Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 66898
Vorher
VDZ gemeinnützige GmbH
Eingetragen
9.12.2011
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieOrganisationen der Bildung, Wissenschaft und ForschungHerstellung von keramischen Erzeugnissen für sonstige technische Zwecke
Gegenstand
Die Förderung von Technik und Wissenschaft einschließlich Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Herstellung und Anwendung von hydraulischen Bindemitteln und allen damit zusammenhängenden Gegenständen, insbesondere die Entwicklung hydraulischer Bindemittel einschließlich der Zusätze auf technisch-wissenschaftlicher Grundlage, die Verbesserung von Maßnahmen des betrieblichen Umweltschutzes, die berufliche Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern der Steine- und Erden-Industrien, die Unfallforschung und die Förderung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes, die Förderung einschlägiger Arbeiten von Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen durch Pflege gemeinsamer Arbeit und durch sonstige Unterstützung, Veröffentlichung gesicherter Forschungsergebnisse und der übrigen wissenschaftlichen Tätigkeit in der Fachliteratur sowie die Förderung von Ausund Weiterbildung junger Führungskräfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Dr. Rickert
seit 19.2.2025
Geschäftsführer
Kristina Dr. Fleiger
seit 17.6.2024
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Verein Deutscher Zementwerke
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Verein Deutscher Zementwerke
Germany
26.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

VDZ Technology gGmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 237.951,45 342.444,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 23.389,45
237.951,45 365.833,45
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 19.951,00 27.931,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.215.443,70 2.228.130,70
2.235.394,70 2.256.061,70
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 278.223,00 278.223,00
2.751.569,15 2.900.118,15
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 303.725,12 382.040,66
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -112.338,90 -44.940,94
191.386,22 337.099,72
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.515.360,86 1.198.955,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 916.555,70 69.001,29
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.090.402,74 13.312,30
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.068.086,19 1.243.468,76
4.590.405,49 2.524.737,37
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 809.755,58 2.476.905,71
5.591.547,29 5.338.742,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.576,55 31.672,52
8.385.692,99 8.270.533,47

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 26.000,00 26.000,00
II. Kapitalrücklage 3.782.733,11 4.235.178,43
III. Bilanzverlust -774.870,60 -452.445,32
3.033.862,51 3.808.733,11
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.647.550,00 2.710.241,00
2. Steuerrückstellungen 127.516,20 102.504,00
3. Sonstige Rückstellungen 596.925,98 544.598,00
3.371.992,18 3.357.343,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 140.638,32 111.716,67
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 144.827,93
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.504.533,07 584.468,31
- davon aus Steuern: EUR 894.907,05 (i. V. EUR 106.467,05)
1.645.171,39 841.012,91
D. Rechnungsabgrenzungsposten 334.666,91 263.444,45
8.385.692,99 8.270.533,47

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 13.942.938,39 13.598.974,64
2. Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen, unfertigen Leistungen -78.315,54 -107.301,36
3. Sonstige betriebliche Erträge 98.909,93 78.996,92
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.776.458,75 5.635.820,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.427.134,68 1.629.806,38
- davon für Altersversorgung: EUR 348.673,06 (i. V. EUR 548.426,63)
7.203.593,43 7.265.626,55
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 596.375,84 580.590,99
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.267.098,38 6.371.977,81
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.369,78 0,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.656,00 60.545,00
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 48.242,00 (i. V. EUR 47.745,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 623.912,51 256.154,44
10. Ergebnis nach Steuern -773.733,60 -964.224,59
11. Sonstige Steuern 1.137,00 -34.739,91
12. Jahresfehlbetrag -774.870,60 -929.484,68
13. Gewinnvortrag 0,00 477.039,36
14. Bilanzverlust -774.870,60 -452.445,32

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die VDZ Technology gemeinnützige GmbH hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf (Reg. Nr. HRB 66898).

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Aufstellung des Anhangs erfolgte unter Inanspruchnahme der größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 Abs. 2 HGB.

B. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt.

Seit dem 1. Januar 2018 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Netto-Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 800,00 im Jahr der Anschaffung aktiviert und vollständig abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. zu fortgeführten Buchwerten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich eine dauernde Wertminderung vorliegt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bilanziert.

Unfertige Leistungen werden für angearbeitete Aufträge in Höhe der handelsrechtlichen Bewertungsobergrenze ausgewiesen. Diese sind nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung ermittelt worden. Gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB wurden für diese Aufträge erhaltene Anzahlungen offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Den im Forderungsbestand liegenden Risiken wird grundsätzlich durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalbeträgen ausgewiesen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Pensionsrückstellungen wurden nach den Vorschriften des HGB anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach dem versicherungsmathematischen Teilwertverfahren. Die Pensionsrückstellungen sind nach Maßgabe des HGB mit einem Rechnungszins von 1,83 % (i. V. 1,78 %) und einer voraussichtlichen Rentensteigerung von 2,0 % gebildet worden. Die Berechnung erfolgte unter Verwendung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Zeitraum für die Ermittlung des durchschnittlichen Zinssatzes für die Diskontierung der Altersversorgungsverpflichtungen beläuft sich auf zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag zwischen einer sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung beträgt TEUR 15 und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Die Jubiläumsrückstellung wurde nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag verwendete Rechnungszins beträgt 1,74 %

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

C. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen ist im Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt, der nach den Vorschriften des § 284 Abs. 3 HGB erstellt ist.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Beteiligungen setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

Eigenkapital Beteiligung Ergebnis
TEUR % TEUR
VDZ Service GmbH, Düsseldorf 5.607 100 620
European Cement Research Academy GmbH, Düsseldorf 366 100 9

Alle Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr belaufen sich auf TEUR 2.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 917 resultieren dem Grunde nach aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen in vollem Umfang Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Auf die Mitzugehörigkeit der Forderungen gegen Gesellschafter zu den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wird verwiesen.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber dem Personal aus Urlaubs- und Zeitguthaben.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

D. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden jährliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus einem Mietvertrag in Höhe von TEUR 2.214. Der Mietvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. August 2040.

