Stammdaten

Register
Amtsgericht Dresden HRB 19862
Eingetragen
6.7.2001
Branche
Vergnügungs- und ThemenparksBetrieb von BaumschulenBetrieb von Sportanlagen
Gegenstand
Betrieb des Ferienparks "TRIXI-PARK" in Großschönau.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexandra Dreginat
seit 2.9.2024
Geschäftsführer
Kathrin Adler
seit 16.11.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (4)

NameAnteil
Landkreis Görlitz
75.00%
Gemeinde Großschönau
15.00%
Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz
5.00%
Gemeinde Hainewalde
5.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Beteiligungsgesellschaft des Landkreises Görlitz mbH
Germany
1.500.000 €
75.00%
Gemeinde Großschönau
Germany
300.000 €
15.00%
Gemeinde Bertsdorf-Hörnitz
Germany
100.000 €
5.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TRIXI-Park GmbH

Großschönau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Allgemeine Darstellung

Die TRIXI-Park GmbH - ein Unternehmen des Tourismus‑, Freizeit‑ und Gastgewerbes ‑ betreibt seit 1998 den Trixi Ferienpark Zittauer Gebirge in Großschönau. Die Geschäftsbereiche Trixi‑Bad, Trixi‑Dorf (Beherbergung) und Gastronomie bilden funktionelle und wirtschaftliche Einheiten. Entsprechende Bereichsauswertungen lassen Rückschlüsse auf die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Bereiche zu und geben detailliertere Informationen über die Bereichsentwicklung. Dem Trixi‑Bad sind das Freizeitbad mit Saunalandschaft, Waldstrandbad, Spa sowie der Trixi‑Shop zugeordnet. Das Freizeitbad mit Saunalandschaft und Spa eröffnete 1998 und wurde von 2012 - 2016 unter energetischen Gesichtspunkten in der Gebäudehülle und Teilen der Technik saniert, sowie das Außenbecken zum überdachten Solebecken mit Gradierwerk umgebaut. Im Trixi‑Dorf befinden sich 96 vermietbare Ferienhäuser, ein Campingplatz mit 70 Stellplätzen und Zeltplatz, das Waldstrandhotel mit 30 Doppelbettzimmern sowie vielfältige Sport‑ und Spielbereiche für die ganze Familie. Die ersten 83 Ferienhäuser wurden in der Zeit von 1999 - 2000 errichtet. Ein Ferienhaus wurde 2003 zum Trixi-Familienclub umgewidmet. Im Jahre 2007 kamen weitere 14 Ferienhäuser und der Campingplatz hinzu. Von April 2017 bis März 2018 wurde das neue Empfangsgebäude mit angeschlossenem Waldstrandhotel**** errichtet.
Im Empfangsgebäude befinden sich die Rezeption, die Kaffeebar "Kämmerchen" und das Büffet-Restaurant "Gute Stube". Verschiedene gastronomische Einrichtungen, wie die Bad- und Saunagastronomie und der Kiosk im Waldstrandbad, vervollständigen das Gesamtangebot des Ferienparks.
Die Gesellschafter der TRIXI‑Park GmbH sind die Beteiligungsgesellschaft des Landkreises Görlitz (75 % Anteil), die Gemeinde Großschönau mit dem Ortsteil Erholungsort Waltersdorf (15 % Anteil), die Gemeinde Hainewalde (5 % Anteil) und die Gemeinde Bertsdorf‑Hörnitz (5 % Anteil). Das Stammkapital des Unternehmens beträgt 2.000.000 EUR. Die Geschäftsführerin des Unternehmens ist Annette Scheibe. Dem Aufsichtsrat gehörten im Jahre 2022 Herr Thomas Gampe, Herr Frank Peuker, Herr Roland Maiwald, Herr Carsten Starke, Herr Jürgen Walther (bis September), Herr Andreas Mory (ab Oktober), Herr Günther Ohmann, Herr Lutz Hoffmann, Herr Tobias-Burkhardt Steiner, Herr Günter Vallentin und Herr Christian Dammert an.
Mit der Prüfung des Jahresabschlusses wurde die B&P Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH aus Dresden beauftragt.

1.1. Zielgruppenausrichtung
Die richtige Zielgruppenansprache sicherte in der Vergangenheit den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und ist seit 1998 ein wesentlicher Bestandteil des strategischen Marketings. In den Vermarktungsfokus wurde dabei die Zielgruppe Familie gerückt. Eine Vielzahl an zielgruppenorientierten Angeboten wurden am Markt platziert, eine entsprechende Nachfrage nach den Unternehmensleistungen entwickelte und verstärkte sich nachhaltig.
Durch Neuausrichtungen der Vermarktungsstrategien auf Bundesland- und der Destinationsebene Oberlausitz sowie der Möglichkeit, aus den Vermarktungsinitiativen der sächsischen Tourismusorganisationen zu profitieren, wurde die Zielgruppe Familie einer näheren Betrachtung unterzogen und wie folgt verifiziert:
1.) Familien - Milieu Hauptzielgruppe
Die Adaptiv-Pragmatischen sind die junge, moderne, digitale Mitte, aktiv, familien- und spaßorientiert, ein Milieu, welches in der Bevölkerung zunehmen wird. Es bildet die gesellschaftliche Mitte der Zukunft ab und ist durch Lebenspragmatismus und Nützlichkeitsdenken geprägt. Es existiert eine ausgeprägte Leistungs- und Anpassungsbereitschaft, wobei Spaß, Komfort und Unterhaltung nicht zu kurz kommen darf. Das Milieu ist flexibel und weltoffen, hat aber auch das Bedürfnis nach Verankerung und Zugehörigkeit und spielt sich bei Trixi als die "Familie" wieder.
2.) Familien - Milieu nachgeordnete Zielgruppe
Die Sozialökologischen (Postmodernen) zeichnet ein ausgeprägtes ökologisches und soziales Gewissen aus mit einer normativen Vorstellung vom "richtigen" Leben. Sie sind kritisch gegenüber der Konsumgesellschaft und Globalisierungs-Skeptiker. Sie legen Wert auf Political Correctness und Vielfalt, Achtsamkeit und Multikulturalismus. Ihr Leitmotiv beschreibt SINUS mit: "Nachhaltigkeit und Entschleunigung".

