VR Bank Donau-Oberschwaben eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Klemens Bogenrieder seit 2.10.2024 | Prokura |
Alexander Metzler seit 2.10.2024 | Prokura |
Franz Anton Schmid seit 2.10.2024 | Vorstandsmitglied |
Albert Schwarz seit 2.10.2024 | Vorstandsmitglied |
Michael Holstein seit 2.10.2024 | Prokura |
Thomas Riegger seit 2.10.2024 | Prokura |
Rainer Staudacher seit 2.10.2024 | Prokura |
Christoph Anliker seit 2.10.2024 | Prokura |
Michael Pfister seit 15.3.2024 | Prokura |
Edwin Bentele seit 1.4.2021 | Vorstandsmitglied |
Daniel Teufel seit 12.12.2014 | Prokura |
Patrick Remensperger seit 12.12.2014 | Prokura |
Klaus Thaler seit 12.6.2013 | Vorstandsmitglied |
Klaus Remensperger seit 6.6.2013 | Vorstandsmitglied |
Ottmar Metzger seit 25.5.2007 | Prokura |
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Wegedorn Verwaltungsgesellschaft mbHAufgelöst | 100.00% |
| 0.30% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Volksbank Bad Saulgau eGBad SaulgauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Gliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht D. Prognosebericht A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Die Volksbank Bad Saulgau eG ist eine kundenorientierte Genossenschaftsbank, die sich als regional tätiges Institut versteht, welches seine primären Geschäftsaktivitäten auf die Mitglieder, die zugleich Eigentümer des Instituts sind, und Kunden ausrichtet. Wir sehen uns als sozial und ökologisch verantwortlich agierendes Unternehmen und verfolgen das Ziel, durch ganzheitliche Beratung und Betreuung die wirtschaftliche Förderung unserer Mitglieder und Kunden sicherzustellen (Förderauftrag). Durch unsere Leistungen für den gewerblichen Mittelstand stärken wir nachhaltig die Wirtschaft in unserer Region. Für unsere Privatkunden wollen wir erstklassige Qualität in der Betreuung zur finanziellen Lebensplanung bieten und der Finanzpartner für alle Lebensphasen sein. Zum 31. Dezember 2023 betreiben wir neben der Hauptstelle 10 Zweigstellen und 4 SB-Stellen. Wir bieten insbesondere Produkte im Einlagen- und Kreditgeschäft, Zahlungsverkehr, Vermittlungs- und Wertpapierdienstleistungsgeschäft an und nutzen darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen Finanz-Gruppe. Unser Geschäftsgebiet erstreckt sich über die Landkreise Sigmaringen und Ravensburg. Den Vertrieb führen wir zum einen in unseren Filialen durch, zum anderen tragen wir dem veränderten Kundenverhalten und den fortschreitenden technischen Möglichkeiten Rechnung, indem wir unsere digitalen Bankdienstleistungen kontinuierlich ausbauen. Der zunehmenden Regulierungsdichte im Bankensektor begegnen wir mit Kostendisziplin sowie durch eine kontinuierliche Verbesserung unserer Beratungsleistung und den damit verbundenen Prozessen. Neben konjunkturellen, politischen und regulatorischen Entwicklungen werden wir stark von den Bewegungen an den Finanzmärkten und zunehmend durch die demografischen Veränderungen beeinflusst. Unsere Geschäftsstrategie stellt die Bedarfslage unserer Mitglieder und Kunden in das Zentrum unseres Handelns. Unser Bestreben ist, langfristig den bestmöglichen Nutzen für unsere Mitglieder und Kunden zu stiften. Zufriedene Mitglieder sind das Ziel unseres Handelns, die Zufriedenheit unserer Mitglieder und deren wirtschaftliche Förderung sichern unseren nachhaltigen Geschäftserfolg. Darüber hinaus ist es unser Ziel, ein attraktiver und zukunftsfähiger Arbeitgeber mit einer hohen Reputation in unserer Region zu sein. Die Volksbank Altshausen eG, die VR Bank Riedlingen-Federseee eG und die Volksbank Bad Saulgau eG haben eine Absichtserklärung zur Verschmelzung unterzeichnet. Die erforderlichen Abstimmungen erfolgen 2024 in der Generalversammlung der Volksbank Altshausen eG und in den Vertreterversammlungen der VR Bank Riedlingen-Federsee eG und der Volksbank Bad Saulgau eG. Ziel ist die Schaffung einer gemeinsamen und starken Genossenschaftsbank in der Region Donau-Oberschwaben. Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Die Bank gehört der BVR-Institutssicherung an. Das Sicherungssystem ist eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), die als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem gilt. Daneben ist unsere Genossenschaft der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR-SE) angeschossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz parallel zum BVR-ISG Sicherungssystem tätig. B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung der Kreditgenossenschaften* Im Jahr 2023 wurde die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands weiterhin durch die Spätfolgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine sowie der Coronapandemie beeinträchtigt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 %, und konnte so dem Anstieg aus 2022 (+1,8 %) nicht folgen. Die Inflationsrate ging zwar mit 5,9 % im Jahresdurchschnitt im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2022 mit 6,9 % zurück, blieb allerdings weiterhin auf einem ausgesprochen hohen Niveau. Der Arbeitsmarkt wurde durch ein konjunkturschwaches Jahr 2023 nur leicht beeinflusst. Die Arbeitslosenquote stieg im Vergleich zu 2022 um 0,4 % auf 5,7 %. Die verstärkte Erfassung Geflüchteter trug zu einem Anstieg der Arbeitslosenzahl auf 2,6 Mio. Menschen bei (Vorjahr 2,4 Mio.). Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland erreichte 2023 einen neuen Höchststand und stieg um rund 300.000 auf 45,9 Mio. Menschen. Die Finanzmärkte entwickelten sich trotz Belastungen wie dem andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Rivalität zwischen China und den USA sowie den Terrorangriffen der Hamas auf Israel weitestgehend positiv. Die Notenbanken erhöhten die Leitzinsen weiter, die EZB führte eine Erhöhung auf den höchsten Leitzins seit Einführung des Euros durch. Die Verbraucherpreisinflation in den USA reduzierte sich vom Januar 2023 mit 6,4 % auf einen Jahresendwert von 3,4 %. Im Euroraum fand ein Rückgang von 8,6 % auf 2,9 % statt. Um dem Inflationsschock aus dem Jahr 2022 weiterhin entgegen zu wirken, erhöhte die Fed ihre Zinsen 2023 um insgesamt 100 Basispunkte und wies zum Jahresende einen Leitzinskorridor von 5,25 bis 5,5 % aus. Bis die Inflation den Zielwert von 2,0 % erreicht, wird davon ausgegangen, dass dieses Zinsniveau vorerst gehalten wird. Die EZB vollzog im Jahr 2023 sechs Zinserhöhungen um insgesamt 200 Basispunkte. Mit 4,0 % für die Einlagenfazilität, 4,5 % für die Hauptrefinanzierungsfazilität und 4,75 % für die Spitzenrefinanzierungsfazilität erreichte die EZB im September 2023 das Zinsendniveau. Der Deutsche Leitindex stieg jahresübergreifend weiter und erreichte zum 09. März einen Wert von 15.633,21 Punkte, was eine Steigerung zum Jahresbeginn von 12,3 % darstellte. Ein eintretender Schock durch eine Krise der US-Regionalbanken, ausgelöst durch die Zahlungsunfähigkeit der Silicon Valley Bank dämpfte die Aktienmärkte und der DAX gab bis zum 17. März um 5,5 % nach. Nach weiteren Auf- und Abwärtsbewegungen, die vor allem durch globale Ereignisse beeinflusst wurden, entwickelte sich der DAX zum Jahresende hin aufgrund der sinkenden Inflationszahlen insgesamt positiv und schloss das Jahr mit 16.751,64 Punkten. Auch die 697 Volks- und Raiffeisenbanken (Vorjahr 737) hatten mit einem abgeschwächten Wirtschaftsumfeld zu kämpfen. Leitzinsanhebungen, Fachkräftemangel sowie Materialengpässe haben sich teilweise im Kundengeschäft bemerkbar gemacht. Die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken stiegen im Vorjahresvergleich um 20 Mrd. EUR auf 777 Mrd. EUR (+2,6 %). Die Kundeneinlagen blieben weitgehend stabil und fielen um 1,5 Mrd. EUR auf 860 Mrd. EUR (-0,2 %). Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant auf 1.175 Mrd. EUR. *) Datenquellen: Rundeschreiben des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) vom 04. März 2024 - "Übersicht über die Entwicklung der Wirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland sowie an den Finanzmärkten im Jahr 2023", außerdem vom 06. März 2024 zur "Geschäftsentwicklung der Genossenschaftsbanken im Jahre 2023". 