EUROPIN Germany GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Natalia Lorenz seit 12.2.2026 | Prokura |
Moustafa Said Moustafa Salem seit 12.2.2026 | Prokura |
Stephan Schatz seit 29.1.2025 | Geschäftsführer |
Martin Sorf seit 25.3.2024 | Geschäftsführer |
Thomas Christian Duy seit 25.3.2024 | Geschäftsführer |
Nina Muth seit 13.12.2023 | Prokura |
Silvia Hannelore Orth seit 13.12.2023 | Prokura |
Waltraud Höhn seit 23.9.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 3.77% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Ghact B.V. | 66.04% |
GHCan I C.V. | 23.11% |
| 4.10% | |
| 2.98% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Acti-Med GmbH (vormals: Acti-Med Aktiengesellschaft)FreiensteinauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 Bilanz zum 31. Dezember 2021 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 Bestätigungsvermerk Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Grundlagen der Gesellschaft Die Acti-Med GmbH mit Sitz in Freiensteinau, Deutschland (ab hier "Acti-Med"), wurde 1997 gegründet und ist ausschließlich in der Medizintechnik tätig. Acti-Med ist ein Medizintechnikunternehmen mit Kernkompetenzen im Bereich der Entwicklung, Herstellung und des Vertriebs von Einmalartikeln für die Medizintechnik und die Pharmaindustrie. Tochterunternehmen der Gesellschaft ist die Acti-Med Polska Sp. z o.o. - Kozerki/Polen. Als erfahrener Partner für die Medizintechnik und Pharmaindustrie realisiert Acti-Med Produktideen von der Entwicklung über die Produktion, bis hin zur Logistik und den regulatorischen Anforderungen. In enger Abstimmung mit unseren Kunden entstehen in unserer Abteilung Entwicklung innovative und tragfähige Produktkonzepte. Die Produkte werden in unseren Produktionsanlagen durch eine Vielzahl verschiedener Bearbeitungsprozesse in den Bereichen der Metall- und Kunststoffverarbeitung bis hin zur Montage, Verpackung und Sterilisation hergestellt. Wir verpacken und sterilisieren Produkte in allen gewünschten Losgrößen. Auf dem Weg zur erfolgreichen Vermarktung unserer OEM-Produkte kümmern wir uns um alle erforderlichen Konformitätsnachweise. Externe Einflussfaktoren für das Geschäft der Acti-Med liegen in den regulatorischen Auflagen. Nachdem wir im Frühjahr 2020 von ECM wiederholt nach DIN EN ISO 13485:2016 auditiert wurden, haben wir entschieden, uns in 2021 nicht den Anforderungen der MDR zu stellen, sondern die entsprechende Produktgruppe auslaufen zu lassen. Dieser Bereich hätte sich durch die hohen Kosten der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) und einem Umsatz von nur EUR 125.000 nicht mehr gerechnet. 100 % der Aktien der Gesellschaft wurden am 20.04.2021 an die Gilde Healthcare, Utrecht, Niederlande, verkauft. Infolge dieser Transaktion erfolgte ein Formwechsel zur GmbH durch Gesellschafterversammlung am 25.06.2021. Auswirkungen auf den Jahresabschluss (insbesondere auf die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen) in relevantem Ausmaß haben sich daraus nicht ergeben. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020 (auch kalenderbereinigt). Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. 2.1. MedTech-Marktentwicklung Die Medizintechnik-Branche zeigt sich von den starken Umsatzeinbrüchen im Corona-Krisenjahr 2020 leicht erholt. Nach einem Umsatzrückgang von 2,1 % im Vorjahr erwartet die Branche in 2021 in Deutschland ein Umsatzwachstum von 3,0 %, weltweit von 3,1 %. Das Vor-Corona-Niveau ist aber noch lange nicht erreicht. Das ist das Ergebnis der BVMed-Herbstumfrage 2021. An der Herbstumfrage nahmen 110 Mitgliedsunternehmen des BVMed teil. Die Gewinnsituation der Unternehmen ist durch gestiegene Rohstoff- und Logistikkosten stark angespannt. Dennoch bleibt die Branche ein Jobmotor, die Zahl der Arbeitsplätze steigt weiter. 57 % der befragten MedTech-Unternehmen rechnen in diesem Jahr mit einem besseren Umsatzergebnis als im Vorjahr. Das ist eine leichte Erholung gegenüber dem ersten Corona-Krisenjahr, reicht aber noch nicht an die Werte vor der Corona-Pandemie von über 70 % heran. Von einem Umsatzrückgang geht dagegen ein Viertel der befragten Unternehmen aus. Bei über 11 % sind die Rückgänge sogar im zweistelligen Bereich. Das zeigt, dass einzelne Bereiche der MedTech-Branche noch immer sehr stark von der Coronakrise betroffen sind, beispielsweise im Bereich der elektiven Eingriffe. Trotz der schwierigen Bedingungen versuchen die befragten MedTech-Unternehmen, ihr Personal zu halten. Nur 10 % der Unternehmen sind gezwungen, in diesem Jahr Arbeitsplätze abzubauen. 