Kabel Premium Pulp & Paper GmbHLiquidiert

Schwerter Straße 263, 58099 Hagen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hagen HRB 10375
Vorher
Blitz F16-1 GmbHWALSA Paper GmbHHagen-Kabel Pulp & Paper GmbH
Eingetragen
19.1.2016
Branche
Herstellung von Papier, Karton und PappeHerstellung von Maschinen für die Papiererzeugung und -verarbeitungHerstellung von Holz- und Zellstoff
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Papieren und Fasern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Schwinn
seit 1.3.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

33.69% identifiziert66.32% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Klaus GüsePANTI GmbH
33.69%

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Erbengemeinschaft Thieke: Robert Friedrich Thieke, Carla Hermine Thieke, Greta Maria Thieke, Zita Margarete Thieke
33.69%
Erbengemeinschaft Thieke: Robert Friedrich Thieke, Carla Hermine Thieke, Greta Maria Thieke, Zita Margarete Thieke
32.63%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
PANTI GmbH
Germany
2.021.186 €
67.37%
Thieke GmbH
Germany
978.814 €
32.63%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Kabel Premium Pulp & Paper GmbH

Hagen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

KABEL PREMIUM PULP & PAPER GMBH (GESELLSCHAFT), HAGEN

A. Darstellung der Geschäfts- und der Rahmenbedingungen

Geschäftsmodell und Unternehmensstruktur

Die Kabel Premium Pulp & Paper GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder kurz "KPPP") hat ihren Sitz in Hagen (NRW) und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hagen (HRB 10375). Die Gesellschaft ist handelsrechtlich eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gesellschaft besteht seit 2016 und ist aus einem Carve-out des skandinavischen Stora Enso Konzerns hervorgegangen.

Die Gesellschaft ist ausschließlich von ihrem Sitz in Hagen (NRW) aus tätig.

KPPP gehört zu den führenden Hersteller hochwertiger, gestrichener, holzhaltiger, grafischer Papiere in den Bereichen Light Weight Coated (LWC) und Medium Weight Coated (MWC). Die Papiere bilden die Grundlage für den Druck von Rolle oder Formatware (zugeschnittenes Papier auf Palette). Im Offset- oder Tiefdruckverfahren, wie aber auch zunehmend im Digitaldruck, werden die Papiere Herstellung von Magazinen, Katalogen, Printwerbung und Buchdruck genutzt. KPPP hat in den vergangenen Jahren aktiv an einer Erweiterung des Produktportfolios gearbeitet. Das Produktprogramm konnte kontinuierlich ausgebaut und um Verpackungspapiere wie technische Spezialpapiere ergänzt werden.

Kunden und Absatzmärkte

Äquivalent zu den Märkten für LWC- und MWC-Papiere, sind für KPPP die wichtigsten Vertriebsregionen Deutschland, die Anrainerstaaten wie auch Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich. Aber auch im weiteren geografischen europäischen Ausland, Nordafrika, Indien und Nordamerika werden langjährig wichtige Geschäftsbeziehungen unterhalten.

Der Vertrieb findet primär im Direktgeschäft mit eigenem Personal statt, wird aber vor allem im internationalen Kontext durch Handelsvertretungen verstärkt.

Zu den Kunden zählen Medienhäuser, Verlagsgruppen und Druckereien.

Unternehmenssteuerung, Ziele und Strategie

Das Ziel des Unternehmens ist es, graphische Papiere mit größtmöglicher Effizienz, bei gleichzeitig höchstem Kundennutzen, zu wirtschaftlich nötigen Margen zu produzieren.

Es wird eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals angestrebt.

Unternehmensinternes Steuerungs- und Risikomanagementsystem

Generelles Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist es, den Unternehmenserfolg gegen finanzielle Risiken jeglicher Art abzusichern. Um die Ausrichtung der Geschäftstätigkeiten auf nachhaltiges profitables Wachstum sicherzustellen, betreibt KPPP ein integriertes Planungs- und Controllingsystem, das auf zentralen Steuerungskennzahlen basiert.

Die Steuerung erfolgt anhand eines Management Reporting Systems auf monatlicher Basis, das neben einer Erläuterung der aktuellen Geschäftslage, GuV, Bilanz sowie liquiditäts- und kapitalflussbeschreibende Kennzahlen enthält. Großen Wert legt die Gesellschaft auf die profitabilitäts- und liquiditätsorientierten Kennzahlen, unter anderem Umsatz, Rohertrag und EBIT sowie Cashflow, um sicherzustellen, dass im Fall von Abweichungen frühzeitig Gegenmaßnahmen eingeleitet und falls erforderlich strategisch-operative Entscheidungen rechtzeitig getroffen werden können. Bei den nicht-finanziellen Kennzahlen wird insbesondere nach der Absatzmenge der verkaufsfähigen Papiereinheiten gesteuert.

Operative Frühindikatoren

Um den Verlauf der vielfältigen Einflussfaktoren auf das Geschäft frühzeitig erkennen und bei der Unternehmenssteuerung berücksichtigen zu können, beobachtet KPPP verschiedene operative Frühindikatoren. Der bedeutendste Frühindikator ist der Auftragseingang, der die zu erwartende Auslastung der Kapazitäten anzeigt. Darüber hinaus werden geeignete Markt-, Konjunktur- und Branchendaten analysiert, um wichtige Erkenntnisse für die künftige Geschäftsaussichten zu gewinnen.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft erholte sich im Jahr 2022 bis in den Spätsommer hinein. Jedoch war diese Entwicklung nicht nachhaltig, denn zum Ende des Jahres schrumpfte die Wirtschaftsleistung aufs Neue. Die staatlich verordneten Einschränkungen im Rahmen der Corona Pandemie wurden zwar schrittweise zurückgenommen, dennoch kam es auf den globalen Märkten fortgesetzt zu Material- und Lieferengpässen.

Ausgelöst durch den Ukraine Krieg, kam es im Frühjahr zu einem sprunghaften Anstieg der Energiepreise für Strom und Gas. Einerseits waren wirtschaftlichen Auswirkungen Corona Pandemie noch nicht überwunden, andererseits führte die Preisexplosion auf dem Energiemarkt zu stark steigenden Preisen für nahezu alle Produkte. Dies führte zu einer signifikanten Inflation auch in Ländern, die sonst von hoher Preisstabilität geprägt waren.

Zur Bekämpfung der Inflation wurden die Leitzinssätze durch die Zentralbanken mehrfach und deutlich angehoben. Lag der Euribor Anfang des Jahres noch bei minus 0,5763, ist dieser bis Ende 2022 auf 1,884 angestiegen, mit weiter steigender Tendenz.

Dieser gesamte Komplex äußerer Wirtschaftsfaktoren führte zu einer deutlich abgeschwächten Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen seit dem Spätsommer 2022.

Nach den Berechnungen des statistischen Bundesamtes ist das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2022 um 1,9 % gestiegen (Vorjahr 2,7%).

Gemäß der Prognose des Ifo Instituts aus dem Frühjahr 2023 belasten die hohen Inflationsraten das Konsumklima wie auch die Konjunktur; durch die sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegene Finanzierungskosten. Gleichzeitig erholt sich die Industriekonjunktur aufgrund nachlassender Lieferengpässe bei Vorprodukten und Rückgängen bei den Energiepreisen.

