Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 16786
Vorher
Eschenbach Holding GmbH
Eingetragen
16.12.1999
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Das Halten und Verwalten von Beteiligungen im In- und Ausland und die Herstellung, Beschaffung und der Vertrieb von optischen und feinmechanischen Artikeln sowie jegliche Tätigkeiten, die dem vorgenannten Zweck förderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Anacker
seit 2.9.2024
Prokura
Ellen Scholze
seit 2.9.2024
Prokura
Peter Dr. Braunhofer
seit 29.7.2021
Geschäftsführer
Matthias Anke
seit 24.11.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
INSPECS LimitedGBR
96.00%
Eschenbach Holding GmbHEigenbeteiligung
4.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Eschenbach Beteiligungs GmbH
Germany
12.550.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Eschenbach Optik GmbH

Nürnberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Wirtschaftsbericht

Grundlagen der Gesellschaft Geschäftsmodell

Die Eschenbach Optik GmbH, Nürnberg, ("EON") ist ein international agierendes Unternehmen und Anbieter von hochwertigen Brillenfassungen und Sonnenbrillen sowie einer großen Auswahl an optischen und digitalen vergrößernden Sehhilfen für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, die für die unterschiedlichen Sehaufgaben optimiert sind. Das Unternehmen gliedert sich im Geschäftsjahr 2023 unverändert in die Segmente Eyewear und Optik. Das Segment Eyewear designt, vermarktet und vertreibt hochwertige Brillenfassungen und Sonnenbrillen. Der Fokus liegt dabei sowohl auf Eigenmarken als auch Lizenzmarken. Das Segment Optik entwickelt, produziert, vermarktet und vertreibt analoge und elektronische vergrößernden Sehhilfen. EON vertreibt ihre Produkte weltweit. Die wesentlichen Kernmärkte werden über eigene Gesellschaften abgedeckt. Alle weiteren Märkte werden über Distributoren bedient. Die EON bündelt die operative Tätigkeit mit Schwerpunkt in Europa. Die wesentlichen Vertriebsniederlassungen bestehen in Frankreich, Österreich, der Schweiz, USA sowie in Japan. Daneben bestehen weitere Vertriebsgesellschaften in Italien, Spanien, Niederlande, Dänemark, Polen und Tschechien sowie eine Gesellschaft zur Einkaufs- und Qualitätssicherungsunterstützung in China. Mit Ausnahme der Vertriebsgesellschaft in Dänemark handelt es sich um Tochtergesellschaften der EON. Die EON gehört zum Konzernkreis Inspecs Group PLC, Bath, UK ("Inspecs" bzw. für den Konzernkreis "Inspecs Gruppe").

Forschung und Entwicklung

Im weltweiten Wettbewerb sind Markenunternehmen wie EON vor allem durch die permanente Weiterentwicklung ihres Produktportfolios langfristig erfolgreich. Die Segmente Eyewear und Optik verfügen über ein ausgeprägtes Verständnis für die Entwicklung neuer Produkte für die Anforderungen in den unterschiedlichen Märkten. Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt nicht in der Forschung und Entwicklung, sondern im Erkennen von Trends und spezifischen Kundenbedürfnissen in Bezug auf Design, Funktion und Qualität. Entwicklung ist daher bei EON die Entwicklung von Produkten, die Design und Funktion bestmöglich kombinieren.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach Erhebungen des statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung Nr. 19 vom 15.01.2024) blieb das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt 2023 in Deutschland hinter dem Vorjahr zurück. Die Wirtschaft stagniert. Der private Konsum war preisbereinigt um 0,8% gegenüber dem Vorjahr rückläufig und blieb damit um 1,5% unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019. Das gleiche Bild zeichnet das Statistische Bundesamt (EU Konjunkturmonitor) auch in der Europäischen Union mit einer Stagnation des preis-, saisonal- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukts und des privaten Konsums in 2023. In der Augenoptik zeichnet sich eine durchwachsene Lage ab wie der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen (Augenoptik in Zahlen 2023/2024) berichtet. Nach noch optimistischem Start in das Jahr 2023 hat sich das Konsumklima im Jahresverlauf abgekühlt. Neben der Kaufzurückhaltung trüben weitere Faktoren wie z.B. der Fachkräftemangel die Brachenentwicklung. Laut Spectaris (Pressemitteilung vom 12.01.2024) wird per Saldo in der Branche der deutschen Hersteller von Augenoptik und Consumer Optics für 2023 mit einem Umsatzzuwachs von 1% bei durch den Kostendruck sinkender Rendite gerechnet. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Ziel der EON ist es, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Der Fokus richtet sich dabei auf Wachstum, operative Effizienz und Liquiditätsmanagement. Deshalb sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren der EON Umsatz und EBITDA (Ergebnis vor Ergebnisabführung, Beteiligungsergebnis, Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Von maßgebender Bedeutung für den Erfolg von EON sind des Weiteren die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Design und Funktion der Produkte, Lieferfähigkeit und die allgemeine Kundenzufriedenheit. EON steht mit seinen Produkten im Wettbewerb zu einer Vielzahl anderer Anbieter. Design und Funktion spielen eine wesentliche Rolle bei den Kaufentscheidungen der Kunden. Des Weiteren unterliegen die Produkte im Bereich Eyewear auch modischen Trends. Daher ist EON bestrebt, gutes Design und Qualität zu verbinden. Red Dot Awards stehen für die Kompetenz von EON beim Design. EON misst Funktion und Qualität seiner Produkte anhand der Retouren, aber auch mittels Kundenbefragungen. Eine anhaltend niedrige Retourenrate ist Beleg für die Qualität der Produkte und schafft Vertrauen bei den Kunden von EON. Die Lieferfähigkeit der Produkte innerhalb definierter Bandbreiten sichert die Verfügbarkeit der Eschenbach-Produkte beim Fachhandel für den Endkunden, und damit künftige Erlöse mit der Vielzahl an Marken, Modellen und Produkten von EON. Des Weiteren stellt EON regelmäßig alle Schnittstellen zum Kunden auf den Prüfstand und justiert diese bei Bedarf, um eine möglichst hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen. Aus diesem Grund pflegt EON eine enge Zusammenarbeit und regelmäßige Kontakte mit seinen Kunden.

Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs

Geschäftsverlauf 2023

Trotz der stagnierenden Konjunktur sowie des niedrigen Konsumklimas in Deutschland und Europa, hat sich EON im Geschäftsjahr 2023 noch zufriedenstellend entwickelt. Nach sehr starken Umsätzen zum Jahresanfang ging der Absatz in der zweiten Jahreshälfte zurück. In Summe blieben die Umsatzerlöse mit € 87,3 Mio. um 1,4% unter dem Vorjahreswert. Der Umsatzanteil der Eyewear blieb nahezu unverändert bei 76,7% (Vorjahr 76,6 %). Die Marken Humphrey's, Fineline und Mini konnten an die gute Umsatzentwicklung der letzten Jahre nicht anknüpfen. Die Zuwächse resultieren aus den Marken Brendel, Titanflex, Freigeist und Jos. Eschenbach sowie im Geschäft mit den europäischen Niederlassungen darüber hinaus mit den Inspecs-Marken O'Neill und Superdry. Der Bereich Optik zeigt sich annähernd stabil mit leichten Umsatzrückgängen gegenüber dem Vorjahr. Größter Einzelmarkt ist unverändert Deutschland mit rund 71 % (Vorjahr 69%) vom Gesamtumsatz. Das EBITDA ist gegenüber dem Vorjahr um € 0,6 Mio. auf € 7,7 Mio. zurückgegangen. Dies ist insbesondere begründet durch einen Rückgang des Rohergebnisses. Teilweise kompensierend wirkte der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. In den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren konnte die angestrebte Designqualität durch den Gewinn von zwei Rod-Dot-Awards in 2023 bestätigt werden. Die Produktqualität, gemessen an der Retourenquote, bewegt sich auf unverändert hohem Niveau. Die Lieferfähigkeit ist gut.

