Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 41788
Eingetragen
9.1.2002
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit Wasch-, Putz- und ReinigungsmittelnGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
Der Export, Import und Transithandel von Waren aller Art insbesondere Chemierohstoffen und Produkten aus dem Bereich Oleochemicals.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Serdar Özdemir
seit 20.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
72.50%
M*** G*****
20.00%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Serdar Özdemir
Düsseldorf
108.750 €
72.50%
M*** G*****
30.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mercur Handel GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Mercur Handel GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen des Chemiehandels mit Sitz in Düsseldorf. Schwerpunktmäßig mit oleochemischen Rohstoffen und Derivaten handelnd, unterhält das Unternehmen ein weltweites Netzwerk von Lieferanten, Dienstleistern und Kunden.

Während die historischen Anfänge des nach der Jahrtausendwende aus einem Management-Buyout hervorgegangenen Unternehmens bis in die 70-er Jahre reichen und Anfangs insbesondere die Belieferung der Farbindustrie mit pflanzlichen Ölen umfassten, hat sich das Unternehmen seitdem zu einem weltweit agierenden Handelshaus für oleochemische Produkte entwickelt, welches seine Produkte in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen vermarktet.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Berichtszeitraum 2023 war das bundesdeutsche Wirtschaftswachstum nach den Berechnung von www. Statista.com preisbereinigt um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die bundesdeutsche Wirtschaft befand sich somit in einer Rezession.

Der Umsatz des deutschen Chemiehandels belief sich 2023 auf 18,379 Mrd. € und somit um 18 % unter dem Vorjahr (https://www.vch-online.de/sites/default/files/handelsstatistik/CiZ-2022-Final_Maerz_2023.pdf).

Hierbei muss jedoch erwähnt werden das sich zahlreiche Produktbereiche 2023 auf deutlich geringerem Preisniveau bewegten als in den Zeiträumen von Mitte 2020 bis Mitte 2022, was sich verständlicherweise auch mit auf den Gesamtumsatz ausgewirkt hat.

Die Weltmarktlage in Bezug auf oleochemische Rohstoffe wurde von uns auch 2023 ungeachtet regionaler Unwägbarkeiten und zahlreicher Einschränkungen insgesamt als positiv bewertet. Dieses gilt weiterhin - unter Kumulierung branchenspezifischer Unterschiede - auch für den Inlandsmarkt, welcher weiterhin ein Hauptstandbein des Unternehmens darstellt.

Signifikante und strategisch bedeutsame Ausfälle von Rohstoffen und Derivaten wurden 2023 nicht verzeichnet.

b) Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war auf den ersten, oberflächlichen Blick von einem deutlichem Rückgang, sowohl vom Umsatz als auch - in geringerem Umfang - vom Rohertrag geprägt.

Dieses ist jedoch weniger in einem schlechtem Geschäftsverlauf des Berichtszeitraumes 2023, als vielmehr in einem überdurchschnittlich positivem Verlauf des Geschäftsjahres 2022 begründet.

Bedingt durch erhebliche Preissteigerungen, hervorgerufen durch Verknappungen in vielen Marktsegmenten, befanden sich die Rohstoffpreise in den für unser Unternehmen relevanten Segmenten auf einem ausserordentlich hohem Preisniveau, welches im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wieder nachliess.

Umsatz: 2023: 126.768,02 T€
2022: 171.591,65 T€
2021: 113.523,22 T€
Rohertrag: 2023: 22.143,39 T€
2022: 23.961,63 T€
2021: 15.672,03 T€

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Unser Anlagevermögen hat sich im Rahmen der üblichen Zugänge und der normalen Abschreibungen zum Stichtag 31.12.2023 geringfügig auf 1.569,9 T€ gegenüber 1.486,5 T€ zum 31.12.2022 erhöht.

Das Eigenkapital ist von 11.376,5 T€ im Jahr 2022 auf 15.738.,6 T€ im Berichtszeitraum 2023 gestiegen. Parallel dazu sind unsere Rückstellungen von 10.883,8 T€ im Jahr 2022 gegenüber 10.905,9 T€ im Berichtszeitraum 2023 nahezu konstant geblieben. Mit dem hohen Eigenkapital und einer Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag in Höhe von 45 % sind wir auch weiterhin gegenüber künftigen Herausforderungen bestmöglich gewappnet und verfügen im Bedarfsfall über Mittel zur weiteren Expansion.

