214 T€ (Vorjahr 0 T€).

Insgesamt sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Sachverhalte in Höhe von 37.565 T€ (Vorjahr 55.377 T€) enthalten. Davon entfallen 23.647 T€ auf Rückstellungsauflösungen und 13.869 auf Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens.

(16) Materialaufwand

2012

T€

2011

T€

 Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und
 Betriebsstoffe und für bezogene Waren

  davon für Erneuerbare Energien

  davon für KWK-G

  davon für § 19 StromNEV-Umlage  

 524.112

 (431.713)
 (18.762)
 (2.825)
 470.711

 (372.981)
 (23.765)
 (0)
 Aufwendungen für bezogene Leistungen  587.241  650.129
  Summe Materialaufwand   1.111.353   1.120.840

Der Materialaufwand enthält periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 32.665 T€ (Vorjahr 14.713 T€). Davon entfallen 37.930 T€ auf EEG Aufwand sowie 5.513 T€ auf netzwirtschaftliche Aufwandsminderungen.

(17) Personalaufwand

2012

T€

2011

T€

 Löhne und Gehälter  61.206  60.650
 Soziale Abgaben und Aufwendungen für
 Altersversorgung und für Unterstützung
  davon für Altersversorgung
 13.279

 (4.239)
 12.094

 (3.156)
  Summe Personalaufwand   74.485   72.744

Der Personalaufwand enthält periodenfremde Sachverhalte in Höhe von 153 T€ (Vorjahr 28 T€).

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben; sie sind im Zinsergebnis ausgewiesen.


Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:

2012 2011
 Angestellte / Arbeiter  768  792
 Auszubildende / Praktikanten  59  60
 Summe Mitarbeiter   827   852

(18) Abschreibungen

2012

T€

2011

T€

 Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
 gegenstände des Anlagevermögens
 29  53
 Abschreibungen auf Sachanlagen  40.251  39.378
  Summe Abschreibungen   40.280   39.431

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 62.206 T€ (Vorjahr 51.256 T€) enthalten vor allem Aufwendungen für Dienst- und Beratungsleistungen, Aufwendungen aus Forderungsabschreibungen, Versand- und Telekommunikationsaufwendungen, Miet- und Pachtaufwendungen, Entfernungsverpflichtungen, Instandhaltungen, verschiedene soziale Aufwendungen sowie allgemeine Verwaltungskosten. In den übrigen Aufwendungen werden auch die sonstigen Steuern in Höhe von 637 T€ (Vorjahr 674 T€) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Sachverhalte in Höhe von 337 T€ (Vorjahr 5.727 T€).

(20) Finanzergebnis

2012

T€

2011

T€

 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagever-
 mögens
 9  6
 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
  davon aus verbundenen Unternehmen
 2.811
 (2.756)
 2.861
 (2.693)
 Nettoerträge aus dem Deckungsvermögen  1.262  0
 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
  davon an verbundene Unternehmen
 -2.434 (-511)  - 4.003
 (- 510)
 Nettoaufwendungen aus dem Deckungsvermögen  0  -4.055
 Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen  ohne Rückdeckung  -5.602  - 2.785
  Summe Finanzergebnis   -3.955   - 7.976

Die Nettoerträge in Höhe von 1.262 T€ (im Vorjahr Nettoaufwendungen 4.055 T€) ergeben sich aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen (6.426 T€, im Vorjahr 5.559 T€) nach Verrechnung mit den Erträgen aus dem entsprechenden Deckungsvermögen (7.688 T€, im Vorjahr 1.504 T€).

Das Finanzergebnis enthält periodenfremde Erträge in Höhe von 3 T€ (Vorjahr 0 T€).

