Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 31119
Vorher
Zechengrün 57. V V GmbHAERO Service GmbH
Eingetragen
27.5.2020
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenErbringung von haushaltsbezogenen DienstleistungenVermittlungstätigkeiten für Heime und stationäre Betreuung
Gegenstand
Die Erbringung von Hauswirtschaftsleistungen aller Art und sonstigen Servicedienstleistungen in dem und für den Betrieb von Alten- und Pflegeheimen sowie Senioreneinrichtungen jeder Art.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AERO Beteiligungs s.a.r.l.LUX
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
newcare Holding GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AERO Holding GmbH

Essen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Konzernrechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Allgemeine Auftragsbedingungen

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AERO Holding GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der AERO Holding GmbH, Essen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der AERO Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 19. September 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Brorhilker, Wirtschaftsprüfer

Fröhlich, Wirtschaftsprüferin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.814.854,00 20.072.363,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 64.096.710,54 48.290.847,13
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 213.698,25
89.911.564,54 68.576.909,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 479.433,75 77.171,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 353.542,00 106.060,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.045.957,97 570.421,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.905,09 30.193,08
4.907.838,81 783.846,43
94.819.403,35 69.360.755,55
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 269.482,70 217.487,51
269.482,70 217.487,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.285.237,59 1.751.012,53
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.955.034,68 1.339.929,01
5.240.272,27 3.090.941,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks 3.428.658,23 4.832.355,95
8.938.413,20 8.140.785,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 228.073,72 55.584,68
103.985.890,27 77.557.125,23

Passiva

31.12.2020
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 49.273.467,81 41.773.467,81
III. Konzernbilanzverlustvortrag -12.391.322,70 -8.516,34
IV. Konzernjahresfehlbetrag -13.480.450,82 -12.382.806,36
...23.426.694,29 29.407.145,11
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 435.389,33 311.089,33
2. Sonstige Rückstellungen 25.982.424,22 12.946.124,10
26.417.813,55 13.257.213,43
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.424.385,19 30.525.693,97
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.777.409,92 1.762.452,25
3. Sonstige Verbindlichkeiten 6.031.467,32 1.872.578,32
davon aus Steuern EUR 112.021,38 (Vj. EUR 31.113,00)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 508.080,94 (Vj. EUR 269.891,55)
51.233.262,43 34.160.724,54
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.117.049,48 530.413,15
E. Passive latente Steuern 791.070,52 201.629,00
103.985.890,27 77.557.125,23

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2021

2020
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 76.982.779,62 48.504.680,26 *
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.344.657,86 499.468,14 *
78.327.437,48 49.004.148,40
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.122.098,05 4.791.815,87
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.545.848,82 1.823.527,26
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 36.480.876,92 22.954.581,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.058.162,98 4.393.048,92
davon für Altersversorgung EUR 73.829,95 (Vj. EUR 83.469,71)
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16.893.677,70 11.775.145,93
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 21.863.708,49 13.433.385,89
90.964.372,96 59.171.504,95
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 400,13 4,42
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.409.141,94 2.384.415,01
-1.408.741,81 -2.384.410,59
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 605.844,10 303.697,00
davon Ertrag aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 742.642,25 (Vj. EUR 526.791,00)
10. Ergebnis nach Steuern -13.439.833,19 -12.248.070,14
11. Sonstige Steuern -40.617,63 -134.736,22
12. Konzernjahresfehlbetrag -13.480.450,82 -12.382.806,36

* Auf Basis der Ergebnisse der Sitzung IDW KHFA vom 13.5.2020 wurden die Erstattungen nach § 150 Abs. 2 SGB XI im Geschäftsjahr 2021 unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Vorjahr wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit Erstattungen in Höhe von 2.027 TEUR von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert.

Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021

2020
EUR EUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -13.480.450,82 -12.382.806,36
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 16.893.677,70 11.775.145,93
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen 27.367,61 726.309,66
Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -1.610.115,70 -2.475.670,15
Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 3.534.699,80 1.721.001,02
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 1.408.741,81 2.384.410,59
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) -605.844,10 -303.697,00
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 6.168.076,30 1.444.693,69
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -26.577.732,48 -213.698,25
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 343.404,14 0,00
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.781.541,35 -341.731,18
Auszahlungen (-) für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0,00 -66.076.521,62
Erhaltene Zinsen (+) 400,13 4,42
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -28.015.469,56 -66.631.946,63
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 7.500.000,00 41.773.467,81
Einzahlungen (+) aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 13.000.000,00 30.900.000,00
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -772.250,62 -307.500,00
Gezahlte Zinsen (-) -1.409.141,94 -2.352.711,24
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 18.318.607,44 70.013.256,57
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Zwischensummen 1 - 3) -3.528.785,82 4.826.003,63
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 1.887.188,26 6.352,32
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 4.832.355,95 0,00
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.190.758,39 4.832.355,95
5. Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 3.428.658,23 4.832.355,95
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -237.899,84 0,00
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.190.758,39 4.832.355,95

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Konzernbilanzverlustvortrag
EUR EUR EUR
1.1.2020 25.000,00 0,00 -8.516,34
Einstellung in Rücklagen 0,00 41.773.467,81 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
31.12.2020 25.000,00 41.773.467,81 -8.516,34
1.1.2021 25.000,00 41.773.467,81 -8.516,34
Verwendung des Vorjahresergebnisses 0,00 0,00 -12.382.806,36
Einstellung in Rücklagen 0,00 7.500.000,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 0,00
31.12.2021 25.000,00 49.273.467,81 -12.391.322,70
Konzerneigenkapital
Konzernjahresfehlbetrag Summe
EUR EUR
1.1.2020 0,00 16.483,66
Einstellung in Rücklagen 0,00 41.773.467,81
Konzernjahresfehlbetrag -12.382.806,36 -12.382.806,36
31.12.2020 -12.382.806,36 29.407.145,11
1.1.2021 -12.382.806,36 29.407.145,11
Verwendung des Vorjahresergebnisses 12.382.806,36 0,00
Einstellung in Rücklagen 0,00 7.500.000,00
Konzernjahresfehlbetrag -13.480.450,82 -13.480.450,82
31.12.2021 -13.480.450,82 23.426.694,29

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Inhaltsverzeichnis

A. Allgemeine Angaben

1. Konsolidierungskreis

2. Konsolidierungsgrundsätze

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

B. Erläuterungen zum Konzernabschluss

1. Anlagevermögen

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

3. Eigenkapital

4. Rückstellungen

5. Verbindlichkeiten

6. Passive Latente Steuern

7. Umsatzerlöse

8. Sonstige betriebliche Erträge

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

12. Steuern von Einkommen und vom Ertrag

13. Honorare des Abschlussprüfers

14. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB

C. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

2. Beirat

3. Organbezüge und Bezüge des Beirats

4. Anzahl der Mitarbeiter

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

6. Haftungsverhältnisse

7. Konzernverhältnisse

8. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

9. Nachtragsbericht

10. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

11. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

12. Ergebnisverwendung

D. Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

A. Allgemeine Angaben

Die Muttergesellschaft ist unter der Firma AERO Holding GmbH mit Sitz in Essen, im Handelsregister B beim Amtsgericht Essen unter der Nummer HRB 31610 eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB unter Annahme Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB aufgestellt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten, die Fristigkeiten und die übrigen Davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

Die AERO Holding GmbH wurde in 2019 als Holding gegründet und bildet die Obergesellschaft für den am 1. Januar 2020 entstandenen Konzernkreis.