2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Die Ungewissheit über die weiteren Auswirkungen und Entwicklungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sowie die bereits bestehenden Herausforderungen durch ein gestiegenes Zinsniveau, geldpolitische Entscheidungen, Regulatorik und Digitalisierung prägten unser Geschäftsjahr 2023. Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und den Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell sind wir mit dem Jahresergebnis im Jahr 2023 zufrieden. Die von uns geplanten wesentlichen Ertragsziele konnten erreicht und teilweise sogar übererfüllt werden. Über unsere strategische Zielsetzung in Verbindung mit unserer Eckwert- und Kapitalplanung steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir unter anderem finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren, die sich aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird das Betriebsergebnis vor Bewertung (nachfolgend: "BE vor Bewertung") festgelegt. Die Kennzahl BE vor Bewertung misst die Ertragskraft der Bank. Das BE vor Bewertung (im betriebswirtschaftlichen Sinne) ist das um Bewertungsergebnisse und betriebswirtschaftlich außerordentliche Faktoren bereinigte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Im Rahmen der internen Steuerung wird dieses ergänzend auch in Relation zur durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) angegeben. Das BE vor Bewertung in dieser Definition kann vom aus der Gewinn- und Verlustrechnung abgeleiteten BE vor Bewertung gemäß Abschnitt B.4 a) abweichen. Hierbei planten wir im Berichtsjahr mit einem Zielwert von rd. 10,5 Mio. EUR. Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit bzw. Produktivität unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") definiert. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis sowie dem Saldo der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen dar. Entsprechend unserer Planung sollte der Wert im Jahr 2023 65,7 % betragen. Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die aufsichtsrechtlich festgelegte Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR. Deren sichere Einhaltung, auch in den Folgejahren, stellt eine Mindestanforderung dar. Für den nicht finanziellen Leistungsindikator Kundenzufriedenheit hat die Bank eine Zielgröße von mindestens "gut" definiert. Dieser ermittelt sich aus der regelmäßig durchgeführten Kundenbefragung. Daneben stellt der Personal- und Sozialbereich ein Leistungsfeld dar, welches die Entwicklung der Bank maßgeblich beeinflusst: Zum Jahresende 2023 beschäftigten wir insgesamt 201 Mitarbeiter. Die Mitarbeiteranzahl setzt sich aus 124 Frauen und 77 Männer zusammen. Die Anzahl der Teilzeitbeschäftigten lag bei 81 Mitarbeitern. Das Durchschnittsalter unser Mitarbeiter liegt bei 44,17 Jahren. Ausbildung ist für uns eine wichtige Investition in die Zukunft und die Region. Zum 31.12.2023 haben wir insgesamt 16 Auszubildende beschäftigt. Darin enthalten sind 12 Auszubildende und 3 dual Studierende sowie 1 Kombistudent. Wir bilden Bankkaufleute, Bankkaufleute mit Zusatzqualifikation Privates Vermögensmanagement (früher Finanzassistenten), Bachelor of Arts der Fachrichtung Bank und Finanzdienstleistungen an der DHBW Ravensburg und Bachelor of Science als Kombistudium (Ausbildung Bankkauffrau/-mann und Bachelor of Science BWL) an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen aus. Seit diesem Jahr bilden wir auch eine Immobilienkauffrau aus. Auch in 2023 konnten wir wieder allen Auszubildenden und Studierenden nach erfolgreichem Abschluss eine Übernahme anbieten. Wir haben auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder den Fokus auf die Personalentwicklung gelegt. Für die betriebliche Weiterbildung haben wir insgesamt 180 TEUR aufgewendet. Unsere Mitarbeiter haben durchschnittlich rund 5,28 Tage an Weiterbildungsveranstaltungen teilgenommen. Durch gezielte Personalentwicklung (inkl. Trainee-Programm) und Ausbildung sind wir in der Lage, auftretende Vakanzen überwiegend intern nachzubesetzen. Ein Indikator für eine hohe Zufriedenheit und Identifikation der Mitarbeiter mit unserem Haus ist die Betriebszugehörigkeit. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit betrug rund 15,50 Jahre. Bestätigt wird diese These durch unsere jährliche Mitarbeiterumfrage. Wir nutzen hier eine standardisierte Mitarbeiterumfrage von VR Data. Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Die Entwicklung der von uns definierten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar: Unser BE vor Bewertung ist mit 11,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (11,6 Mio. EUR) gestiegen und lag deutlich über unserem Prognosewert von 10,5 Mio. EUR. Aufgrund der gestiegenen durchschnittlichen Bilanzsumme entwickelte sich das BE vor Bewertung/dBS im Vorjahresvergleich leicht negativ und liegt bei 0,74 % (Vorjahr 0,77 %). Die CIR war im Geschäftsjahr 2023 mit 63,7 % besser als unser Prognosewert von 65,7 % (Vorjahr: 63,4 %). Die Gesamtkapitalquote liegt mit 17,2 % leicht über dem Niveau des Vorjahres (16,8 %) und über unserem prognostizierten Wert von 16,2 %. Der nichtfinanzielle Leistungsindikator erfüllt unsere Erwartungen. Die Entwicklung der Kundenzufriedenheit ist in 2023 mit einem Wert von 2,03 im Vergleich zum Vorjahr (1,65) leicht gesunken (Schulnotensystematik), liegt aber weiterhin in unserem Planbereich. Weiterhin ist zu erwähnen, dass eine Umstellung der Ergebnisauswertung von der Schulnotensystematik auf eine Punktesystematik das Ergebnis negativ beeinflusst hat. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und der Jahresüberschuss erlauben uns eine weitere Stärkung der Eigenmittel vorzunehmen. Das erwirtschaftete versteuerte Eigenkapital unserer Bank hat sich, auch qualitativ, weiter erhöht. Dies zeigt die gestiegene Kernkapitalquote.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte. Im Berichtsjahr reduzierte sich die Bilanzsumme um 1,2 % auf 1.479.529 TEUR. Ursächlich für diese Entwicklung ist die Reduktion unserer Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden. Die außerbilanziellen Geschäfte liegen 5,2 % unter Vorjahresniveau. Dies liegt zum Großteil an dem Rückgang unserer unwiderruflichen Kreditzusagen gegenüber Kunden. Unsere Derivategeschäfte zur Zinsabsicherung haben wir unterdessen weiterhin ausgebaut.
Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft um 14.338 TEUR ausgebaut werden. Im gewerblichen Bereich dominierten bei den Unternehmensfinanzierungen der regionale Mittelstand und unsere Gewerbekunden. Der Bestand an Schuldscheindarlehen ging in Summe leicht zurück. Die Entwicklung der Kundenforderungen liegt mit einem Wachstum von 1,7 % nahe unserer Planung von 2,0 %. Vorhandene Liquidität, die nicht zur Refinanzierung des Kundenkreditgeschäfts benötigt wurde, wurde als Tagesgeld bei der DZ Bank und Bundesbank angelegt. Der Rückgang unserer Forderungen an Kreditinstitute erfolgte planmäßig zur Tilgung unserer Verbindlichkeiten aus gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften mit der Bundesbank. Das Volumen der Wertpapieranlagen wurde im laufenden Jahr durch planmäßige Fälligkeiten reduziert. Die Übernachteinlagen bei der Bundesbank werden unter der Position "Forderung an Kreditinstitute" ausgewiesen.
In der Struktur des Passivgeschäfts waren aufgrund der Zinserhöhungen am Geld- und Kapitalmarkt Umschichtungen zu verzeichnen. Der Bestand der "anderen Einlagen" (überwiegend täglich fällige Einlagen) liegt über Vorjahresniveau und zeigt den anhaltenden Trend unserer Kunden nach kurzfristigen Anlagen. Außerdem lagen Umschichtungen zu unseren Verbundpartnern und in Kundendepots vor, weshalb das Wachstum der Kundenverbindlichkeiten leicht hinter unserer Planung von 1,0 % zurückblieb. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Berichtszeitraum reduziert. Dies resultiert zum Großteil aus der Fälligkeit von bestehenden gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäften mit der Bundesbank.
