Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 151258
Vorher
risklab germany GmbH
Eingetragen
13.2.2004
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten a. n. g.
Gegenstand
Abgabe von persönlichen Empfehlungen an Kunden oder deren Vertreter, die sich auf Geschäfte mit bestimmten Finanzinstrumenten beziehen, sofern die Empfehlung auf eine Prüfung der persönlichen Umstände des Anlegers gestützt oder als für ihn geeignet dargestellt wird und nicht ausschließlich über Informationsverbreitungskanäle oder für die Öffentlichkeit bekannt gegeben wird (Anlageberatung); Beratung von Unternehmen, die in allen Zweigen des Finanzwesens, insbesondere im Bereich der Kapitalanlage sowie des Asset Managements im In- und Ausland tätig sind, hauptsächlich in Fragen der Analyse, Umsetzung, Steuerung und des Risikocontrollings innovativer Anlagestrategien; die genannten Tätigkeiten können sich auch auf Finanzanlagen beziehen, die nicht Finanzinstrumente im Sinne § 1 Abs. 11 KWG sind, soweit hierfür keine behördliche Erlaubnis erforderlich ist. Die Gesellschaft ist nicht befugt, sich bei der Erbringung der genannten Finanzdienstleistungen Eigentum oder Besitz an Geldern oder Wertpapieren von Kunden zu verschaffen, und wird nicht auf eigene Rechnung mit Finanzinstrumenten handeln.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Jordy Peek
seit 24.8.2018
Geschäftsführer
Raluca-Alina Jochmann
seit 24.8.2018
Geschäftsführer
Jürgen Müller
seit 24.11.2014
Prokura
Dirk Gretzschel
seit 24.11.2014
Prokura
Ulrich Karl Trauner
seit 26.5.2011
Prokura
Thorsten Ziegler
seit 17.5.2010
Prokura
Monika Weckber
seit 17.5.2010
Prokura
Florian Polifke
seit 17.5.2010
Prokura
Silke Wagner-Kautz
seit 17.5.2010
Prokura
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

risklab GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht zum 31. Dezember 2018

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

1. Bilanz zum 31. Dezember 2018

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2018

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Lagebericht zum 31. Dezember 2018

1. Einleitung und Gliederung

Der Lagebericht verdeutlicht den Geschäftsverlauf und die Lage der risklab GmbH (nachfolgend "risklab" oder "Gesellschaft" oder "Unternehmen"). Daneben wird im Lagebericht über die wesentlichen Chancen und Risiken informiert, die in der Zukunft die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen können.

Ausgangspunkt für die Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage ist ein Überblick über die Gesellschaft, ihre Geschäftstätigkeit und deren Rahmenbedingungen. Die Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage vermittelt zeitraumbezogene Informationen über die Entwicklung der Geschäftstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr und stichtagsbezogene Informationen über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts. Ergänzt wird diese Darstellung durch eine Risikoeinschätzung zu den durch die Gesellschaft eingesetzten Finanzinstrumenten. Der Chancen- und Risikobericht gibt einen Überblick über das Risikomanagement-System der Gesellschaft und informiert über die wesentlichen Chancen und Risiken, die in der Zukunft die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft beeinflussen können. Abgerundet wird der Lagebericht durch einen Prognosebericht, in dem die Geschäftsführung ihre Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft erläutert.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Geschäftsmodell und Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG). Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung von Unternehmen, die in allen Zweigen des Finanzwesens, insbesondere im Bereich der Kapitalanlage sowie des Asset Managements im In- und Ausland tätig sind. Insbesondere ist Gegenstand des Unternehmens, beratend in Fragen der Analyse, Umsetzung, Steuerung und des Risikocontrollings innovativer Anlagestrategien zur Verfügung zu stehen. Die Gesellschaft betreibt außerdem die Anlageberatung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG.

Die betriebenen Geschäfte werden im Wesentlichen im KWG und im WpHG geregelt. Die Gesellschaft unterliegt der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Unter Berücksichtigung des § 25a Abs. 2 KWG nimmt die Gesellschaft verschiedene Dienstleistungen von Allianz Global Investors Gesellschaften, insbesondere der Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt (nachfolgend AllianzGI) auf Grundlage schriftlicher Funktionsausgliederungen in Anspruch.

risklab mit Sitz in München ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der AllianzGI. Die AllianzGI ist wiederum eine 100%ige Tochtergesellschaft der Allianz Asset Management GmbH, München. Zwischen der risklab und AllianzGI wurde ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der mit Datum vom 25. Mai 2012 ins Handelsregister eingetragen wurde. Ferner wurde mit der AllianzGI ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der mit Datum vom 12. Dezember 2013 in das Handelsregister eingetragen wurde.

Das Geschäftsmodell von risklab ist auf institutionelle und professionelle Kunden (inkl. geeigneten Gegenparteien) ausgerichtet. Die von risklab offerierten Produkte und Dienstleistungen umfassen folgende Themenfelder und Leistungskomponenten im Kontext von

a)
strategischer Anlageberatung wie z.B.

Asset Liability Management (ALM) Studien

Strategische Asset Allokation (SAA) Studien

Bereitstellung von Kapitalmarktszenarien (Economic Scenarios)

b)
Risikomanagementberatung wie z.B.

Risiko-Overlays und Tail Risk Hedges

Risiko Bewertung / Risiko Analyse

Risikofaktor Performance Attribution

c)
Manager Auswahlberatung wie z.B.

