Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 11907
Eingetragen
10.7.1986
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenGroßhandel mit Büchern, Zeitschriften, Zeitungen sowie bespielten Ton- und BildträgernTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
der Ankauf und Verkauf von im Buchhandel vertriebenen Waren. Das Barsortiment tätigt als Großhandelsbetrieb seine Geschäfte im eigenen Namen und auf eigenes Risiko. In den angegliederten Fahrdiensten wird eigene und fremde Ware zu den Buchhandlungen transportiert. Es wird EDV-Service angeboten. Das Unternehmen kann darüber hinaus alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Der Tätigkeitsbereich umfasst Inlands- und Auslandsgeschäfte.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Raff
seit 6.6.2017
Geschäftsführer
Oliver Voerster
seit 9.8.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

7 Gesellschafter

GmbH-Struktur

1 von 7 angezeigt

70174 Stuttgart
237.600 €
45.74%

Beteiligungen

NameAnteil
Schreyer GmbHAufgelöst
100.00%
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Koch, Neff & Volckmar GmbH

Stuttgart

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz zum 31.12.2015

AKTIVA

31.12.2015
31.12.2014
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.267.645,00   9.956
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00   7
    10.267.645,00 9.963
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke und Bauten 1.620,00   21.195
2. Technische Anlagen und Maschinen 214.673,00   1.009
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.862.373,00   6.143
    5.078.666,00 28.347
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.025.000,00   69.845
2. Beteiligungen 471.762,47   472
    67.496.762,47 70.317
    82.843.073,47 108.627
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 266.300,00   452
2. Bücher und andere buchhändlerische Waren 57.565.700,09   70.078
    57.832.000,09 70.530
II. Forderungen und sonstige      
Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 53.240.375,66   51.212
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 21.015.397,62   19.234
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.490.208,42   4.892
    78.745.981,70 75.338
III. Wertpapiere      
Sonstige Wertpapiere   152.000,00 186
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   16.018.227,14 830
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   2.699.436,68 3.039
    238.290.719,08 258.550

Passiva

     
  31.12.2015
31.12.2014
T€
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 13.798.400,00   13.798
abzüglich Nennbetrag eigene Anteile -651.560,00   -651
    13.146.840,00 13.147
II. Kapitalrücklagen   33.712.991,40 33.713
III. Gewinnrücklagen   25.984.838,76 57.285
IV. Bilanzgewinn   29.840,62 -18
    72.874.510,78 104.127
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen 10.270.041,00   9.451
2. Sonstige Rückstellungen 14.618.900,00   30.464
    24.888.941,00 39.915
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.433.622,43   22.376
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 77.522.852,17   73.366
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.204.323,77   9.815
4. Sonstige Verbindlichkeiten 5.366.468,93   8.951
    140.527.267,30 114.508
    238.290.719,08 258.550

Gewinn- und Verlustrechnung für 2015

2015
2014
T€
1. Umsatzerlöse   493.172.730,26 505.112
2. Sonstige betriebliche Erträge   14.145.486,22 10.736
    507.318.216,48 515.848
3. Materialaufwand:      
a) Aufwendungen für bezogene Waren und Hilfs- und Betriebsstoffe 382.645.930,83   391.453
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 34.547.871,44   27.682
    417.193.802,27 419.135
    90.124.414,21 96.713
4. Personalaufwand:      
a) Löhne und Gehälter 31.318.040,20   43.427
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 7.346.911,15   8.955
    38.664.951,35 52.382
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 6.443.010,89 7.003
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   66.012.084,23 34.994
7. Betriebsergebnis   -20.995.632,26 2.334
8. Zinsen und ähnliche Erträge 92.491,67   436
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 2.807.802,52    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.637.166,50   2.676
    -4.352.477,35 -2.240
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -25.348.109,61 94
12. Außerordentliche Aufwendungen   6.030.954,41 151
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -126.561,47 -18
14. Jahresfehlbetrag   -31.252.502,55 - 39
15. Verlust/Gewinnvortrag   -17.656,83 21
16. Entnahme aus den Gewinnrücklagen   31.300.000,00 0
17. Bilanzgewinn/-verlust   29.840,62 - 18

Anhang 2015

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. Bilanzierung und Bewertung

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei den Gebäuden und übrigen Sachanlagen wird überwiegend die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Aufgrund dauerhafter Wertminderungen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 957 vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden in einem Sammelposten über fünf Jahre abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel.

