Stammdaten

Register
Amtsgericht Leipzig HRB 7969
Vorher
Personenverkehrsgesellschaft Muldental mbH
Eingetragen
6.10.1993
Branche
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich OmnibusbahnhöfenPersonenbeförderung im Linienverkehr auf der StraßePersonenbeförderung im Gelegenheitsverkehr auf der Straße
Gegenstand
die Errichtung und der Betrieb von Personenverkehren, insbesondere der Linienverkehr mit seinen Sonderformen, alle Leistungsarten des Gelegenheitsverkehrs und der Personenfernverkehr sowie die Vornahme aller damit zusammenhängenden Geschäfte und sonstigen Tätigkeiten, die dem Unternehmenszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kathrin Brewko
seit 19.1.2024
Prokura
Sandra Jost
seit 1.9.2015
Prokura
Andreas Kultscher
seit 29.10.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Landkreis Leipzig
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Landkreis Leipzig
Germany
12.782 €
50.00%
Landkreis Leipzig
Germany
12.782 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Regionalbus Leipzig GmbH

Deuben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 184.622,00 126.176,00
2. Geleistete Anzahlungen 24.003,45 0,00
208.625,45 126.176,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.706.884,56 6.160.217,56
- davon Geschäfts-, Betriebs- und andere Bauten: EUR 5.219.440,00 (Vorjahr: EUR 5.672.773,00)
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 9.266.064,00 11.902.593,00
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2 gehören 87.977,51 103.830,51
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.162.662,67 860.499,08
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 303.364,00 426.011,88
16.526.952,74 19.453.152,03
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 7.214,04 7.214,04
16.742.792,23 19.586.542,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 355.688,98 347.898,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 656.298,15 1.935.993,09
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 80.332,37 68.304,84
3. Sonstige Vermögensgegenstände 676.830,04 611.653,04
1.413.460,56 2.615.950,97
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.424.832,89 7.067.224,60
12.193.982,43 10.031.074,54
C. Rechnungsabgrenzungsposten 64.180,13 46.804,60
29.000.954,79 29.664.421,21

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 3.742.143,89 3.742.143,89
III. Gewinnrücklagen
Sonstige Gewinnrücklagen 9.075.096,52 8.378.202,44
IV. Gewinnvortrag 1.328.687,92 1.328.687,92
V. Jahresüberschuss 1.264.339,17 696.894,08
15.910.267,50 14.645.928,33
B. Sonderposten
Sonderposten für Investitionszuschüsse zum
Anlagevermögen 9.466.568,12 11.149.003,48
C. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.568.087,86 1.376.074,45
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 70.438,68
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 612.744,78 754.182,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 485.058,81 171.528,26
4. Sonstige Verbindlichkeiten 958.227,72 1.495.582,48
- davon aus Steuern: EUR 130.011,22 (Vj. EUR 113.171,58)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vj. EUR 6.832,16)
2.056.031,31 2.491.732,03
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.682,92
29.000.954,79 29.664.421,21

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 28.089.114,43 26.052.051,10
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.949.765,02 2.924.457,41
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.396.992,44 -4.758.441,45
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.197.519,37 -2.085.783,08
-6.594.511,81 -6.844.224,53
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und -13.648.609,93 -11.955.936,63
b) für Unterstützung -2.812.956,52 -2.537.926,84
- davon Aufwendungen für Altersversorgung: EUR 68.387,96 (Vorjahr EUR 69.307,11)
-16.461.566,45 -14.493.863,47
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.992.893,04 -4.254.408,17
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.708.885,71 -2.661.799,01
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 113,99 24,69
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.103,54 -11.652,37
davon Zinsen aus Aufzinsung: EUR 1.284,00 (Vorjahr: EUR 1.284,00)
9. Ergebnis nach Steuern 1.278.032,89 710.585,65
10. Sonstige Steuern -13.693,72 -13.691,57
11. Jahresüberschuss 1.264.339,17 696.894,08

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss der Regionalbus Leipzig GmbH, Deuben (nachfolgend auch Regionalbus Leipzig oder Gesellschaft genannt) zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Deuben, sie wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Leipzig unter der Nummer HRB 7969 geführt.

Die für die Gesellschaft maßgeblichen handelsrechtlichen Vorschriften über den Ausweis und die Gliederung der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden ebenso wie die handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften beachtet.

Die Gliederung der Bilanz richtet sich nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen vom 27. Februar 1968, die zuletzt durch Artikel 25 Absatz 4 des Gesetzes vom 7. August 2021 geändert worden ist.

Das Bilanzgliederungsschema wurde gem. § 265 Abs. 5 HGB um den Posten Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen ergänzt. Zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses wurden die Bezeichnungen einzelner Posten gem. § 265 Abs. 6 HGB an deren tatsächlichen Inhalt angepasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren, der Jahresabschluss vor Berücksichtigung der Ergebnisverwendung aufgestellt.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Jahresabschluss wurde gem. § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Anlagevermögen

Die Bewertung der Gegenstände des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen.

Die planmäßigen Abschreibungen für abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens wurden nach der linearen Methode pro rata temporis nach branchenüblichen und steuerlich zulässigen Nutzungsdauern vorgenommen. Die Abschreibung bei Software beträgt bis zu 5 Jahre, auf Gebäude und bauliche Anlagen ist eine Nutzungsdauer zwischen 15 und 33 Jahren zugrunde gelegt. Bei den Omnibussen beträgt die Nutzungsdauer 8 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen zwischen 7 und 20 Jahren, bei den anderen Anlagen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 23 Jahren.

Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten netto bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgte zu Anschaffungskosten bei Anwendung des Durchschnittspreisverfahrens unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Für Ausfallrisiken wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos erfolgte ein pauschaler Abschlag auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen

Der Sonderposten betrifft im Wesentlichen Zuschüsse für den Kauf von Omnibussen für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), für Baukosten der Betriebshöfe sowie betriebliche Software. Der Sonderposten wird entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Anlagegüter anteilig erfolgswirksam aufgelöst.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven bzw. passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt. Sie beinhalten vorausgezahlte Beträge, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) beigefügt.

Umlaufvermögen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben wie in den Vorjahren eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Einzelwertberichtigungen in Höhe von insgesamt TEUR 1 und eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von TEUR 6 auf den nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestand wurden berücksichtigt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 502 (2022: TEUR 1.742) enthalten.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr Lieferungen und Leistungen.