Darstellung der Lage

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung

Die Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 war vor dem Hintergrund des insbesondere im zweiten Halbjahr schwierigen Marktumfeldes insgesamt noch zufriedenstellend. Das breite Angebot an Marken und Produkten, der weiter hohe Marktanteil in Deutschland und die Präsenz von EON in Europa und in vielen internationalen Märkten haben trotz des schwierigen Marktumfelds zu einem annähernd stabilen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr geführt. Prognostiziert war ein leichter der Zuwachs in beiden Geschäftssparte Eyewear und Optik, der auf Grund der schwachen Konsumneigung nicht realisiert werden konnte. Das EBITDA liegt unter Vorjahr, jedoch im Rahmen der Erwartung.

Vermögenslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der EON belief sich zum 31. Dezember 2023 auf € 51,8 Mio. (Vorjahr € 47,8 Mio.). Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind angestiegen. Der Warenbestand wurde deutlich reduziert. Das Anlagevermögen ging auf Grund von planmäßigen Abschreibungen und geringen Investitionen von € 5,9 Mio. auf € 5,8 Mio. zurück. Die Anteile an Tochtergesellschaften bleiben unverändert bei € 3,3 Mio. Die Vorräte wurden deutlich um € 5,4 Mio. auf € 20,3 Mio. zurückgeführt. Damit wurde die verstärkte Bevorratung auf Grund der in der Corona-Pandemie gestörten Lieferketten wieder zurückgenommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich von € 11,2 Mio. auf € 18,0 Mio. erhöht. Darin enthalten sind die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit € 10,2 Mio. (Vj. € 4,6 Mio.). Deutlich aufgebaut um € 5,7 Mio. wurden die Forderungen gegenüber der mittelbaren Gesellschafterin Inspecs Ltd, auf Grund des Aufbaus eines Cash-Poolings innerhalb der Gruppe.

Finanzlage

Finanzlage und Kapitalstruktur

Im Jahr 2023 stiegen die liquiden Mittel um € 2,8 Mio. auf € 7,4 Mio. an. Aus dem operativen Geschäft wurde ein Cashflow in Höhe von € 12,9 Mio. generiert. Insbesondere die Rückführung des Warenbestands hat sich positiv ausgewirkt. Die Investitionstätigkeit generierte einen Cashflow von € 0,6 Mio, darin € 1,1 Mio. erhaltene Ausschüttungen und Zinserträge. Dagegen stehen Liquiditätsabflüsse für die Tilgung von Darlehen in Höhe von € 3,4 Mio., die Rückführung des durch Factoring finanzierten Volumens um € 1,5 Mio. sowie weitere € 5,8 Mio. zu Gunsten eines Cashpools der Inspecs Gruppe. Die EON setzt im wesentlichen Eigenkapital, Factoring und Liquidität der direkten Gesellschafterin zur Finanzierung ein. Sämtliche Fremdkapitalpositionen werden von der Geschäftsführung der EON laufend überwacht. Die Passivseite der Bilanz gliedert sich in Eigenkapital 26,3 % (Vorjahr 28,5 % der Bilanzsumme), Rückstellungen 17,0 % (Vorjahr 15,7 %) und Verbindlichkeiten 56,7 % (Vorjahr 55,8 %). Die Verringerung der Eigenkapitalquote resultiert aus dem Anstieg der Bilanzsumme. Die Rückstellungen lagen mit € 8,8 Mio. um € 1,3 Mio. über dem Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für Gewährleistungen sowie höhere Rücknahmeverpflichtungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel haben sich gegenüber dem Vorjahr zusammen um € 0,6 Mio. auf € 9,6 Mio. erhöht. Die auf Grund der ertragssteuerlichen Organschaft durchgeführte Abführung des Ergebnisses in Höhe von € 7,5 Mio. schlägt sich in der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber der direkten Gesellschafterin Eschenbach Beteiligungs GmbH nieder. Dagegen wurden € 3,3 Mio. Darlehen der mittelbaren Gesellschafterin Inspecs Ltd. getilgt. In Summe haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von € 12,1 Mio. auf € 14,5 Mio. erhöht. Die Eschenbach Optik GmbH finanziert sich neben der Nutzung von Factoring seit Oktober 2021 bei Bedarf über die Inspecs Group PLC bzw. über deren 100 %-Tochtergesellschaft Inspecs Limited. Die Inspecs Group PLC hat ihre Rahmenkreditvereinbarung mit der HSBC UK Bank PLC, London/UK, im Oktober 2021 neu gefasst und EON ist dieser Vereinbarung als Garant beigetreten. Sie haftet gesamtschuldnerisch für die im Rahmen dieser Vereinbarung bestehenden Verpflichtungen und hat Sicherheiten (z. B. Sicherungsübereignung des Vorratsbestandes) gestellt. Zum 31. Dezember 2023 bestanden hieraus Haftungsverhältnisse in Höhe von GBP 36,9 Mio. und USD 8,2 Mio. (Vorjahr: USD 58,4 Mio.). Das Monitoring der Kreditlinie einschließlich Einhaltung der Covenants erfolgt auf Ebene von Inspecs. Die EON wird regelmäßig über die Finanzierungs- und Liquiditätssituation der Inspecs-Gruppe informiert, um ihre Einschätzung des Risikos der Haftungsinanspruchnahme beurteilen zu können (siehe auch im Risikobericht). Die EON nutzt operatives Leasing für Büros, Lagerräume, Büroausstattung und den Fuhrpark.

Ertragslage

Ertragslage

Neben dem Umsatzrückgang um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahr war die Ertragslage der EON im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen durch folgende Faktoren beeinflusst: Der Materialaufwand bleibt nahezu unverändert. Gestiegenen Beschaffungskosten sowie erhöhte Rückstellungen für Gewährleistungen und Rückgaben in Höhe von € 0,5 Mio. stehen geringeren Mengen gegenüber. Die Materialaufwandsquote gemessen am Umsatz steigt damit auf 44,6% (Vorjahr 44,0%). Damit sinkt das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr um € 1,5 Mio. auf € 47,9 Mio. Es ist definiert als Summe aus Umsatzerlöse, Bestandsveränderung und Materialaufwand. Mit € 20,1 Mio. blieb der Personalaufwand mit einem Zuwachs von 0,6% annähernd auf Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Geschäftsjahres 2023 betrugen € 21,3 Mio. (Vorjahr € 22,3 Mio.). Der Rückgang wurde insbesondere erzielt durch geringere Aufwendungen für die Währungsumrechnung sowie verringerte Ausgaben im Marketingbereich. Das EBITDA ging gegenüber dem Vorjahr um € 0,6 Mio. auf € 7,7 Mio. zurück. Der Beteiligungsertrag von € 1,0 Mio. (Vorjahr € 2,0 Mio.) resultiert aus einer Ausschüttung der Tochtergesellschaft Eschenbach Optik GmbH, Schweiz von CHF 1,0 Mio. Im Vorjahr hat die Gesellschaft in der Schweiz CHF 2,0 Mio. an die EON ausgeschüttet. Das Finanzergebnis verbesserte sich um € 0,4 Mio. auf € -0,4 Mio., im Wesentlichen aufgrund der vollständigen Rückführung der Darlehen der Inspecs Ltd. Insgesamt weist die EON ein aufgrund des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags an die Muttergesellschaft Eschenbach Beteiligungs GmbH, Nürnberg, abzuführendes Ergebnis von € 7,5 Mio. (Vorjahr € 8,7 Mio.) aus.

Risikobericht

Chancen- und Risikobericht

Die EON ist mit ihren Geschäftsaktivitäten vielfältigen externen und internen Einflüssen und den damit verbundenen Chancen und Risiken ausgesetzt. Chancen und Risiken sind Teil unternehmerischen Handelns. Diese können sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der EON haben. Das Eingehen von kalkulierten Risiken gehört damit zur Strategie einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts. Dies bedingt ein aktives Risiko- und Chancenmanagement mit dem Ziel unangemessene Risiken zu vermeiden, eingegangene Risiken zu überwachen und zu steuern sowie Chancen rechtzeitig zu erkennen und zu nutzen.

