Stammdaten

Register
Amtsgericht Ansbach HRB 4088
Vorher
ABM GmbH
Eingetragen
17.8.2000
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Die Herstellung und der Vertrieb von Kunststoffen und daraus resultierenden Produkten jedweder Herkunft und jedweden Gebrauchs. Die Gesellschaft ist ferner befugt, Zweigniederlassungen zu errichten, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen oder deren Geschäftsführung zu übernehmen. Die Gesellschaft darf im Übrigen sämtliche Geschäfte vornehmen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Wouter Heijmann
seit 3.1.2025
Geschäftsführer
Edward Johnson
seit 5.11.2024
Geschäftsführer
Marius Ioan Fizesan
seit 17.9.2020
Geschäftsführer
Patrick Haug
seit 17.9.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Keter Group B.V.NLDEigenbeteiligung
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Keter Group B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Keter Germany GmbH

Wolframs-Eschenbach

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

BESTÄTIGUNGSVERMERK

ANLAGEN

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Anhang zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Keter Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Keter Germany GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Keter Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschenhandelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Celle, 6. Juni 2025

Weilep audit GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Jan-Henning Weilep, Wirtschaftsprüfer

Thomas Monecke, Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin.

BILANZ zum 31. Dezember 2023

der Keter Germany GmbH

Wolframs-Eschenbach

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.669,00 36,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.776,35 14.055,85
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 1.796.773,37 1.083.808,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.370.518,59 11.827.461,68
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.525.268,27 518.385,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 48.108,48 15.943.895,34 221.486,92
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 862,84 862,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 1.125,85
17.845.976,90 13.667.222,44

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
Euro Euro Euro
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 955.454,37 955.454,37
III. Gewinnvortrag 6.174.616,65 5.631.060,80
IV. Jahresüberschuss 884.236,67 543.555,85
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 429.607,03 519.000,00
2. sonstige Rückstellungen 4.932.820,66 5.362.427,69 3.412.917,13
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.315,38 728.834,63
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.780.954,31 1.349.509,66
3. sonstige Verbindlichkeiten 655.971,83 4.444.241,52 501.890,00
- davon aus Steuern Euro 483.507,10 (Euro 458.768,71)
17.845.976,90 13.667.222,44

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

der Keter Germany GmbH

Wolframs-Eschenbach

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
1. Umsatzerlöse 42.362.272,50 41.593.933,77
2. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 31.382.507,70 31.318.422,49
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.762.159,38 1.838.217,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 354.643,02 379.318,12
34.499.310,10 33.535.958,53
- davon für Altersversorgung Euro 10.238,17 (Euro 12.740,98)
4. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.297,50 12.534,27
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.768.433,49 6.777.340,46
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 169.426,59 35.996,27
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 330.724,10 542.211,49
8. Ergebnis nach Steuern 922.933,90 761.885,29
9. Sonstige Steuern 38.697,23 218.329,44
10. Jahresüberschuss 884.236,67 543.555,85

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Keter Germany GmbH hat ihren Sitz in Wolframs-Eschenbach. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Ansbach unter HRB 4088 eingetragen.

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Bestimmte Davon-Vermerke wurden zur besseren Übersicht im Anhang gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert. Die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstandes gem. § 253 III HGB wird in der Regel mit drei Jahren angenommen. Evtl. vorhandene, voll abgeschriebene Wirtschaftsgüter werden mit einem Erinnerungswert in der Bilanz registriert.

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert (§§ 253, 255 I HGB). Außerplanmäßige Abschreibungen (§ 253 III 5 HGB) waren nicht erforderlich.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 13 Jahre

