Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 580846
Eingetragen
10.9.1991
Branche
Herstellung von BüromöbelnHerstellung von PolstermöbelnHerstellung von Ladenmöbeln und sonstigen Objektmöbeln
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Herstellung und der Vertrieb von Büromöbeln und Komponenten.

Historie

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Management

NameRolle
Jens Kastning
seit 3.2.2026
Geschäftsführer
Thomas Möller
seit 16.12.2020
Geschäftsführer
Christoph Baader
seit 27.2.2020
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Sedus Stoll Aktiengesellschaft
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sedus Stoll Aktiengesellschaft
Germany
3.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Klöber GmbH

Owingen

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

1. Struktur, Geschäftsmodell und Marktumfeld

Die Klöber GmbH mit Firmensitz in Owingen entwickelt, produziert und vertreibt Stühle für die anspruchsvolle Büroeinrichtung. Die Verbindung von Design und Ergonomie erzeugt eine eigenständige Formensprache. Der Vertrieb der Produkte erfolgt über hochwertige Einrichtungshäuser in ganz Europa. Klöber ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Sedus Stoll AG, Waldshut-Tiengen, einer der führenden europäischen Hersteller für moderne Büroeinrichtungen und Kommunikationsmöbel. Zwischen der Klöber GmbH und der Sedus Stoll AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

2. Wertorientierte Konzernsteuerung

Die wertorientierte Steuerung des Gesamtunternehmens erfolgt auf Basis des absoluten Wertbeitrages ( Economic Value Added), der sich aus der Differenz des ermittelten ROI ( Return Of Investment) und den entsprechenden Kapitalkosten WACC ( Weighted Average Cost of Capital), multipliziert mit dem gebundenen verzinslichen Kapital, ergibt. Für die kurzfristige operative Steuerung werden insbesondere die hierin einfließenden Kennzahlen wie Umsatz, EBIT und ROCE herangezogen. Jahresüberschuss und Eigenkapitalrendite bilden die Bilanz- und GuV-orientierten Steuerungsgrößen.

Für die Sedus Stoll Gruppe und damit auch die Klöber GmbH als produzierendes Unternehmen stellen der Auftragseingang sowie die Umsatzerlöse elementare Steuerungsgrößen des operativen Geschäfts dar. Um die Geschäftsentwicklung zeitnah beurteilen zu können, werden beide täglich kommuniziert und untersucht. Darüber hinaus erfolgt auf monatlicher Basis ein detaillierter Vergleich zwischen geplanten und realisierten Kosten und anderen ergebnisbeeinflussenden Größen. Auf Basis der Kennzahlen EBIT und Jahresüberschuss wird die Erreichung der geplanten Ergebnisse laufend verfolgt.

Der Steuerung der Finanz- und Vermögenslage dienen neben Kennzahlen über die Entwicklung der verschiedenen Kapitalbindungspositionen wie Vorräte, Forderungen und der Investitionen die Instrumente des Finanzmanagements, um den Liquiditätsbedarf der Gruppengesellschaften nicht nur kostengünstig sondern auch nachhaltig zu decken.

Zur Sicherstellung einer zeitnahen Kontrolle der Zielerreichung wird ein gruppenweit über alle Geschäftseinheiten einheitlich angewandtes Berichtssystem eingesetzt.

3. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach zwei Jahren mit nur sehr verhaltenen Zuwächsen ist das Bruttoinlandsprodukt 2014 in Deutschland erstmals wieder mit 1,6 % nennenswert gestiegen. Die wesentlichen Wachstumsimpulse ergaben sich aus einer um 3,9 % erhöhten Auslandsnachfrage im Zuge der Konjunkturerholung im Euroraum und in anderen wichtigen Industrie- und Schwellenländern, insbesondere zu Beginn des Jahres 2014. Weiterer wesentlicher Wachstumstreiber war der private Konsum als Folge der günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufgrund eines hohen Beschäftigungsniveaus, hoher Lohnzuwächse und einer niedrigen Inflationsrate.

Bemerkenswert ist hierbei allerdings die hohe Dynamik der Konjunkturentwicklung im Jahresverlauf. Während sich zum Jahresende 2013 und im 1. Quartal 2014 eine erhebliche konjunkturelle Beschleunigung zeigte, kam es im weiteren Verlauf des Jahres nur zu einer sehr verhaltenen Seitwärtsbewegung des Konjunkturverlaufes mit einer leichten Belebung zum Jahresende.

Die Ausrüstungsinvestitionen wiesen nach zwei rückläufigen Jahren in 2014 erstmals wieder einen Zuwachs von 4,3% auf und trugen damit zur positiven Entwicklung des BIP bei. Auch hier zeigte sich die Dynamik in der unterjährigen Entwicklung mit entsprechender Auswirkung auf den Büromöbelmarkt.

Die Entwicklung dieser Eckdaten zeigt die folgende Grafik:

Grafik: "Volkswirtschaftliche Eckdaten Deutschland"

Der Euroraum konnte in 2014 die über mehr als zwei Jahre andauernde rezessive Phase überwinden und insgesamt einen

BIP-Zuwachs von 0,9% verzeichnen. Hierzu haben alle wirtschaftlich bedeutenden Länder der Eurozone einen positiven Beitrag geleistet, wenngleich Italien und Frankreich immer noch eine nicht zufriedenstellende BIP-Entwicklung aufweisen. Der BIP-Rückgang des Jahres 2009 ist damit allerdings bei weitem noch nicht aufgeholt. Die Euroländer sind trotz relativer Verbesserungen der BIP-Entwicklungen in einigen Ländern immer noch von einer übergreifenden Wachstumsschwäche gekennzeichnet, die sich insbesondere auch in einem niedrigen Investitionsniveau widerspiegelt.

Demgegenüber hebt sich die Konjunkturentwicklung der britischen Wirtschaft mit einer Zuwachsrate von 2,6% deutlich positiv von der in den übrigen europäischen Ländern ab. Auch die Schweiz konnte trotz der Belastung ihrer Exportwirtschaft durch den starken Franken ein Konjunkturwachstum von 1,8% verzeichnen.

4. Entwicklung des Büromöbelmarktes

Die Verbesserung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatte entsprechend positive Auswirkungen auf die Entwicklung des Büromöbelmarktes.

Nach einer zweijährigen Schwächephase mit zum Teil deutlichen Rückgängen konnte die deutsche Büromöbelindustrie 2014 einen Trendumschwung verzeichnen. Die Marktvolumina für Büromöbel und Bürositzmöbel sind gemäß BSO (Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel) sowohl in der Auftragseingangs- wie auch in der Umsatzbetrachtung gestiegen.

Der Zuwachs des Gesamtmarktes im Auftragseingang im In- und Ausland belief sich auf 5,6% (Vorjahr: -2,9%). Hierbei hat sich das Marktvolumen für Büromöbel mit +6,9% (Vorjahr: -1,3%) wie bereits im Vorjahr positiver entwickelt als das der Bürositzmöbel mit +4,3% (Vorjahr: -4,4%).

