TES Consulting GmbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Mangels seit 19.12.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Galli Participations S.A.S | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EV Participations GmbH (vormals: EVAC GmbH)WedelJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EVAC GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der EVAC GmbH, Wedel - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EVAC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 11. März 2021 Ernst
& Young GmbH
Kreninger, Wirtschaftsprüferin Engelovski, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2020Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020
Anhang für 2020Allgemeine Hinweise Die EVAC GmbH hat ihren Sitz in Wedel. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 3203 PI im Register des Amtsgerichts Pinneberg eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederungen sind unverändert, die Form der Darstellung im Jahresabschluss wurde beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die gesetzlich vorgesehenen Davon-Vermerke in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung teilweise im Anhang angegeben. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter der Prämisse der Fortführung des Unternehmens aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gültig: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit nur zeitlich begrenzt nutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Dabei werden Fremdkapitalzinsen nicht berücksichtigt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr voll abgeschrieben. Der Sammelposten, in den Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 in den vergangenen Jahren gebucht worden sind, wird fortgeführt. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr, für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zum beizulegenden Wert bewertet. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten inklusive Gemeinkostenanteile sowie Abschreibungen bewertet. Dabei werden Fremdkapitalzinsen nicht berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Berechnung der pauschalen Garantierückstellungen erfolgte mit 1,35% (Vj. 1,5%) vom Produktionsumsatz der letzten 30 Monate. Dieser Zeitraum entspricht der durchschnittlich vereinbarten Garantiefrist. Die Kundenbeanstandungsrate ist seit 2019 rückläufig und in 2020 auf einem stabil niedrigen Niveau. Laufende Maßnahmen wie z.B. die Ausgangskontrolle der Elektrobauteile bei kritischen Projekten werden weiter fortgeführt. Weitere Verbesserungen im Bereich der Beanstandungsquote und entsprechende Garantiefälle, die aus der Überprüfung der Bauteile her resultieren, werden kontinuierlich umgesetzt. Der Zielwert der Beanstandungsrate wird von 0,5% auf in Zukunft 0,3% festgesetzt. Entsprechend sind im Berichtszeitraum die Kosten aus Garantieabwicklungen rückläufig und wir haben den Prozentsatz zur Ermittlung der pauschalen Garantierückstellung vorsichtig von 1,5% auf 1,35% reduziert. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung des Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechts. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz Die Firma Zodiac Cabin Controls GmbH, Hamburg, ist 100%ige Tochter der EVAC GmbH. Der letzte Jahresabschluss wurde für das Geschäftsjahr 2019 veröffentlicht. Das Eigenkapital in dem Jahresabschluss 2019 beträgt TEUR 1.124 und es wurde ein Jahresergebnis von TEUR 782 erwirtschaftet. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Zodiac Cabin Controls GmbH wurde die Beteiligung in Höhe von TEUR 3.000 im Geschäftsjahr 2016/2017 und TEUR 5.025 im Geschäftsjahr 2014/2015 außerplanmäßig und vollständig abgeschrieben. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag Forderungen in Höhe von TEUR 4.447 (Vj. TEUR 7.952) gegen die Konzernmutter Safran S.A., Paris, Frankreich, aus Cashpooling. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen zudem in Höhe von TEUR 589 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen geleistete Mietkautionen in Höhe von TEUR 564 (Vj. TEUR 550) und Umsatzsteuerforderungen in Höhe von TEUR 279 (Vj. TEUR 872). Latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,13% zu Grunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bilanzdifferenzen aufgrund der unterschiedlichen Bewertung der Vorräte. Die aktiven latenten Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert. Eigenkapital Die Zodiac Aerospace S.A., Plaisir, Frankreich, ist im November 2018 mit der Safran S.A., Paris, Frankreich, fusioniert. Infolge des Mergers ist nunmehr die Galli Participations S.A.S., Plaisir, Frankreich, alleinige Gesellschafterin der EVAC GmbH. Zum 31. Dezember 2020 beträgt das Eigenkapital der Gesellschaft TEUR 3.512 (Vj. TEUR 4.495). Steuerrückstellungen Im vergangenen Geschäftsjahr wurden Positionen aus abgeschlossenen Prüfungsperioden entdeckt, die ein steuerliches Risiko haben. Diese Risiken wurden nach detaillierter Würdigung der Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 12.920 zugeführt. Zusätzlich wurde eine Rückstellung für potentiellen Zinszahlungen in Höhe von TEUR 5.780 (Vj. TEUR 5.006), davon TEUR 774 im laufenden Geschäftsjahr, gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.736 (Vj. TEUR 4.148) wurden im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 1.527 (Vj. TEUR 2.029), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.658 (Vj. TEUR 1.447) sowie Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 414 (Vj. TEUR 626) gebildet. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten im Wesentlichen aus den offenen Rechnungen für Zodiac Cabin Controls. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft hat Leasingverträge für verschiedene Büroeinrichtungen (Telefonanlage, Kopierer, Faxgeräte, etc.) abgeschlossen. Infolge dieser zum Stichtag bestehenden nichtkündbaren Verträge belaufen sich die Verpflichtungen auf einen Betrag von TEUR 98 (Vj. TEUR 11). Mietaufwendungen aus der langfristigen Anmietung von Büro- und Lagerräumen fallen wie folgt an:
Die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag somit TEUR 1.781 (Vj. TEUR 2.821). Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Die Umsatzerlöse von TEUR 42.336 beinhalten außerordentliche Umsätze von TEUR 1.700 (Vj. TEUR 0). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 456 (Vj. TEUR 92) beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 399 (Vj. TEUR 84), die im Berichtsjahr überwiegend aus Anpassungen im Rahmen von Gewährleistungsrückstellungen resultieren sowie aus der Auflösung von verjährten Verbindlichkeiten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen:
Daneben enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einen periodenfremden Aufwand in Höhe von TEUR 1.843 (Vj. TEUR 157). Dieser resultiert im Wesentlichen aus der Abschreibung von nicht werthaltigen Forderungen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Ertragsteuern entfallen auf:
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuerbeträge für Vorperioden in Höhe von TEUR 356 (Vj. TEUR 0) enthalten. Sonstige Angaben Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Geschäftsführer haben die Berichterstattung über die Organbezüge unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB unterlassen, da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft bezieht. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Konditionen liegen nicht vor. Prüfungs- und Beratungsgebühren Die Pflichtangabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB über das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist im Konzernabschluss enthalten. Konzernverhältnisse Bei dem Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, handelt es sich um die Safran S.A., Paris Cedex, Frankreich. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Frankreich erhältlich. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 sind wesentliche Geschäftsvorfälle, die von Bedeutung für die Beurteilung der Lage oder voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wären, nicht zu verzeichnen. An dieser Stelle wird zusätzlich auf den Chancen- und Risikobericht im Lagebericht verwiesen. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 983.461,82 auf neue Rechnung vorzutragen.