Branchenentwicklung

Die Deutsche Papier- und Zellstoffindustrie hat im äußerst schwierigen Umfeld im Jahr 2022 relative Stärke bewiesen. Die Produktion ist nach dem Corona-Nachholjahr 2021 zwar um 6,5% auf 21,6 Mio. Tonnen gesunken, hat sich damit jedoch wieder auf dem langjährigen Vorkrisenniveau bewegt. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen hat sich die Zahl der Beschäftigten mit ca. 46.000 in der Papier- und Zellstoffindustrie nicht verändert. Die gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe haben auf die Produktpreise durchgeschlagen.

Die Entwicklung der einzelnen Sortenbereiche verlief im Jahr 2022 uneinheitlich. Der grafische Papiermarkt ist durch eine hohe Wettbewerbsintensität geprägt.

Insgesamt wird erwartet, dass in den kommenden Jahren weitere Marktkonsoli- dierungen stattfinden werden. Diese Marktbereinigungen würden den Preisdruck der Industrie weiterhin begrenzen.

B. Wirtschaftsbericht

Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der Ertragslage

Im Betrachtungszeitraum hat die Gesellschaft Umsatzerlöse i.H.v. EUR 359,9 Mio. (Vorjahr: EUR 273,1 Mio., +31,8% ggü. Vorjahr) erwirtschaftet. Ursächlich für die Umsatzerhöhung waren die im Jahresverlauf notwendigen Erhöhungen der Verkaufspreise infolge der stark gestiegenen Energie- und Rohstoffkosten.

Die Absatzmenge entwickelte sich nicht im Gleichlauf mit den Umsätzen (2022: 307 Tsd. Tonnen; 2021: 418 Tsd. Tonnen). Der Anstieg der Umsatzerlöse war ausschließlich preisbedingt, da die stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise an die Kunden weitergegeben wurden.

Umsatz 2022 2021
nach Regionen in EUR Mio. in % in EUR Mio. in %
Deutschland 188,7 52% 136,3 50%
EU Länder 139,5 39% 108,1 40%
Sonstige 31,7 9% 28,7 11%
Gesamt 359,9 100% 273,1 100%

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen EUR 20,9 Mio. (Vorjahr EUR 6,6 Mio.). Hierin sind enthalten die im Jahr 2022 vereinnahmte Strompreiskompensation für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von EUR 6,5 Mio. (VJ: EUR 5,3 Mio.) sowie EUR 13,1 Mio. Sanierungserträge im Zusammenhang mit der Ablösung des Bankenkonsortiums.

Materialaufwand

Der Materialaufwand des Unternehmens beträgt EUR 252,9 Mio. (Vorjahr: EUR 218,9). Davon entfallen 55% auf die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (Vorjahr 69%). Der niedrigere Anteil des RHB-Aufwands liegt daran, dass die Energiekosten 2022 deutlich stärker angestiegen sind.

Die Materialaufwandsquote beträgt 70,2% (Vorjahr 80,2%). Die niedrigere Materialaufwandsquote ist darin begründet, dass das Niveau der Verkaufspreise aufgrund steigender Rohstoff- (insbesondere Zellstoff) und in großem Maße auch der Energiekosten bereits ab dem zweiten Halbjahr 2021 über alle Papiersorten erhöht wurde.

Personalaufwand

Der Personalaufwand ist um EUR 4,4 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 44,1 Mio. gestiegen. Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich dabei im Durchschnitt nur um zwei Mitarbeiter.

Ein wesentlicher Faktor für den Anstieg der Personalkosten war eine Erhöhung der Pensionsrückstellung um EUR 2,9 Mio. aufgrund der Anpassung des Rentenanstiegs von 1,5% auf 2%. Die Vollauslastung in der ersten Hälfte des Jahres führte zu einer erhöhten Mehrarbeit, die mit Überstundenzuschlägen ausgezahlt wurde.

Abschreibungen

In Höhe von EUR 24,5 Mio. waren die bisherigen Investitionen in eine AP-TMP-Anlage abzuschreiben, da eine Fertigstellung nicht mehr geplant ist.

Die weiteren Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen haben sich zum Vorjahr um EUR 0,3 Mio. auf EUR 2,7 Mio. (Vorjahr EUR 3,0 Mio.) reduziert. Das Investitionsniveau war aufgrund der Unsicherheiten im Markt im 2. Halbjahr niedrig.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,3 Mio. auf EUR 26,8 Mio. gesunken. Ursächlich waren i.W. die geringeren Frachtaufwendungen.

EBIT

Das EBIT des Geschäftsjahres i.H.v. EUR 30,3 Mio. hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert (EUR -8,1 Mio.). Dies geht insbesondere auf die Sanierungsbeiträge der Stakeholder (EUR 13,1 Mio.) zurück.

Darüber hinaus sind deutliche Unterschiede in der Ertragsentwicklung im Jahresverlauf festzustellen: Die Nachfrage war aufgrund von streikbedingten Kapazitätsreduktionen bei einem Wettbewerber deutlich stärker im ersten Halbjahr. So erzielte die Gesellschaft 62% der Umsatzerlöse aus dem Papierverkauf (EUR 222,4 Mio) im ersten und nur 38% im zweiten Halbjahr (EUR 135,6 Mio).

Das operative EBIT des ersten Halbjahres betrug EUR 33,4 Mio. (ohne Einmaleffekte), entwickelte sich dann negativ im weiteren Jahresverlauf (EUR -16,4 Mio). Neben der schwachen Umsatzentwicklung trugen auch deutliche Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen zu der Ergebnisentwicklung bei

Ergebnis vor Steuern

Das Ergebnis vor Steuern beträgt EUR 28,9 Mio. (Vorjahr EUR -11,5 Mio.).

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber Vorjahr um EUR 2,0 Mio. auf EUR -1,4 Mio. verbessert. Ein wesentlicher Grund ist der um EUR 1,4 Mio. geringere Zinsaufwand aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen sowie der um EUR 0,4 Mio. höhere Beteiligungsertrag.

Steuern

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen ausschließlich das Geschäftsjahr 2022.

Jahresergebnis

Im Jahr 2022 wurde ein Jahresüberschuss von EUR 21,7 Mio. erwirtschaftet (Jahresfehlbetrag Vorjahr EUR -10,9 Mio.).

I. Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens

Die Bilanzsumme ist um EUR 16,4 Mio. auf EUR 81,2 Mio. (Vorjahr EUR 97,6 Mio.) gesunken.

Die Aktivseite der Bilanz setzt sich auf der einen Seite aus dem Umlaufvermögen (EUR 60,4 Mio. EUR vs. EUR 49,1 Mio. in 2021) zusammen. Neben den Vorräten in Höhe von EUR 33,7 Mio. (VJ: EUR 26,2 Mio.) stellen die liquiden Mittel in Höhe von EUR 19,4 Mio. EUR (Vorjahr EUR 9,9 Mio.) die wesentlichen Posten dar.

Im Geschäftsjahr 2022 baute KPPP die Rohstoffbestände zum 31. Dezember 2022 im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres auf. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe waren per Ende 2022 um rund EUR 7,4 Mio. höher als zum Vorjahresende, aufgrund der adversen Preisentwicklung der Rohmaterialien . Die Unfertigen - und Fertigerzeugnisse haben sich nur unwesentlich verändert. (Unfertige - EUR 0,2 Mio. Fertige Erzeugnisse + EUR 0,4 Mio.).