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der EON beinhaltet eine systemgestützte und detaillierte Risikoerfassung, Risikobewertung und Risikoüberwachung über die gesamte Wertschöpfungskette. Anhand definierter Risikofelder, die Risikoverantwortlichen zugeteilt sind, werden die Unternehmensrisiken regelmäßig identifiziert und nach ihrer Relevanz turnusmäßig überprüft und bewertet. Diese Bewertung verwendet eine Relevanzskala von 1 (weniger bedeutend) bis 5 (kritische Risiken), um die erkannten Risiken zu kategorisieren und entsprechend darüber zu berichten. Der Risikomanagement-Prozess sowie die organisatorische Gestaltung (Verantwortliche und Aufgaben) wurden von der Geschäftsführung festgelegt. Die Risikomanagerin steuert den Risikomanagement-Prozess. Das Risikomanagement ist darauf ausgerichtet, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten, um entsprechend gegensteuern zu können. Die Gesamtverantwortung für ein effektives Risikomanagement trägt die Geschäftsführung der EON. Die operative Steuerung der einzelnen Risiken obliegt maßgeblich den Risikoverantwortlichen in den einzelnen Bereichen und in den jeweiligen Tochtergesellschaften. Das Management unserer Tochtergesellschaften nimmt an den turnusmäßigen und standardisierten Risikoerhebungen teil. Plötzliche wesentliche Änderungen der Risikolage sind der Risikomanagerin unverzüglich zu melden.

Bedeutende Risiken

Aus Sicht der Geschäftsführung sind die bedeutendsten Risiken (Relevanzskala 4, zum Berichtszeitraum 31.12.2023 wurden keine Risiken in Relevanz 5 definiert) in absteigender Reihenfolge:

• Ausfall eines großen Key Accounts

• Cyberangriffe und technische Datensicherheit und Ausfall ERP-System

• Marktpreisentwicklung in der Optik

• Starke Abhängigkeit der Eyewear vom deutschen Markt (bei negativer Entwicklung)

Gegenüber dem Vorjahr entfallen ist das Risiko der Nichtverlängerung von Lizenzvereinbarungen, da diese im Geschäftsjahr durchgehend erneuert werden konnten. Die bedeutendsten Risiken werden im Folgenden beschrieben.

Ausfall eines großen Key Accounts

Die Kundenbasis von EON ist breit gestreut. Neben den inhabergeführten Optikerfachgeschäften sind große Filialisten und Einkaufsverbände ("Key Accounts") Kunden von EON. Die erzielbaren Umsätze und Margen können im Falle eines Verlustes dieser Key Accounts niedriger sein als geplant. Die Pflege der Beziehungen zu allen Kunden - sowohl Key Accounts als auch inhabergeführten Optikerfachgeschäften - mit dem Ziel des Erhalts einer ausgewogenen und tragfähigen Kundenstruktur ist daher eine der zentralen Aufgaben des Managements. Ein großer Key Account hat kürzlich die Konzernzugehörigkeit gewechselt. Deshalb ist die weitere Zusammenarbeit und deren Umfang ungewiss. Dieses spezielle Ereignis wurde in der Umsatz- und Rohertragsplanung 2024 bereits berücksichtigt. Cyberangriffe und technische Datensicherheit / Ausfall ERP-Systemen Einschränkungen und Ausfälle der IT-Systeme, auf die sich das Unternehmen stützt, können sich nachteilig auf ihre Leistung, ihren Betrieb und ihre Reputation auswirken. EON setzt auf IT-Systeme und Netzwerke zur Unterstützung des Einkaufs, der Logistik und Warenwirtschaft, des Vertriebs und anderer Geschäftsprozesse sowie der internen und externen Kommunikation. Der dauerhafte und sichere Betrieb einschließlich der Weiterentwicklung der IT-Systeme sowie Computerhardware, Software, Plattformen und Netzwerke ist entscheidend für die erfolgreiche Durchführung der Geschäftsaktivitäten und die Reputation des Unternehmens. Trotz IT-Wartungs- und Sicherheitsmaßnahmen (z. B. Notfallpläne, tagesaktuelle Datensicherungen) sind die internen IT-Systeme und -Netzwerke von EON dem Risiko von Fehlfunktionen und Unterbrechungen aus einer Vielzahl von Quellen ausgesetzt, unter anderem durch unbefugten Zugriff, Cyberangriffe, Geräteschäden, Stromausfälle oder Computerviren. Eine erhebliche oder weitreichende Fehlfunktion oder Unterbrechung eines oder mehrerer der IT-Systeme oder -Netzwerke von EON könnte ihre Fähigkeit, den Betrieb effizient aufrechtzuerhalten, beeinträchtigen. Darüber hinaus könnte der Missbrauch geschützter oder vertraulicher Informationen, einschließlich Kunden- und Mitarbeiterdaten, zu Schadenersatzansprüchen und Reputationsschäden führen. Zur Reduktion des Risikos von Cyberattacken wurden z. B. Cyberrisk-Versicherungen und Testszenarien für Cyberattacken implementiert. Zusätzlich wird eine Cold Standby Server Technologie eingesetzt.

Marktpreisentwicklung in der Optik

Die Marge der Händler für den Verkauf der Produkte des Segments Optik an die Endkunden ist auf Basis der aktuellen Marktpreisentwicklung gering. Dieses niedrige Preisniveau schadet dem Markenimage und kann zu eventuellen Auslistungen führen. Hinzu kommt, dass sowohl im stationären Einzelhandel als auch im Bereich Massenmarkt kein Wachstum möglich ist. Sobald große Filialisten mit Eschenbach-Produkten in den Onlineverkauf eintreten, werden sie mit den dort vorherrschenden Marktpreisen der Produkte konfrontiert. Das hemmt eine weitere Markterschließung.

Starke Abhängigkeit der Eyewear vom deutschen Markt

Der Umsatzanteil des deutschen Marktes im Bereich Eyewear ist in 2023 gestiegen. Damit steigt auch die wirtschaftliche Abhängigkeit. Gerade angesichts des schwierigen Konsumklimas in Deutschland, ausgelöst durch verschiedene gesamtwirtschaftliche Faktoren, entsteht ein erhöhtes Ergebnisrisiko bei schwacher Marktentwicklung. Deshalb wurde dieses Risiko in der Relevanz von 3 auf 4 hochgestuft. Als Gegenmaßnahme zu diesem Risiko werden u.a. die Produktkollektionen internationaler ausgerichtet, um den Umsatzanteil des Auslandes zu erhöhen.

Weitere, relevante Risiken

Auch Risiken mit einer derzeit niedrigeren Relevanzeinstufung werden intensiv beobachtet, um negativen Entwicklungen frühzeitig entgegenwirken zu können. Nachfolgend sind die daraus wichtigsten Themen beschrieben.

Preisschwankungen

Die Planung des Unternehmens unterstellt bestimmte Verkaufserlöse für ihre Produkte und Marken in den Ländern, in denen EON aktiv ist. Zudem könnte im Bereich Optik die Preisgestaltung bestimmter Händler das Markenimage negativ beeinflussen sowie das Risiko von Auslistungen im optischen Fachhandel erhöhen. Wenn geplante Verkaufsvolumina unterschritten werden oder die Preisannahmen nicht eintreten, werden die geplanten Umsätze und Erträge nicht realisiert. Dieses Risiko begründet sich auch durch den Kostendruck vor dem Hintergrund der aktuell hohen Inflation und einer damit verbundenen zurückhaltenden Konsumneigung. Des Weiteren werden in der Planung der EON Annahmen über die Entwicklung der Einkaufspreise mit den Lieferanten getroffen. Erhöhen die Lieferanten ihre Preise über die in der Planung hinterlegten Einkaufspreise hinaus, und können solche Preiserhöhungen nicht oder nicht vollumfänglich an die Kunden weitergegeben werden, besteht das Risiko, dass das Ergebnis sinkt. Das Unternehmen ist bestrebt, Preise mit seinen Lieferanten im Rahmen von Vereinbarungen bestmöglich zumindest für einen bestimmten Zeitraum zu fixieren. Jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lieferanten kurzfristig Preiserhöhungen durchsetzen können. Währungsschwankungen EON ist von Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro, der Berichtswährung, und anderen Währungen, insbesondere dem US-Dollar, abhängig, da der Großteil der Warenlieferungen an EON in US-Dollar abgerechnet wird. Die Belieferung erfolgt dabei über das Jahr verteilt zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Die Erlöse aus dem Verkauf der Produkte dagegen fließen überwiegend in Euro zu. Die Schwankungen des EUR/USD-Kurses können sich somit auf die Ertragslage auswirken. EON setzt Finanzinstrumente zur Absicherung von Wechselkursschwankungen ein und konnte damit die Risikoeinstufung von vier auf drei reduzieren. Allgemeine Marktrisiken EON verkauft seine Produkte über den Fachhandel und nicht direkt an Endkunden. Marktveränderungen, beispielsweise steigende Onlineverkäufe direkt an Endkunden, ein zunehmender Wettbewerb mit Marken anderer Hersteller im selben Preissegment oder ein Überangebot an ähnlichen Marken, von denen sich die Eschenbach-Marken nicht ausreichend differenzieren lassen, führen zu zusätzlichem Wettbewerb. Im Segment der optischen Produkte besteht auch das Risiko des Verkaufs im Internet durch den Wettbewerb am Fachhandel vorbei. Ein solches Wettbewerbsumfeld könnte zu sinkenden Umsätzen und Margen führen. Die sehr gute Marktposition insbesondere in der DACH-Region, die Markenvielfalt, ständige Investitionen in neue Funktionen und Designs reduzieren das Wettbewerbsrisiko, können es aber nicht vermeiden.

