Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 30792
Vorher
BVD Freiberg GmbH
Eingetragen
1.3.2006
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsBeteiligungsgesellschaftenKreditinstitute mit Sonderaufgaben
Gegenstand
im Rahmen der kommunalen Aufgabenstellung die Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg/Sa. Aktiengesellschaft (SWG) bei der Sicherstellung einer sozial verantwortlichen Wohnungsversorgung für breite Schichten der Bevölkerung zu unterstützen und dabei insbesondere Leistungen zu erbringen, um im Bereich der Universitätsstadt Freiberg und im untergeordneten Umfang im Umlandbereich der Universitätsstadt Freiberg die wirtschaftliche Erfüllung des öffentlichen Zwecks der Daseinsvorsorge in Form der Bereitstellung von Wohnraum zu sozial verantwortliche Konditionen sicherzustellen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

DIWO Freiberg GmbH

Freiberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
Sachanlagen
1. Technische Anlagen 538.251,67 352.027,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.026,95 1.219,79
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150.401,14 33.012,41
689.679,76 386.259,38
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.047,82 7.437,57
2. Sonstige Vermögensgegenstände 4.083,43 14.553,39
6.131,25 21.990,96
II. Guthaben bei Kreditinstituten 79.311,49 101.887,30
85.442,74 123.878,26
775.122,50 510.137,64

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 200.000,00 200.000,00
III. Verlustvortrag -9.646,12 -19.298,70
IV. Jahresüberschuss 5.628,01 9.652,58
220.981,89 215.353,88
B. RÜCKSTELLUNGEN Sonstige Rückstellungen 9.000,00 8.200,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 96.716,06 91,80
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 448.424,55 286.491,96
545.140,61 286.583,76
775.122,50 510.137,64

Gewinn- und Verlustrechnung

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 268.813,57 255.255,88
2. Sonstige betriebliche Erträge 179,85 3.269,59
3. Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 2.213,40 416,89
4. Personal
a) Löhne und Gehälter 1.331,76 1.325,88
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 484,09 1.815,85 476,46 1.802,34
5. Abschreibungen
auf Sachanlagen 132.099,33 134.614,21
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 119.772,65 105.368,49
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.464,18 6.670,96
- davon an verbundene Unternehmen EUR 7.464,18 (i. Vj. EUR 6.670,96)
8. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 5.628,01 9.652,58

Anhang

Allgemeine Angaben

Die DIWO Freiberg GmbH, Freiberg, ist beim Amtsgericht Chemnitz unter der Nummer HRB 30792 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften nach § 42 GmbHG und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach §§ 266 und 275 HGB. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz beziehungsweise Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB).

Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibungssätze für das bewegliche Sachanlagevermögen (5 % bis 33 %) berücksichtigen die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und sind unter Beachtung amtlicher AfA-Tabellen ermittelt worden. Im Jahr des Zugangs erfolgen die Abschreibungen grundsätzlich zeitanteilig.

Messgeräte und die dazugehörige Datenübertragungstechnik werden unabhängig vom Einbauzeitpunkt im ersten Jahr ganzjährig abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer orientiert sich an den gesetzlichen Eichfristen und beträgt 5, 6 oder 10 Jahre.

Anschaffungskosten für selbständig nutzbare Vermögensgegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Betrag bis EUR 250 werden im Zugangsjahr vereinfachend in voller Höhe als Aufwand erfasst.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bewertet.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Bewertung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern ergeben sich nicht, da keine Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögensgegenstände und Schulden in der Handelsbilanz und den Wertansätzen in der Steuerbilanz bestehen.

