Mitschke Verwaltung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerald Dipl.-Kaufmann Deutsch seit 20.3.2023 | Prokura |
Daniel Grüninger seit 20.3.2023 | Prokura |
Ferdinand Mitschke seit 1.2.2019 | Geschäftsführer |
Matthias Mitschke seit 15.10.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.65% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mitschke Health + Life GmbH (vormals: Mitschke Sanitätshaus GmbH)GüterslohJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen des Unternehmens Die Mitschke Sanitätshaus GmbH (im Folgenden auch kurz "Mitschke" genannt) ist ein mittelständiges Unternehmen im Gesundheitswesen. Der Gegenstand des Unternehmens besteht in dem Handel, der Produktion und dem Vertrieb von medizinischen Hilfsmitteln. Mitschke ist in den Segmenten Orthopädietechnik, Rehatechnik und Sanitätsfachhandel tätig. Im Jahr 1986 wurde das Unternehmen Mitschke von dem Orthopädietechnikermeister Matthias Mitschke gegründet und zählt mittlerweile 173 Mitarbeiter. Ferdinand Mitschke (MBA) führt das Unternehmen in zweiter Generation, der Gründer Matthias Mitschke (Orthopädietechnikermeister) ist immer noch als Geschäftsführer tätig. Als innovatives Familienunternehmen ist Mitschke damit seit über 30 Jahren erfolgreich in der Gesundheitsbranche tätig und gehört zu den führenden Sanitätshäusern Ostwestfalens. Getreu dem Leistungsversprechen "Mensch im Mittelpunkt" sorgt Mitschke mit qualitativ hochwertigen Versorgungen für das Wohl seiner Kunden. Das Qualitätsmanagement von Mitschke ist zertifiziert nach DIN EN ISO 13485 und DIN EN ISO 9001. B. Niederlassungen Im Kreis Gütersloh und Bielefeld betreibt Mitschke sechs Filialen: am Firmensitz in Gütersloh, im Elisabeth-Carrée des Sankt Elisabeth Hospitals, in Rheda-Wiedenbrück, in Versmold, in der Gütersloher Innenstadt sowie in Bielefeld-Brackwede. Darüber hinaus betreibt die Mitschke Sanitätshaus GmbH auf ihrer Internetseite www.mitschke24.de einen Online-Handel für medizinische Hilfsmittel. Damit ist die Firma Mitschke auch außerhalb von Ostwestfalen für ihre Kunden erreichbar. C. Wirtschaftliche Entwicklung 1. Wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland Im Jahr 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland erstmals seit vielen Jahren wieder gesunken, preisbereinigt ergibt sich ein Rückgang zum Vorjahr von -0,3%. Hohe Preise und ungünstige Finanzierungsbedingungen wirken sich negativ auf die Wirtschaft aus. Während das produzierende Gewerbe einen Rückgang verzeichnet und das Baugewerbe Vorjahresniveau verharrte, erwies sich der Dienstleistungssektor mit einem leichten Wachstum gegenüber Vorjahr als stützendes Segment für das BIP. Insgesamt lag die Inflation im Jahr 2023 bei 5,9% und damit nur knapp unter dem historischen Höchststand von 2022 mit 6,9%. Im monatlichen Verlauf des Jahres 2023 hat sich die Inflation zwar abgeschwächt, jedoch sind die beiden vergangenen Jahre als dramatisch in Bezug auf die Preissteigerungen einzuschätzen. Die Teuerungsraten sind vor allem durch signifikant gestiegene Energiepreise getrieben, welche für die Wirtschaft neben den hohen Verbraucherpreisen eine zusätzliche Belastung darstellen. Eine fehlende Perspektive in der Energiepolitik sorgt für eine Schwächung der Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland. Der Anteil der Gesundheitsbranche ist in den letzten Jahren dynamischer gestiegen als das BIP und stellt einen relevanten Wirtschaftszweig dar. Im Jahr 2021 liegt der Anteil der Gesundheitsausgaben bei 13,2% vom BIP. Für das Jahr 2022 und 2023 liegen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts keine aktualisierten Zahlen vor. Im Jahr 2020 lag der Anteil der Gesundheitsausgaben noch bei 13,0% und in 2019 bei 11,9%. 