Capital Facility GmbH
Selbe AdresseIngenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mario Prof. Dr. Dr. Tobias seit 15.9.2023 | Geschäftsführer |
Jan Herzberg seit 23.1.2018 | Prokura |
Dirk Hoffmann seit 2.10.2015 | Geschäftsführer |
Ralf-Günther Dr. Kleinhenz seit 30.11.2004 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Land Berlin (vertreten durch die Senatsverwaltung für Finanzen) | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Messe Berlin GmbHBerlinJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Zusammengefasster Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023Allgemeine Angaben (1) Vorbemerkungen Der Jahresabschluss der Messe Berlin GmbH und der Konzernabschluss der Unternehmensgruppe Messe Berlin (im Folgenden Messe Berlin) werden im Weiteren zusammen erläutert. Die Angaben betreffen, soweit nicht besonders vermerkt, beide Abschlüsse. Darstellungswährung ist Euro (EUR). Sofern nicht anderweitig angegeben, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) berichtet. Die Abschlüsse werden nach den handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Konzernrechnungslegung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnungen sind nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Der von der Messe Berlin GmbH aufgestellte Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns werden bei der das Unternehmensregister führenden Stelle eingereicht und offengelegt. Gegenstand des Unternehmens Messe Berlin GmbH ist das Veranstalten, Durchführen und Betreuen von Messen, Ausstellungen, Kongressen und Tagungen, Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen zur Stärkung des Messeplatzes Berlin im In- und Ausland sowie die Teilnahme an Veranstaltungen dieser Art und alle mit derartigen Geschäften zusammenhängenden Aktivitäten. Die Gesellschaft ist unter der Firma Messe Berlin GmbH mit Sitz in Berlin im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Nummer HRB 5484 B eingetragen. (2) Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Messe Berlin GmbH acht inländische und sechs ausländische Tochterunternehmen (Vorjahr zehn inländische und sechs ausländische Tochterunternehmen), auf die die Messe Berlin GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss nehmen kann. Die folgenden Unternehmen sind im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen: Capital Catering GmbH, Berlin (CCG) MB Capital Services GmbH, Berlin (CSG) Capital Facility GmbH, Berlin (CFG) MW Messe-, Ausstellungs- und Dienstleistungsgesellschaft Wolfsburg mbH, Wolfsburg (MW) Messe Berlin (Singapore) Pte. Ltd., Singapur (MBS) Messe Berlin (Guangzhou) Co., Ltd., Guangzhou, China (MBG) Global Produce Events GmbH i.L., Berlin (GPE) Global Produce Events (HK) Co., Ltd., Hong Kong, China (GPE HK) Mobile Seasons GmbH, Berlin (MobS) MB Exhibitions (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China (MBE) E.G.E. European Green Exhibitions GmbH, Berlin (E.G.E.) MAZ Messe- und Ausstellungszentrum Mühlengeez GmbH, Güstrow (MAZ) Messe Berlin USA Corp., Philadelphia, USA (MB USA) CT Lab Global Media LLC, Philadelphia, USA (CT Lab) Die Messe Berlin GmbH hat im Berichtsjahr 48,8 % der Anteile an der Berlin Photo Week GmbH, die bereits im Vorjahr im Konzernabschluss vollkonsolidiert war, erworben. Die MB Shift Mobility GmbH, Berlin, und die Berlin Photo Week GmbH, Berlin, wurden mit wirtschaftlicher Wirkung zum 30. November 2023 auf die übernehmende Messe Berlin GmbH, Berlin, die zu diesem Zeitpunkt jeweils 100 % der Anteile gehalten hat, verschmolzen. Die Berlin Exhibition (Guangzhou) Co., Ltd., Guangzhou, China (BEG) hat im Geschäftsjahr umfirmiert in Messe Berlin (Guangzhou) Co., Ltd., Guangzhou, China, (MBG). Die Veränderungen im Konsolidierungskreis haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der Messe Berlin GmbH ist Bestandteil des Anhangs. (3) Konsolidierungsgrundsätze Stichtag des Konzernabschlusses sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der 31. Dezember 2023. Die Erstkonsolidierung erfolgt grundsätzlich zu dem Zeitpunkt, zu dem die Möglichkeit der Beherrschung des Vermögens und der finanziellen und operativen Handlungen des erworbenen Unternehmens auf den Konzern übergeht. Die der Konsolidierung zugrunde liegenden Abschlüsse wurden einheitlich nach den vom Mutterunternehmen festgelegten Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich nach der Neubewertungsmethode. Dabei werden die Wertansätze der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit den Zeitwerten der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Aktiva und Passiva der Tochtergesellschaften verrechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und über die voraussichtliche Nutzungsdauer bzw. auf den am Bilanzstichtag beizulegenden Wert abgeschrieben. Passive Unterschiedsbeträge werden in einem planmäßigen Verfahren erfolgswirksam aufgelöst, soweit nicht Verluste oder Aufwendungen gegen eine Auflösung sprechen. Entsprechend der Übergangsregelung des Art. 66 Abs. 3 Satz 3 EGHGB wurde für Erwerbsvorgänge vor dem 1. Januar 2010 die Buchwertmethode angewandt. Dies erfolgte in Abweichung zu DRS 4 (für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2017 abgelöst durch DRS 23), der für die Erstkonsolidierung die Neubewertungsmethode vorschreibt. Forderungen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Zwischenergebnisse werden - sofern wesentlich - eliminiert. Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Bilanzen erfolgt zum Abschlussstichtag - mit Ausnahme des Eigenkapitals - zum taggleichen Devisenkassamittelkurs. Das Eigenkapital (gezeichnetes Kapital, Rücklagen, Ergebnisvortrag) der ausländischen Gesellschaften wird zu historischen Kursen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zu Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" gesondert ausgewiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze (4) Grundlagen Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind konzerneinheitlich nach den bei der Messe Berlin GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die für die Aufstellung des Abschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. (5) Anlagevermögen Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bilanziert. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Entgeltlich erworbene Rechte und Lizenzen werden in der Regel über eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Gebäude werden in der Regel über eine Nutzungsdauer von 33,3 Jahren, technische Anlagen und Maschinen in der Regel über eine Nutzungsdauer von 10 bis 20 Jahren und Betriebs- und Geschäftsausstattung in der Regel über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren verteilt. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Für Gastronomie-Kleininventar der Messe Berlin GmbH, welches regelmäßig ersetzt wird und vom Gesamtwert von nachrangiger Bedeutung ist, wird ein Festwert gebildet. Für geringwertige Anlagegüter werden die Grundsätze des § 6 Abs. 2 EStG bzw. § 6 Abs. 2a EStG angewandt. Abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten EUR 800 nicht überschreiten, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls - bei voraussichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung - unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. (6) Umlaufvermögen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Wertpapiere werden mit Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Soweit Wertpapiere dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, sind diese mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Zinserträge aus dem Deckungsvermögen werden mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtung verrechnet. Finanzmittel umfassen Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks und werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert. (7) Rechnungsabgrenzungsposten Vor dem Bilanzstichtag getätigte Ausgaben bzw. Einnahmen, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. (8) Sonderposten Ausgewiesen werden Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand, welche für die Anschaffung von Sachanlagen gewährt wurden. Der Sonderposten wird über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst. (9) Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gegenüber Dritten, deren Erfüllung wahrscheinlich ist und deren Höhe zuverlässig eingeschätzt werden kann. Die Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden nach dem Vollkostenansatz gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zins gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst und nach der Nettomethode gebucht. Die Effekte aus der Änderung des Abzinsungssatzes werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen bewertet. Diese Rückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 10 Geschäftsjahre abgezinst. Hinsichtlich der Restlaufzeit wird die Vereinfachungsregel mit 15 Jahren angewandt. Der Rückstellungsberechnung wurde ein Rechnungszinssatz von 1,82 % p.a. (Vorjahr 1,78 % p.a.) sowie ein Renten- und Gehaltstrend von 2 % p.a. bzw. 3 % p.a. (Vorjahr 2 % p.a. bzw. 3 % p.a.) zugrunde gelegt. Die Lebenserwartung wurde entsprechend den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck berücksichtigt. Die Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte unter Beachtung von § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit einem Diskontierungszinssatz von 1,03 % p.a. (Vorjahr 0,56 % p.a.). Zudem wurden zukünftige Gehaltssteigerungen von 3,0 % p.a. berücksichtigt. Bei der Berechnung der Rückstellung für Langzeitguthaben (Arbeitszeitkonten) nach der Projected-Unit-Credit-Methode wurde ein Diskontierungszinssatz von 1,72 % p.a. (Vorjahr 1,43 % p.a.) sowie ein zukünftiger Gehaltstrend von 3,0 % p.a. (Vorjahr 3,0 % p.a.) berücksichtigt. Die Rückstellungen für Vorruhestandsvereinbarungen wurden mit einem Diskontierungszinssatz von 1,09 % p.a. (Vorjahr 0,64 % p.a.) berechnet. Eine Gehaltsdynamik wurde nicht einbezogen, da ein Festgehalt vereinbart wurde. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag passiviert. (10) Latente Steuern Auf temporäre Differenzen zwischen den Ansätzen in der Handelsbilanz und den steuerrechtlichen Wertansätzen sowie auf Verlustvorträge werden latente Steuern ermittelt. Im Konzern erfolgt zusätzlich der Ansatz von latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB. Aktive und passive latente Steuern werden in Summe verrechnet; ein sich hieraus ergebender Überhang aktiver latenter Steuern wird nicht angesetzt. Dies gilt auch für latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB im Konzernabschluss. (11) Fremdwährungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden in Übereinstimmung mit § 256a HGB das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip nicht angewandt. Erläuterungen zu den Bilanzen (12) Anlagevermögen Die Aufgliederung der in der Bilanz der Messe Berlin GmbH und in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Jahr 2023 sind im jeweiligen Anlagespiegel dargestellt. Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023 ist Bestandteil des zusammengefassten Anhangs. (13) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Bei der Messe Berlin GmbH haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (TEUR 89.710, Vorjahr TEUR 78.816) wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Im Konzern (TEUR 92.379, Vorjahr TEUR 79.531) haben sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Messe Berlin GmbH sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von TEUR 68.042 (Vorjahr TEUR 42.928) enthalten. Diese resultieren aus der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten am Flughafen Tegel. Die Forderungen gegen verbundene, konsolidierte Unternehmen der Messe Berlin GmbH in Höhe von TEUR 4.233 (Vorjahr TEUR 11.202) setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 2.785, Vorjahr kreditorischen Salden TEUR 3.440) und sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 1.448, Vorjahr TEUR 14.642). Wie in den Vorjahren beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände der Messe Berlin GmbH (TEUR 5.313, Vorjahr TEUR 9.635) überwiegend geleistete Anzahlungen (TEUR 2.538, Vorjahr TEUR 5.989) und Forderungen gegen Finanzämter (TEUR 1.637, Vorjahr TEUR 1.119). Im Konzern umfassen die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 7.034, Vorjahr TEUR 11.111) im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (TEUR 3.132, Vorjahr TEUR 6.121) und Forderungen gegen Finanzämter (TEUR 1.774, Vorjahr TEUR 1.313). (14) Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten im Konzern (TEUR 1.486, Vorjahr TEUR 1.258) und bei der Messe Berlin GmbH (TEUR 1.480, Vorjahr TEUR 1.250) werden ausschließlich Zahlungen für Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag ausgewiesen. (15) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) der Messe Berlin GmbH beträgt EUR 20.707.600. Die Entwicklung des Eigenkapitals einschließlich der nicht beherrschenden Anteile fremder Gesellschafter ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Die nicht beherrschenden Anteile (TEUR 2.383, Vorjahr TEUR 1.495) betreffen das Stammkapital und die Ergebnisanteile der Minderheitsgesellschafter der E.G.E., der GPE, der GPE HK, der MBE, und der MobS. Die Differenzen aus den Fremdwährungsumrechnungen des Eigenkapitals des in Singapur-Dollar aufgestellten Abschlusses der MBS, der in US-Dollar aufgestellten konsolidierten Abschlüsse der MB USA und der CT Lab, des in HK-Dollar aufgestellten Abschlusses der GPE HK sowie der in chinesischem Renminbi aufgestellten Abschlüsse der MBG und der MBE in Höhe von TEUR -133 (Vorjahr TEUR -30) werden ergebnisneutral im Eigenkapital ausgewiesen. (16) Sonderposten für Investitionszuschüsse Ausgewiesen werden öffentliche Finanzierungshilfen im Rahmen der regionalen Wirtschaftsförderung für Investitionen. Der Sonderposten wird über die Nutzungsdauer der Investition linear aufgelöst. Dieser Posten betrifft im Konzern in voller Höhe die Messe Berlin GmbH. (17) Rückstellungen Bei der Messe Berlin GmbH wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 11.125 (Vorjahr TEUR 11.909) gebildet. Im Konzern wurden Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 17.227 (Vorjahr TEUR 18.391) aufgrund von Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an ehemalige und aktive Mitarbeiter:innen der Messe Berlin GmbH und der CFG sowie für deren Hinterbliebene gebildet. Die Verpflichtungen basieren auf einzelvertraglichen Zusagen und Betriebsvereinbarungen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus den Pensionsrückstellungen beträgt im Konzern TEUR 209 (Vorjahr TEUR 838) und bei der Messe Berlin GmbH TEUR 125 (Vorjahr TEUR 511) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Bei der Messe Berlin GmbH wurden als Zinsanteile aus den Pensionsverpflichtungen TEUR 225 (Vorjahr TEUR 410) und im Konzern TEUR 338 (Vorjahr TEUR 633) im Zinsaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und mit entsprechenden Erträgen aus Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr TEUR 14) verrechnet. Im Konzern- sowie im Jahresabschluss wurden Rückstellungen für Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer gebildet. Die sonstigen Rückstellungen umfassen insbesondere Instandhaltungsverpflichtungen aus dem Pachtvertrag mit dem Land Berlin (TEUR 23.979 bei der Messe Berlin GmbH, TEUR 24.786 im Konzern), Rückstellungen für drohende Verluste (TEUR 5.221 bei der Messe Berlin GmbH, TEUR 5.569 im Konzern), Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 25.087 bei der Messe Berlin GmbH, TEUR 26.472 im Konzern), Rückstellungen für Urlaubs- und Freizeitguthaben (TEUR 1.978 bei der Messe Berlin GmbH, TEUR 2.469 im Konzern), Rückstellungen für Altersteilzeit (TEUR 681 bei der Messe Berlin GmbH, TEUR 903 im Konzern), Rückstellungen für Vorruhestandsvereinbarungen (TEUR 1.287 bei der Messe Berlin GmbH, TEUR 1.287 im Konzern) und Rückstellungen für Leistungszulagen (TEUR 2.586 bei der Messe Berlin GmbH, TEUR 3.585 im Konzern). Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen beträgt im Konzern TEUR 2 (Vorjahr TEUR 7) und bei der Messe Berlin GmbH TEUR 1 (Vorjahr TEUR 6) und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Im Jahresabschluss der Messe Berlin GmbH wurden langfristige Personalverpflichtungen mit Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 6.036 (davon für Pensionsverpflichtungen TEUR 425 und für sonstige Rückstellungen TEUR 5.611) verrechnet. Im Konzernabschluss wurden langfristige Personalverpflichtungen mit den Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 6.400 (davon für Pensionsverpflichtungen TEUR 425 und für sonstige Rückstellungen TEUR 5.975) verrechnet. Bei der Messe Berlin GmbH resultiert ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr TEUR 5). Im Konzern entsteht nach der Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung der Rückstellungen für Pensionen und für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 151 (Vorjahr TEUR 279). Angaben zur Verrechnung nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB:
Der beizulegende Zeitwert der Vermögensgestände entspricht dem Aktivwert der Rückdeckungsversicherung oder, soweit es sich um börsennotierte Fondsanteile handelt, dem Kurswert der Fondsanteile zum 31. Dezember 2023. (18) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten der Messe Berlin GmbH weisen zum 31. Dezember 2023 folgende Fristigkeiten aus.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.507 (Vorjahr TEUR 8.652) setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 23.086, Vorjahr TEUR 12.550) und sonstigen debitorischen Salden (TEUR 13.579, Vorjahr TEUR 3.898). Die sonstigen Verbindlichkeiten bei der Messe Berlin GmbH sowie im Konzern beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 92.643, Vorjahr TEUR 89.334). Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten per 31. Dezember 2023 im Konzern sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
(19) Bewertungseinheit zur Absicherung des Zinsrisikos Das Schuldscheindarlehen i. H. v. TEUR 10.500, das 2013 mit einer Laufzeit über 10 Jahre abgeschlossen wurde, wurde aufgrund verbesserter Konditionen mit Vertrag vom 23. August 2016 bis zum 28. August 2026 prolongiert. Das Darlehen unterliegt einem Zinsänderungsrisiko. Zur Absicherung des Zinsrisikos über die ursprüngliche Laufzeit wurde ein Zinsderivat abgeschlossen (hier Zinsswap unterzeichnet am 2. Dezember 2015 mit einem konstanten Nominalvolumen von TEUR 10.500 bis zum 28. Februar 2023). Für den prolongierten Teil des Darlehens wurde ein weiterer Zinsswap abgeschlossen (unterzeichnet am 9. November 2016 mit einem konstanten Nominalvolumen von TEUR 10.500 bis zum 28. August 2026). Das Darlehen und das noch bestehende Zinsderivat werden in einer Bewertungseinheit (Micro Hedge) zusammengefasst. Der in dieser Bewertungseinheit erfasste Zinsswap weist zum 31. Dezember 2023 einen positiven Marktwert von TEUR 440 auf. Der beizulegende Zeitwert wurde im Rahmen einer Mark-to-Market Bewertung ermittelt. Die Verzinsung der Darlehensverbindlichkeit erfolgt auf Basis des 6-Monats-EURIBOR, der durch die Zinsswapgeschäfte mit einer fixen Zinsrate abgesichert wurde. Drohverlust-rückstellungen waren nicht zu bilden, da dem unrealisierten Verlust aus dem Zinsswap im Rahmen der gebildeten Bewertungseinheit ein entsprechend unrealisierter Gewinn aus dem Grundgeschäft gegenübersteht. Die gegenläufige Wertänderung und die Zahlungsströme aus dem Zinsswapgeschäft und dem Darlehen gleichen sich zukünftig voraussichtlich aus, da das Sicherungsgeschäft in Fälligkeit, Laufzeit und Bemessungsgrundlage vertraglich abgestimmt wurde. Zur prospektiven Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung wird die Critical-Terms-Match-Methode verwendet. Zur retrospektiven Effektivitätsmessung wird die Dollar-Offset Methode angewendet. Für die Bilanzierung kommt die Einfrierungsmethode zur Anwendung, bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht erfasst werden. D. h. die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. (20) Latente Steuern Bei der Messe Berlin GmbH ergaben sich aus zeitlichen Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz aktive latente Steuern zum 31. Dezember 2023.
1 Steuersätze KSt/SolZ: 15,83%; GewSt:
14,35%
Die langfristigen Schulden beinhalten die Pensionsrückstellungen, die kurzfristigen Schulden beinhalten die sonstigen Rückstellungen. Bei in Deutschland ansässigen Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft fällt Körperschaftsteuer in Höhe von 15 % sowie ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % der geschuldeten Körperschaftsteuer an. Zusätzlich unterliegen diese Gesellschaften der Gewerbesteuer, deren Höhe sich in Abhängigkeit von gemeindespezifischen Hebesätzen bestimmt (Hebesatz Berlin 2023 unverändert: 410 %). Diese Sätze wurden der Berechnung zugrunde gelegt. Bei der Messe Berlin GmbH bestehen insgesamt aktivische temporäre Differenzen zwischen den Bilanzwerten in der Handels- und Steuerbilanz in Höhe von TEUR 15.961 (Vorjahr TEUR 21.512). Die temporären Differenzen gemäß § 274 HGB im Konzern belaufen sich auf TEUR 16.943 (Vorjahr TEUR 22.182).
1 Steuersätze KSt/SolZ: 15,83%; GewSt:
14,35%; Ertragsteuer Singapur 17%; Steuersatz China 30,175%
In den langfristigen Schulden sind die Pensionsrückstellungen ausgewiesen, in den kurzfristigen Schulden sind die sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben einen passiven Überhang in Höhe von TEUR 1.209, der in der Konzernbilanz ausgewiesen wird. Auf das Wahlrecht der Aktivierung des aktiven Überhangs wird sowohl auf Einzel- als auch auf Konzernabschlussebene gemäß des § 274 Abs. 1 Satz 2, § 300 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. Darüber hinaus wurden die passiven latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB im Konzern in Höhe von TEUR 1.209 gebildet. (21) Außerbilanzielle Geschäfte, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Mittelbare Pensionsverpflichtungen werden unter Anwendung des Wahlrechts gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB im Jahresabschluss und im Konzern nicht bilanziert. Für die nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst bezahlten Mitarbeiter:innen der Messe Berlin GmbH besteht eine Versicherung in der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Zweck der VBL ist es, Arbeitnehmer:innen der beteiligten Arbeitgeberinnen im Wege der privatrechtlichen Versicherung eine zusätzliche Altersversorgung zu gewähren. Die VBL wird finanziert durch Umlagen im Rahmen des Abschnittsdeckungsverfahrens sowie zusätzlich ab Januar 2004 für die VBL Ost durch das Kapitaldeckungsverfahren. Der Umlagesatz für die VBL betrug für das Geschäftsjahr 7,3 % (Vorjahr 8,26 %). Davon leistete die Messe Berlin GmbH 5,49 % (Vorjahr 6,45 %). Die Mitarbeiter:innen selbst sind mit 1,81 % (Vorjahr 1,81 %) ihres Einkommens beteiligt. Für die Mitarbeiter:innen, die nicht unter den Geltungsbereich des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst fallen, hat die Messe Berlin als Alternative die VBLU gewählt, zu der die Messe einen Beitrag in Höhe von 4,5 % bzw. 6,9 % leistet. Die Mitarbeiter:innen sind mit ihrem Einkommen nicht beteiligt. Für 621 Versicherte (inklusive Auszubildende und ruhende Dienstverhältnisse) zum Stichtag 31.12. ergab sich eine Umlage von TEUR 1.781. Da die Höhe der daraus resultierenden mittelbaren Pensionsverpflichtung nicht verlässlich bestimmt werden kann, erfolgt keine betragsmäßige Angabe. Bei der Messe Berlin GmbH bestehen zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen aus Bestellobligos für den Masterplan für die Entwicklung des Messegeländes in Höhe von TEUR 7.451. Zudem hat die Messe Berlin GmbH finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für 2024 in Höhe von TEUR 1.047, für 2025 bis 2027 in Höhe von TEUR 1.932 und nach 2027 in Höhe von TEUR 325. Darüber hinaus bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Versicherungs- und sonstigen Verträgen sowie aus der Satzung für 2024 in Höhe von TEUR 2.186, für 2025 bis 2027 in Höhe von TEUR 391 und nach 2027 in Höhe von TEUR 124. Im Jahr 2024 bestehen Pacht- und Instandhaltungsverpflichtungen aus der Grundlagenvereinbarung mit dem Land Berlin. Die bestehende Vereinbarung wurde um ein Jahr für 2024 verlängert. Außerhalb des laufenden Geschäftsbetriebs bestehen für das Jahr 2024 keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Darüber hinaus betragen die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen im Konzern für 2024 TEUR 2.043, für die Jahre 2025 bis 2027 TEUR 912 und nach dem Jahr 2027 TEUR 182. Im Geschäftsjahr wurden keine sonstigen bedeutenden außerbilanziellen Geschäfte vorgenommen. (22) Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt. Erläuterungen zu den Gewinn- und Verlustrechnungen (23) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse im Jahres- und Konzernabschluss gliedern sich wie folgt auf:
Die Umsatzerlöse des Konzerns sind im ersten Jahr nach dem vollständigen Ende der Pandemie-bedingten Einschränkungen weiter gestiegen. Die Abweichungen zum Vorjahr bei den Umsatzerlösen aus Eigenveranstaltungen resultieren im Wesentlichen aus dem Veranstaltungszyklus - turnusbedingt ist das Geschäftsjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr das veranstaltungsschwächere Geschäftsjahr. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass der Umsatz des Geschäftsjahres deutlich beeinflusst war von den Umsatzerlösen aus der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten am ehemaligen Flughafen Tegel. Die Umsätze aus Portfolio- und Facilityleistungen entfallen mit TEUR 10.900 (Vorjahr TEUR 10.900) auf die Vergütung des Landes Berlin für laufende Wartung und Instandhaltung. Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen im Inland erzielt. Auslandsumsätze Konzern
(24) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge im Konzern enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und den Abgängen von Anlagevermögen von insgesamt TEUR 12.778 (bei der Messe Berlin GmbH von TEUR 11.274). Konzern Messe Berlin GmbH
(25) Mitarbeiter:innen Im Geschäftsjahr wurden im Jahresdurchschnitt wie folgt Arbeitnehmer:innen und Auszubildende beschäftigt: Konzern Messe Berlin
Von der Gesamtsumme der Arbeitnehmer:innen sind im Konzern 165 Arbeitnehmer:innen in Teilzeit, bei der Messe Berlin GmbH sind 113 Arbeitnehmer:innen in Teilzeit beschäftigt. Darüber hinaus wurden nach Bedarf zusätzlich Aushilfskräfte eingestellt. (26) Abschreibungen Die planmäßigen Abschreibungen belaufen sich bei der Messe Berlin GmbH im Geschäftsjahr auf TEUR 8.496 (Vorjahr TEUR 8.697). Im Konzern ergibt sich eine Reduzierung der Abschreibungen auf TEUR 8.965 (Vorjahr TEUR 10.202). (27) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr im Konzern um TEUR 6.681 (bei der Messe Berlin GmbH um TEUR 3.775) gesunken. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind weder im Konzern noch bei der Messe Berlin GmbH enthalten. (28) Finanzergebnis Im Geschäftsjahr wurden bei der Messe Berlin GmbH Zinsaufwendungen für Darlehen in Höhe von TEUR 4.899 (Vorjahr TEUR 1.545) erfasst. Darüber hinaus wurden bei der Messe Berlin GmbH im Geschäftsjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 208 (Vorjahr TEUR 1.983) vorgenommen, welche außergewöhnliche Aufwendungen darstellen. (29) Steuern Der Ertrag aus Ertragsteuern im Konzern beträgt insgesamt TEUR 789 (Vorjahr Aufwand TEUR 6.287). Der Betrag resultiert im Wesentlichen aus latenten Steuern gem. § 306 HGB (TEUR 1.831) sowie aus originären Steuern aus der Messe Berlin GmbH (TEUR 308). Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Definition des Finanzmittelfonds des Konzerns: Der Finanzmittelbestand umfasst die Posten Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie im Vorjahr aus kurzfristig verfügbaren Bankguthaben und Kassen in Höhe von TEUR 115.311 (Vorjahr TEUR 133.589) zusammen. Wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge ergaben sich nicht. Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter erfolgten in Höhe von TEUR 391 (Vorjahr TEUR 313). Sonstige Erläuterungen (30) Geschäftsführung und Aufsichtsrat Die Organe der Messe Berlin GmbH setzten sich wie folgt zusammen: Geschäftsführung: Dr. Mario Tobias (ab 1. September 2023) Vorsitzender der Geschäftsführung, Chief Executive Officer Dirk Hoffmann Geschäftsführer, Chief Operating Officer (ab 1. September 2023) Geschäftsführer (bis 31. August 2023) Die Bezüge der im Geschäftsjahr aktiven Mitglieder der Geschäftsführung setzen sich gem. § 285 Nr. 9 HGB und § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wie folgt zusammen:
1 Geschäftsführer ab 1. September 2023
2 Die Tantieme betrifft das Jahr 2022.
Ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene erhielten TEUR 1.053 (Vorjahr TEUR 1.190) Abfindungen, Versorgungsbezüge und Ruhegelder. Für die genannten Personengruppen wurden Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von insgesamt TEUR 11.427 (Vorjahr TEUR 12.257) vor Verrechnung mit Deckungskapital (TEUR 425, Vorjahr TEUR 500) gebildet. Aufsichtsrat: Dr. Eric Schweitzer Mitglied des Gesellschafterausschusses ALBA GROUP, Berlin Vorsitzender Franziska Giffey (ab 26. Juni 2023) Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Berlin Erste stellvertretende Vorsitzende (ab 08. August 2023) Stephan Schwarz (bis 11. Mai 2023) Senator Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Berlin Erster stellvertretender Vorsitzender (bis 11. Mai 2023) Ulrike Brabant (ab 28. März 2023) Abteilungsleiterin Technical Orders/IT Services Capital Services GmbH, Berlin Arbeitnehmervertreterin Zweite stellvertretende Vorsitzende (ab 19. Juni 2023) Thomas Blisse Wirtschaftsinformatiker Messe Berlin GmbH, Berlin Arbeitnehmervertreter Carine Chardon Geschäftsführerin Fachverbände Elektro-Haushaltsgeräte und Consumer Electronics ZVEI e.V. Verband der Elektro- und Digitalindustrie, Frankfurt am Main Jan Eder Hauptgeschäftsführer Industrie- und Handelskammer zu Berlin, Berlin Carla Eysel Vorstand Personal und Pflege Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin Klaus Feiler Staatssekretär a.D. Senatsverwaltung für Finanzen, Berlin André Guse Dipl. -Kfm., Projektmanager MB Capital Services GmbH, Berlin Arbeitnehmervertreter Iris Lanz Co-Founder krisenchat gGmbH, Berlin Karoline Linnert Senatorin a. D. Freie Hansestadt Bremen, Bremen Ulrike Niggemann Geschäftsführerin Fruitnet Media International GmbH, Düsseldorf Joachim Rukwied Präsident Deutscher Bauernverband e.V., Berlin Dirk Schade Project Manager Grüne Woche Messe Berlin GmbH, Berlin Arbeitnehmervertreter Dr. Norbert Zeglin Sachgebietsleiter Geschäftsbereich Corporate Purchasing - Bau-, Architekten-, Ingenieurleistungen Messe Berlin GmbH, Berlin Arbeitnehmervertreter Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates in Höhe von TEUR 118 (Vorjahr TEUR 99) setzt sich wie folgt zusammen:
(31) Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB Die Messe Berlin GmbH hat als beherrschende Gesellschafterin am 27. Juni 2023 für die MW, am 26. Juli 2023 für die CCG und die CSG sowie am 27. Juli 2023 für die CFG den Beschluss gefasst, dass für das Geschäftsjahr 2023 die Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen werden. Die jeweilige Gesellschaft wird für das Geschäftsjahr 2023 von der Aufstellung eines Jahresabschlusses und eines Lageberichtes sowie der Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses 2023 befreit. (32) Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr entfällt auf Honorare für Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 136) und für Steuerberatungsleistungen (TEUR 10). Das Honorar für Abschlussprüfungen setzt sich zusammen aus der Prüfung der Jahresabschlüsse der Messe Berlin GmbH und der Tochtergesellschaften sowie der Prüfung des Konzernabschlusses. (33) GewinnverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 der Messe Berlin GmbH in Höhe von TEUR 7.446 zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Berlin, 14. März 2024 Dr. Mario Tobias Dirk Hoffmann Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023(gemäß §§ 289 und 315 HGB)I. Grundlagen Der vorliegende Lagebericht berichtet zusammengefasst über die Messe Berlin GmbH und die Unternehmensgruppe Messe Berlin (im folgenden Messe Berlin). Die Angaben betreffen - soweit nicht anders vermerkt - beide Abschlüsse. Der Veranstaltungskalender der Messe Berlin unterscheidet sich in geraden und ungeraden Jahren signifikant. So finden bestimmte bedeutsame Messen, die maßgeblichen Einfluss auf Aussteller- und Besucher:innenzahlen sowie auf den wirtschaftlichen Erfolg der Messe Berlin haben, nur alle zwei Jahre statt. Dies trifft für die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Berlin (ILA) und die InnoTrans zu, die beide in geraden Jahren stattfinden. Um die Vergleichbarkeit der Geschäftsjahre zu gewährleisten, werden deshalb gerade Jahre mit geraden Jahren und ungerade Jahre mit ungeraden Jahren verglichen. Da das turnusgemäße Referenzjahr 2021 Pandemie-bedingt keine Aussagekraft hat, wird insoweit für den vorliegenden Lagebericht das Referenzjahr 2019 herangezogen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird darüber hinaus mit dem Vorjahr verglichen. Geschäftsmodell des Konzerns Das Kerngeschäft der Messe Berlin ist die Entwicklung, Planung und Durchführung von Messen, Kongressen und Ausstellungen im In- und Ausland. Der Geschäftsbetrieb unterteilt sich hierbei in Eigenveranstaltungen, welche die Messe Berlin oder ihre Beteiligungsgesellschaften im eigenen Namen in Berlin sowie an anderen Standorten in Deutschland und weltweit durchführen, Gastgeschäft (Gastveranstaltungen, Corporate Veranstaltungen, Kongresse) sowie veranstaltungsbezogenes Servicegeschäft auf dem Messegelände ExpoCenter City (ECC) und anderen Standorten. Mit der Grünen Woche, der ITB Berlin - The world ́s leading travel trade show (ITB), der InnoTrans - Internationale Fachmesse für Verkehrstechnik, Innovative Komponenten - Fahrzeuge - Systeme und der FRUIT LOGISTICA - Internationale Messe für Früchte- und Gemüsemarketing - hat die Messe Berlin vier Weltleitmessen als Eigenveranstaltungen in ihrem Portfolio. Organisatorische Struktur Die Messe Berlin GmbH hielt während des Jahres 2023 als Konzernobergesellschaft insgesamt 16 direkte oder indirekte vollkonsolidierte Tochtergesellschaften. Die darin enthaltene Global Produce Events GmbH i.L. (GPE) befindet sich seit dem 1. Januar 2023 in Liquidation. Durch Verschmelzung der Berlin Photo Week GmbH und der MB Shift Mobility GmbH auf die Messe Berlin GmbH, jeweils zum 30. November 2023, hielt die Messe Berlin GmbH zum Bilanzstichtag insgesamt 14 direkte oder indirekte vollkonsolidierte Tochtergesellschaften. Die Konzernstruktur basiert vorwiegend auf operativen Notwendigkeiten. Zum Bilanzstichtag bestanden mit allen 100%igen Beteiligungsgesellschaften im Inland Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge. II. Wirtschaftsbericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war ein Jahr eines sehr moderaten globalen Wirtschaftswachstums. Zwar lag die Zuwachsrate der Weltproduktion mit 3,1 % über den Erwartungen deutscher Wirtschaftsinstitute. Zu einer nachhaltigen, konjunkturellen Belebung kam es u.a. aufgrund des weltweit weiter hohen Zinsniveaus, andauernder Inflation, schwacher Industrieproduktion und zwischenstaatlicher Konflikte wie dem Krieg in der Ukraine jedoch nicht. Angesichts unverändert großer Konjunkturrisiken muss auch für das Gesamtjahr 2024 von einem historisch eher schwachen Wachstum der Weltwirtschaft von 2,9 % ausgegangen werden. Noch etwas schwächer entwickelte sich im abgelaufenen Jahr die Konjunktur im Euroraum. Nachdem das Wachstum im Jahr 2022 noch bei 3,3 % gelegen hatte, kam es im Jahr 2023 zu einer deutlichen Abschwächung und einen Rückgang auf ein Plus von lediglich 0,7 %. Positiv ist die Entwicklung der Inflation hervorzuheben, die im Dezember 2023 auf 2,9 % sank (Dezember 2022: 9,2 %). Während im Euroraum noch geringe Wachstumsraten verzeichnet wurden, kam es in Deutschland zur Rezession. So ging das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % zurück. Negativ auf die Entwicklung wirkte sich neben der eher schwachen Weltkonjunktur auch die Konsumzurückhaltung der Bürger:innen in Folge hoher Inflationsraten (5,9 % im Jahresschnitt) aus. Zudem trugen der sich verstärkende Nahost-Konflikt sowie Unsicherheiten bei der Aufstellung des Bundeshaushalts in Folge des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Wachstumsschwäche bei. Auch mit Blick auf das Jahr 2024 kann für Deutschland nicht von einem nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung ausgegangen werden. So geht das ifo-Institut derzeit lediglich von einem Wachstum von 0,2 % des BIP aus. Damit wurde die Konjunkturprognose im Vergleich zum Jahresende 2023 noch einmal deutlich nach unten korrigiert. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Prognose noch einen erwarteten Zuwachs von 0,7 % ausgewiesen. Das Land Berlin hebt sich bei der konjunkturellen Entwicklung leicht positiv vom Bundesdurchschnitt ab und konnte in diesem Jahr ein BIP-Wachstum von rund 1,0 % erreichen. Für das kommende Jahr ist mit einer leichten Belebung und einem Wachstum von rund 1,5 % zu rechnen. Die Messe Berlin als wichtiger Kongress- und Veranstaltungsstandort wirkt hierbei für den Standort weiter konjunkturbelebend. Jeder Euro, den die Messe im Rahmen ihres Kerngeschäfts erwirtschaftet, löst rund sechs Euro zusätzliche Kaufkraft in Berlin aus. Von dieser Umwegrendite profitieren speziell die Hotellerie, die Gastronomie und die Transportunternehmen der Hauptstadt. In der Zeit vor der Pandemie belief sich der so durch die Messe- und Kongressbranche induzierte Kaufkraftgewinn auf rund EUR 1,4 Mrd. Insbesondere im Hinblick auf den gut gefüllten Veranstaltungskalender im Jahr 2024 ist wieder von volkswirtschaftlichen Effekten in ähnlicher Größenordnung auszugehen. Entwicklung der Messebranche Die deutsche Messebranche ist weiter Innovations- und Transformationstreiber: Sie trägt mit einem jährlichen Beitrag von EUR 28 Mrd. und messeinduzierten Steuereinnahmen von rund EUR 4,5 Mrd. signifikant zur Stärkung der Volkswirtschaft bei und sichert rund 230.000 Arbeitsplätze. Im Messejahr 2023 konnte der Erholungstrend nach der Pandemie fortgesetzt werden. Mit insgesamt rund 11,5 Millionen Besucher:innen und mehr als 180.000 ausstellenden Unternehmen an deutschen Messeplätzen ist gegenüber dem Jahr 2022 ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen gewesen. Für 2024 gehen die deutschen Messeveranstalter - entgegen der gesamtwirtschaftlich eher schwachen Prognosen - von einer weiteren Erholung der Branche aus. Zwar bleibt die Anzahl der Messen in Deutschland mit rund 330 recht stabil - optimistisch stimmen aber u.a. Umfragen bei ausstellenden Unternehmen, bei denen 43 % angaben, für das laufende Jahr mit höheren Messebudgets zu planen. Treiber ist insbesondere der Umstand, dass Messen als elementarer Kontaktpunkt im B2B ungebrochen große Akzeptanz in der Unternehmenswelt genießen und für den Kundenkontakt und die Erweiterung des Business-Netzwerkes weiter als wesentlich wahrgenommen werden. Tendenzen im internationalen Wettbewerb Mit Blick auf die großen Veränderungstreiber der Messebranche identifiziert der internationale Branchenverband UFI (l`Union des Foires Internationales - Internationaler Verband der Ausstellerindustrie) neben sich rasch wandelnden Kundenanforderungen (u.a. Echtzeitdaten auf Messen, Matchmaking), strikter Regulatorik zur Eindämmung der Klimakrise (insbesondere klimabezogene Berichtsstandards, Net-Zero-Events), künstlicher Intelligenz (u.a. Chatbots) und einer sich verändernden Identität (Ausrichtung auf neue Narrative) der Messebranche auch weitere Konsolidierungstendenzen. So werden Messebetreiber klassische Kundenbeziehungen weiterentwickeln (etwa durch agile Formen der Zusammenarbeit) und Know-How aus anderen Branchen nutzen müssen, um Fortschrittsprozesse erfolgreich zu gestalten. Klima- und Nachhaltigkeitsthemen werden weiter an Bedeutung gewinnen und verstärkt Einfluss auf die Strategie- und Investitionsentscheidungen von Messegesellschaften haben. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz schafft für die Branche eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten - sowohl bei der Schaffung von Angeboten für den Kunden als auch bei der Optimierung von internen Abläufen. Die Erweiterung des Messe-Angebotes durch digitale Formate wird ebenfalls weiter an Bedeutung gewinnen, da für Kunden dadurch Kontaktpunkte mit den Messegesellschaften über das ganze Jahr hinweg niederschwellig geschaffen werden können und so die Relevanz der Messen verstärkt wird. Hybride Formate, die vornehmlich in der Pandemiezeit genutzt wurden, werden für Messeveranstalter hingegen kaum noch Relevanz haben. Weitere zentrale Herausforderungen, die nach Einschätzung von Experten massiv auf die Branche wirken werden, sind der zunehmende Fachkräftemangel sowie die Folgen global zunehmender Konflikte und die damit verbundenen Sorgen vor einer fragmentierten Welt und einem Ende der Globalisierung. Gelände Am Sitz der Messe Berlin GmbH befindet sich das ECC mit rund 190.000 qm Hallenfläche, verteilt auf 26 Messehallen sowie den CityCube Berlin und den hub27 Berlin. Eigentümer des Geländes ist das Land Berlin, Betreiberin die Messe Berlin GmbH. Die Messe Berlin trägt die Kosten für die Bewirtschaftung des Messegeländes überwiegend selbst. Um sich im internationalen Wettbewerb behaupten zu können, hat der technisch-bauliche Standard der Gebäude auf dem ECC besondere Bedeutung. Geschäftsverlauf Zur Steuerung der Aktivitäten des Konzerns und der Messe Berlin GmbH werden im Hinblick auf die Unternehmensziele folgende Leistungsindikatoren verwendet: Finanzielle Leistungsindikatoren
