Stammdaten

Register
Amtsgericht Saarbrücken HRB 16407
Eingetragen
23.5.2007
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieEinzelhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und SoftwareEinzelhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen in Informatik- und Managementberatungen sowie die Entwicklung und der Vertrieb von Software und Hardware für den Handel und die Konsumgüterindustrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Dr. Anderer
seit 25.10.2007
Geschäftsführer
Jörg Michael Frisch
seit 23.5.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
retailsolutions AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
retailsolutions AG
Switzerland
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

retailsolutions GmbH

St. Ingbert

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die retailsolutions GmbH

Prüfungsurteile

wir haben den Jahresabschluss der retailsolutions GmbH, St. Ingbert, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wie den Lagebericht der retailsolutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, 16. Mai 2024

Peter Wöhe, Wirtschaftsprüfer

Björn von Olnhausen, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.723,00 5
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.158,00 6
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.628,00 15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.830,00 170
129.616,00 191
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 800.000,31 800
935.339,31 996
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.252.662,36 4.524
davon gegen verbundene Unternehmen : EUR 3.318.271,29 (Vj. TEUR 3.291)
II. Guthaben bei Kreditinstituten 2.227.908,69 1.507
6.480.571,05 6.031
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.276,70 20
7.420.187,06 7.047

Passiva

31.12.2022
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25
II. Gewinnvortrag 4.684.734,14 4.327
III. Jahresüberschuss 665.874,61 358
5.375.608,75 4.710
B. Rückstellungen 1.579.497,16 1.685
C. Verbindlichkeiten 465.081,15 652
davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 117.627,50 (Vj. TEUR 69)
7.420.187,06 7.047

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2022
EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 12.485.622,19 10.468
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.480.197,72 6.520
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 1.143.992,11 916
davon für Altersversorgung: EUR 10.083,24 (Vj. TEUR 11)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 146.124,51 115
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.741.094,91 2.334
11.511.409,25 9.885
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.525,96 4
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 142,22 (Vj. TEUR 1)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 35,45 1
16.490,51 3
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 302.716,64 174
8. Ergebnis nach Steuern 687.986,81 412
9. Sonstige Steuern 22.112,20 54
10. Jahresüberschuss 665.874,61 358

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und aufgestellt. Es gelten erstmals die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Größenabhängige Erleichterungen des § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Die Gesellschaft ist unter der Firma retailsolutions GmbH mit Sitz in Saarbrücken im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter der Nummer HRB 16407 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen zwischen 3 und 5 Jahren nach der linearen Methode vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Abwertungen auf einen niedrigeren Kurswert erfolgen nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Auf die Bildung von Einzelwertberichtigungen konnte verzichtet werden. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel und das Eigenkapital sind zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Rückstellung für Archivierung) sind bei einer angenommenen Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren mittelbar durch die Anwendung eines Vervielfältigers von 5,5 abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Es existieren keine nennenswerten temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge, so dass keine latenten Steuern anfallen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel als Anlage zu diesem Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 597 (Vj. TEUR 464) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen - wie im Vorjahr - solche aus Lieferungen und Leistungen und bestehen mit TEUR 3.035 (Vj. TEUR 2.356) gegen die Gesellschafterin.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sowie für Pauschalrisiken aus Gewährleistungsansprüche gebildet.

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die wie im Vorjahr alle aus Lieferungen und Leistungen resultieren, umfassen solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 82 (Vj. TEUR 70).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Außergewöhnlich und/oder periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind weder außergewöhnliche noch periodenfremde Aufwendungen und Erträge von Bedeutung enthalten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 734 p.a. (Vj. TEUR 616 p.a.) und betreffen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Geschäftsführung

Dipl.-Kfm. Jörg Frisch, Tholey, Geschäftsführer der retailsolutions AG, Zug/Schweiz,

Dr. rer. oec. Michael Anderer, Mülheim an der Ruhr, Geschäftsführer der retailsolutions AG, Zug/Schweiz.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführer erhalten von der Gesellschaft keine Vergütung. Die Gesellschafterin erhält für die in der Geschäftsbesorgung erfolgte Geschäftsführung TEUR 300.p.a.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2023 2022
Angestellte 82,25 75,00
Werkstudenten 6,00 2,00
88,25 77,00

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der retailsolutions AG, Zug/Schweiz, welche den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Ort der Muttergesellschaft in Zug erhältlich.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn von EUR 5.350.608,75 auf neue Rechnung vorzutragen

 

St. Ingbert, 14. Mai 2024

Geschäftsführung

Dipl.-Kfm. Jörg Frisch

Dr. Michael Anderer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 76.778,89 5.000,00 0,00 81.778,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.553,04 0,00 0,00 8.553,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.861,35 7.707,80 0,00 57.569,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 394.973,34 73.223,71 69.110,09 399.086,96
453.387,73 80.931,51 69.110,09 465.209,15
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 800.000,31 0,00 0,00 800.000,31
1.330.166,93 85.931,51 69.110,09 1.346.988,35
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.258,89 3.797,00 0,00 76.055,89
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.970,04 1.425,00 0,00 4.395,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 34.626,35 15.314,80 0,00 49.941,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 224.779,34 125.586,71 69.109,09 281.256,96
262.375,73 142.326,51 69.109,09 335.593,15
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
334.634,62 146.123,51 69.109,09 411.649,04
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.723,00 4
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.158,00 6
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.628,00 15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.830,00 170
129.616,00 191
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 800.000,31 800
935.339,31 995

Lagebericht 2023

1. VORAUSSCHAUENDE AUSSAGEN

Bestimmte in diesem Lagebericht enthaltene Aussagen beinhalten zukünftige Erwartungen und andere vorausschauende Aussagen, die auf derzeitigen Sichtweisen und Annahmen der Geschäftsleitung basieren und bekannte sowie unbekannte Risiken und Unsicherheiten miteinschließen. Tatsächliche Resultate, Leistungen oder Ereignisse können wesentlich von denen in solchen Aussagen abweichen.

Die nachfolgenden makroökonomischen Voraussagen unterliegen nach wie vor einer ungewöhnlich hohen Unsicherheit insbesondere durch den anhaltenden Ukrainekrieg und den nicht enden wollenden Nahostkonflikt.

2. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

retailsolutions ist eines der führenden SAP Retail-Beratungshäuser in Europa. Von seinen Standorten in der Schweiz, Deutschland, Österreich, England, Schweden, Spanien und Australien aus werden Kunden im gesamten europäischen und jetzt auch australischen und neuseeländischen Raum betreut. Der Sitz der Konzernmutter, der retailsolutions AG, ist in 6302 Zug in der Schweiz. Der Hauptsitz der deutschen Tochtergesellschaft, der retailsolutions GmbH, ist in St. Ingbert.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit von retailsolutions liegt räumlich in der D-A-CH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) sowie in Großbritannien und Skandinavien und inhaltlich in der Betreuung von Großkonzernen aber auch mittelständischen Unternehmen der Privatwirtschaft mit dem Fokus auf Konsumgüter-Retail.

retailsolutions bietet ganzheitliche Lösungen für den Einzelhandel. Durchschnittlich mehr als 250 Mitarbeiter, davon durchschnittlich 88 in Deutschland, unterstützen Kunden bei der Umsetzung von SAP-Projektrealisierungen. Das Portfolio umfasst dabei Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Hohen Stellenwert haben nachhaltige und zukunftsfähige IT-Lösungen. Durch konstante Investition in innovative Themen, Technologien und das Know-how der Mitarbeiter ist die Arbeit von retailsolutions konsequent auf die Zukunft ausgerichtet.

