Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 125985
Vorher
Mecklenburg Mineraloelvertrieb GmbHH.O.T. Hanseatic Oil Trading GmbH
Eingetragen
14.12.1993
Branche
Großhandel mit Brennstoffen und MineralölerzeugnissenWärme- und KältehandelGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Energieprodukten, wie Mineralölen, Biokraftstoffen, sonstigen flüssigen Energieträgern und anderen Produkten der Energiewirtschaft, Schmierstoffen, AdBlue und leitungsgebundener Energie

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Kühn
seit 19.4.2024
Geschäftsführer
Stefan Hoyer
seit 1.2.2016
Prokura
Jörg Brunkhorst
seit 3.6.2014
Prokura
Ralf Albers
seit 17.1.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.600 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

H.O.T. Hanseatic Oil Trading GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

Allgemeine Feststellungen

Die H.O.T. Hanseatic Oil Trading GmbH, Hamburg, ist im Mitteldestillat- und Kraftstoffgeschäft tätig. Sie handelt ausschließlich im Großhandelssegment. Ihre Handelsgeschäfte sowohl auf dem Beschaffungs- als auch auf dem Absatzmarkt werden ausschließlich telefonisch abgewickelt. Die Produktpalette umfasst im Wesentlichen Benzine, Diesel, Heizöl und Gasöl. Vertragspartner auf der Absatzseite sind regelmäßig deutsche Händler. Das Personal besteht aus dem Herrn Geschäftsführer Ralf Albers sowie 6 Vollzeit-Beschäftigten. Darüber hinaus sind die Gesellschafter Thomas und Markus Hoyer sowie Herr Heinz-Wilhelm Hoyer als weitere Geschäftsführer bestellt.

Die Geschäftsräume der Gesellschaft befinden sich in Hamburg, Billwerder Ring 21 und werden von der Schwestergesellschaft, Wilhelm Hoyer GmbH & Co. KG, Visselhövede, angemietet. Die Mietvereinbarungen wurden wie unter fremden Dritten geschlossen.

Geschäftsverlauf

Die Geschäftsführung ist mit dem Handel des Jahres 2018 und dem erzielten Jahresüberschuss in Höhe von T€ 700 (Vorjahr T€ 243) außerordentlich zufrieden. In Anbetracht der zunehmenden Dieseldiskussion sowie der sich verschärfenden Wettbewerbssituation auf dem Inlandsmarkt und der daraus resultierenden sinkenden Rohgewinnmarge konnte durch Umsatzsteigerungen in Höhe von T€ 84.122 ein sehr gutes Ergebnis gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Dazu führten auch Sondereffekte, wie der Raffineriebrand in Vohburg und die extrem lange Niedrigwasserphase am Rhein, so dass die Warenverfügbarkeiten sehr eingeschränkt waren und dadurch eine deutliche Margenverbesserung erzielt werden konnte.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die auf das Ergebnis gerichteten Leistungsindikatoren sind das Personal, der Verkauf und der Einkauf.

Personal

Aufgrund der Besonderheit des Telefonhandels müssen sich die mit dem Handel beschäftigten Mitarbeiter sowohl auf der Einkaufsseite als auch auf der Verkaufsseite gleichermaßen preislich aktuell halten. Ebenso wichtig ist es, in den Vertragsgesprächen spontan den "richtigen Ton" zu treffen. Aufgrund der Tatsache, dass lediglich 4,5 Arbeitskräfte (ohne Geschäftsführer) den Telefonhandel abwickeln, 1,5 Arbeitskräfte stehen für Verwaltungsarbeiten zur Verfügung, führen personelle Ausfälle zu spürbaren Einschränkungen des Geschäftsbetriebes. Der Leistungsindikator Personal gehört danach zum sensiblen Bereich des berichtenden Unternehmens.

Die Personalkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 21 bzw. 5 % auf insgesamt T€ 372 bedingt durch Veränderungen in der Mitarbeiterstruktur reduziert.

