KMG Kliniken PLCLiquidiert

19336 Bad Wilsnack, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuruppin HRB 9097
Eingetragen
29.12.2010
Branche
Krankenhäuser (ohne Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken)Stationäre Einrichtungen zur palliativen PflegeVorsorge- und Rehabilitationskliniken
Gegenstand
Errichten und Betreiben von Kliniken, Krankenhäusern und sonstigen medizinisch-sozialen Einrichtungen.

Historie

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Management

NameRolle
Vertreter
Stefan Eschmann. LL.M
seit 19.1.2015
Vertreter
Vertreter

Konzern- und Jahresabschlüsse

KMG Kliniken PLC

Bad Wilsnack

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017

1. Grundlagen des Konzerns - Geschäftsmodell

Der Konzern der KMG Kliniken PLC betreibt im Nord-Osten Deutschlands an 15 Standorten 18 Akut- und Rehabilitationskliniken verschiedener Fachrichtungen, sowie Alten- und Pflegeheime. Hinzu kommen zwei medizinische Versorgungszentren (MVZ) an acht Standorten und drei ambulante Pflegedienste. Als privatwirtschaftliches Unternehmen und einer der größten Arbeitgeber in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern investieren wir nachhaltig in moderne ambulante und stationäre Versorgungsstrukturen. Konzerneigene Bildungs- und Dienstleistungsunternehmen erbringen einen umfassenden Service für den Betrieb aller Einrichtungen. Hierzu gehören u.a. die Reinigung, die Speisenversorgung und eine Wäscherei. Als strategische Managementholding steuert die KMG Kliniken PLC die Aktivitäten der rund 30 Unternehmen der Unternehmensgruppe.

Nicht nur mit der Bildungsakademie, zur Ausbildung in den Gesundheitsberufen, sondern auch als Berufsausbilder und Kooperationspartner der Universität Rostock sorgt der Konzern zugleich für qualifizierten Nachwuchs und die Weiterbildung des medizinischen Personals auf höchstem Niveau.

Den größten Nutzen dieser Angebote haben die Patienten und Bewohner der KMG Kliniken bei bester technischer Ausstattung, optimalem Gesundheitsservice und Raumkomfort. Noch entscheidender aber ist der konzeptionelle Ansatz der KMG Kliniken, der von einer ganzheitlichen Sichtweise auf den Menschen bestimmt ist.

Die KMG Kliniken PLC stellt sich als Gesundheitskonzern den vielfältigen Aufgaben, die sich aus sich verändernden politischen Rahmenbedingungen, dem demografischen Wandel, der Digitalisierung oder durch Fortschritte in der Medizin ergeben.

Gesundheit aus einer Hand: Durch das Netzwerk moderner stationärer und ambulanter Versorgungseinrichtungen bietet die KMG Kliniken Gruppe ihren Patienten und Bewohnern mit unterschiedlichen Erkrankungen und Bedürfnissen die optimale Behandlung und Betreuung.

Neben dem organischen Wachstum in den bestehenden Einrichtungen wird der KMG Kliniken Konzern zielgerichtet anorganisch gestärkt und weiterentwickelt. So wurden im vergangenen Jahr die ambulanten Angebote, sowohl durch die Einbindung von Arztpraxen in medizinischen Versorgungszentren als auch die pflegerischen Angebote durch Zukäufe von Pflegediensten ergänzt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die gesamtwirtschaftliche Lage und Konjunkturaussichten sind im Euroraum im Jahr 2017 so gut wie seit Jahren nicht mehr. Ein kräftiger Aufschwung, niedrige Zinsen sowie höhere, aber immer noch moderate Inflationsraten kennzeichneten diese Entwicklung. Die wirtschaftliche Aktivität ist im Jahr 2017 deutlich schneller gewachsen als im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt ergibt sich eine Gesamtwachstumsrate von 2,5%. Hier profitierte der Euroraum auch von der günstigen Entwicklung der Weltwirtschaft. In 120 Ländern hat sich das Wachstum im Jahr 2017 beschleunigt. Viele Wirtschaftsindikatoren deuten darauf hin, dass die gute Entwicklung, wenn auch etwas verlangsamt, anhält. Aufgrund von weiter zu erwartender Knappheit auf den Arbeitsmärkten dürften sich die Wachstumsraten aber in den Folgejahren abschwächen.

In Deutschland war die wirtschaftliche Lage im Jahr 2017 mit einer Wachstumsrate von 2,5 % ebenfalls sehr gut. Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer Hochkonjunkturphase. Die Auslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten übersteigt ihren langjährigen Durchschnitt inzwischen erheblich. Sowohl bei den Unternehmen als auch bei den privaten Haushalten ist die Stimmung außerordentlich gut. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich von ihrem bereits erreichten niedrigen Stand weiter und lag zum Jahresende auf dem niedrigsten Niveau seit der Wiedervereinigung. Das Angebot offener Stellen nahm auch im Geschäftsjahr 2017 weiter zu.

Die bereits seit einigen Jahren anhaltend hohe Arbeitsnachfrage in sozialversicherungspflichtigen Stellen konnte trotz der Aktivierung von inaktiven oder arbeitslosen Personen nur zum Teil mit Arbeitskräften aus dem Inland gestillt werden.

Die vor allem demografisch und wanderungsbedingt erheblich sinkenden Beschäftigungszuwächse verstärken den bereits jetzt in diversen Branchen spürbaren Fachkräftemangel, der für den Gesundheitssektor bereits seit einigen Jahren ein Belastungsfaktor ist.

Auch im gesamten Jahr 2017 wurden die Tarifverdienste (einschl. Nebenvereinbarungen) wie bereits im Jahr 2016 mit 2,1 % gegenüber dem Vorjahr nur moderat angehoben. Zu einem gewissen Grad beruhte dies auf niedrigen Entgeltanhebungen früherer Lohnrunden, die unter dem Einfluss sehr geringer Preissteigerungen der Jahre 2015 und 2016 abgeschlossen worden waren. Zu einem größeren Teil prägten allerdings maßvolle Neuabschlüsse der Tarifrunde 2017 die Lohndynamik.

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit dem kräftigen Wirtschaftswachstum und zunehmenden Personalengpässen am Arbeitsmarkt lassen insgesamt spürbar stärkere Lohnsteigerungen als in den Vorjahren erwarten.

Die Vergütung von Krankenhausleistungen wird wesentlich geprägt von der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Gem. Veröffentlichung der Finanzergebnisse der GKV für das 1. bis 3. Quartal 2017 durch das Bundesministerium für Gesundheit am 6. Dezember 2017 erzielte die GKV einen Überschuss in Höhe von € 2,52 Mrd. Die Überschussentwicklung hat sich damit weiter beschleunigt. Damit steigen die Finanzreserven der Krankenkassen bis Ende September 2017 auf rund € 8,6 Mrd. Die durchschnittliche Finanzreserve sämtlicher Krankenkassen beträgt knapp eine Monatsausgabe und liegt damit fast viermal so hoch wie die gesetzlich vorgesehene Mindestreserve.

Einnahmen in Höhe von rund € 174,7 Mrd. standen Ausgaben von rund € 172,2 Mrd. gegenüber. Damit sind die Einnahmen der Krankenkassen um 4,2 % und die Ausgaben insgesamt um 3,7 % gestiegen.

Im von der Bundestagswahl geprägten Jahr 2017 wurden keine gesetzlichen Rahmenbedingungen verändert, die grundliegende Anpassungen der Struktur oder Finanzierung des Gesundheitssektors zur Folge haben könnten. Allerdings wurde mit dem Pflegeberufereformgesetz beschlossen, dass die bisher im Altenpflegegesetz und Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Pflegeausbildungen in einem neuen Pflegeberufegesetz zusammengeführt werden. Der erste Ausbildungsjahrgang soll 2020 beginnen und wird die Bildungseinrichtungen vor neue Herausforderungen stellen.

Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft wurden mit dem Gesetz zur Modernisierung der epidemiologischen Überwachung übertragbarer Krankheiten im April 2017 aufgefordert, im Benehmen mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung, spätestens bis zum 30. Juni 2018 mit Wirkung zum 1. Januar 2019 verbindliche Pflegepersonaluntergrenzen für solche Krankenhausbereiche festzulegen, in denen dies aus Gründen der Patientensicherheit angeblich besonders notwendig sein soll. Sollte bis zum 30. Juni 2018 keine Vereinbarung zustande kommen, wird das BMG mit Wirkung zum 1. Januar 2019 durch eine Rechtsverordnung ersatzweise die ausstehenden Entscheidungen treffen. Aus dem Zwischenbericht vom 30. Januar 2018 des GKV Spitzenverbandes und der Deutschen Krankenhausgesellschaft e. V. an das BMG wird mehr als deutlich, dass es zur deutschen Versorgungssituation keine Studien gibt, auf deren Basis Pflegepersonaluntergrenzen begründet werden könnten. Da auch die Definition der pflegesensitiven Bereiche, auf die die zukünftigen Regelungen Anwendung finden sollen, noch als vorläufig gilt, ist eine Beurteilung der potentiellen Auswirkungen auf unsere Kliniken bisher auch nur sehr begrenzt möglich. Klar ist aber, dass es sich hierbei in erster Linie um gewerkschaftlich motivierte Initiativen handelt.

Der Koalitionsvertrag stellt eine gewisse Senkung der Abgabenlast insbesondere durch die für das Jahr 2021 angekündigte Rückführung des Solidaritätszuschlags in Aussicht. Ausgabenseitig sollen etwa für Bildung, Alterssicherung oder Digitalisierung zusätzliche Mittel eingesetzt werden. Im Gesundheitsbereich gibt es eine Reihe von Absichtserklärungen u.a. zur Sicherstellung einer guten flächendeckenden medizinischen und pflegerischen Versorgung und zur Stärkung der Finanzierung für Investitionen in neue Technologien und Umstrukturierungen.

2.2. Geschäftsverlauf

Der KMG-Konzern zeigt in 2017 eine stabile Ertragslage, die weiterhin das Ergebnis der konsequenten Ausrichtung der Vorjahre auf die Kernsegmente Akut, Reha und Pflege sowie deren stetige Weiterentwicklung ist. Die KMG-Einrichtungen erwirtschafteten Umsatzerlöse in Höhe von rd. € 207,7 Mio. (VJ € 197,4 Mio.). Bei einem EBITDA von € 21,4 Mio. (VJ € 23,3 Mio.) konnte in 2017 ein Konzernergebnis von € 8,0 Mio. (VJ € 9,5 Mio.) erzielt werden. Es wurde eine Umsatzrendite von 3,8 % erreicht, die im Benchmark-Vergleich mit den großen privaten Klinikgruppen einen guten Wert darstellt. Damit konnte die solide wirtschaftliche Entwicklung nahtlos fortgesetzt werden.

Die Zahl der Mitarbeiter liegt mit 2.805,2 durchschnittlich beschäftigten Vollkräften (inklusive Auszubildender) über dem Vorjahresniveau.

Akutkliniken

Nachdem das Jahr 2016 geprägt war vom Inkrafttreten der Krankenhausreform bleibt in 2017 festzustellen, dass die Fragen des demografischen Wandels, der Finanzierung und der sich ausweitende Fachkräftemangel die zentralen Einflussfaktoren auf die Krankenhausversorgung bleiben.

Viele Krankenhäuser haben in den vergangenen Jahren strukturelle Veränderungen aktiv vorangetrieben, dennoch bestehen erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen. Als Gründe hierfür werden ausgemacht, dass die Personalkostensteigerungen nicht komplett ausgeglichen werden können und die Bundesländer nicht ansatzweise ihrer Investitionsverpflichtung nachkommen.

Die Deutsche Krankenhaus Gesellschaft hat in 2017 die aktuellsten statistischen Daten (2015) zur Krankenhausfinanzierung nach § 9 KHG veröffentlicht. Insgesamt stellten demnach die Bundesländer ca. € 2,79 Mrd. für die Investitionsförderung zur Verfügung. Das Gesamtvolumen der KHG-Mittel auf Bundesebene liegt damit unterhalb des langfristigen Durchschnitts der Jahre 1991 bis 2015 und entspricht einem realen Wertverlust von fast 50 % gegenüber dem Jahr 1991. Obwohl der Druck anhält, Investitionen in Infrastruktur und Medizintechnik auf höchsten Niveau zu halten, haben die Krankenhäuser mit einer jährlichen Investitionslücke von rund € 3,7 Mrd. zu kämpfen. Die Entwicklung der Investitionsförderung in den einzelnen Bundesländern ist sehr unterschiedlich, aber insbesondere im Nordosten Deutschlands deutlich unterdurchschnittlich (Mecklenburg-Vorpommern -72 %, Brandenburg -74 %, Sachsen-Anhalt -85 %).

Der Druck auf Mitarbeiter im Krankenhaus steigt. Es kann ausgeschlossen werden, dass man diesen durch starre, gewerkschaftlich getriebene und durch den Arbeitsmarkt ohnehin nicht leistbare weitere pauschale Personalvorgaben für die Krankenhäuser auflösen kann. Forderungen oder die politische Ankündigung der Schaffung neuer Stellen ändern ohnehin nichts an den bereits vorherrschenden Rahmenbedingungen, freie Stellen nicht besetzen zu können, und wirken fast schon naiv.

Durch den Rahmenvertrag, den die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der GKV-Spitzenverband im Oktober 2016 abgeschlossen haben, sind die Krankenhäuser seit 1. Oktober 2017 verpflichtet, für Patienten nach voll- oder teilstationärem Aufenthalt ein Entlassmanagement zu organisieren. Dazu gehört, dass sie feststellen, welche ambulanten Leistungen unmittelbar nach der Klinikentlassung erforderlich sind und diese einleiten.

In diesem Zusammenhang ist es Krankenhäusern in begrenztem Umfang erlaubt, Verordnungen auszustellen und eine Arbeitsunfähigkeit zu bescheinigen. So dürfen sie Arzneimittel in der kleinsten Packungsgröße verschreiben, um die Übergangsphase von der stationären in die ambulante Versorgung zu überbrücken.

Durch das Entlassmanagement hat das Krankenhaus zusätzliche Pflichten, die personell und organisatorisch abgebildet werden müssen und die die wirtschaftlichen Herausforderungen erneut unterstreichen.

Als neues Instrument in der Gesundheitspolitik stößt der Innovationsfonds nach Einschätzung des BGM auf eine erfreulich gute Resonanz. Der Innovationsfonds schafft eine neue Kooperationskultur in der bundesweiten Gesundheitslandschaft. Forschende, Arztpraxen, Krankenhäuser und Krankenkassen, aber auch Pflegeheime, Seniorendienste und Kommunen arbeiten in interdisziplinären Projekten zusammen, um die medizinische Versorgung und die Lebensqualität erkrankter Menschen zu verbessern. So erreicht die Gesundheitsversorgung in Deutschland ein neues Qualitätsniveau. Bis einschließlich 2019 stellt der Innovationsfonds jeweils € 300 Mio. jährlich zur Verfügung.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) wurde vom Gesetzgeber beauftragt, ein gestuftes System für die Notfallstrukturen in Krankenhäusern zu entwickeln. Um die Folgen einer Neustrukturierung abschätzen zu können, hat der G-BA beim IGES-Institut eine Studie in Auftrag gegeben, in der alle knapp 2.000 zugelassenen bundesdeutschen Krankenhäuser befragt werden sollten. An dieser Umfrage haben auch KMG Kliniken teilgenommen. Anders als Medienberichten teilweise zu entnehmen war, haben sich die Notfallstrukturen zum Jahresbeginn 2018 nicht geändert.

Das KMG Klinikum Wittstock mit einer der größten kardiologischen Abteilungen im Land Brandenburg und einer zertifizierten Brustschmerzambulanz (CPU) bleibt also wichtigstes Anlaufzentrum für Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt. Ebenso sind das als lokales Traumazentrum zertifizierte KMG Klinikum Pritzwalk und das als regionales Traumazentrum zertifizierte KMG Klinikum Kyritz zentrale Säulen der Notfallversorgung in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, ohne die eine flächendeckende zeitnahe Versorgung von Menschen, die einen Unfall erlitten haben, auf höchstem medizinischen Niveau nicht möglich wäre. Die KMG Kliniken kommen diesem Auftrag auch im kommenden Jahr nach. Das KMG Klinikum Kyritz wäre hiervon ohnehin nicht betroffen.

Auch für das regionale Traumazentrum mit Station des Rettungshubschraubers Christoph 34 in Güstrow wird hier zunächst keine Betroffenheit gesehen. Die weitere Entwicklung wird eng begleitet und es wird dafür gesorgt, dass wir mit unseren Kliniken auch in der Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Notfallversorgung leisten werden.

Der Landesbasisfallwert (LBFW) erhöhte sich im Berichtsjahr in Brandenburg um 2,12 % auf 3.347,67 €, in Mecklenburg-Vorpommern um 2,22 % auf 3.350,85 € und liegt in Sachsen-Anhalt nach einer Anpassung um 2,03 % bei 3.344,75 €.

Der LBFW 2018 für Mecklenburg-Vorpommern steht zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch aus, für Brandenburg wurde er mit 3.439,- € und für Sachsen-Anhalt mit 3.438,50 € vereinbart.