Aufgrund der Änderung des Konsolidierungskreises durch die im Geschäftsjahr 2021 neu erworbenen Tochterunternehmen sowie der unterjährigen Akquisitionen im Geschäftsjahr 2020 ist die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nur sehr eingeschränkt möglich.

1. Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst das Mutterunternehmen sowie sämtliche inländische Tochterunternehmen:

AERO Holding GmbH, Essen (Mutterunternehmen)

newcare GmbH, Essen (vormals wecare Gruppe GmbH)

newcare Holding GmbH, Essen (vormals wecare Holding GmbH)

newcare homes Reiskirchen GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Reiskirchen GmbH)

newcare homes Vellmar GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Vellmar GmbH)

newcare homes Felsberg GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Felsberg GmbH)

newcare homes Swisttal GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Swisttal GmbH)

newcare homes Neu-Ulm GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Neu-Ulm GmbH)

newcare clinic Altenkirchen GmbH, Essen (vormals MP Reha-Park Altenkirchen Zweite GmbH)

newcare homes Lurup GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Lurup GmbH)

newcare homes Radevormwald GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Radevormwald GmbH)

newcare homes Pirmasens GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Pirmasens GmbH)

newcare homes Hasbergen GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Hasbergen GmbH)

newcare homes Großenbrode GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Großenbrode GmbH)

newcare homes Neustadt GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Neustadt GmbH)

newcare homes Eidelstedt GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Eidelstedt GmbH)

newcare homes Dahlerau GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Thiele GmbH)

Service4Care GmbH, Essen

newcare homes Hessen GmbH, Essen (vormals GAMA Altenhilfezentren GmbH)

newcare homes Fritzlar GmbH, Essen (vormals ROTHWEG ALTENHEIM GmbH)

GAMA Holding GmbH, Essen (mit Wirkung zum 24. November 2021 auf die wecare Holding GmbH, Essen, verschmolzen)

GAMA Service GmbH, Essen (mit Wirkung zum 08. Dezember 2021 auf die Service4Care GmbH, Essen verschmolzen)

newcare homes Bedburg-Hau GmbH, Essen (vormals Haus Simon GmbH)

newcare homes Kleve GmbH, Essen (vormals Seniorenresidenz zum Tiergarten GmbH)

newcare homes Till-Moyland GmbH, Essen (vormals Senioren-Residenz Kloster Till- Moyland GmbH)

ICC Service und Dienstleistungsgesellschaft für Senioren-Residenzen mbH, Kleve (mit Wirkung zum 15. August 2022 auf die Service4Care GmbH, Essen verschmolzen)

La Vida Pflegepartner Osterbrock GmbH, Essen

newcare homes Leer GmbH, Essen (vormals La Vida Pflegepartner Leer GmbH)

newcare homes Lohne GmbH, Essen (vormals La Vida Pflegepartner Lohne GmbH)

Die Anteile am Kapital der Tochterunternehmen umfassen jeweils 100%.

2. Konsolidierungsgrundsätze

Die Konsolidierung im Zuge der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 erfolgte entsprechend den Grundsätzen der §§ 300 ff. HGB.

Sämtliche einbezogene Konzernunternehmen haben zum 31. Dezember 2021 einen Jahresabschluss aufgestellt. Konzernabschlussstichtag ist mithin ebenfalls der 31. Dezember 2021.

Sämtliche einbezogene Jahresabschlüsse werden in Euro aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Neubewertungsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten sowie latenten Steuern entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als "Geschäfts- oder Firmenwert" ausgewiesen.

Die folgenden Tochterunternehmen wurden zum 1. August 2021 im Rahmen eines Share-Deals vollständig übernommen und in den Konsolidierungskreis aufgenommen:

newcare homes Hessen GmbH, Essen (vormals GAMA Altenhilfezentren GmbH)

newcare homes Fritzlar GmbH, Essen (vormals ROTHWEG ALTENHEIM GmbH)

GAMA Holding GmbH, Essen

GAMA Service GmbH, Essen

Die folgenden Tochterunternehmen wurden zum 1. November 2021 im Rahmen eines Share-Deals vollständig übernommen und in den Konsolidierungskreis aufgenommen:

newcare homes Bedburg-Hau GmbH, Essen (vormals Haus Simon GmbH)

newcare homes Kleve GmbH, Essen (vormals Seniorenresidenz zum Tiergarten GmbH)

newcare homes Till-Moyland GmbH, Essen (vormals Senioren-Residenz Kloster Till- Moyland GmbH)

ICC Service und Dienstleistungsgesellschaft für Senioren-Residenzen mbH, Kleve

Die folgenden Tochterunternehmen wurden zum 31. Dezember 2021 im Rahmen eines Share-Deals vollständig übernommen und in den Konsolidierungskreis aufgenommen:

La Vida Pflegepartner Osterbrock GmbH, Essen

newcare homes Leer GmbH, Essen (vormals La Vida Pflegepartner Leer GmbH)

newcare homes Lohne GmbH, Essen (vormals La Vida Pflegepartner Lohne GmbH)

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten sowie latenten Steuern und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Die aus der Kaufpreisallokation ermittelten Werte für Verträge werden über drei Jahre und die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über zehn Jahre linear abgeschrieben. Dabei orientiert sich die Abschreibungsdauer an der erwarteten durchschnittlichen Restnutzungsdauer der erworbenen abnutzbaren Vermögensgegenstände.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt rund 3 bis 8 Jahre. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zu Nennwerten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für im Voraus bezahlte Aufwendungen des Folgejahres.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem Erfüllungsbetrag in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert ausgewiesen.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen, soweit sie Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

B. Erläuterungen zum Konzernabschluss

1. Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Kapitalkonsolidierung der neu erworbenen Anteile an den vorstehend genannten Unternehmen führte insgesamt zu einem als Geschäfts- oder Firmenwert aktivierten Unterschiedsbetrag mit einem Restbuchwert zum Stichtag in Höhe von TEUR 64.097 (Vorjahr: TEUR 48.291). Unter Berücksichtigung des Geschäfts- oder Firmenwerts, der in den Jahresabschlüssen der einbezogenen Unternehmen entstanden ist, beläuft sich die gesamte Abschreibung auf die Geschäfts- oder Firmenwerte auf TEUR 5.729 (Vorjahr: TEUR 3.417).