1.2. Managementsystem

Grundlage für alle strategischen und operativen Maßnahmen und die sich daraus ableitenden Investitionen ist das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitbild.
Das Konzept des Leitbildes manifestiert sich im Integrierten Managementsystem (IMS) ISO 9001 (Qualität) und ISO 14001 (Umwelt). Das IMS wurde 2017 eingeführt, bündelt Ressourcen, spart Zeit und Geld und ist dadurch ein wirksames Instrument der Unternehmensführung.
Im IMS sind Verantwortlichkeiten, Strukturen, Zuständigkeiten und Abläufe des gesamten Unternehmens geregelt, Prozesse dargestellt, Gefahrstoffe und Gefährdungsbeurteilungen erfasst sowie Maßnahmen zum Schutz der Umwelt dokumentiert.
Das zugehörige Führungsinstrument für das Management ist das Modell der lernenden Organisation. Das Modell zeichnet sich durch flache Hierarchien und kundenorientierte Teams aus, kurbelt die kollektive Fähigkeit zu gemeinsamen Visionen an und erhöht das persönliche Engagement der Mitarbeiter. Das in einer Prozesslandschaft ausgedrückte Organigramm macht deutlich, wie das Unternehmen aufgebaut ist und auf welchen Ebenen Steuerungs- und Wertschöpfungsprozesse angesiedelt sind.
Das IMS wird jährlich weiterentwickelt und durch einen unabhängigen Auditor auf Wirksamkeit jährlich validiert. Im Geschäftsjahr unterstützten Studenten des Studienganges IMS der HS Zi/Gr die Vertiefung und wurden mit der internen Auditierung der Organisationsabläufe beauftragt.
Das von der Hochschule Zittau/ Görlitz in 2021 gestartete Klimaprojekt wurde durch Trixi begleitet. Projektziel ist es, bis zu 10 regional produzierende und dienstleistende Pilotunternehmen auf dem Weg zu Klimaneutralität methodisch und fachlich zu begleiten und die Erkenntnisse in Good-Practice Roadmaps "Klimaneutralität 2050" strukturiert zu bündeln. Folgende Einzelziele werden verfolgt, die wiederum für die Betreibung relevant werden können:
· Ermittlung und Bilanzierung unternehmensbezogener Treibhausgasbilanzen für Scope 1-3 · Durchführung einer Wesentlichkeitsanalyse der Ergebnisse und Identifizierung von Handlungsleitfeldern und Maßnahmenportfolios für die Reduktion/Kompensation der Treibhausgase · Entwicklung strategischer Empfehlungen und Ziele für das unternehmerische Klimamanagement für die Zeithorizonte 2030 - 2050 · Ermittlung von Strategien für den Aufbau betrieblicher und betriebsübergreifender Klimaresilienz  · Ableitung von Maßnahmenvorschläge für Treibhausgasvermeidungs- und Reduktionsmaßnahmen in den Scops 1-3, unter besonderer Beachtung von Insetting-Kompensationsansätzen (Umweltentlastungseffekte in geographischer Nähe zur Emissionsquelle bzw. im regionalen Liefer- und Wertschöpfungsnetzwerk)
Erste Ergebnisse des langwierigen Prozesses liegen im Jahr 2024 vor.

1.3. Nachhaltigkeitsmaßnahmen

Durch die bereits bestehende ISO Zertifizierung 14001 leistet das Unternehmen seit Jahren einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Das Thema ist sogar förmlich eine Herzensangelegenheit für die Mitarbeiter des Unternehmens und spiegelt sich nachlesbar auf der Webseite www.trixi-park.de/ferienpark/nachhaltigkeit wider. In den vergangenen Jahren entstanden unter anderem Schmetterlingswiesen, der Mehr-Generationen-Energie-Rastplatz mit Vogelbeobachtungsstation, zahlreichen Nistplätzen, ein wildbewachsener Walderlebnisplatz, ein eigenes Pfandsystem zu Vermeidung von Müll.
Die Beschäftigung mit dem Thema ist daher ein wesentlicher Teil der Managementstrategie.
Die durchgeführten Maßnahmen sind aber auch ein zentraler Prüfungsschwerpunkt bei der jährlichen Validierung des Integrierten Managementsystems durch die Zertifizierungsgesellschaft.
1.3.1 Ökologie - Ökonomie - SozialesIm laufenden Geschäftsjahr wurde vom Aufsichtsrat beschlossen, eine Machbarkeitsstudie zur zukünftigen Energieversorgung des Unternehmens von einem externen Ingenieurbüro erstellen zu lassen. Diese Studie dient als Grundlage für die Entwicklung eines weiteren Konzepts zur strategischen Weiterentwicklung des Ferienparks gemäß Punkt 2.2. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf dem Ausbau der Strom- und Wärmeversorgung durch erneuerbare Energien. Zur Finanzierung dieser Studie soll das Förderprogramm des Bundes "Klimaschutzprojekte im kommunalen Umfeld (Kommunalrichtlinie)" genutzt werden, welches eine Förderquote von 70% bietet. Die Kosten für die Erstellung der Studie belaufen sich auf etwa 35 TEUR.

1.4. Kunden- und Mitarbeiterorientierung


Die Kunden- und Mitarbeiterorientierung ist eine weitere wesentliche Aufgabe der Unternehmenssteuerung. Neben der persönlichen Betreuung werden verschiedene Softwaretools genutzt, um die Angebote auch auf digitalem Wege zeitnah bekanntzumachen:
· Kognitiv - Channelmanager zum Ausspielen von Buchungsleistungen auf digitalem Wege · Customer Alliance - Reputationsplattform · Giggle-Tipps - Buchung von Tageserlebnissen · Gastfreund - Gästeinformations-App · Mitarbeiterkommunikationstool Hotelkit

1.5. Qualitätssiegel / Zertifizierungen


Durch eine konsequente Kunden- und Mitarbeiterorientierung wird die Erbringung von Servicequalität bestmöglich machbar. Die Ergebnisse der Bemühungen werden für Stakeholder in Form von zahlreichen Zertifizierungen/ Auszeichnungen sichtbar.
· 4-Sterne+ DEHOGA-Siegel für das Waldstandhotel · 7 Ferienhäuser wurden in 2021 mit 4-Sternen nach DTV-Kriterien zertifiziert, das ermöglicht unter anderem eine verbesserte Preispolitik, um die Erträge zu maximieren · Durch ISO-Zertifizierung gelang es die begehrte Zertifizierung der Service-Stufe III der ServiceQualität Deutschland zu bekommen, die nur wenige Tourismusbetriebe in Sachsen führen dürfen · 5-Familiensterne der Marke Familienurlaub Sachsen · Seit 2021 Auszeichnung mit der SaunaSelection-Zertifizierung des Deutschen Saunabundes für die Saunalandschaft · HolidayCheckaward 2023

2. Geschäftsverlauf

2.1. Unternehmensbeschreibung


Die Besonderheit des Unternehmens liegt in der Komplexität der Anlage. Mit Ferienhäusern, Campingplatz, Erlebnisbad, Saunalandschaft, Wellnessangeboten, Waldstrandbad, Gästebetreuung und gastronomischen Bereichen hält der Ferienpark ein umfangreiches Angebot zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter vor. Die Angebotsvielfalt und damit breite Aufstellung, Umsätze in unterschiedlichen touristisch geprägten Geschäftsfeldern zu generieren, bildet einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber Mitbewerbern und regionalen Tourismusbetrieben sowie im Falle von konjunkturell oder saisonal bedingten Nachfrageschwankungen.

Zwischen den Bereichen bestehen enge technische und wirtschaftliche Verflechtungen. Es existiert seit 2014 ein Stromeigenversorgungsnetz vom BHKW in die Trafostation am Standort im Feriendorf, welches die Stromgrundversorgung des gesamten Unternehmens sicherstellt. Im Zuge der Bauarbeiten für das Empfangsgebäude und das Hotel wurde die technische Verflechtung durch die Herstellung einer Fernwärmetrasse zur Wärmeversorgung der neuen Gebäude weiter verstärkt. Die Fernwärmetrasse führt vom BHKW ins Hotel/Empfangsgebäude. Im August 2018 wurde das Stromversorgungsnetz um eine Photovoltaikanlage auf den Dächern des Waldstrandhotels und Empfangsgebäudes ergänzt.

Die einzelnen Bereiche werden unter einer einheitlichen Leitung und mit einem abgestimmten Gesamtkonzept zur Vermarktung geführt und leisten in der bestehenden Kombination ihren Beitrag zur Wirtschaftlichkeit und Effizienz des Unternehmens.

Im Unternehmen sind 62,5 Vollbeschäftigte und 12 Auszubildende tätig.

2.1.1. Beherbergung (Trixi‑Dorf)Die Beherbergung ist der umsatzstärkste Geschäftsbereich des Unternehmens und tragende Säule, die die Gesamtwirtschaftlichkeit von Trixi erst ermöglicht. Im Geschäftsjahr wurde ein Bereichsumsatz von 3.552 TEUR (2022: 2.946 TEUR) erzielt.

In den Ferienhäusern, im Hotel und auf dem Campingplatz verweilten insgesamt 25.100 Gäste (2022: 23.600), es wurden 102.500 Übernachtungen (2022: 95.200 Übernachtungen) gezählt. Die Aufenthaltsdauer lag bei 4,1 Nächten (2022: 4,0 Nächte).

Im Bereich waren einschließlich einer Saisonbeschäftigung 20 Vollbeschäftigte und 3 Auszubildende tätig.

Es ist ein ordentliches Bereichsergebnis (BWA) vor Finanzergebnis in Höhe von 1.170 TEUR (2022: 1.169 TEUR) erwirtschaftet worden.

2.1.2. Bäder‑Sauna (Trixi‑Bad)Das Trixi‑Bad ist der drittstärkste Geschäftsbereich. Ein statistischer Vergleich der Besucherzahlen mit den unmittelbaren Wettbewerbern weist dennoch nach, dass das Trixi‑Bad mit Freizeitbad, Waldstrandbad und Saunalandschaft immer noch zu den führenden Bädern Ostsachsens zählt. Im Geschäftsjahr wurden 134.000 Besucher (2022: 116.700) begrüßt. Der Bereichsumsatz betrug 1.537 TEUR (2022: 1.270 TEUR) erreicht.

