Einzelhandel mit Spielwaren
Edelmann Burscheid GmbH
Straßerhof 34, 51399 Burscheid, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rainer Bernd Veith seit 25.9.2025 | Geschäftsführer |
Meino Adam seit 25.9.2025 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Edelmann GmbH | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Edelmann Holding GmbH & Co. KGHeidenheim an der BrenzKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Edelmann Holding GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Edelmann Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Edelmann Holding GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im Konzernanhang und den Abschnitt "Liquiditätsrisiken" im Konzernlagebericht, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Konzern für das Geschäftsjahr 2023 sowie das Geschäftsjahr 2024 mit weiteren Umsatzsteigerungen, einem erneuten Konzernjahresüberschuss und damit einhergehenden positiven Zahlungsmittelzuflüssen aus operativer Tätigkeit plant. Der Konsortialkreditvertag, der zum Bilanzstichtag mit 60,1 Mio. EUR valutiert, weist eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023 auf, zu diesem Stichtag ist der Konsortialkredit endfällig. Eine Rückführung des Konsortialkredits würde eine Liquiditätsunterdeckung nach sich ziehen, die der Konzern nicht aus eigener Kraft leisten könnte. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist der Edelmann-Konzern somit auf eine notwendige Anschlussfinanzierung durch die Konsortialbanken - oder alternativ auf eine Verlängerung des Konsortialkredits mindestens bis zum Ende des Prognosezeitraums und mindestens in Höhe des zum Bilanzstichtag ausstehenden Darlehensbetrages - angewiesen. Der Konzern befindet sich derzeit in fortgeschrittenen Gesprächen und Verhandlungen mit den Konsortialfinanzierern und sieht den Abschluss einer erfolgreichen Refinanzierung bis zum Ende des dritten Quartals 2023, vor allem aufgrund der sich laut Planung weiterhin positiv entwickelnden operativen Cashflows, als überwiegend wahrscheinlich an. Damit wird auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hingewiesen, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 22. Juni 2023 Ernst
& Young GmbH
Bürkle, Wirtschaftsprüfer Storz, Wirtschaftsprüfer Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2021
1) Unterschiedsbeträge aus
Kapitalkonsolidierungen sowie Anpassungen steuerlicher
Wertansätze.
Konzernanhang für 2022Allgemeine Hinweis Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Mutterunternehmen ist unter der Firma Edelmann Holding GmbH & Co. KG mit Sitz in Heidenheim im Handelsregister des Amtsgerichts Ulm unter der Nummer HRA 661072 eingetragen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Edelmann Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim, als Obergesellschaft, langjährig einbezogene inländische Tochtergesellschaften sowie folgende seit dem 1. Januar 2003 einbezogene Tochtergesellschaften:
Zwei inländische Gesellschaften sowie zwei ausländische Gesellschaften ohne Geschäftstätigkeit oder mit geringem Geschäftsumfang werden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Folgende Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch: Edelmann Norderstedt GmbH, Norderstedt Edelmann Leaflet Solutions GmbH, Lindau/Bodensee Edelmann Bitterfeld GmbH, Bitterfeld Edelmann GmbH, Heidenheim Edelmann Burscheid GmbH, Burscheid Edelmann Pharmadruck GmbH, Weilheim Folgende Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch: Edelmann Holding GmbH & Co. KG, Heidenheim Carl Edelmann GmbH & Co. KG, Heidenheim Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung der ab 2010 einbezogenen Unternehmen oder für zugekaufte Kapitalanteile, die erstmals konsolidiert wurden, erfolgte nach der Neubewertungsmethode (gemäß § 301 Abs. 1 HGB) zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2009 erfolgte nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F.). Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden mit den Rücklagen verrechnet. Aufstockungen von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen wurden ab dem 1. Januar 2018 als Erwerbsvorgang bilanziert. Aktive Unterschiedsbeträge werden damit nicht mehr mit den Rücklagen verrechnet, sondern ein nach Aufdeckung anteiliger stiller Reserven verbleibender Unterschiedsbetrag wird aktivisch als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben. Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Zwischengewinne und -verluste wurden gemäß § 304 Abs. 2 HGB, soweit sie von untergeordneter Bedeutung waren, nicht eliminiert. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Konzernabschluss wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Hinsichtlich des bestandsgefährdenden Risikos für die Fortführung der Unternehmenstätigkeit verweisen wir auf den Konzernlagebericht, Abschnitt "Liquiditätsrisiken". Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Wesentlichen nach einheitlichen und unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die immateriellen Anlagegüter sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Geschäfts- oder Firmenwerte einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung von Anteilen werden über einen Zeitraum von 6 Jahren linear abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum entspricht der zu erwartenden Dauer des Vorteils durch den uneingeschränkten Zugang zu Humankapital, Kundenstamm und Geschäftsbeziehungen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen zum Bilanzstichtag aktiviert. Es wurden zusätzlich Gängigkeitsabschläge vorgenommen. Die Abschreibung der Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe wird auf Basis des Kartons vorgenommen, da dieser den wesentlichen Rohstoff im Produktionsprozess darstellt. Aufgrund von deutlich reduzierten Verbrauchszyklen der sonstigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, im Vergleich zum Karton, werden die Abschläge bei diesen Beständen nur zur Hälfte berücksichtigt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten Einzelkosten zuzüglich angemessener Gemeinkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie geminderter Verwendbarkeit ergeben, wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen. Bei den zu Nominalwerten angesetzten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei inländischen Gesellschaften werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten ("Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach der so genannten "Projected Unit Credit Methode" (PUC-Methode) ermittelt. Bei der Festlegung des lauftzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,78 % (Vj. 1,87 %). Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,0 % (Vj. 1,0 %) bei den Renten ausgegangen. Entgeltsteigerungen werden hingegen nicht berücksichtigt (Vj. 0,0 %), weil es bei den unmittelbaren Pensionszusagen keine aktiven Anwärter mit entgeltabhängigen Pensionszusagen mehr gibt. Eine Fluktuationsrate war nicht zu berücksichtigen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 340 und ist ausschüttungsgesperrt. Erfolgsauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Finanzergebnis gezeigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen bei ausländischen Gesellschaften sind von untergeordneter Bedeutung und werden aus Vereinfachungsgründen nach jeweils landesspezifischen Verfahren berechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadequaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Im Zusammenhang mit einer Verschmelzung 1997 wurde eine Verpflichtung zur Zahlung einer Kaufpreisleibrente übernommen. Diese Rückstellung basiert ebenfalls auf einem versicherungsmathematischen Gutachten. Die Leibrente ist in Höhe von EUR 1 Mio. grundpfandrechtlich abgesichert. Die Leibrente ist in fünfjährigem Turnus entsprechend der Entwicklung des Lebenshaltungskostenindex anzupassen. Im Geschäftsjahr 2022 betrug der zurückgestellte Betrag TEUR 965. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bilanziert. Latente Steuern Fortgeführte steuerliche Wertansätze im Anlagevermögen einer inländischen Tochtergesellschaft wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Hierauf wurden passive latente Steuern mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 30 % gebildet. Weiter wurden passive latente Steuern aus der Aktivierung eines Kundenvertrages im Rahmen der Aufstockung der Beteiligung im Jahr 2018 bei der mexikanische Gesellschaft Inversions GDG S.A. de C.V. gebildet. Die Aktivierung aktiver latenter Steuern, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in den Jahresabschlüssen sowie im Konzern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Diese aktiven latenten Steuern ergeben sich insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Anlagegütern, Vorräten, Forderungen, Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und Schulden sowie für Verlustvorträge. Die Bewertungen der temporären Differenzen in den Abschlüssen der inländischen Tochtergesellschaften erfolgen mit einem Steuersatz von 17 % bzw. 30 %, die der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgen mit den für die jeweiligen Länder geltenden Steuersätzen. Diese Steuersätze bewegten sich zwischen 19 % und 36 %. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungs-kostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die Aktiv- und Passivposten der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag zu historischen Kursen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt), zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Ergebnisauswirkungen aus der Bewertung konzerninterner langfristiger Ausleihungen im Jahresabschluss eines der einbezogenen Unternehmen unter Anwendung des Imparitäts-/Realisationsprinzips gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 bzw. § 256a HGB werden eliminiert und in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel als Anlage 1 dargestellt. Die Angaben zum Anteilsbesitz unter Angabe der Einbeziehung in den Konzernabschluss und der Beteiligung werden im Anteilsbesitz als Anlage 2 dargestellt. Aus der im Jahr 2018 durchgeführten Aufstockung der Anteile um 25% auf 100% der Tochtergesellschaft Inversiones GDG S.A. de C.V., Iztapalapa/Mexico ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag von TEUR 3.898. Dieser wird planmäßig über 6 Jahre abgeschrieben. Aus der Erstkonsolidierung der Edelmann (Beijing) Co. Ltd., Beijing/China im Jahr 2019 ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag, welcher planmäßig über 6 Jahre abgeschrieben wird. Aus der im Geschäftsjahr 2019 durchgeführten Aufstockung der Anteile um 35% auf 100% der Tochtergesellschaft Edelmann India (P) Ltd., Chandirgarh/Indien, ergab sich ein aktivischer Unterschiedsbetrag. Dieser wird planmäßig über 6 Jahre abgeschrieben. Aufgrund eines Forderungsverzichts vom 28. Mai 2018 wurden die Anteile an der Edelmann Brazil von 75,00 % auf 82,76 % erhöht. Aus der Aufstockung resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert, der im Geschäftsjahr 2018 wertberichtigt wurde. Dieser Anteil der Geschäftsanteile wurde zum 01. November 2020 auf 100 % erhöht. Hierdurch ergab sich zum Bilanzstichtag ein Geschäfts- oder Firmenwert, der planmäßig über sechs Jahre abgeschrieben wird. Im weiteren wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Kundenstamm erworben, welcher planmäßig über 6 Jahre abgeschrieben wird. Der Abschreibungszeitraum entspricht der zu erwartenden Dauer des Vorteils durch den uneingeschränkten Zugang zu Humankapital, Kundenstamm und Geschäftsbeziehungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben allesamt eine Restlaufzeit unter einem Jahr. Eigenkapital Die Kapitalanteile entsprechen den im Jahresabschluss der Edelmann Holding GmbH & Co. KG ausgewiesenen Kapitalpositionen. In den Rücklagen sind im Wesentlichen passivische und aktivische Unterschiedsbeträge sowie Anpassungen steuerlicher Wertansätze enthalten. Zusätzlich wurden passive latente Steuern aus der Erstanwendung des BilMoG mit den Rücklagen verrechnet. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für drohende Verluste aus Verkaufskontrakten, Arbeitnehmerjubiläen und Abfindungen gebildet. Verbindlichkeitenspiegel in TEUR(Vorjahreszahlen in Klammern)
Passive latente Steuern Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Aufstockung von Anlagevermögen bei einer inländischen Tochtergesellschaft. Der Ausweis betrifft im Wesentlichen die passiven latenten Steuern aus der Aktivierung eines Kundenvertrages aus der Aufstockung der Anteile an der mexikanischen Gesellschaft Inversiones GDG S.A. de C.V., Itzapalapa/Mexiko, sowie passive latente Steuern für unterschiedliche Wertansätze für Grundstücke und Gebäude. Sie haben sich wie folgt entwickelt:
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen entfallen ca. 28 % (Vj. ca. 32 %) auf das Inland und ca. 72 % (Vj. ca. 68 %) auf das Ausland. Nach Sparten gliedern sich die Umsätze wie folgt:
Periodenfremde und außergewöhnliche Aufwendungen und Erträge In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.136 aus dem Konsortialfinanzierungsprozess sowie Restruktuierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 176 enthalten. Diese beinhalten Abfindungsaufwendungen und Finanzierungskosten. Diese waren in voller Höhe zahlungswirksam. Zusätzlich beinhaltet die Aufwandsposition "Sonstige betrieblichen Aufwendungen", Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung. Diese betreffen insbesondere Aufwendungen für den Rückbau einer Produktionsstätte in Höhe von TEUR 349 (Edelmann Frankreich). Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe TEUR 1.411 erfasst. Diese waren zahlungsunwirksam und wurden wegen ihrer außerordentlichen Bedeutung und Größenordnung in der Kapitalfluss rechnung (in Summe TEUR 1.370) separat dargestellt. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern von Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf TEUR 4.651. Davon entfallen TEUR 1.172, aufgrund der Berücksichtigung von Betriebsprüfungsergebnissen auf Vorjahre. Sonstige Angaben Schließung des Druckabnahmestudios Frankreich Das französische Druckabnahmestudio wurde im Laufe des Geschäftsjahres geschlossen. Schließung des Standortes USA Die bereits im Vorjahr beschlossene Schließung des Werkes in den USA wurde im Laufe des Geschäftsjahres umgesetzt. Vollzogene Änderung im Konsolidierungskreis Die physische Vereinigung des Standortes Wuppertal der Edelmann Wuppertal GmbH sowie des Standortes Leverkusen der Gesellschaft Edelmann Leaflet Solutions GmbH am Standort Burscheid wurde in Vorjahren begonnen und im laufenden Geschäftsjahr abgeschlossen. Daraufhin erfolgte zum 1. August 2022 die rechtliche Umfirmierung der Edelmann Wuppertal GmbH in die Edelmann Burscheid GmbH. Zum Beginn des Geschäftsjahres 2023 wird die Edelmann Leaflet Solutions GmbH in die Edelmann Burscheid GmbH gesellschaftsrechtlich verschmolzen. Außerbilanzielle Geschäfte Zur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft (Factoring); zum Stichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 20.717 (Vorjahr 20.746 TEUR) verkauft. Hierdurch wird die Liquiditätssituation verbessert. Risiken ergeben sich daraus gegenwärtig keine. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verträge enden zwischen 2023 und 2051. Die Miet- und Leasingverträge vermindern das betriebsnotwendige Kapital gegenüber Eigeninvestitionen. Risiken verbleiben beim Vermieter oder Leasinggeber. Liquide Mittel werden freigesetzt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung In analoger Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB verzichtet. Gesamtbezüge und Rückstellungen für Pensionen und Anwartschaften ehemaliger Mitglieder der Geschäftsführung Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung betrugen die Bezüge TEUR 66. Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung sind in voller Höhe gebildet und belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 425. Honorar des Konzernabschlussprüfers
Mitarbeiter Edelmann beschäftigte während des Geschäftsjahres 2022 durchschnittlich folgende Mitarbeiter:
Ereignisse nach dem Stichtag Mit Abschluss des ersten Quartals 2023 wurde seitens der eingesetzten Berater die erfolgreiche Umsetzung des Transformationskonzeptes bestätigt.
Heidenheim, 22. Juni 2023 Edelmann Holding GmbH & Co. KG Die Geschäftsführung Petra Lange Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2022 gemäß § 313 Abs. 2 Nr 1 und 2 HGB
V Gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 1 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. N Gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konsolidierung einbezogen. Konzernlagebericht für 2022Grundlagen des Konzerns Edelmann ist ein Faltschachtelhersteller in Europa, mit Hauptsitz in Deutschland und Gesellschaften in Frankreich, Polen, Ungarn, Mexiko, Indien, China, Brasilien und den USA. Standorte Die Produktionsstandorte befinden sich in Heidenheim/Brenz, Weilheim, Bitterfeld, Burscheid, Norderstedt, Lindau, Pruszköw/Polen, Zalaegerszeg/Ungarn, Beijing/China, Iztapalapa und Tepotzotlän/Mexiko, Cachoeirinha/Brasilien und Barotiwala/Indien. Die Kernabsatzmärkte befinden sich in den genannten Ländern. Produkte Im Laufe des über 100-jährigen Bestehens hat Edelmann der Entwicklung der Verpackungsindustrie wichtige Impulse gegeben. Märkte Den Grundstein für den Erfolg legte Carl Edelmann 1913 mit dem Kauf einer Steindruckerei in Heidenheim. In den folgenden Jahrzehnten wurde kontinuierlich das Verpackungsgeschäft ausgebaut und die Wandlung von einem einfachen Faltschachtelhersteller zu einem Hersteller hochwertiger Verpackungen für Pharma und Premium vorangetrieben. Im Bereich Pharma liegt der Schwerpunkt bei verschreibungspflichtigen Medikamenten mit hohen Ansprüchen an Fälschungssicherheit und Rückverfolgbarkeit bis hin zur Serialisierung der Produkte. Die Kundenbasis ist hier global aufgestellt. Der Bereich Premium reicht vom lokalen Food- und non-Food-Markt für Faltschachteln bis zu hochwertigen Verpackungslösungen für edle Parfums und weitere Produkte für global organisierte Kosmetikhersteller. F&E Edelmann integriert innovative technologische Konzepte in die Verpackungslösungen, um die Stärken der digitalen Kommunikation hervorzuheben. So werden Produktinformationen dem Verbraucher via Bewegtbild durch in die Faltschachtel integrierte Mini-Screens oder Near Field Communication (NFC) angezeigt. Die Rolle der Verpackung als Markenbotschafter wird hierdurch neu definiert und Edelmann gestaltet die Prozesse dafür aktiv mit. Stakeholder Der Dialog mit unseren Stakeholdern gehört zu den zentralen Aufgaben der Geschäftsführung. Der Fokus der Aktivitäten liegt dabei auf den nachfolgend aufgeführten Gruppen, die in die Entscheidungen der Edelmann-Gruppe unterschiedlich intensiv mit einbezogen sind. Mit ihnen stehen wir im direkten Kontakt und orientieren uns in der Weiterentwicklung unseres Unternehmens an ihren Anforderungen und Bedürfnissen. Die wichtigsten Gruppen sind:
Darüber hinaus pflegt Edelmann den Austausch mit Regierungen/Behörden, Arbeitgeber- und -nehmerverbänden, Verbänden und Medien. Steuerung der Unternehmensgruppe Als wesentliche Steuerungskennzahlen der Gruppe werden Umsatzerlöse, das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA), der Verschuldungsgrad, das Periodenergebnis, das Umlaufvermögen sowie die Investitionstätigkeit herangezogen. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Aktuelle globale Situation Für den relevanten Verpackungsmarkt wird durch eine weitere Erholung von der Covid-19-Pandemie ein Anstieg des Kartonverpackungsmarktes erwartet (CAGR 2021-25: 3,9 %). Maßgeblichen Wachstumstreiber der Trend zur Substitution von Plastik durch Papier bei Verpackungen sowie ein gestiegenes Umweltbewusstsein von Unternehmen und Verbrauchern. Wachstumsmärkte sind, infolge von Bevölkerungsanstieg und Wohlstandszugewinn, Südamerika, China, Indien und Osteuropa, wobei sich durch die Präsenz von Edelmann in diesen Märkten wesentliche Chancen eröffnen. Der Zielmarkt Consumer Brands wächst bis 2025 (je nach Subsegment) um 3,7% p.a. Vergleichsweise stark steigt der Absatz im Bereich Health Care, insbesondere durch die Zunahme von freiverkäuflichen Medikamenten und eine zunehmend alternde Bevölkerung sowie ein erkennbar gestiegenes Gesundheitsbewusstsein. Der Zielmarkt Beauty Care wächst bis 2025 global um ca. 2,4 % p.a., vor allem aufgrund der steigenden Individualisierung von Produkten und damit einhergehenden kürzeren Produktlebenszyklen. Für Edelmann ergeben sich durch die Fokussierung auf individuelle Verpackungslösungen und -designs besondere Marktchancen. Die Befragung externer Marktexperten zeigt, dass Edelmann eine starke Marktstellung hat. Die Peer Group liegt insgesamt sehr nah beieinander. Hauptwettbewerber sind im Segment Health Care die Konzerne Faller und MayrMelnhof und im Bereich der Premiumverpackungen WestRock und Autajon. Ein negativer Effekt auf die oben dargestellten Erwartungen in Folge des Russland-Ukraine-Konfliktes ist aktuell für die Edelmann-Gruppe nicht zu erwarten. Zwar können durch zunehmende Sanktionen Rohmaterial- und Energiepreissteigerungen eintreten, jedoch ist der Umsatzanteil von Edelmann russischer Endverbraucher mit < 3 % sehr gering. Aktuelle Situation Deutschland Das Statistische Bundesamt veröffentlichte für das Jahr 2022 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes für den wichtigen Inlandsmarkt Deutschland in Höhe von 1,9 %. Die Verpackungshersteller konnten im laufenden Geschäftsjahr eine zunehmende Erholung von der Covid-19- Pandemie feststellen. Die Beschränkungen für Geschäfte und Duty-free-Shops wurden weitestgehend aufgehoben, wodurch Umsätze und Bevorratung bei den Industriekunden wieder stiegen. Im Zuge der Pandemie führte die Reduktion von Produktionskapazitäten in der Kartonproduktion zu einer Angebotsverknappung und infolgedessen zur Materialpreissteigerungen. Während sich Engpässe in der Kartonversorgung im Laufe des Geschäftsjahres aufgelöst haben, weiteten sich die Kostensteigerungen durch den Russland-Ukraine-Konflikt auch auf andere Kostenelemente wie z.B. Energie aus. Aufgrund von Preiserhöhungen wurde gemäß GfK-Konsumklima-Index 2022 im ersten Halbjahr 2022 ein Rückgang des Konsumentenverhaltens festgestellt, das sich zum Jahresende hin abschwächte. Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sowie des Russland-Ukraine-Konfliktes Die Ausbreitung des Corona-Virus (SARS-CoV-2) stellte die Branche vor große und bislang nicht gekannte Herausforderungen. Nachdem das Virus im Dezember 2019 in China zum ersten Mal beobachtet wurde, hat es sich im Jahr 2020 weltweit ausgebreitet. Zur Eindämmung des Virus wurden in vielen Ländern weitreichende gesundheitspolitische Gegenmaßnahmen getroffen wie beispielsweise die Einschränkung sozialer Kontakte. Die wirtschaftlichen Folgen auf das Konsumentenverhalten, auf die Weltwirtschaft im Allgemeinen und auch auf die Verpackungsbranche sind auch für das Jahr 2023 schwer zuverlässig einzuschätzen, wobei jedoch von einer weitgehenden Erholung ausgegangen werden kann, die bereits in 2022 deutlich erkennbar war. Die Nachfrage nach Luxusartikeln erhöhte sich stetig, während Hygieneartikel sowie Produkte des täglichen Bedarfs stabil nachgefragt wurden. Die Nachfrage nach Verpackungen aus dem Health Care-Bereich verlief stabil. Während der Pandemie, insbesondere in den Jahren 2020 und 2021, wurden global Produktionskapazitäten für Verpackungskarton zurückgefahren. Seit Mitte 2021 überstieg die Nachfrage nach Karton das Angebot signifikant, wodurch Lieferengpässe entstanden. Kartonlieferanten reagierten auf die Übernachfrage mit Lieferkontingenten und Preiserhöhungen. Im Laufe des Jahres 2022 entspannte sich die Situation wieder. Bereits seit Mitte des Jahres 2021 ist ein Anstieg der Erdgaspreise festzustellen, der sich im Laufe des Geschäftsjahres 2022 auch bedingt durch den Russland-Ukraine-Konflikt zunehmend verstärkte. Dies wirkt sich negativ auf die Branche der Faltschachtelherstellung aus, weil die Produktion des Hauptmaterials Karton sehr energieintensiv ist. Eine zuverlässige Prognose der Preisentwicklung für Erdgas und Energie für das Jahr ist 2023 durch den Wegfall von Russland als Energieversorger in Europa und der Etablierung von weiteren Energiequellen nicht absehbar. Kurzfristig haben sich die Energie- und Kartonpreise jedoch stabilisiert. Ertragslage Umsatzentwicklung Unser Ziel für das Geschäftsjahr 2022, Umsatzerlöse in Höhe von 313,5 Mio. EUR zu erreichen, haben wir deutlich übertroffen. Der Umsatz in 2022 liegt mit 337,5 Mio. EUR 42,5 Mio. EUR oder 14,4 % über dem Vorjahr. Der Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Kostensteigerungen am Beschaffungsmarkt konnten mit zeitlichem Verzug an den Markt weitergereicht werden. Umsatzsteigerungen ergaben sich auch im Premiumsegment in Europa sowie im Fast Moving Consumer Goods-Segment in Mexiko und Ungarn infolge der fortschreitenden Erholung von der Pandemie. Ergebnisentwicklung Das Geschäftsjahr 2022 war für Edelmann geprägt durch die Fortführung der Neuausrichtung und Transformation in mehreren Werken. Bereits in 2019 wurde mit einer Neuausrichtung und Transformation des Konzerns begonnen, dessen wesentliche Elemente die kontinuierliche Überarbeitung von Unternehmensabläufen mit dem Ziel eines verbesserten Kundenmanagements sind. Die hierfür erforderliche Transparenz wird durch die schrittweise Erweiterung des ERP-Systems des Headquarters geschaffen. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz der Werke eingeleitet. Trotz steigender Rohmaterial- und Energiepreise konnten die Unternehmenskennzahlen verbessert werden. Es wurden zwar im Laufe des Geschäftsjahres rasant steigende Inputkosten verzeichnet (Karton, Papier, Paletten, Farben & Lacke etc.), jedoch konnten diese mit zeitlichem Verzug an die Kunden weitergegeben werden. Zudem wurden die Produktionsstandorte in den USA und Frankreich geschlossen und die Produktionen entsprechend nach Mexiko bzw. Deutschland verlagert. Im Ergebnis ergaben sich Einsparungen vor allem der Fixkosten, die das Ergebnis positiv beeinflussten. Diese Netzwerk-Entscheidungen basieren auf der Unternehmensstrategie sowie dem Fokus auf Standorte mit größtmöglicher Profitabilität bzw. das höchste Potenzial hierfür aufweisen. Die Transformation der Edelmann-Gruppe mit den beschriebenen Maßnahmen sorgt für eine nennenswerte Verbesserung der Ergebnisse. Im Jahr 2022 wurde in Burscheid ein neues Werk bezogen. Dieser Standort vereint nun die ehemaligen Werke in Wuppertal und Leverkusen. Die Zusammenlegung hebt durch die Reduktion von Doppelstrukturen Synergien und sorgt für einen verbesserten Produktionsfluss. Notwendige Auditierungen durch Kunden fanden im Vorfeld der Umzüge statt, sodass im Frühjahr 2022 mit dem Anlauf der Produktion begonnen werden konnte. Der im Geschäftsjahr 2021 begonnene Rückbau der französischen Produktionsstätte Edelmann France S.A.S. wurde im laufenden Geschäftsjahr durch die Schließung finalisiert. Das Jahresergebnis ist durch Restrukturierungskosten in Höhe von 349 TEUR belastet. Der dortige Absatzmarkt der Edelmann Gruppe wurde durch diese Entscheidung nicht beeinträchtigt, da eine Belieferung der französischen Kunden durch die deutschen Edelmann Standorte erfolgt. Die Produktionsverlagerung hebt Synergien durch den Wegfall von Fixkosten. In den USA wurde die Schließung des Werkes Ontario umgesetzt. Für die dortigen Anlagen konnte ein Käufer gefunden werden. Den Mitarbeitern wurde ein Übernahmeangebot unterbreitet. Im Berichtsjahr wurden 2,3 Mio. EUR der im Vorjahr gebildeten Rückstellungen verbraucht und 1,4 Mio. EUR aufgelöst. Der Materialaufwand stieg preisgetrieben von 132 Mio. EUR auf 159 Mio. EUR. Die Personalaufwendungen stiegen, aufgrund von Lohnerhöhungen in allen Ländern und Überstunden aufgrund von gestiegenen Krankheitsquoten, um 3,6 Mio. EUR auf 98,9 Mio. EUR. Aufgrund des gestiegenen Umsatzes verringerte sich die Personalaufwandsquote von 32,4 % auf 29,1 % der Gesamtleistung. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich von 6,9 Mio. EUR auf 9,0 Mio. EUR erhöht, was vor allem auf Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagegütern in Höhe von 4,8 Mio. EUR (Vorjahr 0,05 Mio. EUR). Gegenläufig wirkten Verringerungen aus positiven Wechselkursentwicklungen von -3,7 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 1,7 Mio. EUR auf 62,3 Mio. EUR. Die Steuern aus Einkommen und Ertrag erhöhten sich im Geschäftsjahr von 3,1 Mio. EUR auf 4,7 Mio. EUR, bedingt durch Gewinne im Wesentlichen in Mexiko und Ungarn und der Risikovorsorge aufgrund der Betriebsprüfung. Das budgetierte Ergebnis wurde im Geschäftsjahr 2022 knapp verfehlt. Die Umsatzrentabilität (Jahresergebnis vor Steuern / Umsatzerlöse) des Konzerns liegt im Geschäftsjahr 2022 bei 3,0 % und somit über dem Vorjahresniveau von -2,3 %. Die Ertragslage wurde unterjährig infolge steigender Rohstoff- und Energiepreise belastet. Preiserhöhungen an Kunden kompensieren ab Mitte des Jahres diese Kostensteigerungen. Darüber hinaus wirken die Werkskonsolidierungen in Frankreich und vor allem in den USA ergebnisverbessernd. Das EBITDA verbesserte sich von 9,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 28,3 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr. Die Prognose des Vorjahres, ein EBITDA in Höhe von 31,8 Mio. EUR zu erzielen, wurde somit knapp verfehlt. Ausschlaggebend hierfür ist die teilweise fehlende Verfügbarkeit von Rohstoffen, im Wesentlichen Karton. Ein großer Teil dieser Knappheit konnte durch die fortgesetzte und konsequente Korrektur von Absatzgeschäften mit geringen Margen sowie Leistungssteigerungen der Werke kompensiert werden. Der Konzernjahresfehlbetrag hat sich von -9,9 Mio. EUR im Vorjahr zu einem Konzernjahresüberschuss von 4,9 Mio. EUR entwickelt. Die Prognose des Vorjahres, einen Konzernjahresüberschuss von 14,2 Mio. EUR zu erzielen, wurde knapp verfehlt, was im Wesentlichen auf Sondereffekte einer Betriebsprüfung zurückzuführen ist. Aufgrund der anspruchsvollen Rahmenbedingungen mit signifikanten Verwerfungen auf den Beschaffungsmärkten, der Corona-Pandemie sowie der eintretenden Kostensteigerungen, insbesondere in Bezug auf Energiepreissteigerungen, ist die Geschäftsführung mit der Unternehmensentwicklung im Jahr 2022 sehr zufrieden, was auch durch das erzielte Ergebnis (EBITDA) bestätigt wird. Es konnte ein positives Jahresergebnis erzielt werden, das die Planungen übertrifft. Maßgeblich hierfür war unter anderem die Umsetzung der genannten Transformationsprojekte. Auf Basis der aktuellen Entwicklung und der für die Zukunft getroffenen Weichenstellung blickt die Geschäftsführung positiv in die Zukunft. Finanzlage Die Ergebnisentwicklung in den Vorjahren war unbefriedigend. Aus diesem Grund wurde in 2019 eine Neuausrichtung und Transformation des Konzerns eingeleitet, die in den Jahren 2020, 2021 und 2022 fortgeführt wurde. Der Weg der Unternehmenstransformation folgte einem Plan bis 2022, der die Neuausrichtung der Unternehmensgruppe umfasst und von einem deutschen und ungarischen Finanziererkreis unterstützt wird. Alle beteiligten Finanzierungspartner unterstützen das Transformationskonzept. Aufgrund exogener Einflussfaktoren und schwieriger Marktbedingungen wie die 2021 auftretenden Engpässe in den Lieferketten und die Energiepreissteigerungen in 2022 hat das Unternehmen gemeinsam mit dem deutschen Finanziererkreis einvernehmlich eine Verlängerung der Unternehmenstransformation bis 2023 beschlossen. Mit Abschluss des ersten Quartals 2023 wurde seitens der eingesetzten Berater die erfolgreiche Umsetzung des Transformationskonzeptes bestätigt. Der Konzern war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Tilgungen wurden planmäßig geleistet. Investitionen Die Investitionen im Geschäftsjahr betrugen für immaterielle Vermögensgegenstände 0,3 Mio. EUR (VJ: 0,7 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 14,7 Mio. EUR (VJ: 8,5 Mio. EUR). Hierbei handelt es sich um Investitionen in Einrichtungen und Maschinen in den Bereichen Druck sowie Weiterverarbeitung an den Standorten in Deutschland (6,4 Mio. EUR) sowie Mexiko (4,7 Mio. EUR) und an weiteren Standorten (3,6 Mio. EUR). Liquidität Die Edelmann GmbH steuert das Finanzmanagement für die Gruppe zentral aus Heidenheim. Die Zielsetzung des Finanzmanagements ist es, den Finanzbedarf des Unternehmens effizient und kostengünstig zu gewährleisten. Per 31. Dezember 2022 bestanden zugesagte Kreditlinien in Deutschland in Höhe von rd. 61 Mio. EUR zuzüglich kleinerer ausländischer Linien. Per Ende des Jahres waren hiervon 5,1 Mio. EUR nicht ausgenutzt. Hinsichtlich der Liquiditätsrisiken im Prognosezeitraum verweisen wir auf die Risikoberichterstattung zu den Liquiditätsrisiken. Der Verschuldungsgrad (Netto-Finanzverbindlichkeit durch adjustiertes EBITDA der letzten 12 Monate) der Gruppe entwickelte sich positiv von einem Wert von 6,8 zum Konzernabschluss 2019 hin zu einem Grad von 2,5 zum Bilanzstichtag und somit im Rahmen der Erwartungen. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich deutlich gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Mio. EUR. Die liquiden Mittel verringerten sich zum Bilanzstichtag um 1,8 Mio. EUR auf 3,6 Mio. EUR (Vj. 5,4 Mio. EUR). Die Vorräte erhöhten sich um 5,5 Mio. EUR auf 45,4 Mio. EUR (Vj. 39,8 Mio. EUR). Kostensteigerungen des Hauptrohstoffs Karton einerseits und eine höhere Bevorratung andererseits sorgen für den Anstieg der Bestände. Die höhere Bevorratung ist noch Ergebnis der unterjährigen Lieferkettenengpässe. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 2,9 Mio. EUR auf 20,7 Mio. EUR, was im Wesentlichen durch eine Ausweitung des Factoring-Volumens in Polen, Ungarn und Mexiko zurückzuführen ist. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten verringerten sich um 0,4 Mio. EUR auf 1,1 Mio. EUR. Die Finanzierung des Vermögens erfolgt zu ca. 8% mit Eigenkapital und zu ca. 92% mit Fremdkapital. Das Eigenkapital erhöhte sich um 4,5 Mio. EUR aufgrund des positiven Konzernjahresergebnisses von 4,9 Mio. EUR. Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,4 Mio. EUR schmälern die Wirkung des Jahresüberschusses auf das Eigenkapital. Die Währungsdifferenzen im Eigenkapital ergeben sich aus Wechselkurseffekten infolge der Umrechnung von konzerninternen Darlehen sowie aus der Umrechnung von nicht in Euro lautender Jahresabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften. Die sonstigen Rückstellungen sind mit 11,6 Mio. EUR um 1,7 Mio. EUR geringer als im Vorjahr. Der Rückgang begründet sich in aufgelösten und verbrauchten Rückstellungen für Restrukturierungskosten der Standorte Frankreich und den USA. Gegenläufig wirken vor allem höhere Rückstellungen für ergebnisabhängige Tantiemen an Mitarbeiter und Führungskräfte. Von den Bankverbindlichkeiten in Höhe von 62,7 Mio. EUR wurden 60,0 Mio. EUR in der Konzernwährung EUR aufgenommen (Deutschland, Ungarn) und 2,7 Mio. EUR in Fremdwährung (Brasilien, Ungarn). Die Bankverbindlichkeiten beziehen sich auf einen Konsortialkreditvertrag, welcher in Höhe von 66 Mio. EUR zum 24. Juli 2020 geschlossen wurde. Von diesem ursprünglichen Darlehensbetrag wurden im Geschäftsjahr 2021 2,0 Mio. EUR außerordentlich sowie im Jahr 2022 3,5 Mio. EUR planmäßig getilgt. Die Geschäftsentwicklung 2022 war aufgrund steigender Rohstoffpreise herausfordernd. Zu unserer Zufriedenheit konnte der Umsatz um 14,0 % bzw. 42,5 Mio. EUR gesteigert werden. Dem entgegen stehen Erhöhungen der Materialaufwendungen um 27,5 Mio. EUR, der Personalaufwendungen um 3,6 Mio. EUR sowie des Saldos der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen um 3,9 Mio. EUR. Das EBITDA verbessert sich von 9,9 Mio. EUR auf 28,3 Mio. EUR. Mitarbeiter Zum Jahresende 2022 lag die Zahl der Beschäftigten bei Edelmann weltweit bei 2.888 Mitarbeitern. Davon arbeiteten 1.266 in Deutschland, was einem Anteil von 43,8 % entspricht (Vorjahr 37,6 %); 1.622 waren an Standorten im Ausland tätig. In allen Werken erfordern insbesondere die unternehmensspezifischen Produktionsprozesse hochqualifizierte Mitarbeiter. Während in Deutschland der Treiber für die Fokussierung auf die Aus- und Weiterbildung im Haus der demografische Wandel ist, ergeben sich ähnliche Anforderungen im Ausland schlichtweg aufgrund der fehlenden gleichwertigen Qualifikation am Markt. Generell entsteht durch die betriebsinterne Ausbildung eine enge Bindung von Mitarbeitern an Edelmann. Um auf kurzfristige Änderungen der Kapazitätsauslastung flexibel reagieren zu können, werden Möglichkeiten des Personalmanagements, wie beispielhaft die kurzfristige Flexibilität von Arbeitszeiten, genutzt. Nachhaltigkeit Umwelt- und Qualitätsmanagement Der Maßstab unseres Handelns ist die Zufriedenheit unserer Kunden. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Ressourcen beruht auf einem gemeinsamen Verständnis. Wir unterstützen sie mit Verpackungsentwicklungen aus dem ökologischen Material Karton und mit Produktionstechnologien, die Abfälle und energieintensive Arbeitsschritte reduzieren sollen. Mit unseren Investitionen halten wir dafür unseren Maschinenpark auf aktuellem Stand. Damit einher geht eine Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter, die einen wichtigen Beitrag für die Entwicklung und Weiterentwicklung innovativer Lösungen leisten. Ergebnis ist unser High Q Packaging: Verpackungen mit dem Edelmann-Qualitätsstandard, und das von einem unabhängigen und dauerhaft verlässlichen Partner. Karton & Image Das Basismaterial für die Herstellung von Verpackungen bei Edelmann ist Karton. Das verspricht nicht nur eine bessere ökologische Bilanz, da wir auf einen Packstoff setzen, der biologisch abbaubar und wiederverwertbar ist. Karton wird nach Ansicht der Gesellschaft von den Verbrauchern auch als ein umweltfreundliches Verpackungsmaterial wahrgenommen. Auf Basis der Dialoge mit Kunden sind wir überzeugt, dass Kartonverpackungen im Gegensatz zu anderen Substraten einen wirkungsvollen Vermittler für den Imagetransfer in Sachen Nachhaltigkeit darstellen. Qualitätssicherung und Umweltschutz haben Tradition Seit Jahrzehnten beschäftigen wir uns intensiv mit dem Thema Qualitätssicherung. In dieser Zeit haben wir die Entwicklung von der herkömmlichen Qualitätskontrolle zum ganzheitlichen Qualitätsmanagementsystem vollzogen. Wir haben uns dazu verpflichtet, nicht nur das Qualitätsniveau unserer Leistungen zu erhalten, sondern dieses ständig zu verbessern. Dazu gehören im Wesentlichen die internationalen Richtlinien "Good Manufacturing Practises" und die DIN EN ISO 9001. Unser Qualitätsmanagement ist darüber hinaus wichtige Grundlage für nachhaltige Umweltschutzmaßnahmen. Dies äußert sich im Einsatz umweltschonender und -verträglicher Roh- und Hilfsstoffe und der ressourcenschonenden Produktion bei gleichzeitigem Einsatz erneuerbarer Energien. Denn eine nachhaltige Unternehmensführung und Produktion setzt unter anderem festgeschriebene wie auch nachvollziehbare Prozesse voraus. Risikobericht Das unternehmerische Handeln im nationalen und internationalen Umfeld setzt Edelmann einer Vielzahl von Risiken aus. Der Erfolg des Unternehmens wird wesentlich durch das frühzeitige Erkennen dieser Risiken sowie einen bewussten Umgang mit ihnen beeinflusst. Durch das implementierte Risikomanagementsystem (RMS) wird ein vorausschauendes Handeln sichergestellt. Die Identifizierung und transparente Darstellung der Risiken sowie die getroffenen Steuerungsmaßnahmen sind die Basis für die langfristige Sicherung der Unternehmenspolitik und erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft. Die Risikopolitik ist an die Geschäftsstrategie angepasst. In ihrem Rahmen werden kontinuierlich Vorkehrungen getroffen, um Risiken möglichst zu erkennen und zu vermeiden oder zu minimieren. Die Risikostruktur setzt sich zusammen aus branchenspezifischen Risiken, die die Mitbewerber in den jeweiligen Geschäftsfeldern gleichermaßen betreffen und aus individuellen Risiken des Unternehmens. Generell ist festzuhalten, dass die branchenspezifischen Risiken überwiegen, teilweise durch höhere Werte, teilweise wegen der geringeren Möglichkeiten, durch Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen kompensierend zu wirken. Der Risikobericht betrifft sowohl die Edelmann GmbH als auch die in- und ausländischen Tochterunternehmen und ist somit für den Konzern gültig. Risiken und Chancen werden grundsätzlich absteigend in ihrer Bedeutung dargestellt und, sofern möglich, quantifiziert. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems (RMS) Unter Risikomanagement versteht Edelmann nachvollziehbare und systematische Vorgehensweisen zur Identifizierung, Bewertung, Überwachung und Steuerung von potenziellen Risiken sowie die Auswahl und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikohandhabung und Risikoverringerung. Edelmann hat ein RMS implementiert, um Risiken frühzeitig erkennen und in Abwägung mit den entsprechenden Chancen beurteilen, minimieren und steuern zu können. Das RMS der Edelmann-Gruppe ist in die allgemeine Unternehmenssteuerung integriert und setzt sich im Wesentlichen aus folgenden Elementen zusammen:
Diese Bestandteile des Risikomanagementsystems dienen der Steuerung und Überwachung der Geschäftsprozesse. Darüber hinaus nutzt die Konzernleitung ihre umfassenden Kenntnisse der Märkte. Diese beruhen insbesondere auf langjährigen Kontakten zu Kunden, Lieferanten und Verbänden. Beim IMS liegt ein besonderes Augenmerk auf den Themen Sicherheit, Qualität der Produkte und Leistungen sowie betrieblicher Umweltschutz. Im Rahmen der Prozessdarstellung werden die jeweiligen Prozessschritte mit ihren Qualitäts-, Umwelt- und Sicherheitskriterien, den operativen Zielen und etwaigen Schnittstellen dargestellt und allgemeingültig beschrieben. Durch laufende Anpassungen an die Veränderungen des Marktes und kontinuierliche Verbesserungen der Prozesse sowie des betrieblichen Umweltschutzes und der Sicherheit wird das IMS ständig weiterentwickelt. Ergänzend zum IMS werden mögliche Kontrollen zur Risikoabdeckung definiert: Die Prozessorganisation, Prozessrisiken und -kontrollen werden durch die jeweiligen Einheiten evaluiert und auf die lokalen Gegebenheiten angepasst. Es handelt sich hierbei um einen fortgesetzten und dauerhaften Prozess mit mehreren Schritten, durch den die Beherrschung der Aktivitäten in der Gruppe und die Ausübung der internen Kontrollen kontinuierlich verbessert werden soll. Auf der Basis des oben dargestellten umfassenden und in die allgemeinen Unternehmensabläufe integrierten Risikomanagementsystems identifiziert und bewertet Edelmann die verschiedenen strategischen und operativen Chancen und Risiken. Ziel ist die Sicherstellung einer nachhaltigen positiven Unternehmensentwicklung. Das Risikomanagementsystem dient insbesondere dazu, mögliche Gefahren für die Erreichung der Unternehmensziele bereits im Vorfeld zu minimieren. Hierbei werden alle im jeweiligen Geschäftsfeld liegenden Chancen sachgerecht gegen Gefahrenpotenziale abgewogen, aufgrund der Analyse bewertet und entsprechende Maßnahmen identifiziert und umgesetzt. Wesentliche Datengrundlage des Edelmann Risikomanagements ist das monatliche Berichtswesen, das detailliert sämtliche Umsatzpositionen, Aufwandsarten und Vermögens- und Finanzierungskomponenten quantitativ und qualitativ darstellt. Die einzelnen Positionen werden mit der Planung und dem Vorjahr abgeglichen und einem Soll-Ist- bzw. Ist-Vorjahres-Vergleich unterzogen. Etwaige Abweichungen werden analysiert und kommentiert. Dadurch wird eine regelmäßige und frühzeitige Information über maßgebliche Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinflussen, gewährleistet. Die Risikoüberwachung und - steuerung wird bei Edelmann grundsätzlich auf Geschäftsführungsebene ausgeübt. Im Einzelnen werden für alle relevanten Risiken Verantwortliche festgelegt. Dabei hängt die hierarchische Ebene der Verantwortlichkeit von der Bedeutung des jeweiligen Risikos ab. Einsatz von IT-Systemen Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt bei den einzelnen Konzernunternehmen der Edelmann durch lokale Buchhaltungssysteme. Die lokalen Abschlüsse sowie die Abschlüsse für Konzernabschlusszwecke werden durch Meldung der einzelnen Konzernunternehmen an die Zentrale übermittelt. Hierbei ist zu unterscheiden, dass für die Gesellschaften, die an SAP angeschlossen sind, die Daten über eine Schnittstelle hochgeladen werden. Für Gesellschaften, die ein anderes Buchhaltungssystem haben, werden Berichte verfasst, die dann in das Konsolidierungssystem hochgeladen werden. Die gemeldeten Abschlüsse werden erfasst und gespeichert, sodass dort alle relevanten Informationen in einer umfangreichen Datenbank im SAP verfügbar sind. Mit Hilfe dieses Informationssystems wird anhand der einzelnen Abschlüsse und nachfolgender Konsolidierungsvorgänge der Konzernabschluss erstellt. Ferner sind in diesem Informationssystem systemintegrierte Kontrollen und Validierungen implementiert. Einzelrisiken Liquiditätsrisiken Im Laufe des Jahres 2019 verschärfte sich die angespannte Liquiditätssituation des Edelmann Konzerns. Vor diesem Hintergrund wurde ein Gutachter beauftragt, für die Edelmann Gruppe (Edelmann GmbH und Tochtergesellschaften) ein Zukunftskonzept mit gutachterlicher Aussage zur Sanierungsfähigkeit zu erstellen. Dieses Gutachten sollte den Anforderungen des IDW S 6 entsprechen. Hintergrund war die nachlassende Ertragskraft in Kombination mit einem zusätzlichen hohen Mittelbedarf aus anorganischem Unternehmenswachstum, der zu diesem Zeitpunkt nicht von dem derzeit zur Verfügung stehenden Eigen- und Fremdkapital gedeckt war. Für den Fall einer erfolgreichen Umsetzung von bestimmten operativen und strategischen Maßnahmen bescheinigte die gutachterliche Stellungnahme eine nachhaltige Wettbewerbs- und Renditefähigkeit. Die gutachterliche Stellungnahme beinhaltet umfangreiche Annahmen und Prämissen. Die Gesellschafterdarlehen wurden im Jahr 2020 um 0,5 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR aufgestockt. Mit Datum vom 24. Juli 2020 wurde des Weiteren ein Konsortialkreditvertrag für revolvierende sowie langfristige Kredite in Höhe von EUR 66.422.856,00 zwischen verschiedenen Konzernunternehmen und verschiedenen finanzierenden Banken geschlossen. Der verabschiedete Konsortialkreditvertrag und die hiermit verbundene Restrukturierung sah eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022 vor. Mit Datum vom 19. Juli 2022 wurde die Laufzeit des Konsortialkreditvertrags um ein weiteres Jahr bis zum 31. Dezember 2023 verlängert. Die ursprünglich ab dem 31. März 2022 geplanten Tilgungen wurden verschoben und konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 zum 30. September 2022 und 30 Dezember 2022 planmäßig erfolgen. Hintergrund für die Verschiebung der planmäßigen Tilgungen waren die signifikanten Preissteigerungen auf dem Rohstoffmarkt, die nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden konnten. Im Gutachten vom 30. April 2023 ("Begleitende Stellungnahme zum Quartalsreporting Q1/2023 und Bestätigung" des Abschlusses der Sanierung") wurde durch den Gutachter bestätigt, dass die im Sanierungsgutachten einschließlich Addendum hinterlegten Sanierungsmaßnahmen per 31. März 2023 im Wesentlichen erfolgreich umgesetzt wurden. Der Konzernabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Für das Geschäftsjahr 2023 sowie das Geschäftsjahr 2024 planen wir mit weiteren Umsatzsteigerungen, einem erneuten Konzernjahresüberschuss und damit einhergehenden positiven Zahlungsmittelzuflüssen aus operativer Tätigkeit. Der Konsortialkreditvertag, der zum Bilanzstichtag mit 60,1 Mio. EUR valutiert, weist eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2023 auf, zu diesem Stichtag ist der Konsortialkredit endfällig. Eine Rückführung des Konsortialkredits würde eine Liquiditätsunterdeckung nach sich ziehen, die der Konzern nicht aus eigener Kraft leisten könnte. Zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und damit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit ist der Edelmann-Konzern somit auf eine notwendige Anschlussfinanzierung durch die Konsortialbanken - oder alternativ auf eine Verlängerung des Konsortialkredits mindestens bis zum Ende des Prognosezeitraums und mindestens in Höhe des zum Bilanzstichtag ausstehenden Darlehensbetrages - angewiesen (bestandsgefährdendes Risiko). Wir befinden uns derzeit in fortgeschrittenen Gesprächen und Verhandlungen mit den Konsortialfinanzierern und sehen den Abschluss einer erfolgreichen Refinanzierung bis zum Ende des dritten Quartals 2023, vor allem aufgrund der sich laut Planung weiterhin positiv entwickelnden operativen Cashflows, als überwiegend wahrscheinlich an. Absatzrisiken Das Edelmann-Geschäft ist geographisch und produktseitig breit aufgestellt, eine wesentliche Abhängigkeit von einem bestimmten Teilsegment besteht nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Absatz- oder Umsatzzahlen dieser oder aller von Edelmann bearbeiteten Teilsegmente gleichzeitig einbrechen, wird als gering eingeschätzt. Die Vergangenheit hat aber auch bei Edelmann, wie in vielen anderen breit aufgestellten Unternehmen gezeigt, dass ein massiver Konjunktureinbruch die Grenzen der Belastbarkeit erreichen kann. In den einzelnen Teilsegmenten besteht ein spezifisches Risikopotenzial. Einflussfaktoren können hierbei solche sein wie kundenseitige Marktkonzentration (Zahnpasta und Food), Witterung (Pharma), politische Vorgaben (US-Exportkunden in Mexiko) oder auch generelles Konsum- und Konjunkturklima (Kosmetik). Rohstoff- und Beschaffungsrisiken Diese Risikoklasse betrifft die Verfügbarkeit von zu beziehenden Waren und Dienstleistungen. Durch unser laufendes Lieferantenkontrollverfahren wird eine gleichbleibend hohe Qualität sichergestellt. Infolge des globalen Pandemiegeschehens und rasanter Energiepreissteigerungen konnte ein Angebotsrückgang beobachtet werden, wodurch die Lieferketten unterbrochen wurden. Seit Mitte des Jahres 2022 hat sich das Risiko unterbrochener Lieferketten signifikant