Der Posten sonstige Vermögensgegenstände enthält die antizipative Forderung auf Erstattung von Mineralölsteuer in Höhe von TEUR 60 (2022: TEUR 83). Des Weiteren sind neben Forderungen für bereits positiv beschiedene Leistungen nach SGB III in Höhe von TEUR 39 (2022: TEUR 23) Forderungen gegenüber Krankenkassen in Höhe von TEUR 4 (2022: TEUR 0) bilanziert.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 500 und wird vollständig vom Landkreis Leipzig gehalten.

Die Kapitalrücklage wurde durch Einlagen des Gesellschafters in Vorjahren gebildet.

Die Gewinnrücklage erhöhte sich aufgrund des Gesellschafterbeschlusses zur Verwendung des Jahresergebnisses des Geschäftsjahres 2022 (TEUR 697) und beträgt TEUR 9.075.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen noch zum Stichtag 2023 erwartete Rückzahlungsverpflichtungen aus dem Corona-Rettungsschirm 2022 TEUR 417 (2022: TEUR 417), Rechtsstreitigkeiten TEUR 410 (2022: TEUR 410), Aufwendungen für nicht in Anspruch genommene Personalkosten (Urlaub und Überstunden) TEUR 473 (2022: TEUR 333), Jubiläen, Sterbegeldverpflichtungen, Beiträge zur Berufsgenossenschaft sowie für Archivierung enthalten.

Die im Geschäftsjahr bilanzierte Jubiläumsrückstellung sowie die Rückstellung für Sterbegeldverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck, Köln, nach der Anwartschaftsbarwertmethode ermittelt. Der Rechnungszinsfuß entspricht dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren.

Bei der Ermittlung wurden ein Gehaltstrend von 4 % sowie Fluktuationen nach Heubeck 2018 G (modifiziert) angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023
Gesamt bis 1 Jahr über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 613 613 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 485 485 0
sonstige Verbindlichkeiten 958 958 0
2.056 2.056 0
Vorjahr
Gesamt bis 1 Jahr über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70 70 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 754 754 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 172 172 0
sonstige Verbindlichkeiten 1.496 1.496 0
2.492 2.492 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stellen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind vor allem Verbindlichkeiten aus Lohn und Gehalt in Höhe von TEUR 812 (2022: TEUR 709) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von TEUR 130 (2022: TEUR 113) enthalten. Nach vorläufiger Berechnung ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 keine zu bilanzierenden Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter aus Rückzahlung von Betriebskostenzuschüssen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
ÖPNV-Linienverkehr 27.177 25.058
Vertragsverkehr 350 359
Gelegenheitsverkehr 54 48
Schienenersatzverkehr 8 54
Sonstige 499 533
insgesamt 28.089 26.052

Das Segment ÖPNV-Linienverkehr enthält Zuschüsse und Ausgleichszahlungen. Sämtliche Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Unter dem Posten werden im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionszuschüsse in Höhe von TEUR 2.336 (2022: TEUR 2.483), Erträge aus Zuwendungen auf Kostenbasis in Höhe von TEUR 184 (2022: TEUR 0), Erstattungen Mineralölsteuer in Höhe von TEUR 120 (2022: TEUR 83) und Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 202 (2022: TEUR 142) ausgewiesen. Außerdem enthält dieser Posten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 6 (2022: TEUR 157).

V. Sonstige Angaben

Latente Steuern

Die Gesellschaft verfügt über steuerliche Verlustvorträge. Eine Steuerentlastung ist hieraus nicht zu erwarten. Dementsprechend wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen von insgesamt TEUR 597.

Daneben besteht ein Investitionsobligo von TEUR 1.046 für die Anschaffung von zwei Gelenkbussen sowie zwei Bürgerbussen, deren Lieferung sich ins Jahr 2024 verschob.

Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren im Durchschnitt 337 Mitarbeiter (2022: 338), davon 269 gewerbliche Mitarbeiter, 48 Angestellte sowie 20 geringfügig Beschäftigte für die Gesellschaft tätig. Darüber hinaus wurden durchschnittlich 6 Auszubildende beschäftigt.

Honorar für den Abschlussprüfer

Das Abschlussprüferhonorar im Geschäftsjahr 2023 beträgt für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 9 und für andere Bestätigungsleistungen TEUR 7.

Beteiligung

Die Gesellschaft ist mit 2,99 % an der Mitteldeutscher Verkehrsverbund GmbH (MDV), Halle (Saale), beteiligt. Die MDV wies im Jahresabschluss 2022 ein Eigenkapital von TEUR 477 und ein Jahresergebnis von TEUR 0 aus.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Henry Graichen, Landrat, Borna (Vorsitzender)

Uwe Weigelt, Bürgermeister, Lossatal (stellvertretender Vorsitzender)

Stefan Bischoff, selbstständig, Grimma

Uwe Herrmann, Bürgermeister a. D., Naunhof

Bernd Laqua, Bürgermeister, Bennewitz

Tommy Penk, Verwaltungsfachangestellter, Markranstädt

Holger Schulz, Bürgermeister, Zwenkau

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten einen pauschalen Auslagenersatz von insgesamt EUR 720,00 (2022: EUR 720,00).

Geschäftsführung

Andreas Kultscher, Diplom-Kaufmann, Leipzig (Geschäftsführer)

Auf die Angabe der Vergütung des Geschäftsführers gem. § 285 Nr. 9a HGB wird in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 in Höhe von EUR 1.264.339,17 in die Gewinnrücklage einzustellen.

Nachtragsbericht gem. § 285 Nr. 33 HGB

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Deuben, den 29. Mai 2024

gez. Andreas Kultscher, Geschäftsführer

Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 792.920,60 41.563,47 80.849,00 0,00 915.333,07
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 98.433,45 -74.430,00 0,00 24.003,45
792.920,60 139.996,92 6.419,00 0,00 939.336,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.562.691,14 0,00 56.051,18 0,00 11.618.742,32
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 37.352.678,56 383.519,54 8.700,00 37.744.898,10
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2 gehören 1.034.481,51 0,00 0,00 0,00 1.034.481,51
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.799.049,39 56.994,68 620.105,17 501,00 6.475.648,24
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 426.011,88 570.157,47 -691.275,35 1.530,00 303.364,00
56.174.912,48 1.010.671,69 -6.419,00 2.031,00 57.177.134,17
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 7.214,04 0,00 0,00 0,00 7.214,04
56.975.047,12 1.150.668,61 0,00 2.031,00 58.123.684,73
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 666.744,60 63.966,47 0,00 730.711,07
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
666.744,60 63.966,47 0,00 730.711,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.402.473,58 509.384,18 0,00 5.911.857,76
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 25.450.085,56 3.028.748,54 0,00 28.478.834,10
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2 gehören 930.651,00 15.853,00 0,00 946.504,00
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.938.550,31 374.940,85 181,00 5.313.310,16
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
36.721.760,45 3.928.926,57 181,00 40.650.506,02
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
37.388.505,05 3.992.893,04 181,00 41.381.217,09
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 184.622,00 126.176,00
2. Geleistete Anzahlungen 24.003,45 0,00
208.625,45 126.176,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.706.884,56 6.160.217,56
2. Fahrzeuge für Personenverkehr 9.266.064,00 11.902.593,00
3. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nr. 2 gehören 87.977,51 103.830,51
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.162.338,08 860.499,08
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 303.364,00 426.011,88
16.526.628,15 19.453.152,03
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 7.214,04 7.214,04
16.742.467,64 19.586.542,07

