Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 96511
Eingetragen
14.5.2018
Branche
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist das Betreiben von Notunterkünften und alle damit im Zusammenhang stehenden Beratungen und Erbringungen von Dienstleistungen. Gegenstand des Unternehmens ist ferner: -Corona-Testung, -der Aufbau, die Mitwirkung und die Beratung in Bezug auf Corona-Testzentren, -Labordiagnostik, -PCR-Laborbetrieb, -Ärztevermittlung, -PCR-Labordienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Rocky Khosrau Musleh
seit 14.5.2018
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Rocky Khosrau MuslehM DECK Holding GmbH
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
M DECK Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Musleh GmbH

Hanau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

ANLAGENVERZEICHNIS

1. Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023

4. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

5. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Musleh GmbH, Hanau

Aktiva

Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 291.998,00 144.409,00
II. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.131.674,87 4.656.928,67
2. Sonstige Ausleihungen 2.766.613,28 1.592.426,26
7.898.288,15 6.249.354,93
Summe Anlagevermögen 8.190.286,15 6.393.763,93
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
fertige Erzeugnisse und Waren 5.302,76 29.587,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 438.925,66 3.620.099,70
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 577.065,50
3. sonstige Vermögensgegenstände 896.488,96 71.325,75
1.335.414,62 4.268.490,95
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.964.730,91 6.945.499,38
Summe Umlaufvermögen 6.305.448,29 11.243.578,21
14.495.734,44 17.637.342,14

Passiva

Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 7.375.195,24 897.549,13
III. Jahresüberschuss 868.294,52 7.375.195,24
8.268.489,76 8.297.744,37
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 3.587.236,59 3.308.334,04
2. Sonstige Rückstellungen 98.410,74 162.781,85
3.685.647,33 3.471.115,89
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41,42 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 41,42 (Vj. EUR 0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.533.567,69 4.884.173,19
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 4.884.173,19 (Vj. EUR 4.884.173,19)
3. sonstige Verbindlichkeiten 7.988,24 984.308,69
- davon aus Steuern EUR 7.704,24 (Vj. EUR 961.679,58)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 21.570,77)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 7.988,24 (Vj. EUR 984.308,69) 2.541.597,35 5.868.481,88
14.495.734,44 17.637.342,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

der Musleh GmbH, Hanau

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 13.517.533,65 28.969.477,48
2. Sonstige betriebliche Erträge 336.772,73 15.089,92
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -177.026,37 -2.368.248,14
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -9.935.460,43 -10.667.064,79
-10.112.486,80 -13.035.312,93
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -689.480,70 -1.832.211,42
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -147.563,89 -405.452,53
-837.044,59 -2.237.663,95
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -53.485,22 -84.690,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -688.818,41 -3.031.599,23
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 126.723,67 48.700,65
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 49.746,20 (Vj. EUR 26.581,44)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.082,84 0,00
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen -1.039.500,00 0,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -386.977,35 -3.268.420,70
11. Ergebnis nach Steuern 868.800,52 7.375.581,24
12. Sonstige Steuern -506,00 -386,00
13. Jahresüberschuss 868.294,52 7.375.195,24

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Firma: Musleh GmbH
Sitz: Hanau
Registergericht: Amtsgericht Hanau
Registereintragung: HRB 96511

I. Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung

1. Gliederung

Der Jahresabschluss der Musleh GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung des Jahresabschlusses gem. § 288 HGB wurden in Anspruch genommen. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

2. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (§ 255 II, III HGB) bilanziert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen (Nutzungsdauern zwischen 2 und 13 Jahren) angesetzt. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen.

Steuerlich sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangszeitpunkt sofort vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt.

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen, werden sich daraus insgesamt ergebende Steuerbelastungen passiviert und Steuerentlastungen aktiviert (latente Steuern). Bei der Ermittlung latenter Steuerentlastungen werden ggf. bestehende steuerliche Verlustvorträge in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlustverrechnung berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert (Nettomethode). Ein sich ergebender Aktivüberhang wird nicht aktiviert.

