LEONI Cable Assemblies GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralph Schmidtkunz seit 18.9.2025 | Geschäftsführer |
Irina Gräf seit 18.9.2025 | Geschäftsführer |
Michael Walz seit 23.2.2024 | Prokura |
Marcus Malzahn seit 30.10.2023 | Prokura |
Björn Nedved seit 5.11.2019 | Prokura |
Markus Thoma seit 11.12.2014 | Geschäftsführer |
Richard Paglia seit 25.3.2008 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
LEONI Kabel GmbHRothJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023A. Grundlage des Unternehmens Gegenstand der LEONI Kabel GmbH ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Verbindungssystemen, insbesondere von Kabeln, für die Übertragung von elektrischer Leistung und Signalen. Außerdem das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Industrieunternehmen im In- und Ausland sowie die Erbringung von Dienstleistungen für diese Unternehmen. Auf dieser Basis bieten wir unseren Kunden in der Automobilindustrie Lösungen für das Energiemanagement sowie die Energie- und Datenübertragung an. Der gesamte Umsatz wird mit namhaften Automobilzulieferern erwirtschaftet. Als Wettbewerber treten überwiegend globale Unternehmen auf. Die Wettbewerbslandschaft ist lösungsspezifisch und von den jeweiligen Anwendungen und regionalen Märkten abhängig. Die LEONI Kabel GmbH ist eine 100%-Beteiligung der LEONI AG, Nürnberg. Sie produziert an ihrem Standort in Roth sowie unter Nutzung von verschiedenen verbundenen Unternehmen als Werkbänke im Rahmen des Konzernverbunds der LEONI AG. Ebenso beliefert die Gesellschaft verbundene Unternehmen mit Rohstoffen, Halbfertigwaren und Fertigerzeugnissen. Zudem werden umfangreiche Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette für verbundene Unternehmen erbracht. Wesentliche Anteile der Produktion werden in Roth erbracht. Die in Europa angesiedelten Tochtergesellschaften fungieren als Auftragsfertiger (Contract Manufacturer bzw. Werkbänke). Die im Jahr 2021 initiierte Umstellung des Werkbankmodelles auf Direktlieferung wurde im Geschäftsjahr weiterhin fortgesetzt. Am 23. Mai 2022 unterzeichnete die LEONI AG eine bindende Vereinbarung mit der STARK Corporation Public Company Limited, Bangkok, Thailand, über den Verkauf der Business Group Automotive Cable Solutions (ACS), inkl. der LEONI Kabel GmbH. Am 13. Dezember 2022 verweigerte die STARK Corporation Public Company Limited das Closing des Verkaufs, somit hat der Verkauf nicht stattgefunden und die Gesellschaft ist weiterhin dem LEONI-Konzern zugehörig. Aufgrund der geplanten Veräußerung der Gesellschaft wurde der bis dato bestehende Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 30. Juni 2022 aufgehoben. Zum 30. Juni 2023 bestehen kein Ergebnisabführungsvertrag sowie keine steuerliche Organschaft mit der Gesellschafterin LEONI AG, Nürnberg. Entsprechend dem Gesellschafterbeschluss vom 31. Mai 2022 ist das Geschäftsjahr auf den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni des darauffolgenden Jahres für die LEONI Kabel GmbH festgelegt. Die Zahlen der Vergleichsperiode sind daher nicht bzw. nur eingeschränkt mit dem aktuellen Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 vergleichbar. Rahmenbedingungen - Gesamtwirtschaft Nach der deutlichen Erholung im Jahr 2021 geriet die Weltwirtschaft 2022 erneut stark unter Druck. Neben dem Krieg in der Ukraine und den dadurch verstärkten Inflationstendenzen wurde die Entwicklung nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) von der strikten Null-Covid-Politik Chinas und den Leitzinserhöhungen der Notenbanken zusätzlich gebremst. Hinzu kam die Energiekrise in Europa. Allerdings zeigte sich die globale Konjunktur ab dem dritten Quartal 2022 widerstandsfähiger als erwartet. Das betraf laut IWF sowohl den Arbeitsmarkt als auch den privaten Verbrauch und die Unternehmensinvestitionen. Zudem verlief die Anpassung an die Energiekrise besser als befürchtet, die Inflation wurde etwas gedämpft und die plötzliche Wiedereröffnung Chinas ebnete den Weg für eine raschere Erholung der Wirtschaftstätigkeit. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft 2022 Schätzungen des IWF zufolge um 3,5 Prozent nach einer Zunahme um 6,3 Prozent im Vorjahr. In den Industrienationen erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Berichtsperiode um 2,7 Prozent. Dabei verzeichneten die USA lediglich eine BIP-Steigerung um 2,1 Prozent, während die Eurozone um 3,5 Prozent expandierte, gestützt vor allem auf den starken Verlauf in Spanien und Italien. In Deutschland lag das Plus bei 1,8 Prozent. Die Entwicklungs- und Schwellenländer erzielten 2022 gemäß den IWF-Schätzungen ein BIP-Plus von 4,0 Prozent. China entwickelte sich mit einem Wachstum von 3,0 Prozent hierzu unterdurchschnittlich. Treiber der positiven Entwicklung in dieser Staatengruppe waren Indien und die übrigen asiatischen Schwellenländer mit Steigerungsraten von 7,2 Prozent bzw. 4,5 Prozent. 1 Die Basisprognose geht davon aus, dass das Wachstum von 3,5 Prozent im Jahr 2022 auf jeweils 3,0 Prozent im Jahr 2023 und 2024 sinken wird. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird mit einer besonders deutlichen Wachstumsverlangsamung von 2,7 Prozent im Jahr 2022 auf 1,5 Prozent im Jahr 2023 gerechnet. In einem plausiblen Alternativszenario mit weiteren Belastungen für den Finanzsektor sinkt das globale Wachstum im Jahr 2023 auf etwa 2,5 Prozent, wobei das Wachstum der fortgeschrittenen Volkswirtschaften unter 1 Prozent sinkt. Die globale Gesamtinflation im Basisszenario dürfte aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise von 8,7 Prozent im Jahr 2022 auf 6,8 Prozent im Jahr 2023 sinken, die zugrunde liegende (Kern-)Inflation dürfte jedoch langsamer zurückgehen. In den meisten Fällen ist eine Rückkehr der Inflation zum Zielwert vor 2025 unwahrscheinlich. 2 Rahmenbedingungen - Branchenkonjunktur Der in der LEONI Kabel GmbH verbliebene Geschäftsbereich beliefert fast ausschließlich Automobilzulieferer, überwiegend in Europa. Die Automobilindustrie erlebt eine Stagnation, die für 2023 prognostizierte Anzahl an produzierten Fahrzeugen liegt - sowohl weltweit als auch in Europa - noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Dabei ist die gestiegene Nachfrage bei alternativen Antriebskonzepten berücksichtigt. 3 Die noch stagnierende Nachfrage trifft auf weiterhin beeinträchtigte Lieferketten und fehlende Zulieferteile. Besonders der Automobilsektor leidet unter der knappen Versorgung mit Halbleiterelementen, die zu Produktionsausfällen führen können und deutliche Preissteigerungen nach sich ziehen. Die internationalen Lieferketten sind aufgrund vergangener Lockdowns weiterhin gestört. 4 Steigende Preise und die Zinswende verschlechtern die Finanzierungskonditionen nicht nur für die Hersteller, sondern auch für Verbraucher in den USA und in Europa. Die unsichere Versorgungslage mit Rohmaterialien und Vorprodukten trifft nun zusätzlich auf die unsichere Nachfrageentwicklung, die von gestiegenen Energiekosten, von Zinssteigerungen und darüber hinaus vom Ukraine-Krieg bestimmt wird. Dennoch wird nach einer S&P Global Mobility-Studie aus August 2023 das Produktionsvolumen für Automobile in 2023 auf 87,0 Mio. Einheiten (Volumen in 2022 82,3 Mio. Einheiten) und in 2024 auf 87,9 Mio. Einheiten ansteigen und in 2024 fast wieder an das Volumen von 2019 heranreichen. 5 Rahmenbedingungen - Weitere Einflussfaktoren Neben den gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen spielen eine Reihe weiterer Faktoren eine wichtige Rolle: Die Preisentwicklung von Rohstoffen, insbesondere von Kupfer, wirkt sich merklich auf unser Umsatzvolumen aus. Die Schwankungen des Kupferpreises geben wir über Vertragsvereinbarungen weitgehend an unsere Kunden weiter, allerdings in der Regel mit einer zeitlichen Verzögerung. In der Bilanz kann es - abhängig von der Kupferpreisentwicklung - zu Abwertungen für Teilmengen der Bestände oder Drohverlustrückstellungen kommen. Darüber hinaus beeinflusst auch die Preisentwicklung der Kunststoffe und Komponenten unseren Umsatz und die Kostenstruktur. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das seit Ende 2020 erhöhte Risiko mit Blick auf die Verfügbarkeit von kritischen Bauteilen im Automobilsektor wie zum Beispiel Halbleiter, welche zu wesentlichen Abrufschwankungen bei unseren Kunden führten. 2022 waren für die genannten Materialien und weitere Zukaufprodukte teilweise erhebliche Verknappungen und Preissteigerungen zu beobachten.
