Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 5883
Eingetragen
15.6.1979
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Press-, Zieh- und StanzteilenHerstellung von Handwerkzeugen
Gegenstand
Das Betreiben eines Press- und Stanzwerks sowie eines Werkzeugbaus.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Scharrenbroich
seit 25.8.2022
Geschäftsführer
Axel Büchner
seit 7.10.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
26.100 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Dömer GmbH

Lennestadt

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Dömer GmbH, Lennestadt Lagebericht zum Geschäftsjahresabschluss 31.12.2023

1. Rahmenbedingungen

Aufgrund der vorhandenen Kundenstruktur ist für die DÖMER GmbH die wirtschaftliche Entwicklung des Automobilmarktes das bestimmende Marktumfeld. Hohe Energiepreise, zunehmende Inflation, die ökonomische Instabilität wichtiger internationaler Partner, verstärkte geopolitische Unsicherheiten infolge militärischer Konflikte und herausfordernde Finanzierungsbedingungen haben die wirtschaftliche Entwicklung belastet. Die Wirtschaftsleistung des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) ging im Jahr 2023 um 2,0 Prozent zurück (Destatis, 2024a). Vor diesem Hintergrund verlief das Geschäftsjahr 2023 bei Dömer in den Märkten für Fahrzeuge auf einem niedrigen um 2,1% gesunkenen Niveau. Wobei sich der Umsatz für Nutzfahrzeuge um -23,2% verringerte, während er im übrigen Automobil-Bereich mit +0,5% nahezu konstant verlief.

In dem neben dem Automobilsektor vorhandene Absatzmarkt der Gebäudetechnik verringerten sich die Umsätze um -42,7%. In 2022 gewonnen Aufträge wurden von den Kunden zur eigenen Kapazitätsauslastung teilweise inhouse verlagert. Der Ukraine Krieg belastet den Markt der Baubeschläge zusätzlich. Im Bereich der Schienenfahrzeuge war nach dem Einbruch im Jahr 2021 infolge der 0-Covid-Strategie in China ein Umsatzrückgang von -43,5% zu verzeichnen. Zum Ende 2023 kommt es zu einer Belebung der Auftragslage für den in diesem Bereich bedeutsamen chinesischen Markt.

2. Produktionsprogramm

Am Unternehmenssitz in Lennestadt-Langenei umfasst das Produktionsprogramm der DÖMER GmbH komplexe Folgeverbundstanzteile mit Materialstärken bis zu 12 mm und einer Pressenkraft von bis zu 1.000 To., sowohl in konventioneller Stanz- und Transfer- wie auch Feinschneidtechnik.

Über langjährige Erfahrung verfügt das Unternehmen in der Fertigung von Komponenten für die Bahnindustrie.

Ein weiteres wichtiges und wachsendes Segment des Produktionsprogrammes ist die Stanz-Biegetechnik. Sie wird eingesetzt für Buchsen, Profil- und Winkelteile. Gefertigt aus dünnwandig unbeschichteten als auch beschichteten Blechen. Bestehen besondere Festigkeits- oder Dichtigkeitsanforderungen werden diese an den Stoßstellen lasergeschweißt. Diese Produktionstechnologie, welche im Markt auch unter der Bezeichnung "DÖMER-Ring" bekannt ist, wird insbesondere für Anwendungen bei Luftfedersystemen für die Automobilindustrie erfolgreich positioniert.

Das vorhandene Produktionsprogramm wird durch eine eigene Konstruktionsabteilung und einen eigenen Werkzeugbau gestützt, der neben der Werkzeuginstandhaltung auch Neuwerkzeuge nach Kundenvorgaben plant und fertigt.

3. Geschäftsverlauf

Insgesamt war der Geschäftsverlauf 2023 geprägt von einem Umsatzrückgang von -10,1%.

