Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 1156
Eingetragen
10.4.1989
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungenHerstellung von elektronischen Bauelementen a. n. g.
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von elektrotechnischen, elektronischen und mechanischen Artikeln aller Art sowie Import und Export solcher und vergleichbarer Artikel.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Kurt Griedl
seit 29.6.2020
Prokura
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Sedlbauer Aktiengesellschaft

Grafenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

der Firma

Sedlbauer Aktiengesellschaft

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1. Geschäftsmodell des Unternehmens
Das Unternehmen agiert einerseits als Fertigungsdienstleister für Blechteile, Baugruppen, Gehäuse und elektronische Komponenten. Teilweise umfasst dies auch die kundenspezifische Produktentwicklung. Der Kundenkreis für die "Private Label"-Produkte beinhaltet Hersteller bzw. Vertreiber von elektrischen/elektronischen Produkten, wobei ein Schwerpunkt auf dem Gehäuse- bzw. Komplettbau von Bediengeräten liegt (wie z. B. Fahrscheinautomaten, Ein- und Ausgangskontrollen, Parkraummanagement). Ein weiterer Schwerpunkt für "Private Label"- Produkte stellt die Entwicklung und Herstellung medizintechnischer Teile, Baugruppen und Endprodukte dar, wofür das Unternehmen gemäß EN ISO 13485:2016 zertifiziert ist. Andererseits bietet das Unternehmen eigene Produkte bzw. Endprodukte an. Dazu gehören die von der tschechischen Tochtergesellschaft hergestellten Polytronik-Ringkerntransformatoren sowie induktive Komponenten auf Ringkernbasis, die in vielzähligen elektrischen Produkten zur Spannungsumformung und galvanischen Trennung der Netze eingesetzt werden, Stromversorgungen, Einschaltstrombegrenzer und DC Netzfilter.

Basierend auf den Transformatoren vermarktet das Unternehmen zudem Medizinische Trenntransformatoren (MTT), welche in allen Stromnetzeingängen für Geräte in Arztpraxen und in medizinischen Abteilungen von Sanatorien, Krankenhäusern, Kliniken und artverwandten Anwendungen zu finden sind.

Ebenso basierend auf den Ringkerntransformatoren bietet das Unternehmen für die Datenübertragung in der Telekommunikationsbranche sogenannte "Übertrager" an, welche die Schnittstelle zwischen Glasfaser- und Kupferkabel darstellen. Für die gleiche Klientel (Telekommunikation) werden für die Verteilerstationen in den Telekommunikationsnetzen kundenspezifische Gestelle inklusive der Einschübe aus Metallblech für die Elektro- bzw. Glasfaserverkabelung hergestellt.

I.2. Forschung und Entwicklung

Die Konstruktions- und Entwicklungsabteilung der Sedlbauer AG ist ein strategisches Instrument zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und Kundenbindung. Sie führt neben der Eigenentwicklung von Produkten die kundenspezifische Konstruktion und Entwicklung bzw. Anpassung von Produkten durch. Durch flexible Organisationsstrukturen sind wir hierbei in der Lage, schnell auf Kundenwünsche einzugehen.

Schwerpunkte sind hierbei zum einen die optimale Aufbereitung von Kundenzeichnungen und Konstruktionen für unsere Fertigung sowie die Erarbeitung von Optimierungs- und Einsparpotentialen und die termingerechte Abwicklung von Kundenaufträgen. Die daraus gewonnenen Kenntnisse sollen dem Kunden alternative Fertigungstechniken und Materialien aufzeigen, die ihm letztendlich durch einen entsprechenden Innovationsschub einen zusätzlichen Wettbewerbsvorsprung verschaffen können.

I.3. Risikomanagement: Ziele und Methoden

Wichtigste Aufgabe des Risikomanagements im Sinne des KonTraG (Kontrolle und Transparenz im Unternehmen) der Sedlbauer AG ist, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern, indem bereits vor Eintritt des Risikos, dieses erkannt und analysiert wird und gegebenenfalls, bei Eintritt des Risikos, Informationen und Entscheidungsgrundlagen für eine Handhabung gegeben werden können.
Im Rahmen der Festlegung der Unternehmensstrategie wurde hierzu die Risikostrategie des Unternehmens definiert. In ihr sind die generelle Risikoneigung des Unternehmens sowie die wesentlichen Kriterien des Risikomanagements festgelegt. Unter Berücksichtigung der Aufbau- und Ablauforganisation ist somit sichergestellt, ein systematisches, vollständiges und nachvollziehbares Vorgehen zu gewährleisten und Zuständigkeits- und Verantwortungsbereiche vorzuhalten.
Darauf aufbauend werden die eigentlichen Risikomanagement-Prozesse, die Identifikation, Analyse, Bewertung und Handhabung eingeleitet.
Hierzu nutzt die Sedlbauer AG ein Kennzahlensystem, welches als Frühwarnindikator die Führungsebenen permanent mit Risikoinformationen versorgt.

I.4. Investor Relations

Seit dem 19.11.2012 war die Sedlbauer AG im Freiverkehr (m:access) angesiedelt.

Mit Ablauf des 30. Juni 2016 wurde der Handel im m:access beendet und die Notierung im Freiverkehr der Börse München eingestellt. Der Handel im Freiverkehr der Börse Berlin und der Frankfurter Wertpapierbörse wurde ebenfalls mit Ablauf des 30. Juni 2016 eingestellt. In der Zeit vom 01. Juli 2016 bis zum 30.06.2021 wurde der Handel von Sedlbauer-Aktien über die Valora Effekten Handel AG ermöglicht. Der Vertrag über diese Handelsvereinbarung wurde zum 30. Juni 2021 gekündigt.

Das Grundkapital der Sedlbauer AG beträgt 4,86 Mio. € und ist aufgeteilt auf 180.000 nennwertlose Stückaktien. Ca. 70 % der Anteile werden von der Familie Wanzke mit Sitz in Landshut gehalten.

