GET Capital AGLiquidiert

40213 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Moenchengladbach HRB 20304
Vorher
Grundeigentümer GET Capital AG
Eingetragen
22.6.2004
Branche
Vermittlung von KreditenAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
a) die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten oder Nachweis (Anlagevermittlung); b) die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung (Abschlussvermittlung); c) die Beratung anderer bei der Anlage von Finanzinstrumenten (Anlageberatung); d) die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum (Finanzportfolioverwaltung); e) Beratung von Unternehmen, insbesondere der Finanzindustrie im Rahmen der digitalen Transformation.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vorstandsmitglied
Robert Dr. Kohtes
seit 8.3.2024
Vorstandsmitglied
Susanne Kremer
seit 16.7.2021
Prokura
Harald Schnorrenberg
seit 16.7.2021
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GET Capital AG

Mönchengladbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 53,18 23,65
2. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 1.608.864,31 1.093.967,31
3. Forderungen an Kunden 462.960,28 617.453,09
4. Beteiligungen 12.750,00 0,00
5. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 21.511,00 26.695,00
6. Sachanlagen 8.584,00 6.798,00
7. Sonstige Vermögensgegenstände 17.792,47 32.267,67
8. Rechnungsabgrenzungsposten 46.895,26 74.849,87
2.179.410,50 1.852.054,59

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 68.329,56 92.671,71
2. Rechnungsabgrenzungsposten 2.830,00 0,00
3. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 31.086,67 8.427,67
b) andere Rückstellungen 295.685,00 258.407,00
326.771,67 266.834,67
4. Eigenkapital
a) Eingefordertes Kapital Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
b) Gewinnrücklagen
ba) gesetzliche Rücklage 90.104,60 75.658,05
bb) andere Gewinnrücklagen 3.351,68 3.351,68
93.456,28 79.009,73
c) Bilanzgewinn 688.022,99 413.538,48
2.179.410,50 1.852.054,59

 

Mönchengladbach, den 31. Januar 2024

GET Capital AG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

GET Capital AG

Mönchengladbach

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 8.276,77 0,00
2. Provisionserträge 3.059.938,60 2.945.485,15
3. Provisionsaufwendungen 54.903,70 56.209,83
3.005.034,90 2.889.275,32
4. Sonstige betriebliche Erträge 36.518,91 31.247,94
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.669.343,13 1.647.066,85
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 207.821,09 187.687,82
1.877.164,22 1.834.754,67
- darunter: für Altersversorgung EUR 6.912,00 (EUR 6.816,00)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 685.979,37 544.163,79
2.563.143,59 2.378.918,46
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagenwerte und Sachanlagen 30.236,61 13.726,93
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.590,96 3.208,63
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 434.859,42 524.669,24
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 145.294,36 140.456,67
10. Ergebnis nach Steuern 289.565,06 384.212,57
140.456,67-
11. Sonstige Steuern 634,00 815,00
145.928,36 141.271,67
12. Jahresüberschuss 288.931,06 383.397,57
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 413.538,48 49.310,79
14. Einstellungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 14.446,55 19.169,88
15. Bilanzgewinn 688.022,99 413.538,48

 

Mönchengladbach, den 31. Januar 2024

GET Capital AG

Amtsgericht Mönchengladbach HRB 20304

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Allgemeine Angaben

Die GET Capital AG ist ein Wertpapierinstitut im Sinne der Vorschriften des § 2 Abs. 1 Wertpapierinstitutsgesetz.

Der vorliegende Jahresabschluss der GET Capital AG für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des Aktiengesetzes sowie des Wertpapierinstitutsgesetzes und den Bestimmungen der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute aufgestellt.

Gemäß § 340 ff. HGB hat die GET Capital AG die für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften für den Jahresabschluss und den Lagebericht anzuwenden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Gliederung des Jahresabschlusses entspricht den Vorschriften des HGB und der RechKredV.

Bei der Bewertung der ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden die Allgemeinen Bewertungsgrundsätze des § 252 HGB sowie die für Wertpapierinstitute geltenden Vorschriften des § 340e HGB beachtet.

Die Bilanzierung der Forderungen an Kreditinstitute und Kunden erfolgte zum Nennwert. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine Wertberichtigungen für erkennbare oder latente Risiken erforderlich.