48 % halten ihr Personal. 38 % schaffen sogar zusätzliche Arbeitsplätze. Und auch die Berufsaussichten für Fachkräfte in der MedTech-Branche sind nach wie vor ausgezeichnet. Gesucht wird vor allem Fachpersonal aus den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Medizintechnik, Naturwissenschaften, Informatik und Pflege. Der mit Abstand größte Bremser der künftigen MedTech-Entwicklung bleibt die MDR: 87 % der befragten BVMed-Unternehmen sehen die MDR als größtes Hemmnis für die Branche an. Dabei geht es vor allem um die Pflicht zu umfassenden klinischen Daten und um längere Konformitätsbewertungszeiten durch Ressourcendefizite bei den Benannten Stellen. 70 % der BVMed-Unternehmen sprechen sich für eine vereinfachte Neuzertifizierung der bewährten Bestandsprodukte unter der MDR aus. 39 % der Unternehmen wünschen sich Förderprogramme für KMU zur Umsetzung der MDR. Neben dem vorherrschenden Thema MDR stehen auf der gesundheitspolitischen Agenda eine Verkürzung der Dauer der Bewertungsverfahren und eine besser abgestimmte Gesundheits-, Wirtschafts- und Forschungspolitik. 3. Marktentwicklung Die Medizintechnik-Branche wird ein Wachstumsmarkt bleiben. Dazu tragen unter anderem der medizintechnische Fortschritt und die demografische Entwicklung mit immer mehr älteren und multimorbiden Menschen bei. Die Folge: Der Bedarf an Gesundheitsleistungen wird weiter steigen. Das Marktforschungs-Institut "Evaluate" prognostiziert für den globalen Medizintechnik-Markt bis zum Jahr 2024 ein jährliches Wachstum von 6 %. 4. Ausblick Den Menschen ein längeres, gesünderes, mobiles und schmerzfreies Leben zu ermöglichen: das ist die tägliche Herausforderung der Medizintechnologie. Der medizintechnische Fortschritt ist dabei das Ergebnis einer Vielzahl kontinuierlicher Produkt- und Prozessverbesserungen. Die Entwicklungszyklen sind in der MedTech-Branche sehr kurz. Die Unternehmen benötigen daher innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, damit der medizinische Fortschritt auch zeitnah bei den Menschen ankommt. 5. Umsatz- und Auftragsentwicklung des Unternehmens Acti-Med Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 konnte einen Umsatz von TEUR 13.997 erzielt und somit eine Steigerung von 11,48 % zum Vorjahr realisiert werden. Die Gesamtleistung konnte um 12,64 % gesteigert werden. Der Auftragsbestand ist von TEUR 6.500 im Dezember 2020 auf TEUR 4.668 im Dezember 2021 gesunken. 6. Geschäftsergebnis Im Jahr 2021 liegt das Betriebsergebnis bei TEUR 834 (-2,6 % zum Vorjahr). Dies stellt eine in etwa gleichbleibende Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr dar und zeigt, dass die eingeleiteten Maßnahmen zur Corona-Pandemie gegriffen haben. Die Geschäftsführung schätzt die Entwicklung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2021 insgesamt als zufriedenstellend ein. 7. Produktion und Beschaffung Der Materialaufwand hat sich, bedingt durch die Umsatzsteigerung, im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 870 erhöht. Durch Änderungen im Verantwortungsbereich des Managements und durch den Anstieg der Beschäftigtenzahl um 3,5 % ist der Anstieg der Personalkosten begründet. Das immer stärker in den Vordergrund tretende Risikomanagement der Lieferketten erfordert zusätzliches Engagement, bietet aber auch Wettbewerbsvorteile. Die Produktqualität in allen Produktbereichen wird durch eine konstante Reklamationsquote von unter 0,1 % im Verhältnis zur Gesamtleistung in den letzten Jahren unterstrichen. 8. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen Das im Vorjahr gestartete Investitionsvorhaben wurde im Januar 2021 erfolgreich abgeschlossen. Im Berichtsjahr wurden darüber hinaus keine wesentlichen Investitionen durchgeführt. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden von der Muttergesellschaft mit einer langfristigen Finanzierung von ca. TEUR 3.100 ersetzt. Zudem hat die Gesellschaft die anteilige Finanzierung des Share-Deals aus dem Jahr 2021 i.H.v. TEUR 12.500 übernommen. Dieser Betrag stellt gleichzeitig eine Forderung gegen die Muttergesellschaft dar. 9. Produktentwicklung und Engineering Typische Kundenprojekte der Acti-Med beginnen im Bereich Produktentwicklung und dem Erstellen von Prototypen. Hier arbeitet ein professionelles Team von Technikern zusammen, das erste Ideen der Kunden aufnimmt und in allen Konzept- bzw. Designphasen bis hin zum produktionsreifen Produkt begleitet. Das Engineering umfasst neben der individuellen Prozesstechnik alle wesentlichen Elemente der Validierung und Werkstoffoptimierung. Die hierbei gewonnenen und für die spätere Marktzulassung wichtigen Parameter fließen ebenso in die Produktspezifikation und Produktdokumentation ein wie die Rahmendaten der Sterilisation und der Primär- bzw. Sekundärverpackung. 10. Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2021 waren am Standort Freiensteinau im Jahresdurchschnitt 113 Mitarbeiter beschäftigt; hiervon 71 im gewerblichen Bereich. Seit August 2019 ist eine Industriemechanikerin in der Ausbildung. Im Rahmen der gebotenen Möglichkeiten beteiligt sich das Unternehmen an der Sport- und Kulturförderung in der Region. So unterstützte Acti-Med u.a. auch im Jahr 2021 die ansässigen Fußballvereine sowie Schulen und Kindergärten. 11. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr Der Verkauf der Gesellschaft an Gilde Helathcare war sicherlich das entscheidende Ereignis in 2021. Die Umstellung auf neue Berichtstätigkeit hat unsere Finanzabteilung stark herausgefordert und in der Folge zu einer deutlichen Aufstockung im Personalbereich geführt. Insgesamt lief das Geschäft der Acti-Med bis September 2021 hervorragend. Danach mussten wir leider einen Rückgang der Auftragseingänge feststellen. Das hat zu einem schwachen 4. Quartal 2021 geführt. Wir führen dies auf die wieder angestiegenen Corona Zahlen zurück. B. Darstellung der Lage 1. Geschäftstätigkeit Die Tätigkeit der Gesellschaft entsprach im Geschäftsjahr dem gesellschaftsvertraglichen Gegenstand. 2. Größenmerkmale Die Merkmale für die Größenklassifizierung der Gesellschaft nach § 267 Abs. 1 HGB entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Damit erfolgt die Einordnung der Gesellschaft in die Größenklasse nach § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. 3. Wirtschaftliche Verhältnisse Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gesellschaft werden im Folgenden durch die Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Kapitalstruktur dargestellt. Wesentliche Kennzahlen zur Ertrags- und Finanzlage und das Aufzeigen der Veränderung der prozentualen Verhältniszahlen über zwei Entwicklungsperioden vermittelt eine geeignete Darstellung der aktuellen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens mit Vorjahresbetrachtung. 1. Ertragsstruktur
Das Preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2021 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % höher als im Jahr 2020. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP noch um 2,0 % niedriger. Dagegen kann die Acti-Med auf ein solides Jahr 2021 zurückblicken. In einem wettbewerbsumkämpften und hochinnovativen Umfeld gelang es, den Umsatz wiederum zu erhöhen. Dieser erreichte TEUR 13.997 und lag somit um ca. 11,48 % über dem Vorjahresniveau. Das Betriebsergebnis konnte mit TEUR 834 fast an das des Vorjahres anknüpfen. Dies ist trotz des sehr schwierigen Corona bedingtem Beschaffungsmarkt als Erfolg zu beurteilen. Der Materialaufwand ist im Jahr 2021 um 13,96 % und der Personalaufwand um 11,15 % angestiegen. Das EBITDA konnte im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 1.239 um TEUR 37 auf TEUR 1.276 gesteigert werden. Weiterhin wird auf die nachfolgenden Kennzahlen zur Ertragslage verwiesen. 2. Kennzahlen zur Ertragslage / EBIT - EBITDA Mit Hilfe der Kennzahl Gesamtkapitalrentabilität = ROI wird die Rendite des eingesetzten Kapitals ermittelt. Dabei wird der Jahresüberschuss um Steuern und Zinsen erweitert, um eine bessere Vergleichbarkeit zu erzielen. Gesamtkapitalrentabilität
Die Kennzahl Umsatzrentabilität zeigt auf, wie hoch der Gewinnbeitrag je Euro Umsatzerlös ist. Die Berechnung erfolgt durch Division des Betriebsergebnisses durch den Umsatz. Umsatzrentabilität
Mit Hilfe der Kennzahl Zinsdeckungsquote wird die Zahlungsfähigkeit, bezogen auf den Zinsaufwand für Verbindlichkeiten, des zu betrachtenden Unternehmens ermittelt. Die Berechnung erfolgt durch Division des EBITs durch den Zinsaufwand. Je höher die Zinsdeckung ist, um so größer ist die Sicherheit. Dahingegen kann eine niedrige Zinsdeckung einen zu hohen Fremdkapitalanteil anzeigen. Zinsdeckungsquote
EBIT und EBITDA Die Kennzahl EBIT ermittelt sich aus dem um die Steuern, das Zinsergebnis und das außerordentliche Ergebnis bereinigten Jahresüberschuss. Er ermöglicht eine Aussage über die operative Ertragskraft des Unternehmens, unabhängig von der individuellen Ertragsstruktur. Bereinigt man den EBIT zusätzlich um den Wert der Abschreibungen, erhält man den EBITDA.