1 IWF, World Economic Outlook, Juli 2023
Eine weitere, sehr bedeutende Einflussgröße sind die Personalkosten, die sich im Berichtsjahr zeitlich versetzt zu den Materialkosten erhöhten. Steigerungen bei Logistik- und Energiekosten sind für die LEONI Kabel GmbH auch von Relevanz. Die politischen Entwicklungen in für uns wichtigen Produktions- und Absatzländern verfolgen wir ebenfalls sehr genau. B. Wirtschaftsbericht Vermögenslage Die Bilanzsumme ist zum 30. Juni 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 43.759 bzw. um 12,8 Prozent auf TEUR 298.433 gesunken. Das Sachanlagevermögen hat sich um 0,5 Prozent bzw. TEUR 692 auf TEUR 133.122 leicht verringert. Im Zuge der Modernisierung des Maschinen- und Anlagenparks am Standort Roth wurden dabei vor allem Neuinvestitionen im Bereich Technische Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 3.899 getätigt. Demgegenüber haben sich Grundstücke und Gebäude hauptsächlich aufgrund der planmäßigen Gebäudeabschreibungen um insgesamt TEUR 3.306 verringert. Die Anlagen im Bau reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.171. Dies ist im Wesentlichen auf die Fertigstellung der Anlagen für die PVC-Produktion der Fabrik der Zukunft (FdZ) am Standort Roth zurückzuführen. Die Finanzanlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 4.226 erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den konzerninternen Erwerb von 26,93 Prozent der Anteile an der LEONI Slovakia spol. s. r. o. (LEONI Kabel GmbH hält nun 100 Prozent der Anteile an der Gesellschaft) im Rahmen einer Transaktion mit der LEONI Bordnetz-Systeme GmbH zurückzuführen (TEUR 7.594). Die anvisierte Refinanzierung der LEONI-Gruppe konnte nicht wie geplant umgesetzt werden, nachdem der Vollzug des Verkaufs der Business Group Automotive Cable Solutions inkl. der LEONI Kabel GmbH im Dezember 2022 seitens des Käufers verweigert wurde. Die zum Bewertungsstichtag weiterhin unsichere Finanzierungssituation (zum 30. Juni 2023 waren weiterhin rechtliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit der finalen Umsetzung der Refinanzierung vorhanden; hierzu verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt C. "Risiko- und Chancenbericht) führte unter anderem zum Risiko einer eingeschränkten Vergabefähigkeit für neue Aufträge seitens der Kunden sowie weiteren operativen Risiken im Hinblick auf die Durchführung von Restrukturierungsmaßnahmen, mit entsprechenden Auswirkungen auf die mittel- bis langfristigen Geschäftsaussichten. Die Werthaltigkeitsprüfung auf Finanzanlagen, durchgeführt am 30. Juni 2023 auf Basis der Wertverhältnisse vor Refinanzierung, das heißt unter Berücksichtigung der Risiken einer eingeschränkten Vergabefähigkeit für neue Kundenaufträge sowie weiterer operativer Risiken aufgrund der unsicheren Finanzierungssituation, erforderte bei der Gesellschaft Wertminderungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 3.368. Die daraus resultierende Abschreibung auf Finanzanlagen umfasst die Beteiligungen an der LEONI High Temp Solutions GmbH in Höhe von TEUR 1.259 und der LEONI Slovakia spol. s. r. o. in Höhe von TEUR 2.109. Das Umlaufvermögen ist um TEUR 48.490 gesunken. Wesentliche Ursache hierfür ist der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 43.826, der überwiegend Forderungen gegen den Gesellschafter aus Cash-Pooling betrifft. Zu diesem Rückgang trägt vor allem die im Vorjahr stattgefundene Veräußerung der Dachmarke "LEONI" an die LEONI AG für einen Kaufpreis von TEUR 50.000 bei. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vergleichszeitraum um TEUR 11.783 gesunken, hauptsächlich aufgrund der Umstellung der Werkbänke auf Direktfakturierung. Zudem wirkt sich die Verringerung der Vorräte um TEUR 7.033 aus. Diese resultiert zum einen aus den im Vorjahr stark gestiegenen Vormaterialpreisen und zum anderen aus dem selektiven Aufbau von Sicherheitsbeständen im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zum 30. Juni 2022. Vor allem Materialien mit unsicherer Versorgungslage und langen Lieferzeiten wurden im Vorjahr aufgebaut, um Störungen in den Lieferketten zu kompensieren. Im aktuellen Geschäftsjahr reduzierten sich die Vorräte infolge erster deflationärer Tendenzen auf der Beschaffungsseite in 2023 und dadurch niedrigerer Materialkosten, des Abbaus überhöhter Sicherheitsbestände und aufgrund der Umstellung der Werkbänke auf Direktfakturierung. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten ist gegenüber dem Vergleichszeitraum um TEUR 1.325 angestiegen. Dabei hat sich die Abgrenzung für Zinsen aus Reverse Factoring bedingt durch das gestiegene Zinsniveau um TEUR 367 erhöht. Weiterhin wurden Abgrenzungen für neue Softwarewartungs- und Versicherungsverträge vorgenommen. Das Eigenkapital reduzierte sich durch den Jahresfehlbetrag um TEUR 11.258 auf TEUR 175.879. Die Eigenkapitalquote beträgt 58,9 Prozent (Vorjahr 54,7 Prozent). Zum 30. Juni 2023 besteht kein Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin LEONI AG, Nürnberg. Die Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 122 auf TEUR 37.851 (Vj. TEUR 37.973) gesunken. Diese beinhalten Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 11.787 (Vj. TEUR 11.917) sowie sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 26.064 (Vj. TEUR 26.055). In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 9.398 (Vj. TEUR 11.202), Rückstellungen für Rekultivierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 11.097 (Vj. TEUR 8.336), Rückstellungen für ausstehende Rechnung in Höhe von TEUR 1.678 (Vj. TEUR 3.744) und Rückstellungen für Verlustübernahme aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von TEUR 1.457 (Vj. TEUR 0) enthalten. Der Rückgang der Personalrückstellungen ist im Wesentlichen auf den, aufgrund der zum 30. Juni 2022 vorliegenden Verrechnungsvoraussetzungen, saldierten Ausweis der Altersteilzeitrückstellung mit dem Treuhandkonto zurückzuführen. Die Rückstellung für Rekultivierungsmaßnahmen hat sich hauptsächlich aufgrund einer Anpassung der Bewertungsparameter im Zusammenhang mit der dynamischen Preisentwicklung für Bauleistungen um TEUR 2.761 erhöht, während sich die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um TEUR 2.066 verringert haben. Die Verbindlichkeiten sind in Summe um TEUR 31.524 auf TEUR 84.273 (Vj. TEUR 115.797) gesunken. Dabei steht dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.453 ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR -34.327) und der sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR -755) gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind insbesondere durch den Wegfall der Ergebnisabführung an die LEONI AG (Vj. TEUR 34.844) und durch die Umstellung der Werkbankfertigung auf Direktlieferung erheblich gesunken. Ertragslage Aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres der Gesellschaft auf den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni im Jahr 2022 sind die Zahlen der Vorjahresperiode (Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022) daher nicht bzw. nur eingeschränkt mit dem aktuellen Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 vergleichbar. Aus diesem Grund wird im Abschnitt "Ertragslage" der Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 als Vergleichszeitraum herangezogen. Die Ertragslage hat sich im aktuellen Geschäftsjahr bezogen auf das operative Geschäft negativ entwickelt, bleibt weiterhin angespannt und spiegelt damit das schwierige wirtschaftliche Umfeld (siehe Branchenkonjunktur) wider. Der Gesamtumsatz ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 29,17 Prozent auf TEUR 296.235 (Vj. TEUR 418.245) zurückgegangen. Ursächlich für den rückläufigen Umsatz ist insbesondere die bereits im Jahr 2021 initiierte Umstellung des Werkbankmodells. Bis zum Jahr 2021 wurden Umsätze von diversen inländischen wie ausländischen Tochtergesellschaften (Werkbänken) über die LEONI Kabel GmbH an die Endkunden fakturiert. Das entsprechende kupferpreisbereinigte Hohlumsatzvolumen der Werkbänke betrug im Vorjahresvergleichszeitraum TEUR 36.075 (Umsatzerlöse TEUR 134.847). Im Laufe der Geschäftsjahre 2021 bis 2023 wurde die Fakturierung auf die Tochtergesellschaften (LEONI Kabel Polska Sp. z o.o., LEONI Slovakia spol. s r.o., LKH LEONI Kábelgyár Hungaria Kft.) umgestellt, sodass ab dem Zeitpunkt der Umstellung keine Umsätze mehr aus Lieferungen an die Endkunden, sondern nur die Effekte aus Ergebnisabsaugung in der LEONI Kabel GmbH in den Umsatzerlösen anfielen. Bis zum 30. Juni 2023 wurden alle Gesellschaften umgestellt, sodass der Hohlumsatz im aktuellen Geschäftsjahr aus diesen Werkbänken deutlich auf TEUR 8.253 (Umsatzerlöse TEUR 34.413) zurückging. Die Umsätze aus den Ergebnisabsaugungen im Rahmen des Werkbankmodelles reduzierten sich im Geschäftsjahr auf TEUR 20.080 gegenüber TEUR 32.172 im Vorjahreszeitraum. Die Auswirkung der Umstellung auf das absolute EBIT der LEONI Kabel GmbH ist aufgrund der bestehenden Advance Pricing Agreements (Werkbankverträge inklusive Ergebnisabsaugung) mit den betreffenden Gesellschaften nicht wesentlich. Die EBIT-Marge hingegen verbessert sich durch die Umstellung des Werkbankmodells aufgrund der verringerten Umsätze als Basisgröße bei dem sich leichter verändernden EBIT-Beitrag aus der Ergebnisabsaugung. Neben der erwähnten Reduzierung der Umsatzerlöse der LEONI Kabel GmbH infolge der Werkbankumstellung auf Direktfakturierung (ca. TEUR 100.000) ergibt sich der weitere Umsatzrückgang aus dem Verkauf des früheren BG IN Business im Februar 2022 und dem damit verbundenen Wegfall der Umsätze im Geschäftsjahr (Vj.TEUR 11.549). Des Weiteren wurde das Automotive-Geschäft der LEONI Kabel GmbH (ohne Werkbänke) von den weiterhin angespannten Lieferketten in der Automobilindustrie und der Inflation insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2022 beeinflusst. Entsprechend liegt das Absatzvolumen unter den Erwartungen der Geschäftsführung. Das hinter den Erwartungen zurückgebliebene Absatzvolumen wurde jedoch durch Kupfereffekte kompensiert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnten dadurch beim Automotive Business (ohne Werkbänke) die Umsatzerlöse um TEUR 4.506 auf TEUR 222.025 erhöht werden (Vj. Umsatzerlöse TEUR 217.518). Der Inlandsumsatz beträgt TEUR 51.273 (Vj. TEUR 75.350), was einem Anteil von 17,3 Prozent entspricht (Vj. 18,0 Prozent). Der Exportumsatz ist auf TEUR 244.962 (Vj. TEUR 342.895) gesunken. Ursächlich ist im Wesentlichen die Umstellung des Werkbankmodelles, wodurch weniger Umsätze in der LEONI Kabel GmbH erzielt wurden. An der grundsätzlichen Verteilung zwischen Inlands- und Auslandsumsätzen ist keine größere Verschiebung erkennbar. Das Bruttoergebnis vom Umsatz sinkt um TEUR 23.534 auf TEUR 30.679, was einer Bruttomarge von 10,36 Prozent (Vj. 12,96 Prozent) entspricht. Die Reduzierung der Marge resultiert hauptsächlich aus den Ergebnisabsaugungen im Rahmen des Werkbankmodelles über die Advance Pricing Agreements (TEUR 20.080 gegenüber TEUR 32.172 im Vorjahreszeitraum). Des Weiteren wirkten sich die ab 2022 stark ansteigenden Bezugspreise für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe verstärkt negativ auf die Marge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus. Notwendige Preissteigerungen wurden erst mit Zeitversatz und nicht in vollem Umfang an wichtige Kunden weitergegeben. Vor allem die europaspezifischen Kostensteigerungen im Energiebereich (Strom, Gas) können aufgrund unserer internationalen Wettbewerber nur partiell auf die Verkaufspreise umgelegt werden. Die Verwaltungskosten sind im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum um TEUR 37.961 auf TEUR 12.736 gesunken. Dies ist insbesondere durch den Wegfall der Konzern-Service Fee vonseiten der LEONI AG infolge des angestrebten Carve Outs der LEONI Kabel GmbH begründet (Vj. TEUR 33.781). Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzieren sich von TEUR 102.896 (Vj.) auf TEUR 2.008 im Geschäftsjahr und wurden maßgeblich durch Erträge aus Einmaleffekten des Vorjahreszeitraums beeinflusst. Zu den Einmaleffekten des Vorjahres gehörten einerseits die Veräußerung der Dachmarke "LEONI" an die LEONI AG für TEUR 50.000, andererseits erzielte die Gesellschaft aus dem Verkauf der Grundstücke Weissenburg und Bad Kötzting Buchgewinne in Höhe von TEUR 11.105. Darüber hinaus vereinnahmte die Gesellschaft im Vorjahr sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 3.707 für die Veräußerung des Tailor-Made Products Geschäftes. Für die Veräußerung der Finanzanlagen LEONI Draht GmbH (TEUR 3.600), LEONI Kerpen GmbH (TEUR 3.352) sowie der LEONI Wire & Cable Solutions Japan K.K (TEUR 592) wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 7.544 erzielt. Zudem wirkte sich der Ertrag aus der Zuschreibung der Finanzanlagen in Höhe von TEUR 24.490 im Vorjahreszeitraum positiv auf die Höhe der sonstigen betrieblichen Erträge aus. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 7.700 werden maßgeblich durch den Veräußerungsverlust aus dem Verkauf der Beteiligung der LEONI Wiring Systems Spain S.L.U an die KB Beteiligungs GmbH (TEUR 5.700) beeinflusst. Ursächlich für den Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren im Wesentlichen die Einmaleffekte aus den Verkäufen der Finanzanlagen LEONI Fiber Optics (TEUR 1.564), LEONI Cable Solutions Indien (TEUR 20.599), Adaptricity (TEUR 4.999) und J-Fiber (TEUR 243), die im Vorjahreszeitraum zu Veräußerungsverlusten geführt haben. Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt TEUR -10.370 und sinkt damit deutlich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 50.495). Die EBIT-Marge sinkt auf -3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (12,07 Prozent). Wie bereits ausgeführt, basiert die deutliche Reduzierung der EBIT-Marge maßgeblich auf hohen Einmaleffekten aus der Veräußerung der LEONI-Dachmarke und der Immobilien im Vorjahreszeitraum. Als weitere positive Einmaleffekte des Vorjahres sind die Veräußerung von Finanzanlagen (TEUR 7.663) sowie des TMP-Geschäftes (TEUR 3.707) zu nennen. Gegenläufig wirken sich im Vorjahr die Verluste aus der Veräußerung der indischen Gesellschaft in Höhe von TEUR 20.600, der LEONI Fiber Optics in Höhe von TEUR 1.564 und der Veräußerung der Adaptricity AG in Höhe von TEUR 4.999 aus. Im aktuellen Geschäftsjahr beeinflusste die Veräußerung der LEONI Wiring Systems Spain S.L.U in Höhe von TEUR 5.700 negativ das Ergebnis. Nach Bereinigung der Einmaleffekte sinkt das EBIT im Geschäftsjahr auf TEUR -4.669, was zu einer EBIT- Marge in Höhe von -1,58 Prozent führt. Im Vergleich zur bereinigten EBIT-Marge des Vorjahres (+1,30 Prozent) ist die sich eintrübende wirtschaftliche Lage im operativen Bereich sichtbar. Die sinkende operative EBIT-Marge entsteht primär durch den hohen Inflationsdruck auf verschiedenste Elemente der Gewinn- und Verlustrechnung, wie z.B. Materialkosten, durch höhere Personalkosten infolge des abgeschlossenen IG-Metalltarifvertrages sowie der verzögerten Preisweitergabe an unsere Kunden. Des Weiteren hat sich das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um TEUR 12.092 niedrigere Ergebnis aus den Ergebnisabsaugungen im Rahmen des Werkbankmodelles negativ auf das Betriebsergebnis und die EBIT-Marge ausgewirkt. Ein positiver Ergebniseffekt für das aktuelle Jahr ist, dass im Vorjahr noch die Zentralabteilungen der LEONI AG in Höhe von ca. TEUR 33.781 Euro an die LEONI Kabel GmbH verrechnet wurden, während im aktuellen Betrachtungszeitraum aufgrund der Kündigung der ertragsteuerlichen Organschaft keine Weiterverrechnung dieser Kosten erfolgte. Des Weiteren haben sich die Währungseffekte mit TEUR 2.371 positiv auf die Ertragslage ausgewirkt. Dabei reduzierten sich die Aufwendungen aus Währungsumrechnung auf TEUR 757 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 3.018) um TEUR 2.261. Die sonstigen betrieblichen Erträge aus Währungsumrechnung erhöhten sich um TEUR 110 auf TEUR 1.004 (Vj. TEUR 894). Das Ergebnis nach Steuern ist von TEUR -15.851 um TEUR 4.593 auf TEUR -11.258 gestiegen. Während im Vorjahr Erträge aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 8.215 erzielt wurden (TEUR 4.433 LEONI Fiber Optics GmbH, TEUR 1.394 Haarländer GmbH, TEUR 807 LEONI HighTemp Solutions GmbH und TEUR 1.580 j-fiber GmbH), betrugen die Erträge aus Gewinnabführung im aktuellen Jahr TEUR 7.352 (davon TEUR 6.432 LEONI Cable Assemblies GmbH und TEUR 920 LEONI HighTemp Solutions GmbH). Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen hingegen haben sich im aktuellen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 42.109 auf TEUR -1.457 verbessert (Vj. TEUR 15.491 von der LEONI Cable Assemblies GmbH, TEUR 21.330 von der LEONI Kerpen GmbH und TEUR 6.744 von der LEONI Draht GmbH). Der Jahresfehlbetrag beträgt im aktuellen Jahr TEUR 11.258. Aufgrund der Aufhebung des Ergebnisabführungsvertrages zum 30. Juni 2022 gab es im aktuellen Betrachtungszeitraum keine Ergebnisabführung an die LEONI AG wie im Vorjahr. Finanzlage Wie im Vorjahr bestehen zum Bilanzstichtag weder lang- noch kurzfristige Bankdarlehen oder Darlehen der Konzernmutter. Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der LEONI AG eingebunden, die Forderungen aus dem Cash- Pooling betragen TEUR 24.657 (Vj. TEUR 43.410). Dieser Rückgang der Forderung aus dem Cash- Pooling ist vor allem auf eine Rückzahlung der LEONI AG in Höhe von TEUR 17.000 zurückzuführen. Da sich die LEONI AG seit 1. April 2023 in einem gerichtlichen Verfahren befand (StaRUG), wurde temporär die Funktionsweise des konzernweiten Cash-Pooling angepasst. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft übergangsweise bis zum 20. Juli 2023 die Funktion des Cash-Pool-Führers für die Division Automotive Cable Solutions und ehemalige WCS-Einheiten übernommen. Zur Steuerung des künftigen Liquiditätsbedarfs wird eine monatliche, währungsdifferenzierte, rollierende Liquiditätsplanung für jeweils 16 Wochen eingesetzt. Darüber hinaus erfolgt die mittelfristige Liquiditätsplanung über die Budget- und Mittelfristplanung sowie durch einen quartalsweise stattfindenden 18-Monats-Cash-Forecast. Die LEONI Kabel GmbH haftet zum 30. Juni 2023 mit der Konzernmutter und weiteren Konzerngesellschaften gesamtschuldnerisch für Konzernverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 943.153 (Vj. TEUR 857.208; angepasster Wert). Die Gesellschaft ist wirtschaftlich und finanziell mit dem LEONI- Konzern verbunden. Die LEONI Kabel GmbH hat Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 12.925 (Vj. TEUR 13.292) am Bilanzstichtag an die Factoringgesellschaft PB Factoring GmbH veräußert. Das Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoringgesellschaft über. Die Gesellschaft behält zwecks Kundenpflege das Debitorenmanagement. Investitionen Die gesamten Investitionen in das Anlagevermögen des Geschäftsjahres betragen TEUR 21.491, wovon TEUR 8.115 (Vj. TEUR 3.408) auf das Sachanlagevermögen und TEUR 82 (Vj. TEUR 171) auf die immateriellen Vermögensgegenstände entfallen. Überwiegend wurden Maschinen und Anlagen am Standort Roth angeschafft. Die Anteile an verbundenen Unternehmen verzeichnen einen Zugang in Höhe von TEUR 13.294. Die Investitionen sind weiterhin geprägt von den Anschaffungen im Kontext des neuen Produktionsstandortes, der "Fabrik der Zukunft", in Roth. Der Abschluss des damit einhergehenden Umzuges wird für den Anfang des Jahres 2024 erwartet. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens durch die Geschäftsführung werden die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, EBIT und EBIT-Marge herangezogen. Aufgrund der Umstellung des Geschäftsjahres der Gesellschaft auf den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 30. Juni im Jahr 2022 sind die Zahlen der Vorjahresperiode (Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022) daher nicht bzw. nur eingeschränkt mit dem aktuellen Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 vergleichbar. Aus diesem Grund wird im Abschnitt "Finanzielle Leistungsindikatoren" der Zeitraum vom 1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022 als Vergleichszeitraum herangezogen. Der Gesamtumsatz ist im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 29,2 Prozent auf TEUR 296.235 (Vj. TEUR 418.245) zurückgegangen und entwickelte sich im Einklang mit den Erwartungen der Geschäftsführung. Ursächlich für den Rückgang der Umsatzerlöse war im Wesentlichen der geplante weitere Fortschritt in der Umstellung des Werkbankmodelles, wodurch die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 100.434 gesunken sind. Operativ wirken sich Parameter, wie der Anstieg der Inflation, weiterhin angespannte Lieferketten, höhere Zinssätze bei der Finanzierung, verbunden mit steigender Unsicherheit der Endverbraucher negativ auf das Absatzvolumen aus. Somit lag das Absatzvolumen unter den Erwartungen der Geschäftsführung, wurde jedoch durch Kupfereffekte kompensiert. Das EBIT im aktuellen Geschäftsjahr beträgt TEUR -10.370 (Verlust) und bleibt weit hinter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraums TEUR 50.495 (Gewinn) zurück. Verantwortlich dafür sind vor allem die in der Ertragslage bereits genannten Einmaleffekte des Vorjahres, welche das EBIT des Vergleichszeitraums stark positiv beeinflusst haben. Weitere Ursachen waren die hohe Inflation in der zweiten Jahreshälfte 2022 und die mit Zeitversatz an den Endkunden weitergegebenen Preissteigerungen, welche die Kostensteigerungen nur zum Teil berücksichtigten. Wie schon im Punkt Ertragslage beschrieben, sinkt die EBIT-Marge deutlich auf -3,50 Prozent. Diese wird auch infolge des beschriebenen Beteiligungsverkaufs der LEONI Wiring Systems Spain S.L.U (Verlust TEUR 5.700) negativ beeinflusst. Beide finanziellen Leistungsindikatoren EBIT und EBIT-Marge entwickelten sich auch im Einklang mit den Erwartungen der Geschäftsführung. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Die LEONI Kabel GmbH ist infolge des hohen Inflationsanstiegs nach einem schwächeren zweiten Halbjahr 2022 anfänglich besser in das erste Quartal 2023 gestartet. Während es im Jahr 2023 bereits erste deflationäre Tendenzen auf der Beschaffungsseite gab, konnten höhere Preissteigerungen auf der Vertriebsseite an Kunden weitergegeben werden. Neben den allmählich sinkenden Beschaffungskosten erhöhen sich durch den abgeschlossenen IG-Metalltarifvertrag andererseits die Personalkosten und die Kosten der Finanzierung verharren auf einem sehr hohen Niveau. Diese Parameter wirken sich negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft aus und können nur zum Teil über Rationalisierungen/Effizienzsteigerungen aufgefangen werden. Die Branchenkonjunktur hat sich nicht so schnell wie erhofft von den Lieferkettenproblemen erholt und bleibt weiterhin - vor allem im Hinblick auf die weltweit produzierten Fahrzeuge - hinter den Erwartungen zurück. Diese operativen Einflussfaktoren führen dazu, dass die Gesellschaft mit ihren finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse, EBIT und EBIT-Marge) unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres aber im Einklang mit den Erwartungen der Geschäftsführung liegt. Forschung & Entwicklung Als Hersteller von Automobilkabeln ist die fortwährende Weiterentwicklung bestehender Produkte sowie die Neuentwicklung innovativer Technologien ein Schlüsselfaktor für den Erfolg der LEONI Kabel GmbH. Die Entwicklungsabteilung wird von eigenen Materialwissenschaftlern und Hochfrequenzspezialisten unterstützt und kann auf vielfältige Labor- und Testeinrichtungen zurückgreifen. Weiterhin besteht ein Netzwerk an externen Dienstleistern und Laboren, um weitere Analysen und Versuche anbieten zu können. Der Vertrieb, das Produktmanagement und die Entwicklung der LEONI Kabel GmbH arbeiten sehr eng und frühzeitig mit den Entwicklungsabteilungen der Kunden zusammen. Dadurch können den Kunden maßgeschneiderte Lösungen angeboten und Entwicklungskosten sowie Entwicklungszeiten reduziert werden. Diese Kernkompetenz ist bei den Kunden geachtet und stellt einen wesentlichen Grundpfeiler des Erfolgs dar. Langfristige Grundlagenentwicklung wird insbesondere in den Bereichen Kabeldesign und Materialentwicklung sowie im Rahmen der Entwicklung neuer Kabelgenerationen für höhere Übertragungsraten betrieben. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 31 Mitarbeiter (Vj. 30 Mitarbeiter) im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt. Insgesamt ist für Forschung- und Entwicklungstätigkeiten ein Aufwand von TEUR 6.218 (Vj. (1. Juli 2021 bis zum 30. Juni 2022) TEUR 5.307) angefallen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Personalkosten zurückzuführen. Wesentliche Ergebnisse der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind die Festigung der langjährigen Kundenbeziehungen und die Aufrechterhaltung und Erweiterung der Wettbewerbsfähigkeit. C. Risiko- und Chancenbericht Als international ausgerichtetes und tätiges Unternehmen sieht sich die LEONI Kabel GmbH mit Risiken und Chancen konfrontiert. Risiken und Chancen sind als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen bzw. positiven Abweichung von Prognosen bzw. Zielen des Unternehmens führen können, definiert. Unser Ziel ist es, Risiken stets nur dann bewusst einzugehen, wenn damit verbundene Chancen gleichzeitig einen angemessenen Beitrag zum Unternehmenswert leisten können. Die Gesellschaft ist in ein mehrstufiges Risikomanagementsystem des LEONI-Konzerns eingebunden und wird durch weitere unterstützende Kontrollsysteme komplettiert. Das Risikomanagement ist in die bestehenden Planungs-, Controlling- und Informationssysteme eingebunden. Das Chancenmanagement bei der LEONI Kabel GmbH ist fester Bestandteil des Risikomanagementprozesses. Es werden nicht nur die Risiken (Gefahren), sondern auch die Chancen als Abweichungen von geplanten Prognosen bzw. Zielen systematisch identifiziert. Für die quantitative Beschreibung der wesentlichen Risiken und Chancen werden unterschiedliche, in Anbetracht des jeweiligen Sachverhalts geeignete Wahrscheinlichkeitsverteilungen genutzt. Risiken und Chancen werden durch Eintrittswahrscheinlichkeit und (Schadens-)höhe charakterisiert. Chancen- und Risikolage Die Chancen- und Risikolage berichtet über die wesentlichen Chancen und Risiken. Markt- und Vertriebsrisiken Die Gesellschaft ist abhängig von den Marktentwicklungen in ihren Zielmärkten und den damit verbundenen Endkunden. Negative Entwicklungen (Konjunktur, geopolitische Spannungen wie z.B. der Ukraine Krieg, Coronapandemie) global oder in den Zielmärkten können zu unplanmäßigen Umsatzausfällen und unerwarteten Ergebniseffekten führen. Der etablierte Kundenstamm wird immer wieder um neue, potenzialreiche Kunden ergänzt, um eine Risikokonzentration zu vermeiden. Risiko aus dem Verlust eines Kunden Der Verlust eines oder mehrerer von uns belieferter Großkunden kann übergangsweise zu Gewinn-/ Deckungsbeitragsausfällen und zusätzlich zu Kapazitätsanpassungskosten führen. Durch eine stetige Verbreiterung der Kundenbasis soll die Abhängigkeit von einigen wenigen Großkunden verringert werden. Die in der Regel sehr engen und stabilen Kundenbeziehungen, z.B. durch eine umfassende Entwicklungsarbeit, Dienstleistungen und einen zuverlässigen Lieferservice, sorgen dafür, dass sich ein Kundenverlust in der Regel frühzeitig ankündigen würde und entsprechende Maßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden könnten. Risiken aus Informationstechnologien/Cyberrisiken Eine weltweit aktive Gesellschaft wie die LEONI Kabel GmbH kann nur mit Hilfe leistungsstarker IT- Systeme gesteuert werden. Gravierende Störungen wie Systemausfälle, Angriffe auf unsere Netzwerke, der Verlust oder die Manipulation von Daten können vielfältige, teils gravierenden Schäden zur Folge haben. Die Gesellschaft bezieht einen großen Teil der IT-Services über den LEONI-Konzern und ist somit auch über dessen konzeptionelle als auch operative Optimierung des IT-Umfeldes inklusive entsprechender, konzernweiter Sicherheitskonzepte abgedeckt. Darüber hinaus steigen die Bedrohungen für unsere Informationssicherheit aufgrund der weltweit zunehmenden Professionalität in der Computerkriminalität. Zur Risikominimierung ergreifen wir eine Reihe von Maßnahmen, die unter anderem die Schulung von Mitarbeitenden sowie die Überwachung unserer Netzwerke und Informationssysteme etwa durch Firewalls und Virenscanner umfassen. Risiken aus der Verfügbarkeit von Personal Die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt ist aus Sicht der Geschäftsführung relativ angespannt. Das mittel- und langfristig geplante Umsatzwachstum erfordert das Einstellen von neuen Mitarbeitern sowohl im direkten wie auch indirekten Bereich. Um unsere Wachstumsziele zu erreichen, intensivieren wir unsere Anstrengungen zur Akquisition von neuen Mitarbeitern und versuchen so, das Risiko aufgrund von Begrenzungen in der Personalverfügbarkeit zu reduzieren. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken Die Ertragslage der Gesellschaft ist weiterhin angespannt. Die Gesellschaft ist dem Konzern der LEONI AG, Nürnberg, zugehörig und ist sowohl wirtschaftlich als auch finanziell mit dem LEONI-Konzern verbunden. Die LEONI Kabel GmbH haftet zum Bilanzstichtag mit der Konzernmutter und weiteren Konzerngesellschaften gesamtschuldnerisch für Konzernverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 943.153 (Vj. TEUR 857.208 6 ) und ist auf die finanzielle Unterstützung des LEONI-Konzerns angewiesen. Die Gesellschaft ist in das zentrale Finanzierungs- und Liquiditätsmanagement des LEONI-Konzerns integriert. Die LEONI AG hat im Frühjahr 2023 eine finanzielle Sanierung unter Anwendung des Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetzes eingeleitet. Bestandteil der Refinanzierungslösung ist dabei unter anderem, das Grundkapital der LEONI AG auf null Euro herabzusetzen. Dies führte zu einem Ausscheiden der bisherigen Aktionäre und zu einem Delisting der Aktie der LEONI AG. Mit der Umsetzung der weiteren Kapitalmaßnahmen des Restrukturierungsplans hat die LEONI AG neue Liquidität aus einer Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 150 erhalten und wurde von Finanzverbindlichkeiten in Höhe eines Gesamtbetrags von Mio. EUR 708 entlastet. Der Restrukturierungsplan wurde auf einem Erörterungs- und Abstimmungstermin am 31. Mai 2023 mit den erforderlichen Mehrheiten angenommen und am 21. Juni 2023 durch das Restrukturierungsgericht bestätigt. Nachdem das Landgericht Nürnberg-Fürth am 17. Juli 2023 sämtliche gegen den Planbestätigungsbeschluss des Restrukturierungsgerichts Nürnberg eingelegten sofortigen Beschwerden verworfen hat, ist der Restrukturierungsplan der LEONI AG damit rechtskräftig. Mit Eintragung im Handelsregister am 18. August 2023 wurden die im Restrukturierungsplan zur finanziellen Sanierung vorgesehenen Kapitalmaßnahmen wirksam und mit der Herabsetzung des Grundkapitals auf null Euro sind die bisherigen Aktionäre infolge des Erlöschens der derzeit ausgegebenen LEONI-Aktien ("Altaktien") aus der LEONI AG ausgeschieden und die Börsennotierung der Altaktien hat geendet. Die Zeichnung der im Rahmen der Wiedererhöhung des Grundkapitals neu ausgegebenen Aktien erfolgte, wie im Restrukturierungsplan vorgesehen, allein durch die L2- Beteiligungs GmbH des Unternehmers Stefan Pierer als strategischem Investor. Für die Gesellschaft ergeben sich gemäß Restrukturierungsplan die folgenden wesentlichen Veränderungen im Rahmen der Finanzierung:
Mit der finalen Umsetzung des neuen Finanzierungskonzepts im August 2023 einschließlich der Verlängerung der Fälligkeiten der RCF-Kreditlinien und der Schuldscheindarlehen bis Ende 2026, der Entschuldung der LEONI AG und der Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung von Mio. EUR 150 wurde das bis dato bestehende bestandsgefährdende Finanzierungsrisiko sowie das damit einhergehende bestandsgefährdende Liquiditätsrisiko für die Fähigkeit der LEONI AG zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit mitigiert. Somit wird die LEONI AG die Finanzierung der Konzerngesellschaften gewährleisten können. Die Liquidität der Gesellschaft ist aufgrund der Einbindung in das Cash-Pooling der LEONI-Gruppe gesichert. Des Weiteren wird die Gesellschaft durch das Bestehen eines Ergebnisabführungsvertrages mit der LEONI AG abgesichert. Aus diesen Gründen bestehen aus Sicht der Geschäftsführung gegenwärtig keine wesentlichen Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit. Risiken aus Forderungsausfall Der Ausfall des Forderungsbestands eines großen Kunden stellt ein Risiko dar. Zur Vorsorge werden alle Kunden, die mit der LEONI Kabel GmbH Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die regelmäßige Analyse des Forderungsbestands und der Forderungsstruktur ermöglicht eine laufende Überwachung des Risikos. Als weiteres Instrument zur Reduzierung des Ausfallrisikos dient das Factoring, welches als True Sale Factoring für ausgewählte Kunden erfolgt. Im Übrigen hat die Gesellschaft unter dem Aspekt der Abwägung von Risiko und Wirtschaftlichkeit eine Warenkreditversicherung zum Schutz vor Forderungsausfällen abgeschlossen. Sowohl beim Factoring als auch bei der Warenkreditversicherung für eigene Forderungen hat sich im Berichtsjahr gezeigt, dass die Warenkreditversicherer vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges sowie der Folgen der Covid-19-Pandemie und dem dadurch erhöhten Risiko von Unternehmensinsolvenzen und Zahlungsausfällen