Die Immateriellen Anlagenwerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten und gegebenenfalls Anschaffungsnebenkosten bewertet und planmäßig linear über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden entsprechend der periodischen Abgrenzung ermittelt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die anderen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Zur Ermittlung der Rückstellungen wurden jeweils adäquate Schätzverfahren oder Erfahrungswerte der bisherigen Entwicklung angewandt. Sie sind ausreichend bemessen und tragen allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung.

Erläuterungen zur Bilanz - Aktivseite

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden betreffen insbesondere in Rechnung gestellte Beratervergütungen für die Beratung von Kapitalverwaltungsgesellschaften und Banken. Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu 3 Monaten.

Beteiligungen

In 2023 wurde eine 51%tige Beteiligung an der Gool GmbH erworben. Das Stammkapital wurde vollständig eingezahlt. Die GET Capital AG hat sich verpflichtet der Gool GmbH ein Darlehen in Höhe der Beteiligungsquote von € 38.250,00 zur Verfügung zu stellen. Dieses Darlehen wurde bisher nicht abgerufen.

Anlagevermögen

Anlagenspiegel

Anschaffungskosten
1.1.23 Zugang Abgang 31.12.23
Immaterielle Anlagewerte 45.391,14 10.000,09 0,00 55.391,23
Sachanlagen 95.866,24 16.838,51 0,00 112.704,75
Beteiligungen 12.750,00 12.750,00
141.257,38 39.588,60 0,00 180.845,98
Abschreibungen
1.1.23 Zugang Abgang 31.12.23
Immaterielle Anlagewerte 18.696,14 15.184,09 0,00 33.880,23
Sachanlagen 89.068,23 15.052,52 0,00 104.120,75
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
107.764,37 30.236,61 0,00 138.000,98
Buchwert
31.12.22 31.12.23
Immaterielle Anlagewerte 26.695,00 21.511,00
Sachanlagen 6.798,00 8.584,00
Beteiligungen 0,00 12.750,00
33.493,00 42.845,00

Die Sachanlagen beinhalten Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 9.

Sonstige Vermögensgegenstände

Im Posten sonstige Vermögensgegenstände ist in Höhe von T€ 7 eine Mietkaution und in Höhe von T€ 11 eine Körperschaftsteuerrückforderung ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten setzen sich im Wesentlichen aus einer Haftpflichtversicherung (T€ 8) und Lizenzen (T€ 29) zusammen.

Erläuterungen zur Bilanz - Passivseite

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben -wie im Vorjahr- jeweils Laufzeiten von unter einem Jahr, sie werden nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Verbindlichkeiten aus Steuern werden in Höhe von T€ 32 ausgewiesen, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit betragen T€ 1.

Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen beinhalten insbesondere mitarbeiterbezogene Rückstellungen in Höhe von T€ 195 (Vj. T€ 201) sowie die Kosten der Jahresabschlusserstellung und -prüfung in Höhe von T€ 38 (Vj. T€ 33).

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt € 1.000.000,00 und ist in nennwertlose auf den Inhaber lautende Aktien eingeteilt.

Die gesetzliche Rücklage beträgt zum Bilanzstichtag € 90.104,60

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Andere Verwaltungsaufwendungen

Der Posten andere Verwaltungsaufwendungen beinhaltet neben Lizenzaufwendungen (T€ 135), Jahresabschluss- und Prüfungsaufwendungen (T€ 78), Aufwendungen für nichtabzugsfähige Vorsteuern (T€ 84), Kfz-Aufwendungen für Vorstand und Mitarbeiter (T€ 72) und Mietaufwand (T€ 96). In 2023 sind erstmalig für die Zweigstelle in Düsseldorf Aufwendungen angefallen.

Vorschlag über die Ergebnisverwendung

Der Vorstand wird nach Zustimmung des Aufsichtsrates der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres wie folgt zu verwenden:

Geschäftsjahr Vorjahr
Jahresüberschuss 288.931,06 383.397,57
Verlustvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0,00
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 413.538,48 49.310,79
Einstellungen in die Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss 14.446,55 19.169,88
Bilanzgewinn 688.022,99 413.538,48
Ausschüttung einer Dividende 0,00 0,00
Gewinnvortrag/Verlustvortrag auf neue Rechnung 688.022,99 413.538,48

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates

Vorstand:

Harald Schnorrenberg Vorstandsvorsitzender
Thorsten Roth Mitglied des Vorstandes ausgeschieden zum 31.12.2023
Dr. Robert Kohtes berufen zum 1.12.2023
Dr. Pashutan Modaresi berufen zum 1.12.2023

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat in seiner außerordentlichen Sitzung im Oktober 2023 per Umlaufverfahren die Herren Dr. Kohtes und Dr. Modaresi zu Vorständen der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. Dezember 2023 vorbehaltlich der abschließenden Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bestellt. Die BaFin befindet sich zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses in der Prüfungsphase.