II. Weitere Angaben zur Bilanz

1. Entwicklung der Posten des Anlagevermögens

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens wird in der Anlage zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zum 25. Januar 2023 fand ein Gesellschafterwechsel statt. Die bisherigen Forderungen gegen Gesellschafter bestehen unverändert zum Vorjahr in voller Höhe aus sonstigen Vermögensgegenständen (Abrufdarlehen) und werden zum Abschlussstichtag nunmehr als sonstige Vermögensgegenstände (Darlehensforderung gegen den Geschäftsführer) ausgewiesen.

Die Forderungen gegen den Geschäftsführer innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 269 TEUR (Vorjahr: 577 TEUR in Forderungen gegen Gesellschafter) haben eine Restlaufzeit von 15 Jahren. Alle anderen Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

3. Eigenkapital

Am 27. März 2023 erfolgte eine Ausschüttung in Höhe von 897.549,13 EUR aus dem festgestellten Jahresüberschuss 2021.

4. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen in Höhe von 96 TEUR (Vorjahr: 117 TEUR) enthalten.

5. Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

III. Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge bestehen im Wesentlichen aus einer nachträglich ermittelten Umsatzsteuerforderung für den Veranlagungszeitraum 2022 gegenüber dem Finanzamt Gelnhausen in Höhe von 332 TEUR.

2. Abschreibungen auf Finanzanlagen

Für eine Darlehensforderung inklusive Zinsen in Höhe von 1.040 TEUR musste aufgrund der Insolvenz des Schuldners und der damit einhergehenden Uneinbringlichkeit der Forderung eine Abschreibung wegen dauerhafter Wertminderung in voller Höhe vorgenommen werden.

IV. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Mitarbeiter

Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren durchschnittlich 22 (Vorjahr: 141) Mitarbeiter beschäftigt, davon 15 (Vorjahr: 135) gewerbliche Angestellte und 7 (Vorjahr: 6) Angestellte in der Administration.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen resultieren aus der Anmietung von Geschäftsräumen in Höhe von 250 TEUR (davon innerhalb eines Jahres fällig 89 TEUR). Davon bestehen 26 TEUR gegenüber verbundenen Unternehmen.

Vorteile des Abschlusses des Mietvertrages sind unter anderem die Liquiditätsschonung und die Bilanzneutralität. Risiken ergeben sich unter Umständen aus der Laufzeitbindung.

3. Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung

Einziger Geschäftsführer ist

Herr Khosrau Musleh, Düsseldorf, Unternehmer

Die Angabe zu Bezügen der Geschäftsführung unterbleibt in Anwendung der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Angaben über gewährte Kredite an die Geschäftsführer

Mit dem Geschäftsführer wurde im Jahr 2020 ein Darlehensvertrag geschlossen, der zum 31. Dezember 2023 unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wird. Die Konditionen und die Entwicklung des Darlehens werden im Folgenden dargestellt:

Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025. Die Verzinsung beträgt 1,5 %. Das Darlehen belief sich per 1.1.2021 auf 184 TEUR und erhöhte sich in 2021 um weitere 203 TEUR. Das Darlehen belief sich per 31.12.2021 auf eine Valuta in Höhe von TEUR 387. Im Geschäftsjahr 2022 hatte sich die Valuta um weitere 190 TEUR auf 577 TEUR erhöht. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich die Valuta um 308 TEUR auf 269 TEUR reduziert.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 868.294,52 € auf neue Rechnung vorzutragen.

V. Nachtragsbericht

Es lagen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung im Sinne des § 285 Nr. 33 HGB nach dem Bilanzstichtag vor.

