KAP Precision Components Beteiligungsgesellschaft mbH

Adolffstraße 57, 89584 Ehingen (Donau), DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm HRB 730769
Vorher
Mohr Präzisionsteile GmbHGear Motion GmbH
Eingetragen
13.3.1975
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigt in: Die Herstellung, der Vertrieb und die Entwicklung von Präzisionsteilen aus Metall- und Kunststoffen, insbesondere von Metall-Kunststoffverbindungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mohr Präzisionsteile GmbH

Karlsbad

Jahresabschluss zum 31.12.2009

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2009

1. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2009 war geprägt von der bereits im vierten Quartal 2008 einsetzenden Wirtschaftskrise. Die Umsatzentwicklung der Mohr Präzisionsteile GmbH lag mit 1,3 Mio. € in den Monaten Januar bis August auf einem sehr niedrigen Niveau. Ab September fand eine Erholung auf ca. 1,6 Mio. € statt.

Vor allem das erste Quartal 2009 war bestimmt durch den sich in der ganzen Zulieferkette des Automobilbaus stattfinden Abbau der Lagerbestände, sodass sich die Gesamtleistung gegenüber der des Vorjahresquartals um ca. 40 Prozent reduziert hat.

Dies spiegelt sich auch in den Eckdaten der VDA Statistiken für die Automobilkonjunktur in Deutschland wieder. So wurden jeweils im Vergleich zum Vorjahresmonat im Januar 2009 34,70% weniger Neuwagen produziert und 14,2 % weniger Neuwagen zugelassen. Im Februar 2009 war die Produktion um 43,90 % niedriger als im Februar 2008, gegenüber einem Anstieg von 21,5% bei den Neuzulassungen.

Diese Zahlen zeigen, in welchem Maße bei den OEM's Bestände abgebaut wurden, obwohl in den Monaten Februar und März durch die "Abwrackprämie" deutlich mehr Neuwagen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelassen wurden.

Insgesamt brach die Gesamtleistung der Fa. Mohr Präzisionsteile GmbH im Jahr 2009 um ca. 17 % ein.

2. Situationsbericht

a) Vermögenslage

Das Vermögen der Gesellschaft stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

  31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Langfristiges Vermögen 2.743 5.622
Kurzfristiges Vermögen 10.603 5.747
Gesamtvermögen 13.346 11.369
Eigenkapital 8.344 3.844
Langfristiges Fremdkapital 31 0
Kurzfristiges Fremdkapital 4.971 7.525
Gesamtkapital 13.346 11.369

Das langfristige Vermögen verminderte sich insbesondere durch den Verkauf der Beteiligung an der BEBUSCH Hungaria Kft. (TEUR 2.800).

Das kurzfristige Vermögen erhöhte sich insbesondere durch die unter den Posten "Forderungen gegen Gesellschafter" ausgewiesene Verlustausgleichsverpflichtungen.

b) Finanzlage

Die finanzielle Situation der Gesellschaft hat sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

  2009
TEUR
2008
TEUR
Cash-Flow i.e.S. -2.245 773
Investitionen 951 1.634
Stand der liquiden Mittel 9 473

Die Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nach zukommen.

c) Ertragslage

  2009
TEUR
2008
TEUR
Umsatzerlöse Mohr Präzisionsteile GmbH 24.179 27.763
- davon Handelsware Dresden* 6.226 399
Karlsbad und Ehingen 17.953 27.424
Gesamtleistung 23.499 28.294
Rohergebnis 5.853 8.674
Jahresergebnis -3.591 313

* hier fand 2009 eine Kundenauftragsumstellung von Dresden auf Karlsbad statt

Trotz Personalabbau und verstärkte Inanspruchnahme von Kurzarbeit in den Monaten Januar bis September, war der Umsatz zu niedrig um eine Kostendeckung zu erreichen. Bei Facharbeiter-/innen wurde auf Kündigungen verzichtet, um bei einer Besserung der Wirtschaftslage wieder schneller reagieren zu können. Nach heutigem Stand war das sinnvoll, da Anfang 2010 eine deutliche Steigerung zu 2009 (ca. 25-30 % Umsatzsteigerung) eingesetzt hat.

