Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 4095
Vorher
Transol Chemiehandel GmbHUnivar GmbH
Eingetragen
3.6.1976
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit AnstrichmittelnBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Der Im- und Export von Mineralölprodukten und Chemikalien und die Übernahme von Transporten aller Art, insbesondere von flüssigen Produkten und die Übernahme aller damit im Zusammenhang stehender Tätigkeiten. Die Gesellschaft ist berechtigt, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen und Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Paul Bryant
seit 10.3.2016
Geschäftsführer
Heinrich Klüwer
seit 15.7.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Univar Netherlands Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Univar Netherlands Holding B.V.
Netherlands
10.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Univar Solutions GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31.12.2023

Die UNIVAR SOLUTIONS GMBH ist seit über 40 Jahren als Distributor von Industrie- und Spezialchemikalien auf dem deutschen Markt präsent. Als Teil des weltweit aktiven Univar Solutions Netzwerks bedienen wir unsere Kunden in unterschiedlichen Branchen wie Farben und Lacke, Klebstoffe, Kunstharze, Bauchemie, Metallbearbeitung, Autoindustrie, Schmierstoffe, Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik, Pharma und Lebensmittel. Ein sicherer Umgang mit qualitativ hochwertigen chemischen Produkten zum Schutz von Menschen und Umwelt ist wichtiger Bestandteil unseres unternehmerischen Handelns. Dies zeigt die ISO-Zertifizierung und die Zertifizierung des Responsible Care-Gedankens der Univar Solutions GmbH.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der Stagnation

Gemäß dem Kieler Konjunkturbericht müht sich die deutsche Wirtschaft in 2023 aus der Stagnation. Die konjunkturellen Aussichten haben sich zwar etwas aufgehellt, die gesamtwirtschaftliche Produktion steigert sich allerdings nur verhalten. Die Zuwächse des real verfügbaren Einkommens werden den privaten Konsum anschieben, wobei die Zinswende die Baubranche weiterhin belastet und größere Impulse seitens der Weltwirtschaft ausbleiben. Die Inflation ist zwar gesunken, die geringe wirtschaftliche Dynamik hinterlässt allerdings Spuren am Arbeitsmarkt. Der demographische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel wirken dem aber entgegen. Der Zinsgipfel ist nach dem Zinsanhebungszyklus von insgesamt 4,5 Prozentpunkten erreicht, und die EZB beginnt nun über Zinssenkungen zu diskutieren. Im Verlauf des Jahres hat sich die Wirtschaftsleistung im Wesentlichen seitwärts bewegt und die geringen Zuwächse aus der ersten Jahreshälfte wurden durch die rückläufige Entwicklung im zweiten Halbjahr wieder aufgezehrt.

Branchenentwicklung Chemie

Stürmische Zeiten für die Chemiebranche im Jahr 2023

Gemäß VCI - Verband Chemiehandel - haben sich die Hoffnungen der Chemieindustrie auf eine Belebung der Konjunktur im Jahr 2023 nicht erfüllt. Die Produktion ging aufgrund mangelnder Aufträge um 11 Prozent zurück und auch der Branchenumsatz lag mit rund 230 Mrd. Euro unter dem Vorjahresniveau. Besonders kräftig fiel der Rückgang in der Energieintensiven Grundstoffchemie aus, wobei der stärkste Belastungsfaktor für einen reibungslosen Betriebsablauf zurzeit nicht die hohen Preise für Energie, sondern die aufwendigen Erfordernisse der Bürokratie sind. Umsatzrückgang, sinkende Verkaufspreise und hohe Produktionskosten setzen die Gewinne der Unternehmen unter Druck, gleichzeitig zwingt die schwierige Geschäftslage die Unternehmen zu schmerzhaften Anpassungen und der Ausstieg aus defizitären Geschäftsfeldern, Investitionsverlagerungen ins Ausland oder Personalabbau sind nicht mehr auszuschließen. Die Chemiebranche in Deutschland benötigt, um wettbewerbsfähig zu bleiben, kurzfristig vor allem Entlastungen bei den Energiepreisen. Langfristig müssen Netze ausgebaut und der Umbau des Energiesystems beschleunigt werden.