Die Full-Service-Dienstleistung beginnt bei Strategie- und Prozessberatung und reicht über Konzeption, Realisierung und Integration bis hin zum Realbetrieb und anschließender Wartung und Support der retail-solutions, der Lösungen. Als enger Partner von SAP bietet retailsolutions sowohl hoch qualifizierte Beratung als auch die aktuellen SAP-Produkte aus einer Hand.

3. KONZERNVERHÄLTNISSE

Die retailsolutions GmbH wird in den Konzernabschluss der retailsolutions AG, CH 6302 Zug, einbezogen.

4. WIRTSCHAFTSBERICHT

4.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die retailsolutions GmbH als international tätiges Consulting- und Softwareunternehmen sieht das Wachstum der globalen Wirtschaft als eine wichtige Bezugsgröße für die eigene Entwicklung. Aufgrund der Ausrichtung auf den iw. Lebensmitteleinzelhandel ist retailsolutions jedoch in der aktuell eher schrumpfenden Wirtschaft nicht so hart von der Ukrainekrise und dem Nahostkonflikt betroffen wie andere Wirtschaftszweige.

4.1.1. Sinkendes Bruttoinlandsprodukt

Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland ist (2021/2022) 2023 nach dem pandemiebedingten Einbruch 2020 um (2,7 %/1,9%) 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr (gewachsen) zurückgegangen.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge unverändert hohen Preise auf allen Wirtschafts-stufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Inflationsrate betrug jahresdurchschnittlich 2,5 Prozent nach 3,1 Prozent im Jahr 2023. Nach Bewältigung der mit der Ukrainekrise ausgelösten Energiekrise ist ein weiterer Rückgang der Inflationsraten zu erwarten.

Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten.

4.1.2. Stabiler Arbeitsmarkt

Die Lage am Arbeitsmarkt hat sich entspannt. Im Jahresdurchschnitt stieg die Arbeitslosenquote um (0,4) 0,4 Prozentpunkte auf (5,3%) 5,7 Prozent. Ein leichter Aufwärtstrend der Erwerbstätigkeit setzt sich 2024 fort.

Die Kurzarbeit ging 2023 spürbar zurück, auch da Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld ausgelaufen sind. Seit dem 1. Juli 2023 gelten wieder die Voraussetzungen, die vor der Corona-Pandemie galten. So muss beispielsweise wieder mindestens ein Drittel der Belegschaft von Arbeitsausfall betroffen sein.

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren rund 45,9 Millionen Menschen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Das waren so viele wie noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990. Nach einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) stieg die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 333 000 Personen (+0,7 %).

4.2. BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Der Umsatz im Dienstleistungsbereich im Jahr 2023 war um 2,0 % höher als im Vorjahr. Der Dienstleistungssektor in Deutschland (ohne Finanz- und Versicherungsdienstleistungen) hat im Jahr 2023 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) real (preisbereinigt) 2,0 % und nominal (nicht preisbereinigt) 2,1 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Während die realen Umsätze im 1. Halbjahr 2023 gegenüber dem 1. Halbjahr 2022 kräftig um 3,5 % stiegen, fiel das Wachstum im 2. Halbjahr 2023 mit einem Plus von 0,8 % gegenüber dem 2. Halbjahr 2022 moderater aus. Insgesamt erzielte der Dienstleistungssektor im Jahr 2023 den höchsten realen Umsatz seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015. Verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 lag er um 5,8 % höher. Im Bereich Information und Kommunikation stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2023 sogar um 39 000 Personen oder 2,6 % und damit weit überdurchschnittlich an.

Die Entwicklung der Erwerbstätigkeit der einzelnen Wirtschaftsbereiche gegenüber dem Vorjahr seit 1992 zeigt, dass der Dienstleistungsbereich mit Ausnahme der Jahre 2003 und 2020 stets mit einem stabilen Zuwachs von durchschnittlich 1 bis 3 Prozent (2000) rechnen konnte, wobei andere Branchen mit einem Rückgang von fast 12 % (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 1992) stark in ihrer Existenz gefährdet sind.

Laut ifo Geschäftsklimaindex, Stand 23. Februar 2024, hat sich 2024 die Stimmung unter den Unternehmen etwas aufgehellt. Der Index ist im Februar auf 85,5 Punkte gestiegen, nach 85,2 Punkten im Januar. Dies war auf etwas weniger pessimistische Erwartungen zurückzuführen. Die Einschätzungen zur aktuellen Lage blieben unverändert. Hier gleichen sich positive und negative Antworten gegenwärtig nahezu aus. Die Konjunktur stabilisiert sich auf niedrigem Niveau.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex gefallen. Die aktuelle Lage wurde zuletzt im September 2020 so schlecht eingeschätzt. Die Erwartungen blieben nahezu unverändert pessimistisch. Der Rückgang des Auftragsbestandes hält unvermindert an. Die Unternehmen haben weitere Produktionskürzungen angekündigt.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima verbessert. Die Dienstleister waren zufriedener mit den laufenden Geschäften. Die Erwartungen sind weiter pessimistisch, jedoch etwas weniger stark als noch im Januar. Die Auftragsentwicklung ist allerdings schwach.

Im Handel ist der Index erneut gefallen. Die Händler waren merklich weniger zufrieden mit der aktuellen Geschäftslage. Die Erwartungen verbesserten sich hingegen leicht. Dennoch herrscht weiterhin eine große Skepsis mit Blick auf die Entwicklung in den kommenden Monaten.

Im Bauhauptgewerbe hat der Geschäftsklimaindikator auf niedrigem Niveau leicht zugelegt. Grund dafür waren etwas bessere Einschätzungen zur aktuellen Lage. Die Erwartungen sind jedoch gesunken, auf den niedrigsten Wert seit 1991.

(Quelle: Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts)

Der Bitkom-ifo-Digitalindex entwickelte sich von Januar 2006 bis Januar 2024 gemäß vorliegender Grafik, wobei die Erwartungshaltung fast ausnahmslos weit unter der tatsächlichen Geschäftslage war.

Der Bitkom-ifo-Digitalindex basiert auf der monatlichen ifo Konjunkturumfrage und bildet sich aus dem geometrischen Mittel des Index der Geschäftslage und des Index der Geschäftserwartungen. Berücksichtigt werden Daten der Digitalbranche, die sich aus Unternehmen der Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor zusammensetzt. Dazu zählen Hersteller von IT und Kommunikationstechnik, Unterhaltungs-elektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit ITK. Der Index wird als Saldo (saisonbereinigt) dargestellt. Gewichtet wird nach Anzahl der Beschäftigten. Die Befragung wurde im Januar 2024 durchgeführt.

4.3. GESCHÄFTSENTWICKLUNG RETAILSOLUTIONS GMBH

4.3.1. UMSATZ- UND GEWINNENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr 2022 konnte die retailsolutions GmbH den positiven Trend der Geschäftsentwicklung der vergangenen Jahre weiter fortsetzen und die Marktanteile steigern.

Die ausgewiesenen Umsatzerlöse sanken 2023 von 14,1 Mio. EUR im Vorjahr um 77 TEUR auf 14,0 Mio. EUR. Der Anteil des Auslandsgeschäftes am Gesamtumsatz beträgt 96% (Vorjahr 75%), der Anteil des Inlandsgeschäftes entsprechend 4% (Vorjahr 25%).

Im Geschäftsjahr 2023 betrug das EBIT 974 TEUR (Vorjahr 583 TEUR).