Im Trixi-Bad waren einschließlich einer Saisonbeschäftigung während der Freibadsaison 21,25 Vollbeschäftigte und 5 Auszubildende tätig.

Das ordentliches Bereichsergebnis (BWA) vor Finanzergebnis lag im Geschäftsjahr bei -184 TEUR (2022: -171 TEUR).

2.1.3. GastronomieDie Gastronomie rangiert mittlerweile hinter der Beherbergung als zweitstärkster Geschäftsbereich. Im Geschäftsjahr wurde ein Bereichsumsatz von 1.662 TEUR (2022: 1.368 TEUR) erreicht.

Im Geschäftsjahr waren 25,5 Vollbeschäftigte und 4 Auszubildende tätig.

Das ordentliche Bereichsergebnis (BWA) in Höhe von 82 TEUR (2022: -19 TEUR) ist deutlich verbessert worden.

2.1.4. Sonstige Geschäftsbereiche und ZusatzangeboteNebenerlöse wie Solarium‑/Wellness‑/Kurs‑ und Shopumsätze dienen dazu, weitere Einnahmen zu erzielen und die Rentabilität der Haupteinnahmequellen zu verbessern. Im Geschäftsjahr wurden Shopumsätze in Höhe von 82 TEUR (2022: 76 TEUR) erzielt. Die Nebenerlösgruppen, wie Kurse sind im Betriebsergebnis des Geschäftsbereichs Bäder‑Sauna bereits enthalten.

2.2. Besondere Ereignisse


Im vergangenen Geschäftsjahr wurden beträchtliche Investitionen in Höhe von 681 TEUR getätigt, die zu einer Attraktivierung der Anlagen führten und die Einführung zusätzlicher Einnahmequellen ermöglichten.
· Realisierung des 3. und 4. Bauabschnitts (Parkplatzbau) der Baumaßnahme Hotel mit Empfangsgebäude · Erweiterung des Trixiclubangebotes in der Animation durch Sanierung eines Altbungalows zum Ganzjahresgebäude sowie Ausbau der Kinderbetreuung durch Schaffung einer weiteren Stelle mit der Zielstellung der Auslastungsstärkung und Ausbau der Zusammenarbeit mit dem Reiseveranstalter TUI auszubauen.
· Errichtung von zwei Glampingzelten Im vorjährigen Lagebericht wurde bereits auf die Handlungsnotwendigkeit der Modernisierung der Ferienhäuser und der Verbesserung der gesamten technischen Anlagen- und Gebäudeinfrastruktur im Ferienpark hingewiesen. Im Geschäftsjahr 2023 ist dazu ein Konzept zur strategischen Weiterentwicklung des Ferienparks erstellt worden. Die Hauptpunkte des Konzepts sind:
1. Sanierung der Ferienhäuser
Die Ferienhäuser sind ein zentraler Bestandteil des Angebots. Um den Komfort für unsere Gäste zu erhöhen, ist eine umfassende Sanierung geplant. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 7,4 Millionen Euro.
2. Verbesserung der technischen Anlagen und Gebäudestruktur
Eine moderne Infrastruktur ist unerlässlich. Es ist notwendig, die technischen Anlagen und die Gebäudestruktur auf den neuesten Stand zu bringen, um Effizienz und Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Hierfür sind Investitionen in Höhe von 5,1 Millionen Euro vorgesehen.
3. Hotelerweiterung mit Mehrzweckgebäude
Um den steigenden Ansprüchen der Zielgruppen gerecht zu werden, ist eine Hotelerweiterung mit einem vielseitigen Mehrzweckgebäude angedacht. Dieses kann sowohl für Veranstaltungen als auch für zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten genutzt werden. Die geschätzten Kosten betragen 5,2 Millionen Euro.
Im Punkt 1.3 des Lageberichts wurde die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Strom- und Wärmeversorgung aus regenerativen Energien angekündigt. Dies bildet den ersten Schritt in Richtung Umsetzung der Pläne. Anschließend ist ein vorhabenbezogener Bebauungsplan zu erstellen und nach geeigneten Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Parallel sind die Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen vorzunehmen und nach entsprechenden Finanzierungspartnern zu suchen.

3. Vermögens, Finanz‑ und Ertragslage

3.1. Ertragslage


Der Gesamtumsatz aus Verkäufen der Unternehmensleistungen erhöhte sich auf 6.861 TEUR (2022: 5.680 TEUR).

3.2. Vermögens‑ und Finanzlage


Das Gesamtvermögen beträgt zum Ende des Jahres 10.087 TEUR (2022: 10.138 TEUR). Davon entfallen 7.788 TEUR (2022: 7.830 TEUR) auf das Anlagevermögen und 2.264 TEUR (2022: 2.274 TEUR) auf das Umlagevermögen sowie 34 TEUR (2022: 33 TEUR) auf Rechnungsabgrenzungsposten.

Zum Jahresende beträgt das Eigenkapital 2.683 TEUR (2022: 2.235 TEUR) und das Eigenkapital einschließlich des Sonderpostens 3.038 TEUR (2022: 2.716 TEUR). Die Eigenkapitalquote beträgt unter Berücksichtigung des Sonderpostens für Zuschüsse und Zulagen 30,1 % (2022: 26,8 %) des Gesamtkapitals.

Der Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit beträgt zum Jahresende 1.039 TEUR (2022: 1.184 TEUR), der aus der Finanzierungstätigkeit -510 TEUR (2022: 606 TEUR) und der Cashflow aus Investitionstätigkeit -681 TEUR (2022: -140 TEUR).