GESCHÄFTSVERLAUF

Umsatzeinbuße in 2023

Im Geschäftsjahr 2023 hat unser Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 53,9 Mio. EUR erzielt. Das entspricht einer Umsatzsenkung von 25,8 % im Vergleich zum Vorjahr (72,6 Mio. EUR). Unsere Umsatzziele für das Geschäftsjahr 2023 haben wir verfehlt, was insbesondere auf einen spürbaren Preisverfall bei unseren Kernprodukten zurückzuführen ist.

Insgesamt sind wir mit dem Geschäftsverlauf im Jahr 2023 zufrieden. Trotz des signifikanten Umsatzrückgangs konnten wir in einem extrem herausfordernden makroökonomischen Umfeld einen Jahresüberschuss von 3,6 Mio. EUR erzielen.

Entkoppelt vom Konsolidierungskurs der Branche konnte die Univar Solutions GmbH ihre Zielsetzung, die das Erzielen eines soliden EBITDA-Ergebnisses und einer soliden Marge umfasste, erreichen.

Die Neuausrichtung der europäisch gesteuerten Vertriebsstruktur ist im Jahr 2015 umgesetzt worden. Hierbei wird u.a. auf neue Lieferanten zugegangen, wodurch neue Vertriebsmöglichkeiten eröffnet wurden. Zusätzlich wurde auf Basis der in Vorjahren erfolgreich implementierten Pilotprojekte im Großkundensegment in weitere individuelle Geschäftsmodelle, die partnerschaftlich mit Großkunden entwickelt wurden, investiert. Das Unternehmen investiert in Mitarbeiterschulungen und Neueinstellungen, um sich noch besser am Markt zu platzieren.

LAGE DER GESELLSCHAFT

Ertragslage

Der im Geschäftsjahr 2023 erzielte Rohertrag beträgt 13,4 Mio. EUR und liegt mit Blick auf die Umsatzrückgänge unter dem Niveau des sehr starken Vorjahresergebnisses (17,8 Mio. EUR).

Die Materialaufwandsquote ist hierbei mit 75,2 % nahezu unverändert zum Vorjahr 75,5 %.

Der Umsatz lässt sich wie folgt gliedern:

Umsatzstruktur 2023 2022
in EUR % in EUR %
Case 2.042.377 4 2.725.172 3,8
Food 10.891.632 20 14.416.580 19,8
LCD 11.957.928 22 16.536.509 22,8
Pcare 18.358.570 34 25.711.539 35,4
HIC 3.311.547 6 5.826.421 8,0
LMWF 1.574.250 3 549.345 0,8
Pharma 2.509.465 5 2.446.113 3,4
IC-Verrechnung 3.236.008 6 4.424.169 6,1
53.881.777 100 72.635.848 100,0

Die Personalkosten sind - bei nahezu gleichen Personalbestand - im Vergleich zum Vorjahr um 23,5 Prozent gesunken. Der Personalaufwand des Vorjahres war mit nicht wiederkehrenden Aufwendungen aus einer Restrukturierungsmaßnahme belastet (TEUR 862). Darüber hinaus sind im aktuellen Geschäftsjahr die Bonuszahlungen an Mitarbeiter aufgrund der rückläufigen Geschäftsentwicklung signifikant gesunken.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr deutlich um TEUR 261 gestiegen, da im Vorjahr als auch im laufenden Jahr erhebliche Neuinvestitionen in unser immaterielles Anlagevermögen getätigt worden sind. Die Neuinvestitionen betreffen wesentlich den Erwerb einer Kundenliste (TEUR 616).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

MITARBEITER - Durchschnittlich beschäftigte unser Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 62 Angestellte. Im Vorjahr wurden durchschnittlich 69 Mitarbeiter beschäftigt (Berücksichtigung von Teilzeitkräften, inklusive Geschäftsführer und Auszubildende).

VERMÖGENS-, FINANZLAGE

Die Bilanzstruktur ist nachfolgend dargestellt:

Bilanzstruktur in TEUR 2023 % 2022 %
Anlagevermögen 1.863 7,9 1.656 6,1
Umlaufvermögen/ RAP 21.869 92,1 25.290 93,9
Aktiva 23.732 100 26.946 100,0
Eigenkapital 20.058 84,5 16.450 61,0
Fremdkapital / PRAP 3.674 15,5 10.496 39,0
Passiva 23.732 100 26.946 100,0

Die Bilanzsumme 2023 verringerte sich gegenüber dem Vorjahr somit um 3,2 Mio. EUR auf 23,7 Mio. EUR.