Die einzelnen Geschäftsbereiche haben sich wie folgt entwickelt:

Die Umsätze mit Kunden aus dem PKW-Segment konnten gegenüber dem Vorjahr durchweg leicht bis stärker ausgebaut werden Insbesondere in dem Geschäft unserer USPs konnte deutlicher zugelegt werden. Es wurden neue Aufträge gewonnen, die in den Folgejahren zu höherem Umsatz führen. Die neuen Aufträge sind Antriebsunabhängig.

Bei Kunden aus dem NFZ-Segment ist der Umsatz zurückgegangen. Die Abnahmemengen sind konjunkturbedingt zurückgegangen. Es wurden keine Aufträge verloren.

Im Bereich der Bauindustrie sind die Umsätze erheblich, bis zu 50% eingebrochen. Kunden haben Aufträge ins eigene Haus zurückverlagert, um die eigenen Kapazitäten besser auslasten zu können.

Bei der Bahntechnik ist der Umsatz in 2023 erneut zurückgegangen. Der große Teil der Umsätze geht beim Kunden nach China. Infolge der 0-Covid-Strategie ist dort in 2023 fast kein Bedarf entstanden. Es wurden keine Aufträge verloren.

Die Umsätze im Werkzeugbau liegen im Budget, jedoch geringer als im Vorjahr. Es wurden mehr Werkzeugaufträge für die Stanz-/Biegetechnik gewonnen, bei denen die Werkzeugkosten deutlich niedriger als bei den Stanzwerkzeugen sind.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen hat sich unwesentlich verändert. Bei den Debitoren erkennen wir weiterhin ein gutes Zahlungsverhalten. Im Hinblick auf die Insolvenz eines Kunden sowie der allgemein wirtschaftlich schwierigen Lage bleibt es jedoch erforderlich, die Debitoren sorgfältig zu beobachten. Im Übrigen sind die Forderungen durch eine Warenkreditversicherung abgesichert.

Gegenüber dem Vorjahr konnten 2023 die Bestände, insbesondere im Bereich der Halb- und Fertigerzeugnisse, reduziert werden. Auswirkung eines konsequenteren Bestandsmanagements.

Finanzlage

Das Unternehmen verfügt über eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 39,4% gegenüber 46,8% im Vorjahr.

Investitionen wurden in einem Umfang von ca. 1.842 T€ getätigt. Der größte Anteil mit ca. 1.649 T€ entfiel auf die im Geschäftsjahr 2022 begonnene Investition in eine neue 630 To. Presse. Ca. 30 T€ entfielen auf die Erweiterung des MDE-Systems, 15 T€ auf Schwerlastcontainer, 13 T€ auf einen gebrauchten PKW, 31 T€ für diverse IT Ausstattung, 55 T€ für Lasertechnik und weitere 50 T€ entfallen auf verschiedene Gegenstände und Betriebseinrichtung.

Die Investition in die neue 630 To. Presse wurde fremdfinanziert und von der BAFA mit ca. 590 T€ bezuschusst. Nach Auffassung der BAFA bestehen Fristverletzungen im Bestell- bzw. Fertigungsstellungsvorgang. Diese Auffassung teilen wir nicht. Gegen den zwischenzeitlich ergangenen Rückforderungsbescheid haben wir Einspruch eingelegt; der Vorgang befindet sich in der juristischen Klärung. Die Finanzierung einer möglichen Rückforderung ist sichergestellt; für die mögliche Rückzahlung des Zuschusses und die Zinsbelastung wurde eine ausreichende Rückstellung gebildet.

Der 2021 aufgenommene Kredit zur Working Capital-Finanzierung konnte allerdings nur teilweise getilgt werden. Er wurde in ein Tilgungsdarlehen befristet zum 30.06.2024 umgewandelt. Eine weitere Prolongation wird angestrebt.

Das Unternehmen verfügte während des gesamten Geschäftsjahres über eine gesicherte Liquiditätslage und konnte seinen Grundsatz maximaler Ausnutzung von Skonti sicherstellen.