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 der retailsolutions GmbH erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 358 TEUR um 308 TEUR auf 666 TEUR. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses hat sich das Eigenkapital 2023 von 4,71 Mio. EUR auf 5,38 Mio. EUR erhöht.

4.3.2. MITARBEITERENTWICKLUNG

In der retailsolutions GmbH waren im Berichtszeitraum 2023 durchschnittlich 88,25 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 77,00 Mitarbeiter).

4.3.3. DAS INTERNE STEUERUNGSSYSTEM

Das Interne Steuerungssystem der retailsolutions GmbH umfasst eine Vielzahl operativer Kennzahlen, welche die strategische Zielsetzung in Bezug auf Wachstum und Effizienzsteigerung messbar machen. Neben Auslastungs-kennzahlen, Kapazitätsentwicklungen, Entwicklung Fakturatage und Projektbudgetmonitoring und -forecasting im Beratungsbereich stehen Neukundenentwicklung und Auftragseingängen für das Consulting-, Lizenz- und Managed-Services-Geschäft in den verschiedenen Branchen und Kompetenzbereichen im Vordergrund. Diese werden engmaschig verfolgt, um bei Bedarf steuernd eingreifen zu können. Die vertrieblichen Aktivitäten, insbesondere Lead- und Auftragseingangsentwicklung werden mittels eines cockpitbasierten Monitorings des Sales-Funnels zentral und dezentral in den Vertriebskanälen online überwacht und gesteuert. Daneben werden weitere Finanzkennzahlen wie operativer Cash-Flow, monatliche Zahlungsbilanzen und im wöchentlichen Zyklus eine rollierende Liquiditätsvorschau zur Steuerung verfolgt.

Die interne operative Steuerungsgröße als finanzieller Leistungsindikator der retailsolutions ist das EBIT. Das EBIT ist definiert als das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Die Steuerungsgröße wird im monatlichen Rhythmus der Geschäftsführung im internen Berichtswesen vorgestellt und mit ihr diskutiert. Unterlegt wird das monatliche Reporting des EBIT durch untermonatliche EBIT Forecasts und eine 3-Monats-Vorschau sowie eine EBIT Year-End-Prognose.

5. ERLÄUTERUNGEN ZUR ERTRAGS-; VERMÖGENS-, UND FINANZLAGE

5.1. ERTRAGSLAGE

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die retailsolutions GmbH den Vorjahresumsatz halten und das Vorjahresergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) weit übertreffen. Das EBIT stieg von 583 TEUR 2022 auf 974 TEUR 2023. Die operative EBIT-Marge (definiert als EBIT in Relation zur Summe aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung) beträgt +7,0 % (Vorjahr: +4,1 %).

Bei abgeschlossenem Wachstum der Geschäftstätigkeit, haben eingeleitete Maßnahmen zur Kostensenkung, das Controlling der Beratungsprojekte, Justierungen der Forschungstätigkeiten und der Effizienzsteigerung defizitärer Bereiche zum Ergebnis beigetragen und die Verbesserung des operativen Ergebnisses bewirken können.

Die Quote der Personalaufwendungen, bezogen auf die Gesamtleistung, erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um relativ 16 %- Punkte von 52,8 % auf 61,6%, was wiederum auf die Substitution von Fremdleistungen zu Gunsten fester Mitarbeiter zurückzuführen ist. Die Quote des Aufwands für den Einsatz von Subunternehmern sank gegenüber 2022 daher um 51%. Die Summe der sonstigen betrieblichen Aufwendungen stieg gegenüber von 2,33 Mio. EUR im Jahr 2022 auf 2,74 Mio. EUR i.w. durch abnehmendes Homeoffice bei ansteigender Reisetätigkeit. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 451 TEUR gegenüber 446 TEUR im Vorjahr.

Das Finanzergebnis beträgt +16 TEUR (Vorjahr 3 TEUR). Es beinhaltet im Wesentlichen Zinserträge aus einem kurzfristigen Darlehen an ein nahestehendes Unternehmen.

Das Jahresergebnis der retailsolutions GmbH nach Steuern und Abschreibungen stieg im laufenden Geschäftsjahr auf 666 TEUR und lag damit um 308 TEUR über dem Vorjahreswert von 358 TEUR.

5.2. VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme hat sich zum 31. Dezember 2023 gegenüber dem Vorjahr (7,05 Mio. EUR) um 5,3 % auf 7,42 Mio. EUR erhöht. Insbesondere die verbesserte Liquiditätssituation hat hierzu ihren Beitrag geleistet.

Die langfristigen Vermögenswerte sind mit 60 TEUR gegenüber dem Vorjahreswert von 995 TEUR um 6 % auf 935 TEUR gesunken und betragen 12,6 % (14,1 %) am Gesamtvermögen. Der Anstieg im Vorjahr betraf i.w. Finanzanlagen (800 TEUR). Der Rückgang 2023 betrifft laufende Abschreibungen auf das Anlagevermögen (146 TEUR) bei Zugängen i.w. von technischer Ausstattung der Berater iHv. 86 TEUR.

Umfangreiche Entwicklungsleistungen in selbsterstellte Software - des eigenen Produktes RapidRetail - werden wie in den Vorjahren nicht aktiviert, sondern verbleiben vollständig erfolgswirksam in den Aufwandspositionen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne Rechnungsabgrenzungsposten) beliefen sich zum Ende des Berichts-zeitraums auf 6,5 Mio. EUR nach 6,0 Mio. EUR im Vorjahr. Ihr Anteil am Gesamtvermögen lag damit bei 87,4 % (Vorjahr:85,9 %). Dabei erhöhte sich der Bestand an liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um 48 % von 1,5 Mio. EUR auf 2,2 Mio. EUR.

Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich das Eigenkapital durch den Jahresüberschuss 2023 um 666 TEUR auf 5,38 Mio. EUR. Die Eigenkapitalquote, also der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme, stieg von 66,8 % Im Vorjahr auf 72,4 %. Langfristige Schulden sind wie im Vorjahr nicht vorhanden.

Im Bereich der kurz- und mittelfristigen Schulden (inkl. Rückstellungen, ohne RAP) verzeichnete retailsolutions GmbH einen Rückgang von 292 TEUR auf 2,0 Mio. EUR. Die Abnahme der kurzfristigen Schulden resultiert primär aus gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung gegenüber fremden (Sub-) Unternehmen sowie Steuerrückstellungen durch Veranlagung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung (konzernintern und -extern) betragen 353 TEUR gegenüber 541 Mio. EUR im Vorjahr, wobei i.w. die Verbindlichkeiten konzernintern um 48 TEUR stiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten stiegen um 1,5 TEUR. Die sonstigen Rückstellungen sind von 1,57 Mio. EUR auf 1,55 Mio. EUR gesunken. Die Quote der kurz- und mittelfristigen Schulden (inkl. Rückstellungen ohne RAP) im Verhältnis zur Bilanzsumme liegt unter dem Vorjahresniveau von 33,2 % nun bei 27,6 %.

5.3. FINANZLAGE

Der Cash-Flow I betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 +812 TEUR (Vorjahr 473 TEUR). Der Cash-Flow aus der operativen Geschäftstätigkeit betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 0,8 Mio. EUR (Vorjahr 1,1 TEUR). Die Mittelverwendung im Rahmen des Cash-Flows aus Investitionstätigkeit lag mit 86 TEUR unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 874 TEUR) und betrifft im Wesentlichen Investitionen in die technische Betriebs- und Geschäftsaus-stattung. Der Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit betrug insgesamt 0 EUR (Vorjahr: 0 EUR)

6. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG/ PARTNERSCHAFTEN

Aufgrund der Geschäftstätigkeit mit Fokus auf Beratungsdienstleistungen haben Forschungsinvestitionen keine vorrangige Bedeutung für das Unternehmen.