Neue Trends

Das Geschäftsmodell der EON hängt von der Fähigkeit ab, den Kundengeschmack zu treffen und auf Veränderungen zeitnah zu reagieren. Der Kundengeschmack unterliegt dynamischen Veränderungen, der sich zusätzlich aufgrund der verschiedenen Länder und Märkte, in denen das Unternehmen tätig ist, regional unterscheidet. EON versucht, zukünftige Trends durch Nutzung der Ergebnisse von Marktforschungen und Kundenbefragungen sowie durch Trendscouts zu antizipieren. Lagerrisiken Marktveränderungen einschließlich Veränderungen von Trends in einzelnen Ländern, in denen EON aktiv ist, können sich negativ auf die Absatzchancen in diesen Ländern auswirken, und damit zu Überbeständen, verbunden mit hohen Lagerreichweiten bis hin zur Unverkäuflichkeit von Waren führen. Dies könnte eine Neubewertung des Vorratsvermögens erfordern. Wertminderungen auf das Vorratsvermögen können die Ertragslage negativ beeinflussen.

Beschaffungsrisiken

Beim Einkauf bestimmter Produkte sieht EON eine starke Abhängigkeit von bestimmten Lieferanten sowie mögliche Risiken in der Warenverfügbarkeit, insbesondere am Beschaffungsstandort China. Das beinhaltet den Ausfall einzelner Lieferanten oder Einschränkungen für gesamte Regionen. In der Folge birgt dies Preisrisiken (s. o.) sowie das Risiko, dass die Nachfrage möglicherweise nicht bedient werden kann.

Produktqualität

Es ist nicht auszuschließen, dass Produktionsfehler auftreten, die zu hohen Kosten der Behebung und/oder zu einem dauerhaften Reputationsschaden führen können. Sofern Kunden mögliche Produktionsfehler als dauerhaftes Qualitätsproblem auffassen, könnte dies negative Auswirkungen auf das zukünftige Kaufverhalten in Bezug auf die Produkte von Eschenbach haben. EON überprüft laufend die Qualität seiner Produkte. Mit Unterstützung der 100 %Tochtergesellschaft Eschenbach Optik (Shenzhen) Co. Ltd., China, wird der Produktionsprozess der wichtigsten Lieferanten, die Einhaltung von Qualitätsstandards sowie die Qualität der Produkte auch vor Ort überprüft. Jedoch können Qualitätsmängel nicht ausgeschlossen werden.

Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Aktivitäten der EON sind finanziellen Risiken ausgesetzt. Im Einzelnen sind dies Währungsrisiken (siehe oben), Liquiditätsrisiken, Kreditrisiken und Zinsänderungsrisiken.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiken entstehen für EON, wenn Zahlungsverpflichtungen aufgrund unzu¬reichender Verfügbarkeit von liquiden Mitteln nicht erfüllt werden können. Das Management dieses Risikos ist Aufgabe des Bereiches Finanzen. Auf Basis einer mehrjährigen Finanz¬planung sowie einer rollierenden kurzfristigen Liquiditätsplanung werden liquide Mittel disponiert sowie Kreditlinien gesteuert. Bei Bedarf werden die Auswirkungen möglicher Risikoszenarien auf die Liquiditätsentwicklung simuliert.

Kreditrisiken

Ein Kreditrisiko entsteht, wenn ein Schuldner seine Forderungen nicht oder nicht fristgerecht leisten kann. Kreditrisiken umfassen sowohl das direkte Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung. Dem potenziellen Risiko eines Forderungsausfalls wird durch regelmäßige Überwachung und gegebenenfalls durch Wertberichtigungen kontinuierlich Rechnung getragen. Des Weiteren nutzt die EON vor allem in Deutschland Factoring, um neben eine Stärkung der Liquidität zu erreichen auch das Ausfallrisiko zu minimieren. Die EON haftet gesamtschuldnerisch für die Kreditlinie der Inspecs und stellt darüber hinaus weitere Sicherheiten (s. o.). Die Geschäftsführung beurteilt regelmäßig das Risiko der Haftungsinanspruchnahme.

Zinsänderungsrisiken

Die EON ist von Zinsänderungen nur eingeschränkt betroffen, da in den wesentlichen Darlehensverträgen fixe Zinsen vereinbart sind. Allerdings können sich Zinserhöhungen mittelbar auswirken, indem sie die Kaufkraft der Kunden beeinträchtigen könnte. Auch können steigende Marktzinsen aus steuerrechtlichen Gründen zu einer Erhöhung des konzerninternen Zinssatzes führen. Preis-/Bewertungsrisiken (Bilanz) Marktveränderungen in einzelnen Ländern, in denen EON aktiv ist, können sich negativ auf die Absatzchancen in diesen Ländern auswirken, und damit zu Überbeständen, verbunden mit hohen Lagerreichweiten bis hin zur Unverkäuflichkeit von Waren führen. Auch die Ertragslage der in diesen Ländern tätigen Tochtergesellschaften selbst kann negativ beeinflusst werden. Dies könnte eine Neubewertung des Vorratsvermögens sowie der Tochtergesellschaft selbst erfordern. Wertminderungen auf das Vorratsvermögen sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungsbuchwerte bei der EON können die Ertragslage negativ beeinflussen.

Personalrisiken

Der Erfolg der EON hängt in hohem Maße von ihren qualifizierten Führungskräften und Spezialisten ab, darunter z. B. Niederlassungsleiter, Mitarbeiter im Vertrieb und andere Mitarbeiter mit umfassendem Knowhow. Mit zunehmendem Wettbewerb um Führungskräfte und Spezialisten wächst das Risiko, dass qualifizierte Führungskräfte und Spezialisten nicht gehalten werden können oder nicht mehr in ausreichender Zahl oder innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens von der EON, trotz der Kombination klassischer und moderner Recruiting-Methoden, wie die Einschaltung von Personalberatern und die Nutzung von Social-Media-Kanälen, eingestellt werden können.

Globale Risiken Russland-Ukraine-Krieg

Die Märkte der Kriegsparteien haben für den Absatz der Produkte der EON keine nennenswerte Bedeutung. Damit ist die EON auch nur geringfügig von den Sanktionen gegen Russland betroffen. Es sind die mittelbaren Wirkungen des Krieges, wie die Marktpreisschwankungen, der starke Anstieg der Inflation, der Anstieg der Zinsen und nicht zuletzt die daraus resultierende Verunsicherung der Verbraucher, die Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der EON haben und die Ziele und damit auch den Umsatz und das EBITDA des Unternehmens gefährden können.

Konflikt im Gaza-Streifen

Auch der Terror der Hamas und die daraus resultierende Kriegshandlungen im Nahen Osten betreffen die EON nicht direkt. Mittelbar kann eine Unterbrechung von Lieferketten und Handelswegen und die weitere Verunsicherung der Weltwirtschaft mit Folgen für das Konsumklima oder Währungsschwankungen ein Risiko für das Unternehmen bilden.

