Projekt Troisdorf Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ingo Offermanns seit 13.3.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Leven seit 3.4.2023 | Geschäftsführer |
Daniel Mittelstädt seit 6.10.2022 | Prokura |
Patrick Wolff seit 22.7.2022 | Prokura |
Sebastian Ahrens seit 22.7.2022 | Geschäftsführer |
Birger Diesem seit 3.12.2010 | Prokura |
Guido Glees seit 7.2.2008 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
GMH Gruppe SE & Co. KGEigenbeteiligung | 94.00% |
Bladenhorster Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH | 6.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mannstaedt GmbHTroisdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell 1.2. Forschung und Entwicklung 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1. Absatz 2.2.2. Beschaffung 2.2.3. Produktion 2.2.4. Investitionen 2.2.5. Finanzierung 2.2.6. Personal 2.2.7. Umwelt, Qualitäts- und Energiemanagement 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage 2.3.2. Vermögens- und Finanzlage 2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage 3. Berichterstattung zur voraussichtlichen Entwicklung/ Prognosebericht 3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 3.2. Geschäftsverlauf 3.2.1 Absatz 3.2.2 Beschaffung 3.2.3 Produktion 3.2.4 Investitionen 3.2.5 Finanzierung 3.2.6 Personal 3.2.7 Umwelt, Qualität und Energiemanagement 3.3 Lage 3.3.1 Ertragslage 3.3.2 Vermögens- und Finanzlage 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Chancenmanagement 4.2. Risikomanagement 4.3 Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken 4.4 Finanzwirtschaftliche Risiken 4.5 Sonstige Risiken 4.6 Gesamtbild der Risikolage 5. Erklärung zur Unternehmensführung 1. Grundlagen des Unternehmens1.1. Geschäftsmodell Die Mannstadt GmbH mit Sitz in Troisdorf ist ein Unternehmen der GMH Gruppe und ein weltweit agierender Produzent von gewalzten Spezialprofilen aus Stahl. Spezialprofile sind individuell geformte Stahlstäbe mit hohem geometrischen Komplexitätsgrad, die als Vormaterial in einer Vielzahl von Industriezweigen Verwendung finden. Ein Spezialprofil ermöglicht durch seine maßgeschneiderte Form eine deutliche Arbeits- und Kostenreduzierung bei der Fertigung eines Endprodukts. Die von uns belieferten Kunden sind tätig in den Märkten Gabelstapler, Nutzfahrzeuge, Automotive und Bau. Die Mannstaedt GmbH hat eine Tochtergesellschaft, die Mannstaedt Inc., USA. Diese Gesellschaft ist eine reine Vertriebsgesellschaft. Die Mannstaedt Inc. hat die Aufgabe, die Mannstaedt GmbH bei ihren Vertriebsbemühungen auf dem wichtigen amerikanischen Markt zu unterstützen. Die wesentlichen Einflussfaktoren auf das Geschäftsmodell sind Absatzmenge sowie Material-, Energie- und Personalkosten. Die wichtigsten Kennzahlen, die im Geschäftsjahr 2022 zur Unternehmenssteuerung herangezogen wurden und auch regelmäßig an die Obergesellschaft, die Georgsmarienhütte Holding GmbH (kurz: GMHH), berichtet werden, sind:
1.2. Forschung und Entwicklung Klassische Forschung findet bei der Mannstaedt GmbH nicht statt. Neben permanenten prozessualen Verbesserungen werden Fertigungsverfahren entwickelt, um Produkte nach Kundenwunsch zu fertigen. Zwei BFI-Forschungsprojekte, an denen das Unternehmen sich beteiligt, sind weiter fortgeführt worden. Es handelt sich hier um die Projekte "Proteus RS" und "ReduHeatLoss". Des Weiteren ist die Mannstaedt GmbH im "SIPRO Projekt" mit der GMH Gruppe integriert, mit dem Ziel die walzbedingten Störzeiten an den Walzstraßen zu reduzieren. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Nach den Prognosen verschiedener Wirtschaftsforschungsinstitute wurde Ende 2021/Anfang 2022 für Deutschland eine Zunahme des Bruttoinlandsproduktes für 2022 in einer Bandbreite von 3,4 % 1 bis 3,7 % 2 angenommen, die zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine berücksichtigen konnten. Stattdessen wurde in erster Linie davon ausgegangen, dass die Entwicklung der Wirtschaft im Wesentlichen von der Corona-Pandemie wie auch der Lieferengpässe und der Materialknappheit bestimmt sein würde. 3 Trotz dieser Einschränkungen konnte die deutsche Wirtschaft im Sommer ein höheres Wachstum generieren als zunächst angenommen. So stieg das Bruttoinlandsprodukt von Juli bis September um 0,4 % zum Vorquartal, obwohl das statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung von Ende Oktober nur ein Wachstum von 0,3 % gemeldet hatte. 4 Nach Aussagen des VDA zeichneten die internationalen Automobilmärkte im Jahresverlauf ein durchwachsenes Gesamtbild, das durch zahlreiche Herausforderungen entlang der Wertschöpfungsketten zu einer Belastung der Versorgungslage auf verschiedenen Märkten führte. 5 Für das Gesamtjahr 2022 ging der VDA im Oktober 2022 noch von einem Zuwachs der inländischen PKW-Erzeugung aus (rd. 3,3 Mio. PKW). Dennoch war der Ausblick getrübt, da in nahezu allen wichtigen Märkten mit Ausnahme von China der Absatz noch weit unter dem Vorkrisenniveau lag. 6 Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im November entgegen aller Erwartung wieder verbessert. Der ifo Geschäftsklimaindex hat sich im November im Vergleich zum Vormonat verbessert und befand sich auf 86,3 Punkten, während der Wert für den Oktober noch bei 84,5 Punkten lag. 7 Im Verarbeitenden Gewerbe beurteilten die Unternehmen die laufenden Geschäfte wesentlich weniger pessimistisch, weil die Unsicherheit über die weitere Geschäftsentwicklung etwas abnahm, sich jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau befindet. 8 Bei den energieintensiven Unternehmen hat die Unsicherheit nochmals zugenommen. 9 Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima merklich verbessert, da hier für die kommenden Monate der Pessimismus etwas abgenommen hat. 10 Für Deutschland wird für das gesamte Jahr 2022 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukt von 1,7 % prognostiziert, wobei das Wachstum im Wesentlichen aus dem statistischen Überhang des vorangegangenen Jahres und dem noch aufwärtsgerichteten 1. Halbjahr 2022 resultiert, während im 2. Halbjahr 2022 eher von einer Stagflation ausgegangen werden kann. 11 Die weltweite Stahlerzeugung hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den ersten drei Quartalen um 4 % verringert, wodurch sich für das Gesamtjahr 2022 der erste Rückgang seit 2015 darstellt. 12 Mobilität Das Jahr 2022 war für die globale Automobilindustrie durch die Auswirkungen des Ukraine-Krieges, eine anhaltende Halbleiter- und Rohstoffknappheit sowie wiederkehrende Corona-Lockdowns geprägt. Durch diese Belastungen ist das angestrebte Wachstum der Automobilindustrie nicht eingetreten. 13 Im Vorjahresvergleich war dennoch insgesamt eine Erholung der Produktionszahlen prognostiziert. So erwartete LMC Automotive, dass die weltweite Pkw-Produktion 14 in 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 7,1 % auf 82,4 Mio. Einheiten steigen wird. Damit liegt die Produktion um 7,7 Mio. Einheiten über dem Corona-Jahr 2020 15 , jedoch noch 6,3 Mio. Einheiten unter dem Vorkrisenjahr 2019. 16 Für den europäischen Markt hingegen wird im Berichtsjahr ein Produktionsrückgang von 1,4 % auf 15,8 Mio. Einheiten im Vergleich zum Vorjahr erwartet, was insbesondere auf den starken Einbruch der russischen Produktion infolge des Ukraine-Krieges zurückzuführen ist. Alle anderen großen Produktionsländer - bis auf das Vereinigte Königreich - dürfte das Geschäftsjahr mit hohen Zuwachsraten abschließen. 17 In Deutschland, dem größten Pkw-Markt Europas, wird eine Steigerung der Produktion von 9,6 % im Vergleich zum Vorjahr erwartet. Dies entspricht einer erhöhten Produktionszahl von 3,65 Mio. Einheiten. 18 Der VDA rechnet mit einer Pkw-Produktion deutscher OEM in Deutschland in Höhe von 3,3 Mio. Fahrzeugen (+7 %). Etwas weniger stark dürfte das Wachstum der Pkw-Produktion deutscher OEM im Ausland ausfallen (9,7 Mio. Einheiten / +3 %). 19 Der Markt für mittlere und schwere Nutzfahrzeuge über 3,5 t in Europa 20 wies in den ersten zehn Monaten des Berichtsjahres ein Wachstum der Zulassungen um 2,6 % auf 292 Tsd. Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. Während die Zulassungen in den zwei größten Märkten, Deutschland (64 Tsd. Einheiten | -3,7 %) und Frankreich (37 Tsd. Einheiten | -0,8 %) gesunken sind, verzeichneten weitere große Märkte wie das Vereinigte Königreich (37 Tsd. Einheiten | +5,6 %) und Polen (28 Tsd. Einheiten | +5,5 %) ein deutliches Wachstum der Zulassungszahlen. 21 Laut Prognosen des VDA dürfte der Europäische Markt 22 für Nfz über 6 Tonnen mit einem erwarteten Absatz von 338 Tsd. Einheiten rund 6 % höher liegen als noch im Jahr zuvor. Dem deutschen Nfz-Markt wird ein Wachstum von 1 % auf 73 Tsd. Einheiten im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. 23 Energie Die Internationale Energieagentur (iea) erwartet, dass die weltweiten Energieinvestitionen vor dem Hintergrund der globalen Energiekrise im Jahr 2022 um mehr als 8 % steigen werden. Mit einem Volumen von dann 2,4 Bio. US-$ liegen diese insgesamt deutlich über dem Vor-Corona-Niveau in 2019. 24 Dabei nimmt die iea für alle Bereiche des Energiesektors ein Wachstum an. So dürfte der Stromsektor in Summe einen Anstieg der Investitionen von 925 Mrd. US-$ auf 977 Mrd. US-$ erfahren; ein Großteil hiervon in Erneuerbare Energien (31 Mrd. US-$). Den Ausgaben in Endnutzungseffizienz wird ein Wachstum von 485 Mrd. US-$ auf 563 Mrd. US-$ prognostiziert. Die Investitionen in die Versorgung mit Öl, Gas, Kohle und kohlenstoffarmen Brennstoffen sind die einzigen Bereiche, die insgesamt unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019 liegen werden. Die Ausgaben dürften dennoch von 794 Mrd. US-$ in 2021 auf 852 Mrd. US-$ in 2022 steigen. 25 Aufgrund von steigenden Kosten durch angespannte Lieferketten, höheren Preisen für Baumaterialien sowie aufgrund der angespannten Arbeitsmarktsituation ist davon auszugehen, dass lediglich knapp die Hälfte der zusätzlichen Energieinvestitionen in Höhe von 200 Mrd. US-$ im Jahr 2022 zu zusätzlichen Energieversorgungskapazitäten oder Energieeffizienzmaßnahmen führen werden. 