In Kooperation mit anderen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft wurden im Jahr 2023 verschiedene innovative Forschungsprojekte mit Praxisbezug durchgeführt. Im Jahr 2024 werden die Forschungsprojekte, an denen die retailsolutions GmbH beteiligt ist, fortgeführt. Hervorzuheben ist aktuell die Zusammenarbeit mit dem DFKI (Deutsches Forschungszentrum für künstliche Intelligenz GmbH, Prof. Dr. Antonio Krüger) in Saarbrücken und der Fachhochschule Trier (Prof. Dr. Rolf Krieger) Lehrstuhl für Informatik kognitiver Assistenzsysteme.

Der Forschungsbereich Kognitive Assistenzsysteme (COS) konzentriert sich auf die Entwicklung von Grundlagen der multimodalen Mensch-Computer-Interaktion und personalisierter Dialogsysteme, die Sprache, Gestik und Mimik mit physischer Interaktion integrieren. Unter Verwendung von Prozess-, Nutzer-, Aufgaben- und Domänenmodellen beschäftigt sich COS mit den verschiedenen Aspekten der situativen multimodalen Interaktion bei der Entwicklung von Assistenz- und Entscheidungsunterstützungssystemen. Ein interdisziplinäres Team von Mitarbeitern verfügt über ein breites Wissen in der Künstlichen Intelligenz und in benachbarten Gebieten, wie z.B. der kognitiven Psychologie. Empirische und ingenieurwissenschaftliche Methoden werden kombiniert und leisten so wesentliche Beiträge im Schnittfeld von Robotik, Lernverfahren, Benutzermodellierung und der Mensch-Maschine-Interaktion.

Mit den Industriepartnern werden die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in vielfältige Anwendungen in den Bereichen Gesundheitswesen, Industrie 4.0 und IoT, Automobil, Einzelhandel, intelligente Energie, intelligentes Wohnen, Sport und Bildung transferiert.

Die retailsolutions GmbH bietet daneben mit RapidRetail, ein innovatives Produkt zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen, zusätzlich eigene Produkte und Dienstleistungen an, die auf eine schnelle und preisgünstige Implementierung der Lösungen abzielen, sowie mögliche Lücken im SAP-Portfolio schließen. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung entlang einer kundenorientierten Roadmap auf Konzernebene, sowie eine offensive Partnerstrategie, Anwenderkonferenzen und Kundenbefragungen wird dieser Bereich fortlaufend forciert und ergänzt das Consultingangebot.

7. CHANCENMANAGEMENT

Die retailsolutions GmbH unterstützt als Consulting- und Software-Haus Unternehmen bei der Entwicklung neuer Businessmodelle, bei der Analyse und Implementierung effizienter Geschäftsprozesse, und deren permanenter Optimierung sowie der Digitalisierung der Prozesse bis in den verlässlichen Betrieb von IT-Systemen. Die Entwicklung von branchenbezogen Produkten und Dienstleistungen zur Begleitung von Unternehmen bei der digitalen Transformation nimmt einen hohen Stellenwert ein. Dabei profitieren Kunden insbesondere von der Kombination aus fundierter Branchenkompetenz aus der langjährigen Beratungspraxis, der IT-Umsetzung effizienter Prozesse mit SAP betreuen zu lassen, umfassend.

Die retailsolutions GmbH unterstützt als strategischer Partner nachhaltig IT-Initiativen und IT-Herausforderungen Ihrer Kunden im Kontext der Digitalen Transformation vom Aufsetzen von Kundenprogrammen zur digitalen Transformation bis in die prozessuale und systemseitige Umsetzung. Die Kombination von SAP-Beratung, Software und Managed Services ist für die retailsolutions GmbH der Ausgangspunkt für kundenorientierte Lösungen. Die Grundlage für eine erfolgreiche Zusammenarbeit bilden die SAP-Technologieführerschaft sowie die Branchen-lösungen und das retailsolutions Prozess-Know-how.

Auf Basis umfassender Fach- und Branchen-Expertise wird der Kunde effizient im Design und der Reorganisation seiner Prozesse entlang der Wertschöpfungskette unterstützt. Das Management sieht hierbei besondere Chancen in neuen Märkten mit entsprechenden Wachstumspotenzialen. Technologische Weiterentwicklungen wie Industrie 4.0, Blockchain, Robotic Process Automation, Cloud Computing und Mobility eröffnen darüber hinaus ebenso nachhaltige Wachstumschancen für die retailsolutions GmbH.

Der retailsolutions GmbH bieten sich nach wie vor als IT-Komplettdienstleister im SAP-Umfeld zahlreiche wirtschaftliche Wachstumschancen. Diese begründen sich im Wesentlichen auf den Innovationen der SAP-Produkte (z.B. S/4 HANA, S/4 HANA Cloud, Integrated Business Planning, Success Factors, Concur, Cloud 4 Customer, Ariba, SAP Cloud Plattform und andere). Durch globale Partnerschaften ist die retailsolutions GmbH in der Lage, mittelständische Unternehmen und insbesondere Unternehmen des gehobenen Mittelstandes mit starker internationaler Ausrichtung im In- und Ausland intensiv zu betreuen.

Das Management der Chancen erfolgt auf mehreren Ebenen. Die Geschäftsführung hat die Aufgabe, im Rahmen der Unternehmensstrategie zukünftige Chancenpotenziale zu Identifizieren und das Unternehmen strategisch derart auszurichten, dass diese Potenziale erschlossen werden können.

8. AKTUELLE WIRTSCHAFTSLAGE ALS CHANCE

Die aktuelle Wirtschaftslage bietet Chancen für die retailsolutions GmbH. Trotz wirtschaftlicher Stagnation aber vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung ist es für Unternehmen wichtig, ihre Strukturen effizienter zu gestalten und damit Wettbewerbsvorteile zu sichern. Unternehmen, die Ihre Prozesse verbessern, werden aus der Krise gestärkt hervorgehen. Das Lösungsangebot ist darauf ausgerichtet, die Kunden bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu unterstützen. Somit kann das aktuelle Marktumfeld auch zu einer Steigerung der Nachfrage nach den Produkt- und Beratungslösungen von retailsolutions GmbH führen.

Digitale Transformation von Geschäftsprozessen als zentrale gesamtwirtschaftliche Herausforderung treibt die Kunden der retailsolutions GmbH an und stellt diese vor umfassende Aufgaben. Mit ihrer langjährigen bewiesenen Kompetenz in der Prozessanalyse und -gestaltung, verbunden mit einer hohen Fach- und Branchenkompetenz sowie der intensiven Auseinandersetzung mit den aus der Digitalisierung von Geschäftsmodellen resultierenden Anforderungen unterstützt die retailsolutions GmbH ihre Kunden ganzheitlich.

9. KUNDENBASIS

Die breite und langjährig stabile Kundenbasis sowohl im Großkundensegment als auch im Mittelstand bietet die Chance, zusätzliche Produkte und Dienstleistungen am Markt abzusetzen. Außerdem helfen die engen Kundenbeziehungen, Markttrends frühzeitig zu erkennen und in neue Produkte und Dienstleistungen zu überführen.

