Infinite Electronics German Bidco GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Dr.rer.oec. Kirchherr seit 15.4.2026 | Geschäftsführer |
Alexander Archimedes Philipp seit 30.1.2026 | Prokura |
Stefan Eckardt seit 17.6.2021 | Prokura |
Björn Steuer seit 20.9.2016 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Infinite Electronics Germany Bidco GmbH | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TKD Kabel GmbHNettetalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TKD Kabel GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TKD Kabel GmbH, Nettetal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TKD Kabel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 29. Mai 2024 EY
GmbH & Co. KG
Michael, Wirtschaftsprüfer Dickopp, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Allgemeine Angaben Die TKD Kabel GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Sitz der Gesellschaft ist Nettetal. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Krefeld unter der Registrierungsnummer HRB 8042 geführt. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren, im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr, die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der vorliegende Jahresabschluss wird nach dem Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern der Gegenstände entsprechend des Wertverzehrs nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis zu € 800,00 wurden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben. Gleichzeitig wird im Jahr des Zugangs der Abgang unterstellt. Für die immateriellen Vermögensgegenstände sowie für das Sachanlagevermögen werden die folgenden Nutzungsdauern zu Grunde gelegt:
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegendem Wert bilanziert. Die Vorräte sind zu den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, wurden Wertabschläge in angemessener Höhe gebildet. Die Bestände sind durch körperliche Bestandsaufnahme im Rahmen einer mathematisch-statistischen Stichprobeninventur mittels zertifizierter Software festgestellt worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Flüssige Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen bewertet. Die Verbindlichkeiten sind zu den Erfüllungsbeträgen bilanziert. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Zusammensetzung und die Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände wurde für geleistete Anzahlungen eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von T€ 332 für final nicht genutzte Lizenzen vorgenommen. Finanzanlagen Die Angaben zum Anteilsbesitz gem. § 285 Nr. 11 HGB ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen insgesamt T€ 6.242 und betreffen mit T€ 2.317 Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie mit insgesamt T€ 3.925 Forderungen gegen die Alleingesellschafterin CCG Deutschland GmbH, Nettetal. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 289 (Vorjahr T€ 289) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche Forderungen und Vermögensgegenstände haben ansonsten wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Abfindungen T€ 299 (Vorjahr T€ 46), Rückstellungen für Bonuszahlungen an Mitarbeiter T€ 145 (Vorjahr T€ 554), Rückstellungen für Prüfungs- und Beratungskosten T€ 130 (Vorjahr T€ 144), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen T€ 115 (Vorjahr T€ 601), Berufsgenossenschaft T€ 77 (Vorjahr T€ 55), Resturlaubsansprüche von Mitarbeitern T€ 65 (Vorjahr T€ 81) sowie Rückstellungen für Gewährleistungen T€ 50 (Vorjahr T€ 50). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von insgesamt T€ 39.635 betreffen mit T€ 4.730 Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten von insgesamt T€ 1.700 gegenüber der ConCab Kabel GmbH, Mainhardt, im Rahmen der bestehenden Cashpool Vereinbarung. Außerdem entfallen die Verbindlichkeiten mit T€ 19.942 auf zwei Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der TwenkCo B.V., Benthuizen/Niederlande, mit einer Restlaufzeit bis April bzw. August 2026, sowie einer Cashpool Verbindlichkeit in Höhe von T€ 4.500. Ferner sind mit insgesamt T€ 8.764 Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin CCG Deutschland GmbH im Zusammenhang mit dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag enthalten und betreffen die Geschäftsjahre 2021 bis 2023. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht besichert. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich nach geographischen Merkmalen wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vorwiegend periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 259, Erträge aus der Auflösung der Einzel- und Pauschalwertberichtigung in Höhe T€ 208 und Erträge aus Sachbezügen in Höhe von T€ 139. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten vor allem Frachtkosten von T€ 1.761, weiterberechnete Kosten verbundener Unternehmen von T€ 818, Miete für Gebäude von T€ 749, Managementkosten von T€ 495, Kfz-Kosten von T€ 383, Aufwendungen für Software von T€ 353, Marketing und Messekosten von T€ 341, Stromkosten von T€ 106, Verpackungsmaterial von T€ 103, Beratungs- und Prüfungskosten von T€ 94, Reparaturkosten für Maschinen von T€ 86 sowie Leasingaufwendungen für Gabelstapler von T€ 78. 5. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß §§ 251 i.V.m. 268 Abs. 7 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag für die Restlaufzeit der Verträge € 6,6 Mio. (Vorjahr € 6,1 Mio.). Davon haben € 1,0 Mio. (Vorjahr € 0,9 Mio.) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, € 3,0 Mio. (Vorjahr € 2,5 Mio.) eine Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren und € 2,6 Mio. (Vorjahr € 2,7 Mio.) eine Restlaufzeit von größer 5 Jahren. Es handelt sich bei den zugrunde liegenden Verträgen um Gebäudemieten, um das Leasing von Fahrzeugen, Gabelstaplern sowie Wartungs- und Serviceverträge, deren Laufzeiten zwischen 2024 und 2033 enden. Die Gesellschaft hat in branchenüblichem Umfang Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Der Vorteil aus dem Abschluss von Miet- und Leasingverträgen besteht insbesondere in der geringeren Kapitalbindung sowie dem Wegfall potenzieller Verwertungsrisiken nicht mehr genutzter Vermögensgegenstände. Risiken bestehen in der (langfristigen) vertraglichen Bindung an die Miet- und Leasingobjekte. Ferner besteht ggf. zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeiten das Risiko, dass keine Einigung über die Verlängerung der Verträge erzielt werden kann. Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 durchschnittlich 135 Mitarbeiter (Vorjahr 137), davon 98 Angestellte (Vorjahr 95) und 37 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr 42). Mitglieder der Geschäftsführung Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr folgende Personen bestellt:
Bezüglich der Angaben zu den Geschäftsführerbezügen wird von der Befreiungsmöglichkeit gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Honorar der Abschlussprüfer Das Honorar des Prüfers für die Abschlussprüfung beträgt T€ 77. Weitere Leistungen wurden nicht erbracht. Nachtragsbericht Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ereignet, die sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 auswirken. Ergebnisverwendung Zwischen der TKD Kabel GmbH und der CCG Deutschland GmbH, Nettetal, wurde am 30. Juli 2019 ein Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Aufgrund dessen wird der Jahresüberschuss des zum 31. Dezember 2023 endenden Geschäftsjahres in Höhe von T€ 696 an die Organträgerin abgeführt. Konzernbeziehungen Die Anteile der Gesellschaft werden zu 100 % von der CCG Deutschland GmbH, Nettetal, gehalten, die ein mittelbares Tochterunternehmen der Infinite Electronics Europe Holdco B.V., Benthuizen/Niederlande, ist. Damit ist die Gesellschaft verbundenes Unternehmen zur Infinite Electronics Europe Holdco B.V., die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der Infinite Electronics Europe Holdco B.V. wird beim Handelsregister unter der Registernummer 88067645 publiziert (www.kvk.nl). Zur Befreiung von der Verpflichtung zur Konzernrechnungslegung nach deutschem Recht macht die TKD Kabel GmbH von der Möglichkeit Gebrauch, in Übereinstimmung mit § 291 HGB für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einen geprüften Konzernabschluss mit einem Bericht über die Lage des Konzerns sowie den Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers offenzulegen. Dieser Konzernabschluss, in den die Gesellschaft einzubeziehen ist, wird von dem obersten Mutterunternehmen nach IFRS aufgestellt.