Die Vorratsposition besteht aus Waren im Wert von 1,1 Mio. EUR (im Vorjahr 1,4 Mio. EUR), die bei Spediteuren bzw. Lagerhaltern lagern und zu Anschaffungskosten oder niedrigerem Marktpreis bewertet sind. Es wurde eine Bestandswertkorrektur aufgrund von Schlechtgängigkeit und gesunkenen Marktpreisen in Höhe von TEUR 31 vorgenommen.

Die Position der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beträgt 20,7 Mio. EUR (im Vorjahr 23,7 Mio. EUR) und besteht im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (4,7 Mio. EUR) sowie Forderungen aus dem Cash Pooling (15,1 Mio. EUR). Der Anstieg der sonstigen Vermögensstände resultiert aus Steuervorauszahlungen.

Bei einem Stammkapital von 10 Mio. EUR, Gewinnvorträgen in Höhe von 6,5 Mio. EUR und einem Jahresüberschuss in Höhe von 3,6 Mio. EUR beträgt das Eigenkapital zum Bilanzstichtag 20,1 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 23,5 Prozentpunkte und liegt mit 84,5 Prozent der Bilanzsumme weiterhin auf hohem Niveau.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR bestehen aus Personalrückstellungen. Außerdem wurden Rückstellungen gebildet für Kundenboni, Archivierung sowie für Wirtschaftsprüfungs- und Beratungskosten Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr betrifft insbesondere Restrukturierungs- und Bonusrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten bestehen zu 0,8 Mio. EUR aus Verbindlichkeiten für Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind kurzfristig und weder durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Die Gesellschaft nimmt an einem Cash-Pool-Verfahren der Univar Solutions Group teil. Die Liquidität der Gesellschaft war daher jederzeit gesichert und es wurden ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt, damit die geplante Geschäftsentwicklung sichergestellt war. Im Cash-Pool entlieh die Gesellschaft 15,1 Mio. EUR an die Univar Solutions Group, diese Position ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit der Univar Solutions GmbH belief sich auf 0,2 Mio. EUR und liegt damit unter Vorjahresniveau.

CHANCEN- und RISIKOBERICHT

Gesamtrisikosituation

Die vorhandenen Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen haben einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Univar Solutions GmbH. Wie in den Vorjahren ergibt sich für die Univar Solutions GmbH ein stabiles Bild der Risikolage.

Die Auswirkungen aus der Corona-Pandemie sind im Geschäftsjahr 2023 nicht mehr spürbar. Kunden- als auch Lieferantentermine sind wieder vollumfänglich möglich. Mitarbeiter werden ermutigt zu reisen und vor Ort Termine sind erwünscht. Gleichwohl bieten wir unseren Mitarbeitern weiterhin hybrides Arbeiten an. Dies funktionierte durch die technologische Unterstützung der IT, der fast komplett elektronischen Ablage und da Mitarbeiter mit Laptops ausgestattet wurden.

Gesamtwirtschaftliche- und Branchenrisiken

Unser Geschäft unterliegt einigen nicht durch eigenes Verhalten zu beeinflussenden, externen Risiken. Zu diesen gehören vor allem die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklung speziell in der chemischen Industrie. Weiterhin erfordern unsere Chemiehandels- und Distributionsaktivitäten eine exzellente Kenntnis der jeweiligen Beschaffungs- und Absatzmärkte. Es ist daher entscheidend, geeignete Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten. Die weiterhin anhaltende Konsolidierung auf hohem Niveau in der Chemiebranche führte zu knappen Ressourcen an qualifizierten Mitarbeitern, was aber durch Interesse an unserer Unternehmenskultur kompensiert werden konnte. Ein entsprechendes Risiko besteht auch für die nächste Berichtsperiode.

Durch den im Vergleich zu produzierenden Unternehmen niedrigeren Kapitaleinsatz bestehen im Bereich Chemiehandel und Distribution niedrigere Markteintrittsschranken für Wettbewerber. Hieraus resultiert das Risiko von Verschärfung des Wettbewerbs durch Marktzutritte und insbesondere auch durch expansiv akquirierende und ebenfalls marktkonsolidierende Strategien von Konkurrenten.