Die Marktvolumensveränderungen im Zeitablauf zeigt die folgende Grafik:

Grafik: Veränderung Marktvolumen Auftragseingang (BSO)

Sowohl bei Bürositzmöbeln als auch bei Büromöbeln sind die Auftragseingänge aus dem Ausland stärker gestiegen als die aus dem Inland. Die Veränderungen im Einzelnen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

Veränderung des Büromöbelmarktes in 2014 (lt. BSO)

Veränderung zum Vorjahr Auftragseingang
in % (Vorjahreswerte in Klammern) Inland Ausland
Bürositzmöbel +3,8 +5,1
  (-6,6) (-1,0)
Büromöbel +5,4 +12,4
  (-1,8) (+0,7)

Der Büromöbelmarkt hat sich im Jahresverlauf 2014 uneinheitlich entwickelt: Einem starken ersten Quartal folgten zwei schwache um die Jahresmitte. Im vierten Quartal zog der Auftragseingang wiederum spürbar an.

Eine daraus folgende Erhöhung der Auftragsbestände der Branche zum Jahresende dürfte daher die Ursache dafür sein, dass die Marktzuwächse auf Umsatzbasis im Vergleich zum Auftragseingang etwas verhaltener ausfielen. In dieser Betrachtung stieg das Marktvolumen insgesamt um +3,0% (Vorjahr: -5,0%), wobei die Bürositzmöbel einen Zuwachs von +2,0% (Vorjahr: -6,4%) und die Büromöbel von +4,0% (Vorjahr: -3,5%) verzeichneten. Hieraus ergibt sich gleichzeitig eine gute Ausgangsbasis für die voraussichtliche Umsatzentwicklung des Jahres 2015.

Der europäische Büromöbelmarkt zeigte im letzten Jahr erstmals seit 2008 wieder leichte Zuwachsraten in den südlichen Ländern.

Während die umsatzbezogene Exportquote für den Gesamtmarkt mit 30,1% unverändert zum Vorjahr blieb, hat sich der Auslandsanteil bei Bürostühlen leicht von 38,0% auf 37,5% verringert, während der für Büromöbel von 21,8% auf 22,3% anstieg.

In der Büromöbelbranche hat es 2014 auf Herstellerebene weitere Produktionsverlagerungen in Niedriglohnländer gegeben. Besonders internationale Konzerne in der Branche nutzen weiterhin das Lohngefälle innerhalb Europas, um die Herstellkosten weiter zu senken. Demgegenüber gewinnt "Made in Germany" in Verbindung mit nachhaltiger Unternehmensführung zunehmend an Bedeutung. Es ist somit davon auszugehen, dass nach dem Abbau von Überkapazitäten in Deutschland zukünftig andere Kriterien als der Preis in Teilen des Büromöbelmarkts kaufbestimmend sein werden.

5. Geschäftsentwicklung nach Märkten

Die Klöber GmbH konnte eine positive Entwicklung zum Vorjahr verzeichnen. Der Umsatz wurde um +6,4% gesteigert und der Auftragseingang um +2,9%.

Im Inland fiel das Wachstum aufgrund verschiedener Projekterfolge stärker aus als im Ausland. Personelle Neubesetzungen im Vertrieb und eine neue Struktur der Vertriebsleitung führten zu einer Stärkung der Vertriebspräsenz im deutschen Markt.

Im Ausland konnte Klöber die Zahlen des Vorjahres, die ein außergewöhnlich großes Projekt beinhalteten, nur leicht steigern.

In Summe gelang es somit der Klöber GmbH, sich umsatzseitig positiv von der Entwicklung des Branchendurchschnitts abzuheben.

Der Exportanteil lag bei 31,5% und damit leicht unter dem Branchenwert.

In der zweiten Jahreshälfte wurde die Grundlage für eine Stärkung der Projektarbeit als Motor für weiteres Wachstum geschaffen. Ebenfalls wurden Maßnahmen eingeleitet, um die Stärken und die Alleinstellungsmerkmale der Marke Klöber deutlicher in der Markenkommunikation hervorzuheben und ihre Bekanntheit bei Projektentscheidern und Absatzmittlern zu steigern. Diese Veränderungen bilden eine positive Grundlage für den Ausbau des Absatzes im Jahre 2015.

6. Ertragslage

Die oben beschriebene positive Geschäftsentwicklung führte 2014 zu einem Anstieg des Umsatzes um +1,3 MioEUR (+6,4%) auf 22,2 MioEUR. Sowohl das Inlands- (+6,9%) als auch das Exportgeschäft (+5,4%) trugen hierzu bei.

Der Saldo aus Verminderungen des Bestandes an fertigen Erzeugnissen und aktivierten Eigenleistungen führte zu einer gegenüber dem Umsatz fast gleich hohen Gesamtleistung in Höhevon 22,2 MioEUR, die den entsprechenden Vorjahreswert um +5,4% überschreitet.

Die Materialaufwandsquote reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um -1,2%-Punkte, wesentlich beeinflusst durch erhöhte Rabatte für Großprojekte im Vorjahr. Darüber hinaus wirkte sich ein in 2014 begonnenes Materialkostensenkungsprogramm positiv aus.

Durch die bereits in 2013 eingeleiteten Personalanpassungsmaßnahmen verminderte sich die Personalaufwandsquote gegenüber dem Vorjahr um -4,3%-Punkte auf 36,2%. Hierdurch reduzierten sich trotz des Umsatzanstiegs die Personalkosten um -0,5 MioEUR.

Der Abschreibungsaufwand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um -0,3 MioEUR auf 0,9 MioEUR. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf geringere Werkzeuginvestitionen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten trotz der durch die Orgatec-Teilnahme entstandenen Zusatzkosten durch die Umsetzung verschiedener kostenreduzierender Maßnahmen leicht um -0,2 MioEUR verringert werden.

Das Zinsergebnis blieb mit -0,2 MioEUR im Vorjahresvergleich (Vorjahr -0,2 MioEUR) unverändert.

Nach zwei Jahren mit einem negativen Jahresüberschuss konnte in 2014 wieder ein deutlich positiver Jah resüberschuss von 1,1 MioEUR (Vorjahr -0,8 MioEUR) erreicht werden.

7. Vermögens- und Kapitalstruktur

Mit 12,0 MioEUR liegt die Bilanzsumme +1,3 MioEUR (+12,6%) über dem Vorjahreswert.

Das Anlagevermögen wird mit 4,1 MioEUR im Vorjahresvergleich aufgrund eines geringeren Investitionsvolumens um -0,4 MioEUR geringer ausgewiesen.

Nach deutlichen Reduzierungen im Vorjahr bewegen sich die Vorräte mit insgesamt 1,5 MioEUR auf leicht höherem Niveau als in 2013 (+4,4%). Hierbei stehen einer Erhöhung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um +0,2 MioEUR (+17,9%) eine Verminderung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse um insgesamt (-0,1 MioEUR) gegenüber.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen im Vergleich zu 2013 um +1,7 MioEUR. Während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen leicht um -0,2 MioEUR reduziert wurden, erhöhten sich die Forderungen gegenüber der Sedus Stoll AG um +1,9 MioEUR. Hintergrund sind um +0,7 MioEUR höhere Forderungen aus gewährten Darlehen und um +2,0 MioEUR höhere Cash-Pool-Forderungen. Darüber hinaus enthält der Vorjahresausweis mit 0,8 MioEUR die Forderung aus der Verlustausgleichsverpflichtung für das Jahr 2013.