Manager Selection (liquide und illiquid Anlageklassen)

Manager Monitoring

d)

Ganzheitliche Investment- und Risikoberatung (auch im Kontext Alternative Investments)

e)
Asset Life & Individual Retirements Solutions wie z.B.

Lebenszyklus-Investmentstrategien

Anspar- und Entspar-Investmentstrategien

Die Anlageberatung, also die Abgabe von Empfehlungen an Kunden, basiert auf einem strukturierten und definierten Beratungsprozess. Der Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten von risklab liegt im europäischen Wirtschaftsraum. Die Gesellschaft ist seit dem 01. Juli 2017 Teil des Geschäftsfeldes EMEA. risklab verantwortet in diesem Segment strategische Investment- und Risikolösungen.

Die Gesellschaft verantwortet für mehr als 50 Kunden ein Gesamtvolumen von rund 60 Mrd. EUR (Assets under Advice). Die allgemeine Geschäftsentwicklung verlief weiterhin positiv und hat die Ergebniserwartungen übertroffen.

Wie bereits in den Vorjahren als kausale Ursache der nunmehr vor zehn Jahren ausgelösten Finanzkrise beherrscht das Thema "Sicherheit" und bewusstes "Risikomanagement" die Anlageentscheidungen der privaten und institutionellen Anleger weltweit. Deshalb ist das Management der Allianz Global Investors und der risklab stets darauf bedacht, dass die Gesellschaften das Vertrauen der Anleger und Kunden durch weitere Verbesserungen der Produkt- und Servicequalität stärken und ausbauen. Für eine hohe Produkt- und Servicequalität ist die kontinuierliche Verbesserung der internen Prozesse in den jeweiligen Gesellschaften eine wichtige Voraussetzung.

Die Erwartungen des Vorjahres (siehe hierzu Prognosebericht der risklab zum 31. Dezember 2017) hinsichtlich Entwicklung des Ertrags- und Kostenverlaufs sind hinsichtlich Erträgen und Kosten bedingt eingetreten. So sind die Erträge um 2,3% gestiegen (Erwartung: -13%), gleichzeitig sind die Gesamtkosten um 18,3% gefallen (Erwartung: 10%). Die Anzahl der Mitarbeiter ist bei 0 geblieben (i.V.: 0). Zum Betreiben der o.a. Geschäftsfelder wurden Mitarbeiter der AllianzGI an die risklab delegiert.

Die risklab besteht weiterhin als eigenständige und regulierte Gesellschaft mit eigener Geschäftsführung, aber ohne eigene Arbeitnehmer. Das Fortbestehen der aufsichtsrechtlich erforderlichen Organisationsstruktur sowie die Betreuung der bei risklab verbleibenden Aufgaben / Dienstleistungen findet im Wege der teilweisen konzerninternen Überlassung von Mitarbeitern der AllianzGI statt. Hierzu wurde ein Delegationsvertrag zwischen der AllianzGI und der Gesellschaft zum 01. Januar 2017 abgeschlossen.

2.2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.2.1. Ertragslage

Die Erträge der Gesellschaft stiegen im Geschäftsjahr 2018 leicht um 2,3% auf insgesamt 11,3 Mio. EUR (i. V.: 11,1 Mio. EUR). Die Provisionserträge - ein bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator für die Gesellschaft - steigen im Geschäftsjahr um 0,5 Mio. EUR auf 11,3 Mio. EUR (i. V.: 10,8 Mio. EUR).

Die Aufwendungen der Gesellschaft sind im Geschäftsjahr 2018 um 1 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (i. V.: 5,5 Mio. EUR) gesunken. Die wesentlichen betrieblichen Aufwandspositionen sind dabei mit 4,1 Mio. EUR andere Verwaltungsaufwendungen (i. V.: 5,1 Mio. EUR) und mit 0,3 Mio. EUR sonstige betriebliche Aufwendungen (i. V.: 0,4 Mio. EUR). Der Rückgang der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen (i.V.: 5,1 Mio. EUR) resultiert im Wesentlichen aus reduzierten anderen Verwaltungskosten um 0,9 Mio. EUR (i.V.: 3,6 Mio. EUR) bedingt durch geringere Kosten im Zusammenhang mit der Personalüberlassung.

Insgesamt konnte die Gesellschaft ein Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2018 in Höhe von 6,8 Mio. EUR erzielen (i. V.: 5,5 Mio. EUR). Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 2,1 Mio. EUR (i. V.: 1,3 Mio. EUR) werden aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages 4,7 Mio. EUR an die Allianz Global Investors GmbH abgeführt (i. V.: 4,2 Mio. EUR).

2.2.2. Finanz- und Vermögenslage

Die Gesellschaft ist in das Cash-Management der Allianz SE eingebunden. Freie Liquidität wird bei Kreditinstituten mit täglicher Fälligkeit angelegt.

Der Zahlungsmittelbestand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR erhöht (i. V.: 6,9 Mio. EUR). Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2018 auf 9,2 Mio. EUR (i. V.: 8,1 Mio. EUR) gestiegen.

Die Forderungen an Kunden in Höhe von 0,6 Mio. EUR resultieren aus Beratungs-Fees (i. V.: 1,1 Mio. EUR).

Verbindlichkeiten bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 8,7 Mio. EUR (i. V.: 7,6 Mio. EUR). Sämtliche Verbindlichkeiten sind mit einer Restlaufzeit von maximal einem Jahr kurzfristig.

