Stammdaten

Register
Amtsgericht Gelsenkirchen HRB 8255
Vorher
Genan NRW GmbH
Eingetragen
9.8.2005
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug darausEnergetische Verwertung von Abfällen
Gegenstand
Betrieb von Recyclinganlagen für Stoffe aller Art, insbesondere das Recycling von Gummierzeugnissen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Poul Steen Rasmussen
seit 22.5.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Genan Holding A/SDNK
93.99%
Investeringsselskabet af 4. Juli 2018 ApSDNK
6.01%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Genan Gruppen GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Genan GmbH

Dorsten

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1 Darstellung der Rahmenbedingungen

1.1 Allgemeines

Die Genan GmbH gehört zum Genan-Konzern, der weltweit über erhebliche Kapazitäten im Bereich der Herstellung von hochwertigem Gummigranulat aus Altreifen verfügt. Derzeit werden konzernweit sechs Werke betrieben, davon drei in Deutschland und jeweils ein Werk in Dänemark, den USA und Portugal.

Die Genan GmbH mit den Standorten Dorsten, Oranienburg und Kammlach verfügt über eine jährliche Verarbeitungskapazität von ca. 205.000 Tonnen Altreifen. Mit den vorhandenen Kapazitäten ist Genan in der Lage, ca. 30 % des deutschen Altreifenaufkommens auf umweltgerechte Weise einer Wiederverwertung zuzuführen.

Die von Genan entwickelte und praktizierte Technologie gewährleistet eine außerordentlich hohe Qualität der Endprodukte.

Die Genan GmbH ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Genan Gruppen GmbH mit Sitz in Oranienburg bei Berlin ("Genan Gruppen").

1.2 Rohstoffbeschaffung

Der rechtliche Rahmen der Altreifenverwertung wird in Deutschland fast ausschließlich durch die Umweltgesetzgebung bestimmt, im Übrigen gilt das System des freien Marktes. Wiederverwertungsquoten bestehen nicht, somit konkurrieren die Hersteller von Gummigranulaten mit Wirtschaftszweigen wie z.B. der Zementindustrie, welche den Rohstoff Altreifen als Ersatzbrennstoff verwendet.

Perspektivisch erwarten wir auch in Deutschland längerfristig eine Änderung der Rahmenbedingungen, da insbesondere von Seiten der EU eine Ausweitung der Wiederverwertung gewünscht wird und der deutsche Gesetzgeber in anderen Wertstoffbereichen bereits tätig geworden ist.

Die Rohstoffbeschaffung gestaltete sich im Berichtsjahr wieder schwieriger. Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. (WDK) geht in seiner Altreifenstatistik von einer geschätzten Menge von 100.000 Tonnen Altreifen aus, die 2023 nicht nachvollziehbar in Nicht-EU Ausland exportiert wurden 1. Dieser Trend setzt sich im Berichtszeitraum fort, da die geforderte Umsetzung von regelnder Gesetzgebung bislang ausgeblieben ist.

Auf Grund dieser Entwicklung ist im Berichtsjahr ein Rückgang der Netto-Entgelte für Altreifenentsorgung um 12,5 % im Markt festzustellen. Trotz einer durch gute Marktbeziehungen gesteigerten Ankaufmenge (+6,6 % im Vergleich zum Vorjahr) mussten wir daher einen um 5,5 % verringerten Umsatz für Altreifenzugang vermerken.

1 https://wdk.de/pressemitteilungen/fehlmenge-in-statistik-zeigt-kreislaufwirtschaft-bei-altreifen-ist-auf-eine-verlaessliche-datenerhebung-angewiesen/ (Abruf am 5. März 2025).

Wir gehen davon aus, dass sich die Gesamtsituation auch im Jahr 2025 nicht wesentlich ändern und die Rohstoffbeschaffung daher weiterhin angespannt bleiben wird.

1.3 Produktionsprozess

Im Rahmen des Produktionsprozesses erfolgt eine Trennung der Altreifen in ihre Bestandteile. Dabei werden 99,9 % des Altreifens wieder einer Verwertung zugeführt. Aus dem Prozess heraus entstehen etwa 74 % Gummigranulate in verschiedenster Körnung, etwa 15 % Reifendraht zur Wiederverwertung in der Stahlindustrie und ca. 11 % textile Abfälle, die vorwiegend noch thermisch verwertet werden.