26 Maschinenbau Trotz der Belastungen durch die Folgen des Ukraine-Krieges, der hohen Inflation, der anhaltenden Materialengpässe und Lieferkettenprobleme sowie des zunehmenden Protektionismus war das Geschäftsjahr 2022 für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau von einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung geprägt. So lagen die Auftragseingänge der deutschen Maschinenbauer in den ersten zehn Monaten des Jahres um real 1 % unter dem Vorjahreszeitraum. 27 Obwohl aufgrund der konjunkturellen Unsicherheiten zuletzt eine Zurückhaltung bei den Bestellungen zu verzeichnen war - im Oktober lagen diese 12 % unter dem Vorjahreswert - ist ein "echter Rückschlag" in der Auftragslage der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer bislang ausgeblieben. 28 Die Auftragsreichweite lag im September mit 11,9 Monaten unverändert auf einem sehr hohen Niveau. 29 Real produzierte der Maschinen- und Anlagenbau im Zeitraum von Januar bis Oktober 0,4 % weniger als im Vorjahreszeitraum. 30 Für das Gesamtjahr 2022 erwartet der VDMA ein Wachstum der realen Produktion in Höhe von 1 % auf nominell 238 Mrd. €. Damit dürfte die Produktion um rund 12 Mrd. € über dem Vorkrisenjahr 2019 liegen. Auch hinsichtlich des Umsatzes ist im Gesamtjahr im Maschinen- und Anlagenbau ein deutliches Wachstum zu erwarten. Mit 241 Mrd. € wird dieser um rund 9 % höher als im Vorjahr erwartet. 31 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1. Absatz Im Geschäftsjahr 2022 hat die Mannstaedt GmbH eine Absatzmenge von 171.568 t erzielt. Dieser Wert liegt mit ca. 12 Tt unter der Absatzmenge aus dem Geschäftsjahr 2021. Der Rückgang lässt sich im Wesentlichen auf die vorhandene Marktunsicherheit und -volatilität in Folge der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine zurückführen. Im Vorjahr wirkten sich Nachholeffekte aus der Corona Krise positiv auf den Absatz aus. Spezialprofile finden als Vormaterial Verwendung in verschiedenen Märkten. Entsprechend ist die Nachfrage abhängig von der Verfassung der belieferten Märkte und Kundensegmente: Material Handling Im Jahr 2022 erreichte der Bereich Material Handling eine Absatzmenge von 125.856 t. Damit wurde das Budget um 4.367 t bzw. 3,4% unterschritten. Die Unterschreitung resultiert im Wesentlichen aus kurzfristigen Bedarfsreduzierungen sowie Mengenverschiebungen diverser Gabelstapler OEMs, die insbesondere wegen fehlender Teile anderer Lieferanten nicht so produzieren konnten wie geplant. Zugleich spielt auch die konjunkturelle Abschwächung eine gewisse Rolle. Die Mindermenge gegenüber Budget zeigt sich vor allem im Bereich der kundenspezifischen Hubmastprofile (-2.442t) sowie der Stapler Komponenten (-820t). Schlossprofile In diesem Segment konnten 8.578 t abgesetzt werden, was eine deutliche Budgetüberschreitung bedeutet (+1.578t). Es konnten Neukunden gewonnen sowie neue Profile erstellt werden. Zudem wurde das Bestandskundengeschäft ausgebaut. Es handelt sich jedoch um einen Projektmarkt, somit hängt die Gesamttonnage nicht zwingend an Marktanteilen und Verdrängungen gegenüber dem Wettbewerb, sondern in großem Umfang an konjunkturellen Einflüssen. Ankerschienen und Dehnfugen Beide Bereiche sind in 2022 in etwa auf Budgetniveau gelaufen, an Ankerschienen wurden 5.241 t, an Dehnfugen 2.131 t abgesetzt. Achsprofile Das für 2022 gesetzte Budget von 12.500 t konnte nicht ganz erreicht werden (-1.052t). Aufgrund einer guten Auftragslage im zweiten Halbjahr konnte die Budgetabweichung aber noch deutlich reduziert werden. Landmaschinen In dieser Industrie lief das vergangene Jahr auf einem stabil hohen Niveau. Der weltweit steigende Bedarf nach landwirtschaftlichen Produkten führte hier zu einem weiter anhaltenden organischen Wachstum. Der Russland-Ukraine Krieg hat zwar dazu geführt, dass einige unserer Kunden weniger Bedarfe als geplant hatten, jedoch konnte mit in Summe 3.603 t fast das Budget erreicht werden (-147 t). Scharnierprofile Das Jahr 2022 ist für diesen Bereich unter den Erwartungen herausgelaufen. Es wurde ein Absatz von 4.374 t erreicht, der damit 2.201 t unter dem Budgetansatz liegt. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine Krieges sowie die bis vor kurzem gefahrene Corona Politik in China hat zu einer weiteren Verschlechterung der Lieferketten in diesem Bereich geführt. 2.2.2. Beschaffung Schrott Die Preisentwicklung bei Stahlschrott stand im Geschäftsjahr 2022 in Teilen unter dem Einfluss der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Rohstoffpreisbewegungen. Bedingt durch die Sanktionen der westlichen Staaten stand Russland als Exporteur von Stahlknüppeln für z.B. türkische Walzwerke nicht mehr zur Verfügung. Zudem wurde der Schrottexport aus der Ukraine gestoppt. In diesem Zuge waren die türkischen Schrottverbraucher gezwungen, sich mit größeren Bedarfen an den internationalen Schrottmärkten (vornehmlich USA und EU) zu bedienen. In diesem Sog führte das auf dem deutschen Markt in den Monaten März und April trotz des bereits historisch hohen Preisniveaus zu weiteren Steigerungen von über 100,0 €/t auf ein Allzeithoch von 568,0 €/t (BDSV Sorte 2/8) im April 2022. 32 Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich im internationalen Umfeld bereits eine deutliche Abkühlung ab wegen zunehmender Unsicherheiten über den weiteren Stahlbedarf insbesondere im Bausektor, der stark unter den gestiegenen Rohstoffpreisen gelitten hat. Fast in allen Stahl produzierenden Ländern wurde beginnend ab Mai die Produktion zurückgefahren. 33 Besonders stark zeigte sich dieser Effekt mit einem Rückgang um 11,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat in Deutschland. 34 Diese Schwächephase der deutschen und der internationalen Stahlindustrie setzte sich im weiteren Jahresverlauf fort. 35 , 36 Auf der Preisseite schlug der reduzierte Bedarf der Werke sofort durch. Der Durchschnittspreis BDSV Sorte 2/8 gab in den Monaten Mai bis Juli um 216,9 €/t auf nunmehr 351,1 €/t nach. 37 Damit war fast das Niveau von April 2021 wieder erreicht.
Nach dem Sommer stagnierte die Preissituation des Schrotts, da sich der Schrottentfall sowohl in der Stahl verarbeitenden Industrie als auch bei Abbrüchen teilweise stark rückläufig entwickelte, was gewissermaßen eine preisstützende Wirkung hatte. Erst im November ergab sich vor dem Hintergrund einer weiter abgeschwächten Stahlproduktion in Deutschland mit 15,4 €/t wieder ein nennenswerter Abschlag bei der Pilotsorte 2/8. 38 In der Gesamtbetrachtung lag die Notierung der Sorte 2/8 BDSV bundesweit im Dezember 2022 bei 329,03 €/t, d.h. um 125,7 €/t niedriger als im Dezember 2021. 39 Aufgrund der deutlich negativen Schrottpreisentwicklung in den Monaten Mai bis Juli mussten bei den Stahlwerken der GMH Gruppe zum Teil Abwertungen für Vor- und Fertigmaterialbestände vorgenommen werden. Dies betrifft vor allem die Produkte, bei denen die Schrottpreisentwicklung über ein im Langstahlbereich übliches, werksindividuelles Zuschlagssystem abgebildet wird. Bei den Lagermengen an Stahlschrott wird üblicherweise mit einem gleitenden Durchschnittspreis gearbeitet, so dass sich der Preisrückgang in Form von Windfall-Losses in den Monatsergebnissen niedergeschlagen hat. 40 Legierungen Die Versorgung der GMH Gruppe mit Legierungen wird bedarfsbezogen über Rahmenverträge sowie kurzfristige Ausschreibungen abgebildet. Die Konditionen orientieren sich hierbei grundsätzlich an der materialspezifischen Marktpreisentwicklung. Im Berichtsjahr 2022 sind die globalen Marktpreise von den Einflüssen des Krieges in der Ukraine, der Corona-Pandemie, den internationalen Änderungen am Energiemarkt sowie von Engpässen im Logistiksektor geprägt. Störungen der Lieferketten sowie starke Preissteigerungen in diversen Sektoren bestimmten ab Beginn des Jahres die Marktpreise. Die Preisentwicklung stellte sich in der Folge für die verschiedenen Materialien differenziert dar. Über den gesamten Berichtszeitraum wurde eine gesicherte Versorgung zu marktpreisgerechten Konditionen gewährleistet. 41 Strom/Gas Die Beschaffungsmärkte für Strom und Erdgas sind im Berichtsjahr 2022 stark vom Krieg in der Ukraine geprägt. Als Reaktion auf den Krieg verhing die EU zahlreiche Sanktionen gegen die russische Föderation. Im Gegenzug wurden Gaslieferungen von Seiten der russischen Regierung für Europa gekürzt. Die hohe Nachfrage am Spotmarkt zur Befüllung der Gasspeicher verknappte das Angebot zusätzlich und trieb die Spot- und Terminpreise in die Höhe. Daneben war das Klima im Sommer in Europa von wenig Niederschlag und wenig Wind geprägt, so dass auch der Strommarkt auf hohem Preisniveau (durchschnittlicher EPEX Spotpreis: 238,66 €/MWh) handelte. Seit Beginn des Krieges verteuerten sich die Strom- und Gasbezugspreise kontinuierlich. Am 26. August 2022 fand die Preisrallye in beiden Commodities den vorläufigen Höhepunkt. Der Base für das Stromfrontjahr notierte im Settlement bei 985 €/MWh und für Gas bei 314,43 €/MWh. 42 Politische Beschlüsse auf europäischer und nationaler Ebene sorgten ab Oktober für Preisrückgänge. Die angespannte Angebotssituation hält die Preise dabei weiter auf hohem Niveau. Der Settlementpreis für den Strom Base Cal 2023 liegt zum Berichtszeitpunkt am 9. Dezember 2022 bei 372,20 €/MWh und für den Gas Base Cal 2023 THE bei 141,80 €/MWh. 43 Die Strom- und Gaspreise haben sich damit seit Jahresbeginn 2022 mehr als verdreifacht. 44 2.2.3. Produktion Die Produktion lief im Geschäftsjahr 2022 wie geplant auf beiden Walzstraßen. Die Betriebsferien wurden für umfangreiche Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an diversen Aggregaten genutzt. Leider haben sich beim Wiederanlauf der Walzstraßen hierdurch einzelne Probleme bzw. Verzögerungen ergeben, welche durch zusätzliche Maßnahmen abgestellt wurden. Als Reaktion auf die steigenden Energiekosten wurden in der Produktion diverse Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt. Zu nennen ist hier insbesondere die Einführung einer Blockfahrweise auf der Feinstraße, wodurch der Erdgasverbrauch gesenkt werden konnte. Die Walzmenge an der KGM lag mit 145.418 t um 11% unter der Erzeugung in 2021. Die weitere Umsetzung des Antriebskonzeptes resultierte in einer Umrüstung der Walzenantriebe von Gleich- auf Drehstromantriebe. Somit entsprechen die Antriebe der KGM dem neuesten Stand der Technik. Die Effekte aus der Investition in die neue Ofendecke des HD-Ofens sind weiterhin als positiv zu bewerten. Die Feinstraße lag mit 35.058 erzeugten Tonnen 3% unter der Vorjahresproduktion. Die Gesamterzeugung der Fertigware Walzwerk lag bei 171.137 t, damit um 10% niedriger als im Jahr 2021. Die Produktionsmenge der Zieherei lag mit 16.570 t um 5% unter dem Vorjahr. In 2022 konnte eine weitere Stabilisierung der Produktion an der PAT-Anlage erreicht werden. Die unterstellten Leistungsansätze wurden erreicht bzw. teils übertroffen. Die Produktionsmengen in der Profilverarbeitung lagen mit 2.456 t um 379 t unter dem Vorjahreswert (-13 %). 2.2.4. Investitionen Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von 8,9 Mio. € getätigt. Somit konnte das Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Mio. € gesteigert werden. Folgende relevante Investitionen wurden 2022 vorgenommen:
Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2022 Investitionen in Höhe von ca. 5,4 Mio. € neu genehmigt. Im Wesentlichen sind hier die Geradheitsmessung hinter der Richtmaschine 110, die Erneuerung des Rechenzentrums im IT Bereich sowie eine neue Blocksäge hinter dem Walzgerüst P0 an der KGM zu nennen. 2.2.5. Finanzierung Die Finanzierung des operativen Geschäfts sowie die getätigten Investitionen konnten im Wesentlichen durch den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit abgedeckt werden. Die Bankverschuldung der Gesellschaft beträgt entsprechend dem Vorjahr zum Bilanzstichtag 0,0 Mio. €. Zur Sicherstellung der mittelfristigen Finanzierung hat die GMH Gruppe einen Konsortialkredit in Höhe von 400 Mio. € abgeschlossen, der durch ein Bankenkonsortium finanziert ist. Zur Sicherstellung des kurzfristigen Finanzbedarfes stehen der Mannstaedt GmbH ausreichend Kreditlinien zur Verfügung. Diese wurden zum 31. Dezember 2022 nicht in Anspruch genommen. Sie haftet darüber hinaus als Garantin gesamtschuldnerisch für die Kreditinanspruchnahmen durch verbundene Unternehmen. Weiterhin besteht als wichtiges Finanzierungsinstrument der Verkauf von Forderungen im Rahmen des Asset-Backed-Securities Programms (ABS). Zu den hieraus resultierenden Finanzmittelzuflüssen sei an dieser Stelle auf die Ausführungen in Abschnitt 2.3.2 verwiesen. Die Finanzierung der Mannstaedt GmbH über Konsortialkredit und das ABS-Programm ist abhängig von der Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen (Financial Covenants), die sich auf den Zahlen des Konzernabschlusses der GMH Gruppe beziehen. Diese Kennzahlen sind nach den uns vorliegenden Informationen zum Bilanzstichtag erfüllt. 2.2.6. Personal Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 ergibt sich folgender Personalbestand:
Im Vorjahresvergleich ergeben sich folgende Veränderungen:
Aufgrund einer Veränderung im Produktmix, einer hohen Auslastung der Produktion im ersten Halbjahr des Jahres sowie einer erhöhten Krankenquote hat die Mannstaedt GmbH im Laufe des Jahres 2022 durchschnittlich 32 Arbeitnehmerüberlassungskräfte beschäftigt. Zusätzlich wurde seitens der Stammbelegschaft Mehrarbeit geleistet. Die in 2020/2021 eingeführten Maßnahmen zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie konnten im Laufe des Jahres 2022 immer weiter zurückgenommen werden. Während in der ersten Jahreshälfte noch vermehrt Erkrankungen zu Quarantänemaßnahmen von Mitarbeitern geführt haben, sind in der zweiten Jahreshälfte nur noch vereinzelt Mitarbeiter ausgefallen. Aufgrund von anderen Erkrankungen war die Krankenquote aber das gesamte Jahr überdurchschnittlich hoch. Insbesondere in Q4 2022 führte die hohe Krankenquote zu Einschränkungen in der Produktion. Wechsel in der Geschäftsführung Zum 1. Juli 2022 wurde Herr Sebastian Ahrens als kaufmännischer Geschäftsführer bei der Mannstaedt GmbH eingesetzt. Herr Dr. Michael Merz ist weiterhin als technischer Geschäftsführer Teil der Geschäftsführung. "Zukunft Mannstaedt" Das Projekt "Zukunft Mannstaedt" wurde in 2022 mit Hochdruck vorangetrieben. Zahlreiche Projektideen und Maßnahmen wurden weiterentwickelt und teilweise bereits umgesetzt. Im Rahmen der Weiterentwicklung einiger Projekte wurde festgestellt, dass diese Projekte aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit oder fehlender technischer Lösungen nicht umgesetzt werden können. Entsprechend wurde der geplante Personalabbau im Hinblick auf die aufgelegten und umsetzbaren Optimierungs- und Automatisierungsprojekte adjustiert. Ergänzend wurde auch die perspektivisch schwierige Situation auf dem Ausbildungsmarkt (siehe nachfolgender Absatz "Ausbildung") sowie die Verschärfung des Fachkräftemangels neu bewertet. Diese Überprüfung hat zu einer Teilauflösung der in 2021 gebildeten Restrukturierungsrückstellung geführt. Ausbildung 15 Auszubildende absolvierten die Abschlussprüfung, von denen 15 Auszubildende im Anschluss in ein Arbeitsverhältnis übernommen wurden. Im Sommer starteten erneut sieben Auszubildende, davon ein Auszubildender im Bereich IT. Wir stellen fest, dass die Anzahl der Bewerbungen auf unsere Ausbildungsplätze im gewerblichen Bereich von Jahr zu Jahr abnimmt und wir in diesem Jahr nicht alle Plätze besetzen konnten. Deshalb haben wir mit dem Betriebsrat vereinbart, dass wir gemeinsam intensiv darüber nachdenken bzw. daran arbeiten, wie wir noch attraktiver für junge Menschen werden können. Auch werden wir uns mit der Frage beschäftigen, inwieweit wir unsere Zielgruppe neu definieren müssen bzw. weiter fassen sollten. Im Geschäftsjahr 2022 wurde entschieden, eine Lehrwerkstatt bei Mannstaedt zu errichten. Dazu wurden bereits 2 hauptamtliche Ausbilder ausgewählt und benannt. Das Projekt der Lehrwerkstatt befindet sich aktuell in der Konzeptionierungsphase. Gesundheitsmanagement Die bewährten Angebote "JobRad" und "Firmenfitness" wurden weitergeführt. Ebenfalls wurde im Mai 2022 die Health & Safety Week durchgeführt. Das Thema Corona wurde aktiv betreut. Mitarbeiter wurden aufgeklärt und es wurden Testkapazitäten vor Ort vorgehalten. Ebenso wurden Impfangebote unterbreitet und von den Mitarbeitenden angenommen. Auf Führungsebene (Meister) wurde im Rahmen einer Schulung "Gesundes Führen" geschult, welches 2023 auf Ebene der Schichtverantwortlichen ausgerollt werden soll. 2.2.7. Umwelt, Qualitäts- und Energiemanagement Wir verfügen über folgende Zertifikate:
Die Mannstaedt GmbH nimmt als Betreiber eines Warmwalzwerkes seit 2013 am Europäischen Emissionshandel in Deutschland teil. Für das Jahr 2022 wurden dem Unternehmen Zertifikate im Umfang von ca. 12.495 Tonnen zugeteilt. Die Menge an ausgestoßenen CO 2 -Emissionen fiel im Vergleich zum Vorjahr 2021 um 11,4 % auf 16.761 Tonnen. Im Dezember 2022 stand das 2. Überwachungsaudit zum QM-System für die laufende Zertifizierungsperiode durch die LRQA an. Grundlage ist die ISO 9001:2015 und die IATF 16949:2016 (ergänzende Anforderungen für Automobilzulieferindustrie). Die LRQA-Auditoren attestierten eine gute Umsetzung der Anforderungen und hoben hervor, dass einige Tools deutlich verbessert und zweckmäßig an die Unternehmenspraxis angepasst wurden. Der Belegschaft und Führung konnte eine hohe Identifikation mit Ihren Prozessen bescheinigt werden. Trotzdem wurden vier Nebenabweichungen gefunden, welche zwar unkritisch sind, aber innerhalb 60 Kalendertage korrigiert und wirksam implementiert werden müssen. Die Aktivitäten zur Korrektur und Implementierung sind direkt nach dem Audit gestartet worden und werden bis zum gestellten Termin 12.02.2023 eingereicht und verifiziert. Das nächste Qualitätsaudit zum Jahresende 2023 wird ein Rezertifizierungsaudit für ISO 9001 und IATF 16949 sein. In 2022 wurde das LRQA-Überwachungsaudit zur DIN EN ISO 50001:2018 und zur DIN EN ISO 14001:2015 erfolgreich durchgeführt. Es wurden allerdings auch drei Punkte mit Verbesserungspotenzial im Auditbericht vermerkt. Diese Potentiale liegen in den Bereichen Umweltziele, Explosionsschutz und Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und sind entsprechend optimiert worden. 2.3. Lage 2.3.1. Ertragslage
Die Ertragslage entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr und dem Budget erfreulich. Die Absatzmenge erreichte im Geschäftsjahr 171,6 Tausend Tonnen und lag damit 6,5 % unter dem Absatzvolumen des Jahres 2021 und 4,4 Tausend Tonnen unter den Budgeterwartungen. Mit 299,3 Mio. € (Budget: 276,1 Mio. €) lag der Umsatz jedoch um 15,6 % über dem Vorjahreswert. Dies ist im Wesentlichen auf im Geschäftsjahr durchgesetzte Preiserhöhungen am Markt zurückzuführen, die aufgrund von Erhöhungen insbesondere der Rohstoff-, Energie- und Dienstleistungskosten mit den Kunden verhandelt wurden. Der Rohertragsquote sank leicht im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte aufgrund stark gestiegener Kosten beim Vormaterial, Energiekosten, Instandhaltungsaufwendungen und beschäftigten Leiharbeitnehmern. Die mit den Kunden verhandelten Preiserhöhungen konnten die deutlichen Kostensteigerungen kompensieren. Der Anstieg beim Personalaufwand ist auf Mehrarbeit aufgrund einer gestiegenen Krankenquote sowie zurückgestellten Gewinnbeteiligungsbestandteilen zurückzuführen. Die über den aktuellen Tarifvertrag der IG Metall eingeführte Inflationsausgleichsprämie wurde im Geschäftsjahr 2022 komplett aufwandswirksam erfasst. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist ein deutlicher Anstieg der Vertriebskosten aufgrund der verteuerten internationalen Frachtkosten sowie Beitragserhöhungen bei den bestehenden Versicherungen zu verzeichnen. Zusätzlich wurden höhere EDV-Kosten zur Weiterentwicklung der IT Systeme aufgewendet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die positive Entwicklung durch den Wegfall von Einmaleffekten aus dem Geschäftsjahr 2021 begründet. Das EBITDA liegt mit 37,5 Mio. € um 14,2 Mio. € über dem EBITDA des Vorjahres und um 13,4 Mio. € deutlich über dem Budget für das Jahr 2022. Das Finanzergebnis hat sich infolge der Rückzahlungen aufgenommener Darlehen bei der GMH Holding GmbH aufgrund des damit verbundenen niedrigeren Zinsaufwandes im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Das konzerninterne Darlehen betrug zum Bilanzstichtag 3,0 Mio. €. Die Zinsaufwendungen für die Pensionsrückstellung wirkten sich weniger stark als im Vorjahr aus. Mit 18,4 Mio. € liegt der Jahresüberschuss um 12,7 Mio. € über dem Vorjahresergebnis und um 11,8 Mio. € über den ursprünglichen Erwartungen für 2022. 2.3.2. Vermögens- und Finanzlage Analyse der Vermögensstruktur:
Das langfristig gebundene Vermögen betrug zum Jahresende 53,3 Mio. € (Vorjahr: 55,0 Mio. €) und verzeichnete Zugänge in Höhe von 8,9 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €). Demgegenüber betrugen die Abschreibungen 10,4 Mio. € (Vorjahr: 11,0 Mio. €). Die Vorräte stiegen um 4,4 Mio. € infolge eines Bestandsaufbaues, der mengen- und preisinduziert war. Des Weiteren sind die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände leicht gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die liquiden Mittel sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. Wir verweisen hier auf die Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung weiter unten in diesem Abschnitt. Analyse der Kapitalstruktur:
In 2022 stieg das Eigenkapital um 18,4 Mio. € aufgrund des Jahresüberschusses. Die Kapitalstruktur weist zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 34,7 % auf (Vorjahr: 26,6 %). Die Struktur und Höhe der mittel- und langfristigen Fremdmittel wurde hauptsächlich durch die Entwicklung der Pensionszusagen sowie der teilweisen Rückzahlung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter im Berichtsjahr beeinflusst. Innerhalb der kurzfristigen Fremdmittel kam es insbesondere aufgrund der Erhöhung der Rückstellungen für Steuern zu einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Die Rückführung des kurzfristigen Darlehens mit der GMHH reduzierte die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Das Working Capital setzte sich am Jahresende wie folgt zusammen:
* einschließlich verbundene Unternehmen und Gesellschafter, sofern aus Lieferungen und Leistungen Das Working Capital hat sich in 2022 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die Vorräte liegen um 4,4 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert. Dies liegt hauptsächlich an einem Bestandsaufbau, der von stark gestiegenen Vormaterialpreisen unterstützt wird sowie der Sicherstellung der Versorgung der Produktion auf Basis der aktuellen Auftragseingänge. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um 2,1 Mio. € gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in 2022 um 1,7 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Inanspruchnahme der ABS-Finanzierung stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Der Mittelzufluss aus dem Asset-Backed-Securities Programm erhöhte sich gegenüber Vorjahr um 7,2 Mio. €. Dies begründet sich vornehmlich durch den Umsatzanstieg in 2022, welcher zu einem Anstieg der zu verkaufenden Forderungen führte. Einzelheiten der Finanzlage gehen aus der nachfolgenden Kapitalflussrechnung hervor:
Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit liegt deutlich höher als im Vorjahr, was im Wesentlichen auf das gestiegene Jahresergebnis zurückzuführen ist. Negativ beeinflusst wird der Mittelzufluss durch den Anstieg des Working Capitals. Der negative Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich gegenüber Vorjahr aufgrund der gestiegenen Zugänge im Anlagevermögen leicht erhöht. Der positive Cashflow aus Finanzierungstätigkeit liegt im Liquiditätszuwachs aus dem ABS-Programm begründet, dem gegenläufig die Tilgung des Darlehens mit der GMH gegenübersteht. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:
2.4. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage Das Geschäftsjahr 2022 zeigte einen positiven Geschäftsverlauf, der im Wesentlichen durch die verhandelten Preiserhöhungen des Vertriebs begründet ist. Durch die Weitergabe der Preissteigerungen aus den Bereichen Vormaterial, Energie sowie Dienstleistungen konnten die signifikanten Kostensteigerungen ausgeglichen werden. Trotz leicht reduziertem Absatz konnte eine Steigerung des Umsatzes bei gleichzeitigem Anstieg der Kosten erzielt werden. Der Geschäftsverlauf des Jahres 2022 ist trotz der extrem anspruchsvollen Rahmenbedingungen aufgrund des Kriegs in der Ukraine, der Verwerfungen an den europäischen Energiemärkten, der fortwährenden Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Pandemie und der angespannten Lieferketten als positiv zu betrachten. Hier haben insbesondere die teilweise bereits in 2021 eingeleiteten Maßnahmen, die langfristig die Zukunft des Unternehmens absichern sollen, einen wesentlichen Beitrag geleistet. Die Finanzlage ist weiterhin gut, so dass auch zukünftig von einer gesicherten Finanzierung des Geschäftsbetriebes ausgegangen wird. Aufgrund der obigen Entwicklungen stellt sich der Geschäftsverlauf insgesamt als zufriedenstellend dar. 3. Berichterstattung zur voraussichtlichen Entwicklung/ Prognosebericht3.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen In Folge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine haben sich die konjunkturelle Lage und die Aussichten innerhalb der Eurozone erheblich verschlechtert. Die zunächst verringerten und dann später ganz ausbleibenden Gaslieferungen aus Russland haben zu starken Preissteigerungen geführt, die sowohl die gewerblichen wie auch die privaten Verbraucher stark belasten. Aufgrund verschiedener fiskalischer Maßnahmen und der unterschiedlichen Energieversorgung in den einzelnen Euroländern rechnet der Sachverständigenrat für das Jahr 2023 in der Gemeinschaftszone mit einer Wachstumsrate des realen Bruttoinlandprodukts von 0,3 %. 45 Die in Deutschland einseitig auf russisches Erdgas ausgerichtete Energiepolitik führte somit im besonderen Maße zu negativen Beeinträchtigungen für Wirtschaft und Verbraucher. Die bereits von Lieferkettenstörungen betroffene Industrie ist nun darüber hinaus mit stark steigenden Energiekosten konfrontiert und muss diese Kostensteigerungen sukzessive an den Endverbraucher weitergeben. 46 Stabilisierend sollte auf der Seite des verarbeitenden Gewerbes der vorhandene hohe Auftragsbestand sowie die angedachten Entlastungspakete wirken, die ebenfalls dem privaten Verbraucher zu Gute kommen dürften. 47 Trotz dieser Maßnahmen ist davon auszugehen, dass der private Konsum wesentlich abnehmen wird, was sich wiederum negativ auf das Wachstum auswirken könnte. 48 Der Sachverständigenrat erwartet für Deutschland in 2023 einen Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts von -0,2 % und eine Verbraucherinflation von 7,4 %, wobei diese Prognose mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet ist. 49 Der Stahlverband EUROFER rechnet für 2023 mit einem anhaltenden Rückgang der Stahlkonjunktur gegenüber 2022, wobei hier besonders das anhaltend hohe Niveau der Stahlimporte weiterhin Sorgen in der Branche verursacht. 50 Im Bereich der Automobilindustrie droht die Krise infolge der Inflation in eine rückläufige Nachfragesituation zu geraten. Geht der VDA für das Jahr 2022 aufgrund der aufgestauten Nachfrage noch von einem Zuwachs der inländischen PKW-Erzeugung um 7 % aus, so ist der Ausblick für das Jahr 2023 jedoch getrübt, da in fast allen wichtigen Märkten mit Ausnahme von China der Absatz noch weit unter dem Vorkrisenniveau liegt. 51 Nach einem positiven Jahr 2022 und einer Ausweitung der Produktionsmenge von rd. 1 %, welche im Wesentlichen durch die Nachfrage im Ausland gestützt wurde, erwartet der VDMA für den Bereich Maschinenbau für 2023 einen Rückgang der Produktionsmenge von 2 %. 52 Mobilität Für das Jahr 2023 erwartet LMC Automotive ein solides Wachstum der weltweiten Pkw-Produktion um 4,8 % auf 85,8 Mio. Einheiten, insbesondere begründet durch eine Besserung der globalen Lieferengpässe. 53 Damit wird die Produktion in diesem Jahr noch rund 2,9 Mio. Einheiten unter dem Vorkrisenjahr 2019 liegen. 54 Die europäische Pkw-Produktion dürfte im Vergleich zum Vorjahr mit einem Wachstum in Höhe von 7,1 % auf 16,9 Mio. Einheiten eine noch stärkere Aufwärtstendenz verzeichnen. Dabei werden in den meisten großen Produktionsländern dieser Region Zugewinne erwartet. Weniger Lieferengpässe bei Halbleitern, welche in Europa besonders prävalent waren, dürften hier zu angebotsseitigen Verbesserungen führen. 55 Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 liegt die Produktion auch in dieser Region dennoch um 4,3 Mio. Einheiten niedriger. 56 Der VDA prognostiziert, dass in Deutschland in 2023 rund 3,7 Mio. Pkw gefertigt werden; womit die Produktion 6 % höher als im Vorjahr ausfällt. Die Pkw-Produktion deutscher OEM in Deutschland wird bei ~3,5 Mio. Einheiten erwartet, was einem Plus von 1 % im Vergleich zum Jahr 2022 entspricht. Die Auslandsproduktion deutscher OEM wird voraussichtlich um +6 % auf 10,3 Mio. Einheiten deutlich stärker steigen. 57 Hinsichtlich des westeuropäischen Nutzfahrzeugmarktes 58 über 6 Tonnen ist im Geschäftsjahr 2023 von einem Wachstum von +4 % auf rd. 351 Tsd. Neuzulassungen auszugehen. In Deutschland werden laut VDA-Analysen voraussichtlich rd. 76 Tsd. Einheiten abgesetzt; rd. 4 % mehr als noch im Jahr zuvor. 