Die Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus anderen Rückstellungen.

2.2.3 Beurteilung der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft

Insgesamt konnte die Gesellschaft die Erträge bei stark rückläufigen Kosten leicht steigern, was in einem substanziell erhöhten Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit resultiert. Wir beurteilen die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als weiterhin günstig.

3. Risikobericht zu Finanzinstrumenten

Die im Anlagevermögen gehaltenen Fondsanteile dienen ausschließlich der Absicherung von Altersvorsorgeverpflichtungen der Gesellschaft aus "Pensionszusagen durch Entgeltumwandlung mit Fondsprodukten" (PZE/F). Die Wertpapiere wurden mit den Altersvorsorgeverpflichtungen verrechnet. Hieraus sind aktuell keine wesentlichen Risiken zu erwarten.

Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Risiken aus Marktwertschwankungen werden als Bewertungseinheiten abgebildet. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf den Anhang. Durch die Ausgestaltung der Bewertungseinheiten ist kein Risiko zu erwarten.

4. Chancen- und Risikobericht

Oberstes Ziel ist es, durch Risikorichtlinien und Maßnahmen zur Risikosteuerung unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit ein angemessenes Risikoprofil für die Gesellschaft zu gewährleisten. Voraussetzung hierfür ist eine transparente und zeitnahe Versorgung der Entscheidungsträger mit Informationen, die es ihnen ermöglichen, Risiken und Chancen gegeneinander abzuwägen. Ein vierteljährliches Gesamtrisikoreporting gewährleistet, neben den zentralen Funktionen der Informationsaufbereitung und -bereitstellung, auch die Überwachung zuvor festgelegter Grenzen für kritische Risikofaktoren auf höchster Entscheidungsebene. Es bietet damit die Grundlage dafür, die einzelnen Nettorisiken als auch das Gesamtrisikoprofil der Gesellschaft unter Einbeziehung erwirtschafteter Erträge und regulatorischer Anforderungen zu steuern.

Risikomanagement-Aufbauorganisation

risklab als Tochtergesellschaft der Allianz Global Investors GmbH ist weitgehend in die übergreifende Aufbau- und Ablauforganisation der AllianzGI eingebunden, risklab unterliegt als von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigter Finanzdienstleister auch den Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk), welche unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße und des unternehmensspezifischen Risikoprofils umgesetzt wurden.

Wesentliche Bereiche sind an Gesellschaften im Allianz Konzern - insbesondere an die AllianzGI - ausgelagert. Seit 2013 ist auch die Risikomanagementfunktion unter Berücksichtigung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen an die AllianzGI ausgelagert. Die ausgelagerten Bereiche sind durch prozessimmanente Kontrollen in das interne Überwachungssystem einbezogen.

Die Interne Revision sowie die Compliance-Funktion von risklab sind unter Berücksichtigung aller gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen an die Allianz Asset Management GmbH respektive die AllianzGI ausgelagert. Die Interne Revision gewährleistet als prozessunabhängige Kontrollinstanz die Einhaltung der internen Kontrollsysteme und überprüft die Wirksamkeit des Risikomanagement-Systems. Die Hauptaufgaben von Compliance bestehen in der Überwachung aller relevanten Geschäftsvorfälle auf Einhaltung der einschlägigen Vorschriften des WpHG und der Insidervorschriften, dem Management von Interessenkonflikten, der Überwachung von Handelsaktivitäten und der Implementierung von regulatorischen Vorgaben sowie dem Schulen und Beraten aller Mitarbeiter in Compliance-Belangen. Entsprechende Feststellungen dieser Funktionen werden der Geschäftsführung von risklab zur Kenntnis gebracht.

Chancen

Das Geschäftsmodell von risklab ist im Verbund mit den weiteren globalen AllianzGI Gesellschaften insgesamt weiterhin gut auf die Herausforderungen und die Chancen der kommenden Jahre ausgerichtet. Dabei profitiert die Gesellschaft insbesondere von der anerkannten Anlageberatungskompetenz für institutionelle Vermögen unter ganzheitlicher Berücksichtigung der spezifischen Kundensituation, der praxiserprobten modernen Risikomanagementkompetenz zur dynamischen Risikosteuerung in Portfolien sowie von der kontinuierlichen (Weiter-) Entwicklung innovativer Investmentlösungen. Insgesamt erwarten wir nach wie vor Wachstum in den Feldern der ganzheitlichen Beratung zu Investment- und Risikomanagement. Hier besitzt risklab ausgezeichnete Services und die entsprechende Marktreputation, um von diesem Wachstum grundsätzlich profitieren zu können. Weiterhin sehen wir Wachstumschancen aus der aufsichtsrechtlichen Erlaubnis der Anlageberatung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG. In Bezug auf die detailliertere Beschreibung der Chancen, die sich aus den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen ergeben, verweisen wir auf den Prognosebericht.

Risiken

Das Risikomanagement-System der AllianzGI erfasst alle für die risklab relevanten Risikoarten (Geschäftsrisiken, operative Risiken (einschließlich Rechtsrisiken) und Reputationsrisiken). Da die Gesellschaft einen dezidierten, auf die Anlageberatung fokussierten Geschäftsschwerpunkt hat und weder das Kredit- noch das Handelsgeschäft betreibt, spielen Marktpreis- und Kreditrisiken (inkl. Adressenausfallrisiken) keine wesentliche Rolle. Die Bonität der Kunden wird als sehr hoch angesehen, zumal das Gros der Umsätze mit AllianzGI Gesellschaften erwirtschaftet wird.