Die Vorräte (Handelswaren) wurden mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Soweit die beizulegenden Werte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Risiken aus gesunkener Verwertbarkeit wurden berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zu ihrem Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Der Anlagespiegel befindet sich in einer Anlage zum Anhang.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 4.525.268,27 EUR (Vj. 518.385,00 EUR) bestehen in Höhe von 3.723.757,94 EUR (Vj. 208.487,14 EUR) Forderungen gegen die Gesellschafterin (Keter Group B.V., Rijen, Niederlande). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 3.723.757,94 EUR (Vj. 208.487,14 EUR) aus Cashpooling und im Übrigen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr in Höhe von 4.513,53 EUR (Vj. 4.513,53 EUR) enthalten.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Kundenkonditionen (Boni, WKZ, Pönalen) 2.600.748,49 € 2.672.732,38 €
Personalverpflichtungen 602.177,15 € 248.308,77 €
Frachtkosten und Logistikkosten 341.247,80 € 407.240,39 €
Jahresabschlusserstellung u. -prüfung 166.478,00 € 125.779,00 €
Rückstellung Provisionen Handelsvertreter - € 42.231,78 €
Rückstellung Berufsgenossenschaft 2.000,00 € 2.000,00 €
Übrige Rückstellungen 1.220.169,22 € 214.624,81 €
4.932.820,66 € 3.712.917,13 €

Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Konzernweiterbelastungen.

Verbindlichkeiten

< 1 Jahr >1 Jahr
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.315,38 728.834,63 0,00 0,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.780.954,31 1.349.509,66 0,00 0,00
3. Sonstige Verbindlichkeiten 655.971,83 501.890,00 0,00 0,00
4.444.241,52 2.580.234,29 0,00 0,00
davon > 5 Jahre
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
3. Sonstige Verbindlichkeiten 0 0
0 0

Verbindlichkeiten größer ein Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht. Die Verbindlichkeiten sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.780.954,31 EUR (Vj. 1.349.509,66 EUR) resultieren zu 3.780.954,31 EUR (Vj. 1.349.509,66 EUR) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr und zu 0,00 EUR (Vj. 0,00 EUR) aus Cashpool-Verpflichtungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von 121.573,00 EUR (Vj. 0,00 EUR) enthalten.

Sonstige Pflichtangaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 758.195,81 EUR (Vj. 1.032.506,19 EUR).

Nicht bilanzierungsfähige Zahlungsverpflichtungen bis ein Jahr bis 5 Jahren > 5 Jahren
aus mehrjährigen Mietleasingverträgen - Fahrzeuge 65.257,44 EUR 102.845,79 EUR 0,00 EUR
aus mehrjährigen Mietverträgen 416.535,94 EUR 173.556,64 EUR 0,00 EUR
Summe 481.793,38 EUR 276.402,43 EUR 0,00 EUR

Das Bestellobligo liegt im industrieüblichen Rahmen.

Mitarbeiterzahlen

Während des Geschäftsjahres wurden durchschnittlich beschäftigt:

2023 2022
Verwaltungsangestellte 8 9
Vertriebsangestellte 20 22
Gesamt 28 31

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren zu Geschäftsführern bestellt:

Herr Godwin Pfeiffer, Nürnberg, Deutschland, Managing Director D/A/CH, bis zum 31.12.2024

Herr Angel Sänchez Sänchez-Vizcaino, Treviso, Italien, Deputy CEO Keter Group, bis zum 31.10.2023

Herr Patrick Rouven Haug, Burglengenfeld, Deutschland, Finance Director Keter D/A/CH

Herr Franck Velge, Tel Alviv, Israel, Managing Director Keter D/A/CH, bis zum 28.02.2023

Herr Pasquale lannone, Rom, Italien, CFO Keter Group, bis zum 12.09.2024

Herr Edward Johnson, Manchester, UK, CEO Keter Europe, ab dem 12.09.2024

Herr Wouter Heijmann, Breda, Niederlande, Managing Director D/A/CH, ab dem 31.12.2024

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen, da nur die beiden in Deutschland ansässigen Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhalten.

