Koch, Neff & Volckmar GmbH
Industriestraße 23, 70565 Stuttgart, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bertram Dr. Feuerbacher seit 16.8.2017 | Geschäftsführer |
Thomas Raff seit 6.6.2017 | Geschäftsführer |
Oliver Voerster seit 9.8.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Schreyer GmbHAufgelöst | 100.00% |
KN Digital Printforce GmbHAufgelöst | 100.00% |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Koch, Neff & Volckmar GmbHStuttgartJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015Bilanz zum 31.12.2015AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2015
Anhang 2015I. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. II. Bilanzierung und Bewertung Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei den Gebäuden und übrigen Sachanlagen wird überwiegend die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Aufgrund dauerhafter Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 957 vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in einem Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Die Vorräte sind zu den Einstandspreisen bewertet. Angemessene Wertabschläge tragen den Lagerhaltungs- und Gängigkeitsrisiken Rechnung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist in Form pauschaler Abschläge berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€°18.697 Gesellschafter. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 1.295 enthalten. Aktive latente Steuern werden nicht angesetzt. Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit den Sterbetafeln von Heubeck 2005 ermittelt. Es wurde ein Zinssatz von 4,0 %, der dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht, und ein Lohn- und Gehaltstrend von 2,3 % sowie ein Rententrend von 2 % angewandt. Von der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Es sind T€ 1.419 nicht in der Bilanz erfasst. In den sonstigen Rückstellungen sind die ungewissen Verbindlichkeiten in der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Höhe bilanziert. Hier erfasst sind im Wesentlichen Personalkosten und Remissionsrisiken sowie Sozialplanaufwendungen. Langfristige Rückstellungen werden laufzeitadäquat abgezinst; die Ab- und Aufzinsungseffekte werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Auf Fremdwährung lautende Positionen sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, Verpfändungen und Forderungszessionen gesichert. Aus dem Kreditvertrag ergeben sich Haftungsverpflichtungen aus gesamtschuldnerischer Mithaftung in Höhe von T€°139.107. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 3.368 Gesellschafter. Sie weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern mit T€ 576 (Vorjahr: T€ 1.543) enthalten. Sie weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf. II. Sonstige Angaben Die Umsatzerlöse entfallen mit 91 % auf den Großhandel und mit 9 % auf Dienstleistungen. Die Exportquote beläuft sich auf 15 %. Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus Altersversorgung in Höhe von T€ 1.615 (Vorjahr: T€ 885) enthalten. Unter den außerordentlichen Aufwendungen sind die ratierliche Zuführung des Unterschiedsbetrags zu den Pensionsrückstellungen aus der Anwendung des BilMoG sowie Sozialplanaufwendungen ausgewiesen. Im Jahresdurchschnitt waren 441 Angestellte und 515 gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt. Beteiligungen gem. § 285 Nr. 11 HGB:
Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der F. Volckmar GmbH & Co. KG, Stuttgart einbezogen. Geschäftsführer: Uwe Ratajczak Frank Thurmann Oliver Voerster
Stuttgart, 11. März 2016 gez. Uwe Ratajczak gez. Frank Thurmann gez. Oliver Voerster Datum der Feststellung des Jahresabschlusses auf den 31.12.2015 gem. § 328 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 HGB: 16.04.2016 Anlagenspiegel 2015