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr den Gesellschafter und ergeben sich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die Steuerberatung sowie die Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Restlaufzeit
Gesamt bis 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 97 97 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 448 119 329 134
(Vorjahr) (286) (69) (217) (89)
Summe 545 216 329 134
(Vorjahr) (286) (69) (217) (89)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr den Gesellschafter. Sie ergeben sich in Höhe von TEUR 373 (Vorjahr TEUR 248) aus Darlehen und in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr TEUR 38) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die im Jahr 2023 erwirtschafteten Umsatzerlöse von TEUR 269 (Vorjahr TEUR 255) entfallen sowohl auf die zeitanteilige Vermietung von Messgeräten für Wärme- und Wasserverbrauch, auf die Wartung von Rauchwarnmeldern und auf Ableseleistungen. Darüber hinaus wurden für die Messgeräte die notwendigen Wartungsleistungen und Funktionsprüfungen erbracht.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremden Erträge (Vorjahr TEUR 1) enthalten.

Sonstige Angaben

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

Herr Holger Reuter, Diplomingenieur (FH), 1. Beigeordneter, Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bauwesen der Stadt Freiberg (seit 1. April 2023 im Ruhestand), AR-Vorsitzender

Herr Axel Schneegans, Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Freiberg AG, Freiberg,

Herr Tobias Scholz, Rechtsanwalt

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr 2023 keine Bezüge.

Zum alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer war im Geschäftsjahr 2023 Herr Tom-Hendrik Runge, Diplom-Ingenieur, Vorstand der Städtischen Wohnungsgesellschaft Freiberg/Sa. Aktiengesellschaft, bestellt.

Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr keine Arbeitnehmer.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich in üblicher Höhe vor allem im Rahmen der Investitionen.

Die Gesellschaft ist gemäß § 271 Abs. 2 HGB verbundenes Unternehmen zur alleinigen Muttergesellschaft Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg/Sa. Aktiengesellschaft, Freiberg. Die Aktionäre der Muttergesellschaft sind zum Bilanzstichtag die Stadt Freiberg (81,5 %) und die Sparkasse Mittelsachsen (18,5 %).

Das im Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 5 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 6 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Freiberg, 29. Februar 2024

Tom-Hendrik Runge, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen 893.796,99 285.118,57 33.012,41 102.261,60 1.109.666,37
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.301,03 0,00 0,00 0,00 2.301,03
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 33.012,40 150.401,15 -33.012,41 0,00 150.401,14
929.110,42 435.519,72 0,00 102.261,60 1.262.368,54
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen 541.769,81 131.906,49 102.261,60 571.414,70
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.081,24 192,84 0,00 1.274,08
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
542.851,05 132.099,33 102.261,60 572.688,78
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
1. Technische Anlagen 538.251,67 352.027,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.026,95 1.219,79
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 150.401,14 33.012,40
689.679,76 386.259,37

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Städtische Wohnungsgesellschaft Freiberg/Sa. Aktiengesellschaft (SWG AG) hält 100 % am Stammkapital der DIWO Freiberg GmbH (Gesellschaft) von TEUR 25.

Entsprechend der Satzung wird die DIWO Freiberg GmbH im Rahmen der kommunalen Aufgabenstellung die SWG AG bei der Sicherstellung einer sozial verantwortlichen Wohnungsversorgung für breite Schichten der Bevölkerung unterstützen.

Insbesondere erbringt die DIWO Freiberg GmbH immobilienwirtschaftliche Dienstleistungen, Leistungen des Facility-Managements und des Hauswartwesens, kaufmännische Verwaltungsleistungen, Wärmeserviceleistungen und Abrechnungen von Heiz- und Betriebskosten für die Bestände des Gesellschafters.

Alle Leistungen können im untergeordneten Umfang auch für Dritte angeboten und erbracht werden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Rahmenbedingungen

Insbesondere im Bereich der Abrechnung von Strom-, Gas-, Wasser- und Heizkosten sowie der Erfassung von Verbräuchen im Bereich der Wärmeserviceleistungen (Submetering) kommt es seit Jahren zu einer hohen Konzentration auf der Angebotsseite.

Bezogen auf das gesamte Bundesgebiet erreichten die fünf größten Anbieter gemeinsam einen Umsatzanteil zwischen 70 % und 80 %, sodass nach den Erkenntnissen des Bundeskartellamtes davon auszugehen ist, dass hier ein wettbewerbsloses Oligopol vorliegt.

