rz.hamburg Verwaltung GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jeppe Meulengracht Fogh seit 25.1.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
STIBO SYSTEMS A/S | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stibo Systems GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.05.2022 bis zum 30.04.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023Stibo Systems GmbH, HamburgI. Grundlagen des Unternehmens Die Stibo Systems GmbH (im Folgenden "Stibo" oder "Gesellschaft") ist eine Tochtergesellschaft der 1794 gegründeten Stibo Systems A/S mit Sitz in 8270 Hobjerg, Dänemark. Die Stibo Gruppe hat weltweit weitere regionale Niederlassungen u.a. in der Schweiz, Indien und den USA. Die Haupttätigkeit der Gesellschaft ist vorwiegend die Entwicklung, die Produktion und der Vertrieb im Bereich der Informationsübertragung und -verarbeitung. Insbesondere besteht das Ziel darin, innovative Lösungen für domainübergreifende Stammdatenverwaltung anzubieten und weiter voranzutreiben, damit den Kunden eine Chance geboten wird, aus ihren Daten einen echten Mehrwert zu generieren. Wir bieten Lösungen u.a. für die Branchen Einzelhandel, Verbrauchsgüter, Produktion, Bankwesen & Kapitalmärkte etc. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist an der Reeperbahn 1, 20359 Hamburg. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2022 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,9 % höher als im Jahr 2021. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine und den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2022 um 0,7 % höher (Quelle: Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023 des Statistischen Bundesamtes). Trotz dieser Krisen erhöhten sich die Umsätze mit Software in Deutschland sowohl in 2021 als auch 2022 weiter. Vor diesem Hintergrund haben sich die Umsätze der Stibo gegenüber dem Vorjahr erneut deutlich erhöht, so dass sich die Gesellschaft weiter eine solide Basis für die Geschäftsentwicklung der zukünftigen Jahre erarbeiten konnte. Das Jahresergebnis verbesserte sich von TEUR 438 im Vorjahr auf TEUR 481 im Berichtsjahr. Die Mitarbeiteranzahl belief sich zum Bilanzstichtag auf 45 Angestellte (30. April 2022: 47). 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage: Darstellung, Analyse, Beurteilung a. Vermögens- und Finanzlage Sowohl das Anlagevermögen als auch das Vorratsvermögen sind wie im Vorjahr vollständig durch Eigenkapital finanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen durch die höheren Umsätze zum Geschäftsjahresende um TEUR 633 gestiegen. Die liquiden Mittel betragen 27% (Vorjahr: 58%) der Bilanzsumme; die Gesellschaft verfügt über ausreichend Liquidität, um ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit zu erfüllen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Euro Guthaben auf Kontokorrentkonten bei einem Kreditinstitut. Der Rückgang der liquiden Mittel um TEUR 2.606 resultiert vor allem aus der Gewährung eines kurzfristigen verzinslichen Darlehens von TEUR 4.000 im Berichtsjahr an die Muttergesellschaft, das nicht durch den positiven operativen Cash flow kompensiert werden konnte. Mithin haben sich hieraus zum Bilanzstichtag die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben, die nicht mit den Verbindlichkeiten aus dem Kontokorrentverkehr mit der Muttergesellschaft verrechnet wurden. Die im Vorjahr aktivierten latenten Steuern von TEUR 250 wurden im Berichtsjahr ergebniswirksam aufgelöst. Gleichzeitig wurden neue aktive Steuern auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge sowie auf Differenzen der handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätze bei Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens von TEUR 46 gebildet und mit den ebenfalls neu gebildeten passiven latenten Steuern auf Differenzen der handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätze bei immateriellen Vermögensgegenständen von TEUR 90 saldiert ausgewiesen (TEUR 44). Die Stibo ist zu 8% (Vorjahr: 5%) durch Eigenkapital (TEUR 1.000; Vorjahr: TEUR 519) finanziert. Die Eigenkapitalquote hat sich bedingt durch die vollständige Thesaurierung des Jahresüberschusses des Vorjahres erhöht. Die Steuerrückstellungen haben sich aufgrund der erfolgten Abschlusszahlung für das Veranlagungsjahr 2022 um TEUR 313 zum Bilanzstichtag vermindert. Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 426; Vorjahr: TEUR 1.307) haben sich vor allem aufgrund von niedrigeren Personalverpflichtungen für Abfindungen, Gehälter und Boni am Bilanzstichtag verringert. Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus ausstehenden Umsatzsteuern (TEUR 409 (Vorjahr: TEUR 514). Höhere realisierte Einnahmen vor dem Bilanzstichtag für das Geschäftsjahr 2023/24 führten zu dem Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um TEUR 2.083 auf TEUR 9.102. Als Resultat stieg die Bilanzsumme um TEUR 2.084 (+21%). b. Ertragslage Das Rohergebnis verringerte sich mit TEUR 8.338 im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.600. Dies resultiert im Wesentlichen aus den überdurchschnittlich um TEUR 4.508 gestiegenen Aufwendungen für bezogene Leistungen. Die Personalaufwendungen haben sich aufgrund der einmalige Aufwendungen des Vorjahres für Abfindungen um TEUR 1.741 verringert. Vor allem höhere Rechts- und Beratungskosten (+ TEUR 139) führten im Berichtsjahr zum Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 1.097 auf TEUR 1.287. Eine vertragliche Vereinbarungen mit der Muttergesellschaft über Verrechnungspreise für bezogene Leistungen führt bei Stibo zu einem garantierten positiven Jahresergebnis. Das Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) beträgt TEUR 587 verglichen mit TEUR 671 im Vorjahr, was einem Rückgang von TEUR 84 entspricht. Der Jahresüberschuss hat sich hingegen um TEUR 43 erhöht. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir nutzen die Umsatzerlöse, den Rohertrag und das EBIT als finanzielle Leistungsindikation für den Zweck, unsere Unternehmensziele zu überwachen. Vor allem das verringerte Rohergebnis führte trotz des Rückgangs der Personalaufwendungen zu der Verringerung des EBIT. Weitere Leistungsindikatoren sind die Anzahl der Mitarbeiter und Bürokosten. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens- und Finanzlage schätzen wir unverändert als stabil ein. Die Ertragslage war geprägt vom vorgenannten Rückgang des Rohertrags bei niedrigeren Personalkosten, was sich in dem verbesserten Jahresergebnis widerspiegelt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind vollständig durch die liquiden Mittel und kurzfristig fällige Forderungen gedeckt. Die Gesellschaft konnte somit eine stabile wirtschaftliche Situation mit einer ausreichenden Finanzierungs- und Liquiditätsbasis erreichen, was der Prognose aus dem Vorjahr entsprach. IV. Prognosebericht 1. Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung Nach mehr als einem Jahr nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ist die Wirtschaft der Europäischen Union (EU) laut der Winterprognose der Europäischen Kommission besser in das Jahr 2023 gestartet als noch im Herbst erwartet. In der Zwischenprognose vom Winter wurde der diesjährige Wachstumsausblick für die EU auf 0,8 % angehoben. Die um die Jahreswende erwartete technische Rezession dürfte also knapp vermieden werden. Auch die Inflationserwartungen für 2023 und 2024 werden in der Prognose etwas zurückgenommen. (Quelle: Pressemitteilungen der Europäischen Kommission). Vorhersagen gehen davon aus, dass die Software Ausgaben in Deutschland im Jahr 2023 weiter wachsen werden. 2. Voraussichtliche Geschäftsentwicklung (ohne unvorhergesehene Sondereffekte) Auf der Grundlage der von der Stibo vorgenommenen Bewertung der aktuellen Situation hat auch der Ukraine Konflikt bisher keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft. Die Umsätze und der Materialaufwand werden sich im Geschäftsjahr 2023/24 weiter positiv entwickeln. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl wird in 2023/24 in etwa auf dem Niveau von 2022/23 bleiben. Insgesamt ist zu beachten, dass die Ergebnisprognosen ohne Berücksichtigung von Sonderereignissen sowie kurzfristig unterjährig auftretenden Effekten, die allesamt nicht vorhersehbar sind, erstellt werden. Vor diesem Hintergrund gehen wir für das Geschäftsjahr 2023/24 von einem positiven Jahresergebnis aus. Die kontinuierliche Weiterentwicklung seitens des Mutterunternehmens vor allem in Richtung sogenannter "Cloud Services" wird im Hinblick auf die von Stibo durchgeführte Endkonsumentensegmentierung als Grundlage für weitere Erfolge in der Zukunft gesehen. Darüber hinaus wird die Positionierung von Stibo als innovativer Supportanbieter für diverse Softwarelösungen u.a. für domainübergreifende Stammdatenverwaltung gestärkt. Wir erwarten keine wesentlichen