Die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Abschluss von deren Anstellungsverträgen und der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat kann einen Vorstandsvorsitzenden und ebenso einen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden bestimmen. Über Satzungsänderungen beschließt die ordentliche Hauptversammlung.

I.5. Verbundene Unternehmen

Sedlbauer s.r.o., 38771 Cicenice, CZ Gesellschafterin: Sedlbauer AG (100 %), 94481 Grafenau
I.6. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen der Entwicklung / Konstruktion erarbeitet die Sedlbauer AG Lösungen für die Bedürfnisse der Kunden, um somit einen Beitrag zu deren Markterfolg zu leisten. Durch den Fokus auf innovative Produkte und Anwendungen versucht die Sedlbauer AG neue Märkte zu schaffen und Zukunftstrends zu bedienen.

Gleichzeitig wird durch permanente Optimierung der Abläufe und Prozesse Effizienz und Nachhaltigkeit stetig vorangetrieben.

Die Personalentwicklung startet bei der Sedlbauer AG mit der betrieblichen Ausbildung. Im Geschäftsjahr 2023 begannen vier junge Menschen ihre Ausbildung. In Summe hat das Unternehmen zum 31.12.2023 neun gewerbliche sowie einen kaufmännischen Auszubildenden. Die Firma legt großen Wert auf die gewerbliche und kaufmännische Ausbildung von Schulabgängern. Die Ausbildungsquote liegt über dem Bundesdurchschnitt. Bereits mehrmals wurde das Unternehmen von der IHK für hervorragende Ausbildung ausgezeichnet.

Auch die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter, um deren Fähigkeiten immer auf dem neuesten Stand zu halten, stellt einen wichtigen Baustein dar. Ein umfangreicher Schulungsplan, der jeweils zum Jahresbeginn erstellt wird, gewährleistet die Umsetzung eines in sich geschlossenen Weiterbildungskonzepts.

Die Bereitschaft der Mitarbeiter, bei Fertigungsengpässen oder Eilaufträgen Überstunden zu leisten sowie am Wochenende zu arbeiten, trägt bei Engpässen immer wieder wesentlich dazu bei, dass die Kunden in den Zeiten einer Spitzenauslastung pünktlich und zuverlässig beliefert werden können.

I.7. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung der Sedlbauer AG werden diverse Kennzahlen zu Umsatz, Auftragseingang, Umsatzrendite und Cashflow herangezogen. Alle Kennzahlen werden auf eine kontinuierliche Entwicklung über das Jahr hinweg verfolgt. Die Umsatzrendite wird aus dem Verhältnis EBIT im Verhältnis zu der Gesamtleistung ermittelt. Der Cashflow ergibt sich aus der Summe Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung (bzw. Auflösung) längerfristiger Rückstellungen.

Die betriebliche Leistung stieg in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 16,7 %. Der Auftragseingang zum Jahresende 2023 lag mit 23,14 Mio. Euro leicht unter dem des Vorjahres. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt +1.448 T€.

II. Wirtschaftsbericht

II.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.
Die konjunkturelle Entwicklung im Jahr 2023 wurde nach wie vor beeinflusst durch globale Krisen und geopolitische Verwerfungen. Nach wie vor hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen haben die Konjunktur negativ beeinflusst. Schwierige Finanzierungsbedingungen durch hohe Zinsen und gedämpfte Nachfrage aus dem In- und Ausland bildeten zusätzliche Hemmnisse, so dass sich die Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fortsetzen konnte.

Positiv bleibt aber anzumerken, dass trotz der schwierigen Rahmenbedingungen, einhergehend mit den genannten Faktoren sowie stark ansteigenden Energiepreisen, sich das BIP in 2023 nach dem massiven Einbruch in 2020 im Vergleich zum Jahr 2019 um 0,7% steigern konnte.

Eine ganze Reihe von geopolitischen Verwerfungen und Konflikten spielen aber zudem nach wie vor eine große Rolle und können die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen.

II.2. Geschäftsverlauf

Der Anteil des direkten Auslandsumsatzes der Sedlbauer AG lag in 2023 bei 27 %.

Der Produktbereich 1, Elektromechanische Systeme, konnte sich über das gesamte Geschäftsjahr hinweg kontinuierlich entwickeln. Der Planumsatz von 14.136 T€ konnte im Ist mit 14.665 T€ übertroffen werden.

Auch im Produktbereich 2, Induktive Komponenten, konnten die Planzahlen kontinuierlich jeden Monat übertroffen werden. Insgesamt konnte hier mit 9.081 T€ ein um 743 T€ höherer Umsatz als geplant erzielt werden.

Im Produktbereich 3, dem Sondermaschinenbau, verlief der Umsatz das komplette Geschäftsjahr über konstant über Plan. Die Zielmarke von 654 T€ in diesem Bereich konnte um 759 T€ übertroffen werden.

Insgesamt erreichte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 27,21 Mio.€ (VJ: 22,55 Mio.€). Das Jahresergebnis beläuft sich auf ca. 1.841 T€ (VJ: 998 T€). Zum Jahreswechsel betrug die freie Unternehmensliquidität inkl. der Kontokorrentrahmen etwa 1.840 T€.

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 konnte die gesteckten Ziele übertreffen.

II.3. Die Unternehmenszielsetzung

Die Sedlbauer AG ist ein innovativer Anbieter von Elektromechanischen Systemen, Induktiven Komponenten und maßgeschneiderten Lösungen im Bereich Sondermaschinenbau.

Im Mittelpunkt unseres Denkens und Handels steht die Erfüllung des Kundenwunsches. Wir sind jederzeit partnerschaftlich für unseren Kunden da, um seine Bedürfnisse zu erkennen und ihm zu wirtschaftlichen Lösungen zu verhelfen.

