Hartree (Germany) GmbH

Neuer Wall 59, 20354 Hamburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 156571
Eingetragen
10.4.2019
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugGroßhandel mit Anstrichmitteln
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der Kauf und Verkauf von Rohstoffen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Oliver Breuss
seit 26.1.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Hartree Partners (UK) LimitedGBR
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hartree Partners (UK) Limited
United Kingdom
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hartree (Germany) GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen und Geschäftsmodel der Gesellschaft

Die Hartree (Germany) GmbH (die Gesellschaft oder Hartree Germany) mit Sitz in Hamburg ist eine Tochtergesellschaft der 'Hartree Partners (UK) Limited, London, UK', welche eine Tochtergesellschaft 'Hartree Partners LP, New York, USA' ist. Die "Gründungspartner" sind zusammen mit der Oaktree Limited die Hauptgesellschafter der Hartree-Group.

Hartree ist ein führendes Rohstoff-Investmentunternehmen. Das Investmentteam von Hartree ist einer der ältesten, größten und angesehensten Teilnehmer im Rohstoffbereich. Die Hartree-Group hat im Laufe von 20 Jahren sein marktführendes Unternehmen im Handel mit Derivaten und physischen Rohstoffen aufgebaut. Heute ist Hartree eine globale Plattform für ein breites Team spezialisierter Anlageexperten.

Hartree Germany wurde im Juni 2019 gegründet und nahm 2020 den operativen Geschäftsbetrieb auf. Seit 2020 handelt Hartree Germany mit Destillaten, unter anderem Diesel und Heizöl. Seit Oktober 2021 wurde das Produktportfolio um den Handel mit Biokraftstoffen, wie Biodiesel (FAME/Fettsäuremethylester) bzw. Rapsölmethylester (RME), hydriertes Pflanzenol (HVO) und rest- und abfallstoffbasiertem Biodiesel erweitert. Hartree Germany führt seine Aktivitäten innerhalb des Hartree-Geschäfts durch und agiert in integrierter Weise mit dem Rest des Hartree-Handelsgeschäfts.

Durch die Erleichterung einer engen Interaktion zwischen den einzelnen Einheiten stellt die Hartree-Group effiziente Geschäftsprozesse sicher und realisiert Synergien, die dazu beitragen, die Position der Hartree-Group als führender Eigenhändler für Energie-Produkte zu behaupten. Als einer der Unternehmer der Hartree-Group ist die Hartree Germany für die eigenen Handels- und Marketingaktivitäten verantwortlich und nimmt hochwertschöpfende Handelsfunktionen wahr.

Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft konzentrieren sich in ähnlicher Weise auf die Erleichterung des Handels in seinen Spezialmärkten und die Bereitstellung zusätzlicher Dienstleistungen für Kunden. Dazu gehören Vertriebs- und lokale Marketingaufgaben.

2. Darstellung der Gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war nach den Jahren der Pandemie von geopolitischen Konflikten, Produktionskürzungen und globalen Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation geprägt. In Deutschland zeichnete sich die Situation weiterhin durch hohe Energie- und Rohstoffpreise und einer hohen Inflation ab, welche im Durchschnitt in 2023 bei 5,9% lag (im Vorjahr 6,9%) und erst zum Jahresende hin abmilderte. Begünstigt wurde die Lage nach wie vor durch den andauernden russischen Angriff auf die Ukraine sowie eines neuen Krisenherds im Nahen Osten ab Herbst 2023, der aber nur kurzzeitige Auswirkungen auf den Ölpreis hatte (Quelle: DESTATIS).

Der Gesamtabsatz von Mineralölprodukten sank in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,1% von 100,2 auf 95,1 Millionen Tonnen in Deutschland. Zu den Hauptprodukten der gesunkenen Absätze zählten insbesondere Heizöl, Rohbenzin und Diesel. Lediglich Kerosin (+ 4,3%) und Ottokraftstoff (+2,5%) konnten in 2023 weiterhin einen erhöhten Absatz im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen (Quelle: BAFA).