Der Akutsektor der KMG Kliniken hat im Jahr 2017 eine leicht gesunkene Fallzahl von 40.568 (Vorjahr 41.110) aufzuweisen. Die Bewertungsrelationen reduzierten sich leicht von 38.235 auf 38.199. Die Verweildauer betrug im Durchschnitt 6,04 Tage. Im Geschäftsjahr 2017 ist die Zahl der aufgestellten Betten im Akutbereich mit insgesamt 1.060 (Vorjahr 1.051) zu beziffern.

Im Geschäftsjahr erhöhte sich die Fallzahl im Vergleich zu 2016 von 19.787 auf 20.239 beim KMG Klinikum Güstrow. Die Bewertungsrelationen erhöhten sich von 18.106 auf 19.165. Die Verweildauer ist von 6,88 Tage im Vorjahr auf 6,70 Tage gesunken. Die Behandlungstage haben sich von 136.063 im Vorjahr auf 135.630 Behandlungstage verringert.

Mit hoch qualifizierten Mitarbeitern hat das KMG Klinikum Güstrow das Leistungsspektrum differenziert ausgebaut. 15 Fachkliniken arbeiten Hand in Hand. Mit einem breiten Therapieangebot für die körperliche und geistige Gesundheit geht man besondere Wege zur Versorgung der Patienten. Es bietet eine umfassende und optimale Patientenversorgung bei kurzer Verweildauer. Eine moderne technische Ausstattung gewährleistet viele schonende Untersuchungsverfahren.

Nach der Etablierung der neuen Klinik für Rhythmologie und klinische Elektrophysiologie am KMG Klinikum in Güstrow im Vorjahr wurde im Jahr 2017 der Ausbau des Zentrums fortgesetzt und nach fast zweijähriger Umbauzeit Anfang 2018 abgeschlossen. Es wurden zwei neue elektrophysiologische Labore und ein neues Herzkatheterlabor eingerichtet, die international jedem Vergleich standhalten.

Neben der modernsten Technologie ist KMG stolz darauf, dass hochqualifizierte Teams diese Hochleistungstechnologie für die kardiologische und rhythmologische Versorgung unserer Patienten einzusetzen wissen. Mittlerweile wurde belegt, dass durch die erfolgreiche Behandlung von Herzrhythmusstörungen - wie wir sie am KMG Klinikum Güstrow durchführen - sowohl die Lebensqualität als auch die Lebenserwartung eines Patienten positiv beeinflusst werden. In dem Anfang März 2018 feierlich eröffneten Kardiologisch-Rhythmologischen Zentrum am KMG Klinikum Güstrow können alle Herzpatienten, die nicht am offenen Herzen operiert werden müssen, auf höchstem medizinischen Niveau versorgt werden.

Die hohen Anforderungen, die an die personellen, strukturellen, räumlichen und medizintechnischen Voraussetzungen gestellt werden hat die am KMG Klinikum Güstrow angesiedelte Klinik für Rhythmologie und klinische Elektrophysiologie nachgewiesen. Dies ist durch die zwischenzeitlich abgeschlossene Zertifizierung zur Ausbildungsstätte für die Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung (DGK) erfolgt.

Erstmalige und richtungsweisende Ergebnisse der Ablation von Vorhofflimmern - also der Beseitigung von Vorhofflimmern durch einen kathetergestützten Eingriff im elektrophysiologischen Labor wurden durch eine von Prof. Dr. Dietmar Bänsch, Chefarzt der Klinik für Rhythmologie und Klinische Elektrophysiologie, durchgeführten Studie dokumentiert. Die in Zusammenarbeit mit weiteren international renommierten Elektrophysiologen erstellte und zwischenzeitlich im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie weist eine Verbesserung in Bezug auf Erkrankung und Lebenserwartung durch diese Methode nach, setzt internationale Standards und ist leitlinienrelevant für die Elektrophysiologie.

Als Kompetenzzentrum für die Herzgesundheit veranstaltet das KMG Klinikum Güstrow regelmäßig Symposien für den praxisrelevanten wissenschaftlichen Austausch. Die Fortbildungsveranstaltungen verstehen sich als Update für neue Entwicklungen in der Kardiologie und richten sich an niedergelassene Mediziner, Klinikärzte und kardiologische Pflegefachkräfte. Aber auch andere Fachbereiche wie die Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin bieten über die renommierte Reihe des Intensivmedizinischen Symposiums ein Forum für die Erörterung aktueller medizinischer Entwicklungen.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte die KMG Klinikum Mitte GmbH im Geschäftsjahr die Leistungen nicht verbessern. Die Fallzahl der drei Krankenhäuser in Kyritz, Pritzwalk und Wittstock reduzierte sich nach 16.620 im Jahr 2016 auf 15.827 im Jahr 2017. Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die Bewertungsrelationen von 16.854 auf 15.974. Die Verweildauer ist im Vergleich zum Vorjahr (7,03 Tage) auf 6,86 Tage gesunken. Die Behandlungstage sind inklusive. Tagesklinik von 117.802 im Vorjahr auf 109.872 im Geschäftsjahr 2017 gesunken.

Das Pritzwalker Klinikum und das Klinikum in Wittstock wurden 1997 Teil des KMG Gesundheitskonzerns. Unsere KMG Kliniken Pritzwalk und Wittstock wurden in den vergangenen 20 Jahren zu leistungsstarken und hochmodernen Krankenhäusern ausgebaut. In Wittstock ist der bestehende Krankenhausbau erweitert und in Pritzwalk eine komplett neue Klinik gebaut worden. Allein in den vergangenen sechs Jahren hat KMG rund € 2,7 Mio. in die medizintechnische Ausstattung der beiden Häuser investiert. Beispielsweise halten wir in Wittstock zwei Herzkatheterlabore mit Großgeräten der neuesten Generation vor.

Das Überwachungsaudit für das EndoProthetikZentrum am KMG Klinikum Pritzwalk wurde erfolgreich abgeschlossen. Im vorhergegangenen Jahr ist dieses zweite EndoProthetikZentrum im Nordwesten des Landes Brandenburg für eine qualitätsgesicherte Versorgung der Patienten mit künstlichen Gelenken zertifiziert worden. Mit dem externen Überwachungsaudit wurde überprüft und nachgewiesen, dass die räumlichen, apparativen, strukturellen und personellen Voraussetzungen für die Zertifizierung weiterhin erfüllt sind. Es kommen qualitätsgesicherte Verfahrensabläufe zur Anwendung, die detailliert dokumentiert werden und Ergebnisqualität und Patientensicherheit fördern. Für ältere Patienten ist darüber hinaus von Interesse, dass durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit der Klinik für Geriatrie am KMG Klinikum Pritzwalk eine optimale postoperative Betreuung erfolgt, die auf schnelle Mobilisierung der Patientinnen und Patienten abzielt.

Die Praxis für Chirurgie des Medizinischen Versorgungszentrums der KMG Kliniken in Pritzwalk ist in neue Räumlichkeiten im Ärztehaus in der Perleberger Straße gezogen. Die Chirurgen decken Spezialgebiete von der Unfallchirurgie über die Bauchchirurgie bis hin zur plastischen Chirurgie ab. Damit wird den Patienten der Praxis ein sehr breites Leistungsspektrum angeboten. Gleichzeitig profitieren unsere Patienten beim Thema Nachsorge nach einem Klinikaufenthalt, weil der Ansprechpartner der gleiche bleibt.

Auch im KMG Klinikum Kyritz wurden die Überwachungsaudits für das EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung und für das Regionale Traumazentrum erfolgreich abgeschlossen.

Im KMG Klinikum Kyritz ist die Notaufnahme mit dazugehörigem Schockraum nach den Kriterien des Weißbuches Schwerverletzten-Versorgung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie e. V. (DGU) gestaltet. Er ist ausreichend groß und entsprechend technisch ausgestattet. Nur wenige Meter vom Schockraum entfernt befindet sich das CT und MRT. Neben den personellen und strukturellen Voraussetzungen war dieses die Basis zur Teilnahme an dem Traumanetzwerk Nordwest Brandenburg. Das Klinikum Kyritz konnte als Regionales Traumazentrum zertifiziert werden, weil es neben den räumlichen, apparativen und personellen Voraussetzungen hohe Standards bei Behandlungsabläufen und Ergebnissen in der Versorgung Schwerverletzter nachweisen konnte. Das Regionale Traumazentrum unterliegt regelmäßiger externer Kontrolle, damit die Qualität und die Sicherheit in der Schwerverletzten-Versorgung nachhaltig gefördert werden. Nach Fertigstellung des derzeit im Bau befindlichen Hubschrauberlandeplatzes direkt am Klinikum folgt das Verfahren zur Rezertifizierung als Regionales Traumazentrum im TraumaNetzwerk DGU (c). Bisher bezieht sich die Zertifizierung auf die Nutzung des Flugplatzes Kyritz als Hubschrauberlandeplatz für das Klinikum als Ausnahmeregelung.

Im Geschäftsjahr 2017 lagen die Fallzahlen des KMG Klinikums Havelberg mit 1.952 unter dem Vorjahresniveau mit 2.098 Fällen. Die Bewertungsrelationen verringerten sich von 1.412 auf 1.336. Die Verweildauer hat sich im Vergleich zum Vorjahr (6,09 Tage) auf 6,06 Tage kaum verändert. Trotz leicht gestiegenem CMI von 0,684 (Vorjahr 0,673) führt dies zu einer rückläufigen Gesamtleistung.

Die Menschen, die sich dem KMG Klinikum Havelberg anvertrauen, wissen, dass sie hier von medizinischer Seite in guten Händen sind, und dass ein menschlich-familiärer Umgang ein zentrales Anliegen ist. Die demografische und medizinische Entwicklung bringt Herausforderungen für die Entwicklung des Krankenhauses in Havelberg mit sich, Optionen zur stufenweisen Anpassung des Standortes Havelberg an diese Herausforderungen werden aktuell erarbeitet.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden 2.359 Fälle in der KMG Klinik Boizenburg behandelt. Die Fallzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr (2.468) leicht gesunken. Im Geschäftsjahr verringerte sich die Bewertungsrelation von 1.862 auf 1.724. Die Verweildauer ist im Vergleich zum Vorjahr von 5,44 Tage auf 5,51 Tage gestiegen. Der CMI ist von 0,755 im Vorjahr auf 0,731 gesunken.

Als Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung ist die KMG Klinik Boizenburg in der Region als Zentrum moderner und wohnortnaher medizinischer Versorgung fest verankert und verfügt über einen ausgezeichneten fachlichen Ruf. Mit leistungsfähiger Medizintechnik sowie modernen Räumlichkeiten und Einrichtungen umfasst das Leistungsspektrum die Innere Medizin, verschiedene Bereiche der Chirurgie und der Physiotherapie. Das Haus ist Mitglied des Universitären Herz- und Gefäßzentrums Hamburg. Zum 1. April 2018 wurde eine neue Fachabteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie für die KMG Klinik Boizenburg in den Krankenhausplan aufgenommen.

Im Jahr 2017 fand eine Fortentwicklung der Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfVv) Anwendung. Wesentliche Säulen der PrüfVv sind eine strenge Fristenregelung für alle Beteiligten sowie die Etablierung eines Vorverfahrens. Strenge Fristen bedeuten, dass das Krankenhaus nach Anfrage des Falles durch den MDK neu acht Wochen Zeit hat, um einmalig vollständige Unterlagen zu liefern. Dieser, im Vergleich zum Vorjahr zwar verlängerte Zeitraum, führte zu keinen Problemen, da die Prozesse bereits auf die kürzere Frist ausgerichtet wurden.

Insgesamt nahm die MDK-Prüflast für die KMG Kliniken weiter deutlich zu. In 2017 wurden 7.103 Fälle angefragt (2016: 6.447 angefragte Fälle). Die Prüfquote steigt von 16,3 % auf 18,3 %. Jedoch haben auch der MDK / die Krankenkassen in der PrüfVv fest definierte Fristen in denen dem Haus die leistungsrechtliche Entscheidung für den zu prüfenden Fall mitgeteilt werden muss - würde diese Frist verstreichen, dürfte die Abrechnungssumme nicht verändert werden. Dieser -aus Sicht der Kassen / MDK- externe Zwang führte dazu, dass sich in den Häusern Boizenburg, Havelberg, Kyritz, Pritzwalk und Wittstock die Fallbegehungen (Gespräche mit dem MDK über den Fall vor Ort, Finden einer von allen Seiten akzeptierten, nicht reversiblen Entscheidung) weiter etablierten und die Anzahl der Begehungen wie auch die "begangene" Fallzahl stetig stieg. Die bekannten Vorteile der Begehung (keine Unterlagenanforderung, kein Risiko für das Klinikum, Fristen zu versäumen, Vorhandensein der kompletten Akte inklusive möglicher Vorbefunde) blieben bestehen. So gelang es zum einen den Verlust je abgeschlossenen Fall nicht ansteigen zu lassen, aber auch die größten Teil aller angefragten Fälle bereits im laufenden Geschäftsjahr zu Abschluss zu bringen. Da es in den Begehungsfällen keine Klagen oder Widersprüche gibt, sind diese Fälle auch final entschieden.

Eine Fortführung dieser Maßnahmen ist auch für 2018 geplant.

KMG verfolgt hier an den verschiedenen Fronten die Strategie der proaktiven Kontrolle der Inhalte von Qualitätsberichten und -indikatoren und deren fortlaufende Verbesserung.

Aufbauend auf den Erfahrungen des Datenjahres 2015 erfolgte auch im Datenjahr 2016 eine strukturierte Vorabanalyse der Inhalte des verpflichtenden, strukturierten Qualitätsberichtes der Krankenhäuser nach § 136b Absatz 1 Satz 1 Nr. 3 i.V. m. Absatz 7 Satz 3 SGB V. Angaben der Häuser wurden auf Plausibilität, Vollständigkeit und Korrektheit vor Versendung der Berichte geprüft.

Auf Basis der §§ 136 und 137a SGB V existieren verschiedene Konzepte der externen, vergleichenden Qualitätssicherung. Unabhängig vom konkreten Verfahrensansatz gestaltet sich der Ablauf so, dass in den Kliniken maschinenlesbare Qualitätssicherungsbögen (QS-Bögen) ausgefüllt und exportiert werden. Aus den Angaben dieser QS-Bögen werden Indikatoren errechnet und sollten neben der verpflichtenden Darstellung im Qualitätsbericht der Häuser zukünftig auch eine vergütungs- bzw. planungsrelevante Wirkung entfalten. In der Vergangenheit wurden die QS-Bögen in den Häusern ausgefüllt und ohne die Möglichkeit einer Kontrolle exportiert. Bei der Komplexität des Verfahrens war es so nicht möglich, inhaltliche aber auch bloße Schreibfehler zu entdecken. Ab dem Jahr 2017 erfolgen nun die monatliche Zwischenauswertung dieser QS-Bögen nach dem Vorbild der öffentlichen Stellen und die Rückmeldung der Ergebnisse an die Häuser. Eine Korrektur von Fehlern ist so möglich und findet statt.

Um die Qualität der medizinischen Versorgung nachhaltig zu sichern und Patientinnen und Patienten konsequente Transparenz zu bieten, sind die KMG Kliniken seit dem 1. Juli 2016 Mitglied des Initiative Qualitätsmedizin IQM e.V. IQM ist eine trägerübergreifende Initiative für mehr Qualität in der Medizin.

Im Jahr 2017 erfolgten über IQM drei Peer-Reviews zu rechnerisch auffälligen Indikatorgruppen. Flankierend dazu finden konzernintern durch den wissenschaftlichen Beirat regelmäßig Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen (M&M-Konferenzen) statt.

Rehabilitation

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland (z. B. Fachkräftemangel) gewinnt die medizinische Rehabilitation volkswirtschaftlich zunehmend an Bedeutung.

Gleichzeitig ist die Branche vielen externen Kostensteigerungen unterworfen, ohne dass diese in dem stark reglementierten System von den Rehabilitationseinrichtungen beeinflusst werden können. Von 2014 an wurden Lohnentwicklung und Demografiefaktor bei der Festlegung des Reha-Budgets berücksichtigt. Ab 2018 soll allerdings wieder eine Abschmelzung des Reha-Budgets erfolgen.

In den letzten Jahren erfolgten keine wesentlichen gesetzlichen Initiativen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation von Rehabilitationseinrichtungen. Es gibt zum Beispiel bisher keine gesetzliche Grundlage, nach welchen Kriterien die Vergütungssätze inhaltlich kalkuliert werden sollen. Damit ist eine leistungsgerechte Vergütung auf Grundlage einer gesetzlichen Regelung nicht gewährleistet und unterliegt einer zufälligen Machtverteilung bei den Verhandlungen vor Ort.

Im Zusammenhang mit der Modernisierung des Vergaberechts muss sich die Deutsche Rentenversicherung für alle Rehakliniken öffnen. In diesem Zusammenhang soll die Einweisungssteuerung zukünftig stärker die Qualität der Rehabilitationsleistung berücksichtigen.

Die Auslastungsgrade unserer Einrichtungen Silbermühle (97,43 %, VJ 100,86 %) und Elbtalklinik (88,56 %, VJ 88,10 %) sind weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Im Geschäftsjahr 2017 sind die Belegungstage in der Silbermühle von 88.594 auf 85.348 gesunken und in der Elbtalklinik von 70.941 auf 71.114 angestiegen.