Einkauf/Verkauf

Das Jahr 2018 war, bezogen auf die Preisentwicklung am Beschaffungsmarkt, bis zum November des Geschäftsjahres auf einem stetig steigenden Niveau, zum Ende des Jahres kam es zu einer deutlichen Preiskorrektur. Die erhöhten Absatzmengen und Umsatzerlöse haben dafür gesorgt, dass ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden konnte. In den Produktbereichen Diesel, Heizöl und Gasöl konnten wir steigende Absätze verzeichnen. Im Produktbereich Benzin waren die Absatzzahlen leicht rückläufig.

In den ersten beiden Quartalen konnten planmäßige Betriebsergebnisse erzielt werden. Im III. und IV Quartal konnten, insbesondere aufgrund äußerer Umstände, sehr gute Betriebsergebnisse erzielt werden. Dies betraf nicht nur die Absatzzahlen, sondern auch bei der Marke konnten sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

Die Vergleichszahlen stellen sich wie folgt dar:

- Erlöse Benzin - 1,97 % Wareneinsatz Vergaserkraftstoff (Benzin) -1,95 %

- Erlöse Diesel +22,65 % Wareneinsatz Diesel + 22,56%

- Erlöse Heizöl + 30,55% Wareneinsatz Heizöl + 30,51 %

- Erlöse Gasöl + 83,57 % Wareneinsatz Gasöl + 69,05 %

Die genannten Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 23,80 % gestiegen. Real bedeutet dies einen Anstieg des Umsatzes in Höhe von rd. T€ 84.122. Aufgrund des in Relation etwas gesunkenen Wareneinsatzes ist das Rohergebnis um rd. € 0,7 Mio. auf rd. € 1,9 Mio. gestiegen.

Investitionen und Finanzierung

Aufgrund der Besonderheit des Telefonhandels waren größere Investitionen im Berichtsjahr nicht notwendig. Lediglich aufgrund des Umzugs in neue Büroräume wurden neue Büromöbel angeschafft. Das Anlagevermögen besteht aus Fahrzeugen, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Lizenzen und einem Geschäfts- und Firmenwert. Die Abschreibung erfolgt planmäßig. Die Restwerte ergeben sich aus dem Anlagenverzeichnis. Die Finanzierung erfolgte jeweils aus dem Eigenkapital.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gehört die Außendarstellung des Unternehmens gegenüber Lieferanten, Kunden und der Öffentlichkeit. Ziel der Unternehmensleitung bleibt es weiterhin, den genannten Gruppen die Leistungsfähigkeit des berichtenden Unternehmens deutlich zu machen. Das Vertrauen des Marktes basiert auf der Einhaltung von Zusagen, pünktlicher Lieferung, höchster Qualität der Produkte und offen zu sein für Verbesserungsvorschläge oder Sonderwünsche von Lieferanten und Kunden. Diese Anforderungen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern täglich bewusst zu halten, ist Aufgabe der Geschäftsleitung, die dieser gewissenhaft nachkommt.

Die H.O.T. Hanseatic Oil Trading GmbH als ein Unternehmen der Hoyer-Gruppe, partizipiert hinsichtlich der Öffentlichkeitsdarstellung und -arbeit von den Aktivitäten der Gruppen.

Organisation und Buchführung

Die Verwaltung erfolgt so wie in den Vorjahren zentral vom Verwaltungssitz der Hoyer-Gruppe in Visselhövede aus. Die Verwaltungsabläufe sind weitestgehend EDV-gestützt. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses werden nach handelsrechtlichen Grundsätzen im Unternehmen erstellt.

Risikofrüherkennungssystem

Aufgrund der geringen Anzahl der Mitarbeiter ist die vertikale Organisationsstruktur sehr flach gehalten. Die Berichterstattung gegenüber der Geschäftsleitung erfolgt täglich. Über Besonderheiten wird nahezu zeitgleich berichtet.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Das Aktivvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 11.918 (36,96 %) gestiegen. Die Vermögensstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Das Vermögen erstreckt sich fast ausschließlich auf das Umlaufvermögen.