Nettetal, den 29.5.2024 TKD Kabel GmbH André Bubolz, Geschäftsführer Roger Ganzert, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Struktur und Geschäftstätigkeit Die TKD Kabel GmbH gehört als 100%ige Tochter der CCG Deutschland GmbH, Nettetal, seit dem 1. Juli 2019 zum Konzernverbund der Infinite Electronics Europe Holdco B.V., Benthuizen/Niederlande. Neben dem Hauptsitz in Nettetal werden Vertriebsstandorte in Iserlohn und Reutlingen betrieben. Die TKD Kabel GmbH gehört zu den größten Anbietern für Kabel, Leitungen, anschlussfertige Kabelsysteme und Kabelzubehör. Wir bieten unseren Kunden eine breite und vollständige Produktpalette für verschiedenste Anforderungen in nahezu allen Märkten und können aufgrund langjähriger Erfahrung in der Kabelbranche bedarfsgerecht beraten und optimale Lösungen für unsere Kunden anbieten. Zum Kundenkreis unserer Gesellschaft gehören insbesondere Unternehmen aus dem Anlagenbau, der industriellen Automatisierung, der Fördertechnik sowie der Mess-, Steuer- und Regeltechnik. Wesentliche Absatzgebiete sind Deutschland sowie das übrige europäische Ausland. Die TKD Kabel GmbH steht für Customer Solutions, d.h. für kundenorientierte und kundenindividuelle Lösungen. Der Fokus liegt auf unseren Kernsegmenten und -branchen, aber auch neue Marktbereiche sollen Bestandteil der zukünftigen strategischen Ausrichtung werden. Ein wichtiges Zukunftsthema wird in diesem Zusammenhang vor allem die alternative Energiegewinnung spielen. Durch die Entwicklung innovativer Sonderlösungen für unsere Kunden, zum Beispiel komplette Bausätze inklusive Service, in Verbindung mit einer breiten Aufstellung unserer Gesellschaft im Markt, ergeben sich viele Chancen und Möglichkeiten für zukünftiges Wachstum. Zur Unterstützung der Wachstumsstrategie und um die Position am Markt weiter auszubauen, hat die TKD Kabel GmbH im April 2022 die Anteile an der ConCab Kabel GmbH, Mainhardt, erworben. ConCab verfügt über umfangreiche Erfahrung im Bereich Industriekabel und Zubehör, welches wir zielgerichtet für unsere Kunden einsetzen werden. Mit Wirkung zum 1. Februar 2023 wurde die Cable Connectivity Group von der amerikanischen Infinite Electronics Inc., Irvine, Kalifornien/USA, übernommen. Mit dieser Übernahme will die Infinite Electronics die Ausweitung der Marktpräsenz auf dem europäischen Markt erreichen. Für die TKD GmbH ergeben sich dadurch ebenfalls neue markt-geografische Entwicklungschancen, als Beispiel die Vereinigten Staaten von Amerika. 1.2. Mitarbeiter Unsere Mitarbeiter sind von entscheidender Bedeutung, um die Unternehmensziele zu erreichen. Wir wollen talentierte Mitarbeiter gewinnen und sie bei der Weiterentwicklung in einem internationalen und dynamischen Umfeld unterstützen, um so den langfristigen Unternehmenserfolg sicherzustellen. Der Personalaufwand für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 betrug insgesamt € 9,2 Mio. nach € 9,1 Mio. im vorangegangenen Geschäftsjahr. Die Personalaufwandsquote beträgt damit 11,5 % nach 10,1 % im Vorjahr. Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 135 Mitarbeiter nach 137 Mitarbeitern im Vorjahr für das Unternehmen tätig. 1.3. Investitionen Im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 wurden insgesamt T€ 316 (Vorjahr T€ 910) in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände investiert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2023 laut Angaben des RWI (RWI Konjunkturberichte - Die wirtschaftliche Entwicklung zum Jahresende 2023) nur moderat mit 2,8 % gewachsen und ist durch starke regionale Unterschiede gekennzeichnet. Während sich die Konjunktur im europäischen Raum nur sehr schwach entwickelte, war die Wirtschaftsleistung in den USA durch ein kräftiges Wachstum gekennzeichnet und auch China konnte