Diese vorgefundene Marktstruktur und das Wettbewerbsgeschehen führte zu Einschränkungen des tatsächlichen und potenziellen Wettbewerbs und damit in der Folge einer Verschlechterung der Preise zulasten von Verbrauchern und Mietern und einer schlechteren Dienstleistungsqualität. Deshalb war es im Jahr 2017 naheliegend, dass die SWG AG als großer Submetering-Kunde mit ihrer Tochtergesellschaft selbst in den Markt eintritt, um Submetering-Leistungen anfangs für ihre eigenen und selbstverwalteten Immobilien und darüber hinaus später auch für Dritte anbieten zu können. Positiv ist dabei, dass die SWG AG bereits seit vielen Jahren technische Dienstleistungen zur Heizungswartung und -fernsteuerung durchführt. Durch die bisherige Struktur der SWG AG mit einer eigenen Betriebskostenabrechnungsabteilung sowie einer Abteilung für Wärmeservice liegen die technischen und organisatorischen Voraussetzungen vor, um Messdienstleistungen in eigener Regie zu erbringen. Das Abrechnungs-Know-how als auch das technische Know-how zur Installation und Wartung der Messeinrichtungen sind innerhalb der SWG AG vorhanden.

Im September 2021 hat der Bundesrat die Angleichung der Eichfristen von Warmwasser- und Wärmemengenzähler auf sechs Jahre beschlossen. Ursprünglich geplante Gerätewechsel nach fünf Jahren wurden deshalb von der DIWO auf das Jahr 2023 verschoben.

Der Gesetzgeber hat im Jahr 2018 Klarstellungen zu technischen Wartungsmöglichkeiten von Rauchmeldern getroffen. So ist es möglich, Funk-Rauchwarnmelder einzusetzen, die eine Ferninspektion der Geräte ermöglichen. In das Messgeräte-Funknetz von Qundis lassen sich solche Rauchwarnmelder einbinden.

Im Freistaat Sachsen besteht seit dem 8. Juni 2022 eine Nachrüstpflicht mit Rauchmeldern für Bestandsgebäude bis spätestens zum Ablauf des 31. Dezember 2023. Die SWG AG stattete deshalb im Jahr 2023 ihre Bestandswohnungen mit insgesamt ca. 10.800 Rauchmeldern aus. Für diese neuen Rauchmelder und die bereits im Einsatz befindlichen ca. 5.700 Rauchmelder der SWG AG übernimmt die DIWO Freiberg GmbH die jährliche Funktionsprüfung.

Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass bei einer Messgeräteausstattung mit Funksystemen alle Mieter eine monatliche unterjährige Verbrauchsinformation erhalten sollen. Die DIWO setzt ausschließlich Funksysteme zur Datenübermittlung ein. Alle Messwerte werden monatlich erfasst und stehen für eine weitere Verarbeitung in einer Mieter-App zur Verfügung.

2. Geschäftsverlauf

Haupttätigkeitsfeld der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 bestand im Ausbau der Geschäftsbesorgung als immobilienwirtschaftlicher Dienstleister für die Muttergesellschaft. Der Fokus lag dabei vor allem im Bereich der Messdienstleistungen und dem Einbau von Rauchmeldern. Durch das planmäßige Auslaufen von langfristigen Verträgen bezüglich Messdienstleistungen bei der Muttergesellschaft sowie der 6-jährigen Eichfrist von Wasserzählern wurden 293 (Vorjahr 167) Wohnungen und Gewerbeeinheiten mit Messgeräten für die Verbrauchsmessung von Wasser- oder Heizenergie ausgestattet. Zukünftig erfolgen auch die Ablesung der Verbrauchswerte und die Abrechnung der Heizkosten für diese Wohnungen und Gewerbeeinheiten durch die DIWO Freiberg GmbH. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 3.583 (Vorjahr 880) Mess- und Funknetzgeräte eingebaut und 2.072 Wasserzähler nach Ablauf der Eichfrist ausgetauscht. Es wird dabei vorrangig auf moderne Funktechnologie gesetzt. Die Geräte verbleiben im Eigentum der DIWO Freiberg GmbH und werden an die SWG AG vermietet.