Investitionen oder Finanzierungsnotwendigkeiten. Kleinere Investitionen werden voraussichtlich durch den operativen Cash flow und die vorhandene Liquidität der Gesellschaft finanziert. Insgesamt, nach Bewertung aller potentieller Chancen und Risiken, sieht die Geschäftsführung die Unternehmensfortführung (Going-Concern) als nachhaltig und gesichert an. V. Chancen und Risikobericht 1. Begriffsbestimmung und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Das interne Kontrollsystem (IKS) der Gesellschaft umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Geschäftsprozessen. Hierzu gehören manuelle Prozesskontrollen (z.B. "Vier-Augen-Prinzip") und IT-basierte Prozesskontrollen. Weiterhin werden durch spezifische Konzernfunktionen prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt. Darüber hinaus stellen Konzernrichtlinien und -anweisungen sowie Bilanzierungsvorgaben die Basis für eine einheitliche Vorgehensweise in der Gruppe dar. Die Gesellschaft ist in ein Berichts- und Risikomanagementsystem der Stibo Gruppe eingebunden und berichtet regelmäßig an die Zentrale. 2. Diskussion einzelner Chancen und Risiken a. Marktrisiken und Chancen Der Markttrend - die künftige Konzentration auf Cloud Services - wirkt sich für Stibo weiterhin vorteilhaft aus. Die Gesellschaft ist durch die Einbindung in den Konzern der Muttergesellschaft wesentlich von deren Gesamtentwicklung abhängig. Da die Muttergesellschaft die Weiterentwicklung von Softwarelösungen und sogenannten "Cloud Services" und den konzeptionellen Ausbau der Distribution übernimmt, kann sich Stibo vor allem auf den Vertrieb konzentrieren. Mithin besteht die Chance, die Umsatzerlöse weiter zu steigern. Nach heutigem Kenntnisstand ergeben sich weder aus der Analyse der Kundenprofile bzw. aus der Zusammenarbeit mit den Kunden Anzeichen für wesentliche Risiken. b. Personalrisiken Das Unternehmen ist mit Personalrisiken konfrontiert, da es aufgrund der sehr niedrigen Arbeitslosenquote auf dem deutschen Markt und steigender Löhne zunehmend problematisch ist, gut ausgebildete Mitarbeiter zu finden und einzustellen. Die Gewinnung und Ausbildung von qualifiziertem Personal steht daher im Fokus der Geschäftsführung, um das stabile Geschäft der Gesellschaft auf allen Ebenen langfristig zu gewährleisten. c. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken Durch die finanzielle Einbindung in den Stibo Konzern stehen uns bei Bedarf erforderliche liquide Mittel zur Verfügung. Auf Basis unserer Verträge mit dem Stibo Konzern haben wir einen planbaren Ergebniskorridor, der im Normalfall zu positiven Jahresergebnissen führt. Wesentliche Preisänderungsrisiken sieht die Geschäftsführung derzeit nicht. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen sehen wir uns derzeit nicht ausgesetzt, da wir über eine ausreichend hohe Liquidität verfügen, um etwaige Schwankungen auszugleichen. Die Organisation und das betriebswirtschaftliche Fundament sind stabil. Forderungsausfallrisiko Die Gesellschaft steuert und minimiert ihr Forderungsausfallrisiko über ein ausgefeiltes Debitoren-Management. Dabei wird z.B. der Zahlungsverkehr eng überwacht, um sicherzustellen, dass unsere Zahlungsbedingungen eingehalten werden. Andere Kreditrisiken in Bezug auf interne oder externe Kunden sind sehr limitiert, da wir über große und bonitätsstarke Großkunden verfügen. Zum Stichtag sind keine wesentlichen quantifizierbaren Risiken aus dem Ausfall von Debitoren im Sinne der Risikodefinition bekannt. Chancen und Risiken in Verbindung mit Währungs- und Zinsänderungen Währungsrisiken sehen wir uns nahezu nicht ausgesetzt, da wir fast ausschließlich in Euro fakturieren und erwerben. Es gibt nur ein geringes Zinsrisiko, da die Gesellschaft hauptsächlich durch Eigenkapital und Verrechnungskonten im Konzern finanziert ist. Es sind keine Bankfinanzierungen oder andere Kredite notwendig. Wir benötigen daher auch keine derivativen Finanzinstrumente wie Swaps oder Termingeschäfte 3. Zusammenfassung der Chancen- und Risikolage Die Risikolage der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht wesentlich verändert. Angesichts der ausreichenden Finanzierung und der Entwicklung des grundsätzlich positiven EBITs sehen wir derzeit keine Risiken, die die Geschäftsentwicklung oder Existenz der Stibo bedrohen. Zusammenfassend werden die Chancen und Risiken als ausgewogen gesehen. Chancen bestehen vor allem in neuen Kunden.
