Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 12586
Vorher
Walter Seitz Beteiligungs GmbH
Eingetragen
14.2.1973
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Betrieb eines Autohauses einschließlich aller dazu gehörenden Geschäfte, insbesondere der Handel mit Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugteilen und Kraftfahrzeugzubehör, die Reparatur und Pflege von Kraftfahrzeugen, der Betrieb von Tankstellen und Lackierereien, die Vermietung und das Verleasen von Kraftfahrzeugen, die Vermittlung von Kaufverträgen, Versicherungen und Finanzierungen für Kraftfahrzeuge, außerdem die Vermietung und Verpachtung von Grundstücken sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Prestel
seit 26.5.2014
Prokura
Geschäftsführer
Bernd Czolkos
seit 29.11.2007
Geschäftsführer
Stefan Fackler
seit 24.11.2005
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Walter Seitz GmbH + Co. KG
Germany
2.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Seitz GmbH

Memmingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

AUTOHAUS SEITZ GMBH, MEMMINGEN

1. Unternehmensgrundlage

Mit ihren überwiegend im Raum Allgäu/Oberschwaben angesiedelten Betrieben ist die Seitz Autohausgruppe ein kompetenter und verlässlicher Ansprechpartner für alle fahrzeugbezogenen Themenfelder der Marken Volkswagen PKW, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Seat, Cupra und Porsche. Durch ein stetiges und maßvolles Wachstum über die letzten Jahrzehnte hinweg verfügt die Unternehmensgruppe in ihrem Marktgebiet mittlerweile über 29 Betriebseinheiten von Autohäusern, Lackierbetrieben und Logistikzentren.

Kern der Unternehmensgruppe ist der Vertrieb von neuen und gebrauchten Fahrzeugen der diversen Volumenmarken des Volkswagen Konzerns sowie der Wartung und Reparatur aller Modelle der entsprechenden Marken. Dazu halten die jeweiligen Betriebe untereinander abgestimmte Markenhandels- bzw. Markenserviceverträge mit den verschiedenen Herstellern. Darüber hinaus werden den Kunden weitere Dienstleistungen und Services angeboten, wie beispielsweise die Vermietung von Fahrzeugen, der Vertrieb von Originalteilen und Zubehör sowie Finanzierungs- und Leasinglösungen wie auch Wartungs- und Versicherungsprodukten.

Die Autohaus Seitz GmbH als größtes Unternehmen ist ein integraler Bestandteil der Seitz Gruppe und betreibt an ihrem Sitz in Memmingen sowie an den Standorten Kempten, Isny, Lindau, Leutkirch, Wangen und Teningen diverse Handels- und Servicebetriebe. Ab 2024 verstärkt und unterstützt ein neu akquirierter Servicebetrieb in Illertissen die jeweiligen Teams.

Begleitet wird die Berichtsgesellschaft von den anderen operativen Vertriebseinheiten der Unternehmensgruppe, d.h. der Seitz GmbH, der Seitz Autohandels- GmbH + Co. KG, der Seitz + Mayr GmbH + Co. KG, der Weber + Seitz GmbH, der Sportwagenzentrum Seitz + Kummer GmbH sowie der Seitz Sportwagenzentrum GmbH. Alle Unternehmen mit ihren jeweiligen Profit Centern folgen durchgängig den Grundsätzen der Seitz Geschäftspolitik bei eigener Ergebnisverantwortung mit kontinuierlichem Abgleich zur jeweiligen verabschiedeten Geschäftsplanung. Unterstützt werden die operativen Betriebsstätten durch eine zentrale Verwaltungseinheit mit Kompetenzzentren für die jeweiligen Geschäftsbereiche.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft war in 2023 noch von diversen Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt, erlebte aber eine Phase moderaten Wachstums. Trotz vieler globaler Unsicherheiten und Herausforderungen wie Handelskonflikten und geopolitischen Spannungen blieb die Binnenkonjunktur robust. Niedrige Arbeitslosenraten, solide Lohnzuwächse und eine günstige Verbraucherstimmung trugen dazu bei, dass der Automobilsektor weiterhin ein wichtiges Standbein der deutschen Wirtschaft blieb. Entsprechend war die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen stabil.

