Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 7051
Vorher
EBnedgeinRnöRtöutnugng ANREU Martin Anders & Erwin Reutter GmbH
Eingetragen
6.7.2004
Branche
Herstellung von Paletten und anderen Ladungsträgern aus HolzGroßhandel mit Roh- und SchnittholzBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Vorbereitung und Durchführung von Holzrecycling, der Holzpalettenhandel, die Palettenreparatur sowie die Anfertigung von Paletten auf Sondermaße. Der Gesellschaft ist es gestattet, Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu übernehmen, zu vertreten und sich an solchen Unternehmen zu beteiligen. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen und dem Zweck des Unternehmens dienende Nebenbetriebe zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Paul Anders
seit 30.4.2018
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ANREU GmbH (vormals: ANREU Martin Anders & Erwin Reutter GmbH)

Lüdinghausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens und Darstellung des Geschäftsverlaufs

1.1. Unternehmenstätigkeit

Unser Unternehmen wurde im Jahr 1989 zunächst als Gesellschaft bürgerlichen Rechts gegründet. Die Umwandlung in eine Kapitalgesellschaft erfolgte bereits im Jahr 1990. Wir betreiben unser Unternehmen an mehreren Standorten, wobei Lüdinghausen der Hauptsitz ist. Weitere Betriebsstandorte werden als Service Center in Eckental, Schwieberdingen und in Langweid unterhalten.

Unsere Geschäftsbereiche beziehen sich speziell auf Paletten, und zwar der Handel, Palettenrecycling aus gebrauchtem Holz, Palettenreparatur, Palettenhitzebehandlung sowie auch die Spedition.

Wir beschäftigen zurzeit rd. 156 Mitarbeiter und unterhalten einen eigenen Fuhrpark. Wir sind zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb.

Zu unserem Kundenkreis gehören vornehmlich namhafte große Industrie-, Handels- und Speditionsunternehmen.

1.2. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2022 gekennzeichnet durch ein leichtes Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im 4. Quartal 2022 gegenüber dem 3. Quartal 2022 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,2 % gesunken. Nachdem sich die deutsche Wirtschaft trotz schwieriger Bedingungen in den ersten drei Quartalen gut behaupten konnte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2022 leicht ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten privaten Konsumausgaben, die die deutsche Wirtschaft im bisherigen Jahresverlauf gestützt hatten, waren niedriger als im Vorquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist das preisbereinigte BIP im Jahr 2022 um 1,8 % gewachsen. Preis- und kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 %. Damit wurde das ursprüngliche Ergebnis um 0,1 Prozentpunkte nach unten revidiert (Pressemitteilung Nr. 037 vom 30. Januar 2023). Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Hinzu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie.

Auf Grund der unterschiedlichen Branchenzugehörigkeiten der Kunden unserer Auftraggeber sind wir nicht so sehr an eine spezielle Branchenentwicklung gebunden bzw. davon abhängig. Entgegen der gesamtwirtschaftlichen Lage des Jahres 2022 (insbesondere aufgrund der Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs) hat sich unsere eigene geschäftliche Entwicklung sehr positiv dargestellt. Wir haben unsere positive und stabile Vermögens- und Ertragslage und Geschäftsentwicklung in 2022 fortgesetzt.

1.3. Geschäftsergebnis und Geschäftsverlauf

Trotz des oben dargelegten konjunkturellen Umfelds konnten wir zum wiederholten Mal ein positives Geschäftsergebnis erwirtschaften. Somit wurde unsere Vorjahresprognose in Bezug auf die Umsatzentwicklung und das Rohergebnis bestätigt und in Bezug auf das Jahresergebnis - vor Berücksichtigung von Sondereffekten (siehe Punkt 2.3 Analyse Ertragslage) ebenfalls bestätigt.

Unsere bisherigen Maßnahmen zur Stabilisierung und Ausbau aller unserer Geschäftsbereiche zahlen sich weiterhin aus. In allen Bereichen verzeichnen wir eine zufriedenstellende Entwicklung.