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Unter den erneut anspruchsvollen Rahmenbedingungen gelang es der Regionalbus Leipzig GmbH (im Folgenden auch Regionalbus Leipzig oder Gesellschaft genannt), nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung seitens des Bundes, des Freistaats sowie des Aufgabenträgers das Geschäftsjahr 2023 mit einem zufriedenstellenden kaufmännischen Ergebnis abzuschließen.

Am 1. Mai 2023 wurde das Deutschlandticket als politisch initiiertes Tarifprodukt im ÖPNV eingeführt. Das Deutschlandticket stellt in Bezug auf die Finanzierung eine Herausforderung für die Verkehrsunternehmen dar, da der mit 49 Euro pro Monat festgesetzte Preis direkte Auswirkungen auf die Tarifgestaltung und damit die erzielbaren Einnahmen im ÖPNV hat und eine Abhängigkeit der Verkehrsunternehmen von der Auskömmlichkeit der zugehörigen Ausgleichsleistungen begründet wird. Dies hat in der Folge auch Auswirkungen auf die Aufgabenträger. Positive Effekte des Deutschlandtickets sind die preisliche Attraktivität und die leichtere Zugänglichkeit zum ÖPNV für die Fahrgäste.

Eine weitere Herausforderung für die Gesellschaft waren die Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und dem Landesverband des Sächsischen Verkehrsgewerbes (LSV) e. V. zum Vergütungstarifvertrag, die am 21. März 2023 abgeschlossen werden konnten.

Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages vom 28.April 1993 in der Fassung vom 16.Juli 2015 die Errichtung und der Betrieb von Personenverkehren, insbesondere der Linienverkehr mit seinen Sonderformen, alle Leistungsarten des Gelegenheitsverkehrs und der Personenfernverkehr sowie die Vornahme aller damit zusammenhängenden Geschäfte und sonstigen Tätigkeiten, die dem Unternehmenszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft liegt mit ca. 99 % des Leistungsvolumens der gefahrenen Kilometer im Bereich des ÖPNV-Linienverkehrs. Grundlage für die Erbringung dieser Verkehrsleistungen bildet seit dem 1. Januar 2014 der "Öffentliche Dienstleistungsauftrag über die Erbringung von Personenverkehrsdiensten" (ÖDA), gemäß Beschluss Nr. 2013/081 des Kreistages des Landkreises Leipzig vom 9. Oktober 2013.

Der Kreistag des Landkreises Leipzig hatte bereits am 13. Oktober 2021 die Direktvergabe von Verkehrsleistungen im Linienverkehr des Landkreises Leipzig an die Regionalbus Leipzig GmbH ab dem Jahr 2024 beschlossen. Mit Beschluss des Kreistages vom 10. Mai 2023 wurde der Vertrag über die Erbringung von Personenverkehrsdiensten mit der Regionalbus Leipzig GmbH vom 01.01.2024 bis 31.12.2033 beschlossen. Mit dem neuen Öffentlichen Dienstleistungsauftrag, der am 26. Juni/4. Juli 2023 zwischen Regionalbus Leipzig und Landkreis Leipzig abgeschlossen wurde, wird die Gesellschaft auch in den nächsten zehn Jahren für den Linienverkehr mit Omnibussen in ihrem Bediengebiet verantwortlich sein.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2023 wurden die beauftragten Verkehrsleistungen im gesamten Bediengebiet kontinuierlich optimiert und zuverlässig durch Regionalbus Leipzig erbracht. Weiterhin werden Teile der Verkehrsleistungen im Muldental von vier vertraglich gebundenen Nachauftragnehmern der Gesellschaft erbracht.

Die Gesellschaft betreibt insgesamt 15 PlusBus- und 12 TaktBus-Linien. Für diese gelten hohe Qualitätsstandards hinsichtlich Verkehrsbedienung und eingesetzter Fahrzeuge. Ergänzt wird dieses Grundverkehrsnetz durch ein Zusatznetz im Schülerverkehr sowie durch ein vollflexibles, haltestellengebundenes Rufbussystem, das überwiegend mit kleineren wendigen Fahrzeugen betrieben wird und die Mobilitätsbedürfnisse von Einwohnern kleinerer Ortslagen erfüllt. Das Rufbussystem wurde im Jahr 2023 kontinuierlich weiterentwickelt und ausgebaut.

Die eigenwirtschaftlichen Verkehrsleistungen zur ÖPNV-Anbindung des Pösna-Parks, des GLOBUS SB-Warenhauses in Wachau und die Anbindung des Freizeitparks BELANTIS mit der Linie 105 wurden vertragsgemäß erbracht. Im Rahmen des ÖPNV-Modelprojektes "Pendlermobilität in Leipzig und dem Umland stärken - Mobilität und Verkehrswende aktiv voranbringen (PUMa)" erfolgte die Erschließung von Gewerbegebieten durch den bestehenden Linienverkehr. Der Vertrag zur Durchführung von Beförderungsleistungen für die Handwerkskammer zu Leipzig wurde um ein weiteres Jahr verlängert und Einzelverträge zur Ergänzung der Schülerbeförderung abgeschlossen.

Mit den Städten Brandis, Grimma, Colditz sowie der Stadt Wurzen bestehen weiterhin Verträge zur Verkehrsbedienung. Der Vertrag mit der Stadt Bad Lausick wurde zum 1. April 2024 neu abgeschlossen.