Lagebericht 2015Grundlagen des Unternehmens Der Kernbereich unserer Unternehmenstätigkeit ist der Buchgroßhandel, in dem wir in Deutschland Marktführer sind. Die Koch, Neff & Volckmar GmbH (KNV) ist als Großhändler bereits seit über 185 Jahren in der Distribution von Büchern, CDs, DVDs und zahlreichen weiteren Medienartikeln tätig, die in Buchhandlungen vertrieben werden. Damit ist KNV ein starkes Bindeglied zwischen den Verlagen und dem Buchhandel und hat über 500.000 lieferbare Artikel vorrätig. Mit der BuchPartner GmbH in Darmstadt beliefern wir den Lebensmitteleinzelhandel mit Büchern und Medien verbunden mit einem Komplettservice. Der Zwischenhandel mit E-Books erfolgt zur Arrondierung des Leistungsportfolios in Kooperation mit einem etablierten Dienstleister. Unser im Herbst 2014 in Betrieb genommenes neues Logistikzentrum in Erfurt bietet modernste Lager- und Kommissioniertechnik mit einer überbauten Fläche von 175.000 qm. Damit zählt es zu den größten und modernsten Medienlogistikanlagen Europas. Die KN Digital Printforce GmbH, ein Joint Venture zur Erbringung von Print on Demand-Services, hat sein Geschäftsvolumen weiter erhöht und ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet. Bücher werden bei diesem Verfahren als Einzelexemplare oder in Kleinauflagen nachfrageorientiert gedruckt. Im Buchgroßhandel kann so innerhalb weniger Stunden ein noch breiteres Sortiment lieferbarer Titel offeriert und die Lieferfähigkeit bei gleichzeitiger Reduktion des physischen Bestands verbessert werden. Wirtschaftsbericht Branchenentwicklung Die Umsätze im deutschen Buchmarkt sanken 2015 um 1,7 %, wobei sich die Umsätze im stationären Buchhandel mit einem geringeren Rückgang gut behaupten konnten. In der Schweiz sind hier aufgrund der Frankenentwicklung stärkere Marktabschwächungen zu verzeichnen. Der Anteil des E-Book-Umsatzes hat sich entgegen den Markterwartungen wiederum nur leicht von 4,3 % auf 4,5 % erhöht. Geschäftsverlauf und Lage Unser Buchgroßhandelsumsatz in Deutschland ist um 3,7 % zurückgegangen. Ursache waren niedrigere Umsätze mit den Großkunden und Filialisten. Außerdem führten die Inbetriebnahmeprobleme des Logistikzentrums in Erfurt zu Umsatzrückgängen in den betroffenen Liefergebieten. Der Export weist einen leichten Zuwachs auf. In der Schweiz hat sich die Fusion von Orell Füssli mit Thalia noch einmal umsatzmindernd ausgewirkt, da in der Folge der Fusion der auf den Großhandel fokussierte Warenbezug von Orell Füssli weitgehend auf das Zentrallager von Thalia umgestellt wurde. Das Wachstum von Ex Libris konnte diese Entwicklung erfreulicherweise ausgleichen. In den übrigen Export-Ländern wird nahezu der gleiche Umsatz ausgewiesen. Leider zeigt die Entwicklung des durchschnittlichen gewichteten Ladenpreises mit einem Preisrückgang von 1,0 % weiter nach unten. Die Preisanhebungen einzelner Verlage insbesondere im Taschenbuchbereich werden durch Veränderungen der Absatzstruktur im Hardcoverbereich überkompensiert. Dies führt aufgrund der Rabattstrukturen auch zu einer Verringerung der Rohertragsmarge im Großhandel. Die logistische Dienstleistung des Warenversands an Endkunden und Zentrallagerhaltung für Internet-Buchhandlungen hat sich mit einem Umsatzvolumen von € 5,6 Mio. stabil entwickelt. Beim Bücherwagendienst weist das Transportvolumen aufgrund von Umsatzverlagerungen verschiedener Kunden ein niedrigeres Niveau auf. Der Gebührenrückgang konnte nur durch zusätzliche Sondertransporterlöse gebremst werden. Die Kosten haben sich auch durch die nachfolgend noch dargestellten Doppelstrukturen in Folge der Inbetriebnahme unseres neuen Logistikzentrums in Erfurt nennenswert erhöht. Verbunden mit der Zentralisierung der Logistikaktivitäten war ein Arbeitsplatzabbau in der Logistik an den bestehenden Standorten. Der im Frühjahr 2012 abgeschlossene Interessenausgleich und Sozialplan sah angemessene Ausgleichsleistungen für die betroffenen Mitarbeiter vor und motivierte dieseaufgrund seiner Struktur