Im Geschäftsjahr 2022 beträgt unser Rohergebnis 13.282 TEUR und ist gegenüber dem Vorjahr um 1.336 TEUR gestiegen. Es konnte eine Verbesserung der Gesamtleistung erreicht werden (+18,8%). Im Geschäftsjahr 2022 beträgt unser Ergebnis 1.531 TEUR (im Vorjahr 1.734 TEUR). Im Weiteren verweisen wir auf unsere Lagedarstellung unter Gliederungspunkt 2.3.

Die Eigenkapitalquote (rd. 40 %; Vorjahr rd. 49 %) sowie die liquide Situation (T€ 2.885; Vorjahr T€ 903) konnte auf hohem Niveau gehalten bzw. wieder auf ein sehr gutes Maß ausgebaut. Wir gehen daher davon aus, dass der Fortbestand unseres Unternehmens gesichert ist.

1.4. Investitionen

Die Investitionen des Geschäftsjahres beliefen sich mit rd. 2.624 TEUR deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Erwerb der bislang gepachteten Gewerbeimmobilie "Orchideentraße 10; Eckental mit rd. 2.513 TEUR. Darüber hinaus erfolgten Investitionen im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung (insb. Fuhrpark/LKW/Stapler).

Wir planen künftig unsere Lackierung zu automatisieren, ein neues Kaltlager zu errichten und eine PV-Anlage zu installieren.

1.5. Finanzierungsmaßnahmen bzw. - vorhaben

Die Investitionen des abgelaufenen Jahres sind im Wesentlichen kreditfinanziert worden. Es handelt sich üblicherweise um mittelfristige Finanzierungen bzw. bei der Gewerbeimmobilie um eine langfristige Finanzierung.

Das Anlagevermögen (T€ 5.210) war zum Bilanzstichtag deutlich höher als der Saldo der Kreditfinanzierung (T€ 3.246). Das Eigenkapital (T€ 4.462) und die Kreditfinanzierung überdecken das Anlagevermögen.

2. Darstellung der Lage

Die Darstellung der Lage bzw. deren Entwicklung wird anhand der folgenden Kennzahlen, die unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren enthalten, dargelegt bzw. erläutert:

2.1. Vermögenslage

Die Vermögenslage lässt sich wie folgt darstellen:

AKTIVA

2022
T€
2021
T€
2020
T€
2019
T€
2018
T€
Anlagevermögen
Immaterielles Vermögen 21 25 31 37 42
Sachanlagen 5.189 3.038 3.219 3.388 2.908
5.210 3.063 3.250 3.425 2.950
Umlaufvermögen
Vorräte 542 393 301 352 361
Forderungen 2.380 1.484 1.495 1.404 1.267
Liquide Mittel 2885 903 758 177 305
5.807 2.780 2.554 1.933 1.933
sonstige Aktiva 91 89 91 27 26
Bilanzsumme 11.108 5.932 5.895 5.385 4.909

PASSIVA

Eigenkapital 4.462 2.930 2.496 1.497 912
Fremdkapital
Rückstellungen 913 824 454 341 254
Verbindlichkeiten 5.733 2.178 2.945 3.547 3.743
6.646 3.002 3.399 3.888 3.997
Bilanzsumme 11.108 5.932 5.895 5.385 4.909

Das zum 31.12.2022 ausgewiesene Eigenkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 1.531 TEUR und beträgt rd. 4.462 TEUR. Das macht rd. 40 % (im Vorjahr rd. 49 %) der Bilanzsumme aus. Die Minderung der relativen Eigenkapitalquote ist dabei auf den Anstieg der Bilanzsumme zurückzuführen.

Damit ist das Anlagevermögen zum Bilanzstichtag zu rd. 86 % (im Vorjahr rd. 96 %) durch Eigenkapital gedeckt.