 

Hanau, den 20. Juni 2025

Khosrau Musleh, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umgliederungen
Euro
31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.000,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
20.000,00 0,00 0,00 0,00 20.000,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 232.139,58 207.847,22 31.289,34 0,00 408.697,46
232.139,58 207.847,22 31.289,34 0,00 408.697,46
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.656.928,67 474.746,20 0,00 0,00 5.131.674,87
2. sonstige Ausleihungen 1.592.426,26 2.659.728,16 446.041,14 0,00 3.806.113,28
6.249.354,93 3.134.474,36 446.041,14 0,00 8.937.788,15
6.501.494,51 3.342.321,58 477.330,48 0,00 9.346.485,61
Abschreibungen
01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.000,00 0,00 0,00 20.000,00
20.000,00 0,00 0,00 20.000,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 87.730,58 53.485,22 24.516,34 116.699,46
87.730,58 53.485,22 24.516,34 116.699,46
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 1.039.500,00 * 0,00 1.039.500,00
0,00 1.039.500,00 0,00 1.039.500,00
107.730,58 1.092.985,22 24.516,34 1.176.199,46
Restbuchwerte
31.12.2023
Euro
31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00
0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 291.998,00 144.409,00
291.998,00 144.409,00
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.131.674,87 4.656.928,67
2. sonstige Ausleihungen 2.766.613,28 1.592.426,26
7.898.288,15 6.249.354,93
8.190.286,15 6.393.763,93

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Musleh GmbH, Hanau

A. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Musleh GmbH (im Folgenden: "Gesellschaft") wurde am 24.01.2018 gegründet und hat ihren Sitz in Hanau.

Die Musleh GmbH hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 drei Tätigkeitsbereiche:

1. Betrieb und Abwicklung der letzten Corona-Testzentren

Die Musleh GmbH hat zu Beginn des Geschäftsjahrs 2023 noch an insgesamt 12 Standorten so genannte Corona-Testzentren betrieben. Die Testzentren wurden dabei teilweise von eigenem Personal, teilweise unter Hinzuziehung externer Partner betrieben. In den Testzentren wurden sowohl so genannte "Polymerase Chain Reaction" (PCR) Tests als auch Covid 19-Schnelltests angeboten. Die medizinische Leitung der Testzentren wurde dabei von Dr. med. Jaschar Kermany übernommen. Mit dem Entfallen des Anspruchs auf Testungen nach § 4a TestV seit dem 1. März 2023 wurden die verbliebenen Teststationen der Gesellschaft im Laufe des Jahres 2023 endgültig eingestellt.

In Abhängigkeit der im Jahr 2023 gültigen gesetzlichen Vorschriften wurden sowohl die PCR Tests als auch die Covid 19-Schnelltests entweder direkt dem Patienten in Rechnung gestellt oder monatlich über die jeweils zuständige Kassenärztliche Vereinigung abgerechnet.

2. Handel mit Medizinprodukten

Die Musleh GmbH betrieb darüber hinaus, auch als Ergebnis von Synergieeffekten mit dem Betrieb der unter 1. dargestellten Corona-Testzentren, Handel mit frei handelbaren Medizinprodukten, insbesondere mit Corona-Schnelltests und Hygieneartikeln im Zusammenhang mit der Covid 19-Pandemie, z.B. Atemschutzmasken.

3. Betrieb von Notunterkünften für Geflüchtete unter der Marke "Planet Care"

Unter der Marke "Planet Care" betreibt die Musleh GmbH außerdem seit 2022 mehrere Flüchtlingsunterkünfte. Es handelt sich dabei ausschließlich um den operativen Betrieb von Notunterkünften, die in Zusammenarbeit mit Landkreisen und Städten betrieben werden. Die Landkreise und Städte stellen dabei die Unterkünfte, z.B. Sporthallen zur Verfügung. Die Musleh GmbH stattet die Notunterkünfte dann entsprechend der geltenden gesetzlichen Vorschriften aus und stellt den laufenden Betrieb sicher. Dazu zählen beispielsweise die Organisation der täglichen Verpflegung der Geflüchteten (Essen), die Organisation von Sicherheitsdiensten, die Versorgung der Geflüchteten mit den nötigsten Hygieneartikeln und Medikamenten sowie die Instandhaltung der Einrichtungen.