Ertragslage

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 war eine Umsatzreduzierung, um ca. 10,1% bzw. 1.994 T€ zu verzeichnen. Während die Materialaufwandsquote mit 53,5% (VJ 57,5%) gesunken ist, erhöhte sich die Personalaufwandsquote auf 28,5%. (Vj. 26,9%). Aufgrund des Fachkräftemangels ist es erforderlich die Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Der Jahresfehlbetrag betrug 2023 202 T€ nach einem Jahresüberschuss im Vorjahr in Höhe von 131 T€.

Personal- und Sozialbereich

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 lag der Personalstand inklusive des Geschäftsführers und der Auszubildenden bei 78 Mitarbeitern; 8 weniger als Ende 2022. Derzeit befinden sich 4 junge Menschen bei uns in der Ausbildung oder Umschulung. Die Rekrutierung neuer Auszubildender gestaltet sich aufgrund der demographischen Entwickelung weiterhin zunehmend schwierig.

5. Prognose

Für das Jahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein weltweites Wachstum von 3,1 Prozent, das von einer unerwartet stabilen Konjunktur in den USA und in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern sowie von fiskalischen Anreizen in China angetrieben wird.

Für Deutschland wird dagegen nur ein geringes Wachstum von 0,5 Prozent prognostiziert, womit die Bundesrepublik weltweit das Schlusslicht bildet. Die deutsche Wirtschaftslage im Jahr 2024 wird von verschiedenen Risikofaktoren beeinflusst, darunter Haushaltsdefizite, wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die Folgen des Konflikts in der Ukraine und im Gazastreifen sowie die Entwicklung von Löhnen und Inflation. In der Folge senkte auch das Ifo-Institut seine zunächst veröffentlichte Prognose von einem Wirtschaftswachstum im Jahr 2024 von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent. Dieser Rückgang ist auch auf eine schwache Entwicklung im letzten Quartal 2023 und eine schleppende Erholung zurückzuführen, die von Unsicherheit aufgrund der anhaltenden Sparneigung und geringen Investitionsbereitschaft geprägt ist. Eine weitere Absenkung auf 0,7 Prozent Wachstum kündigte das ifo-Institut im Januar 2024 aufgrund der Konsolidierungsmaßnahmen im Bundeshaushalt mit Einsparungen in Höhe von 19 Milliarden Euro an, um die Haushaltslücke zu schließen. Dies führt zu Mehrbelastungen bzw. geringerer Entlastungen von Unternehmen und Haushalten sowie zu Ausgabenkürzungen des Staates mit konjunkturellen Auswirkungen.

In der Tendenz sollte sich die Lage jedoch durch steigende Löhne, sinkende Energiepreise, ein niedrigeres Zinsniveau, eine rückläufige Inflationsrate und schließlich durch die Rückkehr der Kaufkraft, erholen. Prognosen zur Folge werde die Inflationsrate in der zweiten Jahreshälfte auf 2 Prozent zurückgehen, bei dienstleistungsnahen Konsumgütern aber deutlich über 3 Prozent bleiben. Die gesamtwirtschaftliche Prognose wird sich voraussichtlich auch im Jahr 2024 auf dem deutschen Arbeitsmarkt niederschlagen, die Zahl der Arbeitslosen wird voraussichtlich um 82.000 Personen steigen, was einer Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent entspricht. Gleichzeitig wird eine Zunahme der Erwerbstätigen um 83.000 Personen erwartet.

Im Jahr 2024 stagniert das Produktionsvolumen der deutschen Automobilindustrie bei 4,11 Mio. Fahrzeugen und liegt damit noch 28 Prozent unter dem Rekordwert von 2016. Die Produktion von Pkw mit Verbrennungsmotor (inkl. Plug-in-Hybride, PHEV) sinkt um 7 Prozent auf 2,92 Mio. Fahrzeuge. Die Produktion von Elektrofahrzeugen (BEV) steigt dagegen um 25 Prozent auf 1,2 Millionen Fahrzeuge.