Die im Jahr 2023 erwirtschafteten Umsatzerlöse von TEUR 269 entfallen sowohl auf die zeitanteilige Vermietung der Geräte, die Wartung von Rauchmeldern und auf Ableseleistungen. Für die bis 2022 mit Messeinrichtungen ausgerüsteten Wohnungen und Gewerbeeinheiten erfolgte die Abrechnung der Heizkosten durch die DIWO Freiberg GmbH.

Die Gesellschaft erbringt mit dem Einbau der Messgeräte technische Dienstleistungen. Durch die Ablesung und Abrechnung der Messergebnisse werden auch kaufmännische Dienstleistungen erbracht. Die Gesellschaft beschäftigt derzeit noch kein eigenes Personal, sondern bedient sich im Rahmen einer Personalgestellung Mitarbeitern der Muttergesellschaft. Leistungen für Buchhaltung, Controlling und EDV werden im Rahmen eines Geschäftsbesorgungsvertrages durch die Muttergesellschaft erbracht.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

3.1 Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 28,5 % (Vorjahr 42,2 %). Die Bilanzstruktur ist durch einen hohen Anteil des Anlagevermögens geprägt, der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 89,0 % (Vorjahr 75,7 %).

Die DIWO Freiberg GmbH wird im Wesentlichen durch Gesellschafterdarlehen finanziert, die mit 2,5 % p. a. verzinst werden. Die Restschulden dieser Darlehen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 373.

3.2 Finanzlage

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 verfügte die Gesellschaft über liquide Mittel von TEUR 79. Die Liquidität war in 2023 gegeben und ist mittelfristig nach den derzeitigen Planungen gesichert. Die Investitionstätigkeit wird durch die Inanspruchnahme von Gesellschafterdarlehen gesichert.

Die Mittelherkunft und -verwendung stellt sich wie folgt dar:

2023 2022
TEUR TEUR
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 294 152
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 435 - 73
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 118 - 36
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 23 43

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich vor allem aus den Abschreibungen auf Sachanlagen und der stichtagsbezogenen Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrifft insgesamt Investitionen in Sachanlagen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrifft in Höhe von TEUR 160 Kreditaufnahmen beim Gesellschafter, denen in Höhe von TEUR 35 Tilgungen von Gesellschafterdarlehen und in Höhe von TEUR 7 gezahlte Zinsen gegenüberstehen.

Der Finanzmittelfonds bzw. die liquiden Mittel haben sich um TEUR 23 auf TEUR 79 verringert.

3.3 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr planmäßig um TEUR 14 auf TEUR 269 durch die weitere Zunahme der eingebauten Messgeräte gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von TEUR 105 im Vorjahr auf TEUR 120 gestiegen. Der Anstieg betrifft vor allem gestiegene Aufwendungen für Fremdpersonal aufgrund der gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Anzahl eingebauter Messgeräte.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses von TEUR -7 ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 6 (Vorjahr TEUR 10).

Die geplanten Umsatzerlöse von TEUR 286 wurden im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 17 unterschritten. Das Jahresergebnis fällt aufgrund geringerer Umsatzerlöse um TEUR 17 niedriger aus, als es geplant war.

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die nachfolgend aufgeführten Leistungsindikatoren, die der Unternehmenssteuerung dienen, haben sich im Geschäftsjahr wie dargestellt entwickelt:

Die Eigenkapitalquote beträgt aktuell 28,5 % (Vorjahr 42,2 %).

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 294 (Vorjahr TEUR 152).