Die Nachfrage fossiler Kraftstoffe entwickelten sich im Jahr 2023 wie folgt: Diesel -3,6%, Heizöl (leicht) -5,3%, Rohbenzin -16,9%, Ottokraftstoff +2,5% und Kerosin +4,3% (Quelle: BAFA).

Die Kraftstoffpreise für Diesel und Benzin entspannten sich in 2023 im Vergleich zu den Rekordpreisen vom Vorjahr deutlich. Dennoch markierten die Preise in Deutschland insgesamt das zweitteuerste Jahr aller Zeiten. So betrugen die Preise an der Tankstelle im Durchschnitt für Diesel EUR 1,722 pro Liter (im Vorjahr EUR 1,946) und für Super E10 EUR 1,791 (im Vorjahr EUR 1,860) (Quelle: ADAC).

Seit Einführung der nationalen Co 2 -Bepreisung zur Energiewende in 2021 betrug der Preis anfänglich EUR 25/t.

Zur Entlastung der Energiekosten für Unternehmen sowie Verbraucher wurde eine Erhöhung des Preises für Co 2 in 2023 um ein Jahr verschoben und betrug somit wie im Vorjahr 2022 EUR 30/t. Erst gemäß des Beschlusses zur Haushaltsverordnung im Dezember 2023 stieg der Preis für Co 2 ab dem 01.01.2024 EUR 45/t. Dies basiert auf der Berechnung von fossilen Kraftstoffen laut Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Unternehmen, die mit Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesen handeln, müssen seit dem 01.01.2021 einen Co 2 Preis bezahlen. Sie werden verpflichtet, für den Treibhausgas-Ausstoß, den ihre Produkte verursachen, Emissionsrechte in Form von Zertifikaten zu erwerben (Quelle: Die Bundesregierung).

3. Unternehmenssituation und Geschäftsentwicklung

Die im Vorjahr geplanten Ziele konnten im Geschäftsjahr 2023 bezüglich der Absätze übertroffen werden. Laut Prognose für den Absatz im biogenen Bereich von +300%, insbesondere für FAME/Fettsäuremethylester, konnte hier eine Steigerung von 362,5% erzielt werden. Im Bereich der fossilen Brennstoffe erhöhte sich laut Abschätzung von +125% der Gesamtabsatz um 135,3%. Das Geschäftsergebnis, welches mit einer negativen Tendenz um -10,6% bewertet wurde, endete bei -11,8% im Vergleich zum Vorjahr.

Für das Wirtschaftsjahr 2023 konnte der positive Trend im Vergleich zum Vorjahr bedeutend erhalten werden. Bezüglich des Absatzes für Heizöl konnte eine Erhöhung von 160,7% und bei Diesel von 86,95% verzeichnet werden. Insgesamt konnten 63,6 Millionen Liter Heizöl und 23,9 Millionen Liter Diesel abgesetzt werden. Bezogen auf den Gesamtumsatz der Gesellschaft beläuft sich die Rohertragsquote auf 4,67% (im Vorjahr: 3,24%).

Für den seit 2021 etablierten Produktbereich der Biokraftstoffe konnten für Biodiesel (FAME) 21.632 MT in 2023 abgesetzt werden (im Vorjahr 4.677 MT). Auf Basis erstmaliger Rahmenverträge für Biodiesel (FAME) konnte somit eine erhebliche Steigerung von 362,5% erzielt werden (im Vorjahr: 282,3%).

Ausschlaggebend für Einkauf und Vertrieb sind wie in jedem Jahr die Versorgungsvereinbarungen mit Kunden und Lieferanten. Für das Geschäftsjahr 2023 konnten somit erneut Rahmenverträge erfolgreich abgeschlossen werden.