reduziert. Das in den Vorjahren verringerte Angebot normalisierte sich zusehends. Preissteigerungen sind nicht mehr durch fehlendes Angebot, sondern viel mehr durch generelle und übergreifende Energiepreiserhöhungen begründet. Edelmann begegnet diesen Lieferengpässen mit einer engen Verzahnung mit den wesentlichen Lieferanten auf möglichst vielen Hierarchieebenen und dem Versuch, eigene internationale Lieferwege zu etablieren, wozu bspw. der Import aus Asien zählt. Hierdurch wird ebenfalls die Minimierung eines kurzfristigen Preisänderungsrisikos indiziert. Hauptrisiken im Herstellungsprozess sind mittelfristig schwer vorhersehbare Kartonpreise. Darüber hinaus bestehen Risiken für die Material- und Energiekosten sowie Inflation, die besonders durch eine bereits vorhandene Knappheit und eine Verschärfung kriegerischer Aktivitäten in Osteuropa gestiegen sind. Auch die finanzielle Stabilität wichtiger Lieferanten und die anhaltende Konzentration bei den Kartonherstellern stehen im Fokus. Die Risikotragfähigkeit wird einerseits durch den Auf- und Ausbau von Zweitlieferanten für alle kritischen Rohstoffe, andererseits durch gezielte Redundanz zwischen den Standorten in der Rohstoffbeschaffung hergestellt. Industrielle Risiken Die Auswirkungen von Risiken wie Feuer, Hochwasser oder sonstigen schwerwiegenden Ereignissen, deren Eintritt unwahrscheinlich ist, aber Schäden verursachen könnte, die trotz individueller Absicherung nicht in vollem Umfang zu kompensieren sind, wird allein durch die Aufteilung in unabhängige Werke mit unterschiedlichen Standorten verringert. Durch die noch nachwirkende zurückhaltende Investitionstätigkeit der Vergangenheit besteht die Möglichkeit, dass innerhalb der geplanten Lebenszeit ein vorher nicht kalkulierbarer Nachrüst- und Wartungsaufwand anfällt. Hierbei handelt es sich um ein inzwischen limitiertes Kostenrisiko im Rahmen der allgemeinen Tragfähigkeit. Im Bereich Umwelt ist durch interne Prozesse sichergestellt, dass sämtliche Investitionen die geltenden Vorschriften erfüllen. Ausfallrisiken Generell wirkt die stabile Kundenstruktur einer hohen Unsicherheit bezüglich der individuellen Ausfallrisiken entgegen. Maßnahmen zur Minimierung der Ausfallrisiken sind angepasste Zahlungsbedingungen, stringente Einhaltung von Limits und monatliche Einzeldurchsicht von fälligen Forderungen. Konzernweit entstanden aus diesen Ausfallrisiken bei Edelmann nur minimale Schäden, da die Forderungen durch entsprechende Forderungsausfallversicherungen abgesichert sind bzw. das Ausfallrisiko durch Factoring reduziert wird. Zinsänderungsrisiken Mit Datum vom 24. Juli 2020 wurde ein Konsortialkreditvertrag für revolvierende sowie langfristige Kredite in Höhe von EUR 64.422.856,00 mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2022 zwischen verschiedenen Konzernunternehmen und verschiedenen finanzierenden Banken geschlossen. Durch die in dem Vertrag enthaltene Zinsbindung ergibt sich bis zum 31. Dezember 2023 kein Zinsänderungsrisiko. Mit Datum vom 19. Juli 2022 wurde die Laufzeit des Konsortialkreditvertrages um ein weiteres Jahr bis zum 31. Dezember 2023 verlängert. Die ursprüngliche ab dem 31. März 2022 geplanten Tilgungen wurden verschoben und konnten plan- und fristgemäß im laufenden Geschäftsjahr getilgt werden. Hintergrund für die Verschiebung der planmäßigen Tilgungen sind die signifikanten Preissteigerungen auf dem Rohstoffmarkt, die nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden konnten. Im Rahmen der Neuverhandlung der Anschlussfinanzierung ab dem 1. Januar 2024 nach erfolgreichem Abschluss der Sanierung dürfte die Risikoprämie sinken. Dem entgegen wirken allerdings das allgemein steigende Zinsniveau. Per Saldo wird eine nur unwesentliche Änderung der Zinsbelastung erwartet. Investitionsrisiken Ersatzinvestitionen oder gar Investitionen mit Kapazitätseffekt tragen sich über einen Zeitraum, der in der Regel den Prognosezeitraum übersteigt und bergen das Risiko einer Fehlallokation von knapper Liquidität. Kurzfristig bestehen risikoreduzierende Maßnahmen darin, den Produktionsplan und die Kapazitäten laufend der Entwicklung des Auftragseinganges anzupassen. Die zur Durchführung des Geschäfts notwendigen Investitionen werden abhängig von ihrer Bedeutung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung unterzogen. Kurzfristige Währungsrisiken (Transaction Exposure) Edelmann tätigt Umsätze überwiegend in der Landeswährung der jeweiligen Einzelgesellschaften. Für die Aktivitäten außerhalb des Euro-Raumes stehen den Umsätzen Kosten in der jeweiligen Landeswährung gegenüber, sodass sich auf den Ergebnisbeitrag aus diesen Währungsräumen tatsächlich ein Risiko ergibt. Dieses Risiko wird teilweise dadurch abgefedert, dass sich die Ausgaben und Einnahmen in Eigen- und Fremdwährung größtenteils ausgleichen, wobei sich die Fremdwährung auf mehrere unterschiedliche Währungen unterteilt. Insgesamt verharrte der Anteil des nicht in Euro erzielten Umsatzes am Gesamtumsatz im Jahr 2022 bei 42 % (Vj. 44%). Langfristige Währungsrisiken (Translation Exposure) Die Anteile an den Gesellschaften im Ausland, Kapitalerhöhungen und Investitionen in den letzten Jahren wurden in Euro finanziert und belasten dementsprechend die Verschuldung der Edelmann GmbH. Das somit erworbene oder gebildete Eigenkapital der Landesgesellschaften besteht in lokaler Währung und führt daher bei der Kapitalkonsolidierung mit den volatilen Kursen zu entsprechenden Wechselkursergebnissen, welche jedoch ergebnisneutral in das Konzerneigenkapital einfließen. Personalrisiken Edelmann ist an allen Standorten auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen und konkurriert mit zahlreichen Unternehmen um entsprechend geschultes Personal. Speziell in Deutschland wird durch intensive Kooperationen mit Hochschulen, Betreuung von Praktika und Abschlussarbeiten sowie Ausbildung im Werk Heidenheim für die notwendige Verfügbarkeit von potenziell einsetzbaren Kräften gesorgt. Die zunehmende Einrichtung von breit aufgestellten Prozessen reduziert die Abhängigkeit von individuellen Knowhow-Trägern, deren Ausfallwahrscheinlichkeit im Industriedurchschnitt liegt. Insgesamt ergeben sich hieraus Restrisiken innerhalb des Rahmens der allgemeinen Risikotragfähigkeit. IT-Risiken Die Risiken im IT-Bereich gliedern sich in Systemausfallrisiken, mangelhafte Systemverfügbarkeit und Angriffe von außen. Das Ziel, für alle Anwendungen gleichermaßen eine Risikominimierung anzustreben, bedeutet eine Vielzahl an Ansätzen. Während das zentrale SAP R/3 System für die deutschen Standorte, Frankreich, Ungarn und China durch Edelmann GmbH inklusive Redundanz zur Verfügung gestellt wird, müssen andere Systeme dezentral oder von externen Partnern gepflegt werden. Weiter wird das Risiko von Cyberattacken durch die Nutzung diverser IT-Sicherungssysteme (Bsp. Firewalls, etc.) sowie das Vorhandensein von IT-Nutzungsrichtlinien minimiert. Die getroffenen Maßnahmen stellen sicher, dass das Risiko einer punktuellen Ergebnisauswirkung wegen Systemausfall als gering einzustufen ist. Größte Bedeutung hat darüber hinaus die Cyber-Sicherheit unserer Systeme. Zur kontinuierlichen Eruierung von Schwächen der Sicherheitsarchitektur lassen wir diese jährlich unabhängig überprüfen. Der Risikobericht dient als Basis weitere Anstrengungen zur Reduktion von Risiken im Zusammenhang mit Cyber-Crime. Rechtliche Risiken Aktuell ist kein wesentlicher Sachverhalt im Bereich der rechtlichen Risiken bekannt. Im Rahmen des Risikomanagements werden sämtliche Risiken betrachtet. Es werden vorbeugende Maßnahmen ergriffen, um die folgenden Risiken zu minimieren: unzureichend kontrollierte Verpflichtungen, Mängel im Prozess der Vertragsgestaltung, mangelhaftes oder verspätetes Management von Rechtsstreitigkeiten und schlechtes Management der juristischen Ressourcen. Zur Risikovermeidung sind im RMS konkrete Maßnahmen formuliert. Umweltrisiken Durch die Produktion entstehen verfahrensbedingte moderate Risiken, die Umwelt zu verunreinigen. Zur Minimierung dieser Risiken und der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltschutzleistung der Edelmann-Gruppe wurden Umweltschutzprogramme aufgestellt. Diese beinhalten Ziele, aus denen sich wiederum konkrete Umweltschutzmaßnahmen ableiten, die dann im Einzelnen umgesetzt werden und im Rahmen des jährlich erstellten