Die Vorräte sind zu den Einstandspreisen bewertet. Angemessene Wertabschläge tragen den Lagerhaltungs- und Gängigkeitsrisiken Rechnung.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennbetrag unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko ist in Form pauschaler Abschläge berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit T€°18.697 Gesellschafter.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 1.295 enthalten.

Aktive latente Steuern werden nicht angesetzt.

Die Pensionsrückstellungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mit den Sterbetafeln von Heubeck 2005 ermittelt. Es wurde ein Zinssatz von 4,0 %, der dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten 7 Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht, und ein Lohn- und Gehaltstrend von 2,3 % sowie ein Rententrend von 2 % angewandt. Von der Übergangsregelung nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Es sind T€ 1.419 nicht in der Bilanz erfasst.

In den sonstigen Rückstellungen sind die ungewissen Verbindlichkeiten in der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Höhe bilanziert. Hier erfasst sind im Wesentlichen Personalkosten und Remissionsrisiken sowie Sozialplanaufwendungen. Langfristige Rückstellungen werden laufzeitadäquat abgezinst; die Ab- und Aufzinsungseffekte werden im Zinsergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag passiviert. Auf Fremdwährung lautende Positionen sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, Verpfändungen und Forderungszessionen gesichert. Aus dem Kreditvertrag ergeben sich Haftungsverpflichtungen aus gesamtschuldnerischer Mithaftung in Höhe von T€°139.107.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 3.368 Gesellschafter. Sie weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern mit T€ 576 (Vorjahr: T€ 1.543) enthalten. Sie weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

II. Sonstige Angaben

Die Umsatzerlöse entfallen mit 91 % auf den Großhandel und mit 9 % auf Dienstleistungen. Die Exportquote beläuft sich auf 15 %.

Im Personalaufwand sind Aufwendungen aus Altersversorgung in Höhe von T€ 1.615 (Vorjahr: T€ 885) enthalten.

Unter den außerordentlichen Aufwendungen sind die ratierliche Zuführung des Unterschiedsbetrags zu den Pensionsrückstellungen aus der Anwendung des BilMoG sowie Sozialplanaufwendungen ausgewiesen.

Im Jahresdurchschnitt waren 441 Angestellte und 515 gewerbliche Arbeitnehmer beschäftigt.

Beteiligungen gem. § 285 Nr. 11 HGB:

Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2015 Anteil
in %
Eigenkapital
in T€
Ergebnis
in T€
KN Immobilien GmbH & Co. OHG, Erfurt 60 61.747 - 8.416
BuchPartner GmbH, Darmstadt 51 4.851 733
BHS Service GmbH, Darmstadt 51 31 2
KN Digital Printforce GmbH, Stuttgart 50 55 1
eurosoft Informationstechnologie GmbH, Beckum 28 403 10

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der F. Volckmar GmbH & Co. KG, Stuttgart einbezogen.

Geschäftsführer:

Uwe Ratajczak

Frank Thurmann

Oliver Voerster

 

Stuttgart, 11. März 2016

gez. Uwe Ratajczak

gez. Frank Thurmann

gez. Oliver Voerster

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses auf den 31.12.2015 gem. § 328 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 HGB: 16.04.2016