2. Wirtschaftliche Entwicklung der Branche Der Markt für medizinische Hilfsmittel ist ein Nischenmarkt innerhalb des Gesamtmarktes für Gesundheit. Der Anteil der Hilfsmittelausgaben an den GKV-Ausgaben liegt über die Jahre konstant bei einem Anteil von 4% und damit weit hinter anderen Ausgabenarten wie Krankenhausbehandlungen, ärztlichen Behandlungen oder Arzneimitteln. Das Wachstum des Hilfsmittelmarktes ist dagegen etwas dynamischer anzusehen, als das des Gesundheitsmarktes insgesamt. So sind die Hilfsmittelausgaben der GKV vom Jahr 2022 auf 2023 stärker gestiegen (+7%) als die GKV-Leistungsausgaben insgesamt (+5%). Im Zeitraum 2018 - 2023 sind die Hilfsmittelausgaben mit einem CAGR von 6% gewachsen. Der Hilfsmittelmarkt wird entsprechend der Produktgruppen in die Bereiche Orthopädietechnik, Rehatechnik, Homecare und Medizintechnik unterteilt. In diesen einzelnen Bereichen ergeben sich unterschiedliche Wachstumsraten im Jahr 2023. Die Leistungsausgaben für Rehatechnik und Orthopädietechnik sind nach einem Rückgang während der Corona-Pandemie nun von 2022 auf 2023 weiter gestiegen (Rehatechnik + 9% und Orthopädietechnik + 6%). Der Homecare-Bereich ist in den vergangenen Jahren auch während der Corona-Pandemie gewachsen, im Jahr 2023 allerdings eingebrochen und fällt mit der Entwicklung von -5% von 2022 auf 2023 auf das Niveau vor der Pandemie zurück. Die Medizintechnik ist krisenfest und wachstumsstark und weist mit einem Zuwachs von knapp 13% in 2023 die stärkste Wachstumsrate auf. Darüber hinaus ist die Branche von makroökonomischen Entwicklungen ebenso betroffen wie andere Branchen. Die hohe Inflation wirkt sich dämmend auf das Kaufverhalten der Verbraucher aus. Die gestiegenen Energiekosten der Hersteller machen sich durch ebenso hohe Kostensteigerungen für Material stark bemerkbar. Der Bürokratisierungsgrad in der Branche ist weiterhin als sehr hoch zu betrachten. Bisherige Forderungen zum Abbau der Bürokratie seitens des GKV-Spitzenverbandes und des BVMed zeigten keine Wirkung. Ebenso wurden bestehende Planungen zur Digitalisierung im Gesundheitswesen, wie zum Beispiel die elektronische Patientenakte und das E-Rezept, bisher lediglich zu Gunsten von Apotheken umgesetzt. So zählt die Hilfsmittelbranche beispielsweise nicht zum definierten Nutzerkreis der elektronischen Patientenakte. Das E-Rezept ist für Arzneimittel in Apotheken bereits zugänglich, für Hilfsmittel-Leistungserbringer lediglich mittelfristig für 2027 geplant. Mit dem Entfall der Präqualifizierungspflicht für Apotheken wurden ebenso einseitige Bürokratieentlastungen genehmigt, welche für Leistungserbringer nicht gelten. Alle Kassenarten verzeichneten im Jahr 2023 ein Defizit, der Gesundheitsfond meldete einen Fehlbetrag von insgesamt 3,3 Mrd. EUR. Durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz wurden zusätzliche Mittel an die Krankenkassen ausgeschüttet, um die Zusatzbeiträge für Arbeitnehmer zu stabilisieren. Bei den Beitragseinnahmen konnten die Krankenkassen ein Wachstum von 5,4% von 2023 zu 2022 verzeichnen, resultierend aus starken inflationsbedingten Lohnsteigerungen. Demgegenüber standen steigende Leistungsausgaben in Höhe von 5% sowie zunehmende Verwaltungskosten von +2%, welche vor allem durch einen Anstieg bei Krankenhaus- sowie stationären psychiatrischen Behandlungen ausgelöst wurden. Auf Grund dieser weiterhin zu erwartenden Finanzierungslücken wird der Kostendruck seitens der Krankenkassen gegenüber den Leistungserbringern auch zukünftig bestehen. 