59 Für das Jahr 2023 erwartet der VDA weiterhin angespannte Lieferketten, insbesondere hinsichtlich der Halbleiterversorgung, welche einen negativen Einfluss auf Produktion und Absatz in der Automobilindustrie haben könnten. Trotz einer zuletzt nachlassenden Inflationsdynamik dürften auch weiterhin deutliche Preissteigerungen zu erwarten sein und eine Herausforderung für diese Branche darstellen. Auch wenn die COVID-19-Pandemie in 2023 einen weniger großen Einfluss auf die Automobilindustrie haben dürfte, stellen potenzielle Lockdowns, wie z. B. in China, ein Risiko dar. 60 Energie Getrieben durch das weltweite Bevölkerungswachstum, den Energiebedarf der Industrieländer und steigende Lebensstandards in den Entwicklungs- und Schwellenländern, steigt die weltweite Energienachfrage wieder an, nachdem dieser Trend durch den Einbruch der Weltwirtschaft infolge der Covid-19-Pandemie kurzzeitig unterbrochen wurde. 61 So stieg der Welt-Primärenergieverbrauch in 2021 um 31 Exajoule (EJ), was den größten Anstieg in der Geschichte darstellt und den starken Rückgang im Jahr 2020 mehr als ausgleicht. 62 Auch in den kommenden Jahren wird in jeglichen Szenarien des BP Energy Outlooks ein weiteres Wachstum der globalen Energienachfrage 63 erwartet, wobei diese aufgrund von Energieeffizienzgewinnen im Betrachtungszeitraum bis zum Jahr 2050 in allen Szenarien ihren Höhepunkt erreichen wird. Im Szenario "Net Zero" erreicht der Gesamtenergieverbrauch Anfang der 2020er Jahre seinen Höhepunkt, im Szenario "Accelerated" um 2030 und im Szenario "New Momentum" Mitte der 2040er Jahre. Dabei sind die Aussichten für die Energienachfrage in den Schwellenländern bedingt durch das stärkere Wirtschaftswachstum und den zunehmenden Wohlstand weit besser als in den Industrieländern. 64 Hinsichtlich der Energienachfrage ist eine allmähliche Verschiebung der Energieträger zu beobachten, die durch eine abnehmende Bedeutung der fossilen Energieträger und einem raschen Ausbau der erneuerbaren Energien und Elektrifizierung gekennzeichnet ist. Standen fossile Brennstoffe im Jahr 2019 noch für ca. 80 % der globalen Primärenergie, so sinkt ihr Anteil bis 2050 in allen BP-Szenarien auf zwischen 60 % und 20 %. Ein rascher Ausbau der erneuerbaren Energien (Wind- und Sonnenenergie, Bioenergie und Geothermie) wird diese rückläufige Entwicklung jedoch ausgleichen. Ihr Anteil an der globalen Primärenergie steigt in den drei Szenarien von rund 10 % im Jahr 2019 auf 35 % bis 65 % im Jahr 2050. Dabei ist das Tempo, mit dem die erneuerbaren Energien das weltweite Energiesystem durchdringen, höher als bei jeder anderen Form von Brennstoff in der Geschichte. 65 Maschinenbau Für das Jahr 2023 erwartet der VDMA ein weiterhin schwieriges Marktumfeld und prognostiziert einen realen Produktionsrückgang in Höhe von 2 % im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. 66 Nominal dürfte die Produktion in 2023 um rd. 2,0 % auf 243 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr steigen. Der Umsatz dürfte ebenfalls nominal um 2,1 % auf dann 246 Mrd. Euro im Vorjahresvergleich steigen. 67 Der VDMA erwartet, dass der Ukraine-Krieg mit all seinen Folgen sowie die hohe Inflation den deutschen Maschinen- und Anlagenbau auf lange Zeit belasten wird. Zudem sind Materialengpässe, Schwierigkeiten in der Lieferkette und zunehmend protektionistische Tendenzen in der Weltwirtschaft Herausforderungen, mit denen die Branche konfrontiert wird. 68 Auch wenn der VDMA für das Jahr 2023 ein unverändert herausforderndes Marktumfeld erwartet, hat sich die Stimmung in dieser Branche im Vergleich zu den ersten Monaten nach dem Beginn des Ukraine-Krieges zuletzt aufgehellt. So blicken in einer Verbandsumfrage knapp die Hälfte der Unternehmen optimistisch oder verhalten optimistisch auf das Jahr 2023. 69 3.2. Geschäftsverlauf 3.2.1 Absatz Die Mannstaedt GmbH plant für 2023 mit einer Absatzmenge von rd. 165,5 Tausend t. Damit läge der Absatz um etwa sechs Tausend t unter dem Vorjahresniveau. Der leichte Absatzrückgang lässt sich durch die aktuell vorhandene konjunkturelle Einschätzung einer kommenden Rezession begründen. Es gibt keine wesentlichen Veränderungen im Kunden- bzw. Produktportfolio. Auf der Basis der vorgenannten Absatzmenge erwarten wir für das Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von rd. 300,0 Mio. €. 3.2.2 Beschaffung Bei der Beschaffung aller zur Produktion benötigten Materialien im Allgemeinen und dem Vormaterial und Energie im Besonderen erwarten wir signifikante Preisanstiege. Das Marktumfeld wird sich stark abhängig von politischen Entscheidungen entwickeln. Von Verteuerungen gehen wir auch in 2023 weiterhin aus. Schrott Vor dem Hintergrund der bereits beschriebenen aktuellen Rahmenbedingungen sind Prognosen für den wirtschaftlichen Verlauf im nächsten Jahr besonders schwierig. Bezogen auf die weitere Entwicklung in der Stahlindustrie sieht worldsteel im Short Range Outlook zumindest in globaler Hinsicht eine leichte Erholung des Bedarfs um etwa 1 %. 70 Dagegen stehen insbesondere in den entwickelten Regionen wie USA und EU die konjunkturellen Risiken durch Inflation und gestiegene Zinsen, die sich negativ auf stahlintensive Bereiche wie die Bauwirtschaft, den Maschinenbau sowie den Konsumbereich auswirken dürften. Speziell in der EU birgt zudem die bestehende Problematik der Gasversorgung ein zusätzliches Abwärtsrisiko. 71 Bei dieser Gemengelage würde eine stabile Stahlproduktion innerhalb der EU insgesamt noch ein positives Szenario ergeben. Mit Blick auf die europäische Schrottwirtschaft könnte sich die Absatzsituation jedoch besser darstellen. Zum einen durch die steigende Nachfrage an CO 2 -armen Stahl und zum anderen durch den internationalen Schrottmarkt, da der Ausbau von Elektrostahlkapazitäten weiter vorangetrieben wird und dadurch eine zusätzliche Nachfrage entstehen könnte. 72 Zu Jahresbeginn ist zunächst wieder mit einem höheren Schrottbedarf der Stahlwerke zu rechnen, da viele die Produktion in den letzten beiden Monaten des Jahres 2022 heruntergefahren haben. Zudem greift in Deutschland der Energiepreisdeckel, der die Kostensituation der Werke unmittelbar verbessert. Dies sollte vor dem Hintergrund der schwachen Bevorratung vieler Werke zumindest kurz nach dem Jahreswechsel zu Preissteigerungen beim Stahlschrott führen. 73 Die weitere Vorhersage der Bedarfs- und Preisentwicklung ist mit vielen Unwägbarkeiten belegt. Eine bedeutende Rolle könnte dabei der Exportmarkt spielen, der von den türkischen Verbrauchern dominiert wird. Gerade die türkische Stahlproduktion hat Potential für eine Vorwärtsentwicklung, da die Produktion im letzten Jahr im Zeitraum von Januar bis November um 12,3 % nachgegeben hat. 74 Dies könnte auf der Preisseite eine Gegenkomponente darstellen zum oben beschriebenen Szenario einer unter dem Druck der Gasversorgung, Inflation und steigender Zinsen schwächelnden deutschen bzw. europäischen Stahlindustrie. Unter diesen Prämissen wäre ein mittleres Preisband für das Gesamtjahr 2023 zwischen 340 und 380 €/t für die Sorte BDSV 2/8 denkbar. 75 Bei dieser Annahme läge der Jahresdurchschnittspreis im Mittel um etwa 75 €/t unter dem des Vorjahres. Positive wie negative Entwicklungen der Schrottpreise werden in der Regel über Materialteuerungszuschläge an die Kunden weitergegeben. Legierungen Nach einem starken Preisanstieg der Märkte für Massen- und Edellegierungen ab Februar 2022 sehen Markteinschätzungen für das erste Quartal 2023 für die Massenlegierungen ein fallendes und für die Edellegierungen ein stabiles Preisniveau vor. Mit Ende des zweiten Quartals 2023 besteht die Erwartung einer Stabilisierung der Preisentwicklung, welche nach jetziger Einschätzung bis zum Jahresende 2023 Bestand hat. 76 Positive wie negative Entwicklungen der Legierungspreise werden in der Regel über Materialteuerungszuschläge an die Kunden weitergegeben. Strom/ Gas Nach der deutlichen Erhöhung der Marktpreise für Strom und Erdgas auf den Kurz- sowie Langfristmärkten im Jahr 2022 ist für das Jahr 2023 weiterhin von einem hohen Preisniveau auszugehen. Gegenüber dem derzeitigen Frontjahr 2023 notieren die Terminmarktprodukte ab 2024 zwar mit Abschlägen, gestützt werden die Strom- und Erdgaspreise jedoch durch die unvermindert angespannte Angebotssituation. Abwärtspotential könnte durch eine Rezession und die damit verbundene nachlassende Nachfrage nach Energie entstehen. 77 Die Emissionszertifikate haben im Kontext der Energiekrise in 2022 eine unterjährige Korrektur erfahren und notieren zum Berichtszeitpunkt nach Preisanstiegen im dritten und vierten Quartal 2022 wieder bei 88 €. Im Gegensatz zu zurückliegenden Berichtsperioden haben Zertifikatspreise derzeit nur eine untergeordnete Bedeutung für die Preisbildung der Strom- und Gaspreise. 78 Die Kosten der Netznutzung für Strom und Erdgas werden im Jahr 2023 gegenüber der Vorperiode trotz regulatorischer Eingriffe gruppenweit im Durchschnitt deutlich ansteigen. 79 Die Versorgungssicherheit mit Strom und Gas ist zum Berichtszeitpunkt für den Jahresbeginn 2023 grundsätzlich gewährleistet. Inwieweit für den weiteren Jahresverlauf eine gesicherte Gasversorgung dargestellt werden kann, wird entscheidend von der politisch angestrebten Reduzierung der Nachfrage sowie der Inbetriebnahme der geplanten LNG Terminals abhängen. 80 Weiterhin ist bei allen energierelevanten Commodities mit einer höheren Volatilität der Preise zu rechnen. 3.2.3 Produktion Die Produktion wird auf dem erreichten Niveau fortgeführt. Hauptaugenmerk werden neben prozessualen Abläufen auch auf Verbesserungen im Ausbringen gelegt. 3.2.4 Investitionen Für das Jahr 2023 sind Investitionsausgaben in Höhe von ca. 12 Mio. € geplant. Die wesentlichsten Investitionen werden hierbei in neue Walzen und Werkzeuge sein (ca. 5 Mio. €). 3.2.5 Finanzierung Die Finanzierung der geplanten Investitionen erfolgt über den Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Das ABS-Programm hat aktuell eine Laufzeit bis September 2028 und wird in 2023 unverändert weiterlaufen. Auch für das Geschäftsjahr 2023 wird entsprechend der Unternehmensplanung mit einer Einhaltung der Financial Covenants auf Gruppenebene gerechnet. 3.2.6 Personal Das Programm "Zukunft Mannstaedt", welches das langfristige Fortbestehen des Unternehmens sichern soll, wird weitergeführt. Zur Aufrechterhaltung der Produktion werden auch in 2023 Leiharbeitskräfte benötigt. Aufgrund des vorherrschenden Fachkräftemangels wird es zunehmend problematischer qualifiziertes Personal zu finden. Um diesem Trend proaktiv entgegenzusteuern, wird Mannstaedt in 2023 eine Ausbildungswerksatt einführen, welche sich vorrangig auf die Ausbildung von technischen Auszubildenden konzentriert. Insgesamt wird die neue Ausbildungswerkstatt in der Spitze 45 Auszubildende umfassen. Ferner werden voraussichtlich 6 Auszubildende in 2023 ihre Ausbildung beenden und ihre Tätigkeiten bei der Mannstaedt GmbH aufnehmen. 3.2.7 Umwelt, Qualität und Energiemanagement Ziel ist es, die bestehenden Qualifizierungen zu erneuern und weiter den Weg zum Ziel des "Green Steels" zu bestreiten. Zudem werden die eingeleiteten Maßnahmen zur Energieeinsparung fortgeführt und ausgeweitet. Vor diesem Hintergrund wird mit einer moderaten Verringerung der benötigten CO 2 -Zertifikate gerechnet. 3.3 Lage Aufgrund der Erwartungen und Kenntnissen auf der Absatz- und Beschaffungsseite gehen wir von einem herausfordernden Jahr für das Unternehmen aus. Unsere kosten- und leistungsverbessernden KVP-Maßnahmen und das Optimierungsprogramm "Zukunft Mannstaedt" werden in 2023 fortgeführt und ergebnisverbessernd wirken. 3.3.1 Ertragslage Unter der Annahme, dass die Prognosen über die konjunkturelle Entwicklung, über die Entwicklung der Ergebnisverbesserungseffekte aus den laufenden Maßnahmenprogrammen und keine sonstigen Ereignisse auftreten, die unsere Geschäftstätigkeit negativ beeinflussen, erwarten wir für 2023 ein positives Betriebsergebnis (EBITDA) in Höhe von 30,1 Mio. €. Der Jahresüberschuss wird mit 10,7 Mio. € erwartet. 3.3.2 Vermögens- und Finanzlage Aus dem Konsortialkreditvertrag stehen der Mannstaedt GmbH Linien bzw. Abzweiglinien in Höhe von 10,5 Mio. € zur Verfügung. Weitere Liquidität kann das Unternehmen als Kreditnehmerin des Konsortialkredits jederzeit hieraus abrufen. Aufgrund der positiven Entwicklung der liquiden Mittel wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Teil des bestehenden Gesellschafterdarlehens in Höhe von 5,0 Mio. € getilgt. Hierdurch ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres ein verbleibendes Gesellschafterdarlehen von 3,0 Mio. €. Auf Basis des Jahresabschlusses 2022 und der Planung für das Geschäftsjahr 2023 wird im Juni 2023 eine Gewinnausschüttung erwartet, die noch mit den Gesellschaftern abzustimmen ist. Der hierzu notwendige Bedarf an liquiden Mitteln wird durch das erwartete operative Geschäft, sowie durch die Nutzung der zur Verfügung stehenden Fremdkapitalmittel abgedeckt. 4. Chancen- und Risikobericht4.1. Chancenmanagement Die systematische Suche nach Chancen ist ein bedeutender Teil des Managementprozesses der Mannstaedt GmbH. In regelmäßigen Führungs- und Strategierunden werden interne Prozesse hinterfragt, um über Managementmethoden wie PDCA 81 -Zyklen und Wertstromanalysen Verbesserungen aufzuzeigen, zu implementieren sowie die Ergebnisse messbar zu machen. Auch wird das Marktumfeld aufgenommen und analysiert. Aus diesen Informationen werden konkrete Marktchancen abgleitet und unter Berücksichtigung der internen Kompetenzen und Ressourcen auf ihre Realisierbarkeit untersucht und bewertet. Bei den Analysen kann die Mannstaedt GmbH aufgrund ihrer Einbindung in den GMH-Verbund auf das Knowhow, die Ressourcen und den Erfahrungsschatz mehrerer Schwesterunternehmen zurückgreifen. 4.2. Risikomanagement Zur Identifizierung von Risiken und Abweichungen werden vom Controlling wöchentlich EDV-gestützt Informationen aus den einzelnen Abteilungen des Unternehmens erhoben. Die Daten werden mit den entsprechenden Werten der Vorwochen verglichen und analysiert. Daneben lässt das monatliche Berichtswesen mit einem umfangreichen Daten- und Kennzahlenspektrum Abweichungen erkennen, um geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Ergänzend wird eine rollierende 3-Monats-Vorschau als Steuerungsinstrument verwendet. Neben den vorstehend aufgeführten Maßnahmen ist das Unternehmen in das übergreifende Risikomanagement-System der Georgsmarienhütte Holding GmbH eingebunden. Das Risikomanagement-System schafft unserer Einschätzung nach die Bedingungen zur Erfüllung der Anforderungen an ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement für jedes einzelne Gruppenunternehmen. Aufgabe des Risikomanagements ist es, alle Mitarbeiter der Gruppe zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Risiken zu veranlassen. Weiterhin sollen damit die Förderung des Risikobewusstseins und eine Weiterentwicklung der Risiko- und Überwachungskultur erfolgen. Die Risikoinventurliste wird vierteljährlich überarbeitet und die Ergebnisse der Georgsmarienhütte Holding GmbH mitgeteilt. Auftretende Ad-hoc-Risiken, die nennenswerte Auswirkungen auf die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung haben können, werden unverzüglich kommuniziert und dokumentiert. Im Rahmen der laufenden Revisionstätigkeit wird nicht nur die Vorlage des Risikomanagement-Handbuches und der entsprechenden Inventur, sondern auch der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken geprüft. Soweit Risiken versichert werden können und eine Versicherung wirtschaftlich sinnvoll ist, wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht (Warenkreditversicherung, Fremdwährungen, Zinsen, Sach- und Haftpflichtversicherungen). 4.3 Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken Wie bereits in den Vorjahren werden im Unternehmen seitens des Qualitätswesens regelmäßige interne Prozessaudits in den einzelnen Produktionsbereichen durchgeführt, um die Qualität der Produkte zu gewährleisten. Darüber hinaus unterliegt die Mannstaedt GmbH wiederkehrenden externen Audits, die sich aus der Pflicht zur Zertifizierung ergeben. Zusätzlich finden zum Teil Audits durch vom Kunden beauftragte Prüfer statt. Zudem ist die Prozesssicherheit in der Produktion von entscheidender Bedeutung. Risiken liegen hierbei vor allem in der zum Teil alten Anlageninfrastruktur. Operative Risiken bestehen zudem auf der Seite des Materialeinkaufes entlang der Supply Chain. Darüber hinaus bestehen Risiken in der vorhandenen IT-Prozesslandschaft sowie in der Abhängigkeit von einzelnen Kompetenzträgern, intern wie extern. Ferner bestehen Risiken auch aus der IT-Infrastruktur heraus. Ein Großteil der Netzwerkkomponenten sind so alt, dass Netzwerkausfälle drohen, die Produktionsausfälle zur Folge haben. Weiterhin bestehen Risiken aus der Vertriebsstrategie. Aufgrund der Wettbewerbssituation besteht trotz aller Bemühungen immer das Risiko, dass wichtige Kunden abspringen oder Produkte wegfallen beziehungsweise substituiert werden. Eine Fokussierung in neue Märkte kann als Risiko die Erreichbarkeit des hinterlegten Mengen- und Absatzszenarios enthalten. Bei der Beschaffung von Vorprodukten unterliegt die Mannstaedt GmbH unter anderem dem Risiko steigender Einkaufspreise bzw. stark volatiler Preise. Maßnahmen zur Reduktion dieses Risikos sind Vereinbarungen zur Weitergabe von variablen Preisbestandteilen (zeitversetzt) insbesondere in den Bereichen Schrotte und Legierungen etc. sowie der Abschluss von Mengenkontrakten. Das Risiko besteht darin, dass über mehrere Monate andauernde Legierungs- und Schrottpreissteigerungen zu erheblichen Mehrbelastungen führen können. Chancen würden sich ergeben bei einer höheren Menge, einer besseren Absatzstruktur oder einer positiven Entwicklung bei der Marge. 4.4 Finanzwirtschaftliche Risiken Ein finanzielles Risiko besteht aufgrund des Ausfallrisikos bei Forderungen. Wir erhalten nicht für alle Kunden ausreichende Warenkreditversicherungen. Wir versuchen dieses Risiko durch Vereinbarung von Vorauskasse sowie offenen und kritischen Dialog mit Kunden und Warenkreditversicherer zu reduzieren, können aber Forderungsausfallrisiken nicht komplett ausschließen. Soweit Auftragsrisiken versichert werden können, wird von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht oder entsprechende Zahlungsbedingungen mit Kunden vereinbart. Ein Teil unserer Umsätze wird in Fremdwährungen abgerechnet. Ein Währungsrisiko bei bestehenden Aufträgen besteht nicht, da diese sofort gegen Währungsschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente abgesichert werden. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente wird fortlaufend durch unser Risikomanagementsystem überwacht. Mittel- und natürlich auch langfristig hat die Entwicklung der Fremdwährungen, insbesondere des USD und des Yen, einen spürbaren Einfluss auf unser Ergebnis. Ein entwicklungsbeeinträchtigendes Risiko sehen wir aber nicht. Zinsrisiken bestehen für die Mannstaedt GmbH, da sich der Finanzierungszins aus dem ABS-Programm an dem EURIBOR für Dreimonatsgeld zuzüglich einer festen Zinsmarge orientiert. Die für ein effizientes Liquiditätsmanagement erforderlichen Informationen werden durch eine fortlaufende aktualisierte und rollierende Finanzplanung sowie durch eine tägliche Finanzvorschau überwacht. Die für die Finanzierung der Mannstaedt GmbH über den Konsortialkredit und das ABS-Programm im Konzernabschluss der Georgsmarienhütte Holding GmbH einzuhaltenden Finanzkennzahlen werden aus Sicht der Geschäftsführung eingehalten. 