(21) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die ENE ist in die ertragsteuerliche Organschaft der E.ON SE/EEA einbezogen. In 2012 hat die EEA eine Steuerumlage von der E.ON Netz GmbH in Höhe von 46.000 T€ (Vorjahr 34.704 T€) erhoben. Der Steueraufwand betrifft ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

5. Angaben gemäß § 6b EnWG

Grundsätzliches

Das Energiewirtschaftsgesetz vom 7. Juli 2005, zuletzt geändert durch Art. 2 vom 22. Dezember 2011, verpflichtet vertikal integrierte Elektrizitätsversorgungsunternehmen gemäß § 6b EnWG, getrennte Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen für die Bereiche Elektrizitätserzeugung,
-übertragung, -verteilung und sonstige Aktivitäten zu erstellen. Eine Aufteilung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnungen erübrigt sich, da die E.ON Netz GmbH als reiner Netzbetreiber ausschließlich dem Bereich Elektrizitätsverteilung zuzuordnende Aktivitäten ausübt. Der im Sinne des § 6b Abs. 1 EnWG nach den Vorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellte Jahresabschluss entspricht aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit der Gesellschaft im Bereich der Elektrizitätsverteilung dem von der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG aufzustellenden Tätigkeitsabschluss.

Angaben nach § 6b Absatz 2 EnWG

Im Geschäftsjahr 2012 bestanden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen und assoziierten Unternehmen gemäß § 6b Abs. 2 EnWG, welche aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und nicht lediglich von untergeordneter Bedeutung sind:

Die Gesellschaft ist in das Cash Pooling des E.ON-Konzerns einbezogen. Es bestehen kurzfristige Forderungen gegen die E.ON SE in Höhe von 205.084 T€. Insgesamt entstanden im Geschäftsjahr Zinserträge gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 2.756 T€. Zudem besteht eine Verbindlichkeit aus einem Darlehensvertrag mit der E.ON SE in Höhe von 10.000 T€, die mit 5 % verzinst wird. Darüber hinaus wurden von der E.ON IT GmbH IT- und Telekommunikationsleistungen in Höhe von 11.885 T€ bezogen.

6. Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung sind unter Punkt 7. und 8. aufgeführt.

Aufwendungen für Organmitglieder

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 78 T€ (Vorjahr 53 T€), die der Geschäftsführung 1.999 T€ (Vorjahr 1.020 T€). Der Geschäftsführung wurden keine Kredite gewährt.

Die Share Performance-Rechte (aktienbasierte Vergütungen), die im Geschäftsjahr gewährt wurden, sind gemäß § 285 Nr. 9a HGB mit dem beizulegenden Zeitwert im Zeitpunkt ihrer Gewährung in den Gesamtbezügen enthalten. In 2012 wurden insgesamt 13.451 Stück Performance-Rechte aus dem Share Peformance-Plan der E.ON SE mit einem beizulegenden Wert von 22,43 € je Stück an die Mitglieder der Geschäftsführung ausgegeben.

Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr. 9b HGB wurden nicht gewährt. Den ehemaligen Geschäftsführern wurden keine Kredite gewährt.

Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe zum Honorar des Abschlussprüfers kann verzichtet werden, da diese Angabe im Konzernanhang der E.ON SE enthalten ist.

7. Aufsichtsrat E.ON Netz GmbH

Vorsitzender: Dr. Thomas König , Mitglied des Vorstandes der E.ON Energie AG, Mitglied der Geschäftsführung E.ON Deutschland

Stellv. Vorsitzender: Gerhard Lehner, Vorsitzender Spartenbetriebsrat der E.ON Netz GmbH, Betriebszentrum Bamberg

Dr. Rainer Brockmann, ehem. Mitglied des Vorstandes der E.ON Westfalen Weser AG

Andreas Fricke(bis 17.10.2012), Mitglied des Vorstandes der E.ON Hanse AG, kaufmännischer Vorstand

Silvia Heinemann, stellvertretende Vorsitzende Spartenbetriebsrat der E.ON Netz GmbH, Betriebszentrum Lehrte

Matthias Herzog (ab 17.10.2012), Mitglied des Vorstandes der E.ON Avacon AG, Ressort Netze