Dies ist umso erfreulicher, als die Anforderungen an die Branche groß waren. Sowohl die fortschreitende Umsetzung von strengeren Emissionsstandards und Umweltvorschriften wie auch die rasante Entwicklung in den Technologien, im digitalen Umfeld und im Mobilitätsverhalten stellen große Themenfelder dar. Zudem spielen in der Branche neue, insbesondere chinesische Automobilhersteller eine zunehmende Rolle und setzen die etablierten Marken unter einen erheblichen Wettbewerbsdruck.

Insgesamt sind im Jahr 2023 in Deutschland mit 2,84 Mio. Einheiten wieder mehr Neufahrzeuge als in der Vorperiode zugelassen worden (2022: 2,65 Mio.).

Auch der Gebrauchtwagenmarkt zeigte über das ganze Geschäftsjahr hinweg eine lebhafte Aktivität. Es bestand ein steigendes Interesse der Verbraucher insbesondere an jungen und hochwertigen Gebrauchtfahrzeugen. Entsprechend sind die Besitzumschreibungen auf 6,03 Mio. Einheiten angestiegen (2022: 5,64 Mio.).

Im Berichtszeitraum konnten alle Volumenmarken des Volkswagen Konzerns deren Präsenz auf dem deutschen Markt leicht ausbauen. Mit einem Anteil von 18,2 % aller neu zugelassenen Fahrzeuge (Vorjahr: 18,1%) liegt die Stammmarke weiterhin weit vor den anderen Herstellern. Trotz einer anhaltenden Transformationsphase hin zum Anbieter hochwertiger vollelektrisch betriebener Fahrzeuge verzeichnet Audi mit einem Marktanteil von 8,7% eine deutliche Steigerung zum Vorjahr (8,0%). Auch die tschechische Schwestermarke Skoda hat ihren Absatzanteil auf 5,9% vergrößern können (Vorjahr: 5,4%). Ebenfalls steigende Absätze kann der spanische Konzernableger mit seinen Marken Cupra und Seat für sich reklamieren. Mit einem Marktanteil von 4,7% hat sich deren Neuwagen-Performance ebenfalls weiter ausgebaut (Vorjahr: 4,2%). Auch die Marke Porsche festigt ihre Position als einer der führenden Hersteller von Premiumfahrzeugen. Der Marktanteil stieg auf 1,2% (Vorjahr: 1,1%).

2.2. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

Vor dem Hintergrund der herausfordernden und sich überlagernden Themen wie beispielsweise dem Ukrainekrieg, einer angespannten geopolitischen Situation oder unterbrochenen globalen Lieferketten war das Geschäftsjahr 2023 für die Autohaus Seitz sehr zufriedenstellend.

Während in den ersten Monaten die Versorgung mit Neuwagen noch eher knapp war, so hat sich die Situation im Jahresverlauf gut eingespielt. Das Vertriebsteam konnte die Kunden auf einem sehr guten Niveau mit neuen Fahrzeugen beliefern und hat es geschafft, damit die Vorjahresauslieferungen merklich zu übertreffen als auch die ambitionierten internen Leistungszahlen nahezu zu erreichen.

Durchgängig auskömmlich zeigte sich der Handel mit gebrauchten Fahrzeugen. Auch wenn dieser Geschäftsbereich nicht an die sehr guten Vorjahreszahlen anknüpfen konnte, so sind mit einer guten Geschäftsqualität auch weiterhin entsprechende Deckungsbeiträge erzielt worden.

Im Bereich After Sales kann von einer stabilen und kontinuierlichen Entwicklung berichtet werden. Durchwegs ausgelastete Werkstattkapazitäten und ein erfolgreiches Geschäft mit Zubehör- und Ersatzteilen haben erneut für eine gute Geschäftsgrundlage gesorgt.

Mit einem Jahresüberschuss von TEUR 2.672 schließt die Berichtsgesellschaft fast auf dem Niveau des Vorjahrs ab (2022: TEUR 2.745) und weist damit erneut ein auskömmliches Ergebnis aus.

Mit diesem Geschäftsverlauf sind wir zufrieden. Gleichwohl sehen wir perspektivisch noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten in den einzelnen Geschäftsbereichen des Betriebes.

