Schumann Tanks International GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Sammelbehältern, Tanks u. ä. Behältern aus Metall
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Benjamin Budde seit 19.11.2025 | Geschäftsführer |
Martin Jäger seit 5.6.2020 | Geschäftsführer |
Hans-Peter Schumann seit 7.3.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
I*** W****** H**** | 9.46% |
| 9.46% | |
| 1.90% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
7 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 7 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schumann Tanks GmbHWolmirstedtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die Schumann Tanks GmbH projektiert und verkauft weltweit große Stahltanks aus Schwarzstahl und Edelstahl in unterschiedlichen Größen und mit unterschiedlichen Ausrüstungen bzw. Ergänzungen (Beschichtungen, Dächer, Treppen, Mannlöcher, etc.). Der Bau der Tanks erfolgt nach den individuellen Bestellungen der Kunden. Viele Kunden bestellen die Tanks überwiegend zum Einsatz im Betrieb von Biogaserzeugungsanlagen. In einem variablen Einkauf werden von diversen Lieferanten gezielt projektbezogen die Stahlplatten, und sonstige Teile (Bolzen, Dichtmittel Sika, Isolierung, etc.) erworben und durch eigene Monteure und Subunternehmen am Bestimmungsort zu Tanks gebaut. Dächer und Treppen aus Einzelteilen werden im Rahmen eines eigenen Werkstattbetriebs gefertigt und durch eine Laseranlage auf die Projektmaße zugeschnitten. Im Rahmen einer vertraglichen Vereinbarung erfolgt der Verkauf und der Bau der Tanks in den USA und in Kanada durch die Schwesterkapitalgesellschaft Schumann Tanks USA Corp, Miami, Florida. Für die Nutzung des Know how und der immateriellen Wirtschaftsgüter leistet die Schumann Tanks USA Corp an die Schumann Tanks GmbH eine "Lizenzgebühr", die als Prozentsatz von einem modifizierten Außenumsatz der Schumann Tanks USA Corp ermittelt wird. Die Nachfrage nach Tanks war im Wirtschaftsjahr 2023 ungebrochen hoch. Die Montageleistungen sind nur noch mit Subunternehmen zu schaffen. Zusätzliche eigene Monteure konnten in 2023 am Arbeitsmarkt nicht gewonnen werden. Im Mittelpunkt der Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023 standen das eigene organische Wachstum der Geschäftstätigkeit und der Projektabschluss von Tankanlagen in Deutschland im Wert von ca. T€ 18.171 und in Frankreich im Wert von T€ 5.553. In den USA hat sich der Umsatz der Schumann Tanks USA Corp in 2023 erheblich erhöht, so dass die Schumann Tanks GmbH eine gegenüber dem Vorjahr erhöhte Lizenzgebühr vereinnahmen konnte. Eine organisatorische Trennung in unterschiedliche Geschäftsbereiche der Schumann Tanks GmbH besteht nicht. Die Geschäftsführung der Berichtsfirma erfolgt durch die Geschäftsführer Hans-Peter Schumann und Martin Jäger. Herr Martin Jäger ist zugleich Geschäftsführer der Schumann Tanks International GmbH. Der Sitz der Schumann Tanks GmbH ist in gemieteten Räumen in der Fabrikstr. 14 in 39326 Wolmirstedt. Die Schumann Tanks GmbH hat keinen eigenen Grundbesitz. Nach der in 2022 erfolgten Sitzverlegung nach Wolmirstedt und Renovierung des Bürogebäudes in Wolmirstedt sind die gemieteten Bürocontainer wieder an die Eigentümerfirma zurückgegeben und das Bürogebäude wieder bezogen worden. 2. Forschung und Entwicklung Eine Forschung oder Entwicklung neuer Produkte erfolgt durch die Schumann Tanks GmbH nicht. Die Erfahrung zeigt, dass sich die bisherigen Materialien und Dichtmittel bewährt haben. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Mit dem Bau von Stahltanks, die zur Erzeugung von "grünem Gas" aus biologischem Abfall genutzt werden, ist die Schumann Tanks GmbH als Leistungsbaustein in einem weltweit expansiven Geschäftsfeld der Ausrüstung für erneuerbare Energien tätig. Die Entwicklung und der Ausbau der Energieerzeugung durch Biogasanlagen ist neben Windenergie und Solarenergie Teil des "grünen Umbaus" der Energieerzeugung und entspricht den Zielsetzungen des Pariser Klimaabkommens. Diese Form der Energieerzeugung aus biologischem Abfall hat dabei den doppelten Vorteil, dass zugleich die Gesellschaft einen wesentlichen Teil der biologischen Abfälle entsorgen kann, ohne dass damit durch Verbrennung wieder Klimabelastungen (z.B. CO 2 ) entstehen. Im Gegensatz zur Biogaserzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen (z.B. Mais), die zunehmend für die Ernährung der Tierbestände in der Landwirtschaft benötigt werden, ist Biogas aus biologischen Abfällen ein Produkt in einem Kreislaufsystem, in dem selbst die Rückstände noch als Dünger in den biologischen Verwertungskreislauf zurückgeführt werden können. Die weltweite Ausbreitung der Biogasanlagen steht noch am Anfang eines enormen Wachstumsmarktes, der aber auch von der Bereitschaft der jeweiligen Länder abhängig ist, entsprechende Anlagen mit Subventionen als Klima-Investitionen