Angaben zum Anteilsbesitz:

Gesellschaft Konsolidierungsstatus Anteil am Stammkapital in %
AERO Holding GmbH (Mutterunternehmen) vollkonsolidiert 100
newcare GmbH vollkonsolidiert 100
newcare Holding GmbH */** vollkonsolidiert 100
newcare homes Reiskirchen GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Vellmar GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Felsberg GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Swisttal GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Neu-Ulm GmbH vollkonsolidiert 100
newcare clinic Altenkirchen GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Pirmasens GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Radevormwald GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Neustadt GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Hasbergen GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Großenbrode GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Lurup GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Eidelstedt GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Dahlerau GmbH vollkonsolidiert 100
Service4Care GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Hessen GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Fritzlar GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Bedburg-Hau GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Kleve GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Till-Moyland GmbH vollkonsolidiert 100
ICC Service und Dienstleistungsgesellschaft für Senioren-Residenzen mbH *** vollkonsolidiert 100
La Vida Pflegepartner Osterbrock GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Leer GmbH vollkonsolidiert 100
newcare homes Lohne GmbH vollkonsolidiert 100

* Die GAMA Holding GmbH, Essen, ist mit Wirkung zum 24. November 2021 auf die wecare Holding GmbH, Essen, verschmolzen worden.
** Die GAMA Service GmbH, Essen ist mit Wirkung zum 08. Dezember 2021 auf die Service4Care GmbH, Essen, verschmolzen worden.
*** Die ICC Service und Dienstleistungsgesellschaft für Senioren-Residenzen mbH, Kleve ist mit Wirkung zum 15. August 2022 auf die Service4Care GmbH, Essen verschmolzen worden.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Zum Stichtag bestehen keine Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die nicht konsolidiert werden.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 25) entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten.

Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Zuführung in die Kapitalrücklage von TEUR 7.500, so dass diese zum Bilanzstichtag TEUR 49.273 (Vorjahr: TEUR 41.773) beträgt.

4. Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen die erwartete Körperschaftsteuer für das Jahr 2020 und 2021.

Die Sonstigen Rückstellungen haben überwiegend eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und umfassen im Wesentlichen:

in TEUR Vorjahr
in TEUR
Substanzerhaltungsverpflichtungen 14.296 8.103
Personalsachverhalte (bspw. Urlaub und Überstunden) 4.727 2.123
Umsatzrisiken 3.765 1.118
Ausstehende Rechnungen 995 426
Übrige 2.199 1.177
Gesamt 25.982 12.946

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Laufzeiten wie folgt:

bis zu 1 Jahr Davon über 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesamt
in Vorjahr in in Vorjahr in in Vorjahr in in Vorjahr in
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.232 751 42.192 29.775 19.281 23.525 43.424 30.526
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.777 1.762 0 0 0 0 1.777 1.762
Sonstige Verbindlichkeiten 5.581 1.772 450 100 0 0 6.031 1.872

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern (Lohn- sowie Umsatzsteuern) in Höhe von TEUR 563 (Vorjahr: TEUR 31) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 840 (Vorjahr: TEUR 573) Verwahrgelder.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die nicht konsolidiert wurden, bestehen zum Stichtag nicht.

6. Passive Latente Steuern

Die saldierten (passiven) latenten Steuern in Höhe von TEUR 791 (Vorjahr: TEUR 202) resultieren aus den nachfolgend aufgelisteten Sachverhalten:

Vorjahr
in TEUR in TEUR
Aktive latente Steuern
Übernommene Verpflichtungen (Rückstellungen oder Verbindlichkeiten) 2.217 626
Unterschiedliche Nutzungsdauern der erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte 277 123
Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.280 945
Sachanlagevermögen 5 5
Gesamt saldierte (passive) latente Steuern 791 202

Für die Ermittlung der latenten Steuern zum Stichtag wurde ein Mischsteuersatz in Höhe von 18,825% zu Grunde gelegt.

7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden fast ausschließlich in den Pflegeeinrichtungen erzielt. Der Konzern ist lediglich im Inland tätig.

Auf Basis der Ergebnisse der Sitzung IDW KHFA vom 13. Mai 2020 wurden die Erstattungen nach § 150 Abs. 2 SGB XI im Geschäftsjahr 2021 unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Aus Gründen der Vergleichbarkeit wurden diese Erstattungen ebenfalls für das Vorjahr von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert. Die Erstattungen aus dem Pflegerettungsschirm der Bundesregierung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 6.478 (Vorjahr: TEUR 2.027).

8. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Vorjahr im Wesentlichen Erstattungen aus dem Pflegerettungsschirm der Bundesregierung in Höhe von TEUR 2.027. Diese wurden in die Umsatzerlöse sowohl für das aktuelle Geschäftsjahr und aus Vergleichsgründen auch für das Vorjahr umgegliedert (siehe hierzu auch Punkt 7.).

9. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing in Höhe von TEUR 11.919 (Vorjahr: TEUR 7.903), Abgaben, Versicherungen und die Ausbildungsumlagen TEUR 2.422 (Vorjahr: TEUR 1.155), Wirtschafts- und Verwaltungsbedarf TEUR 1.168 (Vorjahr: TEUR 463), Rechts- und Beratung TEUR 1.455 (Vorjahr: TEUR 2.050) sowie Aufwendungen für Reparaturen und Instandhaltungen TEUR 1.698 (Vorjahr: TEUR 644).

10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinserträge beinhalten Zinserträge aus laufenden Geschäftsguthaben.

11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Fremdfinanzierung durch Kreditinstitute und enthalten im Vorjahr einmalige Aufwendungen bei Abschluss der Finanzierungen von TEUR 1.269.

12. Steuern von Einkommen und vom Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind neben den originären Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 137 (Vorjahr: TEUR 223) Erträge aus der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 743 (Vorjahr: TEUR 527) enthalten.

13. Honorare des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für erbrachte Leistungen gliedert sich wie folgt:

in TEUR im Vorjahr
in TEUR
Prüfung 81 64
Andere Bestätigungsleistungen 10 11
Steuerberatung 0 0
Sonstiges 0 0
91 75

14. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB

Im Geschäftsjahr 2021 wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 13 HGB zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

C. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Markus Mitzenheim, Altenpfleger, Herzogenaurach

Thomas Kruggel, Hilden, Diplom-Ökonom, seit 1. Januar 2022

Stephan Schwarz, Rechtsanwalt, Frankfurt am Main, bis 31. Dezember 2021

2. Beirat

Uwe Klingel (Vorsitzender), Berater, Sachseln, Schweiz

Christian Zeltner, Berater, Nürnberg

Dr. Philip Matlachowsky, Berater, Frankfurt am Main

Thomas Render, Berater, Frankfurt am Main

3. Organbezüge und Bezüge des Beirats

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sowie des Beirates wird gemäß § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4. Anzahl der Mitarbeiter

Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen ohne Auszubildende zum 31. Dezember 2021 ergeben sich nach § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB wie folgt:

nach Köpfen Vorjahr nach Köpfen
Pflege und medizinischer Dienst 1.149 695
Hauswirtschaft und Reinigung 330 194
Technischer Dienst 54 38
Verwaltung und Heimleitung 100 73
Gesamt 1.633 1.000

Zum Jahresende wurden 163 Auszubildende (im Vorjahr: 99) beschäftigt.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die nicht zu passivierenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Stichtag auf insgesamt rund EUR 225,6 Mio. (Vorjahr: EUR 160,6 Mio.). Sie resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Dienstleistungs- und Mietverträgen, die eine Laufzeiten von bis zu 21,8 Jahren haben.