Umweltberichts nachverfolgt werden. Covid-19 Die Pandemie (Covid-19), die im Dezember 2019 in China ihren Anfang nahm und sich daran anschließenden auf alle Regionen der Edelmann-Gruppe verbreitet hat, verursacht Verunsicherung auf den Zuliefer- und Absatzmärkten der Gruppe. Durch die zunehmende Rücknahme von Zugangsbeschränkungen konnte im Jahr 2021 und 2022 eine Entspannung der Covid-19-Pandemie festgestellt werden, welche sich in steigenden Absatzzahlen bemerkbar machte. Für 2023 wird erwartet, dass Covid-19 nur noch eine geringfügige Rolle auf den Märkten spielen wird. Geopolitische Risiken Die Edelmann Gruppe ist mit Standorten in Brasilien, Mexiko, Indien und China vertreten. Durch die internationale Aufstellung sind geopolitische Risiken, die es im Auge zu behalten gilt, nicht auszuschließen. Einschätzung der Gesamtrisikosituation Eine Bewertung der gegenwärtigen Risikosituation zeigt, dass für unsere Gesellschaft im Prognosezeitraum über die oben unter "Liquiditätsrisiken" dargestellte Abhängigkeit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit von einer notwendigen Anschlussfinanzierung durch die Konsortialbanken im Q3 2023 / zum 31. Dezember 2023 - oder alternativ von einer Verlängerung des Konsortialkredits mindestens bis zum Ende des Prognosezeitraums und mindestens in Höhe des zum Bilanzstichtag ausstehenden Darlehensbetrages - hinaus kein weiteres bestandsgefährdendes Risiko besteht. Die Bescheinigung des erfolgreichen Abschlusses der Sanierung durch den Sanierungsberater reduziert das Risiko einer fehlenden Anschlussfinanzierung über das Jahr 2023 hinaus. Chancenbericht Chancen werden insbesondere in hochqualitativen Produkten und in der Weiterentwicklung und Verbesserung der Produkte sowie Zusatzdienstleistungen wie Konfektionierung, Etikettierung und Logistik gesehen. Auch die ständige Verbesserung bei den pharmazeutischen Produkten bietet Chancen für Edelmann. In den aufgezählten Bereichen liegen die Möglichkeiten, einen Mehrwert gegenüber dem Wettbewerb bieten zu können. Erweitertes Absatzpotenzial Mögliche Treiber für eine Absatzentwicklung über Plan sind vorhanden. Zum einen verstärken sich laufend die Ansprüche der globalen Pharma Kunden an individuelle Produktrückverfolgbarkeit (in China bereits Gesetz). Andererseits erlaubt die nun globale Aufstellung von Edelmann die Betreuung von Global Playern auf Kundenseite aus einer Hand durch unser Key Account Management. Die steigende Nachfrage nach hochveredelten Verpackungen sowie die Substitution von Plastik durch Karton ermöglichen Absatzpotenziale. Verbesserte Kostensituation Die umfangreichen Investitionen auch im Vorjahreszeitraum in unsere Standorte mit Schwerpunkt Osteuropa beinhalten nun auch verstärkt Möglichkeiten, dem anhaltend extremen Margendruck zumindest entgegenzuwirken. Prognosebericht Für den relevanten Verpackungsmarkt wird bis 2024 ein konjunkturgetriebenes Wachstum erwartet, dessen Dynamik sich langfristig abschwächen soll. Für die Segmente Healthcare (HC), Beautycare (BC) und Consumer Brands (CB) wird mit Wachstumsraten bis zu 4% weltweit gerechnet. Relevante Wachstumsmärkte sind insbesondere Südamerika, China, Indien und Osteuropa. Die Präsenz von Edelmann in diesen Märkten eröffnet wesentliche Chancen. Eine auf Kundenseite festzustellende Marktkonsolidierung, insbesondere bei internationalen FMCG (Fast Moving Consumer Goods)-Konzernen, erhöht die Verhandlungsmacht der Kunden und induziert einen zunehmenden Preisdruck. Ein Wachstum mit diesen Kunden ist dabei nur mit starker lokaler Präsenz möglich. Geringe Markteintrittsbarrieren sowie ein zunehmender Wettbewerbsdruck aus Niedriglohnländern intensivieren den Verdrängungs- und Preiswettbewerb. Das Wettbewerbsumfeld im Verpackungsmarkt ist (noch) stark fragmentiert; in den letzten Jahren sind vermehrt M&A-Aktivitäten zu beobachten. Edelmann konkurriert sowohl mit regionalen Spezialisten als auch mit global agierenden Faltschachtel-Konzernen. Die Peer Group liegt insgesamt sehr nah beieinander, wobei WestRock sowie Autajon die Hauptwettbewerber im Segment der Premiumverpackungen und Faller sowie MayrMelnhof im Bereich Health Care sind. Aktuell ist die EBITDA-Marge vergleichbar mit der Peer Group. Das Statistische Bundesamt veröffentlichte für das Jahr 2022 einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes für den wichtigen Inlandsmarkt Deutschland in Höhe von 1,9%. Wirtschaftsprognosen in 2023 geprägt von Lieferkettenproblemen, Kostensteigerungen und Erhöhung der Verkaufspreise Das Jahr 2023 ist in den Umsatzerwartungen geprägt von einer weiteren Erholung, welche jedoch durch steigende Energiepreise und Unsicherheiten auf den Rohstoffmärkten limitiert werden kann. Verpackungen für den pharmazeutischen Bereich werden im Vorjahresvergleich ebenso als stabil angesehen wie Verpackungen für das Premium-Segment. Für das Jahr 2023 werden luxuriöse Kosmetikprodukte als Säulen des Wachstums erwartet. Exakte Prognosen sind aufgrund der hohen Unsicherheit zur Materialbeschaffung und der Nachwirkungen der durch das Virus und den andauernden Russland-Ukraine Konflikt ausgelösten wirtschaftlichen Krise schwierig. Erwartete Geschäfts- und Ertragslage Die 4-Jahresplanung basiert auf operativen Planungen auf Einzelgesellschafts- und Konzernebene für den Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2026. Die Planung zeigt einen Umsatzanstieg von 19,9 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 352,9 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2023. Diese geht im Wesentlichen auf die Preiserhöhungen zurück. Volumenbedingtes Wachstum wird nur in einem geringen Umfang angenommen. Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Umsatzwachstum auf 356,9 Mio. EUR geplant. Ein möglicher Rückgang der Konsumlaune könnte die Entwicklung negativ beeinflussen. In Folge der angestrebten operativen Maßnahmen und des Umsatzwachstums weist die Planung eine signifikante Steigerung des EBITDA von 28,2 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 29,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 aus. Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 7,1 % im Jahr 2022 sowie in 2023 von 8,3 %. Die Planung zeigt eine positive Entwicklung des Konzernjahresüberschusses von 4,9 Mio. EUR im Jahr 2022 hin zu einem Konzernjahresüberschuss im Jahr 2023 von 8,6 Mio. EUR. Die erwarteten Investitionen für das Geschäftsjahr 2023 liegen deutlich über dem Vorjahr. Der Konzernumbau wird in 2023 fortgesetzt. Der Verschlankung der Organisation folgen vor allem Programme mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe nachhaltig zu steigern. In 2020 eingeleitete und in 2021 sowie 2022 fortgesetzte Maßnahmen (Schließung Werk USA, Zusammenlegung Standorte Leverkusen & Wuppertal, Schließung Frankreich) werden sich in 2023 weiter positiv bemerkbar machen. Vermögenslage und Finanzlage Innerhalb der Aktiva und Passiva werden im Jahr 2023 nur unwesentliche Veränderungen zum Jahresende 2022 erwartet. Aufgrund der höheren Investitionstätigkeit wir mit einem leichten Ansteig des Anlagevermögens gerechnet. Das Umlaufvermögen bleibt voraussichtlich weitgehend konstant. Die Nettofinanzschulden als Differenz der Verbindlichkeiten gegenüber Finanzinstituten und der liquidien Mittel werden rückläufig infolge der positiven Geschäftsentwicklung erwartet. Hierdurch bleibt der Verschuldungsgrad voraussichtlich unter 2,0. Zum Jahresende 2023 rechnen wir mit dem erfolgreichen Abschluss einer Anschlussfinanzierung in vergleichbarer Höhe und somit weiterhin mit einem vergleichbaren Verschuldungsgrad von unter 2,0. In Bezug auf die bezüglich der Refinanzierung bestehenden Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen in Abschnitt "Liquiditätsrisiken" dieses Lagebericht.
Heidenheim, 22. Juni 2023 Edelmann Holding GmbH & Co. KG Die Geschäftsführung Petra Lange Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Nachrichten & Medien
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Organisationen an dieser Adresse
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
3 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Handelsregister Dokumente
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Insolvenzbekanntmachungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Aktuelle Insolvenzverfahren
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen