Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 8902
Eingetragen
24.6.1993
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenBauträger für andere Gebäude und Bauwerke
Gegenstand
Erbringung von Bauleistungen sowie Führung des von der Fa. Zettler Besitzgesellschaft angepachteten Betriebes, der zum Gegenstand hat Erbringung von Bauleistungen aller Art. Daneben Herstellung und Handel sowie Vermietung mit zu Bauzwecken zu verwendenden Produkten jeglicher Art

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stephan Zettler
seit 15.1.2020
Prokura
Prokura
Wolfgang Zettler
seit 23.5.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Memmingen
150.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Zettler GmbH

Memmingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Die Zettler GmbH, mit Sitz in 87700 Memmingen, Augsburger Straße 82 ist im Handelsregister Memmingen unter HRB 8902 eingetragen. Die Abteilung Massivbau mit Hauptverwaltung befindet sich in 87700 Memmingen, Augsburger Str. 78 - 84, die Abteilung Holzbau mit technischem Büro Holzbau befindet sich in 87766 Memmingerberg, Benninger Str. 16, 20 und 22.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Zettler GmbH erbringt Bauleistungen aller Art.

Die Gesellschaft hat im Hybridbau, durch seine Kompetenzen im Massiv- und Holzbau, ein Bausystem entwickelt, das im Wohnungsbau einen guten Schall-, Brand-, und Wärmeschutz gewährleistet. Durch die Verarbeitung von Holz ist eine CO 2 - Speicherung gewährleistet. Dieses Bausystem wird ständig weiterentwickelt.

Zusätzlich ist die Fa. Zettler in den Holzmodulbau (fertige Raumzellen) eingestiegen. Diese Module sind für den Verwaltungs- Schul- Kindergarten- und Wohnbau verwendbar.

Durch die ständige Weiterentwicklung im modularen Bauen (fertige Wandelemente und Holzmodulen) wird eine witterungsunabhängige Produktion erarbeitet. Durch die ständige Weiterentwicklung kann die Produktionstiefe im Werk gesteigert werden.

Auf Grund der gesamtwirtschaftlichen Lage und dem Auftragsrückgang im Neubau erhält das Bauen im Bestand mehr an Bedeutung. Wir sanieren Gebäude im Wohn- Gewerbe- und Industriebau von Kleinaufträge bis zu Mehrfamilienhäusern als schlüsselfertige Leistung.

Unser Motto, "solides Handwerk und Komplettleistung" werden wir weiter aufrechterhalten und unsere Kunden vom Klein- bis zum Großauftrag betreuen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in 2023 um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen (2022 1,9% gewachsen). Durch den anhaltenden Ukrainekrieg sind die Preise für Energie- Rohstoff- und Verbrauchsmaterialien auf dem hohen Vorjahresniveau geblieben.

So sind die Baumaterialien im Geschäftsjahr 2023 gegenüber Vorjahr insgesamt um 0,2% gesunken. Bei allen mineralischen Baustoffen gab es eine Preissteigerung. Unter anderem sind die Preise für Zement um 32,2%, Kalk und gebrannter Gips um 31,4%, Frischbeton um 24,9% und Bausand um 21,9% gestiegen. Dagegen sank der Stabstahl um 31,6 % und das Flachglas um 17,1 % gegenüber 2022.

Die Zinsentwicklung für den Wohnungsbau, bei 15-jähriger Bindung, ist im Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,34 %-Punkte gestiegen.

Die Konjunktur im deutschen Bauhauptgewerbe lief trotz der fortlaufenden Probleme, witterungsbedingten Ausfällen und teilweiser Unterbrechung der Lieferketten nochmals überwiegend gut. Der baugewerbliche Umsatz in Bayern ist 2023 gegenüber 2022 um 0,3 % gestiegen.

Die Anzahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe in Bayern stieg von 107.666 in 2022 auf 107.800 in 2023.

2. Geschäftsverlauf und Lage

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 konnten wir in 2023 entgegen den Erwartungen eines leicht rückläufigen Ergebnisses mehr als verdoppeln. Der Erfolg des Geschäftsjahres beruht auf einer sehr guten Auslastung in allen Sparten.

Die Umsatzerlöse konnten aufgrund von erfolgten Übergaben auf TEUR 17.189 um 13,95 % gesteigert werden. Unter anderem durch die Verringerung des Bestands an halbfertigen Arbeiten von TEUR 1.600.

Das Jahresergebnis beläuft sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 1.809, nach TEUR 828 im Vorjahr, und hat sich damit dank gesunkenen Materialaufwendungen um TEUR 3.215 gesteigert.

Schwankungen sind zudem dem Geschäftsfeld und der langfristigen Fertigung geschuldet.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann insgesamt als gut angesehen werden.

a) Ertragslage

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
T€ T€ T€ %
Gesamtleistung 15.589 17.342 -1.753 -10,11
Betriebsergebnis 2.420 1.145 +1.275 +111,4
Zinsergebnis 24 -5 +29 +580,0
Steuerergebnis 680 304 +391 +123,9
Jahresergebnis 1.809 828 +966 +118,5

Die Zettler GmbH erwirtschaftete eine um 10,11 % geringere Gesamtleistung als im Vorjahr, welche insbesondere durch die Verminderung des Bestands an halbfertigen Arbeiten begründet ist.

Überproportionale Kosteneinsparungen im Materialbereich, bei leicht rückläufigen Personalaufwendungen führen zu einer Steigerung des Betriebsergebnisses um 111,4 % auf TEUR 2.420 in 2023 nach T€ 1.145 im Vorjahr.

Die Steueraufwendungen haben sich entsprechend erhöht. Das Jahresergebnis konnte um 118,5 % auf TEUR 1.809 (Vj. TEUR 828) gesteigert werden.

Insgesamt und unter den bestehenden gesamtwirtschaftlichen Umständen beurteilen wir die Ertragslage als gut.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist sehr gut. Verbindlichkeiten werden zumeist innerhalb der Skontoausnutzung, sonst innerhalb der vereinbarten Ziele beglichen.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft ist sehr gut, zugesagte Kreditlinien werden nicht vollständig beansprucht. Die liquiden Mittel vermindern sich zum Bilanzstichtag um TEUR 2.597 auf TEUR 5.839. Wesentliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen keine.

c) Vermögenslage

wesentliche Bilanzposten GJ VJ Veränderung
Aktiva T€ T€ T€ %
Anlagevermögen 1.340 1.320 20 1,5
kurzfristige Vermögenswerte 3.537 1.576 1.961 124
liquide Mittel 5.839 8.437 -2.597 30,8
Passiva
Eigenkapital 6.839 5.444 1.394 25,6
Verpflichtungen 3.877 5.901 -2.024 -34,3
Bilanzsumme 10.716 11.345 629 5,6

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist konstant gut. Die Struktur des kurz und langfristig gebundenen Vermögens ist unverändert. Die Kapitalstruktur ist ausgewogen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 64 % nach 48 % im Vorjahr.

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 20 gestiegen. Dabei stehen den Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von TEUR 401 andererseits Abgänge zu Buchwerten von TEUR 0 und Abschreibungen in Höhe von TEUR 380 gegenüber.

Der Barmittelbestand beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 5.839.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf TEUR 1.962 gestiegen (Vj. TEUR 1.012). Die Einzel- und Pauschalwertberichtigungen konnten aufgrund eines aktiven Debitorenmanagements auch im Geschäftsjahr sehr niedrig gehalten werden.

Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht vollständig beansprucht.

Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 30 gemindert und belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 13.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Gesamtleistung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung.

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Entwicklung der Gesamtleistung, Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Die Gesamtleistung beträgt TEUR 15.589 und ist damit um 10,1 % gesunken. Die Rendite auf die Gesamtleistung beläuft sich auf 11,5 % nach 4,8 % im Vorjahr.

4. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein.

Entgegen unseren Erwartungen aus dem Vorjahr ist die Entwicklung des Jahresergebnisses und Betriebsergebnisses äußerst positiv. Dagegen entwickelte sich unsere Gesamtleistung, nicht wie angenommen im Vorjahr, rückläufig.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Progosebericht

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Die Marktposition ist gefestigt. Die Baukonjunktur dürfte sich in der Zukunft erheblich verschlechtern, die Bauzinsen werden zur Eindämmung der Inflation weiter auf einem hohen Niveau bleiben.

Die Auftragslage zum Jahresende ist noch gut. Die Aufträge können gut abgewickelt werden, die Materialbeschaffung hat sich normalisiert. Im weiteren Verlauf gehen wir jedoch aufgrund der angespannten Marktlage und dem hohen Zinsniveau von einem ähnlichen Ergebnis aus.

Die Aussichten für 2024 sind verhalten positiv und die Auftragslage ist noch gut. Insgesamt erwarten wir eine stagnierende Gesamtleistung und ein leicht rückläufiges Betriebs- und Jahresergebnis.

IV. Chancen- und Risikobericht

Allgemeiner Risikobericht

Die Gesellschaft hat keine Währungsrisiken. Der Fachkräftemangel wird sich in den nächsten Jahren weiter zuspitzen, da die Nachwuchszahlen erheblich zurückgehen. Für weitere Bauträgertätigkeiten ist ein Rückgang zu erwarten, da sowohl die Material- und Lohnkosten steigen.

Risiken aus operativer Tätigkeit

Die Liquiditätslage des Unternehmens ist gut, finanzielle Engpässe sind nicht zu erwarten. Die Gesellschaft verfügt über ein ausreichendes Risikokontrollsystem, die anfallenden Kosten auf Baustellen werden kontinuierlich überwacht.

Forderungsausfälle in größerem Ausmaß sind nicht zu erwarten. Der große Anteil von langjährigen Kunden wirkt sich positiv aus.

Durch verschiedene Zertifizierungen wie AMS (Arbeitssicherheit mit System) der BG Bau, Meisterhaftzertifizierung mit 5 Sternen oder RAL Gütezeichen Holzhausbau ist eine gute Qualitätskontrolle gewährleistet.

Der Mangel an qualifiziertem Personal wird sich weiter zuspitzen.

Politische Risiken / Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden.

Diese könne unter anderem steigende Energiekosten, weitere Materialpreissteigerungen, Zinssteigerungen und eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft unserer Kunden sein.

Personalrisiken

Der Arbeitskräftemangel wird sich weiter verstärken.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind auf Grund der allgemeinen Situation verunsichert. Dies wirkt sich teilweise auf die psychische und gesundheitliche Belastungsfähigkeit aus. Die Ausfallzeiten sind dadurch gestiegen.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.

Chancen:

Auf Grund der vorgenannten Risiken müssen Lieferketten, Arbeitsabläufe und Betriebsstrukturen überdacht und angepasst werden. Dadurch wird sich das Bauen in den nächsten Jahren teilweise neu definieren.

Durch einen höheren Vorfertigungsgrad werden verschiedene Produkte und Arbeitsweisen einen höheren Standardisierungsgrad erreichen, durch den der Facharbeitermangel teilweise kompensiert werden kann.

Die Digitalisierung wird ebenfalls weiter Fortschritte machen.

Gesamtaussage:

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich, die Unternehmensnachfolge ist gesichert.

 

Memmingen, den 07.05.2025

Wolfgang Zettler

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.340.392,76 1.320.277,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 26.071,00 43.158,00
II. Sachanlagen 1.304.321,76 1.267.119,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.264,00 25.990,00
2. technische Anlagen und Maschinen 479.984,00 621.101,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 778.296,00 620.028,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.777,76
III. Finanzanlagen 10.000,00 10.000,00
B. Umlaufvermögen 9.368.601,27 10.012.944,46
I. Vorräte 64.093,99 72.185,96
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.911.830,13 8.511.681,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.465.283,90 1.504.097,85
1. Forderungen gegen Gesellschafter 71.754,39 76.031,32
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.393.529,51 1.428.066,53
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.839.223,38 8.436.660,65
C. Rechnungsabgrenzungsposten 21.700,85 11.784,20
Summe Aktiva 10.730.694,88 11.345.005,66

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.853.661,91 5.444.419,42
I. Gezeichnetes Kapital 76.693,78 76.693,78
II. Bilanzgewinn 6.776.968,13 5.367.725,64
davon Gewinnvortrag 5.367.725,64 4.539.716,16
B. Rückstellungen 2.303.254,81 2.020.173,22
C. Verbindlichkeiten 1.567.528,16 3.880.413,02
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.787,81 43.239,36
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.554.740,35 3.837.173,66
D. Rechnungsabgrenzungsposten 6.250,00 0,00
Summe Passiva 10.730.694,88 11.345.005,66

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.056.267,29 8.126.832,53
2. Personalaufwand 5.180.592,94 5.247.488,44
a) Löhne und Gehälter 3.736.151,10 3.952.121,40
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.444.441,84 1.295.367,04
davon für Altersversorgung 26,59 10.764,59
3. Abschreibungen 380.276,91 356.725,83
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 380.276,91 356.725,83
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.075.380,93 1.377.386,03
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 250,00 153,75
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 84.817,93 1.549,58
davon aus verbundenen Unternehmen 793,34
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 965,86 6.370,01
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 680.289,46 303.783,07
9. Ergebnis nach Steuern 1.823.829,12 836.782,48
10. sonstige Steuern 14.586,63 8.773,00
11. Jahresüberschuss 1.809.242,49 828.009,48
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.367.725,64 4.539.716,16
13. Ausschüttung 400.000,00
14. Bilanzgewinn 6.776.968,13 5.367.725,64

Anhang

Allgemeine Angaben

Die Zettler GmbH hat ihren Sitz in 87700 Memmingen, Augsburger Straße 82 und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter der Nummer HRB 8902 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. des § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der retrograden verlustfreien Bewertung Rechnung getragen.

Erhaltene Anzahlungen werden, soweit Ihnen unfertige Bauaufträge gegenüberstehen, bei den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden gebildet soweit erforderlich.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Aufgliederung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 und die Entwicklung im Berichtszeitraum hierauf vorgenommenen Abschreibungen ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Anschaffungskosten
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.899,92 0,00 14.776,40 81.123,52
95.899,92 0,00 14.776,40 81.123,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.257,00 0,00 0,00 47.257,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.547.418,53 9.459,68 19.173,86 2.537.704,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.009.410,10 366.286,23 93.093,19 2.282.603,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 24.777,76 0,00 24.777,76
4.604.085,63 400.523,67 112.267,05 4.892.342,25
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 10.000,00 0,00 0,00 10.000,00
10.000,00 0,00 0,00 10.000,00
Abschreibungen Nettobuchwerte
Stand am 01.01.2023 Zuführungen Abgänge Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.741,92 17.087,00 14.776,40 55.052,52 26.071,00 43.158,00
52.741,92 17.087,00 14.776,40 55.052,52 26.071,00 43.158,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.267,00 4.726,00 0,00 25.993,00 21.264,00 25.990,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.926.317,53 150.576,68 19.173,86 2.057.720,35 479.984,00 621.101,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.389.382,10 207.887,23 92.962,19 1.504.307,14 778.296,00 620.028,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 24.777,76 0,00
3.336.966,63 363.189,91 112.136,05 3.588.020,49 1.304.321,76 1.267.119,00
III. Finanzanlagen
1. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 10.000,00 10.000,00
0,00 0,00 0,00 0,00 10.000,00 10.000,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind analog dem Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Unter den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von € 71.754,39 (VJ: € 76.031,32)

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von ibs zu einem Jahr betragen € 1.576.528,16 (VJ: € 3.865.076,66). Darin sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren enthalten (VJ: 15.336,36). Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren, sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 246.173,17 (VJ: € 617.531,17) sowie aus sozialer Sicherheit in Höhe von € 113.577,79 (VJ: € 3.444,24).

Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute sind durch Sicherungsübereignungen des finanzierten Anlagevermögens gesichert.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 53 und aus der Herabsetzung der EWB auf Forderungen von T€ 78.

Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen künftige sonstige finanzielle Verpflichtungen von ca. T€ 154 p.a. aus Pachtentgelten für unbewegliches Vermögen (T€ 132) sowie Leasingverpflichtungen (T€ 22).

Gesellschafter und Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den Geschäftsführer Wolfgang Zettler (Dipl.-Ing.) geführt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 87 , davon 23 Angestellte und 64 gewerbliche Arbeitnehmer.

Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde nach vollständiger Gewinnverwendung aufgestellt. Von dem Jahresüberschuss in Höhe von € 1.824.142,49 werden € 400.000,00 ausgeschüttet und die verbleibenden € 1.424.142,49 vorgetragen.

 

Memmingen, 7. Mai 2025

Wolfgang Zettler

Bericht des Aufsichtsrats

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die folgende Darstellung zeigt die entsprechenden Laufzeiten:

31.12.2023
31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.962.058,59 1.012.027,12
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0,00) (0,00)
Forderungen gegenüber Gesellschafter 71.754,39 76.031,32
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0,00) (0,00)
Sonstige Vermögensgegenstände 1.431.470,92 416.039,41
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0,00) (0,00)
3.465.283,90 1.504.097,85

Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungen enthalten:

Stand 01.01.2023 Verbrauch/ Auflösung Zuführung Stand 31.12.2023
Personalkosten 325.558,22 41.227,04 65.664,23 349.995,41
Sonstige Rückstellungen 241.500,00 0,00 49.000,00 290.500,00
Instandhaltung 31.895,00 11.995,00 0,00 19.900,00
Gewährleistung 1.182.394,00 0,00 35.606,00 1.218.000,00
Prozesskosten 75.351,00 32.451,00 12.500,00 55.400,00
Abschlusskosten 156.675,00 0,00 17.135,00 173.810,00
Aufbewahrung Geschäftsunterlagen 6.800,00 0,00 0,00 6.800,00
2.020.173,22 85.673,04 179.905,23 2.114.405,41

Verbindlichkeiten

Eine detaillierte Entwicklung der Verbindlichkeiten zeigt nachfolgender Verbindlichkeitenspiegel.

Restlaufzeit
Art der Verbindlichkeit gesamt 31.12.2023 bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten *) 12.787,81 12.787,81 0,00 0,00
(Vorjahr) (43.239,36) (27.903,00) (15.336,36) (0,00)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 790.752,13 790.752,13 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.637.117,60) (2.637.117,60) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 243.656,29 243.656,29 0,00 0,00
(Vorjahr) (323.975,94) (323.975,94) (0,00) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (0,00) (0,00) (0,00) (0,00)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 520.331,93 520.331,93 0,00 0,00
(Vorjahr) (876.080,12) (876.080,12) (0,00) (0,00)
- davon aus Steuern € 246.173,17 (Vorjahr: € 617.531,17)
- davon soziale Sicherheit € 113.577,79 (Vorjahr: € 3.444,24)
1.567.528,16 1.567.528,16 0,00 0,00

*) gesichert durch Sicherungsübereignung des finanzierten Anlagevermögens.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 53 und aus der Herabsetzung der EWB auf Forderungen von T€ 78.

Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen künftige sonstige finanzielle Verpflichtungen von ca. T€ 154 p.a. aus Pachtentgelten für unbewegliches Vermögen (T€ 132) sowie Leasingverpflichtungen (T€ 22).

Gesellschafter und Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch den Geschäftsführer Wolfgang Zettler (Dipl.-Ing.) geführt.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 87, davon 23 Angestellte und 64 gewerbliche Arbeitnehmer.

Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde nach vollständiger Gewinnverwendung aufgestellt. Von dem Jahresüberschuss in Höhe von € 1.824.142,49 werden € 400.000,00 ausgeschüttet und die verbleibenden € 1.424.142,49 vorgetragen.

 

Memmingen, 7. Mai 2025

Wolfgang Zettler

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 13.05.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Zettler GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Zettler GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zettler GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, 9. Mai 2025

O&P GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Richlich, Wirtschaftsprüfer

Wolfgang Leeb, Wirtschaftsprüfer

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