deutlich im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Vor allem bedingt durch die bereits im Jahr 2022 eingeleiteten geld- und finanzpolitischen Maßnahmen durch die Zentralbanken der Länder ist die Inflation in den meisten Volkswirtschaften deutlich zurückgegangen. Dies wurde insbesondere durch die rückläufige Entwicklung der Energiepreise begünstigt, die sich als Folge vor allem durch geopolitische Konflikte im Vorjahr deutlich erhöht haben. Allerdings hat sich der Rückgang der Gesamtinflation zum Ende des Jahres verlangsamt. Der Kaufkraftverlust insgesamt sowie die erfolgten Zinserhöhungen lassen eine anhaltende Auswirkung auf den privaten Konsum sowie die Investitionstätigkeit erwarten. Neben einem rückläufigen Warenhandel leiden vor allem konsumnahe Dienstleistungen unter den starken Preisanstiegen. Die Wirtschaftsleistung im Euroraum legte im Gesamtjahr 2023 laut RWI um lediglich 0,5 % zu und lag somit deutlich unter dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Wesentliche Einflussfaktoren für die schwache konjunkturelle Entwicklung resultieren aus der nur verhaltenen Expansion des öffentlichen Konsums sowie die schwache Auslandsnachfrage. Die Verbraucherpreise im Jahr 2023 sind zwar insgesamt um 5,5 % angestiegen, konnten aber durch die geldpolitischen Maßnahmen unterjährig kontinuierlich reduziert werden. Die Konjunktur in Deutschland im Jahr 2023 war insbesondere durch die Folgen der Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiege, der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung sowie der geld- und finanzpolitischen Maßnahmen gekennzeichnet. Gemäß den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 - 019/24) der preisbereinigten Veränderungen ist insbesondere durch den Rückgang des privaten Konsums um 0,8 % und der öffentlichen Konsumausgaben um 1,7 % das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 0,3 % gesunken. Innerhalb dieser Entwicklung sind die Exporte um 1,8 % zurück gegangen. Da sich allerdings die Importe stärker um 3,0 % reduziert haben, konnte insgesamt ein positiver Außenbeitrag verzeichnet werden, der das Bruttoinlandsprodukt gestützt hat. Die TKD Kabel GmbH hat sich vor allem auf die Branchen Maschinen- und Anlagenbau, Kran- und Fördermitteltechnik, Automatisierungstechnik, Aufzugstechnik sowie Mess-, Steuer- und Regeltechnik spezialisiert. Daher beeinflussen die Wachstumswerte dieser Branchen auch die Entwicklung unserer Gesellschaft. Der Maschinen- und Anlagenbau ist dabei eine der wichtigsten Sparten für die TKD Kabel GmbH, der sich im Geschäftsjahr 2023 in einem schwierigen Umfeld rückläufig entwickelt hat. Der Auftragseingang im deutschen Maschinenbau ist laut Angaben des VDMA (Press Release vom 2. Februar 2024 / Moderatere Ordereinbußen zum Jahresschluss) im Jahr 2023 um real 12 % zurückgegangen, wobei sich der Rückgang im Wesentlichen zu gleichen Teilen auf das In- und das Ausland aufteilt. 2.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2.2.1. Ertragslage Die Umsatzerlöse der TKD Kabel GmbH belaufen sich im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 auf € 79,6 Mio. nach € 90,4 Mio. im Geschäftsjahr 2022. Der Umsatzrückgang von € 10,8 Mio. ist einerseits auf die im Vergleich zum Vorjahr gesunkene Nachfrage zurückzuführen, zu einem wesentlichen Teil aber durch die Kupferpreisentwicklung im Geschäftsjahr 2023 negativ beeinflusst worden. Im Rahmen dieser Entwicklung hat sich die Rohertragsmarge (= (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) / Umsatzerlöse) im Vergleich zum vorangegangenen Jahr um 1,9 Prozentpunkte auf 22,1 % erhöht. Die Personalaufwendungen betragen insgesamt € 9,2 Mio. und liegen damit auf dem Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahres mit insgesamt € 9,1 Mio. Unter Berücksichtigung des Zuwachses der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 0,4 Mio. auf € 6,9 Mio. im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr, einem Anstieg der Abschreibungen um € 0,3 Mio. auf € 0,6 Mio. sowie eines negativen Finanzergebnisses von € 1,0 Mio., ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von € 0,7 Mio. vor Ergebnisabführung. 