Die im Rahmen der laufenden Geschäfts- und Investitionstätigkeit entstehenden Finanzmittelbewegungen werden seit 2003 weitgehend über ein verzinsliches Cash-Pooling mit der Sedus Stoll AG abgewickelt. Im laufenden Geschäftsjahr hat sich der Finanzmittelbestand, bezogen auf die flüssigen Mittel, mit 0,1 MioEUR (Vorjahr 0,2 MioEUR) nur leicht verringert.

Die Eigenkapitalquote verminderte sich bei einer gegenüber dem Vorjahr um 1,3 MioEUR erhöhten Bilanzsumme und bei einem aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages unveränderten Eigenkapital von 46,9% auf 41,6%.

Die Rückstellungen erhöhten sich insgesamt um +0,4 MioEUR, was aus der Zunahme der Pensionsrückstellungen (+0,3 MioEUR) und der sonstigen Rückstellungen (+0,1 MioEUR) resultiert. Die sonstigen Rückstellungen entfallen maßgeblich mit 0,5 MioEUR auf laufende Altersteilzeitverpflichtungen, mit 0,2 MioEUR auf Urlaubs- und Gleitzeitansprüche, mit 0,2 MioEUR auf pauschale Garantieverpflichtungen sowie mit 0,1 MioEUR auf ausstehende Eingangsrechnungen.

Die Verbindlichkeiten werden im Vorjahresvergleich um insgesamt +0,9 MioEUR höher ausgewiesen. Hierbei stehen einem Rückgang der Bankverbindlichkeiten (-0,1 MioEUR) aufgrund planmäßiger Tilgungen und stichtagsbedingt niedrigeren Sonstigen (-0,1 MioEUR) ein Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin aufgrund der Ergebnisabführung für 2014 gegenüber (+1,1 MioEUR).

8. Investitionen

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 0,5 MioEUR gegenüber 0,7 MioEUR im Vorjahr. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag in der Anschaffung von Werkzeugen für neue Produkte in Höhe von 0,4 MioEUR.

9. Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001 für die deutschen Gesellschaften der Sedus Stoll Gruppe, bestehend aus der Sedus Stoll AG, der Sedus Systems GmbH und der Klöber GmbH wurde in einem Überwachungsaudit durch den TÜV Rheinland überprüft.

Die Qualitätsleistungen der Klöber GmbH liegen weiterhin auf hohem Niveau. Unsere Strukturen, Prozesse und Führungsinstrumente sind klar und zielgerichtet. Es finden ständig Aktivitäten und Programme zur Qualitätsverbesserung statt, beginnend in der Produktkonzeption und fortgesetzt in der gesamten Lieferkette. Unsere Lieferanten sind aktiv in diesen Prozess mit eingebunden.

10. Umweltmanagement

Das externe Wiederholaudit zum Energie- und Umweltmanagementsystem nach DIN ISO 14001 (Umweltmanagement) und DIN ISO 50001 (Energiemanagement) fand im Geschäftsjahr 2014 statt. Es wurde im Rahmen des Verfahrens der Nachweis erbracht, dass ein funktionierendes Umweltmanagementsystem gemäß den Anforderungen der Verordnung (EG) 1221/2009 (EMAS III) implementiert wurde und unverändert aufrechter erhalten wurde. Für alle deutschen Gesellschaften innerhalb der Sedus Stoll Gruppe wurde die Wirksamkeit des

Energie- und Umweltmanagementsystems nach den zugrunde liegenden Normen geprüft und in einem umfassenden Bericht bestätigt. Die Klöber GmbH ist damit weiterhin für die nächsten drei Jahre nach diesen Standards zertifiziert.

Umwelteffiziente Prozesse tragen maßgeblich dazu bei, die Kosten für Energie, Materialien, Emissionen und für die Abfälle zu verringern. In allen Werken sind die Strukturen, Zielsetzungen und Ressourcen vorhanden, um die Mitarbeiter in der ständigen Verbesserung der ökologischen Effizienz zu unterstützen. So werden nicht nur Kosten gespart, sondern auch die Umweltleistungen verbessert.

11. Entwicklung neuer Produkte und Designpreise

Pünktlich zur Orgatec 2014 konnte die neue Drehstuhlserie ConWork dem breiten Publikum vorgestellt werden. Ein Fokus lag auf der Einfachheit in der Anwendung des dazu passenden Konferenzstuhls. Völlig neuartige Wirkprinzipien lassen hier Konferenzstuhl und Arbeitsstuhl verschmelzen zu einem im hochwertigen Bereich angesiedelten Stuhl, der ganz ohne komplizierte Einstellmöglichkeiten auskommt.

Das Loungeprogramm " Concept C Sofa" wurde komplettiert und erweitert. Modulare Eckelemente bieten nun neue Möglichkeiten zur Verknüpfung der bisher angebotenen Module. Ein dazu passender Tisch kann mit Medientechnik ausgestattet werden. Das komplettierte Programm wurde ebenfalls anlässlich der Messe vorgestellt.

Weiterhin waren die Entwicklungsaktivitäten geprägt durch strategische Grundlagenentwicklungen für 2015 / 2016.

Hier wurden in einem Projekt auf Basis bestehender Modellreihen die aus der Automobiltechnik bekannten Heiz- und Kühltechnologien in Drehstühle implementiert. Ziel hierbei ist es, für den Besitzer ein individuell regelbares Wohlfühlklima zu schaffen, welches gleichzeitig zu einer Energieoptimierung im gesamten Büroumfeld führt. Die Untersuchungen hierzu werden in 2015 weitergeführt.

12. Veranstaltungen und Messebeteiligungen

Klöber fokussierte sich 2014 auf die O rgatec und empfing die knapp 1.200 Besucher an bewährter Stelle auf der Kölner Messe. Auf knapp 400 m² wurden mit dem Motto "Ein Tag am Bodensee" die Kernkompetenzen, die Markenpersönlichkeit sowie Herkunft und Wurzeln von Klöber vermittelt.

Erstmalig auf der Orgatec wurde der neue Stuhl ConWork von Designer Jörg Bernauer präsentiert.

Concept C - das Sitzmöbelprogramm für eine kommunikative Kultur wurde ergänzt um Module für vielfältige Konfigurationen.

Neben diesen Neuheiten wurden Erweiterungen und Ergänzungen bereits etablierter Produktfamilien vorgestellt: die Mera-Familie als Baukasten der Möglichkeiten wurde um die Option celligence ® inside erweitert, die dreidimensional bewegtes Sitzen ermöglicht. Neue Konferenzdrehsessel runden die Familie ab.