Auf das langfristige Anlagevermögen entfällt zum Stichtag ein Anteil von 25,6 % (Vorjahr 49,4 %). Auf Grundvermögen in Hagen nebst aufstehenden Gebäuden für Betrieb und Verwaltung entfallen rd. EUR 5,6 Mio., auf die Produktionsanlagen nebst zugehörigen Anlagen und Maschinen rd. EUR 10,3 Mio.

Im Wesentlichen durch die außerplanmäßige Abschreibung der AP-TMP Anlage haben sich die Anlagen im Bau von EUR 26,6 Mio. auf EUR 0,7 Mio. reduziert.

Im ersten Halbjahr 2022 erfolgte eine weitreichende Umstrukturierung der Passivseite mit dem Ergebnis, dass das Bankenkonsortium abgelöst und durch eine Nichtbankenfinanzierung (Kundendarlehen) ersetzt wurde. Das Kundendarlehn ist umfangreich besichert.

Das Eigenkapital entwickelte sich durch die Höhe des Jahresergebnisses auf TEUR 24,2 Mio. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag rd. 30% (Vorjahr: rd. 3%).

Die sonstigen Rückstellungen liegen unter dem Vorjahresniveau (EUR 6,7 Mio. vs. EUR 14,7 Mio. in 2021). Der Rückgang geht i.W. darauf zurück, dass im Gegensatz zum Vorjahresstichtag erforderliche CO 2 -Zertifikate nicht verkauft, sondern in ausreichender Höhe vorgehalten wurden und insoweit keine Rückstellung für zu beschaffende Zertifikate zu bilden war.

Bei den Verbindlichkeiten (EUR 23,5 Mio. in 2022 vs. EUR 59,4 Mio. in 2021) stellen Lieferantenverbindlichkeiten mit EUR 7,7 Mio., die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber ehemaligen Gesellschaftern in Höhe von EUR 6,7 Mio. sowie ein Kundendarlehen in Höhe von EUR 5,9 Mio. in 2022 die größten Posten dar. Von den Verbindlichkeiten insgesamt haben EUR 14,9 Mio. eine Restlaufzeit von unter 1 Jahr und EUR 8,6 Mio. eine Restlaufzeit von 1-5 Jahren .

Dem Unternehmen steht zum Bilanzstichtag rd. EUR 47,9 Mio. lang- und mittelfristiges Kapital zur Verfügung (EUR 24,2 Mio. Eigenkapital sowie EUR 23,7 Mio. Pensionsrückstellungen) . Das langfristige Vermögen in Höhe von EUR 20,8 Mio. ist damit durch lang- und mittelfristiges Kapital gedeckt. Die zum Stichtag noch kurzfristigen Darlehen von Ex-Gesellschaftern in Höhe von EUR 6,7 Mio. wurden im Jahr 2023 bis zum 31.7.2026 prolongiert und somit in mittelfristiges Fremdkapital gewandelt.

II. Investitionen und Finanzierung

Die Investitionen des Berichtsjahres in Höhe von EUR 1,3 Mio. (Vorjahr EUR 1,2 Mio.) betreffen das Anlagevermögen .

Die Zahlungsmittel betrugen zum 31. Dezember 2022 EUR 19,4 Mio. und damit EUR 9,5 Mio. mehr als im Vorjahr. Der Anteil der Zahlungsmittel an der Bilanzsumme in 2022 beträgt 23,9% (Vorjahr: 10,2 %).

Insgesamt verzeichnet die Gesellschaft einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von EUR 43,6 Mio. was gegenüber dem Vorjahr einer Steigerung von EUR 39,7Mio. entspricht. Die Investitionen des Berichtsjahres von TEUR EUR 1,3 Mio. konnten somit vollständig durch den Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der negative Cashflow aus Investitionsstätigkeit (EUR 34,2Mio. ist überwiegend durch die Ablösung der Bankendarlehn (EUR 32,7 Mio.) im Juni 2022 geprägt

Für die Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen standen der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 stets ausreichend eigene Mittel, Fremdkapitalmittel oder Kreditlinien zur Verfügung. Die Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2022 und bis zum Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses jederzeit in der Lage gewesen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Ein Instrument im Rahmen des Liquiditätsmanagements bei KPPP ist eine bestehende Factoringvereinbarung. Zum 31.12.2022 beliefen sich die ins Factoring übergebenen Forderungen aus Lieferung und Leistung auf EUR 13,9 Mio. (Vorjahr EUR 31,1 Mio.).

III. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als nichtfinanzieller Leistungsindikator, der für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage von Bedeutung sind, ist der Personalbereich zu nennen. Die Mitarbeiter sind entscheidend für den Unternehmenserfolg.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr beschäftigte Kabel PPP durchschnittlich 601 Mitarbeiter, davon 29 Auszubildende.

In 2022 ist der Personalstand auf einem konstanten Niveau geblieben.

Ab September 2022 entwickelte sich die Auftragssituation auf ein unzureichend niedrigeres Niveau. Deshalb musste von Oktober an das Instrument der Kurzarbeit im Betrieb und den Verwaltungsbereichen genutzt werden.

C. Bericht über die zukünftige Entwicklung sowie Chancen und Risiken

I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Am 13. Februar 2023 wurde ein Wechsel in der Geschäftsführung vollzogen. Damit einhergehend, wurde sowohl ein Review der bisherigen Geschäftspolitik als auch der strategischen Ausrichtung des Unternehmens vorgenommen.

Es wurde unmittelbar ein Programm zur nachhaltigen Steigerung der finanz- und leistungswirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit aufgesetzt.

Die langjährige Betriebszugehörigkeit, die Identifikation der Belegschaft mit den Unternehmenszielen und der hohe Qualifikations- als auch Ausbildungsstand über alle Ressorts und allen Mitarbeiterebenen, stellt nicht nur einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil da, er wird auch dazu führen, dass die ambitionierten Ziele des Leistungsverbesserungsprogramms erreicht werden.

Für das Jahr 2023 sind ein Umsatz in Höhe von EUR 271,2 Mio. und ein EBIT Ergebnis in Höhe von EUR 2,6 Mio. geplant. Diese Plangrößen liegen unter denen des Jahres 2022. Die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und makroökonomischen Risiken machen einen Ausblick sehr schwierig. Es wird insgesamt ein anspruchsvolles Umfeld für die Papierindustrie im Jahr 2023 erwartet. Für unsere Prognose nehmen wir an, dass der Krieg in der Ukraine andauern, jedoch nicht weiter eskalieren wird, wobei die weitere Entwicklung des Kriegs in der Ukraine und ihre Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum nach wie vor mit hoher Unsicherheit behaftet sind. Zudem unterstellen wir, dass keine akute Gasmangellage mit behördlichen Kürzungen der Gasversorgung für die energieinten¬siven Industrien in Europa eintritt. Wir gehen insgesamt von einem schwachen ersten Halbjahr 2023 aus. Eine verbesserte Ergebnissituation wird im zweiten Halbjahr 2023 erwartet.

II. Chancenbericht

Die Schließungen bzw. Umwidmung von Kapazitäten im Bereich der grafischen Papiere durch Marktbegleiter in Europa sollten die Rahmenbedingungen von KPPP zukünftig weitgehend stabil halten.

Der Wettbewerbsdruck wird trotz der bisherigen und weiteren erwarteten Kapazitätsanpassungen erhalten bleiben. Daher arbeitet KPPP an weiteren Maßnahmen und Initiativen, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern .

III. Risikobericht

Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft sind potentiellen Risiken ausgesetzt, die sich zwangsläufig aus den unternehmerischen Aktivitäten ergeben. Die Herausforderung besteht darin, die sich bietenden Chancen zu nutzen und die Risiken zu begrenzen. Insbesondere bestandsgefährdende Risiken müssen möglichst frühzeitig systematisch identifiziert, analysiert, bewertet, erfasst und kommuniziert werden, um sie steuern zu können.

Im Werk ist ein Risikomanagement installiert, das gemeinsam mit den jeweiligen Fachbereichen frühzeitig bestehende Risiken identifizieren soll und deren mögliche Auswirkungen aufdeckt, um dann entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Darüber hinaus nutzt die Gesellschaft das Management Reporting, bestehend aus monatlichem Berichtswesen, Hochrechnung und Planung einschließlich Investitionsplanung und Cashflow Management zur Überwachung und Steuerung von Risiken.

Als Risiken der künftigen operativen Entwicklung ist grundsätzlich die tendenziell volatile Nachfrage nach grafischen Papieren, wie auch die volatile Entwicklung der Rohstoff- und insbesondere der Energiepreise zu nennen.

Die Entwicklung der Energiepreise - sowohl Strom als auch Gas - ist für Kabel PPP von großer Bedeutung. Für das Geschäftsjahr 2023 hat Kabel PPP rund 3-5% der monatlichen Bedarfsmenge für Strom und Gas (bei Vollauslastung) zu verhältnismäßig niedrigen Preisen abgesichert. Die offenen, noch fehlenden Bedarfe werden wöchentlich ermittelt und täglich über den Spotmarkt bei den Energieversorgern beschafft. Die Entwicklung der Strom- und Gaspreise unterliegt vor dem Hintergrund der seit 2 Jahren beobachtbaren hohen Volatilitäten auf dem Energiemarkt einem ständigen Monitoring und ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenssteuerung bei Kabel PPP. Durch die Umsetzung einer kurzfristigen, monatlichen Preisbildung der Verkaufspreise gegenüber den Kunden wird versucht, diese Preissteigerungen bei der Energie auf Monatsbasis abzusichern und adäquat in den Verkaufspreisen abzubilden. Neben den Preisentwicklungen für Energie betrifft dies ebenso die wesentlichen Rohmaterialien Zellstoff, Holz und Chemikalien. Auch hir wird stets angestrebt, beobachtbare Preisschwankungen in den Verkaufspreisen adäquat abzubilden. Ein regelmäßiger funktionsübergreifender Austausch (Einkauf, Energie, Controlling, Vertriebs, Geschäftsleitung) ist bei Kabel implementiert.

Im Kundenportfolio besteht grundsätzlich das Risiko möglicher Forderungsausfälle. Deshalb wurde ein erheblicher Anteil der Kundenforderungen durch Waren-Kreditversicherungen abgesichert. Kundenkreditrisiken, welche nicht versicherbar sind, werden durch interne Bewertungs- und Entscheidungsmechanismen individuell eruiert. Neben regelmäßigen Bonitätsabfragen renommierter Auskunfteien wird das Zahlungsverhalten der Vergangenheit bewertet und folglich eine abteilungs-übergreifende interne Entscheidung zum individuellen Kundenkreditrisiko getroffen.

Zusätzliche Ertragspotentiale liegen in der Straffung der Organisation sowie der konsequenten Umsetzung von Kosteneinsparungspotentialen.

Bedingt durch nicht abgesicherte Währungsrisiken, sowie sonstigen Preisrisiken können auch Veränderungen von Wechselkursen zu höheren oder niedrigeren zukünftigen Einkaufspreisen führen. Soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll hat KPPP durch Kontraktbildung in der Beschaffungsstrategie versucht, diese Risiken zu begrenzen.

IV. Prognosebericht

Die Geschäftsführung geht auf Grundlage der Planung von insgesamt einem positiven Betriebsergebnis und einem positiven Jahresüberschuss für das Jahr 2023 aus. Das Geschäftsjahr hat aufgrund des der gesamtwirtschaftlichen Folgen des Ukraine Krieges, der Energiepreisentwicklung, die Hyperinflation und der Konsumschwäche schwächer als erwartet begonnen . Der Auftragseingang sowie der Auftragsbestand haben sich ab Ende Q2/2023 positiv entwickelt.

Im Sinne eines Risikomanagements setzt die Gesellschaft ein hochfrequentes kurz- wie mittelfristiges Liquiditätsmanagements ein . Darüber hinaus wird monatlich ein Integrierter Finanzplan (Ertragsplanung, Bilanzplanung, Liquiditätsplanung) für den Prognosezeitraum erstellt inklusive der Entwicklung des Markt-, und Wettbewerbsumfelds, sowie der Beschreibung der zu erwarteten Entwicklung des Unternehmens, die der Prognose zu Grunde liegt.

Aus heutiger Sicht ist die Gesamtaussage der Geschäftsführung, dass es keine Risiken gibt, die den Bestand des Unternehmens gefährden: einem Liquiditätsrisiko im Jahresverlauf 2023 kann die Gesellschaft mit ausreichenden organisatorischen Maßnahmen entgegentreten, die dann zu einer Liquiditätsverbesserung führen.

V. Nachhaltigkeit

Neben ökonomischen und sozialen Aspekten versteht die KPPP auch die Schonung der Umwelt als Managementaufgabe mit hohem Stellenwert. Alle Unternehmensbereiche stellen sich gemeinsam mit der Abteilung Umweltschutz dieser Aufgabe. Zusätzlich lässt KPPP sein Umweltmanagementsystem auditieren und ist nach ISO 14001 zertifiziert. Wie oben dargestellt, ist ebenso das Energiemanagementsystem von KPPP nach ISO 50001 zertifiziert.

Im Jahr 2022 erfolgte die behördlich angeordnete Umweltinspektion gemäß Industrieemissionsrichtlinie zum zweiten Mal seit Bestehen der Gesellschaft. Auch in diesem Überprüfungsrhythmus stellten die Behördenvertreter keine Mängel fest. Die nächste Umweltinspektion wird nach 3 Jahren, also in 2025 stattfinden.

Die CO 2 -Emissionen des Werkes (Carbon Footprint) werden weiterhin auf Basis des Berechnungsmodells der CEPI (Verband der Europäischen Papierindustrie) kalkuliert. Dieses Modell bezieht in seine Betrachtung den gesamten Faser- und Produktkreislauf von Papier ein. Berücksichtigt wird dabei neben den Klimaeffekten der Kohlenstoffbindung in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, der Energieverbrauch in der gesamten Wertschöpfungskette, bis zum Werkstor. Durch den Einsatz von Frischfaser (Holzschliff und Zellstoff) ist KPPP in der Lage, einen Großteil der bei der Produktion entstehenden Emissionen im Produkt zu speichern.

KPPP hat in 2022 erfolgreich die Rezertifizierungsaudits der Systeme ISO 9001:2015, 45001:2018 und 14001:2015 durchgeführt .

Die Faserzertifizierungen FSC® und PEFCTM wurden durch den DNV erfolgreich im September während eines Überwachungsaudits bestätigt, hier findet die Rezertifizierung beider Systeme 2026 statt.

Im Bereich nachhaltige Rohstoffbeschaffung legt KPPP bereits seit vielen Jahren ein besonderes Augenmerk auf Holz und Zellstoff aus FSC oder PEFC zertifizierten Quellen. Durch eine zielgerichtete Kommunikation mit den Lieferanten ist es KPPP gelungen, den zertifizierten Faseranteil der holzbasierenden Rohstoffe auf über 80% zu erhöhen. Als positive Konsequenz vertreibt KPPP zertifiziertes Papier und leistet somit einen guten Beitrag zum nachhaltigen Handel.