Konzernzugehörigkeit

Die Keter Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Keter Group B.V., Rijen, Niederlande, einbezogen. Diese stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in den die Keter Germany GmbH einbezogen ist. Der größte Kreis von Unternehmen, in den die Keter Germany GmbH einbezogen wird, ist die Krona Investments S.á.r.l. mit Sitz in 18 rue Erasme, Luxemburg. Deren Konzernabschluss ist am Sitz der Krona Investments S.á.r.l., Luxemburg, erhältlich.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis zusammen mit dem Ergebnisvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. Aus dem Russland-Ukraine-Konflikt ergaben sich bislang keine Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

 

Wolframs-Eschenbach, den 05. Mai 2025

Edward Johnson, Geschäftsführer

Wouter Heijmann, Geschäftsführer

Patrick Rouven Haug, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.013,71 84.669,00 94.013,71 84.669,00
94.013,71 84.669,00 94.013,71 84.669,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 292.606,43 16.018,00 0,00 308.624,43
292.606,43 16.018,00 0,00 308.624,43
386.620,14 100.687,00 94.013,71 393.293,43
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 93.977,71 0,00 93.977,71 0,00
93.977,71 0,00 93.977,71 0,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 278.550,58 10.297,50 0,00 288.848,08
278.550,58 10.297,50 0,00 288.848,08
372.528,29 10.297,50 93.977,71 288.848,08
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023 31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 84.669,00 36,00
84.669,00 36,00
II. SACHANLAGEN
1. Andere Anlagen, Betriebs- u. Geschäftsausstattung 19.776,35 14.055,85
19.776,35 14.055,85
104.445,35 14.091,85

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

I. Konzernverhältnisse

Über ihre Muttergesellschaft, der alleinigen Gesellschafterin, die Keter Group B.V., Rijen, Niederlande, ist die Keter Germany GmbH wie 2022 unverändert ein Unternehmen innerhalb des Konzernkreises der Keter Group Holding S.á.r.l., Niedercorn, Luxemburg.

II. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Keter Germany GmbH beliefert als Vertriebsgesellschaft hauptsächlich Baumärkte in Deutschland und Österreich. Dies geschieht insbesondere mit Kunststoffprodukten (Boxen, Regale, Schränke) aus den europäischen Werken der Keter Gruppe.

Die Produkte werden ca. mit 49% (Vj. 47%) im Streckengeschäft und mit 51% (Vj. 53%) über ein Lager gehandelt. Sitz und einziger Standort ist Wolframs-Eschenbach.

Die Einführung neuer Verkaufskanäle im Bereich E-Commerce und der Ausbau der Aktivitäten im Lebensmitteldiscount wird weiter vorangetrieben.

III. Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung und Verbesserung der von uns vertriebenen Kunststoffprodukte erfolgt in den Produktionsunternehmen des Konzerns.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. 1

Der DIY-Branchenverband BHB vermeldete, dass die Bau- und Gartenfachmärkte in Deutschland das Jahr 2023 mit einem Minus von 3,1 Prozent (auf bereinigter Fläche -3,4 Prozent) abgeschlossen und dabei einen Gesamtbruttoumsatz von 21,24 Mrd. Euro erzielt haben. 2

II. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 bedeutete dies für die Keter Germany einen Rückgang im abgesetzten Stückvolumen versus Vorjahr (-3%). Durch ein weiterhin gutes Preisniveau konnten die Umsatzerlöse in Höhe von 42.362 T€ im einstelligen Prozentbereich vs. 41.594 T€ im Vorjahr verbessert werden.

Das Jahresergebnis vor Steuern lag verrechnungsbedingt bei 1.254 T€ (Vj. 1.304 T€) mit einer Umsatzrendite vor Steuern von 3,0% (Vj. 3,1%).

Unsere Stärke im Markt sehen wir in unserer Servicekompetenz, dem breiten Produktportfolio und der Nachhaltigkeit unserer Produkte. Die jährlich stattfindende Nachhaltigkeitsberichterstattung und die besonderen Bemühungen zur Reduzierung der Verpackungen unserer Produkte sind beispielhaft für die Bedeutung, die wir dieser Nachhaltigkeit für die gesamte Keter Gruppe beilegen.