3. Cash - Flow Kennzahlen zur Ertrags- und Finanzlage Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit spiegelt den Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben wider, den das Unternehmen aus eigener Kraft erwirtschaftet hat. Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit
Cash - Flow - Marge Mit der Kennzahl Cash-Flow-Marge wird der Anteil, der durch die Umsätze ins Unternehmen geflossenen Finanzmittel berechnet, der dem Unternehmen verbleibt und zur Selbstfinanzierung und Schuldentilgung zur Verfügung steht.
dynamischer Verschuldungsgrad Die Effektivverschuldung zeigt an, in welchem Ausmaß Vermögensteile zu liquidieren sind, damit alle Schulden getilgt werden könnten. Es wird vorausgesetzt, dass alle flüssigen Mittel und kurzfristigen Forderungen bereits zur Tilgung herangezogen wurden. Wird diese Kennzahl ins Verhältnis zum Cash-Flow gesetzt, erhält man die Anzahl der Jahre (dynamischer Verschuldungsgrad), in denen die vollständige Tilgung des Fremdkapitals durch die eigene Ertragskraft möglich ist.
4. Vermögens- und Kapitalstruktur
Um der weiterhin starken Nachfrage nach Produkten der Gesellschaft gerecht zu werden, wurden im Vorjahr Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 1.056 vorgenommen, die im Berichtsjahr noch um TEUR 16 ergänzt wurden. Das Vorratsvermögen bleibt mit einem Wert von TEUR 2.150 auf Vorjahresniveau. Der Anstieg des monetären Umlaufvermögens ist mit der Einstellung einer Forderung gegen der Muttergesellschaft i.H.v. TEUR 12.500 begründet. Im Bereich der kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten wurden Kredite i.H.v. TEUR 3.103 von der Muttergesellschaft getilgt und wiederum als langfristige Verbindlichkeit zur Verfügung gestellt. Weiterhin sind die langfristigen Verbindlichkeiten um einen Betrag von TEUR 12.500 erhöht worden. Dies resultiert aus einer Teilfinanzierung des Share-Deals. Weiterhin wird auf die nachfolgenden Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage verwiesen. 5. Kennzahlen zur Vermögenslage Die Kennzahl Eigenkapitalquote ermittelt sich aus dem Verhältnis von Eigenkapital zu Gesamtkapital. Bei der Berechnung werden 50 % der Sonderposten mit Rücklagenanteil berücksichtigt. Die eigenen Mittel stehen dem Unternehmen langfristig zur Verfügung und gewährleisten eine hohe Dispositionsfreiheit und eine relative Unabhängigkeit von Fremdkapital. Eigenkapitalquote
Anlagendeckungsgrad I Die Kennzahl Anlagendeckungsgrad I setzt das Eigenkapital in Beziehung zum Anlagevermögen. Die Finanzierungsregel: Anlagevermögen, das dem Betrieb dauernd dient, sollte auch langfristig finanziert sein, wird in den Anlagendeckungsgraden abgebildet. Das Anlagevermögen auf der Aktivseite der Bilanz wird durch das Kapital auf der Passivseite gedeckt.
Anlagendeckungsgrad II Die Kennzahl Anlagendeckungsgrad II setzt das dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehende Kapital (Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital) in Beziehung zum Anlagevermögen. Die Finanzierungsregel wird auch in diesem Anlagendeckungsgrad abgebildet und sollte demnach mindestens 100% betragen.