Die Liquidität 1. Grades (Barliquidität) beträgt 151 % (2022: 166 %). Die Liquidität 2. Grades beträgt 171 % (2022: 179 %). Die Liquidität 3. Grades beträgt 184 % (2022: 188 %).

Unter Einbezug vorstehend genannter Erläuterungen ist ein sehr gutes Jahresergebnis in Höhe von 448 TEUR erzielt worden (2022: 299 TEUR).

Das Liquiditätspolster beträgt zum Jahresende 1.854 TEUR.

4. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung


Trixi ist eines der großen und wichtigen Flaggschiffe des Tourismus in der Region sowie ein Motor der Innovation im Landkreis Görlitz.

Die Branchenkenntnis, das Wissen über die Bedürfnisse des Gästeklientels, der Trends und das fachliche Know‑how sind wichtige Voraussetzungen, diese komplexe Unternehmensführung erfolgreich leisten zu können. Ein detailliertes Controlling‑ und Risikomanagementsystem mit vorausschauender Planung führen zur folgerichtigen Ergänzung und ermöglichen eine detaillierte Prognose zur Kosten‑ und Erlösentwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen. Ergänzt wird die Analysearbeit durch die Verfolgung der aktuellen Buchungstrends und Buchungsentwicklungen.

Das Integrierte Managementsystem bildet das Sicherheitsnetz, welches Risiken der Betreibung zuverlässig sichtbar macht und die Nachhaltigkeit im Fokus hat. Durch das transparente IMS lassen sich Maßnahmen schnellstmöglich ergreifen und innovative Prozesse in Gang setzen.

Trixi ist als Marke in der Branche etabliert, anerkannt und wirtschaftlich erfolgreich. An die errungenen Erfolge ist zwingend anzuknüpfen, um den Unternehmensbestand auch langfristig sicherzustellen. Die Weichen dazu sind durch die verschiedenen Strategiekonzepte und Attraktivierungsmaßnahmen und dem zu erstellenden Quartierskonzept zur Energieversorgung gestellt worden und bedürfen nun der Umsetzung:

Geschäftsbereiche Trixi-Bad und Trixi-Shop

Im Rahmen des Förderprogramms "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gemäß der Richtlinie GRW RIGA wird das Trixi-Bad einer umfassenden Attraktivierungs- und Modernisierungsmaßnahme unterzogen. Der Investor dieser Maßnahme ist der Zweckverband Allwetterbad.

Die Hauptziele dieser Investition sind:

1. Behebung von Betriebsführungsschwachstellen, Ausstattungsmängeln und Kapazitätsengpässen
Das Trixi-Bad soll in allen Bereichen optimiert werden, um einen reibungslosen Betrieb sicherzustellen. Hierzu gehören die Beseitigung von Schwachstellen in der Betriebsführung, die Verbesserung der Ausstattung sowie die Erweiterung der Kapazitäten.

2. Attraktivierung der Bereiche Freizeitbad, Trixi-Shop und Saunalandschaft
Um den Gästen ein noch ansprechenderes Erlebnis zu bieten, werden die genannten Bereiche des Trixi-Bades aufgewertet. Dies umfasst möglicherweise gesteigerten Komfort, ästhetische Verbesserungen und zusätzliche Angebote.

Die Finanzierung dieser Maßnahme erfolgt durch den Zweckverband Allwetterbad Großschönau. Zur Refinanzierung wird eine erhöhte Pacht an den Zweckverband vorgesehen.
Mit dem Bauvorhaben werden fünf/sechs neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen sind in einem Wirtschaftlichkeitsgutachten durch die Unternehmensberatung Altenburg, Düsseldorf erfasst und fließen zum Zeitpunkt der zeitlich absehbaren Umsetzung in die Wirtschaftsplanung ein.

Geschäftsbereich Beherbergung

Auf den Punkt 2.2 wird verwiesen.

Nachfolgende Risiken können immer wieder unerwartet im Geschäftsbetrieb auftreten und das Ergebnis beeinflussen. Beispielhaft sind erwähnt:
· Extreme saisonale Schwankungen · Veränderungen in der Nachfrage, Reiseveranstalterausfälle · Außerordentliche und schnell wechselnde Wetterbedingungen · Personalmangel in der Hochsaison bzw. Schwierigkeiten, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden · Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter und Gäste · Wachsender Konkurrenzdruck im Ferienparkgeschäft · Cyberkriminalität · Infrastrukturprobleme, beispielsweise altersbedingte Anlagenausfälle, insbesondere im Bereich Trixi-Bad · Image- und Reputationsrisiken durch negative Bewertungen, Skandale oder Unfälle
Die benannten Risiken sind im überwiegenden Maße im Integrierten Managementsystem bereits berücksichtigt worden und werden jährlich von einer unabhängigen Stelle auf Wirksamkeit validiert.

Im Hinblick auf die Zukunft ist es unerlässlich, einen Risikomanagementplan zu erstellen. Dieser Plan sollte die Risiken hinsichtlich ihrer Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen sorgfältig betrachten. Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, Risiken zu minimieren:
· Versicherungen überprüfen (Cyberversicherung aufnehmen)
· Inspektionen und Wartungen regelmäßig durchführen · Schulungen und Weiterbildungen auskömmlich anbieten, um beispielsweise ungelernte Newcomer zu Fachkräften auszubilden · Kundenfeedback in die Auswertungen, Teambesprechungen regelmäßig einfließen lassen · IT-Sicherheit ständig auf den Prüfstand zu stellen, Passwörter regelmäßig zu wechseln, verschlüsselte Kommunikation, regelmäßige Updates · Diversifizierung der Angebote und Vermarktungskanäle, um sich breit aufzustellen und Abhängigkeiten zu minimieren.