VI. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Weiterentwicklung bestehender Produkte, sowie die Entwicklung neuer Produkte im LWC-/MWC Portfolio für den derzeit bedienten graphischen Papiermarkt, wird als etablierter Prozess gemeinsam mit unseren Kunden durchgeführt. Dabei werden mögliche Anforderungen besprochen, Rohstoffeinsatzmaterialien bestimmt, Versuche gefahren und entsprechende Analysen der neu produzierten Papiersorten im eigenen Labor vor Ort durchgeführt. Alternative Einsatzmaterialien werden kontinuierlich im Produktionsprozess getestet und hinsichtlich Umweltrelevanz und Kosteneffizienz untersucht.

Das Produktprogramm für den Buchdruck wurde aufgrund konkreter Kundenanfragen um zwei Sorten mit sehr unterschiedlicher Spezifikation weiterentwickelt.

Darüber hinaus engagiert sich KPPP seit Februar 2020 mit dem innovativen Forschungsprojekt "Geothermale Papiertrocknung". In diesem in Europa einzigartigen Vorhaben werden von KPPP, in Zusammenarbeit mit den Fraunhofer Instituten IEG und UMSICHT, die geologischen und verfahrenstechnischen Möglichkeiten erforscht, aber auch die genehmigungsrechtliche und finanztechnische Machbarkeit für eine Geothermie-Anlage zur Wärmegewinnung aus Tiefen Geothermie untersucht. Ziel dieser Forschung ist ein Projekt zu Errichtung einer Geothermie-Anlage, in der die dann noch zu transformierende Wärme direkt zur Papiertrocknung verwendet werden soll, den bisher über Erdgas erzeugten Heizdampf verdrängt und somit die CO 2-Emissionen am Standort erheblich reduzieren wird. Dieses Projekt wird von der EU und dem Land NRW gefördert. Eine Inbetriebnahme einer "Tiefen-Geothermie-Anlage" wird bei positivem betriebswirtschaftlichem und genehmigungsfähigem Ergebnis bis Ende 2026 anvisiert.

VII. Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

VIII. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Bildung des Aufsichtsrates ist aufgrund des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat vorgeschrieben. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern. Eine Frauenquote für den Aufsichtsrat gibt es noch nicht.

Eine Frauenquote für die Geschäftsführung wurde von der Gesellschafterversammlung noch nicht festgelegt.

Eine Frauenquote für die beiden Ebenen unterhalb der Geschäftsführung wurde von der Geschäftsführung ebenso bislang nicht festgelegt (§ 36 GmbHG; § 289 f Abs. 4 und Abs. 2 Nr. 4 HGB).

 

Hagen, den 27.6.2023

Geschäftsführer

Markus Schwinn

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2022

KABEL PREMIUM PULP & PAPER GMBH, HAGEN

AKTIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. ANLAGEVERMÖGEN 20.830.417,22 48.159.087,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 532.202,21 381.546,23
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 485.537,39 304.954,69
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 46.664,82 76.591,54
II. Sachanlagen 17.945.215,01 45.424.541,32
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.618.173,88 5.990.861,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.346.774,63 11.405.064,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.293.591,23 1.462.076,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 686.675,27 26.566.538,35
III. Finanzanlagen 2.353.000,00 2.353.000,00
1. Beteiligungen 2.353.000,00 2.353.000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 60.364.674,52 49.055.145,51
I. Vorräte 33.765.443,55 26.191.407,09
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.782.904,85 13.431.226,92
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.821.773,51 2.007.390,32
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 11.160.765,19 10.752.789,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.191.843,58 12.921.306,40
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.863.724,67 3.263.313,02
2. Sonstige Vermögensgegenstände 4.328.118,91 9.657.993,38
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 19.407.387,39 9.942.432,02
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 48.791,69 303.297,50
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 0,00 44.246,00
81.243.883,43 97.561.776,56

PASSIVA

31.12.2022
31.12.2021
A. EIGENKAPITAL 24.236.985,85 2.569.467,74
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 3.000.000,00
II. Kapitalrücklage 3.000.000,00 3.000.000,00
1. Kapitalrücklage nach § 58c GmbHG 3.000.000,00 3.000.000,00
III. Verlustvortrag/ Gewinnvortrag -3.430.532,26 7.444.619,29
IV. Jahresüberschuss/- fehlbetrag 21.667.518,11 -10.875.151,55
B. RÜCKSTELLUNGEN 33.445.847,63 35.511.164,60
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 23.760.990,00 20.835.967,00
2. Steuerrückstellungen 2.965.491,18 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 6.719.366,45 14.675.197,60
C. VERBINDLICHKEITEN 23.475.835,55 59.379.275,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 32.716.666,65
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 573.238,35 894.711,29
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.774.346,27 15.632.306,58
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 2.709.079,86
5. Sonstige Verbindlichkeiten 15.128.250,93 7.426.510,76
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 85.214,40 101.869,08
81.243.883,43 97.561.776,56

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2019

2022
2021
1. Umsatzerlöse 359.939.805,68 273.091.255,40
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 222.358,53 1.920.737,46
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 180.582,70 91.106,00
4. Sonstige betriebliche Erträge 20.889.080,79 6.565.039,51
5. Materialaufwand -252.856.881,43 -218.931.457,58
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -138.011.399,45 -150.794.612,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -114.845.481,98 -68.136.845,07
6. Personalaufwand -44.113.444,24 -39.699.296,87
a) Löhne und Gehälter -34.811.392,72 -32.872.418,36
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -9.302.051,52 -6.826.878,51
- davon für Altersversorgung: € 2.802.573,58 (Vorjahr: € 591.190,66)
7. Abschreibungen -27.235.668,60 -3.019.928,35
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -26.757.441,74 -28.081.446,21
- davon das der Währungsumrechnung: € 98.020,08 (Vorjahr: € 10.375,37)
9. Erträge aus Beteiligungen 923.830,23 544.460,63
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 46.711,61 36.864,11
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.385.970,09 -3.990.370,83
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.185.445,33 597.885,18
13. Ergebnis nach Steuern 21.667.518,11 -10.875.151,55
14. Jahresüberschuss(+)/Jahresfehlbetrag(-) 21.667.518,11 -10.875.151,55
15. Verlustvortrag(-)/Gewinnvortrag(+) -3.430.532,26 7.444.619,29
16. Ertrag aus der vereinfachten Kapitalherabsetzung 0,00 3.000.000,00
17. Einstellungen in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung 0,00 -3.000.000,00
18. Bilanzgewinn(+)/-verlust(-) 18.236.985,85 -3.430.532,26

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022

KABEL PREMIUM PULP & PAPER GMBH (GESELLSCHAFT), HAGEN

A. Allgemeine Angaben

Die Kabel Premium Pulp & Paper GmbH (Gesellschaft) hat ihren Sitz in Hagen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hagen (HRB 10375).