Die KMG Elbtalklinik hat im Jahr 2017 anlässlich des Welt-Rheuma-Tages zur zentralen Veranstaltung des Bundeslandes Brandenburg in die Prignitz eingeladen. Ein Schwerpunkt der Rehabilitationsklinik im traditionsreichen Kurort Bad Wilsnack liegt in der Durchführung rehabilitativer Maßnahmen in der Indikation Rheumatologie. Zusammen mit dem als Teil des regionalen Rheumazentrums Nordbrandenburg am KMG Klinikum Kyritz angesiedelten Rheumazentrum ist so ein wichtiges Netzwerk für die akutmedizinische und rehabilitative Versorgung von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen entstanden.

Die KMG Elbtalklinik testet eine therapeutische App, die das Münchner Startup physiovia entwickelt hat, und die als eingetragenes Medizinprodukt für den Einsatz in Kliniken und Praxen zertifiziert ist. Mit der App erhalten Patienten, für die es angezeigt ist, schon während ihres Aufenthalts bei uns die Möglichkeit, selbständig und zusätzlich zu unseren therapeutischen Maßnahmen zu trainieren. Nach Abschluss des Reha-Aufenthalts bei uns können sie dann zu Hause weitertrainieren. Da die Patienten mit physiovia dann bereits vertraut sind, kann das Training einfach fortgeführt werden. Eine Fortsetzung des Trainings zu Hause ist wichtig für die Nachhaltigkeit der Rehabilitation.

In der Ausgabe Dezember/Januar 2016/17 hat FOCUS unter anderem 48 kardiologische Abteilungen veröffentlicht, die aus dem Vergleich von 1.130 Rehabilitationskliniken als die besten in Deutschland hervorgegangen waren. Die Kardiologische Abteilung der KMG Klinik Silbermühle in Plau am See beweist im deutschlandweiten Vergleich von Rehabilitationseinrichtungen des Wochenmagazins FOCUS ausgezeichnete Qualität und trägt das FOCUS-Siegel Top-Reha-Klinik 2016/2017.

Nach dem Jahreswechsel 2017 hat sich die KMG Klinik Silbermühle in Plau am See dem durch die externe Zertifizierungsstelle ESC Cert durchgeführten QMS Reha-Rezertifizierungsverfahren unterzogen und es erfolgreich abgeschlossen. In einem zweitägigen Prüfungsverfahren hat die KMG Rehabilitationsklinik nachgewiesen, dass räumliche, diagnostische und therapeutische Gegebenheiten sowie strukturelle, mitarbeiterbezogene und Innovation fördernde Prozesse den hohen Qualitätsstandards genügen, die von der Deutschen Rentenversicherung an Reha-Einrichtungen gestellt werden.

Die KMG Rehabilitationszentrum Sülzhayn GmbH erzielte aufgrund struktureller Änderungen in der Belegung in den letzten Jahren negative Ergebnisse und der Reha-Bereich wurde zum 31. Dezember 2016 geschlossen. Die hiermit verbundenen Kosten, im Wesentlichen zur Kompensation von personellen Maßnahmen, wurden bereits im Jahresabschluss 2016 berücksichtigt. Im Jahr 2017 haben sich hieraus keine zusätzlichen ungeplanten Belastungen ergeben. Die Gesellschaft wurde umfirmiert in KMG Mehrgenerationenhaus Sülzhayn GmbH und wird nunmehr im Segment Pflege geführt. Die wirtschaftliche Entwicklung ist im Plan. Es gibt vier Wohnbereiche mit unterschiedlichen Schwerpunkten in der Betreuung ihrer Bewohnerinnen und Bewohner. Die Generationenstruktur umfasst das Kindes-, Jugendlichen‑, Erwachsenen- und Seniorenalter. Drei der vier Wohnbereiche sind in kleinere Wohngruppen unterteilt, in denen das Zusammenleben in familiärer Atmosphäre organisiert wird. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind in Einzelzimmern untergebracht, die individuell gestaltet und auf Wunsch auch mit eigenem Mobiliar ausgestattet werden.

Ein Team gut ausgebildeter Heilerziehungspfleger, Erzieher, Gesundheits- und Krankenpfleger, Altenpfleger, Ergo- und Physiotherapeuten sowie Logopäden gewährleistet eine optimale pädagogische, pflegerische und medizinische Versorgung.

Pflege

Die zehn stationären KMG Pflegeeinrichtungen wiesen eine insgesamt leicht gestiegene Auslastung in Höhe von 91,9 % (Vorjahr 91,5 %) aus. Die Belegungstage sind gegenüber dem Vorjahr (274.916) auf 295.696 im Berichtsjahr gestiegen. Durch die Einführung des Pflegestärkungsgesetzes im Jahr 2017 erfolgte eine Umgruppierung der bisherigen Pflegestufen 1 bis 3 in Pflegegrade 1 bis 5. Der Schwerpunkt der Pflegeleistungen in den einzelnen Einrichtungen umfasste den Pflegegrad 3 mit einem Anteil von 32,9 % und den Pflegegrad 4 mit 32,8 % am Gesamtumsatz. Die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter hat unterstützt, dass wir die Bewohner mit hohen Pflegegraden eingraduieren konnten.

Die durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) durchgeführten Prüfungen haben durchweg zu sehr guten Ergebnissen geführt. Das Durchschnittsergebnis lag bei der Note 1,1. Bei vier der neun Prüfungen wurde das Prüfergebnis mit 1,0 festgestellt. Auch bei den ambulanten Pflegediensten lag das Prüfungsergebnis im Durchschnitt bei 1,0.

Die Ausbildung der Mitarbeiter im Bereich der Palliativversorgung wurde im Jahr 2017 fortgesetzt. Hierdurch kann der Mangel an Hospizplätzen in der Region etwas kompensiert werden und eine zusätzliche Auslastung der Bewohnerplätze erfolgen.

Die KMG Seniorenheime GmbH ist Mitglied im Verband bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. geworden und profitiert von den Unterstützungsangeboten bei Pflegesatzverhandlungen, Fort- und Weiterbildungen zu neuen Gesetzgebungen und dem Qualitätsmanagement.

Seit Januar 2017 sind sämtliche Neuregelungen der Pflegestärkungsgesetze in Kraft. Sie bringen sowohl für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen als auch für die Praktiker umfangreiche Änderungen mit sich.

Das Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) wurde in den Einrichtungen umgesetzt. Das hatte zur Folge, dass die Pflegestufen umstrukturiert und in Pflegegrade umbenannt wurden. Entsprechend wurden die Bewohner umgraduiert. Der Begriff "Pflegebedürftigkeit" wurde neu strukturiert. Ebenso wurden mit der Gesetzesänderung das Pflegegeld und die Pflegesachleistung erhöht.

In 2017 wurden im Seniorenheim Pritzwalk und im Seniorenheim Dosseblick nach dem gleichen Konzept Umbaumaßnahmen zu einer Pflegeoase und der Ausbau der Palliativbereiche durchgeführt.

Seit dem 1. März 2017 gehört die Vita Hauskrankenpflege für Jung und Alt Ambulantis GmbH, Nauen, zum Verbund der KMG Kliniken. Die 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vita Hauskrankenpflege Nauen kümmern sich nun als Unternehmen der KMG Kliniken in 24-Stunden-Bereitschaft um die medizinische Pflege im häuslichen Umfeld auch von schwerstkranken und sterbenden Patienten. Zu besonderen Betreuungsleistungen gehören Gedächtnistraining und Spaziergänge. Die Vita Hauskrankenpflege bietet außerdem 20 Tagespflegeplätze an. Die bereits zum 1. Januar 2017 wirksam gewordene Akquisition der Häuslichen Krankenpflege Schwester Eva in Potsdam wurde erfolgreich integriert.

Sieben Auszubildenden der Kranken- und Altenpflegeschule der KMG Bildungsakademie Pritzwalk wurde das Stipendium der Dr. Wolfgang Neubert Stiftung verliehen. Die Förderung wird in Pritzwalk zum vierten Mal vergeben und würdigt die besten Leistungen und soziales Engagement.

KMG Invest GmbH

Die KMG Invest GmbH erbringt Leistungen aus der Vermietung von Grundstücken und Gebäuden - im Wesentlichen an Konzerngesellschaften der KMG-Gruppe. Damit ist die KMG Invest GmbH wirtschaftlich und finanziell eng mit den Gesellschaften des Konzerns KMG Kliniken PLC verbunden. Um eine adäquate wirtschaftliche Aussagekraft des Konzernabschlusses abzubilden, wird die KMG Invest GmbH seit dem Jahr 2010 als Zweckgesellschaft gemäß § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Konzernabschluss einbezogen.

Das Geschäftsjahr 2017 zeigt erneut insgesamt auch weiterhin den Erfolg der konsequenten strategischen Ausrichtung der Vorjahre auf die Kernsegmente Akut, Reha und Pflege. Die Vernetzung und der zielgerichtete Ausbau von stationären und ambulanten Angeboten, die sich gegenseitig befruchten, wirken sich auf die Entwicklung des KMG Kliniken PLC Konzerns positiv aus.

2.3. Lage

Das Geschäftsjahr 2017 ist geprägt von der Fortsetzung der positiven Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage. Die Ertragslage hat sich aufgrund gestiegener Personalaufwendungen verschlechtert.

2.3.1. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt dar:

2017
T€
2016
T€
Umsatzerlöse 207.710 197.362
Erhöhung / Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -119 383
Andere aktivierte Eigenleistung 363 412
Sonstige betriebliche Erträge 10.276 10.552
218.230 208.709
Materialaufwand 40.740 42.587
Personalaufwand 127.807 116.726
Abschreibungen 15.786 15.131
Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.886 19.660
Betriebsausgaben 206.219 194.104
Betriebsergebnis 12.011 14.605
Finanzergebnis -1.837 -1.644
Steuern -2.160 -3.469
Konzernergebnis 8.014 9.492
Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis 5.612 3.163

Entwicklung der Ertragslage

Im Berichtsjahr hat der Konzern die Gesamtleistung wie prognostiziert weiter erhöht. Die Gesamtleistung stieg von € 208,7 Mio. auf € 218,2 Mio. Das betriebliche Ergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (€ 14,6 Mio.) auf € 12,0 Mio., so dass ein Konzernergebnis von € 8,0 Mio. (Vorjahr € 9,5 Mio.) erzielt werden konnte.

Umsatzerlöse im Konzern und in den Segmenten

in Mio. € 2017
 2016
 Veränderung absolut Veränderung 
in %
Akut 153,5 147,5 6,0 4,1
Rehabilitation 18,7 22,2 -3,5 -15,8
Pflege 29,3 22,1 7,2 32,6
Sonstiges 6,2 5,6 0,6 10,7
Konzern 207,7 197,4 10,3 5,2

Der Umsatz des Segments Akut erhöhte sich von € 147,5 Mio. im Vorjahr auf € 153,5 Mio., bedingt durch gestiegene Fallzahlen und die Anhebung der Landesbasisfallwerte. Die Umsätze im Segment Rehabilitation sind im Geschäftsjahr 2017 von € 22,2 Mio. auf € 18,7 Mio. gesunken, der Umsatz im Bereich Pflege entwickelte sich dagegen positiv. Hier ist eine Umsatzsteigerung von 32,6 % zu verzeichnen, im Wesentlichen bedingt durch die Zuordnung der Einrichtung in Sülzhayn, die in Folge der Schließung des Fachbereichs der Rehabilitation in 2017 dem Pflegebereich zuzuordnen ist.

Pflegetage im Konzern und in den Segmenten

in Tagen 2017 2016 Veränderung

in %
Akut 270.323 280.056 -3,5
Rehabilitation 156.462 184.176 -15,1
Pflege 295.696 274.916 7,6
Konzern 722.481 739.148 -2,3

Im Akutbereich hat sich die Zahl der Pflegetage bei leicht gesunkener Verweildauer und gesunkenen Fallzahlen von 41.110 Fällen im Vorjahr auf 40.568 Fälle im Geschäftsjahr 2017 um 3,5 % auf 270.323 verringert. Im Segment Rehabilitation sind die Pflegetage um 15,1 % gesunken, bedingt durch die Schließung des Fachbereichs der Rehabilitation in der Einrichtung in Sülzhayn. Die Steigerung der Pflegetage um 7,6 % resultiert im Wesentlichen aus der Zuordnung des Heimbereiches der Reha-Einrichtung in Sülzhayn zu den Seniorenheimen ab dem 1. Januar 2017.

Auslastung im Konzern

in % 2017 2016 Veränderung
Akut 70,9 73,9 -3,0
Rehabilitation 93,2 83,2 10,0
Pflege 92,5 91,5 1,0

Die Auslastungen 2017 im Konzern sind im Segment Akutmedizin leicht gesunken. In den Segmenten der Pflege und der Rehabilitation haben sich im Geschäftsjahr die Auslastungen verbessert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge, die sich aus der Auflösung der Sonderposten und Rückstellungen ergeben. Des Weiteren sind hier Erträge aus dem passivischen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung sowie Kostenerstattungen für Vorjahre enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf € 10,3 Mio. (Vorjahr € 10,6 Mio.).

Der Materialaufwand ist gegenüber 2016 um 4,3 % auf € 40,7 Mio. (Vorjahr € 42,6 Mio.) gesunken. Dieser Rückgang ist ein sich fortsetzender positiver Effekt, der sich aus dem Beitritt in die Einkaufsgemeinschaft der SANA Klinik Einkauf GmbH zum 1. Januar 2016 sowie aus dem Rückgang der Aufwendungen für bezogene Leistungen (Honorarärzte) ergibt. Die Zusammenarbeit mit der Einkaufsgemeinschaft hat sich in 2017 bewährt und es wurden konsequent Projekte zur Aufnahme von weiteren Warengruppen umgesetzt. Hierzu gehören u. a. Inkontinenzmaterial, moderne Wundversorgung, Gefäßmedizin, OP Abdeckungen oder die zentrale Sterilgutversorgung (ZSVA). Es wird weiterhin das strategische Ziel eines einheitlichen Produktsortimentes verfolgt.

Der Personalaufwand ist von € 116,7 Mio. im Vorjahr auf € 127,8 Mio. gestiegen. Die Zahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende (gerechnet in Vollzeitkräften) lag im Durchschnitt des Jahres 2017 bei 2.613,3 Vollzeitkräften (Vorjahr 2.517,8 Vollzeitkräfte).

Die Entwicklung des Personalaufwandes war im Wesentlichen geprägt von:

• Erhöhung der Tabellenentgelte des KMG Tarifvertrages nichtärztliches Personal zum 1. Januar 2017 um 2,0 %, in weiteren Stufen zum 1. März 2017 um 2,8 % und zum 1. Dezember 2017 um durchschnittlich 2,3 %

• Erhöhung der Tariftabellen des KMG Tarifvertrages ärztliches Personal zum 1. Juni 2017 um 2,0 %

• Anpassung der Tariftabellen für das ärztliche Personal in der KMG Klinik Boizenburg zum 1. Januar 2017 um 2,5 %

• Anpassung der Entgelttabellen im Bereich der Reha Elbtalklinik und Silbermühle zum 1. April 2017 im ärztlichen Bereich um 1,5 % und im nichtärztlichen Bereich um 2 %; eine weitere Erhöhung der Entgelttabelle ab dem 1. November 2017 um 1,5 %

• Steigerung der Mindestlöhne (Service und Reha, Seniorenheime) um durchschnittlich 4 %; Steigerung des Pflegemindestlohnes um durchschnittlich 5,5 %

Die Ausfallquote "krank mit Lohnfortzahlung" liegt für den Konzern bei 6 %.

Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr (€ 15,1 Mio.) auf € 15,8 Mio. gestiegen. Die ergebniswirksamen Abschreibungen, ohne Berücksichtigung der Sonderpositionen nach dem KHG, belaufen sich auf € 9,4 Mio. (Vorjahr € 8,7 Mio.).

Das Konzernbetriebsergebnis der KMG Kliniken PLC (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Das EBIT wird mit € 12,0 Mio. (Vorjahr € 14,6 Mio.) ausgewiesen.

Das negative Finanzergebnis in Höhe von € 1,8 Mio. verschlechterte sich um € 0,2 Mio. gegenüber dem Vorjahr (€ 1,6 Mio.) durch eine höhere Kontokorrentinanspruchnahme.

Das Konzernergebnis nach Steuern verringerte sich von € 9,5 Mio. im Vorjahr auf € 8,0 Mio. im Geschäftsjahr 2017.

2.3.2. Finanzlage

Die Finanzierungsstruktur des Konzerns ist geordnet. Zum Bilanzstichtag war das langfristig gebundene Vermögen fast vollständig durch langfristig zur Verfügung stehende Finanzierungsmittel gedeckt.

Im Konzern bestehen Kreditverbindlichkeiten in Höhe von € 64,2 Mio., wovon € 25,4 Mio. eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und € 18,5 Mio. im investiven Bereich eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren haben. Die Hypothekenkredite sind vollständig mit langfristigen Zinskonditionen abgesichert.

Das Fremdkapital beinhaltet des Weiteren Verbindlichkeiten aus dem Immobilienleasingvertrag der KMG Klinikum Güstrow GmbH in Höhe von € 49,4 Mio., über die der Krankenhaus-Neubau in Güstrow finanziert wurde, dem ein positiver Saldo des Mieterdarlehens in gleicher Höhe gegenüber steht. Diese Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Entwicklung der Finanzlage

Kapitalflussrechnung KMG Kliniken PLC 
T
2017 2016
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 13.345 20.043
Cashflow aus Investitionstätigkeit -13.522 -11.058
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 32 -10.575
Zahlungswirksame Veränderung d. Finanzmittelfonds -145 -1.590
Finanzmittelfonds 01.01. 4.877 6.467
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 22 0
Finanzmittelfonds 31.12. 4.754 4.877

Im Berichtsjahr 2017 wird ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € 13,3 Mio. ausgewiesen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 2017 € -13,5 Mio. Dieser Finanzmittelabfluss ergibt sich aus Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von € 11,6 Mio. und Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen von € 1,6 Mio. Des Weiteren werden dem Cashflow aus Investitionstätigkeit Auszahlungen für den Erwerb von Deckungsvermögen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 103,3 ausgewiesen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wird mit T€ 31,6 ausgewiesen.