Der Automobilsektor spielt in der deutschen Wirtschaft eine wichtige Rolle und hat in den letzten Jahren einen wachsenden Anteil an der Industrie. Trotzdem wird für Deutschland ein Rückgang der Pkw-Produktion um ein Prozent auf 2,82 Millionen Einheiten erwartet. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat prognostiziert, dass der weltweite Automobilmarkt von 75,6 Mio. Einheiten im Jahr 2023 auf 77,4 Mio. Einheiten im darauffolgenden Jahr ansteigen wird. Dennoch bleiben diese Zahlen unter den historischen Höchstständen, was die anhaltenden Herausforderungen für die Branche unterstreicht.

Es wird für Deutschland eine Seitwärtsbewegung (0 bis 2 Prozent) und für den Weltmarkt eine Steigerung von 2 bis 4 Prozent erwartet. Materialeffekte sind in dieser Prognose nicht berücksichtigt.

Die Dömer GmbH schließt sich für die bestehenden Serienaufträge dieser Prognosen an und plant das Geschäftsjahr 2024 entsprechend seitwärts. Es kommen hinzu positive Effekte aus diversen Hochläufen aus in 2022 und 2023 akquirierten Serienaufträgen im Stanz- und Stanzbiegebereich, sowie deutlich gestiegene Auftragseingänge aus der Bahntechnik.

Dadurch erwartet die DÖMER GmbH für das Geschäftsjahr 2024 insgesamt eine deutliche Umsatzsteigerung.

Für 2024 erwarten wir eine verbesserte Ergebnissituation mit einem geplanten Jahresergebnis in Höhe von 257 T€.

6. Chancen und Risiken

Zukunftsfähigkeit

Investitionen in Forschung und Entwicklung sind entscheidend für die Innovationskraft. sie wirken sich maßgeblich auf Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit aus. Für Unternehmen ist es entscheidend, sich frühzeitig auf neue und erweiterte Technologien einzustellen und diese zu etablieren. Nur so können sie zukünftig wettbewerbsfähig bleiben.

Daneben stehen die Herausforderungen der Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft. An dieser Stelle entsteht häufig ein Konflikt, wie das Ziel von Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätzen mit der Reduzierung von Emissionen und der Verhinderung der globalen Erwärmung in Einklang gebracht werden kann.

Die Dömer GmbH konzentriert sich auf seine USPs in der Stanz- und Stanz-Biege-Technik und sieht Ihre Chancen darin, diese Technologien weiterzuentwickeln.

Standortbedingungen

Die wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Positive Aspekte sind ein starkes Bildungssystem und damit eine gut ausgebildete Bevölkerung sowie ein innovations- und forschungsfreundliches Umfeld. Auf der anderen Seite stehen negative Aspekte wie Fachkräftemangel, hohe Lohnkosten, hohe Energiekosten und eine komplexe Bürokratie.

Am Firmensitz Lennestadt im Sauerland ist, insbesondere aufgrund einer starken industriellen Durchdringung des größeren Umfeldes, der Fachkräftemangel spürbar und ist damit bedeutsam. Die Ausbildungsqualität ist dagegen hoch. Attraktivität und Stabilität sind Werbebotschaften für ein positives Employer-Branding bei der Akquise neuer Mitarbeiter. Ebenso müssen Organisationsstrukturen den neuen Herausforderungen angepasst werden.

Die Dömer GmbH sieht sich in der Zukunft zahlreichen regulatorischen Herausforderungen in den verschiedensten Feldern ausgesetzt. Im Folgenden werden kurz die für Dömer relevanten Auflagen dargestellt, bzw. aufgelistet.

Energieeffizienzgesetz (EnEfG)

Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) setzt wichtige Regelungen zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland. Beginnend mit konkreten Zielen für die Reduzierung des Primär- und Endenergieverbrauchs bis 2030.

Die Dömer GmbH verpflichtet sich, künftig gemäß den Bestimmungen des Energieeffizienzgesetzes zu agieren, um eine Steigerung der Energieeffizienz zu gewährleisten.

NIS 2-Richtlinie

Die NIS 2-Richtlinie umfasst Cybersicherheitsmaßnahmen für Unternehmen, indem sie umfassende Anforderungen in den Bereichen Risikomanagement, Meldung von Vorfällen, technische Sicherheitsmaßnahmen und Governance festlegt.