Die Orgatec wurde zudem für die Konzeptstudie des Klimastuhls genutzt, um mit einer Fragebogenaktion ein möglichst breites Publikum zur Beurteilung des individuellen Wohlgefühls, der Wirkung und des Potenzials dieser Technik zu erreichen. Die Erkenntnisse hieraus geben uns in der Weiterentwicklung des Themas wertvolle Hinweise.

Das Ziel, möglichst viele Endkundenkontakte auf der Orgatec zu knüpfen und zu pflegen wurde durch erfreulich viele Standbesuche von Einkäufern und Entscheidern aus Industrie und Dienstleistungsunternehmen erreicht. Neben den strategisch wichtigen Partnern in Deutschland waren auch die Fachhandelspartner aus unseren Stammmärkten Benelux, Schweiz, Frankreich und Österreich so gut wie vollzählig auf dem Klöber-Messestand vertreten.

13. Mitarbeiter und Ausbildung

Unverändert wichtiger Bestandteil der Personalentwicklung ist bei Klöber die Berufsausbildung. So wurden im Jahr 2014 9 junge Menschen in 6 Berufen ausgebildet. Der Fokus liegt hier auf den technischen Ausbildungsberufen, um dem prognostizierten "Facharbeitermangel" der nächsten Jahre vorausschauend entgegen zu treten. Mit dem breiten Angebot an Ausbildungsplätzen soll der qualifizierte Nachwuchs im eigenen Haus gefördert werden.

Die Möglichkeit von Berufs- und Schulpraktika ermöglicht jungen Menschen den Einblick in die Arbeitswelt bei Klöber. Gleichzeitig verstärken all diese Maßnahmen das Bild eines attraktiven Arbeitgebers bei Schulabgängern, Praktikanten und Studierenden.

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten auch im Jahr 2014 nach persönlichen Bedürfnissen und fachlichen Ansprüchen von Klöber weitergebildet werden. Neben der laufenden Qualifizierung in den einzelnen Fachbereichen der Mitarbeiter unterstützt Klöber vor allem auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich durchführen, durch flexible Arbeitszeitregelungen.

Um nahezu 20% gesteigert hat sich die Summe der abgegebenen Verbesserungsvorschläge im Bereich des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP). Es wurden im Jahr 2014 von Klöber Mitarbeitern 80 Vorschläge eingereicht. Besonders aktiv war der Bereich der Montage, auf den nahezu 45 % der eingereichten Vorschläge entfielen. Auch in Zukunft möchte Klöber die Mitarbeiter dazu anhalten, durch eigene Vorschläge die ständige Verbesserung der Prozesse zu unterstützen.

Um den schwankenden Kapazitätsauslastungen Rechnung zu tragen, wurde im Jahr 2014 bei Klöber mit einem sehr flexiblen Arbeitsstunden-Zeitkonto gearbeitet. Der leichte Rückgang der Beschäftigtenzahl bei der Klöber GmbH von 146 auf 135 resultiert neben der üblichen Fluktuation aus dem bereits im Jahr 2013 wieder aufgenommenen Blockmodell der Altersteilzeit zur Verringerung des Mitarbeiterbestandes im produktiven Bereich.

14. Gesamtaussage der Geschäftsführung

Aufgrund der zum Jahresende 2013 und zu Jahresbeginn 2014 günstigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der darauf basierenden positiven Prognosen waren wir von einem leicht steigenden Marktvolumen für Bürostühle in 2014 ausgegangen. Trotz erheblicher unterjähriger Markt- und Auftragseingangsschwankungen wurden diese Erwartungen im Gesamtjahr übertroffen.

Der Auftragseingang von Klöber hat sich hierbei mit +2,9% im Rahmen des Branchendurchschnitts entwickelt.

Aufgrund von Auftragsbestandsveränderungen lag der Umsatz mit +6,4% über dem Niveau des Jahres 2013. Einhergehend mit einem spürbar verbesserten Rohertrag, sinkender Personalkosten, trotz des Zusatzaufwandes durch die Orgatec-Teilnahme nur geringfügig gestiegener Sachkosten und geringerer Normal-AfA konnte eine erhebliche Ergebnisverbesserung erreicht werden. So stiegen die EBIT-Rendite von -2,7% im Vorjahr auf 6,1% und der Jahresüberschuss von -0,8 MioEUR auf 1,1 MioEUR.

Wegen nicht vorgesehener größerer Investitionsprojekte und nur geringen Werkzeuginvestitionen fiel das Investitionsvolumen im Berichtsjahr außergewöhnlich gering aus.

Klöber hat damit seine für 2014 gesetzten Wachstumsziele im Auftragseingang zwar leicht unterschritten, aber das angestrebte Ertragsziel überschritten. Die Geschäftsentwicklung war damit aus unserer Sicht zufriedenstellend.

15. Nachtragsbericht

Nach dem Abschluss des Geschäftsjahres waren keine besonderen Vorgänge zu verzeichnen.

16. Risiko- und Chancenbericht

In der Sedus Stoll Gruppe wird ein für alle Gesellschaften einheitliches Risikomanagementsystem eingesetzt. Ziel dieses Steuerungs- und Kontrollinstrumentes ist es, mit Hilfe geeigneter Prozesse und Kontrollen sowie durch die Analyse von Frühindikatoren zur Marktentwicklung zukünftige Chancen und Risiken des Geschäftsverlaufs vor Eintritt zu erkennen.

Hierbei wird versucht, die identifizierten Risiken größtenteils zu vermeiden und nicht vermeidbare Risiken zu vermindern oder abzusichern.

Die sich bietenden Chancen werden zielgerichtet erschlossen und genutzt, um so die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern und auszubauen. Die Chancen fließen hierbei in die jährlich zu erstellende operative Planung ein und werden unterjährig im Rahmen der periodischen Berichterstattung verfolgt.

So wurden in der Planung die nachfolgenden Chancen berücksichtigt: Durch neue Produkte, Produktmodifikationen und Neuerungen an den bestehenden Produkten sowie die Erweiterung des Produktportfolios mit dem Ziel, zusätzliche Marktsegmente zu erschließen, sollen in allen Gruppeneinheiten Marktanteile hinzugewonnen werden. Weiterhin gewährleisten der Ausbau des Global Account Managements sowie neue Rahmenverträge, die Sicherstellung von Rahmenvertragsverlängerungen und Projekterfolgen im Zusammenhang mit adäquaten Marketingaktionen die geplanten Absatzzuwächse.

Mit quartalsweisen Risikoberichten informiert das Controlling den Vorstand zeitnah und kontinuierlich auch über die identifizierten Risiken und die Entwicklung ihrer Schadenserwartungswerte in der Gruppe. Grundlage hierfür sind die in den einzelnen Gruppengesellschaften durch die Risikoverantwortlichen aktualisierten Risikoberichte. In diesen werden die festgelegten Risikoabwehrmaßnahmen aus den Risikoerhebungen der Gruppengesellschaften zur Verringerung derSchadenserwartungswerte laufend aktualisiert und stetig umgesetzt. Die Summe der mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Schadenshöhe bewerteten Einzelrisiken der jeweiligen Bereiche ergibt den gesamten Schadenserwartungswert in der Sedus Stoll Gruppe. Die mögliche Schadenshöhe ermittelt sich in der Regel aus den Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis.

