DURAG data systems GmbH
Selbe AdresseBereitstellung von Datenverarbeitungsdiensten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Max Gösta Dreckmann seit 6.5.2020 | Geschäftsführer |
Fabien Roger Guy Burato seit 5.9.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Huelsenberg Holding GmbH & Co. KGPinnebergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg1. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1 Darstellung der Geschäftstätigkeit des Konzerns Der Huelsenberg-Konzern ist eine über die Jahre planvoll diversifizierte Unternehmensgruppe, die sich auf die folgenden vier Geschäftsbereiche konzentriert:
Die operative Führung der vier Geschäftsbereiche des Huelsenberg-Konzerns erfolgt durch vier Aktiengesellschaften, die der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, durch Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge untergeordnet sind. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG mit den die Geschäftsbereiche führenden Tochtergesellschaften stellt sich wie folgt dar:
In dem Geschäftsfeld Agrar führt die UNION AGRICOLE HOLDING Aktiengesellschaft, Pinneberg, Bereiche für die nationale und internationale Produktion und den Vertrieb von Tierernährung, Hygiene, Konservierung und sonstiger Produkte zur artgerechten und qualitativ hochwertigen Haltung und Fütterung von Nutztieren. Die Biotic Science Holding AG, Pinneberg, ist in dem Geschäftsfeld der probiotischen Biotechnologie, Enzyme und Algen tätig, in dem innovative Produkte für die Ergänzung oder Konservierung von Tiernahrung, für die Verbesserung und Stärkung von Böden und Pflanzen und zunehmend für den Einsatz in agrarfremden Bereichen erforscht, entwickelt und produziert werden. In der Sparte Microbial Additives werden zunehmend verschiedene Produkte, die lebensfähige Milchsäurebakterien enthalten, für die Futter- und Lebensmittelindustrie hergestellt. In der Sparte Biotech werden in Dienstleistung maßgefertigte Enzympräparate, vor allem für die Pharma- und Lebensmittelindustrie, hergestellt. Die Enbycon Holding AG, Pinneberg, betreibt die Konzernaktivitäten im Geschäftsbereich der Erneuerbaren Energien. Dabei konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten auf die dem Agrarbereich naheliegenden Biogasanlagen. Schwerpunkte sind die Betriebsoptimierung durch den Vertrieb von Biokatalysatoren und weiteren Zusatzstoffen sowie Additiven mit ergänzender Beratung der Anlagenbetreiber und Dienstleistungen wie die Analytik von Proben zur Prozessüberwachung der Bioreaktoren. In dem Geschäftsfeld Industrielle Mess- und Regelungstechnik führt die DURAG Holding AG, Hamburg, eine Anzahl von national und international angesiedelten Tochtergesellschaften, die als weltweit aufgestellte Anbieter in Nischenmärkten der Umweltüberwachungs- und Feuerungstechnik, des Emissions- und Prozessdatenmanagements sowie der Tunnelsensorik tätig sind. In den letzten Jahren konnten die Geschäftsbereiche Immissionsanalyse mit Messtechnik für Feinstaub und Nanopartikel und Mehrkomponenten-Gasanalyse deutlich ausgebaut werden. Die Huelsenberg-Gruppe verfolgt die Strategie, gesundes Wachstum durch lösungs- und kundenorientierte Produkte und Dienstleistungen zu generieren. Der Schwerpunkt liegt hierbei darin, organisch zu wachsen und die damit verbundenen Synergien zu nutzen, wobei auch Akquisitionen und Kooperationen, sofern sie sinnvoll die bestehenden Geschäftsbereiche ergänzen, getätigt werden. Ein besonderer Fokus liegt in der weiteren Globalisierung der Tätigkeiten, um damit den wachsenden Ansprüchen der Kunden und des Marktes gerecht zu werden. Dementsprechend werden die historisch gewachsenen Strukturen ständig den markt- und kundenspezifischen Anforderungen sowohl operativ als auch strukturell angepasst. 1.2 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branchen Die für 2022 erwartete wirtschaftliche Erholung ist ausgeblieben. Aufgrund des Einmarschs von Russland in die Ukraine Ende Februar 2022, wurden durch die internationale Gemeinschaft umfangreiche Sanktionen gegen Russland erlassen. Die hohe Abhängigkeit Europas und insbesondere Deutschlands von russischem Gas führte in der Folge zu stark steigenden Energie- und Rohstoffpreisen. Die allgemeine Verunsicherung der Märkte in Folge des Krieges sowie die historisch hohen Inflationsraten in der EU aber auch in den USA trübten die Konjunktur deutlich. Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2022 um 3,1 % gewachsen, nachdem sie im Jahr 2021 noch um 5,7 % wachsen konnte. Das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands ist im Jahr 2022 trotz Energiekrise, einer Inflationsrate von durchschnittlich 7,9 % und Lieferkettenproblemen um 1,8 % (2021: 2,7 %) gewachsen. Gestützt wurde das Wachstum durch den privaten Konsum sowie die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung. Verbraucherinnen und Verbraucher gaben im Jahr 2022 fast so viel aus wie vor der Corona-Pandemie. So wurde nachgeholt, was während der Pandemie nicht möglich war wie z.B. Reisen, Restaurantbesuche und Kultur. Die Wirtschaftsleistung der EU-27 ist um 3,1 % gestiegen, damit geringer als das im Jahr 2021 erreichte Wachstum von 5,0 %. Nachdem die US-Wirtschaft im Jahr 2021 um 5,6 % gewachsen ist, verlangsamte sich das Wachstum im Geschäftsjahr auch hier spürbar. Das US-Bruttoinlandsprodukt konnte im Jahr 2022 um 2,1 % gesteigert werden. Ebenso wie in Europa belasten auch hier Probleme bei der Beschaffung von Vorprodukten und die hohe Inflationsrate das Marktgeschehen. Zudem wurde die wirtschaftliche Aktivität durch eine Reihe von Leitzinserhöhungen der US-Notenbank Fed gedämpft. Auch die Wirtschaft der Länder Asiens und hier insbesondere Chinas ist deutlich langsamer gewachsen als noch im Jahr 2021. In China ist das Wachstum infolge der dortigen Immobilienkrise und der strikten Corona-Eindämmungspolitik stark zurückgegangen. In vielen Entwicklungsländern hat sich die Ernährungssicherheit in Folge des Einbruchs der ukrainischen Lebensmittelexporte nach Kriegsbeginn und steigender Lebensmittelpreise deutlich verschlechtert. In Indien bremsten Zinserhöhungen das Wachstum der Wirtschaftsleistung. Nachdem das Wachstum im Jahr 2021 noch 9,0 % betragen hatte, reduzierte es sich im Jahr 2022 auf 6,8 %. Zudem belasteten die abkühlende Weltkonjunktur sowie ein geringerer Konsum das Wachstum. Trotz weiterhin hoher Rohstoffpreise hat sich das Wirtschaftswachstum auch in vielen Schwellenländern verlangsamt, so betrug das Wirtschaftswachstum in Lateinamerika in Jahr 2022 3,6 % (Vorjahr: 6,6 %). In Brasilien lag das Wirtschaftswachstum bei 2,9 %. Die auch nach der Präsidentschaftswahl anhaltende politische Unsicherheit, die restriktive Geldpolitik der Notenbanken und die kaufkraftzehrende Inflation führten zu einer deutlich gesunkenen Inlandsnachfrage im Vergleich zum Vorjahr. Die Märkte der DURAG-Gruppe sind global, insofern nimmt die DURAG-Gruppe grundsätzlich an den allgemeinen Entwicklungen dieser Regionen teil. Allerdings sind die Produkte der Gruppe als Teil langfristiger Investitionsgüter in der Regel in ausgedehnte zyklische Projekte eingebunden, die zwar auch von den Bedingungen der Kapitalmärkte beeinflusst werden, aber weniger starken Schwankungen unterliegen als kurzfristige Investitions- oder Konsumgüter. In der Biotic Science Holding AG und ihrem zunehmenden Drittgeschäft für die Biotech-, Lebensmittel- und Pharmaindustrie besteht eine Abhängigkeit von den Projekten und Märkten der global angesiedelten Kunden und deren Entwicklung. So können wirtschaftliche oder politische Änderungen schnell zu Änderungen in der Auftragslage führen, die es dann gilt auszugleichen. Die Geschäftsbereiche Agrar und Erneuerbare Energien, sowie die für diese Geschäftsbereiche produzierenden Unternehmen der Biotic Science-Gruppe, sind vorwiegend von den Entwicklungen in der Landwirtschaft und den politischen Rahmenbedingungen abhängig. Die bundesdeutsche Getreideernte (einschließlich Körnermais) lag mit 43,5 Mio. t 3,1 % über dem Vorjahresergebnis und entsprach damit in etwa der durchschnittlichen Erntemenge der Jahre 2016 bis 2021. Grund für das verbesserte Ernteergebnis waren eine etwas größere Anbaufläche und höhere Hektarerträge. Die globale Versorgungslage mit Getreide hat sich aufgrund der schlechteren Ernte, der nur ein geringer Rückgang beim Verbrauch gegenübersteht, weiter verschlechtert. Dies und die geringeren Exporte aus der Ukraine sowie Sorgen über eine global sichere Versorgungslage führten zu einem steigenden