Susanne Krüger, Vice President der E.ON SE, Strategy & Corporate Development, Bereich Downstream Europe & Gas

Dr. Alexander Montebaur (ab 17.10.2012), E.ON Deutschland, Leiter Netzsteuerung

Hermann Wagenhäuser, ehem. Mitglied des Vorstandes der E.ON Bayern AG

Dr. Egon Westphal(bis 17.10.2012), Mitglied des Vorstandes der E.ON Bayern AG, Ressort Technik/Netz

Harald Wolz, Vorsitzender Betriebsrat der Unternehmensleitung der E.ON Netz GmbH

8. Geschäftsführung der Gesellschaft

Dietrich Max Fey (bis 31.10.2012)

Ressort Technik / Netzmanagement

Andreas Fricke (ab 01.11.2012)

Ressort Kaufmännische Aufgaben / Recht / Kommunikation

Branko Rakidzija

Ressort Personal

Ressort Kaufmännische Aufgaben / Recht / Kommunikation (bis 31.10.2012)

Dr. Egon Westphal (ab 01.11.2012)

Ressort Technik / Netzmanagement

 

Bayreuth, 31. Januar 2013

Die Geschäftsführer

Andreas Fricke

Branko Rakidzija

Dr. Egon Westphal

Entwicklung des Anlagevermögens
- in T€ -

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bilanzposition 01.01.2012 laufende
Zugänge
laufende
Abgänge
Umbuchungen 31.12.2012
Immaterielle
Vermögensgegenstände
         
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gew. Schutzrechte, Lizenzen 1.161 16 0 0 1.177
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte u. Bauten
145.755 1.211 3.923 592 143.635
Technische Anlagen 2.726.828 36.508 60.643 29.447 2.732.140
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.033 2.516 183 0 33.366
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
47.972 47.955 25 -30.039 65.863
  2.951.588 88.190 64.774 0 2.975.004
Summe Imm.VG + Sachanl . 2.952.749 88.206 64.774 0 2.976.181
Finanzanlagen          
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 98 473 0 0 571
Sonstige Ausleihungen 91 9 53 0 47
  189 482 53 0 618
Summe
Anlagevermögen
2.952.938 88.688 64.827 0 2.976.799
  Kumulierte Abschreibungen
Bilanzposition 01.01.2012 laufende
Zugänge
laufende Abgänge Umbuchungen 31.12.2012
Immaterielle
Vermögensgegenstände
         
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gew. Schutzrechte, Lizenzen 1.029 29 0 0 1.058
Sachanlagen          
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte u. Bauten
112.633 2.181 1.750 76 113.140
Technische Anlagen 2.323.384 36.462 60.206 -76 2.299.564
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.423 1.608 179 0 24.852
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
0 0 0 0 0
  2.459.440 40.251 62.135 0 2.437.556
Summe Imm.VG + Sachanl . 2.460.469 40.280 62.135 0 2.438.614
Finanzanlagen          
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0
  0 0 0 0 0
Summe
Anlagevermögen
2.460.469 40.280 62.135 0 2.438.614
  Buchwerte
Bilanzposition 31.12.2012 Vorjahr
Immaterielle
Vermögensgegenstände
   
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gew. Schutzrechte, Lizenzen 119 132
Sachanlagen    
Grundstücke, grundstücksgleiche
Rechte u. Bauten
30.495 33.122
Technische Anlagen 432.576 403.444
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.514 7.610
Geleistete Anzahlungen und
Anlagen im Bau
65.863 47.972
  537.448 492.148
Summe Imm.VG + Sachanl . 537.567 492.280
Finanzanlagen    
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 571 98
Sonstige Ausleihungen 47 91
  618 189
Summe
Anlagevermögen
538.185 492.469

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der E.ON Netz GmbH, Bayreuth, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Mittwoch, den 31. Januar 2013

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Karlheinz Gohel, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christiane Neumair, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Dem Aufsichtsrat gehörten im Jahr 2012 nachfolgend genannte Anteilseignervertreter an: Herr Dr. Thomas König (Vorsitzender), Herr Dr. Rainer Brockmann, Herr Andreas Fricke (bis 17.10.), Herr Matthias Herzog (ab 17.10.), Frau Susanne Krüger, Herr Dr. Alexander Montebaur (ab 17.10.), Herr Hermann Wagenhäuser und Herr Dr. Egon Westphal (bis 17.10.).