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Der positive Trend des Vorjahres setzte sich im ersten Jahr des vollständigen Wegfalls Pandemie-bedingter Auflagen fort. Entsprechend schließt die Messe Berlin das Jahr 2023 mit einem Gesamtumsatz der Unternehmensgruppe von EUR 369,2 Mio. ab (Plan EUR 198,0 Mio.). Der Vergleich zum Referenzjahr 2019 (EUR 286,0 Mio.) verdeutlicht, dass das Jahr 2023 sehr gut abgeschlossen werden konnte, insbesondere vor dem Hintergrund des Wegfalls der Umsätze der 2022 veräußerten K.I.T. Group GmbH Berlin und deren Tochtergesellschaften (K.I.T. Group). Berücksichtigen muss man in der Analyse jedoch, dass die Umsatzerlöse des Jahres 2023 deutlich beeinflusst waren durch die Umsätze aus der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten am ehemaligen Flughafen Tegel. Diese sind in den sonstigen Umsatzerlösen des Berichtsjahres (EUR 147,6 Mio.) enthalten. In der Wirtschaftsplanung für 2023 waren die Umsätze nicht enthalten, da sie zum Zeitpunkt der Verabschiedung der Planung weder dem Grunde noch der Höhe nach planbar waren. Die Leistungskennziffer EBIT verminderte sich gegenüber dem finanziellen Leistungsindikator Umsatz im Vergleich zum Vorjahr überproportional auf EUR 17,1 Mio. (Referenzjahr 2019 EUR 7,3 Mio., Plan EUR -51,5 Mio.) und der Konzernjahresüberschuss auf EUR 14,5 Mio. Ursächlich für die überproportionale Verminderung waren vor allem die Zuschüsse aus der Bundesrahmenregelung Beihilfen für Messen (BRR Messen) und der Fixkostenhilfe, die als sonstige betriebliche Erträge im Jahr 2022 einen außergewöhnlich erhöhenden Einfluss auf das Ergebnis hatten. Der Konzernjahresüberschuss des Referenzjahres 2019 i.H.v. EUR 1,3 Mio. wurde dagegen deutlich übertroffen. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren sind auch die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Aussteller, Besucher:innen und Bruttofläche für die Messe Berlin von Bedeutung. Veranstaltungsgeschäft Der Erholungsprozess nach der Pandemie mit Blick auf die Anzahl der von der Messe Berlin GmbH und ihren Tochtergesellschaften organisierten Messen und Veranstaltungen hat sich im Berichtsjahr 2023 fortgesetzt, auch wenn das Niveau vor der Pandemie noch nicht vollumfänglich wieder erreicht werden konnte. Insgesamt fanden 116 Veranstaltungen statt (im Referenzjahr 2019: 126). Zu 51 Eigenveranstaltungen (2019: 66) kamen 65 Gastveranstaltungen (2019: 60). Elf Eigenveranstaltungen fanden auf dem ECC statt. Acht Veranstaltungen wurden im Ausland organisiert (2019: 6). Im ersten Messejahr ohne Pandemie-bedingte Einschränkungen konnte die Messe Berlin im In- und Ausland insgesamt wieder rund 26.800 Aussteller (2019: rund 36.200) und 1,7 Mio. Besucher:innen (2019: rund 2,1 Millionen) begrüßen und rund 1,2 Mio. qm Brutto-Ausstellungsfläche vermieten. Von den vier Weltleitmessen im Portfolio der Messe Berlin fanden im Jahr 2023 turnusgemäß wieder drei am Standort statt: Die Grüne Woche, die weltweit größte Verbrauchermesse für die Landwirtschaft (20.-29. Januar), die FRUIT LOGISTICA, die weltweit wichtigste Handelsmesse der Frischfruchtbranche (8.-10. Februar), und die Internationale Tourismus Börse Berlin (ITB, 7.-9. März), Leitmesse der Tourismusbranche. Die Grüne Woche und die ITB konnten erstmals nach der Pandemie wieder als Präsenzveranstaltungen organisiert werden. Bei allen drei Leitmessen blieben die Aussteller- und Besucherzahlen noch hinter denen aus der Vor-Pandemiezeit 2019 zurück. Ergänzt wurde das Portfolio der FRUIT LOGISTICA und der ITB 2023 wieder durch Veranstaltungen auf dem asiatischen Kontinent, die in Form der Asia FRUIT LOGISTICA, der ITB Asia, der ITB China und der ITB India erfolgreich branchen- und marktspezifische Angebote schaffen. Die Internationale Funkausstellung (IFA), die weltgrößte Messe für Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte, wurde im Berichtsjahr 2023 erstmals als Gastveranstaltung durchgeführt. Ergänzend zu den drei Leitmessen fanden auf dem ECC acht weitere Eigenveranstaltungen statt. Auch hier ist insgesamt festzustellen, dass der Erholungsprozess mit Blick auf Besucher:innen- und Ausstellerzahlen noch andauert. Bereits über dem Niveau des Jahres 2019 bewegen sich die Smart Country Convention (SCCON), das in der DACH-Region führende Event für den digitalen Staat und öffentliche Dienste sowie die DMEA, Europas wichtigste Messe- und Kongressveranstaltung für die digitale Gesundheitsversorgung. So konnte die SCCON im Jahr 2023 mit insgesamt 303 Ausstellern fast doppelt so viele Buchungen verzeichnen wie noch 2019 (152). Auch bei den Besucher:innen war der Trend deutlich positiv (2023: rund 16.000, 2019: rund 12.700). Bei der DMEA konnten 2023 735 Aussteller (2019: 596) und 16.200 Besucher:innen (2019: rund 11.000) verzeichnet werden. Der Bereich der Gastveranstaltungen zeigte im Jahr 2023 eine anhaltend positive Tendenz. Die bei der Messe Berlin durchgeführten 65 Gastveranstaltungen und die damit verbundenen fast 660.000 Besucher:innen zeigen die ungebrochen hohe Attraktivität des Kongressstandortes Berlin. Die Vielfalt der Veranstaltungen deckt hierbei ein breites Spektrum ab: So verwandelten die Special Olympics World Games, die weltgrößte inklusive Sportveranstaltung, das Messegelände zwischen dem 17. und 25. Juni in eine Sportarena. Der EADV-Kongress (European Academy of Dermatology and Venereology, 11.-14. Oktober) unterstreicht die Bedeutung der Messe Berlin als Austragungsort für Fachkongresse. Zudem wurde die IFA (1.-5. September) mit 182.000 Besucher:innen betreut. Zwischen dem 8. und dem 10. Dezember fand zudem der SPD- Bundesparteitag auf dem Gelände statt. Das Event unterstreicht die Rolle der Messe Berlin als wichtiger Veranstaltungsort auch für politische Veranstaltungen in der Bundeshauptstadt. Weiterentwicklung digitaler Services Die Messe Berlin entwickelt digitale Services kontinuierlich weiter, um den gestiegenen Anforderungen an digitale Angebote und Dienstleistungen gerecht werden zu können. Hierbei stehen digitale Angebote, welche im Markt bzw. bei den Kunden für Mehrwerte sorgen (externe Digitalisierung), genauso im Fokus wie der Bedarf an Digitalisierung, der sich aus internen Abläufen und Arbeitsweisen ableitet (interne Digitalisierung). Mit Blick auf die externe Digitalisierung kann festgehalten werden, dass alle Eigenveranstaltungen der Messe Berlin Tools aus dem zentralen digitalen Baukastensystem nutzen. Die Angebotsbreite reicht hierbei von Matchmaking-Plattformen über Streaming-Angebote bis hin zu für jede Messe individuell gestaltbaren Online-Guides. Im Jahr 2023 konnte zudem der Website-Relaunch aller Veranstaltungsseiten abgeschlossen werden. Bei der internen Digitalisierung kommt dem Geschäftsprozessmanagement eine entscheidende Rolle zu. Die Messe Berlin GmbH erhebt ihre Geschäftsprozesse regelmäßig. Die notwendigen Ressourcen sind durch eine Prozessmanagement-Software und durch einen einheitlichen Ansprechpartner bei der IT vorhanden. Hilfe bei der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten Aufgrund der hohen Zahl ankommender Menschen in Berlin, die vor dem Krieg aus der Ukraine flüchteten, wurde die Messe Berlin zur Abwendung einer humanitären Katastrophe durch das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten beauftragt, bei der Schaffung einer Ankunftsstruktur und von Unterbringungsmöglichkeiten zu unterstützen. Im Zuge dessen wurde die Messe Berlin GmbH mit Planungs- und Bauerrichtungsmaßnahmen für ein Ankunfts- und Unterbringungszentrum sowie dem Facility-Management und Sicherheitsdienst für ukrainische Geflüchtete am ehemaligen Flughafen Tegel beauftragt. Durch die steigende Anzahl von in Berlin (zusätzlich zu den aus der Ukraine Geflüchteten) ankommenden Asylbegehrenden wurde der Vertragsumfang auch im Jahr 2023 auf weitere Flächen am ehemaligen Flughafen Tegel neben dem ehemaligen Terminal C ausgedehnt, so dass in Summe ca. 7.000 Plätze entstanden sind. Die letzte Vertragsversion zwischen der Messe Berlin GmbH und dem Land Berlin sieht eine Vertragslaufzeit bis zum 31. Dezember 2024 vor. Durch die genannten Hilfsmaßnahmen erzielte die Messe Berlin im Geschäftsjahr 2023 Erlöse aus der Erbringung von Bau- und Facility-Management-Leistungen einschließlich Sicherheitsdienstleistungen. Personal Im Zuge des Restarts des Geschäftes nach der Pandemie wurden in den Jahren der Pandemie nicht nachbesetzte Funktionen im Jahr 2023 weitestgehend besetzt. Dabei wurden bei der Messe Berlin GmbH 77 externe Einstellungen vorgenommen, so dass die Anzahl der Mitarbeiter:innen wieder annähernd das Vor-Pandemie-Niveau erreicht hat. Erstmalig seit der Pandemie wurde die Mitarbeitendenbefragung des Institutes Great Place to Work durchgeführt. Im Vergleich zur letzten Befragung 2018 ist die Gesamtteilnahmequote um drei Prozentpunkte gestiegen und lag bei 71 %. Trotz Rückkehr aus der Krisensituation hat sich die Gesamtbewertung als "sehr guter Arbeitsplatz" aus der Perspektive der Mitarbeitenden im Vergleich zu 2018 um einen weiteren Prozentpunkt gesteigert. Die Angebote des Unternehmens u.a. zu den Themen Work-Life-Balance, Mobile Office und Gesundheitsförderung werden von den Mitarbeiter:innen geschätzt. In diesen Kontext fällt auch die 2023 geschaffene Möglichkeit "Workation" zu nutzen, eine Kombination aus Arbeit und Urlaub. Ein wesentlicher Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und die Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen ist die positive Gestaltung nötiger Veränderungsprozesse in der Organisation. Daher wurde u.a. ein Curriculum zum Agilen Arbeiten durch die Ausbildung von Agile Leadern und Agile Coaches angeboten und das Thema in das allgemeine offene Weiterbildungsprogramm integriert. Auch die bestehenden Formate für kreativen Austausch, gemeinsames Lernen, konzernweite Vernetzung, Impulse und Inspiration, wurden gut besucht und unterstützen die Vernetzung und den Kulturwandel bei der Messe Berlin. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte der Messe Berlin Konzern 820 Mitarbeiter:innen (ohne Auszubildende, Praktikant:innen, ruhende Arbeitsverhältnisse, Geschäftsführer:innen). Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 erhöhte sich der Personalstand damit um 55 Mitarbeitende. Bei der Messe Berlin GmbH waren zum 31. Dezember 2023 526 Mitarbeitende beschäftigt. Im Vergleich zum 31. Dezember 2022 erhöhte sich der Personalstand damit um 46 Personen. Die Herausforderung der Nachbesetzung offener Stellen mit qualifizierten Fachkräften bleibt vor dem Hintergrund des demographischen Wandels weiterhin bestehen. Die Messe Berlin begegnet dieser Herausforderung mit attraktiven und modernen Beschäftigungsbedingungen. III. Wirtschaftliche Lage Die wirtschaftliche Lage des Konzerns hat sich im ersten Jahr nach dem vollständigen Ende der Pandemie-bedingten Einschränkungen weiter verbessert. Gegenüber dem Referenzjahr 2019 hat sich der Umsatz wesentlich erhöht. Zu berücksichtigen ist dabei allerdings, dass der Umsatz des Geschäftsjahres deutlich beeinflusst war von den Umsatzerlösen aus der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten am ehemaligen Flughafen Tegel. Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns ist 2023 im Vergleich zum Referenzjahr 2019 um EUR 9,8 Mio. höher. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus den im Vergleich deutlich höheren Umsätzen. Die Umsatzrendite (EBIT/Umsatz) stieg von 2,6 % auf 4,6 % an. Der geplante Umsatz für das Jahr 2023 (EUR 198,0 Mio.) wurde um EUR 171,2 Mio. (86,5 %), das geplante EBIT um EUR 68,6 Mio. übertroffen. Ertragslage
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Konzernumsatz um 4,1 %. Positiv wirkten sich neben der Entwicklung der Umsätze aus dem Kerngeschäft der Messe Berlin die Umsatzerlöse aus der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten am Flughafen Tegel aus. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Vorjahr außergewöhnlich hoch durch die vom Land Berlin auf der Grundlage der BRR Messen zur Überbrückung der Pandemie in Zuschüsse umgewandelten Gesellschafterdarlehen sowie die 2022 erhaltene Fixkostenhilfe. Im Berichtsjahr entsprechen sie dem Niveau vor der Pandemie und enthalten überwiegend Auflösungen von Rückstellungen. Der Materialeinsatz ist im Vergleich zum Vorjahr korrespondierend zu den Umsatzerlösen gestiegen. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wesentliche Einflussgröße war dabei der Wegfall des Personalaufwandes der K.I.T. Group. Der Rückgang bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert überwiegend aus verminderten Zuführungen zu Drohverlustrückstellungen. Die Steuererträge beinhalten im Wesentlichen latente Steuern auf Konzernebene sowie Steueraufwendungen originärer Steuern der Messe Berlin GmbH, der Global Produce Events (HK) Co., Ltd., Hong Kong, China (GPE HK) und der Messe Berlin (Singapore) Pte. Ltd., Singapur (MBS).