Weltmarktpreis für Getreide. Die Welt-Sojabohnenernte ist um 10,0 % höher ausgefallen als im Vorjahr, was insbesondere auf deutlich höhere Erntemengen in Brasilien, Argentinien und Paraguay zurückzuführen ist. Im Jahr 2022 ist die globale Fleischerzeugung nach Angaben der Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) um 1,2 % (Vorjahr: 4,2 %) gewachsen. Grund für diese Entwicklung sind vor allem kräftige Wiederaufstockungen der Schweinebestände in China und anderen Ländern Südostasiens nach Überwindung der Afrikanischen Schweinepest. Die EU-27 ist mit rund 43,3 Mio. t nach China und den USA der weltweit drittgrößte Fleischerzeuger. Deutschland, Frankreich und Spanien sind die bedeutendsten Fleischproduzenten in der EU. Bereits 2018 hat Spanien Deutschland bei der Zahl der gehaltenen Schweine überholt und ist damit zum größten Schweinehalter in der EU geworden. Immer höhere Anforderungen und Kosten hinsichtlich Umwelt- und Tierschutz belasten die deutsche Schweineerzeugung. Von einem relativ hohen Ausgangsniveau ist die deutsche Fleischerzeugung seit 2016 rückläufig. Im Jahr 2022 produzierten die gewerblichen Schlachtunternehmen 7,0 Mio. t Fleisch, das waren gut 8 % weniger als im Jahr 2021. Dominierend ist weiterhin das Schweinefleisch, das im Jahr 2022 einen Anteil von 55 % an der gesamten deutschen Fleischerzeugung hatte. Der Export von Schweinefleisch hat für die EU weiterhin eine große Bedeutung, sie ist auch im Jahr 2022 der mit Abstand weltweit größte Exporteur von Schweinefleisch. Der chinesische Importbedarf an Schweinefleisch ist deutlich rückläufig, da die chinesische Schweinefleischproduktion nahezu wieder das Niveau wie vor dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest erreicht hat. Unter den Lieferländern nehmen Spanien, Brasilien und die USA - wie schon im Vorjahr - die Spitzenposition ein. Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland im September 2020 und des damit verbundenen Importstopps ist Deutschland für China kein Lieferland mehr. Die Zahl der Schweine, die in Deutschland gehalten werden, ist auch im Jahr 2022 gesunken. Sie beträgt nun 21,4 Mio. (Vorjahr: 23,6 Mio.; -9,3 %), dies ist der niedrigste Schweinebestand seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990. Die Zahl der Betriebe, die Schweine halten, ist ebenfalls weiter um 10,1 % auf 16.900 gesunken. Die Zahl der Betriebe mit Schweinehaltung ist in Deutschland in der zurückliegenden Dekade um mehr als ein Drittel (39,1 %) gesunken. Die fortschreitende Konzentration im Schlachtviehbereich zeigt sich auch darin, dass viele Schlachtunternehmen durchgehende Verarbeitungsketten vom lebenden Tier bis zum verpackten Frischfleisch oder zur Wurst aufgebaut haben. Der Rinderbestand in Deutschland hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verringert und liegt bei 11,0 Mio. Tieren. Auch die Zahl der Milchkühe liegt unverändert bei 3,8 Mio. Im Jahr 2022 haben 2.640 Betriebe die Rinderhaltung aufgegeben, dies hatte zur Folge, dass die Zahl der rinderhaltenden Betriebe mit 128.523 einen neuen Tiefstwert erreicht hat. Die Anzahl der Betriebe, die Milchkühe halten, verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 % auf 53.677. Die Erlössituation der schweinehaltenden Betriebe - Produktion von Schweinefleisch und Ferkeln - und der rinderhaltenden Betriebe - Produktion von Milch und Rindfleisch -, haben sich im Jahr 2022 sehr unterschiedlich entwickelt. Zu Jahresbeginn lag der Schlachtpreis für Schweine der Handelsklasse E bei € 1,23 je kg Schlachtgewicht. Grund für dieses niedrige Preisniveau waren der fehlende Export und eine reduzierte Inlandsnachfrage nach Schweinefleisch. Bei gleichzeitig sehr hohen Futterpreisen führte dies zu einer schwierigen wirtschaftlichen Situation vieler schweinehaltender Betriebe. Im Laufe des zweiten Halbjahres stieg der Erzeugerpreis infolge der Angebotsverknappung deutlich und erreichte im September mit € 2,10 je kg Schlachtgewicht seinen Höchsttand. Zum Jahresende lag er schließlich bei € 2,00 je kg Schlachtgewicht. Zum Jahresbeginn betrug der Erzeugerpreis für Ferkel gemäß VEZG € 23,00 je 25-kg-Ferkel. Eine kostendeckende Produktion war zu diesem Preis, insbesondere bei deutlich gestiegenen Betriebskosten, nicht möglich. Im Laufe des Jahres erholte sich der Preis und lag zum Jahresende bei € 61,00 je 25-kg-Ferkel. Die Weltmilchmenge ist im Jahr 2022 lediglich um 0,6 % gestiegen, dies ist der geringste Zuwachs in den letzten zwei Jahrzehnten. Die größten Produktionszuwächse wurden in Indien, Pakistan und China erzielt. Wie schon in den Vorjahren ist Indien weltweit größter Milcherzeuger vor der EU und den USA. Die EU konnte allerdings im Jahr 2017 Neuseeland vom Platz des weltgrößten Exporteurs von Milch und Milchprodukten verdrängen und diesen Platz auch 2022 verteidigen. Hauptimporteure sind die Länder Asiens. Die EU-weit produzierte Milchmenge lag 0,5 % über dem Vorjahreswert. Die in Deutschland erzeugte Milchmenge ist auf den niedrigsten Stand seit 2017 gesunken. Grund für das rückläufige Volumen sind der fortschreitende Strukturwandel in der Milchviehhaltung sowie hohe Kosten für Kraftfutter, Dünger und Energie. Im Jahr 2022 lag der Preis bei durchschnittlich € 0,53 je kg konventionell erzeugter Milch und damit 17 €-Cent höher als in 2021. Die Rinderpreise in der EU lagen auf das gesamte Jahr gesehen deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Erzeugung von Rindfleisch hat sich in der EU und in Deutschland im Jahr 2022 weiter verringert, wohingegen der Pro-Kopf-Verbrauch relativ stabil war. Der Erzeugerpreis für Schlachtbullen der Handelsklasse R3 ist um 25,0 % auf € 5,10 je kg Schlachtgewicht gestiegen. Insgesamt hat sich der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr um € 12,5 Mrd. bzw. rund 23 % erhöht und liegt bei € 73 Mrd. Gegenüber 2021 ist insbesondere der Produktionswert der tierischen Erzeugung aufgrund der starken Preissteigerungen bei Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch sowie Eiern und Milch gestiegen. Der Rückgang der Tierbestände in Deutschland hat auch Auswirkungen auf die Futtermittelwirtschaft. So ist die produzierte Mischfuttermenge gemäß dem Deutscher Verband Tiernahrung e.V. (DVT), Bonn, gegenüber 2021 um 6,0 % bzw. 1,4 Mio. t deutlich gesunken und liegt nur noch bei 22,0 Mio. t. Mit über 9 % ist der Produktionsrückgang beim Futter für Schweine besonders hoch. Die Mineralfutterproduktion folgte bundesweit dem allgemeinen Trend und ist ebenfalls gesunken. 1.3 Entwicklung der Geschäftstätigkeit - Konzern Der Huelsenberg-Konzern konnte sich trotz der schwierigen Rahmenbedingungen auch im Jahr 2022 insgesamt positiv entwickeln. Die folgenden Kennzahlen geben einen Überblick über die Entwicklung des Huelsenberg-Konzerns im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021:
Im Folgenden wird die Entwicklung der vier Geschäftsbereiche jeweils kurz dargestellt. 1.3.1 Entwicklung Konzernbereich Agrar Die Entwicklung des Geschäftsbereichs Agrar, und hier besonders die des deutschen Teils, wurde im Geschäftsjahr 2022 geprägt durch die nochmals verschlechterte Stimmungslage in der deutschen Landwirtschaft. Als Gründe hierfür werden die fehlende Planungssicherheit, die politischen Rahmenbedingungen ebenso wie gestiegene Rohstoff-, Betriebsmittel- und Energiepreise genannt. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen konnte der Agrarbereich sich im Geschäftsjahr behaupten. Aufgrund der wesentlichen Preissteigerungen hat sich die Rohmarge insgesamt jedoch verringert. Der Rohstoffbedarf wird durch langjährige nachhaltige Lieferantenbeziehungen und eine proaktive risikominimierende Einkaufspolitik abgedeckt. Der Einkauf der Unternehmen des Agrarbereichs ist maßgeblich von den Rohstoffen zur Herstellung von Misch- und Mineralfutter bestimmt. Diese umfassen insbesondere Soja- und Rapsschrot, Getreide, Aminosäuren, Vitamine und Phosphate. In Folge des Ukraine-Krieges und der Auswirkungen auf die Energiebeschaffung kam es zu deutlichen Schwankungen in der Versorgungsicherheit mit Rohstoffen. Die Verteuerung und Verknappung einzelner Rohstoffe hatte zur Folge, dass Rezepturen angepasst werden mussten. Teilweise führte dies auch dazu, dass die Markteinführung einzelner Produkte gedrosselt oder verschoben werden musste. Das Geschäft in der Landwirtschaft ist durch kurzfristige Bestellungen geprägt. Dementsprechend besteht kein Auftragsbestand, der eine nennenswerte Umsatzreichweite darstellt. 