Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Poul Steen Rasmussen seit 22.5.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Genan Holding A/S | 93.99% |
Investeringsselskabet af 4. Juli 2018 ApS | 6.01% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Genan GmbHDorstenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 20241 Darstellung der Rahmenbedingungen 1.1 Allgemeines Die Genan GmbH gehört zum Genan-Konzern, der weltweit über erhebliche Kapazitäten im Bereich der Herstellung von hochwertigem Gummigranulat aus Altreifen verfügt. Derzeit werden konzernweit sechs Werke betrieben, davon drei in Deutschland und jeweils ein Werk in Dänemark, den USA und Portugal. Die Genan GmbH mit den Standorten Dorsten, Oranienburg und Kammlach verfügt über eine jährliche Verarbeitungskapazität von ca. 205.000 Tonnen Altreifen. Mit den vorhandenen Kapazitäten ist Genan in der Lage, ca. 30 % des deutschen Altreifenaufkommens auf umweltgerechte Weise einer Wiederverwertung zuzuführen. Die von Genan entwickelte und praktizierte Technologie gewährleistet eine außerordentlich hohe Qualität der Endprodukte. Die Genan GmbH ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der Genan Gruppen GmbH mit Sitz in Oranienburg bei Berlin ("Genan Gruppen"). 1.2 Rohstoffbeschaffung Der rechtliche Rahmen der Altreifenverwertung wird in Deutschland fast ausschließlich durch die Umweltgesetzgebung bestimmt, im Übrigen gilt das System des freien Marktes. Wiederverwertungsquoten bestehen nicht, somit konkurrieren die Hersteller von Gummigranulaten mit Wirtschaftszweigen wie z.B. der Zementindustrie, welche den Rohstoff Altreifen als Ersatzbrennstoff verwendet. Perspektivisch erwarten wir auch in Deutschland längerfristig eine Änderung der Rahmenbedingungen, da insbesondere von Seiten der EU eine Ausweitung der Wiederverwertung gewünscht wird und der deutsche Gesetzgeber in anderen Wertstoffbereichen bereits tätig geworden ist. Die Rohstoffbeschaffung gestaltete sich im Berichtsjahr wieder schwieriger. Der Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V. (WDK) geht in seiner Altreifenstatistik von einer geschätzten Menge von 100.000 Tonnen Altreifen aus, die 2023 nicht nachvollziehbar in Nicht-EU Ausland exportiert wurden 1. Dieser Trend setzt sich im Berichtszeitraum fort, da die geforderte Umsetzung von regelnder Gesetzgebung bislang ausgeblieben ist. Auf Grund dieser Entwicklung ist im Berichtsjahr ein Rückgang der Netto-Entgelte für Altreifenentsorgung um 12,5 % im Markt festzustellen. Trotz einer durch gute Marktbeziehungen gesteigerten Ankaufmenge (+6,6 % im Vergleich zum Vorjahr) mussten wir daher einen um 5,5 % verringerten Umsatz für Altreifenzugang vermerken. Wir gehen davon aus, dass sich die Gesamtsituation auch im Jahr 2025 nicht wesentlich ändern und die Rohstoffbeschaffung daher weiterhin angespannt bleiben wird. 1.3 Produktionsprozess Im Rahmen des Produktionsprozesses erfolgt eine Trennung der Altreifen in ihre Bestandteile. Dabei werden 99,9 % des Altreifens wieder einer Verwertung zugeführt. Aus dem Prozess heraus entstehen etwa 74 % Gummigranulate in verschiedenster Körnung, etwa 15 % Reifendraht zur Wiederverwertung in der Stahlindustrie und ca. 11 % textile Abfälle, die vorwiegend noch thermisch verwertet werden. 1.4 Absatz Das Genan-Gummigranulat stellt im Ergebnis eines technisch anspruchsvollen Verfahrens ein einheitliches, reines und konsistentes Endprodukt dar, welches höchsten Qualitätsanforderungen dieser Produktkategorie entspricht und welches global vermarktet wird. Die folgenden Anwendungen bestimmen hierbei den Kundenkreis der Genan GmbH:
2 Lagedarstellung 2.1 Ertragslage 2.1.1 Betriebsergebnis Das Rohergebnis der Gesellschaft verbesserte sich von T€ 20.580 im Vorjahr um T€ 2.634 auf T€ 23.214 im Geschäftsjahr 2024. Der Umsatz im Bereich des Gummigranulats verbesserte sich Berichtszeitraum um 21,2 %. Dies ist zum einen in erzielten Preissteigerungen am Markt zu erklären (+4,5 %) und zum anderen durch einen Anstieg der verkauften Mengen in Höhe von 16,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2023 sind die Erlöse aus Reifendraht im Berichtsjahr um 18,3 % gestiegen. Trotz der im Berichtsjahr rückläufigen Entwicklung des Stahlpreises2 konnten wir in der Preisgestaltung im Jahresmittel einen positiven Trend (+2,6 % zum Vorjahr) durchsetzen. Dies ist im Wesentlichen auch bedingt durch einen Zugang der Nachfrage an unseren Produkten, welche sich in der Entwicklung von +16,0 % Mehrmengen an verkauftem Stahl zeigen. Der Personalaufwand hat sich im Jahr 2024 um 5,5 % erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten unter anderem Kosten der Warenabgabe, Instandhaltung und Konzernumlagen. Diese haben sich um T€ 471 (+4,3 %) im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Hierbei wurden Erhöhungen im Bereich der Konzernumlagen durch Einsparungen insbesondere bei den Versicherungen und Instandhaltungsaufwendungen kompensiert. Einen positiven Einfluss hatte ebenso die Verringerung der Altreifenrückstellung aufgrund eines Bestandsabbaus. Zum Vorjahr ergibt sich eine signifikante Erhöhung des Betriebsergebnisses von T€ -89 auf T€ 2.101. 2.1.2 Finanzergebnis Das Finanzergebnis entwickelte sich von T€ -586 im Vorjahr auf T€ -509 im Geschäftsjahr 2024. Ursache hier sind die leicht gesunkenen Zinsaufwendungen für das variabel verzinsliche Darlehen der Genan A/S, Viborg/Dänemark, aufgrund des günstigeren Zinsniveaus. 2.1.3 Jahresergebnis Vor Ergebnisübernahme ergibt sich ein positives Jahresergebnis von T€ 1.528 gegenüber einem Jahresfehlbetrag von T€ 738 im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von T€ 2.266. Das im Vorjahresbericht prognostizierte leicht positive Ergebnis vor Ergebnisabführung wurde aufgrund der oben genannten Punkte übertroffen. Das Jahresergebnis wird an die Genan Gruppen GmbH, Oranienburg, abgeführt. 2.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich leicht von T€ 32.051 im Jahr 2023 auf T€ 31.678 im Berichtsjahr. 2.2.1 Aktiva Das Anlagevermögen hat sich von T€ 17.227 auf T€ 16.870 vermindert. Gegenläufig zu den planmäßigen Abschreibungen in Höhe von T€ 1.669 wurden im Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von T€ 1.326 getätigt. Die Höhe der Vorräte ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Demgegenüber ist eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen festzustellen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich von T€ 5.108 auf T€ 6.197 erhöht. Dies erklärt sich im Wesentlichen aus kurzfristigen Forderungen resultierend aus Cash Pooling mit der Genan Holding A/S, Viborg/Dänemark. Die Forderungen gegen den Gesellschafter betreffen Forderungen, welche aus der Umsatzsteuerorganschaft resultieren. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind von T€ 1.759 auf T€ 1.860 gestiegen. Ursächlich dafür ist im Wesentlichen die Erhöhung der Forderungen aus Stromsteuererstattung. 2.2.2 Passiva Das Eigenkapital der Gesellschaft blieb aufgrund der Ergebnisabführung unverändert; die Eigenkapitalquote ist von 36,1 % leicht auf 36,5 % gestiegen. Zur Zusammensetzung der Rückstellungen verweisen wir auf die Angaben im Anhang. Die Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus der fristgerechten Zahlung von Rechnungen bei bedingt durch das Jahresende gesunkenen Wareneingängen. 2.3 Finanzlage Im Geschäftsjahr 2024 war die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert. In Summe haben sich die Zahlungsmittel um T€ -488 verringert. 2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf sowie zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Geschäftsführung beurteilt den Verlauf des Geschäftsjahres als erwartungsgemäß und positiv. Im Berichtsjahr wurde aufgrund der beschriebenen positiven Entwicklungen im Umsatz ein positives Ergebnis erzielt. Das Jahresergebnis liegt damit über den Erwartungen. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist unverändert geordnet. 3 Prognosebericht Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes war ein positiver Start in das neue Geschäftsjahr vollzogen. Die bislang erzielten Umsatzerlöse sind innerhalb der Erwartungen. Energiekosten entwickeln sich weiter positiv, wodurch sich insgesamt bisher ein positives Ergebnis einstellt. Trotz der zu erwarteten schwierigen Wirtschaftslage gehen wir davon aus, dass das Budget 2025 erreicht wird. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2025 vor Ergebnisabführung ein leicht positives Ergebnis. 4 Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden für alle Genan-Gesellschaften zentral durch die Genan A/S, Viborg/Dänemark, und Genan, S.A. Ovar/Portugal, realisiert und koordiniert. Die Genan GmbH wirkt in diesem Rahmen an den Entwicklungsvorhaben mit und profitiert von den erzielten Ergebnissen. Der Fokus der gemeinsamen Arbeit liegt derzeit auf der Produktentwicklung, dabei geht es darum, die Produktpalette auf höherwertige Granulate mit einem breiteren Anwendungsspektrum auszurichten. Darüber hinaus wird an der Erhöhung des Reinheitsgrades der Produkte Reifendraht und Textil gearbeitet, um einerseits die Granulatausbeute zu optimieren und andererseits die Palette der Einsatzmöglichkeiten der Produkte zu erweitern. Außerdem wird an einer Reduzierung des Energie-Verbrauchs gearbeitet. 5 Chancen- und Risikobericht 5.1 Chancen 5.1.1 Hochwertige Produkte Genans Konzept zum Recycling von Altreifen ist einzigartig. In einem technisch äußerst anspruchsvollen Verfahren, das in mehr als 20 Jahren praktischer Erfahrung entwickelt und optimiert wurde, können nahezu alle Arten von Reifen, ob von Pkws, Kleintransportern, Lkws oder Erdbaumaschinen, in ihre ursprünglichen Einzelteile Gummi, Stahl und Textilien zerlegt werden. Die Technologie ist vollständig automatisiert. Von Anfang bis Ende des Prozesses ist kein Eingreifen eines Mitarbeiters erforderlich, dies stellt die hohe Qualität der Ergebnisse sicher. Im Markt für recycelten Gummi gibt es auch andere Anbieter, aber keiner ist in der Lage, ein solch einheitliches, reines und konsistentes Produkt bereitzustellen wie Genan. Darüber hinaus gewährleistet Genan aufgrund seiner Produktionskapazitäten Lieferbereitschaft auch in Zeiten hoher saisonaler Nachfrage. An Neureifen werden hohe Qualitätsanforderungen gestellt. Sie müssen Unebenheiten auf der Straße ebenso gut aushalten können wie niedrige Temperaturen. Ein guter Reifen kann in brenzligen Situationen Leben retten, dessen sind sich die Reifenhersteller bewusst. Daher verwenden sie für die Herstellung ihrer Reifen nur die besten Rohstoffe. Werden diese Materialien mit der Genan-Technologie recycelt, bleibt die hohe Qualität erhalten. 5.1.2 Diversifizierung Chancen sehen wir in einer weiteren Diversifizierung der Produktpalette für Gummigranulat, um den Abnehmerkreis der Produkte zu erweitern. Hier stehen derzeit besonders industrielle Abnehmer im Fokus unseres Interesses. 5.1.3 Kostensenkungs- und Preissteigerungspotenziale Kosteneinsparpotentiale sehen wir in einer verstärkten Zusammenarbeit der produzierenden Werke in Deutschland, Dänemark, den USA und Portugal, vorrangig im Instandhaltungsbereich und in einem werksübergreifenden Energiemanagement. Des Weiteren wird über die Beschaffung von Energie durch erneuerbare Energien nachgedacht, um die CO 2 -Bilanz deutlich zu verbessern. Dies könnte auch langfristig die Kosten der Energiebeschaffung senken oder zumindest stabilisieren. Des Weiteren werden Stromsicherungen angestrebt sowie PPA-Vereinbarungen, um die Nachhaltigkeit des Unternehmens noch weiter zu erhöhen. Durch permanente Sicherstellung vorgegebener Qualitätskennziffern und der Umsetzung von individuellen Kundenwünschen sind verbesserte Preiskonditionen möglich. Durch diverse Strukturmaßnahmen sollen in allen Werken die Prozessabläufe vereinheitlicht werden, um beispielgebende Prozessabläufe in allen Werken implementieren zu können. 5.2 Risiken 5.2.1 Zinsänderungsrisiken Aufgrund der variablen Verzinsung großer Teile unserer Finanzierung besteht im Falle einer zukünftigen Erhöhung des allgemeinen Zinsniveaus das Risiko, dass die Gesellschaft höhere Zinszahlungen leisten muss. Genan geht allerdings im Geschäftsjahr 2025 eher von einer Verringerung des Zinsniveaus aus. Die Gesellschaft wird die Marktentwicklung beobachten und ggf. Maßnahmen zur Risikobegrenzung einleiten. 5.2.2 Sonstige finanzielle Risiken Das Forderungsausfallrisiko in Relation zum Gesamtumsatz wird aufgrund der bestehenden Kundenstruktur als gering eingeschätzt. Außerdem wird ein Forderungsmanagement betrieben, um Forderungsausfallrisiken weiter zu minimieren. Liquiditätsrisiken werden aufgrund der konzernintern gesicherten Finanzierung und ausreichenden Reserven an liquiden Mitteln als gering eingestuft. Währungsrisiken der operativen Tätigkeit werden wegen der überschaubaren Anzahl der Transaktionen in Fremdwährungen ebenfalls als gering eingeschätzt. 5.2.3 Beschaffung und Absatz Die Situation auf der Beschaffungsseite für Altreifen ist volatil. Phasen geringeren Angebotes stehen Phasen mit einem Überangebot gegenüber, wobei deren Nutzung durch begrenzte Lagerkapazitäten und Umweltauflagen beschränkt ist. Sinkende Angebotsmengen betrafen in der Vergangenheit die Auslastung der Werke in Oranienburg und Kammlach, während die umweltregulatorische Gesetzgebung in den Beneluxstaaten den Standort Dorsten begünstigt. In den letzten Jahren ergab sich eine deutlich verbesserte Situation in Oranienburg und Kammlach. Derzeit gehen wir davon aus, dass dieser Trend auch im Jahr 2025 stabil bleiben wird. Darüber hinaus ist es erforderlich, höhere Gewinnmargen für die Granulate zu erzielen. Dies erfordert weitere Effizienzgewinne in der Herstellung bei Einhaltung hoher Qualitätsstandards und/oder die Erschließung neuer Absatzmärkte. Für den Absatz des aus dem Recyclingprozess gewonnenen hochwertigen Reifendrahtes bestehen Abnahmevereinbarungen mit einem der führenden Verwertungsbetriebe für Schrotterzeugnisse in Europa. Zur Streuung der Risiken bestehen außerdem Vereinbarungen mit einer Reihe von kleineren Unternehmen der Schrottverwertung. Durch eine weitere Diversifizierung der Kundenbeziehungen konnten Preispotentiale besser genutzt werden, insbesondere dort, wo der Reifendraht in hochwertigen Produkten als Rohstoff Anwendung findet. Bei der Vermarktung des gewonnenen Reifendrahtes sieht die Geschäftsleitung in der Preisentwicklung am Rohstoffmarkt sowohl Chancen als auch Risiken. Entsprechend den allgemeinwirtschaftlichen Prognosen erwartet die Geschäftsleitung für das folgende Geschäftsjahr auf dem Markt für recycelten Reifendraht ein stabiles Preisniveau. Der technologisch aufwändige Produktionsprozess der Genan-Werke, der in seinen qualitativen Zielgrößen weit über die Maßstäbe für ein Recycling hinausreicht, erfordert einen entsprechend hohen Energieeinsatz. Ungewissheiten bestehen weiterhin hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Energiekosten im Rahmen der von der Bundesregierung angestrebten Energiewende hin zu erneuerbaren Energieträgern. Ungeachtet der ständigen Bemühungen um ein anspruchsvolles Energiemanagement stellen steigende Energiepreise ein zukünftiges Kostenrisiko dar. Zur Erlangung von Planungssicherheit hat Genan daher geeignete Maßnahmen für den Erwerb von Energie eruiert. In der von der Bundesregierung in Übereinstimmung mit der EU-Kommission getroffenen Neuregelung zur Begrenzung der EEG-Umlage werden die Unternehmen, welche die umweltgerechte Wiedergewinnung von Rohstoffen betreiben, in der Liste mit höchster Förderpriorität geführt. Hiervon ist auch die Genan GmbH betroffen, so dass die EEG-Umlage seit 2015 wieder begrenzt wurde und sich die Stromkosten der Gesellschaft entsprechend vermindert haben. Die Gesellschaft hat auch für 2025 einen Begrenzungsbescheid erhalten. Aktuell deuten die politischen Veränderungen in diesem Bereich auf keinen Nachteil für die Genan hin. Gleichwohl besteht ein Risiko, dass sich die gegenwärtige Gesetzeslage zu einem späteren Zeitpunkt wieder ändern kann. Die Gesellschaft hat sich beim Einkauf von Elektroenergien für ein marktkonformes Preissystem entschieden. Diese Verfahrensweise wird auch 2025 beibehalten, wobei ein Teil des Strombedarfs zusätzlich gesichert werden soll. 5.3 Zusammenfassende Würdigung der Chancen und Risiken Die Geschäftsleitung erwartet für die folgenden Geschäftsjahre aufbauend auf den sichtbaren Ergebnissen der Jahre 2017 bis 2024 sowie den oben dargestellten Zukunftserwartungen eine weiterhin positive Langzeitperspektive der Genan GmbH. 5.4 Disclaimer Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Genan GmbH sowie allgemeine wirtschaftliche Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen subjektive Einschätzungen dar, die wir auf Basis, der uns aktuell zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zugrundeliegenden Annahmen nicht eintreten oder andere Risiken wirksam werden, können die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeitigen Prognosen abweichen.
Dorsten, den 20. März 2025 Poul Steen Rasmussen, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024
Anhang für das Geschäftsjahr 20241. Allgemeine Angaben Die Genan GmbH hat ihren Sitz in Dorsten. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HR B 8255 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden gemäß § 276 Satz 1 HGB die Posten § 275 Abs. 2 Nr. 1 bis 5 HGB unter der Bezeichnung "Rohergebnis" zusammengefasst. 2. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung Die im Vorjahr auf den Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr 2024 beibehalten. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um plan- und (bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung) außerplanmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei der Bilanzierung des Sachanlagevermögens kommt ein Komponentenansatz zur Anwendung. Hierbei werden Maschinen und Anlagen in einzelne Komponenten wertmäßig separiert und diese dann entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer getrennt abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung folgender Nutzungsdauern vorgenommen:
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren wurden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Fertigerzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die angefallenen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die notwendigen Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht aktiviert. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert angesetzt. Sie wurden einzeln bewertet, für risikobehaftete Forderungen wurden Wertberichtigungen vorgenommen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde zum Nennbetrag der Ausgaben vor dem Bilanzstichtag bewertet, die Aufwand in späteren Perioden darstellen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst, soweit die hieraus resultierenden Abzinsungsbeträge wesentlich sind. Als Zinssatz wird der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind gemäß § 256a Satz 2 HGB ohne Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfasst. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Satz 1 HGB nur zu Grunde gelegt, sofern dieser bei Vermögensgegenständen unter und bei Verbindlichkeiten über dem jeweiligen Tageskurs zum Zeitpunkt der Erfassung des Geschäftsvorfalls liegt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wird wie im Vorjahr eine Kaution in Höhe von T€ 736 ausgewiesen, diese hat eine unbestimmte Restlaufzeit; sämtliche übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr vor Ablauf eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 339 (Vorjahr: T€ 1.508) betreffen Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft. Im Vorjahr betraf die Forderung daneben außerdem die Verlustübernahme. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 6.197 (Vorjahr: T€ 5.108) beinhalten im Wesentlichen sonstige Forderungen gegen die Genan Holding A/S, Viborg/Dänemark, in Höhe von T€ 6.088 (Vorjahr: T€ 4.674). Der verbleibende Betrag ist wie im Vorjahr den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig. Die sonstigen Rückstellungen (T€ 1.640) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für im Geschäftsjahr erhaltene Leistungen (T€ 582), für die Entsorgung von Altreifen (T€ 550), für Personalkosten und Berufsgenossenschaftsbeiträge (T€ 307), für Entsorgungskosten für andienungspflichtige Produktionsrückstände (T€ 129) und für Abschluss- und Beratungskosten (T€ 72). Die Verbindlichkeiten haben folgende Fälligkeiten (Angaben in Euro):
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung (Vorjahr: vollständig Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus erhaltenen Darlehen (T€ 15.558, Vorjahr: T€ 15.558) und aus Lieferungen und Leistungen (T€ 70, Vorjahr: T€ 359). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren liegen wie im Vorjahr nicht vor. 4. Sonstige Angaben Periodenfremde Aufwendungen und Erträge Auf periodenfremde Aufwendungen bzw. periodenfremde Erträge entfällt ein Betrag in Höhe von T€ 9 bzw. T€ 11. Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich die folgenden Arbeitnehmer beschäftigt:
Nachtragsbericht Es bestehen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. Mutterunternehmen und Konzernabschluss Alleinige Gesellschafterin der Genan GmbH ist die Genan Gruppen GmbH, Oranienburg. Zwischen beiden Gesellschaften besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die Genan GmbH wird in den Konzernabschluss der MIE5 Holding 10 ApS, Kopenhagen/Dänemark (kleinster und größter Kreis von Unternehmen), einbezogen. Der Konzernabschluss dieses Unternehmens ist unter https://datacvr.virk.dk erhältlich. Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2024:
Eine Angabe der Bezüge des Geschäftsführers unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB.
Dorsten, den 20. März 2025 Poul Steen Rasmussen, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Genan GmbH, Dorsten Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Genan GmbH, Dorsten, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genan GmbH, Dorsten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 20. März 2025 Deloitte
GmbH
Christoph Henry Krause, Wirtschaftsprüfer Paul Wegener, Wirtschaftsprüfer |
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