Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 57621
Vorher
NORDIG Norddeutsche Investitionsgesellschaft mbH
Eingetragen
3.3.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Erbringung von Beratungs- und Überwachungsdienstleistungen, insbesondere im Bereich Alternativer Assets. Die Gesellschaft besitzt die Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Betrieb der Anlagevermittlung, der Anlageberatung, der Finanzportfolioverwaltung und des Eigengeschäfts nach § 2 Abs. 2 Nr. 3, 4 und 9 WpIG i. V. m. § 15 Abs. 3 WpIG. Weitere Geschäfte, die einer Erlaubnis nach § 15 WpIG bedürfen, werden nicht betrieben. Die Gesellschaft darf außer den Geschäften, die zur Anlage ihres eigenen Vermögens erforderlich sind, auch sonstige mit den in Abs. 1 genannten Dienstleistungen (Hauptdienstleistungen) in Zusammenhang stehende Tätigkeiten (Nebendienstleistungen) durchführen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Stephan Becker
seit 6.9.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Norddeutsche Landesbank - Girozentrale
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Norddeutsche Landesbank - Girozentrale
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

caplantic GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023


A. Allgemeines

Die caplantic GmbH - seit 3. Februar 2022 ein 100%iges Tochterunternehmen der NORD/LB - ist im Bereich  Alternative  Assets  als  Dienstleister,  Risikomanager  und  Portfolioverwalter  tätig. Zu  den Leistungen der Gesellschaft zählen u.a. die Strukturierung, die Betreuung und das Risikomanagement von Investmentprodukten in nicht liquiden Assetklassen wie Flugzeug-, Schiffs-, Unternehmens- und Immobilienfinanzierungen sowie Infrastruktur und Erneuerbare Energien. Die Caplantic GmbH stellt einen  wesentlichen  Baustein  in  der  Originate  to  Manage  Geschäftsstrategie  der  NORD/LB  dar. Darüber   hinaus   plant   die   caplantic   GmbH   auch   das   Drittkundengeschäft   im   Bereich   der Portfolioverwaltung  weiter  auszubauen.  Die  caplantic  GmbH  hat  ihre  Tätigkeit  im  Herbst  2012 aufgenommen, der Sitz der Gesellschaft ist Hannover. Seit Dezember 2013 ist die caplantic GmbH im Besitz einer Erlaubnis nach § 32 KWG in Verbindung mit § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1, Nr. 1a und Nr. 3 KWG (Anlagevermittlung, Anlageberatung, Finanzportfolioverwaltung) sowie der als Finanzdienstleistung definierten Anschaffung oder Veräußerung von Finanzinstrumenten auf eigene Rechnung. Seit Juni 2021 bezieht die caplantic ihre Erlaubnis aus den Vorschriften des neuen Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und ist seit dessen Inkrafttreten Kleines Wertpapierinstitut.  
Per   31. Dezember   2023   bestehen   die   zwei   Geschäftsfelder   Advisory/Sales   Support   und Portfoliomanagement/Produktentwicklung. Das Geschäftsfeld Advisory (u.a. Garantiereporting) wird ergänzt durch den Aufbau des "Servicegeschäftes", z.B. durch Bewertungsleistungen, die u.a. über die caplantic  Service  GmbH  (100%-ige  Tochtergesellschaft)  angeboten  werden.  Das  Geschäftsfeld Portfoliomanagement hat den Ausbau bestehender sowie die Etablierung weiterer Fondsprodukte zum Gegenstand. 
Die Dienstleistungen der caplantic GmbH werden im Wesentlichen für Banken und institutionelle Investoren  erbracht. Im  Folgenden  werden  insbesondere  die  für  diese  Branchen  relevanten Rahmenbedingungen betrachtet. 

B. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2023

Herausforderungen durch globale Einflüsse  Die  gesamtwirtschaftliche  Entwicklung  Deutschlands  im  Jahr  2023  ist  maßgeblich  von  globalen Einflüssen geprägt. Der Ukraine-Krieg und signifikante Verbraucherpreisanstiege stellen bedeutende Herausforderungen dar. Die Weltwirtschaft steht vor erheblichen Unsicherheiten.
Makrofinanzielle Bedingungen in Deutschland 
In Deutschland zeigt sich eine deutliche Verschlechterung der makrofinanziellen Bedingungen. Das Bruttoinlandsprodukt ist um 0,3% zurückgegangen. Inflation und Marktzinsen sind spürbar gestiegen (Inflationsrate im Durchschnitt 5,9%), was zu einer erheblichen Abschwächung der konjunkturellen Entwicklung  führt. Die  Unsicherheit  über  die  weitere  wirtschaftliche  Entwicklung  bleibt  hoch, insbesondere bedingt durch die anhaltenden Auswirkungen der globalen Krisen. Der Arbeitsmarkt bleibt stabil, jedoch wird eine wirtschaftliche Flaute erwartet, die sich in steigender Arbeitslosigkeit niederschlägt. 
Herausforderungen für die Finanzstabilität  Der abrupte Anstieg der Zinsen (u.a. Anstieg des EZB Leitzins auf 4,25%) führte unmittelbar zu Bewertungsverlusten bei zinstragenden Wertpapieren. Bei Sparkassen und Kreditgenossenschaften entsprach die Summe aus Auflösung stiller Reserven und Bildung stiller Lasten im 4. Quartal 2022 fast 15% des harten Kernkapitals. In der ersten Hälfte des Jahres 2023 setzte ein teilweiser Erholungseffekt bei den Wertpapieren ein.
Der Markt für Alternative Assets ist hinsichtlich der Assets under Management auch in 2023 sowohl in Deutschland als auch Europa weiter gewachsen. Das Fundraising hingegen war in 2023 -wie auch schon im Vorjahr- rückläufig, was auf die Krisen und Unsicherheiten im Markt (u.a. Ukraine-Krieg) als auch den Denominator-Effekt zurückzuführen ist.
2. Entwicklung der caplantic GmbH im Jahr 2023 