Geschäftsrisiken

Unter Geschäftsrisiken versteht die risklab alle Risiken, die direkten Einfluss auf die Profitabilität der Firma haben. Hierzu zählen die Liquiditäts- und Kapitalrisiken der Gesellschaft, die Entwicklung der Kapitalmärkte sowie die Neukundengewinnung bzw. der Verlust von Kunden.

Über die Anbindung an die Cash Pool-Fazilität der Allianz SE kann risklab sicherstellen, allen Zahlungsverpflichtungen im Zeitpunkt ihrer Fälligkeit jederzeit und vollumfänglich nachkommen zu können. Eine Liquiditätsplanung wird zudem regelmäßig durchgeführt. Die Einbindung in die Liquiditätsplanung der AllianzGI sichert die Verfügbarkeit ausreichender Liquidität zu planbaren Konditionen.

Um die genannten Risiken zu überwachen, hat die Gesellschaft Risikoindikatoren entwickelt, die aus der Risikostrategie abgeleitet wurden. Darüber hinaus gibt es vielfältige Kontrollmaßnahmen, mit deren Hilfe die Entwicklung in den o.g. Bereichen verfolgt wird, um zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Operative Risiken

Zur Vermeidung bzw. Kontrolle operativer Risiken, wie sie üblicherweise im Asset Management Geschäft entstehen können, wurden folgende organisatorische Maßnahmen implementiert:

Im Rahmen des institutionalisierten Risikomanagement-Systems erfolgt eine regelmäßige Überprüfung der bestehenden Prozesse auf besondere Risiken und soweit notwendig und angemessen eine detaillierte Risikoanalyse einzelner Prozesse, über dessen Ergebnisse und abgeleitete Maßnahmen die Geschäftsführung informiert wird.

Schadensfälle im Zusammenhang mit operativen Risiken werden zentral für die AllianzGI Europa-Gruppe dokumentiert und unverzüglich hinsichtlich ihrer Ursachen analysiert. Die Geschäftsführung wird regelmäßig über den Stand von Schadensfällen und abgeleiteten Maßnahmen informiert.

Besondere Aufmerksamkeit gilt ausgelagerten Kernprozessen. Daher werden mögliche konzernexterne Vertragspartner vor der Verlagerung solcher Aktivitäten ausführlichen Due Diligence Prüfungen unterzogen, um die Qualifikation und Ausstattung des Auslagerungsunternehmens zu prüfen. Auch im Tagesgeschäft erfolgt eine kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung durch die jeweiligen Business Owner.

Die bei risklab wesentlich eingesetzten IT-Systeme stellen (auch durch die Einbindung in die IT Infrastruktur der AllianzGI Gruppe) die Integrität, die Verfügbarkeit, die Authentizität und die Vertraulichkeit der Daten sicher. Bei der Ausgestaltung der IT-Systeme und -Prozesse wird auf gängige Standards zurückgegriffen, um unberechtigten/ungewollten Datenzugriff, Datenverlust oder Datenmissbrauch zu verhindern.

Rechtsrisiken ergeben sich insbesondere aus der Vertragsbeziehung zu Kunden. Diese werden durch die Verwendung von standardisierten Präsentationsmodulen sowie durch Rahmenverträge reduziert.

Reputationsrisiken

Unter Reputationsrisiko versteht die AllianzGI Risiken aus der negativen Beeinflussung von bestehenden oder von neu zu schaffenden Geschäftsbeziehungen oder die Einschränkung von Zugängen zu Finanzierungsquellen. Dies könnte durch eine negative Wahrnehmung der Gesellschaft bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Investoren oder Regulierungsbehörden verursacht werden.

Daher ist ein angemessenes Management der Reputationsrisiken ein wichtiges Element des Allianz Global Investors' Risikomanagements. Hierzu werden fortlaufend potenzielle neue Reputationsrisiken analysiert, um gegebenenfalls risikomindernde Maßnahmen einzuleiten. Es wurden z.B. Kontrollen eingerichtet, die bei Aufnahme neuer Geschäftsaktivitäten oder neuer Kunden das potentielle Reputationsrisiko vorab prüfen.

Reporting

Im Rahmen einer vierteljährlichen Berichterstattung erfolgt eine regelmäßige Beobachtung (Früherkennung und Monitoring) der für die Gesellschaft vordefinierten Risikotypen und somit aller relevanter Risikoarten. Die Ergebnisse werden regelmäßig der Geschäftsführung zur Verfügung gestellt, um Veränderungen im Risikoprofil der Gesellschaften frühzeitig erkennen und adäquate Maßnahmen einleiten zu können.

Gesamteinschätzung der Risikolage

Derzeit und für das nächste Jahr wurden keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Sämtliche identifizierten wesentliche Risiken für 2018 werden durch Maßnahmen abgeschwächt, die mit dem Management abgestimmt sind.

5. Prognosebericht

Wie bereits in den Vorjahren ist der Ausgangspunkt für den Prognosebericht der risklab GmbH ein Abriss der aktuellen geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen. Unverändert bestehen zahlreiche komplexe Krisenherde auf der Welt, die die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und damit auch die Kapitalmärkte stark beeinflussen.