3. Wirtschaftliche Entwicklung der Mitschke Sanitätshaus GmbH Trotz der gegebenen Marktbedingungen bleibt die Mitschke Sanitätshaus GmbH im Jahr 2023 nur knapp hinter dem Umsatz des Vorjahres zurück. Das Betriebsergebnis fällt leicht geringer aus als im Jahr 2022. Die Corona-Pandemie hatte auch noch in 2023 wirtschaftliche Auswirkungen für Mitschke. So kam es zwar zu rückläufigen Auftragseingängen in einzelnen Unternehmensbereichen, diese konnten jedoch durch positive Entwicklungen in anderen Unternehmensbereichen kompensiert werden. a. Lage des Unternehmens Vermögenslage Die Bilanzsumme ist in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 188 TEUR auf 6.369 TEUR gesunken. Dies ist im Umlaufvermögen auf einen Rückgang bei den Vorräten (TEUR 49) und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 474) zurückzuführen. Das Anlagevermögen ist hingegen mit TEUR 1.891 um TEUR 115 deutlich angestiegen. Begründet ist dies darin, dass die Investitionen in Höhe von TEUR 947 um rd. TEUR 140 über den Abschreibungen von TEUR 807 im Geschäftsjahr lagen. Die liquiden Mittel sind im Geschäftsjahr von TEUR 74 auf TEUR 158 gestiegen. Zurückzuführen ist dies auf die vorgenommenen Investitionen im Anlagevermögen und als gegenläufigen Effekt auf die deutlich gesunkene Kapitalbindung im Umlaufvermögen. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 5.073 und liegt damit rd. TEUR 417 über dem Vorjahr. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der leicht gesunkenen Bilanzsumme mit rd. 79,6 % gegenüber dem Vorjahr (71%) deutlich angestiegen. Die Gesellschaft ist damit zu wesentlichen Teilen mit Eigenkapital finanziert. Dies ist letztlich auf die stetige Thesaurierungspolitik der letzten Jahre zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft betreffen mit TEUR 74 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche aufgrund der Tilgung von Betriebsmittelkrediten und in diesem Jahr auch durch einen aktiven Bestand des laufenden Betriebskontos insgesamt um TEUR 442 gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Die Vermögenslage der Mitschke Sanitätshaus GmbH ist aufgrund der hervorzuhebenden Eigenkapitalausstattung als gut zu bewerten. Finanzlage Die Finanzierung der Mitschke Sanitätshaus GmbH erfolgt im Wesentlichen aus dem laufenden Cashflow der Gesellschaft. Ausgehend von einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 516 und Abschreibungen in Höhe von 807 beträgt der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf Basis der internen Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.323. Demgegenüber standen Investitionen in das Anlagevermögen von TEUR 947. Dementsprechend konnten sämtliche Investitionen aus den Mitteln des operativen Geschäftsbereiches finanziert werden. Der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag betragen TEUR 158 und liegen damit um TEUR 84 über dem Vorjahr. Die Gesellschaft hat eine sichere Finanzlage. Die Finanzierung des Unternehmens ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen. Aufgrund der unmittelbaren Abrechnung der Leistungen mit den gesetzlichen Krankenkassen entstehen bei einem wesentlichen Teil der Forderungen nur geringfügige Zahlungsausfälle. Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens war im Geschäftsjahr zu jeder Zeit gesichert. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft liegen im Geschäftsjahr leicht unter dem Vorjahresniveau. Daneben gab es allerdings einen Anstieg des Bestandes an halbfertigen Waren i.H.v. TEUR 86 im Vergleich zum Vorjahr. Daneben kam es im Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge durch die Veräußerung eines Kundenstamms zu einem außergewöhnlichen Ertrag i.H.v. TEUR 213. Der Materialaufwand hat sich um 0,3 % verringert. Absolut betrachtet ist das Rohergebnis von TEUR 10.753 um 129 TEUR auf TEUR 10.624 leicht gesunken. Unter dem Aspekt der gestiegenen Personalaufwendungen in Höhe von rd. TEUR 39, dem Anstieg bei den Abschreibungen i.H.v. TEUR 60 und dem Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. TEUR 66 liegt keine Verbesserung des Betriebsergebnisses vor. Nach Abzug der Abschreibungen in Höhe von TEUR 807, der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.659 