Absatz fossile Brennstoffe im Verlauf des Geschäftsjahres von Hartree Germany:

Absatz Biokraftstoff 'FAME' im Verlauf des Geschäftsjahres von Hartree Germany:

Eine marktübliche Vergütung der lokalen Hartree-Unternehmen für ihre jeweiligen Beiträge zum Produkthandel wird auf der Grundlage einer Gewinnaufteilung gewährleistet, um den Profit zwischen den relevanten Hartree-Unternehmen aufzuteilen. Die Gewinnaufteilung bestimmt die marktübliche Aufteilung des im globalen Handelsbuch der Gruppe generierten Betriebsgewinns (oder -verlusts), der jedem Hartree-Unternehmen unter Bezugnahme auf den relativen Wert des Beitrags jedes Unternehmens zum kombinierten Betriebsgewinn oder -verlust zuzurechnen ist. Das Geschäftsergebnis von Hartree Germany basiert somit auf dem "Profit Share" (Gewinnbeteiligung) auf Ebene der Hartree Partners LP, New York, USA in Verbindung mit dem Advanced-Pricing-Agreement (APA) der Hartree-Gruppe.

4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

4.1. Vermögenslage

Aufgrund der stetigen Ausweitung des Geschäftsbetriebes hat sich die Bilanzsumme des Unternehmens zum Jahresende gegenüber dem Vorjahr um 20,1% auf TEUR 43.387 erhöht (Vorjahr TEUR 36.133).

Das Umlaufvermögen ist um 20,0% auf TEUR 43.347 gestiegen (Vorjahr TEUR 36.125). Ein beträchtlicher Anteil an dem Umlaufvermögen umfasst der Warenbestand mit TEUR 17.857 sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 19.640.

Daneben wird auf der Aktivseite im Wesentlichen eine Forderungen gegen die 'Hartree Partners LP, New York, USA' aus dem "Profit Share" (APA) für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesen.

Bei der Beschaffung von Kraftstoffen werden die spezifischen Produkte im Wesentlichen bei der Muttergesellschaft 'Hartree Partners (UK) Limited' eingekauft. Somit sind in den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zum Jahresende TEUR 15.876 ausgewiesen.

4.2. Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war durch die Zugehörigkeit zur Hartree Partners (UK) Limited, London, UK, als Tochterunternehmen der Hartree Partners LP, New York, USA, zu jedem Zeitpunkt gesichert. Neben der Gewinnbeteiligung an der Hartree-Gruppe ist die Gesellschaft in ein Cash-Pooling mit der Hartree Partners LP, New York, USA eingebunden.

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich im Berichtsjahr auf 23,7% (Vorjahr: 16,5%).

In dem abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine nennenswerten Investitionen durchgeführt. Zum 31.12.2023 bestehen keine Investitionsverpflichtungen.

4.3. Ertragslage

2023 2022 Veränderung 2023-2022 Veränderung 2023-2022
(TEUR) (TEUR) (TEUR) (%)
Umsatz 459.732 212.979 +246.753 + 115,9
Rohertrag( 1 ) 12.289 13.586 - 1.298 - 9,6
Betriebsergebnis (EBIT 2 ) 6.198 7.023 - 825 - 11.8
Finanzergebnis -2 93 - 95 - 102.5
Steuern -1.880 -3.028 + 1.148 -37.9
Jahresüberschuss ( 3 ) 4.315 4.088 + 227 + 5.6

1 Rohertrag: Umsatzerlöse zzgl. sonstige betriebliche Erträge abzgl. Materialaufwand
2 EBIT: Ergebnis vor Zinsen, Steuern und vom Ertrag und sonstigen Steuern sowie Ergebnisabführung
3 Jahresüberschuss: Das Geschäftsergebnis basiert auf dem "Profit Share" (Gewinnbeteiligung) der Hartree Gruppe in Verbindung mit dem Advanced-Pricing-Agreement (APA) der 'Hartree Partners LP, New York, USA' (siehe Punkt 3).