Insgesamt wird ein Finanzmittelfonds, bestehend aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten von € 4,8 Mio. ausgewiesen.

Die KMG Gruppe verfügt über ein zentralisiertes Cash-Pooling System. Das Ziel dieser Maßnahme besteht in der laufenden Bereitstellung der erforderlichen liquiden Mittel. Dabei stehen Sicherstellung stabiler Bilanzkennzahlen sowie die Unabhängigkeit der Konzerngruppe im Fokus.

Im Übrigen wird auf die Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017 verwiesen.

Die im Februar 2018 zur Prolongation anstehende Konzernfinanzierung wurde an die aktuellen Bedürfnisse angepasst, im Oktober 2017 ausgeschrieben und bis März 2021 verlängert. Die Ausstattung aller Konzerngesellschaften mit ausreichender Liquidität ist damit hinreichend gesichert. Hierbei konnten zusätzliche administrative Vorteile und Margenreduzierungen erreicht werden. Die Fähigkeit des Konzerns, eigene Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, war jederzeit gegeben.

Gesamtaussage

Insgesamt hat sich die positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im KMG Konzern durch den im Berichtsjahr ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von € 8,0 Mio. auf sehr hohem Niveau verstetigt.

2.3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage stellt sich folgendermaßen dar:

31.12.2017
€ Mio.
31.12.2016
€ Mio.
Veränderung
€ Mio.
Anlagevermögen 257,0 264,3 -7,3
Sonderposten -99,0 -102,5 3,5
158,0 161,8 -3,8
Sonstiges langfristiges Vermögen 0,7 0,8 -0,1
Langfristiges Vermögen 158,7 162,6 -3,9
Kurzfristiges Vermögen 41,8 36,0 5,8
Aktiva 200,5 198,6 1,9
Eigenkapital * 58,9 63,0 -4,1
Ausgleichsposten nach KHG -7,1 -7,1 0,0
51,8 55,9 -4,1
Sonstiges langfristiges Kapital 90,6 107,4 -16,8
Langfristiges Kapital 142,4 163,3 -20,9
Kurzfristiges Kapital 58,1 35,3 22,8
Passiva 200,5 198,6 1,9

*inklusive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 1,9 Mio. erhöht.

Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten Software, Lizenzen sowie Firmenwerte aus der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses unter Führung der KMG Kliniken PLC. Im Geschäfts- oder Firmenwert sind die mit Übertragungsstichtag zum 1. November 2014 erworbenen Unternehmensanteile an der Krankenhaus Boizenburg GmbH enthalten. Die Firmenwerte betragen € 3,2 Mio. Davon entfallen € 1,7 Mio. auf den aktiven Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung.

Das Sachanlagevermögen verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 2,1 Mio. auf € 203,2 Mio. Die im Anlagevermögen enthaltenen Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten betreffen überwiegend die Akutkrankenhäuser und Pflegeeinrichtungen sowie den Rehabilitationsbereich in Bad Wilsnack und in Sülzhayn.

Die Zugänge im Sachanlagevermögen gliedern sich folgendermaßen:

2017
€ Mio.
2016
€ Mio.
Grundstücke, Gebäude 0,9 0,5
Technische Anlagen, EDV 0,3 0,2
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5,2 4,7
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5,2 4,6
Summe 11,6 10,0

Gesamtaussage

Insgesamt hat sich die positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im KMG Konzern durch den im Berichtsjahr ausgewiesenen Jahresüberschuss in Höhe von € 8,0 Mio. auf sehr hohem Niveau verstetigt.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres haben, sind nicht zu verzeichnen.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Die KMG Kliniken PLC konnte gut in das Jahr 2018 starten. Auch wenn die Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben und mögliche Weichenstellungen der Politik nach einer erfolgten Regierungsbildung noch nicht vollständig abschätzbar sind, erwarten wir einen langfristig positiven Ergebnistrend.

Hierbei wird auch in diesem Jahr konsequent in die Leistungsfähigkeit im Akut-, Pflege- und Rehabilitationssegment investiert. Einige Großinvestitionen, die in 2016/2017 begonnen wurden, finden ihren Abschluss in 2018. Hierzu gehört das neue Kardiologisch-Rhythmologische Zentrum, nach dem bestmöglichen medizintechnischen Standard, sowie der Umbau des Küchentraktes im Klinikum Güstrow als auch die Fertigstellung des Landeplatzes für den Rettungshubschrauber in Kyritz. Das sichert den Status als regionales Trauma Zentrum. Die Planungen zur Sanierung des Altbaus in Kyritz schreiten weiter voran. Die Konzeption sieht ein Ärztehaus mit MVZ Praxen vor.

Nach der erfolgten Schließung des Reha-Bereiches am Standort Sülzhayn Anfang 2017 wird die Neupositionierung des Mehrgenerationenhauses weiter ausgebaut und entwickelt. Auch in 2018 werden wir das ambulante Angebot an verschiedenen Standorten durch organisches und anorganisches Wachstum ausbauen.

Im Wettbewerb um Fachkräfte baut KMG Kliniken PLC das Employer branding weiter aus, um sich auch weiterhin als guter Arbeitgeber positionieren zu können. FOCUS BUSINESS hat die KMG Kliniken als zweitbesten Arbeitgeber der Branche in Brandenburg klassifiziert, darauf wollen wir aufbauen und auch unser Social Media Engagement verstärken.

Insgesamt erwarten wir eine positive Entwicklung in Gesamtleistung und Ertrag im Geschäftsjahr 2018. Unternehmensbereiche, die in den vergangenen Monaten besondere Herausforderungen gezeigt haben, werden konsequent gesteuert.

Mit einem kompetenten und engagierten Managementteam, in allen Segmenten als auch in den Zentralbereichen, ist KMG gut aufgestellt, die Herausforderungen anzugehen und sich weiterhin erfolgreich am Markt zu positionieren, Prozesse professionell zu organisieren und kostenbewusst zu agieren. Bei allen Überlegungen steht der Mensch, sowohl als Patient als auch als Mitarbeiter, besonders im Fokus. Nach dem etablierten Prinzip Gesundheit aus einer Hand bieten wir durch das Netzwerk moderner stationärer und ambulanter Versorgungseinrichtungen unseren Patienten und Bewohnern mit unterschiedlichen Erkrankungen und Bedürfnissen die optimale Behandlung und Betreuung.

4.2. Risikobericht

Das Risikomanagement als ein zentraler Baustein für Kontrolle und Transparenz im Unternehmen ist darauf gerichtet, systematisch Risiken einer ökonomischen Fehlsteuerung zu vermeiden .

Risikofrüherkennungssystem

Das Risikomanagement hat zum Ziel, alle relevanten Risiken bezüglich eventueller Verluste oder Störungen und deren Ursachen frühzeitig zu erfassen, um optimale Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Verantwortung liegt dabei dezentral bei der Leitung der jeweiligen Einrichtung. Die zusammengefasste monatliche Berichterstattung und das Risikocontrolling erfolgen zentral.

Risikoanalyse und -berichterstattung

Die erkannten Risiken werden im monatlichen Berichtswesen dargestellt und in den turnusmäßigen Sitzungen der Leitungsgremien (Vorstand und Klinikgeschäftsführer beziehungsweise Geschäftsleiter der Einrichtungen) erörtert. Der Aufsichtsrat wird monatlich informiert. Hierdurch wird sichergestellt, dass Maßnahmen zur Risikosteuerung frühzeitig festgelegt werden können.

Risikosteuerung und -controlling

Die jeweiligen Klinikgeschäftsführer beziehungsweise Geschäftsleiter der Einrichtungen entscheiden, falls notwendig, gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie bei der Risikosteuerung. Das Controlling überwacht die operativen Erfolge der Risikosteuerung im Rahmen des Berichtswesens und kommuniziert somit Planabweichung frühzeitig.

Nachstehende Risikofelder haben maßgeblichen Einfluss auf die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Externe Risiken

Da die Gesellschaften des Konzerns ausschließlich auf dem inländischen Gesundheitsmarkt tätig sind, werden sie von außenwirtschaftlichen Themen kaum berührt.

Allerdings ist der bevorstehende Austritt des Vereinigten Königreiches aus der EU ("Brexit") Auslöser für Überlegungen zur Re-Positionierung der Gesellschaftsform der KMG Kliniken PLC.

Pflegekräfte sind in ihrer täglichen Arbeit hohen körperlichen und seelischen Anforderungen ausgesetzt. Patientinnen und Patienten, die an mehreren Krankheiten gleichzeitig leiden, und häufig auch demenziell erkrankte Pflegebedürftige fordern vom Personal oft ein sehr hohes Maß an persönlichem und fachlichem Einsatz.

Der Konzern hat sich auf mögliche Nachfrageverschiebung durch die demografische Entwicklung und Faktoren wie Multimorbidität, Überalterung der Bevölkerung und steigende Lebenserwartung grundsätzlich eingestellt. Im Rahmen der Diversifikationsstrategie werden sämtliche Bereiche der Gesundheitsversorgung (Akut, Reha und Pflege) angeboten. Der ambulante Bereich wird durch medizinische Versorgungszentren, Ermächtigungen und Kooperationen abgedeckt. Damit können Änderungen der Reglementierungen in einzelnen Bereichen ausgeglichen und somit eine Risikodiversifizierung hergestellt werden.

Mit einem weiterhin hohen Umfang der Investitionen in das Mitarbeiterpotenzial in moderne Medizintechnik, Infrastruktur und IT-Technologie kann sich KMG im Wettbewerb mit anderen Krankenhäusern durchsetzen.

Betriebliche Risiken

Die betrieblichen Risiken liegen vor allem in der Auslastung der Kliniken und der ausreichenden Gewinnung von Fachpersonal. Das Management hat eine Reihe von Maßnahmen implementiert, die durch qualitative Leistungsangebote die Auslastung stabil halten beziehungsweise erhöhen sollen. Hierzu gehört u. a. das Medizincontrolling, das eine zeitnahe Auswertung der Leistungsdaten gewährleistet, die Abrechnung der erbrachten Leistungen sicherstellt sowie Potenziale erkennen kann. Auf der anderen Seite ist ein wesentlicher Bestandteil des Risikocontrollings die Optimierung der Qualität in den Einrichtungen. Neben dem Wissenschaftlichen Beirat, der dem Vorstand, den Klinikgeschäftsführern und den Chefärzten beratend zur Seite steht, ist hier in erster Linie die Ausbildung von Fachkräften in verschiedenen Gesundheitsberufen im Konzern zu nennen. Darüber hinaus wurden Einrichtungen zertifiziert beziehungsweise nehmen regelmäßig an Qualitätsprüfungen der Vertragspartner teil. Das Qualitätsniveau der Gesundheitseinrichtungen wird durch die gute Auslastung der Einrichtungen bestätigt.

Die Zahl an Studien, die einen massiven Personalmangel als größte Herausforderung für das System der Gesundheitsversorgung, neben wachsendem Kostendruck, bestätigt, steigt kontinuierlich. Effizienzsteigerungen allein werden nicht ausreichend sein, den Personalbedarf an Pflegekräften auszugleichen. Zur fortwährenden Weiterentwicklung der KMG Kliniken PLC werden ausreichend Fachkräfte in allen Bereichen benötigt. Zur Sicherung und Entwicklung des Personalbestandes wurde vor einigen Jahren u. a. ein Leitfaden für Mitarbeiterjahresgespräche entwickelt. Im Bereich Personal wird das Recruiting durch den Einsatz eines Bewerberportals unterstützt.

KMG reagiert auf die absehbare Entwicklung seit Jahren auch durch die Ausbildung eigener Fachkräfte in den Bildungseinrichtungen der Unternehmensgruppe. Darüber hinaus, soweit sinnvoll, sollen Pflegefachkräfte aus dem Ausland angeworben werden.

So wurden in den vergangenen Jahren u. a. in Güstrow Pflegekräfte aus Ungarn als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßt. Vorangegangen war ein rund einjähriger Integrationsprozess. Die bereits in Ungarn ausgebildeten Pflegekräfte haben Deutschkurse besucht und das Anerkennungsverfahren erfolgreich abgeschlossen, so dass sie als Kranken- und Gesundheitspfleger bzw. Kranken- und Gesundheitspflegehelfer angestellt werden konnten.

Leider mussten wir bei KMG auch die Erfahrung machen, dass gestellte Visumanträge mit der Begründung, dass für Hilfskräfte in der Pflege ausreichend Bewerber auf dem deutschen Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden abschlägig beschieden wurden.

Finanzielle Risiken

Veränderungen im Zinsumfeld können Rentabilität, Liquidität und die Finanzlage sowie die Expansionsmöglichkeiten beeinträchtigen. Das Risiko aus steigenden Zinsen wird durch einen bestehenden Zinsbindungsmix reduziert.

Die Erfüllung des laufenden Finanzierungsbedarfs birgt das Risiko, bei Engpässen unvorteilhafte Finanzierungsbedingungen annehmen zu müssen. Die Liquiditätsplanung von KMG überwacht, steuert und vermeidet daher Engpasssituationen. Der Finanzierungsbedarf der operativen Geschäftstätigkeit ist u. a. durch das konzernweite Cash-Pooling gesichert.

Im Rahmen eines Controlling-Systems werden Leistungs- und Kostendaten im operativen Geschäft monatlich ausgewertet. Zur Überwachung der finanziellen Risiken sind im Rahmen des Risikomanagements mittelfristig unterschiedliche Instrumente eingesetzt. Kurz- und mittelfristig werden Liquiditätspläne, Finanzpläne und Ertragsvorschaurechnungen für sämtliche Einrichtungen bzw. den Konzern erstellt. Regelmäßige Zeit- und Betriebsvergleiche von Aufwendungen, Erträgen, betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und anderen Indikatoren ermöglichen es, frühzeitig negative Entwicklungen zu erkennen und - wo angebracht und notwendig - korrigierend einzugreifen. Monatliche Erfolgs- und Liquiditätskontrollen sichern den Liquiditätsstatus ab. Forderungsausfällen wird durch die regelmäßige Überwachung von Zahlungszielen begegnet.

Beschaffungsrisiken

KMG ist im Bereich medizinischer Einrichtungen und Ausstattungen sowie beim medizinischen Bedarf auf Fremdanbieter angewiesen. Diese Abhängigkeiten können zu Risiken - beispielsweise ausgelöst durch Lieferschwierigkeiten und Qualitätsproblemen - führen.

Durch den zentralen Bereich Einkauf wird konzernweit mittels kontinuierlicher Markt- und Produktbeobachtung sichergestellt, dass Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, Produkten und Dienstleistern nicht entstehen. Bei neu auf den Markt kommenden Produkten kann allenfalls eine zeitlich begrenzte Abhängigkeit entstehen. Die konzernweit vorgegebene strikte organisatorische Trennung des Einkaufs betrachtet KMG als entscheidende Antikorruptionsmaßnahme. Mit dem Beitritt der KMG Kliniken zum SANA Einkaufsverbund im Jahr 2016 wurden erhebliche Prozess- und Kostenvorteile realisiert, die auch zur Reduzierung von Beschaffungsrisiken beitragen. Die Zusammenarbeit hat sich in 2017 weiter bewährt und es wurden konsequent Projekte zur Aufnahme von weiteren Warengruppen umgesetzt. Hierzu gehören u.a. Inkontinenzmaterial, moderne Wundversorgung, Gefäßmedizin, OP Abdeckungen oder die zentrale Sterilgutversorgung (ZSVA). Es wird weiterhin das strategische Ziel eines einheitlichen Produktsortimentes verfolgt.

Bewertung des Gesamtrisikos

Hinsichtlich der in diesem Bericht erläuterten Risiken und der gegenwärtigen Geschäftsaussichten erwarten wir auch bei sich möglicherweise ändernden regulatorischen Rahmenbedingungen keine Risiken, die sich bestandsgefährdend auf KMG auswirken können.

4.3. Chancenbericht

Auch nach Bildung der neuen Bundesregierung zeichnet sich ab, dass unter den Koalitionspartnern noch die eine oder andere Uneinigkeit zu zentralen Fragen der Gesundheitspolitik auftreten kann. Abstimmungsdifferenzen um die künftige Gestaltung der Krankenversicherung treffen auf die Herausforderungen, die der digitale Wandel mit sich bringt.

Eine repräsentative PWC Umfrage im Jahr 2017 hat ergeben, dass Patienten einen hohen Anspruch an die medizinische Versorgungsqualität haben. Die gute finanzielle Ausstattung eines Krankenhauses wird mit einer hohen medizinischen Qualität in Verbindung gebracht, aber andererseits wird das Streben nach Wirtschaftlichkeit kritisch gesehen. Patienten beklagen ferner den Fachkräftemangel und medizinische Unterversorgungen in ländlichen Regionen. Ob eine mögliche Landarztquote bei der Vergabe von Studienplätzen hier helfen kann muss sich noch beweisen.