Für unerwartet auftretende Risiken besteht neben der Regelberichterstattung zusätzlich eine gruppeninterne Berichterstattungspflicht.

Die Bewertung der möglichen finanziellen Auswirkung erfolgt anhand der quantitativ bestimmten Ausprägungsmerkmale:

beobachten

überwachen

ständig zu überwachen.

Die Bandbreiten dieser potenziellen finanziellen Auswirkungen sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

Risikoausprägung Potenzielle finanzielle Auswirkung
beobachten < 0,4 MioEUR
überwachen 0,4 MioEUR bis 1,5 MioEUR
ständig zu überwachen > 1,5 MioEUR

Die Gesamtsituation der Sedus Stoll Gruppe zum Berichtszeitpunkt stellt sich wie folgt dar:

Beschreibung Eintrittswahrscheinlichkeit Risikoausprägung
Auftragseingangsrisiko 25% bis 50% ständig zu überwachen
Wettbewerbsrisiko <25% beobachten
Lieferantenrisiko <25% beobachten
Geschäftsprozess- und Projektrisiko <25% beobachten
Währungs- und Zinsrisiko <25% beobachten

Zum 31. Dezember 2014 hat auf Basis der derzeit bekannten Informationen die Überprüfung der Einzelrisiken der Gruppe ergeben, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdende Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken nicht erkennbar sind.

Ein ständig zu überwachendes Risiko ergibt sich aus den Abhängigkeiten von Großkundenumsätzen aus Rahmenverträgen und Projektgeschäften sowie möglichen Verlusten von Großkunden im In- und Ausland.

Aufgrund des intensiven Preiswettbewerbs mit steigenden Erlösschmälerungen, besonders im Projektgeschäft, werden die Wettbewerbsrisiken beobachtet. Mögliche Prozess- und Entwicklungs- sowie Lieferantenrisiken, die sich in Kostensteigerungen beim Bezug von Materialien ergeben können, werden ebenfalls beobachtet.

Auch die aus der Währungsentwicklung resultierenden Risiken werden beobachtet und sind teilweise im Rahmen von durch die Muttergesellschaft abgeschlossenen Devisentermingeschäften gesichert. Das verbleibende Restrisiko und ein aus der Zinsentwicklung resultierendes Risiko werden für die Klöber GmbH als nicht entscheidend betrachtet.

17. Prognosebericht

Durch ein kräftiges Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im 4. Quartal 2014 und eine deutliche Verbesserung des Ifo-Konjunkturklimaindex nach dem Einbruch in 2014 hat sich die Stimmung der deutschen Unternehmen deutlich verbessert und beeinflusst den Konjunkturausblick für das laufende Jahr positiv. Gestützt durch den niedrigen Ölpreis, den exportfördernden schwachen Eurokurs sowie das anhaltend niedrige Zinsniveau erscheint der für Deutschland vorhergesehene Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von etwa 1,5% erreichbar. Hiermit würde sich der leichte Wachstumstrend der deutschen Wirtschaft im gleichen Maße wie 2014 fortsetzen. Eine entsprechende Trendaussage dürfte hieraus, wenn auch etwas abgeschwächt, auch für die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen abzuleiten sein.

Diese verhalten positive Einschätzung lässt sich angesichts der letztjährigen wirtschaftlichen Fortschritte wohl auch auf die Eurozone übertragen. Insgesamt gehen wir somit für den Euroraum wie auch für Großbritannien von einem ebenfalls mehr oder weniger gleichlaufenden Wachstumstrend wie in 2014 aus. Die Entwicklung der Schweizer Wirtschaft wird wesentlich davon abhängen, inwieweit es gelingt, die aufgrund der Währungsentwicklung erforderlichen Anpassungsmaßnahmen, insbesondere in den exportorientierten Unternehmen, umzusetzen.

Dieser grundsätzlich positiven Einschätzung entgegenstehende Risiken liegen im Wesentlichen in möglichen negativen wirtschaftlichen Auswirkungen infolge der Ukraine-Krise. Des Weiteren ist fraglich, inwieweit sich aus dem neuen Politik-Kurs Griechenlands konjunkturdämpfende Effekte in den anderen Ländern der Eurozone ergeben. Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die jüngsten Arbeitsmarktreformen in Deutschland, zumindest mittelfristig, negativ auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken. Ein schwungvolleres Wirtschaftswachstum im Euroraum wird wohl auch in 2015 durch die dringend erforderlichen aber nur äußerst zögerlich umgesetzten Strukturreformen in Frankreich und Italien gebremst werden.

Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass auch der europäische Büromöbelmarkt sein in 2014 begonnenes Wachstum im unteren einstelligen Prozentbereich fortsetzen wird.

Wir beabsichtigen, an diesem Marktwachstum teilzunehmen und darüber hinaus weitere Marktanteile auszubauen. Grundlage hierfür sind die im In- und Ausland umgesetzten zahlreichen Maßnahmen in Marketing Entwicklung und Vertrieb sowie die auf der Orgatec 2014 gezeigten Ergänzungen des Produktportfolios.

Sowohl das angestrebte Auftragseingangs- und Umsatzwachstum , wie auch die bereits in 2014 erfolgreich begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung der Ergebnisse im Margen- und Kostenbereich bieten gute Voraussetzungen, im Unternehmensergebnis das Niveau aus 2014 im EBIT wie auch im Jahresüberschuss zu halten oder sogar leicht zu erhöhen.

Wenngleich auch in 2015 keine Großprojekte vorgesehen sind, wird aufgrund der beschriebenen Entwicklungsprojekte das voraussichtliche Investitionsvolumen den Vorjahreswert erheblich übersteigen.

 

Owingen, den 19. März 2015

Klöber GmbH

Die Geschäftsführung

Dr. Olaf Kreyenkamp

Brian Boyd

Bilanz

Aktiva

  31.12.2014 31.12.2013
  EUR % EUR %
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.562,00 0,6 83.934,00 0,8
II. Sachanlagen 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken 2.651.247,22 22,1 2.823.794,22 26,5
2. Technische Anlagen und Maschinen 786.971,00 6,6 936.137,00 8,8
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 601.345,00 5,0 649.482,00 6,1
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.841,26 0,2 53.695,00 0,5
  4.065.404,48 33,9 4.463.108,22 41,8
  4.134.966,48 34,4 4.547.042,22 42,6
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.033.535,00 8,6 876.404,00 8,2
2. Unfertige Erzeugnisse 68.582,00 0,6 59.333,00 0,6
3. Fertige Erzeugnisse 369.363,00 3,1 473.643,00 4,4
  1.471.480,00 12,3 1.409.380,00 13,2
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.494.360,99 12,4 1.663.116,65 15,6
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.685.136,37 39,0 2.766.071,61 25,9
(davon gegen Gesellschafter EUR 4.685.136,37; Vorjahr EUR 2.766.071,61)        
3. Sonstige Vermögensgegenstände 62.949,41 0,5 78.795,45 0,7
  6.242.446,77 52,0 4.507.983,71 42,3
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 122.229,80 1,0 169.886,76 1,6
  7.836.156,57 65,3 6.087.250,47 57,1
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.967,85 0,3 33.953,97 0,3
  12.008.090,90 100,0 10.668.246,66 100,0