5. Prognosebericht


Im Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen einschränkungsfreien und kontinuierlichen Geschäftsbetrieb, der auf den Annahmen und Entwicklungen zur Auslastung des Geschäftsjahres 2023 basiert. Es werden Umsätze in Höhe von 6,9 Mio. EUR erwartet.
Bedingt durch die gesetzliche Mindestlohnanhebung um 3,41% zum 01.01.24 ist eine weitere Erhöhung der Personalkosten zu erwarten. Es sind Personalkosten in Höhe von 2,95 Mio. EUR geplant. Bis Ende 2024 sind die Strom- und Gasbezugspreise gesichert.
Die im Geschäftsjahr 2023 beantragte Studie zur Erstellung eines Quartierskonzeptes zur Strom- und Wärmeversorgung des Unternehmens mit regenerativen Energien wird in 2024 erstellt.
Im Geschäftsjahr 2024 sind Investitionen in die Attraktivitäts- und Erlössteigerung geplant:
· Ausbau des Glampingangebotes durch Errichtung von zwei Familienglampingzelten (54 TEUR)
· Ertüchtigung eines Ferienhauses vom Typ A als Musterhaus für Finanzierungsgeber und Grundlage für die konzeptionelle Erarbeitung von Planungsstudien für die Sanierung der Ferienhäuser -> siehe Ausführungen zum Punkt 2.2 · Attraktivierung des Freibades durch Erweiterung Spiel- und Sportangebot, Liegenangebot und Qualität der Liegebereiche Die Finanzierung der investiven Maßnahmen erfolgt aus eigenen Mitteln.
Es wird ein Gewinn in Höhe von 100 TEUR erwartet.

 

Großschönau 9. Mai 2024

gez. Annette Scheibe
Geschäftsführerin TRIXI‑Park GmbH


Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 7.788.653,46 7.830.379,59
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.799,00 15.680,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.799,00 15.680,00
II. Sachanlagen 7.768.854,46 7.814.699,59
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.188.479,52 7.192.482,52
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 569.364,44 612.431,44
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.010,50 9.785,63
B. Umlaufvermögen 2.264.524,31 2.274.720,66
I. Vorräte 144.954,14 120.204,66
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 65.066,62 70.687,16
2. fertige Erzeugnisse und Waren 79.887,52 49.517,50
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 265.172,00 146.859,16
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 133.878,74 70.342,37
2. sonstige Vermögensgegenstände 131.293,26 76.516,79
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.854.398,17 2.007.656,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.773,58 32.939,07
Aktiva 10.086.951,35 10.138.039,32

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.683.208,94 2.235.188,98
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 1.215.808,63 1.215.808,63
III. Verlustvortrag 980.619,65 1.279.918,71
IV. Jahresüberschuss 448.019,96 299.299,06
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 355.539,48 481.315,55
C. Rückstellungen 136.700,00 100.400,00
1. sonstige Rückstellungen 136.700,00 100.400,00
D. Verbindlichkeiten 6.873.895,02 7.317.184,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.193.460,07 5.590.340,72
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 456.093,60 407.815,69
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 171.392,38 212.222,97
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 851.434,72 901.437,50
5. sonstige Verbindlichkeiten 201.514,25 205.367,26
davon aus Steuern 21.615,83 16.946,16
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.312,64 2.662,95
E. Rechnungsabgrenzungsposten 37.607,91 3.950,65
Passiva 10.086.951,35 10.138.039,32

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 6.861.814,57 5.778.077,33
2. sonstige betriebliche Erträge 238.963,47 345.824,67
3. Materialaufwand 1.747.029,98 1.490.541,83
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 683.699,43 574.870,64
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.063.330,55 915.671,19
4. Personalaufwand 2.716.289,81 2.291.291,18
a) Löhne und Gehälter 2.239.262,17 1.861.924,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 477.027,64 429.366,25
davon für Altersversorgung 5.846,94 5.717,93
5. Abschreibungen 726.814,32 838.982,55
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 726.814,32 838.982,55
davon außerplanmäßige Abschreibungen   13.360,83
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.348.559,77 1.074.847,36
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.817,79 0,95
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 113.657,45 122.719,66
9. Ergebnis nach Steuern 454.244,50 305.520,37
10. sonstige Steuern 6.224,54 6.221,31
11. Jahresüberschuss 448.019,96 299.299,06

Anhang

TRIXI-PARK GMBH, GROßSCHÖNAU
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN

BILANZIERUNGS‑ UND BEWERTUNGSMETHODEN

Allgemeine Angaben


Die TRIXI-Park GmbH hat ihren Sitz in Großschönau und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Dresden (Registernummer HRB 19862) eingetragen.

Der Jahresabschluss der TRIXI-Park GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn‑ und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Sie wendet jedoch die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften gemäß § 267 Abs. 3 HGB an.

Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert übernommen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze


Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für Gegenstände der Grundausstattung aus dem Bereich Gastronomie und Beherbergung, deren Umfänge nur geringen Schwankungen unterliegen und die regelmäßig ersetzt werden, wurden Festwerte gebildet. Der Gesamtheit der Festwerte ist im Gesamtvermögen von nachrangiger Bedeutung.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, wurden durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert. Soweit erforderlich wurden Wertberichtigungen vorgenommen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert bewertet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, sofern diese Aufwendungen bzw. Erträge für einen genau bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen betrifft Zuschüsse und Zulagen für angeschaffte Anlagengegenstände. Die Auflösung erfolgt entsprechend den Abschreibungen der geförderten Anlagengegenstände.