Anlagenspiegel 2015

Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand 01.01.2015
Zugänge
Um-buchungen
Abgänge
Stand 31.12.2015
Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 35.739.349,49 4.019.349,02 0,00 251.921,49 39.506.777,02
Geschäfts- oder Firmenwert 193.750,00 0,00 0,00 0,00 193.750,00
  35.933.099,49 4.019.349,02 0,00 251.921,49 39.700.527,02
Sachanlagen          
Grundstücke und Bauten 49.171.727,38 1.802,99 0,00 45.397.423,39 3.776.106,98
Technische Anlagen und Maschinen 20.082.995,77 21.368,00 0,00 2.330.568,04 17.773.795,73
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.424.155,62 642.449,88 0,00 12.555.066,82 18.511.538,68
  99.678.878,77 665.620,87 0,00 60.283.058,25 40.061.441,39
Finanzanlagen          
Anteile an verbundenen Unternehmen 70.345.352,52 0,00 0,00 12.550,00 70.332.802,52
Beteiligungen 471.762,47 0,00 0,00 0,00 471.762,47
  70.817.114,99 0,00 0,00 12.550,00 70.804.564,99
  206.429.093,25 4.684.969,89 0,00 60.547.529,74 150.566.533,40
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2015
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2015
Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.783.244,49 3.707.809,02 251.921,49 29.239.132,02
Geschäfts- oder Firmenwert 187.292,00 6.458,00 0,00 193.750,00
  25.970.536,49 3.714.267,02 251.921,49 29.432.882,02
Sachanlagen        
Grundstücke und Bauten 27.976.309,38 397.304,99 24.599.127,39 3.774.486,98
Technische Anlagen und Maschinen 19.073.950,77 657.273,00 2.172.101,04 17.559.122,73
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.280.838,62 1.674.165,88 12.305.838,82 13.649.165,68
  71.331.098,77 2.728.743,87 39.077.067,25 34.982.775,39
Finanzanlagen        
Anteile an verbundenen Unternehmen 500.000,00 2.807.802,52 0,00 3.307.802,52
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  500.000,00 2.807.802,52 0,00 3.307.802,52
  97.801.635,26 9.250.813,41 39.328.988,74 67.723.459,93
Buchwerte
Stand 31.12.2015
Stand 31.12.2014
Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.267.645,00 9.956.105,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 6.458,00
  10.267.645,00 9.962.563,00
Sachanlagen    
Grundstücke und Bauten 1.620,00 21.195.418,00
Technische Anlagen und Maschinen 214.673,00 1.009.045,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.862.373,00 6.143.317,00
  5.078.666,00 28.347.780,00
Finanzanlagen    
Anteile an verbundenen Unternehmen 67.025.000,00 69.845.352,52
Beteiligungen 471.762,47 471.762,47
  67.496.762,47 70.317.114,99
  82.843.073,47 108.627.457,99

Lagebericht 2015

Grundlagen des Unternehmens

Der Kernbereich unserer Unternehmenstätigkeit ist der Buchgroßhandel, in dem wir in Deutschland Marktführer sind. Die Koch, Neff & Volckmar GmbH (KNV) ist als Großhändler bereits seit über 185 Jahren in der Distribution von Büchern, CDs, DVDs und zahlreichen weiteren Medienartikeln tätig, die in Buchhandlungen vertrieben werden. Damit ist KNV ein starkes Bindeglied zwischen den Verlagen und dem Buchhandel und hat über 500.000 lieferbare Artikel vorrätig. Mit der BuchPartner GmbH in Darmstadt beliefern wir den Lebensmitteleinzelhandel mit Büchern und Medien verbunden mit einem Komplettservice.

Der Zwischenhandel mit E-Books erfolgt zur Arrondierung des Leistungsportfolios in Kooperation mit einem etablierten Dienstleister.

Unser im Herbst 2014 in Betrieb genommenes neues Logistikzentrum in Erfurt bietet modernste Lager- und Kommissioniertechnik mit einer überbauten Fläche von 175.000 qm. Damit zählt es zu den größten und modernsten Medienlogistikanlagen Europas.

Die KN Digital Printforce GmbH, ein Joint Venture zur Erbringung von Print on Demand-Services, hat sein Geschäftsvolumen weiter erhöht und ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaftet. Bücher werden bei diesem Verfahren als Einzelexemplare oder in Kleinauflagen nachfrageorientiert gedruckt. Im Buchgroßhandel kann so innerhalb weniger Stunden ein noch breiteres Sortiment lieferbarer Titel offeriert und die Lieferfähigkeit bei gleichzeitiger Reduktion des physischen Bestands verbessert werden.

