Depenbrock IT Service GmbH

32351 Stemwede, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bad Oeynhausen HRB 9595
Vorher
Depenbrock International GmbH
Eingetragen
14.3.2005
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Gegenstand
Der Erwerb und die Verwaltung von Unternehmensbeteiligungen und deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung. Gegenstand des Unternehmens ist außerdem die Erbringung von EDV-Dienstleistungen sowie die Vermietung von EDV-Hard- und Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kathrin Depenbrock
seit 1.4.2026
Prokura
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Depenbrock Holding SE & Co. KG
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Depenbrock Holding SE & Co. KG (vormals: Depenbrock GmbH & Co. Verwaltung KG)

Stemwede

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

vormals: Depenbrock GmbH & Co. Verwaltung KG

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der Depenbrock Holding SE & Co. KG

Inhalt

1 Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Ziele und Strategien

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen in Deutschland

2.1.2 Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen in Polen

2.1.3 Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen in Dänemark

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

2.2.2 Bauabwicklung

2.2.3 Beschaffung

2.2.4 Investitionen

2.2.5 Finanzierungsmaßnahmen bzw. Vorhaben

2.2.6 Personal- und Sozialbereich

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Vermögenslage

2.3.2 Finanzlage

2.3.3 Ertragslage

2.4 Gesamtaussage

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognoseberichterstattung

3.1.1 Prognose für die Unternehmensgruppe Depenbrock

3.2 Risikoberichterstattung

3.2.1 Umfeld-Risiken

3.2.2 Branchenrisiken

3.2.3 Leistungswirtschaftliche Risiken

3.2.4 Finanzwirtschaftliche Risiken

3.3 Chancenberichterstattung

3.3.1 Marktchancen

3.3.2 Unternehmensspezifische Chancen

3.4 Zusammengefasstes Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

4 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

4.1 Vertriebsinformationssystem

4.2 Prozesscontrolling

4.3 Projektcontrolling

4.4 Einkaufscontrolling

1 Grundlagen des Konzerns

Der vorliegende Lagebericht beschreibt die Geschäftslage der Unternehmensgruppe Depenbrock mit Stammsitz in Stemwede aus Sicht des ganzheitlichen Konzerns unter Einbeziehung der im Konzernkonsolidierungskreis enthaltenden Tochter- und Enkelgesellschaften.

Die Depenbrock Unternehmensgruppe ist ein mittelständisches Familienunternehmen der Baubranche, das seit nahezu 100 Jahren inzwischen in dritter und vierter Generation von der Familie Depenbrock geführt wird.

Die Depenbrock Holding SE & Co. KG ist Konzernobergesellschaft der Depenbrock Unternehmensgruppe. Neben ihrer Funktion als Holdinggesellschaft und der damit verbundenen Aufgabe der einheitlichen strategischen und operativen Führung des Konzerns, umfassen die Leistungen der Depenbrock Holding SE & C KG auch Planungstätigkeiten für den Konzern, wie z. B. Tragwerksplanung, Fassadenplanung und Gebäudetechnik. Die Depenbrock GmbH & Co. Verwaltung KG hat zum Ende des Geschäftsjahres 2022 durch Austausch der Komplementär-Gesellschaft in Depenbrock Holding SE & Co. KG umfirmiert.

In Deutschland wird das operative Bau-Geschäft des Konzerns durch die Enkel- und Tochtergesellschaften Depenbrock Bau GmbH & Co. KG, Depenbrock Systembau GmbH & Co. KG, Depenbrock Ingenieurwasserbau GmbH & Co. KG, Thieling Bau GmbH & Co. KG, Wilhelm Becker GmbH & Co. KG und Projektbau Depenbrock GmbH & Co. KG abgewickelt. In Polen sind die operativen Tochterunternehmungen Depenbrock Polska Sp. z o.o. Sp. K. und DBB Białe Błota Sp. z o.o. Sp. K. tätig. In Dänemark hat die Gesellschaft Depenbrock Scandinavia APS im Jahr 2021 ihre Geschäftstätigkeiten aufgenommen. Die Tochtergesellschaft Depenbrock Gebäudemanagement GmbH & Co. KG befasst sich mit dem Betreiben beziehungsweise Bewirtschaften von Immobilien. Das Geschäftsfeld Öffentlich-Private-Partnerschaften (ÖPP) wird durch die Gesellschaft Depenbrock Partnering GmbH & Co. KG bearbeitet.

1.1 Geschäftsmodell

Die operativen Bauunternehmen der Unternehmensgruppe Depenbrock sind Generalunternehmen, die alle Bereiche des Bauhauptgewerbes - vom Tief- und Straßenbau über den Ingenieur- und Wasserbau bis hin zum Schlüsselfertigbau abdecken. Außerdem werden Gebäudemanagement-Dienstleistungen angeboten.

Kernmarkt für das operative Baugeschäft ist Deutschland. Ein weiterer Schwerpunkt der Bauaktivitäten im Logistiksektor befindet sich in Polen. Der Ingenieur- und Wasserbau der Unternehmensgruppe ist auch noch in Polen, Litauen und Skandinavien aktiv.

Der Markt wird von 18 Standorten aus bearbeitet. Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich in Stemwede. Hier ist auch die Muttergesellschaft, die Depenbrock Holding SE & Co. KG, mit der zentralen Verwaltung angesiedelt. Niederlassungen befinden sich an den Standorten Bielefeld, Duisburg, Münster, Osnabrück, Lingen, Minden, Hannover, Hamburg, Frankfurt, Hatten, Speyer, Nürnberg, Leipzig, Poznan (Polen), Białe Błota (Polen), Danzig (Polen) und Randers (Dänemark).

Die Steuerung der Unternehmensgruppe Depenbrock erfolgt über zentral zusammengeführte und ermittelte Leistungsindikatoren, insbesondere die Betriebsleistung [1] , die Betriebsleistungsrendite [2] sowie die Auftragsbestände. Die Zahlen werden im Rahmen eines Monatsreportings aufbereitet und dienen als Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsleitung.

1.2 Ziele und Strategien

Die Unternehmensziele sind Beständigkeit, Nachhaltigkeit, Kundenzufriedenheit und Expansion mit Augenmaß. Als inhabergeführtes Unternehmen zielt Depenbrock nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern auf langfristige Partnerschaften - mit Auftraggebern, Nachunternehmern und Lieferanten. Nachhaltiges Handeln erreicht die Unternehmensgruppe, indem ökologisch, ökonomisch und sozial gewirtschaftet wird.

Im Mittelpunkt der Unternehmensphilosophie steht der Anspruch, den Kunden die gesamte Wertschöpfungskette des Bauens zu bieten - von der Planung über die Ausführung bis zur Bewirtschaftung. Professionell umgesetzt werden die anspruchsvollen Bauprojekte durch unternehmensinterne Kompetenz-Center, die über hohe Expertise und langjährige Erfahrung in ihren Spezialbereichen verfügen.

Dabei gewinnen Planungsleistungen immer mehr an Bedeutung für mittelständische Baubetriebe. Sie werden über die eigenen Planungsabteilungen erbracht oder in Form von Architektur- oder Ingenieurverträgen zugekauft. Es existieren eigene Planungsabteilungen für die Fachbereiche

Versorgungstechnik

Elektrotechnik

Mess- und Regelungstechnik

Tragwerksplanung

Regenerative Energien

Building Information Modeling (BIM)

Ingenieur- und Wasserbau

Vermessung

sowie Fassadenplanung

Die Bewirtschaftung der Immobilien rundet das Leistungsspektrum der Depenbrock Unternehmensgruppe hinsichtlich der Optimierung der Lebenszykluskosten ab. Vor allem Industrie- und Gewerbekunde fragen diese Leistungen über die Gewährleistungsdauer oder darüber hinaus nach. Die Bewirtschaftung wird von der konzerneigenen Tochtergesellschaft Depenbrock Gebäudemanagement abgewickelt.

Quantitatives Ziel ist es, die Betriebsleistung jedes Jahr um 5 - 10 % zu steigern. Der Leistungszuwachs soll sowohl organisch als auch durch Unternehmensakquisitionen erreicht werden.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.1.1 Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen in Deutschland

Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe für den Monat Dezember 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat einen realen Umsatzrückgang von 9,8 Prozent. Für das Gesamtjahr 2022 ergibt sich für alle Betriebe ein Umsatzminus von preisbereinigt 5,1 Prozent. Die verhaltene Umsatzprognose der Verbände wird damit bestätigt. Die nominalen Zuwächse wurden 2022 durch die starken Materialpreissteigerungen mehr als aufgezehrt.

Für das Gesamtjahr 2022 wurde ein realer Orderrückgang von 9,6 Prozent gemeldet, der sich im Dezember - mit minus 23,4 Prozent im Vergleich zu Dezember 2021 - sogar beschleunigt hat (unbereinigt: -9,7 bzw. -23,3 Prozent). Trotz dieser Entwicklung haben die Bauunternehmen im vergangenen Jahr aber 15.200 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die Stimmung am Bau hat sich verdüstert. Zwar beurteilen - dank des (noch) vorhandenen Auftragsbestandes - 40 Prozent der Bauunternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, genauso viele rechnen aber auch mit einer Verschlechterung in den kommenden 12 Monaten. (DIHK-Umfrage Anfang 2023). Im Hochbau befürchten sogar 46 Prozent eine Verschlechterung aufgrund des Umsatz-Einbruches am Wohnungsbaumarkt in 2022 um 4,5 %.

Im Öffentlichen Bau sind die Umsätze 2022 sogar um real 6,2 Prozent zurückgegangen, was der Entwicklung im Straßenbau geschuldet ist.

Entspannung ist auch im Wirtschaftsbau nicht zu erwarten. Jedes vierte Unternehmen in Deutschland plane laut DIHK für das laufende Jahr eine Reduzierung seiner Investitionen. Der Umsatz im Wirtschaftsbau reduzierte sich in 2022 um 4,4 Prozent. [3]

2.1.2 Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen in Polen

Das abflachende reale Wachstum des polnischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) 2022 auf laut Regierungsprognose +3,8 Prozent beeinträchtigt auch den Hochbau (2021: +5,9 Prozent). Der bisher dynamische Wohnungsbau schwächt sich ab. Die Anzahl der Wohneinheiten, für deren Bau eine Genehmigung erteilt beziehungsweise ein Entwurf eingereicht wurde, ging laut Statistischem Hauptamt GUS im 1. Halbjahr 2022 um 0,5 Prozent gegenüber dem 1. Halbjahr 2021 leicht auf 170.803 zurück.