2.3. Lage des Unternehmens

2.3.1. Ertragslage

Alle Geschäftsfelder der Berichtsgesellschaft wurden erneut mit großem Einsatz vorangetrieben. Insbesondere das hohe Geschäftsvolumen im Neuwagenbereich sowie das ertragreiche Gebrauchtwagengeschäft, begleitet von einem stabilen After Sales Bereich, waren die Grundpfeiler der guten Geschäftsqualität des Berichtsjahres.

Auf dieser Grundlage ist es den Teams in den Betrieben der Autohaus Seitz GmbH gelungen, auf Gesamtbetriebsebene das Umsatzvolumen auf EUR 165,4 Mio. zu steigern (2022: EUR 138,7 Mio.). Erfreulicherweise hat sich auch das Rohergebnis auf EUR 46,0 Mio. erhöht (Vorjahr: EUR 40,8 Mio.).

Wesentlicher Kostentreiber im Geschäftsjahr 2023 waren die Ausgaben für betriebliche Fahrzeuge, gestiegene Zinsaufwendungen sowie höhere Abgaben für die zentrale Verwaltungseinheit. Grundsätzlich haben sich die diversen Kostenkomponenten diszipliniert im Rahmen der ambitionierten Vorgaben durch die Geschäftsplanung gezeigt und diese Zielvorgaben zum Teil sogar unterboten.

Durch eine weitere Nutzung von Synergiemöglichkeiten innerhalb der Firmengruppe und durch kontinuierliche Prozessentwicklungen sehen wir Chancen, auch zukünftig Kostenoptimierungen zu realisieren. Ein starker Fokus liegt auch weiterhin auf stabilen und fehlerminimalen internen Geschäftsprozessen.

2.3.2. Vermögens- und Finanzlage

An der Zusammensetzung der Vermögensgegenstände hat sich im Berichtszeitraum analog zu den Vorjahren nichts Wesentliches geändert. Das Anlagevermögen der Gesellschaft setzt sich im Wesentlichen aus der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Beteiligungsansätzen an verbundenen Unternehmen zusammen und beläuft sich auf EUR 7,9 Mio. (Vorjahr: EUR 7,0 Mio.).

Das Umlaufvermögen ist vor allem geprägt vom Bestand an neuen Lagerwagen, Vorführwagen und gebrauchten Fahrzeugen. Konsequent wurde die Zielsetzung verfolgt, die Fahrzeugbestände auf ein Minimum zu reduzieren. Jedoch haben insbesondere zum Jahresende ungeplante Anlieferungen neuer Fahrzeuge zu einer Steigerung des Vorratsvermögens auf EUR 26,0 Mio. geführt. (Vorjahr: EUR 21,8 Mio.). Der Forderungsbestand aus Lieferung und Leistung bewegte sich mit einem Volumen von EUR 9,8 Mio. stichtagsbezogen über dem Vorjahresniveau (2022: EUR 8,5 Mio.).

Insgesamt weist die Autohaus Seitz GmbH Bilanzaktiva von EUR 52,4 Mio. aus (Vorjahr: EUR 42,6 Mio.).

Die erfolgreiche Wahrung einer stabilen und soliden Finanzlage ist eines der Kernziele der Unternehmung. Grundsätzlich werden alle Forderungen innerhalb vereinbarter Zahlungsziele realisiert und die Begleichung der Verbindlichkeiten erfolgt innerhalb der gesetzten Zahlungsziele. Mit einem zeitnahen und periodischen Mahnwesen ist gleichzeitig ein Monitoring der internen Prozesse der Berichtsgesellschaft möglich.

Da die Betriebsimmobilien auf Mietbasis betrieben werden, muss entsprechend keine fristenkongruente Refinanzierung dargestellt werden. Hinsichtlich der Finanzlage der Unternehmung haben sich im Berichtsjahr keine wesentlichen Änderungen ergeben. Analog zum Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche am Jahresende auf EUR 17,5 Mio. valutierten (Vorjahr: EUR 9,4 Mio.). Sowohl die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen als auch die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich auf EUR 1,6 Mio. bzw. EUR 3,5 Mio. reduziert (Vorjahr EUR 3,2 Mio. bzw. EUR 4,0 Mio.).

Analog zu den bisherigen Geschäftsjahren standen der Berichtsgesellschaft stets auskömmliche Kreditlinien der Hausbanken zur Verfügung, welche auch Spitzenpositionen unbedenklich abdecken können. Dies hat eine durchgängig ausreichende Liquidität ohne Einschränkungen für den operativen Geschäftsbetrieb sichergestellt. Zum Jahresultimo beträgt die Eigenkapitalquote 38,1%.