TISAX

TISAX steht für "Trusted Information Security Assessment Exchange" und ist ein Informationssicherheitsstandard, der sicherstellt, dass in der Automobilindustrie tätige Unternehmen bestimmte Sicherheitsstandards einhalten, wenn sie mit sensiblen Informationen umgehen.

Auch die Dömer GmbH ist von den Anforderungen der NIS 2-Richtlinie und TISAX betroffen.

Hinweisgeberschutzgesetz

Das am 2. Juli 2023 in Kraft getretene Hinweisgeberschutzgesetz verpflichtet Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden zur Einrichtung sicherer interner Hinweisgebersysteme.

Es wurde bei der Dömer GmbH umgesetzt.

Nachhaltigkeitsanforderungen

EU-Taxonomie in Zusammenhang mit CSRD

Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDD) und Lieferkettensorgfalts-pflichtengesetz (LkSG)

Nachhaltigkeitsbewertungsstandards

Zertifizierungen im Bereich Nachhaltigkeit

Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM)

Auch wenn die einzelnen Punkte für die Dömer GmbH noch nicht vollends relevant sind, wird sich das Unternehmen Schritt für Schritt damit beschäftigen und entsprechend vorbereiten.

Finanzierung, Liquidität

Die Gesellschaft befindet sich aufgrund der schwachen Ertragslage der vergangenen Jahre in einer angespannten Liquiditätssituation. Hinzu kommt, dass unter dem Einfluss des im 4. Quartal des Jahres 2023 gestiegenen Auftragsbestands der Vorratsbestand und die Personalkapazitäten aufgebaut wurden und die Vorfinanzierung dieser Maßnahmen zusätzliche Finanzmittel gebunden haben. Die aktuell bestehenden Kontokorrentlinien der Banken und die von der Precision Werks Group GmbH & Co. KG der Gesellschaft gewährten Darlehen sind zur Aufrechterhaltung der Liquidität unverändert notwendig.

Für eine Entspannung der Liquiditätssituation ist eine Steigerung der Gesamtleistung und des EBIT erforderlich. Hierfür muss die Kapazitätsauslastung verbessert und die Effizienz gesteigert werden. Zusätzlich soll die Reduzierung des Nettoumlaufvermögens zu einer Verminderung des Finanzierungsbedarfs der Gesellschaft beitragen und damit die Zinsbelastung der Gesellschaft abgebaut werden. 

Das erste Quartal 2024 zeigt bereits Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr. Das EBIT liegt auf Planniveau. Sollten die weiteren geplanten Verbesserungen der Fertigungsleistung und des EBITDA umgesetzt werden können, würden keine weiteren finanziellen Mittel zur Aufrechterhaltung der Liquidität erforderlich sein. Zusätzliche Mittel sind derzeit weder durch die Banken noch durch die Precision Werks Group GmbH & Co. KG zugesagt.

Gesamtrisikoposition

Die Dömer GmbH ist sich der oben genannten Risiken bewusst und behandelt sie mit der gebotenen Sorgfalt. Es werden, wie teilweise beschrieben, Strategien entwickelt, um mögliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit zu minimieren.

Auf der anderen Seite erachtet das Unternehmen die oben genannten Entwicklungen und regulatorischen Anforderungen als Chance, das Geschäftsmodell weiterzuentwickeln und einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil zu erzielen.

