EC Cash Direkt GmbH
Selbe AdresseGeld- und Wertdienste
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Claudia Friedel seit 13.2.2026 | Prokura |
Gert Werner Vido seit 17.4.2025 | Geschäftsführer |
Tobias Fabian Dr. Ganster seit 28.6.2023 | Geschäftsführer |
Silvia Feldbacher seit 28.6.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
VeriFone Luxembourg S.à r.l. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Verifone Payments GmbHAschheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.11.2022 bis zum 31.10.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023Verifone Payments GmbH, AschheimÜber Verifone PaymentsVerifone Payments ist ein reguliertes Zahlungsinstitut unter Aufsicht der BaFin und der Deutschen Bundesbank. Aufgrund der signifikanten Anzahl der pro Jahr für den deutschen Markt verarbeiteten Transaktionen ist Verifone Payments eine sogenannte „kritische Infrastruktur“ gemäß KritisVO. Als Tochterunternehmen der internationalen Verifone Group bietet Verifone Payments im Wesentlichen die folgenden Produkte und Dienstleistungen über alle Vertriebskanäle (Point of Sale, eCommerce, mCommerce) an:
1. Allgemeine Marktsituation Zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gemäß der Pressemitteilung vom 15. Januar 2024 um 0,3% unter dem Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Gemäß Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 15. Januar 2024 ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 1,0% zurück. Das läge vor allem am Groß- und Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Zum POS-Markt In der aktuellen im Mai 2023 veröffentlichten EHI-Jahreserhebung für das Jahr 2022 gewinnt mit 59,7% des gesamten Einzelhandelsumsatzes die Kartenzahlung weiter Anteile gegenüber dem in Deutschland nach wie vor beliebtem Bargeld. Der größte Teil der Zahlungen des erfassten Einzelhandelsumsatzes entfällt mit 48% auf nationale Debitkarten (ec-Karte/ girocard mit den Zahlverfahren PIN-Debit und Elektronisches Lastschriftverfahren (ELV)) (Vorjahr 48,4%). Der Kreditkartenanteil sank von 9,0% in 2021 auf nun 8,2%. Der Bargeldanteil sank erneut von 38,5% im Vorjahr auf nun 37,5%. Internationale Debitkarten (Visa Debit, Debit Mastercard, VPay und Maestro) verzeichneten einen Umsatzsprung von 0,8% in 2021 auf 2,9% in 2022. Als Trend sieht die jährliche Markterhebung des EHI über alle Branchen hinweg einen weiteren Anstieg des Kartenzahlungsanteils. Es wird erwartet, dass der Kartengestützte Umsatzanteil bis zum Jahr 2026 auf 64,2% steigen, und der Baranteil auf 33,2% fallen wird. Zum E-Commerce-Markt Gemäß der vom EHI Retail Institute veröffentlichten Studie „Online-Payment 2023“ ist PayPal im Umsatzjahr 2022 die beliebteste Zahlungsart der Deutschen. Es wurden 29,6% (Vj. 28,2%) des Deutschen E-Commerce-Umsatzes damit erwirtschaftet. Kauf auf Rechnung ist auf den zweiten Platz zurückgefallen mit einem Umsatzanteil von 23,8% (Vj. 28,3%). Das Lastschriftverfahren, bei Kunden auch als ,Bankeinzug‘ bekannt, belegt Platz 3 und macht einen Umsatzanteil von 20,9% (Vj. 17,4%) der umsatzstärksten Zahlungsarten im Gesamtmarkt aus. Schaut man sich allerdings den Markt ohne Amazon an (Amazon erzielt mehr als ein Drittel der E-Commerce-Umsätze), stellt man fest, dass sich der Umsatzanteil des Lastschriftverfahrens bei allen restlichen Onlineshops des EHI-Panels bei nur noch 7,4% befindet. Die Kreditkarte erzielte im Umsatzjahr 2022 einen Umsatzanteil von 12,1%, was einen Anstieg von 0,7 Prozentpunkten zum Vorjahr bedeutet. Zur Stellung von Verifone Payments im Markt In einem von starkem Wettbewerb und Konzentration geprägtem Marktumfeld konnte Verifone Payments ihre Marktposition behaupten. Das EHI (Jahreserhebung 2023, 10. Mai 2023) sieht Verifone Payments in Deutschland bezogen auf große Unternehmen auf Marktposition 3 der girocard-Netzbetreiber, auf Marktposition 2 der SEPA-Lastschrift-Dienstleister und auf Marktposition 3 der Kreditkarten-Acquirer. Wie eingangs erwähnt fokussiert die Erhebung des EHI auf den deutschen Markt. Sie spiegelt damit die Marktposition in Deutschland wider. Durch die zunehmende Internationalisierung des Geschäfts der Verifone Payments liefert diese Studie damit nur einen Ausschnitt der Marktposition der Verifone Payments. Verifone Payments intensiviert kontinuierlich den Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit im Ausland. Dies zum einen mit Unterstützung ihrer Schwestergesellschaften der Verifone Gruppe im europäischen Ausland, die Zahlungsservices der Verifone Payments in ihren jeweiligen Märkten vermitteln, und zum anderen durch das Begleiten ihrer Bestandskunden ins europäische Ausland mit dem Ziel, die Zahlungsabwicklung der Filialen einheitlich über Verifone Payments zu ermöglichen. 2. Geschäftsverlauf Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.857,2 Mio. Transaktionen (Vj. 1.528,3 Mio.) mit einem Wert von 106,7 Mrd. Euro (Vj 82,0 Mrd. Euro) über Verifone Payments abgewickelt. Der deutliche Anstieg der Anzahl von Transaktionen gegenüber dem Vorjahr resultiert neben Neukundengewinnen aus dem geänderten Zahlverhalten von Konsumenten (Anstieg bargeldloser Zahlverfahren). 3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Zur Steuerung der Verifone Payments sind die beiden finanziellen Leistungsindikatoren Provisionsergebnis und Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit maßgeblich. Das Provisionsergebnis stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 15% auf TEUR 31.392. (Vj. TEUR 27.209), Hauptursache war dabei das Volumenwachstum aufgrund von Neukundengewinnen und des geänderten Zahlverhaltens von Konsumenten. Die von der Geschäftsleitung im Vorjahr prognostizierte Erhöhung des Provisionsergebnisses im unteren zweistelligen Prozentbereich wurde erfüllt. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 1.970 (Vj. TEUR -3.258). Hauptursachen für den Anstieg des Ergebnisses waren einerseits der Anstieg des Provisionsergebnisses und darüber hinaus der Wegfall von Aufwendungen aufgrund einer Funktionsstörung bei eingesetzten Terminals eines speziellen Typs, die nahezu alle Netzbetreiber betraf und Reduzierungen des Personalaufwands. Zinsergebnis Das Zinsergebnis beträgt TEUR -304 (Vorjahr TEUR 15) und hat sich aufgrund der allgemeinen Zinsentwicklung verschlechtert. Provisionsergebnis Das Provisionsergebnis stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 15% auf TEUR 31.392 (Vj. TEUR 27.209); ursächlich sind dabei Volumensteigerungen durch Neukundengewinne und ein geändertes Zahlverhalten der Konsumenten. Personalaufwendungen Die Personalaufwendungen belaufen sich auf TEUR 6.294 nach TEUR 8.159 im Vorjahr. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der reduzierten Mitarbeiterzahl. Andere Verwaltungsaufwendungen Die anderen Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf TEUR 14.850 (Vj. TEUR 15.608). Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die Aufwendungen hierfür beliefen sich auf TEUR 3.279 (Vj. TEUR 2.355). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Abschreibungen auf Terminals, die an Kunden vermietet sind, sowie aus planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte. Sonstiges betriebliches Ergebnis Das sonstige betriebliche Ergebnis beträgt TEUR 4.857 (Vj. TEUR 4.387). Die Zunahme um TEUR 470 gegenüber dem Vorjahr ergibt sich überwiegend aus den gestiegenen Erträgen bei den Mieteinnahmen bzw. Verkauf von Terminals. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft Die Abschreibungen und Wertberichtigungen sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen auf TEUR 9.557 (Vj. TEUR 8.756) und im Wesentlichen auf erstmalig gebildete pauschale Wertberichtigungen auf Forderungen an Händler zurückzuführen. Steuern vom Einkommen und Ertrag Mit der Verifone Holding GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag und damit auch ein körperschaft- und gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis. Es besteht jedoch das Risiko, dass die steuerliche Organschaft nicht wirksam ist und somit von den Finanzbehörden nicht anerkannt wird. Die im Vorjahr für diesen Sachverhalt gebildete Rückstellung in Höhe von TEUR 12.107 wurde um TEUR 786 auf TEUR 12.893 erhöht. Der von der Gesellschaft ausgewiesene Steueraufwand beträgt in 2023 TEUR 786 (Vj. TEUR 12.107). Unter Berücksichtigung der dargestellten Entwicklung sowie der eingetretenen Sondereffekte erzielte die Gesellschaft einen Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.184. Die Geschäftsleitung beurteilt die Ertragslage als gut. Die Vermögens- und Finanzlage hat sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert: Die Forderungen an Kreditinstitute betragen insgesamt TEUR 35.043 (Vj. TEUR 43.899), davon aus Zahlungsdiensten TEUR 23.372 (Vj. TEUR 38.704), sowie aus sonstigen Tätigkeiten in Höhe von TEUR 11.671 (Vj. TEUR 5.195). Der Rückgang ist stichtagsbegründet. Im Jahr 2023 lag der Stichtag auf einem Dienstag, im Vorjahr auf einem Montag. Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf TEUR 25.800 (Vj. TEUR 35.732). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einer Reorganisation von Intercompany Forderungen und Verbindlichkeiten. Anteile an verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 5.795 (Vj. TEU 0) und sind auf den vollständigen Erwerb eines Kaufmännischen Netzbetreibers im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen. Die Immateriellen Anlagewerte betragen TEUR 0 (Vj. TEUR 721). Der Rückgang ergibt sich aus den planmäßigen Abschreibungen im Geschäftsjahr. Die Sachanlagen betragen zum Stichtag TEUR 6.807 (Vj. TEUR 7.261) und beinhalten im Wesentlichen an Kunden vermietete Terminals. Die sonstigen Vermögensgegenstände betragen TEUR 1.146 (Vj. TEUR 2.482). Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert aus dem gesunkenen Bestand an Terminals im Umlaufvermögen zum Geschäftsjahresabschluss. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden liegen bei TEUR 14.738 (Vj. TEUR 40.052). Der Rückgang ist stichtagsbezogen und resultiert aus einer Veränderung des zum Stichtag 31. Oktober noch nicht ausgezahlten Transaktionsvolumens. Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 27.847 (Vj. TEUR 20.317). Der Anstieg ergibt sich maßgeblich aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften der Verifone Gruppe. Die Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf TEUR 17.896 (Vj. TEUR 18.580). Die Steuerrückstellungen belaufen sich auf TEUR.13.278 (Vj. TEUR 12.828). Mit der Verifone Holding GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag und damit auch ein körperschaft- und gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis. Es besteht jedoch das Risiko, dass die steuerliche Organschaft nicht wirksam ist und somit von den Finanzbehörden nicht anerkannt wird. Daher wurde die im Vorjahr gebildete Rückstellung von TEUR 12.107 auf TEUR 12.893 erhöht. Die anderen Rückstellungen sind leicht gesunken auf TEUR 2.591 (Vj. TEUR 3.594). Das gezeichnete Kapital betrug zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 1.000. Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 11.916 (Vj. TEUR 11.916). Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum 31.10.2023 auf 15,8% (Vj. 13,1%). Der Anstieg der Eigenkapitalquote resultiert aus der gesunkenen Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr, wohingegen das Eigenkapital unverändert blieb. Die Eigenmittel gemäß § 15 ZAG belaufen sich zum letzten Meldestichtag am 31.10.2023 auf TEUR 11.195 (Vj. TEUR 10.457). Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Eigenmittel aufgrund geringerer immaterieller Anlagegüter um TEUR 738 erhöht. Während des gesamten Geschäftsjahres wurden die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen jederzeit eingehalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Liquidität stets gewährleistet. Die vorhandenen eigenen liquiden Mittel ergänzt um eine bei einem inländischen Kreditinstitut bestehende Kreditlinie in Höhe von EUR 4 Mio., die kurzfristig in Anspruch genommen werden kann, erachten wir als ausreichend, um jederzeit unseren Verpflichtungen nachzukommen. Die Geschäftsleitung beurteilt die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft unter Berücksichtigung aller Sondereffekte als gut. 4. Risiko- und Chancenbericht Die Risikosteuerung erfolgt auf der Grundlage der Geschäftsstrategie sowie eines Rahmenwerks von Risikogrundsätzen, Organisationsstrukturen sowie Prozessen zur Risikomessung und -überwachung, die systematisch auf die Geschäftsaktivitäten ausgerichtet sind. Das Risikomanagement umfasst im Besonderen die Festlegung der Risikostrategie vom 22. September 2022, die durch die Geschäftsleitung verabschiedet wurde. In Bezug auf das Eingehen von Risiken ist die Verifone Payments grundsätzlich konservativ ausgerichtet. Es werden nur Geschäfte getätigt, in denen ausreichende Kenntnisse vorliegen, um die eingegangenen Risiken entsprechend beurteilen zu können. Die Gesamtverantwortung für die Risiken der Verifone Payments GmbH liegt bei der Geschäftsleitung. Für die operative Umsetzung der Risikostrategie sowie Implementierung von Vorgaben zur Identifikation, Steuerung, Überwachung und Berichterstattung ist der Bereich Risikomanagement der Verifone Payments GmbH verantwortlich. Die technische und fachliche Implementierung von Prozessen und Kontrollen obliegt den operativen Abteilungen, in denen das jeweilige Risiko identifiziert wird. Im Rahmen der Geschäftstätigkeit der Verifone Payments GmbH ergeben sich vielfältige Risiken, sowohl aus dem operativen Geschäft, aufgrund von gesetzlichen und/oder regulatorischen Anforderungen als auch durch das wirtschaftliche und politische Umfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist. Eine vollständige Risikovermeidung im geschäftlichen Regelbetrieb ist (fast) unmöglich, da ohne das Eingehen von Risiken die strategischen und wirtschaftlichen Ziele nicht oder nicht vollumfänglich erreicht werden können. Entscheidend ist daher das Maß der einzugehenden Risiken (Risikoappetit) sowie die Maßnahmen zu deren Steuerung (Internes Kontrollsystem). Zur Gewährleistung der adäquaten Steuerung der Risiken besteht ein sog. Approval Komitee welches sich täglich um die Überprüfung bzw. die Entscheidungsfindung für Eskalations-Prozesse bei Klein- und Mittelstandskunden auf Basis der bestehenden Acceptance Policy bemüht und ein Risiko Komitee in dem ausführlich alle risikorelevanten Fragestellungen, insbesondere die aktuelle Risikoposition sowie die Auswirkungen potenzieller Marktszenarien, wöchentlich (oder nach Bedarf) skizziert und intensiv erörtert werden. Eine zentrale Erfassung aller Risiken erfolgt in einer Risikoinventur, die auf Grundlage der ZAG und ZAG-MaRisk (in Konsultation) im Oktober 2023 neu strukturiert und überarbeitet wurde. Die interne Revision prüft als prozessunabhängige Instanz im Auftrag der Geschäftsleitung bestehende Strukturen und Prozesse, insbesondere auch die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikoüberwachungssystems. Die Berechnung und Analyse der Risikotragfähigkeit ist ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Risikosteuerung, um sicherstellen zu können, dass alle Risiken, die innerhalb einer bestimmten Frist unter bestimmten Eintrittswahrscheinlichkeiten entstehen können, durch eigene Mittel aufgefangen werden können. Es werden zwei unterschiedliche Risikobelastungsfälle, ein Normalbelastungsfall und ein Stressfall (“Szenarioanalysen”), betrachtet. Der Normalfall betrachtet die Situation eines negativen Normaljahres, in dem Risiken in einem Ausmaß auftreten, die über ein Normaljahr hinausgehen. Der Stressfall betrachtet hingegen eine Situation, in der extreme geschäftsgefährdende Risiken auftreten könnten. Die verfügbare Risikodeckungsmasse, die zur Deckung von potenziellen Verlusten verwendet werden kann, wird quartalsweise ermittelt und setzt sich zusammen aus dem erwarteten Jahresüberschuss vor Steuern und den freien Eigenmitteln, deren Verbrauch die Aufrechterhaltung der Mindestausstattung mit aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln nicht gefährdet. Im Normalfall wird die geplante Gewinnabführung bei der Berechnung der Risikodeckungsmasse abgezogen, im Stressfall wird keine Gewinnabführung angesetzt. Demgegenüber steht die Gesamtrisikoposition. Diese setzt sich zusammen aus den als relevant erachteten Adressenausfallrisiken, den Liquiditätsrisiken, den operationellen Risiken, Marktpreissowie Sonstigen Risiken. Der Risikoappetit spiegelt sich in der Gesamtrisikoposition der Gesellschaft im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Risikoinventur bzw. Im quartalsweise durchgeführten Risikobericht wieder. Mit der Festlegung des Risikoappetits trifft die Geschäftsleitung eine bewusste Entscheidung darüber, in welchem Umfang sie bereit ist, Risiken einzugehen. Neben rein quantitativen Vorgaben kommt der Risikoappetit auch in der Festlegung von qualitativen Vorgaben zur Geltung (z.B. Vermeidung bestimmter Geschäfte). Wie oben aufgeführt, erfolgte zum 31.10.2023 eine komplette Überarbeitung der Bewertungen zur Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe. Nachvollziehbare Begründungen zur Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe wurden auf Grundlage der ZAG und ZAG-MaRisk innerhalb der neuen Risikoinventur implementiert. Die Verschiebung der einzelnen Komponenten innerhalb der Risikokategorien und damit der daraus resultierenden Umstellung, ist ein Vergleich zu Vorjahr nur bedingt aussagefähig, der Trend ist allerdings gleichbleibend. Unabhängig von dem Umgang mit konkreten Risiken hat die Verifone Payments GmbH allgemeine Maßnahmen definiert. Der Risikomanagementprozess der Verifone Payments GmbH umfasst die gängigen Schritte:
Nach Risikokategorien unterscheidet Verifone Payments:
Die einzelnen Risikoarten sowie Risiken selbst sind der aktuellen Risikoinventur zu entnehmen. Adressenausfallrisiken Unter Adressenausfallrisiken versteht man die Gefahr der Wertminderung und des teilweisen oder vollständigen Verlustes einer Forderung aufgrund einer Bonitätsverschlechterung des Geschäftspartners. Die Verifone Payments betreibt kein Kreditgeschäft. Es bestehen jedoch Darlehen, die Gesellschaften aus der Verifone Gruppe und/oder der Muttergesellschaft gewährt wurden. Es bestehen Forderungen gegenüber Kunden (Rechnungsstellung im Rahmen unseres Dienstleistungsgeschäftes), Forderungen gegenüber Kreditinstituten (Guthabensalden auf unseren dort unterhaltenen Konten), Forderungen gegenüber Karteninhabern aufgrund von Rücklastschriften aus dem POS-Geschäft und dem e/mcommerce Geschäft. Die Risikobegrenzung bei Kunden und Kreditinstituten erfolgt durch Einräumung von internen Linien. Dabei werden Linien ab einer bestimmten Betragshöhe durch das Approval Komitee, das Risiko Komitee oder in letzter Instanz durch die Geschäftsleitung genehmigt. Das Risiko gegenüber Karteninhabern aus Rücklastschriften wird bereits beim Bezahlvorgang durch die Verifone Payments eigene Online- Autorisierung, bei der ein IT-gesteuertes Limitsystem eingesetzt wird, begrenzt. Verifone Payments arbeitet mit Kunden in mehreren EU-Ländern zusammen. Länderrisiken sind derzeit nicht erkennbar. Das Länderrisiko wird seit 31.01.2024 allerdings zur Vollständigkeit als eigenes Risiko unter den Sonstigen Risiken mitaufgeführt. Liquiditätsrisiken Als Liquiditätsrisiko wird die Gefahr bezeichnet, dass gegenwärtige und zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig oder zeitgerecht erfüllt werden können (operatives Liquiditätsrisiko) bzw. bei Bedarf nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann (strukturelles Liquiditätsrisiko). Bedeutung hat nur das strukturelle Liquiditätsrisiko, in der Form, dass die vorhandene Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung stünde bzw. sich aufgrund von Marktveränderungen die Refinanzierungskosten sprungartig verteuern würden. Zur Sicherstellung der Liquidität für das operative Geschäft besteht eine zugesagte Kreditlinie über insgesamt TEUR 4.000 bei einem Kreditinstitut, die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen wurde. Die Liquiditätsrisiken werden durch eine tägliche Liquiditätsauswertung überwacht. Die ein- und ausgehenden Zahlungsströme werden durch effiziente Prozesse so gesteuert, dass jederzeit ausreichende Liquidität zur Verfügung steht. Im Falle eines unerwartet auftretenden Liquiditätsengpasses im Rahmen des operativen Tagesgeschäftes kann jederzeit die vorhandene Kreditlinie in Anspruch genommen werden. Liquiditätsengpässe in Form von Zahlungsverpflichtungen gegenüber Kunden können grundsätzlich nicht entstehen, da den Zahlungsverpflichtungen aufgrund der zuvor erfolgten Einreichungen üblicherweise die entsprechenden Kontoguthaben auf Treuhandkonten gegenüberstehen. Marktpreisrisiken Marktpreisrisiken entstehen, wenn die Wertentwicklung eines Geschäftes von der zukünftigen Entwicklung der Fremdwährungs- und Aktienkurse, Rohwarenpreise oder Zinssätze abhängt. Die Verifone Payments betreibt keine Handelsgeschäfte. Es sind daher keine Marktpreisrisiken aus Handelsgeschäften vorhanden. Das Fremdwährungsrisiko beinhaltet das Risiko, dass sich der Marktwert von Forderungen und/oder Verbindlichkeiten, die von Wechselkursen abhängig sind, aufgrund von Wechselkursschwankungen negativ entwickelt. Da zunehmend Leistungen im Ausland durch das Institut erbracht und abgerechnet werden könnte hier ein Fremdwährungsrisiko entstehen. Um dem entgegenzuwirken, wird auf monatlicher Basis eine Auswertung der Währungsbestandskonten durchgeführt. Zinsänderungsrisiken bestehen nur in geringem Umfang im Rahmen der vorhandenen Kreditlinien. Operationelle Risiken Unter operationellen Risiken versteht man die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Im Fall der Verifone Payments GmbH ergeben sich die operationellen Risiken überwiegend aus dem Outsourcing wesentlicher Leistungen an Schwesterunternehmen. Dies schließt Rechtsrisiken mit ein. Grundlage für die Überwachung und Steuerung von operationellen Risiken ist:
Das Management der operationellen Risiken liegt dezentral in den operativen Bereichen, wobei die bereichsübergreifende Koordinierung bei der Geschäftsleitung angesiedelt ist. Relevante Prozesse werden dokumentiert und laufend auf ihre Effizienz und Effektivität hin überprüft. Zudem unterliegen die Prozesse dem Vier-Augen-Prinzip. Bei der Besetzung offener Positionen erfolgt eine sorgfältige Auswahl der Mitarbeiter. Die IT-Landschaft der Gesellschaft ist hochverfügbar ausgelegt. Alle wesentlichen Computer- und Kommunikationskomponenten sind dupliziert, synchronisiert und in unterschiedlichen Lokationen untergebracht. Dadurch ist die Gesellschaft in der Lage selbst unter Annahme schwerwiegender Katastrophenszenarien das Geschäft in kontrollierter Art und Weise fortzuführen. Im IT-Bereich findet jährlich durch eine externe Prüfungsgesellschaft eine Prüfung nach dem Payment Card Industry Data Security Standard (PCI-DSS) statt. Die Absicherung gegen rechtliche Risiken erfolgt vorrangig durch die Verwendung von standardisierten und rechtlich abgesicherten Verträgen und Formularen, die entsprechend der Rechtsprechung kontinuierlich aktualisiert werden. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Risikosteuerung der Gesellschaft dem Umfang des Geschäfts angemessen ist. Die allgemeine Risikopolitik der Gesellschaft ist als vorsichtig zu bewerten. Sonstige Risiken Unter einem strategischen Risiko versteht man eine wesentliche Gefahr, die sich aus der Geschäftstätigkeit ergibt. Auslöser sind hierbei häufig Management- bzw. Geschäftsleitungsentscheidungen wie die Erschließung eines neuen Geschäftsfeldes, die Aufnahme einer Verschuldung oder unbekannte Markteinflüsse. Die Verifone Payments GmbH fasst unter dem Sonstigen Risiko folgende Risiken zusammen: Strategische, Politische und Volkswirtschaftliche Risiken sowie Länder- und Reputationsrisiken. Insbesondere können Reputationsrisiken auch aus anderen Risikoarten resultieren und diese verstärken. Vor diesem Hintergrund unterliegen relevante geschäftspolitische Maßnahmen und Aktivitäten einer sorgfältigen Prüfung. Die Verifone Payments vermeidet geschäftspolitische Maßnahmen und Geschäfte, die beträchtlich steuerliche oder rechtliche Risiken sowie ethische, ökologische und/oder soziale Risiken bergen. Bei der Festlegung der Risikostrategie sind bestehende Konzentrationen der vom Institut definierten Erfolgsquellen (Ertragskonzentrationen) sowie den damit zusammenhängenden Risikopositionen (Risikokonzentrationen) zu identifizieren und berücksichtigen. Die genauen Ausführungen zum Umgang mit Ertrags- und Risikokonzentrationen werden in der Richtlinie / Handbuch Risikomanagement beschrieben. Sonstige Risiken werden in der aufgeführten Form seit 31.01.2024 dediziert betrachtet. Chancen Wie im vergangenen Geschäftsjahr prognostiziert, konnte Verifone Payments im europäischen Markt insbesondere im Acquiring wachsen. Der speziell durch die vorangegangenen Jahre verstärkte Trend zu bargeldlosem Zahlungsverhalten (auch in Anbetracht der Pandemie) wird nach Einschätzung der Gesellschaft weiter anhalten, ebenso wie Steigerungen im e/m-commerce. Die Einbettung in die Verifone Gruppe mit den damit einhergehenden Marktzugängen eröffnet weitere Chancen für ein überproportionales Wachstum in den nächsten Jahren. Diese Wachstumschancen eröffnen Möglichkeiten zur Reduzierung der Einkaufskonditionen bei Kreditkartengesellschaften und Issuerkonzentratoren. Die Einbettung in die Verifone Gruppe bietet darüber hinaus die Chance an konzernweiten Synergieeffekten und innovativen Produktentwicklungen zu partizipieren. 5. Prognosebericht Der Trend zu bargeldlosen Zahlungen zu Lasten von Bargeldzahlungen hat sich auch im Geschäftsjahr 2023 fortgesetzt. In Zusammenhang mit Neukundengewinnen konnte dadurch eine deutliche Steigerung von Transaktionsanzahl (+21,5%) und Transaktionsvolumen (+30,1%) erzielt werden. Begünstigt durch eine konsequente Erweiterung der Möglichkeiten für kontaktlose Bezahlvorgänge und durch verstärkte Werbemaßnahmen konnte auch ein Zuwachs der Nutzung mobiler Zahlverfahren verzeichnet werden. Dies sowohl hinsichtlich App-basierter Zahlverfahren, aber auch hinsichtlich originärer mobiler Zahlverfahren (exemplarisch Apple Pay, Google Pay). Für die nächsten Jahre wird ein weiterhin sinkender Anteil von Bargeldzahlungen zu Gunsten eines steigenden Anteils von Kartenzahlungen (Debit- und Kreditkarten) erwartet. Die EU-Kommission hat mit Festlegung der „Retail Payments Strategy“ den Weg für eine weitere Vereinheitlichung bislang teilweise heterogener, lokal geprägter Zahlungssysteme aufgezeigt. Diese Strategie umfasst vier wesentliche Bestandteile und daraus abgeleitete Aktionsfelder: (1) Europaweite Digital- und Instant Payment Zahlungslösungen. (2) Förderung und Sicherung eines innovativen und wettbewerbsfähigen Zahlungsmarktes. (3) Effiziente und interoperable Zahlungssysteme. (4) Effiziente, internationale Zahlungslösungen. Die daraus resultierenden Maßnahmen werden mittelfristig bei Zahlungsdienstleistern Investitionen erfordern. Hervorzuheben sind insbesondere die Förderung von elDs („elektronischer Identitäten“) zur Unterstützung starker Kundenauthentifizierungsanforderungen gem. PSD2 (Payment Service Directive), aber auch mögliche Eingriffe der Legislative zur Erweiterung des bargeldlosen Akzeptanznetzes, sofern erforderlich. Ein erstes Produkt zur Förderung digitaler Zahlungen in Europa wurde von der European Payments Initiative (EPI) angekündigt. Mittels einer neu konzipierten Wallet werden Konsumenten in Europa damit neben der originären Zahlungsfunktion Zugang zu erweiterten Funktionen, wie z.B. Person-to-Person- Transaktionen (P2P), Online-Shopping-Funktionen oder Treueprogramme erhalten. Die bevorstehende Ausgabe einer Zahlungskarte für Asylbewerber und Flüchtlinge wird ebenfalls zu einer Zunahme des bargeldlosen Zahlungsverkehrs führen, insbesondere aber auch den Handel zu einer verstärkten Akzeptanz des bargeldlosen Zahlungsverkehrs veranlassen. Der Trend zur Konsolidierung der Marktteilnehmer in der Zahlungsverkehrsbranche wird sich fortsetzen, um die sich bietenden Chancen im europäischen Gesamtmarkt nutzen zu können, aber auch um Effizienz und Innovationstaktung erhöhen und neue Geschäftsfelder erschließen zu können. Nicht nur auf europäischer Ebene, sondern auch auf nationaler Ebene sind weitere Aufkäufe von Zahlungsverkehrsdienstleistern, insb. Aufkäufe sog. kaufmännischer Netzbetreiber durch Netzbetreiber bzw. Acquirer zu erwarten. Verifone Payments konnte von dem geänderten Zahlverhalten in Deutschland profitieren (weniger Bargeld und vermehrt bargeldlose Kartenzahlungen) und Zugewinne im Marktsegment mittelgroßer und großer Kunden im nationalen Markt und von klein- und mittelständischen Kunden im internationalen Markt verzeichnen. Diesen positiven Faktoren stehen ungünstige makroökonomische Voraussetzungen entgegen. Die Bundesregierung senkte ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2024 von den noch im Herbst erwarteten 1,3 Prozent auf nur noch 0,2 Prozent. Zudem wird in den Prognosen erwartet, dass Deutschland das Schlusslicht in den internationalen Konjunkturprognosen bleiben wird. Das zunehmende Auslandsgeschäft von Verifone Payments und die damit einhergehende Erschließung neuer Märkte wird sich positiv auf die Nivellierung möglicher nationaler Risiken auswirken. Der konsequente Ausbau von Vertriebsaktivitäten auf nationaler und europäischer Ebene führt zu einem Umsatzzuwachs im Acquiring-Geschäft (Akzeptanzgeschäft für Karten internationaler Kartenorganisationen). Verifone Payments rechnet mit einer positiven Fortsetzung des Trends in diesem Marktsegment für das kommende Geschäftsjahr im oberen einstelligen Prozentbereich. Der intensive Wettbewerb und damit verbundene Preisdruck sowie überproportional gestiegene Energiepreise, die zu höheren Aufwendungen in den Rechenzentren führten belasteten das Provisionsergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr. Verifone Payments wird durch eine anzupassende Systemarchitektur und Zusammenlegung von Rechenzentren mittelfristig die Grundlage für eine Ergebnisverbesserung auch im Falle eintretender Marktpreisrisiken und operationeller Risiken schaffen. Unter Berücksichtigung oben genannter positiver wie negativer Faktoren zur weiteren Entwicklung bargeldloser Zahlungen geht die Geschäftsleitung von einer im oberen einstelligen Prozentbereich liegenden Erhöhung von Transaktionsanzahl und entsprechender verarbeiteter Volumina im nationalen Debit- und im nationalen und internationalen Acquiring-Geschäft aus. Insgesamt betrachtet, geht Verifone Payments von einem leicht steigenden Provisionsergebnis für das Geschäftsjahr 2023/2024 aus. Die verstärkte Integration der Verifone Payments in den Verifone-Konzern wird zu einem erhöhten Angebot von Mehrwert-Services in den nächsten zwei Jahren führen, aber auch einen positiven Ergebnisbeitrag begründen durch Nutzung von Synergieeffekten, erhöhte Innovationsgeschwindigkeit und durch Erweiterung der Wertschöpfungskette leisten. Wir erwarten dadurch eine weitere Festigung der Marktstellung der Verifone Payments. Verstärkte regulatorische Anforderungen und dadurch bedingt erforderlich werdende Prozessänderungen, Investitionen sowie steigende Prüfungskosten werden das Ergebnis belasten, aber auch die erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens im europäischen Markt stützen. Die Behebung der im Rahmen der Prüfung der Einhaltung von zahlungsdiensteaufsichtlichen Anforderungen an die IT (ZAIT) festgestellten Abweichungen wird im laufenden Geschäftsjahr einen besonderen Handlungsschwerpunkt bilden. Unter Berücksichtigung aller genannten Effekte sowie des Wegfalls von Einmaleffekten im abgeschlossenen Geschäftsjahr geht die Geschäftsleitung von einem im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahres moderat steigenden positiven Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2023/2024 aus. Die Geschäftsleitung spricht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an dieser Stelle Dank und Anerkennung aus. Ihre Leistung und Einsatzbereitschaft haben auch in diesem Jahr die positive Entwicklung des Unternehmens in einem herausfordernden Marktumfeld ermöglicht. In Bezug auf den Nachtragbericht wird an dieser Stelle auf den Anhang verwiesen.
Aschheim, den 27. März 2024 Die Geschäftsleitung Thomas Hellweger Dr. Fabian Ganster Jahresbilanz zum 31. Oktober 2023der Verifone Payments GmbH, AschheimAktivseite
Passivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. November 2022 bis 31. Oktober 2023
Anhang für das Geschäftsjahr zum 31. Oktober 2023Verifone Payments GmbH (bis 28.06.2023: InterCard AG, Taufkirchen)AschheimHRB 285651 Amtsgericht München1. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften des § 340a HGB i.V.m. §§ 242 bis 256a und §§ 264 bis 288 HGB sowie der Sondervorschriften des AktG und der Verordnung über die Rechnungslegung der Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute (RechZahlV) aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Barreserve ist mit dem Nennwert ausgewiesen. Die Forderungen an Kreditinstitute sind mit den Nennwerten angesetzt. Forderungen an Kunden sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wurde durch die Bildung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen (u.a. in Abhängigkeit ihrer Fälligkeit) Rechnung getragen. Der Wertansatz der aufgrund eines Kaufvertrags an die Gesellschaft abgetretenen Rücklastschriften aus dem POS- und dem e-/m-commerce wurde anhand durchschnittlicher prozentualer Beitreibungsquoten vorsichtig geschätzt. Aktien werden in der Bilanz unter dem Posten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" ausgewiesen und sind dem Umlaufvermögen zugeordnet. Diese sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Zeitwerten nach dem gemilderten Niederstwertprinzip angesetzt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Es wird die lineare Abschreibung pro rata temporis angewendet. Die Nutzungsdauer beläuft sich auf bis zu zehn Jahre. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Für bewegliche Anlagegüter kommt die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Bei geringwertigen Anlagegütern mit einem Wert von EUR 251 bis EUR 1.000 erfolgt eine Poolabschreibung über 4 Jahre für Terminals und 5 Jahre für alle andere Anlagegüter, technische Geräte der Büro- und Geschäftsausstattung werden über 3 Jahre abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurde gemäß § 250 Abs. 1 HGB gebildet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs.1 Satz 2 HGB angesetzt. Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Für die Bewertung wurden als Rechnungsgrundlage die biometrischen Grundwerte aus den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Der Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde mit der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet. Als Rechnungszinssatz gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde ein Zinssatz von 1,82% berücksichtigt. Der Rententrend floss mit 2,40% ein. Für den Bilanzstichtag ist gem. § 253 Abs. 6 HGB der Unterschiedsbetrag zu ermitteln, der sich bei einer Abzinsung der Pensionsrückstellungen zum einen mit einem Zehn- und zum anderen mit einem Siebenjahresdurchschnittszinssatz ergibt. Für die Vergleichsberechnung zur Ermittlung des Unterschiedsbetrags wurde der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Abzinsungssatz auf Basis eines Sieben- bzw. Zehnjahresdurchschnitts mit einer Restlaufzeit von 15 Jahren angesetzt. Es ergibt sich demnach ein Unterschiedsbetrag i.H.v. TEUR 78. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre. Forderungen aus Rückdeckungsversicherungen werden, da sie dem Zugriff sämtlicher Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der korrespondierenden Pensionsrückstellung des jeweiligen Anspruchsberechtigten verrechnet. Der beizulegende Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen beträgt insgesamt TEUR 1.644, die Erfüllungsbeträge belaufen sich auf insgesamt TEUR 3.671. Die Steuerrückstellungen und anderen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern wesentlich, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Zahlungsdienste In der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend der Gliederung für Zahlungsinstitute Positionen aus Zahlungsdiensten ausgewiesen. Sofern diese nicht eindeutig zuordenbar sind, handelt es sich bei den ausgewiesenen Beträgen aus Zahlungsdiensten um pauschale Annahmen zur Aufteilung. Zur Ermittlung wurde die gesamte Anzahl der über Verifone Payments abgewickelten Transaktionen des Geschäftsjahres den Transaktionen aus den dem ZAG unterliegenden Geschäften gegenübergestellt. 3. Wesentliche Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute Die Forderungen an Kreditinstitute betragen TEUR 35.043 (Vj. TEUR 43.899), davon aus Zahlungsdiensten TEUR 23.372 (Vj. TEUR 38.704), sowie aus sonstigen Tätigkeiten TEUR 11.671 (Vj. TEUR 5.195). Auf Fremdwährung lautende Forderungen an Kreditinstitute bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 6.623 (Vj. TEUR 4.736). Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden belaufen sich auf TEUR 25.800 (Vj. TEUR 35.732), davon aus Zahlungsdiensten TEUR 4.972 (Vj. TEUR 5.399) und aus sonstigen Tätigkeiten TEUR 20.827 (Vj. TEUR 30.333). Wertberichtigungen für aufgrund eines Kaufvertrags an die Gesellschaft abgetretenen Rücklastschriften aus dem POS- und dem e-/m-commerce wurde anhand durchschnittlicher prozentualer Beitreibungsquoten vorsichtig geschätzt. Wertberichtigungen auf Forderungen an Händler wurden aufgrund der Altersstruktur angesetzt. Insgesamt bestehen Wertberichtigungen von TEUR 14.966 (Vj. TEUR 10.247). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf erstmalig vorgenommene pauschale Wertberichtigungen auf Forderungen an Händler basierend auf der Altersstruktur zurückzuführen. Die Forderungen an Kunden gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit bestehen in Höhe von TEUR 6.409 (Vj. TEUR 14.715). Die ordentliche Kündigungsfrist beträgt hierfür sechs Monate (TEUR 3.758) bzw. 12 Monate (TEUR 2.651). Forderungen gegenüber dem Gesellschafter bestehen in Höhe von TEUR 2.651 (Vj. TEUR 2.653). Auf Fremdwährung lautende Forderungen an Kunden bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.829 (Vj. TEUR 1.578). Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Die Aktien der VISA Inc., San Francisco, USA sind unverändert mit den Anschaffungskosten in Höhe von EUR 10 in der Bilanz ausgewiesen. Anteile an verbundenen Unternehmen Die Anteile an verbundenen Unternehmen belaufen sich zum 31. Oktober 2023 auf TEUR 5.795 (Vj. TEUR 0). Der Anstieg resultiert aus dem vollständigen Erwerb der Anteile an einem kaufmännischen Netzbetreiber im April 2023. Immaterielle Anlagewerte Die immateriellen Anlagewerte belaufen sich zum 31. Oktober 2023 auf TEUR 0 (Vj. TEUR 721). Der Rückgang um TEUR 721 resultiert aus den planmäßigen laufenden Abschreibungen im Geschäftsjahr. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit TEUR 1.146 (Vj. TEUR 2.482) ausgewiesen. Bei der Aufteilung nach sonstigen Tätigkeiten TEUR 860 (Vj. TEUR 1.862) und aus Zahlungsdiensten TEUR 287 (Vj. TEUR 621) handelt es sich um eine rechnerische Aufteilung der in der Bilanz ausgewiesenen Gesamtsumme. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Stichtag in Höhe von TEUR 3.088 (Vj. TEUR 123). Davon aus Zahlungsdiensten TEUR 7 (Vj. TEUR123) und aus sonstigen Tätigkeiten TEUR 3.081 (Vj. 0 TEUR). Verbindlichkeiten gegenüber Kunden Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus Zahlungsdiensten belaufen sich auf TEUR 12.627 (Vj. TEUR 35.084), die im Wesentlichen aus dem Guthaben auf Treuhandkonten resultieren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden aus sonstigen Tätigkeiten belaufen sich auf TEUR 2.111 (Vj. TEUR 4.968). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:
Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 27.847 (Vj. TEUR 20.317), davon aus Zahlungsdiensten TEUR 6.962 (Vj. TEUR 5.079) und aus sonstigen Tätigkeiten TEUR 20.885 (Vj. TEUR 15.238). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften der Verifone Gruppe in Höhe von TEUR 21.158 (Vj. TEUR 13.022), davon TEUR 18 gegenüber dem Gesellschafter (Vj. TEUR 1.522). Inhaltlich enthalten die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaften der Verifone Gruppe hauptsächlich offene Rechnungen für Terminallieferungen, aus von Verifone erbrachten Dienstleistungen und Terminal-Softwarepauschalen. Pensionsrückstellungen Für drei ehemalige Vorstandsmitglieder existieren Versorgungszusagen. Die entsprechenden Rückstellungen (nach Saldierung mit dem Deckungsvermögen) betragen am Bilanzstichtag TEUR 2.027 (Vj. TEUR 2.158). Steuerrückstellungen Am 14. Oktober 2016 hat Verifone Payments mit der Verifone Holding GmbH als herrschende Gesellschaft einen Gewinnabführungsvertrag sowie eine steuerliche Organschaft geschlossen. Es besteht ein Risiko, dass die steuerliche Organschaft nicht wirksam ist. Daher hat die Gesellschaft eine entsprechende Rückstellung in Höhe von TEUR 12.893 (Vj. TEUR 12.107) gebildet. Andere Rückstellungen Die anderen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 2.591 (Vj. TEUR 3.594), davon aus Zahlungsdiensten TEUR 648 (Vj. TEUR 899) sowie aus sonstigen Tätigkeiten TEUR 1.943 (Vj. TEUR 2.696). Sie wurden im Wesentlichen für Personalkosten, ausstehende Lieferantenrechnungen und für Schadensregulierungen gebildet. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 1.000 (Vj. TEUR 1.000). Die Anteile werden zu 100% von der Verifone Holding GmbH, Bad Hersfeld, gehalten. Die Gewinnrücklagen betragen TEUR 10.916 (Vj. TEUR 10.916). 