Die stark gestiegenen Kosten für Ersatzteile und Reparaturen hatten nicht geplante wirtschaftliche Auswirkungen auf die Gesellschaft, welche jedoch durch die positive Entwicklung der Kosten für Kraftstoff und Energie kompensiert werden konnten und sich damit nicht unmittelbar negativ auf das Ergebnis der Gesellschaft auswirkten.

Durch eine fehlende Anzahl qualifizierter Bewerber zur Besetzung offener Stellen im Fahrdienst in Verbindung mit krankheitsbedingten Ausfällen des Fahrpersonals, die nicht kompensiert werden konnten, waren auch im Jahr 2023 punktuelle Ausfälle in der Leistungserbringung zu verzeichnen. Die Gesellschaft stellte trotz dessen den ÖPNV im gesamten Kalenderjahr sicher und konnte zum Ende des Geschäftsjahres durch gezielte Personalgewinnungsmaßnahmen einen positiven Trend bei der Besetzung vakanter Stellen verzeichnen.

Durch den Erfolg der in den letzten Jahren umgesetzten Verkehrsprojekte waren deutlich positive Fahrgastentwicklungen im gesamten Liniennetz zu nahezu allen Verkehrszeiten zu verzeichnen. Besonders starke Zuwächse gab es auf den gut ausgebauten PlusBus-Linien. Hierzu trug auch die Einführung des Deutschlandtickets bei. Dies ging jedoch mit spürbaren Einnahmeausfällen und Vertriebsmehraufwendungen für die Gesellschaft einher, deren Ausgleich auf der Grundlage der Richtlinie "Deutschlandticket-Billigkeitsleistungen 2023" beantragt und bisher teilweise gewährt wurde. Insgesamt lag die Fahrgastzahl vor Korrekturwerten im Geschäftsjahr 2023 knapp 28 % über dem Vor- Corona-Niveau des Jahres 2019, womit sich die positive Entwicklung aus dem Jahr 2022 fortsetzte.

Die Gesellschaft setzte im Jahr 2023 die schrittweise Digitalisierung von Prozessen fort und realisierte verschiedene Projekte in diesem Bereich, unter anderem die Ausgabe von Tablets an die Mitarbeiter im Fahrdienst.

Die geplante Investition in den Fahrzeugpark kann durch Lieferengpässe der Hersteller erst im Geschäftsjahr 2024 vollständig umgesetzt werden. Hinzu kommt eine veränderte Förderlandschaft, da der Freistaat Sachsen in Folge der Neugestaltung seiner Richtlinie über die Förderung von Bussen im öffentlichen Personennahverkehr (RL Bus) im Jahr 2023 keine Förderung gewährt hat.

II. Wirtschafts bericht

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Gesellschaft betrug zum Stichtag TEUR 29.001 und liegt damit TEUR 663 unter dem Vorjahreswert. Im Wirtschaftsjahr 2023 verminderte sich der Bestand des Anlagevermögens um TEUR 2.844. Dieser Saldo resultiert aus einer gegenüber der Planung verminderten Investitionstätigkeit. Die für Investitionen geplante Summe wurde zum Stichtag 31. Dezember 2023 um insgesamt TEUR 1.484 unterschritten. Hintergründe sind Lieferschwierigkeiten der Hersteller sowie weitere Investitionen, die sowohl technisch bedingt als auch durch geänderte Rahmenbedingungen nicht oder nicht planmäßig umgesetzt werden konnten und in das nächste Wirtschaftsjahr übertragen werden müssen.

Im Wesentlichen wurde in die IT-Technik der Gesellschaft und in Digitalisierungsmaßnahmen investiert. Die Erhöhung des Umlaufvermögens um TEUR 2.163 resultiert aus Mittelzuflüssen in das Bankvermögen.

Der Bestand an Sonderposten für Investitionszuschüsse verringerte sich gleichlaufend zum Anlagevermögen sowie darüber hinaus durch eine Reduzierung der vereinnahmten Fördermittel für die Investitionen um TEUR 1.682. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich um den Jahresüberschuss.

Das Fremdkapital der Gesellschaft verringerte sich im Jahr 2023 um TEUR 436. Dies resultiert insbesondere aus der Aktivierung von Anlagen, die mit Fördermitteln aus dem vorangegangenen Wirtschaftsjahr fertiggestellt wurden.

Nachfolgend wird die Vermögenslage nach Liquiditätsgesichtspunkten gegliedert dargestellt. Posten mit Fälligkeit bis zu einem Jahr werden als kurzfristig, alle übrigen Posten als mittel- und langfristig eingestuft.

Vermögensstruktur

31.12.2023 31.12.2022 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
immaterielle Vermögensgegenstände 209 0,7 126 0,4 83
Sachanlagen 16.527 57,0 19.453 65,6 -2.926
Finanzanlagen 7 0,0 7 0 0,0
langfristig gebundenes Vermögen 16.743 57,7 19.587 66,0 -2.844
Vorräte 356 1,2 348 1,2 8
Lieferforderungen 656 2,3 1.936 6,5 -1.280
Forderungen gegen MDV GmbH 80 0,3 68 0,3 12
sonstige Vermögensgegenstände, RAP 741 2,6 658 2,2 83
flüssige Mittel 10.425 35,9 7.067 23,8 3.358
kurzfristiges Vermögen 12.258 42,3 10.077 34,0 2.181
insgesamt 29.001 100 29.664 100 -663

Kapitalstruktur

31.12.2023 31.12.2022 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
bilanzielles Eigenkapital 15.910 54,9 14.646 49,4 1.264
Sonderposten Investitionszuschüsse = Eigenkapitalähnliche Mittel 9.467 32,6 11.149 37,6 -1.682
betriebswirtschaftliches Eigenkapital 25.377 87,5 25.795 87,0 -418
Fremdkapital
Bankverbindlichkeiten (> 1 Jahr) 0 0 0 0 0
langfristige Rückstellungen 33 0,1 33 0,1 0
mittel- / langfristiges Fremdkapital 33 0,1 33 0,1 0
kurzfristige Rückstellungen 1.535 5,3 1.343 4,5 192
Bankverbindlichkeiten (< 1 Jahr) 0 0 70 0,2 -70
Lieferverbindlichkeiten 613 2,1 754 2,5 -141
Verbindlichkeiten gegenüber MDV GmbH 485 1,7 172 0,6 313
sonstige Verbindlichkeiten 958 3,3 1.497 5,1 -539
kurzfristiges Fremdkapital 3.591 12,4 3.836 12,9 -245
Fremdkapital gesamt 3.624 12,5 3.869 13,0 -245
insgesamt 29.001 100 29.664 100 -663

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden folgende Investitionen getätigt:

TEUR
Omnibusse (einschließlich Anlagen im Bau) 686
sonstige Ausstattung 271
Grundstücke und Gebäude 54
Software 140
insgesamt 1.151

Die Investitionen in Omnibusse enthalten die Aktivierungen eines bereits im Vorjahr angezahlten gebrauchten Busses, eines neuen und eines angezahlten Busses.