zu fördern und zeitnahe Baugenehmigungen zu erteilen. Die Länder in Osteuropa, Südamerika oder Afrika stehen dabei noch in den Anfängen. Die Rahmenbedingungen für den Klimaschutz sind im Jahr 2023 insbesondere in den USA sehr gut gewesen, wobei hier jedoch politisch gesteuert darauf geachtet wird, vornehmlich die amerikanische Wirtschaft und deren Arbeitnehmer zu schützen. Ein wesentlicher Meilenstein in der Entwicklung der Biogaserzeugung wird erreicht, wenn künftig Stroh und Reisstroh nicht mehr verbrannt, sondern über einen Verarbeitungsprozess in Biogasanlagen zu "grünem Gas" verarbeitet werden kann. Auch hier ist das Marktpotential für die dafür benötigten Tanks riesig. Um die Energiewende vollziehen zu können wird zunehmend in die verschiedenen Möglichkeiten der Speicherung der erneuerbaren Energie aus Sonne und Wind investiert. Schlüsseltechnologie ist dabei die Lösung "Power to Gas", bei der aus Ökostrom durch Elektrolyse Wasserstoff bzw. Methan gewonnen wird, und in bestehenden Gasinfrastrukturen gespeichert, transportiert und bedarfsgerecht wieder bereitgestellt werden kann. Im Rahmen dieser technologischen Entwicklung dürfte sich die Nachfrage nach den Stahltanks ebenfalls weiter erhöhen. Besonders hoch ist bereits der Anteil der Biogasanlagen für die Energieerzeugung in den skandinavischen Ländern. Hier sind im Geschäftsjahr 2023 weitere Anlagen gebaut worden. Die Umsätze und Bestandsveränderungen der Aufträge in Arbeit (Gesamtleistung) der Schumann Tanks GmbH betragen in 2023 für Dänemark T€ 1.991, für Schweden T€ 2.105 und für Norwegen T€ 236 (Summe T€ 4.332, dies entspricht ca. 11,68% der Leistungserbringung des Unternehmens bei T€ 37.104 Gesamtleistung). Die Umsätze und Bestandsveränderungen der Aufträge in Arbeit haben sich für Frankreich auf T€ 5.569 und für Italien auf T€ 1.549 erhöht. Mit neuen Aufträgen in Deutschland haben sich die Umsätze und Aufträge in Arbeit in 2023 auf T€ 12.306 erhöht und stellen damit den nach Ländern größten Leistungsbeitrag des Unternehmens dar. Bedingt durch die gute Entwicklung in den USA haben sich die Umsätze und Aufträge in Arbeit für die Schumann Tanks USA Corp auf T€ 7.593 erhöht. Dadurch, dass die Schumann Tanks GmbH den Komplettbau der Tankanlagen von der Projektierung bis zur Abnahme nach Dichtigkeitstests anbietet, ergibt sich für die Betreiber der Biogasanlagen ein sicherer Leistungsbaustein eines Subunternehmers in einem komplexen Anlagenbau, der für die Kunden zur Planungs- und Kostensicherheit führt. Als Gewinnerhöhend wirkte sich im Kalenderjahr 2023 die Normalisierung der Stahlpreise (1.4404) im Einkauf aus, weil die Stahlplatten Hauptbaumaterial des Tanks sind. Der Stahlpreis ist von Dezember 2022 mit 4.230 EUR/t bis April 2023 auf 4.970 EUR/t angestiegen und hat sich dann bis Dezember 2023 wieder auf 4.130EUR/t gemindert. Die starken Preisanstiege im Vorjahr haben sich damit nicht wiederholt und der Einkaufspreis hat sich letztlich sogar vermindert. Die künftige Entwicklung im Tankanlagenbau wird insgesamt für die Schumann Tanks GmbH in einem expansiven Marktumfeld als überaus positiv eingeschätzt. Die Preissteigerungen im Bereich Transportkosten und die gestiegenen Lohnkosten für Monteure und Subunternehmen konnten bei neuen Projekten im Verkaufspreis als Anpassungen durchgesetzt werden. 2. Geschäftsverlauf und Lage Die Tätigkeit der Schumann Tanks GmbH erfolgte in 2023 hauptsächlich in Deutschland (Großbaustelle Friesoythe und Beginn der Aufträge in Velen und Dorsten). Die Abnahme des Projekts in Friesoythe (Niedersachsen) konnte bis zum Jahresende 2023 erfolgen, so dass der Gewinnanteil in 2023 erfasst wurde. Das Projekt Chatillon in Frankreich konnte ebenfalls bis zum 31.12.2023 vom Kunden abgenommen werden und hat zum gestiegenen Jahresüberschuss in 2023 beigetragen. Die Aufträge in Arbeit haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr auf T€ 13.925 (Vorjahr T€ 18.330) vermindert. Die größten Aufträge in Arbeit sind dabei die Baustellen in Velen DE (T€ 2.595), Boston USA (T€ 2.314) und Bio Norrois Frankreich (T€ 1.809). Aus diesen nicht abgeschlossenen Projekten verschiebt sich die Gewinnrealisierung in das Jahr 2024. In 2023 haben sich gegenüber dem Vorjahr die Lizenzgebühren von der Schumann Tanks USA Corp auf T€ 1.484 (Vorjahr T€ 906) erhöht. Die Gesamtumsätze im Jahr 2023 haben sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 30.821 um T€ 12.452 auf T€ 43.273 und damit um 40% erhöht. Die Steigerung basiert auf den Abschluss der Projekte Friesoythe und Chatillon. Der Bestand an fertigen Erzeugnissen hat sich im Jahr 2023 von T€ 1.765 auf T€ 0 vermindert. Fertige nicht abgerechnete Projekte bestehen zum 31.12.2023 nicht. Der Bestand der in Arbeit befindlichen Aufträge hat sich in 2023 von T€ 18.330 um T€ 4.405 auf T€ 13.925 und damit um 24% vermindert. Die Aufträge in Arbeit sind durch entsprechende Anzahlungen der Kunden abgesichert. Die passiv abgegrenzten Anzahlungen der Kunden haben sich in 2023 von T€ 23.637 um T€ 8.044 auf T€ 15.593 und damit um 34% vermindert. Dem höchsten Wert Auftrag in Arbeit mit T€ 2.595 (Velen) stehen die erfolgten Anzahlungen i.H.v. T€ 2.952 gegenüber. Der Jahresüberschuss nach Steuern konnte bei hohem Bestand an in Arbeit befindlichen Aufträgen von T€ 3.312 um T€ 2.564 auf T€ 5.876 und damit um 77% gesteigert werden. Die Steigerung basiert auf dem eigenen Wachstum, der Lizenzgebühr, dem Abschluss der zwei großen Projekte mit Gewinnrealisierung und dem Einsatz der eigenen Mitarbeiter und Subunternehmen. 1. Ertragslage