Zur Finanzierung des künftigen Wachstums stehen uns in Folge der weiterhin geplanten zurückhaltenden Ausschüttungspolitik unverändert sowohl künftige Gewinne als auch weitere Kreditmittel zur Verfügung. Unsere Finanzlage schätzen wir weiterhin als sehr gut ein. Der Anteil der liquiden Mittel an der Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 39 %. Wir konnten die Zahlungsverpflichtungen wie in den vorherigen Berichtszeiträumen jederzeit fristgerecht erfüllen.

Zum Stichtag 31.12.2023 existierten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 814,5 T€, was eine deutliche Reduzierung gegenüber 2.443,7 T€ zum Stichtag 31.12.2022 darstellt. Der Rückgang unserer Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten auf 7.474,6 T€ im Berichtszeitraum 2023 gegenüber 10.193,9 T€ im Berichtszeitraum 2022, bei gleichzeitigem Rückgang unserer sonstigen Verbindlichkeiten auf 214,3 T€ gegenüber 299,3 T€ im Vorjahr befindet sich unverändert in einer angemessenen Relation zu unseren wirtschaftlichen Aktivitäten und unterliegt den üblichen Schwankungen im Tagesgeschäft.

Wie bereits ausgeführt, sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr deutlich rückgängig und auch das Rohergebnis hat gegenüber dem Vorjahreszeitraum nachgegeben. Ungeachtet dessen bewerten wir die Ergebnisse vor dem Hintergrund des bereits beschriebenen Ausnahmejahres 2022 als positiv.

Nachdem unser EBIT von 3.837 T€ im Jahr 2021 auf 9.525,3 T€ im Jahr 2022 gesteigert werden konnte, ist dieser - gleichfalls aus den genannten Gründen - im Berichtszeitraum 2023 auf 8.548,0 T€ zurückgegangen. Ebenso ist der Jahresüberschuss gegenüber dem Vorjahr von 6.484,6 T€ auf 5.862,1 T€ zum 31.12.2023 zurückgegangen. Wie bereits ausgeführt sehen wir dieses aus den schon genannten Gründen nicht als nachteilig an.

c) Finanzielle Leistungsindikatoren/Geschäftsergebnis

Wesentliche Steuerungsgröße für unser Unternehmen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT).

d) Gesamtaussage zum Wirtschaftsbericht

Wie bereits ausgeführt, beurteilen wir den Verlauf des Geschäftsjahres 2023 als positiv. Unsere Unternehmensaktivitäten fanden weiterhin auf hohem Niveau statt, wenngleich - wie bereits 2022 im Lagebericht prognostiziert - insbesondere durch die Preisschwankungen an den weltweiten Rohstoffmärkten - auf deutlich geringerem Niveau als 2022. Die geplanten Ziele wurden dennoch erreicht und die einzelnen Geschäftsfelder weiterentwickelt.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a) Chancen und Risiken

In Bezug auf die Vermarktung ist das Unternehmen durch die in den Vorjahren durchgeführten Maßnahmen strukturell weiterhin gut aufgestellt, sodass künftige Rückgänge in einzelnen Marktsegmenten wirtschaftlich zu einem Teil durch andere Marktsegmente kompensiert werden könnten.

Die weitere Entwicklung der Rohstoffmärkte und ihrer weltweiten Lieferketten kann aufgrund der vielfachen Unwägbarkeiten unverändert nicht belastbar prognostiziert werden.

Kontinuierlich steigende Anforderungen durch die nationalen und internationalen Gesetzgeber resultieren in unverändert steigendem personellem und materiellem Aufwand. Beispiele hierfür sind das am 11. Juni 2021 eingeführte Sorgfaltspflichtengesetz "Lieferkettengesetz" und weitere Restriktionen im Zusammenhang mit dem Klimaschutz (wie z.B. die VO (EU) 2023/1115) und der Nachhaltigkeitsberichtserstattung gem. VO (EU) 2023/2772, deren administrativer Aufwand von uns als erheblich bewertet wird. Für kleine und mittlere Unternehmen ergibt sich hierdurch ein nicht zu übersehender Wettbewerbsnachteil, während sich auch größere Unternehmen mit einem administrativem Aufwand konfrontiert sehen, welcher sich in nicht unerheblichen Kostensteigerungen niederschlagen wird.