DÖMER GmbH

 

Lennestadt, 14. März 2024

gez. Marcus Scharrenbroich, Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

DÖMER GMBH, LENNESTADT

A K T I V A

31.12.2023 
Vorjahr 
T€
A. ANLAGEVERMÖGEN 6.311.546,00 5.423
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.838,00 49
II. Sachanlagen 6.148.258,00 5.274
1. Bauten auf fremden Grundstücken 149.778,00 198
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.596.245,00 3.916
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 402.235,00 476
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 684
III. Finanzanlagen 100.450,00 100
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 450,00 0
2. Sonstige Ausleihungen 100.000,00 100
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.176.288,35 4.647
I. Vorräte 3.153.801,74 2.752
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.016.908,39 1.872
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.578,22 23
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 23.869,80 31
11.511.704,15 10.101

P A S S I V A

31.12.2023 
Vorjahr 
T€
A. EIGENKAPITAL 1.113.380,30 1.315
I. Gezeichnetes Kapital 26.100,00 26
II. Kapitalrücklage 1.525.000,00 1.525
III. Verlustvortrag -235.919,47 -367
IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss -201.800,23 131
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.023.076,92 477
C. VERBINDLICHKEITEN 9.375.246,93 8.309
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.678.320,92 4.203
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.595.309,96 3.464
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.101.616,05 642
11.511.704,15 10.101

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

2023 
Vorjahr 
T€
1. Rohergebnis 8.523.585,04 8.625
2. Personalaufwand -5.126.638,66 -5.181
a) Löhne und Gehälter -4.241.854,26 -4.289
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -884.784,40 -892
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -923.465,47 -934
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.343.977,93 -2.244
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5.009,99 5
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -320.660,39 -124
7. Steuern vom Ertrag 233,15 0
8. Ergebnis nach Steuern -185.914,27 147
9. Sonstige Steuern -15.885,96 -16
10. Jahresfehlbetrag /-überschuss -201.800,23 131

DÖMER GMBH, LENNESTADT Jahresabschluss zum 31.12.2023 ANHANG 

A. Allgemeine Angaben

Die DÖMER GmbH hat ihren Sitz in Lennestadt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Siegen unter HRB 5883 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Press- und Stanzwerkes sowie eines Werkzeugbaus.

Der Jahresabschluss wurde gemäß § 264a HGB auf der Grundlage der für Kapitalgesellschaften geltenden Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

I. Gliederungsgrundsätze/Darstellungsstetigkeit

Die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind mit denen des Vorjahres vergleichbar.

II. Bilanzierungsmethode

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

III. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen aus der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres der DÖMER GmbH überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden.

Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

2. Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Für Maschinenwerkzeuge besteht ein Festwert.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig. Die geringwertigen Anlagegegenstände bis 250 € werden unter Ausnutzung des Bewertungswahlrechts gemäß § 6 Abs. 2 EStG sofort abgeschrieben.

Für selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten ohne Umsatzsteuer mehr als 250 €, aber nicht mehr als 1.000 € betragen haben, ist gemäß § 6 Abs. 2 a EStG ein Sammelposten gebildet worden. Der Sammelposten wird jährlich mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen linear und degressiv vorgenommen. Die Zugänge des Jahres 2023 wurden linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 253 Abs. 3 S.5 HGB außerplanmäßig abgeschrieben.

3. Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt.

4. Vorräte

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Ungängiger Vorratsbestand wurde mit einem angemessenen Abschlag versehen.

Die Bewertung der Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt teils durch Einzelbewertung und teils durch die Bildung von Festwerten.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit Zweifel an der Werthaltigkeit einzelner Forderungen vorlagen, wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

7. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich, ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalkosten, ausstehende Rechnungen, Jahresabschlusskosten, Gewährleistungen sowie eine Rückstellung für die drohende Rückzahlung eines Investitionszuschusses.

Die Verbindlichkeiten haben folgende Laufzeiten:

Stand Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit
Bezeichnung 31.12.2023 bis 1 Jahr bis 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.678.320,92 2.615.462,29 1.910.559,02 152.299,61
(Vorjahr) (4.202.560,76) (1.111.005,06) (1.899.376,20) (1.192.179,50)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 3.595.309,96 178.247,96 0,00 3.417.062,00
(Vorjahr) (3.464.283,62) (47.221,62) (0,00) (3.417.062,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 263.984,15 263.984,15 0,00 0,00
(Vorjahr) (257.220,61) (257.220,61) (0,00) (0,00)
Gesamt 9.375,246,93 3.895.326,30 1.910.559,02 3.569.361,61
(Vorjahr) (8.308.846,45) (1.800.228,75) (1.899.376,20) (4.609.241,50)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Sicherungsübereignung des Warenlagers und Forderungsabtretung gesichert.