Der Jahresabschluss wurde gem. § 244 HGB in Euro erstellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 Satz 1 HGB). Der Bilanzierung und Bewertung liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes zugrunde.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind die Angaben zu den Restlaufzeiten sowie Mitzugehörigkeitsvermerke zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Es wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von bis zu 5 Jahren zugrunde gelegt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde gem. § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Die auf das Projekt entfallenen Entwicklungskosten wurden aktiviert, sobald die Ansatzkriterien für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung erfüllt waren. Die Abschreibung beginnt ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Anschaffungskosten beinhalten auch Anschaffungsnebenkosten. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert über je Euro 250,00 bis zu je Euro 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und/oder geminderter Verwertbarkeit werden durch Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert berücksichtigt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit diese durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung kommen nicht zum Ansatz. Wertmindernde Faktoren aus Lagerdauer und Verwertbarkeit finden durch angemessene Abschläge Berücksichtigung.

Die der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte werden mit einem Erinnerungswert angesetzt. Zum Bilanzsichttag betrug der Bestand an CO 2 -Zertifikaten 110.607 Stück mit einem Börsenmarktpreis von 80,76 EUR/ Stück.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken werden durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und einer Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und der sonstigen Vermögensgegenstände (wie im Vorjahr) betragen weniger als ein Jahr.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Stichtag darstellen.

Rückstellungen

Alle Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen sowie drohende Verluste. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst.

Pensionsrückstellungen

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurden als Rechnungszins 1,79 % (Vorjahr: 1,87 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV), für künftige Gehaltssteigerungen 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,5 %), für künftige Rentensteigerungen 2,0 % p.a. (Vorjahr 1,5 %), eine altersabhängige Fluktuationsrate zwischen 0,0 % und 8,0 % (Vorjahr 0-8 %) sowie, wie im Vorjahr, die Richttafeln 2018G von Prof Dr. Klaus Heubeck, Köln, zugrunde gelegt. Der 10-Jahres-Durchschnittzins beträgt 1,79% (s.o.), der 7-Jahres-Durchschnittzins beträgt 1,45% (Vorjahr: 1,35 %). Nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde, wie im Vorjahr, eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen.

Rückstellungen für Altersteilzeit

Die Berechnung der Altersteilzeitrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurden als Rechnungszins gemäß RückAbzinsV 0,59 % (Vorjahr: 0,67%) für potentielle Altersteilzeitverpflichtungen und 0,84% (Vorjahr: 0,40%) für abgeschlossene Altersteilzeitverträge verwendet. Für künftige Gehaltssteigerungen wurden 2,5 % p.a. (Vorjahr: 2,5%) zugrunde gelegt. Es wurden die Richttafeln 2018G von Prof Dr. Klaus Heubeck, Köln verwendet. Der Teil der Altersteilzeitrückstellungen, der potentielle Verpflichtungen betrifft, wurde mit einer Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit von 90% bewertet.

Jubiläumsverpflichtungen

Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Dabei wurden als Rechnungszins 0,93% (Vorjahr: 0,77%) gem. RückAbzinsV, für künftige Gehaltssteigerungen 0,0 % p.a. eine altersabhängige Fluktuationsrate zwischen 0,0 % und 8,0 % p.a. sowie die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet (§ 256a Satz 1 HGB). Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) nicht angewendet (§ 256a Satz 2 HGB).

Derivative Finanzinstrumente

Kabel Premium Pulp & Paper GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeiten Preisrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt teilweise durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Marktpreisen zurückgehen. Es handelt sich um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte otc-) Instrumente. Es werden ausschließlich Termingeschäfte (sog. Futures/Forwards) abgeschlossen. Dabei ist im Berichtsjahr die Absicherung auf die Energiebeschaffung begrenzt und bleibt auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft beschränkt. Da das jeweils auf eine bestimmte Energie-Menge bezogene Preisänderungsrisiko/Planungsrisiko abgesichert wird, kann von einzelnen Micro-Hedges gesprochen werden. Die langfristig bereits gesicherte durchschnittliche Hedging-Quote (pro Monat) liegt in 2023 bei rd.5,7% des benötigten Bedarfs an Gas und rd. 4,4% bei Strom. Die Produktion ist hier als Grundgeschäft (mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen) zu betrachten. Für die abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte besteht also eine vollständige Laufzeiten- und Volumenkongruenz.

Die Nominalwerte der Derivate beliefen sich am 31.12.2022 auf 1.157.634 € (Vorjahr: 8.220.647 €). Die derivativen Finanzinstrumente, welche zur Absicherung von Energiebedarfen (Strom und Gas) für 2023 und 2024 abgeschlossen worden sind, setzen sich wie folgt zusammen:

Derivative Finanzinstrumente Nominalwerte Beizulegende Zeitwerte
Energieterminkontrakte 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Positive Marktwerte 1.157.634 € 8.220.647 € 5.358.579 € 30.682.723 €
Negative Marktwerte -0.- € - 0.- € - 0.-€ - 0 - €
Total 1.157.634 € 8.220.647 € 5.358.579 € 30.682.723 €

Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wurden die gekauften Mengen mit dem Spotpreis gleichartiger Derivate zum 31.12.2022 bewertet. Dieser Wert wurde mit dem Nominalwert der Geschäfte verglichen. Eine positive Differenz entspricht einem positiven beizulegenden Zeitwert zum Stichtag und umgekehrt.

Latente Steuern

Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch keinen Aktivüberhang latenter Steuern auszuweisen. Die zugrundeliegenden temporären Differenzen resultieren im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden im Bereich der Rückstellungen. Die Berechnung erfolgte mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz i.H.v. 34%.

C. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist.

Finanzanlagevermögen

Die Gesellschaft hält eine Beteiligung in Höhe von 50 % an der BVA Hagen-Kabel GmbH (kurz: BVA) mit Sitz in Hagen. Mit Wirkung zum 03. Juli 2022 wurden sämtliche GmbH-Geschäftsanteile zu Gunsten eines externen Kreditgebers verpfändet. Im Geschäftsjahr 2022 ergab sich kein Anhaltspunkt für eine veränderte Werthaltigkeit. Der Jahresüberschuss in 2022 liegt bei EUR 6,413 Mio. (Vorjahr EUR 1,848 Mio.). Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden in 2022 komplett zurückgezahlt und betrafen ein Darlehen an die BVA, welches im Laufe des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 0,700 Mio. getilgt wurde. Die Forderung von Kabel PPP wurde an Gesellschafter und gesellschafternahe Personen abgetreten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weisen einen Betrag in Höhe von EUR 2,864 Mio. (Vorjahr EUR 3,263 Mio.) aus, nach Wertberichtigungen in Höhe von EUR 0,476 Mio. (Vorjahr EUR 0,599 Mio.). Als Finanzierungsinstrument hat die Gesellschaft eine Vereinbarung mit der CommerzFactoring GmbH, Mainz, geschlossen, wonach die Forderungen für definierte Kunden verkauft werden. Die zum 31.12.2022 verkauften Forderungen belaufen sich auf EUR 13,932 Mio. (Vorjahr EUR 31,104 Mio.). Der Kaufpreiseinbehalt aus dem Factoring in Höhe von EUR 2,918 Mio. (Vorjahr EUR 7,332 Mio.) wird in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen EUR 4,328 Mio. (Vorjahr EUR 9,658 Mio.). Wesentlich ist dabei der bereits erwähnte Kaufpreiseinbehalt über EUR 2,918 Mio. beim Factoring.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung nach § 285 Nr. 25 HGB betrifft den kapitalgedeckten Anteil der Pensionszusagen und wurde auf EUR 0,00 Mio. (Vorjahr EUR 0,044 Mio.) reduziert, bzw. wurde negativ und somit in den Pensionsrückstellungen ausgewiesen.