Die Schumann Tanks GmbH erwirtschaftete eine um 9,78% höhere Gesamtleistung als im Vorjahr, welche sich aus der Steigerung der Projektaufträge und aus der höheren Leistung der Arbeitnehmer und Subunternehmen ergibt. Das Umsatzwachstum unter Einbeziehung der Anzahlungen steht im Einklang mit dem Branchenwachstumstrend. Die Steigerung des Betriebsergebnisses entspricht in etwa der Steigerung des Jahresergebnisses. Sonderbelastungen des Ergebnisses lagen in 2023 nur in geringem Umfang vor. Es erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf Einbauten in Bürocontainer und Spindeln, die im Bestand gesondert überprüft wurden. Forderungen auf Vorsteuererstattungen aus Vorjahren wurden wegen nicht erfolgter Vergütungen bzw. nicht erfolgter Registrierung in Norwegen ausgebucht. Die Neuanschaffungen im Anlagevermögen wurden vollständig durch die laufenden Erträge erwirtschaftet. 1. Finanzlage Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr T€ 6.308. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit können die notwendigen Investitionen finanziert und künftige Ausschüttungen an die Gesellschafter bedient werden. Die Abschlagszahlungen sind in 2023 zeitnah durch die Kunden erfolgt. 1. Vermögenslage
Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 122 gesunken. Die Minderung basiert auf den höheren Abschreibungen gegenüber entsprechenden Neuinvestitionen in Spindeln/Hubböcke.und Antriebsblöcke. Die Lieferung neuer Spindeln und Antriebsblöcke im Wert von T€ 269 als Ersatzinvestitionen hat sich durch den Lieferanten bis Januar 2024 verzögert. Es wurden nur Ersatzinvestitionen in Fahrzeuge vorgenommen. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind durch die Minderung des Bestands an fertigen und in Arbeit befindlichen Aufträgen auf T€ 19.738 vermindert und entspricht in etwa der Höhe der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Der Bestand an liquiden Mitteln ist ohne in 2023 erfolgte Ausschüttung auf T€ 12.002 angestiegen, so dass ausreichend liquide Mittel für Ausschüttungen in 2024 vorliegen. Laut Gesellschafterversammlungsbeschlüssen vom 03.07.2023 und 05.12.2023 ist zum 15.01.2024 eine Ausschüttung i.H.v. T€ 5.000 erfolgt. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf T€ 13.475. Die Eigenkapitalquote liegt bei 40,44% der Bilanzsumme (Vorjahr 22,69%). Der Wert ist jedoch nur deswegen im Ausweis verhältnismäßig niedrig, da in den kurzfristigen Verbindlichkeiten die passivierten Anzahlungen für die Aufträge in Arbeit i.H.v. T€ 15.593 enthalten sind. Dadurch wird die Bilanzsumme erheblich erhöht und das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme niedriger. Ab Jahresabschluss 2024 ist eine offene Absetzung der Aufträge in Arbeit von den abgegrenzten Anzahlungen in der Bilanzdarstellung vorgesehen, wodurch sich die Bilanzsumme fast halbiert. Die vorhandenen Kreditlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht beansprucht. Leistungsverpflichtungen (z.B. Gewährleistungen) und Verpflichtungen aus Anzahlungen werden gegenüber den Kunden durch Aval-Kredite (Bürgschaften durch Euler Hermes, Kreissparkasse Börde und die Nord LB) abgesichert. Kredite wurden auch in der Vergangenheit nur für Anlageinvestitionen in Anspruch genommen und konnten im Berichtsjahr auf T€ 0 gemindert werden. Investitionen in Anlagevermögen oder Warenbestände werden damit ausschließlich über Eigenkapital finanziert. Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2023 eine noch über den Planansätzen liegende positive Entwicklung genommen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf: Umsatzentwicklung, und Betriebsergebnis. Vergleichszahlen im Rahmen einer Branchenentwicklung liegen nicht vor. Für die interne Unternehmenssteuerung werden die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter, Umsatzrendite und der Cashflow betrachtet. Bei durchschnittlich 50 Mitarbeitern (einschließlich Geschäftsführern) beträgt der Umsatz einschließlich Bestandsveränderungen fertige und unfertige Arbeiten pro Mitarbeiter T€ 742 (Vorjahr T€ 675) und ist damit um T€ 67 gestiegen. Die Erhöhung basiert auf dem Gewinnbeitrag durch den Abschluss von zwei großen Projekten. Zu Beginn des Jahres 2024 wurde die Zahl