2.4 Leistungsindikatoren

Die für die Seitz Gruppe definierten Leistungsindikatoren gelten analog auch für die Autohaus Seitz GmbH. Ein detailliertes und periodisches Controlling versorgt die Verantwortlichen mit Datenmaterial, damit bei Planabweichungen zeitnah Korrekturmaßnahmen eingeleitet werden können. Neben vielen individuellen Detailparametern gelten die grundlegenden Faktoren "Bruttogewinn" und "Deckungsbeitrag III" als Hauptsteuergrößen. Auf Gesamtbetriebsebene haben sich beide Messgrößen im Berichtszeitraum erfreulich entwickelt. So stieg der Bruttogewinn auf EUR 41,2 Mio. (Vorjahr: EUR 38,9 Mio.) und auch der Deckungsbeitrag III konnte sich mit EUR 11,3 Mio. über Vorjahresniveau entwickeln (2022: EUR 10,9 Mio.).

3. Prognose

3.1 Aktuelle Entwicklung und Prognosebericht

Mit der Geschäftsentwicklung der Autohaus Seitz GmbH im Geschäftsjahr 2023 können wir zufrieden sein. Das kompetente und erfahrene Vertriebsteam hat es wiederholt geschafft, durch geeignete Verfolgung von Interessenten- und Kundenkontakten respektable Verkaufszahlen von Neuwagen und einen guten Absatz im Gebrauchtwagenbereich zu generieren. Dies wird flankiert vom guten Werkstattgeschäft der hochqualifizierten und engagierten Serviceteams.

Trotz der herausfordernden politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeldbedingungen sind wir der Ansicht, dass auch das aktuelle Berichtsjahr in den verschiedenen Geschäftsbereichen eine gute Performance möglich macht und entsprechende Deckungsbeiträge zu erwirtschaften sind. Dies bestätigt sich in der bisherigen unterjährigen Entwicklung.

Auf dieser Grundlage sind wir der Ansicht, unser Zielergebnis (EBT) aus der jährlichen Geschäftsplanung für das Jahr 2024 in Höhe von EUR 3,2 Mio. realisieren zu können.

Großes Potential sehen wir in einer weiteren Zentralisierung von Fachthemen, um sowohl einen Wissenspool innerhalb eines Teams von Spezialisten aufzubauen als auch in der Möglichkeit einer problemlosen Vertretungsregelung zu gewährleisten. Zudem werden die Automatisierung und die Optimierung der einzelnen betrieblichen Prozesse weiter vorangetrieben, um im Sinne eines bestmöglichen Nutzens möglichst einfache, schnelle und sowohl für den Kunden als auch für die interne Abwicklung bequeme Abläufe darstellen zu können.

Mit geeigneten Controlling Tools soll parallel dazu die Möglichkeit geschaffen werden, die Wirksamkeit der verschiedenen Marktbearbeitungs- und Kundenbindungsmaßnahmen periodisch zu überprüfen und ggf. die Ausrichtung zu justieren. Belgeitet wird dies von einer zeitnahen und strikten Kostenüberwachung auf Abteilungsebene.

3.3 Chancenbericht und Risikomanagement

Mit dem am lokalen Markt gut etablierten Betrieben an den jeweiligen Firmenstützpunkten sehen wir uns gut aufgestellt. Insbesondere sind wir der Ansicht, dass die Marken des Volkswagen Konzerns mit diversen anstehenden Markteinführungen vollelektrischer Modelle eine gute Antwort auf die zukünftige Marktnachfrage nach einer elektrobetriebenen Individualmobilität findet. Die starke Einbindung in Herstellerentscheidungen und deren konsequente Neuausrichtung mit entsprechenden hohen Budgets zu diesem Thema stimmen dabei sehr zuversichtlich.

Auch wenn sich ein individueller Betrieb bzw. eine einzelne Handelsgruppe schon aufgrund des Geschäftsmodells nicht dem grundsätzlichen Branchenrisiko entziehen kann, so sehen wir uns mit unserer konsequenten Ausrichtung hinsichtlich Zentralisierung und Automatisierung bei parallelem Fokus auf Qualifizierung auf dem richtigen Weg. Weiterhin verfolgen wir das Ziel, Risiken konsequent zu minimieren bzw. einzelne Risikopositionen wie beispielsweise das Wertrisiko aus Leasing-Fahrzeugrückläufern zu versichern.