Mithin hat sich das Umlaufvermögen um T€ 11.956 auf T€ 44.145 erhöht und ist auf den Anstieg der Forderungen aus Lieferung und Leistung sowie der sonstigen Vermögensgegenstände zurückzuführen. Im Anlagevermögen gab es keine nennenswerten Veränderungen.

Der Jahresüberschuss wurde wie in den Vorjahren nicht ausgeschüttet.

Finanzlage

Insgesamt hat sich das Eigenkapital bedingt durch den Jahresüberschuss auf T€ 4.456 erhöht. Die übrigen Passivposten haben sich per Saldo um T€ 11.2178 auf T€ 39.713 erhöht und betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen. Der Eigenkapitalanteil am Gesamtkapital beläuft sich auf 10,09 % (Vorjahr 11,65 %).

Bankverbindlichkeiten bestehen nicht. Die liquiden Mittel belaufen sich per Ende 2018 auf rd. € 8,67 Mio., so dass die Liquidität der Gesellschaft stets gesichert war.

Ertragslage

Die Verzinsung des Vermögens (Bilanzsumme) nach Steuern liegt bei 1,58 % (Vorjahr 0,75 %). Unter Berücksichtigung des Cashflows (Überschuss und Abschreibungen) beträgt die Verzinsung 1,73 % (Vorjahr 1,00 %). Die Bemessungsgrundlage (Bilanzsumme) lag gegenüber dem Vorjahr um T€ 11.918 höher.

Das Jahresergebnis ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt um T€ 456 gestiegen. Überdies sind außerhalb des Anstiegs der Erlöse und des Wareneinsatzes keine nennenswerten Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung aufzuführen.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2019 erwarten wir im Vergleich zum Vorjahr ein leicht gesteigertes Umsatzvolumen sowie einen moderaten Anstieg des Jahresüberschusses von 2017, da das Ergebnis 2018 ein außerordentliches Ergebnis durch Sonderfaktoren darstellte. Die Liquiditätslage wird weiterhin positiv eingeschätzt.

Chancen und Risiken

Chancen

Das Unternehmen sieht sehr gute Chancen, sich auf den Absatzmärkten bei steigendem Umsatz durchzusetzen. Insbesondere sieht es die Umsatzentwicklung für die nächsten zwei Jahre als gesichert an. Entgegen ursprünglicher Prognosen zur Entwicklung von Fahrzeugen und Maschinen mit alternativen Antriebsaggregaten (Strom), haben sich diese Prognosen bis jetzt nicht bewahrheitet. Der Bedarf an herkömmlichen Treibstoffen, mit denen das Unternehmen handelt, ist weiterhin ansteigend. Auch durch neue Ausrichtungen und Verschiebungen bei internationalen Großkonzernen, hinsichtlich deren Absatzkanäle, weg vom deutschen Markt, sehen wir gute Chancen, diese Lücken für uns zu nutzen.

Risiken

Die aktuelle Dieseldiskussion wird natürlich auch in der Geschäftsführung mit Sorge verfolgt, schließlich haben wir einen Großteil unseres Geschäftes auf das Segment der Dieselkraftstoffe aufgebaut. Das Risikomanagement beschäftigt sich intensiv mit der Diskussion über den Ausstieg aus den fossilen Kraftstoffen.