Compliance und ESG Risiken

Die EON ist an die korrekte Umsetzung landesspezifischer Rechtssprechung sowie die Einhaltung vertraglicher Vereinbarungen, etc. gebunden. Die nicht Einhaltung kann zu Risiken von Rechtsstreitigkeiten, Absatzmarktrisiken, etc. führen. Zudem kann eine zunehmende Bedeutung von ESG-Themen die Kosten und das Nachfrageverhalten beeinflussen. Die Themen werden gemonitored und gesteuert, um etwaige Risiken hieraus so gering wie möglich zu halten. Chancen Analog zum Risikomanagement verfolgt die EON mit dem Chancenmanagement das Ziel, die strategischen und operativen Ziele rasch und effizient durch konkrete Aktivitäten umzusetzen. Chancen können sich in allen Geschäftsbereichen ergeben. Deren Identifika¬tion und zielgerichtete Nutzung ist eine Managementaufgabe, die in die alltäglichen Entscheidungen mit einfließt.

Chancenmanagement

Die Geschäftsführung definiert eine Chance als eine mögliche künftige Entwicklung oder ein zukünftiges Ereignis, das zu einer positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen kann. Das bedeutet, dass Ereignisse, die bereits in die Budget- oder Mittelfristplanung eingegangen sind, nach dieser Definition keine Chance darstellen und in diesem Bericht nicht behandelt werden. Markt- und Branchenchancen

Die EON sieht Chancen in der Konsolidierung der Branche. Größer gewordene Retail-Ketten tendieren dazu, kleine Anbieter durch einen Vollsortimentsanbieter wie EON zu ersetzen. Weitere Chancen ergeben sich daraus, dass viele Händler unzufrieden sind mit der jetzt dominierenden Position des europaweit branchengrößten Anbieters und daher mit alternativen Lieferanten wie Eschenbach wachsen wollen. Die EON sieht Chancen dank seiner führenden Marktposition in Deutschland, dass Kunden mehrere Marken aus dem Hause EON, aber auch aus der Inspecs Gruppe in das Sortiment aufnimmt.

Operative Chancen

Die EON sieht Chancen in der weiteren, noch stärkeren Auswertung und Entwicklung bestehender Lizenzen sowie im Erwerb weiteren Lizenzen und Marken oder im Abschluss neuer Lizenzvereinbarungen. Die Realisierung von Effizienzverbesserungen entlang der Wertschöpfungskette wird ebenfalls als Chance bewertet. Weitere Chancen bestehen in der Ausweitung der Zusammenarbeit mit anderen Tochtergesellschaften der Inspecs Limited, insbesondere im gemeinsamen Vertrieb und der Beschaffung.

Gesamteinschätzung der Risiken und Chancen

Auf Basis der vorliegenden Informationen und der Einschätzungen, insbesondere der Eintrittswahrscheinlichkeiten, der maximalen Schadenshöhe und der Wirkung der getroffenen Gegenmaßnahmen, ist die Geschäftsführung der EON der Überzeugung, dass aktuell keine Risiken bekannt sind, die einen den Bestand der EON gefährdenden Charakter aufweisen. Dies gilt für die Risiken im Einzelnen sowie auch deren Gesamtheit, sofern sich die Auswirkung der Gesamtheit sinnvoll simulieren oder anderweitig abschätzen lässt. Die Geschäftsführung erachtet die Risikotragfähigkeit der EON als ausreichend. Die größten Chancen sieht die Geschäftsführung in dem weiteren Ausbau des Geschäftes und der Integration mit der Inspecs Gruppe, der Nutzung von Wachstumspotenzialen und durch weitere Effizienzverbesserungen. Darüber hinaus erwachsen Perspektiven aus dem möglichen weiteren Erwerb von Marken oder dem Abschluss von neuen Lizenzvereinbarungen.

Prognosebericht

Prognosebericht

Die Entwicklung der EON hängt vor allem von der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und Europa ab. Aus Sicht des Instituts für Weltwirtschaft (Kieler Konjunkturberichte Nr. 111) sieht die wirtschaftliche Entwicklung in 2024 durchwachsen aus. Die aktuell stagnierende Konjunktur in Europa wird erst mit Abklingen der Inflation sich allmählich beleben. Für Deutschland ist das ifo Institut (ifo Konjukturprognose vom 06.03.2024) noch zurückhaltender. Auf Basis der hohen Unsicherheit in Haushalten und Unternehmen wird für das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt lediglich ein Wachstum von 0,2 Prozent erwartet. Dementsprechend geht die Geschäftsführung der EON für 2024 entsprechend der Prognosen von einer weiterhin verhaltenen Konsumentennachfrage aus. Wachstum kann in der Sparte Eyewear nur unter hohem Wettbewerbsdruck erzielt werden. Für die Optik erwarten wir ein stabiles Marktumfeld. Wir streben für das laufende Geschäftsjahr die folgenden Entwicklungen bei unseren bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren an. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren behalten wir ebenso weiter im Fokus und versuchen diese kontinuierlich zu verbessern bzw. mindestens stabil zu halten. Die Umsatzerlöse im Jahr 2024 werden sich auf dem Niveau 2023 bewegen. Die Anteile zwischen Eyewear und Optik werden annähernd gleich bleiben. Durch Kostenkontrolle wird angestrebt, Einsparungen im Material- und sonstigen betrieblichen Aufwand zu realisieren. In Summe erwarten wir ein gegenüber 2023 leicht verbessertes EBITDA.

Unterschrift

 

Nürnberg, den 16. Oktober 2024

Die Geschäftsführung

Dr. Peter Braunhofer

Matthias Anke

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.753.695,40 5.938.871,26
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 648.319,99 568.426,68
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 404.784,00 512.372,00
2. geleistete Anzahlungen 243.535,99 56.054,68
II. Sachanlagen 1.822.100,04 2.087.169,21
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 277.565,00 312.081,00
2. technische Anlagen und Maschinen 341.246,00 487.318,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.119.619,00 1.276.286,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 83.670,04 11.484,21
III. Finanzanlagen 3.283.275,37 3.283.275,37
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.283.275,37 3.283.275,37
B. Umlaufvermögen 45.702.078,69 41.551.393,49
I. Vorräte 20.311.409,73 25.732.642,91
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.768.764,49 2.543.888,72
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 289.902,12 268.766,09
3. fertige Erzeugnisse und Waren 18.252.743,12 22.919.988,10
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.033.362,82 11.248.968,63
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.640.523,39 920.859,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.223.000,07 4.591.338,06
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.169.839,36 5.736.771,15
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.357.306,14 4.569.781,95
1. Guthaben bei Kreditinstituten 7.357.306,14 4.569.781,95
C. Rechnungsabgrenzungsposten 299.108,34 262.994,02
Summe Aktiva 51.754.882,43 47.753.258,77

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 13.595.167,52 13.595.167,52
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 12.550.000,00 12.550.000,00
1. Gezeichnetes Kapital 12.550.000,00 12.550.000,00
II. Kapitalrücklage 1.045.167,52 1.045.167,52
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (Bilanz) bei Personen(handels)gesellschaften 0,00 0,00
B. Rückstellungen 8.822.645,85 7.495.696,78
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 348.663,00 323.945,00
2. sonstige Rückstellungen 8.473.982,85 7.171.751,78
C. Verbindlichkeiten 29.337.069,06 26.662.394,47
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.389.678,58 7.569.506,88
2. Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 1.162.109,91 1.343.616,69
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.489.324,57 12.060.767,43
4. sonstige Verbindlichkeiten 5.295.956,00 5.688.503,47
Summe Passiva 51.754.882,43 47.753.258,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 6.968.169,68 7.550.475,79
a) Rohergebnis 49.222.964,22 50.657.712,35
Gesamtleistung 86.786.130,34 88.358.526,62
Umsatzerlöse 87.257.603,83 88.491.918,79
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -471.473,49 -133.392,17
sonstige betriebliche Erträge 1.356.217,54 1.240.050,43
davon Erträge aus Währungsumrechnung 212.308,01 567.731,28
Materialaufwand 38.919.383,66 38.940.864,70
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 38.919.383,66 38.940.864,70
b) Personalaufwand 20.142.830,82 20.031.085,56
Löhne und Gehälter 16.892.810,11 16.798.198,45
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.250.020,71 3.232.887,11
c) Abschreibungen 768.342,72 790.416,93
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 768.342,72 790.416,93
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 21.343.621,00 22.285.734,07
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 603.132,98 1.146.538,38
a) Erträge aus Beteiligungen 1.032.716,45 1.973.359,64
davon aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 1.032.716,45 1.973.359,64
b) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 95.030,41 295.600,71
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 94.977,73 -295.600,71
übrige sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 95.030,41 295.600,71
c) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 0,00
d) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 524.613,88 1.122.421,97
davon an verbundene Unternehmen 352.772,11 998.663,81
übrige sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen 524.613,88 1.122.421,97
3. Ergebnis nach Steuern 7.571.302,66 8.697.014,17
4. sonstige Steuern 31.362,00 23.008,00
5. Verlust- bzw. Gewinnabführung (Tochter) -7.539.940,66 -8.674.006,17
a) aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 7.539.940,66 8.674.006,17
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

Firma

Eschenbach Optik GmbH

Firmensitz

Nürnberg

Registergericht

Nürnberg

Handelsregisternummer

HR B 16786

Steuerlicher Erläuterungsbericht

Zwischen der EON (Organgesellschaft) und der Eschenbach Beteiligungs GmbH (Organträgerin) besteht eine ertragsteuerliche sowie umsatzsteuerliche Organschaft.