Bei der Muttergesellschaft, der Messe Berlin GmbH, wurden EUR 311,6 Mio. Umsatzerlöse erwirtschaftet (Plan EUR 162,2 Mio.). Zum Referenzjahr 2019 ist der Umsatz um EUR 124,6 Mio. (66,6 %) gestiegen. Beim EBIT wurden EUR 10,7 Mio. (Vorjahr 2022 EUR 32,1 Mio.; Referenzjahr 2019 EUR 2,2 Mio., Plan EUR -55,0 Mio.) erzielt. Ursächlich für den Anstieg des Personalaufwandes ist die deutliche Erhöhung des Personalstandes im Geschäftsjahr. Analog zur positiven Geschäftsentwicklung der Muttergesellschaft Messe Berlin GmbH entwickelte sich auch das Geschäft der Servicegesellschaften Capital Catering GmbH (CCG), MB Capital Services GmbH (CSG) und Capital Facility GmbH (CFG) und führte damit zu einer Erhöhung des Beteiligungsergebnisses. Das zum Vorjahr gesunkene Niveau der Abschreibungen auf Anlagevermögen resultiert aus den Pandemie-bedingten Abschreibungen auf Finanzanlagen im Vorjahr. Die Umsatzerlöse haben sich wie folgt entwickelt: Eigenveranstaltungen Die konzernweiten Umsatzerlöse betrugen im Bereich Eigenveranstaltungen EUR 86,9 Mio. (Vorjahr EUR 98,7 Mio.; Referenzjahr 2019 EUR 124,4 Mio.). Trotz des Pandemie-bedingten Ausfalls der Präsenz-Leitmessen Grüne Woche und ITB 2022 hatten die starken turnusbedingt 2022 durchgeführten Messen ILA und InnoTrans erheblichen Anteil daran, dass sich die Umsätze bei den Eigenveranstaltungen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verminderten. Kongresse und Gastveranstaltungen Im Bereich Gastveranstaltungen, Kongresse und Events wurden konzernweit im Jahr 2023 Umsatzerlöse von EUR 56,4 Mio. (Vorjahr EUR 81,9 Mio.; Referenzjahr 2019 EUR 71,0 Mio.) erzielt. Im Vorjahr waren die Umsatzerlöse in diesem Segment noch wesentlich dominiert von den Umsatzerlösen der K.I.T. Group. Bereinigt um diesen Faktor konnte die Messe Berlin ihre Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln. Tochtergesellschaften im In- und Ausland Die E.G.E. European Green Exhibitions GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen zwischen der Messe Berlin GmbH und der dbv network GmbH, inkl. der Tochtergesellschaft MAZ Messe und Ausstellungszentrum Mühlengeez GmbH erreichte mit ihren Landwirtschafts- und Lifestyle-Messen Umsatzerlöse von EUR 5,3 Mio. (Vorjahr EUR 5,3 Mio.; Referenzjahr 2019 EUR 7,6 Mio.). Die Mobile Seasons GmbH, an der die Messe Berlin GmbH im Berichtsjahr 70 % der Anteile hielt, erwirtschaftete mit ihren droidcon-Messen weltweit Umsatzerlöse von EUR 2,8 Mio. (Vorjahr EUR 2,0 Mio.; Referenzjahr 2019 EUR 1,4 Mio.). Die MB Shift Mobility GmbH erzielte aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebes keine Umsatzerlöse (Vorjahr EUR 0,4 Mio.). Die Berlin Photo Week GmbH erzielte ebenfalls wegen der Einstellung des Geschäftsbetriebes keine Umsatzerlöse (Vorjahr EUR 0,4 Mio.). Die MBS erwirtschaftete mit der ITB Asia und der ITB India Umsätze von EUR 4,9 Mio. (Vorjahr EUR 3,6 Mio.; Referenzjahr 2019 EUR 5,3 Mio.). Die Messe Berlin USA Corp., Philadelphia, USA (MB USA) konnte mit ihrer Tochtergesellschaft CT Lab Global Media, LLC, Philadelphia, USA (CT Lab) Umsatzerlöse von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr EUR 1,3 Mio.) verzeichnen. Die MB Exhibitions (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China erzielte Umsatzerlöse von EUR 2,8 Mio. (Vorjahr EUR 0,6 Mio.; Referenzjahr 2019 EUR 2,9 Mio.). Die Messe Berlin (Guangzhou) Co., Ltd., Guangzhou, China (vormals Berlin Exhibition (Guangzhou) Co., Ltd.) (MBG) erreichte im Berichtsjahr Umsatzerlöse von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr EUR 0,2 Mio.; Referenzjahr 2019 EUR 0,5 Mio.). Ursächlich für den deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse war die Änderung des Geschäftszwecks der MBG, die nun als Vertriebsgesellschaft für den chinesischen Markt der Messe Berlin GmbH fungiert. Die GPE HK erzielte mit der im Jahr 2023 wieder in Hongkong durchgeführten ASIA FRUIT LOGISTICA Umsatzerlöse von EUR 7,5 Mio. (Vorjahr EUR 4,2 Mio.). In Summe verminderte sich der Auslandsumsatz der Messe Berlin Unternehmensgruppe mit EUR 22,1 Mio. (Vorjahr EUR 68,2 Mio.; Referenzjahr 2019 EUR 49,3 Mio.) deutlich. Ursächlich war der Wegfall der Auslandsumsätze der K.I.T. Group. Bis auf die im Wesentlichen unveränderten Umsätze der MB USA einschließlich CT Lab konnten alle übrigen Gesellschaften ihre Auslandsumsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern. Im Geschäftsjahr 2023 betrug der Anteil der im Ausland erwirtschafteten Umsatzerlöse 6,0 % (Vorjahr 19,2 %; Referenzjahr 2019 17,2 %).
Servicegesellschaften Die Tochtergesellschaft CCG erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 16,7 Mio. (Vorjahr EUR 15,0 Mio., Referenzjahr 2019 EUR 13,8 Mio.). Die Umsätze der CSG erreichten EUR 44,9 Mio. (Vorjahr EUR 33,6 Mio., Referenzjahr 2019 EUR 33,2 Mio.). Davon wurden EUR 23,2 Mio. Umsatz (Vorjahr EUR 18,6 Mio.) an die Messe Berlin erbracht. Auch für die Tochtergesellschaft CFG verlief das Geschäftsjahr 2023 positiv. Die Umsätze aus dem Geschäftsbesorgungsvertrag mit der Messe Berlin GmbH für das Facility-Management verbesserten sich gegenüber dem Vorjahr und lagen auf Planniveau. Finanzlage Der positive Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2023 EUR 4,3 Mio. (Vorjahr EUR 20,9 Mio.). Kapitalflussrechnung Konzern
Der negative Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug EUR 2,3 Mio. (Vorjahr EUR 3,6 Mio. negativ), im Wesentlichen verursacht durch Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögensgegenstände (EUR 4,4 Mio.). Kompensierend wirkten sich erhaltene Zinsen (EUR 2,0 Mio.) aus, fast ausschließlich aus der sicheren Anlage überschüssiger Liquidität im Berichtsjahr. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit war mit EUR 19,9 Mio. negativ (Vorjahr EUR 9,6 Mio. negativ). Dies resultiert in erster Linie aus der Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Bei der Messe Berlin GmbH stellt sich die Kapitalflussrechnung wie folgt dar: Kapitalflussrechnung Messe Berlin GmbH
Vermögenslage Die Bilanzstruktur zeigt folgendes Bild:
Als langfristiges Vermögen gelten das Anlagevermögen sowie Vermögensgegenstände, deren Realisierung außerhalb von 5 Jahren nach dem Bilanzstichtag erwartet wird. Das Anlagevermögen ist gegenüber dem Vorjahr von EUR 163,4 Mio. auf EUR 158,0 Mio. gesunken. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme sank von 43,2 % auf 43,0 %. Das kurzfristige Vermögen setzt sich hauptsächlich aus Guthaben bei Kreditinstituten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen zusammen und ist im Vergleich zum Vorjahr leicht um EUR 5,2 Mio. gesunken. Wesentlichste Veränderung im Vergleich zum Vorjahr ist die Zunahme der Forderungen gegen Gesellschafter aus Leistungen im Zusammenhang mit der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten. Dieser Effekt wird kompensiert durch die Verminderungen bei den übrigen Forderungen sowie den Guthaben bei Kreditinstituten. Das Ergebnis des Geschäftsjahres hat zur deutlichen Verbesserung der Finanzstruktur beigetragen. Das Konzerneigenkapital erhöhte sich um EUR 14,0 Mio. Die Eigenkapitalquote ist von 16,5 % auf 20,8 % gestiegen. In den langfristigen Schulden (Laufzeit über 5 Jahre) sind im Wesentlichen Pensionsrückstellungen in Höhe von EUR 17,2 Mio. (Vorjahr EUR 18,4 Mio.) und der Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen EUR 14,1 Mio. (Vorjahr EUR 14,7 Mio.) enthalten. Die kurzfristigen Schulden (Laufzeit bis zu 5 Jahre) beinhalten sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen in Höhe von EUR 73,7 Mio. (Vorjahr EUR 82,0 Mio.). Vermindernd wirkten sich in erster Linie der Rückgang bei den Rückstellungen für ausstehende Lieferantenrechnungen mit EUR 6,3 Mio., die Reduzierung der Drohverlustrückstellungen in Höhe von EUR 4,2 Mio. sowie die Verminderung der Steuerrückstellungen mit EUR 1,6 Mio. aus. Demgegenüber stiegen die Rückstellungen für unterlassene Instandhaltung um EUR 3,2 Mio. Des Weiteren umfassen die kurzfristigen Schulden erhaltene Anzahlungen in Höhe von EUR 21,2 Mio. (Vorjahr EUR 29,7 Mio.). Schließlich beinhalten die kurzfristigen Schulden den kurzfristigen Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 25,2 Mio., Vorjahr EUR 39,7 Mio.), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (EUR 29,0 Mio., Vorjahr EUR 26,1 Mio.), sonstige Verbindlichkeiten (EUR 107,6 Mio., Vorjahr EUR 100,5 Mio.) sowie passive Rechnungsabgrenzungsposten (EUR 2,1 Mio., Vorjahr EUR 1,8 Mio.) und passive latente Steuern (EUR 1,2 Mio., Vorjahr EUR 3,0 Mio.). Bei der Messe Berlin GmbH stellt sich die Vermögens- und Kapitalstruktur wie folgt dar:
Die Bilanzsumme der Messe Berlin GmbH hat sich um EUR 9,0 Mio. vermindert. Sie entfällt mit EUR 162,4 Mio. (45,9 %) auf das Anlagevermögen. Die Finanzanlagen haben einen Anteil von EUR 5,2 Mio. Die Eigenkapitalquote der Messe Berlin GmbH beträgt 19,9 % (Vorjahr 17,3 %). Die langfristigen Schulden beinhalten die Pensionsrückstellungen und den Sonderposten für Zuschüsse zum Anlagevermögen. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Messe Berlin GmbH und des Messe Berlin Konzerns werden als zufriedenstellend beurteilt. Die positive Entwicklung des Kerngeschäftes in Deutschland sowie das wiedererstarkte Auslandsgeschäft, ergänzt um den wirtschaftlichen Beitrag aus der Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten führten zu einer weiteren Stabilisierung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach der Pandemie und setzen den Trend zu einer Rückkehr des Kerngeschäftes auf das Niveau vor der Pandemie fort. Die Gesellschaft ist ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachgekommen. IV. Sonstige Angaben Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility Nachhaltigkeit ist fester und integraler Bestandteil der Unternehmenstätigkeit und im Code of Conduct (Verhaltenskodex) der Messe Berlin als Grundwert verankert. Seit 2023 ist Nachhaltigkeit, neben der Betrachtung von Produktportfolio, Innovationskraft und Kundenorientierung, eine von vier tragenden Säulen der Unternehmensstrategie und wird bei allen Entscheidungen zur Unternehmensausrichtung und -entwicklung berücksichtigt. Zur Systematisierung der Unternehmensaktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit hat die Messe Berlin ein unternehmensübergreifendes Nachhaltigkeits-management eingeführt. Die Unternehmensgruppe gibt im zweijährigen Turnus eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) ab. Auf dieser Grundlage veröffentlicht das Unternehmen zusätzlich auch einen Nachhaltigkeitsbericht. Um einzelne Maßnahmen zu bündeln und strategisch auszurichten, hat die Messe Berlin den im Jahr 2022 begonnenen Prozess zur Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie 2023 fortgesetzt. Unter anderem wurde ein bereichsübergreifendes Sustainability Team gegründet und eine umfassende Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Diese orientiert sich an der zukünftig maßgeblichen EU-Richtlinie "Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)" und bildet die Grundlage für die Entwicklung der gesamtheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie, die im Jahr 2024 final formuliert und in den Folgejahren sukzessive implementiert werden soll. Im Berichtsjahr wurde auf dem Messegelände mit dem Bau der größten Solaranlage Berlins begonnen, die damit Stand heute auch zu den drei größten Solardachanlagen Deutschlands zählen wird. Bis Ende 2024 werden auf 20 von 26 Hallendächern rund 20.000 Solarmodule auf einer Nutzfläche von insgesamt 50.000 qm installiert. Das Messe Berlin-Solardach wird künftig jährlich etwa 7,3 GWh Ökostrom erzeugen; ca. achtzig Prozent davon wird die Messe Berlin eigenverbrauchen, die darüber hinaus erzeugte Energie wird in das Stromnetz Berlins eingespeist. Durch die Nutzung des von der Photovoltaikanlage erzeugten Öko-Stroms werden pro Jahr ca. 2.900 Tonnen CO 2 weniger emittiert. Parallel dazu wird auch die komplette Kälte- und Wärmeversorgung der Messe Berlin auf klimafreundliche, nachhaltige Technologien umgestellt. Künftig werden mittels umweltfreundlicherer Heizmethoden und einer effizienteren Kälteversorgung dadurch nicht nur rund 5.400 Tonnen CO 2 pro Jahr eingespart, sondern auch die Betriebskosten deutlich gesenkt. Ihr soziales Engagement für die Gesellschaft unterstreicht