Steuerungssysteme

Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit insbesondere die Entwicklung der Umsatzerlöse, des Rohergebnisses sowie des Jahresüberschusses. Anhand dieser finanziellen Leistungsindikatoren wird die strategische bzw. operative Zielerreichung in regelmäßigen Abständen überprüft.

Forschung und Entwicklung

Der Fokus der Gesellschaft lag in den Geschäftsjahren 2021 bis 2023 in dem Betrieb von Corona-Teststationen und im Betrieb von Notunterkünften für Geflüchtete. Wesentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen daher nicht vor.

B. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Die globale Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus und der dadurch verursachten Erkrankung Covid 19 seit dem Frühjahr 2020 traf die Gesellschaft und Wirtschaft auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 stark. Die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie sind auch heute immer noch nicht in Gänze überschaubar.

Am 24. Februar 2022 kam es zum Angriff Russlands auf die Ukraine. Seitdem besteht durch den andauernden Ukrainekrieg eine beträchtliche Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung der zukünftigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Insbesondere betrifft dies Störungen entlang der Lieferketten und nachteilige Änderungen von Rohstoff- und anderen Marktpreisen. Der Angriff Russlands auf die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen haben starke Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft, Nahrungsversorgung und den Energiesektor. 1

Aufgrund der sich zwischenzeitlich stark abschwächenden Covid 19-Pandemie und der Tatsache, dass inzwischen sämtliche öffentlichen Beschränkungen und alle allgemeinen Covid 19-Verfügungen beendet wurden, ist auch der Betrieb von Corona-Testzentren wirtschaftlich zwischenzeitlich nicht mehr darstellbar. Inzwischen wurden alle Corona-Testzentren abgewickelt oder befinden sich in Abwicklung.

Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Corona-Schnelltests und Hygieneartikeln im Zusammenhang mit der Covid 19-Pandemie fast vollständig erloschen. Durch die Wiederbelebung der zu Beginn der Covid 19-Pandemie zusammengebrochenen Lieferketten insbesondere von und nach Asien ist darüber hinaus ein enormer Preisverfall bei diesen Artikeln zu beobachten, so dass der Handel mit den genannten Artikeln ebenfalls zwischenzeitlich praktisch eingestellt werden musste.

Der Betrieb von Notunterkünften für Geflüchtete ("Planet Care") hingegen verbleibt weiterhin ein starkes Geschäftsfeld. Maßgeblich sind der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, der Krieg Israels im Gaza-Streifen und die allgemeinen politisch instabilen Lagen im Nahen und Mittleren Osten, in Vorderasien und im Norden und der Mitte Afrikas. Aus allen genannten Regionen gelangen täglich neue Geflüchtete in den Schengen-Raum und die Europäischen Union und werden auf Basis der jeweils aktuell gültigen politischen und gesetzlichen Grundlagen der Europäischen Union auf die jeweiligen Mitgliedsstaaten verteilt. Die extrem gute Vernetzung der Musleh GmbH mit den Kommunen und politischen Institutionen, nicht nur im Rhein-Main-Gebiet, bildet dabei die Basis für dieses Geschäftsfeld.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt, WISTA 1, 2022, Februar 2022

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 sind die Umsatzerlöse aus Testzentren erwartungsgemäß aufgrund der zwischenzeitlichen Einstellung des Testbetriebs und des Rückbaus sämtlicher Corona-Testzentren signifikant um 87% gesunken. Zukünftig sind aus diesem Geschäftsbereich keine weiteren Umsätze zu erwarten. Die im Vorjahr erstmals generierten Umsätze aus dem Geschäftsfeld "Planet Care", also dem Betrieb der Flüchtlingsunterkünfte, haben sich im Geschäftsjahr allerdings ebenfalls um 31% reduziert, was auf eine geringere Zahl Geflüchteter im Allgemeinen und weiterhin auf einem tendenziellen politischen Kurswechsel innerhalb der Europäischen Union hin zu schärferen Kontrollen der Außengrenzen des Schengen-Raums und einer maßvolleren Asylpolitik vieler EU-Mitgliedsstaaten zurückzuführen ist. Insgesamt haben sich die Umsatzerlöse um 53 % reduziert.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 kaum noch Waren für den Betrieb der Testzentren bezogen, sondern vorhandene Bestände aufgebraucht. Fast unverändert blieben die eingekauften Fremdleistungen, was trotz Umsatzrückgang auf den viel höheren Anteil an notwendigen Fremdleistungen für den Betrieb der Flüchtlingsunterkünfte zurückzuführen ist. Insgesamt ist das Rohergebnis um 76,5% von 15.949 TEUR auf 3.742 TEUR gesunken.