Der Handelskonflikt zwischen USA versus China und auch dem Rest der Welt, der Haushaltsstreit zwischen der italienischen Regierung und Brüssel, der näher rückende Brexit mit noch immer nicht verabschiedeten Ausstiegsbedingungen und auch die anhaltenden Proteste in Frankreich, der Aufstand und Putsch in Venezuela - dies sind nur ein paar der geopolitischen Krisenherde des Jahres 2018. All diese geopolitschen Verwerfungen haben in unterschiedlichen Ausmaß teilweise massive Auswirkung auf die globalen Finanz- und Kapitalmärkte.

Institutionelle Investoren, und dies sind die Kunden der risklab, stehen vor der großen Herausforderung verbunden mit einer Vielzahl von Unwägbarkeiten, anhaltend niedriger und teilweise negativer Zinsen in Kombination mit zahlreichen Regulierungsvorschriften eine ausreichende Rendite mit ihren Investitionen in verschieden Anlageklassen zu erzielen.

Gerade vor diesem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheit und dem damit verbundenen Bedürfnis nach professioneller Beratung sieht die risklab als kapitalmarktnahes Unternehmen nach wie vor zahlreiche Wachstums- und Geschäftserweiterungsmöglichkeiten. Zum einen muss die vorhandene hohe Liquidität an den Geld- und Kapitalmärkten gewinnbringend angelegt werden und zum anderen erfordert der nach wie vor historisch sehr niedrige Kapitalmarktzins eine Ausdifferenzierung des Anlageverhaltens, beispielsweise auch in alternative und illiquidere Anlageformen - insbesondere von Kapitalsammelstellen wie Versicherungen, Pensionskassen und anderen institutionellen Anlegern.

Eine anhaltende Nachfrage nach komplexen Investments in alternative Anlageformen und die Nachfrage nach ganzheitlichen Investment- und Risikolösungen inklusive einem umfassenden Risiko-, Liability- und Liquiditätsmanagements werden nach wie vor positiv für unsere Gesellschaft sein.

Die risklab GmbH ist zusammen mit der AllianzGI GmbH - einer der größten Asset Manager und Anbieter von individuellen Anlagelösungen für institutionelle Anleger in Europa mit einem breiten Angebot unterschiedlicher Investment Strategien und einem dezidierten Angebot an individuellen Anlagelösungen - darauf vorbereitet, institutionellen Kunden passgenaue, kundenspezifische Kapitalmarktdienstleistungen anzubieten.

Die risklab GmbH als Teil des Allianz Konzerns wird bei der folgenden Konkretisierung der Entwicklung einzelner finanzieller Leistungsindikatoren nur eine relative Veränderung angeben. Hintergrund ist die Budgetierung und Planung gemäß International Financial Reporting Standards.

Ausgehend von der oben genannten Erwartungshaltung hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen gehen wir davon aus, dass die Erträge der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2019 in etwa stabil auf dem Vorjahresniveau bleiben. Hinsichtlich der Entwicklung der Kosten erwarten wir einerseits leicht kostensteigernde Tendenzen begründet in der allgemeinen Preiseentwicklung, anstehender Neudelegationen von Mitarbeitern, anderseits einen gegenläufigen kostensenkenden Effekt einer rückläufigen durchschnittlichen Delegationsquote, wodurch sich eine Verringerung der Kosten um 5% ergibt.

Zur Unterstützung des Wachstums wird die risklab GmbH wie in den vergangenen Jahren punktuell in die Stabilität der operativen Prozesse und auch die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen investieren. risklab wird wie in den Vorjahren weiterhin aktives Kostenmanagement betreiben und die Wirtschaftlichkeit einzelner Geschäftsmodelle, Produkte, Dienstleistungen und Prozesse regelmäßig überprüfen und im Bedarfsfall entsprechend Maßnahmen zur Anpassung ergreifen.

Die Geschäftsführung die risklab GmbH sieht sich für das kommende Jahr 2019 gut aufgestellt. Die ständige Überwachung und Analyse des Marktumfeldes hinsichtlich der rechtlich-regulatorischen Rahmenbedingungen, der Kapitalmarktentwicklung, der Wettbewerbssituation sowie des Nachfrageverhaltens unserer Kunden stellt dabei sicher, dass die Gesellschaft auch auf unerwartete Veränderungen kurzfristig reagieren kann. Interne Geschäftsabläufe und Prozesse werden fortlaufend kritisch geprüft, so dass Verbesserungs- und Effizienzsteigerungspotentiale entsprechend frühzeitig identifiziert werden können.