1.4 Absatz

Das Genan-Gummigranulat stellt im Ergebnis eines technisch anspruchsvollen Verfahrens ein einheitliches, reines und konsistentes Endprodukt dar, welches höchsten Qualitätsanforderungen dieser Produktkategorie entspricht und welches global vermarktet wird.

Die folgenden Anwendungen bestimmen hierbei den Kundenkreis der Genan GmbH:

Bau von Sport- und Kunstrasenplätzen,

Industrielle Kunden im Bereich der Herstellung diverser Gummiprodukte,

Herstellung von gummibeschichteten Oberflächen,

Stahlindustrie für Reifendraht,

Reifendraht als Beimischung für Herstellung spezifischer Gussprodukte.

2 Lagedarstellung

2.1 Ertragslage

2.1.1 Betriebsergebnis

Das Rohergebnis der Gesellschaft verbesserte sich von T€ 20.580 im Vorjahr um T€ 2.634 auf T€ 23.214 im Geschäftsjahr 2024.

Der Umsatz im Bereich des Gummigranulats verbesserte sich Berichtszeitraum um 21,2 %. Dies ist zum einen in erzielten Preissteigerungen am Markt zu erklären (+4,5 %) und zum anderen durch einen Anstieg der verkauften Mengen in Höhe von 16,8 % im Vergleich zum Vorjahr.

Im Vergleich zum Jahr 2023 sind die Erlöse aus Reifendraht im Berichtsjahr um 18,3 % gestiegen. Trotz der im Berichtsjahr rückläufigen Entwicklung des Stahlpreises2 konnten wir in der Preisgestaltung im Jahresmittel einen positiven Trend (+2,6 % zum Vorjahr) durchsetzen. Dies ist im Wesentlichen auch bedingt durch einen Zugang der Nachfrage an unseren Produkten, welche sich in der Entwicklung von +16,0 % Mehrmengen an verkauftem Stahl zeigen.

Der Personalaufwand hat sich im Jahr 2024 um 5,5 % erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unter anderem Kosten der Warenabgabe, Instandhaltung und Konzernumlagen. Diese haben sich um T€ 471 (+4,3 %) im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Hierbei wurden Erhöhungen im Bereich der Konzernumlagen durch Einsparungen insbesondere bei den Versicherungen und Instandhaltungsaufwendungen kompensiert. Einen positiven Einfluss hatte ebenso die Verringerung der Altreifenrückstellung aufgrund eines Bestandsabbaus.

2 https://www.stahlpreise.eu/2024/07/stahlschrott-prognose-preise-steigen-in-ber-monaten-deutlich.html#google_vignette (Abruf am 5. März 2025)

Zum Vorjahr ergibt sich eine signifikante Erhöhung des Betriebsergebnisses von T€ -89 auf T€ 2.101.

2.1.2 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis entwickelte sich von T€ -586 im Vorjahr auf T€ -509 im Geschäftsjahr 2024. Ursache hier sind die leicht gesunkenen Zinsaufwendungen für das variabel verzinsliche Darlehen der Genan A/S, Viborg/Dänemark, aufgrund des günstigeren Zinsniveaus.

2.1.3 Jahresergebnis

Vor Ergebnisübernahme ergibt sich ein positives Jahresergebnis von T€ 1.528 gegenüber einem Jahresfehlbetrag von T€ 738 im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von T€ 2.266. Das im Vorjahresbericht prognostizierte leicht positive Ergebnis vor Ergebnisabführung wurde aufgrund der oben genannten Punkte übertroffen.

Das Jahresergebnis wird an die Genan Gruppen GmbH, Oranienburg, abgeführt.

2.2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme verringerte sich leicht von T€ 32.051 im Jahr 2023 auf T€ 31.678 im Berichtsjahr.

2.2.1 Aktiva

Das Anlagevermögen hat sich von T€ 17.227 auf T€ 16.870 vermindert. Gegenläufig zu den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 1.669 wurden im Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von T€ 1.326 getätigt.

