Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 1610
Vorher
MICOS -Mikro Computer Systeme und Anwendungen Vertriebs-GmbH
Eingetragen
3.10.1983
Branche
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Entwicklung, Vertrieb und Betreuung von Services, Hardware und Software sowie IT-Leistungen jeder Art

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Bernhard Beslmeisl
seit 26.8.2019
Prokura
Susanne Henkel
seit 26.8.2019
Prokura
Marita Hüsing
seit 12.10.2018
Geschäftsführer
Jan Ole Vaihinger
seit 1.11.2016
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

VRG MICOS GmbH (vormals: MICOS -Mikro Computer Systeme und Anwendungen Vertriebs-GmbH)

Oldenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, der Vertrieb und die Betreuung von Hard- und Softwareprodukten sowie IT-Leistungen jeder Art.

Die VRG MICOS GmbH hat ihren Schwerpunkt in der Branche Sozialwirtschaft. Sie ist derzeit der einzige Anbieter in Deutschland, der für die Sozialwirtschaft ein ganzheitliches Softwareportfolio anbietet. In der Eingliederungshilfe gehört die MICOS-Lösung zu den Marktführern.

Insbesondere Komplexeinrichtungen schätzen die modular aufgebaute MICOS-Lösung, da hiermit für nahezu alle Bereiche dieser Organisationen der Weg in die Digitalisierung unterstützt werden kann.

Aber auch kleinere Einrichtungen, die sich zum Beispiel auf die Altenhilfe spezialisiert haben, nutzen die Vorteile des integrierten Produktes MICOSkonzept. In der Gesundheitswirtschaft nutzen knapp 40 Kunden das Dienstplanungs- und Zeitwirtschaftssystem der VRG MICOS.

Vor dem Hintergrund des Paradigmenwechsels in der Eingliederungshilfe mit der Umsetzung weiterer Phasen des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) bietet die VRG MICOS seinen Kunden Sicherheit und Stabilität in der Zeit des organisationalen Wandels.

Im Jahr 2019 ist die 100%ige Tochterfirma HDS GmbH mit Lösungen für den stationären Altenheimbereich mit der VRG MICOS verschmolzen worden. Die Vorbereitungen für eine technische Integration in die Lösung MICOSkonzept ist vorbereitet und wurde vorangetrieben. Damit rundet die VRG MICOS ihr Angebot in der Sozialwirtschaft weiter ab.

2. Ziele und Strategien

Ziel ist es, das Kerngeschäft im Bereich der Eingliederungshilfe weiter zu stärken und auszubauen, sowie das Angebot für die Altenhilfe zu verbessern. Bedingt durch den Paradigmenwechsel in der Eingliederungshilfe liegt der Fokus überwiegend darin, MICOS-Kunden Lösungen für die notwendige Transformation zur Verfügung zu stellen. Auch ist die Digitalisierung in der Sozialwirtschaft angekommen und stellt die Leistungserbringer vor besondere Herausforderungen. Mit intelligenten Angeboten unterstützt die VRG MICOS ihre Kunden bei den notwendigen Investitionen.

Für den durch das BTHG vorangetriebenen Umbau in der Finanzierung von Sozialleistungen benötigen die MICOS-Kunden Steuerungsinstrumente, die als integrierte Lösung auf Basis eines eigenentwickelten BI-Systems in Verbindung mit einem am Markt etablierten Partner für die Präsentation von Kennzahlen zur Verfügung stehen.

3. Steuerungssystem

Die VRG MICOS GmbH ist in drei Serviceregionen Nord, Ost und Südwest organisiert. Die Regionen sind geographischer Natur. Jede Region agiert eingeschränkt eigenverantwortlich. Eine Personal- und Budgetverantwortung liegt in den Regionen, die Geschäftsprozesse sowie die Gesamtverantwortung ist zentral organisiert.

Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit den Schwestergesellschaften der VRG. Das Angebotsportfolio der VRG MICOS umfasst sämtliche Leistungen der VRG Gruppe und somit aller Schwestergesellschaften. Insbesondere vertreibt die VRG MICOS die von der Schwesterfirma VRG IT entwickelten Softwarelösungen.