Wir begegnen diesen Risiken unter anderem durch eine engere Kunden- und Lieferantenbindung, durch eine stabile Portfoliobildung und Serviceverbesserung, Vorwärtsintegration mit zusätzlicher anwendungstechnischer Kompetenz, einer personellen Investition in Sicherheit, Qualität und Dokumentation sowie durch unser Angebot von individuell entwickelten Lösungen für Großkunden. Durch die Lieferantenbindung zielt die Univar Solutions GmbH auf Vorteile bei der Vorratsbeschaffung ab. Durch die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen des Ukraine-Russland Krieges sind Produktengpässe und Transportengpässe an der Tagesordnung. Weiterhin ist das gesamtwirtschaftliche Geschehen durch hohe Energiepreise belastet. Durch eine gute Kooperation mit Lieferanten und Spediteuren, konnten wir auch dieses Jahr bis zur Bilanzerstellung unseren Lieferverpflichtungen nachkommen.

Umweltrisiken

Als verantwortungsbewusstes Unternehmen des Chemiehandels, richtet die Univar Solutions GmbH ihre Prozesse an den Grundsätzen des Responsible Care-Gedankens aus. Das Zertifikat ist bis zum Jahr 2026 gültig. Unser Unternehmen ist außerdem nach DIN EN ISO 9001: 2015 zertifiziert, das Zertifikat ist nach erfolgreicher Rezertifizierung gültig bis April 2027.

Außerdem wurde unser Unternehmen im Jahr 2020 einem Energieaudit gemäß DIN EN 16247 unterzogen. Das Ziel eines Energieaudits ist es, Unternehmen systematisch auf Verbesserungspotenziale zu durchleuchten und darüber strukturiert zu berichten. Hiermit soll eine Reduzierung der Emissionen in Deutschland erreicht werden. Das Audit hat eine Gültigkeit von 4 Jahren.

Finanzrisiken

Für alle wesentlichen Risiken wie Geschäftsunterbrechung, Produkthaftpflicht, Betriebshaftpflicht, Transport und Lagerung von Produkten sind Versicherungen abgeschlossen worden. Für alle anderen Risiken sind entsprechende Rückstellungen gebildet worden.

Zins- und Währungsrisiken

Aufgrund der Änderungen von Marktzinssätzen können Zinsrisiken entstehen. Der überwiegende Teil der finanzwirtschaftlichen Risiken wurde jedoch durch die Treasury EMEA-Zentrale der Univar Solutions GmbH abgesichert.

Bedingt durch unsere Aktivitäten in verschiedenen Währungsräumen kann es durch die Veränderung von Wechselkursen zu Umrechnungseffekten kommen, die unser Ergebnis beeinflussen. Speziell bei Veränderungen des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar kann es zu wesentlichen Auswirkungen kommen, da ein Teil unserer Wareneinkäufe in US-Dollar ausgeführt werden. Intention der Univar Solutions GmbH ist es, die Risiken offener Netto-Währungspositionen mittels geeigneter Instrumente wie z.B. Forwardkontrakten auszugleichen bzw. zu minimieren. Die Auswahl der jeweils einzusetzenden Hedging-Instrumente wird durch die EMEA-Trea-sury Zentrale getroffen. Hierzu ermittelt die Univar Solutions GmbH auf wöchentlicher Basis die netto Fremdwährungen und übermittelt diese an die Treasury. Auf dieser Basis wird eine Währung gekauft oder verkauft. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Gewinn von TEUR 29,7 erreicht, sodass von der Wirksamkeit des Prozesses gesprochen werden kann.

Nachstehend die Übersicht und Bewertung der zum Stichtag offenen Devisentermingeschäften, welche gemäß der Mark-to-Market Methode bewertet wurden:

Art der Derivate USD Swap
Nominalbetrag TEUR 81
Beizulegender Wert TEUR 0,3

AUSBLICK

Weltkonjunktur

Gemäß der Kieler Konjunkturberichte hielt sich die Weltkonjunktur im Jahr 2023 besser als erwartet, eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich jedoch noch nicht ab. Die Weltproduktion wuchs um 3,1 Prozent, eine Verstärkung des insgesamt verhaltenen Expansionstempos ist allerdings nicht in Sicht. Laut dem IfW Kiel verzeichneten 42 Ländern für das vierte Quartal sogar eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik. Das Bruttoinlandsprodukt in den G7-Ländern nahm mit einer Rate von 0,6 Prozent zu, wobei sich die gesamtwirtschaftliche Produktion in Europa im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten schwach entwickelte. Insgesamt wird im kommenden Jahr mit einer Expansion der Wirtschaft in moderatem Tempo gerechnet und ein Aufschwung noch nicht erwartet. In 2024 dürfte der Zuwachs der Weltproduktion mit 2,9 Prozent etwas schwächer ausfallen als in diesem Jahr. Für 2025 wird mit einer Beschleunigung der Konjunktur auf 3,2 Prozent gerechnet.