Wedel, den 2. März 2021 EVAC GmbH gez. Rudolf Andreas Engelmann Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde von der Gesellschafterversammlung am 24. Mai 2022 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20201. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Grundlagen des Unternehmens Die EVAC GmbH ist zuständig für das Projektmanagement, die Forschungs- und Entwicklungsarbeit, die Produktion, den weltweiten Handel sowie die Durchführung von Reparaturen im Marktsegment Zugsanitärprodukte von einzelnen Schlüsselkomponenten bis zum gesamten Kabinensysteme. Die wesentlichen Absatzmärkte sind Europa mit ca. 68% (Vj. 76%) und Asien ca. 26% (Vj. 19%). Die Safran Gruppe hat im Februar 2018 die Aktienmehrheit an der Konzernmutter Zodiac Aerospace S.A. erworben. Somit gehört die EVAC GmbH nunmehr der Safran Gruppe an. Markt- und Wettbewerbsumfeld In internen Hochrechnungen konnten wir für die EVAC GmbH mit ca. 40% (Vj. 40%) den größten Anteil der weltweiten Marktanteile bei Vakuum-Toiletten in Zügen notieren. Diese Hochrechnungen wurden im Vorjahr für den Marktanteil 2019 anhand Marktstudien wie bspw. SCI Verkehr oder der "Union of the European Railway Industries" validiert. Wie in unseren Analysen aufgezeichnet, hat kein Wettbewerber im Zugtoilettengeschäft einen vergleichsweisen großen Anteil am Weltmarkt und kann somit Konjunkturschwankungen in den einzelnen Ländern ausgleichen. Speziell in Europa, Nordamerika und Fernost (Japan, Taiwan) hat EVAC unseres Erachtens einen herausragenden Marktanteil. Aufgrund politischer Veränderungen in China (dem heute größten Eisenbahnmarkt weltweit) sind die hohen Auftragsvolumina der letzten Jahre nicht mehr zu erwarten. Viele Komponenten sind auf Forderung der chinesischen Regierung lokalisiert. China deklariert die gesamte Technologie der Züge, die in China für die chinesische Bahn und auch für den Export gebaut werden, als "made in China". Die EVAC GmbH rechnet daher zwar mit einer Fortführung des Geschäfts in den nächsten Jahren mit der Lieferung von Kernkomponenten im Bereich der Ersatzteile aber auf sehr geringem Niveau. Der indische Markt für Vakuumtoiletten zeigt ein großes Potential und die EVAC GmbH konnte mit Sanrok Enterprises, Neu Delhi, Indien einen strategischen Business Partner gewinnen, um zukünftig auch in Indien Marktanteile auszubauen. Der Ausbau im indischen Bahnmarkt wurde im Jahr 2020, erklärt durch die Corona-Pandemie, nicht wie angekündigt durchgeführt. Wir erwarten die ersten großen Ausschreibungen für den indischen Bahnmarkt nunmehr für das Jahr 2021. Das Wachstum im Bereich der Bahnindustrie bei der Personenbeförderung in Europa wird auch in den kommenden Jahren beständig sein. Beispielsweise wird in Deutschland eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 angestrebt. Ein weiteres Zeichen ist, dass im Haushalt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur für 2022 erstmal mehr Gelder für den Ausbau des Schieneninfrastruktur als der Straßeninfrastruktur vorgesehen sind. In anderen europäischen Ländern gibt es ähnliche Tendenzen. Die Zugflotte in Europa und in vielen anderen Ländern altert kontinuierlich. Hier ist somit davon auszugehen, dass (neben den Neubeschaffungen von Zügen für die geplante Erhöhung der Fahrgastzahlen) durch Änderungen in den Normen speziell zur behindertengerechten Beförderung (vgl. "Technische Spezifikation für die Interoperabilität bezüglich der Zugänglichkeit des Eisenbahnsystems der Union für Menschen mit Behinderungen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität") noch ungeplante Neuanschaffungen, auf jeden Fall aber Modernisierungsprojekte, realisiert werden können. Der Auftragsbestand zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 beträgt 72,1 MEUR (Vj. 45,9 MEUR) und betrifft mitunter bereits die nächsten 3 Jahre. 