Harald Schnorrenberg

Risikomanagement-Funktion

 

Risikocontrolling

 

Interne Revision

 

Compliance / Geldwäsche / Datenschutz

Finanzen (Accounting; Controlling; Bilanz / GuV)

Meldewesen

Portfoliomanagement / Advisory

Unternehmensstrategie

Betreuung Aufsichtsrat / Institutionelle Kunden

Dr. Robert Kohtes

Vertrieb: Institutionelle Kunden,

Betreuung Investment Consultants

Steuerung Vertrieb, Marketing, PR

Personal

Beteiligungsmanagement

Dr. Pashutan Modaresi

EDV / IT

Organisation

Quantitative Research & Development

Hinsichtlich der Angabe der im Berichtsjahr an den Vorstand gewährten Gesamtbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Aufsichtsrat:

Prof. Dr. Heinz J. Hockmann Vorsitzender Non Executive Chairman Silk Invest Ltd.
Pranjal Kothari Stv. Vorsitzender Vorstand Die Sparkasse Bremen AG
Klaus Windheuser Vorstand Die Sparkasse Bremen AG ausgeschieden zum 6.12.2023
Frauke Hegemann Vorstand Die Sparkasse Bremen AG berufen zum 7.12.2023

Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats

Für die Vergütung der Aufsichtsratstätigkeiten wurde in Höhe von T€ 12 (Vj. T€ 12) eine Rückstellung für das Geschäftsjahr gebildet. Zwei Aufsichtsräte haben auf die Vergütung verzichtet. Die Vergütungen der Aufsichtsräte werden erst im Geschäftsjahr 2024 ausgezahlt.

Kredite an Vorstände oder Aufsichtsräte wurden nicht gewährt. Haftungsverhältnisse zugunsten von Vorständen oder Aufsichtsräten wurden nicht eingegangen.

Abschlussprüferhonorar

Abschlussprüfungsleistungen € 23.320,00
davon das Geschäftsjahr 2022 betreffend € 0,00
andere Bestätigungsleistungen € 9.450,00
Steuerberatungsleistungen € 0,00
Sonstige Leistungen € 0,00

Konzernzugehörigkeit

Die Anteile der GET Capital AG werden gehalten von:

Die Sparkasse Bremen AG, Bremen, 75% der Anteile

MB Invest GmbH, Friedrichsdorf, 15% der Anteile

Harald Schnorrenberg, Krefeld, 10% der Anteile

Die GET Capital AG ist zum Bilanzstichtag eine Konzerngesellschaft der Gesellschaft Die Sparkasse Bremen AG, Bremen. Der Jahresabschluss der Muttergesellschaft wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht werden.

Arbeitnehmergruppen

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 13
leitende Angestellte 2

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 13.

 

Mönchengladbach, den 31. Januar 2024

GET Capital AG

Harald Schnorrenberg, Vorsitzender

 

GET Capital AG

Der Vorstand

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

Kapitalmarktbericht

Das Jahr 2023 war für die Weltwirtschaft eher durchwachsen. Hier zeigten sich erste Bremsspuren durch die restriktive Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken wie der Federal Reserve in den USA und der EZB in Europa. Anders verhielt es sich an den Kapitalmärkten, die ein sehr gutes Jahr verbuchen konnten. Weltweit konnten die Aktienmärke teilweise zweistellig prozentual zulegen. Grund für diese Entwicklung ist die Erwartung von ersten Zinssenkungen der internationalen Notenbanken in 2024 aufgrund der abnehmenden Dynamik bei der Entwicklung der Inflationsraten. Die im Verlauf des Jahres 2023 zu beobachtende Konsum- und Investitionszurückhaltung führten in Deutschland zu einer Wachstumsreduktion von -0,3% beim Bruttoinlandsprodukt.