Aus diesem Grund betrachten wir das Geschäftsrisiko der Autohaus Seitz GmbH sowohl als zukunftsorientiert als auch als ertragsbasiert und damit als weiterhin gut vertretbar.

 

Memmingen, den 31. Juli 2024

gez.

Bernd Czolkos

Martin Osterberger-Seitz

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AUTOHAUS SEITZ GMBH, MEMMINGEN

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 7.945.937,26 6.987.290,13
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 60.016,00 68.012,00
1. Entgeltlich erworbene Software 10.016,00 5.512,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.000,00 62.500,00
II. Sachanlagen 3.016.018,18 2.645.511,93
1. Bauten auf fremden Grundstücken 243.652,00 193.344,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.772.366,18 2.452.167,93
III. Finanzanlagen 4.869.903,08 4.273.766,20
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.860.919,52 4.264.782,64
2. Beteiligungen 5.283,56 5.283,56
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.700,00 3.700,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 44.480.373,57 35.567.289,71
I. Vorräte 26.031.684,94 21.754.413,49
1. Betriebsstoffe 48.600,00 78.300,00
2. Unfertige Leistungen 216.088,44 97.690,89
3. Waren 25.628.488,79 21.578.422,60
4. Geleistete Anzahlungen 138.507,71 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 18.406.581,78 13.757.806,96
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.777.972,37 8.490.522,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 476.017,40 589.759,96
3. Forderungen gegen Gesellschafter 1.008.638,71 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 7.143.953,30 4.677.524,98
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 42.106,85 55.069,26
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 8.208,34 15.122,01
52.434.519,17 42.569.701,85

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 19.993.042,62 16.321.038,72
I. Gezeichnetes Kapital 2.000.000,00 2.000.000,00
II. Kapitalrücklage 2.934.511,03 1.934.511,03
III. Gewinnvortrag 12.386.527,69 9.641.497,50
IV. Jahresüberschuss 2.672.003,90 2.745.030,19
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.885.204,67 2.848.496,24
1. Pensionsrückstellungen 639.458,00 671.974,00
2. Steuerrückstellungen 849.667,22 1.310.422,24
3. Sonstige Rückstellungen 1.396.079,45 866.100,00
C. VERBINDLICHKEITEN 29.556.271,88 23.400.166,89
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.501.496,92 9.395.038,16
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 235.873,36 150.201,79
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.710.598,95 6.453.321,72
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.554.096,23 3.185.717,29
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7.912,07 241.166,41
6. Sonstige Verbindlichkeiten 3.546.294,35 3.974.721,52
- davon aus Steuern: EUR 220.674,64 (Vorjahr: EUR 295.733,94)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 202.489,88 (Vorjahr: EUR 179.997,40)
52.434.519,17 42.569.701,85

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 165.388.470,01 138.713.558,88
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.950.000,22 2.681.669,79
3. Materialaufwand 123.334.145,09 100.565.542,67
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 121.242.579,50 98.481.980,55
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.091.565,59 2.083.562,12
4. Rohergebnis 46.004.325,14 40.829.686,00
5. Personalaufwand 19.800.409,30 18.620.082,50
a) Löhne und Gehälter 16.469.769,83 15.540.005,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.330.639,47 3.080.076,98
6. Abschreibungen 680.697,64 667.622,35
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 680.697,64 667.622,35
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.488.914,55 17.175.378,28
8. Erträge aus Beteiligungen 738,59 732,50
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 22.101,35 9.967,17
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 19.321,27 (Vorjahr: EUR 4.621,24)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 403.863,12 33.832,64
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.001.463,60 359.385,70
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 11.652,00 (Vorjahr: EUR 17.327,00)
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 182.658,54 (Vorjahr: EUR 131.388,84)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 944.464,95 1.200.866,98
13. Ergebnis nach Steuern 2.707.351,92 2.783.217,22
14. Sonstige Steuern 35.348,02 38.187,03
15. Jahresüberschuss 2.672.003,90 2.745.030,19

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

AUTOHAUS SEITZ GMBH, MEMMINGEN

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Die Autohaus Seitz GmbH ist nach den in § 267 Abs. 3 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als große Kapitalgesellschaft einzustufen.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Memmingen und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter der Nummer HRB 12586 eingetragen.