2.2.2. Finanzlage Die TKD Kabel GmbH verfügt zum 31. Dezember 2023 über flüssige Mittel in Höhe von € 2,4 Mio. Die Ausstattung der Gesellschaft mit ausreichend finanziellen Mittel ist durch die Einbindung in das "Cash-Pooling-System" der Cable Connectivity Group B.V., Benthuizen/Niederlande, sichergestellt. Somit kann zur Erreichung der operativen und strategischen Ziele auf die Inanspruchnahme von Banken zur Mittelbeschaffung verzichtet werden. 2.2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich zum 31. Dezember 2023 um € 2,0 Mio. auf € 48,8 Mio. erhöht. Dies resultiert vor allem aus dem Anstieg des Vorratsvermögens um € 2,5 Mio., was im Wesentlichen auf den unterjährigen Bestandsaufbau zur Steigerung der Verfügbarkeit zurückzuführen ist. Wesentliche Vermögensposten sind die Vorräte mit einem Anteil am Gesamtvermögen von 53,5 % (Vorjahr 50,5 %), das Anlagevermögen mit 14,8 % (Vorjahr 16,2 %), die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 11,4 % (Vorjahr 16,0 %), die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 12,8 % (Vorjahr 9,0 %), sowie die flüssigen Mittel mit 5,0 % (Vorjahr 5,4 %). Die Verbindlichkeiten insgesamt haben sich um € 2,3 Mio. im Vergleich zum 31. Dezember 2022 erhöht, was vorwiegend auf einen Anstieg der Verbindlichkeiten im Verbundbereich um € 7,1 Mio. und eine Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 5,0 Mio. zurückzuführen ist. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt aufgrund des mit der CCG Deutschland GmbH bestehenden Gewinnabführungsvertrages unverändert € 3,3 Mio. Bedingt durch das höhere Gesamtvermögen der Gesellschaft hat sich die Eigenkapitalquote um 0,3 Prozentpunkte auf 6,8 % verringert. 2.2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren, die zur Steuerung der Gesellschaft herangezogen werden, dienen vor allem die Entwicklung der Umsatzerlöse und der Rohertragsmarge. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 wurden auf Grundlage der Planungen Umsatzerlöse von rund € 90,0 Mio. erwartet, allerdings wurde die geplante Zielgröße vor allem aufgrund des Nachfragerückgangs ab dem zweiten Quartal 2023 sowie einer rückläufigen Kupferpreisentwicklung verfehlt. Die Rohertragsmarge lag im Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 bei 22,1 % und damit leicht über dem Planwert von 21,5 %, was insbesondere eine leicht rückläufige Entwicklung der Einkaufspreise zurückzuführen ist. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden die "Lost Time Accident" (Anzahl der Arbeitsunfälle) sowie die Ergebnisse der regelmäßig stattfindenden Mitarbeiterbefragung herangezogen. 2.2.5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Unter Berücksichtigung der vorstehend gemachten Angaben, kann die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr angesichts der negativen Konjunktureinflüsse als robust und zufriedenstellend bezeichnet werden. 