6. Kennzahlen zur Finanzlage Die Kennzahlen der Liquiditätsgrade vermitteln Informationen darüber, inwieweit das zu betrachtende Unternehmen in der Lage ist, seinen kurzfristigen Verbindlichkeiten pünktlich und in voller Höhe nachzukommen. Die Liquidität I Grades, auch Barliquidität genannt, setzt die liquiden Mittel ins Verhältnis zu dem kurzfristigen Fremdkapital des Unternehmens. Liquidität I
Liquidität II Die Kennzahl Liquidität II Grades vermittelt eine Information über die Liquidität des Unternehmens auf kurze Sicht. Sie berechnet sich durch die Addition der liquiden Mitteln und der kurzfristigen Forderungen und setzt die so ermittelte Summe ins Verhältnis zu dem kurzfristigen Fremdkapital des Unternehmens.
Die Kennzahl Liquidität III Grades vermittelt Informationen über die Liquidität des Unternehmens auf mittlere Sicht. Sie berechnet sich durch die Division des Umlaufvermögens des zu betrachtenden Unternehmens durch das kurzfristige Fremdkapital. Liquidität III
C. Hinweise auf Risiken der künftigen Entwicklung Die Acti-Med ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Reihe von allgemeinen und spezifischen Risiken ausgesetzt, die in Bezug auf Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung getrennt betrachtet und bewertet werden müssen. Hierzu zählen zunächst die Risiken, die sich aus den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und insbesondere der jeweiligen Situation der Gesundheitsversorgung auf den wichtigsten europäischen Märkten sowie den USA und in Fernost ergeben. Hinzu kommen Risiken aus Veränderungen der Unternehmensstrukturen und strategischen Ausrichtung der Kunden, Risiken im gesetzlichen und im Zulassungsbereich für Medizin- und Pharmaprodukte ebenso wie die Entwicklung neuer Therapieverfahren und Anwendungsgewohnheiten. Ferner sind der Markteintritt neuer Wettbewerber und die Weiterentwicklung der relevanten Prozess- und Verfahrenstechniken zu betrachten. Das Erkennen und Bewerten derartiger Risiken ist für Acti-Med als reiner OEM-Lieferant häufig erschwert, da die Markt- und Anwendungsbeobachtung durch unsere Kunden bzw. deren Endkunden erfolgt und für unser Unternehmen nur bedingt zugänglich ist. Die Konglomeration der Kunden verstärkt diesen Trend deutlich. Im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit des Unternehmens ergeben sich vielfältige Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen können. Hierzu zählen mögliche Ausfälle der Energieversorgung, technische Ausfälle, insbesondere auch im Bereich der EDV-Systeme, Brände und ähnliche Ereignisse sowie erhebliche Störungen durch längeren oder dauerhaften Ausfall von Produktionsanlagen. Diese Risiken werden durch die konsequente Erneuerung bzw. Sanierung der Gebäudestrukturen, der Sicherungssysteme und weiterer Bereiche des Maschinen- und Anlagenparks deutlich verringert. Die finanzwirtschaftlichen Risiken werden durch ein stringentes Debitorenmanagement und langfristige Kredite minimiert. Da ein Teil der Umsätze in USD fakturiert wird, ist ein Wechselkursrisiko gegeben, wobei ein Großteil der vereinnahmten USD zur Rohrbeschaffung in Korea verwendet wird. Um das Beschaffungsrisiko so gering wie möglich zu halten, ist es unser Ziel, präventiv über einen zweiten Lieferanten zu verfügen. Aufgrund der engen Vorgaben unserer Kunden ist das nicht immer möglich. Trotz des umfangreichen und konsequent eingesetzten Qualitätsmanagementsystems können potentielle Risiken im Bereich der Produkthaftung nicht vollständig ausgeschlossen werden. Diese und andere nicht vorhersehbare Risiken werden so weit als möglich durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt. Dieser orientiert sich an den aktuellen Unternehmensaktivitäten und wird jährlich aktualisiert. Das durch die Covid-Pandemie neu entstandene Risiko der Ansteckung von Mitarbeitern und damit einhergehenden Produktionsausfällen versuchen wir durch organisatorische Änderungen, umfangreiches Hygieneprogramm und Homeoffice-Möglichkeiten zu minimieren. D. Sonstige Angaben Die Acti Med betreibt umfangreiche Forschungs- und Entwicklungsbemühungen. Diese richten sich auf:
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit wird zentral am Sitz der Gesellschaft ausgeführt und kommt ebenso der Tochtergesellschaft in Polen zugute. E. Voraussichtliche Entwicklung 1. Voraussichtliche allgemeine wirtschaftliche Entwicklung
2. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung in der Medizinprodukteindustrie Die Medizintechnik-Branche zeigt sich vom Corona-Krisenjahr 2020 mit den Lockdowns und starken Umsatzeinbrüchen leicht erholt. Nach einem Umsatzrückgang von 2,1 % im Vorjahr erwartet die Branche in diesem Jahr in Deutschland ein Umsatzwachstum von 3,0 %, weltweit von 3,1 %. Die Gewinnsituation ist jedoch durch gestiegene Rohstoff- und Logistikkosten stark angespannt. Dennoch bleibt die Branche ein Jobmotor, die Zahl der Arbeitsplätze steigt weiter. Der mit Abstand größte Bremser der künftigen MedTech-Entwicklung bleibt die EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR). Durch die Coronakrise gewinnen die Themen Digitalisierung und Ambulantisierung weiter an Bedeutung. Der digitale Wandel schreitet voran. Der Vertrieb wandelt sich hin zu "Remote Selling", der Kund:innensupport wird zunehmend digitalisiert. Ein Drittel der Unternehmen arbeitet mit Start-ups zusammen. Das größte Potenzial sehen die Unternehmen in Datenanalysen, Cloud-Technologien und künstlicher Intelligenz. Die MedTech-Branche fordert dafür einen besseren Zugang zu Versorgungsdaten.
Aus den gewichteten Umsatzangaben der BVMed-Unternehmen ergibt sich im deutschen Markt ein durchschnittlicher Umsatzanstieg von 3,0 % gegenüber dem dramatisch schlechten Vorjahr. Der ungewichtete Wert liegt bei 2,1 %. Das zeigt, dass die kleineren Unternehmen - wie auch schon bei der Umfrage 2020 - stärker von der Coronakrise betroffen sind. Die erwartete weltweite Umsatzentwicklung schneidet mit einem Plus von 3,1 % nur knapp besser als die Inlandsentwicklung ab. In den Jahren vor der Coronakrise lag das internationale Wachstum der Unternehmen immer deutlich über dem Inlandsergebnis. 2.1. Marktbedingungen in Deutschland: Vor- und Nachteile Deutschland hat in den zukunftsträchtigen Innovationsfeldern der Medizintechnologie durch die große Zahl gut ausgebildeter Ärzte, Forscher und Ingenieure und durch den hohen Standard der klinischen Forschung beste Voraussetzungen, neue Produkte und Verfahren zur Marktreife zu führen. Wir haben durch die Universitätskliniken und die zahlreichen Kompetenzzentren in der Medizintechnik ein großes Wissen. Die Vorteile Deutschlands liegen auch in den kürzeren Zulassungszeiten und in der sehr guten und kostengünstigeren klinischen Forschung. In Deutschland kostet es durchschnittlich rund 8 bis 10 Millionen Euro, eine neue Idee aus der Medizintechnik zur Marktreife zu bringen. In den USA sind diese Kosten mit rund 80 Millionen Dollar wesentlich höher. Weitere Standortvorteile: Deutschland ist der größte Binnenmarkt für Medizinprodukte in Europa. Der Standort verfügt über eine gute Infrastruktur, eine zentrale Lage mit relativ kurzen Wegen zu den wichtigsten europäischen Märkten, einer guten Verkehrsanbindung und einer hohen Versorgungssicherheit. Wichtig sind auch die Nähe zu den führenden Maschinen- und Packmittelherstellern, die hohen Qualitätsstandards, der hohe technische Standard und gutes Know-how sowie eine hohe Lieferzuverlässigkeit. Erhebliche Defizite bestehen in Deutschland allerdings bei der Einführung von Innovationen in die Vergütungssysteme, sodass sie dann auch zeitnah beim Patienten ankommen. 