Kabel Premium Pulp & Paper GmbHLiquidiert
Schwerter Straße 263, 58099 Hagen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Schwinn seit 1.3.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Klaus GüsePANTI GmbH | 33.69% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Erbengemeinschaft Thieke: Robert Friedrich Thieke, Carla Hermine Thieke, Greta Maria Thieke, Zita Margarete Thieke | 33.69% |
Erbengemeinschaft Thieke: Robert Friedrich Thieke, Carla Hermine Thieke, Greta Maria Thieke, Zita Margarete Thieke | 32.63% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Kabel Premium Pulp & Paper GmbHHagenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022KABEL PREMIUM PULP & PAPER GMBH (GESELLSCHAFT), HAGENA. Darstellung der Geschäfts- und der Rahmenbedingungen Geschäftsmodell und Unternehmensstruktur Die Kabel Premium Pulp & Paper GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder kurz "KPPP") hat ihren Sitz in Hagen (NRW) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hagen (HRB 10375). Die Gesellschaft ist handelsrechtlich eine große Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft besteht seit 2016 und ist aus einem Carve-out des skandinavischen Stora Enso Konzerns hervorgegangen. Die Gesellschaft ist ausschließlich von ihrem Sitz in Hagen (NRW) aus tätig. KPPP gehört zu den führenden Hersteller hochwertiger, gestrichener, holzhaltiger, grafischer Papiere in den Bereichen Light Weight Coated (LWC) und Medium Weight Coated (MWC). Die Papiere bilden die Grundlage für den Druck von Rolle oder Formatware (zugeschnittenes Papier auf Palette). Im Offset- oder Tiefdruckverfahren, wie aber auch zunehmend im Digitaldruck, werden die Papiere Herstellung von Magazinen, Katalogen, Printwerbung und Buchdruck genutzt. KPPP hat in den vergangenen Jahren aktiv an einer Erweiterung des Produktportfolios gearbeitet. Das Produktprogramm konnte kontinuierlich ausgebaut und um Verpackungspapiere wie technische Spezialpapiere ergänzt werden. Kunden und Absatzmärkte Äquivalent zu den Märkten für LWC- und MWC-Papiere, sind für KPPP die wichtigsten Vertriebsregionen Deutschland, die Anrainerstaaten wie auch Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich. Aber auch im weiteren geografischen europäischen Ausland, Nordafrika, Indien und Nordamerika werden langjährig wichtige Geschäftsbeziehungen unterhalten. Der Vertrieb findet primär im Direktgeschäft mit eigenem Personal statt, wird aber vor allem im internationalen Kontext durch Handelsvertretungen verstärkt. Zu den Kunden zählen Medienhäuser, Verlagsgruppen und Druckereien. Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie Das Ziel des Unternehmens ist es, graphische Papiere mit größtmöglicher Effizienz, bei gleichzeitig höchstem Kundennutzen, zu wirtschaftlich nötigen Margen zu produzieren. Es wird eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals angestrebt. Unternehmensinternes Steuerungs- und Risikomanagementsystem Generelles Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist es, den Unternehmenserfolg gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern. Um die Ausrichtung der Geschäftstätigkeiten auf nachhaltiges profitables Wachstum sicherzustellen, betreibt KPPP ein integriertes Planungs- und Controllingsystem, das auf zentralen Steuerungskennzahlen basiert. Die Steuerung erfolgt anhand eines Management Reporting Systems auf monatlicher Basis, das neben einer Erläuterung der aktuellen Geschäftslage, GuV, Bilanz sowie liquiditäts- und kapitalflussbeschreibende Kennzahlen enthält. Großen Wert legt die Gesellschaft auf die profitabilitäts- und liquiditätsorientierten Kennzahlen, unter anderem Umsatz, Rohertrag und EBIT sowie Cashflow, um sicherzustellen, dass im Fall von Abweichungen frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet und falls erforderlich strategisch-operative Entscheidungen rechtzeitig getroffen werden können. Bei den nicht-finanziellen Kennzahlen wird insbesondere nach der Absatzmenge der verkaufsfähigen Papiereinheiten gesteuert. Operative Frühindikatoren Um den Verlauf der vielfältigen Einflussfaktoren auf das Geschäft frühzeitig erkennen und bei der Unternehmenssteuerung berücksichtigen zu können, beobachtet KPPP verschiedene operative Frühindikatoren. Der bedeutendste Frühindikator ist der Auftragseingang, der die zu erwartende Auslastung der Kapazitäten anzeigt. Darüber hinaus werden geeignete Markt-, Konjunktur- und Branchendaten analysiert, um wichtige Erkenntnisse für die künftige Geschäftsaussichten zu gewinnen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft erholte sich im Jahr 2022 bis in den Spätsommer hinein. Jedoch war diese Entwicklung nicht nachhaltig, denn zum Ende des Jahres schrumpfte die Wirtschaftsleistung aufs Neue. Die staatlich verordneten Einschränkungen im Rahmen der Corona Pandemie wurden zwar schrittweise zurückgenommen, dennoch kam es auf den globalen Märkten fortgesetzt zu Material- und Lieferengpässen. Ausgelöst durch den Ukraine Krieg, kam es im Frühjahr zu einem sprunghaften Anstieg der Energiepreise für Strom und Gas. Einerseits waren wirtschaftlichen Auswirkungen Corona Pandemie noch nicht überwunden, andererseits führte die Preisexplosion auf dem Energiemarkt zu stark steigenden Preisen für nahezu alle Produkte. Dies führte zu einer signifikanten Inflation auch in Ländern, die sonst von hoher Preisstabilität geprägt waren. Zur Bekämpfung der Inflation wurden die Leitzinssätze durch die Zentralbanken mehrfach und deutlich angehoben. Lag der Euribor Anfang des Jahres noch bei minus 0,5763, ist dieser bis Ende 2022 auf 1,884 angestiegen, mit weiter steigender Tendenz. Dieser gesamte