Rückstellungen

Insgesamt wurden Rückstellungen in Höhe von EUR 33,446 Mio. (Vorjahr EUR 35,511 Mio.) gebildet. Die Rückstellungen setzen sich zusammen aus Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 23,761 Mio. (Vorjahr EUR 20,836 Mio.), den sonstigen Rückstellungen über EUR 6,719 Mio. (Vorjahr EUR 14,675 Mio.). Die Steuerrückstellungen betragen EUR 2,965 (Vorjahr EUR 0).

Aufgrund des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen gemäß der Neufassung des § 253 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren mit 1,79% (Vorjahr 1,87%) abgezinst. Die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre mit 1,45% (Vorjahr 1,35%) abgezinsten Verpflichtungen liegen zum 31. Dezember 2022 um EUR 1.765 Mio. höher als die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinsten Verpflichtungen. Dieser Differenzbetrag zwischen der Abzinsung mittels durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und der Abzinsung mittels des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren ist gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

Für einen Teil der Altersversorgungsverpflichtungen besteht Deckungsvermögen, das dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen ist und zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Nach Saldierung dieser Größen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB, besteht zum 31.12.2022 kein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung mehr (Vorjahr TEUR 44). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt EUR 0,617 Mio. (Vorjahr EUR 0,607 Mio.) und die Verpflichtung beläuft sich auf EUR 0,678 Mio. Im Zinsaufwand sind für die rückgedeckten Pensionsverpflichtungen EUR 0,010 Mio. mitberücksichtigt. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwertes des Deckungsvermögens erfolgte nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen.

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen und Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in Höhe von EUR 3,875 Mio. (Vorjahr EUR 2,566 Mio.) enthalten. Insbesondere sind dort Bonuszahlungen für Mitarbeiter in Höhe von EUR 1,660 Mio. (Vorjahr EUR 0,238 Mio.) sowie erwartete Verpflichtungen aus Altersteilzeit enthalten. Der Rest beläuft sich im Wesentlichen auf nicht genommenen Urlaub, Gleitzeitguthaben, Jubiläumszuwendungen. Die Verpflichtungen aus den Altersteilzeitverträgen (Verpflichtung 2022 EUR 2,231 Mio. Vorjahr EUR 2,179 Mio.) wurden mit dem dafür vorgesehenen Sicherungsvermögen (beizulegende Zeitwerte: EUR 0,881 Mio., (Vorjahr EUR 0,728 Mio.) saldiert ausgewiesen.

Eine weitere wesentliche sonstige Rückstellung betrifft die Rückstellung für Kundenboni in Höhe von EUR 1,131 Mio. (Vorjahr EUR 1,759 Mio.). Die Bewertung der Kundenboni erfolgte zum 31.12.2022 für die erwartete Zahlung an die Kunden in 2023.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen EUR 7,774 Mio. (Vorjahr EUR 15,632 Mio.).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich im Vergleich zum Vorjahr durch die Ablösung der Banken und einem damit verbundenen Verzicht der aktuellen Gesellschafter auf ihr Darlehen auf null reduziert (Vorjahr EUR 2,709 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber den Ex-Gesellschaftern betragen EUR 7,377 Mio.

Wesentlicher Bestandteil der sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Kundendarlehen. Hier beträgt die Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag EUR 5,900 Mio. Weiterhin weisen wir aufgrund der bestehenden Gesetzesgrundlage EUR 1,511 Mio. erhaltene Fördergelder aus dem Energiedämpfungsprogramm als sonstige Verbindlichkeit aus. Dieser Betrag wird dann in 2023 unter Einhaltung der Auflagen als Ertrag ausgewiesen werden.

Die übrigen Verbindlichkeiten betragen EUR 0,339 Mio. (Vorjahr EUR 0,762 Mio.) und setzen sich überwiegend zusammen aus der Verpflichtung der Lohn/Kirchensteuer.

Bis zu 1 Jahr
EUR
Vorjahr
TEUR
>1 =5 Jahre
EUR
Vorjahr
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 16.550 - 16.167
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 573.238,35 895 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.774.346,27 15.632 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern - - - 2.709
Sonstige Verbindlichkeiten 13.178.250,93 7.427 1.950.000,00 -
(Lohn- und Kirchensteuer) 253.323,30 315 - -
21.525.835,55 40.504 1.950.000,00 18.876

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Kundenkredit sind aus Sicht des Kreditgebers durch verschiedene revolvierende Arten von Sicherheiten abgesichert. Die Gesamtgrundschuld i.H.v. 10 Mio EUR zugunsten der Commerzbank Aktiengesellschaft wurde am 28.11.2022 an die Kabel Premium Pulp & Paper GmbH abgetreten.

D. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Umsatz pro Produktsparte 2022
in EUR Mio.
2021
in EUR Mio.
LWC (light-weight coated) 216,81 158,04
MWC (medium-weight coated), 85,10 71,70
Format 56,25 36,28
Sonstiger Umsatz 1,78 7,07
Gesamtumsatz 359,94 273,09
Umsatzaufgliederung 2022
in EUR Mio.
2021
in EUR Mio.
Inland 188,71 136,27
EU-Ausland 139,54 108,14
Sonstiges Ausland 31,69 28,68
Gesamtumsatz 359,94 273,09

Der Posten "Abschreibungen" enthält außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB i. H. v. EUR 24,510 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.).

Die Position sonstige Zinsen und ähnliche Erträge weist Zinserträge in Höhe von EUR 0,033 Mio. (Vorjahr EUR 0,037 Mio.) für das Darlehen an die BVA aus.

Die BVA Hagen-Kabel GmbH hat für das Geschäftsjahr 2021 im Juni 2022 die anteilmäßige Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 0,924 Mio. als Beteiligungsergebnis an Kabel PPP geleistet.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von EUR 0,767 Mio. (Vorjahr EUR 2,142 Mio.) Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung. Davon resultieren EUR 0,379 Mio. (Vorjahr EUR 1,715 Mio.) aus der Reduzierung des Abzinsungssatzes.

E. Sonstige Angaben

Forschungs- und Entwicklungskosten

Im Geschäftsjahr 2022 fielen Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 1,520 Mio. an. Hiervon wurde ein Betrag von EUR 0,181 Mio. unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens aktiviert. Insgesamt unterliegt ein Betrag von EUR 0,486 Mio. unter den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

In Höhe der abgeschlossenen Energie-Termingeschäfte (EUR 1,158 Mio.) besteht eine sonstige finanzielle Verpflichtung für die Jahre 2023 und 2024 (siehe Seite 4).

Bestellobligos aus abgeschlossenen Verträgen belaufen sich per 31.12.2022 auf rund EUR 0,114 Mio.

Zusagen aus mittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen sind über eine rückgedeckte Unterstützungskasse finanziert. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich zum Abschlussstichtag 2022 auf EUR 1,882 Mio.

Die sonstigen zukünftigen finanziellen Verpflichtungen aus wesentlichen Leasing- und Mietverträgen betragen zum Stichtag 31.12.2022:

Laufzeit Betrag
0 - 1 Jahre 998.802,24 €
1 - 2 Jahre 772.990,68 €
2 - 3 Jahre 333.390,62 €
3 - 4 Jahre 214.962,90 €
Länger als 4 Jahre 189.903,74 €
Total 2.510.050,18 €

Honorare des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers in 2022 beträgt EUR 0,091 Mio. für Abschlussprüfungsleistungen, EUR 0,047 Mio. für Steuerberatungsleistungen und EUR 0,020 Mio. für sonstige Bestätigungsleistungen.