 

München, 05. Februar 2019

Die Geschäftsführung

Bilanz per 31.12.2018

risklab GmbH, München

AKTIVA

31.12.2018 31.12.2017
EUR EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute   8.518.651,93   6.850.576,59
a) Täglich fällig 8.518.651,93   6.850.576,59  
darunter: gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 EUR (i.V.: 0,00 EUR)        
2. Forderungen an Kunden   565.754,84   1.085.374,07
darunter: gegenüber verbundenen Unternehmen 4.460,83 EUR (i.V.: 56.969,3 EUR)        
darunter: gegenüber Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 EUR (i.V.: 0,00 EUR)        
3. immaterielle Anlagewerte   196,38   1.597,98
a) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 196,38   1.597,98  
4. Sachanlagen   23.366,57   61.242,76
5. Sonstige Vermögensgegenstände   0,00   0,00
darunter: nachrangige Vermögensgegenstände 0,00 EUR (i.V. 0,00 EUR)        
6. Rechnungsabgrenzungsposten   66.342,52   66.785,36
7. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   22.312,68   19.917,00
SUMME AKTIVA   9.196.624,92   8.085.493,76

PASSIVA

       
  31.12.2018 31.12.2017
  EUR EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten   8.743.955,34   7.664.555,00
2. Rückstellungen   101.751,09   70.020,27
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.846,09   6.680,12  
b) Steuerrückstellungen 18.505,00   13.879,00  
c) andere Rückstellungen 71.400,00   49.461,15  
3. Eigenkapital   350.918,49   350.918,49
a) Gezeichnetes Kapital 25.000,00   25.000,00  
b) Kapitalrücklage 325.000,00   325.000,00  
c) Bilanzgewinn 918,49   918,49  
SUMME PASSIVA   9.196.624,92   8.085.493,76
Eventualverbindlichkeiten    
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 245.060,00 216.067,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

risklab GmbH, München

01.01. bis 31.12.2018 01.01. bis 31.12.2017
Euro Euro Euro Euro Euro Euro
1. Zinserträge aus            
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften   0,00     13.253,14  
2. Zinsaufwendungen   -6.086,05 -6.086,05   -23.497,54 -10.244,40
3. Laufende Erträge aus            
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren            
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i.Vj.: 0,00)            
b) Beteiligungen            
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen            
Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen            
3. Provisionserträge   11.315.445,84     10.845.681,34  
4. Provisionsaufwendungen   0,00 11.315.445,84   0,00 10.845.681,34
5. Sonstige betriebliche Erträge     15.557,73     223.729,24
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen            
a) Personalaufwand            
aa) Löhne und Gehälter 0,00     0,00    
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -74.361,78 -74.361,78   0,00 0,00  
darunter: für Altersversorgung EUR 74.361,78 (i. V.: EUR 265.523,62)            
b) andere Verwaltungsaufwendungen   -4.123.028,18 -4.197.389,96   -5.131.186,24 -5.131.186,24
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen     -39.277,79     -66.716,95
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen     -305.591,57     -351.522,25
9. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit     6.782.658,20     5.509.740,74
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag     -2.092.370,56     -1.290.763,18
davon aus Organumlage EUR 2.092.370,56 (i. V.: EUR 1.290.763,18)            
11. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 8 ausgewiesen     0,00     0,00
12. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne     -4.690.287,64     -4.218.977,56
13. Jahresüberschuss     0,00     0,00
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr     918,49     918,49
      918,49     918,49
15. Bilanzgewinn     918,49     918,49

Anhang zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2018

1. Einleitung

Die Gesellschaft ist ein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG).

Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung von Unternehmen, die in allen Zweigen des Finanzwesens, insbesondere im Bereich der Kapitalanlage sowie des Asset Managements im In- und Ausland tätig sind. Insbesondere ist Gegenstand des Unternehmens in Fragen der Analyse, Umsetzung, Steuerung und des Risikocontrollings innovativer Anlagestrategien. Die Gesellschaft betreibt außerdem die Anlageberatung gemäß § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG. Den entsprechenden Erlaubnisbescheid der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Betreiben dieser Dienstleistung erhielt risklab mit Schreiben vom 19. Mai 2011. Der Tag der Aufnahme der Geschäftstätigkeit wurde mit Schreiben zum 01. September 2011 der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht angezeigt.

Der Jahresabschluss wurde nach den allgemeinen und den für Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute geltenden Vorschriften des HGB, den einschlägigen Vorschriften des GmbHG, des KWG und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) erstellt.

Die risklab GmbH hat ihren Sitz in München und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht München (Reg.Nr. HRB 151258).

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen an Kreditinstitute

Diese Posten sind mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Forderungen an Kunden

Forderungen werden zum Nennwert angesetzt.

Immaterielle Anlagewerte

Die immateriellen Anlagewerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear. Selbstgeschaffene immaterielle Anlagewerte werden nicht aktiviert.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2a Einkommensteuergesetz (EStG), die nach dem 31. Dezember 2007, aber vor dem 1. Januar 2011 angeschafft wurden, werden entsprechend den steuerlichen Regelungen im Zugangsjahr und den vier darauf folgenden Jahren abgeschrieben. Zum Ende des Geschäftsjahres 2018 sind diese, wie bereits im Vorjahr vollständig abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00, die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft wurden, sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände werden zum jeweiligen Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Diese Posten beinhalten Ausgaben des Geschäftsjahres, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag darstellen, und wurden mit dem Nennbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten

Diese Posten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Laut § 253 HGB sind Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und für sonstige Personalverpflichtungen aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abzuzinsen. § 253 Absatz 6 Satz 2 HGB besagt, dass ein positiver Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen mit dem siebenjährigen Durchschnittszins gegenüber der Bewertung mit dem zehnjährigen Durchschnittszins ergibt, einer Ausschüttungssperre unterliegt. Diese Ausschüttungssperre führt nicht zu einer Abführungssperre, wenn ein Ergebnisabführungsvertrag vorliegt.

Bei der Ermittlung des Diskontierungszinssatzes nimmt die Gesellschaft die Vereinfachungsregelung gemäß § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB (Restlaufzeit von 15 Jahren) in Anspruch, wobei wie im Vorjahr ein zum Bilanzstichtag prognostizierter Zinssatz zugrunde gelegt wurde.