Komplex äußerer Wirtschaftsfaktoren führte zu einer deutlich abgeschwächten Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen seit dem Spätsommer 2022. Nach den Berechnungen des statistischen Bundesamtes ist das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2022 um 1,9 % gestiegen (Vorjahr 2,7%). Gemäß der Prognose des Ifo Instituts aus dem Frühjahr 2023 belasten die hohen Inflationsraten das Konsumklima wie auch die Konjunktur; durch die sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten. Gleichzeitig erholt sich die Industriekonjunktur aufgrund nachlassender Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rückgängen bei den Energiepreisen. Branchenentwicklung Die Deutsche Papier- und Zellstoffindustrie hat im äußerst schwierigen Umfeld im Jahr 2022 relative Stärke bewiesen. Die Produktion ist nach dem Corona-Nachholjahr 2021 zwar um 6,5% auf 21,6 Mio. Tonnen gesunken, hat sich damit jedoch wieder auf dem langjährigen Vorkrisenniveau bewegt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat sich die Zahl der Beschäftigten mit ca. 46.000 in der Papier- und Zellstoffindustrie nicht verändert. Die gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe haben auf die Produktpreise durchgeschlagen. Die Entwicklung der einzelnen Sortenbereiche verlief im Jahr 2022 uneinheitlich. Der grafische Papiermarkt ist durch eine hohe Wettbewerbsintensität geprägt. Insgesamt wird erwartet, dass in den kommenden Jahren weitere Marktkonsoli- dierungen stattfinden werden. Diese Marktbereinigungen würden den Preisdruck der Industrie weiterhin begrenzen. B. Wirtschaftsbericht Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage Im Betrachtungszeitraum hat die Gesellschaft Umsatzerlöse i.H.v. EUR 359,9 Mio. (Vorjahr: EUR 273,1 Mio., +31,8% ggü. Vorjahr) erwirtschaftet. Ursächlich für die Umsatzerhöhung waren die im Jahresverlauf notwendigen Erhöhungen der Verkaufspreise infolge der stark gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten. Die Absatzmenge entwickelte sich nicht im Gleichlauf mit den Umsätzen (2022: 307 Tsd. Tonnen; 2021: 418 Tsd. Tonnen). Der Anstieg der Umsatzerlöse war ausschließlich preisbedingt, da die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise an die Kunden weitergegeben wurden.
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR 20,9 Mio. (Vorjahr EUR 6,6 Mio.). Hierin sind enthalten die im Jahr 2022 vereinnahmte Strompreiskompensation für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von EUR 6,5 Mio. (VJ: EUR 5,3 Mio.) sowie EUR 13,1 Mio. Sanierungserträge im Zusammenhang mit der Ablösung des Bankenkonsortiums. Materialaufwand Der Materialaufwand des Unternehmens beträgt EUR 252,9 Mio. (Vorjahr: EUR 218,9). Davon entfallen 55% auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Vorjahr 69%). Der niedrigere Anteil des RHB-Aufwands liegt daran, dass die Energiekosten 2022 deutlich stärker angestiegen sind. Die Materialaufwandsquote beträgt 70,2% (Vorjahr 80,2%). Die niedrigere Materialaufwandsquote ist darin begründet, dass das Niveau der Verkaufspreise aufgrund steigender Rohstoff- (insbesondere Zellstoff) und in großem Maße auch der Energiekosten bereits ab dem zweiten Halbjahr 2021 über alle Papiersorten erhöht wurde. Personalaufwand Der Personalaufwand ist um EUR 4,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 44,1 Mio. gestiegen. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich dabei im Durchschnitt nur um zwei Mitarbeiter. Ein wesentlicher Faktor für den Anstieg der Personalkosten war eine Erhöhung der Pensionsrückstellung um EUR 2,9 Mio. aufgrund der Anpassung des Rentenanstiegs von 1,5% auf 2%. Die Vollauslastung in der ersten Hälfte des Jahres führte zu einer erhöhten Mehrarbeit, die mit Überstundenzuschlägen ausgezahlt wurde. Abschreibungen In Höhe von EUR 24,5 Mio. waren die bisherigen Investitionen in eine AP-TMP-Anlage abzuschreiben, da eine Fertigstellung nicht mehr geplant ist. Die weiteren Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen haben sich zum Vorjahr um EUR 0,3 Mio. auf EUR 2,7 Mio. (Vorjahr EUR 3,0 Mio.) reduziert. Das Investitionsniveau war aufgrund der Unsicherheiten im Markt im 2. Halbjahr niedrig. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,3 Mio. auf EUR 26,8 Mio. gesunken. Ursächlich waren i.W. die geringeren Frachtaufwendungen. EBIT Das EBIT des Geschäftsjahres i.H.v. EUR 30,3 Mio. hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert (EUR -8,1 Mio.). Dies geht insbesondere auf die Sanierungsbeiträge der Stakeholder (EUR 13,1 Mio.) zurück. Darüber hinaus sind deutliche Unterschiede in der Ertragsentwicklung im Jahresverlauf festzustellen: Die Nachfrage war aufgrund von streikbedingten Kapazitätsreduktionen bei einem Wettbewerber deutlich stärker im ersten Halbjahr. So erzielte die Gesellschaft 62% der Umsatzerlöse aus dem Papierverkauf (EUR 222,4 Mio) im ersten und nur 38% im zweiten Halbjahr (EUR 135,6 Mio). Das operative EBIT des ersten Halbjahres betrug EUR 33,4 Mio. (ohne Einmaleffekte), entwickelte sich dann negativ im weiteren Jahresverlauf (EUR -16,4 Mio). Neben der schwachen Umsatzentwicklung trugen auch deutliche Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen zu der Ergebnisentwicklung bei Ergebnis vor Steuern Das Ergebnis vor Steuern beträgt EUR 28,9 Mio. (Vorjahr EUR -11,5 Mio.). Finanzergebnis Das Finanzergebnis hat sich gegenüber Vorjahr um EUR 2,0 Mio. auf EUR -1,4 Mio. verbessert. Ein wesentlicher Grund ist der um EUR 1,4 Mio. geringere Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sowie der um EUR 0,4 Mio. höhere Beteiligungsertrag. Steuern Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen ausschließlich das Geschäftsjahr 2022. Jahresergebnis Im Jahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss von EUR 21,7 Mio. erwirtschaftet (Jahresfehlbetrag Vorjahr EUR -10,9 Mio.). I. Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens Die Bilanzsumme ist um EUR 16,4 Mio. auf EUR 81,2 Mio. (Vorjahr EUR 97,6 Mio.) gesunken. Die Aktivseite der Bilanz setzt sich auf der einen Seite aus dem Umlaufvermögen (EUR 60,4 Mio. EUR vs. EUR 49,1 Mio. in 2021) zusammen. Neben den Vorräten in Höhe von EUR 33,7 Mio. (VJ: EUR 26,2 Mio.) stellen die liquiden Mittel in Höhe von EUR 19,4 Mio. EUR (Vorjahr EUR 9,9 Mio.) die wesentlichen Posten dar. Im Geschäftsjahr 2022 baute KPPP die Rohstoffbestände zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe waren per Ende 2022 um rund EUR 7,4 Mio. höher als zum Vorjahresende, aufgrund der adversen Preisentwicklung der Rohmaterialien . Die Unfertigen - und Fertigerzeugnisse haben sich nur unwesentlich verändert. (Unfertige - EUR 0,2 Mio. Fertige Erzeugnisse + EUR 0,4 Mio.). Auf das langfristige Anlagevermögen entfällt zum Stichtag ein Anteil von 25,6 % (Vorjahr 49,4 %). Auf Grundvermögen in Hagen nebst aufstehenden Gebäuden für Betrieb und Verwaltung entfallen rd. EUR 5,6 Mio., auf die Produktionsanlagen nebst zugehörigen Anlagen und Maschinen rd. EUR 10,3 Mio. Im Wesentlichen durch die außerplanmäßige Abschreibung der AP-TMP Anlage haben sich die Anlagen im Bau von EUR 26,6 Mio. auf EUR 0,7 Mio. reduziert. Im ersten Halbjahr 2022 erfolgte eine weitreichende Umstrukturierung der Passivseite mit dem Ergebnis, dass das Bankenkonsortium abgelöst und durch eine Nichtbankenfinanzierung (Kundendarlehen) ersetzt wurde. Das Kundendarlehn ist umfangreich besichert. Das Eigenkapital entwickelte sich durch die Höhe des Jahresergebnisses auf TEUR 24,2 Mio. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag rd. 30% (Vorjahr: rd. 3%). Die sonstigen Rückstellungen liegen unter dem Vorjahresniveau (EUR 6,7 Mio. vs. EUR 14,7 Mio. in 2021). Der Rückgang geht i.W. darauf zurück, dass im Gegensatz zum Vorjahresstichtag erforderliche CO 2 -Zertifikate nicht verkauft, sondern in ausreichender Höhe vorgehalten wurden und insoweit keine Rückstellung für zu beschaffende Zertifikate zu bilden war. Bei den Verbindlichkeiten (EUR 23,5 Mio. in 2022 vs. EUR 59,4 Mio. in 2021) stellen Lieferantenverbindlichkeiten mit EUR 7,7 Mio., die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber ehemaligen Gesellschaftern in Höhe von EUR 6,7 Mio. sowie ein Kundendarlehen in Höhe von EUR 5,9 Mio. in 2022 die größten Posten dar. Von den Verbindlichkeiten insgesamt haben EUR 14,9 Mio. eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr und EUR 8,6 Mio. eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren . Dem Unternehmen steht zum Bilanzstichtag rd. EUR 47,9 Mio. lang- und mittelfristiges Kapital zur Verfügung (EUR 24,2 Mio. Eigenkapital sowie EUR 23,7 Mio. Pensionsrückstellungen) . Das langfristige Vermögen in Höhe von EUR 20,8 Mio. ist damit durch lang- und mittelfristiges Kapital gedeckt. Die zum Stichtag noch kurzfristigen Darlehen von Ex-Gesellschaftern in Höhe von EUR 6,7 Mio. wurden im Jahr 2023 bis zum 31.7.2026 prolongiert und somit in mittelfristiges Fremdkapital gewandelt. II. Investitionen und Finanzierung Die Investitionen des Berichtsjahres in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr EUR 1,2 Mio.) betreffen das Anlagevermögen . Die Zahlungsmittel betrugen zum 31. Dezember 2022 EUR 19,4 Mio. und damit EUR 9,5 Mio. mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Zahlungsmittel an der Bilanzsumme in 2022 beträgt 23,9% (Vorjahr: 10,2 %). Insgesamt verzeichnet die Gesellschaft einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 43,6 Mio. was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von EUR 39,7Mio. entspricht. Die Investitionen des Berichtsjahres von TEUR EUR 1,3 Mio. konnten somit vollständig durch den Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der negative Cashflow aus Investitionsstätigkeit (EUR 34,2Mio. ist überwiegend durch die Ablösung der Bankendarlehn (EUR 32,7 Mio.) im Juni 2022 geprägt Für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen standen der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 stets ausreichend eigene Mittel, Fremdkapitalmittel oder Kreditlinien zur Verfügung. Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2022 und bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses jederzeit in der Lage gewesen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Ein Instrument im Rahmen des Liquiditätsmanagements bei KPPP ist eine bestehende Factoringvereinbarung. Zum 31.12.2022 beliefen sich die ins Factoring übergebenen Forderungen aus Lieferung und Leistung auf EUR 13,9 Mio. (Vorjahr EUR 31,1 Mio.). III. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als nichtfinanzieller Leistungsindikator, der für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage von Bedeutung sind, ist der Personalbereich zu nennen. Die Mitarbeiter sind entscheidend für den Unternehmenserfolg. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte Kabel PPP durchschnittlich 601 Mitarbeiter, davon 29 Auszubildende. In 2022 ist der Personalstand auf einem konstanten Niveau geblieben. Ab September 2022 entwickelte sich die Auftragssituation auf ein unzureichend niedrigeres Niveau. Deshalb musste von Oktober an das Instrument der Kurzarbeit im Betrieb und den Verwaltungsbereichen genutzt werden. C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Am 13. Februar 2023 wurde ein Wechsel in der Geschäftsführung vollzogen. Damit einhergehend, wurde sowohl ein Review der bisherigen Geschäftspolitik als auch der strategischen Ausrichtung des Unternehmens vorgenommen. Es wurde unmittelbar ein Programm zur nachhaltigen Steigerung der finanz- und leistungswirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit aufgesetzt. Die langjährige Betriebszugehörigkeit, die Identifikation der Belegschaft mit den Unternehmenszielen und der hohe Qualifikations- als auch Ausbildungsstand über alle Ressorts und allen Mitarbeiterebenen, stellt nicht nur einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil da, er wird auch dazu führen, dass die ambitionierten Ziele des Leistungsverbesserungsprogramms erreicht werden. Für das Jahr 2023 sind ein Umsatz in Höhe von EUR 271,2 Mio. und ein EBIT Ergebnis in Höhe von EUR 2,6 Mio. geplant. Diese Plangrößen liegen unter denen des Jahres 2022. Die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und makroökonomischen Risiken machen einen Ausblick sehr schwierig. Es wird insgesamt ein anspruchsvolles Umfeld für die Papierindustrie im Jahr 2023 erwartet. Für unsere Prognose nehmen wir an, dass der Krieg in der Ukraine andauern, jedoch nicht weiter eskalieren wird, wobei die weitere Entwicklung des Kriegs in der Ukraine und ihre Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum nach wie vor mit hoher Unsicherheit behaftet sind. Zudem unterstellen wir, dass keine akute Gasmangellage mit behördlichen Kürzungen der Gasversorgung für die energieinten¬siven Industrien in Europa eintritt. Wir gehen insgesamt von einem schwachen ersten Halbjahr 2023 aus. Eine verbesserte Ergebnissituation wird im zweiten Halbjahr 2023 erwartet. II. Chancenbericht Die Schließungen bzw. Umwidmung von Kapazitäten im Bereich der grafischen Papiere durch Marktbegleiter in Europa sollten die Rahmenbedingungen von KPPP zukünftig weitgehend stabil halten. Der Wettbewerbsdruck wird trotz der bisherigen und weiteren erwarteten Kapazitätsanpassungen erhalten bleiben. Daher arbeitet KPPP an weiteren Maßnahmen und Initiativen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern . III. Risikobericht Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft sind potentiellen Risiken ausgesetzt, die sich zwangsläufig aus den unternehmerischen Aktivitäten ergeben. Die Herausforderung besteht darin, die sich bietenden Chancen zu nutzen und die Risiken zu begrenzen. Insbesondere bestandsgefährdende Risiken müssen möglichst frühzeitig systematisch identifiziert, analysiert, bewertet, erfasst und kommuniziert werden, um sie steuern zu können. Im Werk ist ein Risikomanagement installiert, das gemeinsam mit den jeweiligen Fachbereichen frühzeitig bestehende Risiken identifizieren soll und deren mögliche Auswirkungen aufdeckt, um dann entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Darüber hinaus nutzt die Gesellschaft das Management Reporting, bestehend aus monatlichem Berichtswesen, Hochrechnung und Planung einschließlich Investitionsplanung und Cashflow Management zur Überwachung und Steuerung von Risiken. Als Risiken der künftigen operativen Entwicklung ist grundsätzlich die tendenziell volatile Nachfrage nach grafischen Papieren, wie auch die volatile Entwicklung der Rohstoff- und insbesondere der Energiepreise zu nennen. Die Entwicklung der Energiepreise - sowohl Strom als auch Gas - ist für Kabel PPP von großer Bedeutung. Für das Geschäftsjahr 2023 hat Kabel PPP rund 3-5% der monatlichen Bedarfsmenge für Strom und Gas (bei Vollauslastung) zu verhältnismäßig niedrigen Preisen abgesichert. Die offenen, noch fehlenden Bedarfe werden wöchentlich ermittelt und täglich über den Spotmarkt bei den Energieversorgern beschafft. Die Entwicklung der Strom- und Gaspreise unterliegt vor dem Hintergrund der seit 2 Jahren beobachtbaren hohen Volatilitäten auf dem Energiemarkt einem ständigen Monitoring und ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung bei Kabel PPP. Durch die Umsetzung einer kurzfristigen, monatlichen Preisbildung der Verkaufspreise gegenüber den Kunden wird versucht, diese Preissteigerungen bei der Energie auf Monatsbasis abzusichern und adäquat in den Verkaufspreisen abzubilden. Neben den Preisentwicklungen für Energie betrifft dies ebenso die wesentlichen Rohmaterialien Zellstoff, Holz und Chemikalien. Auch hir wird stets angestrebt, beobachtbare Preisschwankungen in den Verkaufspreisen adäquat abzubilden. Ein regelmäßiger funktionsübergreifender Austausch (Einkauf, Energie, Controlling, Vertriebs, Geschäftsleitung) ist bei Kabel implementiert. Im Kundenportfolio besteht grundsätzlich das Risiko möglicher Forderungsausfälle. Deshalb wurde ein erheblicher Anteil der Kundenforderungen durch Waren-Kreditversicherungen abgesichert. Kundenkreditrisiken, welche nicht versicherbar sind, werden durch interne Bewertungs- und Entscheidungsmechanismen individuell eruiert. Neben regelmäßigen Bonitätsabfragen renommierter Auskunfteien wird das Zahlungsverhalten der Vergangenheit bewertet und folglich eine abteilungs-übergreifende interne Entscheidung zum individuellen Kundenkreditrisiko getroffen. Zusätzliche Ertragspotentiale liegen in der Straffung der Organisation sowie der konsequenten Umsetzung von Kosteneinsparungspotentialen. Bedingt durch nicht abgesicherte Währungsrisiken, sowie sonstigen Preisrisiken können auch Veränderungen von Wechselkursen zu höheren oder niedrigeren zukünftigen Einkaufspreisen führen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll hat KPPP durch Kontraktbildung in der Beschaffungsstrategie versucht, diese Risiken zu begrenzen. IV. Prognosebericht Die Geschäftsführung geht auf Grundlage der Planung von insgesamt einem positiven Betriebsergebnis und einem