sowie den ergebnisbasierenden Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 237 verbleibt abschließend ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 516. Das Jahresergebnis hat sich damit aufgrund des Umsatzrückgangs und des übrigen Kostenanstieges gegenüber dem Vorjahr um TEUR 81 verschlechtert. Von den Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 807 entfallen rd. TEUR 280 auf die Sofortabschreibungen der geringwertigen Wirtschaftsgüter. Diese betreffen im Wesentlichen Anschaffungen im Bereich Rehatechnik. Die zentralen Kosten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen die Raumkosten für die beiden Gebäude und die einzelnen Filialen sowie die Fahrzeugkosten, insbesondere für die Außendienstmitarbeiter. b. Finanzielle Leistungsindikatoren Im Rahmen der monatlichen betriebswirtschaftlichen Auswertung werden regelmäßig die Umsatzerlöse betrachtet. Die sich dabei ergebende Umsatzrendite dient als zentrale Steuerungsgrundlage für das Unternehmen. Zudem erfolgt eine wöchentliche Auswertung der Liquiditätskennzahlen. Dabei werden den vorhandenen liquiden Mitteln die voraussichtlichen Forderungseingänge zugerechnet und die fälligen Lieferantenverbindlichkeiten abgezogen. D. Voraussichtliche Entwicklung (Prognose) Für Deutschland erwartet die Bundesregierung in 2024 ein minimales Wachstum des BIP mit einer preisbereinigten Steigerung von +0,2% sowie eine starke Reduktion der Inflation. Als Grund für die schwächelnde Wirtschaftsleistung führt die Bundesregierung den Krieg in der Ukraine an sowie Kaufkraftverluste durch die hohe Inflation und ein Rückgang bei Investitionen durch hohe Zinsen. Mit einer Reihe an Reformen soll der schwachen Wirtschaftsleistung begegnet werden. In den ersten Monaten des Jahres 2024 hat sich die Inflation bei einem Wert von über 2% im Vergleich zum Vorjahr zwar deutlich entspannt. Durch die massiven Teuerungsraten der letzten Jahre verbleibt das Preisniveau insgesamt jedoch auf einem hohen Niveau. Mit dem Mindestlohnerhöhungsgesetz gab es im Jahr 2022 eine Erhöhung des Mindestlohnes um 22%. Zum 01. Jahr 2024 wurde der Mindestlohn um weitere 3% erhöht, eine erneute Erhöhung um 3% wird zum 01. Januar 2025 wiederholt. Die Steigerungen des Mindestlohnes führen nicht nur zu einer Befeuerung der Lohn-Preis-Spirale, sondern auch zu steigenden Lohn- und Gehaltsstrukturen über den Mindestlohn hinaus. Vor dem Hintergrund gleichbleibender Erstattungsbeiträge durch die Krankenkassen sind diese gesetzlichen Entscheidungen für Hilfsmittelleistungserbringer als dramatisch zu bezeichnen. Durch die Krankenhausstrukturreform wurde eine tiefgreifende Veränderung in der Krankenhauslandschaft initiiert. Das Ziel der Reform liegt in der Sicherstellung der regionalen Versorgungsqualität bei gleichbleibender finanzieller Stabilisierung der Krankenhäuser. Die Anpassungen im Vergütungssystem, wie z.B. die Einführung von Vorhalteleistungen, Leistungsgruppen und Versorgungsleveln führen zu einer Umschichtung in der Kliniklandschaft. Fusionen oder sogar mögliche Schließungen kleinerer Krankenhäuser werden wahrscheinlich, während große Kliniken zu Maximalversorgungen anwachsen. Folglich wird die Ambulantisierung von Gesundheitsleistungen weiter ansteigen. Insgesamt ist für die Hilfsmittelbranche in den nächsten Jahren dennoch von einem leicht überproportionalen Wachstum der Hilfsmittelausgaben zu den Gesamtausgaben der GKV auszugehen. Der demographische Wandel und eine zunehmende Ambulantisierung im Markt führen zu einer Steigerung der Versorgungszahlen. Auf Seiten der Krankenkassen soll den damit verbundenen Kostensteigerungen entgegengewirkt werden, indem eine Reduzierung der Ausgaben pro Patient angestrebt wird. Dies ist bereits heute nachweislich erkennbar und es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Auf