Passiva

       
  31.12.2014 31.12.2013
  EUR % EUR %
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital 3.000.000,00 25,0 3.000.000,00 28,1
II. Kapitalrücklage 2.000.000,00 16,7 2.000.000,00 18,7
  5.000.000,00 41,6 5.000.000,00 46,9
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.590.505,69 29,9 3.317.920,79 31,1
2. Steuerrückstellungen 9.493,00 0,1 0,00 0,0
3. Sonstige Rückstellungen 1.394.429,00 11,6 1.282.785,00 12,0
  4.994.427,69 41,6 4.600.705,79 43,1
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 180.816,00 1,5 271.230,00 2,5
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 72.866,76 0,6 18.853,36 0,2
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 315.195,39 2,6 361.516,31 3,4
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.231.218,49 10,3 104.900,33 1,0
(davon gegenüber Gesellschafter EUR 1.231.218,49; Vorjahr EUR 104.900,33)        
5. Sonstige Verbindlichkeiten 213.566,57 1,8 311.040,87 2,9
(davon aus Steuern EUR 161.921,57; Vorjahr EUR 249.621,90)        
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 12.883,08; Vorjahr EUR 18.335,76)        
  2.013.663,21 16,8 1.067.540,87 10,0
  12.008.090,90 100,0 10.668.246,66 100,0

Gewinn- und Verlustrechnung

  2014 2013
  EUR % EUR %
1. Umsatzerlöse 22.248.368,53 100,3 20.909.143,73 99,3
2. Erhöhung / Verminderungen des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -95.031,00 -0,4 116.572,00 0,6
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 27.127,97 0,1 20.261,33 0,1
4. Gesamtleistung 22.180.465,50 100,0 21.045.977,06 100,0
5. Sonstige betriebliche Erträge 205.759,35 0,9 258.796,61 1,2
(davon aus Währungsumrechnung € 6.232,27; Vorjahr € 5.675,61)        
  22.386.224,85 100,9 21.304.773,67 101,2
6. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.028.541,25 -36,2 -7.900.759,33 -37,5
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -176.407,00 -0,8 -142.916,23 -0,7
  -8.204.948,25 -37,0 -8.043.675,56 -38,2
7. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -6.465.009,63 -29,1 -6.987.058,43 -33,2
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.565.720,76 -7,1 -1.537.165,20 -7,3
(davon für Altersversorgung € 305.803,30; Vorjahr € 136.410,14)        
  -8.030.730,39 -36,2 -8.524.223,63 -40,5
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen -940.001,14 -4,2 -1.257.345,85 -6,0
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.808.609,80 -17,2 -3.989.645,56 -19,0
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 1.935,69; Vorjahr € 9.220,03)        
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.184,04 0,1 22.751,14 0,1
(davon aus verbundenen Unternehmen € 19.993,19; Vorjahr € 22.504,25)        
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -217.403,36 -1,0 -218.001,97 -1,0
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 206.370,24; Vorjahr € 203.256,09)        
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.204.715,95 5,4 -705.367,76 -3,4
13. Außerordentliche Aufwendungen -54.334,67 -0,2 -54.334,67 -0,3
14. Außerordentliches Ergebnis -54.334,67 -0,2 -54.334,67 -0,3
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1,42 0,0 -14,71 0,0
16. Sonstige Steuern -30.974,26 -0,1 -21.368,26 -0,1
17. Erträge aus Verlustübernahme 0,00 0,0 781.085,40 3,7
18. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -1.119.405,60 -5,0 0,00 0,0
19. Jahresüberschuss 0,00 0,0 0,00 0,0

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss und zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Klöber GmbH, Owingen, ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Sedus Stoll Aktiengesellschaft, Waldshut-Tiengen. Sie ist somit ein verbundenes Unternehmen der Sedus Stoll AG und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Der Konzernabschluss der Sedus Stoll AG wird beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

Zwischen der Klöber GmbH als beherrschtem Unternehmen und der Sedus Stoll AG als herrschendem Unternehmen besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Die Klöber GmbH, Owingen, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses der Klöber GmbH für das Geschäftsjahr 2014 sind die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für Kapitalgesellschaften über die Gliederung und den Ausweis der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes angewendet worden.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht grundsätzlich den Vorschriften des § 275 Abs. 2 HGB und daher dem Gesamtkostenverfahren.

Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften aufgestellt und bewertet.

1.1. Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Die Abschreibungen im Zugangsjahr erfolgen zeitanteilig. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger bzw. bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen berücksichtigen den technischen und wirtschaftlichen Werteverzehr. Anlagenzugänge ab dem 01. Januar 2010 werden grundsätzlich linear pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von EUR 150 und EUR 1.000 werden in einem jahrgangsbezogenen Sammelposten eingestellt, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Anlagegüter bis EUR 150 werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung direkt aufwandswirksam erfasst. Die planmäßigen Abschreibungen im Zugangsjahr erfolgen pro rata temporis über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Soweit notwendig, erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den beizulegenden Wert.

Für die vor dem 1. Januar 2008 und im Geschäftsjahr 2009 zugegangenen beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens wurde die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Die Zugänge des Geschäftsjahres 2008 und die Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2010 werden ausschließlich linear abgeschrieben. Von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 4 EGHGB zur Fortführung der bisherigen Wertansätze unter Anwendung der für sie bis zum Inkrafttreten des BilMoG (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz) geltenden Vorschriften wird Gebrauch gemacht. Die degressive Abschreibung dieser Vermögensgegenstände wird daher solange fortgeführt, bis sich bei der Verteilung des Restbuchwertes der bisher degressiv abgeschriebenen Anlagen auf die Restnutzungsdauer eine höhere Abschreibung nach der linearen Methode ergibt.

Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden mit dem Nennwert angesetzt.

1.2. Umlaufvermögen

Bei der Bewertung des Umlaufvermögens wird dem Niederstwertprinzip Rechnung getragen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu gleitenden Durchschnittspreisen nach dem Lifo-Verfahren (Periodenlifo) gemäß § 256 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Lifo-Reserve gem. § 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt zum 31. Dezember 2014 EUR 72.420,40. Für Werbematerialien ist im Geschäftsjahr 2012 ein Festwert gemäß § 256 Satz 2 HGB gebildet worden.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind einheitlich mit den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten des § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Sie enthalten neben den Materialeinzelkosten anteilige Materialgemeinkosten und den zurechenbaren Fertigungslohn zuzüglich Fertigungsgemeinkosten (Kosten der Eigenleistung). Zur verlustfreien Bewertung werden die Fertigerzeugnisse mit dem beizulegenden Wert angesetzt, sofern dieser niedriger ist. Bei den unfertigen Erzeugnissen wird nach dem Lifo-Verfahren vorgegangen. Die Lifo-Reserve gem. § 284 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt bei den unfertigen Erzeugnissen zum 31. Dezember 2014 EUR 4.188,37.