Die amerikanische Zentralbank FED führte die Straffung der Geldpolitik bis zur Jahresmitte fort. Die Leitzinsen wurden in den USA in vier Schritten von jeweils 0,25% auf zuletzt 5,5% erhöht. Die EZB hatte, was die Straffung der Leitzinsen betrifft, Nachholbedarf. So wurde hier der Zinssatz in sechs Schritten auf letztendlich 4,5% erhöht. Hier erfolgte der letzte Zinsschritt im September.

Die Aktienmärkte zeigten sich im Jahr 2023 weltweit positiv. Der "EURO STOXX50 Net Return EUR", der die Performance der Eurozone widerspiegelt, lag auf Jahressicht bei +19,19%. Außerhalb der Eurozone lag die Jahresperformance des "S&P 500 Total Return Index" in US-Dollar bei +24,23%. Währungsbereinigt zeigte sich dieser breit gefasste US-Index auf Euro-Basis bei +20,27%. Der TOPIX erzielte auf Jahressicht sogar +25,09% in japanischen Yen. Währungsbereinigt dann allerdings nur noch +12,65% in Euro.

Bei den Währungen zeigte sich folgendes Bild: Der Euro wertete gegen den US-Dollar 2023 um +3,12% auf, gegenüber dem Japanischen Yen sogar um +10,90%. Im Gegensatz dazu war eine Abwertung des Euro gegenüber dem Schweizer Franken mit 6,13% zu verzeichnen.

Die Rentenmärkte waren im Verlauf des Jahres 2023 eher uneinheitlich. Die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihen stieg zunächst bis Oktober des Jahres auf fast 3%, um zum Ende des Jahres knapp unter die 2% Rendite zu fallen.

Konjunkturbericht

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt BIP ist in 2023 nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes um 0,3% gefallen. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten und Konsumenten gleichermaßen. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Dazu kamen steigende Zinsen, die die günstigen Finanzierungsbedingungen verschlechterten und insbesondere die Bauwirtschaft bremsten.

Im internationalen Vergleich blieb die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 deutlich hinter den anderen großen EU Mitgliedsstaaten oder den großen Volkswirtschaften wie den USA und China zurück.

In der Europäischen Union war ein Anstieg des BIP um 0,1% zu verzeichnen. Auch die Vereinigten Staaten von Amerika vermeldeten ebenfalls ein Wachstum von 3,1%. China als wichtige Wirtschaftsnation verzeichnete trotz anhaltender Krisen bei den Immobilienentwicklern ein Wachstumsplus von 5,2 %.

Die Inflationsrate im Euroraum lag in 2023 bei 2,9%. Für Deutschland wurde ein Anstieg des Verbraucherpreisindex von 3,7% ermittelt. In den USA zeigte sich ein ähnliches Bild, die Teuerungsrate lag hier bei 3,4% zum Jahresende.

Durch die sich abflachende Inflationsentwicklung pausieren die internationalen Notenbanken nun bei den Zinserhöhungen. Es wird sogar für 2024 mit ersten Zinssenkungen gerechnet.

Die hier im Bericht verwendeten Konjunktur- und Kapitalmarktdaten der Vergangenheit beruhen auf öffentlich zugänglichen Informationen u. a. des Finanzdatenanbieters Bloomberg.

Ausblick 2024

Das weltweite Wachstum dürfte sich 2024 weiter verlangsamen, da die Auswirkungen der restriktiven Geldpolitik, der restriktiven Finanzierungsbedingungen sowie des schwachen Welthandels und der Investitionen noch nicht überwunden sind. Abwärtsrisiken für die Aussichten sind vorprogrammiert: eine Eskalation der geopolitischen Krisen erhöht das Risiko steigender Energiepreise mit negativer Wirkung auf die Inflationsraten sowie den Welthandel. Hinzu kommen eine weitere Fragmentierung des Handels und die mit dem Klimawandel verbundenen möglichen Katastrophen.

Positiv könnte sich eine mögliche expansive Geldpolitik auf die Investitionsneigung der Industrie und den privaten Konsum inklusive Baugewerbe auswirken.

Für die globalen Kapitalmärkte könnte insbesondere eine Wende hin zu einer lockeren Geldpolitik eine positive Botschaft sein. Zwischenzeitliche Korrekturen werden auch 2024 zu erwarten sein.