Die sonstigen Rückstellungen sind grundsätzlich in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geschätzten Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei sind alle bis zum Bilanzstichtag entstandenen und bis zum Tag der Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken berücksichtigt worden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

II. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN‑ UND VERLUSTRECHNUNG

Anlagevermögen


Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist dem Anlagenspiegel zu entnehmen.


Anschaffungs- und Herstellungskosten

Stand
Zugänge
Abgänge
Um-
Stand

1.1.
(davon Zinsen

buchungen
31.12.

2023
für Fremdkapital)


2023

1
2
3
4
5
Anlagevermögen
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände





1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche





    Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie





    Lizenzen an solchen Rechten und Werten
172.355,34
13.520,00
0,00
0,00
185.875,34
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte





    Rechte und Bauten einschließlich der





    Bauten auf fremden Grundstücken
18.276.136,12
616.097,17
-12.230,00
2.085,34
18.882.088,63
2. Andere Anlagen, Betriebs- und





    Geschäftsausstattung
3.035.370,21
46.415,52
-48.334,64
7.700,29
3.041.151,38
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
9.785,63
11.010,50
0,00
-9.785,63
11.010,50

21.321.291,96
673.523,19
-60.564,64
0,00
21.934.250,51
Gesamt
21.493.647,30
687.043,19
-60.564,64
0,00
22.120.125,85
Abschreibungen




Bilanzwert

Abschrei-
Zugänge
Abgänge
Zuschrei-
Abschrei-
Buchwert
Buchwert
bungen
(=Abschrei-

bungen
bungen
31.12.
31.12.
(kumuliert)
bungen des


(kumuliert)
2023
2022
1.1.
Geschäfts-


31.12.


2023
jahres)


2023


6
7
8
10
11
12
13
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
156.675,34
9.401,00
0,00
0,00
166.076,34
19.799,00
15.680,00
11.083.653,60
620.231,51
-10.276,00
0,00
11.693.609,11
7.188.479,52
7.192.482,52
2.422.938,77
97.181,81
-48.333,64
0,00
2.471.786,94
569.364,44
612.431,44
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
11.010,50
9.785,63
13.506.592,37
717.413,32
-58.609,64
0,00
14.165.396,05
7.768.854,46
7.814.699,59
13.663.267,71
726.814,32
-58.609,64
0,00
14.331.472,39
7.788.653,46
7.830.379,59


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
Aktivierte Disagiobeträge

Im Rechnungsabgrenzungsposten ist ein kein Disagiobetrag (Vorjahr: EUR 4,98) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (TEUR 136,7, Vorjahr: TEUR 100,4) betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen sowie Rückstellungen für externe und interne Jahresabschlusskosten.

Verbindlichkeiten


Gesamtbetrag
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit mit mehr als einem Jahr
davon Restlaufzeit mit mehr als fünf Jahren

[EUR]
[EUR]
[EUR]
[EUR]
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
5.193.460,07
351.326,86
4.842.133,23
3.679.826,74
(Vorjahr)
(5.590.340,72)
(398.333,22)
(5.192.007,50 )
(3.971.270,54)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen
456.093,60
456.093,60
0,00
0,00
(Vorjahr)
(407.815,69 )
(407.815,69 )
( 0 )
( 0 )
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
171.392,38
171.392,38
0,00
0,00
(Vorjahr)
(212.222,97 )
(194.054,30 )
(18.168,67 )
( 0 )
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
851.434,72
851.434,72
0,00
0,00
(Vorjahr)
(901.437,50 )
(201.437,50 )
(700.000,00 )
( 0 )
Sonstige Verbindlichkeiten
201.514,25
201.514,25
0,00
0,00
(Vorjahr)
(205.367,26 )
(186.718,00 )
(18.649,26 )
( 0 )
Verbindlichkeiten




(Vorjahr)
( 7.317.184,14 )
( 1.388.358,71 )
( 5.928.825,43 )
(3.971.270,54)


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen die Gesellschafter und bestehen gegenüber der Beteiligungsgesellschaft des Landkreises Görlitz mbH, Görlitz, sie resultieren aus drei Darlehen sowie den Zinsaufwendungen für das IV. Quartal 2023.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 2.930.600,16 durch Grundschulden besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen in einer Höhe von EUR 15.563,52 € den Gesellschafter Gemeinde Großschönau (Abwasserbeitrag), die Sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in der Höhe von EUR 3.808,70 ebenfalls den Gesellschafter Gemeinde Großschönau (Kurtaxe aus 12/2023).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem langfristigen Pachtvertrag mit einer Grundpachtzeit bis 2028 zum aktuellen Vertragsstand in Höhe von insgesamt TEUR 1.388,6.

Aufgliederung der Umsatzerlöse


Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB in folgende Tätigkeitsbereiche aufgegliedert:


2023
2022

[EUR]
[EUR]
Beherbergung
3.551.560,74
2.943.515,93
Bäder, Sauna, Wellness
1.537.210,23
1.381.342,90
Gastronomie
1.662.236,35
1.368.734,41
Shop- und Rezeptionsverkäufe
82.007,55
75.671,88
Sonstige Erlöse
28.799,70
8.812,21
Gesamt
6.861.814,57
5.778.077,33


Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von TEUR 125,8 enthalten
Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 3,4 enthalten.