Arbeitnehmerzahl

Im Jahresdurchschnitt wurden im Geschäftsjahr 2023 91 Mitarbeiter beschäftigt.

Geschäftsführung

Hauptberufliche Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023:

Dr.-Ing. Christoph Müller (Dr. Ing., Dipl.-Ing. Bauingenieurwesen), Köln

Dr.-Ing. Volker Hoenig (Dr. Ing., Dipl.-Ing. Verfahrenstechnik), Ratingen

Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Für frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.088 gebildet.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 774.870,60 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Düsseldorf, 28. März 2024

VDZ Technology gGmbH

Geschäftsführung

Dr. Christoph Müller

Dr. Volker Hoenig

Entwicklung des Anlagevermögens der VDZ Technology gGmbH, Düsseldorf im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.510.898,97 30.903,87 0,00 23.389,45 1.565.192,29
2. Geleistete Anzahlungen 23.389,45 0,00 0,00 -23.389,45 0,00
1.534.288,42 30.903,87 0,00 0,00 1.565.192,29
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 111.728,15 0,00 0,00 0,00 111.728,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.042.578,20 416.922,97 3.815,96 0,00 5.455.685,21
5.154.306,35 416.922,97 3.815,96 0,00 5.567.413,36
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 278.223,00 0,00 0,00 0,00 278.223,00
6.966.817,77 447.826,84 3.815,96 0,00 7.410.828,65
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.168.454,97 158.785,87 0,00 1.327.240,84
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.168.454,97 158.785,87 0,00 1.327.240,84
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 83.797,15 7.980,00 0,00 91.777,15
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.814.447,50 429.609,97 3.815,96 3.240.241,51
2.898.244,65 437.589,97 3.815,96 3.332.018,66
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
4.066.699,62 596.375,84 3.815,96 4.659.259,50
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 237.951,45 342.444,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 23.389,45
237.951,45 365.833,45
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 19.951,00 27.931,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.215.443,70 2.228.130,70
2.235.394,70 2.256.061,70
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 278.223,00 278.223,00
2.751.569,15 2.900.118,15

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Grundlage des Unternehmens und Tätigkeitsschwerpunkte

Die VDZ Technology gGmbH bezweckt die Förderung von Technik und Wissenschaft einschließlich Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der Herstellung und Anwendung von hydraulischen Bindemitteln und allen damit zusammenhängenden Gegenständen, insbesondere:

1.

die Entwicklung hydraulischer Bindemittel einschließlich der Zusätze auf technischwissenschaftlicher Grundlage; insbesondere aber nicht ausschließlich die Forschungen zur Dekarbonisierung der gesamten Wertschöpfungskette Zement und Beton auf dem Weg zur Klimaneutralität sowie zur Förderung von Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft;

2.

die Verbesserung von Maßnahmen des betrieblichen Umwelt- und Klimaschutzes;

3.

die berufliche Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitenden der Steine- und Erden- Industrien;

4.

die Unfallforschung und die Förderung von Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes;

5.

die Förderung einschlägiger Arbeiten an internationalen Forschungszentren, Universitäten, Hochschulen und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen durch Kooperationen und durch sonstige Unterstützung;

6.

die Veröffentlichung gesicherter Forschungsergebnisse und der weiteren wissenschaftlichen Tätigkeiten in der Fachliteratur.

Das zurückliegende Geschäftsjahr der VDZ Technology gGmbH stand ganz im Zeichen von Carbon Management. Die CO 2 -Abscheidung, -Nutzung und -Speicherung (CCUS) ist für die Zementindustrie und andere Branchen mit unvermeidbaren CO 2 -Emissionen eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur Klimaneutralität. Gegenstand der Studien und Forschungsprojekte waren zukunftsweisende Fragestellungen von zentraler gesellschaftlicher Relevanz. Die Schwerpunkte der Forschung lagen im Geschäftsjahr 2023 auf folgenden Feldern:

Die Reduzierung der CO 2 -Emissionen in der Zementherstellung, die Herstellung und Anwendung ökologisch optimierter Zemente und Betone sowie kreislaufwirtschaftliche Ansätze und Beiträge zur Steigerung der Ressourceneffizienz; die Optimierung von Zement-Herstellungsverfahren; Einflüsse verschiedener Bestandteile/Parameter auf die Eigenschaften von Zement und Beton; die Bewertung und Optimierung analytischer Prüf- und Analyseverfahren für Baustoffe sowie der Einsatz künstlicher Intelligenz in der Zementindustrie.

Seit vielen Jahrzehnten bilden international renommierte Partnerorganisationen in Forschung und Lehre zusammen mit dem VDZ ein effizientes Netzwerk, das Grundlage für erfolgreiche Kooperationsprojekte ist. Weltweit tätige Forschungszentren, Universitäten und Hochschulen arbeiten hierzu mit der VDZ Technology gGmbH in unterschiedlichen Fachgebieten zusammen. Seit vielen Jahren unterstützt die VDZ Technology gGmbH die Arbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern durch die Betreuung von Studienarbeiten, durch Veranstaltungen für Studierende und gemeinschaftlich konzipierte Studiengänge.