1.3.2 Entwicklung Konzernbereich Biotechnologie Im Jahr 2016 hat der Konzernbereich im Rahmen der Neuausrichtung der Exportstrategie diverse neue Aufgabenbereiche übernommen. Hierzu gehört unter anderem die Übernahme der Verantwortung für den nord- und südamerikanischen Markt. Durch die wiedereinsetzende Reisetätigkeit nach dem Wegfall der meisten Corona-Beschränkungen konnten neue Kunden sowohl in bestehenden Märkten gewonnen als auch neue Märkte u.a. im Mittleren Osten und Südamerika erschlossen werden. Die LACTOSAN GmbH & Co. KG, Kapfenberg (Österreich), produziert sowohl für konzerninterne Kunden als auch im Auftrag von externen Kunden in anderen Industrien. Diese schätzen die über die Jahre entwickelte Kompetenz, in komplexen und mit modernster Technologie ausgestatteten Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsprozessen, professionell Starterkulturen und Microbial Additives entwickeln, weiterentwickeln und reproduzieren zu können. Die Tilco-Alginure GmbH vertreibt ihre auf Algenbasis hergestellten biologischen Bodenverbesserer, Pflanzenschutz-, Dünge- und Futtermittel sowie Produkte für den Einsatz in Biogasanlagen, Kläranlagen und zur Tankreinigung auch an fremde Dritte. Die Umsätze mit Dritten aus dem Verkauf von Futtersäuren und Futterkonservierung, Enzymen, Spurenelementen und Siliermitteln sowie Probiotika konnten um 18,1 % gesteigert werden. Dementsprechend konnten die gestiegenen Materialaufwendungen (+ 21,2 %), die höheren Aufwendungen für das Personal, auch aufgrund von Mehrarbeit (+10,9 %) sowie höhere Vertriebs- (+45,7 %) und Betriebsaufwendungen (+25,6 %) ausgeglichen und ein gesteigertes Betriebsergebnis im Geschäftsbereich Biotechnologie erzielt werden. 1.3.3 Entwicklung Konzernbereich Erneuerbare Energien Das Jahr 2022 war ein turbulentes Jahr für die deutsche Biogasbranche. Zeitweise hatte Biomasse den drittgrößten Anteil am Energiemix in Deutschland nach Kohle- und Atomstrom. Biogasanlagen in der Direktvermarktung konnten ihren Strom zu hohen Preisen an der Börse verkaufen. Die positive Erfahrung wurde durch die Mitte des Jahres beginnende Diskussion über eine rückwirkende Abschöpfung von Übergewinnen getrübt und führte in der Folge zu Unmut bei den Betreibern und zu einem Stillstand bei Investitionen. Zum Jahresende wurde dann die Gewinnabschöpfung für größere Anlagen ab 1 MW installierter elektrischer Leistung eingeführt. Auch die Kosten der Biogasproduktion sind im Geschäftsjahr deutlich gestiegen. Neben den gestiegenen Kosten für Genehmigungen und technischen Service und Wartungen betraf dies insbesondere auch die Substratbeschaffungskosten. Die beschriebenen Entwicklungen führten dazu, dass auch im Jahr 2022 kaum neue Biogasanlagen in Deutschland gebaut wurden. Zudem ist eine Zentralisierung zu größeren Betreibergruppen bzw. Investoren zu beobachten. Dies bedeutet, dass sich mehr Wettbewerber um weniger und teilweise größere Kunden bemühen, was einen Verdrängungswettbewerb zur Folge hat. Die bereits etablierten Biogasmärkte (Italien, Tschechien, Niederlande, Frankreich, Großbritannien) werden auch in den nächsten Jahren zu den bedeutendsten Märkten zählen. Allerdings entwickelt sich der Neubau von Biogasanlagen auch in diesen Märkten schleppend. In einer zunehmenden Anzahl an Ländern außerhalb Europas werden Biogasanlagen geplant, die organische Reststoffe vergären. Aufgrund der großen Mengen vorhandener Biomasse haben der südamerikanische und der US-amerikanische Markt das größte Entwicklungspotenzial. Im internationalen Bereich zeichnet sich zudem ab, dass die Gasaufbereitung anstelle der Verstromung des Biogases eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Die Enbycon-Gruppe konnte sich in diesem schwierigen Marktumfeld behaupten und ihre Umsätze um 12,4 % steigern. Der überproportionale Anstieg des Materialaufwands (+15,5 %) konnte, auch durch den Rückgang der Personalkosten aufgrund von Renteneintritten, ausgeglichen und somit das im Vorjahr wesentlich reduzierte Betriebsergebnis des Konzernbereichs normalisiert werden. Der Einkauf der relevanten Optimierungs-Produkte beschränkt sich im Wesentlichen auf Rohstoffe, die im Huelsenberg-Konzern hergestellt werden. Damit besteht eine hohe Liefersicherheit, die die Enbycon-Gesellschaften hervorragend bei der Versorgung ihrer Kunden und ihrem Angebot im Markt unterstützt. 1.3.4 Entwicklung Konzernbereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik Die DURAG-Gruppe erzielt einen großen Teil ihres Umsatzes aus dem Projektgeschäft. Im Jahr 2022 konnte der Konzernbereich seinen Außenumsatz um 11,4 % steigern. Die größten absoluten Umsatzzuwächse konnten ebenso wie im Vorjahr in Deutschland (+7,8 %) und in der EU (+12,9 %) und hier vor allem in Frankreich erzielt werden. Der Umsatz in Europa trägt mit 57,8 % (Vorjahr: 58,0 %) zum Gesamtumsatz der DURAG-Gruppe bei. Das Geschäft in Asien hat sich insbesondere aufgrund der Nachfrage nach Staubmessgeräten im Geschäftsjahr erholt und trägt mit 24,2 % (Vorjahr: 25,2 %) wiederum einen erheblichen Teil zu den Gesamtumsätzen der DURAG-Gruppe bei. Auf der Produktseite waren insbesondere Umweltmesssysteme sowie Emissionsauswertesysteme erfolgreich. Die DURAG-Gruppe ist zunehmend ein Anbieter von kompletten Lösungen für ihre Kunden, was den Einsatz eines größeren Spektrums des Produktportfolios ermöglicht. Die Gesellschaften des Unternehmensbereichs Industrieelektronik waren von den Maßnahmen in Folge der Corona-Krise besonders betroffen. Die kontinuierliche Sicherstellung der Rohmaterialien für den Produktionsprozess stellte eine große Herausforderung dar. Besonders im Elektronikbereich traten überdurchschnittliche Lieferzeiten und außergewöhnliche Preissteigerungen auf, die auch im Jahr 2022 teilweise noch anhielten. Verfügbarkeitsprobleme sowie gestiegene Energie- und Logistikaufwendungen führten in sämtlichen Warengruppen zu erheblichen Preissteigerungen. 1.4 Investitionen Der Konzern verfügt über ein Anlagevermögen, das bei Anschaffungskosten in Höhe von € 501,3 Mio. aktuell einen Buchwert von € 234,3 Mio. aufweist. Davon entfallen auf immaterielle Vermögensgegenstände Anschaffungskosten in Höhe von € 42,5 Mio. und Buchwerte von € 4,1 Mio. Auf Sachanlagen entfallen Anschaffungskosten in Höhe von € 444,8 Mio. und Buchwerte von € 216,9 Mio. Die planmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich im Berichtsjahr auf € 20,2 Mio. Die Investitionen der Huelsenberg-Gruppe in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 2022 € 46,3 Mio. und lagen damit € 26,1 Mio. über den verbuchten Abschreibungen. Für zukünftige Investitionen wird angemessene Liquidität vorgehalten. 1.5 Personal Der Huelsenberg-Konzern ist einem intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte ausgesetzt, welche die gesuchten wissenschaftlichen, technologischen oder marktspezifischen Fähigkeiten mitbringen müssen, um den über die Jahre erreichten hohen Qualitätsstandard zu sichern, nachhaltig in den Märkten zu agieren und neue Kunden gewinnen bzw. bestehenden Kunden dienen zu können. Der Konzern vertritt die Ansicht, dass leistungsbereite Mitarbeiter die Grundlage der erreichten Erfolge und des hohen Ansehens sind. So verfügen die Gesellschaften des Konzerns über betriebstreue Belegschaften, die sich überwiegend langfristig für die Huelsenberg-Gruppe engagieren und flexibel sind. Dadurch kann den steigenden Ansprüchen des Marktes durch Leistungsbereitschaft, langjährige Erfahrung und Kompetenz entsprochen werden. Um Mitarbeiter zu binden, werden attraktive Vergütungssysteme unterhalten und vielfältige Möglichkeiten angeboten, sich in den Geschäftsfeldern fort- und weiterzubilden. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen, wird auch die intensive Zusammenarbeit mit Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstituten und Berufsverbänden genutzt. Die Anzahl der durchschnittlich im Jahr festangestellten aktiven Mitarbeiter im Konzern ist im Jahr 2022 um 30 Personen von 1.720 auf 1.750 gestiegen. 2. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 2.1 Ertragslage Die Konzern-Umsatzerlöse i.H.v. € 620,1 Mio. konnten im Berichtsjahr um € 84,4 Mio. (+15,8 %) erneut gesteigert werden. Die Erhöhung ist - neben Preiseffekten - insbesondere durch organisches Wachstum erlangt worden. In Deutschland sind die Umsätze insgesamt um € 47,3 Mio. (+16,5 %) gestiegen. Im übrigen Europa haben sich die Umsätze um € 23,4 Mio. (+12,5 %) erhöht. Außerhalb von Europa stieg der Umsatz um € 13,7 Mio. (+22,5 %). Der Rohertrag, der die Umsatzerlöse, die Bestandsveränderungen und die anderen aktivierten Eigenleistungen unter Berücksichtigung der Materialaufwendungen beinhaltet, hat sich um € 24,3 Mio. (+9,6 %) auf € 276,9 Mio. erhöht. Die Rohertragsmarge hat sich um 2,5 %-Punkte auf 44,7 % verringert. Ursächlich hierfür sind im Verhältnis zu den Umsatzerlösen überproportional gestiegene Materialaufwendungen. Der Personalaufwand erhöhte sich durch die Einstellung neuer Mitarbeiter und vertragliche bzw. tarifliche Anpassungen um € 7,0 Mio. (+5,9 %) auf € 125,2 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um € 11,3 Mio. (+15,2 %) gestiegen. Maßgeblich hierfür sind neben der allgemeinen Preisentwicklung vor allem gestiegene Vertriebsaufwendungen und hier insbesondere gestiegene Ausgangsfrachten. Das Ergebnis vor Ertragsteuern im Konzern ist um € 3,1 Mio. (+5,9 %) auf € 55,2 Mio. und der Konzernjahresüberschuss um € 1,6 Mio. (+4,0 %) auf € 42,5 Mio. gegenüber dem Vorjahr gestiegen. 2.2 Vermögenslage Das Anlagevermögen ist um 11,5 % auf € 234,3 Mio. gewachsen und hat damit einen Anteil von 44,0 % an der Bilanzsumme. Die Vorräte liegen mit € 109,0 Mio. (Anteil an der Bilanzsumme von 20,4 %) rund € 20,0 Mio. über Vorjahresniveau. Der Anstieg betrifft vor allem die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (+32,8 %) sowie die unfertigen Erzeugnisse und unfertigen Leistungen (+24,1 %) und ist, neben dem preisbedingten Anstieg, auf eine höhere Bevorratung, um trotz der aktuellen Engpässe bei Vorprodukten die Lieferfähigkeit sicherstellen zu können, zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 18,6 % auf € 90,2 Mio. (Anteil an der Bilanzsumme von 16,9 %) gestiegen. Die liquiden Mittel sind insbesondere aufgrund der erhöhten Investitionstätigkeit um 30,1 % gesunken und betragen nun € 74,9 Mio. Die Ertragskraft der Gruppe ermöglichte es auch in diesem Geschäftsjahr, die gesamthändisch gebundene Rücklage zu erhöhen und das Eigenkapital zu stärken. Die Konzern-Bilanzsumme ist um € 22,9 Mio. auf jetzt € 533,7 Mio. gestiegen, mit einem Anteil des Eigenkapitals an der Konzern-Bilanzsumme von 77,3 % (Vorjahr: 77,0 %). Das langfristige Fremdkapital hat einen Anteil von 10,8 % an der Bilanzsumme und hat sich absolut um € 3,1 Mio. auf € 57,3 Mio. erhöht. Darin enthalten sind im Wesentlichen Pensionsrückstellungen. Das kurzfristige Fremdkapital hat einen Anteil von 12,0 % (Vorjahr: 12,4 %) an der Bilanzsumme und hat sich um € 1,3 Mio. auf € 64,2 Mio. erhöht. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen kurzfristige Rückstellungen. 2.3 Finanzlage Der Huelsenberg-Konzern hat im Geschäftsjahr 2022 erneut erhebliche Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit generiert und sich damit einen hohen Grad an Liquidität und Flexibilität für die laufenden Geschäftstätigkeiten sowie für Investitionen und Finanzaktivitäten bewahrt. Der Konzern ist einem starken Finanzprofil verpflichtet, das durch eine konservative Kapitalstruktur und finanzielle Flexibilität geprägt ist. Dadurch ist die Gewähr dafür gegeben, dass mittels einer konzernspezifischen Innenfinanzierung aus Eigenkapital, Darlehen und Cash Pooling-System die Finanzausstattung stets den Kapitalerfordernissen angepasst werden kann. Die Gruppe hat weder kurz- noch langfristige Finanzschulden. Im Berichtsjahr sind im Konzernabschluss lediglich niedrig verzinsliche Darlehen mit einer Restsumme in Höhe von € 0,2 Mio. auszuweisen. Die Finanzierung der Pensionspläne und Abfertigungen erfolgt über Rückstellungen, die sich im Berichtsjahr auf insgesamt € 57,3 Mio. belaufen. Die Huelsenberg-Gruppe arbeitet mit ihren Hausbanken unverändert eng zusammen. Dabei bestehen in Deutschland wie in Österreich mit diesen Instituten Vereinbarungen über Cash Pooling-Systeme. Bestehende Rahmenkreditverträge werden allein für Avale in Anspruch genommen. Obwohl der Konzern wirtschaftlich gesund und zukunftsfähig ist, wird seine Tätigkeit mit Angelegenheiten konfrontiert, welche durch die Zinspolitik und die Bankenkrise auch den Hausbanken Probleme bereitet und unter anderem deren Zukunft und Handlungsfähigkeit sowie ihre Bonität beeinträchtigen kann. Somit muss sich die Konzernmuttergesellschaft, die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Sorgen um die Sicherheit und Wertsicherung der Liquidität der Huelsenberg-Gruppe machen und sich mit der Absicherung der Einlagen und der Zinserträge beschäftigen. 3. Forschung und Entwicklung Die Forschung und Entwicklung wird im Huelsenberg-Konzern durch die verschiedenen Konzernbereiche durchgeführt. Dabei werden die jeweiligen Forschungsressourcen übergreifend in den einzelnen Geschäftsbereichen zielorientiert genutzt und deren Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 als eine Einheit in diesem Lagebericht dargestellt. Die bereits in den Vorjahren planmäßig erweiterten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in konzerneigenen Unternehmen wie der ISF GmbH, Wahlstedt, der Senzyme GmbH, Troisdorf, der österreichischen LACTOSAN GmbH & Co. KG und in dem Geschäftsbereich der DURAG-Gruppe gesellschaftsübergreifend in der Umweltmess- und Feuerungstechnik, wurden mit der Einstellung von zusätzlichem Personal und Kooperationen mit Universitäten und forschenden Unternehmen weiter fortgesetzt. Die Konzerngesellschaften stimmen ihre Strategie und Forschungsprojekte mit der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG als Konzernmuttergesellschaft und auch mit den Vertriebs- und Produktionsunternehmen der Huelsenberg-Gruppe ab, auch um die Produktion effizienter zu gestalten und die Arbeitssicherheit zu erhöhen. Jede neue Produktidee oder Änderungsanforderung wird in enger Zusammenarbeit mit dem Produktmanagement einem Screening unterzogen, das Projekte priorisiert, und danach in den Entwicklungsprozess einbindet. Die Neu- und Weiterentwicklungen von Produkten bilden die Basis für den bisherigen Erfolg der Gruppe und sind für das weitere erfolgreiche Bestehen in den Märkten unerlässlich. Hierfür werden die Entwicklungsaufwendungen zumindest auf dem bereits hohen Niveau gehalten und falls erforderlich auch gesteigert. Die ISF GmbH entwickelte in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit den Vertriebsgesellschaften und konzernforschenden Gesellschaften neue Produktideen und Konzepte, von denen nachfolgend nur einige stichwortartig genannt werden:
Die Produkte der DURAG-Gruppe sind eng mit der Einhaltung von Emissions- und Immissionsrichtwerten und der Verbrennung fossiler Brennstoffe verbunden. Das gilt für die Produkte zur Messung von Emissionen und Immissionen, für die Sicherheitsüberwachung in Verkehrstunneln, für die Zündung von Flammen und Flammenüberwachung sowie die entsprechende Aufzeichnung und Aufbereitung von Messdaten. Die Steigerung der Effizienz von Verbrennungsprozessen, steigende Sicherheitsanforderungen und der zunehmende Einsatz regenerativer Energien, die nicht kontinuierlich zur Verfügung stehen, stellen zukünftig erhöhte Anforderungen an die Mess- und Regeltechnik von Kraftwerken, Raffinerien, Zement- und Müllverbrennungsanlagen und somit auch an die Forschung und Entwicklung der DURAG-Gruppe. Weltweit an Bedeutung gewinnt zudem der Bereich der Feinstaubbelastung und diesbezügliche Immissionsdatenmessung als Teil der Umweltüberwachung und der qualitativen Raumluftkontrolle im Rahmen von Arbeitsschutzprogrammen. Ausgehend von den Bedürfnissen der weltweit ansässigen Kunden realisiert die DURAG-Gruppe innovative und technologisch führende Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen. Charakteristisch ist daher für die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, dass die jeweiligen Gegebenheiten des Marktes und länderspezifische Vorschriften und Regeln beachtet werden müssen. Die Vielfalt einzuhaltender Normen und Richtlinien nimmt mit der technologischen Entwicklung der Exportmärkte kontinuierlich zu. Aus diesem Grund fließt ein nicht unerheblicher und steigender Anteil der vorhandenen personellen Kapazität und der Gesamtentwicklungskosten in die Anpassung der Produkte sowie die erforderlichen nationalen und internationalen Zulassungen und Zertifizierungen ein. Trotz dieser hohen Markteintrittshürden für die einzelnen Produkte sehen sich die Gesellschaften der DURAG-Gruppe insbesondere in den Wachstumsmärkten einem zunehmenden Wettbewerb ausgesetzt. Die Entwicklung von kostenoptimierten Produkten mit erweiterten Produkteigenschaften für die einzelnen Märkte und Einsatzgebiete gewinnt entsprechend an Bedeutung. In den Geschäftsfeldern Umweltmess- und Feuerungstechnik wurden in Zusammenarbeit mit den Vertriebsgesellschaften und dem Produktmanagement eine Reihe von Produkt- und Komponentenideen entwickelt, von denen nachstehend nur einige stichwortartig genannt werden:
4. Chancen- und Risikobericht Die Zusammenarbeit der Konzerngesellschaften im Vertrieb, in der Produktion sowie Forschung und Entwicklung bietet eine sehr gute Grundlage, neue Chancen zu erkennen und diesbezüglich Lösungen für die entsprechenden Märkte zu entwickeln und anzubieten. Die sich immer schneller verändernden Rahmenbedingungen für Erzeuger, Handel und Konsumenten stellen sowohl Chancen als auch Risiken dar. Auch in diesem Jahr hat der Huelsenberg-Konzern auf diese Herausforderungen durch einen flexiblen, kreativen Lösungsansatz angemessen reagieren und den Kunden effektive Lösungen anbieten können. Die Stärke der Huelsenberg-Gruppe ist dabei ihr kompetentes, hochqualifiziertes und innovatives Personal, das über gesellschaftsrechtliche und geographische Grenzen hinweg als Team kundenorientierte Lösungsansätze erarbeitet und umsetzt. Dieses hat dem Huelsenberg-Konzern grundlegend geholfen, Chancen zu identifizieren, die assoziierten Risiken zu bewerten und - wenn es angemessen war - die Gelegenheiten wahrzunehmen, um die Aktivitäten des Konzerns zu erweitern. Die Ausbreitung des Coronavirus hat sich ab Januar 2020, ausgehend von China, sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Regierungen und nationale Behörden haben weltweit Maßnahmen ergriffen, die das öffentliche Leben und die Wirtschaft teilweise extrem eingeschränkt haben. Im Laufe des Jahres 2022 konnte die Mehrzahl dieser Maßnahmen auslaufen, da sich das Infektionsgeschehen deutlich verlangsamt hat. Inzwischen hat selbst China die strikte Corona-Eindämmungspolitik aufgegeben. Die in den Produktionsstätten, im Vertrieb und in der Verwaltung eingeführten Hygienemaßnahmen, die dem Schutz der Mitarbeiter dienten und den reibungslosen Ablauf der Geschäftsprozesse sicherstellen sollten, konnten aufgrund des deutlich gesunkenen Risikos auslaufen. Die Risikopolitik des Huelsenberg-Konzerns entspricht dem Bestreben nach nachhaltigem Wachstum und Steigerung des Unternehmenswertes, wobei versucht wird, Risiken adäquat zu bewerten. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Geschäftsstrategie. Die Gesellschaft bedient sich einer Reihe von Management- und Kontrollsystemen, die unterstützen, das Maß der Risiken, denen der Konzern ausgesetzt ist, zu antizipieren, zu messen und zu überwachen. Besonderes Gewicht haben dabei die sich weiter entwickelnde konzernweite strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und die Zusammenarbeit mit externen qualifizierten Partnern. Nachfolgend werden wesentliche Risikofelder benannt, die das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können, wobei unverkennbar ist, dass dies nicht die einzigen Risiken sind, denen der Konzern ausgesetzt ist. Geschäftsrisiken Die Unternehmensgruppe wird von Unwägbarkeiten der politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen im In- und Ausland beeinflusst. Dies gilt insbesondere für den von der EU und den agrar- und energiepolitischen Rahmenbedingungen abhängigen Agrarbereich sowie den Bereich Erneuerbare Energien. Hinzu kommt, dass die weltweiten Märkte, in denen Konzerngesellschaften auch wegen der Beschaffung von Rohstoffen tätig sind, ebenfalls hochgradig wettbewerbsintensiv bei Preisbildung, Produkt- und Servicequalität sind. So ist die Unternehmensgruppe immer wieder Preisdruck, Marktrückgängen oder geringerem Wachstum ausgesetzt. Ebenso können neuartige Technologien und Geschäftsmodelle einen großen Einfluss auf die bis dato durchgeführten Aktivitäten haben und somit tiefgreifende Umgestaltungen erforderlich machen. Operative Risiken Die Unternehmensgruppe ist diversen operativen Risiken ausgesetzt. So konkurriert sie systemimmanent mit "klassischen Produkten", wie z.B. im Agrarbereich mit Herstellern von Misch- und Fertigfutter, wobei der Wettbewerb jedes Jahr aufs Neue, auch durch die vom Weltmarkt bestimmten Rohstoffpreise, entschieden wird. Für den Bereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik bilden Langzeitverträge nur ausnahmsweise die Basis des Geschäfts, wie z.B. bei Kooperationen im Rahmen der Entwicklung neuartiger Technologien mit großen Anlagenbauern bzw. Systemanbietern. Dabei kommen Großprojekte nach zum Teil wettbewerbsintensiven Angebotsphasen zustande. Zu den Risiken solcher Projekte gehören auch unerwartete technische Probleme, unvorhersehbare Entwicklungen an den Projektstandorten oder bei den Partnern sowie Produktsicherheits-, Arbeitssicherheits- und Umweltrisiken. Durch das hohe Qualitätsniveau der Produkte hat sich die Unternehmensgruppe die Anerkennung von Kunden, Lieferanten, Verbänden und Wissenschaft erworben. Dieser Erfolg ist jedoch nicht selbstverständlich und bedarf kontinuierlichem Bestreben, ihn zu erhalten. So besteht die Pflicht, das zur natürlichen Grundlage des Geschäfts gewordene hohe Niveau in keinem Moment zu gefährden, sondern - wo immer möglich - noch zu steigern. Dabei sind alle Konzerngesellschaften grundsätzlich allen Risiken ausgesetzt, die Innovationen innewohnen, insbesondere dem Produktrisiko und dem Risiko der Fehlentwicklung. Lieferantenrisiken Besondere Risiken liegen im Einkauf - neben der vertraglich vereinbarten Preisbindung zunehmend auch in der Sicherstellung der Qualität - der aufgrund der Produkthaftung zukünftig noch mehr Beachtung zu schenken ist. Der Krieg in der Ukraine hat auf die Rohstoffversorgung der Produktionsgesellschaften bereits erhebliche Auswirkungen und kann sich weiter verschärfen. Dies würde insbesondere bei Produkten, die mit hohem energetischem Aufwand hergestellt werden zu erheblichen Kostensteigerungen bzw. zu einer Einstellung der Produktion führen. Infolge des Russland-Ukraine-Krieges sind die Preise für Phosphorquellen zu Beginn des Jahres 2022 massiv gestiegen, da wichtige Phosphorlieferanten auf die Sanktionslisten der EU gesetzt wurden. Dies führte dazu, dass z.B. in allen Rindermineralfuttermischungen der Phosphorgehalt um bis zu 50 % gesenkt werden musste. Zu einer weiteren Einflussgröße auf die Preisbildung wichtiger Rohstoffe sind im Agrarbereich Zulassungsbeschränkungen bzw. Freigaben von Rohstoffen geworden. Der Verkehrsfähigkeit von Rohstoffen liegen zum Teil politische Entscheidungen der EU zugrunde, die zu wesentlichen Markteinflüssen führen können. Diesen Risiken wird vorgesorgt, indem - wenn möglich - keine langfristigen Einkaufsverpflichtungen eingegangen werden. Nachdem vielfältigste hochwertige Rohstoffe in den Produkten eingesetzt werden, müssen sich die Unternehmen mit dieser Entwicklung bestmöglich arrangieren und aus Kostengründen bei der Beschaffung neue Quellen nutzen, von denen immer mehr in die Märkte eintreten und zu denen noch keine gewachsenen Beziehungen bestehen. So birgt jede durch Preisdruck initiierte Aufnahme einer neuen Geschäftsbeziehung die Gefahr von Qualitätsverlusten und nachlassender Zuverlässigkeit in der Verfügbarkeit wesentlicher Rohstoffe. Personalrisiken Es besteht Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte, die die technischen Anlagen und Systeme beherrschen sowie über die zur Führung und Motivation von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. Um Beschäftigte langfristig zu binden, werden attraktive Vergütungssysteme angeboten. Die angespannte Lage am Arbeitsmarkt hat bei einzelnen Konzerngesellschaften zu mehr als den üblichen Personalwechseln geführt. Dieses erfordert ein erhöhtes Maß an Einarbeitung neuer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Insgesamt meistert der Konzern diese Herausforderung, so dass sich aus der verstärkten Fluktuation kein wesentliches aktuelles Problem ergibt. Kreditrisiken Angesicht der guten Bonität vieler Geschäftspartner werden mit der Finanzierung von Kunden und auch Lieferanten vor allen Dingen im Inland überschaubare Risiken eingegangen, die durch klar definierte Prozesse zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit und - wo als angemessen betrachtet - durch Warenkreditversicherungen gesteuert werden. Soweit ein Teil der Verkäufe im Agrarbereich über Handel und Genossenschaften abgewickelt werden kann, werden diese zum Minimieren des finanziellen Risikos genutzt. Dagegen nehmen die Risiken im Direktkundengeschäft aufgrund des verschlechterten Zahlungsverhaltens, insbesondere in Ost- und Südeuropa, ständig zu. Es werden in begründeten Fällen verlängerte Zahlungsziele gewährt. Diesem Risiko wird durch verschärfte Anforderungen der Sicherung von Forderungen und der Limitierung der Höhe der ausstehenden Forderungen entgegengewirkt. Das Bestreben ist, stets eine verantwortungsbewusste Risikovorsorge zu treffen, die es ermöglicht, die betreffenden Großbetriebe im Agrarbereich weiter beliefern zu können. Ein Ausstieg wäre unter langfristigen marktstrategischen Gesichtspunkten nicht angebracht bzw. zu vertreten. Denn Kunden, die sich in einer schwierigen finanziellen Situation im Stich gelassen fühlen, sind in der Regel für zukünftige Geschäfte verloren. In diesem Zusammenhang ist die Bonitätsbewertung der Kreditversicherer von besonders hohem Wert. Betriebsunterbrechungsrisiken Nachdem die Gesellschaften des Agrarbereichs ihren Absatz in den letzten Jahren steigern konnten und immer mehr Produkte in Eigenfertigung erstellt werden, wurden die Grenzen der in den Produktionsstätten installierten Kapazitäten zeitweise erreicht. Die regelmäßige Überprüfung des Betriebsunterbrechungs-Krisenmanagementplans wurde ausgeweitet, um auch bei Kapazitätsauslastung alternative Produktionsmöglichkeiten einsatzbereit zu halten. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Produktion spezialisierter Werke bei einem Ausfall durch freie Kapazitäten oder zusätzliche Produktionsschichten anderer Werke übernommen bzw. können andere Ausweichmöglichkeiten genutzt werden. Der Gewährleistung der Betriebsbereitschaft und der Sicherung der Werkserhaltung kommt besondere Bedeutung zu. Investitionsrisiken Es wird seit jeher planmäßig in Forschung und Entwicklung, Produktion, Vertrieb und auch in die Verwaltung investiert. Dabei werden in der Regel nur geringe, überschaubare Risiken eingegangen. Die Vorstände der Konzernbereiche beurteilen, die von ihnen beabsichtigten, in die Zukunft gerichteten Investitionen in neue Produkte, Fertigungskapazitäten (Eigenfertigung oder Fremdbezug), Rechte, Erwerb von Unternehmen, Gründung von Auslandsgesellschaften und Personalentwicklung. Gleichwohl genehmigt die Muttergesellschaft die vorgelegten Investitionsanträge nur nach sorgfältiger Prüfung und in Zusammenarbeit mit den Aufsichtsräten der Holdinggesellschaften. Dies garantiert, dass Investitionen zukunftsorientiert und zielweisend durchgeführt werden und damit nachhaltig eine positive Entwicklung des Huelsenberg-Konzerns gesichert wird. Finanzielle Risiken Die Unternehmen des Konzerns verfolgen mit ihrem Risikomanagement das Ziel, gefährdende Entwicklungen von Finanzrisiken, insbesondere aus dem Zins- und Währungsumfeld, von vornherein auszuschließen oder zumindest frühzeitig zu erkennen, um ihnen durch angemessene Entscheidungen und Handlungen effektiv begegnen zu können. Es ist organisatorisch und personell sichergestellt, dass nur Finanzgeschäfte getätigt werden, für die das notwendige Fachwissen und die technischen Voraussetzungen vorhanden sind. Die Verantwortung für erforderliche organisatorische Maßnahmen zur Begrenzung von Finanzrisiken trägt die Geschäftsführung der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG gemeinsam mit ihren Gesellschaftern sowie den Vorständen und Geschäftsführern der Holdinggesellschaften und ihrer Tochtergesellschaften. Dabei bedienen sie sich auch der Huelsenberg Finanztreuhand GmbH & Co. KG, Pinneberg, und der österreichischen Betriebsstätte der Schaumann Holding GmbH, Pinneberg. Die Konzernleitung hat in diesem Zusammenhang Geschäftsordnungen erlassen, in denen Vorständen und Geschäftsführern aller Konzerngesellschaften verbindlich klare Grenzen gesetzt und Verpflichtungen auferlegt werden. Liquiditätsrisiken können durch die Konzernleitung und das Berichtswesen frühzeitig erkannt und korrigierende Maßnahmen definiert und umgesetzt werden. Die Liquidität wird durch die Konzernleitung zentral überwacht. Sie ist durch die bestehenden liquiden Mittel und die kontinuierliche Darstellung und Überprüfung ihrer Entwicklung gesichert. Finanzielle Risiken, die aus dem Forderungs- oder Einkaufsrisiko entstehen können, werden durch regelmäßige, interaktive Abstimmungen zwischen den operativen Bereichen und den Holdinggesellschaften gesteuert und sind in den jeweiligen Abschnitten beschrieben. Kontinuierlich erweitert die Konzernleitung gemeinsam mit den Vorständen der jeweiligen Holdinggesellschaften der vier Unternehmensbereiche die Risiko-Frühwarnsysteme. Dazu werden Konzernbereichssysteme standardisiert und konsolidiert, so dass ein konzernübergreifend einheitliches Risiko-Controlling und Managementsystem die Identifikation, Messung, Überwachung und Steuerung der Risikopositionen ermöglicht. 5. Prognosebericht Die globalen Wachstumsaussichten haben sich zum Ende des Jahres 2022 weiter eingetrübt und die Risiken haben zugenommen. Das Jahr 2023 ist weiterhin von großen Unsicherheiten aufgrund des Krieges in der Ukraine, der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung und der hohen Energiepreise geprägt. So erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2023 nur eine leichte Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 %. 2024 soll die deutsche Wirtschaft um 1,8 % wachsen. Allerdings rechnet die Bundesregierung für 2023 mit einem geringeren Anstieg des Verbraucherpreisniveaus als im Jahr 2022. Schwer vorhersehbar ist die weitere Entwicklung der Energiepreise, die sich insbesondere auch auf die privaten Konsumausgaben auswirken. Auf der anderen Seite sind die Auftragsbücher der Industrie gut gefüllt. Die Corona-Lage hat sich im Jahr 2022 normalisiert und die letzten bestehenden Einschränkungen z.B. im Reiseverkehr wurden zwischenzeitlich abgebaut. Die durch Spekulation bewegten globalen Rohstoff- und Finanzmärkte, die wachsende Weltbevölkerung, das schneller wechselnde Weltklima, geprägt von extremeren Konditionen und die sich bestätigenden strukturellen Probleme in den Weltmärkten, werden - neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges - das Weltwirtschaftswachstum für die nächsten Jahre beeinflussen. Dieses bietet nicht nur Risiken, sondern auch Chancen, die es zu nutzen gilt, wobei die Erfolge oftmals erst zeitversetzt in der Zukunft spürbar werden. Der Huelsenberg-Konzern geht die zu bewältigenden Herausforderungen mit Flexibilität und Kreativität an. Dabei hilft die Erfahrung, in der Vergangenheit unter schwierigsten Bedingungen erfolgreich gearbeitet und sich gerade dann bewährt zu haben. Dieses wird erreicht durch die intensiv betriebene Forschung & Entwicklung, die in Zusammenarbeit mit dem Vertrieb und der Produktion kontinuierlich Ergänzungen zum Angebot mit neuen Produkten, Zusätzen und Verfahren bereitstellt. Auch die Stärkung des Vertriebs durch tatkräftige, gut ausgebildete und kompetente neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie die ständigen Schulungen und Weiterbildungen sowie das Bestreben, zu wachsen und sich nachhaltig in bestehenden und neuen Märkten als langfristiger Partner zu festigen oder zu etablieren, sind wichtige Bestandteile, um die bestehenden Ergebnisse auch in der Zukunft zu erzielen. Es wird sowohl im Geschäftsbereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik als auch im Geschäftsbereich Agrar weiterhin eine besondere Fokussierung auf die Expansion in Schwellenländer gelegt. In einigen von diesen Ländern, wie z. B. Brasilien, Indien und China, sind diese Konzernbereiche schon tätig und werden durch verstärkte, jedoch vorsichtige Aktivitäten ihre Präsenz weiter ausbauen oder den Gegebenheiten entsprechend anpassen. Es werden zu jedem Zeitpunkt die Auswirkungen von Währungsrisiken abgewogen und Expansionstätigkeiten nur in so einem Umfang durchgeführt, dass sie dem Gruppenwachstum insgesamt nicht schaden können. Dies ist vor allen Dingen vor dem Hintergrund wichtig, dass die für einige Volkswirtschaften nicht mehr tragbaren Schulden auch das Risiko der Zahlungsunfähigkeit von in diesen Ländern ansässigen Kunden erhöht. Dementsprechend wird der Vertrieb international unter Deckelung der finanziellen Risiken planvoll ausgebaut. All dies ist notwendig, um die mit hohen Investitionen verbundenen Kapazitäten, die der Konzern in Forschungs- und Produktionsstätten schafft, weiterhin auf hohem Niveau auszulasten. Prognosen sind für den Agrar-Geschäftsbereich, auch in "normalen" Zeiten, aufgrund der sich schnell ändernden Gegebenheiten und der global unterschiedlichen Märkte nur eingeschränkt aussagekräftig. Maßgeblich