6. Haftungsverhältnisse

Gemäß § 268 Abs. 7 HGB bestehen lediglich in § 251 HGB genannte Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten. Namentlich wurden Pfandrechte an den Anteilen des die Darlehen der Kreditinstitute empfangenden Gesellschaft zur Absicherung der Fremdfinanzierung gewährt.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der gewährten Sicherheit gegenüber Kreditinstituten wird aufgrund der stabilen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Unternehmen als gering eingeschätzt.

7. Konzernverhältnisse

Die AERO Holding GmbH, Essen, erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger offengelegt.

Die wecare Gruppe GmbH erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen und macht von der Befreiung nach § 291 Abs. 1 Satz 1 HGB gebraucht, so dass der Konzernabschluss nicht gesondert im Bundesanzeiger offengelegt wird.

Der Kreis der verbundenen Unternehmen der AERO Holding GmbH, Essen, umfasst das oberste Mutterunternehmen, die AERO Holding GmbH, Essen, und sämtliche Tochterunternehmen dieses Mutterunternehmens entsprechend der Anteilsbesitzliste.

8. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB

Folgende Unternehmen werden die Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen:

newcare GmbH, Essen

newcare Holding GmbH, Essen

newcare homes Reiskirchen GmbH, Essen

newcare homes Vellmar GmbH, Essen

newcare homes Felsberg GmbH, Essen

newcare homes Swisttal GmbH, Essen

newcare homes Neu-Ulm GmbH, Essen

newcare clinic Altenkirchen GmbH, Essen

newcare homes Radevormwald GmbH, Essen

newcare homes Pirmasens GmbH, Essen

newcare homes Neustadt GmbH, Essen

newcare homes Hasbergen GmbH, Essen

newcare homes Großenbrode GmbH, Essen

newcare homes Lurup GmbH, Essen

newcare homes Eidelstedt GmbH, Essen

newcare homes Dahlerau GmbH, Essen

Service4Care GmbH, Essen

newcare homes Hessen GmbH, Essen

newcare homes Fritzlar GmbH, Essen

newcare homes Bedburg-Hau GmbH, Essen

newcare homes Kleve GmbH, Essen

newcare homes Till-Moyland GmbH, Essen

ICC Service und Dienstleistungsgesellschaft für Senioren-Residenzen mbH, Kleve

La Vida Pflegepartner Osterbrock GmbH, Essen

newcare homes Leer GmbH, Essen

newcare homes Lohne GmbH, Essen

Alle vorgenannten Gesellschaften sind in den Konzernabschluss entsprechend § 264 Abs. 3 S. 1 Nr. 3 HGB einbezogen. Die AERO Holding GmbH, Essen, wird ihren Konzernabschluss entsprechend den Regelungen des § 264 Abs. 3 S.1 Nr. 4 in Verbindung mit § 325 HGB im Bundesanzeiger offenlegen.

Die Gesellschaften verzichten auf die Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse.

9. Nachtragsbericht

Am 25. April 2022 wurde die bestehende Bankfinanzierung erfolgreich um weitere Kapitalzusagen von EUR 20 Mio. ausgeweitet. Das Geld soll für die weitere erfolgreiche Expansion der Gruppe genutzt werden. Des Weiteren verweisen wir auf die Anmerkungen im Lagebericht zu den Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine.

Mit Gesellschafterbeschlüssen vom 24. August 2022 sind bis auf die AERO Holding GmbH und die La Vida Pflegepartner Osterbrock GmbH alle Gesellschaften im Zuge des Renamings der Gruppe umbenannt worden.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2021 kam es darüber hinaus zu keinen Vorfällen oder Vorgängen von besonderer Bedeutung

10. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds besteht aus liquiden Mitteln sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2021 insbesondere durch die Akquisition der Tochterunternehmen und deren Geschäftsbetriebe geprägt, während der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit den Mittelzufluss für die Unternehmens- und Geschäftsbetriebserwerbe darstellt.

11. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Das Konzerneigenkapital besteht im Wesentlichen aus dem Stammkapital des Mutterunternehmens sowie der Kapitalrücklage, in die der Gesellschafter eingezahlt hat. Aufgrund des negativen Ergebnisses stehen keine Beträge zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung.

12. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen.

D. Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (Anhang S. 13).

 

Essen, 19. September 2022

AERO Holding GmbH

Geschäftsführung

Markus Mitzenheim

Thomas Kruggel

Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2021

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2021 Zugänge Un nbuchungen Abgänge 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28.123.129,75 15.981.623,61 0,00 0,00 44.104.753,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.707.792,81 21.321.640,84 213.698,25 0,00 73.243.131,90
3. Geleistete Anzahlungen 213.698,25 0,00 -213.698,25 0,00 0,00
80.044.620,81 37.303.264,45 0,00 0,00 117.347.885,26
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 88.841,11 752.759,14 0,00 343.404,14 498.196,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 124.642,94 259.170,30 1.287,99 0,00 385.101,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 847.603,54 4.380.535,75 0,00 0,00 5.228.139,29
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 30.193,08 0,00 -1.287,99 0,00 28.905,09
1.091.280,67 5.392.465,19 0,00 343.404,14 6.140.341,72
81.135.901,48 42.695.729,64 0,00 343.404,14 123.488.226,98
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021 Zugänge 31.12.2021
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.050.766,01 10.239.133,35 18.289.899,36
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.416.945,68 5.729.475,68 9.146.421,36
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
11.467.711,69 15.968.609,03 27.436.320,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.669,89 7.092,47 18.762,36
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.582,51 12.976,72 31.559,23
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 277.181,84 904.999,48 1.182.181,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
307.434,24 925.068,67 1.232.502,91
11.775.145,93 16.893.677,70 28.668.823,63
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.814.854,00 20.072.363,74
2. Geschäfts- oder Firmenwert 64.096.710,54 48.290.847,13
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 213.698,25
89.911.564,54 68.576.909,12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 479.433,75 77.171,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 353.542,00 106.060,43
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.045.957,97 570.421,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.905,09 30.193,08
4.907.838,81 783.846,43
94.819.403,35 69.360.755,55

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

Inhaltsverzeichnis

1. Allgemein

2. Markt- und Branchenentwicklung

3. Geschäftsverlauf

4. Umsatz- und Ertragslage

5. Vermögens- und Finanzlage

6. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

7. Entwicklung der Tochtergesellschaften

8. Chancen- und Risikobericht

9. Auswirkungen der Corona-Pandemie

10. Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine

11. Prognosebericht

1. Allgemein

Der Konzern hat seine operative Tätigkeit mit Vollzug der Transaktion der Medical Senior Park Gruppe sowie der Convivo-Gruppe am 28. Februar 2020 aufgenommen.

Seit der Aufnahme der operativen Tätigkeit ist die Gruppe durch weitere Zukäufe und Eröffnung von neuen Betriebsstätten auf insgesamt 26 Einrichtungen gewachsen. Dieser Weg soll in den Folgejahren fortgesetzt werden.

Das Leistungsportfolio beruht hauptsächlich auf der stationären Pflege.