Die VDZ Technology gGmbH ist seit mehr als 60 Jahren für die Steine- und Erdenindustrien ein zuverlässiger und kompetenter Partner in der Aus- und Weiterbildung. Das fachlich breite Angebot erstreckt sich von der Grundlagenschulung für junge Ingenieure und Ingenieurinnen bis hin zur Vermittlung von speziellem Fachwissen in Vertiefungskursen. Im Jahr 2023 absolvierten 19 Absolventen erfolgreich den Lehrgang "Industriemeister Kalk/Zement", den die VDZ Technology gGmbH seit 1958 in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Handelskammer Düsseldorf durchführt. Der Praxisbezug der VDZ-Lehrgänge sowie der Einsatz moderner Lernmodelle garantieren eine anwendungsbezogene und effiziente Wissensvermittlung. In ausgewählten Kursen werden im "blended learning" computergestütztes asynchrones Lernen und klassischer Unterricht kombiniert. Für die Weiterbildung an den Werksstandorten wird die VDZ- Lernplattform kontinuierlich durch neue Funktionen und Inhalte verbessert und ergänzt. Die VDZ-Lernplattform enthält neben den VDZ-Onlinekursen zur Zement- und Kalkherstellung auch Onlinekurse zu betontechnologischen Themen. Insgesamt werden fast 70 verschiedene Kurse mit über 150 Stunden Weiterbildungsmaterial angeboten.

Die Onlinekurse sind praxisnah, aktuell und multimedial aufbereitet. Neben Texten, Bildern und Videos bieten sie insbesondere ansprechende Animationen, um komplexe Sachverhalte und Anlagen besser zu verstehen und in der Praxis effizienter, sicherer und umweltfreundlicher zu betreiben. In abschließenden Fragen und Tests haben Lernende die Gelegenheit, ihr Wissen direkt zu überprüfen und eventuelle Wissenslücken zu schließen.

Die Arbeitssicherheit spielt in den Werken der Zementindustrie eine herausragende Rolle. Die VDZ-Technology gGmbH veröffentlicht für die Branche ihre Erkenntnisse zur kontinuierlichen Verbesserung der Arbeitssicherheit. Sie wird dabei durch erfahrene Sicherheitsingenieure und Arbeitsschutzexperten unterstützt. Ziel ist es, sichere Arbeitsplätze zu schaffen und die Mitarbeitenden in den Zementwerken für sicherheitsbewusstes Arbeiten zu sensibilisieren. In 2023 wurde der renommierte VDZ-Arbeitssicherheitspreis als besondere Auszeichnung erneut an eine Reihe von Unternehmen der Zementindustrie verliehen, die ihre betrieblichen Sicherheitsbestimmungen im vorangegangenen Jahr in hervorragender Weise optimiert hatten.

Über 400 Expertinnen und Experten der Zement- und Betonindustrie sowie anderer Wirtschaftszweige trafen sich zur VDZ-Jahrestagung Zement im November 2023 in Düsseldorf. Das traditionelle Branchentreffen stand in diesem Jahr ganz im Zeichen von Carbon Management und der Schlüsseltechnologie CCUS. Diesbezügliche Herausforderungen und Handlungsfelder wurden in vielen Vorträgen und Diskussionen auch branchenübergreifend beleuchtet. Die VDZ Technology gGmbH präsentierte erste Ergebnisse der Anfang 2024 erscheinenden Studie zur CO 2 -Infrastruktur. Eröffnet wurde die Tagung von Mona Neubaur, der aktuellen Wirtschaftsministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin in Nordrhein-Westfalen.

Weiterhin vertreten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des VDZ alle baustoffbezogenen Erkenntnisse gegenüber einem weitreichenden, internationalen Spektrum an Stakeholdern. Hierzu zählen die VDZ-Mitgliedsunternehmen, Behörden, Forschungseinrichtungen, Universitäten, Verbände, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie Gesellschaft, Medien und Öffentlichkeit. Dabei spielen CO 2 -effiziente Baustoffe, Ressourceneffizienz und grüne Leitmärkte sowie Fragen der Normierung und Qualitätssicherung eine besondere Rolle. Zugleich arbeiten erfahrene Expertinnen und Experten des VDZ an der weiteren Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes.

Der Geschäftsbetrieb der VDZ Technology gGmbH umfasst außerdem umfassende Dienstleistungen rund um Zement, Beton und Umweltschutz. Dies sind folgende Bereiche:

Verfahrenstechnik

Umwelt- und Klimaschutz;

Leistungsfähigkeit von Zement;

Betontechnologie;

Labordienstleistungen;

Zertifizierung;

Weiterbildung.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Allgemeinen und die geschäftliche Situation in den relevanten Zielmärkten der VDZ Technology gGmbH bzw. ihrer Kunden können wie folgt beschrieben werden:

Im Geschäftsjahr 2023 ist der IFO-Geschäftsklima-Index von 90,1 Punkten im Januar auf 86,4 Punkte im Dezember gesunken. Nach einem leichten Anstieg im Frühjahr schwächte sich der Index ab Mai kontinuierlich ab. Grund für den Rückgang waren objektive und subjektive Einflüsse auf die Geschäftslage. Demnach schätzten Führungskräfte die Geschäftslage im Dezember mit 88,5 schlechter ein als noch im Januar (94,2).