Zum 15. März 2022 wurde das Stammkapital der Gesellschaft durch Sachkapitalerhöhung um EUR 500.000,00 auf EUR 2.000.000,00 erhöht.

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB und des § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Kfz-Steuern für Vorführfahrzeuge und Mietfahrzeuge der Gesellschaft in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 50) ausgewiesen.

III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Die Bilanz wird vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt; die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen grundsätzlich mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert worden waren. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

IV. ANGABEN ZUR BILANZ

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt und wurden, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte sind zu Anschaffungskosten angesetzt und wurden bzw. werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bzw. 15 Jahren planmäßig abgeschrieben. Eine Abschreibung von zehn Jahren wurde bei zwei unter strategischen Gesichtspunkten vorgenommenen Unternehmenserwerben zugrunde gelegt, da die übernommenen Kundenbeziehungen infolge der starken Marktstellung des erworbenen Autohauses als langfristig und belastbar anzusehen sind.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear vorgenommen.

Für zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wurde ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen sind, soweit es den tatsächlichen Verhältnissen entspricht, zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist am Schluss des Anhangs tabellarisch dargestellt. Hieraus sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres zu ersehen (§ 268 Abs. 2 HGB).

Vorräte

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wurden, sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Des Weiteren ist in den Betriebsstoffen von insgesamt TEUR 49 ein Festwert im Sinne des § 240 Abs. 3 HGB in Höhe von insgesamt TEUR 3 für Büro- und Verbrauchsmaterial enthalten.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertung berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Abgrenzungsposten aus Lieferantenboni in Höhe von TEUR 2.994 (Vorjahr: TEUR 3.165) enthalten.

Rückstellungen

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach den Grundsätzen des Anwartschaftsbarwertverfahrens mit einem rechnungsmäßigen Zinssatz von 1,83 % (von der Bundesbank bekannt gegebener durchschnittlicher Marktzins bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren). Dabei wurde die erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung nach den Erfahrungen der Vergangenheit mit 1,8 % angenommen. Die Berechnung erfolgte unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Dr. Heubeck.

Gemäß § 253 Abs. 6 HGB ist der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in jedem Geschäftsjahr zu ermitteln. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen. Unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt sich eine Rückstellung in Höhe von EUR 643.633,00. Der Unterschiedsbetrag beträgt EUR 4.175,00.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, und sie sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet (§ 253 Abs. 1 S.1 HGB), wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in branchenüblichem Umfang durch Eigentumsvorbehalte besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren überwiegend aus Finanzierung.

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
Besicherte Beträge
EUR
Art der Sicherheiten *
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.501.496,92 17.501.496,92 0,00 0,00 17.501.496,92 SÜ, BÜ, Z
Vorjahreswerte 9.395.038,16 9.395.038,16 0,00 0,00 9.395.038,16 SÜ, BÜ, Z
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 235.873,36 235.873,36 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 150.201,79 150.201,79 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.710.598,95 6.710.598,95 0,00 0,00 6.710.598,95 EV
Vorjahreswerte 6.453.321,72 6.453.321,72 0,00 0,00 6.453.321,72 EV
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.554.096,23 1.554.096,23 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 3.185.717,29 3.185.717,29 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 7.912,07 7.912,07 0,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 241.166,41 241.166,41 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 3.546.294,35 2.075.204,35 1.471.090,00 0,00 0,00
Vorjahreswerte 3.974.721,52 2.332.399,52 1.642.322,00 0,00 0,00
29.556.271,88 28.085.181,88 1.471.090,00 0,00 24.212.095,87
Vorjahreswerte 23.400.166,89 21.757.844,89 1.642.322,00 0,00 15.848.359,88

* SÜ = Sicherungsübereignung, BÜ = Bürgschaft, Z = Zession, EV = Eigentumsvorbehalt

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen Verpflichtungen aus Pacht-, Miet- und Leasingverträgen resultieren ganz überwiegend aus Rückkaufverpflichtungen im Rahmen von Fahrzeugleasinggeschäften und werden nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag wie folgt anfallen:

bis zu einem Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahren
EUR
von mehr als fünf Jahren
EUR
aus Miet- und Pachtverträgen 2.631.530,75 1.129.712,38 23.435,00
davon gegenüber Gesellschaftern 0,00 0,00 0,00
Leasing und sonstige finanzielle Verpflichtungen 36.844.978,63 58.496.448,88 0,00
39.476.509,38 59.626.161,26 23.435,00

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen:

2023
TEUR
Garantie und Kulanz 386
Personalkosten 911
interne und externe Jahresabschlusskosten 57
Sonstige 42

Die Steuerrückstellungen enthalten die noch nicht veranlagten Steuern des Geschäftsjahres und des Vorjahres.

