Meindl Entsorgungsservice GmbH
Baierner Höhe 1, 93138 Lappersdorf, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Reinhard Meindl seit 10.2.2004 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Meindl Entsorgungsservice GmbHLappersdorf, Ortsteil HainsackerJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BilanzAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.08.2024 festgestellt. Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen 1.1. Geschäftsmodell Die Firma Meindl Entsorgungsservice GmbH ist ein modernes Dienstleistungsunternehmen im Bereich Abfallentsorgung, Wertstoffsammlung und Recycling. Zu den Kunden der Firma Meindl Entsorgungsservice GmbH gehören Kommunen wie z.B. die Stadt und der Landkreis Regensburg, überregionale Entsorgungssysteme wie z.B. "Der Grüne Punkt" - Duales System Deutschland, ZENTEK, LOGEX oder Interzero, sowie Industrie, Handel, Verwaltung, Dienstleistung, Gewerbe und Privathaushalte. Das Einzugsgebiet für die angebotenen Entsorgungsdienstleistungen umfasst im Wesentlichen den Großraum Regensburg, Niederbayern und die Oberpfalz. Die Meindl Entsorgungsservice GmbH ist als Entsorgungsdienstleister Marktführer im Großraum Regensburg. 1.2. Forschung und Entwicklung Da es sich bei der Meindl Entsorgungsservice GmbH um ein Dienstleistungsunternehmen handelt, betreiben wir keine Forschung und Entwicklung. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 wurde von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituationen, den ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und einer geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland beeinflusst. Dadurch kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ins Stocken und die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Die Erholung der deutschen Wirtschaft nach der Pandemie konnte somit nicht fortgesetzt werden. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist in 2023 um 0,3 % gesunken, im Vorjahr stieg es um 1,9 %. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt 2023 um ca. 0,7 % höher. Der Dienstleistungsbereich konnte die Wirtschaft stützen, der Anstieg fiel aber im Vergleich zu den beiden Vorjahren insgesamt schwächer aus. Im Gegensatz dazu ging die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe deutlich zurück. Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben sanken in 2023 um 0,8 % (Vorjahr: + 4,6 %) und entfernten sich damit wieder vom Vorkrisenniveau. Der Rückgang resultiert vor allem aus den hohen Verbraucherpreisen. Die staatlichen Konsumausgaben weisen ebenfalls einen Rückgang um 1,7 % auf (Vorjahr: + 1,1 %). Die Bauinvestitionen verzeichneten einen Rückgang um 2,1 % (Vorjahr: - 1,6 %). Die Wirtschaftsleistung wurde von so vielen Erwerbstätigen wie noch nie in Deutschland erbracht. Die Erwerbsquote erhöhte sich um 0,7 %. Die Inflationsquote lag im Jahr 2023 bei durchschnittlich 5,9 % (Vorjahr: 7,9%) und ist damit weiterhin auf einem hohen Stand. Trotz dieser rückläufigen Tendenzen war die Entwicklung in der Entsorgungs- und Recyclingbranche insgesamt recht stabil. Bei einer gleichbleibenden Auftragslage war die Umsatzentwicklung aufgrund niedriger Preise für Sekundärrohstoffe, wie z.B. Altpapier, insgesamt leicht rückläufig. 2.2. Geschäftsverlauf Die Auftragslage und die Kapazitätsauslastung waren im Geschäftsjahr 2023 trotz der Beeinträchtigungen durch die Kriegs- und Krisensituationen gut. Durch die gute Marktposition der Firma Meindl in der Region und die aktive Vertriebsarbeit konnten die Zahl der Entsorgungsaufträge sowie die Gesamtmengen der erfassten Abfälle und Wertstoffe konstant gehalten werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist in 2023 dennoch ein Umsatzrückgang von 2,3 % zu verzeichnen. Der im Vorjahr prognostizierte leichte Umsatzrückgang ist demnach im Geschäftsjahr eingetreten. Aufgrund der teilweise rückläufigen Preise für Abfälle und Wertstoffe sind die Materialaufwendungen um 8,1 % gesunken. Ebenso sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (- 4,9 %) gesunken und die sonstigen betrieblichen Erträge (+14,2 %) gestiegen. Somit hat sich das Jahresergebnis im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert (+ 66 TEUR). 