1 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
2 Vgl. https://www.baumarktmanager.de/bhb-bilanz-diy-faehrt-2023-umsatzminus-ein-04032024

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens- und Finanzlage wird tabellarisch folgendermaßen wiedergegeben:

III.a Darstellung der Vermögenslage

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung zu 2022
T€ % T€ %
Anlagevermögen 104 0,59% 14 0,10% 90
Warenbestand 1.797 10,07% 1.084 7,93% 713
Forderungen LuL 11.371 63,71% 11.827 86,54% -457
Forderungen Verbund 4.525 25,36% 518 3,79% 4.007
sonstige Vermögensgegenst., ARAP 48 0,27% 223 1,63% -175
Liquide Mittel 1 0,00% 1 0,01% 0
17.846 100,00% 13.667 100,00% 4.179
Eigenkapital 7.154 40,09% 6.611 48,37% 544
Jahresergebnis 884 4,95% 544 3,98% 341
Steuerrückstellungen 430 2,41% 519 3,80% -89
sonstige Rückstellungen 4.933 27,64% 3.413 24,97% 1.520
Verbindlichkeiten LuL 7 0,04% 729 5,33% -722
Verbindlichkeiten Verbund 3.782 21,19% 1.351 9,88% 2.431
sonstige Verbindlichkeiten 656 3,68% 502 3,67% 154
17.846 100,00% 13.667 100,00% 4.179

Die Bilanzsumme hat sich um +4.179 T€ auf 17.846 T€ erhöht. Ursächlich ist insbesondere der Anstieg von Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbund.

Das Sachanlagevermögen spielt in einer reinen Vertriebsgesellschaft eine untergeordnete Rolle. Die Büro- und Lagerräume sind gemietet, die dem Vertrieb zur Verfügung gestellten PKW geleast.

Der Bestand an Vorräten beträgt 1.797 T€ (Vj. 1.084T€), was einer Erhöhung in Höhe von 10% entspricht und den starken Auftragsbestand des Monats Januar 2024 decken soll.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag um -457 T€ niedriger als zum Vorjahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen repräsentieren im Jahr 2023 maßgeblich Cashpool-Forderungen.

Die Eigenkapitalquote hat sich auf 45% (Vj. 52%) reduziert, was maßgeblich an den gestiegenen Rückstellungs- und Verbindlichkeitspositionen liegt.

Sonstige Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.520 T€ erhöht. Ursächlich sind erhöhte Verpflichtungen gegenüber Personal, Kunden und ausstehende Rechnungen.

Das Fremdkapital besteht ausschließlich aus kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft hat keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

III.b Darstellung der Finanzlage

Mittel-
herkunft verwendung
T€ T€
Jahresergebnis 884
Zugang Anlagevermögen -100
Abschreibungen 10
Warenbestand -713
Steuerrückstellungen -89
Sonstige Rückstellungen 1.520
Lieferantenverbindlichkeiten -722
Lieferungs- und Leistungsverkehr Verbund 1.940
Sonstige Aktiva/Passiva 327
Aufbau Forderungen L & L 457
Unterschiedsbetrag 3.516
Veränderung Finanzmittelbestand
Jahresanfang 209
Jahresende 3.725
3.516
Zusammensetzung Finanzmittel 31.12.2023 31.12.2022 Veränd.
Kasse/Bank 1 1 0
Forderungen / Verbindlichkeiten aus Cashpooling (Verbund) 3.724 208 3.516
3.725 209 3.516

Seit 2018 ist Keter Germany GmbH in das zentrale Cashpooling der Keter Group B.V. eingebunden. Zum Bilanzstichtag bestehen Forderungen aus Cashpool gegen die Keter Group B.V. in Höhe von 3.724 T€ (Vj. 208 T€).

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

III.c Darstellung der Ertragslage

Bei den ertragswirtschaftlichen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Umsatzentwicklung, insbesondere der Produktumsatzentwicklung. Die Größe "Umsatz" stellt für uns daher den bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator dar.

Der Umsatz betrug in den letzten drei Jahren:

T€ 2023 2022 2021
Umsatz 42.362 41.594 36.110
davon Produktumsatz 41.214 40.436 34.804

Der Produktumsatz verteilte sich in den letzten drei Jahren auf folgende Sortimentsgruppen:

2023 2022 2021
Haushaltartikel aus Kunststoff 79,1% 80,7% 71,8%
Regal/Schränke aus Kunststoff 19,5% 18,5% 25,1%
Sonstige 1,4% 0,7% 3,2%

Die Struktur der wesentlichen Aufwendungen setzt sich in den letzten drei Jahren wie folgt zusammen:

2023 2022 2021
Wareneinsatz v. Produktumsatz 76,1% 77,7% 69,8%
Personalaufwand v. Umsatz 7,4% 5,8% 7,5%

Die Wareneinsatzquote kann verrechnungspreisbedingt zwischen den Jahren schwanken. Das Jahr 2023 war maßgeblich geprägt durch gestiegene Einkaufspreise. Die gestiegene Personalaufwandsquote ist auf höhere Rückstellungen für Mitarbeiterboni und Einmalzahlungen zurückzuführen. Von den Personalaufwendungen sind insgesamt 1.149 T€ (Vj. 1.306 T€) an verbundene Unternehmen weiterbelastet worden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich mit 6.768 T€ auf Vorjahresniveau (Vj. 6.777 T€).

Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt 28 (Vj. 31).

Das Jahresergebnis entwickelte sich wie folgt:

T€ 2023 2022 2021
Jahresergebnis 884 544 776

IV. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage

Die Geschäftsführung bewertet den Geschäftsverlauf als gut. Vor dem Hintergrund der bestehenden Verrechnungspreisstruktur verbunden mit den bestehenden in Cashpool gebundenen Finanzmitteln sehen wir die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft als solide an.

C. Prognosebericht

Die Keter Germany GmbH als deutsche Vertriebstochter der Keter Group B.V. ist für den Absatz der Produkte in Deutschland und Österreich ein wichtiges Unternehmen der Keter-Gruppe. Ziel ist es weiterhin, die Marktanteile am Gesamtmarkt zu erhöhen.

Laut Statista Research betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Jahr 2024 rund 4,31 Billionen Euro, nominal ist das BIP also gestiegen. Dies liegt allerdings in der Inflation begründet, preisbereinigt befindet sich die deutsche Wirtschaft weiterhin in einer Rezession, das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozent. Schon im Vorjahr ging die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozenzt zurück; dass die Wirtschaft in Deutschland zwei Jahre in Folge schrumpfte, kam zuletzt vor über 20 Jahren vor.

Bedingt durch die makroökonomische Entwicklung erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 einen Rückgang im Stückvolumen in Höhe von ca. 6% und einen Rückgang im Produktumsatz von ca. 4% / ca. 2,3 Mio. EUR. Der Umsatzrückgang resultiert aus einer restriktiveren Vorratshaltung im DIY-Bereich. Das Ergebnis vor Steuern wird verrechnungspreisbedingt bei ca. 3 % vom Umsatz erwartet.

Aus der Planung für das Geschäftsjahr 2025 leitet sich eine leichte Seit- / Abwärtsbewegung in Höhe von - 0,1% ab. Hintergrund ist zu erwartender, starker Wettbewerb im DIY-Bereich, welcher durch Wachstum im MassMarket und Ecom kompensiert wird.

Die Konditionen des Handels (z.B. Rabatte, Boni, Werbekostenzuschüsse, etc.) sind auf hohem Niveau und wurden für 2024 und 2025 nahezu unverändert fortgeschrieben.

Weiterhin ist es unser Bestreben kontinuierlich ältere Sortimente durch Neuheiten zu ersetzen.

Auf der Beschaffungsseite greifen wir auf die bewährte Produkt- und Lieferqualität insbesondere der europäischen Werke zurück.

Die Keter Germany ist in das Cashpooling der Keter Group B.V. eingebunden. Kurzfristige Liquiditätsbedarfe werden durch die Keter Group B.V. gedeckt.

D. Chancen- und Risikobericht

I. Risikobericht

Unser Finanz- und Risikomanagement ist auf die Sicherung des Bestands des Unternehmens, die Liquidität, die Begrenzung finanzieller Risiken sowie den zweckmäßigen Einsatz des Kapitals ausgerichtet. Die Risiken sind gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Im Vergleich zum Vorjahr sehen wir kein bedeutsames Risiko mehr in Bezug auf die Coronavirus-Pandemie.

I.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Risiken

Die Abhängigkeit der Keter Germany von der allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und dem verfügbaren Einkommen der Haushalte kann sich in Phasen mit geringem Wirtschaftswachstum und steigender Inflation durch eine Kaufzurückhaltung der Endkunden äußern und sich damit auf die Nachfrage und damit den Umsatz auswirken.