3. Voraussichtliche Entwicklung der Acti-Med Acti-Med verfügt über eine hohe Anzahl von Projekten, die in den kommenden Jahren sukzessive abgeschlossen werden. Außerdem werden wir unsere Bemühungen in USA weiter verstärken. Wesentliches Ziel des Unternehmens ist der weitere Ausbau des Gesamtgeschäftes. Der zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts absehbare Geschäftsverlauf bestätigt die Erreichbarkeit dieser Zielsetzung. Allerdings sind die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Strukturveränderungen des Marktes mit neuen Versorgungskonzepten sowie deutlich veränderten preislichen und regulatorischen Rahmenbedingungen insgesamt nicht seriös prognostizierbar. Unter Berücksichtigung der derzeitigen Nachfrage nach medizintechnischen Produkten und den Gegebenheiten des Marktes gehen wir für das kommende Jahr von einem guten Umsatzwachstum für die Gesellschaft in allen Marktbranchen sowie einem steigenden Ergebnis aus. 4. Risiken in der zukünftigen Entwicklung Aus dem aktuellen Allianz Risk Barometer 2022 DE geht hervor, dass Betriebsunterbrechungen nach Cyberkriminalität die größte Bedrohung für Unternehmen weltweit. Erst danach folgt die Gefahr durch Naturkatastrophen. Während das Unternehmen auf Naturkatastrophen keinen Einfluss ausüben kann, hat Acti-Med angemessene Maßnahmen zum Abwenden von Betriebsunterbrechungen und Cyberkriminalität getroffen. Der Gesundheitsmarkt folgt grundsätzlich nicht der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung, sondern unterliegt vielmehr staatlichen Reformen sowie regulatorischen Anforderungen auf der EU-Ebene. Regulatorische Hemmnisse, wie zum Beispiel die Anforderungen aus der neuen europäischen Medizinprodukte-Verordnung, die drohende Überforderung der "Benannten Stellen", Hemmnisse aus nationalen Regelungen, wie die neue MedTech-Nutzenbewertung nach § 137h SGB V sowie lange Zulassungszeiten durch Ressourcendefizite, langsame Entscheidungen durch den Gemeinsamen Bundesausschuss sowie nicht zuletzt auch der Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften und innovationsfeindliche Einstellungen von Krankenkassen werden im Branchenbericht des BVMed als Schwächen des Standortes Deutschland angesehen. Acti-Med ist sich der Komplexität der künftigen Herausforderungen bewusst. Aufgrund von getroffenen präventiven Maßnahmen und unserer soliden Unternehmenskultur gehen wir von einer aufwärtsgerichteten Zukunftsentwicklung aus und können keine absehbaren Störfaktoren erkennen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden. Nach vorsichtiger kaufmännischer Einschätzung, unter den aktuellen negativen Einflüssen aus der Corona-Pandemie und insbesondere den im Februar 2022 eingetretenen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine bzw. Osteuropa (Ukraine Konflikt) und den möglichen unterschiedlichen politischen und militärischen Eskalations-Szenarien, deren konjunkturelle und wirtschaftliche Folgen heute nicht vollständig einschätzbar sind, kann das Ergebnis für 2022 möglicherweise geringer ausfallen als erwartet. 5. Chancen in der zukünftigen Entwicklung Trotz drohender Risiken wird der Gesundheitsmarkt auch in Zukunft ein Wachstumsmarkt bleiben. Neue Erkenntnisse aus dem medizinisch-technischen Fortschritt, der demografische Wandel und der zunehmende Wunsch nicht nur die Lebenserwartung zu verlängern, sondern auch die Lebensqualität zu steigern, implizieren die Entwicklung innovativer Lösungsansätze. Der Standort Deutschland hat viel Innovationspotenzial, verfügt über gut ausgebildete Ärzte, Forscher und Ingenieure, die den medizinisch-technischen Fortschritt begleiten und mit ihren Erfindungen den Gesundheitsmarkt bereichern. Als deutscher Anbieter und Produzent haben wir uns auf dem heimischen Markt und im Ausland einen Namen als kompetenter Geschäftspartner und Experte im Bereich der Entwicklung und Herstellung medizinischer Einmalprodukte und Pharma-Applikatoren gemacht. Wir ergreifen innovative Ideen und Impulse und wandeln diese in Produktideen um. Durch das immense Know-how wissen wir eine Produktidee effektiv und effizient umzusetzen und stehen unseren Geschäftspartnern beratend und unterstützend zur Verfügung. Die nun seit mehreren Jahren anhaltende positive Entwicklung und der Unternehmenserfolg beruhen auf Nachhaltigkeit und den ausgereiften strategischen Entscheidungen. Diese Entwicklung wird sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen.