Allgemeine Angaben zu Bilanzierung, Bewertung, Währungsumrechnung und Konsolidierung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Allgemeines

Der Jahresabschluss der Eschenbach Optik GmbH ("EON") für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurde unter Anwendung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den Vorschriften des GmbH-Gesetzes zum Jahresabschluss und unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die EON hat ihren Sitz in Nürnberg und wird unter der Handelsregisternummer HR B 16786 des Amtsgerichts Nürnberg geführt. Die Anteile der mittelbaren Muttergesellschaft Eschenbach Holding GmbH, Nürnberg, gehören seit dem Jahr 2020 der Inspecs Limited, Bath, UK, einer Konzerngesellschaft der Inspecs Group PLC, Bath, UK. Die Inspecs Group PLC stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Konzernunternehmen auf, in den die EON einbezogen ist. Der Konzernabschluss der Inspecs Group PLC wird nach den UK International Financial Reporting Standards (UK IFRS) aufgestellt. Diese entsprechen im Wesentlichen den International Financial Reporting Standards wie von der EU verabschiedet. Dieser Konzernabschluss einschließlich dem Bestätigungsvermerk und dem Konzernlagebericht ("Strategic Report" sowie "Directors Report") wird im Unternehmensregister in englischer Sprache veröffentlicht. Es handelt sich hierbei um einen befreienden Konzernabschluss gem. § 292 Abs.1 Nr. 1 HGB. Die Gesellschaft ist nach § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt. Bankguthaben in fremder Währung werden mit dem geltenden Kurs am Abschlussstichtag bewertet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben im Wesentlichen unverändert.

Bewertung einzelner Bilanzpositionen

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die voraussichtlichen Nutzungsdauern, bewertet. Die Nutzungsdauern betragen im Wesentlichen 3 bis 5 Jahre. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung in Anlehnung an steuerliche Vorgaben gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert. Die Nutzungsdauern betragen im Wesentlichen für Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6 bis 15 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen 10 bis 14 Jahre sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 19 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten nicht mehr als € 800,00 betragen, werden im Jahr ihres Zugangs sofort mit ihrem vollen Wert abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Sofern die fortgeführten Anschaffungskosten den beizulegenden Wert der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen übersteigen, werden bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geleistete Anzahlungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden mit dem Anzahlungsbetrag angesetzt.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert, der den Finanzanlagen am Bilanzstichtag aufgrund der Ertragsaussichten beizulegen ist, vorgenommen. Der vereinfachten Ertragswertberechnung wird eine Dreijahresplanung unter Verwendung eines Kapitalisierungszinsfußes von 7,1 % bis 9,7 % (Vorjahr 7,5 % bis 9,6 %) zugrunde gelegt. Eine Zuschreibung erfolgt, sofern der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung entfallen ist. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bezüge in Fremdwährung werden zum aktuellen Devisenkassamittelkurs bei Erwerb erfasst. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen. Waren werden zu Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bezüge in Fremdwährung werden zum aktuellen Devisenkassamittelkurs bei Erwerb erfasst. Entsprechend § 256 HGB wird bei der Bewertung des Vorratsvermögens unterstellt, dass die zuerst angeschafften oder hergestellten Vorräte zuerst verbraucht oder veräußert worden sind. Für Vorräte mit geringer Umschlagshäufigkeit wurden Bewertungsabschläge in erforderlichem Umfang vorgenommen. Ferner wird dem Prinzip der verlustfreien Bewertung durch Abschläge aufgrund fehlender Verwertbarkeit oder niedrigerer Verkaufspreise Rechnung getragen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert oder ihrem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag gezahlt wurden, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert ausgewiesen. Pensionsverpflichtungen

Die handelsrechtliche Bewertung von Pensionsverpflichtungen erfolgt nach der "Projected Unit Credit Method" unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze mit einem Zinsfuß von 1,82 % (Vorjahr 1,78 %) p.a. auf Basis der 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der rechnerische Unterschiedsbetrag, wie er sich bei der Berechnung zwischen dem Marktzins der letzten zehn Jahre und der letzten sieben Jahre ergibt, beträgt T€ 2 (Vorjahr T€ 9). Die Rentenanpassung wurde unverändert zum Vorjahr mit 6,12% (alle drei Jahre) angesetzt. Fluktuation und Anwartschaft wurden unverändert mit 0,00 % angenommen. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, um alle zum Bilanzstichtag vorhandenen ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken, wobei ggf. künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt werden. Sie sind nach den Erkenntnissen bis zur Bilanzaufstellung angemessen dotiert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit angemessenen und von der Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert am Stichtag bewertet und im Falle eines negativen Wertes wird eine entsprechende Rückstellung gebildet, sofern nicht die Voraussetzungen zur Bildung einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB vorliegen. Umsatzerlöse

Die Realisierung von Umsatzerlösen richtet sich nach dem Zeitpunkt des tatsächlichen Gefahrenübergangs der veräußerten Ware. Sonstige Aufwendungen und Erträge Aufwendungen und Erträge werden in dem Geschäftsjahr erfasst, in dem sie wirtschaftlich angefallen sind. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Zum 31. Dezember 2023 hatte die Gesellschaft ein (Vorjahr ein) USD-Devisentermingeschäft abgeschlossen. Das Sicherungsgeschäft diente zur Absicherung erwarteter Warenbezüge in USD und sichert den Kauf eines USD-Volumens von € 2 Mio. Dieses Geschäft wies zum Stichtag gemäß der Ermittlung der Bank einen negativen Marktwert von T€ 24 auf. Der negative Marktwert stellt gleichzeitig den Buchwert dar, welcher unter den Sonstigen Rückstellungen erfasst ist. Darüber hinaus bestehen zum gleichen Zweck vier (Vorjahr keine) Devisenoptionsgeschäfte mit einem Nominalvolumen von € 5,5 Mio. und einem Zeitwert zum Stichtag von in Summe T€ 8, der nicht bilanziert ist. Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB wurden nicht gebildet.

Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Personen und Unternehmen

Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des § 285 Nr. 11 HGB unter Anwendung der Definitionen des ISA 24 gelten Unternehmen und Personen, wenn eine der Parteien direkt oder indirekt über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss aus¬zuüben oder an der gemeinsamen Führung des Unternehmens beteiligt ist. Als nahestehende Personen bzw. Unternehmen wurden die folgenden Personen bzw. Unternehmen identifiziert:

• Mitglieder der Geschäftsführung und deren Familienangehörige

• Mitglieder der Geschäftsführung der Gesellschaften der Inspecs-Gruppe, Mitglieder des Aufsichtsrats der Inspecs Group PLC sowie jeweils die Familienangehörigen.

• Mitglieder der zweiten Führungsebene, soweit sie für Planung, Leitung und Überwachung der Tätigkeiten der Gesellschaft direkt oder indirekt zuständig oder verantwortlich sind

• Verbundene Unternehmen im Sinne des § 271 Abs. 2 HGB

Wesentliche marktunübliche Geschäfte im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB, über die zu berichten wären, wurden im Geschäftsjahr mit diesen Personen und Gesellschaften nicht getätigt.