positiven Jahresüberschuss für das Jahr 2023 aus. Das Geschäftsjahr hat aufgrund des der gesamtwirtschaftlichen Folgen des Ukraine Krieges, der Energiepreisentwicklung, die Hyperinflation und der Konsumschwäche schwächer als erwartet begonnen . Der Auftragseingang sowie der Auftragsbestand haben sich ab Ende Q2/2023 positiv entwickelt. Im Sinne eines Risikomanagements setzt die Gesellschaft ein hochfrequentes kurz- wie mittelfristiges Liquiditätsmanagements ein . Darüber hinaus wird monatlich ein Integrierter Finanzplan (Ertragsplanung, Bilanzplanung, Liquiditätsplanung) für den Prognosezeitraum erstellt inklusive der Entwicklung des Markt-, und Wettbewerbsumfelds, sowie der Beschreibung der zu erwarteten Entwicklung des Unternehmens, die der Prognose zu Grunde liegt. Aus heutiger Sicht ist die Gesamtaussage der Geschäftsführung, dass es keine Risiken gibt, die den Bestand des Unternehmens gefährden: einem Liquiditätsrisiko im Jahresverlauf 2023 kann die Gesellschaft mit ausreichenden organisatorischen Maßnahmen entgegentreten, die dann zu einer Liquiditätsverbesserung führen. V. Nachhaltigkeit Neben ökonomischen und sozialen Aspekten versteht die KPPP auch die Schonung der Umwelt als Managementaufgabe mit hohem Stellenwert. Alle Unternehmensbereiche stellen sich gemeinsam mit der Abteilung Umweltschutz dieser Aufgabe. Zusätzlich lässt KPPP sein Umweltmanagementsystem auditieren und ist nach ISO 14001 zertifiziert. Wie oben dargestellt, ist ebenso das Energiemanagementsystem von KPPP nach ISO 50001 zertifiziert. Im Jahr 2022 erfolgte die behördlich angeordnete Umweltinspektion gemäß Industrieemissionsrichtlinie zum zweiten Mal seit Bestehen der Gesellschaft. Auch in diesem Überprüfungsrhythmus stellten die Behördenvertreter keine Mängel fest. Die nächste Umweltinspektion wird nach 3 Jahren, also in 2025 stattfinden. Die CO 2 -Emissionen des Werkes (Carbon Footprint) werden weiterhin auf Basis des Berechnungsmodells der CEPI (Verband der Europäischen Papierindustrie) kalkuliert. Dieses Modell bezieht in seine Betrachtung den gesamten Faser- und Produktkreislauf von Papier ein. Berücksichtigt wird dabei neben den Klimaeffekten der Kohlenstoffbindung in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, der Energieverbrauch in der gesamten Wertschöpfungskette, bis zum Werkstor. Durch den Einsatz von Frischfaser (Holzschliff und Zellstoff) ist KPPP in der Lage, einen Großteil der bei der Produktion entstehenden Emissionen im Produkt zu speichern. KPPP hat in 2022 erfolgreich die Rezertifizierungsaudits der Systeme ISO 9001:2015, 45001:2018 und 14001:2015 durchgeführt . Die Faserzertifizierungen FSC® und PEFCTM wurden durch den DNV erfolgreich im September während eines Überwachungsaudits bestätigt, hier findet die Rezertifizierung beider Systeme 2026 statt. Im Bereich nachhaltige Rohstoffbeschaffung legt KPPP bereits seit vielen Jahren ein besonderes Augenmerk auf Holz und Zellstoff aus FSC oder PEFC zertifizierten Quellen. Durch eine zielgerichtete Kommunikation mit den Lieferanten ist es KPPP gelungen, den zertifizierten Faseranteil der holzbasierenden Rohstoffe auf über 80% zu erhöhen. Als positive Konsequenz vertreibt KPPP zertifiziertes Papier und leistet somit einen guten Beitrag zum nachhaltigen Handel. VI. Forschungs- und Entwicklungsbericht Die Weiterentwicklung bestehender Produkte, sowie die Entwicklung neuer Produkte im LWC-/MWC Portfolio für den derzeit bedienten graphischen Papiermarkt, wird als etablierter Prozess gemeinsam mit unseren Kunden durchgeführt. Dabei werden mögliche Anforderungen besprochen, Rohstoffeinsatzmaterialien bestimmt, Versuche gefahren und entsprechende Analysen der neu produzierten Papiersorten im eigenen Labor vor Ort durchgeführt. Alternative Einsatzmaterialien werden kontinuierlich im Produktionsprozess getestet und hinsichtlich Umweltrelevanz und Kosteneffizienz untersucht. Das Produktprogramm für den Buchdruck wurde aufgrund konkreter Kundenanfragen um zwei Sorten mit sehr unterschiedlicher Spezifikation weiterentwickelt. Darüber hinaus engagiert sich KPPP seit Februar 2020 mit dem innovativen Forschungsprojekt "Geothermale Papiertrocknung". In diesem in Europa einzigartigen Vorhaben werden von KPPP, in Zusammenarbeit mit den Fraunhofer Instituten IEG und UMSICHT, die geologischen und verfahrenstechnischen Möglichkeiten erforscht, aber auch die genehmigungsrechtliche und finanztechnische Machbarkeit für eine Geothermie-Anlage zur Wärmegewinnung aus Tiefen Geothermie untersucht. Ziel dieser Forschung ist ein Projekt zu Errichtung einer Geothermie-Anlage, in der die dann noch zu transformierende Wärme direkt zur Papiertrocknung verwendet werden soll, den bisher über Erdgas erzeugten Heizdampf verdrängt und somit die CO 2-Emissionen am Standort erheblich reduzieren wird. Dieses Projekt wird von der EU und dem Land NRW gefördert. Eine Inbetriebnahme einer "Tiefen-Geothermie-Anlage" wird bei positivem betriebswirtschaftlichem und genehmigungsfähigem Ergebnis bis Ende 2026 anvisiert. VII. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen. VIII. Erklärung zur Unternehmensführung Die Bildung des Aufsichtsrates ist aufgrund des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat vorgeschrieben. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern. Eine Frauenquote für den Aufsichtsrat gibt es noch nicht. Eine Frauenquote für die Geschäftsführung wurde von der Gesellschafterversammlung noch nicht festgelegt. Eine Frauenquote für die beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung wurde von der Geschäftsführung ebenso bislang nicht festgelegt (§ 36 GmbHG; § 289 f Abs. 4 und Abs. 2 Nr. 4 HGB).