Die Schwerpunkte in der Position "sonstige Ausstattung" bildeten Investitionen in Fahrgastzählsysteme, neue IT-Infrastruktur, Möbel für Fahreraufenthaltsbereiche und Büros sowie Ausrüstungsgegenstände für die Werkstätten der einzelnen Betriebsteile.

Die Softwareinvestitionen beinhalten die Systemerweiterungen für die Buchung von Bedarfsverkehren und des digitalisierten Leitstellenprotokolls sowie Anpassungen für das Intranet.

Die Investitionen wurden im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 654 (einschließlich der abgegrenzten Einzahlungen aus dem Vorjahr) durch Zuschüsse finanziert.

Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes im Berichtsjahr. Die Zahlungsströme werden nach den Bereichen "laufende Geschäftstätigkeit", "Investitionstätigkeit" und "Finanzierungstätigkeit" gegliedert. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (TEUR 4.679) hat sich im Wesentlichen durch eine optimale Liquiditätsplanung sowie den Rückgang von Forderungen und eine Optimierung des Zahlungszeitpunkts bei Verbindlichkeiten verbessert. Einen wesentlichen Einfluss auf den Cash Flow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -1.251) haben die bereits im Vorjahr erhaltenen Fördermittel für Investitionen, welche im Geschäftsjahr bilanzwirksam wurden sowie die von den Fördermittelgebern gesetzten Prioritäten bei der Zuweisung von Fördermitteln. Investitionen in das Anlagevermögen wurden ohne weitere Kreditaufnahme getätigt, wodurch eine Reduzierung des Mittelabflusses aus Finanzierungstätigkeit gegenüber dem Vorjahr möglich wurde. Dies folgt dem Trend der letzten Wirtschaftsjahre.

Die Liquidität der Gesellschaft war auf der Basis eines detaillierten Liquiditätsplans in Verbindung mit den erhaltenen Betriebskostenzuschüssen (BKZ) sowie zeitnaher Leistungsabrechnung und einem aktuellen Mahnwesen jederzeit gesichert.

Verbindlichkeiten wurden innerhalb vereinbarter Fristen beglichen.

2023 2022
TEUR TEUR
Ergebnis 1.264 697
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.993 4.254
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten für Investitionszuschüsse -2.336 -2.483
Zunahme /Abnahme (-) der sonstigen Rückstellungen 192 563
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 0 0
Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1 0
Zunahme (-) /Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.135 -616
Zunahme /Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 430 -204
Zinsaufwendungen 0 10
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 4.679 2.221
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0 0
Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -1.285 -743
Erhaltene Zuschüsse für Investitionen ins Anlagevermögen 34 968
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.251 225
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten (Bankverbindlichkeiten) 0 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankverbindlichkeiten -70 -169
gezahlte Zinsen 0 -10
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -70 -179
Veränderung des Finanzmittelfonds 3.358 2.267
Finanzmittelfonds am Periodenbeginn 7.067 4.800
Finanzmittelfonds am Periodenende 10.425 7.067
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes: 10.425 7.067
flüssige Mittel 10.425 7.067

Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresergebnis in Höhe von TEUR 1.264. Geplant wurde mit einem Ergebnis in Höhe von TEUR -477. Daraus ergibt sich eine positive Abweichung von TEUR 1.741.

Zur Analyse der Ertragslage werden im Folgenden die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung abweichend vom handelsrechtlichen Schema nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert dargestellt.

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 28.089 100,0 26.052 100,0 2.037 7,8
Materialaufwand
a) Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe -4.397 -15,7 -4.758 -18,3 361 -7,6
b) bezogene Leistungen -2.198 -7,8 -2.086 -8,0 -112 5,4
-6.595 -23,5 -6.844 -26,3 249 -3,6
Personalaufwand -16.462 -58,6 -14.494 -55,6 -1.968 13,6
übrige Aufwendungen -2.710 -9,6 -2.670 -10,2 -40 1,5
Betriebsaufwand gesamt -25.767 -91,7 -24.008 -92,1 -1.759 7,3
sonstige betriebliche Erträge 2.949 10,5 2.921 11,2 28 1,0
Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen 5.271 18,8 4.965 19,1 306 6,2
Abschreibungen -3.993 -14,2 -4.254 -16,3 261 -6,1
operatives Ergebnis 1.278 4,6 711 2,8 567 79,7
neutrales Ergebnis -11 0,0 -3 0,0 -8 -266,7
Zinsergebnis -3 0,0 -11 0,0 8 72,7
Jahresüberschuss 1.264 4,6 697 2,8 567 81,3

Die Erhöhung der Umsatzerlöse (TEUR 2.037) in 2023 lässt sich im Wesentlichen wie folgt erklären:

TEUR
Betriebskostenzuschüsse 1.737
ÖPNV-Linienverkehr 382
Vertragsverkehr -9
Gelegenheitsverkehr 6
Schienenersatzverkehr -18
Sonstiges -61
insgesamt 2.037

Die Betriebskostenzuschüsse wurden an die gestiegenen Kosten und an die veränderte Erlössituation im ÖPNV-Linienverkehr angepasst. Im laufenden Geschäftsjahr erfolgte eine Anpassung des vom Landkreis Leipzig gezahlten Betriebskostenzuschusses, die auf den Regelungen der Verordnung des SMWA zur Finanzierung des Deutschlandticket-Ausgleichs 2023 (Deutschlandticket- Finanzierungsverordnung 2023 - DTF inVO 2023) beruht. Zusätzlich gewährte der Landkreis Leipzig auf der Grundlage des Gesetzes zur Finanzierung des Ausbildungsverkehrs im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNVFinAusG) Ausgleichzahlungen für die Anwendung des stark rabattierten Sächsischen Bildungstickets, die den Umsatzerlösen im ÖPNV-Linienverkehr zugeordnet sind.

Die positive Entwicklung im ÖPNV-Linienverkehr resultiert neben der Erholung nach dem Ende der Corona-Zeit aus einer Erhöhung der Umsätze im Bereich des Onlinevertriebs sowie aus der Zunahme von vertraglich gebundenen Produkten. Hier ist auch zu berücksichtigen, dass im Jahr 2022 für drei Monate das 9-Euro-Ticket galt und die Erlöse minderte.