Die weltweite Chemiebranche hat sich - nach Aussage des VCI - nach wie vor nicht spürbar erholt. Die globale Chemieproduktion hat im Vergleich zum Vorjahr zwar zugenommen, nach den tiefen Einschnitten der letzten Quartale stellt dies aber nur eine verhalten positive Entwicklung dar. Mit Ausnahme von China und Russland blieb in den großen Ländern das Vorjahresniveau in weiter Ferne. Die abnehmende Nachfrage wird die Entwicklung bremsen.

Univar Solutions GmbH

Für das Jahr 2024 liegt der Fokus der Univar Solutions GmbH weiterhin auf dem Ausbau und der Weiterentwicklung der im Jahr 2015 ins Leben gerufenen fokussierten Industrien. Das Fundament, basierend auf starken Kundenbeziehungen und engen Lieferantenbeziehungen, soll im Jahr 2024 weiter gefestigt werden und vor allem nachhaltig ausgebaut werden.

Um die Kundenbeziehungen zu verbessern, wurde im Geschäftsjahr 2021 zusammen mit dem Vermieter unserer Geschäftsräume gemeinschaftlich die Errichtung eines Labors / Center of Excellence begonnen, welches seit Januar 2022 betrieben wird. Im Jahr 2022 und 2023 wurde in weitere Maschinen für den Bereich Personal Care investiert. Im Geschäftsjahr ist es uns gelungen, wesentliche Mitarbeiter zur Verwirklichung unserer Wachstumsstrategie an Bord zu nehmen. Einen besseren Marktzugang versprechen wir uns aus dem Erwerb der Kundenliste.

Auch weiterhin gelten unter der Leitung von "Univar Solutions" die nachfolgenden Prinzipien: "Innovate", "Grow", "Together". Ziel der Ausrichtung ist es, durch die Beziehung zwischen unseren Mitarbeitern und unseren Kunden bzw. Lieferanten einen maximalen Nutzen für unsere Geschäftspartner zu erzielen. Diese Unternehmenskultur wird seither gelebt und ausgebaut, sodass die Univar Solutions GmbH ein guter Geschäftspartner für Kunden und Lieferanten ist. Mitarbeiterschulungen, welche u.a. auf europäischer Ebene organisiert und durchgeführt werden, sollen die Mitarbeiter bei der Umsetzung der oben genannten Kultur unterstützen, um auch länderübergreifend als ein Univar zu agieren. In diesem Zusammenhang investierte die Univar Solutions GmbH in ein neues ERP-System, welches mehr Analyse und Optimierungsmöglichkeiten bietet. Das System wurde per 1. November 2022 erfolgreich implementiert.

Der Krieg in der Ukraine und die Lieferung von Öl und Gas an die westliche Chemieindustrie werden für die Entwicklungen entscheidend sein, natürlich auch für den deutschen Chemiemarkt. Wir erwarten weitere Einschränkungen beim Transport. Die Produktversorgung hingegen dürfte sich in vielen Segmenten weiter verbessern, so dass das Preismanagement auch dieses Jahr eine zentrale Rolle einnehmen wird.

Das 1. Quartal 2024 zeigt bisher eine erfreuliche Entwicklung. Der Umsatz wird sich gegenüber dem Vorjahr spürbar erhöhen. Auch das EBITDA wird gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 signifikant ansteigen.

Die Zielerreichung ist insbesondere von dem weiteren Verlauf globalen Krisen, der Inflation in Deutschland, dem erfolgreichen Fokus auf Großkunden, aber auch von der erfolgreichen Marktbearbeitung vieler Unternehmen des Mittelstands abhängig. Außerdem muss die Univar Soluti-ons GmbH sich noch besser positionieren, um bei Großkundenauktionen teilnehmen zu können.