(Quelle: IFO-Institut).

Der Sachverständigenrat der Bundesregierung weist in seinem Herbstgutachten darauf hin, dass die Corona-Pandemie und die Energiekrise in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen haben. Die deutsche Wirtschaftsleistung lag Ende 2023 nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie. Neben der konjunkturellen Schwäche deutet die Mittel- und Langfristprojektion des deutschen Produktionspotenzials auf deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte hin: Einerseits ist absehbar, dass durch die demografische Alterung der Anteil der 20- bis 64-Jährigen an der Gesamtbevölkerung sinken wird und das inländische Arbeitsvolumen zurückgeht. Andererseits sind das Produktivitätswachstum und das Wachstum des Kapitalstocks, aber auch der Modernitätsgrad des Kapitalstocks, seit Jahrzehnten rückläufig. Dies spiegelt sich in den niedrigen und gesunkenen Gründungsraten und der geringen Verfügbarkeit von Wagniskapital für junge Wachstumsunternehmen wider.

(Quelle: Sachverständigenrat der Bundesregierung, Jahresgutachten)

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Bauhauptgewerbe ist der branchenbezogene IFO-Geschäftsklimaindex im Jahr 2023 von -21,3 Punkten im Januar 2023 auf -33,1 Punkte im Dezember 2023 stark gesunken. Bei ihrer Herbstumfrage sieht der Zentralverband Deutsches Baugewerbe die Bauwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Fachkräftemangel und drohender Kurzarbeit. Die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung lassen danach in der ganzen Branche bis zum Frühjahr noch einmal nach. Dies betrifft insbesondere Geschäftserwartungen im Wohnungsbau, dem Stützfeiler der Baukonjunktur der letzten Jahre. Nur 2,5 % der Unternehmen erwarteten eine bessere Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten. Demgegenüber gingen 70 % der Unternehmen von einer Verschlechterung aus. Die seit eineinhalb Jahren andauernde Auftragsflaute hat die Auftragsbestände im Wohnungsbau deutlich abschmelzen lassen.

In der Bauwirtschaft wird Zement in allen Baubereichen eingesetzt. Der Zementverbrauch verteilt sich ungefähr zu je einem Drittel auf den Wohnungsbau, den Nicht-Wohnungsbau sowie den Tiefbau. Im Jahr 2022 lag der Zementverbrauch in Deutschland bei 28,0 Mio. Tonnen (2021: 29,1 Mio. Tonnen) und damit erneut niedriger als im Vorjahr (Quelle: STATISTA). Zahlen zum Zementverbrauch in Deutschland für 2023 liegen noch nicht vor. Allerdings lässt sich anhand der Produktion der Deutschen Zementhersteller deutlich erkennen, dass die Nachfrage nach Zement in den ersten drei Quartalen 2023 im Vergleich zum Vorjahr erneut zurückgegangen ist. Die gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten dürften sich auch künftig spürbar auf die Realisierung von Bauprojekten auswirken. (Quelle: VDZ).

2. Lage des Unternehmens

Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft war geprägt von einem weiteren Beschäftigungszuwachs, der sich sowohl auf der Ertrags- als auch auf der Aufwandsseite widerspiegelte:

Insgesamt erzielte die VDZ gGmbH im Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr eine um T€ 373 höhere Betriebsleistung in Höhe von T€ 13.865 (Vorjahr: T€ 13.492). Der Anstieg der Betriebsleistung ist wie schon im Vorjahr im Wesentlichen auf einen Anstieg der Umsatzerlöse zurückzuführen (T€ 13.943 T€, Vorjahr T€ 13.599). Ursache hierfür waren Beratungsaufträge, Gutachten und Weiterbildungsmaßnahmen im Jahr 2023 im In- und Ausland.

Der Umsatz aus gewährten Zuschüssen des Gesellschafters ging um T€ 257 (6 %) zurück (T€ 3.980 Vorjahr: T€ 4.237). Der Umsatz aus Forschungszuschüssen stieg um T€ 429 (16 %) auf T€ 3.121 aufgrund der Vielzahl der im Jahr 2023 erfolgreich abgeschlossenen Forschungsvorhaben.

Die Löhne und Gehälter stiegen mit T€ 5.776 (Vorjahr: T€ 5.636) um T€ 140 an, was mit der Einstellung von zusätzlichen Fachkräften in Verbindung steht. Die sozialen Abgaben und Aufwendungen sanken um T€ 203 (T€ 1.427; Vorjahr T€ 1.630) aufgrund der reduzierten Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen.

Die Abschreibungen stiegen bedingt durch Investitionen im Jahr 2023 um T€ 15 auf T€ 596 (Vorjahr: T€ 581). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken insbesondere aufgrund niedrigerer Betriebskosten um T€ 105 auf T€ 6.267 (Vorjahr: T€ 6.372).

In 2023 konnte der Umsatzanstieg, der in den Planungen für 2023 enthalten war, erwartungsgemäß realisiert werden. Aufgrund höherer Steuern und Personalaufwendungen fiel der Verlust mit - T€ 775 dennoch höher aus als im Vorjahresbericht erwartet wurde (- € 0,5 Mio.).