2.3. Ertragslage Das Rohergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 16.109 auf TEUR 16.511 angestiegen und hat sich somit um 2,5 % verbessert. Die Gesellschaft musste bei den Umsatzerlösen einen Rückgang von 2,3 % verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich unter anderem aufgrund von höheren Erlösen aus Anlagenverkäufen erhöht. Die Materialaufwendungen sind wegen rückläufiger Entsorgungspreise für Abfälle um 8,1 % gesunken. Der Personalaufwand ist wegen gestiegener Löhne von TEUR 8.637 auf TEUR 9.038 angestiegen. Die Mitarbeiteranzahl betrug wie im Vorjahr durchschnittlich 189 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer und Auszubildende). Die Firma Meindl bildete, wie auch in den vergangenen Jahren, Auszubildende aus, und zwar für die Berufe KFZ-Mechatroniker und Kaufmann für Logistik- und Speditionsdienstleistungen. Die Abschreibungen sind um TEUR 178 auf TEUR 1.582 angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich dagegen um TEUR 245 auf TEUR 4.720 reduziert. Unter Einbeziehung des Finanzergebnisses von TEUR - 3 (Vorjahr: TEUR - 12) und der Steuern von TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 369) errechnet sich ein Jahresüberschuss von TEUR 786 (Vorjahr: TEUR 720). Insgesamt hat sich die Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert. 2.4. Finanz- und Vermögenslage Die Finanzlage der Gesellschaft ist stabil. Der Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag betrug TEUR 2.185, im Vorjahr TEUR 3.042. Bankverbindlichkeiten bestehen zum Stichtag keine. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über das Eigenkapital sowie den laufenden Geschäftsbetrieb. Die Eigenkapitalquote beträgt 73,6 % nach 69,5 % im Vorjahr und ist damit nach wie vor sehr hoch. Im Berichtsjahr wurden durch die Gesellschaft Investitionen von insgesamt TEUR 2.564 getätigt (Vorjahr: TEUR 2.074). Die wesentlichen Investitionen betrafen dabei Anschaffungen im Bereich EDV-Software mit TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 48), LKW mit TEUR 1.836 (Vorjahr: TEUR 1.365) und Container mit TEUR 520 (Vorjahr: 548). Für das Geschäftsjahr 2024 sind weiterhin Investitionen in die Erneuerung und Modernisierung der LKW-Flotte sowie in Container geplant. Das für den Geschäftsbetrieb wesentliche notwendige Anlagevermögen wird weiterhin von der Firma Meindl OHG gepachtet. Das Vermögen der Gesellschaft hat sich von TEUR 11.318 auf TEUR 10.948 reduziert. Ursächlich hierfür ist insbesondere der Rückgang der Forderungen um TEUR 531 und der liquiden Mittel um TEUR 858. Dem steht der Anstieg des Anlagevermögens um TEUR 982 gegenüber. Das Anlagevermögen macht 48,0 % (im Vorjahr 37,7 %) des Gesamtvermögens aus. Die langfristigen Anlagen sind durch das Eigenkapital gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen sind von TEUR 1. 632 im Vorjahr auf TEUR 1.551 gesunken. Die Verbindlichkeiten liegen bei TEUR 1.341 im Vergleich zu TEUR 1.816 im Vorjahr. Der Rückgang resultiert aus der stichtagsbezogenen Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 192 und der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 283. Die Finanz- und Vermögenslage kann im Jahr 2023 als sehr gut und stabil bezeichnet werden. Insgesamt ist der Fortbestand der Gesellschaft gesichert. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Wegen der Folgen des Ukraine-Kriegs, der hohen Energiekosten und der hohen Zinssätze ist zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung für das Jahr 2024 kaum ein Wirtschaftswachstum zu erwarten. Auch bei der Meindl GmbH rechnet die Geschäftsführung im Jahr 2024 nicht mit Zuwächsen. Ein Großteil des Auftragsbestandes der Meindl GmbH ist durch längerfristige Verträge gesichert. Durch ein umfassendes Dienstleistungsangebot, verbunden mit einem guten Image und einer starken Marktposition in der Region sowie durch eine aktive Vertriebsarbeit, wird die Zahl der Kunden in 2024 konstant gehalten werden können. Auch konnten wiederum einige Ausschreibungen, wie z.B. für die Sammlung von Altglas im Landkreis Regensburg und für die Sperrmüllabfuhr im Landkreis Regensburg gewonnen werden, jedoch muss für das Geschäftsjahr 2024 wegen der schwachen Wirtschaftslage von einer stagnierenden bis leicht rückläufigen Auftragslage ausgegangen werden. Die gesetzlichen Vertreter der Meindl GmbH rechnen unter Berücksichtigung des Geschäftsverlaufs bis zur Aufstellung dieses Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 dennoch mit leicht steigenden Umsätzen, da einige Dienstleistungspreise erhöht werden konnten und Marktpreise, z.B. für Altpapier oder Gewerbeabfälle gestiegen sind. Insgesamt erwarten wir ein in etwa gleichbleibendes Jahresergebnis. 