Rund 35.000 Baugenehmigungen für Nichtwohnbauten wurden 2021 erteilt (+16,5 Prozent) mit einer Gesamtfläche von 20,4 Millionen Quadratmetern (+27,8 Prozent). Rund 55,0 Prozent der Fläche betreffen Industrie- und Lagerhallen, gefolgt von übrigen (17,2 Prozent), Handels- und Dienstleistungsgebäuden (13,3 Prozent) und anderen. Die Industrie bleibt aktiv: Laut GUS planen 41,6 Prozent ihrer Unternehmen 2022 gegenüber 2021 unveränderte Investitionen; 31,6 Prozent wollen ihre Aufwendungen erhöhen und 26,8 Prozent reduzieren.

Logistikunternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern investierten 2021 laut GUS 3,1 Milliarden Euro (2020: knapp 2,7 Milliarden Euro). Im 1. Quartal 2022 sanken diese Aufwendungen gegenüber dem Boom im 1. Quartal 2021 auf Złoty-Basis nominal um 8,0 Prozent auf 0,4 Milliarden Euro. Ende März 2022 befanden sich laut der Gesellschaft Axi Immo 4,9 Millionen Quadratmeter moderne Lagerhallen im Bau. Allein im 1. Quartal 2022 kamen fast 1,3 Millionen Quadratmeter hinzu, so dass die vorhandene Gesamtfläche 25 Millionen Quadratmeter übersteigt. [4]

2.1.3 Wirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen in Dänemark

Kurz vor Ausbruch der Pandemie verzeichnete die dänische Baubranche Rekordwerte bei Aktivitäten und Umsätzen. Dank Hilfsmaßnahmen der Regierung - wie dem 4 Milliarden Euro großen Renovierungsfonds - tat Corona dem Treiben keinen Abbruch. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine setzte dem Trend aber ein Ende.

Der Wohnungsbau leidet vor allem unter der Inflation sowie dem Vorzieheffekt. Die günstigen Kredite der Vor- und Pandemiejahre, die bereits angesprochene Förderung sowie die umfangreichen Homeoffice-Verordnungen haben Wohnungskaufs- und -wechselentscheidungen beschleunigt und somit einen Teil der üblichen Immobiliennachfrage vorweggenommen.

Ein - allerdings vorübergehender - Negativtrend wird auch im Gewerbebau erwartet. Laut Prognosen des dänischen Wirtschaftsrats sollen Firmeninvestitionen sowohl 2023 als auch im Folgejahr sichtbar zurückgehen - um jeweils etwa 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Laut Tendenzumfragen des dänischen Statistikamtes DST ist die Stimmung im Handel auf einem ähnlichen Niveau wie zu Beginn der Corona Pandemie. In der Industrie ist sie nur unwesentlich besser. Einzig bei den Dienstleistern halten sich Schwarzseher und Optimisten die Waage.

Für unverändert gute Geschäftschancen dürfte der Tiefbau sorgen. Zwar wird nach einem starken Zuwachs 2022 in diesem Jahr mit einer stabilen bis nur leicht steigenden Auftragslage gerechnet. Im Jahr 2024 könnte sich das Wachstum aber auf 4 Prozent beschleunigen. [5]

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Nach fast einem Jahrzehnt der Hochkonjunktur im Bauhauptgewerbe zeichnet sich ein jähes Ende des Baubooms ab. Hohe Zinsen und steigende Materialpreise - verursacht durch die Ukraine-Krise- machen Neubauprojekte für viele Investoren und Gewerbebetriebe unwirtschaftlich. Dabei besteht - vor allem im Wohnungsbau - erheblicher Bedarf an Neubauprojekten. Hinzu kommt ein weiter anhaltender Fachkräftemangel im Bauhauptgewerbe und im baunahen Handwerk.

Auch die Unternehmensgruppe Depenbrock ist von dieser Entwicklung betroffen. Allerdings zeitverzögert, denn im Jahr 2022 wurden hauptsächlich noch Projekte abgewickelt, die zu guten Konjunkturzeiten gewonnen wurden. Hier macht sich der hohe Auftragsbestand des Vorjahres der Unternehmensgruppe Depenbrock positiv bemerkbar, der viele langlaufende mehrjährige Projekte beinhaltet. Dies führt trotz der angespannten Marktlage zu einer Rekord-Konzernbetriebsleistung in Höhe von 754,5 Mio. Euro, die 15,5 % über dem Vorjahr liegt.

Allerdings ist bereits jetzt erkennbar, dass die Akquisition von neuen Projekten aufgrund der Baupreis- und Zinsentwicklung deutlich schwieriger geworden ist. Vor allem im Wohnungsbau ist der Auftragsbestand deutlich gesunken. Durch alternative Vertragsmodelle, wie z. B. Verträge mit Preisgleitklauseln, garantierte Maximalpreisverträge oder open-book-Verträge können noch Aufträge im Gewerbebau oder im öffentlichen Bau gewonnen werden. Im Ingenieurwasserbau ist der Auftragsbestand deutlich durch die Akquisition einiger Großprojekte gestiegen. In Summe hat sich der Auftragsbestand der Unternehmensgruppe Depenbrock leicht um 2,7 % auf 697,6 Mio. Euro reduziert.

Der Schlüsselfertigbau hat den größten Anteil an der Betriebsleistung der Unternehmensgruppe. In diesem Segment sind im Inland die Gesellschaften Projektbau Depenbrock, Depenbrock Systembau und Depenbrock Bau tätig. In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt des Schlüsselfertigbaus im Wohnungsbau. Dieser Schwerpunkt verschiebt sich aufgrund der angespannten Preis- und Zinssituation zum öffentlichen Hochbau in Verbindung mit ÖPP und zum Industrie- und Gewerbebau. In Polen erbringt die Gesellschaft Depenbrock Polska Leistungen im schlüsselfertigen Hallen- und Gewerbebau. Dort betreibt auch die Tochtergesellschaft DBB Białe Błota ein Betonfertigteilwerk, das den Großteil des Bedarfs an Betonfertigteilen für die polnischen Bauaktivitäten abdecken kann.

Der Tief- und Straßenbau hat den zweitgrößten Anteil an der Betriebsleistung des Konzerns. In diesem Geschäftsfeld werden Gleisbauten, Autobahnen, Bundesstraßen, Flugverkehrsflächen, Hafenbauten und große Erdbauten errichtet. Die Gesellschaften Depenbrock Bau und Wilhelm Becker erbringen schwerpunktmäßig Bauleistungen in diesen Segmenten.

Der Ingenieur- und Wasserbau macht den drittgrößten Anteil an der Betriebsleistung aus. In diesem Segment werden near- und offshore Projekte wie z. B. Hafenbauten, Schleusen, Molen, Deiche, Anleger, Schiffs-Liegeplätze und andere Wasserbauprojekte abgewickelt. Highlight im Jahr 2022 war der Bau des LNG-Terminals in Wilhelmshaven mit einer Bauzeit von neun Monaten. Auch das LNG-Terminal in Stade wurde in 2022 als Auftrag gewonnen und im November 2022 begonnen. Im Inland und im osteuropäischen Ausland ist die Gesellschaft Depenbrock Ingenieurwasserbau in diesem Marktsegment aktiv. Für den Markt in Skandinavien ist die Gesellschaft Depenbrock Scandinavia APS in Randers (Dänemark) verantwortlich.

Die Gesellschaft Depenbrock Partnering GmbH & Co. KG ist im Bereich Öffentlich-Private-Partnerschaften aktiv. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette des Bauens - von der Planung, Finanzierung, Bauabwicklung bis hin zum Betreiben der Immobilie angeboten.

Die Gesellschaft Depenbrock Gebäudemanagement beschäftigt sich mit der Bewirtschaftung von Immobilien. Vom technischen, infrastrukturellen und kaufmännischen Facility Management bis hin zum Asset-Management werden alle Leistungen rund um die Bewirtschaftung von Liegenschaften angeboten.

Alle operativen Baugesellschaften mit Ausnahme der Thieling Bau GmbH & Co. KG konnten ihre Betriebsleistung steigern. Vor allem die Gesellschaft Depenbrock Ingenieurwasserbau hat aufgrund des in 2022 fertiggestellten LNG Terminals in Wilhelmshaven einen Umsatzsprung zu verzeichnen.

Trotz der Ukraine-Krise und einem damit verbundenen schwierigen Umfeld auf dem Beschaffungsmarkt haben fast alle operativen Bauunternehmen des Konzerns zufrieden stellende Gewinne erzielt.

2.2.2 Bauabwicklung

Das angestrebte Wachstum der Unternehmensgruppe wird unter anderem durch großvolumigere Projekte erreicht. Die Abwicklung großer, komplexerer und mehrjähriger Bauprojekte stellt eine neue Herausforderung für das Projektmanagement auf der Baustelle dar.

Neben einer guten Baustellenorganisation sind die dabei Prozessabläufe auf der Baustelle ein entscheidendes Steuerungsinstrument. Insbesondere die Management-Methode "lean construction management" (LCM) wurde zu diesem Zweck im Jahr 2022 bei vielen Großprojekten angewendet. Im mehrgeschossigen Schlüsselfertigbau wird diese Methode mittlerweile bei fast jedem Projekt umgesetzt. Die Anwendung des LCM im Tiefbau wurde im Jahr 2022 weiter vorangetrieben. Vor allem bei Linienbaustellen, z. B. im Gleisbau, eröffnen sich hier Anwendungsmöglichkeiten. Das Verbesserungspotenzial lässt sich in Form von besseren Bauabläufen, Vermeidung von Verschwendung und höherer Produktivität in den Baustellenergebnissen messen.

Um positiven Einfluss auf Kosten, Bauzeit und Qualität der Bauprojekte zu nehmen, wickelt die Unternehmensgruppe Depenbrock in zunehmendem Maße Planungsleistungen selbst ab. Dabei handelt es sich um Bauantragsplanungen, Ausführungsplanungen, Statik-Berechnungen oder Werkplanungen. Im Bereich ÖPP ist häufig auch eine Entwurfsplanung Bestandteil der Teilnahmewettbewerbe. Durch eigene und externe architektonische Unterstützung Planungsleistungen besteht die Möglichkeit, dem Kunden ein umfassenderes Leistungsspektrum aus einer Hand mit einem besseren Preis- Leistungsverhältnis zu bieten.