Das Geschäftsjahr 2023 ist nach der Reorganisation in 2022 positiv verlaufen und schließt mit einem positiven Jahresergebnis ab  
Geschäftsfeld Advisory/Sales Support 
Das Geschäftsjahr war neben den bestehenden Mandaten im Bereich Risikomodellierung und  - reporting nach wie vor durch verstärkte Aktivitäten im Bereich der Transaktionsberatung für Kunden außerhalb des Gesellschafterkreises geprägt. Daneben wurde der Aufbau der Tochtergesellschaft caplantic Service GmbH, unter der die Aktivitäten Cash-Flow-Modellierung und der Bewertung von Unternehmen und Real Assets gebündelt werden, weiter vorangetrieben 
Geschäftsfeld Portfoliomanagement 
Im  Geschäftsjahr  2023  wurde  weiterhin  an  der  Konzeption  Investprodukte  sowie  dem  Ausbau existierender Strukturen gearbeitet. Es liegen erste Memoradums of Understanding mit Investoren vor.  
Zusammenfassung 
Die wirtschaftliche Entwicklung verläuft auf einem im Vergleich zum Vorjahr positiven Niveau. Das Ergebnis (TEUR 667 vor Steuern, Vorjahr TEUR -1.736) wird insbesondere durch die Umsätze mit der Gesellschafterin und den eingeleiteten Einsparungen auf der Kostenseite positiv beeinflusst. Der Gesellschaft stehen genügend Eigenmittel (TEUR 6.440 Eigenkapital zum Stichtag, Vorjahr TEUR 5.779) zur Verfügung, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu erfüllen. Die liquiden Mittel (TEUR 6.314 zum  Stichtag,  Vorjahr  TEUR 6.460)  reichen  aus,  um  den  laufenden  Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Forderungsausfälle haben sich nicht ergeben. Die Kosten haben sich im Vergleich zum Vorjahr reduziert.  
Die Steuerung und Überwachung des Unternehmens erfolgten im Hinblick auf die Entwicklung des Gesamtunternehmens  sowie  der   einzelnen  Geschäftsfelder. Dabei  wird  u.a.  auf  die Umsatzentwicklung (operative Erträge bestehend aus Provisionserträgen aus dem erlaubnispflichtigen Geschäft und den sonstigen betrieblichen Erträgen aus nicht erlaubnispflichtigen Dienstleistungen) ebenso wie auf die Entwicklung der Kosten (Personal- und Verwaltungskosten) eingegangen. Es erfolgt auf  Gesamtunternehmensebene  eine  Überprüfung  der  Entwicklung   im  Vergleich  zur Unternehmensplanung.   Dies   beinhaltet   ebenfalls   die   Einhaltung   der   aufsichtsrechtlichen Anforderungen  (z.B.  Eigenkapitalquote).  Grundlage  bildet  die  vom  Aufsichtsrat  verabschiedete Unternehmensplanung (Ertrags-, Bilanz- und Liquiditätsplanung), die durch eine Kapitalplanung sowie eine Planung für die Entwicklung der Risikotragfähigkeit ergänzt wird.  
Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 konnten die Umsätze (Zinsergebnis, Provisionsergebnis, sonstige betriebliche Erträge, Erträge aus verbundenen Unternehmen) insgesamt gesteigert werden (TEUR 4.384 zum Stichtag, Vorjahr TEUR 2.498). Die Planung wurde übertroffen. Das operative Ergebnis liegt mit EUR 0,7 Mio. deutlich oberhalb des geplanten Ansatzes. Der Verwaltungsaufwand (TEUR 3.527) konnte im Vergleich zum Vorjahr weiter reduziert werden und liegt deutlich unterhalb der Planung. Auch  im  Jahr  2023  wurden  die  aufsichtsrechtlichen  Anforderungen eingehalten. Umsätze  im erlaubnispflichtigen Bereich wurden im Geschäftsjahr 2023 nicht generiert.  

3. Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der caplantic GmbH ist zu jedem Zeitpunkt gegeben gewesen. Die caplantic GmbH hat keine Investitionen am Geldmarkt getätigt. Die vorhandene Liquidität von rd. EUR 6,3 Mio. (Vorjahr EUR 6,5 Mio.) wurde als Bankguthaben auf Bankkonten sowie als kurzfristiges Festgeld angelegt. Die Liquidität war jederzeit sichergestellt, Die Finanzierung der Geschäftstätigkeit erfolgte aus dem Eigenkapital bzw. den operativen Erträgen.

4. Vermögenslage

Die Vermögenslage unseres Unternehmens ist solide. Die Vermögenspositionen der caplantic GmbH bestehen im Wesentlichen aus Forderungen an Kreditinstitute (EUR 7,19  Mio., Vorjahr EUR 6,47 Mio.), Forderungen an Kunden (EUR 0,23 Mio., Vorjahr EUR 0,56 Mio.), immateriellen Anlagewerten und Sachanlagen (EUR 0,12 Mio., Vorjahr EUR 0,22 Mio.) sowie sonstigen Vermögensgegenständen (EUR 0,50 Mio., Vorjahr EUR 0,45 Mio.). Die Schulden setzten sich aus sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 0,29 Mio., Vorjahr EUR 0,09 Mio.) sowie Rückstellungen (EUR 0,92 Mio., Vorjahr EUR 1,41 Mio.) zusammen. Die Forderungen an Kunden resultieren aus der Abrechnung variabler bzw. ergebnisabhängiger Vergütungsbestandteile zum Jahresende.
Die Rückstellungen entfallen vollumfänglich mit EUR 0,92 Mio. (Vorjahr EUR 1,41 Mio.) auf andere Rückstellungen.
Das gezeichnete Kapital betrug unverändert EUR 0,30 Mio. und die Kapitalrücklage EUR 0,78 Mio. Der Bilanzgewinn   des   Vorjahres   wurde   auf   neue   Rechnung   vorgetragen. Nach   dem   erzielten Jahresergebnis von rd. EUR 0,66 Mio. (Vorjahr Jahresfehlbetrag rd. EUR 1,50 Mio.) wird ein Bilanzgewinn von EUR 4,37 Mio. (Vorjahr EUR 3,71 Mio.) ausgewiesen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt damit EUR 6,44  Mio. (Vorjahr EUR 5,78 Mio.). Die caplantic GmbH weist zum Jahresende 2023 bei einer Bilanzsumme von EUR 8,20 Mio. (Vorjahr EUR 7,83 Mio.) eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 78,55  %  (Vorjahr  73,81%)  aus.  Die  gebildeten  Vorsorgereserven  gemäß  §  340g  HGB  bestehen unverändert. 
Es wurden keine Fremdmittel aufgenommen.
Die Eigenmittelanforderungen gem. Art 54 IFR (Verordnung (EU) 2019/2033) waren stets erfüllt. Es ergaben sich Kapitalquoten von 596,25% per 31.12.2023 (Vorjahr 335,60%).
5. Ertragslage 

Die caplantic GmbH entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich positiv. Das Geschäftsjahr wird maßgeblich durch die erfolgreich initiierte Neuausrichtung und den Mandaten mit der Gesellschafterin beeinflusst.
Die operativen Erträge (Provisionsergebnis, sonstige betriebliche Erträge, Erträge aus verbundenen Unternehmen) sind auf rd. EUR 4,24 Mio. (Vorjahr EUR 2,49 Mio.) gestiegen. Darin enthalten ist die Ausschüttung der Caplantic Service GmbH in Höhe von EUR 0,2 Mio. (Vorjahr EUR 0,2 Mio.). Die Steigerung der operativen Erträge resultiert maßgeblich aus der Erhöhung der Erträge aus nicht erlaubnispflichtigem Geschäft. Insgesamt wurden in diesem Bereich EUR 4,04 Mio. (Vorjahr EUR 2,29 Mio.)   erwirtschaftet. Diese   Erträge   setzen   sich   insbesondere   aus   Umsätzen   im   Bereich Garantiereporting, Advisory und sonstigen Beratungsleistungen zusammen. Provisionserträge für erlaubnispflichtige Geschäfte sind wie im Vorjahr nicht angefallen. 
Die Auftragslage wurde durch die von der Gesellschafterin der caplantic GmbH initiierten Geschäfte auf Basis der abgeschlossenen Service Level Agreements dominiert.
Der Personalaufwand hat sich weiter reduziert (EUR 2,45 Mio. / Vorjahr EUR 3,20 Mio.), der andere Verwaltungsaufwand (EUR 1,08 Mio. / Vorjahr EUR 0,97 Mio.) entwickelt sich seitwärts.
Insgesamt wurde in 2023 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von rd. EUR 0,67 Mio. (Vorjahr rd. EUR - 1,74 Mio.) und ein Jahresüberschuss von rd. EUR 0,66 Mio. (Vorjahresfehlbetrag rd. EUR -1,50 Mio.) erzielt.
Die   Planung   hinsichtlich   der   Umsätze   wurde   im   Geschäftsjahr   2023   überschritten. Im Geschäftsbereich  Advisory  /Sales  Support  wirkt  sich  die  Beendigung  von  einer Kapitalentlastungstransaktion   aus.   Im   Geschäftsbereich   Portfoliomanagement   hat   sich   der Portfolioaufbau  in  bereits  kontrahierten  Fondsprojekten  langsamer  entwickelt  als  geplant.  Die Umsätze  mit  der  Gesellschafterin  wirken  sich  positiv  aus.  Das erzielte  Ergebnis  liegt  insgesamt oberhalb der Planungen und hat sich damit über unseren Erwartungen entwickelt. 