3.2. Chancen- und Risikobericht Es besteht eine grundsätzliche Berichtspflicht zum Hinweis wesentlicher Risiken der zukünftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Bestandsgefährdende Risiken sind im Augenblick, trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten nicht zu erkennen. Durch unser eingerichtetes internes Kontrollsystem sollte es möglich sein, Risiken frühzeitig zu erkennen und die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten. Aufgrund der umfangreichen LKW-Flotte des Unternehmens stellen die volatilen Treibstoffkosten und nach wie vor die starken Marktschwankungen und Unsicherheiten auf den Sekundärrohstoffmärkten ein Risiko dar. Jedoch ist es der Firma Meindl bisher immer gelungen, das Preisniveau für die ausgeführten Dienstleistungen den Marktveränderungen anzupassen. Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen die gesetzlichen Vertreter auch im sich weiter verschärfenden Wettbewerb. Diesem Wettbewerbsdruck wird die Firma Meindl aber mit ihrer Erfahrung, ihrer Zuverlässigkeit und dem Ausbau neuer Tätigkeitsfelder begegnen. Im Hinblick auf die bilanzierten Vorsorgeverpflichtungen besteht insoweit ein Liquiditätsrisiko, dass diese nicht vollumfänglich durch Rückdeckungsversicherungen abgesichert sind. Eine Finanzierung der Deckungslücke soll im Versorgungsfall aus dem laufenden Geschäft sichergestellt werden. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Dem Ausfallrisiko im Bereich der Forderungen wirkt ein bestehendes Forderungsmanagementsystem entgegen. Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Aufgrund der Finanzierungs- und Umsatzstruktur des Unternehmens bestehen keine Zinsänderungs- und Wechselkursrisiken. Sämtliche Finanzprozesse unterliegen einer ständigen Kontrolle und zeichnen sich durch kontinuierliche Zeitnähe aus. Neben den Risiken sehen die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft aber auch Chancen in neuen innovativen Geschäftsbereichen. So bietet die Gesellschaft mit der Dienstleistung "playcare" neben ihrem Kerngeschäft Entsorgung auch einen Service für Spielplatzbetreiber wie Städte, Gemeinden oder Wohnbaugesellschaften an. "Playcare" bezeichnet Dienstleistungen rund um das Thema Sicherheit auf Spiel- und Sportplätzen. Neben der Durchführung von Planungen, Prüfungen, Kontrollen und Reparaturen von Spielgeräten werden auch Schulungen für verantwortliche Personen angeboten. Die Meindl GmbH sieht in diesem Projekt gute Chancen, sich in einem neuen Segment zu positionieren und steigende Umsätze zu realisieren. Um Dienstleistungen zu erbringen, müssen viele interne Abläufe verzahnt werden. Hierzu zählen neben den grundlegenden operativen Abläufen auch unterstützende Funktionen, wie Controlling, Vertrieb und Einkauf sowie ein entsprechendes Management. Die Gesellschaft fokussiert sich darauf, die internen Abläufe auf die Anforderungen der Kunden auszurichten und gleichzeitig Kosten zu senken, so dass hierin die Chance für eine positive Ertragsentwicklung gesehen werden kann. Im Bereich Digitalisierung von betrieblichen Abläufen hat sich die Firma Meindl in den letzten Jahren gut weiterentwickelt. Das online-Kundenportal ist mittlerweile sowohl bei Entsorgungs- als auch bei Playcare-Kunden etabliert und funktioniert reibungslos. Damit konnten die Bestell- und Auftragsprozesse optimiert werden und die Kunden schätzen die Einfachheit und Transparenz des Systems. Das Kundenportal zusammen mit den Telematik-Systemen und Optimierungstools für den gesamten Fuhrpark wird die administrativen und logistischen Prozesse weiter optimieren und zu nachhaltigen Effizienzsteigerungen und damit zu einer weiteren Festigung der Marktposition der Firma Meindl im Großraum Regensburg führen. Anhang zum 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Firma Meindl Entsorgungsservice GmbH mit Sitz in Lappersdorf im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 3653 eingetragen. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung und Bewertung wird nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256a HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 bis 277 HGB) und § 42 GmbHG sowie des Gesellschaftsvertrags vorgenommen. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Entgeltlich erworbene Kundenlisten werden dabei über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Im Berichtsjahr erworbene bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwert unter Zugrundelegung der Richttafeln 2018 G von Professor Dr. Klaus Heubeck angesetzt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,82 %. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 2,00 % berücksichtigt. Es wurden wie im Vorjahr keine Gehaltssteigerungen und keine Fluktuation berücksichtigt. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEuro 22,0. In Höhe dieses Unterschiedsbetrages ist die Rückstellung für Pensionen im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach bisheriger Ermittlung niedriger angesetzt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEuro 22,0 unterliegt einer Ausschüttungssperre. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Der beizulegende Wert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten und besteht aus dem so genannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Aufgrund des kurzfristigen Charakters der Rückstellungen waren Preis- und Kostensteigerungen nicht zu berücksichtigen. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz Entwicklung des AnlagevermögensDie Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEuro 80,9 (Vorjahr: TEuro 485,8). Latente Steuern Aktive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz bei den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, beim Anlagevermögen und bei den Urlaubsrückstellungen. Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden, wurde Gebrauch gemacht.
Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von rund 30 %. Die sich rechnerisch ergebende Steuerentlastung in Höhe von TEuro 278,5 wurde nach dem Wahlrecht des § 274 HGB im Berichtsjahr aktiviert. Eigenkapital - ausschüttungsgesperrte Beträge In Höhe der folgenden Beträge besteht gemäß § 268 Abs. 8 HGB eine Gewinnausschüttungssperre:
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Die Verrechnung der Aufwendungen und Erträge erfolgte im Finanzergebnis. Sonstige Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind Kosten für Personal (TEuro 320,7), Kosten für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEuro 30,0), für interne und externe Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten (TEuro 42,6) sowie übrige (TEuro 15,0) enthalten. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel:
Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen aufgrund von Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEuro 478,6. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen schätzen wir als gering ein. Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 HGB Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEuro 1.026,2 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Die finanziellen Verpflichtungen betreffen Pachtzahlungen TEuro 960,0 und Mietzahlungen TEuro 66,2 jeweils bis zum nächstmöglichen Kündigungszeitpunkt. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEuro 969,0 gegenüber verbundenen Unternehmen. Alle oben genannten Verträge dienen der Liquiditäts- und Investitionssteuerung. 4. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinsergebnis
Bei den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen handelt es sich um den Nettobetrag nach Verrechnung der Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung mit den Erträgen aus dem Deckungsvermögen.
Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von TEuro 43,3 (Vorjahr: 30,8 TEuro ). 5. Sonstige Angaben Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte die Geschäftsführung durch
Vergütungen der Geschäftsführer Von der Befreiungsregelung gem. § 286 Abs. 4 HGB über die Gesamtbezüge der Geschäftsführungsmitglieder wird Gebrauch gemacht. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Honorar des Abschlussprüfers Hinsichtlich der Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB wird vom Wahlrecht gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und auf die Angabe verzichtet. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEuro 786,4. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags (TEuro 6.963,7) ergibt sich ein Bilanzgewinn von TEuro 7.750,1. Der Bilanzgewinn von TEuro 7.750,1 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Lappersdorf, 06. August 2024 Meindl Entsorgungsservice GmbH Meindl Entsorgungsservice GmbH Richard Meindl jun. Reinhard Meindl Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersVorstehende zur Offenlegung bestimmte Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung nebst Anhang und Lagebericht der Meindl Entsorgungsservice GmbH, Lappersdorf, zum 31. Dezember 2023 entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: An die Meindl Entsorgungsservice GmbH, Lappersdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Meindl Entsorgungsservice GmbH, Lappersdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Meindl Entsorgungsservice GmbH, Lappersdorf, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Regensburg, den 06.08.2024 SR
Audit GmbH
Silvia Reiser, Wirtschaftsprüferin |
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