Aus der zur Finanzierung der Gesellschaft notwendigen Kreditaufnahme bei der Muttergesellschaft ermittelt sich eine Kapitaldienstquote [(Zinsaufwendungen + Tilgungszahlungen) / Umsatzerlöse] von 15,7 %.

Gemäß der Planung ergibt sich eine stabile Entwicklung der aufgeführten finanziellen Leistungsindikatoren.

C. Prognosebericht einschließlich Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Risikobericht

Seit dem Jahr 2017 ist ein entsprechendes Risikomanagementsystem eingerichtet. Damit können negative Auswirkungen von Risiken frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen ergriffen werden. Das Risikomanagementsystem stellt darüber hinaus die Integration von Risikosteuerung und -überwachung in den Betriebs- und Berichtsabläufen sicher, koordiniert die Risikokommunikation und setzt einheitliche Standards in die Unternehmensbereiche.

Die Gesellschaft bewegt sich in einem Geschäftsbereich, der von starken technologischen Herausforderungen und Veränderungen geprägt ist. Die sich daraus ergebenden wesentlichen Risiken lassen sich nur durch den Einsatz von gut ausgebildetem und erfahrenem Personal beherrschen. Bei der Auswahl der Messgeräte hat sich die Gesellschaft entschlossen, auf Geräte des Marktführers Qundis zu setzen.

Risiken aus der Wirtschaftsplanung ergeben sich insofern, als die dort gemachten Annahmen nicht erreicht werden könnten.

Die in der Wirtschaftsplanung unterstellten Umsatzsteigerungen resultieren derzeit ausschließlich aus dem Dienstleistungsgeschäft mit der Muttergesellschaft. Umsätze für Dritte sind perspektivisch geplant, werden jedoch in der Wirtschaftsplanung noch nicht unterstellt.

Risikopotenziale für negative Abweichungen zum Wirtschaftsplan bestehen vorrangig im Bereich der Kosten für Material und im unterstellten durchschnittlichen Aufwand zum Einbau der Messgeräte. Diese Rahmenbedingungen liegen nur teilweise im Einflussbereich der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr waren auch Lieferverzögerungen bei Messgeräten zu verzeichnen, die jedoch noch keine negativen Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf hatten.

Die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft wird auch wesentlich davon abhängen, ob es gelingt, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Arbeitsprozess zu gewinnen. Wegen der demografischen Entwicklung und des sich schon jetzt abzeichnenden Mangels an Fachkräften bildet unser Mutterunternehmen dafür konsequent eigenen Nachwuchs aus und qualifiziert die Mitarbeiter permanent weiter.

Gemäß Wirtschaftsplan ergibt sich zur Finanzierung der geplanten Investitionen für das Jahr 2024 ein Finanzbedarf von TEUR 190, der durch ein Darlehen der Muttergesellschaft gedeckt wird.

2. Chancenbericht

Es gilt zukünftig die Chancen zu ergreifen, die sich aus der positiven Entwicklung des Wohn- und Arbeitsstandortes Freiberg ergeben. So kann die Gesellschaft als kompetenter wohnungswirtschaftlicher Dienstleister auch Partner sowohl für kommunale Partner mit Immobilienbestand als auch private Grundstückseigentümer und Hausverwaltungen werden.

Im September 2021 hat der Bundesrat die Angleichung der Eichfristen von Warmwasser- und Wärmemengenzähler auf sechs Jahre beschlossen. Daraus ergibt sich eine günstige Preiskalkulation und effiziente Ausnutzung der Mengenzähler gegenüber unseren Kunden.

Durch die zum 1. Dezember 2021 in Kraft getretene novellierte Heizkostenverordnung ergeben sich mögliche Dienstleistungen in der Unterstützung der unterjährigen Verbrauchsinformation.

In den nächsten Jahren wird damit gerechnet, dass sich die Sensibilität der Mieterschaft bezüglich energetischer Themen erhöhen wird. Dies kann dazu führen, dass neue Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Messung von Energieverbräuchen entstehen, woraus für die Gesellschaft zusätzliche Deckungsbeiträge entstehen können.