Insgesamt ist zu berücksichtigen, dass im Geschäftsjahr Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.065 TEUR (Erfüllungsbetrag 1.075 TEUR) mit Deckungsvermögen in Höhe von 823 TEUR verrechnet wurden.

2.2. Finanzlage

Die Finanzlage ergibt sich aus folgendem Überblick:

Übersicht Cashflow 2022
T€
2021
T€
2020
T€
2019
T€
2018
T€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 2.633 2.161 663 512 -26
Cashflow aus Investitionstätigkeit -2.605 -200 -79 -952 -38
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.953 -1.815 -4 312 -887
Veränderung der liquiden Mittel 1.981 146 580 -128 -951

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist positiv. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet den Kapitaldienst in Höhe von rd. 637 TEUR und Neuaufnahme von (Finanz-) Darlehen in Höhe von 2.590 TEUR.

Unsere Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, die fälligen Verpflichtungen zu begleichen.

2.3. Ertragslage

Folgende Erfolgskennzahlen stellen wir gegenüber:

Ertragslage 2022
T€
2021
T€
2020
T€
2019
T€
2018
T€
Rohergebnis 13.282 11.946 10.938 10.552 11.010
Ergebnis vor Steuern 2.295 2.541 1.484 956 1.079
Steuern vom Einkommen und Ertrag -745 -784 -464 -300 -339
Sonstige Steuern -19 -22 -21 -70 -23
Jahresergebnis 1.531 1.734 999 586 718

Bei der Beurteilung der Ertragslage ist folgendes zu berücksichtigen:

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Abfindungen und ähnliche Personalkosten in Höhe von insgesat T€ 616 enthalten, die aus der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen resultieren.

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von rd. T€ 82 enthalten.

Ohne diese (Sonder-) Effekte ergäbe sich ein bereinigtes Jahresergebnis nach Ertragsteuerbelastung (rd. 30%) in Höhe von rd. T€ 2.020.

Unsere Entwicklungsprognose aus dem Vorjahr konnten wir damit grundsätzlich einhalten.

Insgesamt hat sich unser Umsatz um rd. 19% erhöht.

Das Rohergebnis hat sich ebenfalls um rd. 11% erhöht.

3. Hinweise auf Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende Auswirkungen oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemieauf waren unser Geschäftsfeld nach dem bisherigen Verlauf vergleichsweise gering. Unsere Gesellschaft läuft bisher weitgehend im Normalbetrieb. Auch bei unseren Vertragspartnern hat es nach unserem bisherigen Kenntnisstand keine wesentlichen uns bekannt gewordenen Ausfälle gegeben, so dass danach bisher keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage ersichtlich waren.

Nach gut drei Jahren Pandemiegeschehen hat SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach erklärt, dass Deutschland die Pandemie erfolgreich und mit einer guten Bilanz bewältigt hat (vgl. z.B. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-karl-lauterbach-erklaert-pandemie-fuer-beendet-a-00305a6a-f771-4a55-a3e8-4201d3c35a3e).

Der Einmarsch der russischen Streitkräfte in die Ukraine am 24.02.2022 stellt ein einschneidendes Ereignis dar, das auch in der Wirtschaft und damit in den Unternehmen deutliche Spuren hinterlassen wird. Die Staatengemeinschaft - darunter auch Deutschland - hat Sanktionen gegen Russland verhängt. Daraus folgen nicht nur wirtschaftliche Konsequenzen für Russland, sondern u.a. auch für Deutschland. Wesentliche Risiken treffen die Wirtschaft z.B. Lieferketten (insb. hinsichtlich des Energiebedarfs), Absatzmärkte oder Rohstoffmärkte (z.B. Holz). Diese Risiken wirken sich dann mittelbar auch auf den gesamten Finanzsektor aus (starke Inflation und steigendes Zinsniveau etc.).