Im Geschäftsjahr 2023 war unser Fokus, wie auch schon in den Jahren zuvor, die vorhandenen Kundenbindungen zu stärken, weiter auszubauen und gezielt Neukundenakquise zu betreiben. Weiterhin wurde in 2023 die Optimierung und Digitalisierung der vorhandenen Prozesse, die Einführung eines neuen ERP-Systems sowie der Erneuerung der IT-Infrastruktur vorangetrieben.

Oberstes Ziel der Sedlbauer AG ist es, unseren Kunden ein faires Preis-/Leistungsverhältnis, hohe Produktqualität, technische Kompetenz, schnelle und umfassende Beantwortung von Anfragen, proaktive Beratung und Flexibilität zu bieten. Insbesondere die Verpflichtung zur Qualität stellt bei der Sedlbauer AG eine Führungsaufgabe dar. Wir leben ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem. Qualität bezieht sich auf den gesamten Tätigkeitsbereich unseres Unternehmens.

Unabhängig davon, ob der Kunde unser Know-How entlang der gesamten Wertschöpfungskette oder nur punktuell nutzen will: Er soll sich in jedem Fall auf die Sedlbauer AG als Partner verlassen können. Ganz gleich, in welcher Branche der Kunde zu Hause ist.
Die gesamte Wertschöpfungskette umfasst die Projektierung, Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Montage, Inbetriebnahme und Service.

Nur durch permanentes Lernen sind wir auch künftig kompetent, unsere Kunden ausführlich zu beraten und die internen Prozesse optimal zu gestalten. Wir wollen unsere Mitarbeiter durch systematische Ausbildung und Information fördern, damit sie einen eigenverantwortlichen Beitrag zum Unternehmenserfolg erbringen können. Hierbei bilden interne wie externe Weiterbildungsmaßnahmen, "Lessons Learned" Workshops und kontinuierliche Mitarbeitergespräche einen zentralen Bestandteil. Das Entlohnungssystem und die Vergütungsregeln für die Mitarbeiter blieben in 2023 unverändert.
II.4. Auftragseingang, Unternehmenserlös, -ergebnis und -liquidität

Der Auftragseingang betrug im Geschäftsjahr 2023 23,14 Mio.€ (Vorjahr 25,98 Mio.€). In PB1 betrug der Auftragseingang 18,23 Mio.€, in PB2 3,36 Mio.€ und in PB3 1,54 Mio.€. Der Auftragsbestand beinhaltet auch Rahmenaufträge, die über das laufende Geschäftsjahr hinausreichen.

Der Bereich elektromechanische Systeme konnte den geplanten Umsatz um 529 T€ auf 14.665 T€ steigern.

Im Bereich Induktive Komponenten lagen die Umsatzzahlen mit 9,08 Mio.€ um 743 T€ über den geplanten Werten.

Im Bereich Sondermaschinenbau konnten die geplanten Umsätze im Geschäftsjahr 2023 um 759 T€ übertroffen werden.

Insgesamt beträgt der Auftragsbestand zum 31.12.2023 16,5 Mio.€ (31.12.2022 18,4 Mio.€).

Das Jahresergebnis der Sedlbauer AG im Geschäftsjahr 2023 beträgt 1.841 T€.

Am Jahresende stand dem Unternehmen eine freie Liquidität in Höhe von 1.840 T€ zur Verfügung.

II.5. Elektromechanische Systeme

Im Kundensegment der Elektromechanischen Systeme gab es im Geschäftsjahr 2023 nach wie vor einen zusätzlichen wichtigen Einflussfaktor auf die Investitionen der Endkunden: Die geopolitischen Verwerfungen verursacht durch den Ukraine-Krieg. Trotz dieser negativen Rahmenbedingungen entwickelten sich die Anfragen und letztlich auch die Auftragseingänge sehr positiv. Auch aufgrund der im Jahr 2020 begonnenen verstärkten Diversifizierung dieses Bereiches, insbesondere durch Neukundenakquise und den Ausbau bereits bestehender, existierender Kundenbeziehungen anderer Produktbereiche, konnten die Elektromechanischen Systeme im Vergleich zum Vorjahr wieder wachsen. Mit 14.665 T€ Umsatz konnte man den geplanten Umsatz um 529 T€ übertreffen.

II.6. Induktive Komponenten

Die Planerwartungen im Bereich Induktive Komponenten konnten um 743 T€ übertroffen werden. Der Auftragseingang i.H.v. 3,36 Mio.€ sowie der Auftragsbestand zum Jahresende i.H.v. 3,26 Mio.€ in diesem Geschäftsbereich lassen aber auf ein in diesem Bereich stagnierendes Geschäftsjahr 2024 schließen.

II.7. Sondermaschinenbau

Insgesamt konnten im Geschäftsjahr 2023 die Umsätze in diesem Bereich im Vergleich zum Plan um 759 T€ gesteigert werden. Der Auftragseingang i.H.v. 1,54 Mio.€ sowie der Auftragsbestand i.H.v. 434 T€ lassen nach heutigem Kenntnisstand auf ein stagnierendes Geschäftsjahr 2024 im Bereich Sondermaschinenbau schließen.
III. Geschäftsergebnis und Lage

III.1. Ertragslage

Die Gesamtleistung des Unternehmens stieg in 2023 auf 27,13 Mio.€ gegenüber dem Vorjahr (23,2 Mio.€). Die Materialaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung sank gegenüber dem Vorjahr auf 51,0 %. Entsprechend stieg auch der Rohertrag auf 49,0 %. Der Personalaufwand sank im Verhältnis zur Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %-Punkte.
Die sonstigen Aufwendungen stiegen im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr absolut um 373 T€, blieben aber prozentual gleich.
Die Zinsaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf 204 T€ im Vergleich zu den Vorjahresaufwendungen i.H.v. 188 T€.
Die Gesellschaft erzielte einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.841 T€.