Die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft haben sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Die größte Steigerung entfiel auf die Erträge aus den Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften, was mit der allgemeinen positiven Entwicklung am Aktienmarkt einhergeht. Eine Gebührenerhöhung der Girokonten im Oktober 2023 sicherte uns ein weiterhin positives Wachstum unserer Erträge aus dem Zahlungsverkehr. Unsere Vermittlungserträge waren rückläufig, bedingt durch eine geringere Nachfrage von Kreditvermittlungen insbesondere im Bereich der Baufinanzierungen. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich im Vorjahresvergleich wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Das Geschäftsjahr 2023 war weiterhin geprägt von den Nachwirkungen des Angriffskriegs gegen die Ukraine und den damit verbundenen Auswirkungen sowie Zinserhöhungen der Zentralbanken. Der Zinsüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht, was auf das allgemein gestiegene Zinsniveau zurückzuführen ist. Im Rahmen unserer Prognosen für das Jahr 2023 gingen wir von einem geringeren Anstieg des Zinsniveaus aus, weshalb der erreichte Zinsüberschuss unseren Planwert von 20,0 Mio. EUR übertroffen hat. Das Provisionsergebnis ist im Vergleich zu 2022 gestiegen. Schwerpunkt sind die Erträge aus dem Zahlungsverkehr, gefolgt von den Erträgen aus dem Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäft. Während sich die Erträge aus dem Zahlungsverkehr und Wertpapiergeschäft weiterhin erfreulich entwickelten, blieb das Vermittlungsgeschäft hinter den Planungen zurück. Auch der prognostizierte Provisionsüberschuss von 10,2 Mio. EUR konnte aufgrund dessen nicht erreicht werden. Der Verwaltungsaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 674 TEUR erhöht. Ursache hierfür war insbesondere der Sondereffekt der allgemeinen Preissteigerungen sowie die Zahlung von Inflationsausgleichsprämien an unsere Mitarbeiter. Darüber hinaus waren aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus Zuführungen zu den ausgelagerten Pensionszusagen erforderlich. Diese Sondereffekte waren in unserem Planwert von 11,8 Mio. EUR nicht enthalten und differierten somit zu unserer Prognose. Der Sachaufwand entsprach mit 7,1 Mio. EUR genau unserem Prognosewert. Das Bewertungsergebnis der Eigenanlagen spiegelt die Entwicklung am Zins- und Aktienmarkt wider. Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Bewertungsergebnisses hatten die aus der positiven Entwicklung des Aktienmarktes sowie einem Zinsrückgang zum Jahresende resultierenden Kurswertzuschreibungen bei den Wertpapieren im Eigengeschäft. Im Kundenkreditgeschäft hat sich das Bewertungsergebnis im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert, um hier weiterhin eine angemessene Risikovorsorge darzustellen. Aufgrund der insgesamt positiven Entwicklung unserer Bestände ist das Bewertungsergebnis mit +1,1 Mio. EUR jedoch besser ausgefallen als prognostiziert (-1,1 Mio. EUR). In der Summe ist das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit mit 12,8 Mio. EUR mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Das erzielte Ergebnis nutzen wir für eine Rücklagendotierung, die über dem geplanten Niveau liegt. Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden. b) Finanzlage Kapitalstruktur Mit einem Anteil von über 70 % der Bilanzsumme haben die Kundeneinlagen einen maßgeblichen Einfluss auf die Bilanzstruktur der Volksbank Bad Saulgau eG. Diese setzen sich überwiegend aus kurzfristig verfügbaren Kontokorrent-, Tagesgeld- und Spareinlagen zusammen. Zusätzlich hat die Bank Refinanzierungen bei Förderbanken und der Europäischen Zentralbank in Form von GLRG Ill-Geschäften in Anspruch genommen bzw. im Bestand. Zur Steuerung des Zinsbuches (Aktiv-/Passiv-Steuerung) sind zum Jahresende 2023 Zinsswaps in Höhe von nominal 146 Mio. EUR im Bestand. Investitionen Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die festgelegte Investitionsplanung weitestgehend umgesetzt. Der Fokus lag in diesem Jahr auf der Instandhaltung von Grundstücken und Gebäuden sowie von Neu- und Ersatzinvestitionen für die Informationstechnik. Liquidität Die Liquiditätslage war stets geordnet. Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch ein breit gestreutes Kundengeschäft sowie einen granularen Wertpapierbestand als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine hohe Unabhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt. Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 144 % zum Monatsultimo aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 172 %. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva, auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert. c) Vermögenslage Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch die Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken weiter gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich aufgrund der Reduzierung der Bilanzsumme bei gleichzeitiger Rücklagenzuführung im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR wurden eingehalten. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,14 %. Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des Kreditwesengesetzes (KWG) wurden von uns im Geschäftsjahr 2023 stets eingehalten. Die Vermögenslage der Bank ist geordnet. Kundenforderungen Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns eine ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen. Der strukturelle Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt zum Jahresende ca. 58,0 % (Vorjahr 56,3 %). Auf Kredite an Privatkunden entfallen rund 54,0 % und an Firmenkunden (inkl. Kreditersatzgeschäfte) rund 46,0 %. Der Anteil der Kreditersatzgeschäfte am gesamten Kreditvolumen beträgt dabei 8,7 %. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir auch zum Jahresende 2023 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Die im Bestand befindlichen Wertpapiere werden aufgrund ihrer Dauerhalteabsicht zum Großteil im Anlagevermögen nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Darüber hinaus sind die im Bestand befindlichen Credit Linked Notes der Liquiditätsreserve zugeordnet. Unser Wertpapierbestand gliedert sich in überwiegend festverzinsliche Wertpapiere und Investmentfonds mit Rentenpapieren. Neben einem Spezialfonds mit hochliquider Aktiva in Höhe von 76 Mio. EUR Buchwert haben wir einen weiteren Spezialfonds mit einem Buchwert von 183 Mio. EUR im Bestand. Dieser enthält zu einem überwiegenden Anteil rentenorientierte Anlagen (51,9 %). Der Rest entfällt auf aktienorientierte Anlagen (13,5 %), Liquidität (6,4 %) und Fonds (28,2 %). 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage In einem Jahr, das nach wie vor von Unsicherheit und volatilen Märkten geprägt war, beurteilen wir unsere Geschäftsentwicklung inklusive der Entwicklung unserer Kundenbestände als positiv. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Bank ist geordnet. Maßgeblich bedingt durch die Erholung unserer Eigenanlagen und ein positives Bewertungsergebnis nach den stark gestiegenen Marktzinsniveaus 2023 hat sich die Ertragslage der Bank (Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit) deutlich verbessert. Aufgrund dieser Entwicklung, und einer weiterhin zufriedenstellenden Ertragslage, ist es der Bank möglich, ihr bilanzielles Eigenkapital aus dem Jahresüberschuss zu stärken. Beim Kreditgeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung erfüllt. Im Einlagengeschäft wurden verstärkt Kundengelder zu unseren Verbundpartnern und in Kundendepots umgeschichtet, was wir als eine positive Entwicklung erachten. Der Planwert konnte hier allerdings nicht erreicht werden. Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses für das abgelaufene Jahr als gut. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine ausgewogene Bilanzstruktur aus. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität werden erfüllt. Für alle erkennbaren Risiken wurde in ausreichendem Umfang Vorsorge getroffen. Die Eigenkapitalausstattung wird durch die Zuführung zu den Rücklagen sowie durch die Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken weiter verbessert. Dies ist auch an unseren finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren (BE vor Bewertung, CIR, Gesamtkapitalquote, Kundenzufriedenheit) ersichtlich. Mit dem Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2023 sind wir daher zufrieden. C. Risiko- und Chancenbericht Risikomanagementsystem und -prozess Ziele des Risikomanagementprozess Die Ausgestaltung des Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie. Hierin sind die strategischen Unternehmensziele unserer Bank und unsere geplanten Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs beschrieben sowie das Grundverständnis des Vorstandes zu den wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik dokumentiert. Die Unternehmensleitung trägt für das Risikomanagement die Gesamtverantwortung. Dabei wird sie durch den Bereich Finanzen bei risikopolitischen Fragen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zum Controlling und Management von Risiken, unterstützt. Der Bereich Finanzen ist zuständig für die Entwicklung von Grundsätzen, Methoden und Standards des Risikocontrollings, das sich auf die Verfahrensentwicklung in der genossenschaftlichen Finanzgruppe (gFG) stützt. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion im Sinne der MaRisk wurde der Bereichsleitung Finanzen übertragen. Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken unter der Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils unserer Risikopräferenz entsprechend. Dabei beachten wir die folgenden Grundsätze:
Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Die Kontrolle und das Management der Risiken sind für uns zentrale Aufgaben und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu steuern und zu überwachen sowie negative Abweichungen von der Erfolgs-, Kapital- und Liquiditätsplanung zu vermeiden. Risikoidentifizierung Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschaffen wir uns einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen einen Überblick über die Risiken unserer Bank. Als wesentliche Risiken werden diejenigen Risiken eingestuft, die aufgrund von Art und Umfang, eventuell auch durch deren Zusammenwirken, die Ertrags-, Liquiditäts- und Vermögenslage sowie die Kapitalausstattung wesentlich beeinträchtigen können. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt. Bei der Volksbank Bad Saulgau eG werden aktuell das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko als wesentliche Risiken bewertet. Risikobeurteilung Alle in der Risikoinventur als wesentlich bewertete Risiken werden (mit Ausnahme des Liquiditätsrisikos) anhand von Risikomessverfahren quantifiziert. Dabei verwendet die Bank vor allem Value-at-Risk-basierte Verfahren. Die laufende Quantifizierung potenzieller Verluste unter normalen Marktbedingungen wird zusätzlich um Szenarien für außergewöhnliche Ereignisse ergänzt (Stresstests). Dabei werden die aktuelle Portfoliosituation sowie unsere Geschäfts- und Risikostrategie berücksichtigt. Für die einzelnen Risikoarten findet in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung der eingesetzten Methoden in Form von Validierungen, Angemessenheitsprüfungen und Backtestings statt. In diesem Kontext befassen wir uns auch mit den Annahmen und Grenzen der verwendeten Modelle. Risikoberichterstattung Für die Risikoberichterstattung bestehen feste Kommunikationswege und ein festgelegter Empfängerkreis. Das regelmäßige Berichtswesen umfasst unter anderem die Risiko- und Liquiditätstragfähigkeitsberechnung, Informationen zur Limitauslastung sowie Detailansichten zu den wesentlichen Risiken und bildet die Basis für Abweichungsanalysen (Soll-Ist-Vergleiche). Es dient als Grundlage für die Ableitung und Bewertung von Handlungsalternativen sowie für die Entscheidung und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikosteuerung. Anlassbezogen werden, bei sich abzeichnenden oder eintretenden starken Veränderungen, umgehend Analysen über die Auswirkungen auf die Risiko- und Ertragslage der Bank durchgeführt und es wird darüber berichtet. Risikotragfähigkeit und Liquiditätstragfähigkeit Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Es wird dabei unterschieden, ob die Risiken adäquat durch Kapital im Sinne des Risikodeckungspotenzials (Risikotragfähigkeit) bzw. durch hochliquide Aktiva als Liquiditätsdeckungspotenzial (Liquiditätstragfähigkeit) gedeckt werden können. Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive gemäß dem Leitfaden zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Bundesbank vom 24. Mai 2018 umgestellt. Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive werden die Eigenmittelanforderungen (Kapitalbedarf) den regulatorischen Eigenmitteln gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Darüber hinaus werden in der normativen Perspektive auch Stressbetrachtungen vorgenommen. Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive war auf Grundlage der verwendeten Verfahren gegeben. Die Mindestanforderungen an das Kapital waren auch unter Berücksichtigung des adversen Szenarios eingehalten. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Darüber hinaus besteht unser Anspruch darin das aus den geschäftspolitischen Zielen abgeleitete ökonomische Gesamtrisikolimit, welches unserem Risikoappetit entspricht, ebenfalls zu decken. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials erfolgt losgelöst von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen. Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Verfahren und des Risikodeckungspotenzials gegeben und stellte sich zum Berichtsstichtag wie folgt dar:
Die ermittelten Werte sind aufgrund der geänderten Konzeption nicht mit denen des Vorjahres vergleichbar. Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts. In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwendet die Bank die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 105 %. Die Liquidity Coverage Ratio betrug zum Berichtsstichtag 172,2 %. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 123,0 %. Die erforderlichen aufsichtsrechtlichen Mindestgrößen wurden für beide Kennzahlen auf Grundlage der verwendeten Verfahren im gesamten Berichtsjahr eingehalten. Entsprechend unserer Gesamtbankplanung halten wir diese beiden Kennzahlen auch in unserem Planungszeitraum über drei Jahre ein. In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 3 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert; dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten. Risikoarten und Risikomessung Wir unterscheiden folgende Risikoarten in der ökonomischen Risikotragfähigkeitsermittlung, deren Limithöhe sowie Risikoauslastung in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind.