C. Risikobericht

Risikomanagement   
Die caplantic GmbH ist mehreren Risiken ausgesetzt, welche ein integriertes Risikomanagement zur Risikoüberwachung und -steuerung erfordern. Das Risikomanagement der caplantic GmbH umfasst im  Rahmen  der  von  der  Geschäftsführung  festgelegten  Geschäfts-  und  Risikostrategie  die Identifikation, Kommunikation, Steuerung, Überwachung und Berichterstattung aller relevanten bzw. wesentlichen Risiken des Instituts.
Die Koordination, regelmäßige Überwachung sowie Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems erfolgen bei der caplantic GmbH zentral und werden durch das Risikocontrolling ausgeführt, das als unabhängige  Stabfunktion  direkt  der  Geschäftsführung  untersteht. Für  die  Identifizierung  und Steuerung der Risiken werden Bereichsleiter benannt. Ihnen obliegt die Pflicht, die in ihren Bereichen anfallenden Risiken laufend zu überprüfen, Änderungen zu kontrollieren, neue Risiken zu erfassen und zu melden sowie notwendige Maßnahmen zur Risikominimierung einzuleiten. 
Die an das Risikocontrolling bzw. an die Geschäftsführung kommunizierten Risiken werden im Rahmen einer  jährlichen  Risikoinventur  oder  einer  Ad-hoc-Berichterstattung  erfasst  und  analysiert. Auf Grundlage der Ergebnisse werden Maßnahmen zur Steuerung von wesentlichen Risiken festgelegt. Die Umsetzung der Maßnahmen wird vom Risikocontrolling überwacht. 
Die Mitarbeiter werden kontinuierlich über das Risikomanagementsystem sowie dessen Bedeutung für  die  caplantic  GmbH informiert.  Die  Mitarbeiter  sind  zu  einer  ständigen  Beobachtung  neu auftretender Risiken in ihrem Arbeitsbereich und einer entsprechend zeitnahen Unterrichtung ihrer Vorgesetzten bzw. des Risikocontrollings angehalten. 
Die Geschäftsleitung wird regelmäßig über die Risikolage der caplantic GmbH unterrichtet. Darüber hinaus ist sie in die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft eng eingebunden, so dass sie mittels einer laufenden  Kommunikation  über  Änderungen  der  Risikoeinschätzung  bzw. Schadenfälle  stets informiert wird. 
Seit dem 01.04.2015 sind die Aufgaben und Funktionen der Internen Revision auf die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, ausgelagert worden.
Risiken 
Adressenausfall- und Marktpreisrisiken 
Unter Adressenausfallrisiko versteht die caplantic GmbH ein Risiko, dass ein Vertragspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen (z.B. aus einem Dienstleistungsvertrag) nicht oder nur teilweise (termingerecht)  nachkommt. Für  die  caplantic  GmbH  besteht  dieses  Risiko  grundsätzlich  im Forderungsbereich. Es besteht ein Konzentrationsrisiko, welches in 2023 wie in den Vorjahren durch Aufträge aus dem Gesellschafterkreis und die in diesem Zusammenhang regelmäßig bestehenden Forderungen geprägt war. Dem Adressenausfallrisiko wird dadurch entgegengewirkt, dass z.B. die Verträge nur mit Drittkunden, die über eine einwandfreie Bonität verfügen, abgeschlossen werden. Daher wird das Ausfallrisiko von der Geschäftsführung als gering bewertet. Risikomitigierend wirken zudem die gebildeten Vorsorgereserven gemäß § 340g HGB. Als Risikoart des Adressenausfallrisikos wird das Beteiligungsrisiko berücksichtigt. Die caplantic GmbH hält Beteiligungen an der caplantic Service GmbH, Hannover, der caplantic GP S.à r.l., Luxembourg, der caplantic GP II Alternative Assets S.à.r.l. und der caplantic Private Equity GmbH, Hannover. Das Beteiligungsrisiko wird als unwesentlich eingestuft.   Länderrisiken   sind   in   diesem   Zusammenhang   von   untergeordneter   Bedeutung. Marktpreisrisiken bestehen nicht, da keine entsprechenden Positionen eingegangen werden.  

Liquiditätsrisiken

Von  Liquiditätsrisiken  ist  für  die  caplantic  GmbH nur  das  Liquiditätsrisiko  im  engeren  Sinne (Zahlungsunfähigkeit) relevant. Dieses Risiko stuft die Geschäftsleitung vor dem Hintergrund der aktuellen Ertrags- und Finanzsituation als gering ein. Das Risiko wird durch permanente Überwachung von Zahlungseingängen und -ausgängen sowie durch ein implementiertes Mahnwesen gemildert.
Zudem bestehen in Relation zum Umfang des Geschäftsbetriebs angemessene Liquiditätsreserven in Form von Bankguthaben.

Operationelle Risiken

Die caplantic GmbH versteht unter operationellen Risiken die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder in Folge von externen Ereignissen eintreten. Diese Definition schließt Vertrags- und Haftungsrisiken, Compliance-Risiken, Personal- und IT-bezogene Risiken sowie Outsourcing-Risiken ein. Beim Eintritt von operationellen Risiken kann es zu hohen Schäden für die caplantic GmbH kommen. Operationelle Risiken werden daher als wesentlich angesehen und entsprechend gesteuert.

Konkret wurde für bedeutende Schadensfälle u.a. eine Schadensfalldatenbank eingerichtet, in welcher sämtliche relevante Meldungen aus dem Bereich operationelle Risiken erfasst werden. Gemeldete Schadensfälle werden analysiert und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen zu deren Behebung eingeleitet. Die Beurteilung von ermittelten Risiken erfolgt im Rahmen der jährlichen Risikoinventur bzw. einer Ad-hoc-Berichterstattung bei neu eingetretenen Risiken. Neben der Risikoinventur findet ggf. auch  die  Analyse  bedeutender  Schadensfälle  in  der  Beurteilung  der  operationellen  Risiken Eingang. Nach der Ermittlung der Ergebnisse werden Risiko verringernde Maßnahmen festgelegt, deren Durchführung vom Risikocontrolling überwacht wird. 