Analog zum Umsatzrückgang in allen Bereichen und der Schließung aller Corona-Testzentren im Laufe des Geschäftsjahres sind die Personalaufwendungen von 2.238 TEUR auf 837 TEUR gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind ebenfalls in allen Bereichen von 3.032 TEUR auf nunmehr 689 TEUR gesunken.

Insgesamt hat die Gesellschaft trotz des signifikanten Umsatzrückgangs noch einen Jahresüberschuss in Höhe von 868 TEUR (Vorjahr 7.375 TEUR) erwirtschaftet. Aus Sicht der Geschäftsführung ist der Geschäftsverlauf zufriedenstellend und entspricht hinsichtlich Umsatzentwicklung und der Höhe des Jahresüberschusses den im Vorjahr prognostizierten Erwartungen.

C. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Durch die nachlassende Nachfrage nach Flüchtlingsunterkünften und der Einstellung des Corona-Testbetriebs sind die Umsätze im laufenden Geschäftsjahr 2023 signifikant von 29,0 Mio. auf nunmehr 13,5 Mio. EUR gesunken.

Der Umsatz von Corona-Testzentren sank dabei angesichts der Schließung aller Testbetriebe im Laufe des Geschäftsjahres um 87% von vormals 11,4 Mio. EUR auf nur noch 1,5 Mio. EUR was einem Rückgang von -9,9 Mio. EUR entspricht.

Der bereits erläuterte Nachfrageinbruch nach Corona-Schnelltests und Hygieneartikeln im Zusammenhang mit der Normalisierung des Alltagslebens wirkte sich nochmals erheblich auf die Umsätze im Handelsbereich aus. Wurden im Vorjahr hier noch 478 TEUR Umsatz erwirtschaftet, so wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr praktisch kein Umsatz mehr in diesem Geschäftsfeld erwirtschaftet (-478 TEUR).

Im ebenfalls von nachlassender Nachfrage gekennzeichneten Geschäftsbereich "Planet Care" erwirtschaftete die Gesellschaft 12,0 Mio. EUR im Vergleich zu 17,6 Mio. EUR Umsatz im Vorjahr (-31%).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist eine nachträglich ermittelte Umsatzsteuerforderung gegenüber dem Finanzamt Gelnhausen in Höhe von 332 TEUR enthalten, die jedoch dem steuerlichen Veranlagungszeitraum 2022 zuzuordnen ist.

Analog zur Umsatzentwicklung in den drei Geschäftsbereichen haben sich die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahr sanken diese Aufwendungen um -92,5% von 2,4 Mio. EUR auf nunmehr 177 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sanken ebenfalls. Wurden im vergangenen Geschäftsjahr 2022 noch 10,7 Mio. EUR an Fremdleistungen bezogen, so wurden im Geschäftsjahr 2023 insgesamt noch 9,9 Mio. EUR für fremde Dienstleister aufgewendet (-732 TEUR).