Die Höhe der Vorräte ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Demgegenüber ist eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen festzustellen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich von T€ 5.108 auf T€ 6.197 erhöht. Dies erklärt sich im Wesentlichen aus kurzfristigen Forderungen resultierend aus Cash Pooling mit der Genan Holding A/S, Viborg/Dänemark.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter betreffen Forderungen, welche aus der Umsatzsteuerorganschaft resultieren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von T€ 1.759 auf T€ 1.860 gestiegen. Ursächlich dafür ist im Wesentlichen die Erhöhung der Forderungen aus Stromsteuererstattung.

2.2.2 Passiva

Das Eigenkapital der Gesellschaft blieb aufgrund der Ergebnisabführung unverändert; die Eigenkapitalquote ist von 36,1 % leicht auf 36,5 % gestiegen.

Zur Zusammensetzung der Rückstellungen verweisen wir auf die Angaben im Anhang.

Die Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus der fristgerechten Zahlung von Rechnungen bei bedingt durch das Jahresende gesunkenen Wareneingängen.

2.3 Finanzlage

Im Geschäftsjahr 2024 war die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert.

In Summe haben sich die Zahlungsmittel um T€ -488 verringert.

2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf sowie zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Geschäftsführung beurteilt den Verlauf des Geschäftsjahres als erwartungsgemäß und positiv. Im Berichtsjahr wurde aufgrund der beschriebenen positiven Entwicklungen im Umsatz ein positives Ergebnis erzielt. Das Jahresergebnis liegt damit über den Erwartungen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist unverändert geordnet.

3 Prognosebericht

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes war ein positiver Start in das neue Geschäftsjahr vollzogen. Die bislang erzielten Umsatzerlöse sind innerhalb der Erwartungen. Energiekosten entwickeln sich weiter positiv, wodurch sich insgesamt bisher ein positives Ergebnis einstellt. Trotz der zu erwarteten schwierigen Wirtschaftslage gehen wir davon aus, dass das Budget 2025 erreicht wird. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2025 vor Ergebnisabführung ein leicht positives Ergebnis.

4 Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden für alle Genan-Gesellschaften zentral durch die Genan A/S, Viborg/Dänemark, und Genan, S.A. Ovar/Portugal, realisiert und koordiniert. Die Genan GmbH wirkt in diesem Rahmen an den Entwicklungsvorhaben mit und profitiert von den erzielten Ergebnissen.

Der Fokus der gemeinsamen Arbeit liegt derzeit auf der Produktentwicklung, dabei geht es darum, die Produktpalette auf höherwertige Granulate mit einem breiteren Anwendungsspektrum auszurichten.

Darüber hinaus wird an der Erhöhung des Reinheitsgrades der Produkte Reifendraht und Textil gearbeitet, um einerseits die Granulatausbeute zu optimieren und andererseits die Palette der Einsatzmöglichkeiten der Produkte zu erweitern. Außerdem wird an einer Reduzierung des Energie-Verbrauchs gearbeitet.

5 Chancen- und Risikobericht

5.1 Chancen

5.1.1 Hochwertige Produkte

Genans Konzept zum Recycling von Altreifen ist einzigartig. In einem technisch äußerst anspruchsvollen Verfahren, das in mehr als 20 Jahren praktischer Erfahrung entwickelt und optimiert wurde, können nahezu alle Arten von Reifen, ob von Pkws, Kleintransportern, Lkws oder Erdbaumaschinen, in ihre ursprünglichen Einzelteile Gummi, Stahl und Textilien zerlegt werden.

Die Technologie ist vollständig automatisiert. Von Anfang bis Ende des Prozesses ist kein Eingreifen eines Mitarbeiters erforderlich, dies stellt die hohe Qualität der Ergebnisse sicher. Im Markt für recycelten Gummi gibt es auch andere Anbieter, aber keiner ist in der Lage, ein solch einheitliches, reines und konsistentes Produkt bereitzustellen wie Genan. Darüber hinaus gewährleistet Genan aufgrund seiner Produktionskapazitäten Lieferbereitschaft auch in Zeiten hoher saisonaler Nachfrage.