der Mitarbeiter erneut reduziert. Die Umsatzrendite (einschließlich Bestandsveränderungen) hat sich im Wirtschaftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr von 9,82% um 6,02% auf 15,84% (5.875.725 Jahresüberschuss/ 37.103.530 Umsatz einschl. Bestandsveränderungen) überdurchschnittlich verbessert. Diese Erhöhung zeigt die gestiegene Rentabilität durch den Abschluss von großen Projekten, da die Gewinnrealisierung erst mit der Fertigstellung der Projekte erfolgt. Die Umsatzrendite unterliegt starken Schwankungen und ist nur bedingt aussagekräftig. Das Ziel einer Marge von über 10% bei ansteigendem Projektvolumen ist damit in 2023 deutlich übertroffen worden. Gleichzeitig ergibt sich eine höhere Umsatzrendite dadurch, dass die Lizenzgebühren aus den USA unmittelbar ergebniswirksam vereinnahmt werden und unabhängig von der eigenen Umsatz- bzw. Leistungshöhe sind. Der vereinfachte indirekte Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen) ist im Berichtsjahr von T€ 3.660 in 2022 auf T€ 6.308 und damit um T€ 2.648 bzw. 72,35% gestiegen. Dies ist ein Steigerungswert der geringfügig unter dem Wert der Entwicklung des Betriebsergebnisses liegt und in absoluten Beträgen gerechnet einen erheblichen Steigerungswert darstellt, der die künftigen Erfolgsaussichten widerspiegelt. 4. Gesamtaussage Die Vermögens-, Finanz- und -ertragslage wird insgesamt als sehr gut eingeschätzt. Die Ergebnisentwicklung ist durch die Lizenzgebühr und den Abschluss von zwei Großprojekten gegenüber dem Vorjahr positiv, auch wenn sich die Gesamtleistung der Schumann Tanks GmbH nur geringfügig um 10% erhöht hat. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets zeitnah unter Ausnutzung der Möglichkeiten zum Skontoabzug zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Je nach Einschätzung der Bonität der Kunden und der Beitreibungsmöglichkeiten der Forderungen werden bis zu 100% der Auftragssumme als Anzahlungen vom Kunden verlangt, bevor die Leistungserbringung erfolgt um das Risiko möglicher Forderungsausfälle möglichst gering zu halten. Im Berichtsjahr konnten die möglichen Skontoabzüge weitestgehend ausgeschöpft werden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten, sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte vollständig abgedeckt. Langfristige nennenswerte Verbindlichkeiten bestehen für die Berichtsfirma nicht. III. Betriebs- und Lagerstätte in Wolmirstedt Die Schumann Tanks GmbH nutzt das Bürogebäude, die Werkstatt, die Laserhalle, die Lagerflächen und die Lagerhalle im Rahmen des mit der Schumann Grundbesitz GmbH & Co KG bestehenden Miet- und Pachtvertrags. Die Lagerflächen, die um die bisherigen Standflächen der Bürocontainer erweitert wurden, dienen als Umschlagplatz für die Materialtransporte und Lagerstätte für die geringen Restmaterialien, die von den Baustellen zurück kommen. Sika und Bleche wurden im Berichtsjahr nicht mehr auf Vorrat gekauft und wurden im Bestand wieder abgebaut. Durch die Verzögerung eines großen Projekts in den USA hat sich der Lagerbestand zum 31.12.2023 vorübergehend erhöht und wird inzwischen durch Verwendung in anderen Projekten wieder abgebaut. Spindeln und Antriebsblöcke der Berichtsfirma werden ebenfalls auf dem Betriebsgelände zwischengelagert, soweit kein unmittelbarer Weitertransport zur nächsten Baustelle erfolgen kann. IV. Prognosebericht Die Schumann Tanks GmbH ist ein in der Branche bekannter Tankbauer. Das Unternehmen vereint wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Wünschenswert wäre, dass weltweit sowohl das Abfallproblem biologischer Abfälle und die Energieerzeugung aus Abfall in einen ökologischen Kreislauf überführt werden und der Abfall nicht mehr verbrannt, ins Meer entsorgt oder einfach in der Umwelt abgelagert wird. Mit dem Wachstum des Marktes für Biogasanlagen durch Umdenken in Politik und Wirtschaft wird auch die Nachfrage nach den großen Stahltanks der Berichtsfirma weiter wachsen. Die Notwendigkeit der Energiewende ist weltweit erkannt worden. In den USA wird unter dem derzeitigen Präsidenten Biden der Ausbau der erneuerbaren Energien zur Minderung des schnell voranschreitenden Klimawandels unterstützt. Die politischen Rahmenbedingungen haben in 2023 zu zahlreichen Projekten zum Tankbau bei der Schumann Tanks USA Corp. als Schwesterkapitalgesellschaft der Berichtsfirma geführt. Es wird erwartet, dass die Nachfrage mit zunehmendem Bekanntheitsgrad der Tankbauten und der Zufriedenheit der bisherigen amerikanischen Kunden im Biogasanlagenbau weiter wachsen wird, wenn es nicht nach den US-Wahlen in 2024 zu einer Änderung der Klimapolitik kommt. Die in 2023 unterschriebenen Kundenverträge der Schumann Tanks USA Corp werden auch im Hinblick auf eine ab 01.01.2024 prozentual erhöhte Lizenzgebühr zu einer erheblichen Steigerung der Lizenzgebühren für die Schumann Tanks GmbH führen. Hier wird in 2024 mit einer