Abweichend zum Vorjahr wurden die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen unter "Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen" ausgewiesen; der Vorjahressaldo wurde aus den "Sonstigen Rückstellungen" umgegliedert.

Der Effekt aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes wird im Zinsergebnis ausgewiesen.

Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit größer als ein Jahr werden mit einem der Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz, der von der Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst.

Andere Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gem. § 253 Abs. 1. S. 2 HGB angesetzt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden am Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr kommt das strenge Niederstwertprinzip zur Anwendung.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Forderungen an Kreditinstitute

Bei den Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von TEUR 8.519 (i. V.: TEUR 6.851) handelt es sich um täglich fällige Forderungen gegenüber fremde Dritte.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden werden Forderungen aus der Beratungs- und Risikoanalyseleistungen gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 566 (i. V.: TEUR 1.085) ausgewiesen, davon Forderungen gegen Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 4 (i. V.: TEUR 57). Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit unter drei Monaten.

Anlagenspiegel

risklab GmbH Anschaffungskosten 01.01.2018
Tsd. Euro
Zugänge 2018
Tsd. Euro
Umbuchung 2018
Tsd. Euro
Abgänge 2018
Tsd. Euro
kumulierte Anschaffungskosten 31.12.2018
Tsd. Euro
Immaterielle Anlagewerte 7 0 0 3 4
Betriebs- und Geschäftsausstattung 173 0 0 72 101
Summe 180 0 0 75 105
risklab GmbH kumulierte Abschreibungen 01.01.2018
Tsd. Euro
Abschreibungen auf Abgänge 2018
Tsd. Euro
Abschreibung 2018
Tsd. Euro
Kumulierte Abschreibung 31.12.2018
Tsd. Euro
Immaterielle Anlagewerte 5 3 1 3
Betriebs- und Geschäftsausstattung 112 72 38 78
Summe 117 75 39 81
risklab GmbH Buchwert 31.12.2018
Tsd. Euro
Buchwert 31.12.2017
Tsd. Euro
Immaterielle Anlagewerte 0 2
Betriebs- und Geschäftsausstattung 23 61
Summe 23 63

Im Geschäftsjahr 2018 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 410,00 aufwandswirksam erfasst.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Es wird ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung des beitragsorientierten Pensionsvertrages (BPV) und PZE in Höhe des übersteigenden beizulegenden Zeitwertes über den Erfüllungsbetrag der Schulden in Höhe von TEUR 22 (i. V.: EUR 20) bilanziert.

Passiva

Sonstige Verbindlichkeiten (inklusive Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen)

Unter den Verbindlichkeiten i.H.v. TEUR 8.744 (i.V.: TEUR 7.665) werden Verpflichtungen gegenüber anderen Konzerneinheiten in Höhe von TEUR 8.719 (i. V.: TEUR 7.481) ausgewiesen, davon gegenüber der Gesellschafterin u. a. aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages inklusive der Organumlage in Höhe von TEUR 5.111 (i. V.: TEUR 3.340). Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als 1 Jahr.

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines "Contractual Trust Arrangements" (Methusalem Trust e.V.) abgesichert. Dieses Treuhandvermögen stellt saldierungspflichtiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.

Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der Projected Unit Credit-Methode (dies bezeichnet ein Anwartschaftsbarwertverfahren bezogen auf den erdienten Teil) ermittelt beziehungsweise als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen. Sofern es sich um wertpapiergebundene Zusagen handelt, wird der Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände angesetzt.

31.12.2018
in %
31.12.2017
in %
Diskontierungszinssatz (10-jähriger Durchschnitt) *: 3,21 3,68
Diskontierungszinssatz (7-jähriger Durchschnitt) *: 2,32 2,81
Rententrend: 1,70 1,50
Gehaltstrend inkl. durchschnittlichen Karrieretrends: 3,25 3,25

Abweichend hiervon wird bei einem Teil der Pensionszusagen der Garantiezins der Pensionszusage von 2,75 % pro Jahr und die garantierte Rentendynamik von 1 % pro Jahr zugrunde gelegt.

Als biometrische Rechnungsgrundlagen finden die Heubeck-Richttafeln RT2005G, die bezüglich der Sterblichkeit, Invalidisierung und Fluktuation an die unternehmensspezifischen Verhältnisse angepasst wurden, Anwendung. Die unternehmensspezifischen Anpassungen wurden im Jahr 2010 eingeführt und im Jahr 2018 überprüft und neu festgelegt. Als Pensionierungsalter wird die vertraglich vorgesehene beziehungsweise die sich nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 ergebende Altersgrenze angesetzt.

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 79.185 78.205
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 76.271 81.036
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 88.118 87.716
Nicht ausgewiesener Rückstellungsbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB 0 0

Der mit dem 7-jährigen Durchschnittszins zum 31.12.2018 ermittelte Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt 11.847 €. Es besteht keine Differenz zum ermittelten Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden mit dem 10-jährigen Durchschnittszins.

Andere Rückstellungen

Es werden im wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe TEUR 71 (i. V.: TEUR 49) ausgewiesen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt am 31. Dezember 2018 unverändert TEUR 25 und wird zu 100 % von der Allianz Global Investors GmbH gehalten. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum 31. Dezember 2018 TEUR 325.