Freiensteinau, den 20. Mai 2022 Rainer Wiegmann, Geschäftsführer Andreas Schwalb, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2021AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH Gesetzes / AktG beachtet. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 327 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. 100 % der Aktien der Gesellschaft wurden am 20.04.2021 an die Gilde Healthcare, Utrecht, Niederlande, verkauft. In Folge dieser Transaktion erfolgte ein Formwechsel zur GmbH durch Gesellschafterversammlung am 25.06.2021. Auswirkungen auf den Jahresabschluss (insbesondere auf die Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen) in relevantem Ausmaß haben sich daraus nicht ergeben. Angaben zur Firma Die Acti-Med GmbH hat ihren Sitz in 36399 Freiensteinau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Gießen (Reg.Nr. HRB 10670). I. Gliederungsgrundsätze / Darstellungsstetigkeit Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung änderte sich nicht gegenüber dem Vorjahr. Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar. II. Bilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden. Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben. III. Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet: 1. Immaterielle Vermögensgegenstände > Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. 2. Sachanlagen > Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. > Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. > Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00) wurden gemäß § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG im Erwerbsjahr voll abgeschrieben wobei aus Vereinfachungsgründen im Anlagenspiegel im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt wurde. Der Wert dieser steuerlichen Abschreibung beträgt im Abschlussjahr EUR 10.244,59 (VJ EUR 7.135,75) und stellt im Verhältnis zum Gesamtvermögen eine zu vernachlässigende Größe dar. Daher wurde hier keine zu steuerlichen Ansatzvorschriften abweichende Bewertung durchgeführt. > Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet und mit einem Fünftel abgeschrieben. Tatsächliche Abgänge werden gem. steuerlichen Vorschriften erst nach dem fünften Jahr als Abgang behandelt. Dies betrifft ausschließlich Wirtschaftsgüter, die vor dem Jahr 2010 angeschafft wurden. 3. Finanzanlagen > Beteiligungen wurden zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. 4. Vorräte > Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurde er auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. 5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände > Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken oder niedrigere beizulegende Werte wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. 6. Rechnungsabgrenzungsposten > Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. 7. Verbindlichkeiten > Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. 8. Rückstellungen > Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. > Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern. IV. Währungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Kurs ihres Entstehens eingebucht. Soweit sich wegen sinkender Wechselkurse Abwertungserfordernisse ergeben, wurden die Verluste im Jahresabschluss erfasst. V. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt. Die Rücklagen setzen sich wie in dem unter dem Gliederungspunkt H. des Anhangs dargestellten Rücklagenspiegel zusammen. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie in dem unter dem Gliederungspunkt I des Anhangs dargestellten Rückstellungsspiegel zusammen: Die Aufgliederung und die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten sind aus dem Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich. VI. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Von den Personalaufwendungen entfallen auf:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Gesellschaft in Höhe von TEUR 104 erfasst. Diese Aufwendungen sind als außergewöhnliche Aufwendungen einzustufen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind unter folgenden Positionen Erträge aus verbundenen Unternehmen bzw. Aufwendungen an verbundene Unternehmen enthalten:
VII. Sonstige Angaben Das Unternehmen ist mit mindestens 1/5 an folgenden Unternehmen beteiligt:
VIII. Ergänzende Angaben a. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane Geschäftsführer
Aufsichtsrat / Beirat bis 20.04.2021
Auf die Angabe der Geschäftsführungsbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 890,94 (VJ EUR 12.652,85). b. Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt (ohne Organmitglieder):
Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Angestellten beträgt damit 113. IX. Ergebnisverwendung Das Ergebnis beträgt EUR 0,00. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages besteht eine Forderung an die Muttergesellschaft in Höhe von EUR 4.694,71. X. Forderungsspiegel
XI. Rücklagenspiegel
Bei der gesetzlichen Rücklage im Vorjahr handelt es um die nach § 150 Abs. 1 AktG dotierte gesetzliche Rücklage der Acti-Med AG vor Formwechsel. Der Betrag wurde im Zuge der Umwandlung in die Acti-Med GmbH in die anderen Gewinnrücklagen umgegliedert. XII. Rückstellungsspiegel
XIII. Verbindlichkeitenspiegel
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Bestellung von Grundschulden besichert. Weiterhin wurden Geschäftsanteile der Muttergesellschaft an der Gesellschaft verpfändet. XIV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen a. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. b. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz auszuweisen und auch keine Haftungsverhältnisse i. S. von § 251 HGB sind, die für die Beurteilung der Lage des Unternehmens von Bedeutung sind, bestanden am Abschlussstichtag aus:
Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2021
Unterzeichnung des Jahresabschlusses
Freiensteinau, den 20. Mai 2022 Rainer Wiegmann, Geschäftsführer Andreas Schwalb, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Acti-Med GmbH, Freiensteinau: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Acti-Med GmbH, Freiensteinau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Acti-Med GmbH, Freiensteinau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrat für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn, den 20. Mai 2022 Rödl
& Partner GmbH
Giebermann, Wirtschaftsprüfer Kusminder, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses, GewinnverwendungsbeschlussDie Gesellschafterversammlung vom 4. Juli 2022 stellte den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 fest. Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der Alleingesellschafterin. |
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