2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Ertragslage Im Geschäftsjahr 2020 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 42,3 MEUR (Vj. 43,6 MEUR) erzielt. Die zum letzten Bilanzstichtag prognostizierten Umsätze in Höhe von 40,5 MEUR konnten aufgrund eines starken Projektgeschäftes um 1,8 MEUR übertroffen werden. Der Umsatz setzt sich wie folgt zusammen:
Wie auch im Vorjahr ist im Geschäftsjahr 2020 Europa die umsatzstärkste Region mit ca. 68% (Vj. 76%). Die Exportquote (Auslandsumsatz/Gesamtumsatz) ist mit 85% (Vj. 81%) leicht über dem Vorjahresniveau. Der Materialaufwand betrug 20,2 MEUR (Vj. 21,3 MEUR). Die Materialintensität (Materialaufwand/Umsatzerlöse) ist für das Berichtsjahr mit 48% leicht unter dem Vorjahresniveau von 49%. Der Personalaufwand lag bei 11,0 MEUR (Vj. 11,4 MEUR). Die Personalintensität (Personalaufwand/Umsatzerlöse) im Geschäftsjahr 2020 lag bei 26% (Vj. 26%). Die Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen lagen im Geschäftsjahr 2020 bei 0,5 MEUR (Vj. 0,6 MEUR). Langfristige und weiter genutzte Anlagen sind in den letzten Jahren aus der Abschreibungsphase gelaufen. Sinnvolle und notwendige Investitionen wurden im Geschäftsjahr 2020 umgesetzt. Von einem Rückstau an Investitionen ist unseres Erachtens nicht zu sprechen. Die Abschreibungsbeträge sind auf planmäßige Abschreibungen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 9,4 MEUR (Vj. 6,7 MEUR) stiegen im Wesentlichen aufgrund von hohen Wertberichtigungen von 1,8 MEUR (Vj. 0,2 MEUR) sowie dem erhöhten Bedarf für Fremdpersonal für die Entwicklung von Kabinenprojekten von 2,0 MEUR (Vj. 0,5 MEUR). Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein EBITDA von 1,1 MEUR erreicht (Vj. 3,3 MEUR). Das sind im Verhältnis zu den Umsatzerlösen für den Berichtszeitraum 2,5% (Vj. 7,7%). Die prozentuale Veränderung zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch den gesunkenen Umsatz erklärt. Ebenso sind z.B. ein schwacher Produktmix, gesunkene Umsätze im margenträchtigen Ersatzteilgeschäft, hohe Wertberichtigungen auf Forderungen sowie hohe Entwicklungskosten für Kabinenprojekte dieses Jahr in das Gewicht gefallen. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von 0,8 MEUR (Vj. 0,8 MEUR) beinhalten im Wesentlichen potentielle Zinszahlungen für gebildete Steuerrückstellungen für steuerliche Risiken. Das im Vorjahr prognostizierte Ergebnis vor Steuern von ca. 2,6 MEUR konnte dieses Jahr mit einem negativen Ergebnis vor Steuern von 0,2 MEUR nicht erreicht werden. Dies ist insbesondere auf die hohen Wertberichtigungen auf Forderungen sowie die Entwicklungskosten, hier insbesondere der Einsatz von Fremdpersonal, zurückzuführen. Vermögenslage Das Anlagevermögen betrug zum 31. Dezember 2020 1,8 MEUR (Vj. 1,6 MEUR) und setzt sich wie folgt zusammen:
Die Vorräte im Wert von 10,8 MEUR (Vj. 11,7 MEUR) entfallen auf
Der Lagerbestand zum 31. Dezember 2020 betrug 10,8 MEUR und ist gegenüber dem Vorjahreslagerbestand um 0,9 MEUR oder 7,6% gesunken. Hauptgrund sind Fertigerzeugnisse, bei denen sich eine Prozessoptimierung durch zeitlich optimierte Produktion und Bevorratung im Vergleich zum Vorjahr positiv auf den Lagerbestand ausgewirkt hat. Die Vorrätebindung (Vorräte/Umsatzerlöse x 365 Tage verringerte sich demzufolge um 5 Tage und liegt bei 93 Tagen (Vj. 98 Tage). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte in Höhe von 9,7 MEUR liegen 93% über dem Vorjahresniveau von 5,1 MEUR. Besonders der Umsatzanstieg zum Ende des Jahres 2020 trug zu der Erhöhung bei. Weiterhin wurden zum Jahresende mehr Kabinen ausgeliefert als zum Jahresende des Geschäftsjahres 2019. Die Reichweite der Forderungen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Umsatzerlöse x 365 Tage) bewegt sich im Geschäftsjahr 2020 mit 84 Tagen durch den hohen Umsatz speziell in den letzten Monaten des Jahres, sowie die Verkäufe an Kunden mit längerem Zahlungsziel im Vergleich zu 42 Tagen in 2019 auf höheren Niveau. Die Darlehensforderung an den Cash Pool der Safran S.A. hat sich von 8,0 MEUR auf 4,4 MEUR verringert. Der wesentliche Grund ist der Ausgleich von Cash-Defiziten durch den Cash Pool. Die Intensität des Umlaufvermögens (Umlaufvermögen/Gesamtvermögen) ist im Geschäftsjahr 2020 stabil bei 94% (Vj. 94%). Das Eigenkapital veränderte sich um den Jahresverlust von 1,0 MEUR auf 3,5 MEUR (Vj. 4,5 MEUR). Die Eigenkapitalquote verzeichnet damit einen Rückgang auf 12% (Vj. 15%). Finanzlage Im Berichtsjahr 2020 gingen die liquiden Mittel auf 0,3 MEUR (Vj. 0,5 MEUR) zurück. Hauptgrund sind die hohen Investitionen in die Entwicklung. Der Cashflow setzt sich wie folgt zusammen:
Kontinuierliche Reduzierungen des gebundenen Kapitals sind das Ziel des Finanzmanagements. Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Die EVAC GmbH konnte jederzeit alle Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Liquiditätsschwankungen werden im Cashpoolverfahren mit der Gesellschafterin Safran S.A. Paris, Frankreich ausgeglichen. Sowohl das Jahresergebnis und die Eigenkapitalsituation bilden unseres Erachtens eine solide Grundlage, um die Herausforderungen auf den Märkten zu meistern. 3. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Personal Der feste Mitarbeiterstamm hat sich im Geschäftsjahr 2020 um 6 Mitarbeiter auf 179 Mitarbeiter reduziert. Zu Unterstützung der guten Auftragslage wurde auf die Unterstützung von Zeitarbeitnehmern gesetzt. Folgende Maßnahmen, die im Berichtszeitraum vertieft wurden, trugen dazu bei:
Der Personalbestand wurde an die Umsatzerwartung und veränderte rechtliche Rahmenbedingungen angepasst und veränderte sich bei den festangestellten Vollzeitarbeitskräften von durchschnittlich 146 auf 142 Mitarbeiter. Im Berichtszeitraum wurden keine Auszubildenden beschäftigt. Des Weiteren wurden 35 Mitarbeiter in Teilzeit (Vj. 37) und 2 (Vj. 2) Aushilfen beschäftigt. Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge, sowie ausgewogener Work-Life-Balance sind selbstverständlich und genießen einen hohen Stellenwert bei der Geschäftsleitung. Regelmäßige Betriebsrundgänge zur Einschätzung von Risiken und werksärztlicher Dienst seien an dieser Stelle erwähnt. Im Rahmen der Corona-Pandemie konnte bereits im ersten Lockdown schnell reagiert werden und ein Großteil der Mitarbeiter umgehend und ohne nachhaltige Reibungseffekte effizient mobil von zu Hause arbeiten. Kunden und Technologie Ein weltweites Vertriebsnetz, teilweise über Vertreter und Distributoren, gewährleistet unseres Erachtens direkten Kundenkontakt vor Ort. So nutzt die EVAC GmbH neben den eigenen Vertriebsmitarbeitern diverse "Business Partner" als Multiplikatoren, um auch regionalen Besonderheiten gerecht werden zu können und eine ständige Präsenz vor Ort zu haben. Die regionale Vertriebsstruktur sichert unseres Erachtens einen vollständigen Marktzugang. Die EVAC GmbH nutzt die Präsenz auf der wichtigsten Messe der Bahnindustrie - die Innotrans (Ausfall in 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie) in Berlin oder auch die Trako in Polen - um die Produkte sowie das Spektrum an Leistungen im Bereich Technologie und Service dem Markt vorzustellen. Im Geschäftsjahr 2020 hat sich die EVAC GmbH unseres Erachtens weiter als kompletter Nasszellenlieferant inklusiv komplett integrierter Systemtechnik etabliert. Zwei große Kabinenprojekte wurden in 2020 entwickelt. Eines befindet sich seit November 2020 in der Auslieferungsphase, die Auslieferungen für das zweite Kabinenprojekt werden Anfang 2021 