Die Leistungen im Vertragsverkehr, im Gelegenheitsverkehr sowie im Schienenersatzverkehr können von der Gesellschaft aufgrund der angespannten Personalsituation nicht in dem vom Markt nachgefragten Umfang durchgeführt werden.

Im sonstigen Bereich resultieren die Mindereinnahmen hauptsächlich aus niedrigeren Kraftstoffpreisen beim Dieselverkauf.

Die Personalaufwendungen sind aufgrund einer Anhebung des Vergütungstarifs im Vergleich zu 2022 gestiegen, blieben aber mit TEUR 323 unter den geplanten Aufwendungen. Ursächlich hierfür sind weiterhin die Nichtbesetzung geplanter Stellen im Fahrdienst sowie ein hoher Stand an Langzeiterkrankten.

Der Krankenstand reduzierte sich bei durchschnittlich gleichem Personalstand gegenüber dem Jahr 2022 geringfügig. Die Rückstellungen für Urlaub und Überstunden sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Mit einer Höhe von TEUR -11 (2022: TEUR -3) kommt dem neutralen Ergebnis auch in diesem Geschäftsjahr keine entscheidende Bedeutung zu.

Das neutrale Ergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Erträge
Erträge aus Anlagenverkäufen 0 0
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1 2
Erträge unregelmäßig 0 1
zusammen 1 3
Aufwendungen
periodenfremde Aufwendungen -12 -3
Zuführung von Wertberichtigungen 0 -3
Verlust aus Anlagenabgängen 0 0
zusammen -12 -6
insgesamt -11 -3

II. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Leistungserbringung durch die Regionalbus Leipzig GmbH erfolgt ab dem Jahr 2024 auf der Basis des vom Landkreis Leipzig im Geschäftsjahr 2023 neu erteilten ÖDA. Hierdurch wird u. a. vertraglich geregelt, dass die Gesellschaft für die zu erbringenden Verkehrsleistungen entsprechende Zuschüsse erhält, ohne die der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) nicht kostendeckend betrieben werden könnte. Diese Zuschüsse sind von entscheidender Bedeutung für die finanzielle Ausstattung und die Ertragssituation der Gesellschaft.

Im Zuge der mit der Neuvergabe des ÖDA verbundenen Ausschreibung und Vergabe von Betriebsleistungen an Nachauftragnehmer der Gesellschaft wurden am 29. September 2023 mit vier Nachauftragnehmern Verträge über die Erbringung von Betriebsleistungen im Linienverkehr für die Regionalbus Leipzig GmbH mit einer Laufzeit von 2024 bis 2033 zu deutlich veränderten Konditionen abgeschlossen.

Zur frühzeitigen Erkennung von Risiken hat die Gesellschaft ein Risikomanagementsystem eingerichtet, um gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können.

Der Landkreis Leipzig verfolgt das Ziel, durch die bedarfsgerechte Entwicklung und den Ausbau des ÖPNV seine Attraktivität als Wohn- und Wirtschaftsstandort zu steigern. Hierzu wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Verkehrsprojekte umgesetzt, an denen Regionalbus Leipzig maßgeblich beteiligt war.

Zuletzt wurde am 8. April 2024 ein neues Netzkonzept im Raum Bad Lausick/Colditz mit schnelleren und attraktiveren Städteverbindungen und einem erweiterten PlusBus-Angebot umgesetzt. Kern des Konzeptes ist zudem die Ablösung des Stadtbusses in Bad Lausick durch ein RufBus-Angebot als Linienbedarfsverkehr auf der Basis von § 44 PBefG.

Aufgrund des Vorliegens der genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen kann davon ausgegangen werden, dass perspektivisch verstärkt die Umsetzung bedarfsgesteuerter Verkehrsangebote geprüft wird.

Gemeinsam mit weiteren Partnern aus dem MDV beteiligt sich Regionalbus Leipzig in den Jahren 2023 bis 2025 an dem vom Bund geförderten Projekt "Pendlermobilität in Leipzig und dem Umland stärken - Mobilität und Verkehrswende aktiv voranbringen (PUMa)". Das Projekt hat die Verbesserung der Anbindung von Gewerbegebieten im Leipziger Umland und die Gewinnung von Berufspendlern als neue Fahrgäste für den ÖPNV zum Ziel. Im Rahmen der Planung und Weiterentwicklung des Verkehrsangebotes sind stets regionale, demografische und gesellschaftliche Entwicklungen zu berücksichtigen, die Einfluss auf die Nachfrage nach öffentlichen Personenverkehrsleistungen haben.

In engem Zusammenhang damit stehen die Anstrengungen zur Sicherung der Qualität der erbrachten ÖPNV-Leistungen und die Erleichterung des Zugangs für die Fahrgäste. Hierzu gehört neben der Bereitstellung von fahrtbezogenen Anschlussinformationen in Echtzeit sowie kostenfreiem WLAN- Zugang und USB-Lademöglichkeiten in den Omnibussen das Angebot der ÖPNV-App MOOVME für Fahrtauskunft, Ticketing und RufBus-Buchungen in Kooperation mit dem MDV sowie weiteren Verkehrsunternehmen (Kundenvertragspartner). Dieser Vertriebsweg verzeichnete seit seiner Einführung bis zum April 2023 steigende Verkaufs- und Umsatzzahlen. Mit der Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023, das als Stammkundenprodukt angelegt ist, sind diese jedoch entsprechend deutlich zurückgegangen. Hinsichtlich des Betriebs und der Weiterentwicklung der App sind die Kundenvertragspartner von externen Partnern abhängig, bei denen es in der Vergangenheit zu Umsetzungsverzögerungen aufgrund beschränkter Entwicklungsressourcen gekommen ist. Hier liegt auch für die Zukunft ein signifikantes Risiko. Chancen sieht die Gesellschaft in der Schaffung neuer kooperativer Strukturen zu MOOVME mit weiteren regionalen Verkehrsunternehmen.

Das Qualitätsmanagementsystem des Unternehmens gewährleistet mit einer strukturierten Erfassung verschiedener betrieblicher Leistungsparameter die Erfolgsmessung von getroffenen Maßnahmen und unterstützt insbesondere durch seine Verknüpfung mit der innerbetrieblichen Aus- und Weiterbildung die Erreichung der Ziele zur Verbesserung der Dienstleistungsqualität.