Das kleinere Unternehmen in der Theorie nicht von Forderungen des Lieferkettengesetzes betroffen sein sollten - ein Standpunkt, welchen auch die BAFA in ihrer Handreichung bestätigt - ändert nichts daran, dass diese in der Praxis dennoch in erheblichem Umfang kundenseitig in die Pflicht genommen werden. Auch die derzeit geplanten Erleichterungen auf EU-Ebene können steigende administrative Kosten auf Unternehmensseite nicht verhindern.

Ein weiterer - ebenfalls gegenüber den Vorjahren unveränderter - Aspekt ist die Tatsache, dass neben der Einführung von REACH durch die EU, immer mehr Staaten gleichartige Regulierungen eingeführt haben, welche für die chemische Industrie und für den Chemiehandel mit erheblichem finanziellem und verwaltungstechnischem Aufwand verbunden sind. De facto handelt es sich hierbei um eine weitere Benachteiligung kleiner und mittelständischer Unternehmen. Beispiele hierfür sind das sog. "türkische REACH", bzw. KKDIK und der sog. "UK-REACH" in Großbritannien, welcher seit Inkrafttreten des sog. "Brexit" zum 31.01.2021 die wirtschaftlichen Beziehungen nach Großbritannien zusätzlich erschwert.

Die Einführung von REACH hat durch den hiermit verbundenen Aufwand und die Kosten viele Importe aus Drittländern unrentabel gemacht, was umgekehrt auch für Exporte in andere Länder mit ähnlichen Regulierungen, wie z.B. in die Türkei und nach Großbritannien, gilt. Dieses stellt weiterhin einen signifikanten Einflussfaktor dar, welcher weiter beobachtet werden muss und der für den gesamten EU-Chemiehandel, aber auch für die verarbeitende Industrie im EU-Raum unverändert von stringenter Bedeutung ist. Das Deutschland als von Natur aus rohstoffarmes Land und gleichzeitig mit einer traditionell exportstarken Wirtschaft hiervon besonders betroffen ist, steht ausser Frage.

Auch hinsichtlich z.B. der im Dezember 2022 in den Medien diskutierten - und zum Zeitpunkt der Berichtserstattung - wenn auch auf deutlich geringerem Niveau - weiterhin vorhandenen Versorgungsengpässe bei zahlreichen Medikamenten fanden die nicht unerheblichen, durch REACH-Registrierungen anfallenden Kosten bei der Rohstoffbeschaffung für diese Medikamente in der öffentlichen Meinungsbildung weiterhin keine Beachtung. Eine Förderung des Produktionsstandortes Deutschland muss jedoch - sollte diese denn erfolgversprechend sein - das gesamte marktwirtschaftliche Instrumentarium, nicht nur der Bundesregierung, sondern auch der EU umfassen.

Mit Inkrafttreten der VO (EU) 2023/1115 EUDR steht die europäische Wirtschaft, sofern Sie u.a. Produkte auf der Basis Palm und Soja produziert oder handelt, künftig ebenfalls vor weiteren erheblichen regulatorischen Herausforderungen. Zum Zeitpunkt der Niederschrift dieses Berichtes können der hierdurch entstehende Aufwand, sowie die Folgen für unser Unternehmen noch nicht abschliessend beurteilt werden. Die im 4. Quartal diskutierte und anschließend sehr kurzfristig, bzw. Mitte Dezember beschlossene Verschiebung des Inkrafttretens vom 30.12.2024 auf den 30.12.2025 hat dazu geführt, das erhebliche bereits getätigte Investitionen nicht mehr genutzt werden können und das Vertrauen in den Gesetzgeber weiter schwindet. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Verordnung nicht kostenneutral für den gewerblichen Endverbraucher umgesetzt werden kann und weiter preistreibend wirken wird.

Gleiches gilt für die deutlich steigenden Anforderungen an die künftige Nachhaltigkeitsberichterstattung, welche in ihren Anforderungen neue Massstäbe setzt und zahlreiche Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen stellen wird. Ob diese zur Erreichung der Klimaziele zielführend sind, bleibt abzuwarten und steht hier nicht zur Diskussion. In Bezug auf den notwendigen Aufwand wird sie für viele Unternehmen trotz geplanter Reduzierung der verpflichteten Unternehmen unzweifelhaft eine große Herausforderung darstellen.