dazu, bis zur Betriebsschließung zu bleiben. Durch die sehr erfreuliche Stabilität in der Belegschaft konnten Produktivität und Qualität auch 2015 am bisherigen Standort in Stuttgart stabil gehalten werden. Die Errichtung des neuen Logistikzentrums mit einem Investitionsvolumen von über € 150 Mio. erfolgte durch unsere Tochtergesellschaft KN Immobilien GmbH & Co. OHG, Erfurt. Das Projekt lag in der Bauphase voll im Zeit- und Kostenplan, so dass die stufenweise Inbetriebnahme durch die KNV Logistik GmbH wie vorgesehen im Herbst 2014 beginnen konnte. Leider verliefen die Inbetriebnahme und der Umzug des Großhandelsstandorts Köln aufgrund der Komplexität der Systeme, vieler neuer Strukturen und damit verbundener Prozessumstellungen und einem Personalaufbau mit zahlreichen neuen Mitarbeiter nicht so wie geplant. Viele verschiedene technische und organisatorische Probleme, deren Lösung deutlich mehr Zeit als erwartet beanspruchen, führten zu einer Verschiebung des Umzugs des Großhandelsstandorts Stuttgart und verursachten erhebliche Kostenmehrbelastungen durch die längere Aufrechterhaltung der bisherigen Strukturen. Alle bestehenden Immobilien in Stuttgart konnten erfreulicherweise schon 2013 an einen Investor veräußert werden. Die Übertragungen dieser Grundstücke erfolgten im Wesentlichen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Soweit betrieblich erforderlich werden die Immobilien bis zur Fertigstellung des neuen gemieteten Verwaltungsgebäudes im Sommer 2016 noch durch uns genutzt. Ertragslage Die Ertragslage weist folgende Eckdaten auf:
Die Inbetriebnahme der neuen Logistik in Erfurt, der verzögerte Umzug und die damit verbundene sehr kostenintensive längere Aufrechterhaltung doppelter Strukturen führten zu stark gestiegenen Sachkosten. Zusammen mit den Umsatzbelastungen und umzugsbedingten Bereinigungen der Vorratsbestände in Höhe von € 3,8 Mio. war dies für den dramatischen Rückgang des Betriebsergebnisses verantwortlich. Im Rahmen der Anpassung der Finanzierung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, die Logistikkonzeption in Erfurt zu überprüfen. Diese Überprüfung führte zu einer Bestätigung des in Erfurt realisierten Logistikkonzepts und seiner Struktur. Verschiedene kostenwirksame Maßnahmen sind erforderlich, um die vorgesehenen Zielproduktivitäten zu erreichen und Einsparungen in anderen Unternehmensbereichen zu erzielen. Mit der Entscheidung den Verwaltungsstandort Köln aufzugeben und das Warenwirtschaftssystem Eurobis Flow einzustellen, waren weitere Sozialplanaufwendungen verbunden. Zusätzliche Rückstellungserfordernisse durch Insolvenzanfechtungen verursachten mit allen anderen Belastungen den deutlich erhöhten Jahresfehlbetrag. Insgesamt war die Ertragslage 2015 als sehr belastet zu beurteilen. Vermögens- und Finanzlage Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich im Überblick wie folgt dar:
Der Rückgang des Bilanzvolumens ist auf den Verkauf der Grundstücke in Stuttgart und Köln sowie auf eine Optimierung der Vorratsbestände zurückzuführen. Wir haben 2015 € 4,7 Mio. insbesondere in IT-Systeme investiert. Die Eigenmittelausstattung ist durch die negative Ergebnisentwicklung deutlich zurückgegangen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 31 % (Vorjahr 40 %). Das Anlagevermögen ist damit in sehr hohem Umfang durch Eigenkapital gedeckt. Der Abbau der Rückstellungen ist hauptsächlich durch die Auszahlungen der Sozialplanleistungen an die ausgeschiedenen Logistikmitarbeiter in Stuttgart und Köln begründet. Da die vereinbarten Rahmenbedingungen des Konsortialkreditvertrages nicht eingehalten werden konnten, wurde zur Sicherstellung der weiteren Refinanzierung neben der Erhöhung der Kreditlinien insbesondere erforderlich, die vorgesehenen Tilgungen zu strecken und die übrigen Rahmenbedingungen so zu strukturieren, dass sie den neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht werden. Damit konnten wir die Finanzierung für die nächsten drei Jahre vereinbaren. Nachtragsbericht Die Belieferung der Großhandelskunden wurde bis Ende Februar 2016 erfolgreich von Stuttgart auf Erfurt umgestellt. Wir sind derzeit in Verhandlungen über die Veräußerung unserer 51% Beteiligung an der BuchPartner GmbH, Darmstadt. Die Ergebnisauswirkungen wurden in 2015 antizipiert. Chancen- und Risikobericht Den Risiken des operativen Geschäftsbetriebs in der Logistik und der IT-Infrastruktur begegnen wir durch die Vorhaltung produktionskritischer Ersatzteile, Dienstleistungs-, Wartungs- und Servicevereinbarungen sowie einer Hard- und Softwarearchitektur, die die Hochverfügbarkeit unserer Systeme in den definierten Zeiten sicherstellt. Zukünftig ist durch die zunehmende Konzentration im Bucheinzelhandel sowie bei den Verlagen mit einem sich fortsetzenden Margendruck zu rechnen. Risiken für die weitere Unternehmensentwicklung bestehen, wenn es uns aufgrund der Marktbedingungen nicht gelingt, verlorengegangene Umsätze zurückzugewinnen und neues Volumen zu akquirieren. Ebenso, wenn es im neuen Logistikzentrums in Erfurt nicht gelingt, die Produktivität und Qualität deutlich zu verbessern, um die Kundenbindungen zu erhalten und die Kostenpotenziale zu heben. Die Probleme bei der Inbetriebnahme hatten auch negative Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit. Hier gilt es, die Leistungsfähigkeit und Qualität unserer neuen Strukturen unter Beweis zu stellen, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen. Durch die Änderung des Konsortialkreditvertrages wurde die Finanzierung für die nächsten drei Jahre auf einer neuen Grundlage gesichert. Allerdings haben sich die finanziellen Spielräume hierdurch eingeengt. Forderungsausfallrisiken aus den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen begegnen wir durch eine Kreditversicherung der größten Kunden. Nach Umsetzung aller vorgesehen Maßnahmen in unserem neuen Logistikzentrum werden sich zunehmend Chancen und Potenziale im Wettbewerb ergeben. E. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2016 wird mit einer nahezu stabilen Umsatzentwicklung gerechnet. Gründe hierfür sind auf der einen Seite Flächenbereinigungen und Einkaufsänderungen der Filialisten, Konkurrenz durch den Wettbewerber Umbreit und ein leicht unterproportionales Wachstum im E-Commerce im Vergleich zu dessen Gesamtentwicklung sowie umzugsbedingte Belastungen der Kundenbeziehungen, denen Zuwächse durch Akquisitionserfolge, der Ausbau bestehender Absatzkanäle und Qualitätsverbesserungen gegenüberstehen. Die Digitalisierung von Büchern spielt hierbei eine geringe Rolle. Der Abschluss des Umzugs in unser neues Logistikzentrum und der damit verbundene Wegfall doppelter Strukturen bis Ende Februar 2016 wird bereits im laufenden Geschäftsjahr zu deutlichen Kostenentlastungen führen, so dass sich schon 2016 wesentliche Ergebnisverbesserungen ergeben werden. Dennoch rechnen wir für das laufende Jahr noch mit einem Verlust im einstelligen Millionenbereich. Um die neuen Rahmenbedingungen der Finanzierung einzuhalten, ist es erforderlich, dass 2016 insbesondere die im Zuge der Optimierung der Prozesse erwarteten Produktivitäts-, Qualitäts- und Kostenverbesserungen erreicht werden. Die finanziellen Spielräume lassen hierfür keine nennenswerten Abweichungen zu. Im direkten Wettbewerb und in einem herausfordernden Marktumfeld wird das neue Logistikzentrum langfristig nachhaltig die gute Marktposition und eine positive Geschäftsentwicklung sichern.
Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Koch, Neff & Volckmar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungen vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 15.03.2016 Dr.
Vaih & Partner
gez. Dr. Vaih, Wirtschaftsprüfer gez. König, Wirtschaftsprüfer |
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