4.5 Sonstige Risiken Neben Naturkatastrophen ist das Unternehmen auch Risiken durch Feuer und Unfällen ausgesetzt. Durch Versicherungen sind wesentliche Elementarrisiken abgedeckt. Die eventuelle Schadenhöhe beschränkt sich hierbei auf die vereinbarte Selbstbeteiligung. Aufgrund der Corona-Pandemie, den damit verbundenen Schutzmaßnahmen der verschiedenen Regierungen und tiefen Einschnitten in logistische Abläufe sind weitere Beeinträchtigungen unserer Geschäftstätigkeit und damit verbundene Umsatzeinbußen beziehungsweise Inflationsrisiken nicht ausgeschlossen. Mittel- bis langfristige Risiken bestehen aufgrund der Höhe bei den Energiekosten und deren weitere Entwicklung, auf die wir keinen Einfluss nehmen können und die aus heutiger Sicht nicht absehbar ist. 4.6 Gesamtbild der Risikolage Langfristig betrachtet verändert sich das Marktumfeld durch die zunehmende Dekarbonisierung Deutschlands zu unseren Ungunsten. Es sind weiterhin erhebliche Anstrengungen auf der Vertriebs- und Prozessseite sowie Effizienzsteigerungen zu unternehmen, um die Ergebnis- und Liquiditätssituation aufrechtzuerhalten und langfristig dem steigenden Wettbewerbsdruck standhalten zu können. Die Entwicklung der gesamtpolitischen Lage insbesondere des Ukraine-Krieges wird weiterhin als bedeutendes Risiko eingeschätzt. Insbesondere sind hier die Risiken und Unsicherheiten in Bezug auf die Versorgungssicherheit mit Rohstoffen und Betriebsmitteln sowie das Einhalten von bestehenden Lieferketten zu nennen. Aufgrund der allgemein angestiegenen Risiken im Vergleich zum Vorjahr und der dadurch bedingten Ausstrahlung auf einzelne Branchen, ist die Gesamtrisikolage der Gesellschaft höher einzustufen als im Vorjahr. 5. Erklärung zur UnternehmensführungDie Prinzipien verantwortungsbewusster und guter Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungsgremien der Mannstaedt GmbH. Aufsichtsrat und Geschäftsführung achten daher auf eine angemessene Berücksichtigung von weiblichen Führungskräften in den ersten beiden Management-Ebenen unterhalb der Geschäftsführung der Mannstaedt GmbH. Am 30. November 2022 wurde in der außerordentlichen Gesellschafterversammlung der Gesellschaft beschlossen, dass der Frauenanteil im Aufsichtsrat 33% betragen soll. Der Zielwert gilt bis zum 31. März 2027. Des Weiteren wurde beschlossen, dass auf Ebene der Geschäftsführung kein Mandat mit einer Frau besetzt werden muss. Begründet wird dies wie folgt: Die Gesellschafter entscheiden bei der Besetzung von Geschäftsführungspositionen bei der Mannstaedt GmbH stets nach bester Qualifikation und Eignung zum Wohle des Unternehmens. Wir sind mit der aktuellen Besetzung in der Geschäftsführung der Mannstaedt GmbH gut aufgestellt und haben eine notwendige Altersnachfolge in den Positionen der Geschäftsführung bereits eingeleitet. Weitere Wechsel stehen in den nächsten Jahren nach heutiger Sicht nicht an. Wenn eine Geschäftsführungsposition neu zu besetzen ist, plant die Gesellschafterversammlung, den Frauenanteil zu erhöhen, wobei das Kriterium "Geschlecht" nicht zum einzig leitenden Kriterium bei der Auswahl von geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten heranzuziehen ist. Bei dem derzeitigen angespannten Bewerbermarkt ist eine solche Einschränkung des Kandidatenmarktes im Sinne einer verantwortungsvollen Unternehmensführung im schwierigen Marktumfeld der Stahlbranche nicht zielführend. Der Zielwert gilt bis zum 31. März 2027. Zum 31. Dezember 2022 betrug der Frauenanteil 5,33% an der Gesamtbelegschaft von insgesamt 638 Personen. Somit ist der Frauenanteil der Mannstaedt GmbH in etwa gleichgeblieben. Die Leitungsebenen setzten sich wie folgt zusammen:
Die Geschäftsführung der Mannstaedt GmbH hat in ihrer Sitzung vom 1. Dezember 2022 folgendes beschlossen: Der Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung soll jeweils 20% betragen. Die Zielgröße orientiert sich an der Vorgabe für den Frauenanteil innerhalb der GMH Gruppe. Der Zielwert soll bis spätestens 31. März 2027 erreicht werden. In vollen Personenzahlen bedeutet dies aktuell für die Ebene 1 zwei Frauen und für die Ebene 2 vier Frauen. Damit wird die Quote auf der ersten und zweiten Führungsebene zum 31. Dezember 2022 nicht erreicht.
Troisdorf, 24. Februar 2023 Mannstaedt GmbH Dr. Michael Merz Sebastian Ahrens
1 vgl. Handelsblatt vom 03.01.2022; Konjunktur;
Der Post-Corona-Boom fällt aus
Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine AngabenDie Mannstaedt GmbH hat ihren Sitz in Troisdorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Siegburg (HR B 3082). Die Mannstaedt GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. Im Geschäftsjahr wurde erstmals die kongruente Bewertung von Pensionsrückstellungen und Rückdeckungsansprüchen gem. IDW RH FAB 1.021 umgesetzt. Hieraus resultiert ein Bewertungsänderungseffekt, der unter den Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung als Effekt von außergewöhnlicher Bedeutung angegeben ist. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, WährungsumrechnungEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei wird entgeltlich erworbene EDV-Software über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Aktivierungswahlrecht für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Sinne des § 248 Abs. 2 HGB wird nicht angewendet. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, bei abnutzbaren Vermögensgegenständen abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Während Gebäude in Abhängigkeit von dem Jahr der Herstellung über eine Nutzungsdauer von bis zu 40 Jahren abgeschrieben werden, erfolgt die Abschreibung der übrigen Sachanlagen über einen Zeitraum von 3 bis 20 Jahren. Gebraucht erworbene Anlagegüter werden verkürzt abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen im Zugangsjahr grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie notwendige Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Bestimmte Werksgeräte werden zu Gruppen gleichartiger oder annähernd gleichwertiger Vermögensgegenstände zusammengefasst und mit dem gewogenen Durchschnittswert angesetzt. Alle anderen Gegenstände des Sachanlagevermögens werden einzeln bewertet. Eingeschnittene Walzen werden verbrauchsabhängig abgeschrieben. Walzen, die länger als drei Jahre nicht eingesetzt wurden, werden auf ihren Schrottwert abgeschrieben. Zuschreibungen, auf die wegen Ungängigkeit abgewerteten Walzen erfolgten, wenn die Walzen wieder in der Produktion eingesetzt wurden. Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu € 1.000,00 betragen, werden abweichend von den ertragsteuerlichen Regelungen im Zeitpunkt ihres Zugangs als Aufwand behandelt. Beim Abgang von Anlagegegenständen werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die aufgelaufenen Abschreibungen zum Zeitpunkt des Ausscheidens ausgebucht. Bei den Abgängen der gruppenbewerteten Werksgeräte und der Ersatz- und Reserveteile wird unterstellt, dass die betreffenden Gegenstände der jeweils ältesten Untergruppe zuzuordnen und mit deren gewogenem Durchschnittswert anzusetzen sind. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Rückdeckungsversicherungen, durch die entsprechende Versorgungszusagen kongruent abgesichert sind, werden nach dem Deckungskapitalverfahren mit dem Erfüllungsbetrag der korrespondierenden Rückstellungen angesetzt (Passivprimat). Im Fall der Überversicherung wird der übersteigende Teil zum steuerlichen Aktivwert bewertet. Die Rückdeckungsversicherungsansprüche sind im Rahmen eines Treuhandvertrags (CTA) an einen Treuhänder übertragen und werden daher nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und/oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt grundsätzlich zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten enthalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile des § 255 Abs. 2 HGB. Rechte zur Emission von CO 2 -Gasen werden unter den Vorräten (Hilfs- und Betriebsstoffe) bilanziert. Erstausstattungen an Emissionsrechten, die unentgeltlich erworben wurden, werden mit Anschaffungskosten von € 0,00 erfasst. Entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungskosten erfasst. Werterhöhungen der aktivierten Emissionsrechte werden nur im Rahmen einer Veräußerung realisiert. Wertminderungen der entgeltlich erworbenen Emissionsrechte werden erfasst, wenn der Marktpreis des Emissionsrechts unter die Anschaffungskosten gefallen ist. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos und des Zinsrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1,00 % auf die nicht delkredereversicherten und nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Durch Forderungsverkäufe im Rahmen von ABS-Transaktionen wird der Forderungsbestand gemindert, soweit ein Ankauf von angedienten Forderungen durch den Erwerber vorgenommen wurde. Kaufpreisabschläge aus ABS-Transaktionen wurden insoweit aktiviert, wie sie im Rahmen der Wertaufhellungsphase durch Zahlungen der Kunden sicher entstanden sind. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind - bei Anwendung der Nettomethode - mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet, wobei bei der Anwendung der Richttafeln ein unternehmensspezifischer Abschlag von 66 % bezüglich des Invaliditätsrisikos vorgenommen wurde. Die Verpflichtungen wurden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,79 % für eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB) abgezinst. Zudem wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,50 % und Rentensteigerungen von jährlich 1,50 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von 1,00 % p.a. unterstellt. Bei verpfändeten oder im Rahmen eines Treuhandvertrags (CTA) an einen Treuhänder übertragenen Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen) wurden diese mit bestehenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines individuellen Rechnungszinssatzes und auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Es wurden keine jährlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für Altersteilzeit enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft. Die Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen umfassen neben pauschalen alle erkennbaren Einzelrisiken. Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungsmaßnahmen werden gebildet, soweit diese voraussichtlich in den ersten drei Monaten des Folgejahres ausgeführt werden. Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Erhaltene Beihilfen aus der Strompreiskompensation werden innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten passiviert, solange und soweit die ökologischen Gegenleistungen noch nicht durchgeführt wurden, und im Zeitpunkt der Durchführung der ökologischen Gegenleistungen als Aufwandszuschuss ertragswirksam vereinnahmt bzw. als Investitionszuschuss von den (angefallenen) Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abgesetzt, falls die ökologischen Gegenleistungen zu einer Aktivierung führen. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bzw. bei bestehender Bewertungseinheit zum Sicherungskurs erfasst. Nicht in Bewertungseinheiten einbezogene Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein Steuersatz von 30 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,175 % für die Gewerbesteuer). Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern, so dass sich aufgrund der Nichtausübung des Aktivierungswahlrechts insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die den Saldierungsbereich betreffenden aktiven und passiven latenten Steuern resultieren aus folgenden temporären Differenzen:
3. Erläuterungen der BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im (Brutto-)Anlagenspiegel (Bestandteil des Anhangs) dargestellt. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Unter dem Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind Beträge ausgewiesen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Diese betreffen Guthaben auf Reservekonten aus ABS-Transaktionen in Höhe von T€ 263 (Vorjahr T€ 244). Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 1.503. Zum Bilanzstichtag greift eine hieraus resultierende Ausschüttungssperre nicht, da ausreichend frei verfügbare Rücklagen (Gewinn- und Kapitalrücklagen) vorhanden sind. Bei den Pensionsrückstellungen sind Verrechnungen mit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB vorgenommen, die sich wie folgt zusammensetzen:
Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 15, 'Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge') wurden mit Zinszuführungen (T€ 583, 'Zinsen und ähnliche Aufwendungen') gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Nach Saldierung verbleiben hieraus unter dem Posten 'Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge' T€ 3 und unter dem Posten 'Zinsen und ähnliche Aufwendungen' T€ 571. Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeiten Spiegel:
(Werte in Klammern geben die Vorjahreswerte an.) Für die ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen am Bilanzstichtag Bankbürgschaften für T€ 145 Verbindlichkeiten aus Fördermitteln, ansonsten keine weiteren angabepflichtigen Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern resultieren in Höhe von T€ 3.000 (Vorjahr T€ 8.000) aus Darlehen und im Übrigen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, in voller Höhe aus Lieferungen und Leistungen. Die Erstattung der Strompreiskompensation 2021 ist an Auflagen der DEHSt geknüpft. Bis Ende 2024 müssen ökologische Gegenleistungen durchgeführt werden. Vor diesem Hintergrund wird die erhaltene Strompreiskompensation in Höhe von T€ 186 für das Kalenderjahr 2021 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. 4. Erläuterungen der Gewinn- und VerlustrechnungDie erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Die periodenfremden Erträge, die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten sind, setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 101 (Vorjahr T€ 181) enthalten. Der Personalaufwand enthält Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung aus der erstmaligen Anwendung des IDW RH FAB 1.021 in Höhe von T€ 45. In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 957 (Vorjahr T€ 1.232) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 730 (Vorjahr T€ 620), wovon T€ 530 (Vorjahr T€ 543) aus dem Abgang von Gegenständen des Sachanlagevermögens bestehen. Des Weiteren enthält der Posten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 86 (Vorjahr T€ 193). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 621 (Vorjahr T€ 766). 5. BewertungseinheitenDie Gesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungs- und Preisrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Dazu gehören insbesondere Devisentermingeschäfte. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts sowie der damit verbundenen Geschäfte und Finanzierungsvorgänge beschränkt. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen. Sofern die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, werden Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die sog. Einfrierungsmethode angewendet. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Absatzgeschäften in USD und JPY wurden Devisentermingeschäfte abgeschlossen. In diesem Zusammenhang wurden Fremdwährungsforderungen und schwebende Absatzgeschäfte mit Währungsderivaten gleichen Nominalvolumens zu homogenen Portfolio-Bewertungseinheiten je Währung zusammengefasst. Darüber hinaus wurden in Fremdwährung lautende, hochwahrscheinliche Absatzgeschäfte antizipativ mit Währungsderivaten unterlegt. Die Anpassung der entsprechenden Portfolien erfolgt laufend. Fällige Sicherungsgeschäfte werden, sofern erforderlich, prolongiert. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten wird mit der Critical-Term-Match Methode gemessen. Es wird ein Wertausgleich von 100% erwartet. Alle Transaktionen sind jeweils fällig im Jahr 2023. Die zu Bewertungseinheiten zusammengefassten Devisentermingeschäfte und Grundgeschäfte stellten sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt dar:
* Bewertung nach der Mark-to-Market-Methode; positver (+) / negativer (-) Martkwert Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Die Devisentermingeschäfte weisen zum 31.12.2022 folgende Fälligkeiten auf:
6. Sonstige Angabena) Haftungsverhältnisse Die Mannstaedt GmbH haftet als Garantin gesamtschuldnerisch im Rahmen eines gruppenweiten Konsortialkreditvertrages und eines Schuldscheindarlehens für die Kreditinanspruchnahmen durch verbundene Unternehmen. Zum Bilanzstichtag beträgt die Haftung aus dem Konsortialkreditvertrag T€ 116.844 sowie aus dem Schuldscheindarlehen T€ 80.000. Eine Inanspruchnahme der Gesellschaft aus der Garantie ist grundsätzlich insoweit beschränkt, als dass das Stammkapital der Gesellschaft hierdurch nicht angegriffen oder weiter vermindert werden darf (§§ 30, 31 GmbHG). Eine potenzielle Verwertung von Vermögensgegenständen der Gesellschaft wäre zudem beschränkt auf nicht betriebsnotwendiges Vermögen mit erheblichen stillen Reserven. Ungeachtet dieser Garantiebeschränkung geht die Geschäftsführung davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist. b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte Am Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
Der Einsatz von Miet-, Leasing- und Pachtverträgen dient der Verbesserung der Bilanzstruktur sowie der Verteilung des Liquiditätsabflusses über mehrere Perioden. Die Abflüsse liquider Mittel in künftigen Perioden stellen dabei sowohl ein Risiko als auch einen Vorteil dar. Die Gesellschaft verkauft Forderungen im Rahmen von revolvierenden ABS-Transaktionen. Mit diesem Programm werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt, Finanzierungskosten reduziert und die latenten Ausfallrisiken im Forderungsbestand an den Erwerber übertragen. Zum Bilanzstichtag sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 26.739 (Vorjahr T€ 23.556) veräußert. Nach Abzug der Guthaben auf den Reservekonten in Höhe von T€ 3.238 (Vorjahr T€ 3.475) sind hieraus Finanzmittel in Höhe von T€ 23.501 (Vorjahr T€ 20.081) zugeflossen. Weiterhin resultierten aus Zahlungseingängen auf verkaufte Forderungen vor dem Bilanzstichtag, die noch nicht weitergeleitet wurden, Mittelzuflüsse in Höhe von T€ 11.599 (Vorjahr T€ 7.866). c) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die der Angabepflicht des § 285 Nr. 21 HGB unterliegen, lagen im Geschäftsjahr 2022 nicht vor. d) Arbeitnehmer Es waren ohne Auszubildende durchschnittlich beschäftigt:
e) Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen:
Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführung wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. f) Aufsichtsrat Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr:
Vergütungen an den Aufsichtsrat wurden in Höhe von insgesamt T€ 21 (Vorjahr T€ 27) geleistet. g) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe der Abschlussprüferhonorare wird unter Verweis auf § 285 Nr. 17 HGB und die Angabe im Konzernanhang der Georgsmarienhütte Holding GmbH verzichtet. h) Angaben zum Anteilsbesitz Die Gesellschaft besitzt an folgenden Unternehmen mindestens 20 % der Anteile:
i) Konzernverhältnisse Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Georgsmarienhütte Holding GmbH mit Sitz in Georgsmarienhütte, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Georgsmarienhütte Holding GmbH ist beim Betreiber des Unternehmensregisters elektronisch einzureichen und im Unternehmensregister bekannt machen zu lassen. Die Mannstaedt GmbH nimmt die Befreiung von der Verpflichtung zur Aufstellung eines eigenen Teilkonzernabschlusses gemäß § 291 HGB in Anspruch. j) Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von T€ 13.700, bestehend aus dem Jahresüberschuss von T€ 18.393 und dem Verlustvortrag von T€ -4.693, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Gesellschafter auf neue Rechnung vorzutragen. k) Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Troisdorf, den 24. Februar 2023 Mannstaedt GmbH Dr. Michael Merz Sebastian Ahrens Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Mannstaedt GmbH, Troisdorf Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mannstaedt GmbH, Troisdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mannstaedt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Osnabrück, den 24. Februar 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Dr. Achim Lienau, Wirtschaftsprüfer ppa. Markus Haßpecker, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 31. März 2023 festgestellt. |
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