III. SONSTIGE PFLICHTANGABEN

Name des Geschäftsführers:

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte
der Gesellschaft durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführerin:
ausgeübter Beruf:

Annette Scheibe
Managerin

Namen der Mitglieder des Aufsichtsrates:

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Vorsitz


Thomas Gampe
1. Beigeordneter des Landrates
Stellvertretender Vorsitz


Roland Maiwald
Vertriebsmanager

Mitglieder


Christian Dammert
Sachbearbeiter

Lutz Hoffmann
Dachdeckermeister

Frank Mory
Bürgermeister

Günther Ohmann
Bürgermeister

Frank Peuker
Bürgermeister

Karsten Starke
selbständig

Tobias-Burkhardt Steiner
Geschäftsführer, Bürgermeister
Günter Vallentin
Pensionär


An die Aufsichtsratsmitglieder wurden Zahlungen in Höhe von insgesamt EUR 1.937,80 geleistet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 8,4 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernzugehörigkeit

Die TRIXI‑Park GmbH wird in den Konzernabschluss der Beteiligungsgesellschaft des Landkreises Görlitz mbH, Görlitz, (Amtsgericht Dresden, Registernummer HRB 12392) einbezogen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführerin und Auszubildende) beträgt 72,25 (Vorjahr: 66,25). Die Arbeitnehmer sind im Geschäftsjahr folgenden Bereichen zuzuordnen: Beherbergung 18,25, Bäder/Sauna: 19,75, Gastronomie: 22,5, Allgemein/universell: 5,5, Aushilfen geringfügig: 6,25.
Nachtragsbericht

Für Ereignisse, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht.
Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, das Jahresergebnis mit dem Verlustvortrag zu verrechnen.

 

Großschönau, 09. Mai 2024

gez. Annette Scheibe
Geschäftsführerin TRIXI‑Park GmbH

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat gibt folgenden Bericht zum Geschäftsjahr 2023 an die Gesellschafterversammlung:

Der Aufsichtsrat nahm die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt wahr. Der Aufsichtsrat ist von der Geschäftsführung regelmäßig über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche Geschäftsvorgänge schriftlich oder mündlich unterrichtet worden. Die betreffenden Geschäftsvorgänge, die Geschäftsentwicklung, die finanzielle Lage der Gesellschaft und ihre Ergebnissituation sowie alle Maßnahmen, die satzungsgemäß Zustimmung des Aufsichtsrates erfordern, wurden eingehend beraten. Aufgrund dieser Beratungen und anhand der von der Geschäftsführung vorgelegten Berichte und der erteilten Auskünfte hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht und sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt.

Sitzungen des Aufsichtsrates fanden im Geschäftsjahr 2023 drei Mal statt. Dabei wurden folgende wesentlichen Beschlüsse gefasst:

Aufsichtsratssitzung vom 5. April 2023:
- Grundsatzbeschluss zur Konzepterstellung auf der Grundlage der Strategieklausur
- Vergabe im Zusamenhang mit dem 3. Bauabschnitt der Erweiterung des Feriendorfs

Aufsichtsratssitzung vom 12. Juli 2023
- Feststellung des Jahresabschusses zum 31. Dezember 2022
- Beschluss über die Ergebnisverwendung des Jahres 2022
- Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2022
- Bestätigung des Berichts des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2022
- Beschluss über die Tantieme für die Geschäftsführerin
- Erweiterung des Parkplatzbaus um den 4. Bauabschnitt und Erhöhrung des Budgets zur Errichtung

Aufsichtsratssitzung vom 6. Dezember 2023
- Beschlüsse über die Gewährung von Inflationsausgleichsprämien
- Beschluss über die Gewährung einer Jahresprämie für die Belegschaft
- Anpassung der Entlohnungsstruktur ab 1. Januar 2024
- Wahl des Abschlussprüfers für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023
- Bestätigung des Wirtschaftsplans für das Geschäftsjahr 2024

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft B & P GmbH aus Dresden hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 sowie den Lagebericht unter Einbeziehung des Rechnungswesens geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Prüfungsbericht ist allen Aufsichtsratsmitgliedern übermittelt worden.

Der Aufsichtsrat hat die Jahresabschlussunterlagen auf Gesetzmäßigkeit, Satzungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft. Die Prüfung der Zweckmäßigkeit hinsichtlich der Anwendung bilanzpolitischer Ermessensspielräume hat zu keinen Einwendungen geführt. Die Ermessensentscheidungen bei Bilanzierung und Bewertung entsprechen nach Ansicht des Aufsichtsrats dem Interesse der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis dieser Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag der Geschäftsführung für die Ergebnisverwendung geprüft und zugestimmt. Die Darstellung und Beurteilung der Lage der Gesellschaft durch die Geschäftsführung im Lagebericht halten wir für zutreffen.

In der Sitzung des Aufsichtsrates zur Feststellung des Jahresabschlusses am 13. August 2024 wurde mittels Handouts des Wirtschaftsprüfers B & P GmbH über die wesentlichen Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Im Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses 2023 hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Jahresabschlussunterlagen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt und entsprechend festgestellt.

Für die geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung der TRIXI-Park GmbH und allen Mitarbeitern seinen Dank aus.

 

gez. Thomas Gampe
Vorsitzender des Aufsichtsrates


sonstige Berichtsbestandteile

 

Großschönau, 11.06.2024

gez. Annette Scheibe
Geschäftsführerin TRIXI‑Park GmbH

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 13.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebereicht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TRIXI-Park GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TRIXI-Park GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TRIXI-Park GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 11. Juni 2024

B & P GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Rico Hitzing, Wirtschaftsprüfer

gez. Stephanie Oberhauser, Wirtschaftsprüferin

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