Im Hinblick auf die Umstellung der Risikotragfähigkeitskonzeption zum 1. Januar 2023 sind die dargestellten Risikomessungen zum 31. Dezember 2023 nicht mit denen des Vorjahrs vergleichbar. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor. Die Risikoartenlimite wurden auf Grundlage der verwendeten Verfahren eingehalten. Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9 %-Quantil entspricht. Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und / oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft sowie weitere Kreditrisiken, wie beispielsweise das Ländertransferrisiko. Das Kreditrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko mit einer geringen Wahrscheinlichkeit eintreten, hat aber ein hohes Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein. Dabei verwenden wir vorrangig die Verfahren der gFG. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Zum Bilanzstichtag sind hierbei 99,95 % des ratingrelevanten Bestandes geratet. Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitig Maßnahmen einleiten. Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten. Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Das Kreditvolumen war zu 66,35 % mit werthaltigen Sicherheiten unterlegt. Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht. Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentration im Bereich der Branchen implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht. Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk für 12 Monate) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (Anteilig 9,0 Mio. EUR) zum 31. Dezember 2023 zu 57,5 % ausgelastet. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (Anteilig 26,0 Mio. EUR) zum 31. Dezember 2023 zu 64,6 % ausgelastet. Kreditrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Marktpreisrisiken bzw. Marktrisiken Das Marktpreisrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktpreisrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken. Das Marktpreisrisiko stufen wir auf Basis der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann. Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir vierteljährlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden eine Skalierung über eine eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (Anteilig 14,0 Mio. EUR) zum 31. Dezember 2023 zu 39,0 % ausgelastet. Marktrisiken aus Fonds werden mittels von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffern berücksichtigt. Ergänzend werden weitere barwertige Berichtsgrößen als zusätzliche Informationen bei geschäftspolitischen Entscheidungen berücksichtigt. Zum 31.12.2023 beträgt die Basel-II-Kennziffer 5,74 %, die Höhe der Nettoreserve der verlustfreien Bewertung nach IDW RS BFA 3 11,3 Mio. EUR. Liquiditätsrisiko Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, den Zahlungsverpflichtungen nicht uneingeschränkt und fristgerecht nachzukommen bzw. Finanzmittel nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Risikotreiber sind insbesondere das Refinanzierungskosten- und Zahlungsunfähigkeitsrisiko. Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt und darunter das Zahlungsunfähigkeitsrisiko im engeren Sinn als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus. Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank wird maßgeblich durch das Kundengeschäft bestimmt. Sie stellt die Basis der Liquiditätsausstattung dar. Operationelles Risiko Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein. Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Das Risiko hat eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit und ein hohes Schadenspotenzial. Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen. Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare, die Inanspruchnahme juristischer Beratung bzw. Beauftragung von Fachanwälten im Fall von Rechtsstreitigkeiten. Für die Risikomessung operationeller Risiken verwenden wir ein Berechnungsmodell des BWGV mit einem Konfidenzniveau von 99,9 %. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit zum 31. Dezember 2023 zu 65,7 % ausgelastet. Weitere Risiken Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei den potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Immobilienrisiko, dem Vertriebsrisiko und dem Nachhaltigkeitsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Mit der Verwendung von Finanzinstrumenten werden in unserer Bank die Reduzierung der Zinsüberschussvariabilität bzw. des Zinsänderungsrisikos und Einhaltung aufsichtlicher Mindestvorgaben im Rahmen der Gesamtbanksteuerung als Ziele verfolgt. Das Risiko wird reduziert oder vermieden, indem wir Festzinsbindungsüberhänge, insbesondere in Laufzeiten von 10 Jahren und in Teilen auch länger, durch Zinsswaps absichern. Im Rahmen der Risikomanagementmethoden nutzen wir aktiv diese symmetrischen Absicherungsmöglichkeiten. Gesamtbild der Risikolage Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 68,7 % ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotential beträgt 45,8 %. Der Jahresverlauf 2023 war von Unsicherheiten auf Grund insbesondere im Bezug auf Inflations- und damit Zinserwartungen geprägt. Die Risikolimitauslastung zu den MaRisk-Risikoberichtsstichtagen bewegte sich im Jahresverlauf zwischen einem Auslastungsgrad von 63,1 % - 69,4 %. Für das Jahr 2024 prognostizieren wir eine Erhöhung der bankspezifischen Risiken, die im Wesentlichen aus Zinsrisiken resultieren. Die bestehenden anhaltenden Unsicherheiten am Zins- und Kapitalmarkt sowie aus dem geopolitischen Umfeld und die hohe Inflation können sich auf die Risikolage der Bank auswirken. Kurzfristig gehen wir daher von einem zurückhaltenden Investitionsverhalten unserer Kunden und steigenden Ausfallwahrscheinlichkeiten im Kreditportfolio aus. Diese Auswirkungen sind in der Gesamtbankplanung durch ein höheres Kreditrisiko entsprechend berücksichtigt. Entsprechend planen wir, das Eigenkapital durch Thesaurierung aus dem laufenden Ergebnis weiter zu stärken. Unter den von uns getroffenen Planannahmen ist die Risikotragfähigkeit für 2024 gegeben. Für den wachsenden Liquiditätsbedarf stehen verschiedene strategische Refinanzierungsinstrumente zur Verfügung, so dass wir nach unserer Planung davon ausgehen, dass die Liquiditätstragfähigkeit auch für 2024 gegeben ist. Bei einer gegenüber dem Planszenario deutlich ungünstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die wir im risikoartenübergreifenden, adversen Szenario simulieren, ergibt sich durch deutlich höhere Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft für die Eigenanlagen in Höhe von 24,4 Mio. EUR ein negatives Jahresergebnis und damit ein Rückgang der Gesamtkapitalquote um 0,5 % auf 15,84 %. Das höchste Risiko für unseren bilanziellen Zinsüberschuss für das Jahr 2024 besteht bei stark steigenden Zinsen. In diesem Szenario liegt der Zinsüberschuss 1,7 Mio. EUR unter dem Planszenario. In diesem Szenario ergibt sich zudem ein negatives Bewertungsergebnis aus dem Eigengeschäft von 3,0 Mio. EUR. Chancen für die geschäftliche Entwicklung und die Ertragslage bestehen bei einer gegenüber unseren Erwartungen günstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In diesem Umfeld könnten die in unserer Planung berücksichtigten Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft nicht in der prognostizierten Höhe erforderlich werden. Zudem könnte ein Wirtschaftswachstum über den unserer Prognose zugrundeliegenden Annahmen zu einer höheren Kreditnachfrage und Wachstum im Kredit- und Dienstleistungsgeschäft mit positiven Auswirkungen auf den Zins- und Provisionsüberschuss führen. D. Prognosebericht Gesamtwirtschaftlich gehen wir für 2024 von einem BIP-Wachstum in Höhe von 1,25 % aus. Bezüglich der Inflation erwarten wir erst allmählich einen Rückgang, jedoch noch nicht für das Jahr 2024. Die Erwartung liegt deutlich oberhalb der Marke von 2,0 %. Für den anhaltenden Inflationsdruck sorgen die gestiegenen Energie- und Nahrungsmittelpreise, die wirtschaftspolitischen Anstrengungen zur Erreichung der Klimaziele sowie hohe Lohnforderungen auch angesichts einer anhaltenden Arbeitskräfteknappheit. Bezüglich der Beschäftigungsentwicklung ist heute erkennbar, dass die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung in Deutschland in den nächsten zehn Jahren um 4 bis 5 Millionen Menschen sinken wird bei gleichzeitig steigender Anzahl an Rentnern. Inflationsbedingt wird für das Jahr 2024 mit einer unveränderten, inversen Zinsstruktur gerechnet. Eine Normalisierung wird erst mittelfristig erwartet. (Datenquelle: Kompass 2024: Analyse, Prognose, Bewertung und Maßnahmen (BVR) vom 18. September 2023). Für unsere Eckwertplanung legen wir für das Jahr 2024 neben einer konstanten Zinsstruktur, bezogen auf Planungsstichtag ein prozentuales Wachstum im originären Kundenkreditgeschäft von 3,0 % und bei den Kundeneinlagen von 2,0 % zugrunde. Als Ergebnis unserer Eckwertplanung ermitteln wir folgende Ergebniskomponenten: Der geplante Zinsüberschuss für 2024 wird mit 21,1 Mio. EUR 1,2 Mio. EUR unter dem des Vorjahres liegen. Daneben sehen wir einen absolut steigenden Provisionsüberschuss in Höhe von 0,7 Mio. EUR auf 10,5 Mio. EUR vor. Der in der Planung zugrunde gelegte Zuwachs soll insbesondere durch eine umfassende Betreuung unserer Kunden und einer intensiven Marktbearbeitung realisiert werden. Bei einem um 0,1 Mio. EUR steigenden Personalaufwand auf 12,5 Mio. EUR haben wir eine tarifliche Steigerung der Gehälter und die Entwicklung unserer Mitarbeiterkapazitäten entsprechend unserer Bedarfsplanung berücksichtigt. Die Höhe der Sachaufwendungen wird im Jahr 2024 voraussichtlich auf 7,9 Mio. EUR deutlich ansteigen. Hervorzuheben sind dabei höhere Aufwendungen für die geplante Renovierung einer Filiale. Der Leistungsindikator BE vor Bewertung wird auf Basis unserer aktuellen Planung im Jahr 2024 damit unter dem Niveau von 2023 liegen. Wir planen mit einem BE vor Bewertung von 10,2 Mio. EUR. Wir planen mit einem Bewertungsaufwand für das Kundenkreditgeschäft in Höhe von 1,5 Mio. EUR und gleichzeitig mit einem Bewertungsertrag im Eigengeschäft in Höhe von 1,9 Mio. EUR. Saldiert ergibt sich ein positives Bewertungsergebnis von 0,4 Mio. EUR. Als Planwert für den Leistungsindikator CIR wird für das Jahr 2024 ein Wert in Höhe von 67,9 % prognostiziert. Langfristig gehen wir hier von einem Wert kleiner 60,0 % aus. Für den Leistungsindikator Entwicklung Kapitalquoten rechnen wir im Jahr 2024 mit einer Gesamtkapitalquote von 17,8 %. Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024 - 2028 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf. Dabei wurde angenommen, dass die aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen auch im Jahr 2024 und Folgeperioden gültig bleiben. Wir weisen darauf hin, dass soweit wir vorstehend Prognosen oder Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen, die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können. Zudem ist zu berücksichtigen, dass aufgrund der anhaltenden Ausnahmesituation des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der daraus resultierenden Folgen, Prognosen weiterhin mit erheblichen Unwägbarkeiten behaftet sind. In welchem Umfang sich die Auswirkungen explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Bank niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen. Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen erwarten wir für 2024 gegenüber 2023 ein geringeres Betriebsergebnis vor Risikovorsorge. Wir gehen aufgrund der Zinsentwicklung von einem geringeren Zinsüberschuss und damit trotz unserer Vertriebsaktivitäten und allen damit verbundenen Maßnahmen von einem fallenden Rohüberschuss und damit steigenden CIR aus.