Die Umsatzerlöse (abzüglich darin enthaltener Energiesteuer) von TEUR 459.732 (Vorjahr: TEUR 212.979) haben sich aufgrund der gestiegenen Absatzmenge in Verbindung mit deutlich gestiegenen Produktpreisen erheblich erhöht. Hohe Transportkosten sowie beträchtliche Preisschwankungen prägten das Geschäftsjahr der Gesellschaft jedoch deutlich.

Da die Gesellschaft als Händler innerhalb des Konzernverbundes agiert und die Marktpreise nur sekundär beeinflussen kann, dient die Absatzmenge für die Produktbereiche fossile Brennstoffe mit Heizöl/Diesel und im biogenen Bereich mit Biodiesel (siehe Kapitel 3) der Gesellschaft als finanzieller Leistungsindikator. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR -3.158 auf TEUR 14.205 gesunken und beinhalten mit TEUR 9.566 Erträge aus dem APA mit der Hartree Partners LP. Der Rohertrag verringerte sich im Vorjahresvergleich von TEUR 13.586 auf TEUR 12.289.

Die betrieblichen Aufwendungen für Personal, Abschreibungen sowie sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um TEUR 473. Dabei stieg der Personalaufwand im Hinblick auf die weitere Expansion des Unternehmens um TEUR 626. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 540, welche im Wesentlichen TEUR 1.556 Aufwendungen aus Währungsumrechnungen und TEUR 173 aus periodenfremden Aufwendungen umfassen.

Der Schwerpunkt der von der Gesellschaft gehandelten Produkte an gewerbliche Verbraucher lag neben Diesel und Heizöl im erweiterten Handel und Verkauf von Biodiesel (FAME). Im Vergleich zum Vorjahr ist der EBIT von Hartree Germany um 11,8% gesunken.

Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss beträgt TEUR 4.315 (Vorjahr TEUR 4.088).

5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Personal

In dem Berichtsjahr beschäftigte Hartree Germany 9 Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt inklusive Geschäftsführer), darunter 4 Händler. Die Händler von Hartree Germany treiben die gewinngenerierenden Aktivitäten des Unternehmens voran. Den Händlern steht es im Allgemeinen frei, ihr eigenes Urteilsvermögen und ihren Ermessensspielraum zu nutzen, um die in ihren individuellen Büchern ausgewiesenen Handelsgewinne zu maximieren. Aufgrund der stetigen Steigerung der Geschäftsaktivitäten in 2023 wurde der Umfang des Personals in verschiedenen Bereichen ausgebaut. So wurden in 2023 für den Bereich Logistik 1 Operator und für das Controlling/Accounting 2 Mitarbeiter eingestellt.

Insgesamt hatte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2 Personalabgänge und 4 Neuzugänge. Die Fluktuationsrate lag somit bei 16,7% (Schlüter-Formel).

Die Gesellschaft beschäftigt hochqualifizierte Mitarbeiter und setzt grundlegend auf Weiterqualifikation und Karrierechancen innerhalb des Unternehmens bzw. der Hartree-Gruppe. Fortbildungen und jährliche Teambildungsmaßnahmen sind lokal oder zusammen mit anderen Hartree-Units sichergestellt. Sensibilisierungsworkshops zu den Themen Vielfalt, Gleichstellung und Antidiskriminierung ermöglichen die Anwendung dieser Kenntnisse im beruflichen Alltag zur Erweiterung der Sozialkompetenz.

6. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

6.1. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Biokraftstoffe

Für die Umsatzentwicklung im Biokraftstoffsegment war es maßgeblich, dass wir im Geschäftsjahr 2023 weiter wachsen und die Absätze deutlich steigern konnten. Hier hat auch die Verfügbarkeit und Liquidität am Biokraftstoffmarkt dazu beigetragen, dass Warenströme in den Inlandsmarkt abgebildet werden konnten. Produktverfügbarkeiten für Biokraftstoffe wie UCOME, FAME oder auch RME haben sich in 2023 komplett von den Auswirkungen der Pandemiebeschränkungen erholt und schwächte den Preisanstieg des Vorjahres ebenfalls deutlich ab. In 2023 haben die Marktteilnehmer in Deutschland ihren Kurs bezüglich der Beimischung der Biokraftstoffe in den Pool fossiler Brennstoffe weiter fortgeführt. Gemäß der BAFA-Statistik 2023 der deutschen Regierung für Biodiesel lag der Gesamtverbrauch bei 2.613,5 k MT (Vorjahr: 2.536,3 k MT).

Wie bereits im Vorjahr konnten Erfolge in der CO 2 -Einsparung erzielt werden. Jedoch wurden diese ebenfalls durch die Verfügbarkeit im Bereich der "Advanced"-Biokraftstoffe begünstigt. Dem wurde durch die Verwendung von HVO zur Übermischungen im fossilen Dieselpool ebenfalls wieder Rechnung getragen. HVO ermöglicht den im deutschen Markt verpflichteten Parteien die herkömmliche Beimischungsgrenze von 7% Vol. auszuhebeln und durch höhere Biokraftstoffbeimischung dann höhere CO 2 -Einsparungen ("Credits") zu erzielen (Biodiesel/FAME & HVO).

Fossile Brennstoffe

Der Mineralölverbrauch in Deutschland ist in 2023 mit knapp 88,4 Millionen Tonnen (6,6 Millionen Tonnen Doppelzählung aus Recycling abgezogen) unter dem Vorjahreswert gerutscht (-5,2%). Der Konjunkturmotor in Deutschland stottert und die Bedarfe aus der chemischen Industrie, von Baugewerbe und Logistik sind im vergangenen Jahr zurückgegangen. Der Rohbenzinabsatz verringerte sich 2023 um 16,9% auf 10,6 Millionen Tonnen, beim Diesel ging es um 3,6% auf 33,4 Millionen Tonnen runter. Auch die Absätze beim leichten Heizöl reichten mit 11,5 Millionen Tonnen (-5,3%) nicht an das Vorjahr heran. Innerhalb der Gruppe der Mineralölhauptprodukte sticht nur Ottokraftstoff mit positiver Absatzentwicklung heraus: 17,3 Millionen Tonnen wurden im vergangenen Jahr in Deutschland abgesetzt, 2,5%mehr als in 2022. Alle anderen Mineralölhauptprodukte gingen mit einem Absatzminus aus dem Jahr (Quelle: BAFA).

Risiken werden im nächsten Jahr weiterhin im Bereich der Logistik liegen.

Nachfragespitzen zu Beginn des zweiten und besonders im vierten Quartal zeigten relativ schnell die ausgereizte Logistik, besonders im Eisenbahnverkehr, auf. Dieser Bereich wird sich auch in den nächsten Jahren noch mit dem Sanierungsstau in der Infrastruktur auseinandersetzen müssen.

6.2. Ausblick

Die im Geschäftsjahr 2022 dargestellten Chancen und Risiken gelten weitestgehend als unverändert. Allerdings sollten man in Betracht ziehen, dass der fossile Deutsche Kraftstoffmarkt auch stark durch lokale Raffineure versorgt wird und wir im Zusammenhang mit dem fortschrittlichem Biodiesel zunehmend Mengen aus Asien über ARA (Amsterdam-Rotterdam-Antwerpen) importieren. Als wholesale-gewichtete Firma, die überwiegend in Deutschland agiert, sind diese Biokraftstoffimporte als neutral einzustufen, da wir durch wettbewerbsfähige Importe aus Drittländern mehr Flexibilität erreichen, um den fossilen Kraftstoff mit Biokraftstoffen aufzublenden. Wir gehen davon aus, dass wir ein Wachstumspotential beim Handel und Einsatz von Biokraftstoffen in der Größenordnung von 5 - 10% für das kommende Geschäftsjahr zugrunde legen können.