Steigerung des Ergebnisbeitrags um ca. T€ 1.000 auf ca. T€ 2.500 gegenüber 2023 gerechnet. Um einen weiteren Ausbau der Tankbaukapazitäten vorzunehmen, müssen künftig weitere Fremdfirmen für Montagearbeiten als Subunternehmen gewonnen werden, denen dann die eigenen Monteure als Vorarbeiter mit Stundensätzen zur Unterstützung bei den Montagen zur Verfügung gestellt werden können. Für Europa sind die Rahmenbedingungen für den Bau der Biogasanlagen vor allem in Skandinavien immer noch als gut einzuschätzen. Leider nehmen auch hier Anmelde- und Verwaltungsaufgaben zu den Monteuren und damit die Bürokratie in der Projektumsetzung zu. Die Nachfrage in anderen europäischen Ländern, wie z.B. in Frankreich, Italien und Polen liegt vor. In Italien waren gesonderte Schulungen zu Unfallverhütungsvorschriften zu erfüllen. In Polen ist eine gesonderte steuerliche Registrierung erforderlich, da auch umsatzsteuerlich noch keine vollständige Harmonisierung im EU-Gemeinschaftsgebiet zu Werklieferungen vorliegt. In Deutschland sind die Rahmenbedingungen durch die komplexen Bestimmungen des Baurechts immer noch nicht gut. Darüber hinaus sind die Kommunen häufig durch langfristige Verträge zur Entsorgung ihrer Abfälle (und auch Bioabfälle) im Rahmen von Müllverbrennungsanlagen gebunden. Dies ist nicht nur ökonomisch, sondern auch im Hinblick auf Klimaschädlichkeit nicht wegweisend. Statt des Ausbaus und Förderung der Biogasanlagen wird Gas in großen Mengen aus Norwegen importiert und als LNG-Gas aus arabischen Ländern eingekauft. Die Leistungsentwicklung (Umsatz einschließlich Bestandveränderungen) wird für die Berichtsfirma für das Jahr 2024 (ohne die Schumann Tanks USA Corp) auf ca. T€ 34.500 geschätzt, dabei liegt dieser Schätzung der bis 04/2024 erzielte Umsatz i.H.v. T€ 10.614 und die Lizenzgebühr zu Grunde. Die geschätzte Leistungsentwicklung entspricht einer Minderung gegenüber 2023 i.H.v. ca. T€ 2.604 und damit ca. 7,02%, da gewinnwirksame Umsatzanteile aus Großprojekten nicht in der Schätzung für 2024 enthalten sind. Dennoch wird u,a, durch die steigenden Lizenzgebühren mit einem Betriebsergebnis i.H.v. ca. T€ 6.500 (Berichtsjahr T€ 8.147) gerechnet. Dies entspricht zwar einer Minderung um T€ 1.647 aber ist den Schwankungen in der Gewinnrealisierungen geschuldet. Durch Fokussierung auf große Projekte wird künftig ein positives Wachstum im Betriebsergebnis erwartet. Durch die Lizenzgebühr ist die Schumann Tanks GmbH an der positiven Entwicklung der Schumann Tanks USA Corp beteiligt. Es wird eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet. V. Chancen- und Risikobericht Risiken Ein wesentliches Risiko für die Kunden der Berichtsfirma ist das Genehmigungsrisiko, dass hinsichtlich der Biogasanlagen selbst von den Kunden zu tragen ist. Die Kunden bestellen die Tanks für ihre Projektplanung häufig noch vor der eigentlichen endgültigen Genehmigung der Anlagen durch die Behörden, so dass Verzögerungen im Baubeginn zu Lasten des Kunden (Auftraggeber) gehen und unter Umständen das Material für den Bau der Tanks bis zur Erteilung der Baugenehmigung von der Schumann Tanks GmbH zwischengelagert werden muss. So hat sich z.B. ein Großprojekt in den USA, bei dem die Berichtsfirma sehr viel Material für die Tanks liefern sollte, auf 2025 verschoben. Das Risiko der Genehmigungen wirkt sich daher mittelbar auf die Geschäftstätigkeit der Schumann Tanks GmbH aus, wenn Material bestellt, aber noch nicht an den Bestimmungsort geschickt wurde. Verzögerungen wirken sich zudem auf die Einsatzplanung der Monteure und Verträge mit den Subunternehmern aus. Unter Umständen kann es zu zusätzlichen Lohnkosten und anderen Kosten durch diese Verzögerungen bei der Schumann Tanks GmbH kommen, die nicht immer vom Kunden übernommen werden. Nicht ganz ausgeschlossen werden kann bei Zeitverzögerungen, dass unter Umständen ungewollt die Montagezeit über einen Zeitraum von 6 Monaten (12 Monate DBA Regelungen) hinausgeht und es am Bauort zu einer Betriebsstätte kommt, die zur Gewinnabgrenzung und zur Registrierungspflicht am Bauort führt. Für den Bau der Tanks besteht ein Wetterrisiko. Der Bau der großen 9.500 m 3 Tanks mit entsprechender Höhe von über 20 Metern kann bei starkem Wind oder Schneefall nicht erfolgen. Schlechte Wetterverhältnisse können daher dazu führen, dass Monteure unproduktiv auf Baustellen festsitzen und es zu Verzögerungen in der Fertigstellung der Tanks kommt. Unter Umständen verlängern sich die Bauzeiten und erhöhen sich die Kosten für Unterkünfte, Flüge, etc. Verschieden Verzögerungen in der Anlieferung von Materialien für eine Baustelle in Norwegen haben in 2023 zu mehrfachen Anreise- und Unterkunftskosten auch der Subunternehmen geführt und in Summe einen geringen Verlust für das kleine Projekt verursacht. Liquiditäts- oder Finanzierungsrisiken ergeben sich durch diese Verzögerungen jedoch nicht, da die