Das Ergebnis 2009 ist durch die Erhöhung von Abfindungsrückstellungen in Höhe von TEUR 446 belastet.

d) Personalsituation

In 2009 wurden befristete Arbeitsverträge nicht mehr verlängert.

Zum 1. März 2009 wurde Herr Debusmann als Interim Manager und Geschäftsführer zur Restrukturierung der Werke Karlsbad und Ehingen eingesetzt.

Als Interim Manager für die Qualitätssicherung wurde Herr Tischner zur Schulung, Unterstützung und Training der QS-Systeme und des Projektmanagements eingestellt. Herr Tischner ist inzwischen in Dresden tätig, seine Aufgaben wurden durch einen im Mai eingestellten Qualitätsplaner und durch einen im August eingestellten Leiter QS übernommen.

Im Jahr 2009 fand eine verstärkte Schulung unserer Mitarbeiter statt, um ihren Aufgaben an ihren jeweiligen Arbeitplätzen gewachsen zu sein.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 04.02.2010, mit Wirkung zum 01.03.2010, wurde Herr Wolfgang Michelberger als Geschäftsführer der Gesellschaft abberufen.

Die Mohr Präzisionsteile GmbH beschäftigte in 2009 im Durchschnitt 114 Arbeitnehmer (2008: 123 Arbeitnehmer).

3. Nachtragsbericht

Mit Wirkung zum 01.03.2010 wurde die Management-Organisation der GM Tec Industries Holding GmbH, die Gesellschafterin der Mohr Präzisionsteile GmbH ist, überarbeitet. Zur Verstärkung und Ausbau des Kunststoffbereiches wurde Herr Michael Kastrup zum 01.03.2010 als zusätzlicher Geschäftsführer der GM Tec Industrie Holdung GmbH, sowie der Mohr Präzisionsteile GmbH und Mohr Kunststofftechnik GmbH berufen. Seinen Dienstsitz hat Herr Kastrup bei der Bebusch GmbH in Haslach.

Herr Kastrup übernimmt ab 01.04.2010 die Aufgaben von Herr Debusmann, da Herr Debusmann ab diesem Zeitpunkt nach Dresden wechselt.

Weiter wurde zum 01.10.2010 ein Werksleiter für das Werk in Karlsbad eingestellt.

4. Chancen und Risiken

Chancen

Da an beiden Standorten Metall- und Kunststoffteile (in Ehingen noch zusätzlich Düsenteile) produziert werden, wurden nachfolgende Restrukturierungsmaßnahmen 2009 geplant und eingeleitet; diese Maßnahmen werden bis zum 31.12.2010 umgesetzt:

- Verlagerung der Metallfertigung von Ehingen nach Karlsbad

- bedingt dadurch 12 Kündigungen von Mitarbeitern zum 30.06.2010 in Ehingen.

Der Standort Karlsbad ist dadurch das Kompetenzzentrum für Metallverarbeitung, z.B. gleiche Fertigungsstufen (Schleifen), die in beiden Werken gefertigt wurden, können dann in Karlsbad von einer 2 Maschinenbedienung auf 4 Maschinenbedienung umgestellt werden.

- Verlagerung der Düsenfertigung nach Minsk

- bedingt dadurch 8 Kündigungen von Mitarbeitern zum 30.06.2010

Einsparung von Lohnarbeitskosten durch Fertigung am Low Cost Standort Minsk

- Im Gegenzug zu der Drehmaschinenverlagerung von Ehingen nach Karlsbad, wird die Kunststoffspritzerei von Karlsbad nach Ehingen verlagert (12 Maschinen).

Da Ehingen schon immer ein Kunststoffverarbeitungsbetrieb mit Werkzeugbau war, kommen auch hier Effekte durch z.B. Mehrfachmaschinenbedienung (von 4 auf 6 Maschinen), Kompetenz und Konzentration der ZUS Wellenfertigung an einem Standort.