Zum Bilanzstichtag betreiben folgende Tochterunternehmen Pflegeeinrichtungen:

newcare homes Reiskirchen GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Reiskirchen GmbH)

newcare homes Vellmar GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Vellmar GmbH)

newcare homes Felsberg GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Felsberg GmbH)

newcare homes Swisttal GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Swisttal GmbH)

newcare homes Neu-Ulm GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Neu-Ulm GmbH)

newcare homes Lurup GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Lurup GmbH)

newcare homes Radevormwald GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Radevormwald GmbH)

newcare homes Pirmasens GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Pirmasens GmbH)

newcare homes Hasbergen GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Hasbergen GmbH)

newcare homes Großenbrode GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Großenbrode GmbH)

newcare homes Neustadt GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Neustadt GmbH)

newcare homes Eidelstedt GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Eidelstedt GmbH)

newcare homes Dahlerau GmbH, Essen (vormals wecare Seniorenzentren Thiele GmbH)

newcare homes Hessen GmbH, Essen (vormals GAMA Altenhilfezentren GmbH)

newcare homes Fritzlar GmbH, Essen (vormals ROTHWEG ALTENHEIM GmbH)

newcare homes Bedburg-Hau GmbH, Essen (vormals Haus Simon GmbH)

newcare homes Kleve GmbH, Essen (vormals Seniorenresidenz zum Tiergarten GmbH)

newcare homes Till-Moyland GmbH, Essen (vormals Senioren-Residenz Kloster Till- Moyland GmbH)

La Vida Pflegepartner Osterbrock GmbH, Essen

newcare homes Leer GmbH, Essen (vormals La Vida Pflegepartner Leer GmbH)

newcare homes Lohne GmbH, Essen (vormals La Vida Pflegepartner Lohne GmbH)

Weiterhin wird eine Reha-Einrichtung zur Therapie suchterkrankter Frauen mit Begleitkindern betrieben:

newcare clinic Altenkirchen GmbH, Essen (vormals MP Reha-Park Altenkirchen Zweite GmbH)

Hierbei sind wir bundesweit engagiert:

2. Markt- und Branchenentwicklung

Aufgrund des demografischen Wandels und der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung ist der Pflegemarkt weiterhin durch ein stabiles Wachstum gekennzeichnet. Vor allem mit zunehmendem Alter eines Menschen erhöht sich das Risiko, aufgrund von physischen oder psychischen Beeinträchtigungen auf Pflege angewiesen zu sein. Die vielerorts erkennbare Begrenzung pflegerischer Angebote durch den stärker zutage tretenden Personalmangel gilt bundesweit. Im ambulanten Sektor können zunehmend Kundenanfragen nicht mehr befriedigt werden. Im stationären Bereich zeichnen sich aus eben diesem Grund weitere Einrichtungsschließungen ab, die eine Chance für unsere Unternehmensgruppe bedeuten.

3. Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2021 wurde zusätzlich zu den 14 stationären Einrichtungen zum 1. Januar im Laufe des Jahres 11 weitere Einrichtungen übernommen und eine weitere Betriebsstätte neu eröffnet.

Insbesondere die Übernahmen benötigen grundsätzlich eine gewisse Zeit der Integration, so dass die Ergebnissituation im Jahr der Übernahme stark von Sondereinflüssen belastet ist. Zum 1. August 2021 (vier) sowie zum 1. November 2021 (vier) und zum 31. Dezember 2021 (drei) sind weitere Einrichtungen übernommen worden. Zum 1. Oktober 2021 wurde darüber hinaus eine neue Einrichtung in Betrieb genommen.

Weitere Übernahmen, die voraussichtlich im Folgejahr 2022 realisiert werden können, wurden angebahnt.

4. Umsatz- und Ertragslage

Die Umsatz- und Ertragslage ist im Wesentlichen abhängig von der Kapazitätsauslastung der Häuser.

Die Belegung der Einrichtungen lag im Jahr 2021 mit durchschnittlich 1.546 Plätzen (Vorjahr: 1.265 Plätze), beziehungsweise 87,9% (Vorjahr: 88,2%), unter dem ambitionierten Planungsziel mit einer Zielauslastung von 93,2% (Vorjahr: 91,6%). Die Belegung war durch die Pandemie negativ beeinflusst worden und ist in Summe dennoch als positiv zu betrachten.

Die Umsatzerlöse inklusive der Erstattungen aus dem Pflegerettungsschirm in Höhe von TEUR 76.983 (Vorjahr: TEUR 48.505) enthalten die Erlöse der stationären Einrichtungen (anteilig seit dem Übernahmezeitpunkt), die fast ausschließlich aus Pflegeumsätzen bestehen.

Das EBITDA beträgt TEUR 4.257 (Vorjahr: TEUR 1.608), ist aber substanziell durch Sondereinflüsse negativ beeinflusst (bspw. Transaktionskosten, Einmalkosten). Dieses Ergebnis ergibt sich aus den laufenden Ergebnissen der Konzerngesellschaften. Das EBITDA der Zukäufe ist erst nach der Übernahme in den Zahlen enthalten. Entsprechend sind die Zukäufe aus 2021 nur im geringen Maße in den Zahlen enthalten. Das um Transaktions- und Sondereffekte bereinigte und nachhaltige EBITDA nach Holding-Kosten beträgt TEUR 10.783 (Vorjahr: TEUR 6.866).

5. Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 94.819 (Vorjahr: TEUR 69.361) ist mit lang- und mittelfristigen Fremdmitteln sowie Eigenkapital finanziert.

Bei den lang- und mittelfristigen Fremdmitteln handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 42.192 (Vorjahr: TEUR 29.775). Die Gesellschafter haben Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von insgesamt TEUR 49.273 (Vorjahr: TEUR 41.773) geleistet. Insgesamt weist das Unternehmen eine Eigenkapitalquote von 22,5% (Vorjahr: 37,9%) aus.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 26.578 (Vorjahr: TEUR 66.077) für die Zugänge zum Konsolidierungskreis getätigt.

Es wurde trotz aller Sondereinflüsse (bspw. Transaktionskosten, Einmalkosten) ein positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 6.168 (Vorjahr: TEUR 1.445) erzielt. Die Gesellschaften des Konzerns konnten im Berichtsjahr zu jedem Zeitpunkt alle Zahlungsverpflichtungen erfüllen. Auch zukünftig werden voraussichtlich alle Zahlungsverpflichtungen erfüllt werden können.

Das Eigenkapital wurde im Berichtsjahr mit einem Konzernjahresfehlbetrag von TEUR -13.480 (Vorjahr: TEUR -12.383) belastet, negativ beeinflusst insbesondere aus der linearen Abschreibung der im Rahmen der Kaufpreisallokation aufgedeckten stillen Reserven in den immateriellen Vermögensgegenständen sowie des Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von TEUR 15.969 (Vorjahr: TEUR 11.468). Durch die Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 7.500 hat sich das Eigenkapital jedoch nur um TEUR 5.980 auf TEUR 23.427 (Vorjahr: TEUR 29.407) reduziert.

6. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Personalentwicklung und Soziales

Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern hat ganz Deutschland und nahezu alle Branchen erreicht. Insbesondere in den Metropolregionen verschärft sich der Wettbewerb um qualifiziertes Personal und Auszubildende. Auch das Segment der Pflegehilfskräfte ist zunehmend schwerer zu rekrutieren, da insbesondere der Krankenhaussektor eine wachsende Konkurrenz darstellt.