 

Essen, den 31. Mai 2024

Univar Solutions GmbH

Paul Bryant, Geschäftsführer

Richard Nigel Hayes, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 857.818,60 518
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 291.685,40 302
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 713.269,28 562
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 273
1.004.954,68 1.137
1.862.773,28 1.655
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 1.109.291,66 1.396
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.726.313,10 6.487
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 15.358.689,75 16.967
3. Sonstige Vermögensgegenstände 611.951,84 290
20.696.954,69 23.744
21.806.246,35 25.140
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 62.688,42 151
23.731.708,05 26.946

PASSIVA

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 10.000.000,00 10.000
II. Gewinnvortrag/Verlustvortrag (-) 6.449.995,13 945
III. Jahresüberschuss 3.608.470,44 5.505
20.058.465,57 16.450
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 70.653,00 85
2. Steuerrückstellungen 579.990,00 2.648
3. Sonstige Rückstellungen 508.331,04 2.103
1.158.974,04 4.836
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 137.580,37 135
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 137.580,37 (Vj. TEUR 135)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 841.198,05 1.693
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 841.198,05 (Vj. TEUR 1.693)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.383.784,59 2.922
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 1.383.784,59 (Vj. TEUR 2.922)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 71.705,35 820
davon aus Steuern EUR 71.705,35 (Vj. TEUR 504)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr EUR 19.230,49 (Vj. TEUR 820)
2.434.268,36 5.570
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 80.000,08 90
23.731.708,05 26.946

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 53.881.777,04 72.636
2. Sonstige betriebliche Erträge 38.889,97 382
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 29.741,37 (Vj. TEUR 248)
53.920.667,01 73.018
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.232.557,00 51.906
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.285.984,88 2.915
40.518.541,88 54.821
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.451.693,19 6.047
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 766.778,48 772
davon für Altersversorgung EUR 24.119,44 (Vj. TEUR 28)
5.218.471,67 6.819
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 428.647,16 168
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.341.468,95 3.574
3.770.116,11 3.742
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 836.314,43 298
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 820.408,43 (Vj. TEUR 289)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.521,11 9
davon an verbundene Unternehmen EUR 4.407,11 (Vj. TEUR 4)
davon aus der Abzinsung EUR 5.114,00 (Vj. TEUR 5)
826.793,32 289
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.624.044,00 2.13
1.468
10. Ergebnis nach Steuern 3.616.286,67 5.512
11. Sonstige Steuern 7.816,23 7
12. Jahresüberschuss 3.608.470,44 5.505

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten. Als mittelgroße Kapitalgesellschaft haben wir von den laut § 288 Abs. 2 HGB möglichen Erleichterungen bei den Angaben im Anhang Gebrauch gemacht. Zur Bestimmung der Größenklassen ist von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht worden, die in 2024 erhöhten Größenkriterien bereits für das Geschäftsjahr 2023 anzuwenden. Die Univar Solutions GmbH hat ihren Sitz in Essen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Essen unter HRB 4095 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das immaterielle Anlagevermögen wird linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibung bewertet. Das bewegliche Sachanlagevermögen wird linear über eine Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben.

Für geringwertige Anlagegüter deren Anschaffungspreise EUR 250 aber nicht EUR 1.000 übersteigen wird ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Anschaffung und den vier folgenden Wirtschaftsjahren mit jeweils 1/5 gewinnmindernd aufgelöst wird (§ 6 Abs. 2a EStG).

Die Warenbestände sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen Rechnung getragen. Fremdwährungsforderungen sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Liquide Mittel sind zu Nennwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde gemäß § 250 HGB gebildet. Er enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die zu Aufwendungen in kommenden Perioden führen.

Tatsächliche Ertragsteuern werden mit dem Betrag der erwarteten Zahlung bzw. Erstattung angesetzt. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Schulden in der Bilanz nach HGB und der Steuerbilanz sowie aus voraussichtlich realisierbaren steuerlichen Verlustvorträgen. Aufgrund eines Aktivüberhangs latenter Steuern besteht ein Aktivierungswahlrecht. Die Univar Solutions GmbH nimmt dieses Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in Anspruch und verzichtet auf eine Bilanzierung.