Eine ausreichende Marken- und Branchenkompetenz und Visibilität vorausgesetzt, behauptet sich die retailsolutions GmbH aufgrund ihrer starken internationalen Ausrichtung und ihrer hohen Branchenkompetenz häufig bei der Vergabe mittelgroßer Beratungsprojekte erfolgreich. Diese Projekte tragen über mehrere Monate zu einer stabilen Auslastung im Beratungsbereich bei. Weitere Chancen liegen in der Gewinnung internationaler Kundenprojekte.

10. PARTNERSCHAFTEN

Durch den Ausbau der strategischen Technologie- und Vertriebspartnerschaften ist retailsolutions GmbH in der Lage, die Stellung als Marktführer im SAP Retail-Umfeld, ebenso wie mit eigenentwickelten Software-Lösungen auszubauen. Diese Partnerschaften umfassen sowohl den weiteren Ausbau der langjährigen Partnerschaft mit der SAP wie auch der Einbeziehung von Partnern zur Abdeckung kapazitativer Engpässe und thematischer Abrundungen des Angebotsportfolios. Damit wird der Zugang zu neuen Märkten und Kundengruppen eröffnet.

11. MITARBEITER

Der Erfolg der retailsolutions GmbH basiert auf der Innovationskraft und dem Einsatz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um die Chancen im nationalen und internationalen Umfeld zu nutzen, verfügt retailsolutions GmbH über einen großen Pool an qualifizierten Fachleuten mit Branchenerfahrung und Spezialwissen. Über die kontinuierliche Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen kann das Unternehmen die steigende Zahl an komplexen Projekten zur Zufriedenheit der Kunden abwickeln.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Universitäten sowie durch große Forschungsprojekte werden potenzielle Mitarbeiter sehr früh auf die retailsolutions GmbH aufmerksam und damit die Geschäftschancen erhöht. So kann die retailsolutions GmbH neue Mitarbeiter bereits an Hochschulen und Universitäten rekrutieren und diese von Anfang an in ihrer beruflichen Entwicklung begleiten. Über die internationalen Projekte und vielfältigen Themen sowie die prozessorientierte Vorgehensweise bietet die retailsolutions GmbH den Mitarbeitern ein breites und abwechslungsreiches Arbeitsumfeld mit aussichtsreichen Entwicklungsperspektiven.

Die Geschäftsführung der retailsolutions GmbH ist der Auffassung, dass auch zukünftig der Erfolg einer auf Wachstum und Wertsteigerung angelegten Strategie für die retailsolutions GmbH maßgeblich davon abhängen wird, ob es gelingt, ihre Mitarbeiter nicht nur zu halten, sondern neue, hochqualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Zu diesem Zweck ist es erforderlich, den Mitarbeitern der retailsolutions GmbH langfristige Perspektiven zu eröffnen.

12. RISIKOMANAGEMENT

retailsolutions GmbH hat das Chancen- und Risikomanagement in den vergangenen Jahren systematisch und zielgerichtet weiterentwickelt und die Controlling-Systeme in allen Gesellschaften ausgebaut, um durch eine weiter verbesserte und laufende Überwachung der wirtschaftlichen Entwicklung mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Im Rahmen des Risikomanagements werden die zentralen Risiken des Unternehmens permanent erhoben und bewertet und im Bedarfsfall Gegenmaßnahmen identifiziert und umgesetzt. Das Chancen- und Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Prozesse und der Organisation. Die wesentlichen Risikokategorien, nach denen im Risikoreporting regelmäßig berichtet wird, sind Markt-, Projekt- und Produktrisiken, bilanzielle Risiken, mitarbeiterbezogene Risiken und Betriebsrisiken.

13. MARKT-, PROJEKT- UND PRODUKTRISIKEN

13.1. Beratungsrisiken

Ein Risiko in der Beratung liegt in der Nachahmung der Methodik und Lösungen. Einen wirksamen Schutz gegen diese Risiken bieten die permanente Weiterentwicklung der Beratungsmethodik und Investitionen in die hohe Umsetzungskompetenz der Mitarbeiter. Im nationalen und internationalen Beratungsgeschäft kann es im Rahmen eines verschärften Wettbewerbs zu Preisdruck kommen. Die retailsolutions GmbH begegnet dieser Situation durch die Konzentration auf global ausgerichtete Kernbranchen, definierte Wachstumsthemen und Kundensegmente sowie die Entwicklung von höherwertigen BPM-Beratungsdienstleistungen.

13.2. Produktrisiken

retailsolutions wächst in ihrem wirtschaftlichen Erfolg u.a. mit eigenentwickelten Produkten (RapidRetail) als auch mit Drittprodukten insbesondere SAP eine kontinuierliche bedarfsorientierte Weiterentwicklung eigener Produkte und Lösungen auf Konzernebene, sowie eine offensive Partnerstrategie, Anwenderkonferenzen und Kundenbefragungen wird dieser Bereich fortlaufend forciert.

13.3. Partnerstrategie

retailsolutions GmbH verfolgt eine Partnerstrategie, um die Verbreitung der Produkte und Lösungen zu intensivieren und die Führungsposition im Markt für Geschäftsprozessmanagement auszubauen. retailsolutions GmbH hat keinen Einfluss auf den Geschäftserfolg der Partner und kann nur durch ein intensives Partnermanagement die Basis für den Partnererfolg legen. Dabei führt die Einbindung der Produkt- und Beratungslösungen in die Systemplattformen und in das Vertriebsnetz von strategischen Partnern zu hohen Anforderungen an das Partnermanagement und die Steuerung der indirekten Vertriebskanäle.

Zugleich wird die Partnerschaft mit der SAP-AG kontinuierlich gestärkt. In den vergangenen Jahren hat retailsolutions sich zu einem der wichtigsten Re-Selling-Partner der SAP-AG im deutschsprachigen Raum, gerade im Cloud-Geschäft entwickelt und wird diesen Weg stringent weiterverfolgen.

13.4. Internationalisierung

Trotz starker Fokussierung auf die Region DACH ist auch eine Internationale Positionierung der retailsolutions GmbH erforderlich, um eine führende Position im Markt für Geschäftsprozessmanagement ebenso wie mit eigen entwickelten Produkten zu untermauern und weiter auszubauen. Die Akquisition von Projekten im Euro-Raum, vor allem an die DACH-Region angrenzender Länder und die Begleitung internationaler Roll-outs unterstützen die Internationalisierungsbestrebungen. Risiken der Internationalisierung bestehen darin, dass die geschäftliche Entwicklung in den adressierten Märkten hinter den Erwartungen zurückbleiben kann und die Investitionen In den Internationalen Regionen sich langsamer amortisieren als geplant.

14. FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

14.1. Liquiditätsrisiken

Die Geschäftsführung der retailsolutions GmbH geht davon aus, dass der Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von rd. 2,23 Mio. EUR zuzüglich 0,8 Mio. EUR Finanzanlagen in Aktien- und Mischfonds in Verbindung mit dem erwarteten positiven Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit alle geplanten kurz- und mittelfristigen finanziellen Verpflichtungen und Investitionen abdeckt. Ein durchgängig sehr engmaschiges Liquiditäts-management inklusive eines mittelfristigen Liquiditäts-Forecasts, das durch die Erstellung monatlicher Zahlungsbilanzen flankiert wird unterstützt die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit. Darüber hinaus sichern und stützen bei Bedarf Konzern-Innenfinanzierungsmaßnahmen die finanzielle Flexibilität der retailsolutions GmbH. Aus der angestrebten und sich abzeichnenden Kontinuität des operativen Geschäftes im Jahr 2024/2025 wird nach Auffassung der Geschäftsführung ein positiver Effekt für den operativen Cash-Flow erwartet.

