Arrow Central Europe Holding Munich GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Heiko Scheidemantel seit 31.7.2024 | Prokura |
Rudolf Jean-Michel Wessel seit 31.7.2024 | Prokura |
Mark James Smith seit 29.2.2024 | Geschäftsführer |
Boris Pascal Ernest Bardoukas seit 29.2.2024 | Prokura |
Carine Jean-Claude seit 12.4.2023 | Geschäftsführer |
Lluis Goncaga Pegueroles Valles seit 12.9.2022 | Prokura |
Jörg Strughold seit 23.8.2022 | Geschäftsführer |
Jochen Karl Gorbach seit 14.1.2022 | Prokura |
Margit Tischler seit 14.1.2022 | Prokura |
Dirk Baumgardt seit 7.2.2019 | Prokura |
Kay-Martin Mehrbrey seit 6.6.2018 | Prokura |
Horst Schwanke seit 6.6.2018 | Geschäftsführer |
Vernon Chaney seit 25.4.2018 | Prokura |
Holger Lutz seit 3.8.2012 | Prokura |
Michael Stoever seit 12.7.2012 | Prokura |
Markus Günter Hefter seit 29.1.2010 | Prokura |
Claus Knoblauch seit 28.9.2009 | Prokura |
Michael Schreck seit 4.8.2008 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Arrow Central Europe GmbHNeu-IsenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Arrow Central Europe GmbH PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Arrow Central Europe GmbH, Neu-Isenburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Arrow Central Europe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die in Abschnitt "III. Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts erhaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Eschborn/Frankfurt am Main, 19. November 2024 EY
GmbH & Co. KG
Sommerrock, Wirtschaftsprüfer Bendler, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss der Arrow Central Europe GmbH (im Folgenden auch "ACE" oder "Gesellschaft") wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Seit März 2020 nimmt die ACE an einem Asset Securitization-Programm zur Verbriefung der Forderungen teil, d.h. ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf monatlicher Basis an externe teilnehmende Banken verkauft. Um den Verkauf der Forderungen zu erleichtern, wurde die Zweckgesellschaft Arrow EMEA Funding Corp. BV (im Folgenden "EMEA Funding"), Amsterdam, Niederlande, gegründet. Die ACE verkauft ihre Forderungen unter Berücksichtigung eines Abschlags und einer Servicegebühr an die EMEA Funding und diese Gesellschaft verkauft die Forderungen dann an die Banken weiter. RegisterinformationDie Gesellschaft ist unter der Firma Arrow Central Europe GmbH mit Sitz in Neu-Isenburg im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nummer HRB 34655 eingetragen. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie umfassen Software sowie Kundenstämme. Die Abschreibung der Software erfolgt linear über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahren. Die Kundenstämme werden ebenfalls linear über einen Zeitraum von 5 bis 15 Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu den historischen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Das Sachanlagevermögen wird, soweit abnutzbar, linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Warenvorräte werden grundsätzlich zum gleitenden Durchschnitt der Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen angesetzt. Zur Berücksichtigung der Risiken durch die schnell fortschreitende technische Entwicklung auf dem Markt für elektronische Bauelemente werden in angemessenem Umfang Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Dazu wird der Lagerbestand in Altersklassen sowie besonders risikobehaftete Bauteile ohne Kundenauftragsbestand unterteilt. Ferner wird dazu der Lagerbestand, unter Berücksichtigung des Auftragsbestands, einer Reichweitenanalyse unterzogen. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich aller erkennbaren Risiken bilanziert. Die latenten Ausfallrisiken im nicht durch eine Versicherung gesicherten Forderungsbestand werden durch eine pauschale Wertberichtigung sowie bei Zahlungsunfähigkeit von Kunden auch durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die Bildung erfolgt gem. § 250 Abs. 1 HGB. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der projected unit credit method (PUC) unter Verwendung der Sterbens- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Rechnungsmäßiges Endalter ist das 65. Lebensjahr. Die Rückstellung für die Anwartschaft auf Witwenrente wurde kollektiv ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83 % (im Vj. 1,78 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet, der sich aufgrund § 253 Abs. 2 HGB aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren ergibt. Erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,50 % (im Vj. 1,50 %) berücksichtigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wären bei Anwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre (1,75 %) und einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren um TEUR 30 höher angesetzt worden. Der Unterschiedsbetrag unterliegt grundsätzlich einer Ausschüttungssperre. Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages kommt die Ausschüttungssperre jedoch erst auf der Ebene des Organträgers zur Anwendung. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, die Erträge nach dem Bilanzstichtag betreffen. Die Bildung erfolgt gem. § 250 Abs. 2 HGB. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Angaben zu einzelnen Posten der BilanzDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Der Anteilsbesitz der Gesellschaft ist als Anlage 2 zum Anhang dargestellt. Unter den immateriellen Vermögensgegenständen sind im Wesentlichen entgeltlich erworbene Kundenbeziehungen mit einem Restbuchwert von TEUR 4.037 (im Vj. TEUR 4.948) bilanziert. Im Rahmen des im Abschnitt "Allgemeine Hinweise" beschriebenen "Asset Securitization"-Programms wurden die kompletten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, ausgenommen Kunden, die vom Programm ausgeschlossen sind, an die Zweckgesellschaft EMEA Funding verkauft. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 873.545 (im Vj. TEUR 1.498.840). Zum überwiegenden Teil sind Forderungen aus Asset Securitization in Höhe von TEUR 554.047 (im Vj. TEUR 721.681), Forderungen aus dem Konzern-Cash-Pool in Höhe von TEUR 120.515 (im Vj. TEUR 535.416), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 186.741 (im Vj. TEUR 227.763), Forderungen aus Gewinnabführungen im Rahmen von Ergebnisübernahmeverträgen, sowie Forderungen aus der Weitergabe von Kosten innerhalb der Arrow Gruppe enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 90.062 (im Vj. TEUR 124.201) setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegen Warenlieferanten in Höhe von TEUR 85.528 (im Vj. TEUR 120.254) und Forderungen gegen Finanzbehörden in Höhe von TEUR 3.108 (im Vj. TEUR 1.459) zusammen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zum einem Jahr. Am 6. Januar 2020 hat die ING Bank N.V., Amsterdam, Niederlande, mit der B.V. Arrow Electronics DLC, Venlo, Niederlande (im Folgenden "B.V.") sowie einigen Tochtergesellschaften, darunter auch die ACE, einen Zero Balance Cash Management Vertrag geschlossen, wobei die B.V. als Cash Management Verwalter fungiert. Das bedeutet, dass die Endsalden der ING-Bankkonten der ACE am Ende eines jeden Tages auf das ING-Konto des Cash Pool Verwalters B.V. übertragen bzw. von diesem ausgeglichen werden. Außerdem wurde ein Großteil des Kontosaldos der Bank Mendes Gans auf Basis einer bereits bestehenden internen Cash Pooling Vereinbarung auf das Bank Mendes Gans Konto der B.V. übertragen. Das gezeichnete Kapital der ACE beträgt TEUR 18.339 und ist voll eingezahlt. Alleingesellschafter ist die Arrow Electronics EMEA Group GmbH in Neu-Isenburg. Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von TEUR 204.084 enthalten. Rückstellungen für Pensionen bestehen in Höhe von TEUR 3.372 (im Vj. TEUR 3.541). Es wurden Vermögensgegenstände mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 126 (im Vj. TEUR 123) mit dem Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Pensionen von TEUR 3.498 (im Vj. TEUR 3.664) verrechnet. Die Anschaffungskosten, in Form von Prämienzahlungen, belaufen sich auf insgesamt TEUR 83. Die verrechneten Aufwendungen und Erträge betragen TEUR 3. Die Differenz in Höhe von TEUR 43 zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB, die jedoch durch frei verfügbare Rücklagen wieder entsperrt wird. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 28.352 (im Vj. TEUR 38.649) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prämien und Tantiemen, Abfindungen für Mitarbeiter, Kundenboni, Versicherungen, Marketing, Fracht sowie Rückstellungen für Lieferantenrückforderungen. Der Rückgang der Rückstellungen um TEUR 10.298 resultierte im Wesentlichen aus geringeren Rückstellungen für Prämien und Tantiemen, Fracht und Lieferantenrückforderungen. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich größtenteils um Kontokorrentverbindlichkeiten aufgrund der Kreditbeanspruchung im Zusammenhang mit dem Konzern-Cash-Pool zwischen der Arrow Electronics Inc., Centennial, Colorado, USA, und bestimmten Tochtergesellschaften, darunter die ACE, und die Bank Mendes Gans. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus der Leistungsverrechnung innerhalb der ARROW Gruppe, aus Darlehensverträgen, aus dem Konzern-Cash-Pool, der Gewinnabführung im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages, dem Liefer- und Leistungsaustausch sowie aus der steuerlichen Organschaft. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.247 (im Vj. TEUR 6.795) enthalten. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 6.685.939 (im Vj. TEUR 6.571.066) stammen im Wesentlichen aus dem Verkauf von Handelsware. Die Umsatzerlöse nach geografischen Märkten teilen sich wie folgt auf:
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 197.369 (im Vj. TEUR 370.836) beinhalten u.a. die Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 175.778 (im Vj. TEUR 348.290). Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 2.784 (im Vj. TEUR 952) enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtungen auf Forderungen (TEUR 1.078), der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 918) und Provisionen (TEUR 776). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 414.029 (im Vj. TEUR 533.760) beinhalten u.a. die Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 194.768 (im Vj. TEUR 306.874). Die periodenfremden sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 763 (im Vj. TEUR 5.787) resultieren im Wesentlichen aus nicht erstattungsfähiger Mehrwertsteuer aus dem Vorjahr (TEUR 447). Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.839 (im Vj. TEUR 2.066) betreffen aktivierte Kundenbeziehungen und Sachanlagevermögen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 546 (im Vj. TEUR 241) und periodenfremde Erträge von TEUR 1.193 (im Vj. TEUR 298) enthalten. Laufender Steueraufwand für das Geschäftsjahr resultiert aus der Besteuerung der ausländischen Betriebsstätten. Die Gesellschaft ist in Ländern tätig, welche bis zum Abschlussstichtag Mindeststeuergesetze entsprechend der Vorgaben der OECD ("Säule 2-Gesetzgebung") erlassen haben. Die Mindeststeuergesetze werden zum 1. Januar 2024 wirksam werden. Die Gesellschaft hat die Auswirkungen dieser Steuergesetze auf die Gesellschaft analysiert und rechnet hieraus mit keinen Auswirkungen. Sonstige Angaben und ErläuterungenUnternehmensverträgeZwischen der ACE und der Richardson RFPD Germany GmbH, Neu-Isenburg, besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Die Verträge berechtigen die ACE als Organträgerin den Gewinn des genannten Unternehmens zu übernehmen bzw. verpflichten die ACE dessen Verlust auszugleichen. Außerdem besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Arrow Electronics EMEA Group GmbH (Organträgerin) und der Arrow Central Europe GmbH (Organgesellschaft). Infolgedessen ist die Organgesellschaft während der Vertragsdauer verpflichtet ihren ganzen Gewinn (vorbehaltlich handels- und aktienrechtlicher Sonderregelungen) an die Arrow Electronics EMEA Group GmbH abzuführen. Ein Verlust ist durch die Organträgerin zu übernehmen. Dabei gelten die Vorschriften des § 302 AktG in seiner jeweils gültigen Fassung entsprechend. Infolge der genannten Verträge besteht ein Organschaftsverhältnis für Körperschaft- und Gewerbesteuer zwischen den oben genannten Gesellschaften. Zudem besteht eine Organschaft für die Umsatzsteuer mit der Arrow Electronics GmbH & Co. KG als Organträger. HaftungsverhältnisseZum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle VerpflichtungenSonstige finanzielle Verpflichtungen von Bedeutung bestehen wie folgt:
Die Verträge haben Restlaufzeiten zwischen 1 und 5 Jahren. Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beträgt TEUR 17.671 (im Vj. TEUR 11.598). Davon bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 1.529 (im Vj. TEUR 1.672). Es handelt sich insbesondere um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Die finanziellen Auswirkungen für die Gesellschaft sind Miet- bzw. Leasingaufwendungen. FactoringZur Beschaffung liquider Mittel zur Finanzierung der operativen Geschäftstätigkeit werden laufend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft. Hierdurch entstehen für die ACE keine Risiken. Der Vorteil liegt in einer verbesserten Liquiditätsplanung. Zum Bilanzstichtag war ein Forderungsbestand im Nominalwert von TEUR 615.630 (im Vj. TEUR 738.489) verkauft, wovon TEUR 528.210 (im Vj. TEUR 653.563) noch nicht fällig waren. Derivative FinanzinstrumenteZur Sicherung der Währungsrisiken setzt die ACE derivative Finanzinstrumente ein, die sich ausschließlich zur Sicherung der Währungspositionen aus dem operativen Geschäft sowie aus damit verbundenen Finanzierungsvorgängen ergeben. Zur Absicherung dieser Fremdwährungsrisiken verwendet die Gesellschaft ausschließlich Devisentermingeschäfte als Instrument. Zum Bilanzstichtag beträgt der Nominalwert sowie der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte (Kauf- und Verkaufskontrakte):