Rückstellungen für Pensionen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" (wie schon im Vorjahr) von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Rechnungszins betrug 1,82 % nach 1,78 % im Vorjahr. Der Rechnungszins basiert auf § 253 Abs. 2 HGB und umfasst eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre. Rentenanpassungen sind mit 2,00 % p.a. unverändert zum Vorjahr berücksichtigt. Es besteht ein ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von EUR 3.361 (Vj.: EUR 15.452).

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Rückzahlungs- bzw. Erfüllungsbeträgen bilanziert. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist nachfolgend wiedergegeben.

Entwicklung des Anlagevermögens

01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
Euro Euro Euro Euro Euro
Anschaffungskosten
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.570.247,27 616.000,00 0,00 0,00 5.186.247,27
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 311.916,40 0,00 0,00 0,00 311.916,40
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 926.804,72 23.145,31 273.536,44 19.948,33 1.203.538,14
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 273.536,44 0,00 -273.536,44 0,00 0,00
1.512.257,56 23.145,31 0,00 19.948,33 1.515.454,54
6.082.504,83 639.145,31 0,00 19.948,33 6.701.701,81
Abschreibungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.052.083,06 276.345,61 0,00 0,00 4.328.428,67
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 9.744,58 10.486,42 0,00 0,00 20.231,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 364.831,13 141.815,13 0,00 16.377,40 490.268,86
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
374.575,71 152.301,55 0,00 16.377,40 510.499,86
4.426.658,77 428.647,16 0,00 16.377,40 4.838.928,53
Buchwerte
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 518.164,21 857.818,60
II. Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 302.171,82 291.685,40
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 561.973,59 713.269,28
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 273.536,44 0,00
1.137.681,85 1.004.954,68
1.655.846,06 1.862.773,28

(2) Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ergeben sich mit TEUR 15.118 im Wesentlichen aus Cash-Pooling. Darüber hinaus bestehen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sowie noch nicht berechneten Dienstleistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich im Wesentlichen aus Ertragssteuerforderungen (TEUR 456, Vj.: TEUR 0) sowie Umsatzsteuerforderungen (TEUR 68, Vj.: TEUR 49) zusammen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind kurzfristig.

Forderungen gegen Gesellschafter liegen wie im Vorjahr nicht vor.

(3) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände in Form einer Rückdeckungsversicherung gesichert. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Entwicklung der bilanzierten Pensionsverpflichtung ist nachstehend abzulesen:

31.12.2023
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (in TEUR)
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen 290
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherung 219
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellung) 71

(4) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen in der Hauptsache aus Rückstellungen für Mitarbeiterboni (TEUR 122, Vj.: TEUR 927), Resturlaubsansprüche von Mitarbeitern (TEUR 112, Vj.: TEUR 96) sowie Jubiläumsansprüche von Mitarbeitern (TEUR 27, Vj.: TEUR 28). Außerdem wurden Rückstellungen für Kundenboni (TEUR 55, Vj.: TEUR 187), Wirtschaftsprüfungs- und Beratungskosten (TEUR 63, Vj.: TEUR 46), Regressansprüche aus Schadensfällen (TEUR 29, Vj.: TEUR 29) sowie für Archivierung (TEUR 21, Vj.: TEUR 21) gebildet.

Mit Ausnahme der Jubiläumsrückstellung sind sämtliche sonstigen Rückstellungen kurzfristig.

(5) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ergeben sich aus Lieferungen und Leistungen sowie noch nicht berechneten Dienstleistungen.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten für noch ausstehende Eingangsrechnungen für Waren-, Speditions- und Lagerleistungen enthalten. Außerdem werden Verbindlichkeiten aus dem Umgliederungsbetrag der kreditorischen Debitoren gezeigt.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr kurzfristig und weder durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin liegen wie im Vorjahr nicht vor.

(6) Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst einen vom Vermieter erhaltenen Investitionszuschuss in Höhe von TEUR 80 nach TEUR 90 im Vorjahr. Dieser wird seit dem Jahr 2022 über die Laufzeit des Mietvertrages von 10 Jahren ratierlich aufgelöst.

(7) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse aus Bankbürgschaften.

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen

31.12.2023
EUR
fällig 2024 465.398
fällig 2024 - 2026 653.964
1.119.362

Die Leasingverpflichtungen beziehen sich hauptsächlich auf Betriebsfahrzeuge. Die Verpflichtungen aus Mietverträgen betreffen im Wesentlichen zukünftige Mietausgaben für das Bürogebäude in Essen.