zurückhaltend bei der Gewährung von Kreditlinien sind. Dadurch steigt einerseits das Risiko, dass die Forderungen nicht im geplanten Umfang an die Factoringpartner verkauft werden können und andererseits das Risiko von Ausfällen von eigenen Kundenforderungen, die nicht versichert werden konnten. Beides könnte negative Auswirkungen auf das Ergebnis und die Liquidität haben. Risiken und Chancen aus der Währungsentwicklung Über 95 Prozent unserer Zahlungen werden in Euro getätigt und somit besteht eine geringe Abhängigkeit von schwankenden Währungskursen. Schwankende Währungskurse können dennoch zu positiven wie auch negativen Effekten führen und die Ertragslage der Gesellschaft entsprechend beeinflussen. Als Fremdwährungen spielen der chinesische Renminbi, der polnische Zloty sowie der amerikanische US-Dollar eine Rolle. Die Risiken aus der Währungsentwicklung werden quartalsweise ermittelt und über eine Cashflow-Planung nach Währung einer ausgiebigen Prüfung unterzogen. Aus der Überprüfung resultieren entsprechende Gegenmaßnahmen, wodurch die Risiken begrenzt werden. Risiken aus Compliance-Verstößen Grundsätzlich kann es bei Compliance-Verstößen zu erheblichen Bußgeldern, Reputationsverlusten und Schadensersatzansprüchen kommen. Durch die Einbindung in das Compliance Management-System des LEONI-Konzerns vermindert die Gesellschaft diese Risiken aus Rechts- und Richtlinienverstößen. Risiken aus dem Kartellrecht Die Gesellschaft unterliegt der kartellrechtlichen Regulierung in der EU sowie anderen Rechtsordnungen und ist daher Risiken hinsichtlich der Einhaltung dieser Vorschriften sowie der damit verbundenen Durchsetzungsmaßnahmen und Schadenersatzansprüche ausgesetzt. Die Feststellung eines Verstoßes gegen die kartellrechtlichen Vorschriften könnte die LEONI Kabel GmbH negativ beeinträchtigen. Im Januar 2022 haben im Zuge von Ermittlungen des Bundeskartellamts (BKartA) gegen verschiedene Kabelhersteller und weitere branchennahe Gesellschaften auch an Standorten der LEONI-Gruppe Durchsuchungen stattgefunden. Die LEONI Kabel GmbH war auch Teil dieser Durchsuchungen. Grund für die Durchsuchungen ist der Verdacht, dass Kabelhersteller die Berechnung branchenüblicher Metallzuschläge in Deutschland miteinander koordiniert haben sollen. LEONI kooperiert mit den Behörden und hat unmittelbar eine interne Untersuchung der Vorwürfe eingeleitet. Derzeit haben sich keine hinreichenden Anhaltspunkte für Verstöße ergeben, die die Verurteilung zu einer Geldbuße wahrscheinlich erscheinen lassen. Insbesondere gibt es derzeit keine Belege für Absprachen/Abstimmungen in den letzten fünf Jahren. Gleichzeitig gibt es Anhaltspunkte für eine aussichtsreiche Verteidigung gegen die derzeit bekannten Vorwürfe des Bundeskartellamts. Da sich das BKartA-Verfahren in einem sehr frühen Stadium befindet, kann derzeit noch keine Aussage über dessen Ausgang getroffen werden. Risiken aus Betrug Wie viele andere Unternehmen ist auch die LEONI Kabel GmbH den Risiken des internen und externen Betrugs, insbesondere des Diebstahls von Geldern, ausgesetzt. Entsprechende Schulungsmaßnahmen reduzieren dieses Risiko. Risiken aus Exportkontrolle und Zoll Politische oder regulatorische Änderungen, z.B. bei Exportkontrollvorschriften, Embargomaßnahmen oder Zollbestimmungen, können unsere Geschäftstätigkeit beeinflussen und unsere Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen. Protektionistische Maßnahmen, Handelskriege oder Sanktionen in den Ländern und Regionen, in denen die LEONI Kabel GmbH tätig ist, können die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinträchtigen. Die Zunahme von regionalen oder internationalen Handelshemmnissen einschließlich Antidumping-Zöllen, der Rückzug von Staaten aus bi- und multilateralen Abkommen könnten sich negativ auf das weltwirtschaftliche Umfeld auswirken und damit zu einer geringeren Nachfrage nach den Produkten der LEONI Kabel GmbH führen. Darüber hinaus können Handelshemmnisse oder erhöhte Zollkosten (u.a. Brexit-bedingt) die Produktionskosten steigern und folglich die Wettbewerbsfähigkeit der Produkte der Gesellschaft beeinträchtigen und das operative Ergebnis negativ beeinflussen. Als globaler Zulieferer der Automobilindustrie ist die LEONI Kabel GmbH erheblichen Risiken ausgesetzt, die mit der Entwicklung der Weltwirtschaft und den Rahmenbedingungen eines freien Handels zusammenhängen. Aus diesem Grund analysieren wir laufend die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken für die Gesellschaft. Risiken von Corporate-Governance-Verstößen Grundsätzlich besteht das Risiko, dass Organe und/oder Mitarbeitende gegen Gesetze, interne Richtlinien oder gegen anerkannte Standards guter Unternehmensführung der LEONI Kabel GmbH verstoßen. Entsprechende Schulungsmaßnahmen reduzieren dieses Risiko. Risiken und Chancen aus Materialkostenschwankungen Zunehmende Bedarfe oder andere Gründe der Verknappung können zu Kostensteigerungen bei unseren wichtigsten Rohstoffen führen. Dies kann Preisforderungen und damit einen Anstieg der Einkaufspreise bei den entsprechenden Einzelteilen und zusätzlich bei Verknappung auch Lieferengpässe nach sich ziehen. Da die LEONI Kabel GmbH im Jahr mehrere tausend Tonnen Kupfer beschafft und verarbeitet, werden die Materialkosten auch durch den an der LME notierten Preis für Kupfer beeinflusst. Seit Beginn des Ukraine-Krieges sind die Risiken aus Materialkostenschwankungen neu zu bewerten. Höhere Energiepreise können sich auf die Produktions- und Transportkosten auswirken. Die Verfügbarkeit der kritischen Bauteile kann grundsätzlich weniger gegeben sein als bisher. Auch die zu erwartenden neuen Tarifabschlüsse können die Preise für die Vorprodukte der LEONI Kabel GmbH weiter verteuern. Generell würde sich eine günstigere Entwicklung der Rohstoffpreise positiv auf die Materialkostenquote und damit auf die Margen der LEONI Kabel GmbH auswirken. Risiken und Chancen aus operativen Verbesserungsprojekten Die operativen Prozesse der LEONI Kabel GmbH werden regelmäßig auf mögliche Verbesserungen hin überprüft und durch Optimierungs- und Effizienzprojekte verbessert. Die geplanten Effekte dieser Projekte sind im Rahmen einer prozentualen Erfolgsbewertung in die Planungen der Gesellschaft aufgenommen. Naturgemäß gibt es bei der Umsetzung von Verbesserungsprojekten inhärente Risiken, die den Projekterfolg geringer ausfallen lassen. Dies hätte einen negativen Ergebniseffekt für die LEONI Kabel GmbH zur Folge. Gleichsam besteht eine Chance auf einen positiven Ergebniseffekt bei einem besseren Projekterfolg. Durch das eingeführte Risikomanagementsystem sind der LEONI Kabel GmbH die aufgeführten Risiken bekannt und Eindämmungsmaßnahmen werden von den Fachabteilungen durchgeführt. Gesamtbeurteilung der Chancen- und Risikosituation Sollte es der Gesellschaft nicht gelingen, die zuvor beschriebenen Risiken zu eliminieren bzw. sind die beschriebenen Gegenmaßnahmen nicht hinreichend wirksam, könnten diese zu negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen liegen derzeit keine Risiken vor, die den Fortbestand des Unternehmens für die nächsten beiden Jahre gefährden könnten. D. Nachtragsbericht Hinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag wird auf den Anhang verwiesen. E. Prognosebericht Konjunkturelle Rahmenbedingungen (Gesamtwirtschaft und Branche) Die globale Konjunktur wird sich im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich weiter verlangsamen. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) bleiben die hohe Inflation und Russlands Krieg in der Ukraine prägend für den Verlauf. Dank der Beendigung der Covid-Restriktionen in China haben sich die Aussichten aber etwas aufgehellt. Daher hob der IWF die Prognose für das Weltwirtschaftswachstum im Gesamtjahr 2023 in seinem World Economic Outlook (WEO) Update vom Juli 2023 auf 3,0 Prozent an. Im WEO vom Oktober 2022 war noch ein geringerer Zuwachs von 2,7 Prozent vorhergesagt worden. Der IWF warnt zugleich aber vor zu viel Optimismus. Nach wie vor bergen insbesondere der Ukraine-Krieg, die hohe Inflation und steigende Zinsen große Risiken für die Entwicklung. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften rechnet der IWF 2023 insgesamt mit einem gebremsten BIP- Plus um 1,5 Prozent (2022: 2,7 Prozent). In den USA wird vor allem wegen der Auswirkungen der Leitzinserhöhungen auf die Wirtschaft nur eine Steigerung um 1,8 Prozent erwartet. Im Euroraum, wo voraussichtlich nicht nur die Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank, sondern auch der Energiepreisanstieg dämpfend wirken, ist von einem Wachstum um 0,9 Prozent auszugehen. Deutschland wird mit einem schrumpfenden BIP von -0,3 Prozent nach Ansicht des IWF besonders schwach abschneiden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer sollten laut IWF die Talsohle bereits durchschritten haben und 2023 in Summe um 4 Prozent expandieren. Zu den Stützen des guten Verlaufs zählt neben Indien und den übrigen asiatischen Ländern auch wieder China, dessen Wirtschaft nach der Beendigung der Covid- Restriktionen wieder deutlich zulegen dürfte. Weltwirtschaftswachstum 2022 bis 2024 7
Wirtschaftswachstum 2023 in ausgewählten Regionen 8
Geschäftsverlauf und künftige Ausrichtung der Gesellschaft Nach einer S&P Global Mobility-Studie aus August 2023 wird das Produktionsvolumen für Automobile in 2023 auf 87,0 Mio Einheiten (Volumen in 2022 82,3 Mio. Einheiten) und in 2024 auf 87,9 Mio. Einheiten ansteigen und in 2024 fast wieder an das Volumen von 2019 heranreichen. 9 Damit einhergehend werden sich die Produktionsvolumina in der Gesellschaft nach unserer Einschätzung wieder deutlich erholen und langfristig aufgrund von Skaleneffekten zu einer besseren Rentabilität führen. Gleichzeitig profitiert die LEONI Kabel GmbH von den langfristigen Megatrends im Bereich der Automobilindustrie. Diese sind die Elektrifizierung, das autonome Fahren, Share-Economy und das vernetzte Fahren. Durch die strategische Positionierung des Produktportfolios profitiert die Gesellschaft deutlich von diesen Megatrends, was wiederum zu höheren Auftragseingängen führen dürfte. Nichtsdestotrotz bestehen aus makroökonomischer Perspektive im nächsten Geschäftsjahr große Herausforderungen. Die Weltwirtschaft hat zuletzt an Dynamik verloren und vor allem im europäischen Wirtschaftsraum sorgen eine hohe Inflation und stark volatile Energiepreise für sinkende ökonomische Erwartungen. Auch die Automobilbranche geht für die kommenden Perioden von einer anhaltend angespannten Marktsituation aus. Im November 2022 haben sich die IG-Metall Bayern und der Arbeitgeberverband vbm auf einen neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie mit einer Laufzeit von 24 Monaten geeinigt. Die darin beschlossenen Tarifsteigerungen berücksichtigen neben stufenweisen Entgelterhöhungen im Juni 2023 (5,2 Prozent) und Mai 2024 (3,3 Prozent), auch bspw. die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie in Höhe von TEUR 3,0 auf 2023 und 2024 verteilt. Die hiermit verbundenen höheren Personalkosten gilt es in der Zukunft mit geeigneten Maßnahmen zum Teil zu kompensieren, um die Ergebnislage 2023 und 2024 nicht zu gefährden.