Im Berichtsjahr wurden diese Abteilungen personell verstärkt und es wurden Softwaresysteme beschafft.

Um die Produktivität im Tiefbau und Ingenieurwasserbau zu steigern, sind moderne und effiziente Großgeräte entscheidender Erfolgsfaktor. Auch im Jahr 2022 wurden deshalb zahlreiche neue Großgeräte beschafft, um den Gerätepark weiter zu optimieren.

2.2.3 Beschaffung

Da die Unternehmen der Unternehmensgruppe Depenbrock ausschließlich als Generalunternehmer auf dem Markt auftreten, kommt der Beschaffung von Fremdleistungen und Material eine besondere Bedeutung zu. Im Jahr 2022 wurden ca. 67,3 % der gesamten Betriebsleitung im Form von Materialaufwand und bezogenen Leistungen an Nachunternehmer, Baustofflieferanten oder Gerätevermieter vergeben.

Nachunternehmer für den Schlüsselfertigbau machen den Großteil der Fremdleistung aus, da die Fremdleistungsquote im Schlüsselfertigbau besonders hoch ist. Die Gewerke mit den größten Beschaffungsvolumina sind Betonfertigteile, Heizung- Klima und Lüftung, Elektrotechnik sowie Dach und Fassade. Im Rohbau ist neben der Beschaffung von Beton, Betonstahl, Fertigteilen und Baustoffen auch die Vergabe an Rohbau-Nachunternehmer und Stahlverlegern von Bedeutung. Im Tiefbau werden vor allem Schüttgüter, Bodenentsorgung, Pflaster und Borde sowie Rohre und Schächte eingekauft. Auch die Anmietung von Maschinen und Geräten spielt bei der Beschaffung im Tiefbau eine signifikante Rolle. Im Ingenieur- und Wasserbau liegt der Beschaffungsschwerpunkt im Bereich Stahl, Stahlrohre, Spundbohlen und Verankerungstechnik.

Die Einkaufsabteilung der Unternehmensgruppe Depenbrock untergliedert sich in einen dezentralen Nachunternehmereinkauf und in einen zentralen Materialfacheinkauf. Die Beschaffung von Material- und Nachunternehmerleistungen im Tiefbau wird durch einen Projekteinkauf geleistet.

Die steigenden Energiepreise durch die Ukraine-Krise in Verbindung mit den Ausläufern der Corona-Krise haben zu massiven Preissteigerungen bei fast allen Baustoffen geführt. Vor allem die Preise für Diesel, Gas, Strom und Baustahl zogen deutlich an. Lieferanten und Nachunternehmer sahen sich aufgrund der volatilen Baupreise nicht in der Lage, Angebote mit langen Bindefristen abzugeben. Gleichzeitig verschärft sich der Fachkräftemangel am Bau weiter, so dass bei vielen Nachunternehmern Kapazitäten fehlen, um der noch anhaltenden Baunachfrage standhalten zu können. Sowohl bei den Preisen für Stahl und Diesel als auch bei der Auslastung einiger Gewerke im Hochbau deutet sich jedoch eine leichte Entspannung ab.

Die steigenden Baupreise sind vor allem bei Bauaufträgen ein Problem, die zu Zeiten niedriger Baupreise akquiriert wurden. Die Einkaufsabteilung der Unternehmensgruppe stand deshalb im Jahr 2022 vor großen Herausforderungen. Aufgrund des Ausbaus der Einkaufabteilung konnten diese Herausforderungen jedoch gut gemeistert werden, so dass es zu keinen nennenswerten Lieferengpässen im Jahr 2022 kam.

2.2.4 Investitionen

Im Jahr 2022 haben die Konzerngesellschaften 22,8 Mio. Euro investiert.

Der Großteil der Investitionen floss in die Erweiterung und Modernisierung des Maschinenparks der Konzernunternehmen Depenbrock Bau GmbH & Co. KG und Depenbrock Ingenieurwasserbau GmbH & Co. KG. Es wurden Raupen, Seilbagger, Mobil- und Kettenbagger, sowie Walzen und Radlader beschafft.

Im Jahr 2022 wurde die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes am Standort Poznan in Polen fertiggestellt. Ein weiterer signifikanter Anteil des Investitionsvolumens floss deshalb in den Bereich Grundstücke und Gebäude.

Im Bereich EDV investierte die Konzerngesellschaft Depenbrock IT Service GmbH in einen neuen Nutanix-Server mit HCI-Technologie und in eine Verbesserung der Backup-Struktur.

2.2.5 Finanzierungsmaßnahmen bzw. Vorhaben

Mit Ausnahme von Bauzwischenfinanzierungen für ÖPP-Projekte, die durch die ÖPP-Finanzierungsverträge vereinbart werden müssen, existieren in der Unternehmensgruppe Depenbrock keine Bankverbindlichkeiten. Bestehende Kontokorrentlinien bei diversen Hausbanken werden nicht in Anspruch genommen.

Die Fahrzeuge der PKW-Flotte werden geleast, um das Wiederverkaufs- und Restwertrisiko auf den Leasinganbieter abzuwälzen. Aufgrund der hohen Zinsen ist geplant, Fahrzeuge in Zukunft vermehrt zu kaufen anstatt zu leasen.

2.2.6 Personal- und Sozialbereich

Die Bewältigung des Fachkräftemangels, der sich in allen Berufsgruppen des Baugewerbes zeigt, ist weiterhin von zentraler Bedeutung für die Bauwirtschaft. Vor allem erfahrene Bauingenieure, Geräteführer, Versorgungstechnik-Ingenieure oder Elektrotechnik-Ingenieure waren in 2022 schwer zu gewinnen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sind innerbetriebliche Ausbildung und Personalentwicklung von entscheidender Bedeutung. Die betriebsinterne Personalentwicklungsabteilung "Depenbrock Campus" kümmert sich dabei um folgende Ausbildungszweige:

Klassische duale Ausbildung im gewerblichen, technischen und kaufmännischen Bereich

Duale Studiengänge in verschiedenen Bereichen

Werkstudenten

Angebot von Bachelor- und Masterarbeiten

Praktikanten (Studenten, Schüler und Umschulungsmaßnahmen)

Zur Identifikation von potenziellen Mitarbeitern positioniert sich Depenbrock in den Sozialen Medien. Für die klassischen Social-Media-Kanäle (LinkedIn, Xing, Instagram, Facebook, Youtube und TikTok) wurden Unternehmensprofile verbessert und es wurde redaktioneller Content für jeden Kanal erzeugt, um die Kanäle entsprechend zu bearbeiten. Darüber hinaus nimmt der Depenbrock Campus an Ausbildungs- oder Absolventenmessen teil oder positioniert sich auf Wochenmärkten und Freizeitevents, um Mitarbeiter direkt anzusprechen.

Die Personal- und Sozialaufwendungen der Unternehmensgruppe Depenbrock richten sich nach den Bestimmungen des Bundesrahmentarifvertrages für das Baugewerbe (BRTV), der für Bauunternehmen allgemeinverbindlich ist.

Die Aufwendungen im Personal- und Sozialbereich steigen in der Unternehmensgruppe durch tarifliche Lohn- und Gehaltserhöhung und durch Personalaufbau stetig.

Ein Arbeitszeitkonto gleicht die Ungleichverteilung der erforderlichen Wochenstunden in den Winter- und Sommermonaten aus.

Nach der Corona-Krise haben die Präsenzveranstaltungen im Bereich der betrieblichen Weiterbildung wieder zugenommen. Deshalb sind die Kosten für betriebliche Weiterbildung gestiegen. Sie betrugen 250,6 T€.

Im Geschäftsjahr lagen folgende Mitarbeiterzahlen zum Ende des Jahres nach Qualifikation vor:

Qualifikation Anzahl
Angestellte 656
Gewerbliche und Poliere 581
Auszubildende 88
Summe 1.325

Tabelle 1: Mitarbeiterzahlen in der Unternehmensgruppe

Die leitenden Angestellten sind in ein monetäres Anreizkonzept zur leistungsgerechten Vergütung eingebunden. Die Höhe der Tantiemen und Prämien wird jährlich durch die Geschäftsleitung festgelegt.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.3.1 Vermögenslage

Im Jahr 2022 entstand eine deutliche Bilanzverlängerung um 11,7 %. Ursache ist vor allem der deutlich gestiegene Bestand an liquiden Mitteln - sie machen 56,1 % der Bilanzsumme aus.

Der Vorratsbestand ist durch mehr Anzahlungen auf unfertige Baustellen zurückgegangen. Die Vorratsintensität [6] ist deshalb von 8,4 % auf 0,7 % gesunken (Tabelle 2).

2020 2021 2022
1,0 8,4 0,7

Tabelle 2: Entwicklung der Vorratsintensität (%)

Die Forderungen halten sich trotz der gestiegenen Geschäftstätigkeit auf gleichem Niveau. Die Forderungsintensität [7] sinkt aufgrund der Bilanzverlängerung auf 25,7 % (Tabelle 3).

2020 2021 2022
28,9 30,9 25,7

Tabelle 3: Entwicklung der Forderungsintensität (%)

Die Anlagenintensität [8] ist durch die Bilanzverlängerung leicht rückläufig, obwohl das Anlagevermögen leicht gestiegen ist. (Tabelle 4).

2020 2021 2022
22,5 17,5 17,0

Tabelle 4: Entwicklung der Anlagenintensität (%)

Den Schwerpunkt des Anlagevermögens machen Technische Anlagen und Maschinen aus. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Leistungs- und Vorhaltegeräte, wie z. B. Bagger, Walzen, Raupen, Krane, Pontons, Rammen und Radlader, die für den Tief- und Wasserbau erforderlich sind. Daneben existieren noch zahlreiche Kleingeräte, wie z.B. Stampfer, Rüttelplatten, Kompressoren, Pumpen, Container und Elektrogeräte. Die Geräte befinden sich überwiegend im Anlagevermögen der Gesellschaften Depenbrock Bau GmbH & Co. KG, Depenbrock Ingenieurwasserbau GmbH & Co. KG, Wilhelm Becker GmbH & Co. KG und Projektbau Depenbrock GmbH & Co. KG. Der zweitgrößten Posten des Anlagevermögens besteht aus Grundstücken und Bauten, bei denen es sich um Verwaltungsgebäude und Bauhofgelände an verschiedenen Standorten handelt. Der verbleibende Teil des Anlagevermögens setzt sich überwiegend aus PKW, Transportern und LKW zusammen.