KMG ist als Anbieter des breiten Spektrums von Gesundheitsleistungen in der Fläche potentiell begünstigt von der politischen Ausrichtung, die Versorgung auch in den als ländlich geltenden Regionen sicherzustellen.

Die insgesamt alternde Gesellschaft in Deutschland führt weiterhin dazu, dass der Gesundheitssektor ein wichtiger Zukunftsmarkt und Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft ist. Weitere Impulse ergeben sich aus dem wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt sowie der insgesamt steigenden Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen.

Im Jahr 2018 liegen die Schwerpunkte der unternehmerischen Tätigkeit für die KMG Kliniken Gruppe in der konsequenten Fortsetzung des in den letzten Jahren eingeschlagenen Kurses. Leistungsangebote werden gezielt ausgebaut und bestehende Bereiche immer wieder auf ihre Notwendigkeit überprüft.

Neben der Fokussierung auf ein kontinuierliches Wachstum des Angebots der medizinischen und pflegerischen Leistungen im Kerngeschäft heißt das weiterhin die Überprüfung der internen Abläufe und Kostenstruktur des Unternehmens. Die Zentralbereiche des Konzerns arbeiten eng vernetzt, um die an den Bedürfnissen der Segmente und somit letztendlich zum Wohle der Patienten notwendigen Prozesse weiterhin zuverlässig und mit steigender Effizienz auszurichten. Die nachhaltige Rekrutierung von Fach- und Hilfspersonal bleibt ein besonders fokussiertes Element.

Das angestrebte organische Wachstum wird je nach Opportunität durch gezielte Akquisitionen ergänzt. Das Potential zur Nutzung von Synergien und die Erschließung von Skaleneffekten werden durch ein angemessenes Wachstum für KMG ausgeweitet.

Diese Effekte sind wiederum die wesentlichen Erfolgsfaktoren, um im Markt für eng verzahnte Gesundheitsdienstleistungen effizient und profitabel zu agieren und zugleich dem Anspruch an eine qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten bei weiterhin stark begrenzten Ressourcen gerecht werden zu können.

Mithilfe eines Personalentwicklungs- und Rekrutierungskonzeptes soll dem Fachkräftemangel frühzeitig entgegengewirkt und neue Mitarbeiter gewonnen werden. Weitere positive Impulse auf die Mitarbeitergewinnung und -bindung verspricht sich der Konzern von einer Ausweitung des betrieblichen Gesundheitsmanagements und der betrieblichen Wiedereingliederung. Im Jahr 2018 gibt es weitere Tarifsteigerungen für das ärztliche und nichtärztliche Personal.

Die zum Teil zur Anwendung kommenden und ab dem 1. Januar 2017 erhöhten gesetzlichen Mindestlöhne belaufen sich auf 8,84 Euro. Dem zweijährigen Rhythmus folgend werden in 2018 Beschlüsse erwartet, diesen per 1. Januar 2019 weiter anzuheben.

Im Akutbereich geht die Geschäftsführung davon aus, an allen Standorten die Leistung durch Steigerung der Fallzahlen und einer Verbesserung des Case-Mix im Vergleich zum Vorjahr erhöhen zu können.

Im Geschäftsjahr 2018 wird die Sanierung des Altbaus des KMG Klinikums Kyritz vorangetrieben. Hier soll ein Ärztehaus mit MVZ Praxen und weiteren Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft entstehen. Der Bau des Landeplatzes für den Rettungshubschrauber in Kyritz soll die Zertifizierung als regionales Traumazentrum sichern. Außerdem werden an allen Standorten viele kleinere Investitionen durchgeführt.

Die KMG Klinik Boizenburg wird mit der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie um eine dritte Fachabteilung erweitert. Bisher wurden chirurgische Notfälle von der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie versorgt. In der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie werden nun zusätzlich zur Behandlung von Unfällen geplante orthopädische Eingriffe vorgenommen. Das betrifft vor allem die Bereiche Handchirurgie, Fußchirurgie und Endoprothetik, also die Versorgung vor allem mit künstlichen Hüft- und Schultergelenken. Zusätzlich umfasst das Behandlungsspektrum Arthroskopien - also Gelenkspiegelungen zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken - von Schulter, Ellenbogen, Hüfte, Knie und oberem Sprunggelenk.

Die KMG Gesundheitszentrum GmbH und die KMG Gesundheitszentrum MV GmbH werden weitere Ausbaumöglichkeiten prüfen und in die Umsetzung bringen. Im Februar 2018 hat das Medizinische Versorgungszentrum Havelberg eine chirurgische Zweigpraxis in Osterburg eröffnet.

Das Thema E-Health wird auch für die KMG Kliniken PLC an Bedeutung gewinnen. Dazu kann nicht nur die elektronische Patientenakte zählen, der Megatrend Digitalisierung ist insgesamt ein wirtschaftlicher Treiber des Gesundheitsmarktes. Das im Einsatz befindliche System Agfa HealthCare zur ganzheitlichen Steuerung von Klinikprozessen ist dabei ein integraler Bestandteil.

Bemerkenswert ist, dass sich im Berufsbild der Pflege in den Krankenhäusern die öffentliche Wahrnehmung und die Selbstwahrnehmung auseinanderdriften. (Im Bereich der Altenpflege ist das Bild differenzierter zu betrachten.) Als Ursachen werden u. a. die gestiegene Arbeitsverdichtung oder auch Nacht- und Wochenenddienste als auch begrenzte Verdienstmöglichkeiten angegeben. Die schulische Ausbildung in der Krankenpflege zählt zu den anspruchsvollsten Ausbildungsberufen in Deutschland mit einem Ausbildungszeitraum von drei Jahren und fachübergreifenden Lernfeldern. Bei einem konkreten Vergleich von Ausbildungsvergütungen als auch Gehältern für Einsteiger und Berufserfahrene mit anderen Berufsgruppen wie z. B. Bankkaufleuten oder Mechatronikern lässt sich feststellen, dass die Krankenpflege nicht schlecht dasteht. Es bestehen umfassende Möglichkeiten für eine berufliche Karriere und vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten wie z.B. zur Stationsleitung oder Hygienefachkraft. Darüber hinaus bestehen Möglichkeiten zur Weiterentwicklung über ein Studium mit gesundheits- und pflegewissenschaftlichem Schwerpunkt bzw. Pflegepädagogik.

Die Krankenpflege ist ein attraktiver Beruf, eine potentielle Opferrolle ist unangebracht und kontraproduktiv. Es ist ein differenzierter Umgang mit dem Berufsbild der Pflege notwendig. Zur zwingend erforderlichen Verbesserung des Images sind alle Beteiligten gefordert.

Auch im Geschäftsjahr 2018 wird im Rehabereich unverändert eine stabile Belegungsquote angestrebt.

Neben der vorliegenden Zertifizierung unseres internen Qualitätsmanagementsystems sind unsere Kliniken in das externe Qualitätssicherungssystem der Rentenversicherung einbezogen und schneidet regelmäßig mit sehr guten Ergebnissen bei allen gemessenen Qualitätsparametern ab.

Inwiefern sich diese Ergebnisse auch auf eine Leistungsgerechtigkeit in der Vergütung auswirken, bleibt abzuwarten. Zudem sind Erhöhungen der Vergütungssätze häufig mit einer Reduzierung der Fallzahlen verbunden. Aktuell hat die orthopädische Rehabilitation bundesweit noch die höchsten Fallzahlen und die höchste Bettenkapazität, was sich zwangsläufig auf den Wettbewerb und die Vergütungssatzverhandlungen auswirkt.

Veränderte Anforderungen, wie z. B. aufwändige Pflege, steigende Hygieneanforderungen oder Tarifsteigerungen, die die medizinische Rehabilitation gleichermaßen betreffen, sind im akutstationären Krankenhausbereich durch zahlreiche Sonderprogramme und gesetzliche Maßnahmen strukturell gefördert. Die auf dem DRG-System basierende Verkürzung der stationären Behandlung lässt den Bedarf an Frührehabilitation steigen. Rehabilitationskliniken übernehmen die Patienten früher mit den entsprechenden Kostenrisiken, ohne dass dafür die Verweildauer verlängert oder Vergütungssätze erhöht werden. Außerdem sind sämtliche Kostensteigerungen, die sich auch aus dem stark reglementierten System der Strukturanforderungen ergeben, aus dem Vergütungssatz zu finanzieren. Die Vergütungssätze der Kliniken müssen in dem monistisch finanzierten System sowohl den laufenden Betrieb als auch die notwendigen Investitionen tragen.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass aufgrund der aktuellen demografischen Entwicklungen der medizinischen Rehabilitation zukünftig mehr Bedeutung zukommen wird. Die zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung wird einen erhöhten Bedarf an rehabilitativen Maßnahmen bewirken, um Pflegebedürftigkeit zu verhindern oder zu verzögern. Ob dafür das entsprechende Reha-Budget zur Verfügung gestellt wird, ist abzuwarten.

Um die zu erwartenden Aufgaben erfüllen zu können müssen wir uns einer Vielzahl von Herausforderungen stellen. Hierzu gehören die Sicherung des erreichten Niveaus unter sich verändernden Umfeldbedingungen, das Erreichen von Vergütungssatzerhöhungen, die mindestens den allgemeinen Kostensteigerungen entsprechen und der Begegnung des Wettbewerbs durch ein Bündel von Maßnahmen wie anhaltend hohe fachliche Qualität (Therapieleitlinien), Spezialisierungen anstreben (KMG; SOP "Schmerztherapie" und MBOR), Digitalisierung relevanter Klinikprozesse (digitale Patientenakte) Zusatzleistungen für veränderte Erwartungen der Patienten entwickeln.

In der Pflege für Senioren und für Menschen mit Behinderung werden das enge Zusammenwirken der ambulanten und der stationäre Pflege immer bedeutender.

Durch den angepassten Pflegebedürftigkeitsbegriff ändern sich nicht nur das Begutachtungsinstrument und der Leistungszugang, sondern auch das Verständnis von Pflege, das sich stärker darauf ausrichtet, die Selbständigkeit der Pflegebedürftigen möglichst lange zu erhalten und zu fördern.

Die KMG Gruppe hat auf diese Veränderungen reagiert, indem das Geschäftsfeld der ambulanten Pflege im Geschäftsjahr 2017 durch Akquisitionen ausgebaut wurde und potentiell weiter ausgebaut wird. Dabei ist organisches Wachstum oftmals begrenzt durch die mangelnde Verfügbarkeit von zusätzlichen Fachkräften.

Der seit dem 1. März 2017 zur KMG Unternehmensgruppe gehörende ambulante Pflegedienst Vita Hauskrankenpflege für Jung und Alt Ambulantis GmbH in Nauen ist ebenso wie die seit dem 1. Januar 2017 dazugehörige Häusliche Krankenpflege Schwester Eva aus Potsdam zwischenzeitlich fest integriert worden. Beide Dienste zeichnen sich dadurch aus, durch hohe fachliche Kompetenz und einen hohen Qualitätsanspruch immer für die Patienten da zu sein.

Im stationären Bereich erfolgen notwendige Investitionen in die Infrastruktur kontinuierlich. Der Abbau der Doppelzimmer bis zum Jahr 2023, der durch die Auflage des Brandenburgischen Heimgesetzes veranlasst wurde, ist Bestandteil der Investitionsüberlegungen.

Das Rekrutieren von qualifiziertem und leistungsbereitem Personal in den Heimen bleibt herausfordernd. Wir gehen auch für das Geschäftsjahr 2018 nicht davon aus, dass die hohe Fluktuation im Bereich des Personals in der Heimpflege zurückgehen wird. Bisher ist für uns nicht spürbar, dass das Land Brandenburg seit dem Jahr 2017 in die Ausbildung von Altenpflegehelfern investiert. Die darüber hinaus angekündigte Schaffung von Ausbildungsplätzen mit Hilfe von Fördermitteln darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass bereits heute freien Ausbildungsplätzen eine nicht ausreichende Anzahl von Bewerbern gegenübersteht.

Durch die Gewinnung von Arbeitskräften aus anderen Ländern (u. a. Serbien, Ukraine, Ungarn) wird der hohen Abwanderungsquote von jungen Menschen aus der Region entgegengewirkt, allerdings sind die Erfahrungen mit diesen neu gewonnenen Mitarbeiterin noch sehr heterogen.

Die Flexibilisierung von Arbeitszeiten, besser planbaren Dienstmodellen und die gesteigerte Aufmerksamkeit zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird bei der Gewinnung von Fachkräften positive Wirkung beigemessen.

Als Fazit ist festzuhalten, dass die gesetzlichen und allgemeinen ökonomischen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen für die KMG Kliniken PLC auch im Geschäftsjahr 2018 eine Herausforderung darstellen. Durch das differenzierte Leistungsspektrum in den Bereichen des Akutsektors, des Rehabilitationsbereichs und der Pflege von Senioren und von Menschen mit Behinderung besteht eine stabile und als sehr gut eingeschätzte Ausgangsbasis.

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg im Oktober 2017 vermeldet gehören die Krankenhäuser in Brandenburg zu den wirtschaftlichsten in ganz Deutschland. Die KMG Kliniken PLC ist fest entschlossen, dies auch in der Zukunft für die eigenen Kliniken aber auch für alle anderen Einrichtungen bestätigen zu können.

Durch die in der Vergangenheit erfolgte Anpassung des Leistungsspektrums an die Marktgegebenheiten stellt sich die KMG Gruppe trotz der allgemeinen und speziellen Risiken weiterhin ausgesprochen zukunfts- und wettbewerbsfähig dar. Der Konzern ist gut positioniert, um auch zukünftig als ein stabiler privater Krankenhausbetreiber die Entwicklungen am Gesundheitsmarkt der Regionen aktiv mitzugestalten.

Die Investitionen in Infrastruktur und Medizintechnik werden konsequent fortgesetzt.

Die Gruppe startet optimistisch in das Jahr 2018 und wird die Leistungen des Managements auf die Realisierung der Potenziale für eine weiteren Leistungs- und Ergebnissteigerung konzentrieren. Bei einigen Kliniken sehen wir Verbesserungschancen hinsichtlich der operativen Margen. Die u. a. durch Tarifanpassungen steigenden Kosten sollen durch ein konsequentes Kostenmanagement, Prüfung von Materialeinsatz und Optimierung von Abläufen kompensiert werden.

Wir steuern den Konzern auf der Basis eines integrierten Kennzahlensystems. Damit fokussieren wir langfristig die Interessen unserer Gesellschafter und Finanzierungspartner. Die Interessen unserer Mitarbeiter und Mitarbeiter sowie unserer Patienten und zu Pflegenden sind uns hierbei besonders wichtig.

Für das Geschäftsjahr 2018 geht der Vorstand von einer leicht steigenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus. Sollten sich Chancen bieten, werden wir unser Portfolio selektiv ergänzen.

Wir freuen uns, dass die KMG Kliniken nach nunmehr über 26 Jahren ein wichtiger Anker der gesundheitlichen Versorgung im Nordosten Deutschlands geworden sind. Das verstehen wir als Auftrag für die Zukunft.