Arbeitnehmervertreter waren im Jahre 2012 die Herren Gerhard Lehner (stellvertretender Vorsitzender) und Harald Wolz sowie Frau Silvia Heinemann.

Dem Aufsichtsratspräsidium gehörten der Vorsitzende, der stellvertretende Vorsitzende sowie Herr Dr. Rainer Brockmann an.

Die Geschäftsführung bestand bis zum 31.10.2012 aus dem technischen Geschäftsführer, Herrn Dietrich Max Fey, und dem kaufmännischen Geschäftsführer, Herrn Branko Rakidzija. Mit Wirkung ab 01.11.2012 ist Herr Fey aus den Diensten der Gesellschaft ausgeschieden. Herr Andreas Fricke wurde zum gleichen Zeitpunkt als kaufmännischer und Herr Dr. Egon Westphal als technischer Geschäftsführer bestellt. Herr Rakidzija übernahm ab diesem Zeitpunkt das Personalressort.

Der Aufsichtsrat hat in drei Sitzungen am 14.02. und am 17.10.2012 (zwei Sitzungen) getagt. Das Präsidium hat drei Sitzungen am 14.02., 20.03. und am 17.10.2012 abgehalten.

Am 16.10.2012 wurde vom Aufsichtsratspräsidium im schriftlichen Umlaufverfahren die Beauftragung der PwC AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für das Geschäftsjahr 2012 beschlossen.

Der Aufsichtsrat hat sich laufend über die Lage des Unternehmens sowie die wesentlichen geschäftlichen Ereignisse und Vorhaben informiert. Er hat die Geschäftsführung überwacht und beratend begleitet. Im Aufsichtsrat wurde zudem die geplante Integration der E.ON Netz in die Regionalversorger E.ON Avacon, E.ON Bayern und E.ON Hanse besprochen. Alle Maßnahmen, welche die Zustimmung des Aufsichtsrates erforderten, wurden eingehend mit der Geschäftsführung besprochen und geprüft.

Der durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich verstärkten Aufsichtspflicht ist der Aufsichtsrat nachgekommen, indem die Ergebnis-, Finanz-, Investitions- und Personalplanung ausführlich behandelt wurden.

Darüber hinaus berichtete die Geschäftsführung dem Aufsichtsrat über den Stand des Risikoüberwachungssystems gemäß § 91 Abs. 2 AktG. Wesentliche oder gar
bestandsgefährdende Risiken wurden nicht identifiziert.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates stand in ständiger Verbindung mit der Geschäftsführung und wurde laufend und umfassend über alle wichtigen Vorgänge und Entscheidungen informiert. Dies waren insbesondere die Themen Regulierung des Netzgeschäftes, Netzausbau, Entwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene und deren Auswirkungen auf E.ON Netz, Kontakte zur Bundesnetzagentur, Netzentgeltentwicklung sowie Investitions- und
Instandhaltungsstrategie.

Der von der Geschäftsführung vorgelegte Jahresabschluss zum 31.12.2012 der E.ON Netz GmbH sowie das Überwachungssystem gemäß § 91 Abs. 2 AktG wurden von der PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft.

Dem Abschluss wurde der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat das Ergebnis der Abschlussprüfung sowie den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2012.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsführung, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Belegschaftsvertretern für die gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit und das im Berichtsjahr Geleistete.

 

Bayreuth, den 20. Februar 2013

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Der Jahresabschluss wurde am 20.02.2013 festgestellt.

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