Das Vertragsverhältnis mit einem Nachauftragnehmer wurde zum 6. August 2017 außerordentlich gekündigt. In diesem Zusammenhang ist derzeit noch eine Rechtsstreitigkeit anhängig. Die zur Abdeckung des Kostenrisikos gebildete und im Jahr 2021 angepasste Rückstellung besteht weiterhin.

Vor dem Hintergrund der Vorgaben des Gesetzes über die Beschaffung sauberer Straßenfahrzeuge hatte Regionalbus Leipzig bereits im Jahr 2022 verschiedene Vorarbeiten für die Einführung alternativer Antriebsformen realisiert. So erfolgte unter anderem auf der Basis einer Vereinbarung mit der Sächsischen Energieagentur - SAENA die Teilnahme am Modellprojekt "Initialberatung alternative Antriebe für ÖPNV-Betreiber", eine Potenzialanalyse des Netzbetreibers MITNETZ Strom zur Herstellung von Mittelspannungsanschlüssen für die auf eigenen Grundstücken der Gesellschaft gelegenen Betriebshöfe Deuben, Colditz und Zwenkau sowie die erfolgreiche Bewerbung um den Kauf eines Grundstücks zur Erweiterung des Betriebsteils Zwenkau im dortigen Gewerbegebiet. Auf dem Grundstück kann die erforderliche Infrastruktur zur Abstellung und Aufladung von batterieelektrischen Bussen errichtet werden.

Da alternativ angetriebene Omnibusse derzeit noch deutlich teurer sind als dieselgetriebene Fahrzeuge ist für den Einstieg in die Elektromobilität die Bereitstellung von Fördermitteln unabdingbar. Im Jahr 2023 beantragte Regionalbus Leipzig daher Fördermittel für die Beschaffung von Bussen mit Elektromotor sowie zugehöriger Ladeinfrastruktur im Rahmen eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr sowie nach der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über die Förderung von Bussen im öffentlichen Personennahverkehr vom 26. Oktober 2023. Bisher wurden noch keine Zuwendungen bewilligt. Zusätzlich muss davon ausgegangen werden, dass der Freistaat Sachsen künftig keine Förderung für die Beschaffung von Bussen mit Dieselmotor mehr gewährt. Vor diesem Hintergrund bestehen für Regionalbus Leipzig weiterhin erhebliche Unsicherheiten und finanzielle Risiken im Zusammenhang mit der Modernisierung des Fahrzeugparks.

Zur Optimierung der Kosten und Verbesserung der Risikoabsicherung hat die Gesellschaft zum 1. Januar 2023 den Versicherer für die Fahrzeugflotte gewechselt. Der neue Versicherer vergütet eine günstige Schadensbilanz direkt. Um die unfallbedingten Risken zu senken, wird derzeit der Einsatz von Dashcams bei einem Teil der Busse getestet und auf dieser Basis eine Ausweitung des Systems auf den gesamten Fahrzeugpark angestrebt.

Im Geschäftsjahr 2023 gingen die Beschaffungskosten für Dieselkraftstoff gegenüber dem Vorjahr zurück, bewegten sich aber weiterhin auf hohem Niveau. Dies hatte auch Auswirkungen auf die von den Nachauftragnehmern der Gesellschaft bezogenen Leistungen.

Andere Waren und Dienstleistungen, wie z. B. Fahrzeugersatzteile und Reparaturen haben sich im Verlauf des Jahres 2023 weiter verteuert. Teilweise kam es hier außerdem zu Lieferverzögerungen und Lieferengpässen, was u. a. zu längeren Standzeiten von reparaturbedürftigen Fahrzeugen führte. Aufgrund der globalen Entwicklung muss davon ausgegangen werden, dass sich dieser Trend auch künftig fortsetzen wird.

Zur Begrenzung des Kostenrisikos beim Energiebezug hat die Gesellschaft Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt und die Lieferverträge für Strom und Gas bis zum Ende des Jahres 2026 verlängert.

Der in nahezu allen Tätigkeitsfeldern vorherrschende Fach- bzw. Arbeitskräftemangel stellt weiterhin eine ernste Herausforderung für die Unternehmen in der Verkehrsbranche dar und verschärfte sich im Berichtszeitraum durch krankheitsbedingte Personalausfälle im Unternehmen. Vor dem Hintergrund der absehbaren demografischen Entwicklung ist dem Thema der Fachkräftebindung und -gewinnung sowie dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten weiterhin besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Um dem Rechnung zu tragen, hat die Gesellschaft daher im Jahr 2023 im Bereich der Personalgewinnung und -betreuung neue Strukturen und Prozesse etabliert, mit denen es u. a. gelang, offene Stellen schneller zu besetzen. Außerdem wurde ein Personalgewinnungsprojekt in Kooperation mit dem Kommunalen Jobcenter des Landkreises Leipzig durchgeführt. Zudem wird das betriebliche Gesundheitsmanagement in Zusammenarbeit mit einem externen Partner intensiviert. Mit den derzeit geltenden Tarifverträgen hat sich die Attraktivität der Beschäftigung bei Regionalbus Leipzig spürbar erhöht. Jedoch wird es hierdurch in den nächsten Jahren auch zu deutlichen Erhöhungen der Personalaufwendungen kommen. Ebenso muss wegen der politisch angestrebten weiteren Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns von einer künftigen Verteuerung der Nachauftragnehmerleistungen ausgegangen werden. Da sich die Problematik der Personalknappheit auch bei den Nachauftragnehmern zeigt, besteht hier strukturbedingt ein besonderes Risiko von Leistungsausfällen.

Im Verlauf des Jahres 2023 setzte sich die positive Entwicklung der Fahrgastzahlen fort, so dass diese jetzt wieder deutlich über dem Niveau des Jahres 2019 liegen. Neben dem gut ausgebauten und für alle Bevölkerungsgruppen nutzbaren ÖPNV-Netz im Landkreis Leipzig, trug hierzu auch die Einführung des Deutschlandtickets im Mai 2023 bei. Der Ausgleich nicht gedeckter Ausgaben aus diesem vergünstigten Ticket erfolgt mit Bundes- und Landesmitteln. Jedoch bestehen in diesem Zusammenhang erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der Auskömmlichkeit und der zukünftigen Entwicklung dieser Ausgleichsleistungen.