Wir konnten im Jahr 2021 eine große Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze sowohl für die Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann als auch Plätze für die einjährige Ausbildung (Pflegeassistenz) erfolgreich besetzen und so die Grundlage für eine stabile Nachwuchsrekrutierung legen. Die Nachfrage von Auszubildenden für den Beruf der Gesundheits- und Pflegeassistenz ist weiterhin hoch, allerdings auch hier standortabhängig.

Die Neuordnung der Pflegeausbildung in den Jahren zuvor wurde nach ihrer gesetzlichen Fixierung final umgesetzt. Im Berichtsjahr und in 2022 werden das alte und das neue Umlagesystem parallel zueinander laufen, solange die alten Ausbildungsjahrgänge noch nicht abgeschlossen sind.

Die neue generalistische Ausbildung wird die Gewinnung von Pflegefachkräfte durch eigene Ausbildung für die Altenpflege eher erschweren. Durch die direkte Konkurrenzsituation mit dem Krankenhaussektor sind hier verstärkte Abwanderungstendenzen von Auszubildenden zu erwarten.

Neben der Ausbildung steht die Gewinnung neuer Beschäftigter unverändert im Fokus.

Interne und externe Qualitätssicherung

Seit 2010 werden alle stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegedienste einmal jährlich durch den Medizinischen Dienst Bund (MD) überprüft und die Ergebnisse gemäß § 115 SGB XI in den so genannten "Transparenzberichten" im Internet veröffentlicht.

Seit 2013 werden neben den Themen des pflegerischen Qualitätsmanagements auch Hauswirtschaft, Personal und Organisation, mit wechselnden Schwerpunkten, überprüft.

Wir arbeiten neben den Maßnahmen der internen Qualitätssicherung aktiv an der Weiterentwicklung der Pflege und überprüfen regelmäßig unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren insbesondere die Pflege- und Betreuungsqualität.

Mit dem Aufbau eines zentralen und regionalen Qualitätsmanagements, die unternehmensweite Einführung eines einheitliches Dokumentationssystem sowie laufende interne Auditierungen hat die Qualitätssicherung im Unternehmen einen hohen Stellenwert und ist ein Schwerpunkt der weiteren Unternehmensentwicklung.

7. Entwicklung der Tochtergesellschaften

Mit Wirkung zum 1. August 2021 erfolgte die Erstkonsolidierung sämtlicher Anteile der GAMA-Gruppe mit folgenden Gesellschaften:

newcare homes Hessen GmbH, Essen (vormals GAMA Altenhilfezentren GmbH)

newcare homes Fritzlar GmbH, Essen (vormals ROTHWEG ALTENHEIM GmbH)

GAMA Holding GmbH, Essen

GAMA Service GmbH, Essen

Mit Wirkung zum 1. November 2021 erfolgte die Erstkonsolidierung sämtlicher Anteile der Vehreschild-Gruppe mit folgenden Gesellschaften:

newcare homes Bedburg-Hau GmbH, Essen (vormals Haus Simon GmbH)

newcare homes Kleve GmbH, Essen (vormals Seniorenresidenz zum Tiergarten GmbH)

newcare homes Till-Moyland GmbH, Essen (vormals Senioren-Residenz Kloster Till-Moyland GmbH)

ICC Service und Dienstleistungsgesellschaft für Senioren-Residenzen mbH, Kleve

Die letzte Veränderung des Konsolidierungskreises erfolgte mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 durch die Erstkonsolidierung sämtlicher Anteile von drei Gesellschaften der La Vida-Gruppe:

La Vida Pflegepartner Osterbrock GmbH, Essen

newcare homes Leer GmbH, Essen (vormals La Vida Pflegepartner Leer GmbH)

newcare homes Lohne GmbH, Essen (vormals La Vida Pflegepartner Lohne GmbH)

Der Aufbau der Dienstleistungsgesellschaft Service4Care GmbH wurde in 2021 weiter vorangetrieben. Die Gesellschaft soll zukünftig die Dienstleistungen innerhalb der Konzerngesellschaften erbringen, die insbesondere mit der Verpflegung, Reinigung, Wäscherei und technischen Dienstleistungen im Zusammenhang stehen.

Trotz intensiver Rekrutierungsmaßnahmen konnte im Jahresverlauf nicht vollständig auf den Einsatz von Zeitarbeit verzichtet werden, was zu einer Verschlechterung des Jahresergebnisses führte.

8. Chancen- und Risikobericht

Die wecare Gruppe GmbH hat für ihre Arbeit vorrangig nachfolgende Risiken für 2021 und 2022 herausgearbeitet, die stetig und systematisch beobachtet und verfolgt werden:

Strategische Risiken

Die stationäre Versorgung ist und bleibt kein Auslaufmodell, da eine große Anzahl von Krankheitsbildern nur schwer und sehr kostenintensiv in der Häuslichkeit betreut werden können. Zudem wird die Gesamtbelastung der Pflegeversicherung aber auch der Sozialhilfeträger überbordende Ansprüche begrenzen. Erschwerend tritt die fehlende Barrierefreiheit von Wohnraum in Innenstadtlagen hinzu, die selbst bei guter Versorgung durch ambulante Dienste Vereinsamungstendenzen fördert. Die mittelfristige Veränderung des potenziellen Bewohnerkreises wird den Charakter der Häuser verändern. Der sich beschleunigende Bewohneraustausch - auch über das Instrument der Kurzzeitpflege - stellt weiterhin hohe Anforderungen an Beschäftigte.

Durch das Inkrafttreten des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (GVWG) zum 25. Juni 2021 ergeben sich zum 01. Januar2022 sowie in der Folgezeit diverse Veränderungen. Insbesondere auf zwei Aspekte soll hier näher eingegangen werden:

1.

Ab dem 1. September 2022 werden nur noch Pflegeeinrichtungen zur Versorgung zugelassen, die ihre Pflege- und Betreuungskräfte nach Tarif oder kirchenarbeitsrechtlichen Regelungen bezahlen oder mindestens in Höhe eines Tarifvertrags oder einer kirchenarbeitsrechtlichen Regelung entlohnen. Die Bezahlung nach Tarif wird vollständig refinanziert. Für Einrichtungen, die nicht tarifgebunden sind, wird eine Refinanzierung bis zur Höhe von 10 Prozent über dem Durchschnitt der regional geltenden Tariflöhne gewährleistet.

 

Diese Regelung ist aus Sicht privater Betreiber eher positiv zu werten. Die Schere hinsichtlich der Gehälter der Mitarbeiter zwischen kirchlichen und gemeinnützigen Betreibern sowie Wohlfahrtsverbänden auf der einen Seite und den privaten Betreibern auf der anderen Seite wird deutlich reduziert, so dass das Gehalt für die Mitarbeiter als Entscheidungskriterium eher entfällt, während alternative Kriterien an Gewicht zunehmen, beispielsweise Unternehmenskultur, Mitarbeiterführung, Schnelligkeit und Nachhaltigkeit von Entscheidungen sowie Flexibilität.

2.