 

Bad Wilsnack, 31. März 2018

gez. Stefan Eschmann

gez. Jennifer Kirchner-Bauer

Bilanz

Aktivseite

31.12.2017 31.12.2016
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.121.104,72 1.176.626,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.247.411,70 3.032.574,29
3. geleistete Anzahlungen 13.013,92 4.381.530,34 62.525,31 4.271.726,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 172.320.390,79 178.153.522,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.988.176,57 7.744.872,57
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.503.527,68 16.987.452,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.346.413,32 203.158.508,36 2.368.276,86 205.254.124,20
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 49.446.132,48 49.446.132,48 54.783.741,06 54.783.741,06
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-,Hilfs- und Betriebsstoffe 1.214.964,16 835.531,98
2. Unfertige Leistungen 1.860.909,10 3.075.873,26 1.979.629,28 2.815.161,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.704.631,09 18.894.284,65
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 9.000,00; Vorjahr € 12.675,18
2. Forderungen gegen Gesellschafter 11.211,14 45.048,01
3. Forderungen nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 3.616.135,95 1.228.992,85
davon nach dem KHEntgG € 3.616.135,95; Vorjahr € 1.228.992,85
4. Sonstige Vermögensgegenstände 10.665.958,73 33.997.936,91 8.283.368,12 28.451.693,63
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr € 283.007,00; Vorjahr € 423.895,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.753.715,86 4.877.633,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Andere Abgrenzungsposten 294.100,32 289.415,77
D. Aktive latente Steuern 413.900,00 340.500,00
299.521.697,53 301.083.995,43

Passivseite

31.12.2017 31.12.2016
A. Eigenkapital
I. Grundkapital
a) Grundkapital 115.610,00 115.610,00
b) Verrechnung eigene Anteile -30.000,00 -30.000,00
II. Kapitalrücklagen
a) Kapitalrücklagen 14.772.936,66 14.772.936,66
b) Verrechnung eigene Anteile -14.772.936,66 -14.772.936,66
III. Konzernbilanzgewinn 22.614.339,67 26.862.878,13
IV. Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter 35.459.461,64 35.011.373,04
V. Ausgleichsposten Eigenmittelförderung -7.143.064,13 51.016.347,18 -7.143.064,13 54.816.797,04
B. Unterschiedsbetrag aus der Erstkapitalkonsolidierung 703.267,63 1.054.901,45
C. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 99.042.291,25 102.499.966,69
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.924.343,00 1.699.896,00
2. Steuerrückstellungen 387.632,98 533.001,90
3. Sonstige Rückstellungen 14.355.684,17 16.667.660,15 13.201.513,09 15.434.410,99
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 64.196.520,28 57.391.808,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 25.411.666,88; Vorjahr € 6.963.499,79
2. Erhaltene Anzahlungen 260.498,30 482.976,93
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 260.498,30; Vorjahr € 482.976,93
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.609.602,82 5.425.476,91
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 5.525.142,37; Vorjahr € 5.317.196,48
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 4.610.504,12 50.030,56
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 4.610.504,12; Vorjahr € 50.030,56
5. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 727.351,60 1.627.129,29
davon nach dem KHEntgG € 21.398,10; Vorjahr € 136.065,89
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 727.351,60; Vorjahr € 1.627.129,29
6. Verbindlichkeiten aus sonstigen Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 6.908,57 6.908,57
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 6.908,57; Vorjahr € 6.908,57
7. Sonstige Verbindlichkeiten 56.579.229,00 131.990.614,69 62.251.897,36 127.236.228,53
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr € 6.765.800,71, Vorjahr € 7.068.800,22;
davon aus Steuern € 1.724.965,69, Vorjahr € 1.538.194,84;
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 224.832,17, Vorjahr € 165.218,75
F. Rechnungsabgrenzungsposten 101.516,63 41.690,73
299.521.697,53 301.083.995,43

Gewinn- und Verlustrechnung

2017 2016
1. Umsatzerlöse 207.709.940,39 197.362.300,88
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an unfertigen Leistungen -118.720,18 382.892,98
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 362.570,73 412.196,29
4. Sonstige betriebliche Erträge 10.275.770,40 10.551.879,54
218.229.561,34 208.709.269,69
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 32.709.148,42 32.762.036,57
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.030.869,95 9.825.361,08
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 109.160.180,00 99.544.391,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 18.646.298,90 168.546.497,27 17.181.236,62 159.313.025,38
davon für Altersversorgung € 389.112,67, Vorjahr € 388.410,90
Zwischenergebnis 49.683.064,07 49.396.244,31
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 15.786.435,01 15.131.416,96
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.886.134,65 37.672.569,66 19.659.883,20 34.791.300,16
Zwischenergebnis 12.010.494,41 14.604.944,15
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 225.859,04 171.127,03
davon aus Abzinsung € 60.707,10, Vorjahr € 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.062.737,36 1.815.477,58
davon aus Aufzinsung € 172.058,29, Vorjahr € 188.575,92
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.796.744,57 3.633.622,89 3.055.314,20 4.699.664,75
davon Ertrag (Vorjahr Aufwand) aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern € 73.400,00, Vorjahr € 55.600,00
12. Ergebnis nach Steuern 8.376.871,52 9.905.279,40
13. Sonstige Steuern 363.081,38 413.150,44
14. Jahresüberschuss 8.013.790,14 9.492.128,96
davon: Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis 5.612.328,60 3.162.966,18
15. Gewinnvortrag 26.862.878,13 22.659.861,35
16. Ausschüttung 9.173.574,96 3.363.776,47
17. Sonstige Veränderungen 2.523.574,96 1.237.630,47
18. Konzernbilanzgewinn 22.614.339,67 26.862.878,13

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017

2017
2016
1. Mittelzufluss/ -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit
1. Konzernergebnis einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 8.013.790,14 9.492.128,96
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens (soweit nicht gefördert) 9.362.635,73 8.684.510,47
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.168.817,97 2.450.834,13
4. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -1.224.231,86 -982.378,38
5. -/+ Zunahme/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.422.080,58 -1.905.137,21
6. +/- Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -168.885,39 -160.380,66
7. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3.244,65 152.199,63
8. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 1.836.878,32 1.644.350,55
9. +/- Aufwendungen / Erträge aus außerordentlichen Posten 23.629,00 23.629,00
10. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.796.744,57 3.055.314,20
11. + erhaltene Zinsen 158.465,43 137.202,30
12. - gezahlte Zinsen -7.305,92 -5.260,25
13. -/+ Ertragsteuerzahlungen -3.189.991,35 -2.544.353,29
14. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 13.345.221,41 20.042.659,45
2. Mittelzufluss/ -abfluss aus Investitionstätigkeit
1. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.598.630,23 -989.019,03
2. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 30.978,25 9.537,00
3. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -11.574.109,06 -9.976.181,47
4. - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -277.407,95 0,00
5. - Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -103.308,08 -101.965,04
6. Cashflow aus der Investitionstätigkeit ‑13.522.477,07 ‑11.057.628,54
3. Mittelzufluss/ -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit
1. - Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten bei Banken -4.879.662,87 -10.144.506,21
2. - Auszahlungen aus der Tilgung sonstiger Finanzkredite -578.100,00 -333.643,22
3. + Einzahlungen aus Aufnahme von Krediten 11.681.077,51 2.000.000,00
4. + Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 3.047.363,37 5.036.065,93
5. - Gezahlte Zinsen -1.985.329,10 -1.988.315,92
6. - Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -3.245.000,00 -4.076.146,00
7. - Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -4.008.735,88 -1.068.480,00
8. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 31.613,03 -10.575.025,42
4. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -145.642,63 -1.589.994,51
5. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 21.763,80 0,00
6. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.877.594,69 6.467.589,20
7. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 4.753.715,86 4.877.594,69
Zusammensetzung der Finanzmittelfonds
1. + Zahlungsmittel 4.753.715,86 4.877.633,19
2. + jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten 0,00 -38,50
3. Finanzmittelfonds 4.753.715,86 4.877.594,69

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2017

01.01.2017
Veränderung Konsolidierungskreis
Jahresüberschuss
Gewinnausschüttung
Sonstige Veränderung 31.12.2017
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 85.610,00 25.000,00 0,00 0,00 -25.000,00 85.610,00
II. Kapitalrücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Konzernbilanzgewinn 26.862.878,13 113,57 2.401.461,54 -9.173.574,96 2.523.461,39 22.614.339,67
IV. Anteile anderer Gesellschafter * 35.011.373,04 0,00 5.612.328,60 -5.164.240,00 0,00 35.459.461,64
V. Ausgleichsposten KHG -7.143.064,13 0,00 0,00 0,00 0,00 -7.143.064,13
Insgesamt 54.816.797,04 25.113,57 8.013.790,14 -14.337.814,96 2.498.461,39 51.016.347,18

* ausstehende Einlagen auf das Kapital, nicht eingefordert 741.507,95 EUR

Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2016

01.01.2016
Veränderung Konsolidierungskreis
Jahresüberschuss
Gewinnausschüttung
Sonstige Veränderung
31.12.2016
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 85.610,00 12.500,00 0,00 0,00 -12.500,00 85.610,00
II. Kapitalrücklagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Konzernbilanzgewinn 22.659.861,35 0,00 6.329.162,78 -3.363.776,47 1.237.630,47 26.862.878,13
IV. Anteile anderer Gesellschafter * 32.916.886,86 0,00 3.162.966,18 -1.068.480,00 0,00 35.011.373,04
V. Ausgleichsposten KHG -7.143.064,13 0,00 0,00 0,00 0,00 -7.143.064,13
Insgesamt 48.519.294,08 12.500,00 9.492.128,96 -4.432.256,47 1.225.130,47 54.816.797,04

* ausstehende Einlagen auf das Kapital, nicht eingefordert 741.507,95 EUR

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Allgemeine Angaben

Die KMG Kliniken PLC ist eingetragen im Companies House for England/Wales unter der Nr. 7029501. Die Gesellschaft hat ihren Registersitz in London, Großbritannien, ihren Verwaltungssitz in Bad Wilsnack, Deutschland. Die Eintragung in das deutsche Handelsregister erfolgte am 29. Dezember 2010 beim Amtsgericht Neuruppin unter der HRB Nr. 9097.

Die KMG Kliniken PLC erstellt auf Basis des § 290 HGB einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften.

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufgestellt worden. Die in den Einzelabschlüssen nach der Krankenhaus-Buchführungsverordnung (KHBV) und der Pflegebuchführungsverordnung (PBV) bilanzierten Positionen wurden auf das HGB überführt mit Ausnahme der Forderungen nach KHG und der Verbindlichkeiten nach KHG, für die gesonderte Posten in den Konzernabschluss eingefügt wurden.

Der Konzernabschluss ist gemäß § 299 Abs. 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Muttergesellschaft (31. Dezember 2017) aufgestellt worden. Die Bilanzstichtage der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind identisch mit dem Bilanzstichtag der Muttergesellschaft.

Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben in der Konzernbilanz wurden in den Anhang übernommen. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

a) Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden die nachfolgend genannten Gesellschaften einbezogen:

Gesellschaft Anteil am Kapital
in %
gehalten über Nr.: Anm. Eigenkapital per 31.12.2017
Jahresüberschuss/-fehlbetrag für 2017
Segment Akutmedizin
KMG Klinikum Mitte GmbH, Bad Wilsnack 2,56 15 1), 5) 10.640.698,85 0,00
KMG Klinikum Havelberg GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) 2.498.862,47 0,00
KMG Klinikum Güstrow GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) 7.563.127,56 0,00
KMG Klinik Boizenburg GmbH, Boizenburg 92,00 15 5) 1.233.497,09 220.335,89
KMG Gesundheitszentrum GmbH, Bad Wilsnack 2,56 1 5) 25.000,00 0,00
KMG Gesundheitszentrum MV GmbH, Güstrow 94,00 3 5) 96.769,15 82.079,26
Segment Rehabilitation
KMG Reha-Kliniken GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) 1.198.421,88 0,00
KMG Klinik Silbermühle GmbH, Bad Wilsnack 94,00 7 5) 233.040,46 0,00
KMG Elbtalklinik Bad Wilsnack GmbH, Bad Wilsnack 94,00 7 5) 400.247,91 0,00
KMG Kurmittelhaus Bad Wilsnack GmbH, Bad Wilsnack 94,00 7 5) -187.038,23 26.187,58
Segment Seniorenpflege
KMG Seniorenheime GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) 4.502.743,51 0,00
mit den Betriebsstätten:
a) KMG Seniorenresidenz Haus Goethe, Bad Wilsnack
b) KMG Seniorenheim Haus Fontane, Wittstock
c) KMG Seniorenheim Dosseblick, Neustadt / Dosse
d) KMG Seniorenheim Am Haidberg, Sülzhayn
e) Ambulante Pflege
f) KMG Seniorenheim Elbblick, Tangermünde
g) KMG Seniorenheim am Klinikum Güstrow, Güstrow
h) KMG Seniorenheim am Klinikum Pritzwalk, Pritzwalk
i) KMG Psychiatrisches Pflegeheim, Malchow
j) KMG Seniorenheim Am Park, Alt Schwerin
k) KMG Seniorenheim Eldeblick, Plau am See
Vita Hauskrankenpflege für Jung und Alt Ambulantis GmbH, Nauen 100,00 15 5) 51.573,83 2.725,27
KMG ambulante Pflege GmbH, Bad Wilsnack 100,00 15 5) 79.525,85 68.059,61
KMG Mehrgenerationenhaus Sülzhayn GmbH, Bad Wilsnack (vormals KMG Rehabilitationszentrum Sülzhayn GmbH, Bad Wilsnack) 94,00 7 5) -1.111.447,06 0,00
Segment Service/Sonstiges
KMG Kliniken PLC, London/Bad Wilsnack Mutter 4) 29.038.308,41 5.154.295,79
C&C Service GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) 25.600,00 57.269,93
C&C R GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) 25.000,00 0,00
Gesellschaft für Service und Dienstleistungen im Gesundheitswesen mbH, Bad Wilsnack 100,00 15 -23.311,73 -80.625,16
C&C R Nord GmbH, Bad Wilsnack 100,00 15 -5.950,89 -84.720,24
KMG Klinikum Mitte Service GmbH, Bad Wilsnack 2,56 1 56.340,95 24.422,19
Wäscherei "Kutscher" GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) 377.769,66 0,00
Criton GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) 5.284,57 0,00
KMG Baufördergesellschaft mbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) 223.472,37 55.843,61
KMG Bildungsakademie gGmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) -822.884,08 -27.188,84
KMG Seniorenresidenz Haus Goethe GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) -58.900,20 19.317,60
KMG Seniorenresidenz Haus Fontane GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) 55.004,11 0,00
KMG Klinik Management GmbH, Bad Wilsnack 59,00 15 3), 5) 5.395.072,18 518.994,35
KMG Immobilien Verwaltungs GmbH, Bad Wilsnack 94,00 15 2), 5) -32.898,02 -2.639,81
KMG Krankenhaus Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG, Bad Wilsnack 94,00 15 2) 9.500.701,27 -40.111,11
KMG Invest GmbH, Bad Wilsnack SPE 6) 29.480.960,99 5.344.342,80

1) Die KMG Invest GmbH ist am Kapital der KMG Klinikum Mitte GmbH in Höhe von 97,44 % beteiligt, die KMG Kliniken PLC in Höhe von 2,56 %. Abweichend von den Kapitalanteilen hält die KMG Kliniken PLC laut Satzung 94 % der Stimmrechte an der KMG Klinikum Mitte GmbH.

2) Die KMG Kliniken PLC hält 94 % der Anteile, die KMG Invest GmbH 6 % der Anteile.

3) Die Dr. Wolfgang Neubert Stiftung hält 35 % der Anteile an der KMG Klinik Management GmbH, die KMG Kliniken PLC 59 % und die KMG Invest GmbH 6 % der Anteile.

4) Die KMG Invest GmbH hält stimmrechtslos 25,95 % der Anteile an der KMG Kliniken PLC.

5) Die Gesellschaft nimmt Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.

6) Zur Einbeziehung der KMG Invest GmbH verweisen wir auf die nachfolgenden Erläuterungen.

Die KMG Invest GmbH umfasst ausschließlich die Vermietung von Grundstücken und Gebäuden im Wesentlichen an Konzerngesellschaften der KMG-Gruppe. Damit ist die KMG Invest GmbH wirtschaftlich und finanziell eng mit den Gesellschaften des Konzerns der KMG Kliniken PLC verbunden. Da die Immobilien der KMG Invest GmbH ausschließlich der Erreichung der Ziele der KMG Kliniken PLC dienen und um eine adäquate wirtschaftliche Aussagekraft des Konzernabschlusses abzubilden, wird die KMG Invest GmbH aufgrund wirtschaftlicher Betrachtungsweise als Zweckgesellschaft gem. § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Gesellschaft KMG ambulante Pflege GmbH, Potsdam, wurde im Geschäftsjahr 2016 erstmalig in den Konsolidierungskreis der KMG Kliniken PLC einbezogen. Durch notariellen Vertrag vom 17. Juni 2016 hat die KMG Kliniken PLC diese Gesellschaft errichtet. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 26. Juli 2016.

Mit notariellem Vertrag vom 27. Februar 2017 wurden sämtliche Geschäftsanteile der Vita Hauskrankenpflege für Jung und Alt Ambulantis GmbH, Nauen, erworben. Als Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Gesellschaft in den Konsolidierungskreis der KMG Kliniken PLC gilt der 1. März 2017.

b) Konsolidierungsmethoden

Die Konsolidierung wurde nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung vorgenommen. Die Vorschriften zur Kapital-, Schulden- und Ertragskonsolidierung wurden beachtet. Die Korrektur von Zwischengewinnen wurde im Bereich der Lieferungen und Leistungen, die zu üblichen Marktbedingungen vorgenommen wurden und bei Wertansätzen, deren Ermittlung einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert, nicht durchgeführt.

Der Wertansatz der den Muttergesellschaften gehörenden Anteile an den einbezogenen Tochtergesellschaften wird mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert, angesetzt.

Die Abschreibungszeiträume entsprechen den branchenüblichen Nutzungsdauern. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode ermittelt.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 und 1.000 € netto wurde bis 2014 ein Sammelposten gebildet, der über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird. Ab dem Geschäftsjahr 2015 werden geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen 150 und 410 € netto im Jahr des Zuganges vollständig abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit einem Wert über 410 € werden planmäßig über die jeweiligen Nutzungsdauern abgeschrieben.

Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 und 3 HGB ergeben sich aus den Material- und Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung. Zinsen für Fremdkapital, das zur Finanzierung der Herstellung des Vermögensgegenstands verwendet wurde, soweit sie auf den Herstellungszeitraum entfallen, wurden berücksichtigt.

Bei den Finanzanlagen wurden Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips einschließlich nicht abziehbarer Vorsteuer bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Dauer der Lagerhaltung, einer geminderten Verwertbarkeit oder gesunkenen Wiederbeschaffungs- bzw. Verkaufspreisen ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die unfertigen Leistungen enthalten Bauleistungen der Criton GmbH und abgegrenzte Leistungen für Überlieger in den Segmenten Akutmedizin und Rehabilitation. Die Wertermittlung erfolgte retrograd aus den DRG-Erlösen bzw. aus den Vergütungen für Fallpauschalen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für erkennbare Risiken bewertet.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind mit den Nominalbeträgen bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Der Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens ist in Höhe der Restbuchwerte der nach dem KHG und den einschlägigen Landeskrankenhausgesetzen einzeln oder pauschal geförderten bzw. aus Zuweisungen und Zuschüssen der öffentlichen Hand finanzierten Anlagegüter angesetzt worden.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der Methode der laufenden Einmalprämien unter Verwendung der "Richttafeln 2005 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren von 3,68 % verwendet. In dem versicherungsmathematischen Gutachten wurde eine zu erwartende Rentensteigerung von 1,50 % p. a. berücksichtigt. In erstmaliger Anwendung der Bewertungsgrundsätze nach BilMoG im Geschäftsjahr 2010 war zur Bilanzierung der Pensionsrückstellungen ein Zuführungsbetrag zu erfassen. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wird dieser über einen Zeitraum von 10 Jahren gleichmäßig verteilt. Die ausschließlich der Erfüllung der Altersvorsorgeverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen) wurden mit ihren (fortgeführten) Anschaffungskosten mit den Rückstellungen verrechnet. Die Bewertung der Vermögenswerte erfolgt nach den Vorschriften des Ländererlasses gemäß Bundessteuerblatt 1963, Teil II, Seite 47 sowie § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Zahlungen, die Ertrag nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporärer Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenen Steuerbe- oder -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen. Aktive latente Steuern werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung in Zukunft wahrscheinlich erscheint.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens wie auch die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind dem Konzernanlagespiegel zu entnehmen.