Wirtschaftsbericht

Geschäftsentwicklung

Die GET Capital AG konzentriert sich in ihrer Geschäftsausrichtung auf das quantitative Asset Management für institutionelle Kunden sowie Beratungsdienstleistungen im Bereich Digitalisierung und Data Analytics. In beiden Geschäftsfeldern arbeiten wir mit Modellen der künstlichen Intelligenz.

Die Kapitalmärkte zeigten sich 2023 im Ergebnis positiv mit starken Schwankungen im Jahresverlauf. Die Aktienmärkte konnten insbesondere in den letzten beiden Monaten des Jahres deutliche Zuwächse verzeichnen. Treiber dieser Entwicklung war die Erwartungshaltung vieler Marktteilnehmer, dass die wesentlichen globalen Zentralbanken im Frühjahr 2024 mit Zinssenkungsmaßnahmen beginnen, was besonders Technologie getriebene Werte wieder in den Mittelpunkt rückte. Hintergrund sind die erkennbaren Fortschritte bei der Inflationsentwicklung und -bekämpfung durch die straffe Zinspolitik in 2022/23. Geopolitische Krisen wie der Ukraine Konflikt und die Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hamas traten in den Hintergrund. In diesem Kontext konnten sich auch Staats- und Unternehmensanleihen leicht positiv entwickeln.

Die seit Jahren gute Performanceentwicklung hat sich auch in 2023, insbesondere in Portfolios ohne Risikobudgetierung fortgesetzt. Leider wurde der Trend der sehr positiven Mittelzuflüsse in 2023 unterbrochen. Durch größere Mittelabflüsse haben sich die Assets under Management reduziert.

Hintergrund sind Umschichtungen in Renteninvestments einzelner Investoren sowie die operative Nutzung der Mittel in Geschäftsprozessen.

Die Data Analytics Plattform "Gool" im Bereich des Profifußballs hat die nötige Marktreife entwickelt und wurde in einem Joint Venture ausgegründet. Die GET Capital AG hält 51% am Stammkapital der neuen Gesellschaft Gool GmbH, die ausschließlich für vertriebliche Zwecke genutzt wird. Alle Rechte an der Technologie verbleiben in der GET Capital AG.

Das durch die GET Capital AG gesteuerte Allokationsmodell des Robo-Advisors "Smavesto" für unsere Mehrheitsaktionärin, Die Sparkasse Bremen AG, konnte auch im Jahr 2023 wieder angemessene Performanceergebnisse erzielen und erneut diverse Auszeichnungen bekannter Finanzpublikationen erringen, u.a. WirtschaftsWoche und Focus Money.

Vermögenslage

Die Vermögenslage der GET Capital AG ist geordnet. Alle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden nach den gesetzlichen Bestimmungen bewertet. Das gezeichnete Kapital betrug zum 31.12.2023 T€ 1.000 (2022: T€ 1.000). Damit verfügt die Gesellschaft über eine gute Kapitalausstattung. Die vorhandene Liquidität wird risikoavers und ausschließlich auf laufenden Konten und Festgeldern mit einer maximalen Laufzeit von 30 Tagen angelegt.

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte trotz Mittelabflüssen ein überdurchschnittliches Provisionsergebnis erzielt werden. Die Provisionserlöse einschließlich der Erlöse aus dem Beratungsgeschäft steigerten sich auf T€ 3.060 (2022: T€ 2.945), blieben jedoch hinter der Planung. Der Personalaufwand blieb stabil bei T€ 1.877 (2022: T€ 1.835) und entwickelte sich unterhalb des Wirtschaftsplans. Die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen bei T€ 686 (2022: T€ 544) deutlich über dem Vorjahreswert, blieben damit aber hinter dem Planwert. Saldiert blieb das Betriebsergebnis vor Steuern damit hinter dem Wirtschaftsplan. Nach Steuern ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von T€ 289 (2022: T€ 383). Der Bilanzgewinn beträgt T€ 688 (2022: T€ 414).

Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der GET Capital AG war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage ist geordnet und auf Wachstum des Geschäftsmodells ausgerichtet.

Entschädigungseinrichtung

Die Gesellschaft ist Mitglied bei der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen, Berlin.