14.2. Ausfallrisiken

Neben dem operativen Geschäftserfolg ist das professionelle Management der Forderungen der wichtigste Einflussfaktor für den Cash- Flow. Ein Risiko besteht hauptsächlich in der Überfälligkeit bzw. dem Ausfall von Forderungen aus dem operativen Geschäft. Des Weiteren unterliegt die Entwicklung des Forderungsbestands einem permanenten Monitoring, um das Zahlverhalten der Kunden aktiv zu überwachen und unerwünschte Entwicklungen frühzeitig zu erkennen sowie zeitnah im Bedarfsfall entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Projekt- und Kundenverantwortliche sind in das Monitoring der offenen und überfälligen Posten eingebunden, um im Fall überfälliger Positionen durch die direkte Ansprache eine schnellstmögliche Klärung mit dem Kunden und Zahlung herbeizuführen.

14.3. Branchenrisiken

Branchenrisiken ergeben sich aus dem technischen Fortschritt.

Im Fokus hierbei stehen:

14.3.1. Kundenseitige Marktrisiken

Hierunter fallen Konjunkturzyklen, Währungskursveränderungen, Veränderungen des Investitionsverhaltens der Kunden, die Unternehmenskonzentration, Kundenzufriedenheit und das Insolvenzausfallrisiko des Kunden und Ähnliches.

14.3.2. Lieferantenorientierte Marktrisiken

Hierzu zählen unter anderem die Lieferantenleistungen inklusive der Servicequalität und Einhaltung kapazitativer, aber auch Vereinbarungen im Compliance-Kontext. Diese Risiken werden durch die monatliche Leadüberwachung sowie durch ein spezielles Auftragseingangs- und Auftragsbestandsmanagement permanent überwacht.

15. LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

15.1. Projektrisiken

Im Projektgeschäft, das den höchsten Umsatzanteil ausmacht, werden die Anforderungen immer komplexer und der Anteil der großen, international besetzten Projekte, vor allem auch Roll-Outs implementierter Lösungen steigt ständig. Hierbei gilt es, die professionelle Steuerung der Ressourcen aus verschiedenen Sprach- und Kulturkreisen sowie der steigenden Komplexität der Projektinhalte zu gewährleisten.

Bei der Kalkulation und Abwicklung von großen Projekten und v.a. von Dienstleistungsverträgen mit Festpreisvereinbarung bestehen Risiken im Hinblick auf die planmäßige Fertigstellung. Diesen Risiken begegnet die retailsolutions GmbH durch die Konzentration auf beherrschbare Leistungen sowie durch ein intensives Projektmanagement. Unterstützt wird das Projektmanagement hierbei durch ein engmaschiges Projektcontrolling, das zugleich die wirtschaftliche Position der Projekte kontinuierlich monitort und die Projektleitung hinsichtlich Verbesserungsmöglichkeiten berät. Zu diesem Zweck wurden die Richtlinien für Festpreisprojekte weiterentwickelt und ein zusätzliches zentrales Projektmanagement zur Qualitätssicherung und Kostenreduktion etabliert. Ergänzend wird das Thema Change Request Management im Kontext sich im Projektverlauf verändernder Leistungsumfänge konsequent verfolgt und umgesetzt. Mehrfach im Jahr erfolgende Projekt-Reviews mit der Geschäftsführung für Projekte, deren Parameter, vor allem die Projektmarge, sich nicht im Korridor der Planmarge befindet, stellen eine weitere Maßnahme des aktiven Risikomanagements dar. Projekte mit besonders hohen Volumen unterliegen einem gesonderten engmaschigen Reporting direkt an die Geschäftsführung. Dies gilt sowohl für Consultingprojekte als auch die Implementierung der eigenen Software RapidRetail. Großprojekte sind wichtig für die Stabilisierung und Nachhaltigkeit des Geschäfts. Eine Unterbrechung oder ein Abbruch von Großprojekten und hieraus resultierend kurzfristig freiwerdende Kapazitäten können zu einer geringeren Auslastung und einer sinkenden Profitabilität führen. Dem begegnet die retailsolutions GmbH mit einem professionellen Besetzungsmanagement (Staffing), um freie Ressourcen in anderen Projekten des Auftragsbestands einzusetzen und geplante Trainingsaktivitäten flexibel vorzuverlegen. Dieses wird in der Zukunft durch eine weitere Verbesserung des Skill-Managements und des geplanten Einsatzes einer neuen Softwarelösung weiter optimiert.

15.2. Sonstige Risiken

Als Internationaler Dienstleister unterliegt retailsolutions GmbH auch politischen Einflüssen und deren Auswirkungen. Bei allen Investitions- und Projektentscheidungen werden daher die politischen Risiken berücksichtigt.

Die retailsolutions GmbH unterliegt auch allgemeinen Managementrisiken. Zur Reduzierung von Fehlentscheidungen werden die Führungs-, Kontroll- und Steuerungssysteme kontinuierlich verbessert und ausgebaut.

15.3. Gesamtrisiko

In der retailsolutions GmbH sind zum Aufstellungszeitpunkt keine bestandsgefährdenden oder die Entwicklung beeinträchtigenden Tatsachen bekannt.

16. PROGNOSEBERICHT

16.1. WIRTSCHAFTSPROGNOSEN FÜR DIE JAHRE 2024 UND 2025

16.1.1. Die außen- und innenpolitischen Krisen

Für das Jahr 2024 erwartet der Deutsche Bank Research wieder einen Anstieg des BIP. Die jüngsten Umfrageindikatoren konnten positiv überraschen, zum Teil sogar recht deutlich. Danach könnte das Stimmungstief in der deutschen Wirtschaft nun endlich hinter uns liegen. (Deutsche Bank Research 27. März 2024) Diese Schätzung ist jedoch mit erheblichen Unsicherheiten belastet:

16.1.2. Inflations- und Finanzstabilitätssorgen.

Am 20. September 2023 wurde der Leitzins der EZB auf 4,5 % angehoben. Die Inflationskrise scheint überwunden zu sein. Die Gesamt-Inflationsraten in den USA (3,2% im Februar) und in der Eurozone (von 2,6% Februar) sind mittlerweile wieder auf einem "normalen" Niveau.

Unter Unternehmen und Haushalten ist die Stimmung dennoch schlecht und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich herabgesetzt (0,7 Prozentpunkte) und für das Jahr 2025 leicht angehoben (0,2 Prozentpunkte).

Anders als erwartet, befand sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein.

Das Rezessionsrisiko in Deutschland ist im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch. Nur das Kriegsland Ukraine und Liechtenstein stehen in Europa schlechter da.

Deutschland gehört europaweit mit 38 Prozent Wahrscheinlichkeit zur Spitzengruppe der Länder mit dem höchsten Risiko für eine Rezession. Das zeigt eine Umfrage des ifo-Instituts und des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik. Nur die Ukraine (41 Prozent) und Liechtenstein (50 Prozent) hätten ein höheres Risiko, dass ihre Wirtschaft in zwei Quartale in Folge schrumpft.

(Befragt wurden im Februar 2024 mehr als 1.000 Wirtschaftsexperten aus mehr als 100 Ländern)

16.1.3. Schrumpft die deutsche Wirtschaft 2024?

Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks.

Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal ihren Rückgang zunächst fortsetzen und um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal sinken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,5% zulegen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich um 0,7 Prozentpunkte herabgesetzt und für das Jahr 2025 leicht um 0,2 Prozentpunkte angehoben. Anders als erwartet, befindet sich die deutsche Wirtschaft im Winterhalbjahr 2023/24 in einer Rezession. Insbesondere die Erholung der Industriekonjunktur setzt erst später ein.