Finanzlage

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist stabil. Das langfristig gebundene Vermögen (Anlagevermögen) beträgt zum Stichtag insgesamt T€ 2.751 bzw. rd. 32,8 % der Bilanzsumme. Das Anlagevermögen sank im Vergleich zum Vorjahr abschreibungsbedingt um T€ 149 (31. Dezember 2022: T€ 2.900).

Das kurzfristig gebundene Vermögen umfasst die kurzfristigen Forderungen sowie Vorräte.

Von den T€ 4.825 bestehen in Höhe von T€ 2.007 Forderungen gegen Unternehmen der VDZ- Gruppe. Zum Bilanzstichtag verfügt die VDZ gGmbH über eine Barliquidität von T€ 810 (31. Dezember 2022: T€ 2.477). Der Rückgang der Barliquidität um T€ 1.667 im Vergleich zum 31. Dezember 2022 ist stichtagsbedingt.

Die Eigenkapitalquote liegt auch zum 31. Dezember 2023 mit 36,2 % vergleichsweise hoch (31. Dezember 2022: 46,0 %). Der Rückgang resultiert insbesondere aus einer gestiegenen Bilanzsumme. Die Pensionsrückstellungen bestehen aufgrund vorhandener Versorgungszusagen bzw. -leistungen. Die sonstigen Rückstellungen sind bis auf T€ 182 alle kurzfristig und bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen insbesondere aufgrund des stichtagsbedingten Anstiegs der sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 876 auf T€ 1.980

Die Prognosen der Geschäftsleitung in Bezug auf eine stabile Eigenkapitalquote haben sich damit erfüllt.

Investitionen

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Investitionen in Höhe von insgesamt T€ 448 getätigt. Dabei handelt es sich um Zugänge im Anlagevermögen für andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 417, die im Wesentlichen Analyse- und Prüfeinrichtungen betreffen. Ein Teilbetrag von T€ 31 betraf Softwareinvestitionen und -lizenzen. Eine kontinuierliche und angemessene Investitionstätigkeit der Gesellschaft ist Grundlage dafür, den vielfältigen Nachfragen der Kunden in technischer Hinsicht gerecht werden zu können.

Liquidität

Die Finanzlage der Gesellschaft ist geordnet, die Liquiditätsausstattung angemessen und die Zahlungsbereitschaft jederzeit gewährleistet. Die Finanzierung erfolgt derzeit ausschließlich durch Eigenmittel bzw. durch den Gesellschafter. Die im Geschäftsjahr eingetretene Abnahme des Netto-Finanzvermögens um T€ 1.667 war stichtagsbedingt. Die Erwartungen der Geschäftsleitung in Bezug auf eine solide und angemessene Liquiditätsausstattung haben sich damit erfüllt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand der VDZ Technology gGmbH stieg aufgrund hoher Auftragseingänge im Jahr 2023 um 43 % im Vergleich zum Vorjahr. In allen Geschäftsbereichen waren in 2023 kontinuierlich hohe Auftragseingänge zu verzeichnen.

Betriebsleistung je Mitarbeiter

Die finanzielle Betriebsleistung pro Mitarbeiter dient als Kennzahl, um die durchschnittliche finanzielle Leistungsfähigkeit im Hinblick auf den Ressourceneinsatz zu beurteilen. Ein effizienter Ressourceneinsatz gewährleistet dabei die nachhaltig solide Finanzierung der satzungsmäßigen Aufgaben. Die Gesamtleistung je Mitarbeiter hat sich aufgrund des Umsatzanstiegs im Jahr 2023 von T€ 150 auf T€ 154 (+ 3 %) verbessert.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Erfüllung ihrer satzungsmäßigen gemeinnützigen Aufgaben ist der Schwerpunkt der Arbeit der VDZ Technology gGmbH. Die vielfältige Forschungstätigkeit der VDZ Technology gGmbH ist deshalb in qualitativer und quantitativer Hinsicht zentral für die VDZ Technology gGmbH. Die Gesamtzahl der zum Bilanzstichtag laufenden Forschungsprojekte dient als Indikator über den Umfang der Forschungstätigkeit der VDZ Technology gGmbH. Zum 31. Dezember 2023 waren 30 Forschungsprojekte (Vorjahr: 41 Forschungsprojekte) in Bearbeitung. Trotz sieben neu bewilligter Vorhaben ist die Gesamtzahl der am Stichtag bearbeiteten Vorhaben rückläufig, weil im Jahr 2023 insgesamt 18 Vorhaben (davon 4 in der Abrechnungsphase) erfolgreich abgeschlossen werden konnten.

Gesamtaussage zur Entwicklung im Geschäftsjahr 2023

Insgesamt haben sich die Geschäfte und Aufgabenbereiche im Jahr 2023 erfolgreich entwickelt. In finanzieller Hinsicht waren es vor allem neue Fragestellungen zu drängenden Zukunftsthemen, die für eine entsprechende Nachfrage nach den umfangreichen Dienstleistungen der VDZ Technology gGmbH sorgten. Der weiterhin hohe Bedarf an Branchenkenntnissen und baustoffbezogenen Erfahrungen schafft zudem auch in inhaltlicher Hinsicht Möglichkeiten, Netzwerke zu knüpfen sowie Transformationsprozesse vorzudenken und zu begleiten.

3. Risikobericht

Umsatzrisiken

Die VDZ Technology gGmbH ist in verschiedenen Bereichen in Ausübung ihrer gemeinnützigen Aufgaben sowie gewerblich tätig. Einige der relevanten Felder unterliegen mehr oder weniger stark bestimmten Einnahmerisiken.