4. Wesentliche Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Provisionserträge Die Provisionserträge belaufen sich auf TEUR 60.116 (Vj. TEUR 51.963). Davon aus Zahlungsdiensten TEUR 37.370 (Vj. TEUR 30.188) und aus sonstigen Tätigkeiten TEUR 22.746 (Vj. TEUR 21.775). Die sonstigen Tätigkeiten enthalten im Wesentlichen Transaktionsgebühren, ecCash Entgelte und Erträge aus dem Lastschriftgarantiegeschäft. Provisionsaufwendungen Die Provisionsaufwendungen belaufen sich auf TEUR 28.724 (Vj. TEUR 24.754). Davon aus Zahlungsdiensten TEUR 22.126 (Vj. TEUR 19.580) und aus sonstigen Tätigkeiten TEUR 6.598 (Vj. TEUR 5.174). Die sonstigen Tätigkeiten enthalten vor allem Partnerprovisionen sowie Kosten in Verbindung mit dem Lastschriftgarantiegeschäft. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf TEUR 7.139 (Vj. TEUR 6.270) und beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Vermietung und dem Verkauf von Terminals und Zubehör. Zahlungsdiensten sind zuzuordnen TEUR 1.785 (Vj. TEUR 1.568), sonstigen Tätigkeiten TEUR 5.354 (Vj. TEUR 4.703). Allgemeine Verwaltungsaufwendungen Die Allgemeinen Verwaltungsaufwendungen belaufen sich auf TEUR 21.144 (Vj. TEUR 23.767), davon aus Zahlungsdiensten TEUR 5.286 (Vj. TEUR 6.271) und aus sonstigen Tätigkeiten TEUR 15.858 (Vj. TEUR 17.496). Die Aufteilung der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gliedern sich in Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 6.294 (Vj. TEUR 8.159) sowie in andere Verwaltungsaufwendungen von TEUR 14.850 (Vj. TEUR 15.607). Wesentliche Bestandteile sind Fremde Dienstleistungen und Beratung (TEUR 5.607), Kosten für Mieten und Energie (TEUR 1.352) und Aufwendungen für Konzerndienstleistungen (TEUR 4.006). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich auf TEUR 2.282 (Vj. TEUR 1.884), davon aus sonstigen Tätigkeiten TEUR 1.712 (Vj. TEUR 1.413) und aus Zahlungsdiensten TEUR 571 (Vj. TEUR 471). Sie beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für den Erwerb von Terminals (GWG) (TEUR 661), Zubehör (TEUR 207) und Wechselkursverluste (TEUR 452). Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen belaufen sich auf TEUR 9.557 (Vj. TEUR 8.756), davon aus sonstigen Tätigkeiten TEUR 7.701 (Vj. TEUR 8.691) und aus Zahlungsdiensten TEUR 1.856 (Vj. TEUR 66). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf erstmalig vorgenommene pauschale Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand gegenüber Händlern zurückzuführen. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Mit der Verifone Holding GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag und damit auch ein körperschaft- und gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis. Es besteht jedoch ein Risiko, dass die steuerliche Organschaft nicht wirksam ist und somit von den Finanzbehörden nicht anerkannt wird. Die im letzten Geschäftsjahr gebildete Rückstellung von TEUR 12.107 wurde um TEUR 786 auf TEUR 12.893 erhöht. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs-, eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne Mit der Verifone Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Auf Basis dieses Vertrags wird der Gewinn von TEUR 1.184 der Verifone Payments GmbH an die Verifone Holding GmbH abgeführt. 5. Sonstige Angaben Aufsichtsratsmitglieder
Mit Wirkung vom 28. Juni 2023 wurde der Aufsichtsrat als Organ der Gesellschaft aufgelöst. Vorstandsmitglieder / Geschäftsführung
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Die Bezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr beliefen sich auf TEUR 15 (Vj. TEUR 45). Gesamtbezüge des Vorstandes / der Geschäftsführung Die Bezüge des Vorstandes betrugen für das Geschäftsjahr TEUR 481 (Vj. TEUR 458). Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstandes / der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates Zum Bilanzstichtag 31. Oktober 2023 bestanden keine Vorschüsse oder Darlehen an Mitglieder der Geschäftsführung. Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführung bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter lag bei 71 (Vj. 89) davon:
Angaben zum Abschlussprüferhonorar Für das von der Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar sind im Geschäftsjahr folgende Honorare (ohne Umsatzsteuer) als Aufwand erfasst:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2024 und 2027. Angaben zu den ausgeführten Zahlungsvorgängen Im Berichtszeitraum wurden 466,4 Mio. Zahlungsdiensttransaktionen (Vj. 387,4 Mio.) mit einem Volumen von EUR 18.696 Mrd. (Vj. EUR 16.017 Mrd.) ausgeführt. Gesamthaft wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.857,2 Mio. Transaktionen (Vj. 1.528,3 Mio.) mit einem Wert von 106,7 Mrd. Euro (Vj 82,0 Mrd. Euro) über Verifone Payments abgewickelt. Konzernverhältnisse 100% der Anteile werden von der Verifone Holding GmbH, Bad Hersfeld, gehalten. Das Mutterunternehmen ist nach § 292 Abs. I HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Die Offenlegung des befreienden Konzernabschlusses erfolgt im elektronischen Bundesanzeiger unter der Verifone Holding GmbH, Bad Hersfeld. Der im April 2023 vollständig erworbene kaufmännische Netzbetreiber ist für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung (§296 Abs.2 HGB) und deshalb wird kein Teilkonzernabschluss auf Ebene der Verifone Payments GmbH erstellt. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Verifone Systems Inc., Coral Springs, Florida, USA. Der Bericht ist erhältlich unter: Verifone Systems, Inc. 2744 N University Drive Coral Springs, FL 33065 USA
Aschheim, den 27. März 2024 Die Geschäftsführung Thomas Hellweger Dr. Fabian Ganster
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Verifone Payments GmbH, Aschheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Verifone Payments GmbH, Aschheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Verifone Payments GmbH, Aschheim, für das Geschäftsjahr vom 1. November 2022 bis zum 31. Oktober 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. März 2024 Grant Thornton AG Andreas Schuster, Wirtschaftsprüfer Artem Loginov, Wirtschaftsprüfer |
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