Grund der oben genannten externen und internen Einflussfaktoren geht Mitschke für 2024 von leicht sinkenden Umsatzerlösen im Vergleich zu 2023 aus. Um eine zukunftsgerechte Ausrichtung der Mitschke Sanitätshaus GmbH sicherzustellen und unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führt Mitschke im Jahr 2024 eine organisatorische Restrukturierung durch. In diesem Zusammenhang entfällt das Segment Homecare aus dem Produktportfolio. Das Jahr 2024 ist bereits jetzt durch hohe Material- und Restrukturierungskosten gekennzeichnet. Darüber hinaus gibt es nur von wenigen Kostenträgern Signale zur inflationsbedingten und überfälligen Anpassung der Erstattungsbeiträge, welches eine weitere Belastung der Margen zur Folge hat. Unter diesen Umständen ist für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Rückgang des Jahresüberschusses auf 350 - 450 TEUR zu rechnen. Nach einer kurzen Darstellung der voraussichtlichen Entwicklungen werden nun im Folgenden die wesentlichen Chancen und Risiken für Mitschke kurz beschrieben. Diese ergeben sich jeweils aus externen Einflussfaktoren. E. Chancen und Risiken 1. Chancen Die wesentlichen Chancen für Mitschke werden kurz auf der sozio-kulturellen, der politischen, der technologischen und der ökonomischen Ebene skizziert. In sozio-kultureller Hinsicht unterliegt die Bevölkerung in Deutschland bereits heute dem demographischen Wandel. Während die Zahl jüngerer Menschen sinkt, steigt der Anteil der älteren Bevölkerung. Mit diesem strukturellen Wandel einhergehend, wird die Anzahl pflegebedürftiger Kunden zukünftig steigen. Viele der benötigten Dienstleistungen und medizinischen Hilfsmittel sind auf altersbedingte Krankheiten zurückzuführen. Ebenso gehen wir von einem Anstieg chronischer und psychischer Erkrankungen sowie der Zunahme von Zivilisationskrankheiten aus. Insgesamt wird dadurch der Versorgungsbedarf in der Gesellschaft steigen. In Bezug auf die politische Dimension bedingen neue regulatorische Anforderungen Veränderungen bei den Ausgabenstrukturen der GKV. Weiterhin wird die Kombination aus steigenden Patientenzahlen durch die demographischen Entwicklung zu hohen Kostensteigerungen im Gesundheitswesen führen. Hieraus ergibt sich eine steigende Ambulantisierung der Versorgung, bei der es zu Kostenreduktionen für stationäre Versorgungen kommen muss und ein höherer Patientenumschlag erforderlich sein wird. Als ambulanter Leistungserbringer sehen wir hierin eine Chance, uns dauerhaft weiter am Markt zu positionieren. Aus technologischer Sicht betrachten wir die fortschreitende Digitalisierung als Chance wie auch als Risiko. Das Gesundheitswesen und auch der Hilfsmittelmarkt werden sich in den nächsten Jahren stärker digitalisieren und so technologische Innovationen hervorbringen. Gleichzeitig birgt der medizinisch-technische Fortschritt die Chance für neue Behandlungsmethoden und Therapien. Hierin sehen wir die Chance für neue Erstattungsmodelle, neue Marktzugänge und die Möglichkeit für beschleunigtes Wachstum. Auf der ökonomischen Dimension werden aus unserer Sicht alle oben aufgeführten Entwicklungen zu einer starken Konsolidierung im Hilfsmittelmarkt führen. So werden von den heutigen 3.000 Sanitätshäusern aus unserer Sicht eine Mehrheit der Leistungserbringer diesen Entwicklungen dauerhaft nicht standhalten können. Diese strukturellen Marktveränderungen betreffen allerdings nicht nur Sanitätshäuser, sondern alle beteiligten Akteure in der Wertschöpfungskette gleichermaßen: Es ist ebenso von einem Rückgang der Anzahl Krankenhäuser und unter Umständen auch von einer Konsolidierung bei Krankenkassen auszugehen. Dies betrachten wir generell als Chance, da wir überzeugt sind, sowohl über eine kritische Unternehmensgröße als auch solide Strukturen und Prozesse zu verfügen, um mit den notwendigen Marktveränderungen Schritt halten zu können. 