An Neureifen werden hohe Qualitätsanforderungen gestellt. Sie müssen Unebenheiten auf der Straße ebenso gut aushalten können wie niedrige Temperaturen. Ein guter Reifen kann in brenzligen Situationen Leben retten, dessen sind sich die Reifenhersteller bewusst. Daher verwenden sie für die Herstellung ihrer Reifen nur die besten Rohstoffe. Werden diese Materialien mit der Genan-Technologie recycelt, bleibt die hohe Qualität erhalten.

5.1.2 Diversifizierung

Chancen sehen wir in einer weiteren Diversifizierung der Produktpalette für Gummigranulat, um den Abnehmerkreis der Produkte zu erweitern. Hier stehen derzeit besonders industrielle Abnehmer im Fokus unseres Interesses.

5.1.3 Kostensenkungs- und Preissteigerungspotenziale

Kosteneinsparpotentiale sehen wir in einer verstärkten Zusammenarbeit der produzierenden Werke in Deutschland, Dänemark, den USA und Portugal, vorrangig im Instandhaltungsbereich und in einem werksübergreifenden Energiemanagement.

Des Weiteren wird über die Beschaffung von Energie durch erneuerbare Energien nachgedacht, um die CO 2 -Bilanz deutlich zu verbessern. Dies könnte auch langfristig die Kosten der Energiebeschaffung senken oder zumindest stabilisieren. Des Weiteren werden Stromsicherungen angestrebt sowie PPA-Vereinbarungen, um die Nachhaltigkeit des Unternehmens noch weiter zu erhöhen.

Durch permanente Sicherstellung vorgegebener Qualitätskennziffern und der Umsetzung von individuellen Kundenwünschen sind verbesserte Preiskonditionen möglich. Durch diverse Strukturmaßnahmen sollen in allen Werken die Prozessabläufe vereinheitlicht werden, um beispielgebende Prozessabläufe in allen Werken implementieren zu können.

5.2 Risiken

5.2.1 Zinsänderungsrisiken

Aufgrund der variablen Verzinsung großer Teile unserer Finanzierung besteht im Falle einer zukünftigen Erhöhung des allgemeinen Zinsniveaus das Risiko, dass die Gesellschaft höhere Zinszahlungen leisten muss. Genan geht allerdings im Geschäftsjahr 2025 eher von einer Verringerung des Zinsniveaus aus. Die Gesellschaft wird die Marktentwicklung beobachten und ggf. Maßnahmen zur Risikobegrenzung einleiten.

5.2.2 Sonstige finanzielle Risiken

Das Forderungsausfallrisiko in Relation zum Gesamtumsatz wird aufgrund der bestehenden Kundenstruktur als gering eingeschätzt. Außerdem wird ein Forderungsmanagement betrieben, um Forderungsausfallrisiken weiter zu minimieren. Liquiditätsrisiken werden aufgrund der konzernintern gesicherten Finanzierung und ausreichenden Reserven an liquiden Mitteln als gering eingestuft. Währungsrisiken der operativen Tätigkeit werden wegen der überschaubaren Anzahl der Transaktionen in Fremdwährungen ebenfalls als gering eingeschätzt.

5.2.3 Beschaffung und Absatz

Die Situation auf der Beschaffungsseite für Altreifen ist volatil. Phasen geringeren Angebotes stehen Phasen mit einem Überangebot gegenüber, wobei deren Nutzung durch begrenzte Lagerkapazitäten und Umweltauflagen beschränkt ist.

Sinkende Angebotsmengen betrafen in der Vergangenheit die Auslastung der Werke in Oranienburg und Kammlach, während die umweltregulatorische Gesetzgebung in den Beneluxstaaten den Standort Dorsten begünstigt. In den letzten Jahren ergab sich eine deutlich verbesserte Situation in Oranienburg und Kammlach. Derzeit gehen wir davon aus, dass dieser Trend auch im Jahr 2025 stabil bleiben wird.

Darüber hinaus ist es erforderlich, höhere Gewinnmargen für die Granulate zu erzielen. Dies erfordert weitere Effizienzgewinne in der Herstellung bei Einhaltung hoher Qualitätsstandards und/oder die Erschließung neuer Absatzmärkte.

