Senterra AGLiquidiert

40547 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 81806
Eingetragen
29.9.2003
Branche
Sonstige vollstationäre PflegeeinrichtungenSonstige teilstationäre PflegeeinrichtungenAmbulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Gegenstand
Die stationäre Beratung, Beheimatung, Pflege und Therapie aller gesundheitlich und körperlich hilfsbedürftigen Personen ohne Rücksicht auf bestimmte Merkmale wie Konfession, Rasse, Weltanschauung o.a. Dieser Gegenstand wird verwirklicht durch die Errichtung und/oder Einrichtung und/oder Führung und/oder den Betrieb von Altenheimen und/oder Altenwohnheimen und/oder senioren- und/oder behindertengerechtem und/oder betreutem Wohnen und/oder von Krankenhäusern und/oder sonstigen Kranken- und Therapieanstalten jeglicher Art (z.B. auch Rehabilitationskliniken und/oder einrichtungen) und/oder jeder anderen stationären Einrichtung der Altenhilfe und/oder -versorgung. Vorrangig ist jedoch das Service-Wohnen höchster Qualität mit Betreuung.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Senterra AG

Lich

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Senterra AG unterhält im Geschäftsjahr 2014 einschließlich der Senterra GmbH 12 Betriebsstätten mit insgesamt 1.166 Betten und einen ambulanten Dienst. Das umfangreiche Pflege- und Betreuungsangebot beinhaltet stationäre Dauerpflege, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Spezialpflege für Menschen mit demenziellen Erkrankungen, Spezialpflege für Schädel-Hirnverletzte, Spezialpflege für Beatmungspatienten, auch für jüngere Altersgruppen, Therapien wie Ergo- und Physiotherapien sowie ambulante Dienstleistungen und Betreuungen.

B. Wirtschaftsbericht

I. Rahmenbedingungen

Die Konsequenzen des demographischen Wandels, die sich primär in einer fortschreitenden Überalterung der Gesellschaft zeigen, werden von Jahr zu Jahr evidenter. Im öffentlichen Bewusstsein, insbesondere aber bei den politisch Verantwortlichen setzt sich mittlerweile ein verstärkter Prozess der Sensibilisierung für Lösungsansätze in Gang, der leider zum größten Teil das wahre Ausmaß der Überalterung und den daraus abzuleitenden Folgen für unsere Gesellschaft unterschätzt.

Unabhängig unterschiedlicher Politikansätze steht außer Frage, dass die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen bis 2030 auf ca. 3,36 Millionen ansteigen wird, also um gut eine Million Menschen im Vergleich zur heutigen Situation. Auch bei einem massiven Ausbau der ambulanten Pflege und Förderung der häuslichen Pflege durch Angehörige wird das derzeitige Angebot an stationärer Pflege den Bedarf der näheren Zukunft nicht decken können. Gerade in der häuslichen Pflege durch Angehörige wird die Situation immer schwieriger. Zeitmangel, fehlende Fachkompetenz oder familiäre Ortsgebundenheit erschweren zunehmend die Möglichkeiten der persönlichen Pflege und Betreuung durch Angehörige. Es ist erforderlich, flexible Angebote im ambulanten und im stationären Bereich weiter auszubauen, um noch früher den Pflege- und Betreuungsbedürftigen ein menschenwürdiges Lebensumfeld zu schaffen und langfristig zu gewährleisten.

Die Finanzierbarkeit durch die Pflegeversicherung stößt mehr und mehr an ihre Grenzen, auch die aktuellen Reformansätze lösen nicht den finanziellen Bedarf für die Zukunft. Neue und ergänzende Finanzierungsansätze für gesetzlich Versicherte sind dringend erforderlich, um die zukünftigen Aufgaben im Pflegebereich bewältigen zu können.

In Bezug auf die Neuschaffung von Pflegeheimplätzen gewinnt der Markt der privaten Investitionen in Sozialimmobilien wieder mehr an Bedeutung. Das Investitionsvolumen zur Deckung der Nachfrage im ambulanten und stationären Bereich wie auch im Bereich neuer Wohnformen für das Alter wird zukünftig ohne Privatinvestments nicht auskommen. Auch hier ist die Politik gefragt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die sowohl für private Investoren als auch für private Betreiber langfristig einen angemessenen "return of invest" ermöglichen.

II. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2014 haben sich die Umsätze aus dem Betrieb von Alten- und Pflegeheimen im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 7,2 Prozent erhöht. Dies resultiert in erster Linie aus insgesamt 94 neu geschaffenen Pflegeplätzen seit Mai 2014 in einer neuen Pflegeeinrichtung in Rheinfelden (Baden). Die Auslastung konnte mit Ausnahme einzelner Einrichtungen dauerhaft auf hohem Niveau gehalten werden. Im Einzelnen konnten auch geringfügige Preisanpassungen realisiert werden.

Eine sich zunehmend abzeichnende Personalknappheit - insbesondere im Bereich der Fach- und Führungskräfte - führt zu einem stetigen Anstieg der Personalkosten.

Die Notwendigkeit der langfristigen Sicherung und Beschäftigung gut qualifizierten Fachpersonals auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist unumgänglich und macht weitere Investitionen für Qualifizierung und Bindungen von Pflegepersonal erforderlich.

Qualitätsprüfungen und Prüfungen durch die Medizinischen Dienste der Krankenkassen verpflichten Betreiber von Pflegeeinrichtungen ihre Prüfungsergebnisse in Form einer Gesamtnote zu veröffentlichen. Auch im Jahr 2014 wurden alle Betriebsstätten einschließlich dem ambulanten Dienst geprüft. Der Qualitätsbericht der Senterra AG konnte für das Jahr 2014 eine Gesamtdurchschnittsnote von 1,2 ausweisen, was ein außerordentlich gutes Ergebnis darstellt. Dieses Ergebnis ist auf das hohe Qualitätsbewusstsein und die Motivation unserer Mitarbeiter zurückzuführen. Das übergreifende Qualitätsmanagement sorgt dafür, dass diese Leistungsstandards erhalten und weiter verbessert werden.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die für das Geschäftsjahr 2014 prognostizierte positive Gesamtentwicklung konnte erfüllt werden. Dafür spricht die Umsatzsteigerung von 7,2 Prozent. Auch hinsichtlich des Jahresergebnisses konnte die Zielvorgabe der Ergebnissteigerung erreicht werden. Diese liegt zwar bei knapp 1,0 Prozent, was aber insgesamt als erfreulich zu werten ist, da das Jahresergebnis mit den Anlaufverlusten der neuen Betriebsstätte in Rheinfelden belastet ist. Die Personalkosten sind im Vergleich zum Vorjahr weiter um 11,6 Prozent angewachsen, insgesamt konnte aber noch mit 53,3 Prozent des Gesamtumsatzes ein gutes Verhältnis eingehalten werden. Die Verbrauchskosten konnten trotz Umsatzsteigerung deutlich reduziert werden. Die Kosten für Instandhaltung und Instandsetzung sind, wenn auch gering, aber erneut gestiegen. Dies ist insbesondere durch Maßnahmen in den beiden älteren Einrichtungen Aglasterhausen und Meschede bedingt und leider auch durch immer kurzlebigere und anfälligere Technik.

Die Bilanzsumme erhöhte sich um TEuro 470. Zum einen hat sich das Anlagevermögen investitionsbedingt um TEuro 36 erhöht. Die Investitionen von insgesamt TEuro 209 erfolgten im Wesentlichen in Höhe von TEuro 125 in die Einrichtung und Ausstattung, in Höhe von TEuro 42 in Fahrzeuge sowie in Höhe von TEuro 20 in EDV-Programme. Daneben erhöhten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEuro 210. Auf der Passivseite ist dagegen das Eigenkapital um TEuro 264 aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von TEuro 414 angestiegen, welcher die in 2014 erfolgte Ausschüttung in Höhe von TEuro 150 überstieg.

Die Liquiditäts- und Finanzlage ist geprägt durch einen ausgeglichenen CashFlow. Die laufenden Investitionen und Instandhaltungen konnten durchweg aus Eigenmitteln finanziert werden. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt wie in Vorjahren ausschließlich aus den Mittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit. Dieser beträgt im Geschäftsjahr 2014 TEuro 494. Zusammen mit dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEuro 203 sowie dem Mitteabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEuro 167 führte dies zum Anstieg der flüssigen Mittel um TEuro 127.

IV. Gesamtaussage

Insgesamt schätzt der Vorstand die Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2014 als positiv ein. Eine neue Pflegeeinrichtung konnte in Betrieb gehen. Eine Ergebnissteigerung konnte trotz hoher Anlaufverluste erreicht werden. Die entscheidenden finanziellen Steuerungsgrößen - Personalaufwandsquote und CashFlow - konnten stabil gehalten werden.

C. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach Geschäftsjahresende eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

D. Prognosebericht

Die Alten- und Behindertenpflege bleibt in Deutschland weiterhin ein Markt mit Wachstumschancen. Ohne neue Politikansätze zur Refinanzierung und ohne Investitionen von privaten Trägern ist die Sicherstellung einer pflegerischen Versorgung älterer, hilfsbedürftiger Menschen zukünftig nicht sicher zu stellen. Allein schon von der demographischen Entwicklung, die durch medizinischen Fortschritt und verbesserte Lebensqualität zu höherer Lebenserwartung führt, geht eine steigende Nachfrage nach hochwertig qualitativer Pflege aus. Dies verschafft dem Markt eine langfristige Dynamik. Im Vordergrund steht für die Senterra AG deshalb das Betreiben von solchen Einrichtungen mit den Schwerpunktbereichen Alten- und Spezialpflege.

Das Ziel der Gesellschaft ist weiterhin die Optimierung und Erhaltung der Kapazitätsauslastung der Betriebsstätten als serviceorientierter Anbieter von Pflege- und Betreuungsleistungen, die kontinuierliches Wachstum mit entsprechenden Betriebsergebnissen verbindet. Ausweitung und Optimierung von Spezialpflegen, Entwicklung von Qualifizierungssystem für Mitarbeiter und Vermittlung einer gefestigten Unternehmensphilosophie mit dem Menschen im Mittelpunkt.

Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir aufgrund der zunehmenden Belegung der neuen Pflegeeinrichtung einen Anstieg der Umsatzerlöse von ca. 4 bis 5 Prozent. Die weitere Optimierung der Personal- und Sachkosten wird insbesondere vor dem Hintergrund steigender Lohn- und Gehaltskosten zunehmend schwieriger. Daher erwarten wir für das Geschäftsjahr 2015 keine signifikante Ergebnissteigerung.

E. Chancen und Risiken

Die Senterra AG sieht sich weiterhin im Markt gut aufgestellt. Inhaltlich steht die Senterra AG für höchste Qualität auf breiter Ebene. Mit einem ausgereiften Controlling-System werden Marktentwicklungen frühzeitig erkannt und in Konzepte und Betriebsabläufe integriert.

Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung liegen in dem zunehmenden Mangel an qualifizierten Fachkräften. Aufgrund der vorgegebenen Personalausstattung und der Fachkraftquote ist der sich immer stärker abzeichnende Fachkräftemangel als entscheidende wachstumshemmende und kostentreibende Größe anzusehen.

Bilanz

Aktiva

  31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. Anlagevermögen 1.403.620,70 1.367.681,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 208.431,71 221.662,51
II. Sachanlagen 1.170.188,99 1.121.018,99
III. Finanzanlagen 25.000,00 25.000,00
B. Umlaufvermögen 3.513.061,03 3.078.354,94
I. Vorräte 59.464,54 53.645,23
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.381.781,64 2.079.564,34
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.071.814,85 945.145,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.255,88 25.957,01
Bilanzsumme, Summe Aktiva 4.941.937,61 4.471.993,45

Passiva

   
  31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A. Eigenkapital 2.324.861,67 2.061.026,43
I. gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Gewinnrücklagen 551.129,00 51.129,00
III. Bilanzgewinn 1.262.440,79 1.498.605,55
B. Rückstellungen 100.675,35 57.298,81
C. Verbindlichkeiten 2.516.400,59 2.353.668,21
Bilanzsumme, Summe Passiva 4.941.937,61 4.471.993,45

Gewinn- und Verlustrechnung

  1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
1.1.2013 - 31.12.2013
EUR
1. Rohergebnis 23.824.937,30 22.253.880,38
2. Personalaufwand 15.404.069,24 13.805.196,48
a) Löhne und Gehälter 12.952.229,20 11.538.369,10
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.451.840,04 2.266.827,38
3. Steuern, Abgaben, Versicherungen 711.730,34 656.760,30
4. Miete, Pacht, Leasing 6.498.602,63 6.858.213,81
5. Abschreibungen 167.404,03 125.670,13
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 167.404,03 125.670,13
6. Aufwendungen für Instandhaltung und Ingangsetzung 407.226,95 397.217,14
7. Sonstige ordentliche und außerordentliche Aufwendungen 113.582,77 74.940,25
8. Erträge aus Beteiligungen -68.096,56 155.080,70
9. Zinsen und ähnliche Erträge 3.320,37 3.641,11
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.917,32 84.580,52
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 408.627,83 410.023,56
12. außerordentliche Erträge 5.897,41 7.910,18
13. außerordentliche Aufwendungen -690,00 -7.928,55
14. außerordentliches Ergebnis 5.207,41 -18,37
15. Jahresüberschuss 413.835,24 410.005,19

Ergebnisverwendung

  1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
1.1.2013 - 31.12.2013
EUR
15. Jahresüberschuss 413.835,24 410.005,19
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 848.605,55 1.088.600,36
17. Bilanzgewinn 1.262.440,79 1.498.605,55

Anhang

I. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Allgemeine Erläuterungen

Der vorliegende Jahresabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB und der Pflegebuchführungsverordnung aufgestellt. Die ergänzenden Vorschriften nach dem Aktiengesetz wurden beachtet.