Die konjunkturelle Schwäche wird den Beschäftigungsaufbau verlangsamen und die Arbeitslosigkeit zunächst weiter steigen lassen. Die Arbeitslosenquote wird in diesem Jahr mit durchschnittlich 5,9% um 0,2 Prozentpunkte höher liegen als noch im Jahr 2023. Erst im Jahr 2025 dürfte die Quote wieder auf 5,6% zurückgehen.

Die Inflationsrate wird weiter zurückgehen von durchschnittlich 5,9% im vergangenen Jahr auf 2,3% in diesem und 1,6% im kommenden Jahr. Insbesondere die Gas- und Strompreise werden für die Verbraucher günstiger werden. Daher dürfte die Energiekomponente im Prognosezeitraum den Preisauftrieb senken. Die Kerninflationsrate (also der Anstieg der Verbraucherpreise ohne Energie) wird sich langsamer zurückbilden und in diesem und im kommenden Jahr mit 2,8% und 2,2% über der Gesamtinflationsrate liegen. Insbesondere die Teuerung bei den arbeitsintensiven Dienstleistern wird nur langsam zurückgehen, weil steigende Lohnkosten den Preisdruck hochhalten.

Das Defizit im Staatshaushalt wird sich in diesem und im kommenden Jahr auf 1,8 bzw. 1,0% der Wirtschaftsleistung zurückbilden, nach 2,1% in diesem Jahr. Der Leistungsbilanzsaldo wird bis zum Jahr 2025 auf 6,6% der Wirtschaftsleistung sinken. (ifo Konjunkturprognose vom 06. März 2024)

16.1.3.1. Einzelhandel etwas schwächer.

Einzelhandelsumsatz, Februar 2024 (vorläufig, kalender- und saisonbereinigt)

-1,9 % zum Vormonat (real) / -1,8 % zum Vormonat (nominal)

-2,7 % zum Vorjahresmonat (real) / -0,4 % zum Vorjahresmonat (nominal)

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Februar 2024 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kalender- und saisonbereinigt real (preisbereinigt) 1,9 % und nominal (nicht preisbereinigt) 1,8 % weniger umgesetzt als im Januar 2024. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2023 verzeichnete der Einzelhandel ein Umsatzminus von real 2,7 % und nominal von 0,4 %. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt das gestiegene Preisniveau im Einzelhandel wider.

16.1.3.2. Importpreise sinken nicht mehr. Exportpreise schwanken.

Die Exportpreise vom Januar 2024 sind um 1,3 % zum Vorjahresmonat gesunken und 0,1 % zum Vormonat gestiegen. Die Importpreise waren im Januar 2024 um 5,9 % niedriger als im Januar 2023. (Basisjahr 2021 mit neuem Wägungsschema veränderten Wägungsanteilen sowie verändertem Warenkorb). Die Einfuhrpreise im Januar 2024 veränderten sich gegenüber dem Vormonat Dezember 2023 nicht. (Statistische Bundesamt; Destatis)

16.1.3.3. Euroraum: Inflationszahlen.

Die Inflationsrate in der Eurozone ist im Februar 2024 um rund 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen und erholt sich damit im Vergleich zu den Vormonaten, nachdem im Oktober 2022 mit rund 10,6 Prozent der höchste Wert seit Bestehen der Eurozone gemessen wurde. Die Verbraucherpreise (Harmonisierter Verbraucherpreisindex -HVPI) in der Eurozone sind im Vergleich zum Vormonat Januar 2024 um rund 0,2 Prozentpunkte gesunken. (statista, 19. März 2024)

16.1.3.4. Lieferprobleme?

Obwohl die Prognosen für den Warentransport und die Lieferketten allgemein für 2024 nicht besonders positiv ausfallen, kann niemand mit Gewissheit über die Zukunft sprechen. Da der Lieferkettensektor im nächsten Jahr mit einem Abschwung konfrontiert sein könnte, könnten sich sowohl Chancen als auch Risiken ergeben.

16.1.3.5. Schuldenkrise

Steigende Zinsen können das Investitionsklima verschlechtern, weil die Refinanzierungskosten für Unternehmen steigen. Außerdem ist die Schuldenkrise, insbesondere der südeuropäischen Länder, nach wie vor nicht überwunden, sodass ein Anstieg der Zinsen Länder wie Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich und Belgien (die Staatsverschuldung dieser Mitgliedstaaten ist im 4. Quartal 2023 in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) größer 100%) in finanzielle Bedrängnis bringen könnte - mit entsprechenden Verwerfungen für den gesamten Euroraum. (statista.com)

16.1.3.6. Ukrainekrise

Der Russisch-Ukrainische Krieg begann bereits Ende Februar 2014 in Form eines bewaffneten Konflikts auf der ukrainischen Halbinsel Krim. Im Anschluss an die völkerrechtswidrige Annexion der Krim folgten stetige Schritte weiterer Eskalation durch Russland insbesondere mit dem Aufbau prorussischer bewaffneter Milizen in den ostukrainischen Oblasten Donezk und Luhansk. Diese kämpften gemeinsam mit regulären russischen Truppen gegen die ukrainischen Streitkräfte und Freiwilligenmilizen.

Die folgende Invasion Russlands auf mehreren Fronten begann am 24. Februar 2022. Der von Russland geplante rasche Durchmarsch kam früh zum Erliegen oder schaffte es, wie in den besetzten Gebieten im Osten, nicht über die Kontaktlinie hinaus. Die NATO verweigerte ein direktes Eingreifen, um Kämpfe zwischen dem Bündnis und Russland zu vermeiden. Zahlreiche Länder unterstützen die Ukraine mit Geld und Waffen.

Zwischenzeitlich war ein Drittel der ukrainischen Bevölkerung auf der Flucht. Damit wurde die Ukraine zum Schauplatz der größten Vertreibungskrise der Welt.

Momentan sind schätzungsweise rund 3,7 Millionen Menschen innerhalb des Landes auf der Flucht. Fast 6,5 Millionen Menschen aus der Ukraine haben Zuflucht im Ausland gefunden. Davon leben rund 6 Millionen Menschen mittlerweile in europäischen Staaten als Flüchtling.

16.1.3.7. Lohn- Preisspirale

Fachkräftemangel und selbstbewusste Gewerkschaften erzeugen Lohndruck, der die Inflation treibt. Hebt die EZB deshalb die Zinsen weiter an, würgt sie die Konjunktur ab.

Trotz der Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) ist der Kampf gegen die Inflation noch nicht gewonnen. Im abgelaufenen Jahr legten die Verbraucherpreise noch einmal um 5,9 Prozent zu - der zweithöchste Wert im wiedervereinigten Deutschland nach dem Rekordjahr 2022 mit 6,9 Prozent.

Zwar rechnen Ökonomen damit, dass der Preisdruck ab diesem Jahr nachlässt, weil Energie wieder billiger geworden ist, Lieferkettenprobleme sich aufgelöst haben oder die Nachfrage wegen der straffen Geldpolitik sinkt.

Doch gibt es aus Sicht des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ein unterschätztes Risiko für die Entspannung an der Preisfront: die Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale.

Wenn Unternehmen wegen steigender Löhne die Preise erhöhten und die EZB sich deshalb zu einer zunehmend restriktiven Geldpolitik gezwungen sehe, drohe eine "Stagflationskrise", heißt es in der Studie.