III.2. Finanzlage

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach DRS 21 in Höhe von +1.448 T€ (VJ: -103 T€) erzielt. Bei einem Jahres-Cashflow nach DVFA/SG von 2.867 T€ (VJ: 1.695 T€) ergibt der Cashflow nach DVFA/SG einen Wert von 15,93 € pro Aktie.
Sachinvestitionen wurden im Geschäftsjahr in Höhe von 1.677 T€ getätigt.

Zum Stichtag 31.12.2023 betrugen die flüssigen Mittel 294 T€ gegenüber -211 T€ im Vorjahr.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf 2.468 T€ (Vorjahr 2.323 T€).

III.3. Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote stieg auf 37,0 % (VJ: 29,6 %) trotz deutlich höherer Bilanzsumme als Folge des positiven Jahresergebnisses, absolut hat sich das Eigenkapital um das Jahresergebnis 2023 erhöht. Die Bankverbindlichkeiten stiegen gegenüber dem Vorjahr (GJ: 3.251 T€; VJ: 2.760 T€). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken leicht auf 1.157 T€ (VJ: 1.182 T€). Insgesamt stiegen die Gesamtverbindlichkeiten des Unternehmens um 8 % auf 7.775 T€ (VJ: 7.193 T€). Demgegenüber stehen kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 2.508 T€ (VJ: 2.372 T€) und Vorräte von 5.187 T€ (VJ: 5.510 T€).

Das Working Capital hat sich im Berichtsjahr um 1.417 T€ auf eine Überdeckung von 5.632 T€ erhöht. Zum Bilanzstichtag ist das langfristig gebundene Vermögen von insgesamt 3.577 T€ (VJ: 2.652 T€) mit langfristigen Finanzmitteln in Höhe von 4.183 T€ (VJ: 3.671 T€) finanziert worden.

Die Liquidität 1. Grades stieg von 2,73 % in 2022 auf 6,67 % in 2023. Die Liquidität 2. Grades stieg auf 110,09 % (VJ: 67,85 %).
IV. Prognosebericht

In dem Geschäftsbereich der Gehäusefertigung für Bahn-Ticketautomaten konnten die geplanten Umsätze in den letzten Geschäftsjahren zumeist nicht erzielt werden. Ein Erreichen von früher erzielten Umsätzen im Bereich der Ticketautomaten wurde demzufolge immer wieder als zukünftig schwer umsetzbar eingestuft.

Infolge einer Investitionszurückhaltung der Bahnbetreiber waren in den vergangenen Jahren im Markt deutliche Überkapazitäten entstanden, mit der Konsequenz eines enorm gesteigerten Konkurrenz- und Preisdrucks, der auch in Zukunft auf Hersteller und Kunde lastet. Prognostizierte Projekte wurden zunehmend in kleinere Teilprojekte aufgeteilt und vergeben.

Die Planungsqualität ist hier auch in Zukunft schwer einzuschätzen. Durch fortlaufende Neuinvestitionen in den Maschinenpark wurden und werden die Kosten für die Herstellung dieser Produkte reduziert, um dem zukünftigen Preisdruck hier auch standhalten zu können. Weiterhin wurden die letzten Jahre Diversifizierungsmaßnahmen im Bereich der Kundenakquise unternommen, um die Geschäftsaktivitäten der Sedlbauer AG unabhängiger für Schwankungen in bestimmten Bereichen zu machen.

Auch das Geschäftsjahr 2024 wird wieder davon geprägt werden, wann neue Projekte von den Endkunden im Markt eingeführt werden und wie sich die internationale Konfliktszenarien entwickeln werden.

Das Unternehmen erhofft sich speziell im Produktbereich Elektromechanik Zuwächse in bewährten und neuen Kundensegmenten. Gerade mit der Gelegenheit der Umstellung von Teilefertigung auf Montage von Komplettsystemen bieten sich neue Möglichkeiten der Umsatzsteigerung bei vorhandenen und neuen Kunden. Im Bereich "Sondermaschinenbau", wo das komplette Wertschöpfungspotenzial der Sedlbauer AG, von der Fertigung von Blech- und Metallkomponenten bis hin zur Verdrahtung von komplexen elektronischen Bauteilen, zum Tragen kommt, konnten im Geschäftsjahr 2023 weitere Kundenprojekte akquiriert und auch erfolgreich umgesetzt werden.

Der Produktbereich der Elektromechanik hat seine Klientel hauptsächlich im Inland und sehr bedingt in den angrenzenden EU-Ländern. Für kundenspezifische Produkte, sog. "Private Labels", spielt die räumliche Nähe für unsere Kunden sehr oft aus verschiedensten Gründen eine erhebliche Rolle. Selbst größere Distanzen im Inland stellen für eine potenzielle Klientel eine Hürde für eine Zusammenarbeit dar.

Die Geschäftsjahresplanung 2024 sieht ein Umsatzwachstum von ca. 2 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 vor, bei einem prognostizierten Jahresergebnis von 1,5 Mio. € antizipiert sie die folgende Entwicklung des Unternehmens:

Die Planung 2024 geht von einer leicht reduzierten Materialquote im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 aus. Bei der Personal- und der Fremdleistungsquote geht die Planung von 38,4 %, bei der Fremdleistung von 9,8 % aus.

Die geplanten Abschreibungen sinken von 716 T€ (2,6 % der Gesamtleistung in 2023) auf 644 T€ (2,5 % der Gesamtleistung in 2024). Zinsen und ähnliche Aufwendungen bleiben ungefähr auf dem Vorjahresniveau von 0,8 % der Gesamtleistung in 2024.

Durch die in 2020 begonnene Ausweitung und Diversifizierung der Kundenbasis der Sedlbauer AG, in der gerade neue Marktsegmente offensiv erschlossen wurden und werden, konnten vermehrt mehrjährige Langläufer akquiriert werden. Aufgrund dessen wird beim Planungsansatz 2024 von einer relativ konstant gleichbleibenden Auslastung ausgegangen.