beeinflusst wird die weitere Geschäftsentwicklung der Gesellschaften des Agrarbereichs durch die Marktentwicklung bei Rohmilch und Schweinefleisch. Die Erfahrungen der Geschäftsführung der Huelsenberg-Gruppe, die geprägt sind durch stark schwankende Rohstoffpreise, verschärfte Gesetzesauflagen und das aus der Finanzkrise resultierende und weiterhin aktuelle Zahlungsunfähigkeits- und Wechselkursrisiko, bestätigen, dass der Agrarbereich fortlaufend anspruchsvollen Herausforderungen ausgesetzt ist. Der Geschäftsbereich Biotechnologie ist aufgrund der in den letzten Jahren getätigten Investitionen eine wachsende Unternehmung, die sich auch im Jahr 2023 weiter entwickeln sollte. Ihr wird insbesondere das hohe Niveau der Forschungs- und Produktionsprozesse zugutekommen, neue Produkte für unterschiedliche Industrien zu entwickeln, die vor allen Dingen in der sogenannten weißen Biotechnologie zusätzliche Kunden und damit spürbare Umsatz- und Ergebnissteigerungen generieren. Durch die Inbetriebnahme der neuen Produktionsanlagen am Standort Kapfenberg im Laufe des Jahres 2023 wird die steigende Nachfrage in den kommenden Jahren bedient werden können. Durch das Bekenntnis der Bundesregierung zur Energiewende und das Ziel, bis zum Jahr 2030 65 % und bis 2050 100 % des benötigten Stroms klimaneutral aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, verbesserte sich die Grundstimmung bei den deutschen Biogasanlagenbetreibern. Denn dieses Ziel ist ohne den Biogassektor nicht zu erreichen und wurde entsprechend im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2021) fixiert. Es bleibt abzuwarten, ob die Abhängigkeit der europäischen Länder vom russischen Gas und die aktuelle Lage auf dem Weltmarkt nicht zu einem Umdenken in der Politik führt und zukünftig wieder verstärkt der Zubau von Biogas- und Biomethananlagen gefördert wird. Erste Tendenzen in diese Richtung sind in einigen Ländern schon zu beobachten. Es gilt, das Geschäftsmodell weiterhin ständig zu überprüfen und den Marktgegebenheiten anzupassen. Der Geschäftsbereich Industrielle Mess- und Regelungstechnik unterliegt dem globalen Wettbewerb und den in der internationalen Ausrichtung der Projekte begründeten politischen und finanziellen Risiken. So werden geplante Großprojekte immer wieder verschoben oder Zahlungsvereinbarungen abgeändert, die die Geschäftsentwicklung beeinflussen können. Bei den Produkten und der Markterschließung wird weiterhin Entwicklungs- und Ausbaupotenzial gesehen. Die steigende Notwendigkeit, Emissionen und Immissionen zu kontrollieren, die in den industriell wachsenden und sich entwickelnden Ländern aufgrund der sich zunehmend verschlechternden Luftqualität an Bedeutung gewinnen, wird die Nachfrage nach Umweltmessgeräten und Datenauswertungssystemen des Geschäftsbereichs Industrielle Mess- und Regelungstechnik verstärken. Besondere Chancen werden vor allem mittelfristig in den technologisch herausragenden Produkten zur Gasanalytik in Kooperation mit dem weltweiten Vertriebsnetzwerk der Gruppe gesehen. Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen, des andauernden Ukraine-Krieges und seiner Folgen für die Energieversorgung und die Entwicklung der Energiepreise in Deutschland und Europa ist die Prognose der Geschäftsführung des Huelsenberg-Konzerns für alle Geschäftsbereiche nicht so optimistisch wie in den Vorjahren. Aufgrund von erwarteten Umsätzen unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2022 wird ein wesentlicher Ergebnisrückgang unvermeidbar sein. Die Höhe ist aufgrund der politischen Unsicherheiten nicht seriös einschätzbar, beläuft sich derzeitig auf rund 20 %. Es wird jedoch unverändert die Philosophie, mit einem soliden und nachhaltigen Geschäftsmodell zu agieren, im Vordergrund stehen.
Pinneberg, den 16. Juni 2023 Huelsenberg Holding GmbH Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG Andrés Pinter Dr. Jörg Janiszewski Olivier M. Seiller Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022(Amtsgericht Pinneberg, HRA 2276)AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Entwicklung des Konzerneigenkapitals für die Zeit vom 31. Dezember 2020 bis 31. Dezember 2022
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2022der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, PinnebergRECHTLICHE GRUNDLAGEN Der Konzernabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. ANTEILSBESITZ UND KONSOLIDIERUNGSKREIS Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, hält 53 % der Anteile sowohl an der UNION AGRICOLE HOLDING Aktiengesellschaft, Pinneberg, der DURAG Holding AG, Hamburg, und der Enbycon Holding AG, Pinneberg. Die jeweils übrigen 47 % der Anteile werden von einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gehalten. Aufgrund von Personenidentität zwischen den Kommanditisten der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG und den Gesellschaftern der GbR werden bis auf eine Ausnahme im Konzern keine Minderheiten ausgewiesen. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG hält direkt oder über verbundene Unternehmen Anteile - und zwar mit wenigen Ausnahmen jeweils 100 % des Nominalkapitals - an 80 Konzerngesellschaften, von denen 59 Gesellschaften auf dem Agrarsektor (inklusive Biotechnologie und erneuerbare Energie) und 21 Gesellschaften im Bereich industrielle Mess- und Regelungstechnik tätig sind. 39 Gesellschaften haben ihren Sitz im Ausland und 41 Gesellschaften sind im Inland ansässig. Die Huelsenberg Finanztreuhand GmbH & Co. KG, Pinneberg, wird gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Konzernabschluss einbezogen. Erstmals im Konzernabschluss berücksichtigt wurde die im Jahr 2022 gegründete PragmaVet GmbH, Pinneberg. Der Anteil an der DURAG Siena do Brasil Ltda., Diadema (BR), wurde von 97 % auf 100 % aufgestockt und der Name auf DURAG do Brasil Ltda. geändert. Folgende Gesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen:
Die Unterstützungseinrichtungen sind wegen fehlender Berechtigung des Konzerns am Vermögen der Unterstützungskassen nicht einbezogen worden, § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB. ANGABEN ZUR KONSOLIDIERUNG Das Kapital der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG ist ungeschmälert in die Konzernbilanz eingegangen. Die Kapitalkonsolidierung wurde gemäß § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Kapitalkonsolidierungen, bei denen in der Vergangenheit (bis 31. Dezember 2009) die Buchwertmethode angewandt wurde, werden gemäß Artikel 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB auch in der Zukunft fortgeführt, da Artikel 66 Abs. 3 S. 4 EGHGB die ausschließliche Anwendung der Neubewertungsmethode nur für Erwerbsvorgänge nach dem 31. Dezember 2009 vorschreibt. In dem mehrstufigen Konzern werden zunächst im Wege der Kettenkonsolidierung die den Aktiengesellschaften UNION AGRICOLE HOLDING Aktiengesellschaft, DURAG Holding AG, Enbycon Holding AG und Biotic Science Holding AG, Pinneberg, gehörenden Anteile an den Tochterunternehmen auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochterunternehmen verrechnet. Die Kapitalkonsolidierung mit den vier Aktiengesellschaften erfolgt ausschließlich mit deren Nennkapital, da die weiteren Eigenkapitalposten nach Begründung der Konzernrechnungslegungspflicht der Muttergesellschaft in Vorjahren entstanden sind. Bei Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträgen und Aufwendungen sowie bei Zwischenergebnissen wurden die zwischen den einbezogenen Gesellschaften entstandenen Geschäftsvorfälle eliminiert. Die Umrechnung der Jahresabschlüsse von einbezogenen Unternehmen, die in einer anderen als der Berichtswährung aufgestellt sind, erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode, § 308a HGB. Dabei werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit den Jahresdurchschnittskursen. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres, beim Kapital gegenüber der Umrechnung zu historischen Kursen sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz werden ergebnisneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ SOWIE ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die auf den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurden - soweit im Folgenden nicht anders dargestellt - beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen kaufmännischer Beurteilung Rechnung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2010 in Höhe von T€ 193 enthalten. Diese ergeben sich aus der Inanspruchnahme des Wahlrechts, die Zuführung aufgrund der Neubewertung der Pensionsverpflichtungen auf höchstens 15 Jahre zu verteilen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen auf den Stichtag der Muttergesellschaft aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten gemäß §§ 253 bis 255 HGB, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer pro rata temporis linear oder - falls gesetzlich zulässig - degressiv vorgenommen. Die Nutzungsdauer der gewerblichen Schutzrechte beträgt durchweg drei Jahre. Die als immaterielle Vermögensgegenstände ausgewiesenen Firmenwerte werden über fünf Jahre abgeschrieben. Erbbaurechte werden über 100 Jahre sowie Fabrik- und Verwaltungsgebäude zwischen 15 und 50 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf die übrigen Sachanlagen erfolgen über einen Zeitraum zwischen zwei und 20 Jahren. Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bilanziert. Zinslose Darlehensforderungen werden zu Barwerten angesetzt. Im Finanzanlagevermögen werden zum Bilanzstichtag zwei Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ausgewiesen. Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände sowie der Sach- und Finanzanlagen ergibt sich im Einzelnen aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen wurde in den Vorjahren eine Beteiligung abgeschrieben. Bei den im Finanzanlagevermögen gehaltenen Beteiligungen wurde in den Vorjahren eine und im Jahr 2022 eine weitere Beteiligung abgeschrieben. Das Vorratsvermögen wird grundsätzlich nach der Durchschnittsmethode bewertet. Soweit die Börsen- oder Marktpreise am Abschlussstichtag unter den ermittelten Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegen, werden niedrigere Börsen- oder Marktpreise der Bilanzierung zugrunde gelegt. Bestandsrisiken, die sich aus der Reichweite, Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird erkennbar gebotenen Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquide Mittel werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten nach § 250 Abs. 1 HGB beinhaltet im Voraus bezahlten Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag. Für künftige Steuerentlastungen wurde ein aktiver Abgrenzungsposten in Höhe von T€ 1.265 gebildet. Die Veränderung der Gewinnrücklagen des Konzerns beruht im Wesentlichen auf der Einstellung in die gesamthändisch gebundene Rücklage und gegenläufig Entnahmen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) bei den Entgelten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Pensionsrückstellungen nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre und dem der vergangenen zehn Jahre T€ 2.686. In der Pensionsrückstellung ist ein Posten in Höhe von T€ 3.341 für die hauptsächlich in Österreich bestehende gesetzliche Verpflichtung enthalten, Abfertigungszahlungen an ausscheidende Mitarbeiter zu leisten. Von der Möglichkeit, den Unterschiedsbetrag der Pensionsverpflichtung zum 1. Januar 2010 auf höchstens 15 Jahre zu verteilen, hat die Gesellschaft Gebrauch gemacht. Der Unterschiedsbetrag für Folgejahre beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 387. Die Steuerrückstellungen werden gemäß der erwarteten Inanspruchnahme bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei den Rückstellungen handelt es sich vorwiegend um Personalrückstellungen, Gewährleistungs- und Garantierückstellungen sowie Abschluss- und Beratungsrückstellungen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen ein zinsgünstiges Darlehen aus dem Erwerb einer Tochtergesellschaft. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalt gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen beiden Unterstützungseinrichtungen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen (14 % - 25 %) bewertet und nicht abgezinst. Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen beruhen, wurden ebenfalls mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen bewertet. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Im Konzern wurden im Jahre 2022 folgende konsolidierte Umsatzerlöse erzielt:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Vertriebsaufwendungen sowie Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen. Das vom Abschlussprüfer des Konzernabschlusses für das Gesamtjahr 2022 berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen beträgt T€ 245. Für andere Bestätigungsleistungen belief sich das Gesamthonorar auf T€ 16. Darüber hinaus wurden keine weiteren Leistungen in Rechnung gestellt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.596 (Vorjahr: T€ 1.553) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.824 (Vorjahr: T€ 562) enthalten. Der Zinsanteil aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt T€ 1.565. Durch den Abschluss von Ergebnisabführungsverträgen gehören wesentliche einbezogene deutsche Kapitalgesellschaften zum gewerbe- und körperschaftsteuerlichen Organkreis der Muttergesellschaft Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, so dass lediglich die Gewerbesteuer der betreffenden Gesellschaften als Steueraufwand gezeigt wird. Die kumulierten Jahresergebnisse der einbezogenen Tochtergesellschaften ergeben durch die Konsolidierungsvorgänge einen konsolidierten Jahresüberschuss in Höhe von T€ 42.467. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Aufgrund eines Stiftungserrichtungsgeschäftes des Konzerngründers H. Wilhelm Schaumann haben verschiedene Tochtergesellschaften der H. Wilhelm Schaumann Stiftung, Hamburg, jährlich 4 % ihrer Jahresergebnisse als Spende zu überlassen. Die Aufwendungen aus unbefristeten Leasing-, Miet-, und Pacht- und ähnlichen Verträgen belaufen sich auf jährlich T€ 2.169. Für befristete belaufen sich die Verpflichtungen auf T€ 2.679. Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Vorräte in Höhe von T€ 48.382 überschritten den betriebsgewöhnlichen Umfang nicht. Die Verpflichtungen aus bereits erteilten Aufträgen für Investitionen betragen T€ 19.351. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG hat als Konzernholding Organschaftserklärungen gegenüber der Hamburg Commercial Bank AG, Hamburg (T€ 10; Vorjahr: T€ 10), und der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main (T€ 801; Vorjahr: T€ 994), zur Besicherung von Avalkreditlinien abgegeben. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG hat gegenüber der Investitionsbank Sachsen-Anhalt, Magdeburg, eine Patronatserklärung in Höhe von T€ 10.900 abgegeben. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten (ausschließlich verbundene Unternehmen) als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen nicht vor. BESONDERE SACHVERHALTE Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Huelsenberg Holding GmbH, Pinneberg, mit einem gezeichneten Kapital von € 51.129,19, vertreten durch ihre Geschäftsführer:
Der Konzern beschäftigt im Berichtsjahr 2022 durchschnittlich 1.750 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, davon 1.326 Angestellte und 424 gewerbliche Arbeitnehmer. Ferner befinden sich durchschnittlich 40 Personen in der Berufsausbildung. Die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG nimmt als Einzelgesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 die Erleichterungen des § 264b HGB in Anspruch. Die Gesellschaft ist als Mutterunternehmen im Konzernabschluss enthalten.
Pinneberg, den 16. Juni 2023 Huelsenberg Holding GmbH Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG Andrés Pinter Dr. Jörg Janiszewski Olivier M. Seiller Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB
Für alle inländischen Gesellschaften (inklusive der Mutter Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG) mit Ausnahme der DURAG process & systems technology gmbh, der "Grimm Mess & Control GmbH", der Gerswalder Mühle Verwaltungs GmbH, der Hülsenberg Energie 75 GmbH, der Hülsenberg Energie 250 GmbH, der PragmVet GmbH, der Schaumann Biogas GmbH, der Schaumann Biotic Systems GmbH, der Tilco-Alginure GmbH, sowie der beiden Unterstützungseinrichtungen wurde die Befreiung von der Offenlegung des Einzelabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB in Anspruch genommen. In einem Fall kam § 313 Abs. 3 HGB zur Anwendung. Entwicklung des Anlagevermögens im Konzern zum 31. Dezember 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Huelsenberg Holding GmbH & Co. KG, Pinneberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 16. Juni 2023 TREUHANSA
GmbH Doctores Völschau
Dr. Klaus Beckmann, Wirtschaftsprüfer Bert Schiersmann, Wirtschaftsprüfer |
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