Für die privaten Haushalte besonders spürbar sind die stark steigenden Preise für Energie und Nahrungsmittel. Dies führt grundsätzlich zu einer Kaufzurückhaltung. Im Geschäftsjahr 2022 waren für uns die Auswirkungen noch vergleichsweise gering, da wir Kostensteigerungen (Anstieg der Rohstoffpreise für Holz) im Wesentlichen an unsere Kunden weitergeben konnten. Ende 2022 haben sich die Materialpreise insbesondere bei Holz wieder normalisiert. Die Kaufzurückhaltung hält aber auch Anfang 2023 noch an, was bei uns zu sinkenden Umsatzerlösen führen wird. Nach unseren vorläufigen betriebswirtschaftlichen Auswertungen sind unsere Umsatzerlöse leicht unter Vorjahresniveau (-5,7%). Dies wird sich auch auf unserer Rohergebnis auswirken.

Die wesentlichen Finanzinstrumente bestehen bei uns aus Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Den Zinsrisiken wird durch entsprechende Zinsbindungsvereinbarungen Rechnung getragen. Die im Wesentlichen gute Zahlungsmoral unserer Kunden führte bisher grundsätzlich zu keinen größeren Zahlungsausfällen. Innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen nehmen wir den Ausgleich der Verbindlichkeiten vor. Wir haben jeweils eine OPOS-Buchhaltung eingerichtet.

Für unser weiteres Kontroll- und Risikomanagement haben wir eine monatliche Standortabrechnung in Form einer kostenstellenbezogenen Deckungsbeitragsrechnung implementiert. Sie ist wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensplanung und unserer Geschäftsstrategie. Zusammen mit der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertung sowie einer laufenden Liquiditätsüberwachung bewerten wir Geschäftsrisiken grundsätzlich ad hoc. Bei größeren Projekten wird vorab mittels Liquiditäts- und Ertragsplanung untersucht, ob sich diese umsetzen lassen. Ein Soll-Ist-Vergleich wird regelmäßig durchgeführt.

Über das allgemeine Unternehmerrisiko hinaus sind keine konkreten Ertragsrisiken außerhalb des allgemeinen Preis- und Wettbewerbsrisikos zu erkennen. Rund 70 % unserer Umsatzerlöse werden mit einem Auftraggeber generiert. Nach unserem derzeitigen Verhandlungsstand gehen wir von einer Standortsicherung für die nächsten Jahre aus. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch entsprechende Wertberichtigungen bzw. Rückstellungen sowie Versicherungsschutz ausreichend abgedeckt.

Chancen sehen wir insbesondere in unseren stabilen Kundenbeziehungen, wobei wir nach dem Stand unserer aktuellen Verhandlungen auch künftig von einer Standortsicherung ausgehen. Darüber hinaus sehen wir Chancen in der Branchenunabhängigkeit unseres Unternehmens (vgl. Punkt 1.2).

Zusammenfassung:

Bestandsgefährdende Risiken bzw. entwicklungsbeeinträchtigende Risiken mit Blick auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage liegen derzeit nicht vor bzw. sind nach unserem derzeitigen Kenntnisstand nicht erkennbar.

4. Prognose

Auf Grund unserer laufenden, internen Auswertungen sowie Verhandlungen mit unseren wesentlichen Kunden gehen wir für das Jahr 2024 so auch bisher für 2023 weiterhin von einer stabilen Geschäftsentwicklung aus und erwarten - trotz der Russland-Ukraine-Krise - eine positive Ertragslage in etwa auf bereinigtem Vorjahresniveau (siehe oben). Wir erwarten für 2023 gegenüber dem Vorjahr ein leicht vermindertes Rohergebnis bei leicht verminderten Umsatzerlösen. Für 2024 wird nach dem bisherigen Geschäftsverlauf und unserem derzeitigen Kenntnisstand eine ebenfalls positive Ertragslage wird angestrebt.