Der Vorstand: Klaus Remensperger Klaus Thaler 1.
Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023
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| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 9.114.530,57 | 11.262 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 15.612.684,15 | 17.122 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank | 15.612.684,15 | (17.122) | |||
| c) Guthaben bei Postgiroämtern | 0,00 | 24.727.214,72 | 0 | ||
| 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind | |||||
| a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen | 0,00 | 0 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar | 0,00 | (0) | |||
| b) Wechsel | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) täglich fällig | 52.536.521,87 | 68.086 | |||
| b) andere Forderungen | 59.733.404,82 | 112.269.926,69 | 70.683 | ||
| 4. Forderungen an Kunden | 857.626.505,40 | 843.288 | |||
| darunter: | |||||
| durch Grundpfandrechte gesichert | 419.286.147,20 | (377.228) | |||
| Kommunalkredite | 18.552.731,11 | (19.450) | |||
| 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Geldmarktpapiere | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | 0,00 | 0 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| ab) von anderen Emittenten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 0,00 | (0) | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| ba) von öffentlichen Emittenten | 10.519.325,70 | 10.409 | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 10.519.325,70 | (10.409) | |||
| bb) von anderen Emittenten | 165.460.291,36 | 175.979.617,06 | 169.054 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 106.883.988,32 | (130.828) | |||
| c) eigene Schuldverschreibungen | 0,00 | 175.979.617,06 | 0 | ||
| Nennbetrag | 0,00 | (0) | |||
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 259.583.109,69 | 258.037 | |||
| 7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | |||||
| a) Beteiligungen | 22.414.914,22 | 22.415 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 1.511.695,88 | (1.512) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 2.427.290,00 | 24.842.204,22 | 2.427 | ||
| darunter: | |||||
| bei Kreditgenossenschaften | 2.400.100,00 | (2.400) | |||
| bei Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| bei Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.564,59 | 26 | |||
| darunter: | |||||
| an Kreditinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Finanzdienstleistungsinstituten | 0,00 | (0) | |||
| an Wertpapierinstituten | 0,00 | (0) | |||
| 9. Treuhandvermögen | 4.371.797,04 | 4.727 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 4.371.797,04 | (4.727) | |||
| 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch | 0,00 | 0 | |||
| 11. Immaterielle Anlagewerte | |||||
| a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0,00 | 0 | |||
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.877,00 | 6 | |||
| c) Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0 | |||
| d) geleistete Anzahlungen | 0,00 | 3.877,00 | 0 | ||
| 12. Sachanlagen | 16.742.632,99 | 17.046 | |||
| 13. Sonstige Vermögensgegenstände | 3.355.155,40 | 2.191 | |||
| 14. Rechnungsabgrenzungsposten | 1.576,16 | 4 | |||
| Summe der Aktiva | 1.479.529.180,96 | 1.496.781 | |||
Passivseite
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) täglich fällig | 1.137.656,85 | 0 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 256.706.345,90 | 257.844.002,75 | 274.921 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) Spareinlagen | |||||
| aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten | 255.767.395,33 | 341.831 | |||
| ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 448.633,34 | 256.216.028,67 | 433 | ||
| b) andere Verbindlichkeiten | |||||
| ba) täglich fällig | 647.974.211,48 | 688.412 | |||
| bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 165.690.120,34 | 813.664.331,82 | 1.069.880.360,49 | 48.158 | |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| a) begebene Schuldverschreibungen | 0,00 | 0 | |||
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| darunter: | |||||
| Geldmarktpapiere | 0,00 | (0) | |||
| eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | 0,00 | (0) | |||
| 4. Treuhandverbindlichkeiten | 4.371.797,04 | 4.727 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 4.371.797,04 | (4.727) | |||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.677.714,81 | 1.330 | |||
| 6. Rechnungsabgrenzungsposten | 81.116,21 | 24 | |||
| 6a. Passive latente Steuern | 0,00 | 0 | |||
| 7. Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen | 532.785,00 | 600 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 740.000,00 | 1.420 | |||
| c) andere Rückstellungen | 2.267.197,66 | 3.539.982,66 | 2.278 | ||
| 9. Nachrangige Verbindlichkeiten | 15.033.603,84 | 15.034 | |||
| 10. Genussrechtskapital | 0,00 | 0 | |||
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | 0,00 | (0) | |||
| 11. Fonds für allgemeine Bankrisiken | 55.029.000,00 | 47.141 | |||
| darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB | 0,00 | (0) | |||
| 12. Eigenkapital | |||||
| a) Gezeichnetes Kapital | 21.109.758,27 | 21.240 | |||
| b) Kapitalrücklage | 0,00 | 0 | |||
| c) Ergebnisrücklagen | |||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 22.270.000,00 | 21.670 | |||
| cb) andere Ergebnisrücklagen | 26.670.000,00 | 48.940.000,00 | 26.070 | ||
| d) Bilanzgewinn | 2.021.844,89 | 72.071.603,16 | 1.492 | ||
| Summe der Passiva | 1.479.529.180,96 | 1.496.781 | |||
| Geschäftsjahr | Vorjahr
|
||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a)
Eventualverbindlichkeiten aus weiter-
gegebenen abgerechneten Wechseln |
0,00 | 0 | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 25.265.018,38 | 29.712 | |||
| c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | 0,00 | 25.265.018,38 | 0 | ||
| 2. Andere Verpflichtungen | |||||
| a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften | 0,00 | 0 | |||
| b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen | 0,00 | 0 | |||
| c) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 47.336.874,01 | 47.336.874,01 | 99.737 | ||
| darunter: Lieferverpflichtungen | |||||
| aus zinsbezogenen Termingeschäften | 0,00 | (0) | |||
2.