Nahezu alle deutschen Zementhersteller sowie zahlreiche ausländische Zementproduzenten zählen zum Kundenkreis der VDZ Technology gGmbH. Außerdem erbringt die VDZ Technology gGmbH auch für zahlreiche Unternehmen aus anderen Branchen (z. B. Baustoffindustrie, Bauindustrie, chemische Industrie) sowie der bauenden Verwaltung maßgeschneiderte Dienstleistungen. Der Kernmarkt der VDZ Technology gGmbH ist nach wie vor Deutschland, auch wenn Dienstleistungen für Kunden in vielen Regionen der Welt erbracht werden. Angesichts des zuletzt schwierigen Umfeldes in der Bauwirtschaft wird deutlich, dass die Kunden des VDZ ihrerseits vor konjunkturellen Herausforderungen stehen. Dem damit grundsätzlich verbundenen Umsatzrisiko für die VDZ Technology gGmbH steht jedoch positiv gegenüber, dass insbesondere in wirtschaftlich schwierigen Zeiten durch Kostendruck in den Betrieben eine zusätzliche Nachfrage nach technischen Dienstleistungen und intelligenten Lösungen ausgelöst wird. Darüber hinaus bleiben auch in Abschwungphasen langfristige Fragestellungen im Zusammenhang mit der Transformation der Baustoffindustrie bestehen. Unter anderem dies führt zu einer gleichbleibend hohen Nachfrage nach den Tätigkeiten der VDZ Technology gGmbH.

Politische Rahmenbedingungen und geopolitische Konflikte können die zeitgerechte Erfüllung von Kundenaufträgen im Ausland verzögern, wenn diese Tätigkeiten im Werk des Kunden erfordern. Durch die Betrachtung und Bewertung der Risiken in verschiedenen Zielregionen und ein regelmäßiges Controlling relevanter Kennzahlen zum Auftragseingang und Auftragsbestand wird die künftige Geschäftsentwicklung fortlaufend und umfassend prognostiziert. Zeitliche und terminliche Projektverschiebungen können so bei der Kapazitätsplanung Berücksichtigung finden.

Die VDZ Technology gGmbH bietet bereits seit Jahren weltweit die VDZ-Lernplattform in mehreren Sprachen als Online-Weiterbildungskonzept an. Gestützt auf die guten Erfahrungen mit der VDZ-Lernplattform hat sie in den letzten Jahren weitere digitale Weiterbildungsmöglichkeiten entwickelt. Zusätzlich konnten die bewährten VDZ-Präsenzfortbildungen von vielen interessierten Teilnehmern absolviert werden. Das Weiterbildungsangebot des VDZ besteht somit aus einem ausgewogenen Mix von Online-Veranstaltungen und Präsenzterminen.

Aus öffentlichen Förderprogrammen generierte Erlöse zur anteiligen Finanzierung von Forschungsvorhaben sind grundsätzlich langfristig von der Verfügbarkeit öffentlicher Programme und der Stetigkeit der Förderlandschaft abhängig. In der Vergangenheit waren die Erlöse für die VDZ Technology gGmbH langfristig stabil. Die VDZ Technology gGmbH untersucht regelmäßig auch neue Förderprogramme auf ihre Relevanz für eigene Forschungsprojekte, um dem Risiko von Veränderungen in laufenden Förderprogrammen aktiv zu begegnen. Dabei gelingt es auch regelmäßig ganz konkret, neue Fördermöglichkeiten zu erschließen. Darüber hinaus werden laufend Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Forschungsstellen identifiziert, bewertet und gezielt genutzt, um das darin liegende gemeinschaftliche Potenzial zu optimieren.

Zur Finanzierung des zusätzlichen Mittelbedarfs für Forschungsvorhaben und anderer Aufgaben werden daneben Zuschüsse des Gesellschafters sowie auch andere Mittel gemeinnütziger Institutionen an die VDZ Technology gGmbH gezahlt. Die Höhe der jährlich zu erwartenden Zahlungen wird planerisch bei der Aufstellung des Forschungsprogramms der VDZ Technology gGmbH berücksichtigt.

Haftungsrisiken

Aus der Geschäftstätigkeit ergeben sich Haftungsrisiken, die in angemessener Weise vertraglich beschränkt werden. Für die VDZ Technology gGmbH besteht zudem eine Betriebshaftpflichtversicherung in ausreichender Höhe.

Personalrisiken

Grundsätzlich besteht ein zunehmendes Risiko von Engpässen bei qualifiziertem Personal durch einen stetig zunehmenden Fachkräftemangel. Durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen werden die Qualifikationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend erweitert und verbessert. Hierzu hat sich für die VDZ Technology gGmbH ein IT-gestütztes Steuerungssystem zur bedarfsgerechten Planung und Erfolgskontrolle der individuellen Weiterbildung bewährt. Zu ausgewählten fachübergreifenden Themen besteht darüber hinaus für die Belegschaft ein zentral organisiertes internes Weiterbildungsprogramm, das kontinuierlich angepasst und optimiert wird. Ein differenziertes Recruiting ermöglicht eine anforderungsgerechte Auswahl unter den Bewerberinnen und Bewerbern. Die Einarbeitung neuer Mitarbeitender wird methodisch unterstützt und fachgerecht begleitet, um eine hohe Qualität des "onboarding Prozesses" zu erreichen.