starten. Ein weiteres Kabinenprojekt konnte in 2020 gewonnen werden (Auslieferungen beginnen Mitte 2021). Standardisierung und damit Kostenreduzierung von Basiskomponenten und Erweiterung des modularisierten Systembaukastens sind eine Hauptaktivität der Entwicklungsabteilung. Daneben werden potentielle neue Produkte erforscht und entwickelt, hier rückten 2020 speziell die zur Pandemiebekämpfung geeigneten Produkte in den Fokus. So evaluiert EVAC derzeit, ob eine komplett berührungslose Sanitärkabine möglich ist und inwieweit UVC-Licht zur Desinfektion von Oberflächen zum Einsatz kommen kann. Die EVAC GmbH bietet ihren Kunden weltweit einen unseres Erachtens umfassenden Kundenservice an. Dies geschieht durch ein erfahrenes Team an Servicetechnikern, die vom Standort Wedel aus, fachliche Unterstützung bei der Lösungsentwicklung, der Reparatur in unserer eigenen Werkstatt oder auch für den Service direkt beim Kunden vor Ort, weltweit reisen. Zudem bedient sich EVAC hier wiederum des Netzwerks an Business Partnern; viele von diesen leisten ebenfalls direkten Service vor Ort beim Kunden in den einzelnen Ländern, bspw. Australien, Japan, Polen und Großbritannien. Eine selbständige Qualitätsabteilung überwacht und verbessert permanent die Hauptprozesse im Unternehmen, um einen reibungslosen Ablauf und die Erhöhung der Kundenzufriedenheit zu gewährleisten. Seit 1999 ist das Unternehmen nach der Norm ISO 9001:2000 zertifiziert. Die Norm umfasst die Entwicklung, Projektierung, Vertrieb, Montage und Wartung von Kompakt- und Zentralvakuumtoilettensystemen. Unter anderem unterstützen diese Normen langfristig die Prozessqualität innerhalb des Unternehmens. Sie fordert regelmäßige Wiederholungsaudits, denen sich die EVAC GmbH erfolgreich unterzogen hat. Umwelt Wir entwickeln Produktionsprozesse ständig weiter, so dass nach unseren Ansprüchen ein effizienter und schonender Umgang mit Ressourcen sichergestellt wird. Dabei werden Normen und Gesetze zum Umweltschutz berücksichtigt und eingehalten. Geeignete Maßnahmen zur Reduzierung von Abfallmengen und Energieverbrauch werden untersucht und umgesetzt. Das Energieaudit aus dem Jahr 2016 hat uns insbesondere bei Maßnahmen zum Energieverbrauch gute Erfolge bestätigt. 4. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 sind wesentliche Geschäftsvorfälle, die von Bedeutung für die Beurteilung der Lage oder voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft wären, nicht zu verzeichnen. 5. Chancen- und Risikobericht Risiken Ein Risiko ist die wirtschaftliche Situation großer Endkunden, wie z. B. Alstom und Bombardier. Einige von diesen sind nach wie vor nicht in der Lage, die eigene Zugproduktion profitabel zu gestalten. Zudem birgt der Zusammenschluss von Alstom und Bombardier - neben einigen Chancen - auch Risiken und Unsicherheit. Es ist noch nicht klar, wie die Einkaufsstrategie der zusammengeführten Firma aussehen wird. CRRC (China Railway Rolling Stock Corporation, Beijing, China) drängt mit immensen Investitionsmitteln in den außer-chinesischen Markt und wird die heutigen großen Zughersteller dazu zwingen, sich umfassend wettbewerbsorientierter aufzustellen. Ein Indikator dafür ist der massive Zukauf von Zulieferern im Bahnbereich durch chinesische Investoren in Europa. Demzufolge muss sich auch die EVAC GmbH den veränderten Bedingungen des Marktes anpassen, der Margendruck dürfte zunehmen. Veränderungen auf die weltweite Reisetätigkeit durch das Covid-19 im Bereich der Bahn sind aktuell nur kurzfristig zu erkennen. So entwickelte sich das Ersatzteilgeschäft der EVAC GmbH in 2020 nicht so wie geplant, auch in 2021 ist mit unterdurchschnittlichen Verkäufen zu rechen. Züge fahren seltener und/oder mit weniger Fahrgästen, dadurch sinkt auch der Ersatzteilbedarf signifikant. Mittel- und langfristig sind jedoch keine negativen Auswirkungen zu erkennen. Sowohl die Projektentwicklungen wie auch die Auslieferungen