Bedeutende Ereignisse nach dem Stichtag

Insgesamt waren die ersten Monate des Jahres 2023 sehr zurückhaltend. Die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten haben den Markt sehr stark geprägt. Die Ergebnis- und auch Liquditätsentwicklung lag insgesamt im erwarteten sehr zurückhaltenden Rahmen. Die Kundennachfrage war sehr eingeschränkt, sodass wir die bereits im letzten Jahr begonnene Kurzarbeit auch im Jahr 2023 vorerst weiterführen mussten. Besser als erwartet haben sich die Energiekosten entwickelt. Hier zeigt sich eine starke Reduzierung, im Vergleich zur ursprünglichen Planung.

Im Frühjahr 2023 wurde ein sozialverträglicher Sozialplan und Interessensausgleich zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung über die Freistellung von 55 Mitarbeitern vereinbart.

Als wesentliches Ereignis ist auch die Entwicklung bei unserer Beteiligungsgesellschaft BVA anzumerken. Hier steht die Turbine seit dem 24.02.2023 aufgrund eines technischen Defektes an der Generator-Erregermaschine. Die für Ende Mai 2023 geplante Produktionsaufnahme der BVA wurde durch einen Schwellbrand in einem der beiden Lagersilos ab dem 23.04.2023 verhindert. Folglich bekommt Kabel keine Dampflieferungen und gleichzeitig können auch mit hoher Wahrscheinlichkeit, die erwarteten Gewinne bei der BVA im laufenden Wirtschaftsjahr 2023 nicht mehr erzielt werden.

Die Darlehen ehemaliger Gesellschafter in Höhe von EUR 5,638 Mio. plus aufgelaufene Zinsen waren zum 31.12.2022 noch kurzfristig fällig (Sonstige Verbindlichkeiten). Mit Verträgen vom 23.6.2023 erfolgte eine Prolongation der Darlehen bis zum 31.7.2026. Damit einher geht die Besicherung mit der Grundschuld in Höhe von 10 Mio. EUR. Die Prolongation entspannt die Liquiditätslage erheblich.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss (+) /Jahresfehlbetrag (-) des Jahres 2022 in Höhe von EUR 21,668 Mio. (Vorjahr EUR - 10,875 Mio.) soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Geschäftsführer

Herr Juha Ilmari Ebeling, MSc Engineering, Geschäftsführer vom 05.12.2019 - 13.02.2023

Herr Markus Schwinn, Dipl. Ingenieur, Geschäftsführer seit 13.02.2023

Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2022 sowie bis zum Aufstellungszeitpunkt bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Personen:

Herr Harm Bouma (Vorsitz), Unternehmer, bis 31.3.2023

Herr Volker Kieschke (stellv. Vorsitz), Bankangestellter, ab 30.08.2022

Herr Klaus Emil Güse, Unternehmer, ab 31.3.2023

Herr Phillipp Langrehr, Unternehmer, ab 31.3.2023

Herr Rüdiger Thieke, Unternehmer, bis 19.06.2022

Herr Holger Lennartz, Vorsitzender des Betriebsrats

Herr Lars Meyer, Technischer Zeichner

Herr Matthias Kues, Unternehmer, ab 30.08.2022

Die Bezüge für den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr insgesamt 16.314 EUR.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Da überwiegend nur ein Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat (Herr Ebeling), wird § 286 Abs. 4 HGB angewendet, da ansonsten Rückschlüsse auf die Bezüge einer Einzelperson möglich sind.

Mitarbeiter/innen

Beschäftigte Arbeitnehmer/Innen:

Jahresdurchschnitt 2022 Stichtag 31.12.2022
Gewerbliche Mitarbeiter 441 443
Angestellte 160 161
Gesamt 601 604
Davon Auszubildende 29 29

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Vorgänge nach §285 Nr. 21 HGB waren im Geschäftsjahr 2022 nicht zu verzeichnen.

 

Hagen, den 27.6.2023

gez. Markus Schwinn, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Werte 304.954,69 180.582,70 0,00 0,00 485.537,39
2. Software 2.640.782,34 7.950,00 0,00 -2.370,00 2.646.362,34
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2.945.737,03 188.532,70 0,00 -2.370,00 3.131.899,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.650.080,50 50.728,16 223.894,81 223.894,81 8.700.808,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 29.326.284,75 477.038,46 163.897,40 443.139,07 30.082.564,88
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.418.945,88 250.245,69 48.714,00 38.093,50 3.658.571,07
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.638.538,35 330.317,21 997.641,41 -702.757,38 27.268.456,77
70.033.849,48 1.108.329,52 1.434.147,62 2.370,00 69.710.401,38
GESAMT vor Finanzanlagen 72.979.586,51 1.296.862,22 1.434.147,62 0,00 72.842.301,11
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.353.000,00 0,00 0,00 0,00 2.353.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beiteiliungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.353.000,00 0,00 0,00 0,00 2.353.000,00
Gesamt 75.332.586,51 1.296.862,22 1.434.147,62 BEZUG! 75.195.301,11
Abschreibungen
01.01.2022
Euro
Umstellung Sonderafa
EURO
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Werte 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Software 2.564.190,80 35.506,72 0,00 0,00 2.599.697,52
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.564.190,80 0,00 35.506,72 0,00 0,00 2.599.697,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.659.218,65 0,00 427.147,71 3.731,58 0,00 3.082.634,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.921.220,09 0,00 1.836.448,55 21.878,39 0,00 19.735.790,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.956.869,42 426.784,12 18.673,70 0,00 2.364.979,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.072.000,00 24.509.781,50 0,00 0,00 26.581.781,50
24.609.308,16 0,00 27.200.161,88 44.283,67 0,00 51.765.186,37
GESAMT vor Finanzanlagen 27.173.498,96 0,00 27.235.668,60 44.283,67 0,00 54.364.883,89
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beiteiliungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 27.173.498,96 0,00 27.235.668,60 44.283,67 0,00 54.364.883,89
Buchwerte
31.12.2022
Euro
31.12.2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Werte 485.537,39 304.954,69
2. Software 46.664,82 76.591,54
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
532.202,21 381.546,23
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.618.173,88 5.990.861,85
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.346.774,63 11.405.064,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.293.591,23 1.462.076,46
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 686.675,27 26.566.538,35
17.945.215,01 45.424.541,32
GESAMT vor Finanzanlagen 18.477.417,22 45.806.087,55
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.353.000,00 2.353.000,00
2. Ausleihungen an Unternehmen mit denen ein Beiteiliungsverhältnis besteht 0,00 0,00
2.353.000,00 2.353.000,00
Gesamt 20.830.417,22 48.159.087,55

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Kabel Premium Pulp & Paper GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Lagebericht enthält in Abschnitt VIII die Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289f. Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Die Angaben in dieser Erklärung stellen sonstige Informationen dar und sind nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen; dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten.

Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dortmund, den 27. Juni 2023

Breidenbach und Partner PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Kroniger, Wirtschaftsprüfer

Börner, Wirtschaftsprüferin

Auszug aus dem Gesellschafterbeschluss im Umlaufverfahren der Kabel Premium Pulp & Paper GmbH vom 29.08.2023

"1. Der Jahresabschluss 2022 wird festgestellt und durch die Gesellschafter genehmigt.

2. Der Jahresüberschuss in Höhe von Mio. € 18,24 wird auf neue Rechnung vorgetragen."

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