Geschäftsstrategie

Die Geschäftsstrategie ist auf Wachstum der Erträge in beiden Geschäftsfeldern ausgerichtet. Unsere aktuellen und zukünftigen Investoren im Asset Management können sich unverändert auf eine qualitativ hochwertige und stabile Prozesslandschaft verlassen, die mit den Erkenntnissen der Wissenschaft stetig weiterentwickelt wird. Unser Anspruch ist, eine optimale Wertentwicklung der verwalteten Portfolios unter Berücksichtigung individueller Nebenbedingungen der Investoren zu erreichen.

Beratungsdienstleistungen im Bereich Digitalisierung und Data Analytics unter Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz werden in der Finanzindustrie, aber auch in anderen Branchen, stark nachgefragt und bleiben ein wesentlicher Wachstumstreiber.

Die daraus resultierenden Veränderungen der jeweiligen Geschäftsmodelle sind die Basis für unsere Beratungsdienstleistung.

Vor diesem Hintergrund wird die ambitionierten Wachstumsstrategie der GET Capital AG konsequent weiterverfolgt. Erforderliche Personalkapazitäten werden im Bedarfsfall aufgebaut.

Prognosebericht

Die Implementierung von Methoden der künstlichen Intelligenz ist das industrieübergreifende Thema. Die Entwicklung und Offenlegung von LLM's (Large Language Models) auch auf Branchen- und Unternehmensebene gibt dem Thema "KI" noch mehr Schubkraft. Die GET Capital AG hat diesen revolutionären Trend frühzeitig erkannt und in ihren eigenen Investmentprozess implementiert. Institutionelle Kunden erkennen für ihre Assets zunehmend den Mehrwert eines solchen Ansatzes. Wir bauen diesen Nischenmarkt weiter aus. Eine solche KI Plattformtechnologie wird auch zunehmend interessanter für Produktanbieter aus dem Retailmarkt. Die Kooperation mit dem Robo-Advisor Smavesto wird auch in diesem Kundensegment unsere Marktstellung weiter ausbauen.

Mit der Gründung der Gool GmbH wird die Vermarktung der KI Plattform zur Bewertung von Spielern weltweit in den Medien wie auch in den Vereinen forciert.

Mit dem Geschäftsbereich Beratungsdienstleistung Digitalisierung und Data Analytics wird die Gesellschaft weiterhin zielgerichtet in der Finanzindustrie agieren und zudem in Branchen mit hohem Datenaufkommen ihre Dienstleistungen anbieten. Zwischenzeitlich ist weitgehend allen Marktteilnehmen bewusst, dass zur Anpassung von Geschäftsprozessen und zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen die Automatisierung von Prozessen, die Digitalisierung und der Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz unerlässlich für die dauerhafte Weiterentwicklung und Profitabilität von Geschäftsmodellen sind. Dieser globale Trend unterstützt und beflügelt das Geschäftsfeld.

Wir werden uns auch in 2024 auf beide Geschäftsfelder konzentrieren und diese weiterentwickeln. Im Rahmen unserer wachstumsorientierten Ausrichtung erwarten wir aufgrund der vorübergehenden Mittelabflüsse am Ende des Geschäftsjahres 2023 lediglich ein ausgeglichenes bis leicht negatives Jahresergebnis. Unsere Akquisitionsziele liegen im mittleren dreistelligen Millionenbereich und sollten wieder zu steigenden Provisionsergebnissen führen. Die Kostenplanung für 2024 orientiert sich am Vorjahresniveau. Es sind keine zusätzlichen Investitionen geplant. Sollten sich im Laufe des Jahres neue geschäftliche Opportunitäten ergeben, wird der Wirtschaftsplan entsprechend angepasst.

Die betriebswirtschaftliche Steuerung des Geschäftsmodells erfolgt durch den Vorstand auf Basis der wesentlichen Erfolgsindikatoren: Assets under Management, Provisionserlöse und Allgemeine Verwaltungsaufwendungen. Diese bilden gleichermaßen die Grundlage für den jährlichen Wirtschaftsplan und das regelmäßige Erfolgscontrolling (u.a. mittels Soll- / Ist-Vergleich). Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über die Geschäftsentwicklung informiert und genehmigt jährlich den Wirtschaftsplan für das folgende Geschäftsjahr nebst Mehrjahresplanung.