Darlehen mit einem Restbetrag zum Bilanzstichtag in Höhe von 2.765.929,08 € sind zusätzlich durch Sicherungsübereignung der finanzierten Maschinen sowie durch Sicherungsübereignung ausgewählter technischer Anlagen und Maschinen gesichert.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 51 T€. Aus der Neubewertung von Werkzeugersatzteilen ergibt ein einmaliger Buchgewinn von 393 T€

D. Sonstige Angaben

I. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname, Vorname Berufsbezeichnung Vertretungsbefugnis
Marcus Scharrenbroich Diplom-Ökonom Alleinvertretungsberechtigt

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

II. Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt (ohne Organmitglieder):

Geschäftsjahr Vorjahr
Anzahl Anzahl
Angestellte 23 23
Gewerbliche Arbeitnehmer 52 52
75 82

III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen über die Gesamtlaufzeit aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 2.085 T€. Davon werden 276 T€ in 2024 fällig

IV. Einbezug in Konzernabschluss

Das Unternehmen wird in den Konzernabschluss der Evoco G Invest GmbH & Co. KG, Hamburg, (HRA 126462) einbezogen. Die Evoco G Invest GmbH & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

DÖMER GmbH

 

Lennestadt, 14. März 2024

gez. Marcus Scharrenbroich, Geschäftsführung

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 652.746,37  30.363,40  64.123,98  0,00  618.985,79 
652.746,37  30.363,40  64.123,98  0,00  618.985,79 
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Gründstücken 1.723.893,75  0,00  0,00  0,00  1.723.893,75 
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.306.348,71  1.719.081,98  0,00  684.182,62  17.709.613,31 
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.264.775,51  93.041,35  73.297,13  0,00  4.284.519,73 
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 684.182,62  0,00  0,00  -684.182,62  0,00 
21.979.200,59  1.812.123,33  73.297,13  0,00  23.718.026,79 
III. Finanzanlagen          
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 450,00  0,00  0,00  0,00  450,00 
2. Sonstige Ausleihungen 100.000,00  0,00  0,00  0,00  100.000,00 
100.450,00  0,00  0,00  0,00  100.450,00 
22.732.396,96  1.842.486,73  137.421,11  0,00  24.437.462,58 
Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 603.917,37  16.346,40  64.115,98  556.147,79 
603.917,37  16.346,40  64.115,98  556.147,79 
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Gründstücken 1.526.136,75  47.979,00  0,00  1.574.115,75 
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.390.723,71  722.644,60  0,00  12.113.368,31 
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.789.198,51  136.495,47  43.409,25  3.882.284,73 
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00  0,00  0,00  0,00 
16.706.058,97  907.119,07  43.409,25  17.569.768,79 
III. Finanzanlagen
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00  0,00  0,00  0,00 
2. Sonstige Ausleihungen 0,00  0,00  0,00  0,00 
0,00  0,00  0,00  0,00 
17.309.976,34  923.465,47  107.525,23  18.125.916,58 
Nettobuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.838,00  48.829,00 
62.838,00  48.829,00 
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Gründstücken 149.778,00  197.757,00 
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.596.245,00  3.915.625,00 
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 402.235,00  475.577,00 
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00  684.182,62 
6.148.258,00  5.273.141,62 
III. Finanzanlagen
1. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 450,00  450,00 
2. Sonstige Ausleihungen 100.000,00  100.000,00 
100.450,00  100.450,00 
6.311.546,00  5.422.420,62 

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dömer GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dömer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dömer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Wuppertal, den 20. Juni 2024

Breidenbach und Partner PartG mbB

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Koch, Wirtschaftsprüfer

Strauß, Wirtschaftsprüfer

ANGABEN ZUR FESTSTELLUNG

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 23.07.2024.

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