Durch die Optimierung der Abläufe am Standort Gent dürften sich im Jahr 2024 die Kesselwagenverladekapazitäten weiter erhöhen. Beim Ausbau der Lieferstandorte im Inland des Unternehmens kommen ab Januar 2024 mit Krailing, Duisburg und Neuss drei weitere Tanklager hinzu. Ferner wird die Vertriebsseite durch zwei weitere Mitarbeiter (Händler) verstärkt werden. Durch diese expansiven Schritte erhoffen wir uns auch unser Geschäft mit Fossilen Kraftstoffen wie Diesel als auch Heizöl um 10 - 20% ausbauen zu können, da wir durch unsere Infrastruktur mit Bezug zum Tanklager Gent/Belgien ein Alleinstellungsmerkmal in der Versorgung ausweisen. An diesem Terminal schlagen nur wir für die Versorgung um.

Für 2024 zeichnet sich, bedingt durch die milde Witterung, die fortbestehenden globalpolitischen Spannungen sowie die international und national schwache Konjunktur, per heute ein eher schwieriges Umfeld für den gesamten Energiesektor ab. Gleichwohl gehen wir davon aus auch in 2024 mit dem Ausbau des Geschäfts fortzuschreiten und einen positiven Beitrag zum Gruppenergebnis zu leisten. So sollte das Geschäftsergebnis vor Steuern unter Berücksichtigung der Gewinnbeteiligung (APA) im Vergleich zu den Vorjahren auf einem stabilen und ähnlichen Niveau gehalten werden.

 

Hamburg, den 10. Juli 2024

Hartree (Germany) GmbH, Hamburg

Die Geschäftsführung

gez. Rolf Röper

gez. Marc Breuss

BILANZ

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 365,00 622,00
I. Sachanlagen 365,00 622,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 365,00 622,00
B. Umlaufvermögen 43.347.105,17 36.125.350,53
I. Vorräte 17.857.018,76 16.582.502,77
1. fertige Erzeugnisse und Waren 17.857.018,76 16.582.502,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 25.486.183,46 16.157.845,98
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.639.678,76 2.774.942,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.636.182,92 11.242.530,38
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.210.321,78 2.140.372,69
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.902,95 3.385.001,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 39.739,34 7.334,70
Aktiva 43.387.209,51 36.133.307,23

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 10.282.971,75 5.967.655,69
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.942.655,69 1.854.686,40
III. Jahresüberschuss 4.315.316,06 4.087.969,29
B. Rückstellungen 6.441.914,58 4.118.841,23
1. Steuerrückstellungen 3.816.921,04 2.881.340,00
2. sonstige Rückstellungen 2.624.993,54 1.237.501,23
C. Verbindlichkeiten 26.662.323,18 26.046.810,31
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 3.140.400,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.670.418,14 4.630.325,16
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 15.876.046,87 14.183.051,34
4. sonstige Verbindlichkeiten 1.115.858,17 4.093.033,81
davon aus Steuern 1.048.340,95 3.862.800,65
Passiva 43.387.209,51 36.133.307,23

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 459.731.593,35 212.978.739,19
2. sonstige betriebliche Erträge 14.204.880,68 17.362.879,23
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 4.506.661,05 268.881,72
3. Materialaufwand 461.647.961,92 216.755.539,13
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 461.138.486,50 216.574.836,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 509.475,42 180.702,75
4. Personalaufwand 2.806.892,47 2.180.866,62
a) Löhne und Gehälter 2.625.596,45 2.056.104,15
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 181.296,02 124.762,47
davon für Altersversorgung 5.444,00 6.094,00
5. Abschreibungen 19.810,51 1.658.177,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 19.810,51 6.228,05
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.651.949,37
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.263.761,00 2.723.941,30
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 1.460.762,45 601.837,50
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.703,69 100.949,37
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.015,00 7.939,50
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.880.420,76 3.028.134,53
10. Ergebnis nach Steuern 4.315.316,06 4.087.969,29
11. Jahresüberschuss 4.315.316,06 4.087.969,29

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die Hartree (Germany) GmbH hat ihren Sitz in Hamburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter der HRB 156571.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde wie im Vorjahr nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB sowie des GmbHG aufgestellt.

Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§ 266 bzw. 275 HGB wurden angewandt; bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) beibehalten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Im Vorjahr erfolgte der Ausweis einzelner Bezugsnebenkosten in den Aufwendungen für bezogene Leistungen gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 5 lit b HGB. Im Berichtsjahr wurde deren Ausweis in Höhe von EUR 9.902.364,31 (Vorjahr: TEUR 3.670) unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 5 lit a HGB vorgenommen.

Darüber hinaus wurden die außergewöhnlichen Abschreibungen auf die Vorräte zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 2.341.968,31 abweichend vom Vorjahr (TEUR 2.262) in den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 5 lit a HGB anstelle der Abschreibungen gem § 275 Abs. 2 Nr. 7 lit. a HGB ausgewiesen.

Die Vorjahresausweise wurden jeweils entsprechend angepasst.

2. Angaben zur Bilanz

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen der Vorjahre und die Abschreibungen des Berichtsjahres (sowie um außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderung) bewertet.

Bei beweglichen Anlagegütern erfolgen die Abschreibungen grundsätzlich linear.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Bei den Vorräten sind die Waren zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. sonstiger Wertminderungen angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen aufgrund erkennbarer Einzelrisiken bilanziert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung bekannt gewordenen Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. Sie sind in Höhe des Betrages angesetzt worden, der dem vorsichtig geschätzten Erfüllungsbetrag entspricht.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

2.2 Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Anlagenspiegel

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 8 dargestellt.

Vorräte

Für die nach der Durchschnittsmethode bewerteten Rohstoffe ergab sich im Vergleich zu Börsen- oder Marktwerten ein Unterschiedsbetrag i. H. von TEUR 2.342. Für diesen wurden gemäß des Niederstwertprinzips außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Forderungsspiegel

davon mit einer Restlaufzeit von
Insgesamt bis zu einem Jahr mehr als einem Jahr
EUR EUR EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.639.678,76 19.639.678,76 0,00
gegenüber verbundenen Unternehmen 3.636.182,92 3.636.182,92 0,00
sonstige Vermögensgegenstände 2.210.321,78 2.124.425,98 85.895,80
25.486.183,46 25.400.287,66 85.895,80

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Ansprüche aus dem APA-Agreement (vgl. Verträge mit verbundenen Unternehmen) in Höhe von EUR 9.565.595 (i. V. TEUR 17.071).

Sonstige Vermögensgegenstände

Hierin sind EUR 1.931.383,84 (i. V. TEUR 1.992) Steuererstattungsansprüche enthalten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten: Personalkosten, nEHS-Zertifikate, Lieferverpflichtungen sowie Abschluss- und Prüfungskosten.

Verbindlichkeitenspiegel

davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr größer 1 Jahr hiervon sind größer 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
erhaltene Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
(i. V.) 3.140.400,00 3.140.400,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.670.418,14 9.670.418,14 0,00 0,00
(i. V.) 4.630.325,16 4.630.325,16 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 15.876.046,87 15.876.046,87 0,00 0,00
(i.V.) 14.183.051,34 14.183.051,34 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 1.115.858,17 1.115.858,17 0,00 0,00
(i. V.) 4.093.033,81 4.093.033,81 0,00 0,00
Summe 26.662.323,18 26.662.323,18 0,00 0,00
(i. V.) 26.046.810,31 26.046.810,31 0,00 0,00

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Diese betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 17.274.931,06 (i. V. TEUR 14.183).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von EUR 1.048.340,95 (i. V. TEUR 3.863) und aus sozialen Sicherheiten in Höhe von EUR 0,00 (i. V. TEUR 0).