Erläuterungen zur Bilanz

Erläuterungen zur Bilanz

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Veränderungen des Anlagevermögens gehen aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel hervor. Insgesamt ist die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar an folgenden Unternehmen jeweils zu 100% beteiligt:

Gesellschaft Eigenkapital zum 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
Eschenbach Optik GmbH, Linz/Österreich 420.801,85 EUR 138.733,73 EUR
Eschenbach Optik GmbH, Zürich/Schweiz 1.106.275,59 CHF 214.605,58 CHF
Eschenbach Optik s.r.l., Melzo/Italien 96.308,05 EUR 63.009,94 EUR
Eschenbach Optik B.V., Groningen/Niederlande 280.770,25 EUR 85.315,95 EUR
Eschenbach Optik s.a.r.l., Plaisir/Frankreich 451.461,00 EUR -87.168,78
EUR Eschenbach Optik S.L., Barcelona/Spanien 859.312,69 EUR 214.967,95 EUR
Eschenbach Optik spol.s.r.o., Prag/Tschechien 3.054.787,86 CZK 1.128.588,78 CZK
Eschenbach Optik Sp. z o.o., Warschau/Polen -4.149.295,26 PLN 873.336,10 PLN
Eschenbach Optik of America Inc., Danbury/USA 6.195.104,26 USD 850.451,06 USD
Eschenbach Optik of Japan Co. Ltd., Tokyo/Japan 137.018.067,00 JPY 30.981.634,00 JPY
Eschenbach Optik (Shenzhen) Co. Ltd. Shenzhen, VR China 2.426.678,82 CNY 422.890,97 CNY

Die Umrechnungskurse zum 31. Dezember 2023 waren jeweils bezogen auf € 1 wie folgt:

CHF: 0,92 88
CZK: 24,69 76
GBP: 0,86 71
PLN: 4,34 50
USD: 1,10 37
JPY: 155,72 20
CNY: 7,81 42

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31.12.2023 T€ 1.641 (Vorjahr T€ 921). Es bestehen Forderungen in Höhe von T€ 5.705 (Vorjahr T€ 6.737), die Rahmen eines Factoring Vertrages verkauft wurden und nicht mehr in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten sind. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen zum 31.12.2023 T€ 10.223 (Vorjahr T€ 4.591). Davon resultieren aus Lieferungen und Leistungen (einschl. Konzernumlagen) T€ 3.157(Vorjahr T€ 3.203) und aus sonstigen Forderungen T€ 7.066 (Vorjahr T€ 1.388). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen gegen die Gesellschafterin Eschenbach Beteiligungs GmbH in Höhe von insgesamt T€ 1.266 (Vorjahr T€ 1.379) und gegenüber der mittelbaren Gesellschafterin Inspecs Ltd in Höhe von T€ 5.984 (Vorjahr T€ 276). Letztere gehen in 2023 im Wesentlichen auf ein Cashpooling zur Steuerung der Liquidität im Gesamtkonzern zurück. Die Laufzeit der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände liegt wie im Vorjahr durchgehend unter einem Jahr. Pensionsverbindlichkeiten

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 349 (Vorjahr T€ 324). Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Aufwendungen für Gewährleistungen T€ 3.865 (Vorjahr T€ 3.307) und Rückstellungen für eingeräumte Rückgaberechte T€ 2.523 (Vorjahr T€ 2.086), Prämien T€ 939 (Vorjahr T€ 757), Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben T€ 389 (Vorjahr T€ 285) sowie Kosten für die Jahresabschlussprüfung und Steuerberatung T€ 168 (Vorjahr T€ 243). Verbindlichkeitenspiegel

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem untenstehenden Verbindlichkeitenspiegel. Die Werte sind in T€ erfasst. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Zum Bilanzstichtag bestanden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 14.489 (Vorjahr T€ 12.061). Davon entfielen auf Lieferungen und Leistungen T€ 291 (Vorjahr T€ 350) sowie auf Sonstige Verbindlichkeiten T€ 14.198 (Vorjahr T€ 11.711). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in Höhe von T€ 13.452 (Vorjahr T€ 6.673) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Eschenbach Beteiligungs GmbH, welche wie im Vorjahr aus sonstigen Verbindlichkeiten resultieren. Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten von T€ 5.296 (Vorjahr T€ 5.689) betreffen hauptsächlich Guthaben von Kunden sowie Zoll- und Steuerverbindlichkeiten. Latente Steuern Latente Steuern sind aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft Eschenbach Beteiligungs GmbH bei der Gesellschaft nicht zu berücksichtigen. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Jahr 2024 hat das Unternehmen mit Tom Tailor eine mehrjährige Lizenzvereinbarung geschlossen und damit eine weitere starke Modemarke im Bereich Eyewear im Portfolio. Verkaufstart wird der 1. Juli 2025 sein. EON hat mit der Entwicklung der neuen Tom Tailor Eyewear Kollektion bereits begonnen. Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, über die zu berichten wäre, ergaben sich nicht.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die Gesellschaft hat mit der TARGO Factoring GmbH ("Targo") seit dem Geschäftsjahr 2008 einen Factoring-Vertrag. Auf der Grundlage dieses Vertrags tritt die Gesellschaft mit Ausnahme bestimmter nach den vertraglichen Regelungen vom Verkauf ausgeschlossener Forderungen ihre Inlandsforderungen sowie Forderungen gegen einzelne ausländische Kunden an die Targo ab. Die im Rahmen dieses Factoringgeschäfts angekauften Forderungen betragen zum 31. Dezember 2023 T€ 5.705 (Vorjahr T€ 6.737). Sie werden der Gesellschaft nach Abzug eines Sicherheiteneinbehalts, der unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wird, auf einem bei der Targo geführten Konto gutgeschrieben. EON kann nicht sofort über alle Gelder verfügen. Über Abrechnungskonten werden Kaufpreiszahlungen für angekaufte Forderungen einschließlich freigegebener Kaufpreiseinbe¬halte, Gebühren, eventuelle Rückzahlungsansprüche sowie u.a. Zahlungseingänge bei Targo, die nicht an EON freigegeben werden, um bestimmte Verpflichtungen von EON gegenüber ihren Kunden abzudecken, verbucht. Das Factoring dient der kurzfristigen Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit. Die Vorteile bestehen in der verbesserten Liquiditätsplanung und dem Abtreten des Ausfallrisikos gegen eine Gebühr.

Informationen zur GuV

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse kommen zu rund 71 % aus dem Inland (Vorjahr 69%). Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgte abweichend zum Vorjahr unter direkter Zuordnung der Erlösschmälerungen und Frachtkosten sowie Umlagen. Dies führt zu einer leicht abweichenden Aufteilung, weswegen der Vorjahreswert entsprechend angepasst wurde. Der Umsatzanteil der Eyewear blieb mit 76,7% (Vorjahr 76,6%) nahezu unverändert. Die Spartenaufteilung der Umsatzerlöse erfolgt basierend auf den Rechnungsbeträgen der Produktumsätze vor Erlösminderungen, Fracht und Umlagen. Periodenfremde Erträge entstanden in Höhe von T€ 611 (Vorjahr T€ 76). Diese resultieren in 2023 im Wesentlichen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen. Periodenfremde Aufwendungen entstanden keine. Aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft waren keine Steueraufwendungen zu berücksichtigen.

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Der Jahresüberschuss ist aufgrund des mit der Eschenbach Beteiligungs GmbH bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags an diese abzuführen.