Rechtlichen Risiken aus vertraglichen Vereinbarungen und rechtlichen Rahmenbedingungen wird durch ein zeitnahes Ergreifen geeigneter Maßnahmen (z.B. laufende Einbindung von Rechtsanwälten, Verwendung von Musterverträgen etc.) begegnet.

Organisatorische Sicherungsmaßnahmen (u.a. Notfallkonzepte, Dokumentation von Prozessen, 4- Augen-Prinzipien,  Vertretungsregelungen)  sowie  die  Durchführung  von  internen  Kontrollen  und Tätigkeiten der internen Revision bilden neben den implementierten Risikomanagementstrukturen die Grundlage der Steuerung von personal- und IT-bezogenen Risiken. Eine ziel- und leistungsbasierte Personalpolitik bewirkt, dass die Mitarbeiter auf allen Ebenen der Gesellschaft ein unternehmerisches, risikoorientiertes Denken umsetzen.

Dem Compliance-Risiko wird durch Installierung einer wirksamen Compliance-Organisation sowie entsprechender  Kontrollen,  Entwicklung  eines  unternehmensinternen  Informationssystems  und regelmäßige Schulungen aller Mitarbeiter entgegengewirkt.

Die Begrenzung des Auslagerungsrisikos erfolgt durch sorgfältige Auswahl der Partner, regelmäßige Überwachung  des  Ausfallrisikos  der  Auslagerungsunternehmen  sowie  laufendes  Monitoring  der Qualität der erbrachten Leistungen der Outsourcing Unternehmen.

Risiken aus internen und externen Faktoren können im normalen Geschäftsbetrieb nicht vollständig vermieden werden. Dies trifft auch für nahezu alle Unterarten des operationellen Risikos zu. Zur Überwachung der unterschiedlichen Risikoarten wurden Risikoindikatoren ermittelt, die regelmäßig überprüft werden und als Frühwarnindikatoren dienen sollen.
Reputationsrisiko
Ein Reputationsrisiko, als Bestandteil des operationellen Risikos, besteht insbesondere dann, wenn negative Informationen über die caplantic GmbH an die Öffentlichkeit gelangen, wodurch sich deren Wahrnehmung durch  ihre Stakeholder zum Negativen  verändert. Als Folge können  direkte und indirekte  wirtschaftliche  Auswirkungen  entstehen  (z. B.  direkt  erfolgende  Kündigungen  von Geschäftsbeziehungen  oder  indirekte  negative  Entwicklungen  auf  das  Neugeschäft  durch  einen Imageschaden). 

Vor dem Hintergrund des Geschäftsmodells ist das Reputationsrisiko als wesentlich zu betrachten. Durch die gezielte Steuerung des Images der caplantic GmbH in der Öffentlichkeit, die Installierung eines Beschwerdemanagements mit der Pflicht der jeweils zuständigen Bereiche zur Auswertung und zur  Einleitung   gezielter   Maßnahmen  bei  Feststellung  systematischer  Schwächen  sowie  das kontinuierliche Massen- und Social-Media-Monitoring sollen Reputationsrisiken möglichst vollständig verhindert oder zumindest die Auswirkungen eintretender Reputationsschäden minimiert werden.

Strategische Risiken

Risiken im strategischen Bereich sind nach Ansicht der Geschäftsleitung weiterhin mit der Etablierung der neuen Produktlinien am Markt verbunden. Zum einen kann eine negative Entwicklung der Märkte dazu führen, dass nicht ausreichend Alternative Assets für Anlageprodukte zur Verfügung gestellt werden können. Zum anderen bergen die Alternative Asset Investments inhärente Risiken, welche unter Umständen zu Verlusten bei Investoren führen können. Auch Änderungen im Aufsichtsrecht unserer Kunden können die Attraktivität unserer Produkte einschränken.

Um die mit neuen Produkten verbundenen Risiken sowie Risikokonzentrationen durch die noch vorhandene  Abhängigkeit  von  Geschäften  mit  Unternehmen  aus  dem  Gesellschafterkreis  zu verringern,  strebt  die  caplantic  GmbH mit  dem  Auf-  bzw.  Ausbau  eines  Netzwerkes  zu  Asset Originatoren aus dem Banken- und Nichtbankensektor eine Diversifizierung der Kundenstruktur und des  Leistungsangebotes  an.  Dabei  soll  der  Fokus  auf  Investments  liegen,  bei  welchen  der Wettbewerbsdruck geringer ist (Mezzanine Tranchen, Infrastrukturfinanzierung, Schifffahrt).  Derzeit bestehen noch Abhängigkeiten zu den gemeinsamen Projekten mit der Gesellschafterin. 

Das Gesamtbild der Risikolage der caplantic GmbH, welches sich aus der Zusammenfassung der beschriebenen Risiken ergibt, führt die Geschäftsleitung zu der Einschätzung, dass weder einzelne Risiken noch die Risiken in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter haben. Die Caplantic hat  ein  Risikotragfähigkeits-Konzept  entwickelt,  das  dem  Basisindikatoransatz  folgt. Mit  dem Basisindikatoransatz wird ein Anrechnungsbetrag fürdas Operationelle Risiko ermittelt. Dieser beträgt 15% des Dreijahresdurchschnitts des sog. maßgeblichen Indikators. Maßgeblicher Indikator ist der positive Bruttoertrag der letzten drei Geschäftsjahre. Darauf ableitend wird das benötigte Kapital ermittelt. Es ergibt sich per 31.12.2023 eine Überdeckung von rd. 4,6 Mio. Euro (Vorjahr 4,1 Mio. Euro). Die Anforderungen  an  die Risikotragfähigkeit wurden  im Berichtsjahr jederzeit eingehalten  bzw. überschritten. Gemäß Planung für die Risikotragfähigkeit werden die Anforderungen ebenfalls im gesamten Planungszeitraum eingehalten. 
Die Eigenmittelanforderungen gem. Art 54 IFR (Verordnung (EU) 2019/2033) waren stets erfüllt. Es ergaben sich Kapitalquoten von 596,25% per 31.12.2023 (Vorjahr 335,60%).
D. Ausblick 

Der Prognosebericht beinhaltet Einschätzungen über die kommende Entwicklung des Unternehmens, die aufgrund von Unsicherheiten so nicht eintreten oder nicht vollständig eintreffen müssen. Die Veränderungen in der Gesellschafterstruktur sind vollzogen worden, die strategische Neuausrichtung der caplantic GmbH sieht vor, dass diese eine zentrale Rolle in dem Asset Manager Ansatz der Gesellschafterin einnehmen wird. Gemäß Unternehmensplanung werden positive Jahresergebnisse unterstellt. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung stellt sich im Planungszeitraum eine stabile Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ein.