Das Arbeiten im Home-Office ist für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VDZ Technology gGmbH durch den Einsatz von maßgeschneiderter IT-Technik effizient möglich. Dies wird in einem ausgewogenen wöchentlichen Umfang von vielen Mitarbeitenden sinnvoll genutzt.

Der VDZ begreift Diversität als Bereicherung der Arbeit und als Chance für das Unternehmen. Er strebt eine gleichberechtigte Teilhabe aller Geschlechter und Kulturen in seiner Belegschaft an. Zu diesem Zweck hat er einen Gleichstellungsplan/Gender Equality Plan erarbeitet.

IT-Risiken

Die weltweit zunehmende Gefährdung durch schädigende Eingriffe in IT-Systeme und die steigende Anzahl an Versuchen, von außen auf sensible Netzwerke zuzugreifen, erfordern grundsätzlich eine kontinuierliche Erweiterung von Schutz- und Abwehrmaßnahmen. Die VDZ Technology gGmbH hat dazu umfangreiche hard- und softwaretechnische Voraussetzungen geschaffen und auch im abgelaufenen Jahr sinnvoll erweitert. Dem in den letzten Jahren gestiegenen Umfang an Home-Office-Arbeit und den damit zusammenhängenden IT-Risiken wurde durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen Rechnung getragen. Dazu gehört auch die Verfeinerung des Notfall- und Krisenmanagements auf Basis einer Risikobewertung möglicher Schadensereignisse und deren Einfluss auf Geschäftsprozesse. Durch externe Prüfunternehmen werden die getroffenen Schutzvorkehrungen regelmäßig überprüft und bewertet. In internen Schulungen und Projekten werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig für potenzielle Gefahren sensibilisiert. Dabei wird ein verantwortungsvoller und sachgerechter Umgang mit IT-Sicherheitsthemen eingefordert.

Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Der Ausfall von Kundenforderungen ist insbesondere in konjunkturell schwachen Phasen ein allgemeines Risiko. Solche Risiken sind für die VDZ Technology gGmbH aufgrund der engen und langjährigen Bindung der meisten Kunden jedoch auch in solchen Jahren vergleichsweise niedrig. Mit Neukunden werden nach internen Risikoeinschätzungen im Bedarfsfall vertragliche Sicherheitenvereinbarungen geschlossen. Dabei fließt regelmäßig auch die Höhe der offenen Forderungen in eine risikoorientierte Gestaltung der Verträge ein.

4. Chancenbericht

Chancen ergeben sich für die VDZ Technology gGmbH aus der Nutzung der baustoffbezogenen, interdisziplinären Expertise ihrer Mitarbeitenden für die verschiedenen Teilbereiche der Gesellschaft und insbesondere bei der Mitwirkung an den drängenden fundamental gesellschaftlichen, technischen und industriellen Transformationsprozessen. Hierzu trägt die VDZ Technology gGmbH wissenschaftlich fundiert, vorausschauend und diskursprägend bei. Dies ist für sie eine große Chance, ihren satzungsgemäßen Aufgaben und den Erwartungen der Stakeholder in besonderer Weise gerecht zu werden und darüber hinaus kundenorientiert Dienstleistungen zu entwickeln.

Die Entwicklung geeigneter digitaler Kommunikationsmittel wird sowohl im Kontakt mit Externen als auch innerhalb der VDZ Technology gGmbH als Chance begriffen, um die arbeitsteilige Zusammenarbeit künftig noch effizienter zu organisieren, Geschäftsprozesse weiter zu optimieren und das umfassende Fachwissen für alle Stakeholder noch besser zugänglich zu machen. Dazu werden von der VDZ Technology gGmbH öffentliche digitale Netzwerke mit hoher Multiplikatorwirkung genutzt, um baustoffbezogenes Wissen unmittelbar und weltweit verbreiten zu können.

Zudem stellt das weitreichende internationale Forschungsnetzwerk der VDZ Technology gGmbH ein Bindeglied zwischen der Gemeinschaftsforschung und den Fragestellungen aus der industriellen Praxis dar. Branchenübergreifend profitieren viele Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette Bau von der zukunftsorientierten Forschung nach klimafreundlichen Baustoffen. Die vorhandenen Kontakte zwischen Wissenschaft und Industrie bieten zahlreiche Möglichkeiten für einen Transfer von aktuellen Forschungsergebnissen in die Praxis und somit für eine noch klima- und ressourcenschonendere Herstellung und Anwendung hydraulischer Baustoffe.

5. Prognosebericht

Die erwartete Geschäftsentwicklung im wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb der VDZ Technology gGmbH ist geprägt von den umfangreichen Aufgaben, denen sie sich widmet.

Für die nachfolgenden Prognosen gehen wir von sich weiter verschlechternden branchenbezogenen Rahmenbedingungen in Deutschland aus, die sich auch aus Umfragen zu den Geschäftserwartungen in der Baubranche ergeben. Dennoch planen wir angesichts der Vielzahl der aktuellen Fragen zur Zementherstellung und zu klimafreundlichen Baustoffen mit einem weiter steigenden Auftragseingang für die spezifischen Dienstleistungen der VDZ Technology gGmbH. Letzteres konnten wir aus entsprechenden Kundengesprächen ableiten.