Negative Auswirkungen aufgrund der seit dem 24.02.2022 anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine (siehe Punkt 3.2) auf die künftige Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Liquiditätslage können weiterhin kaum eingeschätzt werden. Wir streben die Weitergabe der gestiegenen Kosten an unsere Auftraggeber wie bisher weiter an. Unsere Prognose für 2024 ist daher mit einem deutlich höheren Unsicherheitsfaktor belastet.

Wir streben die Fortführung unserer erfolgreichen Geschäftspolitik an.

 

Lüdinghausen, 26.01.2024

gez. Paul Anders, Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 5.210.016,36 3.063.550,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.523,00 25.878,00
II. Sachanlagen 5.189.493,36 3.037.672,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.322.121,70 1.907.165,15
2. technische Anlagen und Maschinen 4.808,66 9.591,66
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 852.563,00 1.028.234,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.000,00 92.681,44
B. Umlaufvermögen 5.806.689,82 2.780.159,25
I. Vorräte 541.488,74 393.086,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.380.394,28 1.483.912,17
1. Forderungen gegen Gesellschafter 616.339,78 18.918,42
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.764.054,50 1.464.993,75
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.884.806,80 903.160,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 91.415,30 88.684,07
Aktiva 11.108.121,48 5.932.393,57

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 4.461.694,11 2.930.362,58
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 2.904.362,58 1.169.876,82
III. Jahresüberschuss 1.531.331,53 1.734.485,76
B. Rückstellungen 912.652,52 824.050,44
C. Verbindlichkeiten 5.733.484,85 2.177.690,55
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.245.539,73 1.227.028,23
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.487.945,12 950.662,32
D. Rechnungsabgrenzungsposten 290,00 290,00
Passiva 11.108.121,48 5.932.393,57

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 13.281.872,17 11.945.658,98
2. Personalaufwand 7.768.573,11 6.447.193,64
a) Löhne und Gehälter 6.543.842,42 5.273.339,30
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.224.730,69 1.173.854,34
davon für Altersversorgung 47.638,55 98.751,11
3. Abschreibungen 478.006,86 432.621,44
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 478.006,86 432.621,44
davon außerplanmäßige Abschreibungen 82.681,44
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.655.272,82 2.467.357,59
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.871,77 649,97
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 85.909,83 57.877,55
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 745.310,79 784.303,15
8. Ergebnis nach Steuern 1.550.670,53 1.756.955,58
9. sonstige Steuern 19.339,00 22.469,82
10. Jahresüberschuss 1.531.331,53 1.734.485,76

Anhang

A. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Annahme der Fortführung der Unternehmertätigkeit aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH - Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Die Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und -soweit abnutzbar- um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen des Berichtsjahres wurden linear vorgenommen. Die voraussichtlichen Nutzungsdauern der Vermögensgegenstände belaufen sich auf 2 bis 15 Jahre bzw. 49 Jahre für grundstücksgleiche Rechte und 33 Jahre für Betriebsgebäude. Geringwertige Anlagegüter (Anschaffungskosten bis zu 800 EUR) wurden im Zugangsjahr sofort und vollständig abgeschrieben. Im Anlagenspiegel wurde deren Vollabgang unterstellt.

Im Posten "geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau" sind die für die ursprünglich geplante Halle 6 bislang angefallenen Herstellungskosten enthalten. Das Projekt wird nun aber nicht mehr weitergeführt. Das noch vorhandene Material wird möglicherweise an anderer Stelle aufgestellt. Es erfolgte daher eine außerplanmäßige Abschreibung wg. dauerhafter Wertminderung auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von rd. 82 TEUR.

Die Vorräte wurden zu durchschnittlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt, wobei das strenge Niederstwertprinzip gem. § 253 Abs. 4 HGB beachtet wurde, soweit dies notwendig war.