Die Devisentermingeschäfte haben Laufzeiten und Fälligkeitstermine bis zu 1 Monat. Auf Grund der Bewertung mit dem Marktwert zum Stichtag würden sich bei Realisierung zum Stichtag Gewinne aus den Devisentermingeschäften von TEUR 46 ergeben, die nicht bilanziert sind. Die mit dem Marktwert bewerteten beizulegenden Zeitwerte der Devisenterminkontrakte enthalten in Höhe von TEUR 19 negative Werte. Diese sind in Form einer Drohverlustrückstellung bilanziert. Angaben zur GeschäftsführungAls Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr
bestellt. Herr Agrawal wurde am 24. Januar 2024 als Geschäftsführer abberufen. Herr Mark James Smith, Wokingham, Vereinigtes Königreich, wurde am 24. Januar 2024 als Geschäftsführer bestellt. Herr Schwanke und Herr Strughold üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus. Sie erhalten ihre Gesamtbezüge von der Arrow Electronics GmbH & Co. KG. Die Geschäftsführerbezüge werden zusammen mit weiteren Managementleistungen seitens der Arrow Electronics GmbH & Co. KG in Rechnung gestellt und sind nicht separat aus diesen Weiterberechnungen ersichtlich. MitarbeiterDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter betrug:
KonzernzugehörigkeitDie Arrow Electronics Inc., Centennial, Colorado, USA, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen und die Arrow Electronics EMEASA S.r.l., Mailand, Italien, für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird zum 31. Dezember 2023 in den nach den Generally Accepted Accounting Principles United States (US GAAP) aufgestellten Konzernabschluss der Arrow Electronics Inc., Centennial, Colorado, USA, sowie in den nach italienischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Konzernabschluss der Arrow Electronics EMEASA S.r.l., Mailand, Italien, einbezogen. Der Konzernabschluss der Arrow Electronics Inc. ist bei der United States Securities and Exchange Commission (SEC), New York, USA, einsehbar. Der italienische Konzernabschluss der Arrow Electronics EMEASA S.r.l., Mailand, Italien, ist am Sitz der Gesellschaft einsehbar. Wenn der Konzernabschluss der Arrow Electronics Inc. als befreiender Konzernabschluss nach § 292 HGB in Verbindung mit der "Verordnung über befreiende Konzernabschlüsse und Konzernlageberichte von Mutterunternehmen in einem Drittstaat (KonBefrV)" im Bundesanzeiger offengelegt wird, entfällt für die Gesellschaft die Verpflichtung einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufzustellen. Abweichungen des Konzernabschlusses nach US GAAP vom handelsrechtlichen Jahresabschluss bezüglich der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden gemäß § 2 Abs. 1 Nr. 4 KonBefrV ergeben sich insbesondere hinsichtlich folgender Punkte:
Honorar AbschlussprüferDas für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 111 (im Vj. TEUR 108) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und PersonenMit nahestehenden Unternehmen, zu denen die Gesellschaft mittel- oder unmittelbar in weniger als 100-prozentigem Anteilsbesitz steht, und mit nahestehenden Personen sind keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen. NachtragsberichtMit Beschluss vom 11. Juli 2024 und mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde die Aspencore Media GmbH, Neu-Isenburg, zu Buchwerten auf die Arrow Central Europe GmbH, Neu-Isenburg, verschmolzen. Der Buchwert des Eigenkapitals zum Verschmelzungszeitpunkt betrug TEUR 3.438 und der Verschmelzungsgewinn betrug TEUR 1.789. Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 haben.
Neu-Isenburg, den 29. August 2024 Arrow Central Europe GmbH Die Geschäftsführung Horst Schwanke Jörg Strughold Carine Jean-Claude Mark James Smith Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Der Anteilsbesitz der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:
*1 Ergebnisabführungsvertrag mit CSS
Computer Security Solutions Erwerbs GmbH