Wirtschaftsbericht

Branchenentwicklung

Die Umsätze im deutschen Buchmarkt sanken 2015 um 1,7 %, wobei sich die Umsätze im stationären Buchhandel mit einem geringeren Rückgang gut behaupten konnten. In der Schweiz sind hier aufgrund der Frankenentwicklung stärkere Marktabschwächungen zu verzeichnen. Der Anteil des E-Book-Umsatzes hat sich entgegen den Markterwartungen wiederum nur leicht von 4,3 % auf 4,5 % erhöht.

Geschäftsverlauf und Lage

Unser Buchgroßhandelsumsatz in Deutschland ist um 3,7 % zurückgegangen. Ursache waren niedrigere Umsätze mit den Großkunden und Filialisten. Außerdem führten die Inbetriebnahmeprobleme des Logistikzentrums in Erfurt zu Umsatzrückgängen in den betroffenen Liefergebieten.

Der Export weist einen leichten Zuwachs auf. In der Schweiz hat sich die Fusion von Orell Füssli mit Thalia noch einmal umsatzmindernd ausgewirkt, da in der Folge der Fusion der auf den Großhandel fokussierte Warenbezug von Orell Füssli weitgehend auf das Zentrallager von Thalia umgestellt wurde. Das Wachstum von Ex Libris konnte diese Entwicklung erfreulicherweise ausgleichen. In den übrigen Export-Ländern wird nahezu der gleiche Umsatz ausgewiesen.

Leider zeigt die Entwicklung des durchschnittlichen gewichteten Ladenpreises mit einem Preisrückgang von 1,0 % weiter nach unten. Die Preisanhebungen einzelner Verlage insbesondere im Taschenbuchbereich werden durch Veränderungen der Absatzstruktur im Hardcoverbereich überkompensiert. Dies führt aufgrund der Rabattstrukturen auch zu einer Verringerung der Rohertragsmarge im Großhandel.

Die logistische Dienstleistung des Warenversands an Endkunden und Zentrallagerhaltung für Internet-Buchhandlungen hat sich mit einem Umsatzvolumen von € 5,6 Mio. stabil entwickelt.

Beim Bücherwagendienst weist das Transportvolumen aufgrund von Umsatzverlagerungen verschiedener Kunden ein niedrigeres Niveau auf. Der Gebührenrückgang konnte nur durch zusätzliche Sondertransporterlöse gebremst werden. Die Kosten haben sich auch durch die nachfolgend noch dargestellten Doppelstrukturen in Folge der Inbetriebnahme unseres neuen Logistikzentrums in Erfurt nennenswert erhöht.

Verbunden mit der Zentralisierung der Logistikaktivitäten war ein Arbeitsplatzabbau in der Logistik an den bestehenden Standorten. Der im Frühjahr 2012 abgeschlossene Interessenausgleich und Sozialplan sah angemessene Ausgleichsleistungen für die betroffenen Mitarbeiter vor und motivierte dieseaufgrund seiner Struktur dazu, bis zur Betriebsschließung zu bleiben. Durch die sehr erfreuliche Stabilität in der Belegschaft konnten Produktivität und Qualität auch 2015 am bisherigen Standort in Stuttgart stabil gehalten werden.

Die Errichtung des neuen Logistikzentrums mit einem Investitionsvolumen von über € 150 Mio. erfolgte durch unsere Tochtergesellschaft KN Immobilien GmbH & Co. OHG, Erfurt. Das Projekt lag in der Bauphase voll im Zeit- und Kostenplan, so dass die stufenweise Inbetriebnahme durch die KNV Logistik GmbH wie vorgesehen im Herbst 2014 beginnen konnte. Leider verliefen die Inbetriebnahme und der Umzug des Großhandelsstandorts Köln aufgrund der Komplexität der Systeme, vieler neuer Strukturen und damit verbundener Prozessumstellungen und einem Personalaufbau mit zahlreichen neuen Mitarbeiter nicht so wie geplant. Viele verschiedene technische und organisatorische Probleme, deren Lösung deutlich mehr Zeit als erwartet beanspruchen, führten zu einer Verschiebung des Umzugs des Großhandelsstandorts Stuttgart und verursachten erhebliche Kostenmehrbelastungen durch die längere Aufrechterhaltung der bisherigen Strukturen.