EDV-Anlagen und Software-Lizenzen, die in den immateriellen Vermögensgegenständen enthalten sind, befinden sich im Anlagevermögen der Gesellschaft Depenbrock IT Service GmbH.

Wesentliche stille Reserven befinden sich in den unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnissen, da diese gemäß dem HGB zu Herstellungskosten bewertet worden sind, und nicht zu marktüblichen Verkehrswerten.

2.3.2 Finanzlage

Das Gesamtbild der Finanzlage lässt sich durch folgende finanzielle Kennzahlen und Liquiditätsgrade beschreiben:

2.3.2.1 Finanzstruktur

Kennzahl 2020 2021 2022
Anlagendeckung I: [9] 227,8 249,3 270,2
Anlagendeckung II: [10] 252,5 270,2 319,2
Working-capital: [11] 186,1 159,9 184,7
Verschuldungsgrad: [12] 92,1 126,0 115,5

Tabelle 5: Finanzkennzahlen (%)

Die Anlagendeckung I steigt aufgrund der Erhöhung des Eigenkapitals. Dabei werden die Positionen Eigenkapital sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zu einer Position wirtschaftliches Eigenkapital [13] zusammengefasst. Die "goldene Bilanzregel" ist vollständig erfüllt, da die Anlagendeckung II über 100 % liegt.

Aufgrund des hohen Jahresüberschusses ist die Eigenkapitalquote [14] trotz der Bilanzverlängerung gestiegen. Sie ist mit 45,8 % im Branchenvergleich als sehr gut zu bewerten. Der Verschuldungsgrad ist aufgrund der Zunahme des wirtschaftlichen Eigenkapitals rückläufig.

2.3.2.2 Liquiditätsgrade

Kennzahl 2020 2021 2022
Liquidität 1. Grades [15] 114,1 83,4 125,7
Liquidität 2. Grades [16] 183,7 143,5 183,2
Liquidität 3. Grades [17] 186,1 185,8 184,7

Tabelle 6: Liquiditätskennzahlen (%)

Die hohen Liquiditätsgrade ergeben sich aus dem hohen Bestand an Wertpapieren und liquiden Mitteln. Sie sind durch die Erhöhung der liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

2.3.2.3 Cash Flow

Tabelle sieben zeigt die wichtigsten Kennzahlen der Kapitalflussrechnung, die separater Bestandteil des Konzernabschlusses ist. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich aufgrund des guten Jahresüberschusses und der Abnahme der Vorräte erhöht. In Summe erhöht sich der Finanzmittelfonds zum Ende des Geschäftsjahres auf 242.397 T€.

2021
(T€)
2022
(T€)
Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Cash-Flow) 24.279 133.193
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -9.941 -12.850
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit 7.167 -43.039
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds -241 -719
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 165.811 242.397

Tabelle 7: Cash-Flow-Berechnung

2.3.3 Ertragslage

Die operativen Gesellschaften der Gruppe haben sowohl im Inland als auch im Ausland durch den positiven Auftragsbestand trotz der Ukraine-Krise größtenteils zufrieden stellende Gewinne erzielt. Im Inland waren der Tiefbau, Ingenieurwasserbau und der Wohnungsbau Ertragsbringer. Im Ausland wurde der Jahresüberschuss durch die Fertigstellung diverser Logistikprojekte positiv beeinflusst.

Die Eigenkapitalrentabilität ist aufgrund des hohen Konzern-Jahresüberschusses und des höheren wirtschaftlichen Eigenkapitals im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (Tabelle 8).

Kennzahl 2020 2021 2022
Eigenkapitalrentabilität: [18] 19,36 21,35 27,58
Umsatzrentabilität: [19] 6,18 6,91 6,76
Abschreibungsintensität: [20] 2,0 1,68 1,47

Tabelle 8: Ertragskennzahlen (%)

Die Umsatzrentabilität ist mit 6,76 % auf gleichem Niveau geblieben. Die Umsatzrentabilität ist im branchenvergleich gut und übertrifft die in 2021 prognostizierten Renditespanne. Maßgeblich für ein Bauunternehmen ist jedoch die Rendite bezogen auf die Betriebsleistung, die sich mit 6,71 % ebenfalls im Vergleich zu dem Wettbewerb als überdurchschnittlich darstellt.

2.4 Gesamtaussage

Der hohe Auftragsbestand des Vorjahres der Unternehmensgruppe Depenbrock, der viele langlaufende Projekte beinhaltet, führt trotz der angespannten Marktlage zu einer Rekord-Konzernbetriebsleistung in Höhe von 754,5 Mio. Euro, die 15,5 % über dem Vorjahr liegt. Allerdings ist aufgrund der angespannten Lage im Wohnungsbau durch Preis- und Zinssteigerungen mit einem Rückgang der Betriebsleistung im nächsten Geschäftsjahr zu rechnen.

Der Auftragsbestand reduziert sich aufgrund des geringeren Marktpotenzials im Wohnungsbau leicht um 2,7 % auf 697,6 Mio. Euro.

Aufgrund des hohen Jahresüberschusses ist die Eigenkapitalquote trotz der Bilanzverlängerung gestiegen. Sie ist mit 45,8 % im Branchenvergleich als sehr gut zu bewerten. Allerdings ist in der nahen Zukunft mit einer Verschärfung der des Wettbewerbs- und Preisdrucks zu rechnen, so dass mit einem geringeren Jahresüberschuss gerechnet werden muss.

Im Jahr 2022 entstand eine deutliche Bilanzverlängerung um 11,7 %. Ursache ist vor allem der deutlich gestiegene Bestand an liquiden Mitteln - sie machen gemeinsam mit den Wertpapieren 56,1 % der Bilanzsumme aus.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognoseberichterstattung

Das Statistische Bundesamt meldete für das deutsche Bauhauptgewerbe für den Monat Januar 2023 im Vergleich zum Vormonat ein Orderminus von 5,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Auftragseingang preisbereinigt um 21 Prozent, im Wohnungsbau - angesichts der rückläufigen Baugenehmigungen - sogar um 32,7 Prozent eingebrochen. Die rückläufigen Aufträge des Vorjahres haben sich im Januar auch auf die Umsätze ausgewirkt, die im gesamten Bauhauptgewerbe um real 8,3 Prozent zurückgegangen sind. Dies wird sich in den kommenden Monaten fortsetzen, schließlich klagt aktuell schon jedes vierte Bauunternehmen über Auftragsmangel.

Die Investoren treten zu Jahresbeginn auf die Bau-Bremse. Die starken Preis- und Zinssteigerungen haben die Verunsicherung weiter verstärkt. Die bestehenden Auftragsbestände werden nicht mehr lange reichen, um die Bauunternehmen auszulasten. Dabei ist der Bedarf an Wohn-, Energie- und Verkehrsinfrastrukturen so groß wie nie.

Laut der Bundesagentur für Arbeit hätten im Februar 2023 395 Unternehmen des Baugewerbes für 2.660 Personen Kurzarbeit angezeigt, im Februar 2022 ist dies nicht notwendig gewesen.

Nicht nur der Wohnungsbau ist betroffen, auch der Straßenbau ist mit einem deutlichen Orderminus von real 24,3 Prozent ins neue Jahr gestartet, nach einem Minus von bereits 6,1 Prozent im Gesamtjahr 2022. Öffentliche Auftraggeber können angesichts der Preissteigerungen bei gleichen Haushaltsbudgets immer weniger investieren. Dabei haben die Bauunternehmen lediglich die gestiegenen Material- und Energiekosten weitergegeben. Schließlich liegt der Anteil des Materialverbrauchs am Bruttoproduktionswert im Straßenbau bei überdurchschnittlichen 26 Prozent und der Preis für Bitumen ist - trotz des Preisrückgangs seit Sommer vergangenen Jahres - im Jahresdurchschnitt 2022 um 39 Prozent gestiegen. [21]

3.1.1 Prognose für die Unternehmensgruppe Depenbrock

Die zuvor geschilderten Rahmenbedingungen der Bauindustrie lassen sich auch auf die Unternehmensgruppe Depenbrock übertragen. Noch besteht ein hoher Auftragsbestand aus mehrjährigen Altprojekten mit einer relativ hohen Reichweite, der dabei hilft, die aufkommende Baukrise zu überbrücken.

Die Akquisition neuer Aufträge gestaltet sich aufgrund der hohen Baustoffkosten und Hypothekenzinsen jedoch schwierig. Im Wohnungsbau können kaum noch Aufträge gewonnen werden. Im Industrie- und Gewerbebau ermöglichen alternative Vertragsmodelle, wie z. B. open-book-Verfahren oder garantierte Maximalpreisverträge, Aufträge zu generieren - allerdings unter hohem Preisdruck. Der öffentliche Hochbau in Verbindung mit öffentlich privaten Partnerschaften erschließt neue Auftragsbestände. Auch im Tief- und Straßenbau können von der öffentlichen Hand noch Aufträge trotz hohem Wettbewerbsdruck gewonnen werden. In Polen sinkt die Investitionsbereitschaft westlicher Investoren aufgrund der Nähe zum Krisengebiet in der Ukraine deutlich, so dass die Akquisition neuer Logistik- oder Industriehallen immer schwieriger wird. Diese Effekte führen in Summe dazu, dass der Auftragsbestand der Unternehmensgruppe Depenbrock leicht rückläufig sein wird.

Die leichte Reduktion des Auftragsbestandes wird auch dazu führen, dass die Betriebsleistung im Jahr 2023 gegenüber dem Jahr 2022 um 5-10 % sinken wird. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass die Betriebsleistung im Jahr 2022 einen Rekordwert darstellte.

Die hohen Materialpreise und die noch hohe Auslastung der Nachunternehmer führt zu höheren Beschaffungskosten, so dass auch die Marge unter Druck steht. Es wird deshalb im Jahr 2023 auch mit einer rückläufigen Betriebsleistungsrendite gerechnet, die sich bei ca. 2,5-3,5 % einpendeln wird.