3. Prognosebericht Im Jahr 2023 konnte die Inflation durch geld- und fiskalpolitische Maßnahmen der Zentralbanken langsam reduziert und Lieferkettenschwierigkeiten konnten weitestgehend beherrscht werden. Dennoch sind die Aussichten für das Jahr 2024 nur vorsichtig positiv. Der Internationalen Währungsfonds (IWF - World Economic Outlook Update, January 2024) geht in seinen Schätzungen davon aus, dass das globale Wachstum im Jahr 2024 bei rund 3,1 % liegen wird, die Eurozone dagegen nur bei etwa 0,9 %. Innerhalb dieser Entwicklung erwarten die Experten des IWF ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von lediglich 0,5 %. Obwohl die Auftragseingänge der TKD Kabel GmbH im ersten Quartal 2024 leicht über den Auftragseingängen des vierten Quartals 2023 gestartet sind, lagen diese dennoch geringfügig unterhalb der Erwartungen. Insbesondere hierdurch wurde das Umsatzziel für die ersten drei Monate um rund 3% verfehlt. In dem aktuellen wirtschaftlichen Umfeld hat sich die Entwicklung der anhaltend steigenden Beschaffungspreise beruhigt und teilweise umgekehrt. Darüber hinaus haben sich die Lieferzeiten reduziert, wodurch wir die Verfügbarkeit über das gesamte Produktsortiment hinweg deutlich erhöhen konnten. Gleichzeitig steigt allerdings auch der Preisdruck auf dem Markt für Kabel und Leitungen, wobei wir aber zurzeit noch keine signifikanten Auswirkungen auf den Rohertrag erwarten. Inwieweit wir die Umsatzverfehlung im ersten Quartal 2024 vor diesem Hintergrund im Verlaufe des Jahres wieder kompensieren können und ob der steigende Preisdruck nennenswerte Auswirkungen auf unsere Umsatzplanung hat, ist zurzeit schwer einzuschätzen. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir unter der Annahme einer stabilen Kupferpreisentwicklung von einem Umsatzwachstum von rund 4,6 % und einem prozentualen Rohertrag von etwa 22,5 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 aus. Dies resultiert vorwiegend aus Nachfrageerhöhungen unserer Bestandskunden, der Gewinnung von Neukunden sowie aus der Einführung neuer Produkte und der Erschließung neuer Märkte. Zum Ausbau und zur Stärkung der Vertriebsaktivitäten wird die Gesellschaft im Jahr 2024 weiterhin den Service für bestehende Kunden und Neukunden anbieten und unter dem Begriff CONNECTivity Konfektionslösungen für verschiedene Anwendungsbereiche liefern. Außerdem bauen wir weiterhin das Exportgeschäft aus, um unsere Marktanteile auch außerhalb der DACH-Region zu erhöhen. Darüber hinaus bietet uns die Aufnahme in die Infinite-Gruppe einzigartige Möglichkeiten, unser Wachstum mit einer erweiterten Produktpalette und in neuen Regionen voranzutreiben. Unter Berücksichtigung der Planungen für das Geschäftsjahr 2024 sowie eines effizienten Kostenmanagements wird das nächste Geschäftsjahr voraussichtlich mit einem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung von rund € 1,5 Mio. abschließen. Unsere Erwartungen basieren einerseits auf der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft im Jahr 2024, der geplanten Umsatzsteigerung und dem damit verbundenen höheren Rohergebnis sowie den Ergebnissen interner organisatorischer Änderungen. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikomanagementsystem Die TKD Kabel GmbH ist unterschiedlichen branchenspezifischen Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserer Geschäftstätigkeit verbunden sind. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Risiken wird durch ein Risikomanagement- und ein Internes Kontrollsystem unterstützt. Auch aufgrund der Zugehörigkeit zur Industrial Cable Connectivity (ICC-Gruppe) und damit zur Infinnite Electronics Inc. werden die Risiken und Chancen fortlaufend überwacht und frühzeitig auf Gruppenebene identifiziert. Risiken werden definiert als Ereignisse und Entwicklungen innerhalb und außerhalb der Gesellschaft sowie der ICC-Gruppe, die sich negativ auf die Erreichung der Unternehmensziele auswirken können. Im Rahmen des Risikomanagementsystems hat die ICC-Gruppe einerseits ein System eingerichtet, das für Konzeption, Organisation, Umsetzung, Steuerung und Berichtswesen verantwortlich ist. Andererseits sind die dezentralen Risikoverantwortlichen in den operativen Einheiten dafür verantwortlich, das Risikomanagement umzusetzen. Sie sind in ihrem Bereich dafür verantwortlich, Risiken zu identifizieren, zutreffend zu bewerten und effizient zu steuern. Dazu dienen die Festlegung von Frühwarnindikatoren und die Überwachung von definierten Kennziffern. 