Der Produktbereich Induktive Komponenten ist seit jeher einem hohen Konkurrenzdruck durch Importe aus Fernost ausgesetzt, ohne umgekehrt die Möglichkeit an der Teilnahme an diesen Wachstumsmärkten zu haben. So ergaben in den vergangenen Jahren ansteigende oder schwindende Absatzzahlen der Kunden zumeist eine unmittelbare Wirkung auf die Umsätze in diesem Produktbereich. In der Vergangenheit wurden große Anstrengungen unternommen, in diesem Produktbereich sowohl gegen Billigimporte verlorene Kunden zurück- als auch Neukunden gegen die existierende Konkurrenz zu gewinnen. Im Zuge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges haben sich Kunden hier wieder mehr auf lokale Sourcing-Strategien besonnen. Der stagnierende Auftragseingang in 2023 sowie die gegenwärtig schwer einschätzbaren weltpolitischen Entwicklungen lassen darauf schließen, dass der Preiskampf hier wieder in den Vordergrund rücken wird.

Insgesamt ist die Planung für das Jahr 2024 ambitioniert, aufgrund der Auftragsbestände und Kundenprognosen sowie der Marktentwicklung aber realisierbar.

Mit den derzeitigen geopolitischen Konflikten, v.a. der Ukraine-Krieg, korreliert eine letztendliche Erreichung der Planzahlen nicht zuletzt aber auch stark mit deren raschen Überwindung beziehungsweise weiteren Entwicklung.

V. Chancen- und Risikobericht

V.1. Risikobericht

Welchen Risiken das Unternehmen ausgesetzt ist, kann man angesichts des Geschäftsverlaufs, insbesondere der letzten Geschäftsjahre, anschaulich nachvollziehen. Die wichtigsten Risiken gehen von weiter steigenden Löhnen und Gehältern, hohen Energiepreisen und einem hohen Zinsniveau aus. Weiterhin nach wie vor von potentiellen neuen Pandemien, dem Ukraine-Krieg und weiteren geopolitischen Konflikten und dann folglich vom Verhalten der Marktteilnehmer. Schließungen aufgrund Lock-Down- Anordnungen, Infektionsverläufe in der Bevölkerung und Mitarbeitern der Sedlbauer AG, restriktive Reisebestimmungen, insbesondere mit der Tschechischen Republik, aber auch Lieferengpässe bei Zukaufteilen sowie Preissteigerungen aufgrund Ressourcenknappheit, bilden Rahmenbedingungen, die nicht immer beeinflusst werden können.

Stagnierende Kundenmarktsegmente, verzögerter Einsatz von Neuprojekten auf Kundenebene bzw. deren zurückhaltende Überlegungen bei wirtschaftlich unsicherer Entwicklung, die zu erheblichen Bedenken bei Investitionsentscheidungen führen, verzögerter Einsatz von Neuprodukten infolge verspäteten Markteinsatzes bzw. längerer Entwicklungszeiten, haben erhebliche Beschäftigungsgradschwankungen zur Folge.

Für solche wellenartigen Bewegungen, die übrigens für die Sedlbauer AG historisch keine Neuigkeit darstellen, hat das Unternehmen im Vorfeld, bereits vor mehreren Jahren, den Grundstein mittels Rekrutierung von Mitarbeitern über Drittunternehmen gelegt, der es ihm erlaubt, auf einen stagnierenden Umsatzverlauf situationsgerecht und adäquat zu reagieren. Das grundsätzliche Ziel, dass stark rückläufige Umsätze keinesfalls die liquiden Mittel des Unternehmens angreifen dürfen, kann durch die Möglichkeit der angepassten Reaktion annähernd realisiert werden.

Erhebliche Verschiebungen bis hin zum Totalausfall von geplanten Projekten können aber nicht immer spurlos abgefangen werden.

Der demografische Wandel führt insbesondere im ländlichen Raum zu Arbeitsmarktengpässen und begründet die Gefahr, dass zukünftig - vor allem in technischen Berufen - nicht alle Stellen zufriedenstellend besetzt werden können. Im Wettbewerb um Führungskräfte droht der Verlust von Fachwissen durch den Abgang von qualifizierten Mitarbeitern. Um dem Personalmangel aktiv zu begegnen, investieren wir in eine qualifizierte Ausbildung. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Bildungseinrichtungen hat bei Sedlbauer AG einen hohen Stellenwert.

Unbeachtet dessen bleibt auch für das vor uns liegende Geschäftsjahr 2024 das Risiko unvorhersehbarer Marktveränderungen infolge der weiterhin bestehenden Abhängigkeit als Zulieferer in Kundenmärkte bestehen.

V.2. Chancenbericht

Die langfristige Zielsetzung ist weiterhin uneingeschränkt ein solides und perspektivisches Wachstum. Notwendig ist hierfür die kontinuierliche Verbesserung der innerbetrieblichen Abläufe, Automatisierung und Digitalisierung von Prozessen sowie Investitionen in neue und effizientere Produktions- und Betriebsmittel. Einige geplante Sachinvestitionen werden in 2024 realisiert werden. Priorität haben hier Anschaffungen, deren Amortisierung innerhalb kürzester Zeit erfolgen kann und die uns auch in der Technologie entsprechende Wettbewerbsvorteile verschaffen werden.

Einen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb zu erhalten, gelingt nur, wenn im Unternehmen eine hohe Produktivität und Flexibilität erreicht werden kann. Dazu bedarf es einer kontinuierlichen Anstrengung aller Betroffenen.

Die bestehenden Marktchancen können nur genutzt werden, wenn die Produktion hierauf ausgerichtet und die Lücken zwischen Nachfrage und Angebot rechtzeitig erkannt und abgedeckt werden können. Hierzu ist es nötig, den Produktionsumfang bei Bedarf zu erhöhen. Besonders auf die Lieferung von Erstmustern und Prototypen muss ein besonderes Augenmerk gelegt werden.
Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass in den Folgejahren durch den Einsatz von Optimierungsinstrumenten weitere Produktivitätssteigerungen für das Unternehmen erzielt werden können.