Daneben kooperiert die MICOS mit weiteren Lösungsanbietern. Dies ist zum Beispiel die CP Corporate Planning AG aus Hamburg, auf deren Produktbasis eigene Dienstleistungen und Lösungen für die Unternehmenssteuerung angeboten werden. Ein weiterer Partner ist die Optimal Systems GmbH (OS) aus Berlin. Auf Basis der von OS bereit gestellten Produkte bietet MICOS Lösungen im Bereich von Archiv-Lösungen und Workflows an.

4. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft unternimmt im betriebsüblichen Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Branchen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft präsentieren sich weiterhin als wachstumsorientierte und stabile Wirtschaftsbereiche.

Das Jahr 2019 war geprägt von dem erwarteten Inkrafttreten der 3. Reformstufe des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) zum 1. Januar 2020. Die Durchführungsverordnungen der einzelnen Länder sowie die spezifische Ausgestaltung durch die Kostenträger wurden erst im Laufe des Jahres veröffentlicht, so dass eine große Unsicherheit hinsichtlich der Auswirkungen auf die Kunden bestand. Das Jahr 2019 war geprägt von umfangreichen Informations- und Kommunikationsveranstaltungen zu dem Thema.

Dies schlug sich auch in der Softwareentwicklung für diese Branche nieder.

2. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Auftragseingang sowie der Umsatz konnten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die Bearbeitung der eingegangenen Aufträge erstreckt sich überwiegend auf einen längeren Zeitraum, der mehr als ein Geschäftsjahr umfasst. Die korrespondierenden Umsätze erfolgen demgemäß teilweise in den Folgejahren.

Der Umsatz pro Mitarbeiter belief sich auf Euro 263.098 Euro (Vorjahr 213.061 Euro).

Die Umsatzsteigerung je Mitarbeiter ist darauf zurück zu führen, dass die im Vorjahr neu eingestellten Kollegen voll einsatzfähig geworden sind und damit eine Faktura gegenüber dem Kunden realisiert werden konnte.

3. Geschäftsergebnis

Mit der Steigerung des Umsatzes um knapp 7% gegenüber dem Vorjahreswert bei gleichzeitiger mäßiger Reduktion der Aufwände konnte der Ertrag wesentlich gesteigert werden.

Die Reduktion der Einstandskosten resultiert aus einem geänderten Angebotsmix. So wurden deutlich mehr Eigen- als Fremdlizenzen verkauft, bei denen die Marge entsprechend größer ausfällt.

4. Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen betragen im Berichtsjahr TEuro 117.

5. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte über den Cash-Flow der Gesellschaft bzw. über Leasing. Siehe dazu Abschnitt IV..

6. Personal- und Sozialbereich

Im Jahresdurchschnitt waren 54 Mitarbeiter (Vorjahr 60) beschäftigt. Die Reduktion resultiert aus nicht umgesetzten Nachbesetzungen durch altersbedingte Abgänge. Offene Stellen konnten nicht wie geplant besetzt werden.

Die Regionalleiterin Süd-West Susanne Henkel und der Regionalleiter Nord Bernhard Beslmeisl haben 2019 Prokura erhalten.

7. Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Im Geschäftsjahr wurde die HDS-sozial GmbH mit Wirkung zum 01.01.2019 mit der VRG MICOS GmbH verschmolzen.

III. Darstellung der Lage

Vermögenslage

31.12.2019 31.12.2018 +/- Vorj.
TEuro % TEuro % TEuro
Anlagevermögen 350 11,9 215 9,3 135
Umlaufvermögen 2.585 88,1 2.096 90,7 489
Aktiva 2.935 100,0 2.311 100,0 624
31.12.2019 31.12.2018 +/- Vorj.
TEuro % TEuro % TEuro
Eigenkapital 1.278 43,5 1.278 55,3 0
Rückstellungen 515 17,5 448 19,4 67
Verbindlichkeiten 1.110 37,8 563 24,4 547
Rechnungsabgrenzungsposten 32 1,2 22 0,9 10
Passiva 2.935 100,0 2.311 100,0 624

Die Eigenkapitalquote ist mit 43,5% als gut zu bezeichnen.

Finanzlage

2019
TEuro
2018
TEuro
Cash Flow (nach Abschreibungen und Buchgewinn/-verlust) 126 499
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 702 -305
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -259 319
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 0 0
Veränderungen der Zahlungsmittel 443 14
Zahlungsmittel zum Jahresanfang 122 108
Zahlungsmittel zum Jahresende 565 122

Die Finanzlage unserer Gesellschaft ist geordnet.

Ertragslage

2019 2018 +/- Vorj.
TEuro % TEuro % TEuro
Gesamtleistung 14.207 100,0 13.295 100,0 912
Rohertrag 5.856 41,2 4.833 36,4 1.023
Betriebsergebnis 60 0,4 -1.087 -8,3 1.147
Finanzergebnis 26 0,2 22 0,2 4
Neutrales Ergebnis -28 -0,2 -17 0,0 -11
außerordentliches Ergebnis 14 0,0 -417 -3,1 431
Ergebnis vor Steuern 72 0,5 -1.499 -11,3 1.571
Ergebnisabführung 72 0,5 -1.499 -11,3 1.571
Jahresüberschuss 0 0,0 0 0,0 0

IV. Voraussichtlich Entwicklung und wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

1. Voraussichtliche Entwicklung

Auf dem Sozialmarkt ist mit einer zunehmenden Bildung von Komplexeinrichtungen zu rechnen, deren Angebotsmix bei den Schwerpunkten Eingliederungs- und Altenhilfe liegen wird. Dieser, bereits in den vergangenen Jahren erkennbare Trend, setzt sich weiter fort.

Das Inkrafttreten einer wesentlichen Stufe des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) zum 1. Januar 2020 wurde durch Übergangsregeln mit einer Laufzeit von bis zu 2 Jahren neutralisiert. Damit erhalten die Einrichtungen zwei Jahre Zeit, ihre Prozesse und IT-Ausstattung entsprechend anzupassen. Vor den vorzunehmenden umfangreichen Reorganisationsmaßnahmen müssen die Einrichtungen ihre IT-Systeme anpassen und Finanzsteuerungsinstrumente etablieren. Damit verbunden ist die Nachfrage nach Softwarelösungen, die die Ermittlung von Kennzahlen zur Berechnung der Angebotsmatrix sowie die Abrechnung dieser Leistungen unterstützt.

Der Gesetzgeber hat die Durchführungskompetenz des BTHG an die Länder bzw. Kommunen delegiert. Es wird damit gerechnet, dass während der Übergangsfrist bis Ende 2021 die Durchführungsverordnungen konkretisiert und überarbeitet werden. Dies erschwert die Möglichkeiten, zeitgerecht passende Softwarelösungen anbieten zu können.

Den Gesetzestext eng interpretierend gelang es jedoch bisher, Softwarelösungen zur Verfügung zu stellen, die die Bedürfnisse decken. Die VRG MICOS wird weiterhin in stetigem und engem Austausch mit den Kunden die weitere Entwicklung zu den Durchführungsverordnungen begleiten und ihr Angebot entsprechend ausrichten.

Die VRG MICOS hat ihr Angebotsportfolio auf die Sozialwirtschaft in Deutschland fokussiert. Um weiteres Wachstum zu erreichen ist eine Ausweitung des Lösungsangebots (Diversifizierung) in den kommenden Jahren sinnvoll.

Im Jahr 2019 wurde mit der Pilotierung einer neuen Version des Dienstplanungs- und Zeitwirtschaftssystems begonnen. Die Fertigstellung mit dem Markteintritt ist auf der einschlägigen Messe ConSozial sowie bei internen Kundenveranstaltungen im Herbst 2019 bekannt gegeben und das System vorgestellt worden. Die überwältigend positive Resonanz lässt auf einen Markterfolg hoffen.

Der demografische Wandel lässt einen Zuwachs an zu versorgenden alten Menschen erwarten. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Finanzierung des stationären Hilfebedarfs lassen jedoch darauf schließen, dass die Anzahl der Anbieter von Altenhilfeleistungen nicht steigt, sondern tendenziell kleinere Anbieter verschmelzen bzw. von größeren übernommen werden. Es ist auch damit zu rechnen, dass die Anzahl der Komplexeinrichten weiter steigt, da die nur auf Eingliederungshilfe spezialisierten Organisationen ihre älter werdenden Klienten an Altenhilfeeinrichtungen abgeben müssen, sofern sie nicht selber entsprechende Leistungen anbieten und sich damit zu Komplexeinrichtungen entwickeln.

Mit dem Angebotsportfolio der VRG MICOS GmbH werden Organisationen der Alten- und Eingliederungshilfe sowie der Komplexeinrichtungen unterstützt. Das bedeutet, dass jede Ausprägung einer Hilfeeinrichtung die Lösungen der MICOS GmbH sinnvoll einsetzen kann. Dies stellt einen klaren Vorteil gegenüber Spezialanbietern dar, da dem Kunden eine große Investitionssicherheit mit der Entscheidung für ein Produkt aus dem Hause der VRG MICOS gegeben wird.

Ziel der VRG MICOS GmbH ist es, im Bereich der Altenhilfe das Angebotsportfolio weiter auszubauen und qualitativ zu verbessern.

Hersteller des Softwarelösungsangebots ist das Schwesterunternehmen VRG IT. Zu den Lösungen bzw. zum Angebotsportfolie gehören auch Leistungen des Schwesterunternehmens VRG HR. Die VRG MICOS erstellt die Anforderungen für die Produkte und unterstützt den Herstellungs- und Weiterentwicklungsprozess durch Audits, Tests und Rückkopplungen vom Markt.

Die Breite des vorhandenen Angebots und damit auch der bei Kunden installierten Lösungen verlangt ein umfassendes Fachwissen in vielen verschiedenen Bereichen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Damit einhergehend ist auch die Anzahl der Anforderungen zur Weiterentwicklung vorhandener Systeme hoch. Hier gilt es eine ausgewogene Balance zwischen dem Ausbau des breiten Angebots und einer Fokussierung auf wesentliche Elemente zur nachhaltigen Entwicklung der wirtschaftlichen Unternehmenssituation zu finden.

Die im Lagebericht 2018 dargestellten Planungen sind in 2019 eingetreten.

Die Auswirkungen der aktuellen Covid-19-Pandemie sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht final zu bewerten.

2. Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen

Weitere Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten ergeben sich nicht.

V. Sonstige Angaben (Berichterstattung nach § 289 Abs. 2 HGB)

1. Verwendung von Finanzinstrumenten

Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten ergeben sich nicht.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft unternimmt im betriebsüblichen Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen.

3. Bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft hat neben ihrem Hauptsitz in Oldenburg noch 4 Zweigniederlassungen mit Sitz in Dresden, Langen, Berlin und Güstrow.

4. Angaben zur Selbstdarstellung des Unternehmens und freiwillige Berichterstattung

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Berichtsjahres sind nicht zu vermerken.

 

Oldenburg, den 06. Mai 2020

VRG MICOS GmbH

Marita Hüsing, Geschäftsführerin

Jan Ole Vaihinger, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Anlagevermögen 350.389,11 215.359,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 189.744,72 27.278,10
1. Geschäfts- oder Firmenwert 159.634,00 0,00
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 30.110,72 27.278,10
II. Sachanlagen 127.410,42 129.847,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.410,42 129.847,00
III. Finanzanlagen 33.233,97 58.233,97
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 33.233,97 33.233,97
B. Umlaufvermögen 2.549.136,82 2.052.091,16
I. Vorräte 31.289,41 12.301,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.952.688,17 1.917.608,38
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 108.700,88
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.952.688,17 1.808.907,50
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 565.159,24 122.181,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 35.228,22 44.028,51
Bilanzsumme, Summe Aktiva 2.934.754,15 2.311.478,74

Passiva

31.12.2019
EUR
31.12.2018
EUR
A. Eigenkapital 1.278.229,70 1.278.229,70
I. gezeichnetes Kapital 1.278.229,70 1.278.229,70
II. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 514.825,41 448.132,99
C. Verbindlichkeiten 1.109.730,54 563.416,05
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 858.173,18 284.515,45
2. sonstige Verbindlichkeiten 251.557,36 278.900,60
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 126.617,47 171.660,37
D. Rechnungsabgrenzungsposten 31.968,50 21.700,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 2.934.754,15 2.311.478,74

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1. Rohergebnis 6.315.903,75 5.470.949,77
2. Personalaufwand 4.214.061,63 4.337.059,73
a) Löhne und Gehälter 3.538.970,86 3.650.062,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 675.090,77 686.997,00
3. Abschreibungen 130.295,85 86.509,53
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 130.295,85 86.509,53
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.917.344,94 2.561.120,60
5. Erträge aus Beteiligungen 23.400,00 16.900,00
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.600,82 5.278,55
7. Ergebnis nach Steuern 80.202,15 -1.491.561,54
8. sonstige Steuern 8.631,34 7.878,05
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 71.570,81 -1.499.439,59
10. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

A. Angaben zur Bewertung und Bilanzierung

1. Allgemeine Angaben

Bei der VRG MICOS GmbH (Amtsgericht Oldenburg, HRB 1610) mit Sitz in Oldenburg handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff., 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Der Jahresabschluss ist nach Gewinnverwendung aufgestellt worden.

Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Die Darstellungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ist beibehalten.

2. Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung bewertet.

Der Geschäfts- und Firmenwert wird aufgrund der Langfristigkeit der Kundenbeziehungen über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Für die Zugänge wurden zeitanteilig für den Monat des Zugangs und die folgenden Monate Abschreibungen angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu Euro 250,00 wurden entsprechend der steuerlichen Vorschriften im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen Euro 250,00 und Euro 1.000,00 wurden in einen Sammelposten eingestellt und über die Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben, soweit dies handelsrechtlich zulässig war.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzip angesetzt.

Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Sofern der Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Das strenge Niederstwertprinzip wurde bei der Bewertung beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden.

Die Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Nennwert und dem auf die Folgejahre entfallenden Anteil angesetzt.

3. Passiva

Die Positionen des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

4. Gewinn- und Verlustrechnung

Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. von § 275 HGB aufgestellt.

B. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten

I. Posten der Bilanz

1. Einzelposten des Anlagevermögens

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem in Anlage 4 dargestellten Anlagenspiegel.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von
unter einem Jahr
Euro
über einem Jahr
Euro
gesamt
Euro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.929.514,46 0,00 1.929.514,46
sonstige Vermögensgegenstände 23.173,71 0,00 23.173,71
1.952.688,17 0,00 1.952.688,17

3. Eigenkapital

Das in das Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt DM 2.500.000,00 (Euro 1.278.229,70).

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im wesentlichen Rückstellungen für Bonus/Provisionen (TEuro 154), Abfindungen (TEuro 153), Gewährleistungsansprüche (TEuro 68), variables Gehalt (TEuro 46) sowie Urlaubs- und Gleitzeitansprüche (TEuro 41).

5. Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr
Euro
zwischen einem und fünf Jahren
Euro
von mehr als fünf Jahren
Euro
gesamt
Euro
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 126.617,47 0,00 0,00 126.617,47
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 858.173,18 0,00 0,00 858.173,18
sonstige Verbindlichkeiten 124.939,89 0,00 0,00 124.939,89
1.109.730,54 0,00 0,00 1.109.730,54

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind enthalten, Verbindlichkeiten

gegenüber Gesellschaftern Euro 858.173,18
Vorjahr: Euro 284.515,45

In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten, Verbindlichkeiten

aus Steuern Euro 53.331,17
Vorjahr: Euro 61.555,42

II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Gemäß § 288 HGB braucht der Anhang die Gewinn- und Verlustrechnung betreffende Angaben nicht zu enthalten.

1. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Direktversicherung TEuro 14 (Vorjahr TEuro 18) enthalten.

2. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Von den Zinserträgen entfallen TEuro 0 (Vorjahr TEuro 4) auf verbundene Unternehmen.

C. Sonstige Pflichtangaben

1. Haftungsverhältnisse

2019
Euro
2018
Euro
Verbindlichkeiten aus Schuldmitübernahmeerklärung 1.329.119,95 1.460.533,97
davon zugunsten verbundener Unternehmen: 1.329.119,95 1.460.533,97
(für Darlehen der VRG GmbH)

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:

Euro
Fällig bis zum 31. Dezember 2020 113.477,55
Fällig 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2024 453.910,20
Fällig 1. Januar 2025 und später 113.477,55

3. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 54 Mitarbeiter (Vorjahr: 60).

4. Aufstellung des Anteilbesitzes

Zum Bilanzstichtag war die VRG MICOS GmbH an folgenden Gesellschaften mit mindestens 20% beteiligt:

Name und Sitz des Unternehmens Nennkapital
Euro
Eigenkapital
Euro
Anteile am Kapital
%
Jahresergebnis
Euro
DDG Datenverarbeitungs-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Großenlupnitz 127.822,97 757.431,41 26,00 121.441,69

5. Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsführer sind bestellt:

- Herr Jan Ole Vaihinger, Düsseldorf

- Frau Marita Hüsing, Sindelfingen

Für die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

6. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft ist ein verbundenes Unternehmen der VRG GmbH, Sitz Oldenburg (§§ 271, 290 ff HGB) und wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 einbezogen.

 

Oldenburg, den 06. Mai 2020

VRG MICOS GmbH, 26125 Oldenburg

gez. Marita Hüsing, Geschäftsführerin

gez. Jan Ole Vaihinger, Geschäftsführer

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag 01.01.2019
Euro
Verschmelzung HDS-sozial GmbH
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2019
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.171,38 10.541,41 4.233,36 5.012,73 50.933,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 284.497,04 0,00 0,00 284.497,04
41.171,38 295.038,45 4.233,36 5.012,73 335.430,46
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 604.329,71 35.764,98 112.723,59 214.939,76 537.878,52
604.329,71 35.764,98 112.723,59 214.939,76 537.878,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00 0,00
2. Beteiligungen 33.233,97 0,00 0,00 0,00 33.233,97
58.233,97 0,00 0,00 25.000,00 33.233,97
Summe Anlagevermögen 703.735,06 330.803,43 116.956,95 244.952,49 906.542,95
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2019
Euro
Verschmelzung HDS-sozial GmbH
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2019
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.893,28 8.444,41 3.494,36 5.009,35 20.822,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 105.896,04 18.967,00 0,00 124.863,04
13.893,28 114.340,45 22.461,36 5.009,35 145.685,74
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 474.482,71 34.656,34 107.833,89 206.504,84 410.468,10
474.482,71 34.656,34 107.833,89 206.504,84 410.468,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 488.375,99 148.996,79 130.295,25 211.514,19 556.153,84
Buchwert 31.12.2019
Euro
Buchwert 31.12.2018
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 30.110,72 27.278,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 159.634,00 0,00
189.744,72 27.278,10
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 127.410,42 129.847,00
127.410,42 129.847,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 25.000,00
2. Beteiligungen 33.233,97 33.233,97
33.233,97 58.233,97
Summe Anlagevermögen 350.389,11 215.359,07

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 12.05.2020 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VRG MICOS GmbH, Oldenburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VRG MICOS GmbH (ehemals MICOS - Mikro Computer Systeme und Anwendungen Vertriebs-GmbH) - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VRG MICOS GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt 'Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Vechta, den 06. Mai 2020

Freese Feldhaus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Katja Meyer-Sieveke, Wirtschaftsprüferin

Gerd Kathmann, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.