die Messe Berlin durch die Unterstützung einer Vielzahl an Projekten und Aktionen. Zu diesen gehören u.a. Lebensmittelspenden an die Berliner Tafel. So wurden im Rahmen der beiden Leitmessen Grüne Woche und FRUIT LOGISTICA 2023 circa 65 Tonnen Lebensmittel gespendet. Daneben wurden im Sommer 2023 im Rahmen einer Mitarbeiter:innenaktion zum 100. Geburtstag der Messe Berlin und in Kooperation mit "Little Home e.V." fünf "Tiny Houses" für obdachlose Menschen gebaut. Ein Social Day soll dauerhaft eingeführt werden. Als sozial verantwortungsvolle Arbeitgeberin setzt die Messe Berlin zudem auf ein inklusives Arbeitsklima. Sie ist Unterzeichnerin der "Charta der Vielfalt", Mitglied beim "Bündnis gegen Homophobie" und hat 2023 die Deklaration "#positivarbeiten" unterschrieben. Darüber hinaus hat sich die Messe Berlin zwecks Prüfung der Entgeltgleichheit dem eg-check der Antidiskriminierungsstelle des Bundes unterzogen und bietet neben flexiblen Arbeitszeitmodellen und der Möglichkeit zum mobilen Arbeiten u.a. auch ein "Eltern-Kind-Büro", um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu fördern. Code of Conduct / Verhaltenskodex Die Messe Berlin verfügt über einen umfangreichen Code of Conduct, der allen Beschäftigten als verbindliche Leitlinie im beruflichen Alltag dient. Das Leitbild "Wir sind Gastgeber" bündelt die langjährige Kompetenz, Professionalität und den ausgeprägten Servicegedanken der Unternehmensgruppe Messe Berlin. Dabei ist der Gastgebergedanke Anspruch sowie Haltung zugleich und ein Selbstverständnis aller Unternehmensangehörigen. Es ist der Anspruch der Unternehmensgruppe, die für ihre Veranstaltungen und Produkte geltenden gesetzlichen und behördlichen Vorschriften sowie internen Standards einzuhalten. Alle Geschäftspartner der Messe Berlin können darauf vertrauen, dass alle Unternehmen der Unternehmensgruppe und alle Beschäftigten der Messe Berlin sich im geschäftlichen Verkehr entsprechend den Regelungen dieses Code of Conduct verhalten. Der Code of Conduct gilt für alle Beschäftigten der Unternehmensgruppe Messe Berlin. Berliner Corporate Governance Kodex (BCGK) Die Messe Berlin GmbH wendet als nicht börsennotiertes Unternehmen den BCGK an. Die von der Geschäftsführung und dem Aufsichtsrat abgegebene Entsprechens-erklärung zum BCGK wurde am 29. November 2023 dem Aufsichtsrat zur Abstimmung vorgelegt und fand seine Zustimmung. Frauenanteil in Führungspositionen Aufgrund des am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst ist die Messe Berlin GmbH verpflichtet, Zielgrößen für die Erhöhung des Frauenanteils im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung und in den obersten beiden Managementebenen unterhalb der Geschäftsführung festzulegen. Dementsprechend hat die Geschäftsführung für die Bereichsleiter:innen- und Abteilungsleiter:innen- bzw. Projektleiter:innenebene einen Frauenanteil von mindestens 42 % bis 2020 und mindestens 50 % bis 2025 festgelegt. Im Jahr 2023 wurde für diese beiden Führungsebenen durchschnittlich ein Frauenanteil von 64 % erreicht und konnte gegenüber dem Vorjahr nochmals um 6 %-Punkte gesteigert werden. Dabei lag der Frauenanteil auf Bereichsleiter:innenebene im Jahr 2023 bei 33 % und auf Abteilungs- sowie Projektleitungsebene bei 76 %. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, die Zielgröße für den Frauenanteil an der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH auf 50 % festzulegen. Diese Zielsetzung wird derzeit nicht umgesetzt. Auch im Aufsichtsrat gilt eine Zielgröße von 50 % Frauen. Derzeit sind von den 15 Vertreter:innen im Aufsichtsrat sieben weiblich, womit die angestrebte Quote annähernd erreicht wird. V. Chancen- und Risikobericht Risikostrategie Risiken werden als Möglichkeiten einer negativen Abweichung der Unternehmens-entwicklung und Chancen als positive Abweichung der Unternehmensentwicklung von den geplanten Größen verstanden. Das volatile Messegeschäft ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht vollständig ausschließen lassen. Oberster Grundsatz der Risikopolitik der Messe Berlin ist es, vorhandene Chancen zu nutzen und Risiken bewusst nur dann einzugehen, wenn sich diese in einem angemessenen Rahmen bewegen und sich dadurch zusätzliche Ertragschancen ergeben. Risikofelder Typische Risiken einer Messegesellschaft sind unter den Erwartungen bleibende Aussteller- und Besucherzahlen, Preisdruck bei Gast- / Gemeinschaftsveranstaltungen und durch Lizenzgeber sowie die Abwanderung von Messen an andere Standorte. Diese Risiken gelten für die Messe Berlin besonders für die wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragenden vier Leitmessen (Grüne Woche, FRUIT LOGISTICA, ITB, InnoTrans). Darüber hinaus sind für die Messe Berlin vor allem Sicherheitsrisiken (insbesondere IT-Sicherheit und Cyberangriffe), Gelände- und Baurisiken, Datenschutzrisiken sowie der Fachkräftemangel von Bedeutung. Mit Abklingen der Pandemie und im Zuge dessen der Erholung der Branche einerseits sowie andererseits der anhaltenden und sich teilweise zuspitzenden geopolitischen Lage hat sich die Risikosituation im Vergleich zum Vorjahr dennoch insgesamt leicht verbessert. Organisatorisch hat sich die Messe Berlin auf die Risikosituation eingestellt und Maßnahmen wie engmaschiges Controlling sowie Planung von Alternativszenarien ergriffen. Geopolitische Risiken Nach dem Pandemie-bedingten Rückgang bzw. Ausfall des Auslandsgeschäfts, insbesondere in Asien, kann in diesem Segment eine deutliche Erholung verzeichnet werden. Unmittelbare Folgen des Ukraine-Krieges wie Einnahmeausfälle sind bzw. werden in der Planung angemessen berücksichtigt. Im Berichtsjahr verlagerten sich die geopolitischen Risiken von der Ukraine hin zu China/Taiwan. Hier steht das Risiko des Verlusts bzw. der Einschränkung des Geschäftes in China und Asien durch geopolitische Verwerfungen mit Blick auf eine Eskalation in der Region im Vordergrund. Mögliche Risiken, die sich aus dem wiederaufflammenden Nahost-Konflikt ergeben, sind derzeit nicht solide abschätzbar. Sicherheitsrisiken, insbesondere Cyber-Angriffe Die anhaltende Digitalisierung und zunehmende Vernetzung vergrößert auch bei der Messe Berlin GmbH die Angriffsvektoren. Auch die rasante Weiterentwicklung neuer und angepasster Angriffsmethoden und der zunehmende Dienstleistungscharakter im Cyberraum sind gem. BSI-Lagebericht 2023 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) besorgniserregend. Neben dem im Jahr 2019 etablierten Notfall- und Krisenmanagement wurden mit Blick auf die IT-Sicherheitslage die Maßnahmen zur Erhöhung der Informationssicherheit bei der Messe Berlin GmbH in den Fokus gesetzt. So wurde zum Beispiel die Multi-Faktor-Authentifizierung verpflichtend für alle Mitarbeitenden eingeführt. Weiterhin finden verstärkt Awareness-Programme statt. Ab 2024 wird die Messe Berlin durch ein Security Operation Center und ein Security Information and Event Management-System in der Lage sein, Angriffe schneller zu erkennen und sofort Maßnahmen zu ergreifen, um diese zu verhindern und ihre Auswirkungen zu minimieren. Die Sicherheitsstrategie wurde im Jahr 2023 umfassend ausgebaut und wird in den Jahren 2024 und 2025 weiter verfeinert. Masterplan ECC Als Grundlage für den Erhalt und die zukünftige Entwicklung des Geländes unter dem Funkturm hatte die Messe Berlin im Jahr 2015 zwecks Erreichung ihrer strategischen Wachstumsziele und im Auftrag des Landes Berlin einen Masterplan, d.h. die sukzessive Sanierung der Messehallen, für die Entwicklung des Messegeschäfts auf dem ECC im Zeithorizont der nächsten ca. 15 Jahre erstellt. Mit der Umsetzung des Masterplans wurde 2019 begonnen. Im Jahr 2021 ist eine Überarbeitung des erstellten Masterplans Teil 1 für den Zeitraum 2022-2026 erfolgt, mit dem Ziel, im Rahmen eines überarbeiteten Budgets, das insbesondere die erheblichen Preissteigerungen im Bauwesen berücksichtigt, den notwendigen Sicherheits- und Betriebsfähigkeitsstandards zu entsprechen. Der Masterplan betrachtet in der ersten Stufe (Masterplan Teil 1) die Sanierung aller Gebäude auf dem Messegelände, um die Betriebssicherheit der Hallen als Versammlungsstätten zu gewährleisten. Die Finanzierung des Masterplans ECC erfolgt stufenweise in enger Abstimmung mit dem Land Berlin. Die Finanzierung des Masterplans ist derzeit bis zum Ende der laufenden Doppelhaushaltsperiode 2024/2025 gesichert. Das bauliche Risiko und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Messe Berlin im nationalen und internationalen Wettbewerb schätzt die Gesellschaft als mittel bis hoch ein. Die in den letzten Jahren geführten Gespräche zur weiteren Finanzierung des Masterplans mit dem Berliner Senat werden weiter fortgesetzt. Autobahndreieck Funkturm Aufgrund des dringenden Sanierungsbedarfs des Autobahndreiecks Funkturm plant der Bund bzw. seine Tochtergesellschaft DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) eine umfassende Sanierung und Neuplanung dieses Verkehrsknotenpunkts. Bei dem Ausbau sind die Interessen der Messe Berlin an einer LogPoint-Fläche (Vorstaufläche) und einem direkten Anschluss des Messegeländes an die Autobahn für das Messegeschäft noch nicht gesichert. Unter Berücksichtigung der Interessen der Messe Berlin in den Planungsunterlagen der DEGES zum Planfeststellungsverfahren hat der Berliner Senat Anfang Januar 2023 den Bedarf einer Vorstaufläche am Messegelände der Messe Berlin GmbH bestätigt. Ohne Berücksichtigung der logistischen Anforderungen, auch im Hinblick auf die möglicherweise mehr als zehn Jahre dauernde Bauphase, entsteht ein hohes Risiko für das Messegeschäft am ECC. Im Berichtsjahr wurden die Belange der Messe Berlin noch einmal schriftlich über die zuständigen Senator:innen in den Berliner Senat eingebracht, mit dem Ziel, sie zu priorisieren und an den Bund heranzutragen. Die Messe Berlin steht in dieser Angelegenheit in laufendem Austausch mit den Vertretern des Landes Berlin. Datenschutzrechtliche Vorgaben Das Volumen der von der Unternehmensgruppe Messe Berlin zu verarbeitenden Daten ist groß. Die Komplexität von Geschäftsprozessen und Datenflüssen nimmt im Zuge der Digitalisierung des Messegeschäftes zu. Trotz einer Vielzahl bereits umgesetzter Maßnahmen sind Risiken in Bezug auf die Erfüllung datenschutzrechtlicher Vorgaben nach wie vor hoch. Dies ist u.a. in notwendigen zusätzlichen Maßnahmen sowie neuen/geänderten gesetzlichen Vorgaben begründet. Fehlende Personalressourcen Der Fachkräftebedarf bei der Messe Berlin und deren Dienstleistern hält an und stellt vor dem Hintergrund des allgemeinen Fachkräftemangels in Deutschland ein hohes Risiko dar. Qualifizierte Fachkräfte zurückzuholen und neue zu gewinnen, zählt zu den großen Herausforderungen der Messe Berlin. Die Messe Berlin erhöht dabei ihre Wettbewerbsfähigkeit am Fachkräftemarkt unter anderem durch die Ausweitung des Mobile Office und durch zusätzliche Angebote an Mitarbeiter:innen wie Workation oder gesundheitsunterstützende Maßnahmen. Gleichzeitig erfolgt der verstärkte Einsatz von Headhuntern sowie Social Recruiting. Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten Dem Zahlungsausfallrisiko von Forderungen wird mit vertraglich festgelegten Zahlungskonditionen und einem Debitorenmanagement (Mahnwesen) begegnet. Im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen wurden zur Absicherung von Zinsrisiken über die Gesamtlaufzeit Zinsswapgeschäfte abgeschlossen. Die gegenläufige Wertänderung und die Zahlungsströme aus dem bestehenden Zinsswapgeschäft und dem Darlehen gleichen sich zukünftig voraussichtlich aus, da das Sicherungsgeschäft in Fälligkeit, Laufzeit und Bemessungsgrundlage vertraglich abgestimmt wurde. Bei der überwiegenden Anzahl der Veranstaltungen im Ausland erfolgt die Abrechnung in EUR. Somit ist das Fremdwährungsrisiko als von untergeordneter Bedeutung einzustufen. Liquiditätsrisiken Die wirtschaftliche Entwicklung der Messe Berlin im Jahr 2023 hat zu einer weiteren Stabilisierung der Liquiditätssituation der Messe Berlin beigetragen, so dass die Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH überzeugt ist, dass die finanzielle Leistungsfähigkeit der Messe Berlin sichergestellt ist. In den Darlehensverträgen mit Kreditinstituten hat sich die Messe Berlin GmbH zur Einhaltung von Finanzkennzahlen verpflichtet, die 2022 Pandemie-bedingt nicht eingehalten werden konnten, insbesondere weil die Finanzkennzahlen z.T. auf einen Zweijahreszeitraum unter Einbezug des Vorjahres abstellen. Mit den Kreditinstituten konnte eine Vereinbarung geschlossen werden, nach der die Einhaltung der Finanzkennzahlen bis zum 31. März 2024 ausgesetzt wurde. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung 2023 und der aktuellen wirtschaftlichen Lage geht die Gesellschaft davon aus, dass die Finanzkennzahlen nach dem 31. März 2024 eingehalten werden können und daher eine erneute Vereinbarung zur Aussetzung der Finanzkennzahlen entbehrlich ist. Risikomanagementsystem Die Messe Berlin hat zur Identifikation, Bewertung und Dokumentation von Risiken in der Unternehmensgruppe ein Risikomanagementsystem implementiert. Dieses deckt die Risikobetrachtung in den Bereichen strategische Risiken, operative Risiken, Risiken der Finanzberichterstattung und Compliance-Risiken ab. In diesen Kategorien werden auf Ebene von Unternehmensbereichen und Beteiligungsgesellschaften wesentliche Risikobereiche festgelegt und ein Risikokatalog entwickelt, der auch Maßnahmen zur Risikominimierung enthält. Wesentliche Risiken werden aggregiert und neben den kritischen Netto-Einzelrisiken in Form eines regelmäßigen Reports an die Geschäftsführung und an den Aufsichtsrat berichtet. Compliance-Management-System (CMS) Alle Maßnahmen bei der Unternehmensgruppe Messe Berlin zum Thema Compliance bilden das CMS. Das CMS schafft die Voraussetzungen dafür, dass die Messe Berlin nicht gegen rechtsverbindliche externe Regeln und interne Vorgaben verstößt. Es gliedert sich, aufbauend auf das zentrale Element, den Code of Coduct (s.o.), in folgende fünf weitere Kernelemente: Policy Management, Training & Communication, Organisation & Governance, Hinweisgebersystem und Compliance Risk Management. Chancen Der positive Trend hin zu einem Aussteller- und Besucherniveau, wie die Messebranche es vor der Pandemie kannte, zeigt die ungebrochene Bedeutung von Messeveranstaltungen. Präsenzveranstaltungen bieten den Kunden Vorteile, die nicht einfach substituiert werden können: Die persönliche Begegnung bleibt in der Geschäftswelt ein essenzieller Faktor für den Aufbau vertrauensvoller Geschäftsbeziehungen. Ungeachtet der dargestellten Risiken ist die Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH daher vollumfänglich vom Geschäftsmodell der Präsenzveranstaltungen überzeugt. Gleichzeitig wird in der Ausweitung digitaler Angebote ein Hebel gesehen, Kunden noch enger an die Messe Berlin zu binden, die Reichweite der Messe bzw. der einzelnen Veranstaltungen zu erhöhen und die Kernveranstaltung durch ergänzende Formate über das Gesamtjahr zu verlängern. Ein Aufbau von Angeboten in diesem Bereich stärkt zudem die Resilienz des Unternehmens, sofern es in der Zukunft noch einmal zu Einschränkungen wie in der Corona-Pandemie kommen sollte. Zudem sieht die Messe Berlin weiteres Wachstumspotential im Ausland und wird die Chancen sondieren und ergreifen, die sich auf den globalen Wachstumsmärkten für das Unternehmen ergeben. Hierzu wurde zu Jahresbeginn in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat ein Strategieprozess angestoßen, um vorhandene Potentiale für die Messe Berlin im Ausland systematisch zu erheben und später nutzen zu können. Auch im Aufbau neuer Veranstaltungen - in Eigenregie oder mit Partnern - wird genauso weiter Potential gesehen wie in der Akquise neuer Gastveranstaltungen und Kongresse. Ein Beispiel ist hier die Bemühung der Messe Berlin, die "GITEX Europe" als Ableger der seit mehr als vier Jahrzehnten erfolgreich in Dubai durchgeführten Informations- und Kommunikationstechnologie-Leitmesse GITEX nach Berlin zu holen. Die Erstveranstaltung in Europa soll im Jahr 2025 stattfinden und dem Thema am Standort neue Potentiale erschließen. Als Gastveranstaltung wird dieses Jahr u.a. das Greentech-Festival neu auf dem Messegelände zu Gast sein und Trends für nachhaltiges Wirtschaften präsentieren. Einschätzungen des Branchenverbandes AUMA zufolge wird zudem das Vorleben von Nachhaltigkeit immer mehr zum Entscheidungskriterium für den Messebesuch und für das Ausstellen. Die Messe Berlin sieht sich in diesem Bereich, u.a. durch die Installation der größten Solaranlage Berlins, auf dem richtigen Weg. Durch die konsequente Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie, die noch in diesem Jahr durch den Aufsichtsrat verabschiedet werden soll, setzt die Messe Berlin einen deutlichen Fokus auf diesen Bereich. Im Vordergrund des Handelns der Messe Berlin steht die fortlaufende Verbesserung der Leistungsqualität für ihre Kunden, wobei die Kundenbedürfnisse sowie die Zufriedenheit der Kunden mit den Angeboten der Messe Berlin regelmäßig abgefragt werden. Hieraus ergeben sich nach Einschätzung der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH laufend neue Impulse für weitere Produktverbesserungen und somit eine Erhöhung des Kundenzuspruchs. Gesamtaussage Die beschriebenen Chancen und Risiken gelten sowohl für die Messe Berlin GmbH als auch für den Konzern. Während die Pandemie-bedingten Risiken für das Messegeschäft, wie etwa die Absage von Veranstaltungen oder der weitgehende Wegfall des Auslandsgeschäfts, weiter an Bedeutung verlieren, bleiben insbesondere geopolitische Risiken und damit verbundene Auswirkungen wie mögliche Cyberangriffe bestehen. Auch der Fachkräftemangel spielt in der Messebranche eine genauso große Rolle wie in der Gesamtwirtschaft und verlangt nach einer weiteren Stärkung der Arbeitgebermarke. Weitere externe Faktoren, wie etwa Ressourcenknappheit, Nachhaltigkeitsthemen und ein Rückgang des Wirtschaftswachstums werden die Kundenentscheidungen beeinflussen. Der Trend zu einer höheren Spezialisierung bei Veranstaltungen wird anhalten und auch zu einer weiteren Konsolidierung in der Messebranche führen. Die Messe Berlin stellt sich diesen Herausforderungen durch permanentes Portfoliomanagement, um vorhandene Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und ihnen aktiv begegnen zu können. Auch wenn der konjunkturelle Rückenwind aus der Weltwirtschaft nicht in signifikantem Maße vorhanden ist, teilt die Geschäftsführung die optimistische Einschätzung der Messebranche mit Blick auf das Jahr 2024. Das gute Wiederanlaufen des Geschäfts in den Jahren 2022 und 2023 wird sich im laufenden Jahr weiter verstetigen. Sowohl mit Blick auf die Eigenveranstaltungen als auch auf die Guest Events wird seitens der Messe Berlin mit weiterem Wachstum geplant. Zudem wird sich die Fortsetzung der Leistungen im Rahmen der Flüchtlingsunterbringung in Tegel deutlich stabilisierend auf das Ergebnis der Messe Berlin auswirken. Mit Blick auf die nächsten Jahre sieht die Geschäftsführung weiterhin gute Chancen, die Geschäftstätigkeit der Messe Berlin erfolgreich auszubauen. Hierbei bieten die Themen neues Veranstaltungsgeschäft, Digitalisierung, Internationalisierung, das frühzeitige Berücksichtigen von Nachhaltigkeitstrends sowie eine verstärkte Kundenorientierung die größten Hebel. VI. Prognosebericht Planungsgrundlagen zur erwarteten Geschäftsentwicklung Die künftige Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wird auf Basis von Annahmen geplant, die aus heutiger Sicht zwar stets plausibel und grundsätzlich hinreichend wahrscheinlich, jedoch gleichwohl in einem wirtschaftlichen Umfeld mit großen Unsicherheiten behaftet sind. Während damit gerechnet wird, dass der wirtschaftliche Aufholprozess hin zu einem Vor-Pandemieniveau fortgesetzt werden kann, rechnet die Messe Berlin mit weiter hohen Unsicherheiten durch geopolitische Herausforderungen, wie dem Ukraine-Krieg oder dem sich verschärfenden Konflikt zwischen China und Taiwan. Diese könnten ggf. erheblichen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb haben. Die tatsächliche Entwicklung kann daher unter Umständen deutlich von den getroffenen Annahmen und den daraus resultierenden Planungen und Trendaussagen abweichen. Geplante Geschäfts- und Ertragsentwicklung Der Veranstaltungskalender der Unternehmensgruppe Messe Berlin sieht 2024 konzernweit 60 Eigenveranstaltungen im In- und Ausland vor. Davon werden 15 bei der Messe Berlin GmbH und 45 bei den Beteiligungsgesellschaften organisiert. 10 werden im Ausland stattfinden. Im Geschäftsjahr 2024 wird die Messe Berlin ihr Veranstaltungsportfolio ausbauen und neue Veranstaltungspremieren auf dem Gelände feiern. Zu berücksichtigen ist zudem, dass 2024 als gerades Jahr ein Jahr ist, in dem turnusgemäß auch große Eigenveranstaltungen wie die Leitmesse InnoTrans und die ILA stattfinden. Die Messesaison 2024 wurde in diesem Jahr mit der Grünen Woche eröffnet, die zwischen dem 19. und 28. Januar stattfand. Trotz herausfordernder Rahmenbedingungen, u.a. bedingt durch einen Ausstand im öffentlichen Nahverkehr, war die Resonanz der Besucher:innen mit 275.000 positiv. Der Besuch des Bundeskanzlers und zahlreicher Minister:innen aus dem In- und Ausland untermauerte die Position der Messe als wichtigste Austauschplattform für die Agrarwirtschaft. Ebenfalls noch im ersten Quartal fanden die FRUIT LOGISTICA und die ITB statt. Mit 2.770 Ausstellern und 66.000 Besucher:innen war die FRUIT LOGISTICA trotz herausfordernder internationaler Marktbedingungen ein voller Erfolg - und mit Fachbesucher:innen aus 145 Ländern und Ausstellern aus 94 Nationen so international wie nie zuvor. Auch die ITB zeigte sich, obwohl ebenfalls von den Auswirkungen von Streiks im Nah- und Luftverkehr betroffen, sehr robust in der Entwicklung. Mit knapp 100.000 Besucher:innen verzeichnete die ITB sogar einen leichten Zuwachs. 5.500 Aussteller aus 170 Ländern bildeten die Plattform zum Austausch über die wesentlichen Themen der Reisebranche, unter anderem zur Künstlichen Intelligenz, zum Fachkräftemangel und zur Klimagerechtigkeit. Im zweiten Quartal werden neben der DMEA (9.-11. April), auch die BUS2BUS (24.-25. April) sowie die ILA (5.-9. Juni) stattfinden. Am 24. und 25. April feiert die FIBE (Fintech Berlin), das neue Fintech-Festival der Messe Berlin, Premiere. Die FIBE vereint als wegweisendes Format die Bereiche Innovation, Finanzen und Politik und soll sich zur Plattform entwickeln, die die Akteure der Finanzwelt zusammenführt. Auf internationaler Bühne findet zwischen dem 27. und 29. Mai die ITB China statt. Im zweiten Halbjahr folgen u.a. die Eigenveranstaltungen InnoTrans (24.- 27. September), die Smart Country Convention (15.-17. Oktober), die Bazaar Berlin (6.-10. November), die belektro (5.-7. November) und zum Jahresende die Boot & Fun mit angeschlossenen Verbundmessen (28. November - 1. Dezember). Zudem sind bereits zahlreiche Gastveranstaltungen geplant; u.a. das Greentech-Festival, das als Bühne zum Austausch über nachhaltige Technologien und zukunftsfähige Lösungen zwischen dem 15. und 17. Mai erstmals auf dem ECC stattfinden wird. Die IFA wird vom 6.-10. September ihr hundertjähriges Jubiläum auf dem Messegelände feiern. Mit Blick auf das Kerngeschäft wird für das Gesamtjahr 2024 insgesamt mit einer Fortsetzung des Erholungskurses und sich stabil positiv entwickelnden Zahlen bei Ausstellern, vermieteter Fläche und Besucher:innen gerechnet. Zudem werden die Leistungen im Rahmen der Flüchtlingsunterbringung am Standort des ehemaligen Flughafens Tegel mindestens bis zum Jahresende fortgesetzt. Vor dem Hintergrund dieser Prognosen und Planungsparameter wird für die Messe Berlin GmbH und die Unternehmensgruppe Messe Berlin mit einem deutlich höheren Umsatz sowie einem wesentlich höheren EBIT als 2023 gerechnet. Für die Weiterentwicklung des Konzerns wird die Erarbeitung und Implementierung der Nachhaltigkeitsstrategie im Jahr 2024 einen Schwerpunkt bilden. Auch soll die Unternehmensstrategie "PINK", die mit Impulsen in den Bereichen Produktportfolio, Innovation, Nachhaltigkeit und Kundenfokussierung positiv zur weiteren Entwicklung der Messe Berlin beitragen soll, aktiv forciert und gelebt werden. Neu ausgearbeitet wird eine Internationalisierungsstrategie, die dazu beitragen soll, die Potentiale der Messe Berlin auch auf internationalen Märkten noch stärker zum Tragen zu bringen. Die positive Entwicklung der bereits bestehenden Eigenveranstaltungen im Ausland deutet vorhandene Potentiale bereits an.