Dem ÖPNV wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle zur Sicherung der Daseinsvorsorge, als Standortfaktor für die wirtschaftliche Entwicklung und zur Lösung drängender Umweltprobleme zukommen. Es muss daher durch entsprechende Maßnahmen sichergestellt werden, dass die Fahrgäste den ÖPNV weiterhin als sichere, komfortable und moderne Form der Beförderung wahrnehmen. Zudem sind vor diesem Hintergrund der Erhaltund die Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrsangebotes sowie vor allem dessen nachhaltige Finanzierung von großer Bedeutung.

Neben der Fortschreibung des Betriebskostenzuschusses sind in diesem Kontext auch die Möglichkeiten zur Erlössicherung und -steigerung im Linienverkehr durch das Halten bestehender und die Gewinnung neuer Fahrgäste zu nutzen. Von Bedeutung für die weitere Entwicklung wird es unter anderem sein, inwieweit es gelingt, durch das seit Mai 2023 angebotene Deutschlandticket einen nachhaltigen Wachstumseffekt auf die Fahrgastzahlen und gleichzeitig einen Einnahmezuwachs zu erzielen. In diesem Zusammenhang besteht das Ziel, das Deutschlandticket verstärkt als Jobticket - u. a. im Zusammenhang mit dem vorstehend dargestellten Projekt zur Verbesserung der Anbindung von Gewerbegebieten im ländlichen Raum - zu vermarkten. Hierfür hat die Gesellschaft die personellen Voraussetzungen geschaffen. Hinsichtlich der durch den günstigen Preis des Deutschlandtickets induzierten Wanderungen aus höherpreisigen Tarifprodukten ist ein vollständiger und dauerhafter Ausgleich der damit für das Verkehrsunternehmen verbundenen Mindereinnahmen von großer Bedeutung.

Die Einführung des Deutschlandtickets hat jedoch auch Auswirkungen auf das Einnahmeaufteilungsverfahren im MDV, da es hierdurch zu Einnahmeverschiebungen zwischen den Verkehrsunternehmen gekommen ist, woraus entsprechende Risiken erwachsen. Zudem muss ein leistungsgerechtes deutschlandweites Clearing der Fahrgeldeinnahmen aus dem Deutschlandticket entwickelt werden, das seinerseits Einfluss auf die Einnahmesituation der Verkehrsunternehmen hat.

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen der letzten Jahre und des Ziels der Erhöhung der Arbeitseffizienz ist auch künftig besonderes Augenmerk auf die Digitalisierung der Arbeit sowie von Information, Service und Vertrieb zu legen. Die Gesellschaft wird die zur Umsetzung dieser Vorhaben begonnenen Projekte fortführen und nach Möglichkeit weitere Maßnahmen umsetzen. In diesem Zusammenhang können sich zudem Möglichkeiten zur Realisierung von Synergien und Einsparungspotenzialen ergeben, z. B. durch die Ablösung personalintensiver Arbeitsgänge durch technische bzw. IT-basierte Lösungen. So wurden bei Regionalbus Leipzig auch im Geschäftsjahr 2023 verschiedene Digitalisierungsprojekte mit Schwerpunkt im Fahr- und Betriebsdienst umgesetzt. Durch die im 1. Quartal des Jahres erfolgte Ausstattung der Beschäftigten im Fahrdienst sowie bei den Nachauftragnehmern mit Tablets, konnten die Arbeitseffizienz und die fahrgastbezogene Servicequalität deutlich gesteigert werden. Auf den Tablets werden über WLAN fahrtbezogene Informationen, wie z. B. Dienstpläne, Streckeninformationen und weitere Funktionen digitalisiert bereitgestellt.

Für das Jahr 2024 wird mit Einnahmen im ÖPNV-Linienverkehr von TEUR 6.136 (2023: TEUR 7.200) geplant. Das Erreichen des Planwertes ist auch abhängig von der Höhe des Einnahmeverlustes aus der Einführung des Deutschlandtickets. Daraus resultierend könnten auch die Ausgleichsleistungen für die unentgeltliche Beförderung schwerbehinderter Menschen gemäß Sozialgesetzbuch (SGB) IX in 2024 vom Planwert abweichen.

Aus der im Landkreis Leipzig zum Ende des laufenden Schuljahres zu realisierenden Umstellung von Schülerkarten auf das sächsische Bildungsticket resultieren veränderte Einnahmeverhältnisse sowohl bei den Tarifeinnahmen als auch hinsichtlich der Ausgleichsmittel sowie mit einem höheren personellen Aufwand verbundene Vertriebs- und Verwaltungsprozesse.

Das Jahresergebnis 2024 soll planmäßig TEUR -745 betragen. Vor dem Hintergrund der dargestellten Entwicklungen sieht die Gesellschaft jedoch Potenziale für eine Ergebnisverbesserung. Entscheidend für die Jahresergebnisse ab dem Jahr 2025 sind, neben der Entwicklung des Einnahmeanspruchs auf der Basis der durch das Unternehmen beförderten Fahrgäste sowie des Kraftstoff- und Energiepreises und der Personalkosten, vor allem die Auskömmlichkeit der gewährten Ausgleichsleistungen insbesondere für das Deutschlandticket sowie die Sicherung der Finanzierung durch den Betriebskostenzuschuss des Aufgabenträgers.

III. Zusätzliche Angaben gemäß § 99 Abs. 3 der Gemeindeordnung für den Freistaat Sachsen (SächsGemO)

Die nachfolgenden Angaben erfolgen nur, soweit sie sich nicht schon aus dem Jahresabschluss und den vorangegangenen Ausführungen im Lagebericht ergeben.

Alleiniger Gesellschafter der Gesellschaft ist der Landkreis Leipzig.

Zum Abschlussprüfer für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde die KOMM-TREU GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Markkleeberg bestellt.

 

Deuben, den 29. Mai 2024

gez. Andreas Kultscher, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Regionalbus Leipzig GmbH, Deuben

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Regionalbus Leipzig GmbH, Deuben, - bestehend aus der Bilanz zum 31.Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Regionalbus Leipzig GmbH, Deuben, für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1.Januar bis zum 31.Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Geschäftsführers für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Geschäftsführer ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Geschäftsführer verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Geschäftsführer dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Geschäftsführer verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Geschäftsführer verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von dem Geschäftsführer angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem Geschäftsführer dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem Geschäftsführer angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Markkleeberg, den 30. Mai 2024

KOMM-TREU GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Thomas Schmechel, Wirtschaftsprüfer

Angaben gemäß § 328 Abs. 1a S. 1 HGB

Mit Gesellschafterbeschluss vom 2. Juli 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt.

Der Jahresüberschuss wurde in die Gewinnrücklage eingestellt.

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