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember
2023
| Geschäftsjahr | Vorjahr | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | |
| 1. Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 27.394.569,66 | 17.371 | |||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 3.201.283,68 | 30.595.853,34 | 2.106 | ||
| darunter: in a) und b)
angefallene negative Zinsen |
0,00 | (42) | |||
| 2. Zinsaufwendungen | 13.142.770,48 | 17.453.082,86 | 1.724 | ||
| darunter: erhaltene
negative Zinsen |
11.273,89 | (1.219) | |||
| 3. Laufende Erträge aus | |||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 4.201.850,73 | 2.600 | |||
| b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 650.566,59 | 691 | |||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 4.852.417,32 | 0 | ||
|
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften,
Gewinnabführungs-
oder Teilgewinnabführungsverträgen |
0,00 | 0 | |||
| 5. Provisionserträge | 10.958.600,72 | 10.447 | |||
| 6. Provisionsaufwendungen | 1.155.149,57 | 9.803.451,15 | 1.199 | ||
| 7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands | 0,00 | 0 | |||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 566.829,02 | 2.011 | |||
| 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | 9.969.020,81 | 9.843 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 2.439.195,68 | 12.408.216,49 | 2.057 | ||
| darunter: für Altersversorgung | 636.489,80 | (257) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 7.124.793,27 | 19.533.009,76 | 6.959 | ||
|
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
1.113.080,34 | 1.123 | |||
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 320.590,77 | 147 | |||
|
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie
Zuführungen
zu Rückstellungen im Kreditgeschäft |
219.060,74 | 2.401 | |||
|
14. Erträge aus Zuschreibungen zu
Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus
der Auflösung
von Rückstellungen im Kreditgeschäft |
0,00 | -219.060,74 | 0 | ||
|
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
Beteiligungen,
Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere |
0,00 | 3.690 | |||
|
16. Erträge aus Zuschreibungen zu
Beteiligungen, Anteilen an
verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren |
1.343.693,19 | 1.343.693,19 | 0 | ||
| 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 1.570,17 | 1 | |||
| 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 12.832.161,76 | 6.081 | |||
| 20. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0 | |||
| 21. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 0 | |||
| 22. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | (0) | |||
| 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 2.888.939,84 | 2.226 | |||
| darunter: latente Steuern | 0,00 | (0) | |||
| 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen | 33.948,00 | 2.922.887,84 | 50 | ||
| 24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken | 7.888.000,00 | 2.314 | |||
| 25. Jahresüberschuss | 2.021.273,92 | 1.491 | |||
| 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 570,97 | 0 | |||
| 2.021.844,89 | 1.491 | ||||
| 27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen | |||||
| a) aus der gesetzlichen Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) aus anderen Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 2.021.844,89 | 1.491 | ||||
| 28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen | |||||
| a) in die gesetzliche Rücklage | 0,00 | 0 | |||
| b) in andere Ergebnisrücklagen | 0,00 | 0,00 | 0 | ||
| 29. Bilanzgewinn | 2.021.844,89 | 1.492 | |||
3. Anhang
A. Allgemeine Angaben
Die Volksbank Bad Saulgau eG mit Sitz in Bad Saulgau ist beim Amtsgericht Ulm unter der Genossenschaftsregisternummer 560001 eingetragen.
Der Jahresabschluss der Volksbank Bad Saulgau eG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden
Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).
Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die (nachstehenden) im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt:
- Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB
Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:
Barreserve
Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden
Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig, aufgelöst.
Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.
Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.
Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden Pauschwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Für die nach §§ 26, 27 RechKredV unter der Bilanz auszuweisenden Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen) werden Rückstellungen gebildet. Die ermittelten Teilbeträge für die Pauschalwertberichtigung werden von den Aktivposten Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Die Teilbeträge für das außerbilanzielle Geschäft werden unter den anderen Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie den unwiderruflichen Kreditzusagen abgesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlust über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt.
Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.
Wertpapiere
Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.
Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben.
Derivative Finanzinstrumente
Strukturierte Finanzinstrumente, die keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (anderartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Die im Bestand befindlichen Credit Linked Notes sind entsprechend des IDW RS HFA 22 einheitlich bilanziert.
Strukturierte Finanzinstrumente, die aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche (anderartige) Risiken oder Chancen aufweisen, werden in ihre Komponenten zerlegt und einzeln nach den für diese geltenden Vorschriften bilanziert und bewertet. Dies betrifft die Schuldverschreibung mit impliziertem Credit Default Swap (sog. Credit Linked Notes) aus einer VR-Circle Transaktion.
Sicherungsgeberpositionen aus getrennt bilanzierten eingebetteten Credit Default Swaps, mit denen ausschließlich Ausfallrisiken übertragen werden und bei denen beabsichtigt ist, sie bis zur Fälligkeit bzw. bis zum Eintritt des Kreditereignisses zu halten, wurden als gestellte Kreditsicherheiten nach den für das Bürgschafts- und Garantiekreditgeschäft entwickelten Grundsätzen behandelt. Bei ernsthaft drohenden Inanspruchnahme wurden Verbindlichkeitsrückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.
Derivative Finanzinstrumente (Swapgeschäfte) im Nichthandelsbestand dienen als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Aktiv-/Passiv-Steuerung. Sie sind daher von der imparitätischen Einzelbewertung ausgenommen.
Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs
Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.
Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen
Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. nach Tauschgrundsätzen mit Gewinnrealisierung in vergangenen Berichtszeiträume bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wurden sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Treuhandvermögen
Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabelle orientieren und die auch steuerlich geltend gemacht werden.
Erhöhte Absetzungen für Abnutzung gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250 wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wurde eine Poolabschreibung nach steuerrechtlichen Vorgaben vorgenommen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Die Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag und dem niedrigeren Ausgabebetrag von Verbindlichkeiten wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt.
Aktive latente Steuern
Über die Höhe der passiven Steuerlatenzen hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D.).
Verbindlichkeiten
Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte - bis auf die abgezinsten Sparbriefe, die zum Ausgabebetrag zuzüglich anteilig abgegrenzter Zinsen bis zum Bilanzstichtag passiviert werden - zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.
Treuhandverbindlichkeiten
Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem niedrigeren Auszahlbetrag und dem Erfüllungsbetrag bei Forderungen gegenüber Kunden wurde - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig aufgelöst.
Rückstellungen
Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.
Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften werden auf Grundlage der Projected Unit Method (PUC-Methode) angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert.
Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,83 % (Vorjahr 1,78) wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt, dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 2.
Rückstellungen wurden zulässigerweise nicht gebildet für mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen in Höhe von EUR 662.600.
Bei Altersversorgungsverpflichtungen, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden die Verpflichtungen mit den ihnen zuzurechnenden Vermögensgegenständen verrechnet. Das Deckungsvermögen hat zum 31. Dezember 2023 einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 35.946,56 und (historische) Anschaffungskosten in Höhe von EUR 32.953,39. Der Erfüllungsbetrag der zu verrechnenden Schulden betrug EUR 35.946,56. Eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträge wurde nicht vorgenommen, da aus dem Deckungsvermögen keine Erträge erzielt wurden.
Den Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Die Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen.
Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.
Währungsumrechnung
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet.
Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen. Soweit die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden die Erträge aus der Währungsumrechnung in die Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.
Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen
Negative Zinsen auf finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinsaufwendungen wird in Form eines Darunter-Vermerks in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.
Verwendung des Jahresergebnisses
Der Jahresabschluss wurde vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.
C. Entwicklung des Anlagevermögens 2023
| Anschaffungs- / | Zugänge (a) | Umbuchungen (a) | Anschaffungs- / | |
| Herstellungskosten zu | Zuschreibungen (b) | Abgänge (b) | Herstellungskosten | |
| Beginn des | am Ende des | |||
| Geschäftsjahres | im Geschäftsjahr | Geschäftsjahres | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||
| a) Selbstgeschaffene | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| gewerbliche | 0 (b) | 0 (b) | ||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte | ||||
| b) entgeltlich erwor- | 285.438 | 0 (a) | 0 (a) | 279.848 |
| bene Konzessio- | 0 (b) | 5.589 (b) | ||
| nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||
| c) Geschäfts- oder | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| Firmenwert | 0 (b) | 0 (b) | ||
| d) geleistete | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 |
| Anzahlungen | 0 (b) | 0 (b) | ||
| Sachanlagen | ||||
| a) Grundstücke und | 26.015.368 | 13.395 (a) | 0 (a) | 26.028.763 |
| Gebäude | 0 (b) | 0 (b) | ||
| b) Betriebs- und | 6.127.989 | 796.169 (a) | 0 (a) | 6.263.641 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 660.517 (b) | ||
| Summe a | 32.428.795 | 809.564 (a) | 0 (a) | 32.572.252 |
| 0 (b) | 666.106 (b) | |||
| Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit | ||||||
| Abschreibungen zu | Abschreibungen | Zugängen (a) | Umbuchungen (a) | Abschreibungen am | Buchwerte | |
| Beginn des | Geschäftsjahr (a) | Zuschreibungen (b) | Abgängen (b)
|
Ende des | Bilanzstichtag | |
| Geschäftsjahres (gesamt) | Zuschreibungen
Geschäftsjahr (b)
|
Geschäftsjahres (gesamt) | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Immaterielle Anlagewerte | ||||||
| a) Selbstgeschaffene | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| gewerbliche | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte | ||||||
| b) entgeltlich erwor- | 279.789 | 1.772 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 275.971 | 3.877 |
| bene Konzessio- | 0 (b) | 0 (b) | 5.589 (b) | |||
| nen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | ||||||
| c) Geschäfts- oder | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| Firmenwert | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| d) geleistete | 0 | 0 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 0 | 0 |
| Anzahlungen | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| Sachanlagen | ||||||
| a) Grundstücke und | 10.164.293 | 659.498 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 10.823.791 | 15.204.971 |
| Gebäude | 0 (b) | 0 (b) | 0 (b) | |||
| b) Betriebs- und | 4.933.448 | 451.810 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 4.725.979 | 1.537.662 |
| Geschäftsausstattung | 0 (b) | 0 (b) | 659.279 (b) | |||
| Summe a | 15.377.530 | 1.113.080 (a) | 0 (a) | 0 (a) | 15.825.741 | 16.746.510 |
| 0 (b) | 0 (b) | 664.868 (b) | ||||
|
Anschaffungskosten zu Beginn des
Geschäftsjahres |
Veränderungen
(saldiert)
|
Buchwerte am
Bilanzstichtag |
|||
| EUR | EUR | EUR | |||
| Wertpapiere des | 437.693.306 | -6.280.023 | 431.413.283 | ||
| Anlagevermögens | |||||
| Beteiligungen und | 24.842.204 | 0 | 24.842.204 | ||
| Geschäftsguthaben | |||||
| bei Genossenschaften | |||||
| Anteile an | 25.565 | 0 | 25.565 | ||
| verbundenen Unter- | |||||
| nehmen | |||||
| Summe b | 462.561.075 | -6.280.023 | 456.281.052 | ||
| Summe a und b | 494.989.870 | 473.027.562 |
D. Erläuterungen zur Bilanz
Forderungen an Kreditinstitute
In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind EUR 59.535.469 Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.