Darüber hinaus könnte die Verfügbarkeit von Energie Auswirkung auf die Produktion haben, so dass die Nachfrage möglicherweise nicht mehr vollständig bedient werden könnte.

Der Wandel des Konsumverhaltens, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung, birgt Risiken in sich. Um hier zukunftsorientiert aufgestellt zu sein und dem Risiko entgegenzuwirken, bauen wir unsere Aktivitäten im Sinne einer integrierten Mehrkanalstrategie sukzessive aus.

I.2 Ertragsorientierte Risiken

Ein Ertragsrisiko sehen wir in steigenden Beschaffungspreisen einschließlich Logistikkosten für die im Konzern gefertigten Produkte. Dieser Entwicklung versuchen wir als Vertriebsgesellschaft durch Anpassung unserer Verkaufspreise kompensierend entgegenzuwirken. Dies birgt das Risiko des Verlusts an Umsatz oder Kunden, was aufgrund der überschaubaren Kundenstruktur erheblichen Einfluss sowohl auf Umsatz als auch Jahresergebnis haben könnte. Die Beschaffungspreisentwicklung führt in unserer Wahrnehmung zu einer leichten Entschärfung der Wettbewerbsrisiken. Umgekehrt können jedoch auch sinkende Beschaffungspreise sowie Nachfragerückgänge den Preisdruck von Kundenseite verschärfen und zu sinkenden Umsätzen und Margen führen.

Die Lieferfähigkeit ist ein wichtiger Aspekt in der Kundenbeziehung. Einschränkungen in der Lieferfähigkeit können zu dem Risiko von Umsatzeinbußen sowie Vertragsstrafen führen. Durch Abstimmung innerhalb der Keter-Gruppe und das europäische Produktionsnetz versuchen wir, Lieferverzögerungen zu reduzieren.

Das Kundenportfolio der Keter Germany GmbH konzentriert sich im Wesentlichen auf wenige Kunden. Ein Wegfall einer dieser Hauptkunden hätte wesentliche Auswirkung auf den Umsatz und das Jahresergebnis der Keter Germany GmbH.

Infolge der bestehenden Verrechnungspreisvereinbarung wird der Einfluss auf das Jahresergebnis jedoch relativ kompensiert.

Durch die zunehmende Integration und Zusammenführung von Aktivitäten innerhalb des Keter-Konzerns, gewinnen auch transferpreisrelevante Sachverhalte zunehmend an Bedeutung. Es besteht das Risiko, dass angewandte Verrechnungspreisgrundsätze im Rahmen von Betriebsprüfungen nicht anerkannt werden. Dies kann zu Steuernachzahlungen führen, welche einen negativen Effekt auf das Jahresergebnis und die Liquidität der Keter Germany haben könnten.

I.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Lange Zahlungsziele auf der Absatzseite bedingen einen hohen Bedarf an Liquidität. Das mit Keter Group B.V. derzeit bestehende Cashpooling ermöglicht es uns, die Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele auszugleichen.

Das Forderungsausfallrisiko wird teilweise durch Delkredere-Verträge mit den Kunden sowie den Einsatz von Warenkreditversicherungen limitiert. Wir sehen derzeit keine konkreten Ausfallrisiken bei unseren Kunden.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend, es sind keine Engpässe zu erwarten.

II. Chancenbericht

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

Die in den letzten Jahren vorangetriebene Integration der Keter-Marke Curver in die Vertriebsorganisation DACH wurde auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Die hierdurch erzielte Ausweitung unseres Portfolios ermöglichte eine verbesserte Diversifizierung vorhandener Risiken und in erster Linie, eine stärkere Penetrierung unseres Marktes.

Zudem treiben wir den weiteren Ausbau unserer Mehrkanalstrategie fort. Dies schließt die Ausweitung der Aktivitäten im Bereich E-Commerce, mit dem Ziel, Wachstumspotentiale zu erschließen und Marktanteile auszubauen, ein.

III. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität verbunden mit der bestehenden Verrechnungspreisstruktur sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Chancen und Risiken gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

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