Interne Risiken bestehen bei dem Unternehmen durch die geringe Personalzahl. Im Falle von Ausfällen, durch Kündigung oder Krankheit könnte es zu Einschränkungen des Geschäftsbetriebes kommen. Externe Risiken bestehen bei Preisschwankungen auf den internationalen Beschaffungsmärkten, wegen politischer Ereignisse, wie kriegerische Auseinandersetzungen und staatlich verordnete Sanktionen. Die Geschäftsleitung des Unternehmens sieht keine Veranlassung, den Handel mit seinen Produkten zu ändern oder einzustellen. In der überschaubaren Zukunft von zwei bis fünf Jahren überwiegen die Chancen die Risiken, die in der Weiterführung des Unternehmens liegen, deutlich.

Zur laufenden Überwachung der Geschäftstätigkeit sowie zu Identifikation von Geschäfts- und Liquiditätsrisiken erfolgen unterjährige betriebswirtschaftliche Auswertungen sowie Quartalsberichte, die laufend ausgewertet werden. Soweit Risiken erkannt werden, werden durch die Geschäftsführung in Zusammenarbeit mit der internen Steuer- und Rechtsabteilung erforderliche Gegenmaßnahmen eingeleitet. Allerdings darf nicht übersehen werden, dass durch den relativ anonymen Telefonhandel ein gefestigter "treuer'' Kundenstamm nicht aufzubauen ist. Insoweit stellt, im Gegensatz zu Unternehmen mit persönlichen Kundenkontakten, der Kundenstamm keinen immateriellen Wert dar, da er sich schnell verflüchtigen kann.

Versicherung des Geschäftsführers

Als Geschäftsführer der H.O.T. Hanseatic Oil Trading GmbH, Hamburg, versichern wir, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich Geschäftsergebnis und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und das die wesentlichen Chancen und Risiken im Sinne des § 289 (1) Satz 4 HGB beschrieben sind.

 

Hamburg, den 20. September 2019

gez. Thomas Hoyer als Gesellschafter-Geschäftsführer

gez. Markus Hoyer als Gesellschafter-Geschäftsführer

gez. Heinz-Wilhelm Hoyer als Geschäftsführer

gez. Ralf Albers als Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 22.620,00 60.339,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.500,00 59.665,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 30.000,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.499,00 29.665,00
II. Sachanlagen 16.120,00 674,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.120,00 674,00
B. Umlaufvermögen 44.145.595,08 32.189.325,86
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 35.458.276,20 26.081.145,31
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.339.863,24 22.881.417,73
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.762.498,46 3.151.923,92
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.355.914,50 47.803,66
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten 8.687.318,88 6.108.180,55
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.008,00 1.028,49
Bilanzsumme, Summe Aktiva 44.169.223,08 32.250.693,35

Passiva

   
31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 4.456.122,79 3.756.302,53
I. Gezeichnetes Kapital 25.600,00 25.600,00
II. Gewinnvortrag 3.730.702,53 3.487.227,19
III. Jahresüberschuss 699.820,26 243.475,34
B. Rückstellungen 278.503,92 60.252,86
1. Steuerrückstellungen 209.989,70 14.358,48
2. sonstige Rückstellungen 68.514,22 45.894,38
C. Verbindlichkeiten 39.423.409,13 28.434.137,96
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 30,94
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.491.487,44 25.715.140,74
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.593.946,78 2.694.560,86
4. sonstige Verbindlichkeiten 4.337.974,91 24.405,42
D. Rechnungsabgrenzungsposten 11.187,24 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 44.169.223,08 32.250.693,35

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Umsatzerlöse 437.547.447,19 353.424.984,00
2. sonstige betriebliche Erträge 13.988,27 71.803,21
3. Materialaufwand 435.608.459,90 352.225.873,31
a) Aufwendungen für bezogene Waren 435.608.459,90 352.225.873,31
4. Personalaufwand 372.221,57 392.888,87
a) Löhne und Gehälter 319.097,85 335.301,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 53.123,72 57.587,67
5. Abschreibungen 62.264,19 79.938,05
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 62.264,19 79.938,05
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 479.835,63 444.431,94
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,00 1.685,10
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 43,46 155,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 338.791,45 111.709,80
10. Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss 699.820,26 243.475,34

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der H.O.T. Hanseatic Oil Trading GmbH, Hamburg, für das am 31. Dezember 2018 abgeschlossene Geschäftsjahr ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB (§§ 238 ff. HGB) unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt worden.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Bei der Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung.