2. Risiken Die wesentlichen Risiken für Mitschke werden ebenso wie die Chancen kurz auf der sozio-kulturellen, der politischen und der ökonomischen Ebene skizziert. Auf der sozio-kulturellen Ebene wurde oben bereits der demographische Wandel beschrieben. Während dieser Effekt uns zukünftig eine potentiell größere Kundenbasis verschaffen kann, führt der demographische Wandel gleichzeitig auch zu ausbleibendem Nachwuchs. Dies resultiert letztlich in einem Fachkräftemangel, das heißt, offene Stellen bleiben unter Umständen lange unbesetzt oder können gar nicht nachbesetzt werden. Als Gesundheitsdienstleister sind unsere Tätigkeiten sehr personalintensiv und erfordern in den meisten Fällen geeignete Fachkräfte, so dass wir dies als Risikofaktor betrachten. Auf der politischen Dimension sehen wir das Risiko, dass die fortschreitende Digitalisierung, so wie Telemedizin oder das E-Rezept, Marktstrukturen verändern werden. Beispielsweise erlaubt das E-Rezept ein geschlossenes Netzwerk und erleichtert digitalen Innovatoren den Marktzugang. Insbesondere für Standardprodukte kann dies zu wesentlichen Veränderungen in den Versorgungsstrukturen führen. Damit besteht die Gefahr, dass sich Versorgungen zugunsten von Online-Anbietern im Vergleich zu regionalen Fachhändlern verschieben und bestehende Geschäftsmodelle disruptiert werden. Hierzu gab es bereits erste Versuche von neuen Marktteilnehmen, exklusive Verträge mit bestimmten Krankenkassen zu verhandeln, um so die bisherige klassische Versorgung von Sanitätshäusern durch Online-Angebote zu ersetzen. Auf der Ebene der ökonomischen Einflussfaktoren sind die finanziellen Rahmenbedingungen der GKV und die Kaufkraft der Kunden zu nennen sowie allgemeine Kostensteigerungen. In der derzeitigen angespannten wirtschaftlichen Situation ist es kritisch, dass die Erstattungspreise der GKV nicht mit den realen Kostenentwicklungen Schritt halten, sondern deutlich dahinter bleiben. Vor diesem Hintergrund ist es als umso kritischer zu bewerten, dass die GKV bereits die Rückkehr zu Ausschreibungen fordert. Ausschreibungen wurden auf Grund der unzureichenden Produkt- und Dienstleistungsqualität im Jahr 2019 in Deutschland abgeschafft. Eine Rückkehr zur Ausschreibungspraxis führt zu einer weiteren Erhöhung der Bürokratie, einer mangelnden Qualität in den Versorgungen und zu unvollständigen Versorgungslandschaften für Kunden durch nicht teilnehmende Leistungserbringer. Die Beeinträchtigungen auf dem Beschaffungsmarkt haben im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich nachgelassen. Vereinzelt kommt es noch zu Lieferverzögerungen oder langen Lieferzeiten. Im Falle dieser Verzögerungen besteht die Gefahr, dass die Versorgung von Kunden nicht zeitgerecht aufrechterhalten werden kann. Durch die hohen Energiepreise und die Inflation bleiben die Beschaffungskosten auf einem hohen Niveau und stellen damit einen weiteren Risikofaktor dar. Die Weitergabe von Kostensteigerungen im Einkauf ist an Kunden nur eingeschränkt möglich. Mitschke sieht trotz erheblicher Risiken im Markt mehr Chancen als Risiken. Eine systematische und laufende Marktbeobachtung ist mit dem Ziel verbunden, Chancen am Markt wahrzunehmen und Risiken zu vermeiden. Ferner ist ein aktives Risikomanagement im Unternehmen implementiert. Somit werden Risiken regelmäßig bewertet und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. F. Forschung und Entwicklung Die Mitschke Sanitätshaus GmbH ist bestrebt, den technologischen Fortschritt z.B. im Bereich des 3D-Drucks in den eigenen Geschäftsfeldern zu nutzen. So wurden vereinzelnd die bestehenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte weiterentwickelt, um den 3D-Druck in die Orthopädietechnik zu integrieren.