3. Prognosebericht

Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, in einem mittelfristigen Zeitraum ihre Geschäftstätigkeit so weit zu erweitern, dass mit eigenem Personal auch in den kommenden Geschäftsjahren ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet werden kann. Dazu sollen Umsatzsteigerungen vor allem durch die Übernahme von Messdienstleistungen und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Rauchmeldern für die Muttergesellschaft erfolgen. Darüber hinaus ist beabsichtigt, dass schrittweise Hausmeisterleistungen für die Muttergesellschaft in der DIWO Freiberg GmbH gebündelt werden, die zu positiven Deckungsbeiträgen führen sollen. Inzwischen ist die Gesellschaft auch so aufgestellt, dass alle Dienstleistungen auch für Dritte im Landkreis Mittelsachsen zu attraktiven Konditionen erbracht werden können.

Zusammenfassend lässt sich für die DIWO Freiberg GmbH schlussfolgern, dass die Finanzierung derzeit mit dem vorhandenen Gesellschaftskapital gesichert ist und weitere Risiken in den nachfolgenden Jahren durch den planmäßig anwachsenden Auftragsbestand gut kalkulierbar sind.

Bei planmäßiger Fortführung der Geschäftstätigkeit erwarten wir für 2024 laut Wirtschaftsplan Umsatzerlöse in Höhe von ca. TEUR 370 und einen Jahresüberschuss von ca. TEUR 40.

 

Freiberg, 29. Februar 2024

Tom-Hendrik Runge, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DIWO Freiberg GmbH, Freiberg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der DIWO Freiberg GmbH, Freiberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DIWO Freiberg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, 15. März 2024

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Assmann, Wirtschaftsprüferin

Hohmann, Wirtschaftsprüfer

Amtsgericht Chemnitz

HRB 30792

Protokoll 1. Gesellschafterversammlung 2024

DIWO Freiberg GmbH

Datum/Zeit: 20.04.2023, 16:45 bis 17:00 Uhr
Ort: SWG-Treff, Beuststraße 1, 09599 Freiberg
Teilnehmer: Gesellschafter, Herr Runge
Prokurist SWG AG, Herr Woidniok
Protokollantin, Frau Hegewald

Herr Runge begrüßt die Anwesenden zur 1. Gesellschafterversammlung 2024 der DIWO Freiberg GmbH.

Die Einladung mit der Tagesordnung und den entsprechenden Unterlagen ist dem Gesellschafter fristgerecht zugegangen.

TOP 1: Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden zum Geschäftsjahr 2023

Sachverhalt:

Zu diesem Tagesordnungspunkt liegt dem Gesellschafter der Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden vor.

Diskussionspunkte:

keine

Ergebnis:

Der Gesellschafter nimmt den Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden zur Kenntnis.

TOP 2: Feststellung des Jahresabschlusses und der Ergebnisverwendung

Sachverhalt:

Zu diesem Tagesordnungspunkt liegt dem Gesellschafter eine Beschlussvorlage vor.

Diskussionspunkte:

keine

Beschluss:

Die Gesellschafterversammlung stellt den Jahresabschluss 2023 (01.01. bis 31.12.) wie folgt fest:

1. Die Bilanzsumme zum 31.12.2023 beträgt 775.122,50 €
2. Der Jahresüberschuss 2023 beträgt 5.628,01 €
3. Der Jahresüberschuss von soll auf neue Rechnung vorgetragen werden 5.628,01 €
Abstimmungsergebnis: 1x Ja (einstimmig)

TOP 3: Entlastung des Geschäftsführers

Sachverhalt:

Zu diesem Tagesordnungspunkt liegt dem Gesellschafter eine Beschlussvorlage vor.