Unverändert hoch ist das Risiko durch kriminelle Eingriffe in das Wirtschaftsleben, wobei insbesondere die sogenannte "Cyberkriminalität" eine erhebliche Bedrohung aller Wirtschaftsbeteiligten darstellt, welche nicht hoch genug bewertet werden kann. Die Entwicklung der letzten Jahre hat leider gezeigt, dass es insbesondere in Bezug auf die sogenannte "Cyberkriminalität" einerseits keine 100 %-ige Absicherung gibt, während die Kosten und der Aufwand für die unverzichtbaren Präventionsmaßnahmen weiterhin steigen.

Ungeachtet dessen sehen wir derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für unser Unternehmen und Nehmen die genannten Problemfelder - von denen einige zu einer weiteren Marktbereinigung auf geringem Niveau im Chemiehandel führen könnten - unverändert als Herausforderung an.

Global gesehen gehen wir - ungeachtet von Produktspezifischen Umschichtungen - von einer weiterhin starken Nachfrage nach unseren Produkten aus und sehen derzeit keine Anzeichen für eine Trendumkehr.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Mercur Handel GmbH in einer breiten Vielfalt von Industriezweigen der chemischen Industrie, aber auch der Lebens- und Futtermittelindustrie und des Handels ein etablierter Lieferant von Rohstoffen aus natürlichem Anbau und deren Derivaten. Vom Großkonzern über den Mittelstand bis zu Kleinunternehmen sind wir ein anerkannter Partner mit einer festen Verwurzelung in den verschiedenen Märkten.

Hierdurch ergibt sich eine günstige Risikostreuung, welche uns auch im Hinblick auf die kommenden Herausforderungen positiv in die Zukunft blicken lässt.

b) Prognose

Neben den unter a) beschriebenen Einschränkungen werden insbesondere die weitere Entwicklung der Rohstoffpreise, der weiterhin zunehmende administrative Aufwand und die künftige Entwicklung der Energiepreise für die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland maßgeblich sein. Ein weiterer, ab 2025 hinzugekommener Aspekt stellen die künftigen Auswirkungen der derzeitigen politischen Führung der USA dar, welche zum derzeitigem Zeitpunkt nicht prognostizierbar sind.

Seit Ende Februar 2022 hat der Ukrainekonflikt - wenn auch in zwischenzeitlich abgeschwächter Form - weitreichende Auswirkungen auf die politische Lage und die Weltwirtschaft. Die Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung insbesondere in der Bundesrepublik Deutschland und in der sogenannten "westlichen Welt" (und somit auch auf unsere eigene geschäftliche Entwicklung) können derzeit von uns unverändert nicht belastbar prognostiziert werden, auch wenn bereits massive gesamtwirtschaftliche Verschiebungen (z.B. durch die veränderte Energiepolitik der Bundesrepublik Deutschland) unübersehbar sind.

Wir beobachten diese Entwicklungen und werden im Bedarfsfall weiterhin angemessen reagieren.

Wie vorausgesagt hat sich die starke Aufwärtsentwicklung zahlreicher für unser Unternehmen relevanter Rohstoffpreise in den Jahren 2021 und 2022 im Laufe des Geschäftsjahres 2023 zurückentwickelt. Naturgemäss hatte dieses einen erheblichen Einfluss auf unseren Umsatz (Siehe hierzu auch 2. b Geschäftsverlauf), bzw. unserer Umsatzerlöse.

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 liegen wie erwartet deutlich unter dem Vorjahr und unser EBIT ist gegenüber dem Vorjahr 2022 zurückgegangen. Dennoch betrachten wir dieses als eine normale Entwicklung, sodass wir für 2024 und 2025 von weiterhin stabilen Umsätzen und einem stabilen EBIT auf dem Niveau des Jahres 2023 ausgehen. Dies bestätigt auch die aktuelle Buchhaltung für 2024 und unser Ausblick auf das Jahr 2025.

In Bezug auf das bestehende Produktportfolio ist das Unternehmen sowohl in der Breite als auch in der Tiefe unverändert gut aufgestellt. Ungeachtet dessen wird das Portfolio auch in den nächsten Jahren - wenngleich auch in deutlich geringerem Umfang als in den Vorjahren - weiterentwickelt, um die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens zu verbessern und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit des Unternehmens durch Diversifizierung zu stärken.