Angabe Name und Sitz des Mutterunternehmens, das einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufstellt

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Inspecs Group PLC, Bath, UK einbezogen. Der Konzernabschluss der Inspecs Group PLC ist beim britischen Unternehmensregister "Companies House" unter der Unternehmensnummer 11963910 (https://find-and-update.company-information.service.gov.uk) abrufbar.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Die EON ist als Garant der Kreditvereinbarung zwischen der Inspecs Group PLC und der HSBC UK Bank PLC beigetreten und stellt im Rahmen dieser Vereinbarung verschiedene Sicherheiten (u.a. Raumsicherungsübereignung des Lagerbestandes, Verpfändung von Bankguthaben und diverser Forderungen, soweit diese nicht Gegenstand des Factorings sind. Zum Stichtag waren GBP 36,9 Mio. (Vorjahr GBP 41,1 Mio.) aus dieser Kreditvereinbarung in Anspruch genommen. Im Dezember 2021 hat die Tura Inc., ein verbundenes Unternehmen der EON, ihre Verbindlichkeiten gegenüber der Bank Santander zurückgezahlt und durch eine neue Kreditvereinbarung mit der HSBC Bank USA über bis zu USD 10,0 Mio. ersetzt. Hierbei handelt es sich um eine sog. On Demand-Kreditvereinbarung, die Tura Inc. in dem Umfang, wie sie Mittel benötigt, jederzeit in Anspruch nehmen kann. Die neue Kreditvereinbarung ist Teil der Rahmenkreditvereinbarung der Inspecs Group PLC. Die Inspecs Group PLC ist Garantin gegenüber der HSBC Bank USA. Insofern haftet die EON auch für die Kreditvereinbarung der Tura Inc. Zum Stichtag waren aus dem Kredit USD 8,2 Mio. (Vorjahr USD 8,7 Mio.) in Anspruch genommen. Die Geschäftsführung geht aufgrund der erwarteten Geschäftsentwicklung der Inspecs-Gruppe gegenwärtig weder davon aus, dass die EON aus dieser Haftung in Anspruch genommen wird, noch dass die gestellten Sicherheiten einer Verwertung unterliegen werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 hatte die Gesellschaft folgende Miet- und Leasingverpflichtungen mit Miet- bzw. Leasingzeitbeginn vor dem Bilanzstichtag:

in TEUR
Gesamtbetrag zum 31.12.2023 15.453
Gebäudemieten inkl. Nebenkosten 616
Kfz-Leasing 398
Sonstiges Leasing 16.466
Summe
davon fällig 2.997
unter 1 Jahr 9.776
1 bis 5 Jahre 3.693
mehr als 5 Jahre

Angabe aller Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Organe

Die Gesellschaft wird durch ihre Geschäftsführer vertreten. Als Geschäftsführer waren im Berichtsjahr bestellt:

Dr. Peter Braunhofer, Dipl.-Kfm., Bereiche Eyewear und Finanzen, Gilching, Vorsitzender seit dem 01.09.2023

Dr. Jörg Zobel, Dipl.-Kfm., Vorsitzender, Bereich Eyewear, Nürnberg (bis 31.08.2023)

Matthias Anke, Kaufmann, Bereiche Optik und Logistik, Schwaig

Die Dienstverträge der Geschäftsführer bestehen nicht bei der Gesellschaft. Angaben über die Bezüge, die über Umlagen der Gesellschaft in Rechnung gestellt werden, sowie die Angaben über Bezüge ehemaliger Geschäftsführer unterbleiben unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB.

1.1.2023 - 31.12.2023
Ort Nürnberg
Datum 16.10.2024
Organbezeichnung
Organbezeichnung Klartext Geschäftsführung Dr. Peter Braunhofer Matthias Anke
1.1.2023 - 31.12.2023
Anzahl
Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten 290

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Eschenbach Optik GmbH, Nürnberg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eschenbach Optik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Empfänger

Eschenbach Optik GmbH

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter/des Aufsichtsgremiums für Abschluss/Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Abschlusses/Lagebericht

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Graeme Collie Alma Weiß

Ort der Niederlassung des Abschlussprüfers

Nürnberg

Datum

18.10.2024

Name Wirtschaftsprüfungsgesellschaft(-en)

EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Berufsbezeichnung (Art des Prüfers)

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Verbindlichkeitenspiegel

31.12.2023
EUR
Verbindlichkeitenspiegel Laufzeiten Gesamt
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit über einem Jahr
davon Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahre
davon Restlaufzeit über 5 Jahre
31.12.2023
EUR
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeitenspiegel 29.337,00 8.390,00
29.260,00 8.390,00
77,00 0,00
0,00 0,00
0,00 0,00
31.12.2023
EUR
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus der Annahme gezogener Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeitenspiegel 1.162,00 14.489,00 5.296,00
1.162,00 14.489,00 5.219,00
0,00 0,00 77,00
0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00

Anlagenspiegel (brutto)

Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Anlagevermögen 5.753.695,40 31.577.216,51
Immaterielle Vermögensgegenstände 648.319,99 5.075.476,25
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 404.784,00 4.831.940,26
Konzessionen 404.784,00 4.831.940,26
geleistete Anzahlungen 243.535,99 243.535,99
Sachanlagen 1.822.100,04 22.668.464,89
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 277.565,00 463.175,62
Bauten auf fremden Grundstücken 277.565,00 463.175,62
technische Anlagen und Maschinen 341.246,00 13.527.734,32
technische Anlagen 341.246,00 13.527.734,32
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.119.619,00 8.593.884,91
Betriebsausstattung 1.119.619,00 8.593.884,91
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 83.670,04 83.670,04
geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 83.670,04 83.670,04
Finanzanlagen 3.283.275,37 3.833.275,37
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.283.275,37 3.833.275,37
stille Beteiligungen 3.283.275,37 3.833.275,37
davon Anteile an Tochterunternehmen 3.283.275,37 3.833.275,37
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Ende der Periode
Anschaffungs- und Herstellungskosten zum Anfang der Periode Zugänge Abgänge Umbuchungen
Anlagevermögen 31.080.984,84 583.173,86 86.942,19 0,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.799.465,53 276.010,72 0,00
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.743.410,85 32.818,21 55.711,20
Konzessionen 4.743.410,85 32.818,21 55.711,20
geleistete Anzahlungen 56.054,68 243.192,51 -55.711,20
Sachanlagen 22.448.243,94 307.163,14 86.942,19 0,00
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 456.414,63 6.760,99
Bauten auf fremden Grundstücken 456.414,63 6.760,99
technische Anlagen und Maschinen 13.477.100,41 42.112,17 8.521,74
technische Anlagen 13.477.100,41 42.112,17 8.521,74
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.503.244,69 177.582,41 86.942,19
Betriebsausstattung 8.503.244,69 177.582,41 86.942,19
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.484,21 80.707,57 -8.521,74
geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 11.484,21 80.707,57 -8.521,74
Finanzanlagen 3.833.275,37
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.833.275,37
stille Beteiligungen 3.833.275,37
davon Anteile an Tochterunternehmen 3.833.275,37
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Periode
Kumulierte Abschreibungen
Abschreibungen, Sonderabschreibungen und sonstige Abzüge der Periode
Kumulierte Abschreibungen zum Anfang der Periode planmäßige Abschreibung Erfolgsneutrale Abgänge
Anlagevermögen 25.823.521,11 25.142.113,58 768.342,72 768.342,72 86.935,19
Immaterielle Vermögensgegenstände 4.427.156,26 4.231.038,85 196.117,41 196.117,41
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.427.156,26 4.231.038,85 196.117,41 196.117,41
Konzessionen 4.427.156,26 4.231.038,85 196.117,41 196.117,41
geleistete Anzahlungen
Sachanlagen 20.846.364,85 20.361.074,73 572.225,31 572.225,31 86.935,19
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 185.610,62 144.333,63 41.276,99 41.276,99
Bauten auf fremden Grundstücken 185.610,62 144.333,63 41.276,99 41.276,99
technische Anlagen und Maschinen 13.186.488,32 12.989.782,41 196.705,91 196.705,91
technische Anlagen 13.186.488,32 12.989.782,41 196.705,91 196.705,91
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.474.265,91 7.226.958,69 334.242,41 334.242,41 86.935,19
Betriebsausstattung 7.474.265,91 7.226.958,69 334.242,41 334.242,41 86.935,19
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen
Finanzanlagen 550.000,00 550.000,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 550.000,00 550.000,00
stille Beteiligungen 550.000,00 550.000,00
davon Anteile an Tochterunternehmen 550.000,00 550.000,00
Handelsbilanzwert 1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
Anlagenspiegel (brutto)
Wertentwicklung
Buchwert zum Ende der Vorperiode
Anlagevermögen 5.938.871,26
Immaterielle Vermögensgegenstände 568.426,68
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 512.372,00
Konzessionen 512.372,00
geleistete Anzahlungen 56.054,68
Sachanlagen 2.087.169,21
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 312.081,00
Bauten auf fremden Grundstücken 312.081,00
technische Anlagen und Maschinen 487.318,00
technische Anlagen 487.318,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.276.286,00
Betriebsausstattung 1.276.286,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.484,21
geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen 11.484,21
Finanzanlagen 3.283.275,37
Anteile an verbundenen Unternehmen 3.283.275,37
stille Beteiligungen 3.283.275,37
davon Anteile an Tochterunternehmen 3.283.275,37

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