In Pflegeheimen wird künftig ein bundeseinheitlicher Personalschlüssel gelten: Mit einem neuen Personalbemessungsverfahren wird anhand der jeweiligen Bewohnerstruktur für jedes Heim der Personalbedarf berechnet. Ab 1. Juli 2023 werden bundeseinheitliche Personalanhaltszahlen vorgegeben, die die Einstellung von weiterem Personal ermöglichen und fordern.

 

Mit der Vorgabe des bundeseinheitlichen Personalschlüssels entfällt die starre und antiquierte Vorgabe der Fachkraftquote von 50% der Pflegemitarbeiter. Die Fachkraftquote bemisst sich zukünftig vorrangig am Grad der Pflegebedürftigkeit der Bewohner. Aufgrund des bundeseinheitlichen Personalschlüssels und der damit verbundenen Mehrpersonalisierung werden Pflegeeinrichtungen allerdings zukünftig noch mehr Fachkräfte als bisher benötigen. Zudem gibt es dann auch eine verbindliche Vorgabe hinsichtlich einjährig gelernter Pflegeassistenten. Nachdem eine ausreichende Personalakquise in diesen beiden Funktionen bereits jetzt eine erhebliche Herausforderung darstellt, wird der Personalmangel aufgrund des Personalschlüssels weiter verschärft werden. Um diesem Umstand entgegenzuwirken, ist die Aus- und Fortbildung von Mitarbeitern von hoher Bedeutung.

Personalrisiko

Der Personalmarkt in Ballungszentren steht weiterhin unter hohem Druck, auch wenn die 2014 eingeführte Ausbildungsumlage zur Finanzierung zusätzlicher Ausbildungsplätze dem entgegenwirken soll. Die bereits vorhandene Lücke kann aktuell nicht vollständig geschlossen werden.

In ländlichen Regionen ist der Personalmarkt deutlich angespannter als in den Städten und Ballungszentren. Durch die Abwanderung jüngerer Arbeitnehmer in als attraktiver wahrgenommene Ballungszentren besteht gerade in ländlichen Regionen und grenznahen Randlagen große Probleme in der Personalgewinnung. Verstärkt wird die Situation dadurch, dass in diesen Regionen auch Auszubildende schwieriger zu gewinnen sind.

Wir begegnen dieser Situation unter anderem durch den Aufbau eines internen Springerpools, der es uns ermöglicht, eine Anzahl von Mitarbeitern flexibel innerhalb unseres Unternehmens einzusetzen und so personellen Engpässen gezielt entgegenzuwirken. Diese Entwicklung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass wir keine geplante Zeitarbeit in unserem Unternehmen einsetzen müssen (Ausnahme: durch den Rettungsschirm finanzierter Einsatz von Zeitarbeitern aufgrund hoher Infektionsraten auf Seiten der Mitarbeiter).

Der Einsatz ausländischer Mitarbeiter ist ein weiteres Standbein im Rahmen der Mitarbeiterakquise. Gerade in den ländlichen Regionen, in denen qualifiziertes Personal nicht vorhanden ist, können ausländische Mitarbeiter diesen Personalmangel kompensieren, so dass wir sowohl 2022 als auch 2023 in die Qualifizierung und Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter investieren.

Belegungsrisiko

Aufgrund der Marktsituation, insbesondere vor dem Hintergrund des bestehenden Wettbewerbsdrucks sowie der verstärkt nachgefragten ambulanten Leistungen, stellt die Belegung der Häuser unverändert eine Herausforderung dar. Die angebotene Qualität und ausgewiesene Verbraucherfreundlichkeit (zertifiziert durch den Grünen Haken für Lebensqualität) unserer Häuser tragen zu einer kontinuierlichen Belegung bei. Die Geschäftsführung analysiert laufend die Belegung aller Häuser und steht mit den Regionalleitern in stetigem Austausch.

Im Vergleich zum Personalrisiko hat sich das Belegungsrisiko in den letzten Jahren im Zuge des demographischen Wandels deutlich reduziert.

Qualitätsrisiko

Die Arbeit der Qualitätsmanagementbeauftragten erfolgt unter zentraler Führung. Neben den externen Qualitätskontrollen durch Heimaufsicht und MD Bund gewährleisten systematische interne Audits und Fallbesprechungen die Reduzierung von Fehlern und in der Folge eine in weiten Teilen stabile Leistungsqualität auf hohem Niveau.

Die Einrichtungen der wecare Gruppe werden vollständig durch den Grünen Haken zertifiziert. Hierbei steht weniger die Dokumentation der Pflegeleistungen im Fokus als vielmehr die Lebenszufriedenheit der Bewohner. Dieser Prozess wird 2022 abgeschlossen sein. Wir haben in 2021 begonnen, auf Grundlage unseres Pflegedokumentationssystems ein Kennzahlensystem zu entwickeln, das hilft, mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig zu identifizieren und diesen gezielt entgegenzuwirken. Auch dieser Prozess wird 2022 abgeschlossen werden.

Kostenrisiko

Dem Kostenrisiko wird durch gezielte Verhandlungen mit den Kostenträgern entgegengewirkt, wenngleich auch eine vollständige Kompensation nicht immer möglich scheint.

Operative Chancen

Chancen sieht die Gesellschaft in der weiteren Automatisierung von operativen Prozessen und Zentralisierung von administrativen Vorgängen (z.B. Einkauf). Aufgrund der Bündelung von Einkaufsvolumina können bspw. ggf. günstigere Einkaufskonditionen realisiert werden.

Entwicklungschancen

Wir erwarten eine Ausweitung von Dienstleistungen insbesondere im Bereich der ambulanten und teilstationären Pflege sowie des betreuten Wohnens, wodurch sich zusätzliche Umsatz- und Ergebnischancen eröffnen.

Strukturelle Chancen

Chancen im Bereich der Unternehmensstruktur sieht das Unternehmen durch die zukünftige Bündelung der pflegefernen Prozesse (u.a. Haustechnik, Küche, Reinigung, Wäscherei) sowie ein Ausbau des Belegungs- und Einstufungsmanagement.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die wecare Holding GmbH verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) bezüglich des Rechnungslegungsprozesses. Dieses stellt sicher, dass die gesetzlichen Normen und Rechnungslegungsvorschriften eingehalten werden.

Grundsätzlich gibt auf jeder Ebene zumindest ein Vier-Augen-Prinzip. Im gesamten Rechnungslegungsprozess müssen bestimmte Freigabeprozesse eingehalten werden.

Risikomanagement für Finanzrisiken

Die wecare Gruppe GmbH ist durch die Einzahlung in die Kapitalrücklage durch die Gesellschafter sowie langfristige Bankdarlehen mit jeweils festen Zinsvereinbarungen finanziert.

Die Weiterentwicklung der risikobezogenen Frühwarnsysteme erfolgt durch die Geschäftsführung und den Bereich Controlling. Die Wirksamkeit und Einhaltung der Instrumente und Regelungen werden regelmäßig kontrolliert.

Alle Unternehmensrisiken werden systematisch verfolgt, monatlich analysiert und bewertet. Dadurch ist gewährleistet, dass bei Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder nachhaltig negativ beeinflussen könnten, frühzeitig gegengesteuert werden kann.