Für den Absatz des aus dem Recyclingprozess gewonnenen hochwertigen Reifendrahtes bestehen Abnahmevereinbarungen mit einem der führenden Verwertungsbetriebe für Schrotterzeugnisse in Europa. Zur Streuung der Risiken bestehen außerdem Vereinbarungen mit einer Reihe von kleineren Unternehmen der Schrottverwertung. Durch eine weitere Diversifizierung der Kundenbeziehungen konnten Preispotentiale besser genutzt werden, insbesondere dort, wo der Reifendraht in hochwertigen Produkten als Rohstoff Anwendung findet. Bei der Vermarktung des gewonnenen Reifendrahtes sieht die Geschäftsleitung in der Preisentwicklung am Rohstoffmarkt sowohl Chancen als auch Risiken.

Entsprechend den allgemeinwirtschaftlichen Prognosen erwartet die Geschäftsleitung für das folgende Geschäftsjahr auf dem Markt für recycelten Reifendraht ein stabiles Preisniveau.

Der technologisch aufwändige Produktionsprozess der Genan-Werke, der in seinen qualitativen Zielgrößen weit über die Maßstäbe für ein Recycling hinausreicht, erfordert einen entsprechend hohen Energieeinsatz. Ungewissheiten bestehen weiterhin hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Energiekosten im Rahmen der von der Bundesregierung angestrebten Energiewende hin zu erneuerbaren Energieträgern. Ungeachtet der ständigen Bemühungen um ein anspruchsvolles Energiemanagement stellen steigende Energiepreise ein zukünftiges Kostenrisiko dar. Zur Erlangung von Planungssicherheit hat Genan daher geeignete Maßnahmen für den Erwerb von Energie eruiert.

In der von der Bundesregierung in Übereinstimmung mit der EU-Kommission getroffenen Neuregelung zur Begrenzung der EEG-Umlage werden die Unternehmen, welche die umweltgerechte Wiedergewinnung von Rohstoffen betreiben, in der Liste mit höchster Förderpriorität geführt. Hiervon ist auch die Genan GmbH betroffen, so dass die EEG-Umlage seit 2015 wieder begrenzt wurde und sich die Stromkosten der Gesellschaft entsprechend vermindert haben. Die Gesellschaft hat auch für 2025 einen Begrenzungsbescheid erhalten.

Aktuell deuten die politischen Veränderungen in diesem Bereich auf keinen Nachteil für die Genan hin. Gleichwohl besteht ein Risiko, dass sich die gegenwärtige Gesetzeslage zu einem späteren Zeitpunkt wieder ändern kann.

Die Gesellschaft hat sich beim Einkauf von Elektroenergien für ein marktkonformes Preissystem entschieden. Diese Verfahrensweise wird auch 2025 beibehalten, wobei ein Teil des Strombedarfs zusätzlich gesichert werden soll.

5.3 Zusammenfassende Würdigung der Chancen und Risiken

Die Geschäftsleitung erwartet für die folgenden Geschäftsjahre aufbauend auf den sichtbaren Ergebnissen der Jahre 2017 bis 2024 sowie den oben dargestellten Zukunftserwartungen eine weiterhin positive Langzeitperspektive der Genan GmbH.

5.4 Disclaimer

Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Genan GmbH sowie allgemeine wirtschaftliche Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen subjektive Einschätzungen dar, die wir auf Basis, der uns aktuell zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten oder andere Risiken wirksam werden, können die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeitigen Prognosen abweichen.