7 IWF, World Economic Outlook, Juli 2023
Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung Die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Konjunkturaussichten sind aufgrund der mittelbaren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine weiterhin eingetrübt und von Unsicherheit geprägt. Die damit einhergehende anhaltende Inflation, Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite und der Fachkräftemangel erhöhen den Kostendruck. Die LEONI Kabel GmbH erwartet mit der Umsetzung des neuen Finanzierungskonzepts (Verlängerung der Fälligkeiten der RCF-Kreditlinien und der Schuldscheindarlehen bis Ende 2026, Entschuldung der LEONI und der Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung von Mio. EUR 150) unter dem neuen Eigentümer Stefan Pierer gute Möglichkeiten, das Geschäft operativ und strategisch weiterzuentwickeln. Für die Prognose der Geschäftsentwicklung über die nächsten zwölf Monate wurden folgende Annahmen getroffen. Der Kupferpreis wird für die nächsten zwölf Monate mit einem Durchschnitt von EUR 7,75 pro Kilogramm angenommen. Bezüglich der Erwartungshaltung auf der Beschaffungsseite wird von einem nachlassenden Inflationsdruck ausgegangen. Infolge des Abschlusses des IG-Metall-Tarifvertrags steigen die Personalkosten (seit 06/2023 mit 5,2 Prozent, ab 05/2024 mit weiteren 3,3 Prozent). Einerseits wird mit leichten Energiepreissenkungen im Bereich Strom, andererseits mit leicht höheren Gaspreisen gerechnet. Die Rohstoffverfügbarkeit hat sich wieder merklich verbessert. Hiermit sollte sich das Risiko von möglichen Produktionsunterbrechungen weiterhin deutlich reduzieren. Basierend auf den oben dargestellten Annahmen geht die Geschäftsführung der LEONI Kabel GmbH für den Prognosezeitraum von zwölf Monaten (07/2023 - 06/2024) von einem weiter deutlich sinkenden Umsatz aufgrund der abgeschlossenen Umstellung des Werkbankmodells aus. Operativ hingegen wird eine leichte Reduzierung der Umsatzerlöse, vor allem im Jahr 2024, im Wesentlichen auf Basis einer sinkenden Nachfrage angenommen. Das EBIT wird auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022/2023 (bereinigt um einen negativen Effekt aus der Veräußerung der Finanzanlagen in Höne von TEUR 5.700) bleiben und die EBIT-Marge wird sich im Prognosezeitraum, insbesondere aufgrund der negativen Volumen- und Preiseffekte, voraussichtlich deutlich verschlechtern. F. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i Die Gesellschaft ist aufgrund § 52 Abs. 2 GmbHG verpflichtet, für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und unter den Geschäftsführern Zielgrößen sowie Fristen zur Erreichung der Zielgrößen festzulegen. Weiterhin sind die Geschäftsführer der Gesellschaft aufgrund § 36 GmbHG verpflichtet, Zielgrößen zum Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung und Fristen zu deren Erreichung zu treffen. 1. Festlegungen für Aufsichtsrat und Geschäftsführung a. Bisherige Festlegungen Mit Beschluss vom 29. Juni 2017 hatte die Gesellschafterversammlung in ihrer Kompetenz zuletzt Zielgrößen für den jeweiligen Frauenanteil bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Für den Aufsichtsrat bzw. die Geschäftsführung der Gesellschaft waren folgende Zielgrößen festgelegt:
Die Zielgröße für den Aufsichtsrat der Gesellschaft von 33,33 Prozent wurde bis zum 31. März 2022 erreicht, zum 30. Juni2022 wurde das Ziel jedoch nicht erreicht. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus drei Personen. Bis zum 31. März 2022 setzte sich der Aufsichtsrat aus einer Frau und zwei Männern zusammen. Das weibliche Mitglied schied aus der LEONI-Gruppe und in der Folge zu vorgenanntem Datum aus dem Aufsichtsrat der Gesellschaft aus. Aufgrund des geplanten Verkaufs der Gesellschaft und daraus resultierender Steuerungsmechanismen wurde die Entscheidung getroffen, die frei werdende Aufsichtsratsposition durch den Vorstandsvorsitzenden der LEONI AG zu besetzen, der den Verkauf federführend mit seinem Team gesteuert hat. Aufgrund vorstehender Situation und ihrer besonderen Anforderungen sowie wegen noch nicht abgeschlossener Einarbeitungszeit wurde eine im ersten Quartal 2022 neu in die LEONI-Gruppe eingetretene Vorständin der LEONI AG, die bei Fehlen dieser Besonderheiten für die freiwerdende Aufsichtsratsposition berufen worden wäre, im Ergebnis für diese nicht berücksichtigt. Zum 30. Juni 2022 setzte sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft damit aus drei Männern zusammen, sodass die Zielgröße zum Stichtag aus vorgenannten Gründen nicht erreicht wurde. Die Zielgröße für die Geschäftsführung der Gesellschaft von 0,00 Prozent entsprach zum 30. Juni 2022 den tatsächlichen Verhältnissen. b. Neue Festlegungen Mit Beschluss vom 2. August 2023 hat die Gesellschafterversammlung in ihrer Kompetenz Zielgrößen für den jeweiligen Frauenanteil für die Zeit vom 1. Juli2022 bis zum 31. Dezember 2024 festgelegt. Für den Aufsichtsrat bzw. die Geschäftsführung der Gesellschaft wurden folgende Zielgrößen festgelegt:
Die Geschäftsführung bestand zum 1. Juli 2022 aus vier (männlichen) Geschäftsführern. Aufgrund eines bereits vereinbarten, letztlich aber nicht vollzogenen Verkaufs der Gesellschaft wurden zwei der vormals vier Geschäftsführer im weiteren Verlauf des Jahres 2022 abberufen, sodass die Geschäftsführung seither aus den zwei verbliebenen Geschäftsführern besteht. Die Festlegung der Zielgröße Null beruht auf den tatsächlichen Verhältnissen sowie den unternehmerischen Planungen für die Gesellschaft. Nach den tatsächlichen Verhältnissen besteht zur Zeit der Beschlussfassung absehbar kein Anlass zu personellen Veränderungen der Geschäftsführung der Gesellschaft. Weiterhin ist nicht geplant, die Geschäftsführung der Gesellschaft personell zu erweitern, sie soll vielmehr zur Zeit der Beschlussfassung absehbar weiterhin aus zwei Geschäftsführern bestehen. Die Festlegung soll im Falle personeller Veränderungen in der Geschäftsführung ausdrücklich nicht der Bestellung einer Frau in die Geschäftsführung entgegenstehen. Zum 30. Juni 2023 gehörten der Geschäftsführung keine weiblichen Mitglieder an. Zum 30. Juni 2023 gehörte dem Aufsichtsrat ein weibliches Mitglied an. Der Frauenanteil lag hiermit bei 33 Prozent und stimmte mit der Zielgröße von 33 Prozent überein. 2. Festlegungen für die zwei Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung a. Bisherige Festlegungen Mit Beschluss vom 22. Dezember 2017 hatte die Geschäftsführung in ihrer Kompetenz zuletzt Zielgrößen für den jeweiligen Frauenanteil bis zum 30. Juni 2022 festgelegt. Für die beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft waren folgende Zielgrößen festgelegt:
Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung in 2017 fungierte die Gesellschaft als Muttergesellschaft mit entsprechenden Führungsebenen und Steuerungsfunktionen der in der damaligen Division Wire & Cable Solutions (WCS) angesiedelten Gesellschaften. Durch Carve-Out-bedingte organisatorische und personelle Veränderungen konnten die Definitionen aus 2017 zum 30. Juni2022 nicht mehr aussagekräftig zur Anwendung gebracht werden. Aufgrund der zwischenzeitlich geschaffenen strukturellen Unterschiede der Einheiten/Divisionen war zudem eine Anpassung der ursprünglichen Definitionen aus Unternehmenssicht nicht möglich. Eine Bewertung der Zielerreichung zum 30. Juni 2022 anhand der gegebenen Kriterien und Definitionen war dementsprechend tatsächlich nicht möglich. b. Neue Festlegungen Mit Beschluss vom 24. April 2023 hat die Geschäftsführung der Gesellschaft in ihrer Kompetenz auf der Basis der veränderten und weiterhin vorherrschenden Bewertungskriterien Zielgrößen für den jeweiligen Frauenanteil für die Zeit vom 1. Juli2022 bis zum 31. Dezember2024 festgelegt. Für die zwei Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung der Gesellschaft wurden folgende Zielgrößen festgelegt:
Zum 30. Juni 2023 waren auf der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung unter insgesamt 19 Führungskräften sechs Frauen. Der Frauenanteil auf dieser Ebene lag bei 31,58 Prozent und unterschritt die Zielgröße von 35 Prozent. Zum 30. Juni 2023 waren auf der zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung unter insgesamt 15 Führungskräften zwei Frauen. Der Frauenanteil auf dieser Ebene lag mit 13,33 Prozent und damit unter der Zielgröße von 15 Prozent.