Die H.O.T. Hanseatic Oil Trading GmbH mit Sitz in Hamburg ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Hamburg unter der Nr. HRB 125985 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die allgemeinen Bewertungsvorschriften nach § 252 HGB wurden beachtet.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagenwerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen (§ 247 Abs. 2 HGB) wurde zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich vorgenommenen Absetzungen für Abnutzung bewertet (§ 253 Abs. 3 HGB).

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände unter Zuhilfenahme der amtlichen AfA-Tabellen linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Wert bis zu EUR 800,00 (Vorjahr: EUR 410,00) werden zum Zeitpunkt ihrer Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nominalwert und unter Berücksichtigung einer Pauschalwertberichtigung bewertet.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich werden unsaldiert ausgewiesen.

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zu ihren nominalen Werten.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Bewertung der Kassen- und Bankbestände wurde nach dem Nominalwertprinzip vorgenommen.

Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Auf der Passivseite wurden als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Angaben zur Bilanz

Brutto-Anlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens wurde im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt (§ 284 Abs. 3 HGB).

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die mit Vertrag vom 2. September 2013 einer auf fünf Jahre und ausschließlich auf das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland beschränkten Lizenz zur Benutzung der unter Nr. 007157076 in das Register des Deutschen Patent- und Markenamts eingetragenen Wort-/Bildmarke "Conti Petrol" im Großhandelsgeschäft wurde linear über 5 Jahre abgeschrieben.

Der zusammen mit der Lizenz entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurden für das Wettbewerbsverbot 5 Jahre und für den Kundenstamm 15 Jahre festgelegt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgte zum Nennwert unter Berücksichtigung einer pauschalen Wertberichtigung in Höhe von EUR 119.577,48 (Vorjahr: EUR 96.546,02).

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegen die Wilhelm Hoyer GmbH & Co. KG in Höhe von EUR 2.762.498,46 (Vorjahr: EUR 3.151.923,92) und betreffen Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 25.600,00 (Vorjahr: EUR 25.600,00) und ist in voller Höhe eingezahlt.

Das Eigenkapital hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt: Euro
Stammkapital 25.600,00
Gewinnvortrag 3.730.702,53
Jahresüberschuss 699.820,26
Eigenkapital zum 31.12.2018 4.456.122,79

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten Gewerbe- und Körperschaftsteuernachzahlungen in Höhe von Euro 209.989,70 (Vorjahr: Euro 14.358,48).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 68.514,22 (Vorjahr: EUR 45.894,38) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Sonderzahlungen, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Aufbewahrungs- und Dokumentationskosten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
zum 31. Dezember 2018 TEuro < 1 J.
TEuro
1 - 5 J.
TEuro
>5 J.
TEuro
gesichert
TEuro
aus Lieferung und Leistung 28.491 28.491 0 0 0
Vorjahr 25.715 25.715 0 0 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 6.594 6.594 0 0 0
Vorjahr 2.695 2.695 0 0 0
sonstige 4.338 4.338 0 0 0
Vorjahr 24 24 0 0 0
Summe 39.423 39.423 0 0 0
Vorjahr 28.434 28.434 0 0 0

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit EUR 6.593.916,78 (Vorjahr: EUR 2.694.560,86) die Gesellschaft Wilhelm Hoyer GmbH & Co. KG und resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 4.337.342,30 (Vorjahr: EUR 23.557,07) enthalten.

Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Bilanzstichtag mit dem Euroreferenz-Kurs umgerechnet.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Umsätzen handelt es sich im Wesentlichen um Inlandsumsätze. Bezüglich der Aufteilung des Gesamtumsatzes nach § 285 Nr. 4 HGB wird § 286 Abs. 2 HGB angewandt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die Verrechnung etwaiger Sachbezüge und Gehaltszuschüsse, Erträge aus Sachanlagenverkäufen und übrige periodenfremde Erträge.

Umsätze und Aufwendungen wurden zu Nominalwerten ausgewiesen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden Kfz-Steuern in Höhe von Euro 25,50 (Vorjahr: Euro 649,00) ausgewiesen.

Abschreibungen

Zur Bewertung der Abschreibungen verweisen wir auf die Ausführungen im 2. Abschnitt unter Anlagevermögen.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und wegen Zukunftsverlusten im Umlaufvermögen nach § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB mussten nicht vorgenommen werden. Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens waren ebenfalls nicht vorzunehmen.

5. Sonstige Angaben

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer im Jahr 2018 waren die Herren:

- Herr Kaufmann Heinz-Wilhelm Hoyer, Visselhövede

- Herr Kaufmann Ralf Albers, Hamburg

- Herr Kaufmann Thomas Hoyer, Visselhövede

- Herr Kaufmann Markus Hoyer, Visselhövede

Die Geschäftsführertätigkeiten wurden insgesamt mit EUR 132.335,88 vergütet.

Der jeweils ausgeübte Beruf der Geschäftsführer ist die Besorgung der Geschäfte dieser Gesellschaft.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Laufe des Geschäftsjahres führte das Unternehmen Transaktionen mit verbundenen Unternehmen nur zu marktüblichen Konditionen aus.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres waren im Unternehmen durchschnittlich 7 (Vorjahr: 6) angestellte Mitarbeiter beschäftigt.

Prüfungshonorar

In zulässiger Anwendung von § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben die Angaben des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars, da die entsprechenden Daten in einem das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss enthalten sind.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besteht ein auf unbestimmte Zeit abgeschlossener Mietvertrag mit der Wilhelm Hoyer GmbH & Co. KG in Höhe von jährlich TEUR 60.

Angaben über Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist Konzernunternehmen der Hoyer Asset Management GmbH & Co. KG, 27374 Visselhövede die zum 31. Dezember 2018 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufstellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden zum Bundesanzeiger eingereicht.

Vorschlag für die Verwendung des Jahresergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Hamburg, den 20. September 2019

gez. Thomas Hoyer als Gesellschafter-Geschäftsführer

gez. Markus Hoyer als Gesellschafter-Geschäftsführer

gez. Heinz-Wilhelm Hoyer als Geschäftsführer

gez. Ralf Albers als Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2018
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 160.000,00 0,00 0,00 160.000,00
  360.000,00 0,00 0,00 360.000,00
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.834,41 24.546,19 27.897,84 20.482,76
  23.834,41 24.546,19 27.897,84 20.482,76
  383.834,41 24.546,19 27.897,84 380.482,76
Abschreibungen
01.01.2018
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 170.000,00 29.999,00 0,00 199.999,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 130.335,00 23.166,00 0,00 153.501,00
  300.335,00 53.165,00 0,00 353.500,00
II. Sachanlagen        
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.160,41 9.099,19 27.896,84 4.362,76
  23.160,41 9.099,19 27.896,84 4.362,76
  323.495,41 62.264,19 27.896,84 357.862,76
Buchwerte
01.01.2018
Euro
31.12.2017
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1,00 30.000,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.499,00 29.665,00
  6.500,00 59.665,00
II. Sachanlagen    
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.120,00 674,00
  16.120,00 647,00
  22.620,00 60.339,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.09.2019 festgestellt.

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die H.O.T. Hanseatic Oil Trading GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der H.O.T. Hanseatic Oil Trading GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der H.O.T. Hanseatic Oil Trading GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg, den 20. September 2019

gez. Fruggel, Wirtschaftsprüfer

gez. Stang-Wegener, Wirtschaftsprüferin

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