3.2 Risikoberichterstattung

Wirtschaftliche oder rechtliche bestandsgefährdende Einzelrisiken bestehen nicht. Alle derzeit erkennbaren Risiken sind mit kaufmännischer Vorsicht ausreichend in der Bilanz berücksichtigt. Dies betrifft sowohl Forderungsausfallrisiken als auch Schadensersatzforderungen und Prozessrisiken. Die Risiken werden in abnehmende Bedeutungsreihenfolge wie folgt aufgelistet:

3.2.1 Umfeld-Risiken

Der Ukraine-Krieg führt zu einer Verknappung und Verteuerung von Gas, Diesel, Stahl und Bitumen. Es ist damit zu rechnen, dass sich der Krieg in der Ukraine noch mehrere Jahre hinziehen wird. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Risikolage in der Bauwirtschaft wurden bereits in diesem Lagebericht erörtert.

Die anhaltend hohe Inflation veranlasste die Zentralbanken, die Leitzinsen zu erhöhen. Zwar reduziert sich die Teuerungsrate leicht, die Niedrigzinsphase der vergangenen Jahre wird sich jedoch nicht wiedereinstellen. Dies führt zu anhaltend hohen Bauzinsen. Insbesondere der Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau werden unter den steigenden Zinsen in Verbindung mit den Materialpreiserhöhungen weiter leiden.

Zudem werden immer neue Auflagen und bürokratische Gesetze zu Ungunsten der Unternehmen ins Leben gerufen. Beispielsweise wird der Flächenverbrauch für Neubauten eingeschränkt oder Auflagen bezüglich der Lieferketten werden verschärft. Auch das bevorstehende Nachhaltigkeits-Reporting wird den Bürokratieaufwand erneut deutlich erhöhen.

Diesen Umfeld-Risiken stellt sich die Unternehmensgruppe Depenbrock durch ein breit gefächertes und diversifiziertes Leistungsspektrum. Wenn sich in einem der Marktsegmente Konjunkturschwächen abzeichnen, kann auf andere Bereiche umgeschwenkt werden.

3.2.2 Branchenrisiken

Der Fachkräftemangel in Deutschland wird sich für das Baugewerbe zu einem immer höheren Risiko entwickeln. Der demographische Wandel und die zurückhaltende Einstellung der jungen Menschen zum Baugewerbe führen zu immer weniger Interessenten für die Bauberufe. Dieser Effekt wird noch durch das durch die Bundesregierung beschlossen Renteneintrittsalter von 63 Jahren bei 45 Beitragsjahren verschärft. Gut ausgebildete und erfahrene Fachkräfte verlassen die Branche, ohne dass ausreichend Nachwuchs herangezogen werden kann. Auch die Zuwanderung durch ausländische Fachkräfte oder Geflüchtete wird diese Situation nicht bessern.

Auch die zukünftigen Anforderungen an nachhaltiges Bauen stellen ein Risiko für die Baubranche dar. Die Baubranche ist eine der größten Abfallproduzenten durch den anfallen Bauschutt und sie verbaut in hohem Maße CO 2 -intensive Materialien, wie z. B. Beton und Stahl. Zukünftige Nachhaltigkeitsanforderungen werden Bauprojekte deshalb weiter verteuern.

3.2.3 Cyber-Risiken

Immer mehr Betriebe - auch im Baugewerbe- werden Opfer von Cyber-Attacken. Meistens erfolgt eine Verschlüsselung von Daten durch die Einschleusung von Verschlüsselungs-Software über Pishing-E-Mails. Oder es werden personenbezogene Daten gekapert, deren Veröffentlichung gravierende wirtschaftliche oder rechtliche Konsequenzen hätte. In beiden Fällen erfolgt im Anschluss ein Erpressungsversuch durch die Cyber-Kriminellen zur Entschlüsselung der Daten bzw. zur Zurückgabe der personenbezogenen Daten.

Vor allem der Betriebsausfall durch den fehlenden Zugriff auf betriebsnotwendige Daten führt zu einem hohen Risiko. Zur Reduktion dieses Risikos hat die Depenbrock Gruppe diverse Maßnahmen umgesetzt:

Regelmäßige Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter

Externe Penetration-Tests

Eine moderne Server-Struktur mit verschiedenen Backup-Strategien

Software zur frühzeitigen Erkennung von Angriffen

Moderne und umfangreiche Firewall-Technologien.

Diese Maßnahmen reduzieren das Risiko zwar deutlich, es bleibt aber immer ein Restrisiko, das meistens im Verhalten der Mitarbeiter liegt.

3.2.4 Leistungswirtschaftliche Risiken

Eine Risikobetrachtung für Bauunternehmen kann nur über die Analyse der einzelnen Baustellen erfolgen. Die einzelnen Projekte müssen hinsichtlich kaufmännischer, technischer und juristischer Risiken durchleuchtet werden.

Diese Risikoanalyse erfolgt bei den Unternehmen der Depenbrock Gruppe nach einem klar definierten Frühwarn-System bereits in der Kalkulations- und Arbeitsvorbereitungsphase. In der Kalkulationsphase kommt dazu ein Vertriebsinformationssystem zum Einsatz. In der Arbeitsvorbereitungsphase wird ein Prozesscontrolling in Verbindung mit einer Projekt-Budgetierung durchgeführt.

3.2.5 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Unternehmensgruppe Depenbrock hat mit Ausnahme von ÖPP-Zwischenfinanzierungen keine Bankverbindlichkeiten. Im Gegenteil: es bestehen hohe Geldwerte, die in der Zukunft gewinnbringend angelegt werden müssen. Das Vermögensmanagement wird in den kommenden Jahren eine Herausforderung darstellen.

3.3 Chancenberichterstattung

3.3.1 Marktchancen

Der Bedarf nach Wohnraum und nachhaltiger Infrastruktur in Deutschland bleibt trotz der höheren Baupreise und der höheren Zinsen bestehen. Die staatlichen Investitionen könnten durch Konjunkturprogramme zur Ankurbelung der Wirtschaft nach der Ukraine und der Corona-Krise anziehen. Daraus entstehen der Unternehmensgruppe Depenbrock Chancen im Ingenieurwasserbau, Gleisbau, Kabelleitungsbau, sozialen Wohnungsbau und im Tief-und Straßenbau. Aber auch der öffentliche Hochbau bietet interessante Betätigungsfelder.

3.3.2 Unternehmensspezifische Chancen

Das Leistungsspektrum der Unternehmensgruppe Depenbrock ist weit aufgefächert. Es besteht die Kompetenz, nahezu alle Segmente des Baumarktes zu bedienen. Entsprechend kann schnell und individuell auf konjunkturelle Veränderungen in den einzelnen Segmenten des Marktes reagiert werden.

Die Strategie der Unternehmensgruppe Depenbrock, die gesamte Wertschöpfungskette des Bauens abzubilden, eröffnet weitere Chancen. Ziel dabei ist es, von der Planung, über die Errichtung bis zum Betreiben beziehungsweise Bewirtschaften sämtliche Phasen des Lebenszyklus einer Immobilie im Leistungsportfolio der Unternehmensgruppe darzustellen.

Der weitere Aufbau von Fachabteilungen in den Bereichen Tragwerksplanung, Technische Gebäudeausstattung, Fassadenplanung und Bewirtschaftung ist dabei entscheidender Erfolgsfaktor, um den Kunden als Generalunternehmer die technische und wirtschaftlich beste Lösung zu bieten. Jedes Bauprojekt muss für den Kunden hinsichtlich des Tragwerks, der Gebäudetechnik und der späteren Bewirtschaftung optimiert werden. Dafür ist eine ganzheitliche Betrachtungsweise über den Lebenszyklus erforderlich.

Durch die flachen Hierarchiestrukturen und die kurzen Entscheidungswege ist die Depenbrock Unternehmensgruppe in der Lage, flexibel auf neue Marktchancen und Kundenwünsche zu reagieren.

3.4 Zusammengefasstes Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage

Durch die Ukraine-Krise und die Ausläufer der Corona-Pandemie überwiegen derzeit die Risiken auf dem Baumarkt. Andererseits bestehen auch Chancen im Ingenieurwasserbau und im öffentlichen Bau bei anhaltend guter Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand. Durch ein breit aufgefächertes Leistungsspektrum kann sich die Unternehmensgruppe Depenbrock den konjunkturellen Schwankungen auf den Teilmärkten des Bausektors gut anpassen. Die Abbildung des gesamten Lebenszyklus einer Immobilie bei gleichzeitigem Aufbau von Planungs- und Bewirtschaftungskompetenz ist eine Strategie, die in der Zukunft interessante Chancen eröffnet. Herausforderung bleibt der demographische Wandel und der damit verbundene Fachkräftemangel, der zu einem Problem für die gesamte Bauwirtschaft werden kann, wenn die Unternehmen nicht mehr in die Ausbildung und Weiterentwicklung von Personal investieren, wie es die Unternehmensgruppe Depenbrock bereits praktiziert.

4 Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Eine Risikobetrachtung für Bauunternehmen kann nur über die Analyse der einzelnen Baustellen erfolgen. Die einzelnen Projekte müssen hinsichtlich kaufmännischer, technischer und juristischer Risiken durchleuchtet werden.

Diese Risikoanalyse erfolgt bei den Unternehmen der Depenbrock Gruppe nach einem klar definierten Frühwarn-System bereits in der Kalkulations- und Arbeitsvorbereitungsphase. In der Kalkulationsphase kommt dazu ein Vertriebsinformationssystem zum Einsatz. In der Arbeitsvorbereitungsphase wird ein Prozesscontrolling in Verbindung mit einer Projekt-Budgetierung durchgeführt.

4.1 Vertriebsinformationssystem

Bevor ein Projekt kalkuliert wird, erfolgt eine Analyse des Projektes, des Kunden, des Vertrages und des Baugrundes. Zur Vertragsanalyse wurde eine Rechtsabteilung in der Depenbrock Bau Gruppe aufgebaut. Jeder Generalunternehmervertrag mit nicht öffentlichen Kunden wird einer systematischen Vertragsprüfung unterzogen. Alle Analysen werden in einem Vertriebsinformationssystem nach einem fest definierten Muster durchgeführt und hinterlegt. Ein Extrakt der Risikobewertung wird der Geschäftsführung regelmäßig vorgelegt.

4.2 Prozesscontrolling

Durch eine sorgfältige und vorausschauende Arbeitsvorbereitung lassen sich die meisten technischen Risiken bereits zum Beginn der Baustellenabwicklung erkennen und umgehen. Dazu erfolgt die Arbeitsvorbereitung in der gesamten Depenbrock Bau Gruppe nach einem genau definierten Prozessablauf. Dieser Prozessablauf wird durch Checklisten gesteuert. Die Qualität der Prozesserfüllung wird wöchentlich nach Baustellen erhoben und an die Geschäftsführung berichtet.