1. Gesamtwirtschaftliche Prognose

Die gesamtwirtschaftliche Prognose für Deutschland im Jahr 2024 präsentiert sich vor dem  Hintergrund vielfältiger Herausforderungen und globaler Einflüsse. Nach den tiefgreifenden  Veränderungen der Vorjahre, insbesondere durch die Corona-Pandemie und den russischen Überfall auf die Ukraine, stehen die Weltwirtschaft und Deutschland vor langfristigen Auswirkungen. Im  vergangenen Jahr reagierte die Europäische Zentralbank (EZB) mit einer schnellen und deutlichen  Erhöhung der Leitzinsen auf den starken Anstieg der Inflation. Gleichzeitig befinden sich  Realwirtschaft und Finanzsystem in einer strukturellen Transformation, die zusätzliche  Unsicherheiten für künftige makroökonomische Entwicklungen mit sich bringt.
Die folgende gesamtwirtschaftliche Prognose für das Jahr 2024 skizziert verschiedene Aspekte der  aktuellen wirtschaftlichen Lage Deutschlands: 
1. Wirtschaftswachstum 
Die ifo Konjunkturprognose Winter 2023 zeigt auf, dass Deutschland im Jahr 2024 vor  Herausforderungen steht. Ein moderates Wachstum von 0,9% im preisbereinigten  Bruttoinlandsprodukt wird erwartet. Der private Konsum bleibt verhalten, und die Exporte leiden  weiterhin unter globalen Unsicherheiten. Die Inflation geht zurück, Lohneinkommen steigen, und die  (absolute) Beschäftigung erreicht historische Höchststände. Eine Normalisierung der Konjunktur wird  jedoch erst im Jahr 2025 prognostiziert.
2. Finanzsektor und Zinsen 
. Die Transmission der Zinswende in das deutsche Finanzsystem und die Realwirtschaft ist noch nicht abgeschlossen  und  könnte  sich  beschleunigen. Steigende  Zinsdeckungsquoten  bei Gewerbeimmobilienunternehmen erhöhen die Verwundbarkeit gegenüber Zinssteigerungen, und Wertberichtigungen im Kreditgeschäft sind aufgrund der Zinsentwicklung und steigender Risiken zu erwarten. 

3. Arbeitsmarkt 
Im Jahr 2024 wird die wirtschaftliche Flaute voraussichtlich den Arbeitsmarkt beeinträchtigen. Die Arbeitslosigkeit wird insgesamt nach einem Anstieg in 2023 auch in 2024 weiter ansteigen, bevor sie im  Jahr  2025  wieder  zurückgeht. Die  Unsicherheiten  am  Arbeitsmarkt  sind  Teil  der  globalen wirtschaftlichen Herausforderungen. 
4. Finanzpolitik 
Die  Finanzpolitik  bleibt  im  Jahr  2024  trotz  Haushaltslücke  leicht  expansiv,  insbesondere  im Zusammenhang mit der Energiekrise. Die Ausrichtung in den kommenden Jahren bleibt unsicher. Trotz dieser Unsicherheiten wird davon ausgegangen, dass alle geplanten finanzpolitischen Maßnahmen umgesetzt werden, wobei ein zunehmend restriktiver Kurs nicht ausgeschlossen ist.
5. Globale Einflüsse 
Die globale Erholung von der COVID-19-Pandemie und Russlands Invasion in der Ukraine bleibt langsam und ungleichmäßig. Trotz der wirtschaftlichen Resilienz zu Beginn dieses Jahres, die u.a. von Fortschritten bei der Reduzierung der Inflation von den Höchstständen des vorherigen Jahres geprägt war, ist es noch zu früh von einer Erholung zu sprechen.
Die Gründe dafür liegen einerseits in langfristigen Folgen aus der Pandemie, des Krieges in der Ukraine sowie der steigenden geoökonomischen und -politischen Fragmentierung. Andererseits sorgen Effekte aus  der  Kombination  restriktiver  Geld-  bzw. Finanzpolitik  vor  dem  Hintergrund  der Inflationsbekämpfung bzw. steigender Staatsverschuldungen sowie sich materialisierende Klimarisiken für eine nur langsame Erholung der Weltwirtschaft. 
6. Inflation und Geldpolitik 
Die globale Inflation wird voraussichtlich von 8,8% im Jahr 2022 auf 6,5% im Jahr 2023 und weiter auf 4,1% im Jahr 2024 zurückgehen. Die Fachleute des Eurosystems gehen von einer durchschnittlichen Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel von 5,0 % für 2023, 2,7 % für 2024, 2,3 % für 2025 und 2,1 %  für  2026  aus. Die  Zentralbanken  verfolgen  eine  Strategie  zur  Bekämpfung  der  Inflation.  Auf Grundlage seiner aktuellen Beurteilung ist die EZB der Auffassung, dass sich die EZB-Leitzinsen auf einem Niveau befinden, das - wenn es lange genug aufrechterhalten wird - einen erheblichen Beitrag zum 2%-Ziel leisten wird.  
7. Volatilität und Herausforderungen für Entscheidungsträger bleiben  Die ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutet darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft vor weiteren Herausforderungen steht. Das Wirtschaftswachstum wird voraussichtlich moderat ausfallen, da der private Konsum verhalten bleibt und Exporte weiterhin unter globalen Unsicherheiten leiden. Eine Normalisierung wird erst im Jahr 2025 prognostiziert.
Insgesamt bleibt die wirtschaftliche Lage in Deutschland und der Welt volatil und von Unsicherheiten  geprägt. Entscheidungsträger stehen vor der Herausforderung, angemessene Maßnahmen zu  ergreifen, um die wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten und auf mögliche Risiken zu reagieren.
Der Markt für Alternative (Debt) Assets ist in den letzten Jahren nachhaltig gewachsen (CAGR 10+%), die Erwartung skizziert ein ungebrochenes weiteres Wachstum über die prognostizierten nächsten fünf Jahre mit Europa als Hauptwachstumstreiber. Im Bereich Infrastruktur wird erwartet, dass Europa den US-Markt hinsichtlich Assets under Management (AuM) überholen wird. Ab 2024 wird auch wieder mit wachsendem Fundraisingvolumen gerechnet.

Fazit  Insgesamt bleibt die gesamtwirtschaftliche Prognose für Deutschland im Jahr 2024 volatil und von Unsicherheiten  geprägt. Die  richtigen  Maßnahmen  auf  globaler  und  nationaler  Ebene  sind entscheidend, um die wirtschaftliche Stabilität zu gewährleisten und auf mögliche Risiken zu reagieren.
Insbesondere das sich schnell veränderte Zinsumfeld stellt institutionelle Investoren weiterhin vor große Herausforderungen. Dies gilt insbesondere für die Versicherungsbranche und vergleichbare Kapitalsammelstellen.
In diesem Zusammenhang bietet die Caplantic GmbH als Dienstleister Banken und Investoren (z.B. Versicherungen) Lösungen für das Kapital- und Risikomanagement als auch innovative  Investmentmöglichkeiten an. 

2. Geschäftsentwicklung

Für das Jahr 2024 plant die caplantic GmbH weiteres Umsatzwachstum, insbesondere im Bereich der Drittkundenmandate. Die caplantic GmbH soll weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau der Originate to Manage Aktivitäten der NORD/LB leisten. Der weitere Fokus wird nach wie vor auf den Aufbau des Drittkundengeschäftes gelegt.
Wir erwarten, dass der Druck auf die Banken im Euroraum, ihre Eigenkapitalausstattung zu verbessern, auch im kommenden Geschäftsjahr maßgeblich für die Entwicklung potentieller Geschäftsansätze sein wird. An der nach wie vor zunehmenden Bankenaktivität im Bereich des aktiven Portfoliomanagements und der Ausplatzierung von (Kredit-)Risiken im Allgemeinen konnte der Bereich im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut durch mehrere Beratungsmandate partizipieren.
  