Latente Steuern

Die Berechnung von latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Die Summe der sich aufgrund vorstehender Ermittlungsmethode ergebenden Steuerlatenzen beläuft sich auf einen Aktivüberhang in Höhe von EUR 284.328,27, woraus sich unter Anwendung der unternehmensindividuellen Steuersätze grundsätzlich aktive latente Steuern in Höhe von EUR 83.507,20 ergeben. Auf eine Aktivierung wurde nach § 274 HGB verzichtet.

Auf welchen Differenzen bzw. Verlustvorträgen die latenten Steuern beruhen, zeigt folgende Übersicht:

Steuerbilanz 31.12.2023 EUR *) Handelsbilanz 31.12.2023 EUR *) Differenzbetrag/ Verlustvortrag
EUR
Individueller Unternehmenssteuersatz "%" aktive (+) passive (-) latente Steuern
EUR
Geschäfts- oder Firmenwert 78.184,00 50.000,00 28.184,00 29,37 8.277,64
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.774.379,18 2.772.366,18 2.013,00 29,37 591,21
Waren (Vorführfahrzeuge) 4.451.655,63 4.365.346,36 86.309,27 29,37 25.349,03
Pensionsrückstellungen -471.636,00 -639.458,00 167.822,00 29,37 49.289,32
Summe 284.328,27
Saldo Steuerabgrenzung (+ Aktivsaldo / - Passivsaldo) 83.507,20

*) + Aktivposten / - Passivposten

Haftungsverhältnisse

Mit Finanzierungsrahmenvertrag vom 19.02.2001 hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaftung für die Verbindlichkeiten der Seitz-Gruppe gegenüber der Volkswagen Bank GmbH, Braunschweig, übernommen. Außerdem wurden die finanzierten Lager- und Vorführwagen sowie die Gebrauchtwagen und der gesamte Bestand an Ersatz- und Austauschteilen zur Sicherheit übereignet.

EUR
Die gesamten Verbindlichkeiten der Gruppe gegenüber der Volkswagen Bank GmbH betrugen zum Bilanzstichtag 57.678.003,22
davon in der Bilanz als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen und Bestandteil des Haftungsverbunds 16.730.628,10
Haftungsverhältnis i. S. d. § 251 HGB 40.947.375,12

Mit Finanzierungsrahmenvertrag vom 08./12.10.2007 hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaftung für die Verbindlichkeiten der Seitz-Gruppe gegenüber der UniCredit Bank, München, übernommen. Die Kreditlinie ist über Grundschulden verbundener Unternehmen in Gesamthöhe von TEUR 5.000 besichert.

EUR
Die gesamten Verbindlichkeiten der Gruppe gegenüber der Uni Credit Bank AG betrugen zum Bilanzstichtag 7.278.319,07
davon in der Bilanz als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen 0,00
Haftungsverhältnis i. S. d. § 251 HGB 7.278.319,07

Mit Vertrag vom 14.11.2007 hat die Gesellschaft die gesamtschuldnerische Mithaftung für die Verbindlichkeiten der Walter Seitz GmbH + Co. KG, Kempten, gegenüber der Sparkasse Allgäu, Kempten, im Rahmen der zentralen Liquiditätsdisposition übernommen. Die Verbindlichkeiten sind zudem über Grundschulden der Walter Seitz GmbH + Co. KG, Kempten, besichert. Zum Bilanzstichtag betrugen diese Verbindlichkeiten EUR 319.550,35, sodass in dieser Höhe ein Haftungsverhältnis i. S. d. § 251 HGB besteht.

Die Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt.