Der Markt erfordert immer kleinere Stückzahlen in schnellerer Taktrate. Deshalb wird es ein Ziel sein, die Investitionen danach auszurichten, die Automatisierungsrate im Unternehmen zu erhöhen. Die Weiterentwicklung unserer Produktionsverfahren bleibt ein zentrales Element, um unsere Marktposition zu stärken und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Das Unternehmen hat im letzten Geschäftsjahr begonnen, mit intensiven Vertriebsaktivitäten den Flächenvertrieb in Bayern und Österreich wieder stärker ins Visier zu nehmen. Hier soll auch weiterhin ein besonderer Fokus auf die Kunden gelegt werden, die in den letzten Jahren aufgrund noch durchaus ausbaufähiger Betreuung nicht die volle Wertschöpfungskette bei Sedlbauer in Anspruch genommen haben.

V.3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in potentiellen neuen Pandemien und globalen aggressiven Konflikten sowie einem damit verbundenen schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Einkaufspreisen und Lieferengpässen sowie einem stagnierenden kundenseitigen Preisniveau. Falls sich die prognostizierten Aufträge weiter extrem verschieben würden, kann die finanzielle Stabilität geschwächt werden. Das Unternehmen ist gefordert, hier dann entsprechend gegenzusteuern.

Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind bei Planrealisierung derzeit nicht erkennbar.

VI. Sonstiges

Unseren Aktionären, Kunden und Lieferanten sei an dieser Stelle herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen gedankt. Im gleichen Sinne möchten wir die Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat und dem Betriebsrat hervorheben. Unseren Mitarbeitern, die mit ihrem Engagement und ihrem Einsatz ermöglichen, die Sedlbauer AG nach vorne zu bringen, möchte die Geschäftsleitung ihren ganz besonderen Dank aussprechen.

Grafenau, 12. Juni 2024
Tobias Feilmeier Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.576.908,83 2.651.704,31
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 35.985,84 6.021,00
II. Sachanlagen 3.419.362,61 2.524.122,93
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 415.494,70 406.707,36
2. technische Anlagen und Maschinen 1.476.308,60 1.292.210,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.485.920,86 298.622,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 41.638,45 526.583,57
III. Finanzanlagen 121.560,38 121.560,38
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 121.560,38 121.560,38
B. Umlaufvermögen 10.040.152,75 8.243.122,71
I. Vorräte 5.186.557,42 5.510.481,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.559.322,41 2.623.096,12
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.051.551,13 250.624,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 294.272,92 109.545,33
C. Rechnungsabgrenzungsposten 46.270,56 35.498,92
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.663.332,14 10.930.325,94

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.071.241,22 3.230.108,22
I. gezeichnetes Kapital 4.680.000,00 4.680.000,00
II. Gewinnrücklagen 3.197.630,00 3.197.630,00
III. Bilanzverlust 2.806.388,78 4.647.521,78
B. Rückstellungen 816.639,51 506.628,52
C. Verbindlichkeiten 7.775.451,41 7.193.589,20
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.251.163,79 2.760.007,65
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 740.580,31 340.713,12
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.663.332,14 10.930.325,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 13.465.999,70 10.570.218,77
2. Personalaufwand 8.050.532,85 6.963.194,97
a) Löhne und Gehälter 6.726.407,13 5.779.130,24
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.324.125,72 1.184.064,73
davon für Altersversorgung 7.517,97 18.665,28
3. Abschreibungen 715.708,62 501.674,80
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 715.708,62 501.674,80
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.525.011,20 2.152.246,99
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 250.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 250.000,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 204.381,78 187.864,98
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 112.205,00 0,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.858.160,25 1.015.237,03
9. sonstige Steuern 17.027,25 17.258,43
Jahresüberschuss 1.841.133,00 997.978,60

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 1.841.133,00 997.978,60
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 4.647.521,78 5.645.500,38
3. Bilanzverlust 2.806.388,78 4.647.521,78

Anhang

der Firma
Sedlbauer Aktiengesellschaft
für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Sedlbauer Aktiengesellschaft hat ihren Sitz in Grafenau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Passau unter HR B 1156 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) und des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Vorschriften der Satzung aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB).

Die Sedlbauer Akitengesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB. Von den Erleichterungen der §§ 276 S. 1, 288 Abs. 2 und 327 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 i.V.m. § 255 Abs. 1 HGB). Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen (§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB).

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, vermindert um lineare Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren). Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, vermindert um nutzungsbedingte planmäßige Abschreibungen. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände nach der linearen Methode vorgenommen.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis Euro 800 wird vom Wahlrecht der Sofort-Abschreibung Gebrauch gemacht.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen, bilanziert (§ 253 Abs. 4 Satz 3 HGB). Im Finanzanlagevermögen werden Anteile an verbundenen Unternehmen grundsätzlich zu Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und der Handelswaren erfolgt zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Verwertbarkeit am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die einzubeziehenden Gemeinkosten. Auf die Einbeziehung von Zinsen für Fremdkapital in die Herstellungskosten wurde wie im Vorjahr verzichtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Für bestehende Ausfallrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Wie im Vorjahr wurde die Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % des nicht gesicherten und nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes gebildet. Die Pauschalwertberichtigung wurde wegen des latent vorhandenen allgemeinen Kredit- und Zinsrisikos gebildet. Unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert angesetzt.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für die Bewertung der Pensionsrückstellung wurden die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes angewandt. Die Leistungen der Pensionszusagen definieren sich inhaltlich aus den Leistungen der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen (§ 253 Abs. 1 Satz 3 HGB). Somit ist die Pensionsrückstellung in Höhe der Aktivwerte aus den Rückdeckungsversicherungen anzusetzen (Euro 66.794). Da die Rückdeckungsversicherungen zusätzlich die Voraussetzungen für saldierbares Planvermögen erfüllen, ist auf einen Bilanzausweis vollständig zu verzichten.