Weitere Entwicklungsmöglichkeiten sehen wir unverändert in zahlreichen weltweiten Absatzmärkten, deren individuelle Möglichkeiten wir seit einigen Jahren intensiver als in der Vergangenheit beobachten und auf die mögliche Erschliessung weiterer Geschäftsfelder prüfen.

Für 2024 war und für 2025 wird somit weiterhin die Konsolidierung des operativen Geschäftes auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 das vorrangige Ziel der Geschäftsführung sein.

 

Düsseldorf, den 11. März 2025

Die Geschäftsführung

gez. Serdar Özdemir

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.589.279,40 1.486.448,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 19.409,00 6,00
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.409,00 6,00
II. Sachanlagen 1.569.870,40 1.486.442,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.270.869,40 1.280.577,40
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 299.001,00 205.865,00
B. Umlaufvermögen 33.545.280,65 33.482.106,00
I. Vorräte 2.599.100,08 3.337.444,66
1. fertige Erzeugnisse und Waren 2.599.100,08 3.337.444,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 17.115.912,65 23.608.376,27
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.824.191,75 19.120.643,26
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 13.830.267,92 6.536.285,07
C. Rechnungsabgrenzungsposten 13.334,20 28.524,26
Bilanzsumme, Summe Aktiva 35.147.894,25 34.997.078,66

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 15.738.592,60 11.376.496,40
I. Gezeichnetes Kapital 150.000,00 150.000,00
II. Gewinnrücklagen 279.576,50 279.576,50
1. andere Gewinnrücklagen 279.576,50 279.576,50
III. Gewinnvortrag 9.446.919,90 4.462.283,74
IV. Jahresüberschuss 5.862.096,20 6.484.636,16
B. Rückstellungen 10.905.901,49 10.883.654,27
1. Steuerrückstellungen 6.109.393,22 4.067.452,00
C. Verbindlichkeiten 8.503.400,16 12.736.927,99
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 814.526,92 2.243.689,87
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.474.588,88 10.193.946,18
3. übrige Verbindlichkeiten 214.284,36 299.291,94
Bilanzsumme, Summe Passiva 35.147.894,25 34.997.078,66

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 126.768.021,02 171.591.651,36
2. sonstige betriebliche Erträge 1.730.443,75 380.762,25
3. Materialaufwand 106.355.073,27 148.010.780,02
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 106.355.073,27 148.010.780,02
4. Personalaufwand 3.375.725,71 3.358.273,39
a) Löhne und Gehälter 3.041.263,76 3.064.985,20
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 334.461,95 293.288,19
5. Abschreibungen 328.086,23 65.274,43
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sowie auf aktivierte Aufwendungen für die Ingangsetzung und Erweiterung des Geschäftsbetriebs 69.128,91 37.266,75
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 258.957,32 28.007,68
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.890.396,92 11.011.619,14
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 49.366,35 11.487,73
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69.712,79 102.562,60
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.665.559,00 2.949.731,60
10. Ergebnis nach Steuern 5.863.277,20 6.485.660,16
11. sonstige Steuern 1.181,00 1.024,00
Jahresüberschuss 5.862.096,20 6.484.636,16

Anhang

1. Allgemeines

Die Mercur Handel GmbH, Düsseldorf, wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf auf dem Registerblatt HRB 41788 geführt.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden unverändert angewandt; mögliche Zusammenfassungen nach § 265 Abs. 7 HGB hat die Firma Mercur Handel GmbH nicht vorgenommen.

Der Jahresabschluss der Firma Mercur Handel GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert bis zu 800,00 € werden sofort abgeschrieben.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tagespreisen bewertet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern wird nicht ausgeübt.

Die Pensionsrückstellung wurde gemäß einem versicherungsmathematischen Gutachten des IBAV-Büro für versicherungsmathematische Gutachten UG, Konstanz, vom 15.02.2024 gebildet. Die Berechnung erfolgte unter Beachtung des Teilwertverfahrens nach den Vorschriften des § 253 Abs. 2 HGB. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck. Es wurde ein Gehalts- und Rententrend von 0 % berücksichtigt (Vorjahr 0 %). Als Rechnungszins wurden 1,82 % zugrunde gelegt (Vorjahr 1,78 %).