Darunter versteht man eine stagnierende Wirtschaftsleistung bei gleichzeitig weiter steigenden Preisen. Die IW-Ökonomen Thomas Obst und Maximilian Stockhausen warnen deshalb dringend vor einer prozyklischen Lohnpolitik, die die Inflation wieder anheizen könnte.

Tatsächlich geht es bei den Löhnen nach drei Jahren mit realen Einkommensverlusten für die Beschäftigten seit dem vergangenen Jahr wieder aufwärts. Die Bundesbank rechnet für das laufende Jahr mit einem Anstieg der Tarifverdienste um fünf Prozent bei einer prognostizierten Inflationsrate von 2,7 Prozent. Auch in den beiden Folgejahren dürfte die Lohnsteigerung demnach oberhalb der Teuerung liegen.

In diesem Jahr stehen große Tarifrunden beispielsweise in der Chemiebranche, im Baugewerbe, im Gebäudereinigerhandwerk oder der Metall- und Elektroindustrie an. Insgesamt verhandeln die im DGB zusammengeschlossenen Gewerkschaften die Löhne und Gehälter für knapp zwölf Millionen Beschäftigte neu. Andere Runden wie im Handel ziehen sich schon seit Monaten ohne Durchbruch hin, weil die Gewerkschaften Nachholbedarf sehen und nicht länger Reallohnverluste für die Beschäftigten akzeptieren wollen. Auch zeigt sich der Arbeitsmarkt robust und der Fachkräftemangel ist weiter groß, sodass Arbeitnehmer leichter höhere Löhne durchsetzen können.

Bei gleichzeitig schwächelnder Wirtschaft hat dies schon im abgelaufenen Jahr zu einem kräftigen Anstieg der Lohnkosten geführt, der nach Einschätzung der Bundesbank auch 2024 anhalten dürfte. Der Zuwachs trage "maßgeblich zur erheblichen Binneninflation", schreibt sie in ihrem Monatsbericht vom Dezember - auch wenn die Unternehmen die hohen Lohnstückkosten wohl teilweise durch ihre Gewinne abfedern könnten.

Die Researcher der Commerzbank sehen ebenfalls einen ungebrochen hohen Lohndruck und erwarten, dass Unternehmen die dadurch gestiegenen Kosten zumindest teilweise an die Verbraucher weitergeben. Auch deshalb dürfte sich die Inflation eher bei drei Prozent als bei der Zielmarke von zwei Prozent einpendeln, glaubt Chefvolkswirt Jörg Krämer. (Handelsblatt, 10. Januar 2024)

16.1.3.8. VORAUSSICHTLICHE BRANCHENENTWICKLUNG 2024 UND 2025

Die Aussichten für den Software- und IT-Services-Markt bleiben weiterhin positiv, nicht zuletzt wegen des fortsetzenden Megatrends der Digitalisierung. Die digitale Transformation setzt viele Geschäftsmodelle und Branchen unter Druck. Das Zusammenspiel von Cloud Computing, Big Data Analytics, Mobility und Social Business beschleunigt Innovationen rund um das Thema Internet of Things bzw. Industrie 4.0. Dieses Umfeld fördert die Möglichkeiten, steigende Umsätze durch digitalisierte Produkte und Services zu erschließen, Kundenbeziehungen zu verbessern und interne Prozesse effizienter zu gestalten. Die Unternehmen werden für ein erwartetes Umsatzwachstum kräftig in Ihre IT-Infrastruktur investieren, vorrangig in Wachstumstreiber wie Blockchain, das Internet der Dinge sowie maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz sind priorisierte Themen, die zugleich neue Geschäftsfelder eröffnen. Insgesamt erfordert der Paradigmenwechsel im Umgang mit Informationen und Daten und die Digitalisierung der Prozesse in allen Branchen erhebliche Investitionen in IT-Landschaften, IT-Services und nicht zuletzt in IT-Sicherheit.

Diese Entwicklungen hat u.a. auch SAP mit ihrem erweiterten Produktportfolio vollzogen. Insbesondere der Analyse von großen Informationsmengen kommt unverändert eine Schlüsselrolle zu. Mit der technischen Entwicklung von HANA, der SAP Cloud Plattform und SAP S/4HANA sowie arrondierender Produkte mit Cloud - Fokus (Success Factors, Concur, Cloud4Customers) stellt SAP die Business Suite der nächsten Generation vor, mit der Unternehmensführung in Echtzeit angestrebt wird.

Unternehmen steigern in diesem Kontext weltweit weiter Investitionen in IT-Technologie, IT-Services und Software sowie die Digitalisierung.

16.1.3.9. VORAUSSICHTLICHE UNTERNEHMENSENTWICKLUNG retailsolutions GmbH

Die Geschäftsführung der retailsolutions GmbH sieht für das Unternehmen im weltweiten Markt für IT-Software und IT-Services, insbesondere im Bereich Geschäftsprozessmanagement deutliche Potentiale. Die aktuelle strategische Aufstellung mit deutlicher Stärkung des SAP-Lizenzgeschäftes, der Weiterentwicklung der eigenen Prozessautomatisierungsplattform RapidRetail stellen die Basis für eine solide Entwicklung der retailsolutions GmbH in den kommenden Jahren dar. Hinzu kommt die gute fachlich-technologische Positionierung der retailsolutions GmbH im Geschäft der Umstellungen auf die neue SAP ERP-Generation S/4 HANA und die Cloudprodukte der SAP C/4, Concur und ARIBA, die ebenfalls eine wirtschaftlich nachhaltige Perspektive am Markt begründen. Nicht nur die generell im Markt wachsende Nachfrage nach diesen Produkten, vor allem der aktuell bestehende massive Umstellungsstau von SAP ECC 6.0 auf die neue ERP-Generation SAP S/4 HANA bis 2025 sind als Treiber des SAP-Lizenz- und Beratungsgeschäftes für die retailsolutions GmbH anzusehen.

Vor dem Hintergrund der guten Marktposition, der positiven, wenn auch krisenbehafteten konjunkturellen Aussichten und des attraktiven Produktportfolios erwartet die Geschäftsführung für die Geschäftsjahre 2024 und 2025 eine gesicherte Zukunft für die Umsatzerlöse vor allem durch die Intensivierung des margenträchtigen Lizenzgeschäftes und des Vertriebs der eigenen Lösung zur Prozessautomatisierung. Die vorläufigen Umsätze des Jahres 2024 belaufen sich auf nach wie vor rund 14 Mio. EUR. Auch im konjunkturell anspruchsvollen Umfeld geht die Geschäftsführung von einem gesicherten Umsatz von etwa 14 Mio. EUR und einem positiven EBIT von etwa +1,0 Mio. EUR für 2024 aus. Diese Umsatzerwartung ist Teil einer neuen Mittelfristplanung, die inzwischen die Konsolidierung des Umsatzes bei rund 14 Mio. EUR anstrebt.

Diese Prognosen unterstellen neben den zuvor genannten Einschätzungen der allgemeinen Marktentwicklung im Segment Unternehmenssoftware und IT-Services-Bereich ein insgesamt stabiles gesamtwirtschaftliches und weltpolitisches Umfeld. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen. Die Prognose wird durch die aktuellen Zahlen weitgehend gestützt. Wesentliche Planabweichungen sind nicht erkennbar.

 

St. Ingbert, den 14. Mai 2024

Die Geschäftsführung

Dipl.-Kfm. Jörg Frisch

Dr. Michael Anderer

Die Gesellschafterversammlung hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 am 16. Mai 2024 festgestellt.

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