4.3 Projektcontrolling

Im Tiefbau kommt bei größeren Projekten mit Einheitspreisvertrag eine mitlaufende Arbeitskalkulation zum Einsatz, um das Baustellenergebnis zu steuern und zu prognostizieren. Auch im Schlüsselfertigbau mit Einsatz eigener weniger Betonbauer- oder Maurer wird dieses Verfahren angewandt. Die mitlaufende Arbeitskalkulation wird in dem Programm "RIB ITWO baseline" durchgeführt, in dem das Projekt auch kalkuliert und abgerechnet wird. Bei Schlüsselfertigbauprojekten mit Pauschalpreis und ohne eigenes gewerbliches Personal wird eine Budgetierung nach Vergabeeinheiten durchgeführt. Damit lässt sich ebenfalls ein Prognose-Ergebnis ermitteln.

4.4. Einkaufscontrolling

Ein Frühindikator für das Baustellenergebnis sind die Einkaufserfolge. Bei einem durchschnittlichen Fremdleistungsanteil von 67,3 % wird deutlich, dass der Einkauf im Rahmen des Budgets ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Da der Einkauf von Leistungen und Material meistens in der Anfangsphase des Projektes erfolgt, lassen sich aus dem Einkaufserfolg schon frühzeitig Schlüsse bezüglich des Baustellenergebnisses ziehen. Deshalb legt jeder Einkäufer in der Depenbrock Gruppe seine Vergaben wöchentlich der Geschäftsführung auf Projekt- und Gewerke-Ebene vor.

1 Betriebsleistung = Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse + andere aktivierte Eigenleistungen
2 Betriebsleistungsrendite = Konzernjahresergebnis / Betriebsleistung * 100
3 Pressemitteilung Nr. 212 vom 23. Mai 2022 des statistischen Bundesamtes
4 Quelle: GTAI Branche kompakt Polen
5 Quelle: GTAI Branchencheck Dänemark
6 Vorratsintensität = Vorräte / Bilanzsumme * 100
7 Forderungsintensität = Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Bilanzsumme * 100
8 Anlagenintensität = Anlagevermögen / Bilanzsumme * 100
9 Anlagendeckung I = wirtschaftliches Eigenkapital / Anlagevermögen
10 Anlagendeckung II = wirtschaftliches Eigenkapital / (Anlagevermögen + langfristiges Fremdkapital)
11 Working Capital = Umlaufvermögen / kurzfristiges Fremdkapital (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) * 100
12 Verschuldungsgrad = Fremdkapital (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) / wirtschaftliches Eigenkapital * 100
13 Wirtschaftliches Eigenkapital = bilanzielles Eigenkapital + Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
14 Eigenkapitalquote = (bilanzielles Eigenkapital + Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter) / Bilanzsumme * 100
15 Liquidität 1. Grades = (Wertpapiere des Umlaufvermögens + liquide Mittel)/kurzfristiges Fremdkapital (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) * 100
16 Liquidität 2. Grades = (Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände + Wertpapiere des Umlaufvermögens + liquide Mittel)/kurzfristiges Fremdkapital (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) * 100
17 Liquidität 3. Grades = Umlaufvermögen / kurzfristiges Fremdkapital (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) * 100
18 Eigenkapitalrentabilität = Konzernjahresergebnis / (durchschnittliches wirtschaftliches Eigenkapital + durschnittlies Fremdkapital (ohne Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern) * 100
19 Umsatzrentabilität = Konzernjahresergebnis / Umsatzerlöse * 100
20 Abschreibungsintensität = Abschreibungen / Gesamtleistung * 100
21 Quelle: Pressemitteilung des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie vom 24.03.2023

 

Stemwede, den 31. Mai 2023

Dipl.-Ing. K.-H. Depenbrock

Dr.-Ing. T. Knöbig

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.227.114,11 539.899,74
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 1.227.114,11 16.800,00 556.699,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.236.924,56 27.446.144,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.250.821,71 32.324.756,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.557.319,86 5.923.125,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.917.179,44 71.962.245,57 1.435.967,82 67.129.993,77
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.840,19 74.840,19
2. Sonstige Ausleihungen 3.300,00 78.140,19 3.450,00 78.290,19
73.267.499,87 67.764.983,70
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.936.369,76 1.702.793,27
2. Unfertige Erzeugnisse 415.855.000,68 409.351.114,16
3. Erhaltene Anzahlungen -415.855.000,68 -380.569.285,39
4. Fertige Erzeugnisse und Waren 887.935,43 1.441.422,56
5. Geleistete Anzahlungen 52.650,59 2.876.955,78 559.755,05 32.485.799,65
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 93.441.617,70 92.528.858,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 238,45
3. Sonstige Vermögensgegenstände 17.533.577,21 110.975.194,91 26.893.391,99 119.422.488,63
III. Wertpapiere 35.175.962,94 70.266.928,80
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 207.220.680,63 95.544.070,18
356.248.794,26 317.719.287,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.427.763,95 1.157.881,72
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensrechnung 0,00 55.081,26
431.944.058,08 386.697.233,94

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 30.000.000,00 30.000.000,00
II. Rücklagen 8.343.081,01 8.343.081,01
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung -6.221.175,88 -5.662.618,33
IV. Konzernbilanzgewinn 59.376.705,11 57.610.755,33
91.498.610,24 90.291.218,01
B. Passiver Unterschiedsbetrag 4.556.284,62 4.852.827,60
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 960.942,68 966.927,98
2. Steuerrückstellungen 10.506.232,01 7.960.128,62
3. Sonstige Rückstellungen 47.442.552,20 30.654.082,28
58.909.726,89 39.581.138,88
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.091.590,23 55.723.347,51
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 29.838.768,11 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 67.031.704,74 83.694.458,80
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.475,88 40.475,88
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 106.502.982,90 78.677.449,97
6. Sonstige Verbindlichkeiten 32.796.338,43 33.836.317,29
276.301.860,29 251.972.049,45
E. Rechnungsabgrenzungsposten 677.576,04 0,00
431.944.058,08 386.697.233,94

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
EUR
2021
EUR
1. Umsatzerlöse 748.552.142,25 501.941.187,82
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.950.399,39 150.909.345,03
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 43.290,00 207.157,49
754.545.831,64 653.057.690,34
4. Sonstige betriebliche Erträge 21.268.326,50 19.447.852,57
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 111.014.174,77 102.413.547,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 411.133.922,27 366.129.717,84
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 80.378.965,21 74.164.679,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 20.511.186,48 18.735.729,51
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 11.107.987,61 10.993.489,07
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 59.787.674,66 41.630.582,22
9. Erträge aus Beteiligungen 92,84 105,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.705.365,74 1.012.391,32
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 3.248.824,39 428.449,18
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 6.387.184,73 3.763.050,77
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23.907.348,26 20.070.366,29
14. Ergebnis nach Steuern 51.042.348,34 35.188.427,59
15. Sonstige Steuern 431.002,83 510.950,36
16. Konzernjahresüberschuss 50.611.345,51 34.677.477,23
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 57.610.755,33 57.078.956,12
18. Zuweisung zu den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern -48.845.395,73 -34.145.678,02
19. Konzernbilanzgewinn 59.376.705,11 57.610.755,33

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022
TEUR
2021
TEUR
Konzernjahresüberschuss 50.611 34.677
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 11.108 11.452
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 16.782 -2.230
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 4.633 1.290
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 37.019 -58.071
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8.212 36.954
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -1.223 -505
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 3.682 2.751
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 23.907 20.070
-/+ Ertragsteuerzahlungen -21.539 -22.109
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 133.193 24.279
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 7.277 1.341
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.016 -603
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -21.816 -10.940
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -751
+ Erhaltene Zinsen 2.705 1.012
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -12.850 -9.941
+/- Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten/Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten -15.632 32.268
- Gezahlte Zinsen -1.383 -2.232
-/+ Auszahlungen an/Einzahlungen von Gesellschaftern -26.024 -22.869
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -43.039 7.167
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 77.304 21.505
+/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -719 -241
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 165.811 144.547
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 242.397 165.811

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds:

2022
TEUR
2021
TEUR
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 207.221 95.544
Wertpapiere des Umlaufvermögens 35.176 70.267
242.397 165.811

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022

Kapitalanteile der Kommanditisten
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung
TEUR
Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
TEUR
Summe
TEUR
1. Januar 2021 30.000 8.343 -5.394 57.079 90.028
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 -34.146 -34.146
Währungsumrechnung 0 0 -269 0 -269
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 34.677 34.677
31. Dezember 2021 30.000 8.343 -5.663 57.611 90.291
Gutschrift auf Gesellschafterkonten im Fremdkapital 0 0 0 -48.845 -48.845
Währungsumrechnung 0 0 -558 0 -558
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 50.611 50.611
31. Dezember 2022 30.000 8.343 -6.221 59.377 91.499

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag

Die Depenbrock Holding SE & Co. KG; Stemwede, ist beim Amtsgericht Bad Oeynhausen unter der Handelsregisternummer HRA 5820 gemeldet.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden.

Die Konzernobergesellschaft beschäftigt sich im Wesentlichen mit Verwaltungsaufgaben in der Depenbrock Unternehmensgruppe. Das Geschäftsfeld der operativen Unternehmen umfasst den Hoch-, Tief- und Schlüsselfertigbau sowie Dienstleistungen im Bereich des Gebäudemanagements.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften haben alle das Kalenderjahr als Geschäftsjahr.

Sämtliche Angaben zu Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten sowie der Davon-Vermerke sind aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit im Anhang dargestellt.