Die vorstehend ausgewiesenen Werte der ausländischen Gesellschaften werden nach den jeweiligen lokalen Rechnungslegungsvorschriften ermittelt und vereinfacht zum Stichtagskurs in EUR umgerechnet. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. GrundlagenDie Arrow Central Europe GmbH (nachfolgend "ACE" oder "Gesellschaft"), mit Sitz in Neu-Isenburg, gehört zum US-amerikanischen Arrow Konzern (kurz "ARROW"). Oberste Konzernmuttergesellschaft ist die Arrow Electronics Inc., eine amerikanische Gesellschaft mit Firmensitz in Centennial, Colorado, USA, deren Aktien an der New York Stock Exchange notiert sind. ARROW ist ein Distributor von elektronischen und elektromechanischen Bauteilen und Computerprodukten für industrielle und gewerbliche Kunden. Das Vertriebsnetz von ARROW umspannt neben den drei wichtigsten Absatzmärkten - Amerika, Europa und dem asiatischen/pazifischen Raum - auch Aktivitäten in Afrika und Südamerika. ARROW weltweit und auch die ACE sehen ihre Aufgabe darin, die Anwender elektronischer Komponenten mit Produkten, Lagerlösungen, Material-Management-Leistungen, Design- sowie technischer Unterstützung zu versorgen, wann, wo und wie der Kunde dies benötigt. Die ACE ist an diversen Tochtergesellschaften beteiligt und unterhält vier ausländische Betriebsstätten in Houten (Niederlande), Zaventem (Belgien), Wien (Österreich) und Rümlang (Schweiz). Alleinige, unmittelbare Gesellschafterin der ACE ist die Arrow Electronics EMEA Group GmbH, Neu-Isenburg. In Zentraleuropa ist die ACE strategischer Partner für mehrere Tausend Kunden und mit 14 Standorten in den Märkten präsent. Die ACE vertreibt elektronische Bauelemente und ist ein wichtiger Vertriebspartner von mehreren Hundert verschiedenen Lieferanten in den Bereichen Halbleiter, Embedded Solutions, passive sowie elektromechanische Bauteile. Die Arrow Central Europe GmbH steuert ihr Geschäft mit Hilfe von rollierenden vorausschauenden Schätzungen von EBITDA (Earnings before interests, taxes, depreciation and amortisation - Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögengegenstände) und Working Capital, gegen die die monatlichen Ist-Ergebnisse dann verglichen und analysiert werden. Die Hauptkennzahlen der Ergebnisrechnung sind Umsatz, Deckungsbeitrag sowie Vertriebs- und Gemeinkosten. Die Schlüsselkennzahlen des Working Capital sind Lagerumschlagshäufigkeit und Forderungs- sowie Verbindlichkeitsreichweite, die eine laufende Überwachung des gebundenen Kapitals in Relation zur Größe des Geschäfts erlauben. II. Geschäftsverlauf und RahmenbedingungenBranchenentwicklung und allgemeine wirtschaftliche LageDas Geschäftsjahr 2023 war von einem schwierigen makroökonomischen Umfeld geprägt. Ein wesentlicher Faktor war hierbei die Inflationsrate, die zu Beginn des Jahres mit 8% auf einem hohen Niveau lag und vor allem von gestiegenen Energiepreisen als Folge des andauernden Ukraine-Krieges getrieben wurde. Die Europäische Zentralbank erhöhte in Folge den Leitzins in mehreren Schritten von 2,5% zu Beginn des Jahres 2023 auf 4,5% im September 2023. Die höheren Zinsen, weiterhin bestehende Materialengpässe und Spannungen im weltweiten Handel beeinträchtigten die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Nach einem Anstieg von 1,9% im Jahr 2022 sank das reale Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes daher im Jahr 2023 auf -0,1% (Quelle: Statistisches Bundesamt). Im Segment der deutschen Elektroindustrie ist derselbe Trend zu verzeichnen. Nach kräftigen Anstiegen in den Jahren 2021 (+9,4%) und 2022 (+2,6%) blieb die Produktion im Jahr 2023 auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (Quelle: ZVEI). Ein freundlicheres Bild zeichnet die Entwicklung des für die ACE relevanten Umsatzes der deutschen Bauelemente-Distribution. Nach starken Anstiegen in den Jahren 2021 (+14,5% gegenüber dem Vorjahr) und 2022 (+42,7%) ist der Umsatz in 2023 ebenfalls um 4,4% gestiegen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass es in diesem Jahr eine Trendumkehr gab und im letzten Quartal ein Umsatzrückgang von 20,1% gegenüber dem Vorjahresquartal zu verzeichnen war (Quelle: FBDI Fachverband Bauelement Distribution). GeschäftsverlaufIn den Jahren 2020 und 2021 war die Produktion bei unseren Lieferanten coronabedingt stark beeinträchtigt, hinzu kamen gestörte Lieferketten. In dieser Zeit traf dieses niedrige Produktangebot auf eine hohe und steigende Nachfrage nach elektronischen