Erteilte Investitionsaufträge lagen zum 31. Dezember 2023 nicht vor.

Verpflichtungen aus Devisentermingeschäften

Ein Teil des Großkundengeschäftes wird in US-Dollar abgewickelt. Die Univar Solutions GmbH sichert das daraus entstehende Fremdwährungsrisiko unter Berücksichtigung von Ansprüchen und Verpflichtungen gleicher Währung und Laufzeit ab, wobei als Sicherungsinstrumente Devisentermingeschäfte und Swapgeschäfte eingesetzt werden. Eine ausführlichere Beschreibung der Absicherung wird im Lagebericht getätigt.

Art der Derivate USD Swap
Nominalbetrag TEUR 81
Beizulegender Wert TEUR 0,3

Die Bewertung erfolgt gemäß der Mark-to-Market Methode.

Sämtliche derivativen Finanzinstrumente haben eine Laufzeit von weniger als sechs Monaten.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind konzerninterne Managementleistungen in Höhe von TEUR 3.125 (Vj.: TEUR 4.424) enthalten. Analog dazu sind konzerninterne Aufwendungen für Managementleistungen in Höhe von TEUR 2.286 (Vj.: TEUR 2.915) den bezogenen Leistungen zugeordnet.

(9) Periodenfremde und außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen

In den Umsatzerlösen und in den bezogenen Leistungen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 278 (Vj.: TEUR 341) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vj.: TEUR 67) enthalten. Diese periodenfremden Erträge und Aufwendungen, sind Vorjahresanpassung für konzerninterne Managementleistungen, welche anhand von finalen Jahresabschlüssen nachberechnet werden. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 84 enthalten.

Außerdem sind Erträge in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von TEUR 27 für vergangene Steuerjahre enthalten.

Im Zusammenhang mit einer Restrukturierungsmaßnahme entstanden im Vorjahr außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 862. In 2023 belaufen sich diese Aufwendungen auf TEUR 0.

(10) Ergebnis nach Ertragsteuern

Der Gewinn nach Steuern vom Einkommen und Ertrag belief sich auf TEUR 3.608 im Vergleich zu einem Vorjahresgewinn in Höhe von TEUR 5.505.

Sonstige Angaben

(11) Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 59 Angestellte. Im Vorjahr wurden durchschnittlich 66 Mitarbeiter beschäftigt. Die Teilzeitbeschäftigten werden bei der Berechnung zu 100 % berücksichtigt, Geschäftsführer und Auszubildende sind hierin nicht enthalten.

(12) Organe der Gesellschaft

Neben der Gesellschafterversammlung hat die Gesellschaft folgende Geschäftsführer:

Paul Bryant, Vice President - Finance, Holmfirth / UK

Richard Nigel Hayes, Regional Vice President, Burbage / UK

Die Geschäftsführer erhielten keine Bezüge der Univar Solutions GmbH.

Für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 289.679 dotiert.

(13) Angaben zum Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Windsor Holdings III, LC. (USA) als oberste Muttergesellschaft einbezogen. Der Konzernabschluss ist auf Wunsch am Sitz der Gesellschaft in Downer's Grove, Illinois (USA), erhältlich.

(14) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen gelten sämtliche Einzelpersonen oder Unternehmen, welche von Unternehmen beeinflusst werden können oder solche, die selbst das Unternehmen beeinflussen können.

Innerhalb der Univar-Gruppe beziehen und erbringen verschiedene Konzernunternehmen im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit unterschiedliche Leistungen von bzw. für nahestehende Unternehmen. Solche Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt. Dienstleistungen werden aufgrund bestehender Verträge abgerechnet. Soweit Finanzverbindlichkeiten bestehen, werden diese zu marktüblichen Konditionen verzinst.

Geschäfte mit Personen in Schlüsselpositionen liegen nicht vor.

(15) Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 3.608.470,44 auf neue Rechnung vorzutragen und mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen.

 

Essen, den 31. Mai 2024

Univar Solutions GmbH

Paul Bryant, Geschäftsführer

Richard Nigel Hayes, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Univar Solutions GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Univar Solutions GmbH, Essen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Univar Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungsle-gungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 4. September 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Koopmann, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 4. Oktober 2024

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

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