2. Angaben zur Konsolidierung

2.1 Konsolidierungskreis

Nachfolgend aufgeführte Gesellschaften sind ausschließlich unter Berücksichtigung der Vollkonsolidierungsmethode mit in den Konzernabschluss einbezogen worden:

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
Bemerkung
Depenbrock Bau GmbH & Co. KG Stemwede 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Bau Beteiligungs-GmbH Stemwede 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Management GmbH Stemwede 100,00 Vollkonsolidierung
Projektbau Depenbrock GmbH & Co. KG Hannover 100,00 Vollkonsolidierung
Projektbau Depenbrock Beteiligungs-GmbH Hannover 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Systembau GmbH & Co. KG Bielefeld 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Systembau Management GmbH Bielefeld 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Gebäudemanagement GmbH & Co. KG Bielefeld 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Gebäudeverwaltungs-GmbH Bielefeld 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Ingenieurwasserbau GmbH & Co. KG Oldenburg 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Ingenieurwasserbau Management GmbH Oldenburg 100,00 Vollkonsolidierung
IWO Management GmbH Ostercappeln 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Partnering GmbH & Co. KG Bielefeld 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Baustoffe GmbH Stemwede 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Partnering Management GmbH Bielefeld 100,00 Vollkonsolidierung
Wilhelm Becker GmbH & Co. KG Minden 100,00 Vollkonsolidierung
Becker GmbH Minden 100,00 Vollkonsolidierung
Thieling Bau GmbH & Co. KG Hatten 100,00 Vollkonsolidierung
Thieling Bau Management GmbH Hatten 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock IT Service GmbH Stemwede 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Polska Sp. z o.o. Sp.K. Polen/Poznan 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Polska Sp. z o.o. Polen/Poznan 100,00 Vollkonsolidierung
DBB Białe Błota Sp. z o.o. Sp.K. Polen/Białe Błota 100,00 Vollkonsolidierung
DBB Białe Błota Sp. z o.o. Polen/Białe Błota 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Administrator Construct SCS Rumänien/Bukarest 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Administrator SRL Rumänien/Bukarest 100,00 Vollkonsolidierung
Depenbrock Scandinavia ApS Dänemark/Randers 100,00 Vollkonsolidierung

Sämtliche Gesellschaften stehen unter der einheitlichen Leitung der Depenbrock Holding SE & Co. KG.

Aufgrund der untergeordneten Bedeutung sind abweichend vom Grundsatz der Vollkonsolidierung folgende Gesellschaften gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht mit konsolidiert worden:

Name der Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital
in %
Sandgrubengesellschaft Frotheim GmbH & Co. KG Stemwede 96,78
Sandgrubengesellschaft Frotheim mbH Stemwede 100,00

2.2 Inanspruchnahme von Befreiungen

Folgende Gesellschaften nehmen die Befreiung von § 264 b HGB in Anspruch:

Depenbrock Holding SE & Co. KG

Depenbrock Bau GmbH & Co. KG

Depenbrock Systembau GmbH & Co. KG

Projektbau Depenbrock GmbH & Co. KG

Depenbrock Gebäudemanagement GmbH & Co. KG

Depenbrock Ingenieurwasserbau GmbH & Co. KG

Depenbrock Partnering GmbH & Co. KG

Wilhelm Becker GmbH & Co. KG

Thieling Bau GmbH & Co.KG

Folgende Gesellschaften nehmen die Befreiung nach § 264 (3) HGB in Anspruch:

Depenbrock IT Service GmbH

Depenbrock Bau Beteiligungs-GmbH

2.3 Konsolidierungsmethoden

2.3.1 Kapitalkonsolidierung

Erstkonsolidierungen vor dem 1. Januar 2009 wurden unter Anwendung der Buchwertmethode nach § 301 Abs.1 Nr. 1 HGB durchgeführt. Dabei wurde das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem Buchwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Bilanzierungshilfen und Sonderposten entspricht. Seit dem 1. Januar 2009 werden Erstkonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode vorgenommen.

2.3.2 Schuldenkonsolidierung

Die Schuldenkonsolidierung entspricht den handelsrechtlichen Konsolidierungsvorschriften (§ 303 Abs. 1 HGB). Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss eingebundenen Unternehmen gleichen sich aus.

2.3.3 Zwischenergebniseliminierung

Zwischenergebnisse aus Wertansätzen des Anlage- und Umlaufvermögens, die ganz oder teilweise auf Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Unternehmen beruhen, sind gemäß § 304 Abs. 2 HGB im Konzernabschluss wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht eliminiert.

2.3.4 Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung entspricht den handelsrechtlichen Konsolidierungsvorschriften (§ 305 Abs. 1 HGB). Die Erlöse in den Umsatzerlösen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Erträge aus Lieferungen und Leistungen zwischen den im Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gleichen sich mit den auf sie entfallenden Aufwendungen aus.

2.3.5 Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss der Depenbrock Holding SE & Co. KG ist gemäß § 244 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB einheitlich in Euro aufgestellt worden.

Für die Umrechnung der Bilanzposten der ausländischen Tochtergesellschaften wurden Stichtagskurse (Polen: 1 € entspricht 4,6779 PLN; Rumänien: 1 € entspricht 4,94170 RON; Dänemark: 1 € entspricht 7,4355 DKK) bzw. historische Kurse für das übrige Eigenkapital zugrunde gelegt (Fremdwährungsumrechnung).

Alle Aufwendungen und Erträge des Berichtsjahres wurden entsprechend dem Charakter der Erfolgsrechnung als Zeitraumbetrachtung mit den auf Monatsbasis ermittelten Jahresdurchschnittskursen (Polen: 1 € entspricht 4,6861 PLN; Rumänien: 1 € entspricht 4,9313 RON; Dänemark: 1 € entspricht 7,4396 DKK) umgerechnet. Die sich ergebenden Differenzen aus der Bewertung zum Stichtagskurs gegenüber der Bewertung zum historischen Kurs bzw. Jahresdurchschnittskurs wurden mit der Rücklage für Währungsumrechnung verrechnet.

3. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung wurde für alle einbezogenen Unternehmen einheitlich nach den Bestimmungen des HGB (§§ 252 bis 256a HGB) vorgenommen. Dabei fanden die Grundsätze der Einzelbewertung und des Vorsichtsprinzips Beachtung.

Die Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Depenbrock Holding SE & Co. KG erfolgt nach den §§ 266 und 275 HGB. Der Eigenkapitalspiegel sowie die Kapitalflussrechnung werden unter Berücksichtigung des DRS 22 und DRS 21 aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt worden.

Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei wird entgeltlich erworbene Software über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, angesetzt. Während Gebäude in Abhängigkeit von dem Jahr der Herstellung über eine Nutzungsdauer von bis zu 33 Jahren abgeschrieben werden, erfolgt die Abschreibung der übrigen Sachanlagen über einen Zeitraum von 5 bis 20 Jahren. Gebraucht erworbene Anlagegüter werden verkürzt abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Aufgrund der Wiedereinführung der degressiven Abschreibung durch das Zweite Corona-Steuerhilfegesetz haben wir in 2021 statt der planmäßigen linearen Abschreibung für neu angeschaffte Wirtschaftsgüter die degressive Abschreibung in Anspruch genommen. Für das Wirtschaftsjahr 2022 wurde wieder die planmäßige lineare Abschreibung vorgenommen. Die geringwertigen Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Bewertung und Nutzung fähig sind, werden analog zum § 6 Abs. 2 EStG direkt erfolgswirksam abgeschrieben, sofern deren Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten maximal 800 € betragen.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis von Mitteilungen des Versicherers mit dem jeweiligen Aktivwert zum Bilanzstichtag bewertet. Diese sind verpfändet und werden daher nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu den handelsrechtlichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die Börsen- oder Marktpreise sind aus den Tageskursen des Beschaffungsmarktes zum Bilanzstichtag abgeleitet worden.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen Materialeinzel-, Materialgemein-, Fertigungseinzel-, Fertigungsgemein- und Sondereinzelkosten der Fertigung sowie Konstruktionskosten. Kosten für die allgemeine Verwaltung sind in diese Berechnung nicht einbezogen. Sofern die durch retrograde Berechnung aus den Auftragssummen abgeleiteten beizulegenden Werte niedriger waren, sind diese angesetzt worden, so dass die Erzeugnisse verlustfrei bewertet sind.

Erhaltene und geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennbetrag bewertet. Erhaltene Anzahlungen werden soweit möglich gemäß § 268 Absatz 5 Satz 2 HGB offen von den unfertigen Erzeugnissen abgesetzt.

Die Grundstücke des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet und in den fertigen Erzeugnissen ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Absicherung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 2 % auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger), liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Wertänderungen, die sich im Rahmen der Bewertung von Fremdwährungsposten ergeben, werden erfolgswirksam unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die flüssigen Mittel wurden mit Nominalwerten angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die erst Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

Die Kapitalanteile der Kommanditisten werden zum Nennwert angesetzt. Die Rücklagen beinhalten die gesamthänderisch gebundenen Rücklagen der Gesellschafter.

Der passive Unterschiedsbetrag resultiert aus dem Erwerb des Geschäftsbereichs Hafenbau von Bilfinger Marine & Offshore Systems GmbH in 2017. Er wird vermindert um planmäßige Abschreibungen über die durchschnittliche Nutzungsdauer der übernommenen Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die versicherungsmathematischen Gutachten berücksichtigen bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen einen Zinsfuß von 1,78 % p.a. (10-Jahresdurchschnitt) bzw. von 1,44 % p.a. (7-Jahresdurchschnitt) jeweils für eine pauschale Laufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB und eine Rentendynamik/Lohn- und Gehaltstrend von 2,00 %. Die Berechnungen erfolgen auf Basis des Teilwertverfahrens unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Abweichend von diesen Grundsätzen werden kongruent rückgedeckte Versorgungszusagen gemäß § 253 Abs. 1 S. 3 HGB zum beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) der Rückdeckungsversicherungsansprüche bewertet, da sie nach IDW RS HFA 30 Tz. 74 wie wertpapiergebundene Zusagen zu behandeln sind. Bei verpfändeten Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen wird gemäß § 246 Abs. 2 HGB eine Saldierung der Pensionsrückstellungen mit den Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen vorgenommen und in Höhe von T€ 961 ausgewiesen. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen sind in Höhe von T€ 1.517 in der Bilanz enthalten, verrechnet wurde ein aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen bestehendes Deckungskapital in Höhe des beizulegenden Zeitwertes von T€ 556.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages dotiert. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Berechnung der latenten Steuern basiert auf dem bilanzorientierten Ansatz. Die Ermittlung der temporären Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansatz der Vermögensgegenstände sowie Schulden führt im Saldo nur zu aktiven latenten Steuern. Passive latente Steuern aus der nur handelsrechtlichen zulässigen Bewertung von Rückdeckungsversicherungen zum Zeitwert wurden mit aktiven latenten Steuern auf die handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätze der Pensionsrückstellung sowie mit aktiven latenten Steuern aufgrund der nur nach dem polnischen Recht zulässigen Teilgewinnrealisierung bei unfertigen Baustellen verrechnet. Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive Steuerlatenzen werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurden Steuersätze für die Gewerbe- und Körperschaftsteuer zwischen 14,59 % und 16,89 % angesetzt. Eine Bilanzierung latenter Steuern nach § 306 HGB war nicht vorzunehmen.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Abweichend zum Vorjahr wurden Abgrenzungen für zum Bilanzstichtag ausstehende Rechnungen bei der Ermittlung der Herstellungskosten berücksichtigt und zugleich als Rückstellung für ausstehende Rechnungen passiviert. Auf der Aktivseite der Bilanz erhöhen sich entsprechend die unfertigen Erzeugnisse und auf der Passivseite die sonstigen Rückstellungen. Die Änderung führt im Konzern zu einer Bilanzverlängerung in Höhe von TEUR 8.119.