Für ungängige und technisch veraltete Vorräte werden entsprechende Bewertungsabschläge vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Unverzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Deckung des allgemeinen Ausfall- und Kreditrisikos wurde von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, soweit nicht kreditversichert, eine pauschal ermittelte Wertberichtigung abgesetzt, die für Inlandsforderungen 4% und für Auslandsforderungen 5% beträgt. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG (Körperschaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zu Nennwerten bilanziert. Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

1.3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

1.4. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen decken die Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Pensionen aufgrund von Einzelzusagen an aktive und ehemalige Geschäftsführer und die auf einer Betriebsvereinbarung und Einzelzusagen an Mitarbeiter sowie aktive und ehemalige Geschäftsführer beruhenden Kapitalversorgungsverpflichtungen (Direktzusagen) auf Grund von Lohn- und Gehaltsumwandlungen ab. Die Pensionsrückstellungen sind auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet worden. Als Bewertungsverfahren ist bei den aktiven Berechtigten das Anwartschaftsbarwertverfahren verwendet worden. Bei den mit unverfallbarem Anspruch ausgeschiedenen Berechtigten und Rentenbeziehern ist als Erfüllungsbetrag der Barwert der künftigen Versorgungsleistungen angesetzt worden. Inventurstichtag der Pensionsverpflichtungen ist der 30. September 2014. Dabei wurde der von der Deutschen Bundesbank für den 31. Dezember 2014 veröffentlichter Zinssatz von 4,53% zugrunde gelegt. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Anpassungen der laufenden Renten gemäß § 16 BetrAVG von 2,0% unterstellt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens stimmen mit den Anschaffungskosten überein und werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet.

Aus den neuen Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen ergab sich per 01. Januar 2010 ein Unterschiedsbetrag von EUR 815.020,00 im Vergleich zum Bilanzstichtag per 31. Dezember 2009. Es wurde insoweit von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch gemacht und der ermittelte Unterschiedsbetrag jeweils mit 1/15 über die Geschäftsjahre 2010 bis 2024 verteilt. Der sich daraus ergebene Unterschiedsbetrag wurde wie in den Vorjahren als außerordentlicher Aufwand (EUR 54.334,67) erfasst. Der zum 31. Dezember 2014 noch verbleibende Unterschiedsbetrag der Unterdeckung beläuft sich auf EUR 543.346,67.

Die Steuerrückstellungen betreffen Steuernachforderungen aus der abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2009-2012.

Mit Stichtag zum 30. September 2014 wurden die Verpflichtungen für Jubiläumszuwendungen und Altersteilzeitverpflichtungen ermittelt.

Im Rahmen der nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren durchgeführten Bewertung der Jubiläumsrückstellung ist der von der deutschen Bundesbank herausgegebene durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 4,62% p.a. vom 31. Oktober 2014 zu Grunde gelegt, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Zum Bilanzstichtag hat sich der Zinssatz von 4,62% auf 4,53% verändert. Diese Entwicklung führte zu keiner wesentlichen Abweichung. Fluktuationswahrscheinlichkeiten wurden eingerechnet.

Bei der nach der Stellungnahme des IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013 erfolgten Berechnung der Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit ist ein durchschnittlicher Marktzinssatz von 3,41% und eine jährliche Einkommensdynamik von 2,5% unterstellt.

Die Bewertung der Rückstellungen für die Gewährung von noch nicht in Anspruch genommenem Urlaub sowie dem Freizeitausgleich für Überstunden wurde auf Basis von 220 jährlichen Arbeitstagen sowie unter Berücksichtigung von Bonuszahlungen vorgenommen. Zukünftige bis zu einem Jahr reichende Lohn- und Gehaltsteigerungen werden einbezogen, sofern sie erwartet werden.

Bei der Bildung der Sonstigen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Der Bewertung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen, entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der letzten sieben Jahre für die Abzinsung zugrunde gelegt. Mögliche Preis- und Kostensteigerungen sind bei der Ermittlung der sonstigen Rückstellungen entsprechend berücksichtigt.

1.5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

1.6. Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und - verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Bei Laufzeiten von bis zu einem Jahr finden gemäß § 256a HGB das Realisations- und das Anschaffungskostenprinzip bei der Bewertung keine Anwendung. Soweit Fremdwährungspositionen kursgesichert sind, erfolgt die Bewertung zum entsprechenden Sicherungskurs.

2. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

2.1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2014 bis 31. Dezember 2014 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf die erweiterte Darstellung des Anlagenspiegels verwiesen.

2.2. Forderungen

Die Forderungen sind zum 31. Dezember 2014 wie folgt fällig:

  Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
EUR
insgesamt 2014
EUR
insgesamt 2013
EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.494.360,99 0,00 1.494.360,99 1.663.116,65
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 4.685.136,37 0,00 4.685.136,37 2.766.071,61
3. Sonstige Vermögensgegenstände 60.187,05 2.762,36 62.949,41 78.795,45
  6.239.684,41 2.762,36 6.242.446,77 4.507.983,71

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen mit EUR 2.295.000,00 (i.V. EUR 1.585.000,00) aus Darlehensforderungen, mit EUR 0,00 (i.V. EUR 781.085,40) aus der Verlustübernahme, mit EUR 2.390.136,37 (i.V. EUR 396.417,59) aus Cashpool-Forderungen und mit EUR 0,00 (i.V. EUR 3.568,62) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 4.685.136,37 (i.V. EUR 2.766.071,61) gegen die Gesellschafterin.

2.3. Eigenkapital

Das Eigenkapital zum 31. Dezember 2014 beinhaltet das voll eingezahlte Stammkapital von EUR 3.000.000,00 sowie die Kapitalrücklage von EUR 2.000.000,00.

Die Stammeinlagen sind vollständig geleistet und werden von der Sedus Stoll AG gehalten.

2.4. Rückstellungen

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 3.909.653,33. Diese wurden mit Deckungsvermögen (EUR 319.147,64) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Beim Deckungsvermögen handelt es sich ausschließlich um verpfändete und insolvenzgeschützte Rückdeckungsversicherungen. Die Zuschreibungen auf das Deckungsvermögen in Höhe von EUR 15.593,76 wurden mit der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen für Altersteilzeit, Urlaubs- und Gleitzeitansprüche, Garantieverpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Mitarbeiterprovisionen, Jahresabschlusskosten, Jubiläumszahlungen, Boni, Prozesskosten, etc.