Diskussionspunkte:

keine

Beschluss:

Dem Geschäftsführer, Herrn Tom-Hendrik Runge, wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Abstimmungsergebnis: 1x Ja (einstimmig)

TOP 4. Entlastung des Aufsichtsrates

Sachverhalt:

Zu diesem Tagesordnungspunkt liegt dem Gesellschafter eine Beschlussvorlage vor.

Diskussionspunkte:

keine

Beschluss:

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates, Herrn Holger Reuter, Herrn Axel Schneegans und Herrn Tobias Scholz wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Abstimmungsergebnis: 1x Ja (einstimmig)

TOP 5. Vergabe des Prüfungsauftrages für den Jahresabschluss 2024 an eine Prüfungsgesellschaft

Sachverhalt:

Zu diesem Tagesordnungspunkt liegt dem Gesellschafter eine Beschlussvorlage vor.

Diskussionspunkte:

keine

Beschluss:

Gemäß § 18 Abs. 3 der Satzung beauftragt die Gesellschafterversammlung der DIWO Freiberg GmbH die BDO AG mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2024 einschließlich der Prüfung gemäß § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz (HGrG).

Die Beauftragung erfolgt stellvertretend für den Gesellschafter durch den Aufsichtsratsvorsitzenden der DIWO Freiberg GmbH.

Abstimmungsergebnis: 1x Ja (einstimmig)

Weitere Wortmeldungen gibt es nicht.

Herr Runge beendet um 17:00 Uhr die Gesellschafterversammlung.

Die Niederschrift wurde durch Frau Hegewald ausgefertigt.

 

Freiberg, 07.05.2024

Tom-Hendrik Runge, Gesellschafter

Tischvorlage zur Gesellschafterversammlung am 25.04.2024

TOP 1. Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden zum Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsratsvorsitzende der DIWO Freiberg GmbH beabsichtigt gegenüber der Gesellschafterversammlung der DIWO Freiberg GmbH, nach entsprechender Beschlussempfehlung durch den Aufsichtsrat, nachfolgenden Bericht zum Geschäftsjahr 2023 abzugeben:

Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden zum Verlauf des Geschäftsjahres 2023

Der Aufsichtsrat besteht aus:

Herrn Holger Reuter, Aufsichtsratsvorsitzender

Herrn Axel Schneegans, Aufsichtsratsmitglied

Herrn Tobias Scholz, Aufsichtsratsmitglied

Der Aufsichtsrat der DIWO Freiberg GmbH hat sich durch schriftliche und mündliche Berichte der Geschäftsführung über die Lage, Entwicklung und über besondere Ereignisse der Gesellschaft unterrichten lassen.

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2023 fanden 2 Aufsichtsratssitzungen statt.

1. AR-Sitzung 20.04.2023
2. AR-Sitzung geplant 30.11.2023, Nachholtermin 22.02.2024

Der Aufsichtsrat hat sich schwerpunktmäßig im Berichtsjahr mit folgenden Thematiken beschäftigt:

1.

Jahresabschluss 2022

2.

Wirtschaftsplan 2024 ff.

3.

Risikosystem

Darüber hinaus wurde über folgende Themen berichtet.

Liquiditätsstatus,

wirtschaftliche Entwicklung.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde von der als Abschlussprüfer bestellten BDO AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 15.03.2024 versehen. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der Prüfbericht für das Geschäftsjahr 2023 liegen dem Aufsichtsrat der DIWO Freiberg GmbH vor.

Der Aufsichtsrat der DIWO Freiberg GmbH empfiehlt der Gesellschafterversammlung die Feststellung des Jahresabschlusses 2023.

Der Aufsichtsrat der DIWO Freiberg GmbH empfiehlt der Gesellschafterversammlung, dem Geschäftsführer, Herrn Tom-Hendrik Runge sowie den Aufsichtsräten, Herrn Holger Reuter, Herrn Axel Schneegans und Herrn Tobias Scholz für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen.

 

Freiberg, 25.04.2024

Holger Reuter, Aufsichtsratsvorsitzender der DIWO Freiberg GmbH

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