 

Dorsten, den 20. März 2025

Poul Steen Rasmussen, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.228,99 57.442,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.631.004,32 12.919.060,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.411.051,99 2.038.674,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.523.892,27 1.325.223,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 224.237,40 886.420,76
16.790.185,98 17.169.379,49
16.870.414,97 17.226.821,49
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.314.780,36 1.184.128,82
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.248.996,44 1.323.140,48
3. Handelswaren 226.405,50 484.403,47
2.790.182,30 2.991.672,77
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.812.772,99 2.249.584,45
2. Forderungen gegen Gesellschafter 339.281,40 1.507.941,78
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.197.341,75 5.107.755,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.859.708,25 1.759.319,02
11.209.104,39 10.624.600,25
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 713.295,88 1.201.598,03
14.712.582,57 14.817.871,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 95.014,45 6.155,56
31.678.011,99 32.050.848,10

Passiva

31.12.2024 Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.025.000,00 5.025.000,00
II. Kapitalrücklage 6.538.625,74 6.538.625,74
11.563.625,74 11.563.625,74
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.640.107,05 1.747.757,82
1.640.107,05 1.747.757,82
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 862.638,79 2.397.812,17
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.534.163,79 6.050,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 15.627.759,48 15.916.874,83
4. Sonstige Verbindlichkeiten 449.717,14 418.727,54
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 84.869,62 (Vorjahr: EUR 71.321,98)
18.474.279,20 18.739.464,54
31.678.011,99 32.050.848,10

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

2024 Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 23.214.430,94 20.580.055,66
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.648.648,21 -6.315.394,35
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.246.889,23 -1.169.455,80
davon für Altersversorgung: EUR 36.064,51 (Vorjahr: EUR 22.868,69)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.668.680,58 -2.105.336,71
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.549.410,99 -11.078.787,31
Betriebsergebnis 2.100.801,93 -88.918,51
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.539,34 29.492,61
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 14.964,83 (Vorjahr: EUR 0,00)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -545.829,17 -615.061,08
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 545.817,99 (Vorjahr: EUR 590.230,92)
Finanzergebnis -509.289,83 -585.568,47
7. Ergebnis nach Steuern 1.591.512,10 -674.486,98
8. Sonstige Steuern -63.398,31 -63.846,29
9. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführter Gewinn (Vorjahr: Erträge aus Verlustübernahme) -1.528.113,79 738.333,27
10. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

1. Allgemeine Angaben

Die Genan GmbH hat ihren Sitz in Dorsten. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HR B 8255 eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 276 Satz 1 HGB die Posten § 275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB unter der Bezeichnung "Rohergebnis" zusammengefasst.

2. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Die im Vorjahr auf den Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr 2024 beibehalten. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um plan- und (bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung) außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt.

Bei der Bilanzierung des Sachanlagevermögens kommt ein Komponentenansatz zur Anwendung. Hierbei werden Maschinen und Anlagen in einzelne Komponenten wertmäßig separiert und diese dann entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer getrennt abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung folgender Nutzungsdauern vorgenommen:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3-15 Jahre
Gebäude 33 Jahre
Außenanlagen 5-25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-23 Jahre
Geringwertige Wirtschaftsgüter 5 Jahre

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren wurden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Die Fertigerzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die angefallenen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die notwendigen Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht aktiviert. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Sie wurden einzeln bewertet, für risikobehaftete Forderungen wurden Wertberichtigungen vorgenommen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde zum Nennbetrag der Ausgaben vor dem Bilanzstichtag bewertet, die Aufwand in späteren Perioden darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst, soweit die hieraus resultierenden Abzinsungsbeträge wesentlich sind. Als Zinssatz wird der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind gemäß § 256a Satz 2 HGB ohne Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfasst. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Satz 1 HGB nur zu Grunde gelegt, sofern dieser bei Vermögensgegenständen unter und bei Verbindlichkeiten über dem jeweiligen Tageskurs zum Zeitpunkt der Erfassung des Geschäftsvorfalls liegt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird wie im Vorjahr eine Kaution in Höhe von T€ 736 ausgewiesen, diese hat eine unbestimmte Restlaufzeit; sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr vor Ablauf eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 339 (Vorjahr: T€ 1.508) betreffen Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft. Im Vorjahr betraf die Forderung daneben außerdem die Verlustübernahme.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 6.197 (Vorjahr: T€ 5.108) beinhalten im Wesentlichen sonstige Forderungen gegen die Genan Holding A/S, Viborg/Dänemark, in Höhe von T€ 6.088 (Vorjahr: T€ 4.674). Der verbleibende Betrag ist wie im Vorjahr den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig.