2.5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit>1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit>5 Jahre
EUR
insgesamt 2014
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.414,00 90.402,00 0 180.816,00
  ( 90.414,00 ) ( 180.816,00 ) 0 ( 271.230,00 )
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 72.866,76 0 0 72.866,76
  ( 18.853,36 ) 0 0 ( 18.853,36 )
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 315.195,39 0 0 315.195,39
  ( 361.516,31 ) 0 0 ( 361.516,31 )
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundene n Unternehmen 1.231.218,49 0 0 1.231.218,49
  ( 104.900,33 ) 0 0 ( 104.900,33 )
5. Sonstige Verbindlichkeiten 213.566,57 0 0 213.566,57
  ( 311.040,87 ) 0 0 ( 311.040,87 )
  1.923.261,21 90.402,00 0 2.013.663,21
  ( 886.724,87 ) ( 180.816,00 ) 0 ( 1.067.540,87 )

Vorjahreswerte werden in Klammern angegeben

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr von EUR 10.394,37 (i.V. EUR 40.747,55), aus diversen Weiterbelastungen und sonstigen Verrechnungen von EUR 101.418,52 (i.V. EUR 64.152,78) sowie aus der Ergebnisabführung von EUR 1.119.405,60 (i.V. EUR 0,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit EUR 1.231.218,49 (i.V. EUR 104.900,33) gegenüber der Gesellschafterin.

2.6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse:

Ein bei der Sedus Stoll AG unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesenes Darlehen in Höhe von EUR 2.000.000,00 ist in voller Höhe durch Grundschulden bei der Klöber GmbH besichert. Die Inanspruchnahme der Verpflichtung aus der genannten Grundschuldeintragung würde eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach sich ziehen. Aufgrund des soliden Geschäftsverlaufs und der stabilen Liquiditätslage des Mutterunternehmens gehen wir zurzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Aus Miet- und Leasingverträgen fallen bis ins Jahr 2017 folgende Aufwendungen an:

  31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
2015 55.932 16.928
2016 21.950 9.604
2017 10.875 0
Gesamt 88.757 26.532

Die Miet- und Leasingverträge betreffen Lager- und Ausstellungsräume sowie vereinzelte Kraftfahrzeuge.

Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben beträgt EUR 46.000,00.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

2.7. Gliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geographischen Absatzmärkten gliedern sich wie folgt:

  2014
EUR
2013
EUR
Inland 15.229.694,03 14.246.946,42
Ausland 7.018.674,50 6.662.197,31
Gesamt 22.248.368,53 20.909.143,73

2.8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus der privaten Pkw-Nutzung, Schadenersatz von Dritten, periodenfremde Erträge und die Erträge aus Kantine.

  2014
EUR
2013
EUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 66.612,23 94.205,49
Erträge aus der privaten Pkw-Nutzung 58.199,09 65.069,45
Schadensersatz von Dritten 33.703,62 18.533,14
Sonstige periodenfremden Erträge 21.390,51 28.940,05
Erträge aus der Kantine 17.619,54 16.836,79
Erträge aus Währungskursdifferenzen 6.232,27 5.675,61
Erträge aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus L.u.L 2.000,00 3.000,00
Sonstige betriebliche Erträge 2,09 3,11
Buchgewinne aus Sachanlagenabgängen 0,00 26.532,97
Gesamt 205.75 9 , 35 258.796,61

2.9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

  2014
EUR
2013
EUR
Vertriebskosten 2.171.014,07 2.072.806,52
Betriebskosten 1.097.433,25 1.082.288,95
Verwaltungskosten 303.427,29 329.303,54
Personalnebenkosten 113.166,47 226.949,89
Abfindungen 5.000,00 129.216,00
Wertberichtigungen, Forderungsverzicht und Bildung von Rückstellungen 41.854,40 62.131,91
Übrige Aufwendungen 76.714,32 86.948,75
Gesamt 3.808.609,80 3.989.645,56

Die übrigen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 93,10 (i.V. EUR 68,44).

2.10. Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen ausschließlich Aufwendungen in Höhe von EUR 54.334,67 aus der Umbewertung von personalbezogenen Rückstellungen nach den Vorschriften des BilMoG.

2.11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten die im Ausland bezahlte Quellensteuer.

2.12. Sonstige Steuern

Die sonstigen Steuern umfassen die Grund- und Kraftfahrzeugsteuer sowie die nicht abzugsfähige Vorsteuern aus den Feststellungen der Betriebsprüfung 2009-2012.

3. Beschäftigte Arbeitnehmer

Die Zahl der während des Geschäftsjahres 2014 im Jahresquartalsdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer getrennt nach Gruppen beträgt:

  2014 2013
Angestellte 72 76
Gewerbliche Arbeitnehmer 63 71
Auszubildende 9 8
Gesamt 144 155

4. Ergänzende Angaben

4.1. Geschäftsführer

Dr. Olaf Kreyenkamp (Geschäftsführer Kaufm. / Techn.)
Brian Boyd (Geschäftsführer Vertrieb / Marketing ab 26.05.2014)

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer der Klöber GmbH, Owingen, für das Geschäftsjahr 2014 betragen EUR 254.079,30 Die Gesamtbezüge der ehemaligen Geschäftsführer der Klöber GmbH belaufen sich im Geschäftsjahr 2014 auf EUR 281.952,50.

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitgliedern der Geschäftsführung bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von EUR 3.389.807,33. Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von EUR 223.132,08 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Somit beläuft sich die passivierte Pensionsrückstellung für ausgeschiedene Geschäftsführer nach der Verrechnung auf EUR 3.166.675,25.

4.2. Honorare des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der gemäß § 285 Nr. 17 HGB anzugebenden Honorare des Abschlussprüfers wird im Sedus Stoll Konzern von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, dass diese Angaben im Konzernanhang erfolgt.

4.3. Konzernabschluss

Die Sedus Stoll AG, Waldshut-Tiengen, stellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Die Klöber GmbH, Owingen, wird in diesen Konzernabschluss mit einbezogen.

 

Owingen, den 19. März 2015

Klöber GmbH

Die Geschäftsführer

Dr. Olaf Kreyenkamp

Brian Boyd

Entwicklung des Anlagevermögens

  Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
  01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 526.523,73 37.312,20 0,00 29.730,00 534.105,93
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund- stücken 7.930.112,59 0,00 0,00 0,00 7.930.112,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.857.655,04 316.303,53 53.695,00 248.369,67 9.979.283,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.461.253,10 160.676,41 0,00 146.333,10 2.475.596,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.695,00 25.841,26 -53.695,00 0,00 25.841,26
  20.302.715,73 502.821,20 0,00 394.702,77 20.410.834,16
  20.829.239,46 540.133,40 0,00 424.432,77 20.944.940,09
  Abschreibungen
  01.01.2014
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 442.589,73 51.684,20 29.730,00 464.543,93
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund- stücken 5.106.318,37 172.547,00 0,00 5.278.865,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.921.518,04 519.164,53 248.369,67 9.192.312,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.811.771,10 196.605,41 134.125,10 1.874.251,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  15.839.607,51 888.316,94 382.494,77 16.345.429,68
  16.282.197,24 940.001,14 412.224,77 16.809.973,61
  Restbuchwerte
  31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69.562,00 83.934,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund- stücken 2.651.247,22 2.823.794,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 786.971,00 936.137,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 601.345,00 649.482,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 25.841,26 53.695,00
  4.065.404,48 4.463.108,22
  4.134.966,48 4.547.042,22

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Klöber GmbH, Owingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grund-sätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Essen, den 19. März 2015

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer

ppa. Holger Brauner, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde am 21. April 2015 festgestellt.

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