Hamburg, 12. Mai 2023 gez. Jeppe Meulengracht Fogh BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023Stibo Systems GmbH, Hamburg1. Allgemeine Angaben 1.1 Pflichtangaben gemäß § 264 Abs. 1a HGB Firma und Sitz: Stibo Systems GmbH, Hamburg Registergericht und Handelregisternummer: Hamburg, HRB 127057 1.2 Übrige Angaben Der vorliegende Jahresabschluss der Stibo Systems GmbH auf den 30. April 2023 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 1 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Von den Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs gemäß § 288 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. 2. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren (im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Fall einer dauerhaften Wertminderung wird das Anlagevermögen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgewertet. Die Vorräte (in Arbeit befindliche Aufträge) wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) der Gesellschaft ist noch nicht auf Euro umgestellt, es beträgt DM 50.000,00. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden gegebenenfalls verrechnet. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. 3. Erläuterungen zu Poster der Bilanz 3.1 Anlagevermögen Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. 3.2 Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten und ausstehendende Rechnungen. 3.3 Mitzugehörigkeitsvermerk Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zugleich sonstige Vermögensgegenstände und Forderungen gegen die Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind wie im Vorjahr zugleich in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. 3.4. Latente Steuern Latente Steueransprüche des Vorjahres, die in Ausübung des Aktivierungswahlrechtes angesetzt wurden, resultierten aus Differenzen der handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätze bei den sonstigen Rückstellungen. Diese latenten Steuern des Vorjahres wurden im Berichtsjahr aufgelöst. Im Berichtsjahr wurden aktive latente Steuern auf gewerbesteuerliche Verlustvorträge aktiviert. Insoweit erfolgte die Bewertung mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 17%. Außerdem wurden aktive latente Steuern auf Differenzen der handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätze bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert. Die Bewertung erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 32%. Die aktiven latenten Steuern werden insgesamt mit den passiven latenten Steuern saldiert in der Bilanz ausgewiesen. Die passiven latenten Steuern beruhen auf Differenzen der handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätze bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögen. Die Bewertung erfolgte mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 32%. Angabe zu den latenten Steuersalden:
3.5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Mietverpflichtungen von TEUR 724 zum Bilanzstichtag. 4. Sonstige Pflichtangaben 4.1 Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer ist Herr Jeppe Meulengracht Fogh, Geschäftsführer. Die Angabe der Vergütung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 4.2 Durchschnittliche Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 45 Arbeitnehmer im Geschäftsjahr. 4.3 Name und Sitz der Muttergesellschaft Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Konzernunternehmen aufstellt, ist die Stibo Systems A/S, Dänemark, bei der der Konzernabschluss erhältlich ist.
Hamburg, 12. Mai 2023 gez. Jeppe Meulengracht Fogh, Geschäftsführer Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2022/2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 30.06.2023 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stibo Systems GmbH, Hamburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stibo Systems GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stibo Systems GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2022 bis zum 30. April 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Die Abschlussprüfung ist gleichwohl ihrem Wesen nach keine Unterschlagungsprüfung, d.h. sie ist nicht primär darauf ausgerichtet, Untreuehandlungen, Unterschlagungen oder ähnliche Sachverhalte aufzudecken. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 24. Mai 2023 Hanseatische
Mittelstands Treuhand GmbH
gez. Astrid Busch, Wirtschaftsprüferin gez. Stephan Fischer, Wirtschaftsprüfer |
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