4.2. Chancen Chancen für die zukünftige Entwicklung ergeben sich aus der Einbindung in die Infinite Electronics Inc., der Zugehörigkeit zur Industrial Cable Connectivity (vormals Cable Connectivity Group), und dem damit verbundenen Netzwerk mehrerer erfolgreicher Unternehmen der Kabelbranche, einem umfangreichen Produktportfolio sowie einer hohen Warenverfügbarkeit und kurzen Lieferzeiten. Da die Unternehmen der ICC-Gruppe in den Bereichen Produktion, Vertrieb und Konfektion agieren, können dem Kunden umfangreiche und individuelle Lösungen angeboten werden, so dass hierdurch Wettbewerbsvorteile geschaffen werden können. Die Detailanalyse von einzelnen Bereichen soll neue Chancen hervorbringen. Eine gezielte Strategie in ausgewählten Segmenten wird eine Steigerung von Marktanteilen ermöglichen. Zum Beispiel bestehen neben der Fokussierung auf unsere Kernsegmente Chancen in neuen Märkten wie der alternativen Energiegewinnung und E-Mobilität. Durch die Eruierung der richtigen Segmente wollen wir uns mit unseren Stärken und Lösungen etablieren und innovative Sonderlösungen entwickeln. Hinsichtlich unserer Vertriebsaktivitäten bleibt Europa weiterhin unser wichtigster Markt, auf dem wir auch zukünftig Wachstumspotential sehen. Darüber hinaus wollen wir unsere Vertriebsaktivitäten - nicht zuletzt durch die Zugehörigkeit zu Infinite Electronics - vermehrt auch Richtung USA ausweiten. Grundsätzlich besteht weiteres Umsatzpotential durch Expansionsmöglichkeiten in Länder wie Tschechien, der Slowakei sowie den baltischen Staaten und darüber hinaus Südafrika. Aufgrund des zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 begonnenen Ukraine-Konflikts wurden die Vertriebsaktivitäten nach Russland, Weißrussland und in die Ukraine aufgrund der angespannten Lage eingestellt. Durch die Gründung einer neuen Abteilung (DSMP = Digital, Sales, Marketing, Pricing) werden wir der Anforderung gerecht, die neuen go-to-Market Strategien umzusetzen und u.a. das Lead Generation, einen intelligenten Produktfinder und einen Online-Shop für die TKD Kabel GmbH einzuführen. 4.3. Risiken Beschaffung Das Beschaffungsrisiko betrifft vor allem die Rohstoffverfügbarkeit und die Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten, insbesondere Isoliermaterialien für die Kabelfertigung sowie die Entwicklung des Kupferpreises. Den Risiken auf dem Beschaffungsmarkt wirken wir durch eine strategische Ausrichtung des Einkaufs und des Lieferanten-Managements entgegen. Hierzu zählt insbesondere die Bündelung der Einkaufsaktivitäten der Unternehmen innerhalb der ICC-Gruppe. Aktuell hat sich die Situation auf dem Beschaffungsmarkt wieder etwas entspannt, so dass wir zurzeit kein wesentliches Risiko in diesem Bereich erwarten. Vertrieb Die Risiken im Vertriebsbereich stellen vor allem die zunehmende Verschärfung der Wettbewerbssituation insbesondere auf dem europäischen Markt sowie darüber hinaus die Verschlechterung der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dar. Den Risiken begegnen wir mit einer kontinuierlichen Überprüfung unseres Produktportfolios, durch regelmäßigen Austausch mit unseren Kunden, um unsere Produkte fortlaufend an deren Bedürfnisse anzupassen sowie mit verschiedensten Marketing-Maßnahmen. Der Markt insgesamt ist weiterhin durch namhafte Wettbewerber sowie reduzierte Einkaufspreise unter enormen Preisdruck. Dies gilt es, exakt zu beobachten und durch die Fokussierung aus dem Weg zu gehen, soweit es möglich ist. Produktentwicklung Innovative Produkte sind ein wichtiger Erfolgsfaktor, um Wachstum voranzutreiben und