Der Ansatz der Forderungen erfolgte mit dem Nennbetrag. Einzelwertberichtigungen waren nicht zu bilden. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine ausreichend bemessene pauschale Wertberichtigung gebildet.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden ebenfalls mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die liquiden Mittel sind mit ihrem Nennbetrag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Verpflichtung aus der Versorgungszusage wurde auf der Grundlage der Versicherungsmathematik, mit dem handelsrechtlich gebotenem Teilwertverfahren zurückgestellt. Der Berechnung liegen folgende Annahmen zugrunde: Rechnungszins 1,78 %, Laufzeit 15 Jahre mit einer Durchschnittsbildung über die vergangenen 10 Geschäftsjahre, Biometrie Richttafel 2018 G von Klaus Heubeck, Gehaltsdynamik 0,00 %. Der Rückstellungswert aus der Versorgungszusage wurde mit dem Aktivwert aus der diesbezüglichen Rückdeckungsversicherung saldiert. Zum Bilanzstichtag ergab sich hieraus ein Pensionsrückstellungsüberhang.

Aufgrund der Änderung der Bewertung der Pensionsrückstellung von der rein steuerlichen Bewertung zu der handelsrechtlichen Bewertung gem. BilMoG ergab sich auf den 1.1.2010 ein Unterschiedsbetrag in der Rückstellungshöhe von 71.022,00 EUR. Dieser Wert resultiert aus einem Gutachten der "Heubeck AG, Köln" auf den 1.1.2010. Gem. Art. 67 EGHGB wird dieser Unterschiedsbetrag in den nächsten 15 Jahren ratierlich der Pensionsrückstellung mit einem Jahresbetrag von 4.735,00 EUR zugeführt. Die erstmalige Zuführung erfolgte im Jahr 2010.

Diese Unterdeckung entwickelte sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

(als noch nicht passivierter Betrag der Pensionsrückstellung)

Stand zum 1.1.2022: 14.202,00
./. erfolgswirksame Zuführung zur Pensionsrückstellung 13. Jahr -4.735,00
Stand zum 31.12.2022: 9.467,00
Erfüllungsbetrag 1.075.003,00
Passivierungspflichtiger Betrag * 1.065.536,00
Zeitwert Rückdeckungsversicherung 823.009,70
Passivüberhang 242.526,30

Durch die geänderte Bewertung der handelsrechtlichen Pensionsverpflichtungen gem. § 253 Abs. 2 HGB i. V. m. Art. 75 EGHGB wurde bei der Rückstellungsberechnung der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre anstelle von bisher sieben Jahre zugrunde gelegt. Der sich aus diesen beiden Berechnungsmethoden ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum Bilanzstichtag 60 TEUR (im Vorjahr 91 TEUR) und unterliegt gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre.

Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherung entspricht in etwa den Anschaffungskosten.

Die Steuerguthaben, -rückstellungen und -verbindlichkeiten wurden unter Berücksichtigung des geltenden Körperschaft-, Gewerbe- und Umsatzsteuergesetzes gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Der Ansatz erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Für die periodengerechte Abgrenzung wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

B. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

Gliederung der Bilanz zum 31. Dezember 2022

Die Gliederung der Bilanzposten erfolgte unter Anwendung der Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

1. Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens

Die den handelsrechtlichen Vorschriften (§ 284 Abs. 3 HGB) entsprechende Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in Form eines Bruttoanlagenspiegels dargestellt (Teil C).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Angaben nach § 268 Abs. 4 HGB

Die Fristen der Forderungen ergeben sich aus dem nachfolgenden Forderungsspiegel.

Forderungen Restlaufzeiten
Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 - 5 Jahre
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.589 1.589 0 0
(im Vorjahr) (1.280) (1.280) (0) (0)
2. Forderungen ggb. Gesellschaftern 616 555 61 0
(im Vorjahr) (19) (5) (14) (0)
3. sonstige Vermögensgegenstände 175 137 35 3
(im Vorjahr) (185) (162) (23) (0)
2.380 2.281 96 3
(im Vorjahr) (1.484) (1.447) (37) (0)

Die Forderungen gegen Gesellschafter sind auch Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.