Forderungen an Kunden
In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 5.111.118 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.
Im Rahmen von Tendergeschäften mit der Deutschen Bundesbank wurden Forderungen an Kunden in Höhe von EUR 33.500.000 an die Deutsche Bundesbank verpfändet.
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 11.464.100 fällig.
In folgenden Posten sind enthalten:
| börsenfähig
|
davon: | |||
| börsennotiert
|
nicht
börsennotiert |
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 175.979.617 | 160.990.749 | 14.988.868 | 170.330.167 |
Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.
Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB):
| Buchwert EUR | beizulegender Wert | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A5) | 170.330.166,90 | 156.101.221,10 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A6) | 76.302.382,61 | 68.509.678,95 |
Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.
Anzeichen für eine Bonitätsbeeinträchtigung des jeweiligen Emittenten oder andere dauernde Wertminderungen sind nicht erkennbar.
Der beizulegende Zeitwert entspricht grundsätzlich dem aktuellen Börsen- oder Marktpreis.
Forderungen an Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
In den Forderungen, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
| Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
|||
| Forderungen an Kreditinstitute (A 3) | 62.266.927 | 78.734.429 | ||
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 103.014.938 | 99.500.471 |
Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent
Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:
| Anlageziel
|
Wert der
Anteile (Zeitwert)
EUR |
Differenz
zum Buchwert (Reserve) EUR |
Erfolgte
Ausschüttung für das Geschäftsjahr EUR |
| 1. Einlagenfonds UIN-Fonds-Nr. 740 Anlageziel: Eine angemessene Rendite und marktgerechte Erträge | 183.280.727 | 0 | 4.201.851 |
| 2. Einlagenfonds UIN-Fonds-Nr. 892 Anlageziel: Stützung der LCR-Kennziffer und Erzielung einer angemessenen Rendite | 68.509.679 | -7.792.704 | 0 |
Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen nicht.
Eine Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB ist unterblieben, da keine dauernde Wertminderung vorliegt.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung bestehen zum 31. Dezember 2023 wie folgt:
|
|
Anteil am Gesellschafts- | Eigenkapital der Gesellschaft | Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses | ||
| Name und Sitz | kapital % | Jahr | TEUR | Jahr | TEUR |
| a) VOBA-Immobilien GmbH i.L. | 100,00 | 2023 | 26 | 2023 | 0 |
| b) DZ Bank AG, Frankfurt am Main | 0,01 | 2022 | 10.638.000 | 2022 | 380.000 |
| c) DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart | 0,09 | 2023 | 3.209.879 | 2023 | 97.404 |
| d) Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, Stuttgart | 0,67 | 2023 | 2.496.063 | 2023 | 62.817 |
Mit dem unter Buchstabe a) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte. Aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde der Verlust der VOBA-Immobilien GmbH i.L. (verbundenes Unternehmen) übernommen.
Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.
Treuhandvermögen
Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 9.766.688 und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von EUR 1.537.662 enthalten.
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten
Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 979 (Vorjahr EUR 1.514) enthalten.
Soweit bei Kreditgewährungen der Nennbetrag der gewährten Kredite unter dem Auszahlungsbetrag lag, wurde der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (A 14) eingestellt. Der Unterschiedsbetrag belief sich am Bilanzstichtag auf EUR 597 (Vorjahr EUR 2.031).
Nachrangige Vermögensgegenstände
In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:
| Posten | Geschäftsjahr | Vorjahr |
| EUR | EUR | |
| 5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 13.673.719 | 13.649.051 |
Fremdwährungsposten
In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 2.364.101 enthalten.
Restlaufzeitenspiegel für Forderungen
Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
|
|
bis
3 Monate EUR |
mehr als
3 Monate bis ein Jahr EUR |
mehr als
ein Jahr bis 5 Jahre EUR |
mehr als
5 Jahre EUR |
| Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) | 3.400.000 | 0 | 17.000.000 | 34.500.000 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 38.133.699 | 68.294.424 | 262.919.854 | 482.460.851 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.
Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
|
|
bis
3 Monate EUR |
mehr als
3 Monate bis ein Jahr EUR |
mehr als
ein Jahr bis 5 Jahre EUR |
mehr als
5 Jahre EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) | 18.853.645 | 33.459.798 | 86.384.023 | 115.747.398 |
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) | 0 | 275.382 | 173.251 | 0 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) | 75.296.548 | 66.013.957 | 13.035.878 | 10.089.948 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind EUR 188.396.598 Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.
Treuhandverbindlichkeiten
Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 8.856 (Vorjahr EUR 11.143) enthalten.
Passive latente Steuern
Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Es bestehen insbesondere aktive latente Steuern aus Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz der Forderungen gegenüber Kunden (Aktiva 4), Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (Aktiva 5) sowie der Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren (Aktiva 6).
Nachrangige Verbindlichkeiten
Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) in Höhe von EUR 298.047 an.
Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgen zu folgenden Bedingungen:
| EUR | Zinssatz in % | Fälligkeit |
| 4.000.000 | 2,785 | Dezember 2028 |
| 5.000.000 | 1,600 | August 2029 |
Weitere EUR 6.000.000 wurden in kleinen Tranchen zu einem Zinssatz von 1,20 % bis 2,25 % begeben. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 5 und 7 Jahren.
Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Verbindlichkeiten sind im Falle des Insolvenzverfahrens oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Eine Umwandlung in andere Eigenkapitalformen ist nicht möglich. Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| verbundenen Unternehmen | Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | |||
| Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
Geschäftsjahr
EUR |
Vorjahr
EUR |
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | 0 | 0 | 188.396.598 | 152.692.813 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) | 23.994 | 24.421 | 0 | 0 |
Eigenkapital
Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
| EUR | |||
| Geschäftsguthaben | |||
| a) der verbleibenden Mitglieder | 20.528.920 | ||
| b) der ausscheidenden Mitglieder | 559.639 | ||
| c) aus gekündigten Geschäftsanteilen | 21.200 | ||
| Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile | EUR | 642 |
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Gesetzliche Rücklage | andere Ergebnisrücklagen | |
| EUR | EUR | |
| Stand 01.01.2023 | 21.670.000 | 26.070.000 |
| Einstellungen | ||
| - aus Bilanzgewinn des Vorjahres | 600.000 | 600.000 |
| Stand 31.12.2023 | 22.270.000 | 26.670.000 |
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen
Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.
Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für Kunden bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden sowie im geringen Umfang Haftungsverhältnisse aus einem Credit Default Swap (VR-Circle).
Der Credit Default Swap steht im Zusammenhang mit entsprechenden Kundenforderungen und bildet mit diesem eine geschlossene Position, sodass sich bonitätsbedingte Bewertungsverluste und -gewinne gegenseitig aufheben. Der beizulegende Zeitwert des Credit Default Swaps aus der getrennten Bilanzierung der VR-Circle-Transaktion in Höhe von EUR -6,29 wurde auf Basis der Ratings der im Forderungspool enthaltenen Kreditnehmer ermittelt.
Des Weiteren wurden Bürgschaftsverbindlichkeiten für Währungskredite von Kreditinstituten des genossenschaftlichen Verbundes für Kunden der Bank übernommen. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität der Kunden beurteilt.
Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) und 2c) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten und anderen Verpflichtungen nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden.
Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten
Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
| Passivposten | Gesamtbetrag der als
Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | 144.445.931 |
Fremdwährungsposten
In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 4.405.980 enthalten.
Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Derivategeschäfte. Diese dienen ausschließlich der Absicherung gegen Zinsänderungs-, Marktpreis- und Adressrisiken.
In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices").
(Angaben in TEUR):
|
Nominalbetrag
Restlaufzeit |
beizulegender Zeitwert
|
|||||
| <= 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | Summe | negativ | positiv | |
| Zinsbezogene Geschäfte | ||||||
| OTC-Produkte | ||||||
| - Zins-Swap (gleiche Währung) | 10.000 | 47.000 | 89.000 | 146.000 | 0 | 2.583 |
| Aktien-/Indexbezogene Geschäfte | ||||||
| Börsengehandelte Produkte | ||||||
| - Aktien-/Index-Futures | 503 | 3.238 | 0 | 3.741 | 0 | 1.247 |
Die zinsbezogenen Geschäfte sind Sicherungsgeschäfte mit der Zentralbank. Der Betrag in Höhe von EUR 146 Mio. dient der Aktiv-Passiv-Steuerung im Rahmen des Bilanzstrukturmanagements. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte durch Diskontierung der zukünftigen erwartenden Zahlungsströme auf den Barwert.
Die aktienbezogenen Geschäfte entfallen auf derivative Geschäfte im Kundeninteresse sowie auf die entsprechenden Gegengeschäfte mit der Zentralbank. Für die aktienbezogenen Geschäfte wurde als beizulegender Wert der Börsenkurs herangezogen. Diese Geschäfte wurden ausschließlich im Kundeninteresse abgeschlossen.
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Provisionserträge
Bei den Provisionserträgen sind die für die Verbundunternehmen erfolgten Vermittlungen in den Bereichen Versicherung, Bausparen, Kreditvermittlung und Investmentanlagen sowie die im eigenen Immobilienbereich getätigten Geschäfte von besonderer Bedeutung.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind EUR 12.772 (Vorjahr EUR 12.242) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen / Altersvorsorgungsverpflichtungen und anderen Rückstellungen enthalten.
Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 225.634 und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 213.055 enthalten.
Hiervon entfallen auf:
| lfd. Posten der GuV
- Art
|
Betrag
Aufwand EUR |
Betrag
Ertrag EUR |
| 12 - Zuführung von Rückstellungen | 86.000 | 0 |
F. Sonstige Angaben
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 69.138.