Hagen, den 27.6.2023 Geschäftsführer Markus Schwinn BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022KABEL PREMIUM PULP & PAPER GMBH, HAGENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2019
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022KABEL PREMIUM PULP & PAPER GMBH (GESELLSCHAFT), HAGENA. Allgemeine Angaben Die Kabel Premium Pulp & Paper GmbH (Gesellschaft) hat ihren Sitz in Hagen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hagen (HRB 10375). Der Jahresabschluss wurde gem. § 244 HGB in Euro erstellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 Satz 1 HGB). Der Bilanzierung und Bewertung liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes zugrunde. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die Angaben zu den Restlaufzeiten sowie Mitzugehörigkeitsvermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanz Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Es wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren zugrunde gelegt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde gem. § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die auf das Projekt entfallenen Entwicklungskosten wurden aktiviert, sobald die Ansatzkriterien für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung erfüllt waren. Die Abschreibung beginnt ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Anschaffungskosten beinhalten auch Anschaffungsnebenkosten. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert über je Euro 250,00 bis zu je Euro 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und/oder geminderter Verwertbarkeit werden durch Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung kommen nicht zum Ansatz. Wertmindernde Faktoren aus Lagerdauer und Verwertbarkeit finden durch angemessene Abschläge Berücksichtigung. Die der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte werden mit einem Erinnerungswert angesetzt. Zum Bilanzsichttag betrug der Bestand an CO 2 -Zertifikaten 110.607 Stück mit einem Börsenmarktpreis von 80,76 EUR/ Stück. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Die Restlaufzeiten der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände (wie im Vorjahr) betragen weniger als ein Jahr. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen. Rückstellungen Alle Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen sowie drohende Verluste. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Pensionsrückstellungen Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurden als Rechnungszins 1,79 % (Vorjahr: 1,87 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV), für künftige Gehaltssteigerungen 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,5 %), für künftige Rentensteigerungen 2,0 % p.a. (Vorjahr 1,5 %), eine altersabhängige Fluktuationsrate zwischen 0,0 % und 8,0 % (Vorjahr 0-8 %) sowie, wie im Vorjahr, die Richttafeln 2018G von Prof Dr. Klaus Heubeck, Köln, zugrunde gelegt. Der 10-Jahres-Durchschnittzins beträgt 1,79% (s.o.), der 7-Jahres-Durchschnittzins beträgt 1,45% (Vorjahr: 1,35 %). Nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde, wie im Vorjahr, eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Rückstellungen für Altersteilzeit Die Berechnung der Altersteilzeitrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurden als Rechnungszins gemäß RückAbzinsV 0,59 % (Vorjahr: 0,67%) für potentielle Altersteilzeitverpflichtungen und 0,84% (Vorjahr: 0,40%) für abgeschlossene Altersteilzeitverträge verwendet. Für künftige Gehaltssteigerungen wurden 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,5%) zugrunde gelegt. Es wurden die Richttafeln 2018G von Prof Dr. Klaus Heubeck, Köln verwendet. Der Teil der Altersteilzeitrückstellungen, der potentielle Verpflichtungen betrifft, wurde mit einer Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit von 90% bewertet. Jubiläumsverpflichtungen Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurden als Rechnungszins 0,93% (Vorjahr: 0,77%) gem. RückAbzinsV, für künftige Gehaltssteigerungen 0,0 % p.a. eine altersabhängige Fluktuationsrate zwischen 0,0 % und 8,0 % p.a. sowie die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a Satz 1 HGB). Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) nicht angewendet (§ 256a Satz 2 HGB). Derivative Finanzinstrumente Kabel Premium Pulp & Paper GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeiten Preisrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt teilweise durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Marktpreisen zurückgehen. Es handelt sich um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte otc-) Instrumente. Es werden ausschließlich Termingeschäfte (sog. Futures/Forwards) abgeschlossen. Dabei ist im Berichtsjahr die Absicherung auf die Energiebeschaffung begrenzt und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft beschränkt. Da das jeweils auf eine bestimmte Energie-Menge bezogene Preisänderungsrisiko/Planungsrisiko abgesichert wird, kann von einzelnen Micro-Hedges gesprochen werden. Die langfristig bereits gesicherte durchschnittliche Hedging-Quote (pro Monat) liegt in 2023 bei rd.5,7% des benötigten Bedarfs an Gas und rd. 4,4% bei Strom. Die Produktion ist hier als Grundgeschäft (mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen) zu betrachten. Für die abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte besteht also eine vollständige Laufzeiten- und Volumenkongruenz. Die Nominalwerte der Derivate beliefen sich am 31.12.2022 auf 1.157.634 € (Vorjahr: 8.220.647 €). Die derivativen Finanzinstrumente, welche zur Absicherung von Energiebedarfen (Strom und Gas) für 2023 und 2024 abgeschlossen worden sind, setzen sich wie folgt zusammen:
Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wurden die gekauften Mengen mit dem Spotpreis gleichartiger Derivate zum 31.12.2022 bewertet. Dieser Wert wurde mit dem Nominalwert der Geschäfte verglichen. Eine positive Differenz entspricht einem positiven beizulegenden Zeitwert zum Stichtag und umgekehrt. Latente Steuern Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch keinen Aktivüberhang latenter Steuern auszuweisen. Die zugrundeliegenden temporären Differenzen resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden im Bereich der Rückstellungen. Die Berechnung erfolgte mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz i.H.v. 34%. C. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist. Finanzanlagevermögen Die Gesellschaft hält eine Beteiligung in Höhe von 50 % an der BVA Hagen-Kabel GmbH (kurz: BVA) mit Sitz in Hagen. Mit Wirkung zum 03. Juli 2022 wurden sämtliche GmbH-Geschäftsanteile zu Gunsten eines externen Kreditgebers verpfändet. Im Geschäftsjahr 2022 ergab sich kein Anhaltspunkt für eine veränderte Werthaltigkeit. Der Jahresüberschuss in 2022 liegt bei EUR 6,413 Mio. (Vorjahr EUR 1,848 Mio.). Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden in 2022 komplett zurückgezahlt und betrafen ein Darlehen an die BVA, welches im Laufe des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 0,700 Mio. getilgt wurde. Die Forderung von Kabel PPP wurde an Gesellschafter und gesellschafternahe Personen abgetreten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen einen Betrag in Höhe von EUR 2,864 Mio. (Vorjahr EUR 3,263 Mio.) aus, nach Wertberichtigungen in Höhe von EUR 0,476 Mio. (Vorjahr EUR 0,599 Mio.). Als Finanzierungsinstrument hat die Gesellschaft eine Vereinbarung mit der CommerzFactoring GmbH, Mainz, geschlossen, wonach die Forderungen für definierte Kunden verkauft werden. Die zum 31.12.2022 verkauften Forderungen belaufen sich auf EUR 13,932 Mio. (Vorjahr EUR 31,104 Mio.). Der Kaufpreiseinbehalt aus dem Factoring in Höhe von EUR 2,918 Mio. (Vorjahr EUR 7,332 Mio.) wird in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen EUR 4,328 Mio. (Vorjahr EUR 9,658 Mio.). Wesentlich ist dabei der bereits erwähnte Kaufpreiseinbehalt über EUR 2,918 Mio. beim Factoring. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung nach § 285 Nr. 25 HGB betrifft den kapitalgedeckten Anteil der Pensionszusagen und wurde auf EUR 0,00 Mio. (Vorjahr EUR 0,044 Mio.) reduziert, bzw. wurde negativ und somit in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. Rückstellungen Insgesamt wurden Rückstellungen in Höhe von EUR 33,446 Mio. (Vorjahr EUR 35,511 Mio.) gebildet. Die Rückstellungen setzen sich zusammen aus Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 23,761 Mio. (Vorjahr EUR 20,836 Mio.), den sonstigen Rückstellungen über EUR 6,719 Mio. (Vorjahr EUR 14,675 Mio.). Die Steuerrückstellungen betragen EUR 2,965 (Vorjahr EUR 0). Aufgrund des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen gemäß der Neufassung des § 253 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren mit 1,79% (Vorjahr 1,87%) abgezinst. Die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre mit 1,45% (Vorjahr 1,35%) abgezinsten Verpflichtungen liegen zum 31. Dezember 2022 um EUR 1.765 Mio. höher als die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinsten Verpflichtungen. Dieser Differenzbetrag zwischen der Abzinsung mittels durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und der Abzinsung mittels des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Für einen Teil der Altersversorgungsverpflichtungen besteht Deckungsvermögen, das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Nach Saldierung dieser Größen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, besteht zum 31.12.2022 kein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung mehr (Vorjahr TEUR 44). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt EUR 0,617 Mio. (Vorjahr EUR 0,607 Mio.) und die Verpflichtung beläuft sich auf EUR 0,678 Mio. Im Zinsaufwand sind für die rückgedeckten Pensionsverpflichtungen EUR 0,010 Mio. mitberücksichtigt. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwertes des Deckungsvermögens erfolgte nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen. In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen und Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von EUR 3,875 Mio. (Vorjahr EUR 2,566 Mio.) enthalten. Insbesondere sind dort Bonuszahlungen für Mitarbeiter in Höhe von EUR 1,660 Mio. (Vorjahr EUR 0,238 Mio.) sowie erwartete Verpflichtungen aus Altersteilzeit enthalten. Der Rest beläuft sich im Wesentlichen auf nicht genommenen Urlaub, Gleitzeitguthaben, Jubiläumszuwendungen. Die Verpflichtungen aus den Altersteilzeitverträgen (Verpflichtung 2022 EUR 2,231 Mio. Vorjahr EUR 2,179 Mio.) wurden mit dem dafür vorgesehenen Sicherungsvermögen (beizulegende Zeitwerte: EUR 0,881 Mio., (Vorjahr EUR 0,728 Mio.) saldiert ausgewiesen. Eine weitere wesentliche sonstige Rückstellung betrifft die Rückstellung für Kundenboni in Höhe von EUR 1,131 Mio. (Vorjahr EUR 1,759 Mio.). Die Bewertung der Kundenboni erfolgte zum 31.12.2022 für die erwartete Zahlung an die Kunden in 2023. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen EUR 7,774 Mio. (Vorjahr EUR 15,632 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich im Vergleich zum Vorjahr durch die Ablösung der Banken und einem damit verbundenen Verzicht der aktuellen Gesellschafter auf ihr Darlehen auf null reduziert (Vorjahr EUR 2,709 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber den Ex-Gesellschaftern betragen EUR 7,377 Mio. Wesentlicher Bestandteil der sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Kundendarlehen. Hier beträgt die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag EUR 5,900 Mio. Weiterhin weisen wir aufgrund der bestehenden Gesetzesgrundlage EUR 1,511 Mio. erhaltene Fördergelder aus dem Energiedämpfungsprogramm als sonstige Verbindlichkeit aus. Dieser Betrag wird dann in 2023 unter Einhaltung der Auflagen als Ertrag ausgewiesen werden. Die übrigen Verbindlichkeiten betragen EUR 0,339 Mio. (Vorjahr EUR 0,762 Mio.) und setzen sich überwiegend zusammen aus der Verpflichtung der Lohn/Kirchensteuer.
Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Kundenkredit sind aus Sicht des Kreditgebers durch verschiedene revolvierende Arten von Sicherheiten abgesichert. Die Gesamtgrundschuld i.H.v. 10 Mio EUR zugunsten der Commerzbank Aktiengesellschaft wurde am 28.11.2022 an die Kabel Premium Pulp & Paper GmbH abgetreten. D. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Der Posten "Abschreibungen" enthält außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB i. H. v. EUR 24,510 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.). Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge weist Zinserträge in Höhe von EUR 0,033 Mio. (Vorjahr EUR 0,037 Mio.) für das Darlehen an die BVA aus. Die BVA Hagen-Kabel GmbH hat für das Geschäftsjahr 2021 im Juni 2022 die anteilmäßige Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 0,924 Mio. als Beteiligungsergebnis an Kabel PPP geleistet. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von EUR 0,767 Mio. (Vorjahr EUR 2,142 Mio.) Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung. Davon resultieren EUR 0,379 Mio. (Vorjahr EUR 1,715 Mio.) aus der Reduzierung des Abzinsungssatzes. E. Sonstige Angaben Forschungs- und Entwicklungskosten Im Geschäftsjahr 2022 fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 1,520 Mio. an. Hiervon wurde ein Betrag von EUR 0,181 Mio. unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert. Insgesamt unterliegt ein Betrag von EUR 0,486 Mio. unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen In Höhe der abgeschlossenen Energie-Termingeschäfte (EUR 1,158 Mio.) besteht eine sonstige finanzielle Verpflichtung für die Jahre 2023 und 2024 (siehe Seite 4). Bestellobligos aus abgeschlossenen Verträgen belaufen sich per 31.12.2022 auf rund EUR 0,114 Mio. Zusagen aus mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen sind über eine rückgedeckte Unterstützungskasse finanziert. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich zum Abschlussstichtag 2022 auf EUR 1,882 Mio. Die sonstigen zukünftigen finanziellen Verpflichtungen aus wesentlichen Leasing- und Mietverträgen betragen zum Stichtag 31.12.2022:
Honorare des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers in 2022 beträgt EUR 0,091 Mio. für Abschlussprüfungsleistungen, EUR 0,047 Mio. für Steuerberatungsleistungen und EUR 0,020 Mio. für sonstige Bestätigungsleistungen. Bedeutende Ereignisse nach dem Stichtag Insgesamt waren die ersten Monate des Jahres 2023 sehr zurückhaltend. Die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten haben den Markt sehr stark geprägt. Die Ergebnis- und auch Liquditätsentwicklung lag insgesamt im erwarteten sehr zurückhaltenden Rahmen. Die Kundennachfrage war sehr eingeschränkt, sodass wir die bereits im letzten Jahr begonnene Kurzarbeit auch im Jahr 2023 vorerst weiterführen mussten. Besser als erwartet haben sich die Energiekosten entwickelt. Hier zeigt sich eine starke Reduzierung, im Vergleich zur ursprünglichen Planung. Im Frühjahr 2023 wurde ein sozialverträglicher Sozialplan und Interessensausgleich zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung über die Freistellung von 55 Mitarbeitern vereinbart. Als wesentliches Ereignis ist auch die Entwicklung bei unserer Beteiligungsgesellschaft BVA anzumerken. Hier steht die Turbine seit dem 24.02.2023 aufgrund eines technischen Defektes an der Generator-Erregermaschine. Die für Ende Mai 2023 geplante Produktionsaufnahme der BVA wurde durch einen Schwellbrand in einem der beiden Lagersilos ab dem 23.04.2023 verhindert. Folglich bekommt Kabel keine Dampflieferungen und gleichzeitig können auch mit hoher Wahrscheinlichkeit, die erwarteten Gewinne bei der BVA im laufenden Wirtschaftsjahr 2023 nicht mehr erzielt werden. Die Darlehen ehemaliger Gesellschafter in Höhe von EUR 5,638 Mio. plus aufgelaufene Zinsen waren zum 31.12.2022 noch kurzfristig fällig (Sonstige Verbindlichkeiten). Mit Verträgen vom 23.6.2023 erfolgte eine Prolongation der Darlehen bis zum 31.7.2026. Damit einher geht die Besicherung mit der Grundschuld in Höhe von 10 Mio. EUR. Die Prolongation entspannt die Liquiditätslage erheblich. Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss (+) /Jahresfehlbetrag (-) des Jahres 2022 in Höhe von EUR 21,668 Mio. (Vorjahr EUR - 10,875 Mio.) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Geschäftsführer Herr Juha Ilmari Ebeling, MSc Engineering, Geschäftsführer vom 05.12.2019 - 13.02.2023 Herr Markus Schwinn, Dipl. Ingenieur, Geschäftsführer seit 13.02.2023 Aufsichtsrat Im Geschäftsjahr 2022 sowie bis zum Aufstellungszeitpunkt bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Personen:
Die Bezüge für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 16.314 EUR. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Da überwiegend nur ein Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat (Herr Ebeling), wird § 286 Abs. 4 HGB angewendet, da ansonsten Rückschlüsse auf die Bezüge einer Einzelperson möglich sind. Mitarbeiter/innen Beschäftigte Arbeitnehmer/Innen:
Geschäfte mit nahestehenden Personen Vorgänge nach §285 Nr. 21 HGB waren im Geschäftsjahr 2022 nicht zu verzeichnen.
Hagen, den 27.6.2023 gez. Markus Schwinn, Geschäftsführer
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Kabel Premium Pulp & Paper GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der Lagebericht enthält in Abschnitt VIII die Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f. Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Die Angaben in dieser Erklärung stellen sonstige Informationen dar und sind nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen; dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 27. Juni 2023 Breidenbach
und Partner PartG mbB
Kroniger, Wirtschaftsprüfer Börner, Wirtschaftsprüferin Auszug aus dem Gesellschafterbeschluss im Umlaufverfahren der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH vom 29.08.2023 "1. Der Jahresabschluss 2022 wird festgestellt und durch die Gesellschafter genehmigt. 2. Der Jahresüberschuss in Höhe von Mio. € 18,24 wird auf neue Rechnung vorgetragen." |
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