Kunden die Leistungen in Abschlägen bezahlen und nach zur Verfügungstellung des Materials die Kosten für dieses Material im berechneten Abschlag im Wesentlichen bereits eingepreist ist. Bereits mit Vertragsabschluss müssen die Kunden erste Anzahlungen leisten. Zudem können Materialien bei endgültigem Ausfall einer Genehmigung unter Umständen teilweise auch für andere Projekte verwendet werden, wenn die Tanks bei anderen Projekten die gleichen Abmessungen haben. Bei dem Projekt Wijster ist erstmals wegen der Verzögerungen auf Wunsch des Kunden die Einlagerung der Materialien auf dem Gelände in Wolmirstedt erfolgt und es wird eine Lagergebühr berechnet. Die Anzahlung deckt jedoch die bisherigen Kosten ab. Je größer und umfangreicher die Projekte werden, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit der Verwendbarkeit der Materialien in Ersatzprojekten. Bei projektbezogenen Bestellungen kommen nur geringfügige Materialmengen von den Baustellen zurück. Vorleistungen werden regelmäßig aus vorhandenen liquiden Mitteln bezahlt, die durch maßvolle Ausschüttungen bisher nicht gemindert wurden. Ein Liquiditäts- oder Finanzierungsrisiko ist nach dem Geschäftsmodell nicht gegeben. Die Schumann Tanks GmbH ist nicht auf Darlehen zur Finanzierung neuer Projekte angewiesen. Ein Lieferantenrisiko besteht für die Schumann Tanks GmbH nicht, da die Materialien von verschiedenen Lieferanten bezogen werden können. Engpässe bei den Materialbestellungen haben sich bisher durch langfristige Abstimmungen mit den Lieferanten bisher nicht ergeben. Währungsrisiken bestehen für Projekte, die in USD abgerechnet werden, da zwischen Projektpreiskalkulation und Bezahlung der letzten Rate bei Großprojekten auch längere Zeiträume liegen können. Da jedoch die Schumann Tanks USA Corp den bedingten Vertrieb in den USA und Kanada übernimmt, trägt diese das Risiko oder die Chance der Währungsschwankungen des EUR zum USD, da die Leistungen der Schumann Tanks GmbH (z.B. Montagen, Materiallieferungen) in Euro zu bezahlen sind. Im Rahmen der vorliegenden Lizenzvereinbarung zwischen der Schumann Tanks GmbH und der Schumann Tanks USA Corp ist zur Vermeidung von Währungsverlusten und überhöhten Gebühren der Banken bei Zahlungsverpflichtung in USD die Zahlung unmittelbar auf ein USD-Konto der Schumann Tanks GmbH bei der Nord LB vereinbart worden. Bis zum Umtausch in EUR wird ein günstiger Wechselkurs abgewartet. Das Finanzamt Stendal hat die Betriebsprüfung für die Schumann Tank- und Stahlbau GmbH (Prüfungsjahre 2017 bis 2020) und die Schumann Tanks GmbH (Prüfungsjahre 2018 - 2020) in 2023 abgeschlossen. Wesentliche Prüfungsfeststellungen liegen nur hinsichtlich der Hinzurechnung nach § 1 AStG durch den Auslandsfachprüfer vor, da im Prüfungszeitraum noch keine Lizenzgebühr berechnet wurde. Für die zu erwartenden Steuernachzahlungen wurden insgesamt Rückstellungen i.H.v. T€ 78 in der Handelsbilanz gebildet. Alle rechtlichen Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesem Bericht und in die Unternehmensplanung eingeflossen. Die Geschäftsführung schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht davon aus, dass sie keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch die Risiken aus dem Steuerrecht und die immer bestehenden Risiken im allgemeinen Geschäftsverkehr bezogen auf geschlossene Verträge und Gewährleistungsverpflichtungen, die bisher nur von völlig untergeordneter Bedeutung sind. Um für das in 2024 begonnene Projekt in Polen auch steuerrechtlich auf der sicheren Seite zu sein, wird die steuerliche Registrierung über eine polnische Steuerberaterin vorgenommen, da hier die Harmonisierung im Gemeinschaftsgebiet nicht für alle Vorschriften der MwStSystRL umgesetzt wurden. Chancen Die wesentlich Chance besteht nicht nur im wirtschaftlichen Erfolg des Gewinnwachstums in einem expandierenden Marktumfeld, sondern auch in der Beteiligung an einem Umbau der weltweiten Energieerzeugung, weg von herkömmlicher Öl- und Gasverbrennung zu einem biologischen Kreislauf der Verwertung von biologischen Abfällen. Der erfolgreiche Abschluss der Weltklimakonferenz im Dezember 2015 in Paris mit der Zielsetzung, einen Anstieg der Durchschnittstemperaturen um mehr als 2 Grad gegenüber dem Stand von 1990 zu verhindern, zeigt, dass die Notwendigkeit einer Energiewende weltweit erkannt worden ist. Nimmt man die Abfallprobleme gerade in den großen Städten in Afrika oder Asien, die durch biologische Energieerzeugung aus diesem Abfall gelöst werden könnten, stellt sich schon heute die Frage, warum diese Technologie bisher nicht zielgerichtet eingesetzt wird. Die Chancen, die sich bei weltweiter Verbreitung der Biogasanlagen für die Lebensverhältnisse der Menschen ergeben sind enorm. Insgesamt haben sich die Chancen durch ein verändertes Marktumfeld für die Versorgung mit Gas und Öl in Europa für Biogasanlagen verbessert. Die Risiken haben sich gegenüber Vorjahren nicht verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht der Geschäftsführung mit dem eigenen Leistungsbaustein Tanks im Bereich der Biogasanlagen gut. Somit ist nach Einschätzung der Geschäftsführung auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Selbst geschaffene immateriellen Vermögensgegenstände (know how, Firmenwert) wurden nicht bilanziert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen sind für die in Arbeit befindlichen Aufträge nicht angefallen und sind daher auch nicht in die Herstellungskosten einzubeziehen (§ 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB). Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: • Beteiligungen zu Anschaffungskosten. Die Beteiligung an der Travellounge GmbH wurde in 2023 mit Gewinn veräußert. • Anteile an einem verbundenen Unternehmen wurden in 2023 erworben und mit den Anschaffungskosten angesetzt und bewertet (Schumann Tanks International GmbH, 40% des Stammkapitals der Gesellschaft) • Ausleihungen zum Nennwert • unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert • sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die in Arbeit befindlichen Aufträge wurden mit den Materialeinzelkosten zuzüglich Materialgemeinkosten und den Fertigungseinzelkosten zuzüglich Fertigungsgemeinkosten ohne Einbeziehung der Verwaltungskosten angesetzt (Mindestansatz). Am 31.12.2023 liegt ein Bestand in Arbeit befindlicher Aufträge i.H.v. 13.924.938,90 EUR vor (Vorjahr 18.329.813,73 EUR). Fertige noch nicht abgerechnete Leistungen liegen zum 31.12.2023 nicht vor. Für die bis 31.12.2023 fertigen abgenommenen Leistungen wurden die Schlussrechnungen bis 31.12.2023 gewinnwirksam erfasst. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern und die laut Bp-Berichten bis einschließlich Zeitraum 2020 zu erwartenden Steuernachzahlungen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Gesamtabschreibungen betragen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 439.636,71 EUR. Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält diese Beträge. Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: 68.605,70 EUR. Saldiert ohne geringwertige Wirtschaftsgüter beträgt damit die Abschreibung des Geschäftsjahres 2023 insgesamt 371.031,01 EUR. Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres ohne geringwertige Wirtschaftsgüter: 1.597.668,52 EUR. Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres ohne geringwertige Wirtschaftsgüter: 1.968.699,53 EUR. Zu den Abschreibungen im Zusammenhang mit Zugängen und Abgängen sowie Umbuchungen im Laufe des Geschäftsjahres sind folgende Angaben zu machen: Sonstige Zugänge abnutzbares Anlagevermögen ohne GWG: 227.782,21 EUR. Die Zugänge erfolgten hauptsächlich durch Anschaffung von zwei Fahrzeugen (80.563,02 EUR), Hubböcken/ Spindeln (47.100,00 EUR) sowie für einen Server (23.152.50 EUR) und Ausrüstungen zur Laseranlage (18.287,58 EUR). Abgänge abnutzbares Anlagevermögen ohne GWG zu Buchwerten: 91.937,00 EUR. Die Abgänge betreffen 3 Fahrzeuge, Hubböcke/Spindeln und diverse Ausstattungsgegenstände der gemieteten Bürocontainer, die nach Sanierung des Verwaltungsgebäudes nicht mehr genutzt werden konnten. Forschungs- und Entwicklungskosten Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden nicht aktiviert. Eine Forschung und Entwicklung neuer Produkte ist nicht erfolgt. Finanzinstrumente Die Finanzanlagen enthalten keine Finanzinstrumente, bei denen eine außerplanmäßige Abschreibung in Betracht käme. Es wurden Festgeldanlagen für Bankkontenguthaben vorgenommen um Inflationsverluste zu vermeiden. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente liegen nicht vor. Sonstige Vermögensgegenstände In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden. Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen: Im Rahmen des Vorsteuervergütungsverfahrens sind für 2023 noch Vorsteuervergütungen über das Bundeszentralamt für Steuern in anderen EU-Ländern zu beantragen. Der Vorsteuervergütungsanspruch ist zum 31.12.2023 mit 92.443,01 EUR erfasst. Davon sind in 2024 aus Dänemark umgerechnet 47.722,92 EUR als Vorsteuervergütung für 2022 erstattet worden. Unter den sonstigen Vermögenswerten wurde ein kurzfristiges Darlehen einschließlich Zinsanteil an die Schumann Invest GmbH erfasst (100.000,00 EUR zuzüglich 1.370,00 EUR Zinsen), welches nach der erfolgten Ausschüttung im Januar 2024 zurückgezahlt wurde. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen über 654.298,62 EUR sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Rückstellung offene Eingangsrechnung Schumann Xinxiang Tanks, Henan, 189.526,80 EUR Rückstellung Boni Debitor NGF für 2023: 135.280,08 EUR Rückstellung Beitrag Berufsgenossenschaft für 2023: 30.000,00 EUR. Restkostenschätzung Projekt C-Port: 76.484,00 EUR. Restkostenschätzung Projekt Châtillon: 70.000,00 EUR Sonstige Restkostenschätzungen Projekte Russland, Staples, Bio Norrois und andere 84.936,00 EUR. Rückstellung Rechnung Travellounge GmbH für Leistung 2023: 16.000,00 EUR. Rückstellung Nebenkostenabrechnung Grundstück Wolmirstedt für 2023: 7.500,00 EUR. Rückstellung diverse Leistungen in 2023 mit Rechnungseingang in 2024: 29.571,71 EUR. Die Boni Rückstellungen sind bis zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung im Kalenderjahr 2023 noch nicht mit Erlösen aus neuen Aufträgen verrechnet worden, da insoweit von NGF noch keine neuen Aufträge vorliegen. Verbindlichkeiten, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen In den Verbindlichkeiten sind keine größeren Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 0 EUR (Vorjahr: 0 EUR). Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten liegen im Kalenderjahr 2023 nicht vor. Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit über 5 Jahre liegen nicht vor. Hinsichtlich der erhaltenen Anzahlungen und beendeten Projekte liegen zum 31.12.2022 Sicherungsavale (Mängelgewährleistung, Vorauszahlungsbürgschaft, Vertragserfüllungsbürgschaft) i.H.v.5.752.667,62 EUR und 5.734.672,75 EUR bei unterschiedlichen Sicherungsgebern vor. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen Der Saldo der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen beträgt am Ende des Geschäftsjahres 15.593.420,57 EUR. Latente Steuern Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 0 EUR. Die Bilanzierung erfolgt in Übereinstimmung zwischen Handels- und Steuerbilanz Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten bestehen neben den bereits genannten Sicherungsavalen keine weiteren Haftungsverhältnisse. Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind keine weiteren Geschäfte aufzuzeigen: Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung Im Wirtschaftsjahr 2023 wurden die großen Projekte C-Port und Chatillon durch Leistungsabnahmen der Kunden abgeschlossen. Die Gewinnanteile aus diesen Projekten sind in 2024 erfasst und führen zu den hohen Umsätzen (C-Port: 18.170.526,80 EUR einschl. Nachträge; Chatillon: 5.553.015,21 EUR einschl. Nachträge und Kostenverrechnungen) und verminderten Aufträgen in Arbeit . Neben den großen abgeschlossenen Projekten wurden für das Wirtschaftsjahr 2023 Lizenzgebühren von der Schumann Tanks USA Corp i.H.v. umgerechnet 1.484.479,47 EUR erzielt. Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung liegen im Geschäftsjahr nicht vor. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Davon ist eine Angestellte im Mutterschutz. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Vergütungen der Geschäftsführer Als Vergütung für die geleisteten Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden im Saldo 623.054,88 EUR gewährt. Pensionsverpflichtungen bestehen für die Arbeitnehmer einschließlich Geschäftsführer nicht. Eine im Rahmen der Altersvorsorge gewährte Beitragsleistung für eine "Metallrente" wird von den Geschäftsführern versteuert. Unbeschränkte Haftung an Unternehmen Die Gesellschaft ist kein unbeschränkt haftender Gesellschafter für andere Unternehmen: Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann. Vorgänge von besonderer Bedeutung Mit Datum vom 06.12.2023 wurden die Betriebsprüfungen bei der Schumann Tank- und Stahlbau GmbH und der Schumann Tanks GmbH bis einschließlich Prüfungszeitraum 2020 beendet. Für die Steuernachzahlungen bei der Schumann Tank- und Stahlbau GmbH i.H.v. 9.419,00 EUR und bei der Schumann Tanks GmbH i.H.v. 68.395,00 EUR wurden in 2023 Steuerrückstellungen gebildet. Mit vertraglicher Wirkung ab 01.01.2024 wurde die von der Schumann Tanks USA Corp zu zahlende Lizenzgebühr von 6,06% auf 8,50% der modifizierten Einnahmen der Schwesterkapitalgesellschaft angehoben. Weitere wichtige Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern vor, im Januar 2024 eine Ausschüttung i.H.v. 5.000.000,00 EUR für das Ergebnis 2022 und im September 2024 i.H.v. 5.000.000,00 EUR für 2023 vorzunehmen . Der Gewinnvortrag zum 01.01.2023 beträgt 6.175.165,02 EUR. Der laufende Jahresüberschuss 2023 i.H.v. 5.875.728,89 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen. sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Barleben, 15.07.2024 Hans-Peter Schumann Martin Jäger Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Schumann Tanks GmbH Prüfungsurteil Ich habe den Jahresabschluss der Schumann Tanks GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Schumann Tanks GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; • führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern da gestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. • Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Stendal OT Uenglingen, den 15. Juli 2024 Dipl. Betriebswirtin (FH) Christiane Mertens, Vereidigte Buchprüferin |
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