Wir sind nach § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und haben die entsprechenden Vorschriften für Gesellschaften dieser Größenordnung beachtet.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Erlöse aus Pflegeleistungen gegenüber Pflegebedürftigen der Pflegestufe 0 in Höhe von TEuro 488 in dem Posten "Erträge aus allgemeinen Pflegeleistungen gemäß PflegeVG" ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis in Höhe von TEuro 483 im Posten "Erträge aus Leistungen, nicht PflegeVG". Der Vorjahresausweis wurde angepasst.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde zur besseren Vergleichbarkeit der Aufwand aus der Verlustübernahme in Höhe von TEuro 68 unter dem Posten "Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne und übernommene Verluste" ausgewiesen. Im Vorjahr wurde der Ertrag in Höhe von TEuro 155 in dem Posten "Erträge aus Beteiligungen" ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde angepasst.

2. Bilanzierung und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Bilanzpositionen entspricht handelsrechtlichen Vorschriften.

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden sofern sie der Abnutzung unterliegen linear über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Geschäfts- und Firmenwert wird weiterhin über 15 Jahre abgeschrieben. Die Bestimmung der Nutzungsdauer erfolgte anhand der geschätzten Laufzeit der mit dem Erwerb des Geschäfts- oder Firmenwertes verbundenen Pflegeeinrichtung.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten gem. § 255 HGB Abs. 1, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen für bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear berechnet.

Abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten gem. § 255 HGB Abs. 1 mehr als Euro 178,50 brutto aber maximal Euro 1.190 brutto betragen, werden in einem Sammelposten nach § 6 Abs. 2a EStG zusammengefasst. Dieser Sammelposten wird einheitlich über 5 Jahre mit jeweils 20 % abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Für Risiken, die sich aus der Lagerung oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden soweit erforderlich angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Nennbeträgen bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch aktivisch abgesetzte Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennbeträgen bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag.

Das Eigenkapital wird zu Nennbeträgen bilanziert.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die folgenden Posten sind nach § 327 Nr. 1 HGB bei verkürzter Bilanz gesondert anzugeben:

  31.12.2014
Euro
31.12.2013
TEuro
Geschäfts- oder Firmenwert 189.984,00 222
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 121.562,00 679
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte und Bauten 679.004,87 679
Technische Anlagen 1.506,00 2
Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 273.955,55 237
Fahrzeuge 55.703,00 50
Geleistete Anzahlungen 38.457,57 35
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 25
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen 765.051,94 555
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 449.474,70 466
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 437.619,61 426

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die ausgewiesenen Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen resultieren aus einem Gewinnabführungsvertrag, dem Finanzverkehr und der Verrechnung der Kosten aus zentralen Dienstleistungen.

Das Grundkapital beträgt DM 1.000.000,00 und ist voll eingezahlt. Das Grundkapital setzt sich aus 1.000 Inhaber - Aktien à nominal DM 1.000,00 zusammen.

Die Hauptversammlung hat Euro 500.000,00 aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr bestehen gegenüber Kreditinstituten (Euro 17.308,96), aus Lieferungen und Leistungen (Euro 153.475,90), gegenüber verbundenen Unternehmen (Euro 437.619,61), aus sonstigen Verbindlichkeiten (Euro 1.314.910.00) und aus Verwahrgeldkonten (Euro 140.920,38). Verbindlicheiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen in Höhe von Euro 355.692,82. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEuro 449 durch Grundschulden gesichert. In den Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von Euro 121.046,79 (Vorjahr Euro 125.329,55) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von Euro 16.558,43 (Vorjahr Euro 5.055,99) enthalten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren und den Vorschriften der Pflegebuchführungsverordnung aufgestellt.

Aus Ausbuchungen von Forderungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von Euro 17.964,61 entstanden.

II. Nicht aus der Bilanz ersichtliche Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen beträgt insgesamt Euro 98,8 Mio (davon bis 1 Jahr: Euro 6,9 Mio).