Chancen- und Risikobericht

Der Vorstand hat die wesentlichen Risiken und Chancen für die GET Capital AG identifiziert und bewertet. Als Anlagerisiko definiert die GET Capital AG die Möglichkeit negativer Abweichungen von einem erwarteten Wert. Als operationelle Risiken (Betriebsrisiken) werden alle sich aus betrieblichen Systemen und Prozessen ergebenden Risiken bezeichnet, bei deren Eintreten die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft negativ beeinflusst werden kann. Im Wesentlichen sind dies menschliches oder technisches Versagen sowie externe Einflüsse, die nicht unmittelbar beherrschbar sind. Der Investmentansatz der GET Capital AG ist IT-gestützt.

Als Geschäftsrisiko definiert der Vorstand die Möglichkeit, mit dem Investmentansatz nicht genügend Mandate institutioneller Kunden akquirieren zu können. Damit wäre die Gesellschaft unter Umständen nicht kostendeckend. Durch unsere Basis der Assets under Management, die erhaltene positive Resonanz unseres Investmentansatzes am Markt sowie das aus Sicht des Vorstandes weiterhin bestehende Kundenpotenzial bei institutionellen Kunden, lässt sich eine solche Entwicklung als wenig wahrscheinlich qualifizieren. Die Mehrheitsaktionärin, Die Sparkasse Bremen AG, unterstützt ebenfalls das Geschäftsmodell der GET Capital AG.

Die stetige Weiterentwicklung unserer KI-Modelle sowie der Ausbau des Beratungsgeschäfts Digitalisierung / Data Analytics reduzieren das Geschäftsrisiko insgesamt und bilden damit die wesentlichen Wachstumschancen der Gesellschaft, zusätzliches Ertragspotenzial zu generieren. Die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitszielen bei den einzelnen Mandaten und die Steuerung von ESG-Risiken (Environmental - Social - Governance) sind dem Investmentprozess inhärent.

Sonstige Risiken beinhalten z. B. Rechtsrisiken, die aus vertraglichen Vereinbarungen resultieren. Dabei handelt es sich allerdings meistens um standardisierte Advisoryverträge.

Eventuell auftretenden Kapitalmarktrisiken, die zu erheblichen Mittelabflüssen oder Vermögensreduktionen führen könnten, begegnet die GET Capital AG mit einem auf Risikobegrenzung ausgelegten Investmentansatz. Damit kann stark negativen Wertentwicklungen im Bestand der von der Gesellschaft betreuten Mandate entgegengewirkt werden. Dadurch ergibt sich ein begrenzter Einfluss auf die Ertrags- und Vermögenslage sowie auf die Finanzlage der Gesellschaft. Im Umkehrschluss können dauerhaft positive Entwicklungen an den Kapitalmärkten die Ertragschancen weiter erhöhen und die Vermögenslage der Gesellschaft gleichermaßen beeinflussen.

Die Gesellschaft hat die Interne Revision ausgelagert. Das Risikomanagement der GET Capital AG basiert auf einem Risikohandbuch, in dem der selbstlernende Risikomanagementprozess beschrieben ist. Alle erkennbaren Risiken werden regelmäßig überprüft und bewertet.

Erklärung des Vorstandes gemäß § 312 Abs. 3 AktG

"Wir erklären, dass die Gesellschaft bei allen im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr nicht getroffen oder unterlassen."

 

Mönchengladbach, den 30. Januar 2024

Harald Schnorrenberg, Vorstandsvorsitzender

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die GET Capital AG, Mönchengladbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GET Capital AG, Mönchengladbach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GET Capital AG, Mönchengladbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, den 29. Februar 2024

FIDES Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

 

Der Aufsichtsrat

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der GET Capital AG laufend überwacht. Er ist über die Geschäftslage durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstandes unterrichtet worden. In drei Sitzungen des Aufsichtsrates, die am 18.04.2023, am 06.10.2023 und am 07.12.2023 stattgefunden haben, wurden alle wesentlichen Angelegenheiten eingehend erörtert. In Geschäftsvorgängen von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft hat der Vorstand den Vorsitzenden des Aufsichtsrates unverzüglich - fernmündlich, in Textform oder schriftlich - unterrichtet.

Der Lagebericht des Vorstandes sowie der Jahresabschluss sind von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und Steuerberatungsgesellschaft FIDES Treuhand GmbH & Co. KG, Bremen, geprüft worden und wurden nach Abschluss der Prüfung mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Lagebericht des Vorstandes und der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurden vom Aufsichtsrat geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.

 

Bremen, 15.04.2024

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Heinz J. Hockmann, Vorsitzender

Nachrichten & Medien

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Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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