Die Steuerrückstellungen erfassen alle noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen tragen der erwarteten Inanspruchnahme Rechnung und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre nach der Rückabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die pauschale Gewährleistungsrückstellung wurde wie im Vorjahr mit 0,125 % des Umsatzes berechnet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr, soweit möglich, unverändert beibehalten.

D. Erläuterungen zur Bilanz

D.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist aus dem Anlagespiegel auf der folgenden Seite zu ersehen (§ 284 Abs. 3 HGB).


Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
Zugänge
davon
FK-Zinsen
Abgänge
Umbuchungen
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten

01.01.2023




31.12.2023

Euro
Euro
Euro
Euro
Euro
Euro
Anlagevermögen






Immaterielle Vermögensgegenstände






entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
480.810,57
37.550,30
0,00
0,00
0,00
518.360,87
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
480.810,57
37.550,30
0,00
0,00
0,00
518.360,87
Sachanlagen






Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
9.959.675,22
10.850,00
0,00
0,00
0,00
9.970.525,22
technische Anlagen und Maschinen
6.339.425,05
681.232,43
0,00
373.956,03
19.680,00
6.666.381,45
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.469.441,21
835.177,15
0,00
86.636,90
577.366,38
2.795.347,84
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
526.583,57
112.101,26
0,00
0,00
-597.046,38
41.638,45
Summe Sachanlagen
18.295.125,05
1.639.360,84
0,00
460.592,93
0,00
19.473.892,96
Finanzanlagen






Anteile an verbundenen Unternehmen
121.560,38
0,00
0,00
0,00
0,00
121.560,38
Summe Finanzanlagen
121.560,38
0,00
0,00
0,00
0,00
121.560,38
Summe Anlagevermögen
18.897.496,00
1.676.911,14
0,00
460.592,93
0,00
20.113.814,21

kumulierte
Abschreibungen
Abschreibungen
Geschäftsjahr
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
kumulierte
Abschreibungen

01.01.2023




31.12.2023

Euro
Euro
Euro
Euro
Euro
Euro
Anlagevermögen






Immaterielle Vermögensgegenstände






entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
474.789,57
7.585,46
0,00
0,00
0,00
482.375,03
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
474.789,57
7.585,46
0,00
0,00
0,00
482.375,03
Sachanlagen






Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
9.552.967,86
2.062,66
0,00
0,00
0,00
9.555.030,52
technische Anlagen und Maschinen
5.047.215,05
480.815,83
0,00
337.958,03
0,00
5.190.072,85
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
1.170.819,21
225.244,67
0,00
86.636,90
0,00
1.309.426,98
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
15.771.002,12
708.123,16
0,00
424.594,93
0,00
16.054.530,35
Finanzanlagen






Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Anlagevermögen
16.245.791,69
715.708,62
0,00
424.594,93
0,00
16.536.905,38

Zuschreibungen Geschäftsjahr
Buchwert
Buchwert


31.12.2023
31.12.2022

Euro
Euro
Euro
Anlagevermögen



Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
35.985,84
6.021,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
35.985,84
6.021,00
Sachanlagen



Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00
415.494,70
406.707,36
technische Anlagen und Maschinen
0,00
1.476.308,60
1.292.210,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
1.485.920,86
298.622,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
41.638,45
526.583,57
Summe Sachanlagen
0,00
3.419.362,61
2.524.122,93
Finanzanlagen



Anteile an verbundenen Unternehmen
0,00
121.560,38
121.560,38
Summe Finanzanlagen
0,00
121.560,38
121.560,38
Summe Anlagevermögen
0,00
3.576.908,83
2.651.704,31


Beteiligungsliste (§ 285 Nr. 11 HGB):

Name
Sitz
Stammkapital
Anteil
gesamt
Sedlbauer AG


TEuro
in %
Sedlbauer s.r.o., CZ
Cicenice/CZ
518
100,00


D.2 Umlaufvermögen

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEuro 0 (Vorjahr TEuro 0) enthalten.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und eine Ausschüttung.

D.3 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital besteht aus 180.000 Stück nennwertlosen Stückaktien. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber. Das gezeichnete Kapital beträgt Euro 4.680.000,00. Das Grundkapital wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Juli 1999 in Stückaktien eingeteilt. Jede nennwertlose Stückaktie ist am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt.

Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 ergibt sich folgende Zusammensetzung der Gewinnrücklagen:


31.12.2023
31.12.2022

Euro
Euro
Gesetzliche Rücklagen
468.000,00
468.000,00
Andere Gewinnrücklagen
2.729.630,00
2.729.630,00

3.197.630,00
3.197.630,00


Die gesetzliche Verpflichtung gemäß § 150 Abs. 2 AktG zur Rücklagenbildung in Höhe von 10 % des Grundkapitals ist erfüllt.

Für den Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von Euro 4.647.521,78 wurde durch die Hauptversammlung am 25. Juli 2023 folgende Verwendung beschlossen:


31.12.2023

Euro
Ausschüttung einer Dividende von Euro 0,00 pro

nennwertloser Stückaktie auf 180.000 Aktien
0,00
Einstellung in andere Gewinnrücklagen
0,00
Vortrag auf neue Rechnung
-4.647.521,78

-4.647.521,78


D.4 Rückstellungen

Der Ausweis der Pensionsrückstellung betrifft die Zusage gegenüber einem ehemaligen leitenden Angestellten. Es wurden die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes angewandt. Die Leistungen der Pensionszusagen definieren sich inhaltlich aus den Leistungen der abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen (§ 253 Abs. 1 Satz 3 HGB). Somit ist die Pensionsrückstellung in Höhe der Aktivwerte aus den Rückdeckungsversicherungen anzusetzen (Euro 66.794). Da die Rückdeckungsversicherungen zusätzlich die Voraussetzungen für saldierbares Planvermögen erfüllen, ist auf einen Bilanzausweis vollständig zu verzichten.