III. Angaben zu Unternehmensorganen

Vorstand: Dr. Roland Bartel, Vorstand der Senterra AG

Auf die Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge des Vorstands wird unter Berufung auf die Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB verzichtet.

Mitglieder des Aufsichtsrates:

Dr. Dr. Gerhard Greif, Vorsitzender, Präsident der TiHo Hannover

Dr. Tobias Schott, Rechtsanwalt

Udo Woschei, Rechtsanwalt

Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr Euro 61.880,00.

IV. Sonstige Angaben

Die Senterra AG ist zu 100% an der Senterra Betriebsgesellschaft mbH, Lich beteiligt. Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 beträgt Euro 25.000,00. Das Jahresergebnis 2014 beträgt Euro 0,00.

Seit 2005 besteht zwischen beiden Unternehmen ein Ergebnisabführungsvertrag.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden 726 Mitarbeiter beschäftigt.

Aufteilung 2014
Vollzeitbeschäftigte 233
Teilzeitbeschäftigte 373
Aushilfen 73
Auszubildende 47
  726

Der Vorstand schlägt der Aktionärsversammlung vor, den Bilanzgewinn von Euro 1.262.440,79 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Anlagespiegel

  Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2014
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2014
Euro
Buchwert 31.12.2014
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Anlagevermögen            
Immaterielle Vermögensgegenstände            
Gewerbliche Schutzrechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 58.455,83 20.286,70 0,00 60.294,82 18.447,71 1.854,50
Geschäfts- oder Firmenwert 474.936,18 0,00 0,00 284.952,18 189.984,00 31.663,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 533.392,01 20.286,70 0,00 345.247,00 208.431,71 33.517,50
Sachanlagen            
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschließlich der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 141.496,25 18.255,20 0,00 38.189,45 121.562,00 14.955,20
Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 679.004,87 0,00 0,00 0,00 679.004,87 0,00
Technische Anlagen 12.791,78 0,00 0,00 11.285,78 1.506,00 940,00
Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 748.919,77 125.110,57 0,00 600.074,79 273.955,55 87.719,57
Fahrzeuge 98.336,44 42.111,36 15.383,75 69.361,05 55.703,00 30.271,76
Geleistete Anzahlungen 34.857,57 3.600,00 0,00 0,00 38.457,57 0,00
Summe Sachanlagen 1.715.406,68 189.077,13 15.383,75 718.911,07 1.170.188,99 133.886,53
Finanzanlagen            
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 25.000,00 0,00 0,00 0,00 25.000,00 0,00
Summe Anlagevermögen 2.273.798,69 209.363,83 15.383,75 1.064.158,07 1.403.620,70 167.404,03

Bericht des Aufsichtsrates
über die Prüfung des geprüften Jahresabschlusses der AG
für das Geschäftsjahr 2014 an die Hauptversammlung

der Senterra AG

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung während des Geschäftsjahres 2014 durch regelmäßige Berichterstattung des Vorstandes geprüft.

Der Jahresabschluss, der Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der Hessischen Treuhand GmbH, der Lagebericht des Vorstandes sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns an die Hauptversammlung haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vorgelegen.

Die Prüfung des geprüften Jahresabschlusses 2014, die Prüfung des Berichtes über die Prüfung des Jahresabschlusses 2014 durch die Hessische Treuhand GmbH, die Prüfung des Lageberichtes sowie der Vorschlag des Vorstandes an die Hauptversammlung zur Verwendung des Bilanzgewinns haben zu keinen Beanstandungen geführt.

Der Aufsichtsrat erklärt, dass nach den abschließenden Ergebnissen der Prüfung keine Einwendungen erhoben werden. Der vom Vorstand aufgestellte und durch die Hessische Treuhand GmbH geprüfte Jahresabschluss zum 31.12.2014, der Lagebericht sowie der Vorschlag zur Verwendung des Bilanz-gewinns werden gebilligt.

Vorstand und Aufsichtsrat haben am 25.07.2015 den geprüften Jahresabschluss 2014 festgestellt.

 

Lich, 25. Juli 2015

gez. Dr. Gerhard Greif, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Lich, den 3. Juli 2015

gez. Dr. Roland Bartel

Vorstandsvorsitzender

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.07.2015 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Senterra AG, Lich, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften, den Vorschriften der Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten der Pflegeeinrichtungen und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Gießen, den 3. Juli 2015

Hessische Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. A. Köhler, Wirtschaftsprüfer

Der vorliegende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss der Senterra AG zum 31.12.2014 und nicht auf den verkürzt offengelegten Jahresabschluss.

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