Geschäfts- und Firmenwert

Der nach § 301 Abs. 3 HGB auf der Aktivseite ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ergibt sich aus dem Erwerb der Anteile gemäß nachstehender Übersicht:

Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Beteiligungsquote(gesamt)
%
aktivischer Unterschiedsbetrag
KMG Krankenhaus Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG 01.01.10 94,00 827.448,40
KMG Klinik Management GmbH 01.01.10 59,00 1.270.027,12
KMG Reha-Kliniken GmbH 01.01.10 94,00 875.031,83
KMG Klinik Boizenburg GmbH 01.11.14 92,00 3.549.438,33
Vita Hauskrankenpflege für Jung und Alt Ambulantis GmbH 01.03.17 100,00 252.294,38
Gesamt 6.774.240,06

Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der KMG Klinik Management GmbH wird linear bis Dezember 2017, der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der KMG Krankenhaus Grundstücksverwaltungs GmbH & Co. KG über 10 Jahre abgeschrieben. In beiden Fällen werden Ergebnisbeiträge über langfristige Mietverträge zu realisieren sein, die der Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegt wurden. Aufgrund der Entscheidung, den Betrieb der Rehabilitation am Standort Sülzhayn zum 31. Dezember 2016 aufzugeben, wurde der Geschäfts- und Firmenwert der KMG Reha-Kliniken GmbH vollständig in 2016 abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der KMG Klinik Boizenburg GmbH und der Vita Hauskrankenpflege für Jung und Alt Ambulantis GmbH werden über 5 Jahre abgeschrieben.

Historischer Wert Entwicklung der Abschreibungen Restbuchwert
01.01.
Zugang
31.12.
per 31.12. GJ
per 31.12. VJ
KMG Krankenhaus Grundstücksverwaltungs GmbH & Co.KG 827.448,40 579.213,88 82.744,84 661.958,72 165.489,68 248.234,52
KMG Klinik Management GmbH 1.270.027,12 158.753,39 1.270.027,12 0,00 158.753,39
1.111.273,73
KMG Reha-Kliniken GmbH (Teilkonzern) 875.031,83 875.031,83 0,00 875.031,83 0,00 0,00
KMG Klinik Boizenburg GmbH 3.549.438,33 1.538.089,95 709.887,67 2.247.977,62 1.301.460,71 2.011.348,38
Vita Hauskrankenpflege für Jung und Alt Ambulantis GmbH 252.294,38 0,00 42.049,07 42.049,07 210.245,31 0,00
Gesamt 6.774.240,06 4.103.609,39 993.434,97 5.097.044,36 1.677.195,70 2.418.336,29

Sachanlagen

Die Finanzierung der Krankenhausimmobilie einschließlich der für die Erstausstattung benötigten mobilen Wirtschaftsgüter in Güstrow erfolgte vollumfänglich über vier Leasingverträge, von denen drei Verträge ausgelaufen sind.

Finanzanlagen

Unter den sonstigen Ausleihungen wird das im Zusammenhang mit dem Immobilienleasing aufgebaute und geförderte Mieterdarlehen des Klinikums in Güstrow ausgewiesen.

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 9,0 T€ (Vj. 12,7 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen enthalten Forderungen nach dem KHG in Höhe von 3.616,1 T€ (Vj. 1.229,0 T€).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge in Höhe von 147,1 T€ (Vj. 99,2 T€) aus Umsatzprämien. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 283,0 T€ (Vj. 423,9 T€) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den flüssigen Mitteln sind im Wesentlichen Fördermittel und Verwahrgelder in Höhe von 1.827,7 T€ (Vj. 3.640,5 T€) enthalten, die verfügungsbeschränkt sind.

Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen saldiert die folgenden bilanzierten aktiven latenten Steuern. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des individuellen Steuersatzes. Unter Berücksichtigung von Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer kam im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Steuersatz von 30,0 % zur Anwendung.

Entwicklung der latenten Steuern
01.01.
Zugang
Abgang
31.12.
Aktive latente Steuern
Pensionsrückstellungen 337.500,00 55.400,00 0 392.900,00
Steuerlich nutzbare Verlustvorträge 3.000,00 18.000,00 0 21.000,00
SUMME aktive latente Steuern 340.500,00 73.400,00 0 413.900,00
Bilanziell ausgewiesene aktive latente Steuern 340.500,00 413.900,00

Das Grundkapital des Konzerns beläuft sich auf insgesamt 85.610,00 € und ergibt sich aus dem Grundkapital der KMG Kliniken PLC (115.610,00 €) abzüglich des Nennwertes der eigenen Anteile (30.000,00 €). Dabei handelt es sich um die 25,95 %ige Beteiligung der KMG Invest GmbH an der KMG Kliniken PLC.

Das Grundkapital der KMG Kliniken PLC ist eingeteilt in 66.500 Stück Ordinary Shares A, 19.110 Ordinary Shares B und 30.000 Stück Preferred Shares mit einem Nennwert von je 1,00 €. Im Einzelnen stellt sich der Anteilsbesitz folgendermaßen dar:

Ordinary Shares A Ordinary Shares B Preferred Shares Gesamt
Dr. Wolfgang Neubert Stiftung 66.500 0 0 66.500
Dres. Neubert Familienstiftung 0 19.110 0 19.110
KMG Invest GmbH 0 0 30.000 30.000

Die Kapitalrücklagen sind ausschließlich solche gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Eigene Anteile an der Kapitalrücklage in Höhe von 14.772.936,66 € wurden analog dem Grundkapital mit den Kapitalrücklagen offen verrechnet.

Der Konzernbilanzgewinn ermittelt sich wie folgt:

Gewinnvortrag per 1. Januar 2017 26.862.878,13 €
./. Ausschüttung -9.173.574,96 €
+ Anteil der KMG Invest GmbH an der Ausschüttung 2.523.574,96 €
+ Jahresüberschuss 8.013.790,14 €
./. Anteil anderer Gesellschafter am Jahresüberschuss -5.612.328,60 €
Bilanzgewinn per 31. Dezember 2017 22.614.339,67 €

Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital unterliegen 902,4 T€ (Vj 743,4 T€) einer gesetzlichen Ausschüttungssperre.

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter entfällt auf 35 % der Anteile an der KMG Klinik Management GmbH sowie auf 8 % der Anteile an der KMG Klinik Boizenburg GmbH und enthält den Anteil der KMG Invest GmbH am Reinvermögen der konsolidierten Tochtergesellschaften, welcher mit den in der KMG Invest GmbH bilanzierten Beteiligungswerten verrechnet wurde. Des Weiteren wird in dieser Position das Kapital der KMG Invest GmbH, welche als Zweckgesellschaft in den Konzernabschluss der KMG Kliniken PLC einbezogen wurde, ausgewiesen.

Der Ausgleichsposten KHG wurde in den Einzelabschlüssen entsprechend den Vorschriften der KHBV ausgewiesen. Er ist aufschiebend bedingt und wird bei Ausscheiden des jeweiligen Krankenhauses aus dem Krankenhausplan fällig. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung wurde diese Position in das Eigenkapital umgegliedert.

Der nach § 301 Abs. 3 HGB auf der Passivseite ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung ergibt sich aus dem Erwerb der Anteile wie folgt:

Zeitpunkt der Erstkonsolidierung Beteiligungsquote
%
Passivischer Unterschiedsbetrag
KMG Klinikum Mitte GmbH 01.01.10 2,56 183.156,06
KMG Klinikum Güstrow GmbH 01.01.10 94,00 1.092.606,60
KMG Seniorenheime GmbH 01.01.10 94,00 2.564.531,85
Gesamt 3.840.294,51

Die passiven Unterschiedsbeträge werden zeitanteilig aufgelöst. Für den Akut- und Pflegesektor erfolgt die Auflösung über 10 Jahre. Die Erträge aus der Auflösung sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Passivischer Unterschiedsbetrag Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrages Passivischer Unterschiedsbetrag
historisch
Verrechnung kum. 01.01.2017
Auflösung im GJ
Gesamtverrechnung 31.12.2017
per 31.12. GJ
per 31.12. VJ
KMG Klinikum Mitte GmbH 183.156,06 128.209,27 18.315,61 146.524,88 36.631,18 54.946,79
KMG Klinikum Güstrow GmbH 1.092.606,60 764.824,62 109.260,66 874.085,28 218.521,32 327.781,98
KMG Seniorenheime GmbH 2.564.531,85 1.892.359,17 224.057,55 2.116.416,72 448.115,13 672.172,68
Gesamt 3.840.294,51 2.785.393,06 351.633,82 3.137.026,88 703.267,63 1.054.901,45

Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten Verpflichtungen gegenüber den ehemaligen Geschäftsführern der KMG Elbtalklinik Bad Wilsnack GmbH und betragen nach Verrechnung mit dem Deckungsvermögen 1.924,3 T€ (Vj. 1.699,9 T€). Die Höhe der Pensionsverpflichtungen zum Bilanzstichtag wird mit 3.539,0 T€ (Vj. 3.199,7 T€), die (fortgeführten) Anschaffungskosten der Vermögenswerte mit 1.614,7 T€ (Vj. 1.499,8 T€) beziffert.

Auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens wurde infolge der Änderung der Bewertungsgrundsätze nach BilMoG im Geschäftsjahr 2010 ein Zuführungsbetrag zu den Pensionsverpflichtungen in Höhe von 236,3 T€ errechnet. In Anwendung des Wahlrechts gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB ergibt sich bei einer Verteilung über einen Zeitraum von 10 Jahren ein jährlicher Zuführungsbetrag in Höhe von 23,6 T€. Der Verteilungs-Restbetrag beträgt zum Bilanzstichtag 47,3 T€ und der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen somit 3.586,3 T€ (Vj. 3.270,6 T€).

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre. Bei Berechnung der Pensionsrückstellungen auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre, beträgt der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag 4.075,2 T€. Der zur Ausschüttung gesperrte Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt zum Bilanzstichtag 488,9 T€.

Die Entwicklung der Rückstellungen ist nachfolgendem Rückstellungsspiegel zu entnehmen:

Stand 01.01.2017
Inanspruchnahme
Auflösung
Zuführungen
Stand 31.12.2017
1. Pensionsrückstellung 1.699.896,00 0 0 224.447,00 1.924.343,00
2. Steuerrückstellung 533.001,90 -212.971,76 -27.631,50 95.234,34 387.632,98
3. Sonstige Rückstellungen
Gratifikation/Gehalt 3.174.977,39 -2.913.960,03 -183.956,46 3.556.264,86 3.633.325,76
Bereitschaftsdienste/Gleitzeit 1.530.497,02 -1.510.039,33 -17.524,08 2.145.942,27 2.148.875,88
Urlaubsrückstellung 945.499,09 -945.499,09 0 1.104.000,04 1.104.000,04
Altersvorsorge DUK 302.511,53 31.686,94 -172.300,00 0 161.898,47
Abfindungen 968.791,68 -968.622,66 -169,02 71.100,14 71.100,14
MDK-Prüfungen 1.534.316,00 -1.413.545,94 -32.142,96 1.370.818,09 1.459.445,19
Erlösausgleich 2.963.813,57 -285.591,00 -71.286,70 1.164.646,25 3.771.582,12
Berufsgenossenschaft 348.244,35 -337.516,17 -17.913,18 385.350,57 378.165,57
Prozesskosten 181.378,37 -16.888,02 0 0 164.490,35
Jahresabschluss- /Prüfungskosten 173.502,75 -145.671,56 -8.890,19 182.439,42 201.380,42
Archivierungskosten 109.140,65 9.221,35 -8.502,00 0 109.860,00
Ausgleichsabgabe 161.745,43 -161.745,43 0 190.906,89 190.906,89
Wasser, Strom, Gas 62.155,55 -32.028,88 -30.126,67 155.791,41 155.791,41
Finanzierungskosten 23.589,08 -23.589,08 0 44.528,00 44.528,00
Gewährleistung 12.000,00 -12.000,00 0 12.300,00 12.300,00
Sonstige Rückstellungen 709.350,63 -255.429,56 -63.288,32 357.401,18 748.033,93
13.201.513,09 -8.981.218,46 -606.099,58 10.741.489,12 14.355.684,17
Gesamt 15.434.410,99 -9.194.190,22 -633.731,08 11.061.170,46 16.667.660,15

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel ersichtlich:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit Restlaufzeit
31.12.2016
31.12.2017
bis zu 1 Jahr
von 1 Jahr bis 5 Jahren
über 5 Jahre
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 57.391.808,91 64.196.520,28 25.411.666,88 20.250.315,65 18.534.537,75
Vorjahr: 6.963.499,79 27.659.813,84 22.768.495,28
2. Erhaltenen Anzahlungen 482.976,93 260.498,30 260.498,30 0,00 0,00
Vorjahr: 482.976,93 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.425.476,91 5.609.602,82 5.525.142,37 84.460,45 0,00
Vorjahr: 5.317.196,48 108.280,43 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 50.030,56 4.610.504,12 4.610.504,12 0,00 0,00
Vorjahr: 50.030,56 0,00 0,00
5. Verbindlichkeiten nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht 1.627.129,29 727.351,60 727.351,60 0,00 0,00
Vorjahr: 1.627.129,29 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten aus sonstigen Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 6.908,57 6.908,57 6.908,57 0,00 0,00
Vorjahr: 6.908,57 0,00 0,00
7. Sonstige Verbindlichkeiten 62.251.897,36 56.579.229,00 6.765.800,71 49.594.349,04 219.079,25
Vorjahr: 7.068.800,22 54.923.732,86 259.364,28
Gesamt 127.236.228,53 131.990.614,69 43.307.872,55 69.929.125,14 18.753.617,00
Vorjahr: 21.516.541,84 82.691.827,13 23.027.859,56

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 40.316,3 T€ durch Grundpfandrechte gesichert. Zusätzlich bestehen für diese Verbindlichkeiten in Höhe von 18.573,6 T€ Sicherheiten durch Sicherungsübereignung des gesamten Inventars der Betriebsstätten Dosseblick, Eldeblick und Güstrow der KMG Seniorenheime GmbH sowie der Einrichtungen Elbtalklinik und Sülzhayn. Weiterhin werden von der KMG Invest GmbH zusätzlich Sicherheiten durch Abtretungen sämtlicher Rechte aus einem Mietvertrag gegenüber der Commerzbank AG gegeben. Die dieser Sicherheit zugrunde liegende Darlehensverbindlichkeit valutiert zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 158,4 T€. Ferner bestehen Sicherheiten in der KMG Klinikum Mitte GmbH durch Sicherungsübereignung der finanzierten Investitionsgegenstände. Die diesen Sicherheiten zugrunde liegenden Darlehensverbindlichkeiten valutieren zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 1.000,0 T€.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen in Höhe von 4.610,5 T€ (Vj. 50,0 T€) und betreffen sonstige Verbindlichkeiten.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich in folgende Bereiche:

2017
2016
Krankenhausumsätze / Ambulanz
KMG Klinikum Mitte GmbH 58.822.342,46 60.964.445,61
KMG Klinikum Havelberg GmbH 4.862.403,74 5.299.653,96
KMG Klinikum Güstrow GmbH 78.604.614,45 72.413.695,25
KMG Klinik Boizenburg GmbH 6.687.948,76 6.931.204,46
KMG Gesundheitszentrum GmbH 3.316.535,74 1.906.184,28
KMG Gesundheitszentrum MV GmbH 1.177.711,54 0,00
153.471.556,69 147.515.183,56
Rehabilitationsumsätze
KMG Elbtalklinik Bad Wilsnack GmbH 8.183.591,20 8.002.081,04
KMG Klinik Silbermühle GmbH 10.099.106,70 10.184.639,15
KMG Mehrgenerationenhaus Sülzhayn GmbH (vormals KMG Rehabilitationszentrum Sülzhayn GmbH) 0,00 3.558.931,13
KMG Kurmittelhaus Bad Wilsnack GmbH 420.741,45 417.545,70
18.703.439,35 22.163.197,02
Umsätze der Alten- und Pflegeheime
KMG Seniorenheime GmbH 24.282.727,09 22.123.899,36
KMG Mehrgenerationenhaus Sülzhayn GmbH (vormals KMG Rehabilitationszentrum Sülzhayn GmbH) 2.159.600,36 0,00
Vita Hauskrankenpflege für Jung und Alt Ambulantis GmbH 721.991,31 0,00
KMG ambulante Pflege GmbH 2.171.360,03 0,00
29.335.678,79 22.123.899,36
Dienstleistungsumsätze
KMG Kliniken PLC 1.178.827,59 1.292.460,08
Criton GmbH 2.049.819,05 1.492.686,89
C&C Service GmbH 1.335.925,94 1.063.890,22
KMG Invest GmbH 638.239,69 628.758,34
Wäscherei "Kutscher" GmbH 476.593,96 492.208,43
KMG Bildungsakademie gGmbH 280.331,16 268.026,71
C&C R GmbH 154.317,39 237.488,78
Gesellschaft für Service und Dienstleistungen im Gesundheitswesen mbH 64.987,39 64.298,45
C&C R Nord GmbH 18.771,99 16.963,73
KMG Baufördergesellschaft mbH 1.440,74 3.239,31
KMG Klinikum Mitte Service GmbH 10,66 0,00
6.199.265,56 5.560.020,94
207.709.940,39 197.362.300,88

Die Krankenhausumsätze beinhalten gebildete Abschläge für zukünftige MDK-Prüfungen.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen aktivierte Aufwendungen aus Bauleistungen innerhalb des Konzerns.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge in Höhe von 1.156,0 T€ (Vj. 1.500,9 T€) ausgewiesen. Im Wesentlichen sind in Höhe von 606,1 T€ (Vj. 620,1 T€) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, in Höhe von 80,9 T€ (Vj. 508,3 T€) Erträge aus Versicherungserstattungen und in Höhe von 59,2 T€ (Vj. 78,8 T€) Erträge aus Pauschal- und Einzelwertberichtigungen sowie Eingänge auf abgeschriebene Forderungen enthalten.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1.305,3 T€ (Vj. 704,3 T€) ausgewiesen, die in Höhe von 184,4 T€ (Vj. 312,9 T€) auf Abschreibungen auf Forderungen und auf Einstellungen in die Wertberichtigung und in Höhe von 400,0 T€ (Vj. 0,0 T€) auf Personalkosten entfallen. Darüber hinaus wird aufgrund der Neuregelungen des BilRUG der jährliche Zuführungsbetrag zu den Pensionsrückstellungen (Verteilung des Unterschiedsbetrages BilMoG) in Höhe von 23,6 T€ innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Bewertungsgrundsätze nach BilMoG ergaben im Geschäftsjahr 2010 einen Zuführungsbetrag in Höhe von 236,3 T€ zu den Pensionsverpflichtungen. In Anwendung eines Verteilungswahlrechts gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB verteilt sich der Zuführungsbetrag über einen Zeitraum von 10 Jahren.