Berlin, 14. März 2024 Dr. Mario Tobias Dirk Hoffmann Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns für das Geschäftsjahr 2023
Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Messe Berlin GmbH, Berlin VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Messe Berlin GmbH, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Messe Berlin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Messe Berlin GmbH, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem zusammengefassten Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Messe Berlin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die unter "SONSTIGE INFORMATIONEN" genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 15. März 2024 BDO
AG
Rehmer, Wirtschaftsprüfer Fassunke, Wirtschaftsprüfer Schriftliche Beschlussfassung des Gesellschafters Land Berlin zum Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2023 vom 29. Mai 2024 Zu Punkt 1 der Tagesordnung: Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 Beschluss: Der Gesellschafter der Messe Berlin GmbH stellt gem. § 13 Nr. 2 des Gesellschaftsvertrages der Messe Berlin GmbH und § 42 a GmbH-Gesetz den Jahresabschluss der Messe Berlin GmbH für das Geschäftsjahr 2023 fest und nimmt den Konzernabschluss 2023 billigend zur Kenntnis, nachdem der Aufsichtsrat der Messe Berlin GmbH in seiner Sitzung am 25.04.2024 gemäß § 9 Abs. 4 Satz 2 bzw. § 16 Abs 5 des Gesellschaftsvertrages den Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den Lagebericht der Messe Berlin GmbH für das Geschäftsjahr 2023 geprüft, dem Gesellschafter vorgelegt und die Feststellung empfohlen hat. Bericht des Aufsichtsrats 2023Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Geschäftsführung Der Aufsichtsrat hat auch 2023 seine nach Gesetz und Satzung festgelegten Aufgaben als Kontrollorgan wahrgenommen und die Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH kontinuierlich überwacht. Bei allen Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren, wurde der Aufsichtsrat eingebunden und hat die Geschäftsleitung beraten. Alle Angelegenheiten, die nach Satzung und Geschäftsordnung der Zustimmung des Aufsichtsrats unterliegen, hat die Geschäftsführung zur Entscheidung vorgelegt. Der Aufsichtsrat wurde von der Geschäftsführung laufend mündlich und schriftlich über alle wichtigen Geschäftsbelange und die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft unterrichtet. Zwischen den Sitzungen fand zudem ein regelmäßiger Informationsaustausch zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden und der Geschäftsführung statt. Der Aufsichtsrat hatte stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen der Geschäftsführung kritisch auseinanderzusetzen und diese mit ihr zu erörtern. Die Arbeitnehmervertreter hatten Gelegenheit, sich zu Tagesordnungspunkten der Plenumssitzungen in getrennten Vorgesprächen zu beraten. Gegenstand jeder Berichterstattung waren Informationen zum laufenden Inlands- und Auslandsgeschäft sowie die aktuellen Key-Data Reports der Unternehmensgruppe Messe Berlin. Das Gesamtgremium wurde über alle Sitzungen des Personal- und Präsidialausschusses (PPA) informiert und - seit seiner Konstituierung am 19.06.2023 - auch über die Arbeit des Wirtschafts- und Prüfungsausschusses (WPA). Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig im Rahmen der Quartalsberichterstattung über die wirtschaftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft unterrichtet. Gemäß der im Vorjahr durchgeführten Compliance-Analyse wurde der Aufsichtsrat in jeder Sitzung auch über den Sachstand der Umsetzung der entsprechenden Handlungsempfehlungen durch die Geschäftsführung informiert. Sitzungen des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 zu vier ordentlichen und einer außerordentlichen Sitzung zusammengekommen. Zudem wurden zwei Beschlussfassungen außerhalb von Sitzungen im Wege der schriftlichen Abstimmung herbeigeführt. In seiner ersten schriftlichen Abstimmung im Umlaufverfahren im Januar/Februar 2023 beschloss der Aufsichtsrat auf Empfehlung des PPA sowohl den Grad der Zielerreichung für 2022 als auch die Zielvereinbarung für 2023 für den Geschäftsführer, Herrn Dirk Hoffmann. In seiner ersten ordentlichen Sitzung am 24.04.2023 fasste der Aufsichtsrat auf Empfehlung des PPA und nach Erörterung mit den anwesenden Wirtschaftsprüfern der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Beschluss, dem alleinigen Gesellschafter Land Berlin die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses 2022 sowie die Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 zu empfehlen. Im Rahmen der zustimmungspflichtigen Angelegenheiten erteilte der Aufsichtsrat der Verschmelzung der MB Shift Mobility GmbH auf die Messe Berlin GmbH seine Zustimmung. Herr Martin Ecknig schied mit Ablauf des 30.11.2022 als Vorsitzender der Geschäftsführung aus dem Unternehmen aus. Nach Abschluss des daraufhin eingeleiteten Auswahlverfahrens für die Nachfolge beschloss das Gesamtgremium auf einer außerordentlichen Sitzung am 10.05.2023, der Empfehlung des PPA zu folgen und Herrn Prof. Dr. Dr. Mario Tobias zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe Berlin GmbH zu bestellen. In seiner zweiten ordentlichen Sitzung am 19.06.2023 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Bericht der Geschäftsführung zur Vorbereitung der IFA, welche seit 2023 von der IFA Management GmbH als Gastveranstaltung auf dem Messegelände veranstaltet wird. Auch befasste sich das Gremium mit verschiedenen zustimmungspflichtigen Rechtsgeschäften: So stimmte der Aufsichtsrat einem außergerichtlichen Vergleich zum Abschluss des langjährigen Rechtsstreits mit einem Vertragspartner aus der Sanierung von Messehallen zu. Des Weiteren erteilte der Aufsichtsrat der Vorfinanzierung für die Sanierung der Halle 17 seine Zustimmung. In eigenen Angelegenheiten beschloss das Gesamtgremium, in Vorbereitung des kommenden neuen Gesellschaftsvertrags und der antizipierten neuen Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung, einen Wirtschafts- und Prüfungsausschuss (WPA) einzurichten und ihm Teile des Aufgabengebiets des bestehenden Investitionsausschusses sowie des PPA zu übertragen. Im Zuge dessen beschloss der Aufsichtsrat, den Investitionsausschuss zukünftig gänzlich ruhen zu lassen. Ferner wählte der Aufsichtsrat den zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie infolge der Änderungen in den Gremien die Mitglieder für den WPA und die neuen Mitglieder für den PPA. Im Wege einer schriftlichen Abstimmung zur Beschlussfassung außerhalb einer Sitzung wählte der Aufsichtsrat im Juli/August 2023 Frau Franziska Giffey zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats sowie zum Mitglied im PPA. In der dritten ordentlichen Sitzung des Aufsichtsrats am 18.09.2023 befasste sich dieser mit der neuen Veranstaltung "GITEX Europe" und stimmte deren Umsetzung zu. Im Zuge der Neubesetzung der Funktion des Vorsitzenden der Geschäftsführung stimmte der Aufsichtsrat dem neuen Organisations- und Geschäftsverteilungsplan für die Geschäftsführung zu. Anlässlich seiner vierten ordentlichen, insgesamt fünften Sitzung am 29.11.2023 stellte der Aufsichtsrat satzungsgemäß den Wirtschafts- und Finanzplan 2024 fest und nahm die Mittelfristplanung 2025-2028 zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat stimmte der Entsprechenserklärung zum Berliner Corporate Governance Kodex (BCGK) für das Jahr 2023 sowie der Verlängerung der Grundlagenvereinbarung zwischen der Messe Berlin GmbH und dem Land Berlin bis zum 31.12.2024 zu, insbesondere der Fortschreibung des Teilersatzes für den Bewirtschaftungsaufwand für das Messegelände. Ferner wurde das Gesamtgremium ausführlich über die Aktivitäten der drei Tochtergesellschaften der Gesellschaft im Großraum China unterrichtet. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat über die Verabschiedung und Eintragung des neuen Gesellschaftsvertrags der Gesellschaft informiert. Aufgrund des neuen Gesellschaftsvertrags verabschiedete der Aufsichtsrat für sich und für die Geschäftsführung jeweils eine neue Geschäftsordnung, welche im Nachgang vom Gesellschafter, dem Land Berlin, genehmigt wurde. Kein Aufsichtsratsmitglied nahm im Geschäftsjahr 2023 an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teil. Arbeit der Ausschüsse Im Jahr 2023 fanden fünf ordentliche Sitzungen und zwei außerordentliche Sitzungen des PPA statt. Darüber hinaus wurde eine Beschlussfassung außerhalb von Sitzungen im Wege der schriftlichen Abstimmung herbeigeführt. In seinen ordentlichen Sitzungen bereitete der PPA u.a. im Rahmen des Jahresabschlusses die Beschlüsse des Aufsichtsrats als Empfehlungen an den alleinigen Gesellschafter, das Land Berlin, für seine Beschlussfassung vor. Der PPA sprach Empfehlungen an den Aufsichtsrat zur Beschlussfassung bezüglich der Zielerreichung der Geschäftsführer für 2023 sowie bezüglich der Zielsetzung für das Geschäftsjahr 2024 aus. Das Gesamtgremium hatte den PPA in seiner Sitzung am 22.12.2022 mit dem Auswahlverfahren für die Nachfolge von Herrn Martin Ecknig als Vorsitzendem der Geschäftsführung betraut. Über den Ablauf des Auswahlverfahrens hat der PPA das Gesamtgremium im Jahr 2023 sodann regelmäßig informiert. In seiner außerordentlichen Sitzung am 10.05.2023 sprach der PPA dem Aufsichtsrat seine Empfehlung aus, Herrn Prof. Dr. Dr. Mario Tobias zum Vorsitzenden der Geschäftsführung zu bestellen. Im Wege einer schriftlichen Abstimmung im Umlaufverfahren im August/September 2023 wählte der PPA sodann Frau Franziska Giffey zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden. Die bis dahin beim PPA angesiedelte Funktion eines Prüfungsausschusses wurde anlässlich der Gründung des WPA diesem übertragen. Im WPA werden nunmehr alle Angelegenheiten rund um den Jahresabschluss sowie alle Themen des Prüfungsausschusses, die bislang im PPA behandelt wurden, beraten, u.a. Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des inneren Revisionssystems sowie der Compliance-, Wirtschafts-, Investitions-, Personal- und Liquiditätsplanung. Vom Investitionsausschuss übernommen hat der WPA die Beratung des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Gesamtstrategie des Unternehmens bei Verhandlungen und Beschlüssen über Sach- und Finanzinvestitionen mit großer Bedeutung. Nachdem der WPA in seiner ersten und konstituierenden Sitzung am 19.06.2023 die Kriterien zur Berichterstattung bezüglich der Berater- und Gutachterverträge der Gesellschaft festlegt hat, tagte er in den insgesamt drei Sitzungen im Jahr 2023 zu den Themen Risikoreport, Überprüfung der Berater- und Gutachterverträge, Solardachausbau, Planfeststellungsverfahren zum Autobahndreieck Funkturm, Sanierung des Verwaltungsgebäudes und Leistungen der Gesellschaft auf dem Flüchtlingsstandort am ehemaligen Flughafen Tegel. Des Weiteren sprach der WPA dem Aufsichtsrat seine Beschlussempfehlung zum Wirtschafts- und Finanzplan 2024 aus. Der Investitionsausschuss ruhte bzw. tagte nur nach Bedarf. Über die bei ihm angesiedelten Themen wurde der Aufsichtsrat laufend unterrichtet, nach Abhaltung von Sitzungen des Investitionsausschusses bzw. außerhalb derer, anhand von unmittelbaren Berichterstattungen durch die Geschäftsführung oder durch Gastvorträge, darunter die Umsetzung des Masterplans Berlin ExpoCenter City, die Planungen zum Autobahndreieck Funkturm und der Sachstand zu den betroffenen Maßnahmen für die Energieversorgung des Messegeländes (Wärme- und Kälteversorgung sowie Solardachausbaus). Seit dem 19.06.2023 ruht der Investitionsausschuss gänzlich. Corporate Governance Auf der Grundlage des Aufsichtsratsbeschlusses vom 30.09.2004 unterwirft sich die Gesellschaft dem Berliner Corporate Governance Kodex (BCGK). Gem. § 161 AktG analog wurde die Entsprechenserklärung zum BCGK der Geschäftsführung und des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2023 auf den Internetseiten der Messe Berlin veröffentlicht. Prüfung des Jahresabschlusses Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahres- und Konzernabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind durch die Abschlussprüfer, BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Abschlussprüfer erläuterten dem WPA in seiner Sitzung vom 08.04.2024 den Inhalt des Jahres- und Konzernabschlusses 2023 und beantworteten die Fragen der Ausschussmitglieder. Auf der Grundlage der Empfehlungen des WPA hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 25.04.2024 den Jahresabschluss 2023 und den Lagebericht der Geschäftsführung geprüft und empfiehlt dem Gesellschafter die Feststellung des Jahresabschlusses. Ferner wurden der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zur Kenntnis genommen und die Empfehlung zur Billigung an den Gesellschafter ausgesprochen. Dem Vorschlag der Geschäftsführung zur Verwendung des Ergebnisses 2023 stimmt der Aufsichtsrat zu und empfiehlt dem Gesellschafter die Beschlussfassung entsprechend des Vorschlags der Geschäftsführung. Besetzung im Aufsichtsrat Im Berichtszeitraum ist Herr Stephan Schwarz durch Mandatsniederlegung mit Ablauf des 10.05.2023 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Dadurch wurde sowohl im Aufsichtsrat als auch im PPA jeweils ein Sitz bzw. die Funktion des ersten stellvertretenden Vorsitzenden vakant. Als Nachfolgerin wurde Frau Franziska Giffey mit Wirkung zum 26.06.2023 als Anteilseignervertreterin in den Aufsichtsrat entsendet. Nach dem Ausscheiden von Herrn Thomas Jaegler (Arbeitnehmervertreter) aus dem Aufsichtsrat wurde am 28.03.2023 als Nachfolgerin Frau Ulrike Brabant in den Aufsichtsrat gewählt. Am 19.06.2023 wurde Frau Ulrike Brabant zur zweiten stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats bestellt. Ferner wählte das Gesamtgremium am 19.06.2023 die Mitglieder des neubestellten WPA: Herren Jan Eder (Vorsitzender), Klaus Feiler (erster stellvertretender Vorsitzender), Thomas Blisse (zweiter stellvertretender Vorsitzender), André Guse, Joachim Rukwied und Dr. Eric Schweitzer. Zuletzt wurden in der gleichen Sitzung Frau Carla Eysel und Herr Dr. Norbert Zeglin als neue Mitglieder in den PPA sowie Herr Dirk Schade als zweiter stellvertretende Vorsitzender des Ausschusses gewählt. Im Rahmen einer Beschlussfassung des Aufsichtsrats außerhalb von Sitzungen im Wege der schriftlichen Abstimmung im Umlaufverfahren im Juli/August 2023 wurde Frau Franziska Giffey zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats und zum Mitglied des PPA gewählt. Im Wege einer schriftlichen Abstimmung im Umlaufverfahren des PPA im August/September 2023 wurde Frau Franziska Giffey ferner zur ersten stellvertretenden Vorsitzenden im PPA gewählt. Besetzung der Geschäftsführung Herr Martin Ecknig schied mit Ablauf des 30.11.2022 als Vorsitzender der Geschäftsführung aus dem Unternehmen aus. Ab dem 30.11.2022 bis zum 01.09.2023 führte Herr Dirk Hoffmann (Geschäftsführer der Messe Berlin GmbH seit dem 15.09.2015) die Geschäfte der Gesellschaft in alleiniger Verantwortung. Am 01.09.2023 trat Herr Prof. Dr. Dr. Mario Tobias die Position als Vorsitzender der Geschäftsführung an, nachdem er von dem Aufsichtsrat für eine Dauer von drei Jahren zum Geschäftsführer bestellt worden ist. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Hoffmann für die in den vergangenen Monaten erfolgreich durchgeführte alleinige Führung des Unternehmens und wünscht beiden Geschäftsführern viel Erfolg für die gemeinsame Leitung des Unternehmens.
Berlin, den 25.04.2024 Der Aufsichtsrat Dr. Eric Schweitzer, Vorsitzender |
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