Durch die eingeleiteten Maßnahmen, welche im ersten Schritt aber auch mit Kosten verbunden sind, erwarten wir für 2010 ein ausgeglichenes Ergebnis, unter der Voraussetzung, dass sich die Umsatzentwicklung wie in den ersten Monaten 2010 fortsetzt.

Ein weiteres gewichtiges Argument ist die Zugehörigkeit zu der GM Tec Industries Holding GmbH, die ein Unternehmen der börsennotierten KAP Beteiligungs AG ist. Die Zugehörigkeit zu einer Aktiengesellschaft mit einer Eigenkapitalquote von größer 50 % war und ist vor allem in den Zeiten der Krise ein gewichtiges Argument, für den Kunden auch für die Zukunft ein verlässlicher Partner zu sein.

Risiken

Nachdem vor einem Jahr die Automobilnachfrage aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise weltweit eingebrochen war, starteten viele Märkte mit einem Absatzplus ins neue Jahr. Allerdings dürfte aufgrund der auslaufenden Verschrottungsprogramme die Nachfrage in den kommenden Monaten in Westeuropa nach Prognose des VDA deutlich schwächer ausfallen.

Dem entsprechend herrscht eine gewisse Planungsunsicherheit.

Der tiefe Fall der Wirtschaftsleistung vor allem im Automobilsektor mit der Bodenbildung Mitte 2009 und der langsame Anstieg verbunden mit den weiterhin verbundenen Risiken aus der Finanzwelt lassen eine gesteigerte Zahl an Firmeninsolvenzen für 2010 vermuten. Aus diesem Grund ist ein striktes Forderungsmanagement geboten.

 

Karlsbad, den 22. März 2010

gez. Michael Kastrup, Geschäftsführer

gez. Eckhardt Brandt, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2009

AKTIVSEITE

EUR 31.12.2009
EUR
31.12. 2008
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.114,00   22
II. Sachanlagen 2.479.319,00   2.560
III. Finanzanlagen 240.150,00 2.743.583,00 3.040
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte 2.655.591,86   4.179
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.910.763,98   1.830
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.507,26 10.574.863,10 473
C. Rechnungsabgrenzungsposten   27.620,37 57
    13.346.066,47 11.369

Passivseite

     
EUR 31.12.2009
EUR
31.12. 2008
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 1.750.000,00   1.750
II. Kapitalrücklage 4.522.726,01   23
III. Gewinnvortrag 2.071.435,92   1.758
IV. Jahresüberschuss 0,00 8.344.161,93 313
B. Rückstellungen   938.684,00 507
C. Verbindlichkeiten   4.063.220,54 7.018
    13.346.066,47 11.369

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

  EUR 2009
EUR
2008
TEUR
1. Umsatzerlöse   24.178.644,18 27.763
2. Verminderung (Vj.: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   680.279,93 531
3. Sonstige betriebliche Erträge   419.661,54 1.168
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren 14.001.753,62   14.041
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.644.430,75 17.646.184,37 5.579
    6.271.841,42 9.842
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 4.070.221,42   4.197
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 749.253,44 4.819.474,86 820
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   873.682,09 773
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   3.787.436,16 4.793
    -3.208.751,69 -741
8. Erträge aus Ergebnisabführung 0,00   487
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.099,87   120
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 312.727,85 -299.627,98 381
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -3.508.379,67 -515
12. Außerordentliche Erträge   0,00 893
13. Außerordentliche Aufwendungen   80.000,00 0
    -3.588.379,67 378
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -288,50   57
15. Sonstige Steuern 2.581,34 -2.292,84 8
    -3.590.672,51 313
16. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages ausgeglichener Verlust   3.590.672,51 0
17. Jahresüberschuss   0,00 313

Anhang für das Geschäftsjahr 2009

I. Allgemeine Angaben

a) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2009 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs erstellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Gemäß § 267 Abs. 2 HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Im Vorjahr erfolgte die Verschmelzung der Gerhard Mohr Präzisionsteile GmbH, der Mohr Kunststoff Technologie GmbH & Co. KG und der Mohr Kunststoff Verwaltungsgesellschaft mbH auf die Mohr Präzisionsteile GmbH.

b) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen

Der Jahresabschluss der Mohr Präzisionsteile GmbH ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Die Bewertung wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmertätigkeit ("going concern") vorgenommen.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 werden seit dem 1. Januar 2008 in einen Sammelposten eingestellt und über fünf Jahre abgeschrieben. Damit wird der steuerlichen Pflicht zur Bildung eines Sammelpostens gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in der Handelsbilanz gefolgt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Schlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Soweit Gründe für in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Abschreibungen nicht mehr bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertet.

Die unfertigen Erzeugnisse werden retrograd, entsprechend dem Fertigungsgrad, zu Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt retrograd. Auf die Verkaufspreise wurde ein angemessener Abschlag für den Gewinn sowie für noch anfallende Verwaltungs- und Vertriebskosten vorgenommen.

Auf das gesamte Vorratsvermögen wurde darüber hinaus für Wertminderungen auf Grund von Fehldispositionen, Überstunden und technischer Veralterung eine angemessene Abwertung vorgenommen.

Forderungen sind unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennwert abzüglich einer Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko bzw., soweit erforderlich, abzüglich einer Einzelwertberichtigung bei der jeweiligen Forderung bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften des § 250 HGB behandelt.

Die Bewertung des gezeichneten Kapitals erfolgt gemäß § 283 HGB zum Nennwert.

Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte unter Zugrundelegung eines versicherungsmathematischen Gutachtens entsprechend den steuerlichen Vorschriften (§ 6a EStG i.V.m. § 6a EStR). Hierbei wurden die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinsfuß von 6 % zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

c) Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden berücksichtigt.

II. Angaben zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen die KAP Beteiligungs-Aktiengesellschaft. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen die GM Tec Industries Holding GmbH.

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
Forderungen gegen Gesellschafter 4.276.860,44 0,00
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.556.140,74 1.202.048,40
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.216,12 522.093,24
Sonstige Vermögensgegenstände 69.546,68 105.926,83
  7.910.763,98 1.830.068,47

c) Rückstellungen

Im Wesentlichen werden unter dieser Position Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 523, Vj.: TEUR 111), Gewährleistungen (TEUR 147, Vj.: TEUR 111), interne und externe Kosten für den Jahresabschluss (TEUR 70, Vj.: TEUR 100) sowie eine Rückstellung für drohende Verluste von (TEUR 139, Vj.: TEUR 91) ausgewiesen.

d) Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten sind alle unter einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 42.945,80 (Vj.: EUR 92.499,63) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 21.093,34 (Vj.: EUR 14.608,74) enthalten.

  31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 2,28
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.105.163,00 2.731.137,09
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.509.665,59 2.114.381,24
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 0,00 1.490.825,59
Sonstige Verbindlichkeiten 448.391,95 681.819,72
  4.063.220,54 7.018.165,92

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind durch die Sicherungsübereignung einer Maschine gesichert.

e) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

1. Verbindlichkeiten aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten.

Sicherheiten für Verbindlichkeiten von Gerhard Mohr Verpachtungs-GmbH & Co. KG, Karlsbad und Gerhard Mohr gegenüber der Sparkasse Ettlingen

Raumsicherungsübereignung des Inventars der Mohr Präzisionsteile GmbH.

2. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften

Gegenüber der GM Tec Industries Holding GmbH besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von TEUR 424 für Verbindlichkeiten der Mohr Kunststofftechnik GmbH, Karlsbad.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus unbefristeten Miet- und Pachtverträgen in Höhe von jährlich TEUR 511. Weiterhin hat das Unternehmen Leasingverträge abgeschlossen. Die finanzielle Verpflichtung des Unternehmens über die Restlaufzeit beträgt TEUR 175, davon sind TEUR 79 in 2009 fällig.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

a) Personalaufwand

Die Aufwendungen für die Altersversorgung betragen EUR 43.973,54 (Vorjahr: EUR 10.159,92).

b) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 45.985,86 (Vj.: EUR 156.391,49) enthalten.

c) Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinserträge von dem Mutterunternehmen GM Tec Industries Holding GmbH belaufen sich auf EUR 2.698,11 (Vj.: EUR 586,63). Des Weiteren bestehen Zinserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 9.340,80 (Vj.: EUR 0,00) Die Zinsaufwendungen gegenüber dem Mutterunternehmen belaufen sich im Geschäftsjahr auf EUR 197.478,37 (Vj.: EUR 109.312,49). Außerdem bestehen Zinsaufwendungen für verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 80.830,37 (Vj.: EUR 0,00).

d) Außerordentliche Aufwendungen

Im Berichtsjahr bestehen außerordentliche Aufwendungen in Höhe von EUR 80.000,00.

e) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In Berichtsjahr betrugen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag EUR -288,50.

IV. Sonstige Angaben

a) Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Geschäftsführung und Vertretung:

- Herr Eckhard Brandt, Maschinenbautechniker, Hausen, seit 3. Februar 2009,

- Herr Michael Kastrup, Dipl.-Ing., Bielefeld, seit 1. März 2010,

- Herr Frank Debusmann, Dipl.-Ing., Taunusstein, vom 1. Mai 2009 bis 1. März 2010,

- Herr Wolfgang Michelberger, Kaufmann, Pfinztal, bis 1. März 2010.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

b) Arbeitnehmer im Berichtszeitraum

Das Unternehmen beschäftigte im Berichtsjahr im Durchschnitt 114 Arbeitnehmer. Davon waren 28 Angestellte und 86 gewerbliche Arbeitnehmer.

c) Anteilsbesitz

    Anteil am Eigenkapital Jahresergebnis
Name Sitz Kapital      
Mohr Kunststofftechnik GmbH Karlsbad 100 % EUR 6.927,86 -132.399,46

d) Abschlussprüferhonorar

Die Angabe gemäß § 285 Nr. 14 HGB ist unterblieben, da sie im Konzernabschluss des Mutterunternehmens enthalten ist.

e) Verbundene Unternehmen

Muttergesellschaft der Mohr Präzisionsteile GmbH ist die GM Tec Industries Holding GmbH mit Sitz in Pretzfeld. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der KAP Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Stadtallendorf, einbezogen. Der Konzernabschluss der KAP Beteiligungs-Aktiengesellschaft wird im elektronischen Bundesanzeiger unter HR B 3463 des Amtsgerichts Marburg offengelegt.

Die KAP Beteiligungs-Aktiengesellschaft ist zugleich Obergesellschaft des Konzerns.

 

Karlsbad, den 22. März 2010

gez. Michael Kastrup, Geschäftsführer

gez. Eckhardt Brandt, Geschäftsführer

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt:

  Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 1.1.2009
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 78.138,26 9.000,00 0,00 0,00 87.138,26
II. Sachanlagen 5.618.107,49 816.591,02 0,00 66.371,21 6.368.327,30
III. Finanzanlagen 3.040.150,00 0,00 0,00 2.800.000,00 240.150,00
  8.736.395,75 825.591,02 0,00 2.866.371,21 6.695.615,56
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand 1.1.2009
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 56.488,26 6.536,00 0,00 63.024,26
II. Sachanlagen 3.057.676,99 867.146,09 35.814,78 3.889.008,30
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
  3.114.165,25 873.682,09 35.814,78 3.952.032,56
  Buchwerte
  Stand 31.12.2009
EUR
Stand 31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 24.114,00 21.650,00
II. Sachanlagen 2.479.319,00 2.560.430,50
III. Finanzanlagen 240.150,00 3.040.150,00
  2.743.583,00 5.622.230,50

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 31.03.2010

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Mohr Präzisionsteile GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Mohr Präzisionsteile GmbH. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Oldenburg, den 26. März 2010

PKF UNITESTA
Revisions- und Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

ppa. Kessing, Wirtschaftsprüfer

Brückner, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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