finden im geplanten Maße statt und der Megatrend zu nachhaltigerer und grünerer Mobilität erscheint ungebrochen. Risikomanagement Ziel des Risikomanagements ist die Früherkennung von Risiken und Vermeidung der damit verbundenen Folgen. Das Risikomanagement innerhalb des Unternehmens beinhaltet ein abteilungsinternes Controlling durch den Abteilungsleiter, welcher in Abstimmung mit dem Unternehmenscontroller zusammenarbeitet. Des Weiteren finden regelmäßige Risk Assessments durch das Auditteam des Mutterkonzerns statt, die ohne wesentliche Beanstandungen erfolgten. Es gibt ein regelmäßiges Reporting über die Auftragsentwicklung an die Geschäftsleitung und ein monatliches Reporting an die Konzernmutter Safran S.A., Paris, Frankreich. Für alle Kunden werden die Kreditlinien regelmäßig überprüft und im Bedarfsfall angepasst. Rechnungen werden in Euro ausgestellt, so dass das Währungsrisiko minimiert ist. Durch die starke internationale Ausrichtung sind lokale Konjunkturschwankungen einzelner Märkte unseres Erachtens für die EVAC GmbH nicht so schwerwiegend wie für andere Unternehmen in der Branche. Chancen Chancen bestehen durch die getätigten Vertriebsanstrengungen auf den europäischen Märkten. Die unseres Erachtens starke Wettbewerbssituation von EVAC konnte erhalten werden und zusätzlich das Geschäft mit kompletten Kabinen ausgebaut werden. Dort liegt auch der Fokus für die Folgejahre: Erhalt der unseres Erachtens guten Position im Bereich Toilettensysteme und Ausbau und dadurch Wachstum durch Akquise von mehr Kabinenprojekten. Auch das Geschäft außerhalb Europas - hier sind speziell Indien und die USA zu nennen; ersterer Markt wird in den nächsten Jahren stark wachsen, in letzterem stehen einige Großprojekte an - birgt gute Chancen für die EVAC GmbH Zusammenfassend kann daher eingeschätzt werden, dass die Risiken durch geeignete Maßnahmen nicht zu wesentlichen Belastungen der Gesellschaft führen werden und bei Nutzung der Chancen die EVAC GmbH weiterhin in der Lage sein wird, sich mit positiven, für die Eisenbahn-Industrie typischen Ergebnissen, weiterzuentwickeln. 6. Prognosebericht Mit weiterer Optimierung der Prozesse und Produkte sowie damit verbundener Kostenreduzierungen ist eine wesentliche Voraussetzung für die zukünftige Wirtschaftlichkeit der EVAC GmbH geschaffen. So wurde in 2020 beispielsweise ein weitgehender Planungsprozess eingeführt; beginnend mit einer laufend aktualisierten Vertriebsplanung soll es so gelingen, die weiteren Ressourcen des Unternehmens (bspw. Entwicklung, Einkauf, Produktion, Qualität) effizienter zu steuern und auf Zusatzbedarfe (oder auch Einbrüche) besser und frühzeitiger reagieren zu können. Der neue Prozess ist angelaufen, bedarf in 2021 aber auch noch weiterer Detaillierung. In 2021 ist die Schaffung eines Produktmanagements vorgesehen, um bspw. für noch mehr Innovation zu sorgen, Alleinstellungsmerkmale zu schaffen und Kostenoptimierungen zu erreichen. Unseres Erachtens nach sind der hohe Qualitätsstandard und die innovative Technik bedeutende Erfolgsaspekte heute und für die Zukunft. Dabei sollen die Garantiekosten weiter sinken. Aufgrund der Unternehmensgröße mit komplexen Schnittstellen werden Optimierungsmaßnahmen, wie ,Lean Management', und Ausbau des Wissensmanagements auch in den folgenden Jahren vorangetrieben. Kapazitätsschwankungen werden mit Zeitarbeitskräften ausgeglichen. Ziel des Cash Managements ist weiterhin, die anstehenden Investitionen und der Produktion vorgelagerten Entwicklungsleistungen ohne Fremdkapital zu finanzieren. Für die nächsten 12 Monate sind bereits Aufträge in Höhe von ca. 36,5 MEUR im Auftragsbestand enthalten. Unter Abwägung der Chancen und Risiken ist für das Geschäftsjahr 2021 bei ca. 55,8 MEUR Umsatz ein Ergebnis vor Steuern von ca. 5,9 MEUR zu erwarten.
Wedel, den 2. März 2021 EVAC GmbH gez. Rudolf Andreas Engelmann |
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