Die Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 beträgt 489.113,27 €. Unter Zugrundelegung des 7-Jahres-Durchschnittszins von 1,74 % beträgt die Pensionsrückstellung 496.869,11 €. Die Ausschüttungssperre beträgt somit 7.755,84 € (Vorjahr: 35.536,66 €).

Die Zuführung 2023 beinhaltet Zinsaufwendungen von 8.636,03 € (Vorjahr 8.764,70 €).

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung und entsprechend dem notwendigen Erfüllungsbetrag berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Fremdwährungsposten wurden gem. § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

3. Einzelangaben zur Bilanz

a) Anlagevermögen

Der Anlagenspiegel über die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist als Anlage beigefügt.

b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind - mit Ausnahme der unten aufgeführten Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung - wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 345.296,73 € (Vorjahr 124.948,86 €) enthalten.

Die Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen sind mit 368.875,67 € in den sonstigen Vermögensgegenständen (Vorjahr 324.460,19 €) enthalten.

c) Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen betreffen die voraussichtlichen Abschlusszahlungen der Jahre 2022 und 2023 für Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer.

d) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend den Personalbereich mit 1.550.296,00 € (Vorjahr 2.409.948,00 €) sowie zu erwartende Gewährleistungsansprüche mit 632.780,00 € (Vorjahr 1.708.650,00 €). Für noch zu erwartende Kosten (ausstehende Rechnungen) wurden 2.028.999,00 € zurückgestellt (Vorjahr 2.117.114,00 €).

e) Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten in Höhe von 7.703.310,30 € (Vorjahr 11.856.646,43 €) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Davon entfallen 14.437,06 € (Vorjahr 1.363.408,31 €) auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, 7.474.588,88 € (Vorjahr 10.193.946,18 €) auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und 214.284,36 € (Vorjahr 299.291,94 €) auf sonstige Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr entfallen auf die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (800.089,86 €, Vorjahr 880.281,56 €), davon entfallen 350.193,94 € (Vorjahr 442.138,53 €) auf Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe von 900.000,00 € abgesichert sowie durch die Abtretung von Miet- und Pachtzinsforderungen.

4) Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geografisch bestimmten Märkten (§ 285 Nr. 4 HGB) haben wir mit Bezugnahme auf § 286 Abs. 2 HGB verzichtet.

Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen im Geschäftsjahr 165.850,08 € (Vorjahr 250.988,65 €). Im Jahr 2023 betragen die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 171.872,61 € (Vorjahr 123.381,08 €).

In den Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 33.599,18 € (Vorjahr 75.022,17 €) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von 8.636,03 € (Vorjahr 8.764,70 €) enthalten.

5. Sonstige Angaben

a) Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2023

Alleinvertretungsberechtigter Geschäftsführer ist Herr Serdar Özdemir, Geschäftsführer.

Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

b) Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss 2023 von 5.862.096,20 € soll nach Vorschlag der Geschäftsführung zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von 9.446.919,90 € auf neue Rechnung vorgetragen werden.

c) Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023 betrug 23 , davon 3 im Bereich Verwaltung, 15 im Bereich Kundenservice und 5 Arbeitnehmer im Bereich Handel.

d) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 503 T€.

e) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich für die Gesellschaft weder negative noch positive Ereignisse ergeben.

 

Düsseldorf, 11. März 2025

Die Geschäftsführung

gez. Serdar Özdemir

Anlagespiegel

Bruttowerte
Bezeichnung 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 24.618,20 25.870,00 - 50.488,20
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.285.471,55 2.080,00 - 1.287.551,55
Betriebs- und Geschäftsausstattung 381.739,09 144.010,91 22.643,87 503.106,13
1.691.828,84 171.960,91 22.643,87 1.841.145,88
Wertberichtigungen
Bezeichnung 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 24.612,20 6.467,00 - 31.079,20
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 4.894,15 11.788,00 - 16.682,15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 175.874,09 50.873,91 22.642,87 204.105,13
205.380,44 69.128,91 22.642,87 251.866,48
Buchwerte
Bezeichnung 31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
EDV-Software 19.409,00 6,00
II. Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 1.270.869,40 1.280.577,40
Betriebs- und Geschäftsausstattung 299.001,00 205.865,00
1.589.279,40 1.486.448,40

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mercur Handel GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mercur Handel GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mercur Handel GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Neuss, den 11. März 2025

kbht GmbH
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