Alle bestehenden Immobilien in Stuttgart konnten erfreulicherweise schon 2013 an einen Investor veräußert werden. Die Übertragungen dieser Grundstücke erfolgten im Wesentlichen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Soweit betrieblich erforderlich werden die Immobilien bis zur Fertigstellung des neuen gemieteten Verwaltungsgebäudes im Sommer 2016 noch durch uns genutzt.

Ertragslage

Die Ertragslage weist folgende Eckdaten auf:

2014
Mio. €
2015
Mio. €
Umsatz 505,1 493,2
Betriebsergebnis 2,3 - 21,0
Jahresfehlbetrag 0,0 - 31,3
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 1.416 956

Die Inbetriebnahme der neuen Logistik in Erfurt, der verzögerte Umzug und die damit verbundene sehr kostenintensive längere Aufrechterhaltung doppelter Strukturen führten zu stark gestiegenen Sachkosten. Zusammen mit den Umsatzbelastungen und umzugsbedingten Bereinigungen der Vorratsbestände in Höhe von € 3,8 Mio. war dies für den dramatischen Rückgang des Betriebsergebnisses verantwortlich.

Im Rahmen der Anpassung der Finanzierung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, die Logistikkonzeption in Erfurt zu überprüfen. Diese Überprüfung führte zu einer Bestätigung des in Erfurt realisierten Logistikkonzepts und seiner Struktur. Verschiedene kostenwirksame Maßnahmen sind erforderlich, um die vorgesehenen Zielproduktivitäten zu erreichen und Einsparungen in anderen Unternehmensbereichen zu erzielen.

Mit der Entscheidung den Verwaltungsstandort Köln aufzugeben und das Warenwirtschaftssystem Eurobis Flow einzustellen, waren weitere Sozialplanaufwendungen verbunden. Zusätzliche Rückstellungserfordernisse durch Insolvenzanfechtungen verursachten mit allen anderen Belastungen den deutlich erhöhten Jahresfehlbetrag.

Insgesamt war die Ertragslage 2015 als sehr belastet zu beurteilen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich im Überblick wie folgt dar:

2014
Mio. €
2015
Mio. €
Bilanzsumme 258,6 238,3
Anlagevermögen 108,6 82,8
Vorräte 70,5 57,8
Liquidität 1,0 16,2
Eigenkapital 104,1 72,9
Rückstellungen 39,9 24,9
Bankverbindlichkeiten 22,4 35,4

Der Rückgang des Bilanzvolumens ist auf den Verkauf der Grundstücke in Stuttgart und Köln sowie auf eine Optimierung der Vorratsbestände zurückzuführen.

Wir haben 2015 € 4,7 Mio. insbesondere in IT-Systeme investiert.

Die Eigenmittelausstattung ist durch die negative Ergebnisentwicklung deutlich zurückgegangen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 31 % (Vorjahr 40 %). Das Anlagevermögen ist damit in sehr hohem Umfang durch Eigenkapital gedeckt.

Der Abbau der Rückstellungen ist hauptsächlich durch die Auszahlungen der Sozialplanleistungen an die ausgeschiedenen Logistikmitarbeiter in Stuttgart und Köln begründet.

Da die vereinbarten Rahmenbedingungen des Konsortialkreditvertrages nicht eingehalten werden konnten, wurde zur Sicherstellung der weiteren Refinanzierung neben der Erhöhung der Kreditlinien insbesondere erforderlich, die vorgesehenen Tilgungen zu strecken und die übrigen Rahmenbedingungen so zu strukturieren, dass sie den neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerecht werden. Damit konnten wir die Finanzierung für die nächsten drei Jahre vereinbaren.

Nachtragsbericht

Die Belieferung der Großhandelskunden wurde bis Ende Februar 2016 erfolgreich von Stuttgart auf Erfurt umgestellt.