Der Posten sonstige Vermögensgegenstände beinhaltet Steuerguthaben gegenüber der deutschen Finanzverwaltung in Höhe von 43.267,86 EUR sowie Vorsteuer, die im Folgejahr abziehbar ist, in Höhe von 28.833,92 EUR.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2022
TEUR
2021
TEUR
Personalkosten 380 133
Gewährleistungen 56 51
Abschluss- und Prüfungskosten 45 31
übrige Rückstellungen 46 46
527 261

4. Verbindlichkeiten

Die Fristen der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitsspiegel.

Verbindlichkeiten Restlaufzeiten
Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
über 1 Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.246 757 2.489 1.231
(im Vorjahr) (1.227) (470) (757) (12)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 953 953 0 0
(im Vorjahr) (405) (405) (0) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0 0 0 0
(im Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.534 1.510 24 0
(im Vorjahr) (545) (545) (0) (0)
5.733 3.220 2.513 1.231
(im Vorjahr) (2.177) (1.420) (757) (12)

Sicherheiten

Für die Verbindlichkeiten zu 1. in Höhe von 3.246 TEUR, werden seitens der Berichtsfirma folgende Sicherheiten gestellt:

Grundschulden in Höhe von 3.900 TEUR zugunsten der Sparkasse Westmünsterland.

Sicherungsübereignung von Gabelstaplern, Sattelzugmaschinen, Aufliegern und Palettenreparaturanlage zugunsten der kreditgewährenden Banken in Höhe von 590 TEUR.

Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zugunsten der Sparkasse Westmünsterland in Höhe von 1.589 TEUR.

Abtretung der Miet- und Pachtansprüche aus dem Objekt Weberstraße 10, Langweid und dem Objekt Orchideenstr 10, Eckental zugunsten der Sparkasse Westmünsterland.

Angaben nach § 42 Abs. 3 GmbHG

Gegenüber Gesellschaftern bestanden zum Bilanzstichtag die folgenden Forderungen und Verbindlichkeiten:

Forderungen in Höhe von 616.339,78 EUR (Aktivseite: Pos. B. II. 2. Forderungen gegen Gesellschafter).

5. Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Gliederung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar - 31. Dezember 2022

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen (Pos. 5.) sind u. a. Gewinne von 20 TEUR aus dem Verkauf von beweglichem Anlagevermögen enthalten. Dadurch wurde die Ertragslage im Geschäftsjahr insoweit positiv beeinflusst.

Aufwendungen für bezogene Leistungen, die als regelmäßig unmittelbar wesentlicher Bestandteil der durch die Gesellschaft erbrachten Leistungen dienen und zu Umsatzerlösen führen, sind als "Aufwendungen für bezogene Leistungen" ausgewiesen. Dieser Posten beinhaltet im Wesentlichen Aufwendungen für durch andere Unternehmen durchgeführte Transporte (rd. 4.984 TEUR) sowie Mieten und Nebenkosten für die Unterbringung von Arbeitnehmern (rd. 162 TEUR).

Im Personalaufwand sind Aufwendungen von besonderer Bedeutung bzw. Größenordnung wie folgt enthalten: Aufwendungen aus Abfindungen und andere Personalkosten in Höhe von 616 TEUR, die aus der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen resultieren.

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen enthalten vgl. A zu "Anlagen im Bau".

2. Weitere Angaben

Die Zeitwertänderung des Deckungsvermögens für die Pensionsrückstellung in Höhe von 57 TEUR wird im operativen Ergebnis saldiert mit laufenden Beiträgen in Höhe von 53 TEUR ausgewiesen.

Die Zuführung zur Pensionsrückstellung in Höhe von 1/15 (4.735 EUR) gem. Art. 67 EGHGB ist seit 2016 im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Der Zinsaufwand aus der Abzinsung von Rückstellungen beträgt 20 TEUR (im Vorjahr 20 TEUR).