Latente Steuern

Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Allianz SE werden keine latenten Steuern in der Gesellschaft ausgewiesen.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Im Geschäftsjahr 2018 wurden Beratungs- und Risikoanalyseleistungen in einem Volumen von TEUR 11.315 (i. V.: TEUR 10.846) erbracht, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind. Die Erträge werden als Provisionserträge ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 16 (i. V.: TEUR 224) sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 7 (i. V.: TEUR 44) enthalten.

Des Weiteren sind im Geschäftsjahr keine (i.V.: TEUR 23) Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen enthalten.

Die im Vorjahr der Position "andere Verwaltungsaufwendungen" zugeordneten Aufwendungen für ausgeschiedene ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Rentner werden im Berichtsjahr unter "Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" ausgewiesen.

Die anderen Verwaltungsaufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Kosten in Zusammenhang mit der Personalüberlassung in Höhe von TEUR 3.475 (i. V.: TEUR 4.471), Beratungsaufwendungen in Höhe von TEUR 144 (i. V.: TEUR 176), sowie Kosten für Lizenzen in Höhe von TEUR 128 (i. V.: TEUR 109) zusammen. Aufgrund des Betriebsübergangs des Personals auf die Allianz Global Investors GmbH zum 01.01.2017 fallen ab diesem Zeitpunkt in der Gesellschaft keine Personalaufwendungen für aktive Mitarbeiter mehr an.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind konzerninterne Kostenverrechnungen in Höhe von TEUR 302 (i. V.: TEUR 345) enthalten.

Im Ergebnis der Gesellschaft sind Steueraufwendungen aus Organumlage in Höhe von TEUR 2.090 (i. V.: TEUR 1.291) enthalten.

Die Gewinn- und Verlustrechnung weist für 2018 einen Aufwand aus Gewinnabführung in Höhe von TEUR 4.690 (i. V.: TEUR 4.219) aus, wovon durch quartalsweise Abschlagszahlungen bereits TEUR 1.669 im Geschäftsjahr beglichen wurden. Das Jahresergebnis wurde aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Allianz Global Investors GmbH abgeführt.

Sonstige Angaben

Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr 2018 wie folgt zusammen:

 

Dr. Gerhard Scheuenstuhl, Managing Director, Head of risklab Research and Analytics

 

Raluca-Alina Jochmann, Co-Head of Investment and Risk Advisory (seit 01. August 2018)

 

Jordy Peek, Co-Head of Investment and Risk Advisory (seit 01. August 2018)

 

Dr. Kai Wallbaum, Head of Global Asset-Life Business (seit 15. Oktober 2018)

 

Dr. Wolfgang Mader, Head of Investment & Risk Strategy (bis 30. Juni 2018)

Bezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführung bezieht keine Vergütung von der Gesellschaft.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft hat keine Mitarbeiter im Berichtsjahr.

Konzernverhältnisse

Die risklab GmbH gehört zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Der vorliegende Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Allianz SE, München, einbezogen. Aufgrund der Angabe der Prüfungshonorare im Konzernabschluss unterbleibt die Angabe im Anhang des Einzelabschlusses gemäß § 285 Nr. 17 HGB. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2018

In der Zeit nach dem Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 bis zur Fertigstellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2019 sind keine Ereignisse, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind, eingetreten.

 

München, den 05. Februar 2019

risklab GmbH

Die Geschäftsführer

Raluca-Alina Jochmann

Jordy Peek

Dr. Gerhard Scheuenstuhl

Dr. Kai Wallbaum

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die risklab GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der risklab GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der risklab GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 5. Februar 2019

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sonja Panter, Wirtschaftsprüferin

Fatih Agirman, Wirtschaftsprüfer

Gesellschafterversammlung der Risklab GmbH Shareholder's Meeting of Risklab GmbH
Mit dem Sitz in München, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts München unter Having its registered office in Munich, registered in the commercial register of the local court Frankfurt under no
HRB 151258 HRB 151258
("Gesellschaft") ("Company")
Alleinige Gesellschafterin der Gesellschaft ist die Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt am Main ("Gesellschafter"). Sole shareholder of the Company is Allianz Global Investors GmbH, Frankfurt am Main ("Shareholder").
Unter Verzicht auf die Einhaltung aller gesetzlichen oder gesellschaftlichen Frist- und Formvorschriften werden folgende Beschlüsse durch die. alleinige Gesellschafterin gefasst: Waiving all formalities and notice periods with regard to the convening and holding of a shareholders' meeting, we hereby hold a shareholders' meeting of the Company and pass the following resolutions:
Gesellschafterbeschlüsse Shareholders' Resolution
1. Der von der Geschäftsführung der Gesellschaft aufgestellte, von PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüfte und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 31.12.2018 nebst Lagebericht wird festgestellt. 1. The annual financial statements for the fiscal year 2018 along with the management report, audited by PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft and provided with an unqualified audit certificate opinion is adopted.
Der für diese Niederschrift maßgebliche Text ist derjenige in deutscher Sprache. Im Falle von Widersprüchen zwischen der deutschen und der englischen Fassung hat daher die deutsche Fassung Vorrang. For these minutes the German wording shall be decisive. In case of any inconsistencies between the German and the English wording, the German wording shall therefore prevail.

 

Frankfurt, den 11. Februar 2019

Allianz Global Investors GmbH

Monika Weckber

Silke Wagner-Kautz

Nachrichten & Medien

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