wettbewerbsfähig zu bleiben. Neue Produkte werden daher grundsätzlich auf Basis eines detaillierten Innovationsprozesses eingeführt, der einer definierten Meilenstein-Logik folgt. Risiken aus einer erfolglosen Produktneueinführung sind dadurch erheblich begrenzt. Personalrisiken Die fachliche Kompetenz unserer Mitarbeiter ist elementare Voraussetzung für den Erfolg unseres Unternehmens. Dem Risiko, das fachliche Kompetenzen in einzelnen Unternehmensbereichen nicht ausreichend vorhanden sind, begegnen wir mit der kontinuierlichen Überwachung des Bedarfs in den einzelnen betrieblichen Bereichen und unterstützen dies durch die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Belegschaft sowie durch ein aktives Talent Management. Speziell qualifiziertes Fachpersonal unterstützt und verbessert kontinuierlich Rekrutierungsmöglichkeiten. Wir leben eine offene Feedback- und Führungskultur, die auf Vertrauen und Leistungsbereitschaft beruht und sich in unseren Kernwerten widerspiegelt. Aktuell sind wir aus unserer Sicht in allen Bereichen zukunftssicher mit qualifizierten Fachkräften aufgestellt. Im Falle rückläufiger Auftragseingänge können durch den Abbau von Zeitguthaben die Kapazitäten insbesondere im gewerblichen Bereich an die aktuellen Gegebenheiten - zumindest vorübergehend - angepasst werden. Darüber hinaus können wir uns durch den Einsatz von Zeitarbeit auch kurzfristig auf sich verändernde Nachfragesituationen einstellen. Finanzen Ein wesentliches Risiko betrifft vor allem den Rückgang der Liquidität, das wir durch eine wöchentliche Cashflow-Planung überwachen und durch eine ständige Optimierung des Working Capital minimieren wollen. Schwankungen der Zahlungsströmen können durch die eingerichteten Überwachungsmechanismen frühzeitig erkannt werden. Dem Risiko erhöhter Forderungsausfälle begegnen wir mit einem aktiven Forderungsmanagement und zudem werden Neukunden standardmäßig einer Bonitätsprüfung unterzogen und das Risiko auf dieser Basis beurteilt. Außerdem wird die Entwicklung des Kupferpreises kontinuierlich überwacht, um auch in diesem Bereich auf negative Entwicklungen zeitnah reagieren zu können. Die Ergebnisse werden regelmäßig an die Unternehmensleitung kommuniziert, so dass bei Bedarf zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Einschätzung des Gesamtrisikos Die Gesamtrisiko- und Chancensituation ergibt sich für die TKD Kabel GmbH aus den wesentlichen, oben dargestellten Einzelrisiken und -chancen. Die größten Risiken resultieren aus einer negativen Markt- und Absatzentwicklung sowie einer unzureichenden Rohstoffverfügbarkeit. Der Russland-Ukraine-Konflikt bringt weiterhin Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung mit. Trotz Entspannung der Beschaffungssituation im Verlauf des Jahres 2023 sowie der wieder rückläufigen Energiekosten sind weitere Folgen schwer abschätzbar. Maßnahmen zur Minimierung von negativen Auswirkungen sind eine weiterhin aktive Kostenkontrolle mit einem besonderen Fokus auf die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft, eine Ausweitung der Vertriebsaktivitäten in die USA und weitere Länder sowie die Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen. Insgesamt haben zu keiner Zeit weder Einzelrisiken noch eine Summe von Risiken existiert, die sich auf den Fortbestand der Gesellschaft negativ hätten auswirken können. Aus heutiger Perspektive sind auch künftig keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.
Nettetal, den 29.5.2024 TKD Kabel GmbH André Bubolz, Geschäftsführer Roger Ganzert, Geschäftsführer Die Feststellung des Jahresabschlusses der TKD Kabel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 erfolgte mit Gesellschafterbeschluss vom 11. November 2024. |
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