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Für die ausgelagerten Pensionen bestehen mit der Versorgungskasse genossenschaftlich orientierter Unternehmen (VGU) e.V. sowie der R + V Pensionsfonds AG Verträge, die zur Erfüllung der Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Vorstandes sowie ehemaligen Mitarbeitern bzw. deren Hinterbliebenen abgeschlossen wurden.
Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 215.491 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 10.609.484.
Ausschüttungsgesperrte Beträge
Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt EUR 1.798, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen aus Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 3.096.876 sowie durch eine Verlustabdeckungsverpflichtung im Zusammenhang mit dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der VOBA-Immobilien GmbH i.L. (verbundenes Unternehmen).
Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.
Personalstatistik
Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
| Vollzeitbeschäftigte | Teilzeitbeschäftigte | |
| Prokuristen | 4 | 0 |
| Sonstige kaufmännische Mitarbeiter | 94 | 74 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | 1 | 3 |
| 99 | 77 |
Außerdem wurden durchschnittlich 15 Auszubildende beschäftigt.
Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
| Anzahl der
Mitglieder |
Anzahl der
Geschäftsanteile |
|||
| Anfang | 2023 | 32.361 | 415.242 | |
| Zugang | 2023 | 578 | 8.774 | |
| Abgang | 2023 | 940 | 13.435 | |
| Ende | 2023 | 31.999 | 410.581 |
| Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um | EUR | 233.021 |
| Höhe des Geschäftsanteils | EUR | 50 |
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes
Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:
Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband
e. V.
Am Rüppurrer Schloss 40 76199 Karlsruhe
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf
| Remensperger, Klaus, Geschäftsleiter Markt |
| Thaler, Klaus, Geschäftsleiter Produktion und Steuerung |
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf
Röck, Stefan, - Vorsitzender - , Vizepräsident des Verwaltungsgerichts Sigmaringen a.D., (bis 26.6.2023)
Schulz, Christoph, - Vorsitzender (seit 26.6.2023) - , Bürgermeister a.D., Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried
List, Dr. Helge-Alexander, - stellvertretender Vorsitzender - , Geschäftsführer, Valet und Ott GmbH
Eisemann, Svenja, Dipl. Finanzwirtin (FH), selbständige Steuerberaterin
Graf zu Königsegg-Aulendorf, Maximilian, Dipl. Forstwirt, Geschäftsführer, Gräfliche Guts- und Forstverwaltung Königsegg, (bis 26.6.2023)
Heydt, Claudia, Geschäftsführerin, Heydt Container und Umweltservice GmbH
Kleiner, Martin, staatl. geprüfter Argrartechniker, Geschäftsführer, Andreas und Martin Kleiner Biogas GmbH
Müller, Angelika, Diplom Hendelslehrerin, kaufm. Angestellte, Georg Müller GmbH
Reisch, Andreas, Dipl. Ing. (FH), Dipl. Wirtschafts-Ing. (FH), Geschäftsführer, Georg Reisch GmbH & Co. KG
Strobel, Rudolf, Dipl. Finanzwirt (FH), Diplomagraringenieur, selbständiger Steuerberater
Zeller, Wilhelm, Dipl. Finanzwirt (FH), Pensionär
Vorschlag für die Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 2.021.273,92 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 570,97 (Bilanzgewinn von EUR 2.021.844,89) - wie folgt zu verwenden:
| EUR | |
| Ausschüttung einer Dividende von 2,50 % | 521.318,98 |
| Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen | |
| a) Gesetzliche Rücklage | 750.000,00 |
| b) Andere Ergebnisrücklagen | 750.000,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 525,91 |
| 2.021.844,89 |
| Bad Saulgau, 25. März 2024 | Volksbank Bad Saulgau eG |
Der Vorstand
Klaus Remensperger
Klaus Thaler
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Volksbank Bad Saulgau eG, Bad Saulgau
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Bad Saulgau eG, Bad Saulgau (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
zu a) Sachverhalt und Problemstellung
Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 857,6 Mio. EUR. Dies entspricht 58,0 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 25,3 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 47,3 Mio. EUR.
Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.
zu b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.
In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.
Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen bzw. von den wirtschaftlichen Entwicklungen des Geschäftsjahres stark betroffenen Branchen sowie die Gesamtzusage berücksichtigt.
Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Auswahl haben wir insbesondere Kreditengagements berücksichtigt, die von den rückläufigen Konjunkturaussichten, von der Preisentwicklung und von der Entwicklung auf dem Immobilienmarkt betroffen sind.
zu c) Verweis auf weitergehende Informationen
Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten.
Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen sowie den Verfahren der Risikofrüherkennung enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen:
- die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:
- Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG
- Bestätigungsleistung MACCs gegenüber der Deutschen Bundesbank
- Bestätigung Untersuchungshandlungen zur Kostenumlage gemäß § 16 FinDAG gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Kai-Uwe Dienstdorf.
Stuttgart, 24. Mai 2024
Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.
| Kai-Uwe Dienstdorf | ||
| Wirtschaftsprüfer |
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben im Gesamtaufsichtsrat und in den vom Plenum gewählten Ausschüssen (Verwaltungs-, Kredit-, Prüfungs-, sowie Bau- und Investitionsausschuss) wahrgenommen. Aus den Sitzungen der Ausschüsse ist dem Gesamtaufsichtsrat jeweils berichtet worden. Der Aufsichtsrat nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse; dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.
Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.
Im Berichtszeitraum haben fünf Aufsichtsratssitzungen, eine zweitägige Klausurtagung sowie zehn Ausschusssitzungen stattgefunden. Der Vorstand berichtete dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung und Lage der Bank, insbesondere über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Risikolage.
Insbesondere der Vorsitzende des Aufsichtsrates und sein Stellvertreter standen in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand. Hierbei - in den Gremien und in weiteren Gesprächen mit den Beschäftigten der mittleren Führungsebene und der Betriebsratsspitze - fand stets ein konstruktiver Dialog statt.
Ferner hat sich der Aufsichtsrat mit der Geschäfts- und Risikostrategie sowie der strategischen und operativen Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2024 und folgenden Geschäftsjahren intensiv auseinandergesetzt. Zudem beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Rahmen seiner Klausurtagung ausführlich mit der geplanten Verschmelzung zur VR Bank Donau-Oberschwaben eG. Die zur Abstimmung stehende Verschmelzung mit der Volksbank Altshausen eG und der VR Bank Riedlingen-Federsee eG zur neuen VR Bank Donau-Oberschwaben eG wurde in den vergangenen Monaten intensiv zwischen Vorstand und Aufsichtsrat diskutiert. Im Rahmen der Sondierungsgespräche gab es auch Abstimmungen mit den Aufsichtsgremien der Partnerbanken.
Der Aufsichtsrat ist davon überzeugt, dass vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels, steigender Regulierungsanforderungen sowie zunehmender Digitalisierungsanforderungen die geplante Verschmelzung der richtige Weg ist, um für Mitglieder, Kunden und Mitarbeitende auch in Zukunft als starke Bank in der Region präsent zu sein.
Vorgänge, die der Zustimmung des Aufsichtsrates oder der Ausschüsse bedurften, wurden geprüft, mit dem Vorstand erörtert und entschieden. Weiter hat sich der Aufsichtsrat über besondere Vorgänge und Projekte von wesentlicher Bedeutung unterrichten lassen.
Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Jahresüberschusses wurden vom Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses, unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages, entspricht den Vorschriften der Satzung. Der vorliegende Jahresabschluss 2023 mit Lagebericht wird vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e. V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.
Mit Ablauf der Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2023 scheiden turnusgemäß
| • |
Christoph Schulz, Bürgermeister a. D., Geschäftsführer der Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried, Ostrach |
| • |
Wilhelm Zeller, Dipl. Finanzwirt (FH), Steuerberater, Hohentengen-Ursendorf |
aus dem Aufsichtsrat aus.
Die Wiederwahl von Herrn Christoph Schulz ist zulässig und wird der Vertreterversammlung vorgeschlagen; er steht für eine Wiederwahl zur Verfügung.
Herr Wilhelm Zeller ist aufgrund des Erreichens der Altersgrenze nicht wieder wählbar.
Herr Andreas Reisch legt mit Ablauf dieser Vertreterversammlung aus persönlichen Gründen sein Mandat im Aufsichtsrat nieder. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Zeller für 27 Jahre und Herrn Reisch für 15 Jahre engagierte Tätigkeit im Gremium.
Der Aufsichtsrat schlägt der Versammlung als Kandidaten für die Nachfolge von Herrn Reisch Herrn Mark Götz, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater, Geschäftsführer der Kessler Steuerberatungsgesellschaft mbH, Bad Saulgau vor.
Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich mit hohem Fachwissen und persönlichem Engagement für die Belange unserer Mitglieder und Kunden und somit für eine positive Weiterentwicklung unserer Volksbank eingesetzt haben.
Ein besonderer Dank gilt vor allem den Mitgliedern, Kunden und Geschäftsfreunden unserer Volksbank, die durch ihre Treue und intensive Zusammenarbeit mit der Volksbank Bad Saulgau eG die gute Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ermöglicht haben.
Bad Saulgau, 13. Mai 2024
Der Aufsichtsrat
Christoph Schulz
- Vorsitzender des Aufsichtsrates -
Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")
Die Volksbank Bad Saulgau eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Bad Saulgau eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.
Die Volksbank Bad Saulgau eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 32.676.
Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 147,8.
Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 12.832.
Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 2.889 und betreffen laufende Steuern.
Die Volksbank Bad Saulgau eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.
Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung
Die Vertreterversammlung vom 03.07.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 2.021.273,92 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 570,97 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.
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