Im Posten "Steuern vom Einkommen und Ertrag" ist der Steueraufwand für das Berichtsjahr in Höhe von 745 TEUR enthalten.

C. Anlagenspiegel (siehe Anlage zum Anhang)

D. Sonstige Pflichtangaben und ergänzende Angaben

Die Firma ANREU GmbH mit Sitz in Lüdinghausen ist im Handelsregister unter der Nummer HRB 7051 beim Amtsgericht Coesfeld eingetragen.

Angaben zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Bilanz, Gewinn - und Verlustrechnung und Anhang geben entsprechend den gesetzlichen Vorschriften die wirtschaftliche Lage zutreffend wieder.

Es bestehen Miet- und Pachtverpflichtungen in Höhe von 365 TEUR p.a.

Größenklasse gem. § 267 HGB

Es handelt sich um eine mittelgroße Gesellschaft in der Rechtsform der GmbH.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Geschäftsführer, die Herren Paul Anders, Kaufmann, und Dennis Reutter, Kaufmann, geführt. Herr Dennis Reutter ist mit Wirkung ab 24.10.2022 als Geschäftsführer abberufen worden.

Da die Geschäftsführung eine in etwa gleich hohe Vergütung erhält, wird auf die Angabe gem. § 285 Nr. 9a) HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gleiches gilt für die Angaben in Bezug auf frühere Mitglieder der Geschäftsführung für die gebildete Pensionsrückstellung.

Vorschüsse und Kredite wurden der Geschäftsführung nicht gewährt.

Anzahl der Arbeitnehmer § 285 Nr. 7 HGB

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 156 (im Vorjahr 158) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 13 (im Vorjahr 13) Angestellte und 143 (im Vorjahr 145) gewerbliche Arbeitnehmer.

 

Lüdinghausen, 26.01.2024

gez. Paul Anders, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagengitter) zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- oder Herstellungskosten Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 56.293,07 0,00 0,00 56.293,07
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.293,07 0,00 0,00 56.293,07
II. Sachanlagen 7.923.478,52 2.624.474,97 80.161,36 10.467.792,13
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.844.708,27 2.513.234,52 0,00 6.357.942,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 476.075,16 0,00 0,00 476.075,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.510.013,65 111.240,45 80.161,36 3.541.092,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 92.681,44 0,00 0,00 92.681,44
Gesamt 7.979.771,59 2.624.474,97 80.161,36 10.524.085,20
Abschreibungen Stand 01.01.2022
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 30.415,07 5.355,00 0,00 35.770,07
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.415,07 5.355,00 0,00 35.770,07
II. Sachanlagen 4.885.806,27 472.651,86 80.159,36 5.278.298,77
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.937.543,12 98.277,97 0,00 2.035.821,09
2. Technische Anlagen und Maschinen 466.483,50 4.783,00 0,00 471.266,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.481.779,65 286.909,45 80.159,36 2.688.529,74
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 82.681,44 0,00 82.681,44
Gesamt 4.916.221,34 478.006,86 80.159,36 5.314.068,84
Buchwerte Stand 31.12.2022
Stand 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.523,00 25.878,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.523,00 25.878,00
II. Sachanlagen 5.189.493,36 3.037.672,25
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.322.121,70 1.907.165,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.808,66 9.591,66
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 852.563,00 1.028.234,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.000,00 92.681,44
Gesamt 5.210.016,36 3.063.550,25

sonstige Berichtsbestandteile

Gewinnverwendungsbeschluss:

Die Gesellschafterversammlung beschließt den Bilanzgewinn in Höhe von € 4.435.694,11 auf neue Rechnung vorzutragen.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 16.04.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Anreu GmbH, Lüdinghausen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Anreu GmbH, Lüdinghausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Anreu GmbH, Lüdinghausen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rostock, 13. März 2024

Treurat GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Zweigniederlassung Rostock

gez. i.V. Jensen, Wirtschaftsprüfer

gez. Marenziehn, Wirtschaftsprüfer

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