Latente Steuern (§ 274 HGB)

Der sich nach den steuerlichen Wertansätzen ergebende Steueraufwand entspricht nicht dem Ergebnis der Handelsbilanz.

Aufgrund der Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Bereichen der Vorräte, sonstigen Vermögensgegenständen sowie Verbindlichkeiten ergeben sich aktive latente Steuern, die in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB nicht aktiviert wurden.

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB)

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Laufzeit < 1 Jahr 2.109
Laufzeit 1-5 Jahre 289
Laufzeit > 5 Jahre 0

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen auf folgende Bereiche:

TEUR
Mineralöl/FAME 474.862
Provisionen 18
abzüglich Energiesteuern -15.148

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung:

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich insbesondere um den APA Anteil von TEUR 9.566 (vgl. Verträge mit verbundenen Unternehmen), der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für Abschlussprüfungsleistungen für das Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 30.000,00.

4. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage eingetreten.

5. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr waren Mitglieder der Geschäftsführung:

Herr Rolf Röper, Sales Manager Continental Europe

Herr Heiko Voelker, Managing Director, (bis zum 16. Februar 2024)

Herr Marc Breuss, Head of Biofuels (Europe), (seit dem 6. November 2023)

Die Geschäftsführung erhielt keine Kredite. Bezüglich der Angabe der Geschäftsführungsvergütung wird von der Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.315 auf neue Rechnung vorzutragen.

Verträge mit verbundenen Unternehmen

Es besteht ein Advanced Pricing Agreement ("APA") innerhalb des Hartree-Konzerns. Dieses wird analog auch auf die deutsche Gesellschaft angewendet. Das APA dient dazu, der Hartree (Germany) GmbH als Tochtergesellschaft eine angemessene Teilhabe am Konzerngewinn zuzuweisen. Der Konzern wendet dabei die Gewinnaufteilungsmethode (Profit Split) an.

Darüber hinaus bestehen Lieferbeziehungen innerhalb des Hartree-Konzerns. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Waren im Wert von TEUR 415.291 innerhalb des Konzerns bezogen.

Mitarbeiterzahl

Die Zahl der im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich beschäftigten Angestellten betrug 8.

Konzernzugehörigkeit

Die Hartree (Germany) GmbH wurde in den Konzernabschluss der Hartree Partners Limited (UK) und der Hartree Partners LP (USA, NY) einbezogen.

Die Hartree Partners (UK) Limited, 2nd Floor, Cardinal Place, 100 Victoria Street, London, SW1E 5JL stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Konzernkreis auf.

Die Hartree Partners LP, 1185 Avenue of the Americas, New York, New York 10036 stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf.

Der offen gelegte Konzernabschluss der Hartree Partners (UK) Limited ist im englischen Handelsregister unter GOV.UK (Registernummer 03446989) erhältlich.

 

Hamburg, den 10. Juli 2024

gez. Rolf Röper

gez. Marc Breuss

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Hartree (Germany) GmbH

Hamburg

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
in EUR 1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.623,90 19.553,51 0,00 26.177,41
Summe Sachanlagen 6.623,90 19.553,51 0,00 26.177,41
Summe Anlagevermögen 6.623,90 19.553,51 0,00 26.177,41
Abschreibung
in EUR 1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.001,90 19.810,51 0,00 25.812,41
Summe Sachanlagen 6.001,90 19.810,51 0,00 25.812,41
Summe Anlagevermögen 6.001,90 19.810,51 0,00 25.812,41
Buchwert Buchwert
in EUR 31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 365,00 622,00
Summe Sachanlagen 365,00 622,00
Summe Anlagevermögen 365,00 622,00

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hartree (Germany) GmbH, Hamburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hartree (Germany) GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Hamburg, den 11. Juli 2024

Heinrich & Co. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Stephan Dreckmann, Wirtschaftsprüfer

ppa. Dipl.-Kffr. Inka Schwiering, Wirtschaftsprüferin

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