Die sonstigen Rückstellungen (T€ 1.640) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für im Geschäftsjahr erhaltene Leistungen (T€ 582), für die Entsorgung von Altreifen (T€ 550), für Personalkosten und Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 307), für Entsorgungskosten für andienungspflichtige Produktionsrückstände (T€ 129) und für Abschluss- und Beratungskosten (T€ 72).

Die Verbindlichkeiten haben folgende Fälligkeiten (Angaben in Euro):

mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr mit einer Laufzeit von 2-5 Jahren Summe
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 862.638,79 0,00 862.638,79
Vorjahr 2.397.812,17 0,00 2.397.812,17
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 1.534.163,79 0,00 1.534.163,79
Vorjahr 6.050,00 0,00 6.050,00
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 69.619,35 15.558.140,13 15.627.759,48
Vorjahr 358.734,70 15.558.140,13 15.916.874,83
Sonstige Verbindlichkeiten 449.717,14 0,00 449.717,14
Vorjahr 418.727,54 0,00 418.727,54
Summe 2.916.139,07 15.558.140,13 18.474.279,20
Vorjahr 3.181.324,41 15.558.140,13 18.739.464,54

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung (Vorjahr: vollständig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus erhaltenen Darlehen (T€ 15.558, Vorjahr: T€ 15.558) und aus Lieferungen und Leistungen (T€ 70, Vorjahr: T€ 359).

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren liegen wie im Vorjahr nicht vor.

4. Sonstige Angaben

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Auf periodenfremde Aufwendungen bzw. periodenfremde Erträge entfällt ein Betrag in Höhe von T€ 9 bzw. T€ 11. Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich die folgenden Arbeitnehmer beschäftigt:

2024 2023 2022
Angestellte 34 35 32
Arbeiter 94 91 95
Gesamt 128 126 127

Nachtragsbericht

Es bestehen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

Mutterunternehmen und Konzernabschluss

Alleinige Gesellschafterin der Genan GmbH ist die Genan Gruppen GmbH, Oranienburg. Zwischen beiden Gesellschaften besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Genan GmbH wird in den Konzernabschluss der MIE5 Holding 10 ApS, Kopenhagen/Dänemark (kleinster und größter Kreis von Unternehmen), einbezogen. Der Konzernabschluss dieses Unternehmens ist unter https://datacvr.virk.dk erhältlich.

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024:

Herr Poul Steen Rasmussen, Risskov/Dänemark

Eine Angabe der Bezüge des Geschäftsführers unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.

 

Dorsten, den 20. März 2025

Poul Steen Rasmussen, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2024 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 110.993,77 23.305,43 20.621,88 0,00 154.921,08
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.054.288,52 38.915,87 396.931,98 0,00 62.490.136,37
2. Technische Anlagen und Maschinen 99.452.765,61 296.453,27 710.385,54 -512.440,48 99.947.163,94
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.066.384,58 172.456,31 315.387,14 0,00 11.554.228,03
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 886.420,76 794.925,09 -1.443.326,54 -13.781,91 224.237,40
Summe Sachanlagen 173.459.859,47 1.302.750,54 -20.621,88 -526.222,39 174.215.765,74
Summe 173.570.853,24 1.326.055,97 0,00 -526.222,39 174.370.686,82
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2024 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.551,77 21.140,32 0,00 74.692,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.135.227,75 723.904,30 0,00 49.859.132,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 97.414.091,08 634.461,35 -512.440,48 97.536.111,95
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.741.161,15 289.174,61 0,00 10.030.335,76
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 156.290.479,98 1.647.540,26 -512.440,48 157.425.579,76
Summe 156.344.031,75 1.668.680,58 -512.440,48 157.500.271,85
Buchwerte
Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.228,99 57.442,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.631.004,32 12.919.060,77
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.411.051,99 2.038.674,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.523.892,27 1.325.223,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 224.237,40 886.420,76
Summe Sachanlagen 16.790.185,98 17.169.379,49
Summe 16.870.414,97 17.226.821,49

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Genan GmbH, Dorsten

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Genan GmbH, Dorsten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genan GmbH, Dorsten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 20. März 2025

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christoph Henry Krause, Wirtschaftsprüfer

Paul Wegener, Wirtschaftsprüfer

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