Wir sind derzeit in Verhandlungen über die Veräußerung unserer 51% Beteiligung an der BuchPartner GmbH, Darmstadt. Die Ergebnisauswirkungen wurden in 2015 antizipiert.

Chancen- und Risikobericht

Den Risiken des operativen Geschäftsbetriebs in der Logistik und der IT-Infrastruktur begegnen wir durch die Vorhaltung produktionskritischer Ersatzteile, Dienstleistungs-, Wartungs- und Servicevereinbarungen sowie einer Hard- und Softwarearchitektur, die die Hochverfügbarkeit unserer Systeme in den definierten Zeiten sicherstellt.

Zukünftig ist durch die zunehmende Konzentration im Bucheinzelhandel sowie bei den Verlagen mit einem sich fortsetzenden Margendruck zu rechnen. Risiken für die weitere Unternehmensentwicklung bestehen, wenn es uns aufgrund der Marktbedingungen nicht gelingt, verlorengegangene Umsätze zurückzugewinnen und neues Volumen zu akquirieren. Ebenso, wenn es im neuen Logistikzentrums in Erfurt nicht gelingt, die Produktivität und Qualität deutlich zu verbessern, um die Kundenbindungen zu erhalten und die Kostenpotenziale zu heben.

Die Probleme bei der Inbetriebnahme hatten auch negative Auswirkungen auf die Kundenzufriedenheit. Hier gilt es, die Leistungsfähigkeit und Qualität unserer neuen Strukturen unter Beweis zu stellen, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Durch die Änderung des Konsortialkreditvertrages wurde die Finanzierung für die nächsten drei Jahre auf einer neuen Grundlage gesichert. Allerdings haben sich die finanziellen Spielräume hierdurch eingeengt.

Forderungsausfallrisiken aus den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen begegnen wir durch eine Kreditversicherung der größten Kunden.

Nach Umsetzung aller vorgesehen Maßnahmen in unserem neuen Logistikzentrum werden sich zunehmend Chancen und Potenziale im Wettbewerb ergeben.

E. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2016 wird mit einer nahezu stabilen Umsatzentwicklung gerechnet. Gründe hierfür sind auf der einen Seite Flächenbereinigungen und Einkaufsänderungen der Filialisten, Konkurrenz durch den Wettbewerber Umbreit und ein leicht unterproportionales Wachstum im E-Commerce im Vergleich zu dessen Gesamtentwicklung sowie umzugsbedingte Belastungen der Kundenbeziehungen, denen Zuwächse durch Akquisitionserfolge, der Ausbau bestehender Absatzkanäle und Qualitätsverbesserungen gegenüberstehen. Die Digitalisierung von Büchern spielt hierbei eine geringe Rolle.

Der Abschluss des Umzugs in unser neues Logistikzentrum und der damit verbundene Wegfall doppelter Strukturen bis Ende Februar 2016 wird bereits im laufenden Geschäftsjahr zu deutlichen Kostenentlastungen führen, so dass sich schon 2016 wesentliche Ergebnisverbesserungen ergeben werden. Dennoch rechnen wir für das laufende Jahr noch mit einem Verlust im einstelligen Millionenbereich.

Um die neuen Rahmenbedingungen der Finanzierung einzuhalten, ist es erforderlich, dass 2016 insbesondere die im Zuge der Optimierung der Prozesse erwarteten Produktivitäts-, Qualitäts- und Kostenverbesserungen erreicht werden. Die finanziellen Spielräume lassen hierfür keine nennenswerten Abweichungen zu.

Im direkten Wettbewerb und in einem herausfordernden Marktumfeld wird das neue Logistikzentrum langfristig nachhaltig die gute Marktposition und eine positive Geschäftsentwicklung sichern.

 

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Koch, Neff & Volckmar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungen vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, den 15.03.2016

Dr. Vaih & Partner
Wirtschaftsprüfung Stuttgart GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Dr. Vaih, Wirtschaftsprüfer

gez. König, Wirtschaftsprüfer

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