Gütersloh, 12. August 2024 gez. Matthias Mitschke gez. Ferdinand Mitschke BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB. Sie ist in das Handelsregister unter HRB 4287 beim Amtsgericht Gütersloh eingetragen. Der Jahresabschluss wurde auf Grundlage der gesetzlichen Vorschriften erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gegliedert. II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten beinhalten die aktivierungspflichtigen Bestandteile. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 800,- werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt mit den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren Marktpreis oder beizulegenden Wert am Stichtag. Die unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades sowie des Prinzips der verlustfreien Bewertung ausgewiesen. Die Waren sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet worden. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Das Stammkapital der Gesellschaft wird unter dem gezeichneten Kapital ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB.
Die Forderungen sind sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.075,00) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den Forderungen sind solche gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 3) enthalten. Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 74 durch Bürgschaften, Globalzessionen sowie Sicherungsübereignungen des Inventars und des Warenlagers besichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch im Geschäftsverkehr übliche Sicherheiten wie Eigentumsvorbehalte abgesichert. In den übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 154.611,24 (Vorjahr: EUR 184.304,51) sowie solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 1.518,64 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus dem Verkauf eines Kundenstamms in Höhe von TEUR 213 enthalten. Weitere Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung waren nicht vorhanden. V. Sonstige Angaben Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
Die Gesellschaft haftet im Rahmen einer Höchstbetragsbürgschaft in Höhe von TEUR 1.000. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme schätzen wir auf Grund der Bonität und des Zahlungsverhaltens der Darlehnsnehmerin in der Vergangenheit als sehr gering ein; Anhaltspunkte für eine andere Beurteilung liegen uns derzeit nicht vor. Der Nutzung von Kfz liegen überwiegend Leasingverträge zugrunde. Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung und verlagert das Risiko der Verwertung auf den Leasinggeber. Die Leasingverträge haben Laufzeiten bis maximal 2027. Die Gesamtverpflichtung aus den Leasingverträgen beträgt TEUR 822. Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen i. H. v. TEUR 641. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs. Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten. Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch: - Herrn Matthias Mitschke, Orthopädiemechanikermeister, Gütersloh, - Herrn Ferdinand Mitschke (MBA), Kaufmann, Bielefeld. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit und sind einzelvertretungsberechtigt.
Gütersloh, 12. August 2024 gez. Matthias Mitschke, Geschäftsführer gez. Ferdinand Mitschke, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 22.08.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Mitschke Sanitätshaus GmbH, Gütersloh Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Mitschke Sanitätshaus GmbH, Gütersloh, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mitschke Sanitätshaus GmbH, Gütersloh, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Versmold, den 15. August 2024 Wortmann & Fabian GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Versmold Kim Pascal Fabian, Wirtschaftsprüfer |
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