In den Segmenten Portfoliomanagement und Advisory soll weiterhin Neugeschäft akquiriert werden. Erste Mandate konnten bereits angebahnt werden Hierneben werden weitere Umsätze mit der Gesellschafterin aus den bestehenden Verträgen unterstellt. .
Insgesamt  erwarten  wir  im  Geschäftsjahr  2024  insbesondere  vor  dem  Hintergrund  der  engen Verzahnung mit den Originate to Manage Aktivitäten der NORD/LB eine weiterhin stabil verlaufende Geschäftsentwicklung . Der Umsatz mit der Gesellschafterin sinkt in 2024 im Vergleich zum Vorjahr deutlich, die Umsätze mit Drittkunden sollen deutlich gesteigert werden. Der Gesamtumsatz sinkt in 2024 leicht im Vergleich zum Vorjahr, ab 2025 werden deutliche Umsatzsteigerungen, insbesondere im Drittkundenbereich erwartet. Der Verwaltungsaufwand reduziert sich in 2024 gemäß Planung deutlich im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern entwickelt sich auf dem Vorjahresniveau. Die caplantic GmbH wird nach unserer Erwartung auch weiterhin dazu in der Lage sein, ihr Wachstum und die damit verbundenen Investitionen aus dem bisher aufgebauten Kapital sowie dem operativen Cashflow selbst zu finanzieren, und ihren aufsichtsrechtlichen Anforderungen, wie der Einhaltung von Eigenkapitalanforderungen,  nachzukommen. Kostensteigerungen  orientieren  sich  an  der Geschäftsentwicklung.  Auf  Basis  der  Planungsrechnung  werden  die  Kapitalanforderungen  der caplantic GmbH erfüllt bzw. eingehalten, die Liquidität ist jederzeit sichergestellt.  

3. Chancen- und Risikobericht

Über die dargestellte Entwicklung der Geschäftsaktivitäten sieht die caplantic GmbH die Chance, das Leistungsangebot weiter zu diversifizieren und hierzu ggf. strategische Partnerschaften einzugehen. Darüber hinaus bestehen Chancen aus aktuell bereits in Anbahnung befindlichen Projekten. Im Abschluss von entsprechenden Verträgen mit der NORD/LB sehen wir eine Chance, dass die caplantic GmbH zunächst weiterhin eine zentrale Rolle im Rahmen des Originate to Manage Ansatzes der Bank einnimmt und sich als zentraler Dienstleister für die Ausplatzierungen im Wholesale-Geschäft des Nord/LB Konzerns etabliert. In der weiteren Entwicklung der Drittkundenmandate wird der Anteil an Gesellschafterumsätzen perspektivisch kleiner werden und die caplantic sich mehr und mehr zu einem unabhängigen Anbieter am Markt entwickeln. 
Es  besteht  neben  den  im  Risikobericht  dargestellten  Risiken  u.a. das  Risiko,  dass  die  geplante Umsatzentwicklung  nicht  realisiert  werden  kann,  z.B.  durch  die  mögliche  Nichtrealisierung  von Fondsprojekten, den Wegfall bzw. das Ausbleiben von Gesellschafterumsätzen, den Weggang von Schlüsselmitarbeitern  oder  den  Verlust  von  Bestandskunden.  Hinzu  kommen  weiterhin  gewisse Prognoseunsicherheiten  aufgrund der weiterhin  nur schwer absehbaren  Auswirkungen  aus den Folgen des Ukraine-Krieges auf die Projektplanungen und -budgets unserer Kunden.  

Hannover, den 6. März 2024 caplantic GmbH
Matthias Korn Oliver Bartholomäus

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
1. Barreserve 213,67 155,67
a) Kassenbestand 213,67 155,67
3. Forderungen an Kreditinstitute 7.186.882,14 6.467.935,34
a) täglich fällig 6.314.251,24 6.459.941,22
b) andere Forderungen 872.630,90 7.994,12
4. Forderungen an Kunden 233.327,56 564.184,12
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 98.987,50 86.487,50
11. Immaterielle Anlagewerte 1.304,00 5.243,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.304,00 5.243,00
12. Sachanlagen 123.424,00 213.585,12
14. Sonstige Vermögensgegenstände 495.912,25 449.667,56
15. Rechnungsabgrenzungsposten 58.071,67 42.101,11
Summe der Aktiva 8.198.122,79 7.829.359,42

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten 289.299,33 88.416,19
7. Rückstellungen 919.152,18 1.412.382,70
b) Steuerrückstellungen 0,00 622,30
c) andere Rückstellungen 919.152,18 1.411.760,40
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 550.000,00 550.000,00
a) Eingefordertes Kapital 300.000,00 300.000,00
Gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
b) Kapitalrücklage 775.574,26 775.574,26
c) Gewinnrücklagen 991.275,95 991.275,95
cd) andere Gewinnrücklagen 991.275,95 991.275,95
d) Bilanzgewinn 4.372.821,07 3.711.710,32
Summe der Passiva 8.198.122,79 7.829.359,42

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Zinserträge 140.958,73 12.342,42
a) aus Kredit- und Geldmarktgeschäften 140.958,73 12.342,42
2. Zinsaufwendungen 11,00 8.291,69
Ergebnis 1. - 2. 140.947,73 4.050,73
3. Laufende Erträge 200.000,00 200.000,00
c) aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 200.000,00 200.000,00
8. Sonstige betriebliche Erträge 4.042.730,37 2.293.978,86
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 3.527.087,05 4.164.340,50
a) Personalaufwand 2.445.795,47 3.195.824,24
aa) Löhne und Gehälter 2.184.803,48 2.949.593,29
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 260.991,99 246.230,95
darunter: für Altersversorgung 48.611,70 80.635,64
b) andere Verwaltungsaufwendungen 1.081.291,58 968.516,26
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 168.258,58 66.407,60
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.986,72 3.046,88
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 667.345,75 -1.735.765,39
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.235,00 -234.877,84
Ergebnis 23. + 24. 6.235,00 -234.877,84
27. Jahresüberschuss 661.110,75 -1.500.887,55
28. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.711.710,32 5.212.597,87
Ergebnis 27. + 28. 4.372.821,07 3.711.710,32
Ergebnis 27. + 28. + 29. 4.372.821,07 3.711.710,32
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. 4.372.821,07 3.711.710,32
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. + 31. 4.372.821,07 3.711.710,32
Ergebnis 27. + 28. + 29. + 30. + 31. + 32. 4.372.821,07 3.711.710,32
34. Bilanzgewinn 4.372.821,07 3.711.710,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft  
Die caplantic GmbH mit Sitz in Hannover wird beim Amtsgericht Hannover unter der Registernummer HRB 57621 geführt.

II. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss  
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der caplantic GmbH für das Geschäftsjahr 2023 sind nach den  Vorschriften  des  Handelsgesetzbuches  (HGB),  des  Gesetzes  betreffend  die  Gesellschaften  mit beschränkter Haftung (GmbH-Gesetz) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV), die auch für Wertpapierinstitute Anwendung findet, aufgestellt worden.
Die Gesellschaft hat eine Erlaubnis datierend auf den 4. Dezember 2013 zum Erbringen von Finanz- dienstleistungen gemäß § 32 Abs. 1 KWG. Seit Juni 2021 bezieht die caplantic ihre Erlaubnis aus den Vorschriften des neuen Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und ist seit dessen Inkrafttreten kleines Wertpapierinstitut. Dementsprechend sind nach § 340 Abs. 4a HGB auch weiterhin die ergänzenden Vorschriften  für  Wertpapierinstitute  nach  §§  340  ff  HGB anzuwenden.  Gemäß  den  vorgenannten ergänzenden  Vorschriften  wurde  der  Jahresabschluss  nach  den  Vorschriften  für  große Kapitalgesellschaften aufgestellt.   
Die caplantic GmbH verfügt über zwei Geschäftszweige, zum einen die Erbringung von erlaubnispflichtigen Finanzdienstleistungen  und  zum  anderen  die  Erbringung  von  anderen,  nicht  erlaubnispflichtigen Dienstleistungen.
Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den gem. § 2 Rech-KredV anzuwendenden Formblättern 1 und 3.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden   
Kassenbestand sowie Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich wird akuten Ausfallrisiken durch Einzelwertberichtigungen auf Forderungen Rechnung getragen. Zum Bilanzstichtag waren wie im Vorjahr keine Einzelwertberichtigungen erforderlich.
Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.  
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung der Vermögensgegenstände erfolgt über  die  voraussichtlich  wirtschaftliche  Nutzungsdauer  unter  Berücksichtigung  der  steuerrechtlich zulässigen Höchstsätze. Für die immateriellen Anlagewerte werden Nutzungsdauern zwischen 3 und 10 Jahren  und  für  die  Sachanlagen  zwischen  3  und  13  Jahren  zugrunde  gelegt. Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. 

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bewertet.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, bemessen. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2021 erstmals von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, einen Fonds für die allgemeinen Risiken des Geschäftszweigs der Wertpapierinstitute nach § 340 g HGB zu bilden.
Forderungen  und  Verbindlichkeiten,  die  auf  fremde  Währung  lauten,  werden  zum  Zeitpunkt  der Entstehung (Zugang) mit dem zu diesem Zeitpunkt maßgeblichen Stichtagskurs bewertet. Die Umrechnung in Euro erfolgt mit dem EZB-Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.

IV. Erläuterungen zur Bilanz  
a)  Forderungen an Kreditinstitute  
Die täglich fälligen Forderungen an Kreditinstitute beinhalten die laufenden Bankkonten der Gesellschaft sowie Termingeldeinlagen. Die anderen Forderungen an Kreditinstitute entfallen auf Forderungen aus Lieferung und Leistung mit Dienstleistungsabrechnungen. Diese beinhalten keine Positionen mit einer Restlaufzeit von mehr als drei Monaten und keine Forderungen mit unbestimmter Laufzeit. Der Posten Forderungen an Kreditinstitute beinhaltet Guthaben bei Gesellschaftern in Höhe von T€ 6.314 (Vorjahr T€ 6.422) sowie Forderungen gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von T€ 873 (Vorjahr T€ 0) mit einer Restlaufzeit nicht über drei Monaten oder mit unbestimmter Laufzeit.

b) Forderungen an Kunden   
Die Forderungen an Kunden beinhalten keine Position mit einer Restlaufzeit von mehr als drei Monaten und  keine  Forderungen  mit  unbestimmter  Laufzeit. Der  Posten  Forderungen  an  Kunden  beinhaltet Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 107 (Vorjahr T€ 310).

c)  Anteile an verbundenen Unternehmen, immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen   
Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagespiegel (Anlage I zum Anhang) zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen:  
Die caplantic GmbH ist zu 100% an der Caplantic GP S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg beteiligt.
Da derzeit noch kein Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft vorliegt, kann noch keine Aussage über das Eigenkapital und das Ergebnis der Gesellschaft für das Jahr 2023 getroffen werden. Der Jahresabschluss des Jahres 2022 der Gesellschaft wies ein Eigenkapital in Höhe von T€ 69 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 4 aus.
Die caplantic GmbH ist zu 100% an der Caplantic Service GmbH mit Sitz in Hannover beteiligt.
Da derzeit noch kein Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft vorliegt, kann noch keine Aussage über das Eigenkapital und das Ergebnis der Gesellschaft für das Jahr 2023 getroffen werden. Der Jahresabschluss des Jahres 2022 der Gesellschaft wies ein Eigenkapital in Höhe von T€ 247 und ein Ergebnis in Höhe von T€ 126 aus.
Die caplantic GmbH ist zu 100% an der Caplantic ESG Solutions GmbH (vormals Caplantic Private Equity GmbH) mit Sitz in Hannover beteiligt.
Da derzeit noch kein Jahresabschluss für die Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft vorliegt, kann noch keine Aussage über das Eigenkapital und das Ergebnis der Gesellschaft für das Jahr 2023 getroffen werden. Der Jahresabschluss des Jahres 2022 der Gesellschaft wies ein Eigenkapital in Höhe von T€ 11 und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 7 aus.

Die caplantic GmbH ist zu 100% an der Caplantic GP II Alternative Assets S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg beteiligt.
Die Gesellschaft wurde im April 2023 mit einem Stammkapital in Höhe von € 12.500,00 gegründet. Da derzeit noch kein Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 der Gesellschaft vorliegt, kann noch keine Aussage über das Eigenkapital und das Ergebnis der Gesellschaft für das Jahr 2023 getroffen werden.

Sachanlagen:
Der Gesamtbetrag der sich in den Sachanlagen befindenden Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt zum 31. Dezember 2023 T€ 123.
d) Sonstige Vermögensgegenstände   
Wesentliche  Beträge  in  dieser  Position  sind  geleistete  Mietkautionen  (T€  22),  Forderungen  aus Körperschaftsteuerüberzahlungen (T€ 416) sowie Gewerbesteuerforderungen (T€ 44).
In der Position sind zum 31. Dezember 2023 keine Fremdwährungsforderungen enthalten.
e) Rechnungsabgrenzungsposten (Aktivseite)  
Insbesondere  werden  hierüber  Versicherungsbeiträge,  Ausgaben  für  Nutzungsrechte  und  sonstige Ausgaben vor dem Bilanzstichtag erfasst, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
f)  Sonstige Verbindlichkeiten
Sämtliche Verbindlichkeiten enthalten keine Positionen mit einer Restlaufzeit von mehr als drei Monaten. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich insbesondere um Umsatzsteuer (T€ 195), abzuführende Lohnsteuer (T€ 24) und um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 59). Der Posten sonstige Verbindlichkeiten beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 8 (Vorjahr T€ 8).