4. Angaben zur Konzernbilanz

Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt gemäß § 266 i. V. m. § 298 HGB.

Die Entwicklung der in der Bilanz zum 31. Dezember 2022 erfassten Anlagegegenstände ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel in der Anlage 1.4 dargestellt.

Hinsichtlich der Entwicklung des Konzernbilanzgewinns verweisen wir auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

Der passive Unterschiedsbetrag resultiert aus dem Erwerb des Geschäftsbereichs Hafenbau von der Bilfinger Marine & Offshore Systems GmbH, Hamburg, im Rahmen eines asset deals aus dem Jahr 2017. Es ergibt sich zum 31.12.2022 ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 4.556 der mit T€ 2.011 Fremdkapitalcharakter und mit T€ 2.545 Eigenkapitalcharakter besitzt. Der Unterschiedsbetrag mit Eigenkapitalcharakter wird über die durchschnittliche Nutzungsdauer der übernommenen Vermögensgegenstände von 14 Jahren seit 2017 aufgelöst.

Der sich aus der Anwendung des § 253 Abs. 6 HGB in Bezug auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit der Verlängerung des Durchschnittsbildungszeitraums von sieben auf zehn Jahre ergebende, ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 68.

Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (T€ 8) wurden mit den Zinszuführungen (T€ 25) gemäß § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von T€ 17 ist im Finanzergebnis unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Gewährleistungen, Erlösschmälerungen und ausstehende Rechnungen 30.282
Drohverluste 1.983
Unterlassene Instandhaltung 80
Personal 13.453
Rekultivierungsabreiten 107
Archivierungskosten 296
Beratungskosten 240
Abrechnungsverpflichtungen 518
Sonstige 484
47.443

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Sandgrubengesellschaft Frotheim GmbH & Co. KG.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern umfassen sämtliche Darlehenskonten gemäß Gesellschaftsvertrag. Auf ihnen werden Einlagen, Entnahmen sowie Gewinnzuweisungen erfasst.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Angaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst dargestellt:

31.12.2022 davon mit einer Restlaufzeit
T€ bis 1 Jahr
T€
mehr als 1 Jahr
T€
davon mehr als 5 Jahre
T€
(Vorjahr
T€)
(Vorjahr
T€)
(Vorjahr
T€)
(Vorjahr
T€)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 40.092 40.092 0 0
(55.723) (55.723) (0) (0)
aus erhaltenen Anzahlungen 29.839 29.839 0 0
(0) (0) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 67.032 67.032 0 0
(83.694) (83.694) (0) (0)
gegenüber verbundenen Unternehmen 40 40 0 0
(40) (40) (0) (0)
gegenüber Gesellschaftern 106.503 106.503 0 0
(78.677) (78.677) (0) (0)
Sonstige 32.796 29.073 3.723 3.723
(33.836) (24.566) (9.270) (9.270)
276.302 272.579 3.723 3.723
(251.972) (242.700) (9.270) (9.270)

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern von T€ 14.648 (Vorjahr T€ 12.453) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit von T€ 2.607 (Vorjahr T€ 1.949).

Persönlich haftende Gesellschafterin der Depenbrock Holding SE und Co. KG ist die Depenbrock Holding Verwaltungs SE, Stemwede, mit einem Grundkapital von € 120.000,00.

5. zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse wurden wie folgt erzielt:

2021
T€
2022
T€
Inland 315.365 473.961
Ausland 186.576 274.591
501.941 748.552

Die Umsatzerlöse umfassen folgende Tätigkeitsbereiche:

2021
T€
2022
T€
Hochbau 347.412 524.772
Tiefbau 154.529 223.781
501.941 748.552

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 244 (Vorjahr T€ 370) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.739 (Vorjahr T€ 754) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 7.301 (Vorjahr T€ 8.845) enthalten. Sie betreffen überwiegend Auflösungen von Rückstellungen (T€ 5.116). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 2.088 (Vorjahr T€ 1.685). Sie betreffen in voller Höhe Abschreibungen auf Forderungen.

Die Auf- bzw. Abzinsung von Rückstellungen führt zu sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von T€ 12 (Vorjahr T€ 8) bzw. Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 18 (Vorjahr T€ 20).

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse bestehen zum Abschlussstichtag nicht.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

fällig innerhalb 1 Jahr
T€
fällig zwischen 1 und 5 Jahren
T€
fällig mehr als 5 Jahren
T€
Leasingverträge KFZ 2.257 1.614 0
Mietverträge Immobilien 1.342 3.774 0
3.599 5.388 0

7. Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Währungstransaktionen werden teilweise Devisentermingeschäfte eingesetzt. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende währungsbezogene Geschäfte:

Art Nominalwerte
in T€
Marktwerte
In T€
Restlaufzeit Bilanzposition Buchwert
in T€
Termingeschäfte Kauf von PLN 26.400 246 < 1 Jahr - -

Zum Ausgleich des Risikos aus Zahlungsstromänderungen bei währungsbezogenen Geschäften wurden T€ 26.400 Terminkäufe in PLN getätigt. Soweit sich aus dem Sicherungsgeschäft ein Verpflichtungsüberhang zum Stichtag ergibt, wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Zum 31. Dezember 2022 ist dies in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 6) erfolgt.

Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag folgende Währungsderivate in Form von Devisenswaps zur Geldanlage:

Art Nominalbetrag in Fremdwährung Gegenwert
in Euro
Zeitwert des Sicherungsgeschäfts
Devisenswap PLN 27.767,00 TPLN 5.636 T€ -236 T€

Die Devisenswaps werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Bilanzstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Terminkursen bewertet.

8. Zahl der Beschäftigten

Im Jahresdurchschnitt wurden 1.330 Mitarbeiter beschäftigt, die sich wie folgt aufteilen:

Anzahl
Angestellte 652
Gewerbliche Mitarbeiter 593
1.245

Zusätzlich wurden im Konzern 85 Ausbildende (Vorjahr 85) beschäftigt.

9. Abschlussprüferhonorare nach § 285 Nr. 17 HGB

T€
Abschlussprüfungsleistungen 186
Steuerberatungsleistungen 25
Rechts- und sonstige Beratungsleistungen 5

10. Geschäftsführung

Die Direktoren der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Depenbrock Holding Verwaltungs SE, waren im Geschäftsjahr:

Dipl.-Ing. Karl-Heinrich Depenbrock, Ostercappeln

Der Direktor ist von den Bestimmungen des § 181 BGB befreit und einzelvertretungsberechtigt.

Dr.-Ing. Thomas Knöbig, Osnabrück

Der Direktor ist einzelvertretungsberechtigt.

11. Geschäftsführerbezüge

Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

 

Stemwede, den 31.05.2023

Depenbrock Holding SE & Co. KG,
Stemwede
Depenbrock Holding Verwaltungs SE,
Stemwede

Dipl.-Ing. K.-H. Depenbrock

Dr.-Ing. T. Knöbig

Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2022

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2022
Währungsumrechnung
Zugang
Umgliederung
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.164.883,60 -1.178,54 1.015.975,12 0,00
2. Geleistete Anzahlungen 16.800,00 0,00 0,00 0,00
1.181.683,60 -1.178,54 1.015.975,12 0,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.398.658,50 -155.249,63 6.759.971,87 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 70.415.614,50 -29.041,20 9.260.725,81 20.555,26
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.510.709,33 -28.455,43 2.963.578,09 302.070,63
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.435.967,82 -15.595,67 2.832.130,28 -322.625,89
120.760.950,15 -228.341,93 21.816.406,05 0,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 126.840,19 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 3.450,00 0,00 0,00 0,00
130.290,19 0,00 0,00 0,00
122.072.923,94 -229.520,47 22.832.381,17 0,00
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Abgang
31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.179.680,18
2. Geleistete Anzahlungen 16.800,00 0,00
16.800,00 2.179.680,18
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.681.021,48 33.322.359,26
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.705.387,81 75.962.466,56
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 528.779,45 18.219.123,17
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 12.697,10 3.917.179,44
10.927.885,84 131.421.128,43
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 126.840,19
2. Sonstige Ausleihungen 150,00 3.300,00
150,00 130.140,19
10.944.835,84 133.730.948,80
Abschreibung kumuliert
01.01.2022
Währungsumrechnung
Zugang
Abgang
31.12.2022
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 624.983,86 -1.147,55 328.729,76 0,00 952.566,07
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
624.983,86 -1.147,55 328.729,76 0,00 952.566,07
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.952.514,35 -31.407,16 1.194.212,98 1.029.885,47 6.085.434,70
2. Technische Anlagen und Maschinen 38.090.857,89 -17.446,88 8.012.184,65 3.373.950,81 42.711.644,85
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.587.584,13 -11.681,64 1.572.860,22 486.959,40 10.661.803,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
53.630.956,37 -60.535,68 10.779.257,85 4.890.795,68 59.458.882,86
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 52.000,00 0,00 0,00 0,00 52.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
52.000,00 0,00 0,00 0,00 52.000,00
54.307.940,23 -61.683,23 11.107.987,61 4.890.795,68 60.463.448,93
Restbuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.227.114,11 539.899,74
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 16.800,00
1.227.114,11 556.699,74
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 27.236.924,56 27.446.144,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.250.821,71 32.324.756,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.557.319,86 5.923.125,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.917.179,44 1.435.967,82
71.962.245,57 67.129.993,77
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.840,19 74.840,19
2. Sonstige Ausleihungen 3.300,00 3.450,00
78.140,19 78.290,19
73.267.499,87 67.764.983,70

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Depenbrock Holding SE & Co. KG, Stemwede

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Depenbrock Holding SE & Co. KG, Stemwede, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Depenbrock Holding SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung‌ durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, den 26. Juli 2023

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Reuter, Wirtschaftsprüfer

Grünewald, Wirtschaftsprüfer

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Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

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