Aufstellung über den Anteilsbesitz

Die Gesellschaft ist zu mehr als 20 % an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Name, Sitz der Gesellschaft Anteil
%
Eigenkapital
TEUR
letztes bekanntes Jahresergebnis
TEUR
Seitz Autohandels-GmbH + Co. KG 100,00 6.214 -503 2023
Seitz + Mayr GmbH + Co. KG 100,00 1.716 -404 2023

V. ANGABEN ZUR GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse wurden nahezu vollständig im Inland erzielt.

Nach Sparten setzen sich die Umsätze wie folgt zusammen:

2023
TEUR
Fahrzeuge ./. Skonti 106.865
Teile 40.847
Kundendienst 17.676
165.388

Sonstige betriebliche Erträge

Die aperiodischen Erträge in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten im Wesentlichen TEUR 55 aus dem Debitorenbereich, weitere TEUR 289 aus Prämien und Boni für das Vorjahr, TEUR 170 für Audi Altpreisschutz sowie EUR 40 Erträge aus den Anlagenabgang.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aperiodische Aufwendungen aus Verlusten im Debitorenbereich in Höhe von TEUR 41 ausgewiesen. Daneben enthalten die aperiodischen sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR 20 für Kostenrechnungen und Nachbelastungen für Vorjahre.

VI. SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr waren als Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt:

Herr Bernd Czolkos, Dietmannsried, Kaufmännischer Geschäftsführer des Seitz-Konzerns, Kempten

Herr Martin Osterberger-Seitz, Durach, Geschäftsführer des Seitz-Konzerns, Kempten

Die Herren Czolkos und Osterberger-Seitz sind alleinvertretungsberechtigt und zudem von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Angabe der Bezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans nach § 285 Nr. 9 HGB unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernabschluss.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 389 Mitarbeiter beschäftigt:

Verkauf 62
Ersatzteile 67
Kundendienst 187
Fahrer, Hausmeister, Reinigung 70
Verwaltung 3
389

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der MASTEWA GmbH + Co. KG, Kempten (Allgäu), die als Muttergesellschaft zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konzernkreis beim elektronischen Bundesanzeiger offenzulegen hat.

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 8.594,07 5.960,00 0,00 14.554,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 150.000,00 0,00 0,00 150.000,00
158.594,07 5.960,00 0,00 164.554,07
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.991.318,07 111.748,50 218.184,60 1.884.881,97
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.162.312,00 963.253,61 1.429.695,19 5.695.870,42
8.153.630,07 1.075.002,11 1.647.879,79 7.580.752,39
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.397.789,55 1.000.000,00 0,00 5.397.789,55
2. Beteiligungen 5.283,56 0,00 0,00 5.283,56
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.700,00 0,00 0,00 3.700,00
4.406.773,11 1.000.000,00 0,00 5.406.773,11
12.718.997,25 2.080.962,11 1.647.879,79 13.152.079,57
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 3.082,07 1.456,00 0,00 4.538,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 87.500,00 12.500,00 0,00 100.000,00
90.582,07 13.956,00 0,00 104.538,07
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.797.974,07 61.440,50 218.184,60 1.641.229,97
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.710.144,07 605.301,14 1.391.940,97 2.923.504,24
5.508.118,14 666.741,64 1.610.125,57 4.564.734,21
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 133.006,91 403.863,12 0,00 536.870,03
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00
133.006,91 403.863,12 0,00 536.870,03
5.731.707,12 1.084.560,76 1.610.125,57 5.206.142,31
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Software 10.016,00 5.512,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 50.000,00 62.500,00
60.016,00 68.012,00
II. SACHANLAGEN
1. Bauten auf fremden Grundstücken 243.652,00 193.344,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.772.366,18 2.452.167,93
3.016.018,18 2.645.511,93
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.860.919,52 4.264.782,64
2. Beteiligungen 5.283,56 5.283,56
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.700,00 3.700,00
4.869.903,08 4.273.766,20
7.945.937,26 6.987.290,13

 

Memmingen, den 31. Juli 2024

gez. Bernd Czolkos

Martin Osterberger-Seitz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Autohaus Seitz GmbH, Memmingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Seitz GmbH, Memmingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Seitz GmbH, Memmingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 2. August 2024

Prüfungs- und Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

G. Biller, Wirtschaftsprüferin

M. Eichholz, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde mit Gesellschafterversammlungsbeschluss vom 10.10.2024 festgestellt

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