Im Geschäftsjahr 2023 betrugen die Personalaufwendungen insgesamt 837 TEUR, was ein Rückgang von 1,4 Mio. EUR bedeutet (-62,6% im Vergleich zum Vorjahr). Schwerpunkt des Personaleinsatzes waren im Jahr 2023 erneut die Flüchtlingsunterkünfte.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 689 TEUR (Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) handelt es sich im Wesentlichen um Raumkosten in Höhe von 207 TEUR (-275 TEUR im Vergleich zum Vorjahr), Werbe- und Reisekosten in Höhe von 119 TEUR (+66 TEUR), sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von 363 TEUR (-2,7 Mio. EUR). Der Rückgang der übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf den Rückgang der Gebühren für die Erfassung von Corona-Tests zurückzuführen, die im Geschäftsjahr 2023 praktisch weggefallen sind.

Wesentliche Auswirkung auf die Ertragslage in 2023 hatte auch eine Abschreibung auf Finanzanlagen in Höhe von 1.040 TEUR aufgrund dauerhafter Wertminderung.

Die beschriebenen Effekte führen zu einem Rückgang des Jahresüberschusses von 7.375 TEUR in 2022 auf 868 TEUR in 2023.

Finanzlage

Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin stabil. Die Gesellschaft weist am Stichtag liquide Mittel in Höhe von 5,0 Mio. EUR (Vorjahr: 6,9 Mio. EUR) aus.

Der operative Cashflow wird wesentlich geprägt durch die Veränderung der Positionen innerhalb des Working Capitals.

Die Gesellschaft investiert einen Teil ihrer Liquiden Mittel in Form von Darlehen. Diese sind in den Finanzanlagen als Ausleihungen an verbundene Unternehmen und sonstige Ausleihungen enthalten. Insbesondere durch weitere Darlehensauszahlungen im Geschäftsjahr 2023 sind die Finanzanlagen von 6.249 TEUR auf 7.898 TEUR weiter angestiegen.

Darüber hinaus ist der Eigenkapitalstatus der Gesellschaft weiterhin stark. Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag nahezu unverändert 8.268 TEUR (Vorjahr: 8.298 TEUR).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von 17,6 Mio. EUR im Vorjahr auf nunmehr 14,5 Mio. EUR gesunken.

Dies hängt auf der Aktivseite im Wesentlichen mit dem Rückgang von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegen Gesellschafter auf 439 TEUR (-3,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr) zusammen, dem allerdings ein Anstieg sonstiger Vermögensgegenstände auf 896 TEUR (+825 TEUR) gegenübersteht. Die liquiden Mittel sanken von 6,9 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR (1,9 Mio. EUR im Vorjahresvergleich). Das Sachanlagevermögen steigt leicht auf 292 TEUR (+148 TEUR) während das ohnehin unwesentliche Vorratsvermögen mit 5 TEUR (-24 TEUR) zu Buche schlägt. Die Entwicklung der Positionen auf der Aktivseite sind im Zusammenhang mit dem erheblichen Umsatzrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr zu sehen.

Auf der Passivseite ergibt sich der Rückgang der Bilanzsumme im Wesentlichen aus der Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 2,5 Mio. EUR (-2,4 Mio. EUR). Während sich im Eigenkapital durch die teilweise Thesaurierung der Vorjahresgewinne im Wesentlichen der Gewinnvortrag auf 7,4 Mio. EUR (+6,5 Mio. EUR) erhöhte, sank der Jahresüberschuss nahezu im selben Maße auf nunmehr 868 TEUR (-6,5 Mio. EUR). Das Eigenkapital beträgt deshalb fast unverändert 8,3 Mio. EUR. Die Steuerrückstellungen betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,6 Mio. EUR (+279 TEUR), während die sonstigen Rückstellungen nur noch 98 TEUR (-64 TEUR) betragen. Bei den sonstigen Rückstellungen handelt es sich ausschließlich um Rückstellungen für ausstehende Kostenrechnungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 8 TEUR (-976 TEUR) sind unwesentlich, haben sich aber erheblich reduziert im Vergleich zum Vorjahr.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage und des Geschäftsverlaufs

Die Geschäftsführung beurteilt die Lage der Gesellschaft und den Geschäftsverlauf weiterhin als positiv.

D. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung

Für das Geschäftsjahr 2024 prognostiziert die Gesellschaft aufgrund des Wegfalls der Umsätze im Bereich Covid 19 und dem starken Rückgang der Nachfrage nach Flüchtlingsunterkünften einen Umsatzrückgang um 90,6% (-12,2 Mio. EUR). Damit einher geht jedoch auch ein Rückgang sämtlicher unmittelbar mit dem Betrieb der Corona-Testzentren, dem Handel mit Schnelltests und Hygieneartikeln und dem Betrieb von Flüchtlingsunterkünften zusammenhängender Aufwendungen.

Angesichts verbleibender Fixkosten und des starken Umsatzrückgangs rechnet die Gesellschaft für das Jahr 2024 mit einem kleinen Jahresfehlbetrag.

Mittel- und langfristig hängt der Bestand der Gesellschaft von der Entwicklung neuer Geschäftskonzepte ab.

E. Chancen- und Risikobericht

Aus derzeitiger Sicht lassen sich folgende wesentlichen internen und externen Chancen- und Risiken, denen die Berichtsgesellschaft ausgesetzt ist, erkennen:

Aus heutiger Sicht ist die Covid 19-Pandemie de facto beendet. Insofern wird die Gesellschaft kurz- und mittelfristig keine Umsätze mehr aus dem Betrieb von Corona-Testzentren und aus dem Handel mit Corona-Schnelltests und Hygieneartikeln erzielen. Der Betrieb von Corona-Testzentren ist eingestellt.

Die Nachfrage nach Notunterkünften für Geflüchtete, die durch externe Dienstleister wie der Musleh GmbH betrieben werden, ist trotz der angespannten globalen politischen Lage kurz- und mittelfristig in Deutschland ebenfalls nicht mehr gesichert. Neben der humanitären Selbstverpflichtung der EU und hier insbesondere Deutschlands zur Aufnahme Geflüchteter und von Asylbewerbern aus der ganzen Welt ist Deutschland aufgrund seiner immer älter werdenden Bevölkerung zwar weiterhin darauf angewiesen, Arbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben, jedoch wurde in der Zwischenzeit vielerorts mit der Herstellung sehr einfacher, kommunal betriebener Flüchtlingsunterkünfte der Bedarf gedeckt.

Aktuell entwickelt die Gesellschaft ein Konzept zur Unterhaltung einer Unterkunft mit einer eigens angemieteten Immobilie, das heißt nicht nur den eigentlichen Betrieb von Einrichtungen in kommunal gestellten Immobilien, sondern die allumfassende Unterbringung, Beherbergung und Versorgung Geflüchteter und Asylbewerber. Hier sieht die Geschäftsführung ein erhebliches Potential für die Zukunft. Risiken können durch den Wettbewerb entstehen. Dieses Risiko wird allerdings als gering eingestuft.

Gesamtbewertung

Insgesamt wird das Geschäftsjahr 2023 wie bereits das Vorjahr 2022 von der Geschäftsführung als sehr gut bewertet. Der Gesellschaft ist bewusst, dass es sich bei beiden Jahren und in der Höhe der Jahresüberschüsse um einmalige wirtschaftliche Erfolge handeln könnte. Dennoch ist die Gesellschaft bestrebt mit dem Wissen und dem Netzwerk, das sich in den letzten Jahren manifestiert hat, dauerhaften wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen.

Nichtsdestotrotz ist sich die Gesellschaft der Risiken des begrenzten Tätigkeitgebiets bewusst und arbeitet deshalb kontinuierlich an neuen Konzepten. Die Geschäftsführung sieht keine Bestandsgefährdung der Gesellschaft.

 

Hanau, 20. Juni 2025

Khosrau Musleh, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Musleh GmbH, Hanau:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Musleh GmbH, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Musleh GmbH, Hanau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Rodgau, 20. Juni 2025

DW Drasler Wullenkord Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Sven Drasler, Wirtschaftsprüfer

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