Die Abgrenzung des Materialaufwandes zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Buchführungsgrundlagen nach der Krankenhausbuchführungsverordnung, der Pflegebuchführungsverordnung und des HGB erfolgt im Rahmen einer sachgerechten Zuordnung.

In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen sind in Höhe von 9.362,6 T€ (Vj. 8.684,5 T€) ergebniswirksame Abschreibungen enthalten. In Höhe von 6.423,8 T€ (Vj. 6.446,9 T€) betreffen die Abschreibungen das geförderte Anlagevermögen. Die Umgliederung der Ertragsposition nach KHBV aus den Einzelabschlüssen erfolgte in die sonstigen betrieblichen Erträge. Im Vorjahr wurden außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 262,5 T€ auf den Geschäfts- und Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der KMG Reha-Kliniken vorgenommen.

VI. Ergänzende Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung weist für das Geschäftsjahr 2017 die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Kapitalflussrechnung ist nach der indirekten Methode aus dem Konzernabschluss der KMG Kliniken PLC abgeleitet.

Der verwendete Finanzmittelfonds setzt sich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten zusammen. Es sind liquide Mittel aus pauschalen Fördermitteln, valutierten Krediten sowie aus Verwahrgeldern in Höhe von insgesamt 1.827,7 T€ (Vj. 3.640,5 T€) enthalten, die einer eingeschränkten Verfügbarkeit unterliegen.

Die im Mittelabfluss für die Investitionstätigkeit ausgewiesenen Investitionen enthalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Im Wesentlichen handelt es sich um eine Vielzahl von Neu- und Ersatzinvestitionen, die vorwiegend der Verbesserung und Sicherung der medizinischen Versorgung dienen.

VII. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und derivative Finanzinstrumente

a) Haftungsverhältnisse

Die KMG Invest GmbH, Bad Wilsnack, hat eine Bürgschaftsübernahme für Darlehensverbindlichkeiten erklärt, die zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 116,5 T€ valutieren.

Die KMG Kliniken PLC, London/Bad Wilsnack, hat eine Bürgschaftsübernahme für Darlehensverbindlichkeiten erklärt, die zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 2.100,0 T€ valutieren. Eine weitere Bürgschaft, gemeinsam mit der KMG Invest GmbH, wurde zum Nominalbetrag von 1.000,0 T€ gegeben. Des Weiteren bestehen Avalbürgschaften in Höhe von 402,9 T€.

Die KMG Seniorenresidenz Haus Goethe GmbH, Bad Wilsnack, hat eine Buchgrundschuld in Höhe von 3.200,0 T€ für Darlehensverbindlichkeiten bestellt. Des Weiteren werden von der KMG Seniorenresidenz Haus Goethe GmbH Sicherheiten durch Abtretungen sämtlicher Rechte aus dem Mietvertrag für das Objekt "Seniorenheim Haus Goethe" gegeben. Weiterhin wurde eine Raumsicherungsübertragung abgeschlossen. Der Sicherungsraum besteht aus Räumlichkeiten des Seniorenheims Haus Goethe, Bad Wilsnack. Die Darlehensverbindlichkeit valutiert zum 31.12.2017 auf 1.610,3 T€, für die die KMG Seniorenheime GmbH, Bad Wilsnack, ebenfalls eine Bürgschaftsübernahme erklärt hat.

Darüber hinaus hat die KMG Klinikum Havelberg GmbH, Bad Wilsnack, ein notariell beurkundetes Schuldanerkenntnis in Höhe von 831,4 T€ nebst 6 % Zinsen zugunsten der Gemeinsamen Kommission bestehend aus dem Land Sachsen-Anhalt, der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt e. V., den Landesverbänden der Krankenkassen, den Verbänden der Ersatzkassen und dem Verband der privaten Krankenversicherungen abgegeben. Die Vereinbarung betrifft 50 % der mit Zuwendungsvertrag von April 1997 bewilligten Fördermittel in Höhe von 1.662,9 T€ für die Maßnahme "Errichtung Notaufnahme, Funktionsdiagnostik, Physiotherapie". Ein weiteres notariell beurkundetes Schuldanerkenntnis zugunsten der Gemeinsamen Kommission wurde in Höhe von 220,6 T€ nebst 6 % Zinsen für die Förderung der Maßnahme "Umbau Patientenaufzüge" abgegeben.

Aufgrund einer positiv prognostizierten Entwicklung der Gesellschaften gehen wir von stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen aus. Bei der KMG Klinikum Havelberg GmbH, Bad Wilsnack, wird ein Einsatz der Fördergelder gewährleistet, der mit dem Zuwendungsbescheid im Einklang steht. Eine finanzielle Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird daher nicht erwartet.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen bestehen aus dem Gebäude-Mietvertrag der KMG Klinik Silbermühle GmbH, Bad Wilsnack, in Höhe von jährlich 1.175,0 T€ und aus dem Gebäude-Mietvertrag der KMG Seniorenheime GmbH, Bad Wilsnack, in Höhe von jährlich 530,1 T€. Der Mietvertrag der KMG Klinik Silbermühle GmbH läuft bis zum 31. Dezember 2018, der Mietvertrag der KMG Seniorenheime GmbH, Bad Wilsnack, bis zum 31. Dezember 2026. An Erbbaurechtsverpflichtungen bestehen jährlich 65,9 T€ (Vj. 65,9 T€) und an sonstigen Mietverpflichtungen jährlich 187,9 T€ (Vj. 122,6 T€).

Des Weiteren bestehen aus Kaufverträgen bezüglich zweier Arztpraxen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 110,0 T€. Die vertragliche Regelung steht unter der aufschiebenden Bedingung, dass der Übergang des Vertragsarztsitzes auf die Gesellschaft KMG Gesundheitszentrum GmbH durch den zuständigen kassenärztlichen Zulassungsausschuss rechtskräftig genehmigt wird.

Darüber hinaus bestehen am Bilanzstichtag aus eingegangenen Leasingverträgen Verpflichtungen in Höhe von 942,3 T€ (Vj. 807,6 T€).

c) Derivative Finanzinstrumente

Nominalbetrag
T€
Beizulegender Wert
T€
Zinsbezogene Geschäfte 12.015,4 -1.812,7

Die zinsbezogenen Geschäfte betreffen Zinsswaps mit einem Ursprungsbetrag in Höhe von 24.760,0 T€. Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich im Sicherungszeitraum voraussichtlich aus, weil die Risikopositionen (Grundgeschäft) zeitgleich zu ihrer Entstehung in betraglich gleicher Höhe in derselben Währung und Laufzeit durch Zinsswaps abgesichert wurden. Da es sich bei den zugrunde liegenden Geschäften um eine Bewertungseinheit von Zinsswap und Darlehen handelt, ergab sich kein Rückstellungsbedarf.

VIII. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres haben, sind nicht zu verzeichnen.

IX. Sonstige Angaben

a) Personal

Der durchschnittliche Personalbestand setzt sich wie folgt zusammen:

durchschnittlich beschäftigte Vollkräfte 2017 durchschnittlich beschäftigte Vollkräfte 2016
Ärztlicher Dienst 300,9 285,7
Pflegedienst 944,1 888,2
Medizinisch-technischer Dienst 281,9 283,0
Funktionsdienst 248,3 249,3
klinisches Hauspersonal 164,5 163,0
Wirtschafts- und Versorgungsdienst 296,8 280,1
technischer Dienst 58,1 56,0
Verwaltungsdienst 229,0 220,0
Sonstiges Personal (Sonderdienste) 52,7 53,1
Baugewerbe 28,0 30,2
Personal der Ausbildungsstätten 9,0 9,2
2.613,3 2.517,8
Auszubildende 191,9 191,7
2.805,2 2.709,5

b) Kosten der Jahresabschlussprüfung

Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB besteht die Pflicht zur Angabe des Abschlussprüferhonorars.

Das Gesamthonorar der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer des Konzerns betrug im Geschäftsjahr 197,7 T€ (Vj. 157,4 T€).

Davon entfielen auf Abschlussprüfungsleistungen ein Betrag in Höhe von 121,3 T€ (Vj. 131,7 T€) und auf andere Bestätigungsleistungen ein Betrag in Höhe von 76,4 T€ (Vj. 25,7 T€).

c) Geschäfte mit nahestehenden Personen

Nach § 314 Abs. 1 Nr. 6c HGB werden zum Bilanzstichtag Darlehensforderungen einschließlich Zinsen in Höhe von insgesamt 1.748,8 T€ ausgewiesen.

Darlehensnehmer Betrag
in T€
Zinssatz p. a. Endfälligkeit
Board-Mitglied 30,0 2% 15.08.2018
Board-Mitglied 1.718,8 2% unbestimmt

Weiterhin hat die KMG Kliniken PLC, London/Bad Wilsnack, eine Bürgschaftsübernahme für Darlehensverbindlichkeiten erklärt, die zum 31. Dezember 2017 in Höhe von 2.100,0 T€ valutieren. Eine weitere Bürgschaft wurde gemeinsam mit der KMG Invest GmbH zum Nominalbetrag von 1.000,0 T€ gegeben.

d) Organe der Gesellschaft

Dem Vorstand (executive directors) gehörten im Geschäftsjahr folgende Personen an:

Herr Stefan Eschmann, Berlin, Vorsitzender,

Frau Jennifer Kirchner-Bauer, Berlin.

Der Vorstandsvorsitzende ist von der Beschränkung des § 181 BGB befreit.

Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird Gebrauch gemacht.

Dem Aufsichtsrat (non-executive directors) gehörten im Geschäftsjahr folgende Mitglieder an:

Herr Dr. Wolfgang Neubert, Arzt, Bad Wilsnack, Vorsitzender,

Herr Dr. Franz Tepper, Rechtsanwalt, Gütersloh,

Frau Dr. Irene Barbara Neubert, Ärztin, Bad Wilsnack,

Frau Heike Kähler, Steuerberaterin, Gütersloh.

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr Vergütungen in Höhe von 92.995,68 € (Vj. 67.749,06 €) erhalten, die die Aufwandsentschädigungen beinhalten. Pensionsrückstellungen für die Organe des Konzerns sind in Höhe von 1.924,3 T€ (Vj. 1.699,9 T€) abzüglich Deckungsvermögen gebildet.

Der Wissenschaftliche Beirat bestand in folgender Zusammensetzung:

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hans Lippert (Vorsitzender),

Prof. Dr. med. Thomas Mittlmeier,

Prof. Dr. med. Katrin Rothkopf,

Prof. Dr. med. Markus M. Lerch,

Prof. Dr. med. Dr. med. h.c. Helmut Wolff (Ehrenmitglied, verstorben Oktober 2017).

Der Wissenschaftliche Beirat hat im Berichtsjahr Vergütungen in Höhe von 21.615,11 € (Vj. 17.087,00 €) erhalten, die die Aufwandsentschädigungen beinhalten.

e) Vorschlag des Vorstandes zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Ergebnis des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 5.154.295,79 einen Teilbetrag, orientiert an der Ausschüttung der Vorjahre, auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bad Wilsnack, 31. März 2018

gez. Stefan Eschmann

gez. Jennifer Kirchner-Bauer

Entwicklung des Anlagevermögens

Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Anfangsstand
Zugang aus Änderung Konsolidierungskreis
Zugang
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.652.729,53 2,00 666.046,86
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.479.281,52 127.399,00 1.169.061,80
3. geleistete Anzahlungen 62.525,31 0,00 15.815,95
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 13.194.536,36 127.401,00 1.850.924,61
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 266.188.805,46 4.417,00 897.685,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.785.914,40 0,00 261.577,03
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.545.606,54 24.586,72 5.196.864,38
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.368.328,01 0,00 5.217.981,93
Summe Sachanlagen 387.888.654,41 29.003,72 11.574.109,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 277.407,95
2. Sonstige Ausleihungen 54.783.741,06 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 54.783.741,06 0,00 277.407,95
Insgesamt 455.866.931,83 156.404,72 13.702.441,62
Entwicklung der Anschaffungswerte
Bilanzposten Abgang
Umbuchungen/Konsolidierung
Endstand
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.985,04 36.986,78 6.342.780,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 316.150,35 9.091.892,67
3. geleistete Anzahlungen 1.471,37 -63.855,97 13.013,92
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 14.456,41 289.281,16 15.447.686,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 15.640,00 665.139,97 267.740.408,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.368,00 50.358,67 25.089.482,10
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 861.979,89 487.360,05 99.392.437,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 -1.239.845,47 6.346.464,47
Summe Sachanlagen 885.987,89 -36.986,78 398.568.792,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 -277.407,95 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 5.337.608,58 0,00 49.446.132,48
Summe Finanzanlagen 5.337.608,58 -277.407,95 49.446.132,48
Insgesamt 6.238.052,88 -25.113,57 463.462.611,72
Entwicklung der Abschreibungen
Bilanzposten Anfangsstand
Zugang aus Änderung Konsolidierungskreis
Abschreibungendes Geschäftsjahres
Entnahmefür Abgänge
Umbuchungen Endstand
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.476.102,81 0,00 758.557,64 12.985,04 0,00 5.221.675,41
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.446.707,23 1.992,00 1.395.781,74 0,00 0,00 5.844.480,97
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.922.810,04 1.992,00 2.154.339,38 12.985,04 0,00 11.066.156,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 88.035.282,99 16,16 7.384.718,21 0,00 0,00 95.420.017,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.041.041,83 0,00 1.068.593,37 8.368,00 38,33 18.101.305,53
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 77.558.154,24 2.674,09 5.178.784,05 850.663,93 -38,33 81.888.910,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 51,15 0,00 0,00 0,00 0,00 51,15
Summe Sachanlagen 182.634.530,21 2.690,25 13.632.095,63 859.031,93 0,00 195.410.284,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Insgesamt 191.557.340,25 4.682,25 15.786.435,01 872.016,97 0,00 206.476.440,54
Bilanzposten Restbuchwerte Stand 31.12.2017
Restbuchwerte Stand 31.12.2016
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.121.104,72 1.176.626,72
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.247.411,70 3.032.574,29
3. geleistete Anzahlungen 13.013,92 62.525,31
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 4.381.530,34 4.271.726,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 172.320.390,79 178.153.522,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.988.176,57 7.744.872,57
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.503.527,68 16.987.452,30
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.346.413,32 2.368.276,86
Summe Sachanlagen 203.158.508,36 205.254.124,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 49.446.132,48 54.783.741,06
Summe Finanzanlagen 49.446.132,48 54.783.741,06
Insgesamt 256.986.171,18 264.309.591,58

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss der KMG Kliniken PLC ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns der KMG Kliniken PLC beschrieben sind.

 

Bad Wilsnack, 31. März 2018

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Der Vorstand

Berlin, 30. April 2018

gez. Lennartz, Wirtschaftsprüfer

gez. Höft, Wirtschaftsprüferin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KMG Kliniken PLC

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der KMG Kliniken PLC, London/Bad Wilsnack, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KMG Kliniken PLC für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus 

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

• holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstiges

Die Billigung des Konzernjahresabschlusses durch den Aufsichtsrat erfolgte am 25.06.2018.

Nachrichten & Medien

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