Bauelementen. Dies führte zu ungewöhnlich hohen Auftragsbeständen bei ACE, die sich allmählich verringerten, als sich die Markt- und Lieferkettenbeschränkungen gegen Ende 2023 zu normalisieren begannen. Es kam hierdurch bei der ACE zu sehr hohen Auftragsbeständen, deren sukzessiver Abbau bis in das Jahr 2023 andauerte. Auf Kundenseite hatte dies zur Folge, dass in einer Phase mit hoher Planungsunsicherheit innerhalb von kürzester Zeit viele Produkte geliefert wurden, die den Lagerbestand unserer Kunden deutlich erhöhten. Da sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Zwischenzeit verschlechtert hatten, konnte dieser Lagerbestand nicht vollständig abgebaut werden. Bei der ACE hatte dies einen deutlichen Abbau der Auftragsbestände und ab der zweiten Jahreshälfte, im Vergleich zu den Rekordwerten des Jahres 2022, sinkende Umsätze zur Folge. Insgesamt lag der Umsatz der ACE im Jahr 2023 mit 6,7 Mrd. € aber noch um 1,7% über dem Umsatz des Vorjahres. III. Lage der GesellschaftDie ACE hat das Jahr 2023 finanziell sehr erfolgreich abgeschlossen. Die Eigenkapitalquote beträgt 40% und es gibt keine erkennbaren Risiken für die Finanzierung der Gesellschaft. ErtragslageDer Rohertrag (definiert als Differenz zwischen den Umsatzerlösen und dem Materialaufwand) betrug im Jahr 2023 EUR 603,4 Mio. nach EUR 658,2 Mio. im Vorjahr, was einem Rückgang von EUR 54,8 Mio. oder 8,3 % entspricht. Die durchschnittliche Rohertragsmarge sank von 10,0% im Jahr 2022 auf 9,0% im Jahr 2023, folglich erhöhte sich die Materialaufwandsquote von 90,0% in 2022 auf 91,0% in 2023. Die Personalaufwandsquote sank von 1,4 % im Jahr 2022 auf 1,3 % im Jahr 2023. Der Personalaufwand verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 7,9 Mio. auf EUR 85,9 Mio. Ursächlich hierfür waren vor allem geringere Prämienzahlungen an die Mitarbeiter aufgrund des geringeren Umsatzwachstums. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (exklusive Währungsumrechnung) sanken im Vergleich zum Vorjahr um EUR 7,6 Mio. Sowohl die Erträge (EUR 175,8 Mio.) als auch die Aufwendungen (EUR 194,8 Mio.) aus der Währungsumrechnung sind im Geschäftsjahr 2023 gesunken. Saldiert ergibt sich im Geschäftsjahr aber ein Aufwand aus Währungsumrechnung von EUR 19,0 Mio. nach EUR 41,4 Mio. Ertrag im Vorjahr. Insgesamt ergibt sich somit ein EBITDA in Höhe von EUR 299,8 Mio., was einem Rückgang von EUR 100,9 Mio. gegenüber dem Vorjahr entspricht. Unter Berücksichtigung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (EUR -1,8 Mio., Vorjahr EUR -2,1 Mio.), der Ertragsteuern (EUR -4,4 Mio., Vorjahr EUR +6,5 Mio.) sowie des Finanz- und Beteiligungsergebnisses (EUR +4,6 Mio., Vorjahr EUR -3,2 Mio.) erwirtschaftete die ACE insgesamt ein Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von EUR 298,1 Mio. nach EUR 388,9 Mio. im Vorjahr. Aufgrund des mit der Arrow Electronics EMEA Group GmbH geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages und der daraus resultierenden Gewinnabführung beläuft sich der Jahresüberschuss auf EUR 0. VermögenslageDie wichtigsten Posten der Bilanz entwickelten sich wie folgt:
Die Finanzanlagen von EUR 1.167,0 Mio. sind unverändert zum Vorjahr. Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen wird jährlich überprüft. Für das Geschäftsjahr 2023 ergaben sich keinerlei Erkenntnisse im Rahmen einer internen Überprüfung, die zu einer Abwertung der Beteiligungen geführt hätten. Das Vorratsvermögen liegt aufgrund marktkonformer Lagerreduzierungsmaßnahmen mit EUR 968,9 Mio. um EUR 43,0 Mio. unter dem Vorjahreswert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen liegen um EUR 625,3 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist hauptsächlich bedingt durch den Rückgang der Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von EUR 414,8 Mio., der Asset-Securitization-Forderungen um EUR 167,6 Mio. sowie konzerninterner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 42,1 Mio. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken aufgrund geringerer Bestellungen zum Jahresende um EUR 253,0 Mio. auf EUR 629,7 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken um EUR 447,9 Mio. auf EUR 1.163,1 Mio. Diese Veränderung ist im Wesentlichen bedingt durch eine Darlehensrückzahlung von EUR 184,7 Mio., den Rückgang nicht warenlieferungsbezogener Verbindlichkeiten um EUR 170,2 Mio. sowie einer geringeren Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung in Höhe von EUR 90,8 Mio. Das Eigenkapital bleibt aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags unverändert. FinanzlageDie ACE war im Jahr 2023 jederzeit in der Lage, ihr Geschäftswachstum zu finanzieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, über einen globalen Cash-Pool Vertrag weitere Mittel innerhalb der Arrow Gruppe aufzunehmen. Ausgehend vom Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Arrow Electronics EMEA Group GmbH in Höhe von EUR 298,1 Mio. und unter der Berücksichtigung von nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen in Höhe von EUR -11,1 Mio. (darunter Abschreibungen EUR 1,8 Mio. und Veränderung der Rückstellungen EUR -12,6 Mio.) ergibt sich insgesamt ein Zahlungszufluss in Höhe von EUR 287,0 Mio. Diese operativen Mittel wurden zum Teil in das Working Capital investiert, das im Geschäftsjahr 2023 um insgesamt EUR 103,5 Mio. angestiegen ist, so dass der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit insgesamt EUR 183,5 Mio. beträgt. Im Rahmen der Investitions- und Finanzierungstätigkeiten wurden Finanzmittel in Höhe von EUR 185,5 Mio. verwendet, so dass sich insgesamt ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von EUR 2,0 Mio. ergibt. Die ACE ist hauptsächlich durch Cash Pooling (Cash Pool Forderung EUR 120,5 Mio.) und ein konzerninternes Darlehen in Höhe von EUR 199,7 Mio. finanziert. Die Vermögens- und Finanzlage wird abschließend als solide und die Ertragslage als gut beurteilt. MitarbeiterDie im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter, exklusive der zu ihrer Ausbildung beschäftigten Arbeitnehmer, sind im Vergleich zum Vorjahr von 935 auf 931 gesunken. Erklärung zur UnternehmensführungDie nach §§ 36 und 52 Abs. 2 GmbHG erforderlichen Beschlüsse zur Gleichberechtigung in Führungspositionen hinsichtlich der Geschlechterquote sind wie folgt gefasst worden und bis zum 1. Dezember 2027 zu erreichen. Für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der Gesellschaft haben die Gesellschafter eine Zielgröße in Höhe von 25% festgelegt. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführer haben die Gesellschafter den Geschäftsführern der Gesellschaft jeweils eine Zielgröße von 0% (erste Führungsebene) bzw. 16% (zweite Führungsebene) empfohlen. Diese wurden durch die Geschäftsführung gleichlautend festgelegt. Die Zielgröße für die erste Führungsebene wurde mit 0% festgelegt, weil diese Führungsebene nur mit einem Mitarbeiter besetzt ist, dessen Arbeits- bzw. Dienstvertrag mit der Gesellschaft geschlossen wurde. Da jedoch der Frauenanteil für die erste Führungsebene der Gesellschaft unterhalb der Geschäftsführung unter Berücksichtigung von Mitarbeitern, deren Arbeits- bzw. Dienstvertrag mit anderen Gruppengesellschaften geschlossen wurde, bei über 40% liegt, wird die Vielfalt der Geschlechter auf dieser Führungsebene auch ohne Festlegung einer höheren Frauenquote als ausreichend angesehen. Sowohl die vorgenannte Zielgröße in der Geschäftsführung und die Zielgrößen in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung wurden zum 31. Dezember 2023 erfüllt. NachtragsberichtWir verweisen diesbezüglich auf den Anhang. IV. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtVoraussichtliche Entwicklung der Jahre 2024 und 2025Nach einer sehr erfolgreichen Geschäftsentwicklung in den Jahren 2021-2023 befindet sich das Geschäft der ACE ebenso wie der Markt für elektronische Bauelemente insgesamt im Jahr 2024 in einer Korrekturphase. Die Kunden sitzen auf hohen Lagerbeständen und sind in vielen Marktsegmenten mit einer gesunkenen Nachfrage ihrer Endkunden konfrontiert. Es wird erwartet, dass sich dieser Trend zum Jahresende umkehrt und der langfristige Wachstumspfad wieder eingeschlagen werden kann, der vor allem durch die Wachstumsbereiche Digitalisierung, Elektromobilität, 5G und Erneuerbare Energien getrieben wird. Auch die Wirtschaftsinstitute gehen in ihren Prognosen für die gesamte deutsche Wirtschaft von einem sehr niedrigen Wachstum im Jahr 2024 und verbesserten Aussichten für das Jahr 2025 aus. So prognostiziert das IFW Kiel für das deutsche BIP einen Anstieg in Höhe von 0,2% für 2024 und ein Wachstum von 1,1% für 2025 (Quelle: IFW Kiel). Ähnlich ist die Prognose des Sachverständigenrats der Bundesregierung, der mit einer Zunahme des Wirtschaftswachstums um 0,2% in 2024 und um 0,9% in 2025 rechnet (Quelle: Bundesregierung). Bei der ACE verlief die Marktkorrektur zum Jahresanfang etwas stärker als erwartet. Aufgrund dieser Entwicklung ist zu erwarten, dass im Geschäftsjahr 2024 sowohl Umsatz als auch EBITDA und Cash Flow deutlich unter den hohen Niveaus des Vorjahres liegen, während beim Net Working Capital ein im Vergleich zum Vorjahr spürbar niedrigeres Niveau zu erwarten ist Als Reaktion auf das gesunkene Geschäftsvolumen wurden Kosteneinsparmaßnahmen initiiert. Hierdurch wurden die Kosten der derzeitigen Marktsituation angepasst, ohne die langfristigen Wachstumsinitiativen zu beeinträchtigen. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Marktbedingungen im Jahresverlauf sukzessive verbessern und der Markt spätestens ab dem Jahr 2025 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Risiken und Chancen der künftigen EntwicklungARROW befindet sich als Distributor von elektronischen Bauteilen in einem dynamischen Markt mit sehr guten Wachstumsaussichten. Durch die stark zunehmende Bedeutung der Bereiche Digitalisierung, Elektromobilität, 5G und Erneuerbare Energien ist davon auszugehen, dass in Zukunft von unseren Kunden in noch stärkerem Maße elektronische Bauteile in der Produktion verwendet werden. Die für ARROW größten Risiken liegen im Bereich des Marktes, des Warenbestandes und der Kundenforderungen. Sowohl Marktrisiko als auch -chancen werden durch einen rollierenden, drei Monate umfassenden Planungsprozess mit intensiven monatlichen Abweichungsanalysen sehr zeitnah verfolgt. Dabei stehen Umsatz, erwirtschafteter Deckungsbeitrag und die Kosten im Fokus und bei signifikanten Abweichungen werden zeitnah Korrekturmaßnahmen ergriffen. Aufgrund der hohen Innovationsrate in der Elektronikindustrie droht elektronischen Bauelementen das Risiko des Veraltens. Vor diesem Hintergrund wird der Warenbestand im Lager sowie die erwarteten Ver- und geplanten Zukäufe auf Artikelbasis detailliert überwacht. An jedem Monatsende werden alle Artikel auf eventuellen Abwertungsbedarf hin überprüft und Korrekturmaßnahmen festgelegt, falls bestimmte Indikatoren wie z. B. Umschlagshäufigkeit, Altersgrenzen oder Produktverfügbarkeit von den Zielwerten abweichen. Aufgrund der breiten Kunden- sowie Lieferantenbasis sind Risiken einer Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Lieferanten für die ACE als geringfügig einzustufen. Da aber Forderungsausfälle auch gehäuft auftreten oder im Einzelfall auch groß sein können, sichern wir das Ausfallrisiko durch eine Warenkreditversicherung für die Forderungen unserer wesentlichen Kunden ab. Ein Teil des Produkteinkaufs und -verkaufs wickelt die ACE in Fremdwährungen ab, von denen der US-Dollar das größte Gewicht hat. Zur Sicherung der sich daraus ergebenden Währungsrisiken setzt die ACE Devisentermingeschäfte ein, um ergebniswirksame Effekte zu minimieren. Der Einsatz der Terminkontrakte ist durch konzernweit gültige Richtlinien von ARROW geregelt und die Umsetzung der Absicherung wird zentral für Europa durchgeführt. Devisenterminkontrakte werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen. Wir verweisen diesbezüglich auch auf unseren Anhang. Die Arrow Central Europe GmbH hat ein umfassendes System an Kontrollen, das die ordnungsgemäße Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sicherstellen soll. Das Kontrollsystem wurde im Rahmen der Sarbanes-Oxley-Gesetzgebung der USA auf die dortigen Anforderungen ausgerichtet. Es finden regelmäßige Überprüfungen der Wirksamkeit der Kontrollen in Abhängigkeit von Größe und Risiko der jeweiligen Prozesse statt. Zusätzlich werden die Bilanzposten von rotierenden internen Prüfern pro Quartal im Detail überprüft und es finden Audits durch interne Prüfer des amerikanischen Mutterhauses statt. Es werden derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft gesehen. Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Prognosen zum weiteren Geschäftsverlauf. Sie basieren auf bestimmten Annahmen, Erwartungen und Einschätzungen. Es besteht eine Reihe von Risikofaktoren, die geeignet sind, die erwarteten Entwicklungen und Ergebnisse nachteilig zu beeinflussen. Sie liegen insbesondere im Bereich einer ausreichenden und jeweils rechtzeitigen Abwälzung von Einkaufspreissteigerungen, aber z.B. auch in der Frage der weiteren Konjunktur-, Branchen-, Währungskurs- und Zinsentwicklung.
Neu-Isenburg, den 29. August 2024 Arrow Central Europe GmbH Die Geschäftsführung Horst Schwanke Jörg Strughold Carine Jean-Claude Mark James Smith |
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