Roth, den 21. November 2023 Die Geschäftsführung Markus Thoma Andreas Pirner
i Dieser Abschnitt ist kein Gegenstand der
Abschlussprüfung
Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg (HRB 24181)Bilanz zum 30. Juni 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung 1. Juli 2022 - 30. Juni 2023
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023Allgemeine Angaben Die Firma LEONI Kabel GmbH hat ihren Firmensitz in Roth und wird unter der Nummer HRB 24181 beim Registergericht Nürnberg geführt. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Verbindungssystemen, insbesondere von Kabeln, für die Übertragung von elektrischer Leistung und Signalen. Außerdem das Halten und Verwalten von Beteiligungen an Industrie- und Handelsunternehmen im In- und Ausland sowie die Erbringung von Dienstleistungen für diese Unternehmen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Umsatzkostenverfahren gewählt. Die Vergleichsperiode umfasst das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 30. Juni 2022. Die Zahlen der Vergleichsperiode sind daher nicht bzw. nur eingeschränkt mit dem aktuellen Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 vergleichbar. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auftreten können. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden fand nicht statt. Zwischen der LEONI Kabel GmbH und den 100%igen Tochtergesellschaften LEONI High Temp Solutions GmbH und LEONI Cable Assemblies GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag sowie eine steuerliche Organschaft. Mit Aufhebungsvertrag vom 27. Juni 2022 wurde der Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin LEONI AG zum 30. Juni 2022 aufgehoben. Mit der Aufhebung des Ergebnisabführungsvertrages mit der LEONI AG endete auch die steuerliche Organschaft zum 30. Juni 2022. Im Vorfeld wurden zum 30. April 2022 die Ergebnisabführungsverträge zwischen der LEONI Kabel GmbH und der LEONI Draht GmbH, Nürnberg, sowie deren 100%iger Tochtergesellschaft Haarländer GmbH, Roth, aufgehoben. Erworbene immaterielle Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden in der Regel über eine Nutzungsdauer von drei bis zwölf Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten fließen auch angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für soziale Leistungen ein. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände (Technische Anlagen zwischen ein und 20 Jahren, Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen ein und zehn Jahren, Gebäude zwischen 30 und 45 Jahren) und planmäßig linear vorgenommen. Liegt der beizulegende Wert voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bei den Finanzanlagen wurden die bilanzierten Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung werden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren wurden zu den durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wird für die Rohstoffe Kupfer und Silber unterstellt, dass die zuletzt angeschafften Vermögensgegenstände zuerst verbraucht werden (Lifo). Einkaufspreisminderungen (Boni und Skonti) und Anschaffungsnebenkosten (Fracht und Zölle) wurden berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden mit den Materialkosten und Fertigungskosten (einschließlich Gemeinkosten sowie der Kosten des Werteverzehrs des Anlagevermögens) zum Ansatz gebracht. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, wurden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Forderungen gegen verbundene und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden saldiert, sofern sie gleichartig gegen dieselben Parteien und mit derselben Fälligkeit zum Abschlussstichtag bestanden. Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgte zum Nennbetrag. Die Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf bzw. der wirtschaftlichen Zugehörigkeit. Latente Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen werden im Falle eines Überhanges an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die aktiven latenten Steuern entstehen im Wesentlichen aus dem Sachanlagevermögen, Rekultivierungs-, Personal- und aus der Pensionsrückstellung. Aufgrund des Aktivüberhangs im Geschäftsjahr werden latente Steuern in Ausübung des Wahlrechts nach § 275 HGB nicht angesetzt. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem Ertragsteuersatz von 29,625%. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Pensionsrückstellung wird unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) mit dem anhand des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Die Entgeltumwandlung wurde mit dem Barwert des am Stichtag unverfallbaren Anspruchs bewertet. Das Deckungsvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen wird zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und in voller Höhe mit den bestehenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Zinsaufwendungen bzw. Zinserträge im Zusammenhang mit der Bewertung der Pensionsrückstellung werden mit den korrespondierenden Aufwendungen und Erträgen aus der Bewertung des Deckungsvermögens gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Die Zinssatzänderungen sind zusammen mit der Aufzinsung im Finanzergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet, d. h. künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungsbeträge mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten und GuV-Positionen wurden grundsätzlich mit dem Monatsendkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen, welcher dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Finanzanlagen Der Anteilsbesitz zum Stichtag ergibt sich aus nachfolgender Tabelle und dem Anlagenspiegel.
1) Veräußerung mit Wirkung zum
19.09.2022 an die KB Kabel Beteiligungs-GmbH
Die Zugänge an Finanzanlagen betreffen im Berichtsjahr die LEONI Slovakia spol. s. r. o., bei der in einer Transaktion mit der LEONI Bordnetz-Systeme GmbH 26,93% der Anteile an der Gesellschaft erworben wurden und die LEONI Wiring Systems Spain, S.L.U bei der vor der Veräußerung an die KB Kabel Beteiligungs-GmbH eine Zuführung in die Kapitalrücklage über TEUR 5.700 durchgeführt wurde. Im Geschäftsjahr wurden Beteiligungen an der LEONI High Temp Solutions GmbH in Höhe von TEUR 1.259 und an der LEONI Slovakia spol. s. r. o. in Höhe von TEUR 2.108 wertberichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche (TEUR 2.042, Vj. TEUR 4.537) und Forderungen gegen Factoring-Unternehmen (TEUR 1.999, Vj. TEUR 2.603), davon aus Sicherheitseinbehalten in Höhe von TEUR 1.293 (Vj. TEUR 1.329). Zu den weiteren Ausführungen zum Thema Factoring wird auf den Abschnitt "Wesentliche ausgelagerte Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB" verwiesen. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt, wie im Vorjahr, insgesamt EUR 5.200.000,00 und ist in voller Höhe eingezahlt. Der Gesamtwert der Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB ist mit TEUR 181.935 unverändert zum Vorjahr. Der Jahresfehlbetrag beträgt zum 30. Juni 2023 TEUR 11.258 (Vj. Jahresüberschuss TEUR 34.844 vor Gewinnabführung). Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Gesellschafterin, LEONI AG, wurde zum Ablauf des 30. Juni 2022 24:00h gekündigt. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen enthalten neben den Rückstellungen aus Einzelzusagen auch Rückstellungen aufgrund von Betriebsvereinbarungen. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Die Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen erfolgt bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes von 1,80%. Folgende sonstige Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
Das Deckungsvermögen zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen wird zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und in voller Höhe gemäß § 246 HGB mit den bestehenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der sich nach der Verrechnung ergebende Erfüllungsbetrag entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
Die Anschaffungskosten des verpfändeten Deckungsvermögens belaufen sich zum 30. Juni 2023 auf TEUR 6.317 (Vj. TEUR 6.128). Der Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen und die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen werden im Geschäftsjahr mit folgenden Beträgen verrechnet:
Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB unterliegt einer Ausschüttungssperre und beträgt zum 30. Juni 2023 TEUR 503 (Vj. TEUR 938). Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:
Dem versicherungsmathematischen Gutachten zur Berechnung der Altersteilzeitrückstellungen wurde für die Berechnung der Aufstockung zur Rentenversicherung das gemeldete Altersteilzeiteinkommen, maximal jedoch 95% der Beitragsbemessungsgrundlage abzüglich des Altersteilzeiteinkommens, zugrunde gelegt. Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung wurden mit dem Krankenversicherungssatz der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von 14,6% ermittelt. Der Berechnung wurden analog zum Vorjahr die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Berechnung beinhaltet eine Gehaltssteigerung von 2,5% p.a. sowie einen Zinssatz in Höhe von 0,68% p.a. zum 30. Juni 2023. Das Deckungsvermögen zur Erfüllung der Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 1.110) wird zum beizulegenden Zeitwert, welcher gleichzeitig die fortgeführten Anschaffungskosten darstellt, bilanziert und mit den bestehenden Altersteilzeitverpflichtungen (TEUR 1.578) verrechnet. Die Jubiläumsrückstellungen werden unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck anhand der Projected-Unit-Credit-Method ermittelt. Die Berechnung beinhaltet einen Abzinsungssatz in Höhe von 1,57% p.a. und einen Gehaltstrend in Höhe von 2,5% p.a. Vom Wahlrecht gem. § 253 Abs. 2 Satz 2, dass langfristig fällige Verpflichtungen pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst werden, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, wurde Gebrauch gemacht. Der Anstieg der Rekultivierungsrückstellung basiert auf einer höheren Kostensteigerungsrate gemäß dem Baukostenindex des Baukosteninformationszentrums Deutscher Architektenkammern GmbH. Verbindlichkeiten Zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten wird auf die Davon-Vermerke in der Bilanz verwiesen. Die Verbindlichkeiten sind, außer mit branchenüblichen Eigentumsvorbehalten, nicht besichert. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten stellt sich wie folgt dar:
Materialaufwand Der Materialaufwand lässt wie folgt darstellen:
Personalaufwand Die folgende Tabelle zeigt die Übersicht des Personalaufwands:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge lassen sich wie folgt darstellen:
Die Buchgewinne aus dem Abgang von Sachanlagevermögen betreffen mit TEUR 235 ausschließlich Veräußerungen an Tochtergesellschaften. Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge beruht auf Einmaleffekten des Vorjahres. Dazu gehörten einerseits die Veräußerung der Dachmarke "LEONI" an die LEONI AG für TEUR 50.000, andererseits erzielte die Gesellschaft aus dem Verkauf der Grundstücke Weissenburg und Bad Kötzting Buchgewinne in Höhe von TEUR 11.105. Darüber hinaus vereinnahmte die Gesellschaft im Vorjahr sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 3.707 für die Veräußerung des Tailor- Made Products Geschäftes. Für die Veräußerung der Finanzanlagen LEONI Draht GmbH (TEUR 3.600), LEONI Kerpen GmbH (TEUR 3.352 TEUR) sowie der LEONI Wire & Cable Solutions Japan K.K (TEUR 592) wurden sonstige betriebliche Erträge in Höhe von TEUR 7.544 erzielt. Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Ausbuchungen von Lohnsteuer für Expats mit TEUR 57, Ausbuchung von nicht in Anspruch genommenen Gutschriften mit TEUR 43 sowie eine Nachtragsforderung für Energiesteuer mit TEUR 30. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die folgende Tabelle zeigt die Übersicht der sonstigen betrieblichen Aufwendungen:
Die Aufwendungen aus dem Abgang des Finanzanlagevermögens resultieren mit TEUR 5.700 aus dem Verkauf der Beteiligung an der LEONI Wiring Systems Spain S.L.U an die KB Kabel Beteiligungs GmbH. Im Vorjahr kamen hier Einmaleffekte aus Veräußerungsverlusten der LEONI Fiber Optics (TEUR 1.564) sowie der LCS Indien (TEUR 20.600), Adaptricity (TEUR 4.999) und J-Fiber (TEUR 243) hinzu. Die Aufwendungen aus Schadensfällen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 500 einen möglichen Schadenersatzanspruch. Zinsergebnis Zinsaufwendungen aus Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen sind im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 91 (Vj. TEUR 30) angefallen. Die Zinsaufwendungen aus Aufzinsung von Pensionsverpflichtungen betragen TEUR 137 (Vj. TEUR 277). Der Aufwand aus Zinsen für Factoring beträgt TEUR 2.218 (Vj. TEUR 687). Zinserträge sind im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 911 (Vj. TEUR 59) angefallen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Die LEONI Kabel GmbH haftet zum Bilanzstichtag mit der Konzernmutter und weiteren Konzerngesellschaften gesamtschuldnerisch für Konzernverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 943.153 (Vj. TEUR 857.208; angepasster Wert). Die Gesellschaft ist wirtschaftlich und finanziell mit dem LEONI-Konzern verbunden. Im Übrigen verweisen wir auf den Risiko- und Chancenbericht Abschnitt Liquiditätsrisiken und Finanzierungsrisiken im Lagebericht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Die Gesellschaft hat Stromlieferverträge abgeschlossen, die die LEONI Kabel GmbH zusammen mit der LEONI High Temp Solutions GmbH dazu verpflichten, bis zum 31. Dezember 2025 eine fest vereinbarte Strommenge zu einem fixierten Preis abzunehmen. Die Verpflichtung daraus beläuft sich zum Stichtag für die LEONI Kabel GmbH auf TEUR 4.230. Im Januar 2022 haben im Zuge von Ermittlungen des Bundeskartellamts (BKartA) gegen verschiedene Kabelhersteller und weitere branchennahe Gesellschaften auch an Standorten der LEONI-Gruppe Durchsuchungen stattgefunden. Die LEONI Kabel GmbH war auch Teil dieser Durchsuchungen. Grund für die Durchsuchungen ist der Verdacht, dass Kabelhersteller die Berechnung branchenüblicher Metallzuschläge in Deutschland miteinander koordiniert haben sollen. LEONI kooperiert mit den Behörden und prüft die Vorwürfe. Da sich das BKartA-Verfahren in einem sehr frühen Stadium befindet, kann derzeit noch keine Aussage über dessen Ausgang getroffen werden. Im Ergebnis kam der Vorstand der LEONI AG zu der Einschätzung, dass sich bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses der LEONI AG keine hinreichenden Anhaltspunkte für Verstöße ergeben haben und somit die Verurteilung zu einer Geldbuße allenfalls möglich, aber nicht wahrscheinlich ist. Das Bestellobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 2.505. Sonstige Angaben Die Geschäftsführung wird von folgenden Personen ausgeübt:
Dem Aufsichtsrat gehören folgende Mitglieder an:
Der Gesamtbetrag der laufenden Vergütung für die Geschäftsführer der Gesellschaft beträgt für den Berichtszeitraum TEUR 663 (Vj. TEUR 409). Zum Stichtag besteht eine Pensionsrückstellung für ehemalige Organmitglieder in Höhe von TEUR 88 (Vj. TEUR 116). Für aktive Mitglieder der Geschäftsführung sind Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 961 (Vj. TEUR 346) gebildet. Im Geschäftsjahr wurden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 43 an ehemalige Organmitglieder geleistet (Vj TEUR 0). Im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wurden die Mitglieder des Aufsichtsrates nicht vergütet. Honorar Abschlussprüfer Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt für die Prüfung des Geschäftsjahres TEUR 70. Wesentliche ausgelagerte Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB Die LEONI Kabel GmbH hat Forderungen in Höhe von insgesamt TEUR 12.925 (Vj. TEUR 13.292) am Bilanzstichtag an die Factoringgesellschaft PB Factoring GmbH veräußert. Das Factoring dient der Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Alle Forderungsausfallrisiken gehen auf die Factoringgesellschaft über. Die Gesellschaft behält zwecks Kundenpflege das Debitorenmanagement. Angabe zu Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB Abgabepflichtige Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen im wesentlichen Umfang zu nicht marktüblichen Bedingungen bestanden nicht. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr stellt sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wie folgt dar:
Nachtragsbericht Wie in der Ad-Hoc-Mitteilung vom 3. April 2023 berichtet, konnte sich die LEONI AG mit den Konsortialbanken, wesentlichen Schuldscheingläubigern und Herrn Stefan Pierer auf einen Restrukturierungsplan unter Anwendung des Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetzes einigen. Nachdem das Landgericht Nürnberg-Fürth am 17. Juli 2023 sämtliche gegen den Planbestätigungsbeschluss des Restrukturierungsgerichts Nürnberg eingelegten sofortigen Beschwerden verworfen hat, ist der Restrukturierungsplan der LEONI AG damit rechtskräftig. Mit Eintragung im Handelsregister am 18. August 2023 wurden die im Restrukturierungsplan zur finanziellen Sanierung vorgesehenen Kapitalmaßnahmen wirksam und mit der Herabsetzung des Grundkapitals auf null Euro sind die bisherigen Aktionäre infolge des Erlöschens der ausgegebenen LEONI-Aktien ("Altaktien") aus der LEONI AG ausgeschieden und die Börsennotierung der Altaktien endete. Die Zeichnung der im Rahmen der Wiedererhöhung des Grundkapitals neu ausgegebenen Aktien erfolgte, wie im Restrukturierungsplan vorgesehen, allein durch die L2-Beteiligungs GmbH des Unternehmers Stefan Pierer als strategischem Investor. Als Folge der Umsetzung der Kapitalmaßnahmen hat die LEONI AG (und damit der LEONI-Konzern) neue Liquidität aus der Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 150 erhalten und wurde durch einen Schuldenschnitt von Finanzverbindlichkeiten in Höhe eines Gesamtbetrages von Mio. EUR 708 entlastet. Ein Teil der finanzierenden Banken gewährt für die Umsetzung des Konzepts eine Brückenfinanzierung in Höhe von bis zu Mio. EUR 60, die aus den durch die Barkapitalerhöhung zufließenden Mitteln zurückzuzahlen ist. Somit wird die LEONI AG die Finanzierung der Konzerngesellschaften gewährleisten können. Für die Gesellschaft ergeben sich gemäß Restrukturierungsplan die folgenden wesentlichen Veränderungen im Rahmen der Finanzierung. Die Gesellschaft übernimmt mit Abschluss der Refinanzierung eine Kreditnehmereigenschaft unter dem RCF II, verbunden mit einer daraus resultierenden Finanzverbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 17.424. Dies erfolgt im Rahmen einer Reallokation von Kredittranchen unter den Konzerngesellschaften. Darüber hinaus sehen die neuen Finanzierungsverträge eine umfangreiche Sicherheitenbestellung zugunsten der Kreditgeber vor. Unter diesem Sicherheitenkonzept ist es vorgesehen, dass die Gesellschaft über die Funktion als Garant hinaus dingliche Sicherheiten in folgender Form stellt:
Mit Gesellschafterbeschluss vom 11. Oktober 2023 wurde entschieden, das Geschäftsjahr der LEONI Kabel GmbH wieder auf das Kalenderjahr umzustellen. Ebenfalls wurde beschlossen, die ertragsteuerliche Organschaft durch einen Ergebnisabführungsvertrag zwischen der LEONI AG und der LEONI Kabel GmbH ab 1. Juli 2023 wieder herzustellen. Weiterhin wird die Gesellschaft gemäß Gesellschafterbeschluss vom 26. September 2023 mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wieder in die umsatzsteuerliche Organschaft eingegliedert. Der Ergebnisabführungsvertrag zwischen der LEONI AG und der LEONI Kabel GmbH wurde am 10. Oktober 2023 geschlossen und am 30. Oktober 2023 im Handelsregister eingetragen. Sonstiges Die LEONI Kabel GmbH wird im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den IFRS-Konzernabschluss der LEONI AG, Nürnberg, einbezogen, die den befreienden Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis aufstellt. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister des Bundesanzeigers veröffentlicht.
Roth, den 21. November 2023 Die Geschäftsführung Markus Thoma Andreas Pirner Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. Juni 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LEONI Kabel GmbH, Roth Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der LEONI Kabel GmbH, Roth, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LEONI Kabel GmbH, Roth, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Die in Abschnitt F des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt F des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, den 21. November 2023 Deloitte
GmbH
Christian Fischer, Wirtschaftsprüfer Julija Bender, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrats 01.07.2022 bis 30.06.2023Der Aufsichtsrat überwachte und beriet die Geschäftsführung insbesondere zu Geschäftsverlauf, Rechnungslegung und Lage der Gesellschaft. Die Geschäftsführung berichtete uns regelmäßig schriftlich und mündlich. Es gab keine Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Geschäftsführungs- oder Aufsichtsratsmitgliedern. Aufsichtsratssitzungen In unserer ordentlichen Sitzung am 27. Oktober 2022 berichtete die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte GmbH als Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 30. Juni 2022 der LEONI Kabel GmbH. Nach sorgfältiger Erörterung durch den Aufsichtsrat wurden keine Einwendungen erhoben und der Jahresabschluss und Lagebericht zum 30. Juni 2022 gebilligt. Ein Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns war nicht zu fassen. Per Umlaufverfahren vom 1. Juni 2023 beschlossen wir einstimmig, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte GmbH, Nürnberg, mit der Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 zu beauftragen. In unserer ordentlichen Sitzung am 19. Juni 2023 bestätigten wir zunächst die per Umlaufverfahren erfolgten Wahlen von Frau Dr. Ursula Biernert als Aufsichtsratsvorsitzende und von Herrn Dennis König als stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats. Ferner berichtete die Geschäftsführung über die Geschäftsentwicklung des vergangenen Geschäftsjahres und erläuterte besondere Vorgänge. Abschlüsse und Abschlussprüfung Der Abschlussprüfer prüfte den von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss sowie den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 und erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Abschlussprüfer stellte die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung am 23. November 2023 im Aufsichtsrat vor. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung erhoben wir keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft. Wir schlossen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung an und billigten den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 30. Juni 2023. Ein Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns war nicht zu fassen. Veränderungen im Aufsichtsrat Im Berichtszeitraum hatten die Aufsichtsratsmitglieder Herr Aldo Kamper und Herr Dr. Harald Nippel mit Wirkung zum 15. Dezember 2022 ihr Amt niedergelegt und wurden durch die LEONI AG als Alleingesellschafterin der LEONI Kabel GmbH höchstvorsorglich mit Wirkung zum 15. Dezember 2022 abberufen. Zum 31. Januar 2023 wurde der Aufsichtsrat neu gebildet. Die durch die Alleingesellschafterin zu entsendenden Aufsichtsratsmitglieder sind mit Frau Dr. Ursula Biernert und Herrn Dr. Harald Nippel neu berufen worden. Herr Dennis König als Arbeitnehmervertreter wurde bereits zuvor für den Aufsichtsrat gewählt. Die Amtsperiode des neu gebildeten Aufsichtsrats endet mit Ablauf des Geschäftsjahres 2027. Frau Dr. Ursula Biernert wurde im Folgenden einstimmig zur Aufsichtsratsvorsitzenden und Herr Dennis König zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat dankt dem ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglied, der Geschäftsführung und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für ihren Einsatz.
Roth, 23. November 2023 Für den Aufsichtsrat Dr. Ursula Biernert, Vorsitzende des Aufsichtsrats der LEONI Kabel GmbH |
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