Die seitens des Gesetzgebers realisierten Veränderungen werden die Bewohnerstruktur stationärer Pflegeeinrichtungen weiter verändern. In der Folge werden die medizinischen Anforderungen in noch stärkerem Maß greifen und der Bewohnerwechsel sich weiter beschleunigen. Wichtigste und zugleich limitierende Ressource bleibt das Pflegepersonal, das in einem sich überhitzenden Markt zunehmend weniger verfügbar ist.

Auf Basis einer jederzeit gesicherten Liquidität sind die Entwicklung neuer Geschäftsfelder und die Akquise neuer Angebote schon heute wichtige Entwicklungsparameter, die auch künftig die erfolgreiche Fortführung des Geschäftsbetriebes sichern.

Gesamtbild zur Chancen- und Risikolage

Das Geschäftsmodell der Gruppe ist auch in einem konjunkturellen Umfeld mit wenig Impulsen gleichermaßen stabil und robust. Kurzfristige konjunkturelle Eintrübungen wirken sich nur in geringem Maße auf die Geschäftsentwicklung der Gruppe aus. Unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung betreibt die Gruppe zur Effizienzsteigerung eine aktives Belegungs- und Einstufungsmanagement sowie eine kontinuierliche Kosten- und Prozessoptimierung.

Vor dem Investorenhintergrund und der Entwicklungsperspektive des Unternehmens bestehen gute Refinanzierungsmöglichkeiten.

Zum Bilanzstichtag waren keine wesentlichen quantifizierbaren Risiken im Sinne der Risikodefinition bekannt, die den Fortbestand des Konzerns gefährden oder wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwarten ließen.

9. Auswirkungen der Corona-Pandemie

Die sich seit dem Frühjahr 2020 stark ausgebreitete Corona-Pandemie hat weltweite Folgen bis heute. Während im Jahr 2020 noch erste Maßnahmen zur medizinischen Reaktion durch Erst-Impfungen für Pflegeheimbewohner und Pflegende eingeleitet werden konnten, haben die Regierungen parallel dazu versucht, durch Stabilisierungsprogramme die wirtschaftlichen Folgen abzumildern.

Unsere Gruppe konnte die Maßnahmen unsere Mitarbeiter betreffend vollständig umsetzen und neben erhöhten Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen auch Impfungen ermöglichen.

Weiter konnten wir auch den Pflegebonus als zusätzliche Einmalzahlung an die Mitarbeiter weiterreichen.

Dennoch sind die Herausforderungen in der Pflegebranche enorm. Durch die Corona-Pandemie wurde dies auch für die breite Masse deutlich.

Die Bundesregierung hat mit dem Covid-19-Krankenhausentlastungsgesetz den sogenannten Pflege-Rettungsschirm befristet geschaffen und diesen in der Vergangenheit mehrfach bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Hierdurch konnten die coronabedingten Mehrkosten beispielsweise durch Infektionsschutzmaßnahmen sowie Mindererlöse durch eine reduzierte Belegung der Einrichtungen teilweise ausgeglichen werden. Weiter werden im Rahmen der Coronavirus-Testverordnung die Kosten für das Testen der Bewohner sowie des Pflegepersonals erstattet.

Ab dem 30. Juni 2022 werden aktuell nur noch coronabedingten Mehrkosten sowie die Kosten für das Testen der Bewohner und des Pflegepersonals erstattet. Die Pflegeeinrichtungen sind aber weiterhin erheblich durch die Corona-Pandemie belastet, insbesondere durch die Abwesenheit des Pflegepersonals im Rahmen von infektionsbedingten Isolierungen oder Quarantänen. Dies verschärft die ohnehin sehr angespannte Personalsituation in den Einrichtungen und schränkt die Belegungsmöglichkeiten der Einrichtungen weiter ein.

Ob es einen weiteren Ausgleich der coronabedingten Mindereinnahmen im Zuge der fortschreitenden pandemischen Entwicklung geben wird, ist aktuell in der politischen Diskussion.

10. Auswirkungen des Krieges zwischen Russland und der Ukraine

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine könnte negative Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Zum aktuellen Zeitpunkt lassen sich die direkten und indirekten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs nur schwer vorhersagen. Der Konflikt führt wohl zu einem gesamtwirtschaftlich inflationären Umfeld. Die unmittelbaren Auswirkungen, wie steigenden Kosten für Energie, Verbrauchsmaterialien und Transport sind bereits im ersten Halbjahr 2022 deutlich spürbar. Die Reduzierung oder die zumindest temporäre Beendigung der Energielieferungen aus Russland kann diese Auswirkungen verstärken und zusätzliche negativen Folgen für unser Geschäft haben. Darüber hinaus könnten wir durch Druck auf Zinssätze oder deren Anstieg zukünftig belastet werden.

Die vorgenannten Risiken haben, aufgrund des Refinanzierungsmodells in der vollstationären Altenpflege in Deutschland überwiegend nur vorübergehenden Charakter. Nachhaltigen Preissteigerungen bei Energie- und Verbrauchsmaterialien werden durch die Kostenträger im Rahmen der regelmäßigen Pflegesatzverhandlungen durch entsprechende Erhöhung der Pflegesätze ausgeglichen.

Zum Zeitpunkt dieses Berichts haben wir keine Risiken identifiziert, die unseren Fortbestand gefährden könnten.

11. Prognosebericht

Die Geschäftsführung beurteilt die künftige Geschäftsentwicklung unverändert positiv. Die gute Belegung der Häuser im Jahr 2021 trotz der Übernahmeanstrengungen zeigt eine sehr große Nachfrage nach Pflegeplätzen und trägt zu einer hohen Auslastung bei.

Zentrale Herausforderung bleibt die schlüsselgerechte Vorhaltung des Pflegepersonals, das nur in begrenztem Umfang aus der Arbeitnehmerüberlassung ergänzt werden soll und darf. Die Aufsichtsbehörden werden weiterhin ihr Augenmerk auf eben diesen Bereich legen und ggf. Auflagen machen. Die ergriffenen Personalwerbemaßnahmen werden deshalb stetig weiterentwickelt und adjustiert.

Durch zusätzliches akquisitionsbasiertes Wachstum im Jahr 2022 wird eine weitere deutliche Verbesserung des EBITDA sowie eine deutliche Ausweitung der Kapazitäten und somit deutliche eine Steigerung der Umsatzerlöse erwartet. Das Ergebnis nach Zinsen und Abschreibungen wird jedoch negativ ausfallen. Dies ist annahmegemäß wie im Jahr 2021 vor allem auf die hohen Abschreibungen beim Geschäfts- und Firmenwert und auf Abschreibungen bei stillen Reserven zurückzuführen.

Naturgemäß können Abweichungen zwischen den von uns erwarteten und den tatsächlichen Ergebnissen eintreten. Wir erwarten jedoch aufgrund bereits vorgenommener Risikoabschläge, dass sich diese Abweichungen nicht wesentlich auf die Aussagen auswirken.

 

Essen, 19. September 2022

AERO Holding GmbH

Geschäftsführer

Markus Mitzenheim

Thomas Kruggel

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