In dieser Position sind keine Fremdwährungsverbindlichkeiten enthalten.
g)  Rückstellungen  
Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich sowie die Prüfung des Jahresabschlusses 2023.
h) Fonds für allgemeine Risiken des Geschäftszweigs der Wertpapierinstitute   

Im Geschäftsjahr 2021 wurden T€ 550 in den Fonds nach § 340 g HGB eingestellt.
i) Latente Steuern  
Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz, die zu einer Bilanzierung latenter Steuern führen, liegen zum Bilanzstichtag nicht vor. Auf eine Aktivierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
a)  Provisionserträge  
Im  Geschäftsjahr  2023  fielen  keine  Erträge  aus  erlaubnispflichtigen  Finanzdienstleistungen  (An- lageberatungen) an.
b) Sonstige betriebliche Erträge   
Unter diesem Posten erfolgt im Wesentlichen der Ausweis sämtlicher Erträge aus den nicht erlaub- nispflichtigen  Beratungsleistungen  der  Gesellschaft  in  Höhe  von  T€  3.787,  davon  entfallen  auf  die Bundesrepublik Deutschland T€ 3.337, auf andere EU-Länder T€ 267 und auf Nordamerika T€ 183.
Die Gesellschaft hat mit Wirkung vom 1. Juli 2021 den am Standort Köln betriebenen Geschäftsbereich Private Equity an den Gesellschafter Ampega Asset Management GmbH für einen Kaufpreis von T€ 3.250 verkauft. Im Geschäftsjahr 2023 fielen im Zusammenhang mit diesem Verkauf noch weitere Erträge in Höhe von T€ 127 an. Daneben werden unter diesem Posten noch Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 118 ausgewiesen.
In diesem Posten werden Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von € 1.406,25 (Vorjahr € 0,00) ausgewiesen.
c)  Allgemeine Verwaltungsaufwendungen  
In den anderen Verwaltungsaufwendungen werden insbesondere Mietaufwendungen für unbewegliche und bewegliche Vermögensgegenstände, Reisekosten, Beratungs- und Prüfungskosten, Wartungs- und Instandhaltungskosten für Hard- und Software, Versicherungen sowie Aufwendungen für Nutzungsrechte ausgewiesen.
Des Weiteren sind in dieser Position Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von € 1.504,27 (Vorjahr € 4.410,11) enthalten.
d) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 6 resultieren aus der Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr 2023.
Die caplantic GmbH als Tochtergesellschaft der NORD/LB fällt grundsätzlich in den Anwendungsbereich der OECD-Pillar 2-Modellregelungen. Die Pillar 2-Gesetzgebung in Deutschland ist am 28. Dezember 2023 in Kraft getreten und für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen, anzuwenden. Aus der Anwendung   des   Mindestbesteuerungsrichtlinie-Umsetzungsgesetzes   für   Wirtschaftsjahre   ab   dem 1. Januar 2024 erwarten wir voraussichtlich keine Auswirkungen.

VI. Sonstige Angaben  
Geschäftsführung  
Geschäftsführer im Berichtsjahr waren:  

·  Bartholomäus, Oliver  Geschäftsführer der caplantic GmbH ·  Korn, Matthias (ab 01.05.2023) Geschäftsführer der caplantic GmbH, ·  Schwalba, Dr. Michael (bis 31.03.2023)  Geschäftsführer der caplantic GmbH
Aufsichtsrat

Zusammensetzung zum 31. Dezember 2023:  
·  Martell, Hanno (Vorsitzender) Head of AFIS - Aviation Finance & Investment  Solutions der NORD/LB ·  Hartmann, Martin (stellv. Vorsitzender) Head of Markets der NORD/LB ·  Schrader, Frank Global Head of Deutsche Hypo - NORD/LB Real Estate Finance  
Angaben zu Organbezügen
Im Jahr 2023 wurden für den Aufsichtsrat keine Bezüge, Vorschüsse oder Kredite gewährt. Die bei der Gesellschaft angestellten Geschäftsführer werden entsprechend des Vergütungssystems der caplantic GmbH vergütet. Von der Regelung des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Zahl der Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 15 Arbeitnehmer beschäftigt (ohne Geschäftsführer, Arbeitnehmer in Elternzeit und Praktikanten). Einem Arbeitnehmer ist Prokura erteilt worden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Mietvertrag für die betrieblichen Räume in Hannover hat zum Bilanzstichtag eine festgeschriebene Mindestlaufzeit bis März 2028. Der Mindestbetrag nicht abgezinster künftiger Kaltmietzahlungen beläuft sich auf T€ 605.

Sonstiges
Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt insgesamt T€ 82. Es entfällt in voller Höhe auf die Abschluss- prüfungsleistungen.

Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger.
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der Norddeutsche Landesbank Girozentrale, Hannover, Braunschweig, Magdeburg, einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Nachtragsbericht
Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Hannover, den 6. März 2024
caplantic GmbH
Oliver Bartholomäus  Matthias Korn

Anlagespiegel


Stand am
Zugänge
Um-
Abgänge
Stand am

1.1.2023

buchungen

31.12.2023

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I. Anteile an verbundenen





Unternehmen
86487,5
12500
0
0
98987,5
II. Immaterielle Anlagewerte





entgeltlich erworbene Konzessionen,




gewerbliche Schutzrechte und




ähnliche Rechte und Werte sowie




Lizenzen an solchen Rechten und




Werten
231751,09
20378,98
0
20378,98
231751,09
III. Sachanlagen





a) andere Anlagen, Betriebs-





und Geschäftsausstattung
660675,09
23930,61
85615,39
380063,14
390157,95
b) geleistete Anzahlungen
39016,62
46598,77
-85615,39
0
0

699691,71
70529,38
0
380063,14
390157,95

1017930,3
103408,36
0
400442,12
720896,54

Kumulierte Abschreibungen

Buchwerte


Stand am
Abschreibungen
Abgänge
Stand am
Stand am
Stand am
1.1.2023
Geschäftsjahr

31.12.2023
31.12.2023
31.12.2022
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
0
0
0
0
98987,5
86487,5
226508,09
24316,98
20377,98
230447,09
1304
5243
486106,59
143941,6
363314,24
266733,95
123424
174568,5
0
0
0
0
0
39016,62
486106,59
143941,6
363314,24
266733,95
123424
213585,12
712614,68
168258,58
383692,22
497181,04
223715,5
305315,62

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 06.03.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die caplantic GmbH, Hannover  Prüfungsurteile  Wir haben den Jahresabschluss der caplantic GmbH, Hannover, - bestehend aus der Bilanz zum  31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der caplantic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse 
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen han-
delsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ord- nungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver- mögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesell- schaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresab- schluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile  Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit  § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prü- fung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend be- schrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen  handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Be- rufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass  die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für  unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den  Lagebericht  Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den  deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür,  dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchfüh- rung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Er- tragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die  internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßi- ger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu  ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen  (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die  Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren  haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unterneh- menstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf  der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu  bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der  insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentli- chen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschrif- ten entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Fer- ner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Sys- teme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstim- mung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um aus- reichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Ge- sellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts  Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als  Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irr- tümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft  vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der  Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften  entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum  Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in  Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)  festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung  eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen  Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftiger- weise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jah- resabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten be- einflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grund- haltung. Darüber hinaus 
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresab- schluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und 
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungs- nachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu  dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellun- gen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesent- liche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusam- menwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. 
• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten inter-
nen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und  Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen ange- messen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der  Gesellschaft abzugeben.
• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rech- nungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern darge- stellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern  angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit so- wie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im 
Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der  Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet,  im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebe- richt aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges  Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der  bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereig- nisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unterneh- menstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich 
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Er- eignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ord- nungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver- mögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentspre-
chung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu-
kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prü- fungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von  den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen  die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein ei genständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde lie- genden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass  künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um- fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich  etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung fest- stellen.

Hannover, den 7. März 2024  PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Anne Witt  ppa. Mirko Braun Wirtschaftsprüferin  Wirtschaftsprüfer

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