Wir gehen davon aus, dass die satzungsgemäßen Aufgaben in 2024 weiterhin zielgerichtet umgesetzt werden. In der Regel haben Forschungsprojekte eine Laufzeit von zwei bis drei Jahren. Im nächsten Jahr stehen bereits beantragte zusätzliche Forschungsprojekte zur Bewilligung an, sodass die Forschungstätigkeit der VDZ Technology gGmbH zum Vorjahr qualitativ und quantitativ vergleichbar sein wird. Darunter sind auch hochaktuelle Projekte zu CO 2 -Abscheidetechnologien, zur Kreislaufwirtschaft und zur Ressourceneffizienz.

Die Zementindustrie in Deutschland und damit die gesamte Wertschöpfungskette Zement und Beton steht auf dem Weg zur Klimaneutralität vor großen Herausforderungen. Hintergrund ist, dass bei der Herstellung von Zement bzw. seinem Vorprodukt Zementklinker große Mengen an CO 2 freigesetzt werden. Bei der Minderung ihrer CO 2 -Emissionen stößt die Zementindustrie jedoch zunehmend an Grenzen, denn insbesondere die prozessbedingten CO 2 -Emissionen der Klinkerherstellung sind mit konventionellen Maßnahmen nicht zu mindern. Deshalb wird es darauf ankommen, auch ganz neuartige Technologien in der Herstellung und Anwendung von Zement und Beton einzusetzen. Dazu gehören neben der Verwendung teils neuer, CO 2 -effizienter Rohstoffe in der Produktion von Zement und Beton sowie materialsparender Konstruktionsprinzipien letztlich auch die Abscheidung von CO 2 im Zementwerk und dessen anschließende Nutzung bzw. Speicherung (CCUS). Damit die Transformation in eine klimaneutrale Zukunft gelingen kann, benötigt die Zement- und Betonindustrie die Mitwirkung der gesamten Wertschöpfungskette, angefangen mit dem Anlagenbau und den Betonherstellern über die bauausführende Industrie bis hin zu Planern und Architekten.

Um Treibhausgasneutralität bis 2045 zu erreichen, ist die Industrie auf ein strategisches Carbon Management mit entsprechenden politischen Rahmenbedingungen und einer großen Bandbreite an Klimaschutztechnologien angewiesen. Neben konkreten Anpassungen des Rechtsrahmens für die Speicherung und Verwendung von CO 2 steht dabei vor allem der Aufbau einer CO 2 -Transportinfrastruktur in Deutschland im Fokus. Eine funktionierende CO 2 -Infrastruktur ist ein zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität, da der CO 2 -Transport ein Schlüssel zur Dekarbonisierung von Zement und Beton ist. Schon heute existieren erste Ansätze im wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs, die sich mit der Frage des CO 2 - Transports beschäftigen. Ein konsistentes Gesamtkonzept für relevante CO 2 -Quellen liegt allerdings bislang nicht vor. Ziel einer VDZ-Studie, die Anfang 2024 veröffentlicht werden soll, ist es, den Handlungsbedarf aus Industriesicht klar aufzuzeigen. Bei sorgsamer Betrachtung ergeben sich auf mehreren Handlungsfeldern vielfältige Voraussetzungen, die von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam geschaffen werden müssen. Dazu zählen insbesondere:

Rechtlicher Rahmen für CCUS in 2024/Carbon Management Strategie

Aufbau CO 2 -Leitungsnetz 2028 bis 2037/Kooperationsgebote

CO 2 -freie Energie (Anbindung Standorte/Akzeptanz)

Enorme Beschleunigung von Planung und Genehmigungsverfahren/Fachkräfte

Förderung und Absicherung der Infrastruktur-Investitionen

Technisches Regelwerk/Internationale Kooperationen

Zunehmende Parallelisierung CO 2 - und H2/ Zug- und Schiffstransport

Zugang zu CO 2 -Speichern auch in der deutschen Nordsee/Integration von CCU

Die Mitarbeitenden der VDZ Technology gGmbH verfügen über ein breit gefächertes und tiefgreifendes Fachwissen, diverse Sprachkenntnisse und umfassende Auslandserfahrung. Die VDZ Technology gGmbH fördert zudem systematisch die Vielfalt, die Inklusion und die Chancengleichheit in den einzelnen Teams. Die Mitarbeitenden stellen nach wie vor einen entscheidenden Erfolgsfaktor für den weiteren gezielten Ausbau des Forschungsnetzwerkes und der wirtschaftlichen Aktivitäten dar. Die Loyalität und Bindung der Mitarbeitenden an die VDZ Technology gGmbH ist dementsprechend vergleichsweise groß.

Die Geschäftsleitung geht aus heutiger Sicht davon aus, dass die Umsatzerlöse im Jahr 2024 insgesamt gesteigert werden können, so dass sich die Ertragslage im Vergleich zu 2023 verbessern wird. Unter Berücksichtigung der umfassenden Tätigkeiten und der gestiegenen Personal- und Materialkosten wird für 2024 ein reduzierter Verlust nach Steuern in Höhe von € 0,5 Mio. erwartet.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Insgesamt kommen wir unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Risikosituation zu der Gesamtbeurteilung, dass die VDZ Technology gGmbH keinen den Fortbestand gefährdenden Risiken ausgesetzt ist. Zudem sind keine Einflüsse erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

 

Düsseldorf, 28. März 2024

VDZ Technology gGmbH

Geschäftsführung

Dr. Christoph Müller

Dr. Volker Hoenig

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die VDZ Technology gGmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VDZ Technology gGmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VDZ Technology gGmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 28. März 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer

Peter Halbe, Wirtschaftsprüfer

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