D.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEuro 771 (Vorjahr: TEuro 932) und von mehr als einem Jahr in Höhe von TEuro 2.481 (Vorjahr: TEuro 1.828).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEuro 741 (Vorjahr: TEuro 341) und von mehr als einem Jahr TEuro 0 (Vorjahr: TEuro 0).

Die übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEuro 2.080 (Vorjahr: TEuro 2.250) und von mehr als einem Jahr in Höhe von TEuro 1.703 (Vorjahr: TEuro 1.843).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren lagen zum Stichtag in Höhe von TEuro 676 vor.

Die Verbindlichkeiten der Sedlbauer Aktiengesellschaft sind zum Stichtag wie folgt besichert:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:
·  Buchgrundschulden in Höhe von TEuro 6.238 auf das Betriebsgrundstück in Grafenau (Fl.Nr. 1238/2 der Gemarkung Rosenau)
·  Sicherungsübereignung des Warenlagers ·  Sicherheitsübereignung diverser Anlagegüter ·  Abtretung einer Einzelforderung
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter:
·  Globalabtretung der Forderungen mit den Anfangsbuchstaben U-Z
sonstige Verbindlichkeiten:
·  Eigentumsvorbehalt von Anlagegütern ·  Buchgrundschuld in Höhe von TEuro 4.000 auf das Betriebsgrundstück in Grafenau (Fl.Nr. 1238/2 der Gemarkung Rosenau)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen in voller Höhe auf Lieferungen und Leistungen.

D.6 Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 268 Abs. 7 i.V.m. § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

D.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die nicht in der Bilanz erscheinenden Geschäfte betreffen Miet- und Leasingverhältnisse und belaufen sich auf TEuro 1.954. Die Vorteile dieser Geschäfte bestehen darin, dass sich durch die kürzere Bilanzsumme positive Effekte auf die Eigenkapitalquote ergeben und dass ein Teil der Neuinvestitionen risikoneutral finanziert werden kann.

E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die verrechneten Erträge und Aufwendungen aus den Veränderungen des Aktivwertes der Rück- deckungsversicherung und der Pensionsrückstellung betragen Euro 2.250.

F. Sonstige Angaben

F.1 Organe der Gesellschaft

Vorstand: M.A. Tobias Feilmeier
Auf die Angabe der Bezüge des Vorstandes wird entsprechend der Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Aufsichtsrat: Dipl.-Ing. Eduard Wanzke, Rentner Aufsichtsratsvorsitzender
Christian Wanzke, Geschäftsführender Gesellschafter stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Christian Hobelsberger, Arbeitnehmervertreter
Die Aufsichtsratvergütungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEuro 27 (Vj. TEuro 27).

F.2 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Im Geschäftsjahr waren 63 Angestellte und 116 gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt.

F.3 Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den im Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen Bilanzverlust in Höhe von Euro 2.806.388,78 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Grafenau, 12. Juni 2024
Sedlbauer AG Tobias Feilmeier Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats


Im Geschäftsjahr 2023 war der Fokus der Sedlbauer AG, wie auch schon in den Jahren zuvor, die vorhandenen Kundenbindungen zu stärken, weiter auszubauen und gezielt Neukundenakquise zu betreiben. Weiterhin wurde die Optimierung der vorhandenen Prozesse, die Einführung einer schlanken digitalen Verwaltung, die Optimierung des Controllings und ein effektives Projektmanagement vorangetrieben.

Das Geschäftsjahr 2024 wird erneut davon geprägt werden, wann neue Projekte letztendlich von den Endkunden im Markt eingeführt werden und wie sich internationale Konfliktszenarien entwickeln werden. Der Auftragsbestand zu Jahresbeginn sowie die Maßnahmen im Bereich der Kundenakquise lassen aber auf einen stabilen Geschäftsverlauf schließen.
Das Unternehmen erhofft sich speziell im Produktbereich Elektromechanik Zuwächse in bewährten und neuen Kundensegmenten. Gerade mit der Gelegenheit der Umstellung von Teilefertigung auf Montage von Komplettsystemen bieten sich neue Möglichkeiten der Umsatzsteigerung bei vorhandenen und neuen Kunden. Im Bereich Sondermaschinenbau, wo das komplette Wertschöpfungspotenzial der Sedlbauer AG, von der Fertigung von Blech- und Metallkomponenten bis hin zur Verdrahtung von komplexen elektronischen Bauteilen, zum Tragen kommt, konnten im Geschäftsjahr 2023 weitere Kundenprojekte akquiriert und auch erfolgreich umgesetzt werden.

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich Aufsichtsrat und Vorstand in fünf gemeinsamen Sitzungen mit der Umsatz-, Finanz- und Auftragssituation sowie der Fortentwicklung des Unternehmens in den einzelnen Geschäftsfeldern intensiv befasst. Sämtliche Aufsichtsratsbeschlüsse erfolgten einvernehmlich und bezeugen damit einen breiten Konsens im Unternehmen.

Die von der Hauptversammlung zur Abschlussprüferin bestellte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft consaris AG hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 geprüft. Mit dem Ergebnis der Prüfung, das keine Beanstandungen enthält und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk schließt, erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden.

Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen und billigt im Einvernehmen mit dem Vorstand den Jahresabschluss und den Lagebericht, der damit festgestellt ist.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement und die stets vertrauensvolle Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Grafenau, im Juni 2024
Für den Aufsichtsrat Dipl.-Ing. Eduard Wanzke Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 14.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk


Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach § 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Sedlbauer Aktiengesellschaft, Grafenau
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Sedlbauer Aktiengesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Sedlbauer Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
·  entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und
·  vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ·  identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen  nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
·  gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
·  beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
·  ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

·  beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
·  beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Eggenfelden, den 14. Juni 2024
consaris AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Diplom-Kaufmann Diplom-Betriebswirt (FH)
Karl Unterforsthuber Albert Schick Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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